[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine mobile Hebebühne gemäß den beigefügten
Ansprüchen 1 bis 14 sowie ein Verfahren zum Aufstellen einer derartigen mobilen Hebebühne
gemäß dem angehängten Anspruch 15.
[0002] Bei der Ausführung von mobilen Prüfstationen zur periodischen Inspektion von Personenkraftwagen
sind aus der Praxis unterschiedliche Lösungen bekannt. Besonders problematisch stellt
sich hierbei die Sichtprüfung unterhalb des Fahrzeugs dar. Aufgrund des Mobilitätserfordernisses
dieser Prüfstationen, die beispielsweise vom TÜV oder von der Polizei eingesetzt werden,
um an wechselnden Einsatzorten unterschiedlichste Kraftfahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit
zu prüfen, sind die Möglichkeiten zum Anheben des Fahrzeugs beschränkt. Bei bekannten
mobilen Prüfstationen werden entweder Achsfreiheber oder eine einzelne kleine Scherenbühne
zum Anheben beispielsweise der Vorderachse verwendet. Ein derartiger Achsfreiheber
ist jedoch nur in der Lage, das Fahrzeug um maximal 5 cm anzuheben. Dies reicht zwar
aus, um eine Sichtkontrolle für die Reifen und den Radkästen durchzuführen, jedoch
ist eine volle Sichtkontrolle des Unterbodens, der dort verlaufenden Leitungen sowie
des gesamten Auspuffsystems nicht möglich. Auch ist ein derartiger Achsfreiheber nachteilig,
da er das Kraftfahrzeug an seiner Karosserie hochhebt. Gerade bei älteren Kraftfahrzeugen
können jedoch genau an diesen Stellen durch Rost und Witterungseinflüsse Schwachstellen
bestehen, weshalb durch das Anheben mit einem Achsfreiheber eine Beschädigung des
Fahrzeuges bzw. des Fahrzeugrahmens nicht auszuschließen ist.
[0003] Die Verwendung von kleinen Scherenbühnen zum Anheben der Vorderachse ist ebenfalls
unzureichend, da auch hier die maximale Anhebehöhe durch den durch das einseitige
Anheben entstehenden Neigungswinkel des Fahrzeugs begrenzt ist. Die maximale Hubhöhe
liegt bei derartigen Vorrichtungen bei ca. 5 cm bis 8 cm. Diese geringe Hubhöhe und
das einseitige Anheben ist für eine vollständige Sichtprüfung des Unterbodens des
zu prüfenden Kraftfahrzeugs nicht ausreichend. Zwar ist es dem Prüfpersonal möglich,
unter den angehobenen Teil des Fahrzeugs zur Sichtprüfung zu kriechen, jedoch ist
dann eine Prüfung aufgrund der eingeschränkten Bewegungsverhältnisse nur sehr schwer
möglich. Eine Prüfung des hinteren Fahrzeugteils, in dem sich insbesondere die Auspuffanlage
und der Katalysator befinden, ist nicht durchführbar. Ein dem Anheben der Vorderachse
nachgeschaltetes Anheben der Hinterachse durch das Rangieren des Kraftfahrzeuges und
erneutes Anheben mit der gleichen Scherenbühne ändert nichts an der beengten Platzsituation
unterhalb des schräggestellten Fahrzeuges und hat zudem den Nachteil des hohen Zeitaufwandes
der Prüfung.
[0004] Die aus Werkstätten bekannten vollständigen Hebebühnen, die Kraftfahrzeuge, Lastkraftwagen
oder Anhänger für diese Fahrzeuge mit allen Achsen gleichzeitig parallel bis auf Augenhöhe
oder darüber hinaus anheben, sind für den mobilen Einsatz zu groß, zu schwer und zu
unhandlich. Ein Einbau derartiger Hebebühnen in mobile Prüfstationen oder deren mobile
Verwendung ist damit ausgeschlossen.
[0005] Es ist zunächst Aufgabe der Erfindung, eine mobile Hebebühne der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, welche die Sichtprüfung unterhalb eines Kraftfahrzeugs
ermöglicht und gleichzeitig eine kompakte Bauweise bei großer Variabilität für unterschiedliche
Radstände aufweist. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, ein einfaches und
sicheres Verfahren zum Aufstellen einer derartigen Hebebühne vorzuschlagen.
[0006] Die vorstehende Aufgabe wird hinsichtlich der Hebebühne durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den sich daran anschließenden
Ansprüchen 2 bis 14.
[0007] Insbesondere wird diese Aufgabe durch das Vorsehen eines Rahmens und mindestens drei
Hubelementen, die jeweils mindestens eine Plattform aufweisen und die sich in den
für sie gemeinsamen Rahmen abstützen bzw. von diesen gehalten werden, gelöst. Mindestens
zwei dieser Plattformen stehen im Wesentlichen parallel zueinander, liegen bezüglich
der Durchfahrtsrichtung hinter der dritten Plattform und stehen im Wesentlichen orthogonal
zu dieser. Die erfindungsgemäße mobile Hebebühne weist also bezüglich der Durchfahrtsrichtung
zwei hintere Plattformen und eine vordere Plattform auf. Durch diese Anordnung der
Plattform kann ein zu prüfendes Kraftfahrzeug auf die Hebebühne gefahren werden, wobei
die beiden Räder der Vorderachse gemeinsam auf der vorderen Plattform und die Räder
der Hinterachse jeweils einzeln auf einer der hinteren Plattformen zum Stehen kommen.
