[0001] Die Erfindung betrifft ein Distanzgebilde für die Leckschutzauskleidung eines Tankes.
[0002] Es ist bekannt, Tanks mit einer Leckschutzauskleidung zu versehen, um sie doppelwandig
und damit auf Leckstellen überprüfbar zu machen. Dazu werden Distanzgebilde verwenden,
die gewährleisten, dass zwischen der Leckschutzauskleidung und der äusseren Tankwandung
ein Luftraum besteht, der unter Über- oder Unterdruck gesetzt werden kann, wodurch
dessen Dichtigkeit und daher die Dichtigkeit der Leckschutzauskleidung überprüft werden
kann. Bei der Feststellung einer Undichtigkeit besteht das Problem, diese undichte
Stelle der Leckschutzauskleidung zu finden.
[0003] Zur Überprüfung von Leckstellen in einer Kunststoffwand wurde schon vorgeschlagen,
die Kunststoffwand mit einer unter Hochspannung stehenden Elektrode abzutasten und
dabei eine Gegenelektrode auf der gegenüberliegenden Seite der Wandung zu verfahren.
[0004] Aus der schweizerischen Patentschrift Nr.
532 779 ist ein Verfahren zum Auffinden undichter Stellen eines doppelwandigen Tanks bekannt.
Dieses Verfahren besteht darin, dass die zu prüfende und von der anderen distanzierte
Wand aus Kunststoff besteht und durch Abtasten mit einer unter Hochspannung stehenden
Elektrode auf elektrischen Durchschlag geprüft wird. Es wird im Unterschied zum damals
üblichen Stand der Technik vorgeschlagen, einen Elektrolyt in den Hohlraum einzulassen,
welcher als Gegenelektrode dient.
[0005] Unter anderem aus der schweizerischen Patentschrift Nr.
517 630 ist bekannt, eine Aluminium-Noppenfolie als Distanzgebilde und gleichzeitig als Gegenelektrode
vorzusehen. Die Dichtigkeit der über der Aluminium-Noppenfolie liegenden Kunstharzschicht
kann mit einer unter Hochspannung stehenden Elektrode geprüft werden. Wo immer eine
undichte Stelle in dieser Schicht ist, oder wo eine Blase in der Schicht vorliegt,
dort ist der elektrische Widerstand der Kunstharzschicht geringer und es schlägt ein
Funken von der Elektrode auf die Noppenfolie.
[0006] Aluminiumnoppenfolien sind indessen relativ teure Bekleidungsmaterialien für Leckschutzauskleidungen.
[0007] Die
EP -A-1 602 597 geht deshalb wieder auf eine alte Technologie zurück und verwendet einen Noppenkarton
als Distanzgebilde für eine Leckschutzauskleidung. Es hat sich jedoch gezeigt, dass
der Markt auf die Überprüfung der Dichtigkeit durch sogenanntes Abfunken nicht verzichten
will.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein kostengünstiges Distanzgebilde vorzuschlagen,
welches eine Gegenelektrode bildet und daher erlaubt, eine darüber angebrachte Kunstharzschicht
durch Abtasten mit einer unter Hochspannung stehenden Elektrode auf elektrischen Durchschlag
zu überprüfen.
[0009] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Dies bedeutet, dass das Distanzgebilde erfindungsgemäss aus einem räumlich
geformten Papier besteht und eine Metallbeschichtung aufweist. Dadurch ist das die
notwendige Steifigkeit aufweisende Material sehr kostengünstig. Dennoch ist das Papier
an seiner Oberfläche leitend, da dort eine Metallschicht vorliegt. Diese Metallschicht
kann äusserst dünn ausgebildet sein.
[0010] Das Metall der Metallbeschichtung ist zweckmässigerweise auf das Papier aufgedampft.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass sich eine lückenlose Beschichtung ergibt und
der Materialaufwand sehr gering ist.
