[0001] Die Erfindung betrifft ein Trageband zum Tragen von Gegenständen am Körper einer
Person, mit einem Bandabschnitt, der zur Bildung einer Tasche zumindest abschnittsweise
doppelwandig ausgebildet ist und im Bereich des doppelwandigen Abschnitts wenigstens
eine erste Eingriffsöffnung aufweist, die über Verschlussmittel verschließbar ist.
[0002] Tragebänder dieser Art sind allgemein bekannt. Die bekannten Bänder sind üblicherweise
in Form eines so genannten Lanyards ausgebildet, wobei es sich bei einem Lanyard um
ein Band handelt, das um den Hals eines Menschen getragen wird und an deren Ende üblicherweise
ein Schlüsselanhänger, ein Karabinerhaken zum Befestigen sonstiger Elemente oder auch
ein anderes Befestigungsmittel angeordnet ist. Der Lanyard weist üblicherweise eine
Länge zwischen 80 und 100 cm, meist von 90 cm sowie einen Panikverschluss auf, so
dass der Träger nicht durch Ziehen an dem Lanyard stranguliert werden kann.
[0003] Darüber hinaus sind Tragebänder bekannt, die etwa eine Länge von 20 bis 25 cm aufweisen
und über einen Karabinerhaken oder ein anderes Befestigungsmittel beispielsweise an
der Gürtelschlaufe einer Hose befestigt werden können. Auch diese Tragebänder weisen
an ihrem gegenüberliegenden Ende ein Befestigungsmittel für einen Schlüsselbund, eine
Identitätskarte oder ein sonstiges Funktionselement auf.
[0004] Ein charakteristisches Element aller dieser Tragebänder ist die Tatsache, dass sie
aus einem etwa ein bis zwei Zentimeter breiten Bandabschnitt bestehen, der üblicherweise
als Werbeträger verwendet wird. Obwohl Tragebänder dieser Art allgemein Verwendung
finden haben sie inzwischen doch den Nachteil, dass durch ihre große Verbreitung die
Werbewirksamkeit nachlässt. Insbesondere beim Endkunden stellt sich mittlerweile eine
gewisse Sättigung ein, da Tragebänder in den meisten Haushalten bereits vielfältig
vorhanden sind. Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Tragebänder derart weiterzubilden,
dass sie durch das Hinzufügen weiterer Funktionalitäten eine größere Attraktivität
beim Endkunden und somit eine größere Beliebtheit bei der Werbeindustrie bekommen.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass in der Tasche eine, zumindest
eine zweite Eingriffsöffnung aufweisende Zusatztasche mit einem im Verhältnis zur
Größe der Tasche größeren Aufnahmevolumen angeordnet ist, die an zumindest einem Punkt
mit dem Trageband verbunden ist und zusammengelegt in die Tasche einlegbar ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird nun die Tasche in dem Trageband genutzt, um eine zusätzliche
Funktion zu ermöglichen. In einem einfachen Fall kann dies dadurch geschehen, dass
in der Tasche eine Zusatztasche angeordnet ist, die bevorzugt mit dem Trageband fest
verbunden ist oder mit dem Trageband auf eine Weise verbunden ist, dass sie von dem
Trageband abgenommen werden kann. Eine Verbindung, die ein Abnehmen vom Trageband
ermöglicht, kann beispielsweise ein Druckknopf oder auch eine Klettverbindung sein.
Da das Trageband jedoch sehr leicht ist und dann, wenn die Tasche in der Hand gehalten
werden soll, meist auch nicht mehr benötigt wird, da die an dem Trageband befestigten
Gegenstände dann in der Tasche transportiert werden können, wird bevorzugt die Zusatztasche
mit dem Trageband verbunden sein.
[0007] Damit die Zusatztasche vollständig in der Tasche des Tragebandes verstaut werden
kann, ist die Befestigung der Zusatztasche bevorzugt innerhalb der Tasche des Tragebandes
angeordnet, so dass das Trageband bei eingerollter und in der Tasche verstauter Zusatztasche
verschlossen werden kann. In diesem Fall, sofern ein dünnes Material für die Zusatztasche
verwendet werden wird, kann in die Zusatztasche so dicht zusammengelegt werden, dass
das Trageband nur unmerklich dicker wird als ein herkömmliches Lanyardband. Dieser
Dickensprung kann zusätzlich auch noch einen erhöhten Qualitätseindruck mit sich bringen,
da der Eindruck eines höherwertigen Materials entsteht.