Im Gegensatz zu den großbauenden feststehenden Hebebühnen mit nur zwei Hubplattformflächen
ist durch die querstehende vordere Plattform bei der erfindungsgemäßen Hebebühne eine
kompakte Bauform möglich. Trotz dieser Kompaktheit ist die erfindungsgemäße Hebebühne
für Kraftfahrzeuge oder Lastkraftwagen bzw. Anhänger unterschiedlichster Radstände
einsetzbar. Die parallele Längsanordnung der hinteren Plattformen stellt sicher, dass
beim Parken des Kraftfahrzeuges mit der Vorderachse auf der vorderen Plattform die
je nach Radstand weiter vorne oder weiter hinten liegenden hinteren Räder des Kraftfahrzeuges
auf den hinteren Plattformen zu liegen kommen.
[0008] Durch das Aktivieren aller Hubelemente werden die Plattformen und mit ihnen das darauf
abgestellte Kraftfahrzeug angehoben. Da es sich hier um eine Anhebung des gesamten
Fahrzeugs handelt, ist die maximale Hubhöhe nicht durch einen Neigungswinkel des Fahrzeugs
beschränkt, sondern frei in Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit der Hubelemente wählbar.
So ist es vorteilhaft bei einer erfindungsgemäßen Hebebühne Hubelemente vorzusehen,
welche in der Lage sind die Plattformen und damit das Kraftfahrzeug bis auf Augenhöhe,
also ca. 1,60 m bis 1,80 m anzuheben. Selbstverständlich sind aber auch größere Hubhöhen
möglich.
[0009] Um die Mobilität einer erfindungsgemäßen Hebebühne sicherzustellen, ist es weiter
vorteilhaft, die gesamte Hebebühne innerhalb eines im Wesentlichen kubischen Containers
anzuordnen, der vorzugsweise einen Boden, sowie Seitenwände, eine stirnseitige Vorder-
sowie eine stirnseitige Rückwand und ein Dach aufweist, insbesondere kann dabei der
Rahmen für die drei Plattformen nebst dem zugehörigen Hubelementen von Teilen des
Containers gebildet sein, beispielsweise von einer Seitenwand und dem Boden. Die übrigen
Bestandteile des Containers formen dann weitere Teile der mobilen Hebebühne, wie beispielsweise
deren Steuerung, die Antriebe für die Hubelemente usw. aufnehmen oder lediglich beim
Transport der mobilen Hebebühne als Verkleidung dienen. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn es sich bei diesem Container um einen 20 Fuß Standardcontainer handelt. In
diesem Fall ist es möglich, den Container und damit die Hebebühne einfach auf einen
Lkw, einen Bahnwagen oder sogar auf ein Schiff zu verladen und mit dem Container-Güterverkehr
an jeden beliebigen Ort zu transportieren.
[0010] Besonders vorteilhaft in Bezug auf die kompakte Bauweise ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen,
mobilen Hebebühne die hinteren Hubelemente gemeinsam mit den hinteren Plattformen
in einer klappbaren Seitenwand des Containers angeordnet sind. Die Anordnung ist vorteilhafterweise
so zu wählen, dass alle Plattformen bei heruntergeklappter Seitenwand im Wesentlichen
auf einer Ebene liegen. Bei der klappbaren Seitenwand kann es sich selbstverständlich
auch nur um einen begrenzten Teil der gesamten Containerwand handeln.
[0011] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn ein Teil der gegenüberliegenden Seitenwand oder
die gesamte Seitenwand des Containers ebenfalls herunter geklappt oder entfernt werden
kann. Auf diese Weise entsteht ein Durchgang bzw. eine Durchfahrt durch den Container,
sodass von der einen Seite eine Einfahrt in die Hebebühne und ggf. auf der anderen
Seite eine Ausfahrt entsteht. Diese ermöglicht einen kontinuierlichen Prüfprozess,
welcher besonders zeitsparend bei der Prüfung mehrerer Fahrzeuge ist.
[0012] Um die Hubhöhe der Hebebühne nicht durch äußere Einflüsse unnötig zu begrenzen, ist
es sinnvoll das Dach des Containers so zu gestalten, dass es über der Hebebühne vollständig
entfernt werden kann. Dies ist beispielsweise möglich, durch die geteilte Konstruktion
des Daches, welche sich vorzugsweise nach oben klappen lässt. Jedoch ist auch eine
konstruktive Lösung denkbar, bei der das oder die Dachelemente zumindest teilweise
zur Seite geschoben werden oder vollständig entfernt werden können.
