[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Etikettierautomat für Linerless-Etiketten nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Mit dem Gegenstand der
DE 696 17 386 T2 ist ein halbautomatischer Spender für trägerbandlose Etiketten bekannt geworden,
bei dem das bedruckte Klebeband durch den Walzenspalt eines ersten Walzenpaars hindurchgefördert
wird und stromabwärts dieser Förderrichtung eine Schneideinrichtung angeordnet ist.
Um ein unbeabsichtigtes Herausfallen eines abgeschnittenen Etikettes nach unten aus
der nach unten offenen Vorrichtung zu vermeiden, sieht diese Vorrichtung eine Haltevorrichtung
für das abgeschnittene Etikett vor. Zwar ergibt sich aus dem Text dieser Druckschrift
auf Seite 9 der Hinweis, dass zum Festhalten der Etiketten während des Schneidens
und danach es bevorzugt wird, dass Vorspannmittel zum Vorspannen der Klebstofffläche
eines Etiketts in Kontakt mit einem Festhalter vorgesehen werden.
[0003] Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Vorspannmittel zur Erzeugung einer Zugspannung
in Längsrichtung des Klebebandes, sondern lediglich darum, dass ein Haltemittel vorgesehen
wird, um ein unbeabsichtigtes und unerwünschtes Herausfallen des abgeschnittenen Etikettes
nach unten zu verhindern.
[0004] Mit dem Gegenstand der
WO 2005/023654 A1 ist ein weiterer Etikettierautomat für Linerless-Etiketten bekannt geworden, bei
dem jedoch keine Zugspannung auf die Etikettenbahn vor Eingriff des Messers stattfindet.
Damit ist der Nachteil verbunden, dass das Messer auf eine ungespannte Etikettenbahn
auftrifft und hierbei Toleranzabstände hinsichtlich der abgeschnittenen Länge des
Etikettes zu befürchten sind. Aus diesem Grund verwendet diese Druckschrift ein rotierendes
Messer, was jedoch mit dem Nachteil behaftet ist, dass der Eingriff des in Förderrichtung
rotierenden Messers nicht genau mit dem Trennschnitt übereinstimmt und deshalb Toleranzen
im Bereich des Trennschnittes zu befürchten sind. Es wird demzufolge mit dem rotierenden
Messer sowohl geringfügig eine Zugspannung erzeugt und auch gleichzeitig ein Trennschnitt
bewirkt, was nachteilig ist.
[0005] Die genannte Vorrichtung schneidet deshalb nicht im Stillstand, sondern während des
Vorschubes des Etikettenbandes.
[0006] Der gleiche Nachteil gilt im Übrigen auch für den Gegenstand der
DE 103 51 877 A1, bei der zwar ein feststehendes Messer vorhanden ist, bei der jedoch der Schneidvorgang
durch eine Kurvenscheibe erzeugt wird, die gegen das feststehende Messer fällt und
hierbei das abzuschneidende Klebeband mitnimmt.
[0007] Der Erfindung liegt deshalb ausgehend von der
DE 696 17 386 T2 die Aufgabe zugrunde, ein abzuschneidendes Klebeband im Bereich der Schneidvorrichtung
unter Zugspannung zu halten.
[0008] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0009] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass stromaufwärts und stromabwärts ein Walzenpaar
angeordnet ist, so dass das Schneidmesser im Zwischenraum zwischen einem ersten und
einem zweiten Walzenpaar angeordnet ist, und dass eine Zugspannung auf das abzuschneidende
Klebeband im Bereich der Schneideinrichtung zwischen dem ersten und dem zweiten Walzenspalt
des ersten und zweiten Walzenpaares erzeugt wird.
[0010] Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass nun
erstmals auf rotierende Schneidmesser verzichtet werden kann und stattdessen ein linear
bewegbares Schneidmesser verwendet werden kann, welches den Vorteil besitzt, dass
bei stehendem Klebeband geschnitten werden kann. Damit ergibt sich ein besonders genauer
präziser Schnitt, der zuverlässig an der gewünschten Stelle des Klebebandes erfolgt,
ohne dass große Toleranzabstände gegeben sind.