[0008] Die Dicke der zusammengelegten Zusatztasche kann ferner dadurch reduziert werden,
dass die Zusatztasche als Netz ausgebildet wird, so dass hier Material gespart werden
kann. Dieses Netz kann recht engmaschig ausgebildet sein und aus einem dünnen, beispielsweise
Nylonmaterial bestehen. Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung eines solchen Netzes
oder auch einer geschlossenen Zusatztasche verwendet ein Material für die Zusatztasche,
dass dehnbar ist. So kann die Zusatztasche über einen Gegenstand gestülpt werden oder
sich bei entsprechender Füllbelastung automatisch vergrößern.
[0009] Bei geeigneter Ausbildung kann das Trageband bei beladener Zusatztasche als Henkel
für die Zusatztasche fungieren, wobei in diesem Fall bevorzugt die Zusatztasche an
beiden Enden der lang gestreckten Tasche mit dem Material des Tragebandes verbunden
ist bzw. verbindbar ist.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung eines Tragebandes ist in seiner Funktionalität
dadurch erhöht, dass in der Tasche andere Funktionsbekleidungselemente angeordnet
sind. Unter dem Begriff Funktionsbekleidung soll im Sinne der vorliegenden Erfindung
jegliches Produkt verstanden werden, dass um oder an dem Körper eines Trägers getragen
werden kann. Die Funktionsbekleidung ist also nicht auf ein Kleidungsstück im herkömmlichen
Sinne beschränkt.
[0011] Eine mögliche Ausgestaltung der Funktionsbekleidung ist beispielsweise ein Regenschutz.
Ein solcher Regenschutz kann in vielfältiger Weise vorliegen, im einfachsten Fall
ist dies ein Regencape, das um den Kopf oder die Schulter des Trägers gelegt werden
kann. Bei diesem Cape kann es sich um ein einfaches, wasserabweisendes oder wasserdichtes
Folien- oder Stoffstück handeln, das zusammengerollt in die Tasche eingelegtwerden
kann.
[0012] Sofern der Regenschutz über den Kopf eines Trägers getragen werden soll, besteht
bei mittiger Befestigung längs der Tasche möglicherweise die Gefahr, dass sich Regenwasserinnerhalb
der Tasche ansammelt, da ja ein kleiner Rand der Tasche außen und nach oben hervorspringt,
der somit eine kleine Rinne bildet, in der sich Wasser sammelt. Aus diesem Grund ist
bevorzugt der Regenschutz derart mit dem oberen inneren Rand der Tasche verbunden,
dass die vom Körper abgewandte Fläche des Regenschutzes an der dem Kopf zugewandten
Seite mit dem oberen Rand der Tasche verbunden ist.
[0013] Wird nun der Regenschutz aus der Tasche entnommen, kann die Tasche im Bereich des
Tragebandes bevorzugt umgekrempelt, also nach Innen gedreht werden, wobei sich durch
die Befestigung des unteren Randes des Regenschutzes im Bereich des Randes der Tasche
so gut wie keine wasseraufnehmende Rinne an der Außenseite des Regenschutzes ergibt.
So kann vermieden werden, dass sich unnötig viel Wasser in der Tasche ansammelt, das
beim Tragen herausschwappen oder beim Ausziehen des Regenschutzes den Träger nass
machen könnte.
[0014] Alternativ kann natürlich die Tasche auch an der Innenseite getragen werden, so dass
der Regenschutz nach außen vollständig durchgängig ist und das Trageband kann entweder
elastisch ausgebildet sein oder Verkürzungsmittel aufweisen, so dass bei aufgesetzter
Regenhaube das Trageband um den Kopf herumgelegt werden kann und so die Regenkappe
zusätzlich am Körper befestigt.
[0015] Alternativ kann der Regenschutz auch als vollständiger Regenmantel oder mit einem
oberen, ausschließlich die Schultern abdeckenden Bereich ausgebildet sein. Auch hier
kann die oben geschilderte Bildung einer Rinne dadurch verhindert werden, dass die
Regenjacke an der geeigneten Stelle mit der Tasche verbunden ist.