[0013] Großer Vorteil dieser Anordnung in einem Container mit diversen klapp- bzw. entfernbaren
Seiten- und Dachelementen ist die vollständige Mobilität der Hebebühne. Einzelne Teile
des Containers, wie beispielsweise die Seitenwand, in welcher die hinteren Plattformen
angeordnet werden, erhalten Doppelfunktionen. So dient diese Seitenwand einerseits
zum Schutz der Hebebühne im zusammengeklappten Zustand, andererseits ist sie ein Funktionselement
der Hebebühne. Ein weiterer Vorteil der Integrierung der mobilen Hebebühne in einem
Container ist der dadurch geschaffene abgeschlossene Raum. In diesem Containerraum
können zusätzliche Elemente angebracht und somit eine mobile Prüfstation geschaffen
werden. Das Ein- und Ausklappen bzw. das Entfernen der Seitenwände und/oder der Dachelemente
ist vorzugsweise mit einem maschinellen Mechanismus durchzuführen. Besonders bevorzugt
ist hier eine hydraulische Betätigung oder die Bewegung mittels Elektromotoren. Die
eigenständige Betätigung der klappbaren Elemente hat den großen Vorteil, dass das
gesamte Containersystem auf diese Weise autark einsetzbar ist. Bei zusätzlichem Vorsehen
eines Generators oder Hydrauliksystems innerhalb des Containers kann eine erfindungsgemäße
Hebebühne bzw. die gesamte Prüfstation alleinstehend an jedem beliebigen Einsatzort
verwendet werden. Insbesondere bei der Verwendung durch die Polizei, beispielsweise
auf Autobahnparkplätzen und Rasthöfen, stellt dies ein großen Vorteil dar.
[0014] Weiter ist es vorteilhaft bei einer erfindungsgemäßen Hebebühne, das vordere Hubelement
im Boden des Containers vorzusehen. Da die mit dem vorderen Hubelement verbundene
vordere Plattform alleine eine gesamte Achslast tragen muss, ist diese besonders robust
auszuführen. Diese robuste Ausführung wird durch die Anordnung der Plattform und des
Hubelementes im Boden des Containers erleichtert.
[0015] Um die erfindungsgemäße Hebebühne noch universeller nutzbar zu machen, ist es sinnvoll,
sie mit zusätzlichen Elementen auszustatten und somit zu einer vollständigen mobilen
Prüfstation für Kraftfahrzeuge und/oder Lastkraftwagen, Anhänger sowie Zubehör hierfür
aufzurüsten. Beispielsweise ist es vorteilhaft, wenn das vordere Hubelement ein Gelenkspieltester
aufweist. Ein weiteres derartiges Zusatzelement ist beispielsweise eine Spurmesslatte,
welche vorzugsweise auf einer der hinteren Plattformen angeordnet ist. Weiter ist
vorteilhaft, zwischen den Plattformen mindestens einen Bremsprüfstand in den Rahmen
anzuordnen. Ebenfalls vorteilhaft ist es zwischen der vorderen und der hinteren Plattform
mindestens einen Fahrwerkstester anzuordnen.
[0016] Um bei größtmöglicher baulicher Kompaktheit eine hohe Variabilität hinsichtlich des
Radstandes der zu prüfenden Kraftfahrzeuge zu erzielen, ist es vorteilhaft bei einer
erfindungsgemäßen Hebebühne, den Abstand zwischen dem Ende der vorderen Plattform
und dem Ende der hinteren Plattform mit mindestens 3 m, insbesondere mit mindestens
4 m zu wählen. Besonders bevorzugt ist ein Abstand von mindestens 5 m, ganz besonders
ein Abstand von mindestens 6 m.
[0017] Großen Einfluss auf die Radstandsvariabilität hat die Länge der hinteren Plattformen.
Diese ist vorzugsweise mit mindestens 2 m, insbesondere mit mindestens 3 m, besonders
bevorzugt mit mindestens 4 m und ganz besonders bevorzugt mit mindestens 5 m zu wählen.
Die besonders lange Ausführung der hinteren Plattformen stellt zusätzlich zur erhöhten
Radstandsvariabilität sicher, dass auch Fahrzeuge mit mehreren Hinterachsen von einer
mobilen Hebebühne gemäß der vorliegenden Erfindung angehoben werden können.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die hinteren Plattformen mindestens 0,4 m, vorzugsweise
mindestens 0,5 m, besonders bevorzugt mindestens 0,6 m breit sind. Die Breite der
hinteren Plattformen ist wichtig für die Variabilität der Hebebühne im Hinblick auf
die Reifenbreite der zu prüfenden Kraftfahrzeuge. Die Seiten der hinteren Plattform
sind dabei vorzugsweise mit einer Führung versehen, sodass beim Auffahren des Kraftfahrzeugs
sichergestellt ist, dass sich die Reifen vollständig auf der Plattform befinden. Auch
der Abstand der beiden hinteren Plattformen sowie die Breite der vorderen Plattform
sind in Abhängigkeit der zu prüfenden Kraftfahrzeuge zu wählen. So sollten diese beiden
Werte alle gängigen Spurweiden von Kraftfahrzeugen abdecken.
[0019] Um die Funktionalität der erfindungsgemäßen Hebebühne noch weiter zu erhöhen, kann
es sinnvoll sein, mindestens ein Lichteinstellgerät vorzusehen. Bei der Verwendung
eines Containers als Rahmen für die mobile Hebebühne ist es sinnvoll das Lichteinstellgerät
auf einer zweiten klappbaren Seitenwand des Containers anzuordnen. Insbesondere die
verschiebliche Anordnung des Lichteinstellgerätes ist sinnvoll, um alle Frontscheinwerfer
des zu prüfenden Kraftfahrzeuges einstellen zu können.