[0011] Damit ergibt sich eine hohe Schnittgenauigkeit und eine präzise Übergabe des geschnittenen
Etikettes auf eine nachgeschaltete Übertragungsvorrichtung.
[0012] Damit ist es nun erstmals möglich, besonders präzise geschnittene Etiketten auf eine
Übertragungsvorrichtung zu bringen.
[0013] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Übernahmegeschwindigkeit
der Übertragungsvorrichtung geringfügig größer oder gleich der Abgabegeschwindigkeit
des zweiten auslaufseitig der Schneideinrichtung angeordneten Walzenspaltes ist.
[0014] Damit wird gewährleistet, dass die Übertragungsvorrichtung die aus dem zweiten Walzenspalt
auslaufenden, geschnittenen Etiketten ohne Gefahr des Aufstauens und Zerknitterns
erhält und die Etiketten hierbei gleichzeitig noch auf Abstand aufgebracht werden,
so dass ein bestimmter vordefinierter Abstand zwischen den einzelnen Etiketten an
der Übertragungsvorrichtung gewährleistet ist.
[0015] Wichtig hierbei ist, dass die Schneideinrichtung zwischen dem ersten und dem zweiten
Walzenpaar angeordnet ist und im Stand geschnitten wird. Damit wird erreicht, dass
das Etikett sich während des Schneidens nicht verkantet und verzieht, weil es durch
den auslaufseitigen zweiten Walzenspalt gehalten und fixiert wird.
[0016] Dies ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, insbesondere der
WO 2005/023654 A1, weil dort lediglich auslaufseitig der Schneideinrichtung, bestehend aus einem rotierenden
Messer, eine Saugeinrichtung angeordnet war, welche das abgeschnittene Etikett aufnimmt.
Auf derartige, aufwendige Saugeinrichtungen kann nun erfindungsgemäß verzichtet werden
und es wird eine absolute verkantungsfreie Lage des abgeschnittenen Etikettes in dem
der Schneideinrichtung nachgeschalteten Walzenspalt erreicht.
[0017] Bei der vorliegenden Erfindung ist nicht entscheidend, wie die Zugspannung zwischen
dem ersten und dem zweiten Walzenspalt erzeugt wird, mit dem Ziel, das abzuschneidende
Klebeband im Bereich der Schneideinrichtung unter Zugspannung zu setzen. Es gibt hierbei
verschiedene Möglichkeiten, die in Kombination oder in Einzelstellung untereinander
als erfindungswesentlich beansprucht werden.
[0018] Nach einer ersten Ausführungsform wird es bevorzugt, wenn lediglich der erste einlaufseitige
Walzenspalt angetrieben ist, wobei es wiederum gleichgültig ist, ob von dem Walzenspalt
lediglich eine Walze des Walzenpaares angetrieben ist oder beide Walzen dieses Walzenpaares
synchron angetrieben sind.
[0019] Gleiches gilt auch für das auslaufseitig angeordnete zweite Walzenpaar, welches dem
zweiten Walzenspalt dient.
[0020] Hierbei kann es ebenso vorgesehen sein, dass dieses zweite Walzenpaar angetrieben
ist und die Antriebsgeschwindigkeit dieses zweiten Walzenpaars geringfügig größer
ist als die Antriebsgeschwindigkeit des ersten Walzenpaars.
[0021] In einer weiteren Ausbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass alle
vier Walzen der beiden Walzenpaare synchron durch einen einzigen Antriebsmotor angetrieben
sind. Damit ergibt sich der Vorteil eines besonders kostengünstigen Antriebes und
die gewünschte Zugspannung wird nun erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass der Durchmesser
der Walzen des zweiten Walzenspaltes geringfügig größer ist als der Durchmesser der
Walzen des ersten Walzenspaltes.
[0022] Damit wird - wegen der erzielten größeren Umfangsgeschwindigkeit - eine Zugspannung
auf das abzuschneidende Klebeband erzeugt, ohne dass es weiterer Antriebsmittel oder
Regelungsmittel bedarf. Es handelt sich demzufolge um eine besonders einfache und
betriebssichere Anordnung.