[0011] Das Papier ist vorteilhaft imprägniert. Dank der Imprägnierung ist die Oberfläche
des Papiers so weitgehend geschlossen, dass die aufgedampfte Metallschicht bereits
in einer geringen Schichtdicke eine geschlossene Schicht bildet.
[0012] Das Papier weist zweckmässigerweise auf wenigstens einer Seite Noppen auf, mit denen
es auf einem Untergrund lediglich punktuell aufliegt. Dadurch ist der Hohlraum zwischen
dem Papier und der Tankwandung durch keine an der Tankwandung linienförmig anliegende
Bereiche in verschiedene Abschnitte unterteilt, sondern liegt als ein nicht unterteilter
Raum vor.
[0013] Das Papier weist zweckmässigerweise auf der zur Tankwandung hin zu richtenden ersten
Seite Täler und dazwischen sich erhebende Noppen und auf der dieser gegenüberliegenden
Seite den Tälern entsprechende Grate, und durch diese Grate getrennte, den Noppen
entsprechende Einbuchtungen auf. Eine solche Ausbildung hat sich bei nicht erfindungsgemäss
beschichtetem Noppenkarton bewährt.
[0014] Die Metallbeschichtung ist vorteilhaft auf der Rückseite der Noppen auf dem Papier
angebracht, so dass sie in der Leckschutzauskleidung auf der dem Tankinnenraum zugewandten
Seite des Papiers liegt.
[0015] Das Metall der Metallbeschichtung ist vorteilhaft Aluminium.
[0016] Bei einer Leckschutzauskleidung mit einem erfindungsgemässen Distanzgebilde zur Bildung
eines überwachbaren Hohlraums zwischen der Leckschutzauskleidung und der Tankwandung,
welches Distanzgebilde aus einem räumlich geformten und wenigstens einseitig mit einer
Metallbeschichtung versehenen Papier besteht, liegt die Metallbeschichtung zweckmässigerweise
auf der mit der Kunstharzbeschichtung versehenen Seite des Papiers vor. Dadurch liegt
diese leitende Schicht direkt auf der Rückseite der auf Dichtigkeit zu überprüfenden
Kunstharzschicht.
[0017] Die Erfindung betrifft auch einen Doppelwandigen Tank mit einer solchen Leckschutzauskleidung.
[0018] Kurzbeschreibung der Figuren:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung der Materialien für eine Leckschutzauskleidung
mit einem überwachbaren Hohlraum,
- Fig. 2
- zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Distanzgebilde mit Pyramidenstumpfen,
wobei die Kante des Rollenmaterials des Distanzgebildes teilweise mit einem Aluminiumklebeband
abgedeckt ist,
- Fig. 3
- zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Distanzgebilde mit Kegelstumpfen,
- Fig. 4
- zeigt eine schematische, geschnittene Perspektive eines Distanzgebildes gemäss Fig.
2,
- Fig. 5
- zeigt schematisch einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgekleideten
kubischen Tank,
- Fig. 6
- zeigt schematisch einen schiefwinkligen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemäss
ausgekleideten zylindrischen Tank.
[0019] Die in Figur 1 dargestellten Materialien sind dazu geeignet, eine Leckschutzauskleidung
in oder an einem Tank zu erstellen. In an sich bekannter Weise sind dies ein flächiges,
genopptes Distanzgebilde 11 und Kunststoff 13. Der Kunststoff 13 ist flüssig auf das
Distanzgebilde 11 auftragbar und ist derart beschaffen, dass er auf diesem zu einer
Kunststoffschicht aushärtet. Der Kunststoff liegt daher in einem für Flüssigkeiten
geeigneten Gebinde 19 vor. Es ist in der Regel ein Zweikomponenten-Kunststoff, dessen
Komponenten entgegen der Darstellung in zwei getrennten Gebinden vorliegen.
