[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren von flachen
Postsendungen.
[0002] Flache Postsendungen, wie Briefe, Großbriefe, Postkarten, eingeschweißte Zeitschriften
und dergleichen, werden in Briefzentren oder großen Postämtern in sehr großer Zahl
nach ihrer Adresse sortiert und in einer Vielzahl von Stapelfächern abgelegt. Die
erreichbare Feinheit der Sortierung ist durch die Anzahl der Sortiergänge und die
Anzahl der Stapelfächer in jedem Sortiergang bestimmt, in die die Postsendungen verteilt
werden. Im Besonderen die Sortierung von Postsendungen in der Gangfolge eines oder
mehrerer Zusteller ist ein Prozess, in dem aufgrund der Vielzahl von Adressen meist
mehrere Sortierläufe gefahren werden müssen. Nach dem letzten Sortierlauf liegen die
Postsendungen dann in der Reihenfolge vor, in der die Zusteller die Postsendungen
an die Adressaten verteilen.
[0003] Das Durchlaufen mehrerer Sortierläufe ist in
DE 196 29 125 A1 beschrieben. In verschiedenen möglichen Sortierverfahren stehen für jeden Sortierlauf
entweder eine oder alternativ mehrere Sortiermaschinen zur Verfügung. Aus der
DE 100 39 419 C1 ist es bekannt, mehrere Sortierläufe hintereinander auf einer Sortiermaschine zu
durchlaufen. Eine Sortiermaschine mit mehreren Speichermodulen ist aus der
DE 197 09 232 A1 bekannt. Die zu sortierenden Postsendungen werden in einem zweiten Sortierlauf so
auf die Speichermodule aufgeteilt, dass keines der Speichermodule wegen einer Einspeicherung
von zu vielen Postsendungen überläuft.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Sortieren von flachen Postsendungen anzugeben, mit dem eine Gangfolgesortierung
zügig und zuverlässig durchgeführt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Sortieren von flachen
Postsendungen mit einer Sortiervorrichtung mit mindestens einem ersten und einem zweiten
Segment mit jeweils mindestens N Speichermodulen, bei dem im ersten Segment ein erster
Sortiergang und im zweiten Segment ein nachfolgender zweiter Sortiergang durchgeführt
wird, wobei im ersten Sortiergang Überlaufsendungen, die einem wegen Füllung geschlossenen
Speichermodul zugeordnet werden, in eines der anderen Speichermodule abgelegt und
in den Sortierprozess des zweiten Sortiergangs eingefügt werden. Mit Hilfe der Sortiervorrichtung
mit zumindest zwei Segmenten kann die Gangfolgesortierung zügig durchgeführt werden.
Durch das Ablegen der Überlaufsendungen in das weitere Speichermodul kann ein Reservevolumen
in den Speichermodulen klein gehalten und somit eine große Zahl von Postsendungen
gleichzeitig sortiert werden. Das Einfügen der Überlaufsendungen in den Sortierprozess,
zweckmäßigerweise von einem Prozessmittel gesteuert, erlaubt es, die Zahl von Fehlsortierungen
gering zu halten.
[0006] Das Sortieren ist zweckmäßigerweise ein Gangfolgesortieren. Ein Gangfolgesortieren
kann durchgeführt werden, indem eine Vielzahl von Postsendungen aus einer wahllosen
Reihenfolge in eine vorbestimmte Reihenfolge gebracht wird. Die vorbestimmte Reihenfolge
kann in Abhängigkeit zu den Sendungszielen der Postsendungen stehen, z.B. zu deren
Zustelladressen. Unter einem Sortiergang kann ein Sortieren verstanden werden, bei
dem eine Vielzahl von Postsendungen in Abhängigkeit von ihren Sendungszielen auf Speichermodule
verteilt wird. Bei einem nachfolgenden Sortiergang können diese bereits vorsortierten
Postsendungen - ggf. abzüglich aussortierter Postsendungen - feiner sortiert und hierzu
in die Speichermodule des zweiten Segments sortiert werden, ebenfalls in Abhängigkeit
von ihren Sendungszielen. In Abhängigkeit von der Anzahl N der Speichermodule in jedem
Segment und der Anzahl n der Sortiergänge ist das Gangfolgesortieren von maximal N
n Adressen möglich.
[0007] Die Postsendungen können Postgut aller Art für den Postversand sein, deren Länge
und Breite jeweils erheblich größer ist als deren Dicke, z.B. um mindestens den Faktor
10. Die Speichermodule sind zur Aufnahme einer Vielzahl von Postsendungen ausgelegt,
zweckmäßigerweise mindestens zehn, insbesondere mindestens 50, die im Speichermodul
gespeichert werden können, insbesondere aufeinander gestapelt. Die Speichermodule
sind vorteilhafterweise last-in-first-out-Module, also solche Speichermodule, in denen
die zuletzt eingespeicherte Postsendung von einer Vielzahl von Postsendungen zuerst
wieder ausgespeichert wird, also aus dem Speichermodul abgeführt wird. Es können viele
Postsendungen schnell, zuverlässig und kostengünstig ein- und ausgespeichert werden.