[0020] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn die erfindungsgemäße Hebebühne zusätzlich einen
Abgastester aufweist.
[0021] Bei der technischen Ausgestaltung der Hubelemente sind viele unterschiedliche Lösungen
denkbar. Beispielsweise können für die einzelnen Plattformen Scherenbühnen als Hubelement
zum Einsatz kommen. Diese kommen durch ihr relativ geringes Gewicht und ihre robuste
Mechanik dem Mobilitätserfordernis der Hebebühne in besonders vorteilhafter Weise
nach. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Hydraulikelementen als Hubelemente.
Dies erfordert vorteilhafterweise die Anordnung eines Hydrauliksystems innerhalb der
mobilen Hebebühne.
[0022] Um die Ein- und Ausfahrt aus der erfindungsgemäßen Hebebühne noch weiter zu erleichtern,
können vorteilhafterweise Auf- und Abfahrrampen vorgesehen sein. Diese sind entweder
Teil der herunter klappbaren Seitenwände des Containers und werden aus diesen Seitenwänden
nach dem Herunterklappen herausgezogen und abgelegt oder sie stellen zusätzliche,
eigenständige Elemente dar, welche nach dem Herunterklappen der Seitenwände angelegt
werden. Vorteilhafterweise weist zumindest bereits die Auffahrrampe maximal die gleiche
Breite wie die hinteren Plattformen auf. Das Vorsehen von Führungen für die Reifen
des Kraftfahrzeugs an den Rampen ist ebenfalls sinnvoll. So ist sichergestellt, dass
das Fahrzeug bereits beim Einfahren auf die für die Hebebühne notwendige Position
zentriert wird.
[0023] Um ein gefahrloses Anheben des Kraftfahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen Hebebühne
sicherzustellen, ist es vorteilhaft, auf den Plattformen Fixiereinheiten anzubringen.
Die konstruktive Ausgestaltung dieser Fixiereinheiten kann durch die unterschiedlichsten
Lösungen erfolgen. Eine Lösung stellt das Vorsehen von Vertiefungen in der vorderen
sowie in den hinteren Plattformen dar. Auch Aufbauten insbesondere mit im Wesentlichen
dreieckigen Querschnitt, über welche das Kraftfahrzeug beim Auffahren auf die Plattformen
hinüber fahren muss, erfüllen die Fixierfunktion. Eine konstruktiv etwas aufwändigere,
jedoch deutlich sicherere Gestaltungsform sind Krallen, welche an den Felgen des Kraftfahrzeuges
angreifen und diese in Richtung der Plattform spannen.
[0024] Weiter ist es vorteilhaft bei einer erfindungsgemäßen Hebebühne, ein Steuerstand
für das Bedienpersonal vorzugsweise als Teil des Containers vorzusehen. Gerade das
Anheben sowie das Ablassen des Fahrzeugs sind für das Bedienpersonal gefährliche Vorgänge.
Bei der ausschließlichen Steuerung der Hebebühne aus dem Steuerstand kann das Verletzungsrisiko
minimiert werden. Gleichzeitig kann der Steuerstand vollständig eingehaust ausgeführt
sein, was den Vorteil hat, dass insbesondere bei der Verwendung unter widrigen Witterungsumständen
sensible Geräte wie Computer, Drucker, Telefon etc. besonders geschützt sind.
[0025] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Hebebühne zumindest
eine Plattform vorzugsweise jedoch alle Plattformen Leuchtelemente aufweisen, welche
von der Plattform aus nach oben leuchten. Eine besonders einfache Ausgestaltungsform
dieser Leuchtelemente sind Leuchtröhren oder andere Leuchtmittel, welche seitlich
an den Plattformen angebracht sind. Die Leuchtmittel dienen zur Erhellung des Unterbodens
bei angehobenen Fahrzeug. So hat das Bedienpersonal bei der Sichtprüfung des Unterbodens
des Kraftfahrzeugs bei gleichmäßiger Erhellung mit reduzierter Schattenbildung beide
Hände frei.
[0026] Ebenfalls kann es von Vorteil sein, wenn die Plattformen vollständig eine magnetische
Oberfläche besitzen oder zumindest eine magnetische Umrandung. Bei dem An- und Abbau
von Einzelelementen am Unterboden des Fahrzeugs werden oft Kleinstteile kurzzeitig
demontiert und müssen abgelegt werden. Auch das Herabfallen von Kleinstteilen kann
bei der Überprüfung des Unterbodens nicht ausgeschlossen werden. Bei dem Einsatz der
mobilen Hebebühne an den unterschiedlichsten Orten ist es wichtig sicherzustellen,
dass keines dieser Kleinstteile verloren geht. Fällt ein derartiges Kleinteil auf
eine der Plattformen oder wird es dort abgelegt kann es aufgrund der magnetischen
Oberfläche bzw. des magnetischen Randes nicht von der Plattform herabfallen und ist
damit deutlich leichter wieder auffindbar.
[0027] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn der Container und vorzugsweise die herunterklappbaren
Seitenwände Füße aufweisen. Diese Füße dienen dazu den gesamten Container und die
heruntergeklappten Seitenwände auszurichten. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise
der Container auch auf unebenen Standplätzen in eine sichere, im Wesentlichen horizontale
Lage ausgerichtet werden kann. Unerheblich für die Erfindung ist es, ob die Füße nachträglich
an den Container oder die Seitenwände angesetzt werden oder ob diese bereits Teil
des Containers oder der Seitenwände sind.