[0023] Nach einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung kann es auch vorgesehen sein,
dass der einzige Antriebsmotor nicht alle vier Walzen der beiden Walzenpaare synchron
antreibt, sondern lediglich nur beispielsweise die jeweilige obere Walze oder jeweilige
untere Walze des jeweiligen Walzenpaares.
[0024] Der synchrone Antrieb aller vier Walzen wird jedoch bevorzugt, weil damit verhindert
wird, dass der Leim, der über eine Walze jeweils eines Walzenpaares läuft, nicht zu
einem unzulässigen und unerwünschten Schlupf am Klebeband führt.
[0025] Wenn nämlich - wie hier vorgesehen - im Start-Stop-Betrieb gearbeitet wird, könnte
ein Schlupf einer nicht angetriebenen Walze im Bereich der Klebstoffschicht zu einer
unerwünschten Veränderung der Struktur der Klebstoffschicht führen und damit eine
optisch sichtbare und unerwünschte Markierung auf der Klebstoffschicht bei dem später
aufgeklebten Etikett verursachen.
[0026] Mit der gegebenen technischen Lehre der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass nun
erstmals ein Etikettierautomatt für Linerless-Etiketten mit einer Leistung von bis
zu 240 Schneidvorgängen und Etikettierungen pro Minute erreicht werden kann. Durch
zwei Doppelwalzen mit unterschiedlichem Durchmesser wird das Klebeband für das Schneiden
gespannt. Bevorzugt sind alle vier Walzen angetrieben und der Schneidapparat kann
bis zu 170 Millimeter breite Etiketten schneiden, wobei bisher nur 100 Millimeter
breite Etiketten geschnitten werden konnten. Dies liegt daran, dass eben verkantungsfrei
derartig breite Etiketten durch den zweiten auslaufseitig angeordneten Walzenspalt
fixiert werden, wodurch eben auch breite Etiketten geschnitten werden können.
[0027] Durch die Verwendung eines linear bewegten Messers, das gegen ein festes Gegenmesser
schneidet, ist das feste Gegenmesser freiliegend und daher besteht nur eine geringe
Gefahr, dass sich dort Klebstoff anlagert, wodurch eine lange Betriebsdauer der Schneidvorrichtung
gegeben ist.
[0028] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0029] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0030] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen:
[0031]
- Figur 1:
- schematisiert im Schnitt die Darstellung eines Etikettierautomaten nach der Erfindung
- Figur 2:
- die gleiche Darstellung wie Figur 1 mit Eintragung weiterer Einzelheiten
[0032] In den Figuren 1 und 2 ist allgemein ein Klebeband 1 dargestellt, welches aus einem
Mehrschichtverbund besteht, der im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Folienseite
30 besteht, die aus Papier oder Kunststoff bestehen kann, wobei der Druck entweder
im Zwischenraum zwischen der Unterseite der Folienseite und der Leimseite 8 erfolgt
oder auch an der Oberseite der Folienseite 30 vorhanden ist.
[0033] Dieses Klebeband 1 wird in Pfeilrichtung 3 über eine erste Umlenkwalze 2 geführt,
und durch den großen Umschlingungswinkel wird ein guter Transport des Klebebandes
1 erreicht.
[0034] Die Umlenkwalze 2 kann hierbei angetrieben oder nicht angetrieben ausgebildet sein.
[0035] Dadurch, dass die Umlenkwalze 2 vertikal versetzt und oberhalb der oberen Rolle eines
ersten Walzenpaares 4 angeordnet ist, ergibt sich ein sehr großer Umschlingungswinkel
für die oberste Rolle des ersten Walzenpaares 4. Dadurch wird ein unerwünschter Schlupf
wesentlich verringert.
[0036] Das erste Walzenpaar 4 bildet somit den ersten Walzenspalt 5, durch den das Klebeband
1 hindurchtransportiert wird.