[0008] Unter einem wegen Füllung geschlossenen Speichermodul kann ein solches verstanden
werden, das von einem Prozessmittel zur Steuerung des Sortierens derart gekennzeichnet
ist, dass in dieses Speichermodul wegen ausreichender Füllung keine Postsendung mehr
eingebracht werden soll. Die Kennzeichnung kann ein elektronisches Signal sein. Die
Überlaufsendungen können solche Postsendungen sein, die in das geschlossene Speichermodul
abgelegt werden würden, wenn dieses nicht geschlossen wäre. Das Ablegen kann durch
ein Einstapeln geschehen. Ein Einfügen in den Sortierprozess des zweiten Sortiergangs
kann durch ein Vereinzeln aus einem Speichermodul und ein Einbringen in den Sortierprozess
des zweiten Sortiergangs geschehen.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Postsendungen vor dem
Sortieren auf ein Sendungsziel hin untersucht und bei der Untersuchung nicht erkannte
Sendungen werden in ein dafür vorgesehenes Speichermodul abgelegt, wobei die Überlaufsendungen
in das gleiche Speichermodul abgelegt werden. Die nicht erkannten Sendungen können
mit sehr geringem Aufwand separiert und gruppiert werden, so dass sie einem Postboten
in einer Gruppe vorgelegt werden können. Das dafür vorgesehene Speichermodul ist vorteilhafterweise
ein Speichermodul des ersten Segments. Das Sendungsziel kann eine Zustelladresse sein.
[0010] Wird vor dem zweiten Sortiergang ein zweiter Erkennungsversuch mit zuvor unerkannten
Sendungen unternommen, so kann eine hohe Erkennungsrate erreicht werden. Die im zweiten
Erkennungsversuch neu identifizierten Sendungen können in das dem erkannten Sendungsziel
zugeordnete Speichermodul eingefügt und im folgenden Sortiergang mit feinsortiert
werden.
[0011] Kollisionen von Postsendungen können vermieden werden, wenn die Überlaufsendungen,
und insbesondere auch die unerkannten Postsendungen, vor dem Erkennungsversuch in
ein Speichermodul des zweiten Segments umgelagert werden. Außerdem können weiterhin
unerkannte Sendungen in das dafür vorgesehene Speichermodul des ersten Segments abgelegt
werden.
[0012] Die Überlaufsendungen können zügig und mit wenig Aufwand in den Sortierprozess eingefügt
werden, wenn sie im zweiten Sortiergang unmittelbar vor oder nach dem Entleeren des
geschlossenen Speichermoduls in den Sortierprozess eingefügt werden.
[0013] Nicht erkannten Postsendungen können einfach separiert gehalten werden, wenn sie
in ein Speichermodul des zweiten Segments abgelegt werden. Das Speichermodul des zweiten
Segments ist zweckmäßigerweise als Überlaufmodul vorgesehen.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die Überlaufsendungen im ersten
Sortiergang in ein Speichermodul des zweiten Segments abgelegt. Auf ein gesondertes
Speichermodul für Überlaufsendungen kann verzichtet werden.
[0015] Vorteilhafterweise werden die Überlaufsendungen zwischen dem ersten und dem zweiten
Sortiergang in zumindest ein teilweise belegtes Speichermodul des ersten Segments
als fremde Postsendungen abgelegt. Auf diese Weise kann auch im zweiten Segment auf
ein gesondertes Speichermodul für Überlaufsendungen verzichtet werden. Das so fremdbelegte
Speichermodul beherbergt somit vorhergehend Postsendungen, die ihm originär zugeordnet
und in ihm einsortiert sind, und nachgehend Überlaufsendungen.
[0016] Das mit Überlaufsendungen fremdbelegte Speichermodul ist vorteilhafterweise ein Speichermodul,
das im zweiten Sortiergang zur Leerung nach dem geschlossenen Speichermodul vorgesehen
ist. Es kann bei einem Entleeren der Speichermodule des ersten Segments im zweiten
Sortiergang eine Blockade des fremdbelegten Speichermoduls durch Überlaufsendungen
vermieden werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung wird dem Speichermodul, das im
ersten Sortiergang zuletzt entleert wird, vor dem ersten Sortiergang ein kleinerer
Zielbereich zugewiesen, als vorhergehenden, insbesondere als allen vorhergehenden.
Hierdurch kann vermieden werden, dass das letzte Speichermodul überläuft und die Überlaufsendungen
nicht in ein nachfolgendes Speichermodul einsortiert werden können. Der Zielbereich
kann eine statistische Postsendungsmenge in das Speichermodul festlegen und ist z.B.
ein Postleitzahlbereich oder eine Anzahl von Adressen.
[0018] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung werden die Überlaufsendungen während
des ersten Sortiergangs in zumindest ein teilweise belegtes Speichermodul des ersten
Segments als fremde Postsendungen abgelegt. Auf diese Weise kann die Gangfolgesortierung
besonders zügig durchgeführt werden.
[0019] Vorteilhafterweise werden Postsendungen, die dem fremdbelegten Speichermodul nach
der Fremdbelegung originär zugeordnet werden, in zumindest ein weiteres Speichermodul
des ersten Segments als fremde Postsendungen abgelegt. So kann eine Durchmischung
von Postsendungen, die verschiedenen Speichermodulen zugeordnet sind, vermieden werden.
Da zum Zeitpunkt eines Fachüberlaufs in der Regel nur noch ein kleiner Sendungsanteil
einzusortieren ist, befinden sich darunter auch nur wenige Postsendungen, die für
das zwischenzeitlich zusätzlich mit Postsendungen aus dem übergelaufenen Speichermodul
gefüllten Speichermodul bestimmt sind. Ist dies der Fall, werden diese Postsendungen
zweckmäßigerweise wiederum in ein Speichermodul geleitet, aus welchem im nachfolgenden
Sortiergang nach dem betroffenen Speichermodul wieder vereinzelt wird, usw. Auf diese
Weise wird die Wahrscheinlichkeit, dass noch Postsendungen kommen, die dem zuletzt
betroffenen Speichermodul zugeordnet sind, immer geringer. Reichen die für den nachfolgenden
Sortiergang nachgelagerten Speichermodule nicht aus, kann vor Erreichen des letzten
Speichermoduls auf ein Speichermodul des zweiten bzw. anderen Segments zurückgegriffen
werden.