[0028] Um das Ausrichten zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn die Füße als Teleskopfüße,
beispielsweise mit zwei ineinander verschieblichen Fußelementen ausgeführt sind. So
können die Füße in einfacher Weise einzeln an die Beschaffenheit des Untergrundes
angepasst werden. Vorteilhafterweise sind die Füße beispielsweise durch das im Container
enthaltenen Pneumatik- oder Hydrauliksystem ansteuerbar, sodass ein automatisches
Ausrichten erfolgen kann. Besonders vorteilhaft ist es, wenn zusätzlich eine Messvorrichtung
vorgesehen ist, welche den Neigungswinkel des Containers sowie der Seitenelemente
misst und mit diesen Messwerten die Ausrichtung durch die Füße steuert.
[0029] Um die Funktionalität des Gesamtsystems noch weiter zu erhöhen, ist es sinnvoll,
gegenüber dem Steuerstand auf der Innenseite der Vorderwand zusätzliche Anzeigen zur
Steuerung und Ausrichtung der Hebebühne anzubringen. So sind beispielsweise großflächige
Monitore denkbar, auf welchen die aktuellen Messwerte des Bremsprüfstandes oder der
Lichteinstellmaschine angezeigt werden können. Zur besseren Übersicht in dem kompakten
Hebebühnensystem kann es zusätzlich sinnvoll sein, auf der Innenseite der Vorderwand
des Containers Spiegel anzubringen, um auch Bereiche für das Bedienpersonal im Steuerstand
sichtbar zu machen, welche durch das aufgefahrene Kraftfahrzeug verdeckt sind.
[0030] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, die erfindungsgemäße Hebebühne
zum Anheben und zum Überprüfen der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen und Lastkraftwagen
zu verwenden. Diese Verwendung ist insbesondere interessant für den TÜV bei der periodischen
Inspektion, für die Polizei bei der Fahrzeugkontrolle oder für die regelmäßige Überprüfung
großer Kraftfahrzeugsflotten wie beispielsweise bei Mietwagenunternehmen.
[0031] Hinsichtlich des Verfahrens wird die vorstehende Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches
15 gelöst. Das Aufstellen erfolgt in mehreren Schritten. Nachdem der die Hebebühne
enthaltende Container zum Ort der Wahl angeliefert worden ist, wird er dort auf einer
im Wesentlichen ebenen Fläche abgestellt. Als nächstes wird die erste und ggf. danach
die zweite Seitenwand herunter geklappt. Durch das Hochklappen des Daches öffnet sich
der Container und die Hebebühne ist einsatzbereit. Durch das Anbringen der seitlichen
Rampen können die zu prüfenden Kraftfahrzeuge in die funktionsbereite Hebebühne eingefahren
werden.
[0032] Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Prüfverfahren für Kraftfahrzeuge mit einer
erfindungsgemäßen Hebebühne. Bei diesem Prüfverfahren wird zunächst das Kraftfahrzeug
auf die Hebebühne aufgefahren, so dass die Räder einer Achse vollständig auf der vorderen
Plattform und die restlichen Räder links und rechts auf den hinteren Plattformen stehen.
Als nächstes werden die Räder des Kraftfahrzeuges auf den Plattformen fixiert. Durch
die Aktivierung der Hubelemente wird das Fahrzeug auf die gewünschte Höhe angehoben.
In der angehobenen Position kann der Unterboden des Fahrzeugs kontrolliert werden.
Durch die Deaktivierung der Hubelemente fährt das Fahrzeug wieder in die ebene Position
zurück. Nach dem Lösen der Fixierung kann das Kraftfahrzeug von der Hebebühne abgefahren
werden.
[0033] Um die gesamte Verkehrstüchtigkeit des Kraftfahrzeuges zu überprüfen, kann das erfindungsgemäße
Prüfverfahren durch weitere Schritte ergänzt werden. Diese Schritte sind vorteilhafterweise
bei deaktivierten Hubelementen, also bei herabgelassenen Fahrzeug durchzuführen. Ein
weiterer Prüfschritt ist das Einstellen der Leuchten des Kraftfahrzeuges mittels eines
Lichteinstellgerätes. Ein weiterer Zwischenschritt ist die Überprüfung der Bremsleistung
mittels eines Bremsprüfgerätes. Ein weiterer Zwischenschritt kann die Überprüfung
des Fahrwerks mittels Fahrwerkstester sein. Ebenfalls ein weiterer möglicher Schritt
ist die Spurüberprüfung des Kraftfahrzeuges mittels einer Spurmesslatte. Ein weiterer
möglicher Zwischenschritt ist die Überprüfung des Gelenkspiels der Vorderachse.
[0034] Für die Überprüfung besonders großer, insbesondere mehrachsiger Kraftfahrzeuge, wie
beispielsweise Lastkraftwagen kann es sinnvoll sein, bei einer erfindungsgemäßen Hebebühne
mehr als drei Hubelemente und eventuell auch mehr als drei Plattformen vorzusehen.