[0016] Weitere mögliche Funktionsbekleidungsstücke im Sinne der vorliegenden Erfindung können
auch z.B. Warnwesten sein. Auch ein Warnüberwurf, der nicht notwendigerweise die Form
einer Weste hat, kann innerhalb der Tasche angeordnet sein. Bei einem solchen Warnüberwurf
kann es sich um reflektierende Streifen handeln, die um den Körper einer Person getragen
werden können, wie es bereits allgemein bekannt ist. Diese Streifen verlaufen etwa
schräg über Brust und Rücken und sind mit einem unteren, gürtelartigen Rand verbunden.
[0017] Solche Warnüberwürfe sind besonders für Kinder, Läufer oder Fahrradfahrer sinnvoll,
insbesondere wenn sie mit reflektierenden, passiven Leuchtelementen versehen sind
oder aus einem reflektierenden Stoff hergestellt sind. Auch nicht reflektierende,
beispielsweise in Signalfarben hergestellte Warnüberwürfe oder Warnüberwürfe mit aktiver
Beleuchtung, etwa aufgenähten LEDs sind möglich. Ferner muss der Überwurf auch nicht
zwangsläufig eine Warnfunktion aufweisen, auch eine Hinweisfunktion, etwa auf die
Zugehörigkeit zu einer Mannschaft oder dem Team einer Messebesetzung ist möglich,
so dass der Lanyard während der Messe als Hinweis auf einen Verkäufer oder dessen
Befähigung, zum Beispiel in Form seiner Sprachkenntnisse oder Zuordnung zu einem Produktspektrum
verwendet werden kann.
[0018] Bei einer besonders günstigen Ausgestaltung der Erfindung wird als Funktionsbekleidung
eine Regenweste, eine Warnweste oder ein Signal- oder Warnüberwurf in Form von vor
und hinter dem Körper zu tragenden Textil- oder Kunststoffstreifen verwendet, wobei
hier bei angelegter Funktionsbekleidung die Tasche und das Verschlussmittel längs
der Brust und/oder des Rückens des Trägers verläuft, so dass der ansonsten um den
Hals getragene Lanyard mit vor der Brust hängendem Befestigungsmittel dann entweder
über der Schulter gerade herunterhängend oder quer zur Brust von der Brust um die
Seite Körper über den Rücken verlaufend getragen wird. Dann kann die Funktionsbekleidung
einfach aus der Tasche herausgerollt oder genommen werden, so dass ausgehend von der
Tasche die Funktionsbekleidung über den Körper gezogen werden kann. Die dann leere
Tasche kann dann als normale Tasche verwendet werden.
[0019] Im Zusammenhang mit der oben beschriebenen Ausgestaltung, aber auch mit den übrigen
Ausgestaltungen kann es zweckmäßig sein, wenn das Verschlussmittel von beiden Seiten
aus bedienbar ist, so dass die Tasche auch nach dem Umkrempeln, also dem "auf links
Ziehen", auch wieder von Außen geschlossen und geöffnet werden kann. Auf diese Weise
können die nicht benötigten Elemente, etwa die Karabiner des Lanyards, bei getragener
Funktionsbekleidung oder benutzter Zusatztasche in der umgedrehten, auf links gezogenen
Tasche verstaut werden.
[0020] Schließlich ist es möglich, dass beide Komponenten der bereits geschilderten Erfindung
miteinander kombiniert werden. So kann es sein, dass die Funktionsbekleidung innerhalb
der Zusatztasche angeordnet ist, so dass das Trageband sowohl die Zusatztasche als
auch die Funktionsbekleidung aufweist. Insbesondere bei Verwendung einer Regenkapuze
und einer dünnen Zusatztasche können beide Elemente innerhalb der Tasche angeordnet
werden. So lässt sich eine doppelte Funktionalität des Tragebandes erzielen, was die
Attraktivität des Lanyardbands zusätzlich steigert.
[0021] Weitere Merkmale und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der
nachfolgenden Figuren, ohne dass der Anwendungsbereich der Erfindung auf diese Ausführungsbeispiele
beschränkt sein soll.
[0022] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- ein Lanyardband mit erfindungsgemäßer, eingelegter Zusatztasche,
- Fig. 2
- ein Trageband zum Tragen an dem Gürtel einer Person mit ausgerollter Zusatztasche
- Fig. 3
- ein Lanyardband mit geschlossenen Tasche, in dem ein Regeschutz in Form einer zusammengerollten
Kopfhaube angeordnet ist,
- Fig. 4
- das Lanyardband mit auf Figur 3 mit ausgerollter Kopfhaube,
- Fig. 5
- eine, die in Figur 4 dargestellte Kopfhaube tragende Person,
- Fig. 6
- eine als Warnüberwurf ausgebildete Funktionsbekleidung zur Verwendung mit der Erfindung
und
- Fig. 7
- ein Trageband in Form eines Lanyards mit einem, zu dem in Figur 6 dargestellten ähnlichen
Warnüberwurf.