[0020] Um eine Blockade beim Leeren der Speichermodule im nachfolgenden Sortiergang zu vermeiden,
ist das fremdbelegte Speichermodul zweckmäßigerweise ein Speichermodul, das im zweiten
Sortiergang zur Leerung nach dem geschlossenen Speichermodul vorgesehen ist. Die Leerung
ist zweckmäßigerweise eine vollständige Leerung. Das weitere fremdbelegte Speichermodul
ist vorteilhafterweise zur Leerung nach dem ersten fremdbelegten Speichermodul vorgesehen.
[0021] Die Sortierung kann trotz Überlauf zuverlässig weiter durchgeführt werden, wenn bei
einem Speichermodul mit Überlaufsendungen zuerst die Überlaufsendungen aus dem Speichermodul
entleert werden, dann ein anderes Speichermodul entleert und danach das erstere Speichermodul
vollständig entleert wird.
[0022] Die Erfindung ist außerdem gerichtet auf eine Vorrichtung zum Sortieren von flachen
Postsendungen mit einer Sortiervorrichtung, die mindestens ein erstes und ein zweites
Segment mit jeweils mindestens N Speichermodulen aufweist, und zusätzlich ein Prozessmittel,
das dazu vorgesehen ist, im ersten Segment einen ersten Sortiergang und im zweiten
Segment einen nachfolgenden zweiten Sortiergang zu steuern. Es wird vorgeschlagen,
dass die Vorrichtung einen Umlaufförderer zum Transport der Postsendungen von einem
Segment zum anderen Segment umfasst, wobei das Prozessmittel zusätzlich dazu vorgesehen
ist, im ersten Sortiergang ein Ablegen von Überlaufsendungen, die einem wegen Füllung
geschlossenem Speichermodul zugeordnet sind, in eines der anderen Speichermodule und
das nachfolgende Einfügen der Überlaufsendungen in den Sortierprozess des zweiten
Sortiergangs zu steuern.
[0023] Alle auch zu weiteren beschriebenen Details der Erfindung notwendigen Steuerschritte
können vom Prozessmittel veranlasst werden, das dann entsprechend vorbereitet ist.
[0024] Vorteilhafterweise umfasst die Vorrichtung einen Umlaufförderer zum Transport der
Postsendungen von einem Segment zum anderen Segment. Die Postsendungen können zuverlässig
und zügig von einem zum anderen Segment transportiert werden.
[0025] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen
dargestellt sind.
[0026] Es zeigen:
- FIG 1
- eine Aufsicht auf ein Speichermodul in Einführfunk- tion
- FIG 2
- eine Aufsicht auf ein Speichermodul und in Abzugs- funktion,
- FIG 3
- eine Vorrichtung zum Sortieren von flachen Gegen- ständen mit zwei Segmenten mit jeweils
elf Spei- chermodulen,
- FIG 4
- die Vorrichtung aus FIG 3, bei der Postsendungen aus dem ersten Segment in das zweite
Segment sor- tiert wurden,
- FIG 5
- eine weitere Vorrichtung zum Sortieren von flachen Gegenständen mit zwei Segmenten
mit jeweils zehn Speichermodulen,
- FIG 6
- die Vorrichtung aus FIG 5, bei der Überlaufsendun- gen aus einem Speichermodul des
zweiten Segments in das erste Segment sortiert wurden,
- FIG 7
- die Vorrichtung aus FIG 5, bei der Postsendungen aus dem ersten Segment in das zweite
Segment sor- tiert wurden,
- FIG 8
- die Vorrichtung aus FIG 5 nach einem dritten und letzten Sortiergang,
- FIG 9
- die Vorrichtung aus FIG 5, bei der im ersten Sor- tiergang Überlaufsendungen in bereits
belegte Spei- chermodule des ersten Segments mit einsortiert wur- den und
- FIG 10
- die Vorrichtung aus FIG 9, bei der Postsendungen aus dem ersten Segment in das zweite
Segment sor- tiert wurden.
[0027] Die FIGen 1 zeigen in schematischer Darstellung eine Ansicht auf ein Speichermodul
2, das in der in FIG 1 gezeigten Darstellung in einer Einführfunktion arbeitet. Das
Speichermodul 2 ist ein last-in-first-out-Modul, bei dem die zuletzt eingeführte Postsendung
zuerst ausgeführt wird. Es umfasst einen Speicherbereich 4, in dem aktuell Postsendungen
P
1, P
2, P
3, ... P
n-1 eingespeichert sind. In der gezeigten Darstellung wird die Postsendung P
n die nächste in den Speicherbereich 4 überführte Postsendung sein. Sie wird zwischen
zwei Zuführbändern 6, 8 zu dem Speichermodul 2 in Förderrichtung 10 zugeführt und
dann von einem Rollband 12 übernommen. Das Rollband 12 wird dabei gesteuert angetrieben
und fördert die Postsendungen P
1, P
2, ... P
n-1 an einen Zuführanschlag 14, wodurch sich die Postsendungen P
1, P
2, P
3, ... P
n-1 dann bezogen auf ihre Vorder- und Unterkante in einer genau definierten Position
im Speicherbereich 4 befinden. Der Zuführanschlag 14 blockiert in der in FIG 1 gezeigten
Position auch eine Abzugsöffnung 16, die - wie durch einen Pfeil 18 angedeutet ist
- bis unmittelbar vor das Rollband 12 geführt ist.
[0028] Für die Postsendungen P
1, P
2, P
3, ... P
n ist es sinnvoll, wenn sie mit einem gewissen Zuführandruck in Kontakt mit dem Rollband
12 gebracht werden. Zur Einstellung dieses Zuführandrucks sind ein Trennmesser 20
und ein Unterflurband 22 vorgesehen, die sehr fein regulierbar in der Einführfunktion
des Speichermoduls 2 in der Einstapelrichtung - also die Richtung, in der der Stapel
im Speicherbereich 4 ansteigt - gemäß Pfeilen 24, 26 bewegbar sind. Mittels des Trennmessers
20 wird der Zuführandruck antiparallel zur Einstapelrichtung auf das Rollband 12 erzeugt.