Diese zusätzlichen Plattformen werden paarweise, ebenfalls parallel zueinander hinter
den ersten hinteren Plattformen angeordnet. So können auch lange mehrachsige Kraftfahrzeuge
durch eine erfindungsgemäße Hebebühne angehoben werden. Bei der Anordnung der Hebebühne
in einem Container können diese zusätzlichen Plattformen und die dazu gehörigen Hubelemente
beispielsweise im Dach des Containers untergebracht sein. Dieses Dach ist dann Vorteilhafterweise
mit einem Gelenk mit der Seitenwand verbunden und wird mit dieser gemeinsam herunter
geklappt. Durch einen weiteren Klappvorgang wird das an der herunter geklappten Seitenwand
angelenkte Dachelement ebenfalls in eine ebene Position gebracht. Im Endzustand liegen
wieder sämtliche Plattformen im Wesentlichen in einer Ebene.
[0035] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, sowie ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
werden nachstehend im Zusammenhang mit der Beschreibung einer Ausführungsform in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungsfiguren näher erläutert. Die bei der Beschreibung des
Ausführungsbeispiels verwendeten Begriffe "oben", "unten", "links" und "rechts" beziehen
sich auf die Zeichnungsfiguren in einer Ausrichtung mit normal lesbaren Bezugszeichen
und Figurenbezeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- eine Schrägansicht einer erfindungsgemäßen einsatzbereiten Hebebühne von vorne
- Fig. 2:
- die Rückansicht einer erfindungsgemäßen einsatzbereiten Hebebühne; und
- Fig. 3
- die schematische Anordnung einer vorderen sowie zweier hinterer Plattformen.
[0036] Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Hebebühne 1 in Vorder- bzw. in Rückansicht. In diesen beiden Figuren befindet sich
die Hebebühne 1 im voll einsatzbereitem Zustand mit bereits angehobenen Plattformen
6 und 10, d. h. mit aktivierten Hubelementen 4 und 8. Zur besseren Übersicht ist auf
der Hebebühne kein Fahrzeug dargestellt.
[0037] Die Hebebühne 1 ist bei dieser Ausführungsform in einem kubischen Container 2 mit
einem Dach 16, einem Boden 18, zwei Seitenwänden 12, 14, einer Vorder- und einer Rückwand
untergebracht. Die Seitenwände 12 und 14 des Containers 2 sind zu den beiden Seiten
des Containers 2 nach außen heruntergeklappt. In der ersten Seitenwand 12 befinden
sich die hinteren Hubelemente 8. Auf diesen hinteren Hubelementen 8 sind die hinteren
Plattformen 10 angeordnet. Diese liegen parallel zueinander. Orthogonal zu den hinteren
Plattformen 10 ist im Boden 18 des Containers 2 die vordere Plattform 6 angeordnet.
Diese wird durch das vordere Hubelement 4 angehoben und abgesenkt. Die Hubelemente
4 und 8 sind bei der Ausführungsform gemäß der Figuren 1 und 2 als Scherenbühnen ausgeführt.
[0038] Das Dach 16 des Containers 2 weist zwei Dachelemente auf, welche im Betriebszustand
wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt, nach oben geklappt sind. Der Luftraum oberhalb
der Hebebühne 1 ist somit frei von die Hubhöhe begrenzenden Einbauten.
[0039] Um das Ein- und Ausfahren des Fahrzeuges aus der Hebebühne 1 zu erleichtern, sind
an den heruntergeklappten Seitenwänden 12 und 14 Rampen 28 vorgesehen. Auf der zweiten
heruntergeklappten Seitenwand 14 ist zusätzlich ein Lichteinstellgerät 26 vorgesehen.
Dieses ist in einem Gestell angeordnet, welches im Gesamten über die zweite Seitenwand
14 verfahrbar ist. Das Lichteinstellgerät 26 ist in diesem Gestell vertikal verschiebbar.
Auf diese Weise kann das Lichteinstellgerät 26 vor jeden einzelnen Scheinwerfers des
in die Hebebühne 1 eingefahrenen Kraftfahrzeugs gefahren werden.
[0040] Zwischen den Plattformen 6 und 10 sind im Boden 18 des Containers 2 für beide Fahrzeugseiten
Bremsprüfstände 22 angeordnet. Diese bestehen üblicherweise aus Rollen, über welche
die Fahrzeugreifen angetrieben werden können. Die Fahrzeugreifen werden durch die
Fahrzeugsbremse abgebremst und über den an den Rollen anliegenden Widerstand kann
die Bremskraft gemessen werden.
[0041] Ebenfalls im Boden 18, zwischen den Plattformen 6 und 10 angeordnet, befindet sich
ein Fahrwerkstester 24. Dieser dient zur Überprüfung des Ein- und Ausfederverhaltens
der Stoßdämpfer des Kraftfahrzeugs. Sowohl die Bremsprüfung als auch der Fahrwerkstest
sowie die Lichteinstellung erfolgen bei der Ausführungsform gemäß der Fig. 1 und 2
bei herabgelassenem Fahrzeug.
[0042] Auf der vorderen Plattform 6 sind schematisch dargestellt zwei Gelenkspieltester
20 für die Überprüfung des Gelenkspiel der Vorderachse.