[0020] Für die Montage des Distanzgebildes 11 an einer Tankwand kann doppelseitig klebendes
Klebeband 15 vorgesehen sein. Zur Dichtung einer Fuge zwischen zwei Bahnen und zum
elektrischen Verbinden der Beschichtung ist eine Aluminium-Klebeband 16 vorhanden.
Für eine Verstärkung der Beschichtung kann ein Faser-Vlies oder -Gewebe 17 vorgesehen
sein. Zudem sind Werkzeuge zum Anbringen der Materialien notwendig. Dies können Spritzpistolen,
Roller, Spachtel und dergleichen sein.
[0021] Das dargestellte Distanzgebilde 11 ist genopptes Papier. Das Papier 21 ist als Rollenmaterial
lager- und transportierbar. Die Dicke des Papiers ist gleichmässig und sehr gering.
Mit einem Gewicht von 90 g/m
2 ist eine genügende Festigkeit des Distanzgebildes 11 erreicht. Ein solches Papier
21 kann, ohne dabei wesentliche Verformungen zu erfahren, mit Kunststoff 13 getränkt
werden. Die Struktur des Papiers 21 ist charakterisiert durch sich kreuzende Rillen
23 und innerhalb der viereckigen Flächen zwischen den Rillen 23 jeweils einer Noppe
25. Die Noppe 25 kann, wie in Figuren 2 und 4 dargestellt, die Form eines viereckigen
Pyramidenstumpfs aufweisen. Sie kann aber auch, wie in Figur 3 dargestellt, zylindrisch
oder kegelstumpfförmig sein. Dreieckige Pyramidenstumpfe sind ebenfalls möglich.
[0022] Auf das genoppte Papier ist auf der einen Seite eine Aluminiumschicht aufgedampft.
Diese aufgedampfte Metallschicht ist natürlich leitend. Sie ist sehr dünn. Von Auge
ist beim Vergleich eines unbeschichteten und eines beschichteten Papiers kein Unterschied
der Oberflächenstruktur sichtbar. Die Farbe der beschichteten Oberfläche ist selbstverständlich
metallisch, während die unbeschichtete Oberfläche die Papierfarbe aufweist.
[0023] Es ist ein Verpackungspapier mit ca. 145 Mikrometer Dicke im Handel erhältlich, welches
Rillen 23 in einem diagonalen quadratischen Raster aufweist. Dieses bevorzugte ungebleichte
Kraft-Papier weist ein Flächengewicht von 96 bis 104 Gramm auf. Die Rauheit des noch
nicht bedampften Papiers wird mit 1200 ±500 ml/min angegeben (Rauheit/Glätte nach
Bendtsen). Die Noppen 25 sind Pyramidenstumpfe, deren Basis eine doppelt so lange
Seitenlängen aufweist wie deren Stumpffläche 27. Diese Pyramidenstumpfe sind etwa
1mm hoch. Das Rastermass von Rille zu Rille 23 ist 7 mm. Dieses Verpackungspapier
ist imprägniert, jedoch offenporig und saugfähig. Die Rillen 23 verlaufen in einem
Winkel von 45 zum Längsrand 22 dieser Rollenware.
[0024] Dieses Verpackungspapier wird zur Beschichtung mittels einer Bedampfungsanlage mit
Aluminium bedampft. Die Rollenware wird dazu in einem kontinuierlichen Verfahren behandelt.
Dank der Imprägnierung des Papiers ist die Oberflächenstruktur des Papiers relativ
kompakt. Die einzelnen Fasern des Papiers stehen nur selten von der Papieroberfläche
ab. Dadurch ist eine ökonomische und lückenlose Beschichtung möglich.
[0025] Wie aus den Figuren 1 bis 3 ersichtlich, kann die Beschichtung 10 durch Aufdampfen
von Aluminium auf das Papier 21 in einem Randbereich fehlen. Dieser Randbereich überlappt
beim Verlegen der Distanzgebildes 21 ohnehin. Eine elektrische Verbindung der leitenden
Metallschicht wird durch ein Verkleben mit einem leitenden Aluminium-Klebeband 16
erreicht.