[0029] Das Speichermodul 2 weist außerdem eine Stützrollenanordnung 28 auf, die in der in
FIG 1 gezeigten Einführfunktion in einen inaktiven Zustand verschwenkt ist, und die
in Verschwenkrichtung 30 (FIG 2) in ihren aktiven Zustand geschwenkt werden kann.
[0030] In FIG 2 ist das Speichermodul 2 in seiner Abzugsfunktion dargestellt. Die Stützrollenanordnung
28 befindet sich in eingeschwenktem, aktivem Zustand und sorgt dafür, dass die nächste
abzuziehende Postsendung P
n in einer Ebene ausgerichtet ist, die im Wesentlichen der durch das Rollband 12 aufgespannten
Ebene und im Nahbereich des Speichermoduls 2 der weiteren Förderrichtung entspricht.
Der Zuführanschlag 14 ist in Abzugsfunktion gemäß Pfeil 32 nach oben bewegt und gibt
so die Abzugsöffnung 16 frei. Die in FIG 2 gezeigte Momentaufnahme zeigt die Postsendung
P
n+1, das bereits vollständig abgezogen und in einer Abzugsrichtung 34 weiterbefördert
wird, und die Postsendung P
n, deren Vorderkante gerade durch die Abzugsöffnung 16 tritt und von einem Abstreifer
36 in Kontakt mit dem Rollband 12 gehalten wird. Der Abstreifer 36 unterstützt dabei
die Vermeidung von Doppelabzügen, da sein Reibkoeffizient auf das an dem Rollband
12 wirkende Reibmoment abgestimmt ist und bei einem Doppelabzug die nicht in direktem
Kontakt mit dem Rollband 12 stehende Postsendung zurückhält. Mittels des Trennmessers
20 wird ein Abzugsdruck eingestellt, der durch den Pfeil 38 angedeutet ist.
[0031] Um die zumindest weitgehend senkrechte Ausrichtung der im Speicherbereich 4 gelagerten
Postsendungen auf bei fortschreitendem Entleeren des Speichermoduls 2 zuverlässig
gewährleisten zu können, wird das Unterflurband 22 wie durch einen Pfeil angedeutet
angetrieben und verschiebt so im Zusammenwirken mit dem vorgespannten Trennmesser
20 die im Speicherbereich 4 gelagerten Postsendungen.
[0032] FIG 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 40 zum Sortieren von
flachen Postsendungen mit zwei Segmenten 42, 44 mit jeweils M = 11 Speichermodulen
46a - 46k, 48a - 48k, einem Vereinzelungsmittel 50 zum Vereinzeln von Postsendungen
52, einem Lesemittel 54 zum Lesen von Zustelladressen der Postsendungen 52 und einem
Transportmittel 56 zum Transportieren der Sendungen 52 vom Vereinzelungsmittel 50
zu den Speichermodulen 46a - 48k. Die Vorrichtung 40 ist zur Durchführung einer Gangfolgesortierung
eingerichtet und umfasst ein nur schematisch angedeutetes Prozessmittel 58 zur Steuerung
der Sortierverfahren, die durch die Vorrichtung 40 ausgeführt werden. Die Speichermodule
46a - 48k sind solche, wie zu den FIGen 1 und 2 beschrieben. Das Vereinzelungsmittel
50 dient dazu, Postsendungen 52 aus einem Stapel in einen Sendungsstrom zu überführen,
in dem die vereinzelten Postsendungen 52 mit einem gleichmäßigen Abstand transportiert
werden. Das Transportmittel 56 ist ein Umlaufförderer, der die Postsendungen des Sendungsstroms
in die Speichermodule 46a-k, von dort in die Speichermodule 48a-k und wieder zu den
Speichermodulen 46a-k transportiert.
[0033] In dem in FIG 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sollen eine Vielzahl von Postsendungen
52 in eine Gangfolge eines Zustellers sortiert werden. Die Zustelladressen der Postsendungen
52 sind beliebig in einem n-dimensionalen Adressraum von N
n Adressen verteilt, wobei eine Zustelladresse mehrere Adressen umfassen kann, ggf.
auch anders herum. In diesem Ausführungsbeispiel sei N = 10 = M-1 und n = 3, wobei
n die Anzahl der Sortiergänge ist. Sowohl N als auch n können auch anders gewählt
werden. Durch ihre Zustelladresse und damit ihre Adresse ist die durch die Gangfolgesortierung
herzustellende Reihenfolge der Postsendungen 52 genau festgelegt, wobei die Reihenfolge
von Postsendungen 52 mit gleicher Adresse untereinander beliebig ist.
[0034] Nach dem Vereinzeln werden die Postsendungen 52 dem Umlaufförderer zugeführt und
passieren das Lesemittel 54a, das die Zustelladresse der Postsendungen 52 optisch
erfasst und entsprechende Daten an das Prozessmittel 58 weitergibt. Im Prozessmittel
ist eine Zuordnung von Zustelladressen zu Adressen hinterlegt, so dass jeder Postsendung
eine Adresse im Adressraum, also z.B. ein Zahl von 1 bis N
n, zugeordnet werden kann. Die Adressen sind n-stellige Nummern xxx mit 0 ≤ x ≤ N-1.
Nun werden die Postsendungen 52 entsprechend der letzten Stelle ihrer Adresse jeweils
einem der N rechten Speichermodule 46a-j zugeordnet, wobei das linke Speichermodul
46k als Überlaufmodul dient und zunächst ohne Postsendung 52 bleibt.