[0043] In Fig.1 ist im linken Ende des Containers 2 der Steuerstand 30 erkennbar. Dieser
ist bei der vorliegenden Ausführungsform vollständig eingehaust und kann somit vor
Witterungseinflüssen geschützt sensible Geräte wie Drucker, Telefon, Fax und Computer
beherbergen.
[0044] Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung der vorderen Plattform 6 und der hinteren
Plattformen 10. Die hinteren Plattformen 10 stehen parallel zueinander und orthogonal
zur vorderen Plattform 6. In Fig. 3 eingezeichnet sind die für die Funktionalität
der Hebebühne 1 wesentlichen Abmessungen der Plattformen 6 und 10. Hier bezeichnet
a den Abstand der Vorderkante der vorderen Plattform 6 zur hinteren Kante der hinteren
Plattform 10. In direkten Zusammenhang mit diesem Abstand steht der maximale Radstand,
welcher zwischen der Mitte der vorderen Plattform 6 und dem hinterst möglichen Radkontaktpunkt
auf der hinteren Plattform 10 mit dem Buchstaben g bezeichnet ist. Der kürzeste Radstand
zwischen der Mitte der vorderen Plattform 6 und dem vorderst möglichen Radkontaktpunkt
der hinteren Plattformen 10 ist mit dem Buchstaben f gekennzeichnet. Für die Grenzen
der Variabilität ist die Länge b der hinteren Plattformen 10 ausschlaggebend. Insbesondere
die Maße a und b werden bei der Ausführungsform gemäß der Fig. 1 und 2 beschränkt
durch die Maße des Containers 2. So ist b auf jeden Fall kleiner zu wählen als die
Höhe der Seitenwand 12 des Containers 2.
[0045] Die Strecke a muss auf jeden fall kleiner sein als die Summe der Höhe der ersten
Seitenwand 12 und der Breite des Hauptrahmens 18 des Containers 2. Im Wesentlichen
frei wählbar sind die Maße d und c der Plattformen 6 und 10. Das Maß d ist hierbei
an den maximalen Durchmesser der Reifenkontaktfläche auf der vorderen Plattform 6
anzupassen. Insbesondere bei schweren Fahrzeugen und niedrigem Reifeninnendruck ist
hier von einer relativ großen Kontaktfläche auszugehen. Die Breite c der hinteren
Plattformen 10 ist an die maximale Reifenbreite anzupassen. Um auch unterschiedlich
breite Fahrzeuge heben zu können, sind die Maße e und c dementsprechend zu wählen.
Das Maß e ist vorzugsweise in der größtmöglichen Breite, welche eingeschränkt wird
durch den in Container 2 befindlichen Platz, zu wählen. Je größer die Breite c der
hinteren Plattformen 10 gewählt wird, umso größer ist auch die Variabilität hinsichtlich
der Spurweite. Da jedoch die Spurweite von Kraftfahrzeugen insbesondere im Vergleich
zum Radstand nur in sehr geringem Maße variiert, kann die Breite c der hinteren Plattform
10 ausreichend klein dimensioniert sein. Eine zu große Dimensionierung würde zudem
im angehobenen Zustand die freie Sicht auf den Unterboden des Kraftfahrzeuges unnötig
beeinträchtigen.
[0046] Die Auf- und Abfahrrampen 28 sind an ihrer Rampenfläche mit einer rauen Oberfläche
versehen, um das Auffahren auch unter widrigen Witterungsbedingungen zu erleichtern.
Die raue Oberfläche wird erzeugt durch ein für derartige Auffahrrampen übliches Riffelblech.
Die in den Fig. 1 und 2 nur schematisch dargestellten Auf- und Abfahrrampen 28 sind
bei dieser Ausführungsform in Leichtbauweise ausgeführt. Das bedeutet das sie nicht
aus Vollmaterial gefertigt sind, sondern einen Rahmen aus Profilstahl aufweisen. Um
sicher zu stellen das die Auf- und Abfahrrampen 28 beim Fahren mit Kraftfahrzeugen
oder Lastkraftwagen auch an Ort und Stelle verbleiben, sind sie fest mit den nach
außen geklappten Seitenwänden 12 und 14 verbunden. Diese Verbindung erfolgt durch
Einrasten von Rastelementen der Auf- und Abfahrrampen 28 in zu diesen Rastelementen
korrespondierenden Rastnuten in den Seitenwänden 12 und 14.
[0047] Da die Seitenwände 12 und 14 beim Herunterklappen gegenüber dem Boden 18 des Containers
leicht erhöht zum Liegen kommen würden, sind Füße 13 vorgesehen. Diese Füße 13 sind
an den äußeren Ecken der heruntergeklappten Seitenwände 12 und 14 angeordnet und als
hydraulisch betriebene Teleskopfüße ausgeführt. Im Steuerstand 30 auf der linken Seite
des Containers 2 ist zusätzlich ein, in den Fig. 1 und 2 nicht dargestelltes Hydrauliksystem
untergebracht. Dieses Hydrauliksystem dient zur Bedienung der hydraulisch angetriebenen
Hubelemente 4 und 8 sowie der hydraulisch angetriebenen Teleskopfüße 13.