[0026] In Figur 4 ist eine Randkante des Verpackungspapiers dargestellt. Die Prägung der
Noppen 25 und Rille 23 verläuft über die gesamte Fläche des Papiers. Der Rand des
Papiers verläuft daher als Schnittlinie diagonal durch die Noppen und Rillen. Dank
dieser diagonalen Anordnung der Rillen 23 sind die Rillen auch nach Einbau dieses
Papiers als Distanzgebilde in der Auskleidung einer Tankwand diagonal verlaufend in
den Flächen der Tankwandung.
[0027] In Figur 5 ist dieser Verlauf der Rillen 23 im Innern einer Leckschutzauskleidung
31 als punktierte Linien dargestellt. Diese Rillen 23 verlaufen parallel und kreuzweise
diagonal über die rechteckigen Wandgevierte des Tankes 33.
[0028] Der Tank 33 besitzt eine formfeste Wandung 34 in Form eines horizontalen Bodens 35
und vier vertikaler Wände 37. Die Wandung 34 ist als Betonkonstruktion dargestellt.
Sie kann bereits eine ältere Beschichtung aufweisen. Sie kann auch aus anderen Materialien
bestehen. Auf diese Wandung 34 ist ein Noppenpapier 21 angebracht, welches mit den
Stumpfflächen 27 (Fig. 4) der Noppen 25 gegen die Wandungsoberfläche gelegt ist. Das
Luftvolumen der Rillen 23 bildet einen überwachbaren Hohlraum 29 zwischen der Tankwandung
und dem Noppenpapier 21. Die aluminiumbeschichtete Oberfläche liegt auf der sichtbaren
Seite des angebrachten Noppenpapiers. Auf dieser von der Wandung abgewandten Seite
des Noppenpapiers 21 liegen die konkaven Innenseiten der Noppen 25 als Vertiefungen
zwischen linearen Erhebungen vor. Die linearen Erhebungen sind die konvexen Rückseiten
der Rillen 23. Auf diese beschichteten Erhebungen und in diese beschichteten Vertiefungen
ist Kunststoff aufgetragen. Der Kunststoff 13 durchdringt trotz Metallbeschichtung
das gesamte Papier 21 und bildet eine Kunststoffschicht 39 von wenigstens der Stärke
des Papiers 21. Die Fasern des Noppenpapiers 21 bilden daher eine Faserarmierung der
Kunststoffschicht 39. Dennoch ist die flächige Leitfähigkeit der Metallschicht gegeben.
[0029] In den Kunststoff 13 der Kunststoffschicht 39 ist gemäss Figur 5 jedoch vorteilhaft
auch eine Glasfaserarmierung 17 eingelegt. Diese Glasfaserarmierung ist ein Zweischichtglasgewebe
17. Dieses Zweischichtglasgewebe 17 ist in der Kunststoffschicht 39 eingeschlossen.
[0030] In Figur 5 ist zudem eine Deckschicht 41 der Beschichtung 31 dargestellt. Diese Deckschicht
kann aus einem für Lebensmittel oder Trinkwasser zugelassenen Kunststoff bestehen,
oder die Beschichtung für einen anderen speziellen Einsatzbereich geeignet machen.
[0031] In Figur 6 ist dargestellt, wie die Bahnen des Noppenpapiers 21 in einem zylindrischen
Tank verlegt sind. Der in Figur 6 dargestellte Tank 43 besitzt eine etwa zylindrische
Stahlwandung 45. Diese ist auf ihrer Innenseite mit einem Noppenpapier 21 belegt.
Die Stumpfflächen 27 der Noppen 25 (siehe Fig. 4) sind an die Wandung 45 anliegend.