[0035] Es kann vorkommen, dass das Prozessmittel 58 aus den vom Lesemittel 54 übermittelten
Daten keine Zustelladresse bestimmen kann und der entsprechenden Postsendung 52 keine
Adresse und damit kein Speichermodul 46a-j zuordnen kann. Diese Postsendungen 52 werden
dann dem Speichermodul 46k zugeordnet. In FIG 3 sind diese Postsendungen 52 gestrichelt
gekennzeichnet. Entsprechend ihrer Zuordnung zu den Speichermodulen 46a-k werden die
Postsendungen 52 nun durch den Umlaufförderer zu den entsprechenden Speichermodulen
46a-k transportiert und darin eingespeichert.
[0036] Die Anzahl der in der Gangfolgesortierung sortierten Postsendungen 52 wird von vorne
herein so festgelegt, dass sie die Lagerkapazität aller Speichermodule 46a-k zusammen
unterschreitet. Bei gleichmäßiger Verteilung der Postsendungen 52 auf die N" Adressen
wären somit die Speichermodule 46a-j gleichmäßig belegt, z.B. zu 80%, sodass 20% als
Reserve für eine Ungleichverteilung dient. Ist die Ungleichverteilung größer, so ist
zu einem Zeitpunkt eines der Speichermodule 46a-j soweit gefüllt, dass es vom Prozessmittel
58 als geschlossen markiert wird. Die Markierung kann eine elektronische Kennzeichnung
im Prozessmittel 58 sein. Die Füllung der Speichermodule 46a-j kann durch entsprechende
Sensoren zum Bestimmen eines Füllungsgrads erfasst werden oder durch das Prozessmittel
58 alleine, das den Füllungsgrad eines Speichermoduls 46a-j anhand der in ihm gelagerten
Postsendungen 52 abschätzt.
[0037] Bei dem in FIG 3 dargestellten Ausführungsbeispiel liegen ungleich viele Postsendungen
52 mit Zustelladressen vor, denen eine Adresse mit einer 5 in der letzten Stelle zugeordnet
ist, so dass das Speichermodul 46f während des ersten Sortiergangs überläuft und vom
Prozessmittel 58 zu diesem Zeitpunkt entsprechend gekennzeichnet wird.
[0038] Ab diesem Zeitpunkt werden Postsendungen 52 mit einer Adresse, die an der letzten
Stelle eine 5 aufweisen, dem Speichermodul 46k zugewiesen und dort abgelegt. Auch
nicht identifizierte Postsendungen 52 werden weiter in diesem Überlaufmodul abgelegt,
wie durch die unterste gestrichelte Postsendung 52 in FIG 3 angedeutet ist. Nach Abschluss
des ersten Sortiergangs liegen die Postsendungen 52 so sortiert vor, wie in FIG 3
dargestellt ist.
[0039] Nun besteht die Möglichkeit, dass die unerkannten Postsendungen 52 vor dem zweiten
Sortiergang erneut auf Identifizierbarkeit untersucht werden. Hierzu werden die Postsendungen
52 aus dem Überlaufmodul in ein Speichermodul 48a-k des zweiten Segments 44 verlegt,
z.B. in das Speichermodul 48k, damit Postsendungen 52 aus dem Speichermodul 48k abgezogen
und gleichzeitig andere in das Speichermodul 46k wieder eingespeichert werden können.
[0040] Die Postsendungen 52 werden dann vom Umlaufförderer vom zweiten Segment 44 wieder
in das erste Segment 42 überführt und passieren auf dem Weg zum ersten Segment 42
das Lesemittel 54a. Bisher unerkannte Postsendungen 52 mit ausreichend lesbaren Zustelladressen
werden dann entsprechend ihrer Zustelladresse bzw. Adresse in Speichermodule 46a-j
abgelegt und weiterhin nicht lesbare Postsendungen 52 und Überlaufsendungen werden
wieder in das Speichermodul 46k eingespeichert.
[0041] Der dann nachfolgende zweite Sortiergang wird anhand der Darstellung in FIG 4 erläutert.
Zuerst wird das Speichermodul 46j entleert und dessen Postsendungen 52 werden als
gleichmäßiger Sendungsstrom vom Umlaufförderer in das zweite Segment 44 transportiert.
Auf dem Weg dorthin passieren sie ein zweites Lesemittel 54b zum Erkennen ihrer Zustelladressen.
Im zweiten Segment 44 werden sie entsprechend der zweiten Stelle ihrer Adresse in
die entsprechenden Speichermodule 48a-j abgelegt. Dann werden der Reihe nach die Speichermodule
46i, 46h, usw. entleert und entsprechend verfahren, bis das übergelaufene Speichermodul
46f entleert ist. Unmittelbar nach dessen Entleeren wird das Überlaufmodul 46k entleert,
so dass die Postsendungen 52 mit einer 5 in der letzten Stelle ihrer Adresse hintereinander
in das zweite Segment 44 einsortiert werden. Die unerkannten Postsendungen 52 werden
in das Speichermodul 48k eingelagert, das auch als Überlaufmodul dienen kann, wenn
eines der Speichermodule 48a-j überläuft.
[0042] Anschließend wird der dritte Sortiergang analog zum zweiten durchgeführt, in dem
die Postsendungen 52 in das erste Segment 42 auf die erste Stelle ihrer Adresse sortiert
werden. Nun können die Postsendungen 52 der Reihe nach aus den Speichermodulen 46a-j
entnommen werden und liegen in der gewünschten Reihenfolge vor. Die unidentifizierten
Postsendungen 52 sind hierbei separiert und können vom Zusteller als erstes genommen
und per Hand zu den übrigen einsortiert werden.
[0043] In FIG 54 ist eine andere Vorrichtung 60 zum Sortieren flacher Postsendungen 52 dargestellt.
Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede
zum Ausführungsbeispiel in den FIGen 3 und 4, auf das bezüglich gleich bleibender
Merkmale und Funktionen verwiesen wird. Im Wesentlichen gleich bleibende Bauteile
sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert.
[0044] Diese Vorrichtung 60 umfasst zwei Segmente 42, 44 mit nur je N = 10 = M Speichermodulen
46a - 48j, wobei kein separates Überlaufmodul vorhanden ist. Postsendungen 52 mit
nicht ausreichend lesbaren Zustelladressen wird die Adresse 000 zugeordnet, so dass
sie in das Speichermodul 46a eingestapelt werden, wie durch die gestrichelten Linien
angedeutet ist. In dem in FIG 5 dargestellten Beispiel läuft wieder das Speichermodul
46f über. Die Überlaufsendungen werden nun in ein Speichermodul 48a-j des zweiten
Segments 44 eingespeichert, z.B. in das Speichermodul 48j. Als letzte "Quasi-Postsendung"
wird eine Trennkarte 62 mit der Adresse 000 sortiert.
[0045] In FIG 6 ist dargestellt, dass die Überlaufsendungen zwischen dem ersten und zweiten
Sortiergang nun in solche Speichermodule 46a-e eingefügt werden, die noch genügend
Speicherplatz aufweisen, z.B. in die Speichermodule 46d und 46e, wie durch gestrichelte
Linien in FIG 6 angedeutet ist. Diese Speichermodule 46a-e müssen solche sein, die
im nachfolgenden Sortiergang nach dem übergelaufenen Speichermodul 46f entleert werden.
[0046] Der zweite Sortiergang ist in FIG 7 schematisch dargestellt. Der Reihe nach werden
alle Speichermodule 46a-j entleert, wobei nach der Entleerung des Speichermoduls 46f
das Speichermodul 46e zunächst nur soweit entleert wird, dass nur Überlaufsendungen
ausgespeichert werden. Dann wird sofort das Speichermodul 46d entleert, aber auch
nur soweit, dass nur Überlaufsendungen ausgespeichert werden. Dann wird das Speichermodul
46e vollständig entleert, danach das Speichermodul 46d usw. Auf diese Weise werden
alle Postsendungen 52 mit einer 5 in der letzten Stelle ihrer Adresse nacheinander
in das zweite Segment 44 einsortiert.
[0047] Nach dem dritten Sortiergang, der in FIG 8 angedeutet ist, liegen alle unerkannten
Postsendungen 52 am Anfang aller Postsendungen 52 im Speichermodul 46j und können
vom Zusteller als erstes genommen und per Hand einsortiert werden. Die Trennkarte
62 zeigt das Ende des Bereichs mit den unerkannten Postsendungen 52 an.
[0048] Ein weiteres Sortierverfahren wird im Folgenden anhand der FIGen 9 und 10 erläutert,
wobei sich die nachfolgende Beschreibung wiederum im Wesentlichen auf die Unterschiede
zum Ausführungsbeispiel in den FIGen 5 bis 8 beschränkt.
[0049] Überlaufsendungen bleiben im ersten Segment 42, so dass das zweite Segment 44 frei
bleibt und ggf. für andere Prozesse genutzt werden kann. Sie werden in das - in Entleerungsreihenfolge
- nachfolgende Speichermodul 46e sortiert, wie durch die gestrichelten Linien angedeutet
ist. In dieses fremdbelegte Speichermodul 46e können dann keine Postsendungen 52 mehr
einsortiert werden, die diesem Speichermodul 46e originär zugeordnet sind, also eine
4 an der letzten Stelle ihrer Adresse aufweisen. Sie werden daher in das wiederum
nachfolgende Speichermodul 46d einsortiert, wie ebenfalls durch die gestrichelten
Linien angedeutet ist. In dieses können dann wieder keine Postsendungen 52 mehr einsortiert
werden, die diesem Speichermodul 46d originär zugeordnet sind, so dass diese dann
wiederum in das nachfolgende Speichermodul 46c einsortiert werden, usw. Da zum Zeitpunkt
eines Fachüberlaufs in der Regel nur noch ein kleiner Sendungsanteil einzusortieren
ist, werden nur verhältnismäßig wenige Postsendungen 52 fremdsortiert. Reichen die
für den nachfolgenden Sortiergang nachgelagerten Speichermodule 46a-e nicht aus, kann
vor Erreichen des letzten Speichermoduls 46a auf ein Speichermodul 48a-j des zweiten
Segments 44 zurückgegriffen werden.
[0050] Im nachfolgenden Sortiergang werden die Speichermodule 46a-j entleert wie in FIG
10 angedeutet ist, so dass die Speichermodule 46a-j der Reihe nach entleert werden.
Die unerkannten Postsendungen 52 liegen wieder am Anfang der Gesamtreihenfolge aller
Postsendungen 52.