[0048] In der dem Steuerstand 30 gegenüberliegenden Innenseite der Vorderwand des Containers
2 sind großflächige Anzeigen angebracht die notwendige Messdaten zum Ausrichten und
Betreiben der mobilen containerintegrierbaren Hebebühne 1 anzeigen. Insbesondere sind
dies Messwerte bezüglich der horizontalen Ausrichtung der Seitenwände 12 und 14 sowie
des gesamten Containers 2 und Anzeigen für die Messwerte an dem zu prüfenden Kraftfahrzeug
oder Lastkraftwagen.
[0049] Das Hydrauliksystem im Container 2 dient des weiteren auch dazu die Seitenwände 12
und 14 nach außen herunterzuklappen und das geteilte Dach 16 nach oben zu klappen.
So ist mittels eines einzelnen Hydrauliksystems und aus dem geschlossenen Bedienstand
30 heraus die Aktivierung der gesamten mobilen containerintegrierbaren Hebebühne 1
ausführbar. Nach dem Abstellen des Containers 2 kann das Bedienpersonal über eine
Tür in den Steuerstand 30 eintreten. Aus diesem Steuerstand 30 heraus wird das Hydrauliksystem
aktiviert, mit welchem die Dachelemente 16 und die Seitenwände 12 und 14 nach außen
geklappt werden. Im nächsten Schritt wird über die hydraulisch ansteuerbaren Teleskopfüße
13 der gesamte Container, sowie die Seitenwände 12 und 14 in einer wesentlichen horizontalen
Ebene ausgerichtet.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1)
- Hebebühne
- 2)
- Container
- 4)
- vorderes Hubelement
- 6)
- vordere Plattform
- 8)
- hintere Hubelemente
- 10)
- hintere Plattformen
- 12)
- erste Seitenwand
- 13)
- Füße
- 14)
- zweite Seitenwand
- 16)
- Dachelemente
- 18)
- Boden
- 20)
- Gelenkspieltester
- 22)
- Bremsprüfstand
- 24)
- Fahrwerkstester
- 26)
- Lichteinstellgerät
- 28)
- Rampen
- 30)
- Steuerstand
1. Mobile Hebebühne (1), aufweisend: einen Rahmen (2), mindestens drei Plattformen (6,
10) mit jeweils mindestens einem Hubelement (4, 8), die sich an den Rahmen (2) abstützen,
wobei mindestens zwei Plattformen (10) im Wesentlichen parallel zueinander, bezüglich
der Durchfahrtsrichtung hinter der dritten Plattform (6) und im Wesentlichen orthogonal
zu dieser angeordnet sind.
2. Mobile Hebebühne (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (2) durch einen kubischen Container (2) gebildet ist.
3. Mobile Hebebühne (1) nach einem der Ansprüche 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die hinteren Plattformen (10) in einer herunterklappbaren ersten Seitenwand (12)
des Containers (2) angeordnet sind, wobei die Plattformen (6, 10) der mindestens drei
Hubelemente (4, 8) bei heruntergeklappter erster Seitenwand (12) im Wesentlichen auf
einer Ebene liegen.
4. Mobile Hebebühne (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die der ersten Seitenwand gegenüber liegenden Seitenwand (14) des Containers (2)
ebenfalls heruntergeklappt werden kann, sodass eine Durchfahrt durch den Container
(2) geschaffen wird.
5. Mobile Hebebühne (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (16) des Containers (2) teilbar ist und sich vorzugsweise nach oben klappen
lässt.
6. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Seitenwand (12, 14) herunterklappbar und/oder das Dach (16) teilbar
ist und durch einen maschinellen Mechanismus insbesondere hydraulisch oder mit einem
Elektromotor bewegt wird.
7. Mobile Hebebühne (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Hubelement (4) im Boden (18) des Containers (2) angeordnet ist.
8. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) zwischen dem vorderen Ende der Plattform (6) des vorderen Hubelementes
(4) und dem hinteren Ende der Plattformen (10) der hinteren Hubelemente (8) mindestens
3 m, insbesondere mindestens 4 m, besonders bevorzugt mindestens 5 m und ganz besonders
bevorzugt mindestens 6 m beträgt.
9. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformen (10) der hinteren Hubelemente (8) mindestens 2 m insbesondere mindestens
3 m, bevorzugt mindestens 4 m, besonders bevorzugt mindestens 5 m lang sind.
10. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Plattformen (10) der hinteren Hubelemente (8) mindestens 0,4 m, vorzugsweise
mindestens 0,5m, besonders bevorzugt mindestens 0,6 m breit sind.
11. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Hubelemente (4, 8) als Scherenbühne ausgebildet ist.
12. Mobile Hebebühne (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Hubelemente (4, 8) als Hydraulikelemente ausgeführt sind.
13. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Auf- und Abfahrrampen (28) vorgesehen sind.
14. Mobile Hebebühne (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf den Plattformen (6, 10) Fixiereinheiten angebracht sind.
15. Verfahren zum Aufstellen einer mobilen Hebebühne (1) mit den Merkmalen nach mindestens
einem der Ansprüche 2 bis 14. aufweisend die Schritte
a) Abstellen des Containers (2),
b) Herunterklappen der ersten Seitenwand (12),
c) Herunterklappen der zweiten Seitenwand (14),
d) Hochklappen des Daches (16), und
e) Anbringen der Rampen (28).