Das einseitig mit Aluminium bedampfte Noppenpapier 21 ist mit einem Kunststoff getränkt
und überzogen. Die Beschichtung mit Kunststoff ist vorzugsweise in zwei Lagen ausgeführt.
Wo die Steifigkeit des Kunststoff-Papier-Verbundes nicht ausreicht, kann eine weitere
Lage mit einem in Kunststoff gebundenem Glasvlies oder Glasgewebe vorgesehen sein.
[0032] Die Bahnen 47 des papierenen Rollenmaterials 11,21 sind vorteilhaft in Umfangrichtung
des Zylinders 45 verlegt. Die Rillen 23 im Noppenpapier 21 verlaufen daher diagonal
zu den Mantellinien des Zylinders 45 und zu den in Umfangrichtung verlaufenden Kreislinien
des Zylinders 45.
[0033] Erstellt wird eine solche Leckschutzauskleidung wie folgt: Zuerst wird gegebenenfalls
eine formfeste Wandung eines Tankes erstellt oder gereinigt. Auf diese Tankwandung
34,45 wird ein metallbeschichtetes Noppenpapier 21 aufgelegt. Die Rillen 23 des Noppenpapiers
bilden dabei sich kreuzende Kanäle zwischen dem Papier 21 und der Tankwandung 34,45.
Das Papier wird derart verlegt, dass diese Kanäle in einem Winkel, der deutlich von
0 und 90 Grad abweicht, zur Biegerichtung des Noppenpapiers 21 verlaufen. Die Biegerichtung
wird durch die Richtung einer Raumkante der auszukleidenden Flächen oder die Richtung
des engsten Bogens einer Wölbung der Tankwandung bestimmt.
[0034] Damit das Noppenpapier 21 hält, kann es z.B. mit zweiseitig klebendem Band 15 (Fig.
1) oder anderen Klebemitteln an der Wandung 34,45 fixiert werden. Nun wird das Noppenpapier
21 mit flüssigem Kunststoff 13 (Fig. 1) getränkt. Als Kunststoff kommen in erster
Linie "Epoxy Novolac" und "Epoxy Zycloaliphat" in Frage. Aber auch andere Epoxyharze,
wie auch Polyurethanharze und Polyesterharze können verwendet werden. Der Kunstharz
wird dazu einseitig aufgetragen.
[0035] Das Noppenpapier kann auch vor der Montage mit Kunstharz getränkt werden. Nach dem
Abbinden des Kunstharzes ist das getränkte Noppenpapier 21 trittfest. Es kann daher
mit Kunstharz 13 vorbehandeltes Noppenpapier 21 in Bereichen eingesetzt werden, in
denen das Noppenpapier 21 bei der Montage begangen werden muss.
[0036] Zweckmässigerweise wird das mit Kunststoff vorbehandelte Noppenpapier 21 aber nicht
über die gesamte Bahnbreite getränkt. Die Randbereiche können unbehandelt bleiben.
Die unbehandelten Randbereiche des Noppenpapiers 21 können überlappt werden. Im Bereich
der Überlappung benachbarter Noppenpapier-Bahnen können die Noppen 25 und Rillen 23
in Übereinstimmung gebracht werden. Dadurch trägt die Überlappung praktisch nicht
auf. Die unbehandelten Randbereiche werden mit einem Aluminiumband 16 miteinander
verklebt. Diese Band 16 klebt benachbarte Bahnen elektrisch leitend miteinander. Dadurch
bildet die Metallbeschichtung 10 eine über die gesamte Fläche der Leckschutzauskleidung
verlaufende Gegenelektrode.
[0037] Die Überlappungen und die ganzen nicht vorbehandelten Noppenpapierbahnen werden mit
Kunststoff getränkt. Vorbehandelte Bereiche können mit Kunstharz überdeckt werden.