1. Verfahren zum Sortieren von flachen Postsendungen (P1 - Pn, 52) mit einer Sortiervorrichtung mit mindestens einem ersten und einem zweiten Segment
(42, 44) mit jeweils mindestens N Speichermodulen (46a - 48k), bei dem im ersten Segment
(42) ein erster Sortiergang und im zweiten Segment (44) ein nachfolgender zweiter
Sortiergang durchgeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Sortiergang Überlaufsendungen, die einem wegen Füllung geschlossenen Speichermodul
(46f) zugeordnet werden, in eines der anderen Speichermodule (46a - e, 46k) abgelegt
und in den Sortierprozess des zweiten Sortiergangs eingefügt werden und die Postsendungen
(P1 - Pn, 52) in einem Umlaufförderer von einem Segment (42, 44) zum anderen Segment (42,
44) befördert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Postsendungen (P1 - Pn, 52) vor dem Sortieren auf ein Sendungsziel hin untersucht werden und bei der Untersuchung
nicht erkannte Postsendungen (46a - 48k) in ein dafür vorgesehenes Speichermodul (46k,
48k) abgelegt werden, wobei die Überlaufsendungen in das gleiche Speichermodul (46k,
48k) abgelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass vor dem zweitem Sortiergang ein zweiter Erkennungsversuch mit zuvor unerkannten Postsendungen
(52) unternommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufsendungen vor dem Erkennungsversuch in ein Speichermodul (48k) des zweiten
Segments (44) umgelagert werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufsendungen im zweiten Sortiergang unmittelbar vor oder nach dem Entleeren
des geschlossenen Speichermoduls (46f) in den Sortierprozess eingefügt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufsendungen im ersten Sortiergang in ein Speichermodul (48k) des zweiten
Segments (44) abgelegt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufsendungen zwischen dem ersten und dem zweiten Sortiergang in zumindest
ein teilweise belegtes Speichermodul (46d, 46e) des ersten Segments (42) als fremde
Postsendungen (P1 - Pn, 52) abgelegt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das mit Überlaufsendungen fremdbelegte Speichermodul (46d, 46e) ein Speichermodul
(46d, 46e) ist, das im zweiten Sortiergang zur Leerung nach dem geschlossenen Speichermodul
(46f) vorgesehen ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Speichermodul (46a), das im ersten Sortiergang zuletzt entleert wird, vor dem
ersten Sortiergang ein kleinerer Zielbereich zugewiesen wird, als vorhergehenden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Überlaufsendungen während des ersten Sortiergangs in zumindest ein teilweise
belegtes Speichermodul (46e) des ersten Segments (42) als fremde Postsendungen (P1 - Pn, 52) abgelegt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass Postsendungen (P1 - Pn, 52), die dem fremdbelegten Speichermodul (46e) nach der Fremdbelegung originär zugeordnet
werden, in zumindest ein weiteres Speichermodul (46d) des ersten Segments als fremde
Postsendungen (P1 - Pn, 52) abgelegt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das fremdbelegte Speichermodul (46e) ein Speichermodul (46e) ist, das im zweiten
Sortiergang zur Leerung nach dem geschlossenen Speichermodul (46f) vorgesehen ist.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Speichermodul (46d, 46e) mit Überlaufsendungen zuerst die Überlaufsendungen
aus dem Speichermodul (46d, 46e) entleert, dann ein anderes Speichermodul (46c, 46d)
entleert und danach das erstere Speichermodul (46d, 46e) vollständig entleert wird.
14. Vorrichtung zum Sortieren von flachen Postsendungen (P1 - Pn, 52) mit einer Sortiervorrichtung, die mindestens ein erstes und ein zweites Segment
(42, 44) mit jeweils mindestens N Speichermodulen (46a - 48k) aufweist, und einem
Prozessmittel (58), das dazu vorgesehen ist, im ersten Segment (42) einen ersten Sortiergang
und im zweiten Segment (44) einen nachfolgenden zweiten Sortiergang zu steuern,
gekennzeichnet durch einen Umlaufförderer zum Transport der Postsendungen (P1 - Pn, 52) von einem Segment (42, 44) zum anderen Segment (42, 44), wobei das Prozessmittel
(58) dazu vorgesehen ist, im ersten Sortiergang ein Ablegen von Überlaufsendungen,
die einem wegen Füllung geschlossenem Speichermodul (46f) zugeordnet sind, in eines
der anderen Speichermodule (46a - e, 46k) und das nachfolgende Einfügen der Überlaufsendungen
in den Sortierprozess des zweiten Sortiergangs zu steuern.
1. Method for sorting flat mail items (P1 - Pn, 52) with a sorting device with at least a first and second segment (42, 44), each
with at least N storage modules (46a - 48k), wherein a first sorting pass is carried
out in the first segment (42) and a subsequent second sorting pass is carried out
in the second segment (44),
characterised in that overflow mail items, which are assigned to a storage module (46f) that has been closed
because it is full, are deposited in one of the other storage modules (46a - e, 46k)
in the first sorting pass and are included in the sorting process of the second sorting
pass and the mail items (P1 - Pn, 52) are conveyed from one segment (42, 44) to the other segment (42, 44) in a circulating
conveyor.
2. Method according to claim 1,
characterised in that the mail items (P1 - Pn, 52) are examined to determine a mailing destination before sorting and mail items
(46a - 48k) that are not recognised during the examination are deposited in a storage
module (46k, 48k) provided for this purpose, with the overflow mail items being deposited
in the same storage module (46k, 48k).
3. Method according to claim 2,
characterised in that a second recognition attempt is carried out on hitherto unrecognised mail items (52)
before the second sorting pass.
4. Method according to claim 2 or 3,
characterised in that the overflow mail items are switched to a storage module (48k) of the second segment
(44) before the recognition attempt.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the overflow mail items are included in the sorting process in the second sorting
pass immediately before or after the closed storage module (46f) is emptied.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the overflow mail items are deposited in a storage module (48k) of the second segment
(44) in the first sorting pass.
7. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the overflow mail items are deposited as secondary mail items (P1 - Pn, 52) in at least one partially occupied storage module (46d, 46e) of the first segment
(42) between the first and second sorting passes.
8. Method according to claim 7,
characterised in that the storage module (46d, 46e), which is occupied in a secondary manner with overflow
mail items, is a storage module (46d, 46e), which is provided for emptying after the
closed storage module (46f) in the second sorting pass.
9. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the storage module (46a) emptied last in the first sorting pass is allocated a smaller
destination area than the previous one before the first sorting pass.
10. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that the overflow mail items are deposited as secondary mail items (P1 - Pn, 52) in at least one partially occupied storage module (46e) of the first segment
(42) during the first sorting pass.