[0037] Wichtig ist, dass nun stromab des ersten Walzenpaares 4 ein zweites Walzenpaar 14
angeordnet ist, welches wiederum einen zweiten Walzenspalt 13 ausbildet. Zwischen
dem ersten Walzenpaar 4 und dem zweiten Walzenpaar 14 ist nun erfindungsgemäß die
Schneideinrichtung angeordnet, die im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer linearen
Schneideinrichtung besteht, wobei ein in den Pfeilrichtungen 31 verschiebbar angetriebenes
Schneidmesser 7 linear bewegbar ist und hierbei gegen ein feststehendes Gegenmesser
6 geführt ist, welches unterhalb des Klebebandes 1 angeordnet ist.
[0038] Die Erfindung ist hierbei nicht darauf beschränkt, dass das Schneidmesser 7 auf der
Papierseite 30 schneidet. Es kann in einer anderen Ausführungsform vorgesehen sein,
dass Gegenmesser und Schneidmesser gegeneinander vertauscht sind, so dass das Schneidmesser
7 auf der Leimseite 8 schneidet und das Gegenmesser dem gegenüberliegend auf der Papierseite
30 angeordnet ist.
[0039] Wichtig ist nun, dass bezüglich der Achsen der beiden Walzenpaare 4, 14 (gekennzeichnet
durch die Positionen 10 und 11) eine Zugspannung 12 erzeugt wird.
[0040] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es hierbei vorgesehen, dass
alle Walzen aller Walzenpaare 4, 14 synchron mit einem einzigen Antriebsmotor angetrieben
sind, dass jedoch der Durchmesser der Walzen des zweiten Walzenpaares 14 geringfügig
größer ist als der Durchmesser der Walzen des ersten Walzenpaares 4. Die Durchmesserdifferenz
zwischen dem Durchmesser der Walzen des ersten Walzenpaares 4 und den Walzen des zweiten
Walzenpaares 14 liegt hierbei im Bereich von 0,1 bis 5%.
[0041] Bei Position 9 ist im Übrigen ein Sensor angeordnet, der im Zusammenhang mit Figur
2 noch näher beschrieben wird.
[0042] Nachdem das Etikett abgeschnitten wurde, wird das geschnittene Etikett 18 weiter
in Pfeilrichtung 3 gegen eine Übertragungsvorrichtung 15 gefördert, die im gezeigten
Ausführungsbeispiel aus einem Saugband 32 besteht, welches in Pfeilrichtung 16 angetrieben
wird und welches über die Umlenkrollen 17, 33, 34 geführt ist.
[0043] Statt einem mit Vakuum arbeitenden Saugband können auch andere Übertragungsvorrichtungen
verwendet werden, insbesondere ein mit elektrostatischen Anziehungskräften arbeitendes
Übertragungsband und dergleichen mehr.
[0044] Wichtig hierbei ist, dass die Antriebsgeschwindigkeit an den Umlenkrollen 17, 33,
34 (in Pfeilrichtung 16) geringfügig größer gewählt ist als die Geschwindigkeit mit
der das abgeschnittene Etikett 18 den zweiten Walzenspalt 14 verlässt. Damit wird
gewährleistet, dass das abgeschnittene Etikett 18 bei der Übergabe auf die Übertragungsvorrichtung
immer leicht gezogen und nie gestoßen wird.
[0045] Damit wird eine exakte Positionierung der Etikette 18 auf dem Saugband ohne seitliches
Verschieben respektive Verkanten erreicht.
[0046] Durch die Wahl der Abnahmegeschwindigkeit der Übertragungsvorrichtung 15 im Vergleich
zur Abgabegeschwindigkeit des zweiten Walzenspaltes 14 wird gewährleistet, dass die
abgeschnittenen Etiketten 18-20 sich niemals auf dem Saugband 32 aufschieben.
[0047] Es soll also stets dafür gesorgt werden, dass ein Abstand 29 zwischen den einzelnen
aufeinanderfolgenden Etiketten 18-20 vorhanden ist.