[0023] In Figur 1 ist ein Lanyardband als Trageband dargestellt, das auf der linken Seite
einen doppelwandigen Bereich aufweist, der auf der Innenseite eine Tasche 1 bildet,
die über ein als Reißverschluss ausgebildetes Verschlussmittel 2 verschließbar ist.
Bei diesem sogenannten Lanyardband ist im unteren Bereich, oberhalb eines Panikverschlusses
ein weiteres Zusatzelement zwischen den beiden Bandabschnitten angeordnet, wobei es
sich bei diesem Zusatzelement um eine kleine Tasche handelt, in der zusätzliche persönliche
Accessoires getragen werden können. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist diese kleine
Tasche als Handyaufnahme 4 ausgebildet. Diese Handyaufnahme 4 ist bevorzugt verschließbar
oder mit einer elastischen Wandung versehen, so dass das Handy unter Aufweitung der
Wandung in die Handytasche 4 einsteckbar ist und gegen Herausfallen gesichert ist.
Alternativ kann die kleine Tasche auch zur Aufnahme einer Kamera oder sonstiger Accessoires,
insbesondere eine Transponders zur Öffnung einer Eingangstür oder ähnlichem genutzt
werden.
[0024] Zusätzlich oder alternativ zu dieser Tasche kann ferner eine Einstecktasche 5 als
Münzaufnahme, als Tasche für einen Einkaufswagenchip oder als Aufnahme für eine Speicherkarte
vorgesehen sein, die entweder auf das Trageband oder auf die Wandung der Handyaufnahme
4 aufgesetzt sein kann. Auch diese Einstecktasche 5 kann aus einem flexiblen, dehnbaren
Material gefertigt sein. In der Tasche 1 des Lanyardbandes ist hier, nicht dargestellt,
das Zusatzelement in Form der Zusatztasche oder bzw. und der Funktionsbekleidung angeordnet.
Ansonsten handelt es sich bei dem dargestellten Lanyardband um ein handelsübliches
Lanyardband, so wie es bereits aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0025] In Figur 2 ist ein Trageband dargestellt, das im Vergleich zu dem in Figur 1 dargestellten
Lanyardband wesentlich kürzer ausgebildet ist, so dass es an der Gürtelschlaufe einer
Hose getragen werden kann. Dieses Trageband weist an beiden Enden Befestigungsmittel
auf, wobei auch dieses Trageband doppelwandig ausgebildet ist und auch hier durch
die Doppelwandigkeit eine sich längs des Bandes erstreckende Tasche 1 entsteht, die
über einen Reißverschluss als Verschlussmittel 2 verschlossen ist. Anstelle des Reißverschlusses
können auch alle anderen Verschlussmittel 2 verwendet werden.
[0026] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ist eine netzartige Zusatztasche
3 innerhalb der Tasche 1 angeordnet, die mit zwei Seitenschnüren auf der linken Seite
mit dem Schlüsselring, der das linke Befestigungsmittel bildet, verknotet ist. Diese
Tasche 1 kann an dem rechten Rand zusätzlich mit dem Trageband verbunden sein, bevorzugt
wird sie allerdings hier lose ausgebildet sein, so dass die Zusatztasche 3 leichter
befüllbar ist und darüber hinaus größer gehalten werden kann, die vor Einlegen in
die Tasche 1 zunächst gefaltet werden kann, so dass sich eine Breite ergibt, die einer
mehrfachen Länge der Tasche 1 entspricht.
[0027] In Figur 3 ist ein Lanyardband dargestellt, das ebenfalls eine Tasche 1 aufweist,
wobei in diesem Lanyardband ein Regenschutz 6 angeordnet ist, der am oberen Rand der
Tasche 1 mit dem Material des Tragebandes verbunden ist. Die Verbindung am oberen
Rand hat den besonderen Vorteil, dass bei Tragen des Regenschutzes 6 am Kopf eines
Trägers, so wie es in Figur 5 dargestellt ist, zwischen dem oberen Material und dem
Lanyardband keine Rinne entsteht, die Wasser auffangen und seitlich auf den Träger
ableiten könnte. Darüber hinaus bleibt so die Tasche 1 trocken und es wird vermieden,
das Wasser sich in derTasche 1 ansammelt.