11. Method according to claim 10,
characterised in that mail items (P1 - Pn, 52), which are assigned originally to the storage module (46e) occupied in a secondary
manner after the secondary occupation, are deposited as secondary mail items (P1 - Pn, 52) in at least one further storage module (46d) of the first segment.
12. Method according to claim 10 or 11,
characterised in that the storage module (46e) occupied in a secondary manner is a storage module (46e),
which is provided for emptying after the closed storage module (46f) in the second
sorting pass.
13. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that in the case of a storage module (46d, 46e) containing overflow mail items the overflow
mail items are emptied out of the storage module (46d, 46e) first, then another storage
module (46c, 46d) is emptied and then the former storage module (46d, 46e) is emptied
completely.
14. Device for sorting flat mail items (P1 - Pn, 52) with a sorting device, having at least a first and second segment (42, 44),
each having at least N storage modules (46a - 48k), and a process means (58), which
is provided to control a first sorting pass in the first segment (42) and a subsequent
second sorting pass in the second segment (44),
characterised by a circulating conveyor for transporting the mail items (P1 - Pn, 52) from one segment (42, 44) to the other segment (42, 44), the process means (58)
being provided to control the depositing of overflow mail items assigned to a storage
module (46f) that has been closed because it is full in one of the other storage modules
(46a - e, 46k) in the first sorting pass and to control the subsequent inclusion of
the overflow mail items in the sorting process of the second sorting pass.
1. Procédé de tri d'envois (P1 à Pn, 52) postaux plats, comprenant un dispositif de tri ayant au moins un premier et
un deuxième segments (42, 44) ayant respectivement au moins N modules (46a à 48k)
d'accumulation, dans lequel on effectue dans le premier segment (42) une première
passe de tri et dans le deuxième segment (44) une deuxième passe de tri suivante,
caractérisé en ce que, dans la première passe de tri, on dépose des envois en trop, qui sont affectés à
un module (46f) d'accumulation fermé en raison d'un remplissage, dans l'un des autres
modules (46a à 46e, 46k) d'accumulation et on les insère dans l'opération de tri de
la deuxième passe de tri et on transporte les envois (P1 à Pn, 52) postaux dans un convoyeur tournant d'un segment (42, 44) à l'autre segment (42,
44).
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que l'on recherche la destination des envois (P1 à Pn, 52) postaux avant le tri et, lorsque l'on trouve des envois (46a à 48k) postaux
non identifiés, on les dépose dans un module (46k, 48k) d'accumulation prévu à cet
effet, les envois en trop étant déposés dans le même module (46k, 48k) d'accumulation.
3. Procédé suivant la revendication 2,
caractérisé en ce qu'avant la deuxième passe de tri on effectue une deuxième tentative d'identification
sur des envois (52) postaux non identifiés auparavant.
4. Procédé suivant la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que l'on transborde les envois en trop dans un module (48k) d'accumulation du deuxième
segment (44) avant la recherche d'identification.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on insère dans l'opération de tri les envois en trop dans la deuxième passe de
tri juste avant ou après avoir vidé le module (46f) d'accumulation fermé.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on dépose les envois en trop dans la première passe de tri dans un module (48k)
d'accumulation du deuxième segment (44).
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on dépose les envois en trop entre la première et la deuxième passes de tri dans
au moins un module (46d, 46e) d'accumulation occupé partiellement du premier segment
(42) en tant qu'envois (P1 à Pn, 52) postaux étrangers.
8. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que le module (46d, 46e) d'accumulation occupé par des envois étrangers en trop est un
module (46d, 46e) d'accumulation, qui est destiné dans la deuxième passe de tri à
être vidé après le module (46f) d'accumulation fermé.
9. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'on attribue au module (46a) d'accumulation, qui est vidé en dernier dans la première
passe de tri avant la première passe de tri, un domaine de destination plus petit
qu'auparavant.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on dépose les envois en trop pendant la première passe de tri sous la forme d'envois
(P1, Pn, 52) postaux étrangers dans au moins un module (46e) d'accumulation occupé en partie
du premier segment (42).
11. Procédé suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que l'on dépose des envois (P1, Pn, 52) postaux, qui sont affectés à l'origine au module (46e) d'accumulation occupé
par des envois étrangers après l'occupation par des envois étrangers, dans au moins
un autre module (46d) d'accumulation du premier segment.
12. Procédé suivant la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que le module (46e) d'accumulation occupé par des envois étrangers est un module (46e)
d'accumulation, qui est destiné dans la deuxième passe de tri a être vidé après le
module (46f) d'accumulation fermé.
13. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, pour un module (46d, 46e) d'accumulation ayant des envois en trop, on vide d'abord
le module (46d, 46e) d'accumulation des envois en trop, puis on vide un autre module
(46c, 46d) d'accumulation et ensuite on vide complètement le premier module (46d,
46e) d'accumulation.
14. Dispositif d'envois (P1 à Pn, 52) postaux plats, comprenant un dispositif de tri,
qui a au moins un premier et un deuxième segments (42, 44) et respectivement au moins
N modules (46a à 48k) d'accumulation, et un moyen (58) de traitement, qui est prévu
pour commander dans le premier segment (42) une première passe de tri et dans le deuxième
segment (44) une deuxième passe de tri venant ensuite, caractérisé par un transporteur tournant pour le transport d'envois (P1 à Pn, 52) postaux d'un segment (42, 44) à l'autre segment (42, 44), le moyen (58) de traitement
étant prévu pour, dans la première passe de tri, déposer des envois en trop, qui sont
affectés à un module (46f) de mémoire fermé en raison de son remplissage, dans l'un
des autres modules (46a à 46e, 46k) d'accumulation, et pour commander l'insertion
suivante des envois en trop dans le traitement de tri de la deuxième passe de tri.