[0048] Im Bereich der vorderen Umlenkrolle 34 wird das nun geschnittene Etikett 20 auf ein
Produkt 22 appliziert, welches in Pfeilrichtung 23 auf einem Transportband 21 vorbeigeführt
wird.
[0049] Es wird hierbei ein Gleichlauf der Applikation des geschnittenen Etiketts 20 mit
dem Produkt 22 in Pfeilrichtung 23 erreicht. Dies wird anhand der Figur 2 und der
dort dargestellten Sensoren näher erläutert.
[0050] Der Sensor 35 erkennt die Anwesenheit des Produktes 22 auf dem Transportband 21.
Er löst damit den Etikettierprozess und den Start des Antriebes der Übertragungsvorrichtung
15 aus. Die Vorderkante des vordersten Etikettes 20 in Figur 2 trifft auf die Oberseite
des Produktes 22 auf wenn die Geschwindigkeit der Übertragungsvorrichtung in Pfeilrichtung
16 synchron zur Geschwindigkeit in Pfeilrichtung 23 auf dem Transportband 21 ist.
Der Antrieb der Übertragungsvorrichtung 15 stoppt dann, wenn die Vorderkante des nachfolgenden
Etikettes 19 in den Bereich des Sensors 28 kommt. Die Steuerung des Antriebes für
die Übertragungsvorrichtung 15 hat hierbei eine gewisse Verzögerungszeit eingebaut.
[0051] Mit dem Sensor 27 erfolgt eine Stauüberwachung, d. h. damit wird der jeweilige Abstand
29 zwischen den einzelnen abgeschnittenen Etiketten überwacht.
[0052] Mit dem Sensor 25 wird die Schneideinrichtung angesteuert.
[0053] Der Sensor 25 erkennt eine Druckmarke auf dem Klebeband 1 und bei Erkennen dieser
Druckmarke wird der gesamte Antrieb der Walzenpaare 4, 14 stillgesetzt. Unmittelbar
nach dem Stillsetzen wird geschnitten, wobei der Schneidvorgang (Bewegung des Schneidmessers
7) durch den Sensor 26 erkannt wird.
[0054] Der Sensor 26 hat die Aufgabe, das abgesenkte Schneidmesser zu erkennen und startet
den weiteren Vorschubantrieb der Walzenpaare 4, 14 dann, wenn sich das Schneidmesser
7 aus dem Klebeband 1 wieder gelöst hat.
[0055] Der Sensor 25 muss nicht nur eine Druckmarke erkennen, sondern es können auch andere
Erkennungsmerkmale auf dem Klebeband 1 vorgesehen werden, auf die der Sensor 25 reagiert.
[0056] Ebenso ist nur beispielhaft dargestellt, dass am Auslauf des zweiten Walzenpaares
14 eine Führungsbahn 24 zur unterstützenden Lagerung des abgeschnittenen Etikettes
18 vorgesehen ist.
[0057] Derartige Führungsbahnen 24 können auch an anderen Stellen des Transportablaufes
des Klebebandes 1 angeordnet sein. Insbesondere kann eine solche Führungsbahn auch
einlaufseitig vor dem ersten Walzenpaar 4 vorgesehen sein.
[0058] Ferner kann eine solche Führungsbahn auch zwischen den Walzenpaaren im Bereich der
Schneideinrichtung angeordnet sein.
[0059] Nach einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, dass auch
die Geschwindigkeit der Übertragungsvorrichtung 15 mit der Geschwindigkeit des Transportbandes
21 synchronisiert ist. Wird beispielsweise die Geschwindigkeit des Transportbandes
21 verringert und damit der Fluss der Produkte 22 an der Etikettiereinrichtung vorbei,
dann wird somit auch die Geschwindigkeit einer Übertragungsvorrichtung 15 verringert,
um stets eine synchrone Bewegung beim Aufkleben eines Etikettes 20 auf das Produkt
22 zu erreichen. Damit wird verhindert, dass ein Etikett unter Faltenbildung auf das
Produkt aufgeklebt wird.