[0028] In Figur 4 ist das Lanyardband aus Figur 3 in einer stilisierten Ansicht dargestellt,
wobei hier die Tasche 1 durch den aufgezogenen Reißverschluss als Verschlussmittel
2 geöffnet ist. Aus der Tasche 1 ist eine Regenhaube als Regenschutz 6 herausgerollt.
Diese Regenhaube kann dann über dem Kopf einer Person getragen werden.
[0029] Wie aus Figur 5 ersichtlich ist, hängen die beiden Enden des Lanyardbandes rechts
und links des Kopfes der Person zopfartig herunter, so dass sie wie bei einem normalen
Lanyardband unten miteinander verbunden sein können. So kann der Lanyard trotz der
Funktion als Regenschutz 6 auch beim Tragen des Regenschutzes auf dem Kopf wie gewohnt
zum Tragen beispielsweise von Schlüsseln oder Identifikationskarten genutzt werden.
[0030] Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Regenschutz 6 unmittelbar längs des
in Längsrichtung des Tragebandes verlaufenden Randes der Tasche 1 angeordnet, so dass
das Lanyardband bzw. der geöffnete Rand der Tasche bei getragenem Regenschutz körperseitig
angeordnet ist und sich an der Außenseite des Regenschutzes nicht die Regenwasser
auffangende größere Rinne bilden kann. Diese Anordnung der Tasche 1 ist insbesondere
auch aus Figur 5 ersichtlich, wobei hier zu sehen ist, dass beim Tragen des Regenschutzes
6 die Taschenränder auf der inneren Seite der Regenhaube angeordnet sind.
[0031] In den Figuren 6 und 7 sind alternative Funktionsbekleidungselemente zur Verwendung
im Zusammenhang mit der Erfindung dargestellt, die hier die Form eines dreieckigen
Warnüberwurfes 7 aufweisen. Dieser Warnüberwurf 7 ist an seiner Vorderseite mit reflektierenden
Elementen 8 versehen, wobei die Rückseite ähnlich ausgebildet sein kann.
[0032] Damit der Träger des Warnüberwurfes 7, insbesondere im Falle eines Sturzes, nicht
durch einen größeren Plastikverschluss gefährdet werden kann, weist der Signalüberwurf
7 im unteren Bereich keine spitzen Kunststoff-Schnappverschlüsse sondern eine doppelwandige
Durchführung als Zurrbandkanal 10 zum Halten eines flexiblen Zurrbandes 9 auf. Dieses
Zurrband 9 kann um den Körper des Trägers herumgeschlungen und über eine ungefährliche
Steckverbindung mit einer an dem einen Ende des Zurrbandes 9 angeordneten Buchse und
einem an dem gegenüberliegenden Ende angeordneten Stecker zur Sicherung des Warnüberwurfes
7 befestigt werden. Die Elemente der Steckverbindung können gleichzeitig eine Sicherung
gegen Herausrutschen des Zurrbandes 9 aus dem Zurrbandkanal 10 dienen, sofern sie
dicker als der Innendurchmesser des Zurrbandkanals 10 sind.
[0033] Durch die zusätzliche Ausrüstung der die Funktionsbekleidung aufweisenden Lanyards
mit Tasche kann nun nicht nur die Funktionalität der Tragebänder gesteigert werden,
es steht auch eine größere Werbefläche zur Verfügung, die durch den Werbetreibenden
zusätzlich genutzt werden kann.
[0034] Anstelle der Funktionsbekleidung können natürlich auch andere Gegenstände in der
Tasche angeordnet werden, die dort lose oder mit der Tasche befestigt vorgesehen sein
können. Dies können zum Beispiel Sitzkissen, Fahnen oder ähnliches sein.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1
- Tasche
- 2
- Verschlussmittel
- 3
- Zusatztasche
- 4
- Handyaufnahme
- 5
- Einstecktasche
- 6
- Regenschutz
- 7
- Warnüberwurf
- 8
- Reflektierende Elemente
- 9
- Zurrband
- 10
- Zurrbandkanal
1. Trageband, insbesondere Lanyard, zum Tragen von Gegenständen am Körper einer Person,
mit einem Bandabschnitt, der zur Bildung einer Tasche (1) zumindest abschnittsweise
doppelwandig ausgebildet ist und im Bereich des doppelwandigen Abschnitts wenigstens
eine erste Eingriffsöffnung aufweist, die über Verschlussmittel (2) verschließbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Tasche eine, zumindest eine zweite Eingriffsöffnung aufweisende Zusatztasche
(3) mit einem im Verhältnis zur Größe der Tasche (1) größeren Aufnahmevolumen angeordnet
ist, die an zumindest einem Punkt mit dem Trageband verbunden ist und zusammengelegt
in die Tasche (1) einlegbar ist.
2. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatztasche über einen Taschenverschluss verschließbar ist, wobei der Taschenverschluss
von einem Zurrband oder einem Reißverschluss und die Zusatztasche (3) von zwei Seitenwänden
gebildet ist, die unter Belassung einer Eingriffsöffnung längs der Seitenwände miteinander
verbunden sind.
3. Trageband zum Tragen von Gegenständen am Körper einer Person, mit einem Bandabschnitt,
der zur Bildung einer Tasche (1) zumindest abschnittsweise doppelwandig ausgebildet
ist und im Bereich des doppelwandigen Abschnitts wenigstens eine erste Eingriffsöffnung
aufweist, die über Verschlussmittel (2) verschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Tasche zumindest eine zusammengelegte Funktionsbekleidung zum Tragen am Körper
nach der Entnahme aus der Tasche (1) angeordnetist.
4. Trageband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbekleidung fest oder lösbar mit dem Trageband, insbesondere im Bereich
der Tasche (1), insbesondere im Inneren der Tasche verbunden ist.
5. Trageband nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbekleidung ein Regenschutz in Form einer Kopfhaube, einer Kapuze, eines
Capes, einer Plane oder einervollständigen Regenjackeist.
6. Trageband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Regenschutz längs einer Befestigungslinie mit der Innenseite der Tasche (1) verbunden,
insbesondere vernäht oder verklebt ist, wobei die Befestigungslinie an dem längs des
Tragebandes verlaufenden Rand der Tasche (1) oder in unmittelbarer Nähe, insbesondere
in einem Abstand von weniger als 5mm, bevorzugt weniger als 3mm angeordnetist.
7. Trageband nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbekleidung eine Signal- oder Warnweste oder ein Signal- oder Warnüberwurf
ist.
8. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatztasche (3) oder die Funktionsbekleidung aus einem elastisch dehnbaren Material
gefertigt sind.
9. Trageband nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zusatztasche (3) eine als Regenschutz ausgebildete Funktionsbekleidung und
eine als Signal- oder Warnweste oder ein Signal- oder Warnüberwurf ausgebildete Funktionsbekleidung
angeordnet und befestigtist.
10. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatztasche (3) aus einem netzartigen oder einem stoff- oder folienartigen Material
gefertigt ist.
11. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatztasche (3) zumindest ein weiteres Befestigungselement aufweist, über das
sie mit einem Befestigungspunkt, der an dem Trageband oder einem sonstigen Kleidungsstück
der tragenden Person angeordnet ist, im herausgenommenen Zustand zusätzlich befestigbar
ist.
12. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trageband von einem geraden Bandabschnitt gebildet ist und eine körpernahe Befestigungsmöglichkeit
zur Befestigung an einer Lasche oder einem Ring an der Kleidung der tragenden Person,
insbesondere in Form eines Schekels oder Karabinerhakens, aufweist.
13. Trageband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es der körpernahe Befestigungsmöglichkeit gegenüberliegend eine Befestigungsmöglichkeit
für zu tragende Gegenstände aufweist und sich die Zusatztasche über mehr als 80% der
Entfernung zwischen der körpernahen Befestigungsmöglichkeit und der gegenüberliegenden
Befestigungsmöglichkeit für die zu tragenden Gegenstände, insbesondere über die vollständige
Länge des Tragebandes erstreckt.
14. Trageband nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass es als Lanyardband ausgebildet ist, das mit dem Bandabschnitt um den Hals einer Person
legbar ist, wobei der Bandabschnitt an seinen Enden zur Bildung eines geschlossenen
Lanyardbandes zusammengeführt ist und an dem zusammengeführten Ende mit der Befestigungsmöglichkeit
für die zu tragenden Gegenstände verbunden ist.