In den vorzugsweise noch nassen Kunstharz wird nun eine Glasfaserarmierung eingelegt
und mit Rollen angedrückt. Kunstharz wird in die Glasfaserarmierung eingetragen. Sollten
sich zwischen dem Noppenpapier und der Glasfaserarmierung Blasen bilden, werden diese
mit Rollen an den Rand der Glasfaserbahnen gedrängt und so das Glasfaservlies oder
das Glasgewebe praktisch blasenfrei in den Kunstharz eingebettet.
[0038] Bevorzugt wird ein Glasgewebe, welches eine gegenüber herkömmlichen Vliesen grössere
Eigenstabilität aufweist. Besonders wird ein Zweischichtglasgewebe bevorzugt.
[0039] Die so hergestellte Leckschutzauskleidung wird nun auf Dichtigkeit geprüft, indem
der Zwischenraum zwischen dem Noppenpapier und der Tankwandung vakuumiert wird. Durch
ein Leck einströmende Luft reduziert den Unterdruck im Zwischenraum. Eine Reduktion
des Unterdrucks im Zwischenraum zeigt daher ein Leck in der Leckschutzauskleidung
an. Dieses Leck kann nun mittels eines Hochfrequenz-Funkenprüfgeräts gesucht werden.
Stellen, bei denen der Funken vom Gerät auf die Leckschutzauskleidung (genauer auf
die Metallbeschichtung des Papiers) überspringt, sind potentiell undicht. An diesen
Stellen ist die Kunstharz-Beschichtung entweder undicht oder sie weist eine Blase
darin auf. Sind keine Leckstellen vorhanden oder sind die Leckstellen gedichtet, so
kann die Oberfläche der Leckschutzauskleidung noch mit einer Deckschicht eines anwendungsspezifischen
Kunststoffes versehen werden. Dieser Kunststoff ist spezifisch auf die Flüssigkeit,
welche im ausgekleideten Tank aufbewahrt werden soll, ausgelegt. Es ist auch möglich,
die Oberfläche mit keramischen Platten zu belegen.
1. Distanzgebilde (11) für eine Leckschutzauskleidung, um zwischen einer Tankwandung
(34,45) und einer Beschichtung (39) des Distanzgebildes (11) einen überwachbaren Hohlraum
(29) zu bilden, bestehend aus einem räumlich geformten Papier (21),, dadurch gekennzeichnet, dass das räumlich geformte Papier (21) eine Metallbeschichtung (10) aufweist.
2. Distanzgebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall der Metallbeschichtung (10) auf das Papier (21) aufgedampft ist.
3. Distanzgebilde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier (21) imprägniert ist.
4. Distanzgebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier auf wenigstens einer Seite Noppen aufweist, so dass es mit dieser Seite
auf einem Untergrund lediglich punktuell aufliegt.
5. Distanzgebilde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Papier (21) auf der zur Tankwandung (34) hin zu richtenden ersten Seite des Papiers
Täler (23) und dazwischen sich erhebende Noppen (25) und auf der dieser gegenüberliegenden
Seite den Tälern (23) entsprechende Grate, und durch diese Grate getrennte, den Noppen
(25) entsprechende Einbuchtungen aufweist.
6. Distanzgebilde nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbeschichtung (10) auf der Rückseite der Noppen (25) auf dem Papier (21)
angebracht ist.
7. Distanzgebilde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall der Metallbeschichtung (10) Aluminium ist.
8. Leckschutzauskleidung mit einem Distanzgebilde (11) zur Bildung eines überwachbaren
Hohlraums (29) zwischen der Leckschutzauskleidung und der Tankwandung (34), welches
Distanzgebilde (11) aus einem räumlich geformten Papier (21) besteht, und mit einer
Kunstharzbeschichtung (39) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzgebilde (11) ein Distanzgebilde gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7 ist.
9. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbeschichtung (10) auf der mit der Kunstharzbeschichtung (39) versehenen
Seite des Papiers (21) vorliegt.
10. Doppelwandiger Tank mit einer Leckschutzauskleidung gemäss einem der Ansprüche 8 oder
9.