[0060] Im Übrigen wird in der vorliegenden Erfindung auch als erfindungswesentlich beansprucht,
statt eines linear bewegten mechanischen Schneidmessers 7 mit einem Gegenmesser 6
auch andere Schneidvorrichtungen zu beanspruchen, nämlich insbesondere Laser-Schneideinrichtungen
oder ein Rotationsmesser, unter der Voraussetzung, dass das Rotationsmesser im Zwischenraum
zwischen einer eine Zugspannung ausübenden Einrichtung bestehend aus zwei voneinander
beabstandeten Walzenpaaren angeordnet ist.
Zeichnungslegende
[0061]
- 1
- Klebeband
- 2
- Umlenkwalze
- 3
- Pfeilrichtung
- 4
- erstes Walzenpaar
- 5
- Walzenspalt
- 6
- Gegenmesser
- 7
- Schneidmesser
- 8
- Leimseite
- 9
- Position
- 10
- Position
- 11
- Position
- 12
- Zugspannung
- 13
- Walzenspalt
- 14
- zweites Walzenpaar
- 15
- Übertragungsvorrichtung
- 16
- Pfeilrichtung
- 17
- Umlenkrolle
- 18
- geschnittenes Etikett
- 19
- geschnittenes Etikett
- 20
- geschnittenes Etikett
- 21
- Transportband
- 22
- Produkt
- 23
- Pfeilrichtung
- 24
- Führungsbahn
- 25
- Sensor
- 26
- Sensor
- 27
- Sensor
- 28
- Sensor
- 29
- Abstand
- 30
- Folienseite
- 31
- Pfeilrichtung
- 32
- Saugband
- 33
- Umlenkrolle
- 34
- Umlenkrolle
- 35
- Sensor
1. Etikettierautomat für Linerless-Etiketten (18-20), die von einem trägerbandlosen Klebeband
(1) mittels Schneideinrichtung mit Schneidmesser (7) abgeschnitten werden, wobei der
Etikettierautomat ein Walzenpaar (4) beinhaltet, das zwischen sich einen Walzenspalt
(5) definiert, durch welchen das Klebeband (1) hindurchgefördert wird und wobei stromabwärts
dieses Walzenpaars (4) das Schneidmesser (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts ein zweites Walzenpaar (14) mit Walzenspalt (13) derart angeordnet ist,
dass sich das Schneidmesser (7) im Zwischenraum zwischen den beiden Walzenpaaren (4,
14) befindet, und dass eine Zugspannung auf das abzuschneidende Klebeband (1) im Bereich
des Schneidmessers (7) zwischen den beiden Walzenpaaren (4, 14) erzeugt wird.
2. Etikettierautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (7) der Schneideinrichtung linear gegen ein Gegenmesser (6) bewegt
wird.
3. Etikettierautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung das Etikett (18) bei stehendem Klebeband (1) schneidet.
4. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das geschnittene Etikett (18) auf eine den Walzenpaaren (4, 14) stromabwärts nachgeschaltete
Übertragungsvorrichtung (15) übergeben wird.
5. Etikettierautomat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Übernahmegeschwindigkeit der Übertragungsvorrichtung (15) geringfügig größer
der Abgabegeschwindigkeit des auslaufseitig des Schneidmessers (7) angeordneten zweiten
Walzenpaares (14) ist.
6. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Walze des einlaufseitigen und/oder auslaufseitigen Walzenpaares (4;
14) angetrieben ist.
7. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsgeschwindigkeit des auslaufseitigen zweiten Walzenpaares (14) geringfügig
größer ist als die des einlaufseitigen ersten Walzenpaares (4).
8. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass alle vier Walzen der beiden Walzenpaare (4; 14) synchron durch einen einzigen Antriebsmotor
angetrieben sind.
9. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der einzige Antriebsmotor nur die obere Walze oder untere Walze des jeweiligen Walzenpaares
(4; 14) antreibt.
10. Etikettierautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Walzen des auslaufseitigen zweiten Walzenpaares (14) geringfügig
größer ist als der Durchmesser der Walzen des einlaufseitigen ersten Walzenpaares
(4).