| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 067 885 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
10.06.2009 Patentblatt 2009/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.12.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL BA HR MK RS |
| (71) |
Anmelder: Groz-Beckert KG |
|
72458 Albstadt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Krauss, Rainer
73119 Zell u.A. (DE)
- Seeger, Matthias
72459 Albstadt (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Rüger, Barthelt & Abel
Patentanwälte |
|
Postfach 10 04 61 73704 Esslingen 73704 Esslingen (DE) |
|
| |
|
|
|
Bemerkungen: |
|
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
|
| (54) |
Nadelbett mit Fluidkanälen |
(57) Das erfindungsgemäße Nadelbett (1) weist zur Ausbildung von Nadelkanälen (5) Stege
(4) auf, die kammartig ausgebildet ist. Zwischen den einzelnen Zähnen dieses Kamms
sind Ausnehmungen (28 bis 37) ausgebildet, die dazu eingerichtet sind, dem Nadelkanal
(5) Fluid zu- und abzuführen. Die Nut (12), die den Steg (4) aufnimmt, bildet einen
Verteilerraum, der das den Strickwerkzeugen zuzuleitende Fluid über einen Abschnitt
des Stegs (4) verteilt, der vorzugsweise größer ist als dessen halbe Länge.
|

|
[0001] Die Erfindung betrifft ein Nadelbett für eine Strickmaschine.
[0002] Strickmaschinen sind beispielsweise in Form von Rundstrickmaschinen oder Flachstrickmaschinen
bekannt. Während Letztere zumindest ein im Wesentlichen ebenes Nadelbett aufweisen,
sind die Nadelbetten bei Rundstrickmaschinen hohlzylindrisch als Strickzylinder oder
ringförmig in Form von Rippscheiben ausgebildet. Jedes Nadelbett weist Nadelkanäle
auf, in die Strickwerkzeuge, wie beispielsweise Nadeln oder Platinen eingesetzt sind.
Die Strickwerkzeuge werden in Betrieb in dem Nadelbett hin- und hergehend bewegt.
[0003] Die
DE 24 16 626 A1 offenbart ein solches Nadelbett, wobei sie weiter lehrt, das Nadelbett mit quer zu
den Nadelkanälen verlaufenden Nuten zu versehen und über Bohrungen ein Luft/Öl-Gemisch
in diese Nuten einzublasen. Die Nutwände, die die Führungskanäle der Strickwerkzeuge
begrenzen, können mit Aussparungen versehen sein, so dass sich das Schmiermedium besser
zwischen den Strickwerkzeugen und deren Führungskanälen ausbreiten kann.
[0004] Bei dieser Anordnung ist es einigermaßen schwierig, die Kontrolle über die Ausbreitung
des Schmiermittels in dem Nadelbett zu bewahren.
[0005] Die
DE 1 635 836 A offenbart sowohl einen Strickzylinder als auch eine Rippscheibe einer Rundstrickmaschine.
Beide können mit ringförmigen Nuten versehen sein, die die Führungsnuten der Strickwerkzeuge
schneiden. Über diese ringförmigen Nuten kann Druckluft in den Schlossmantel eingeblasen
werden.
[0006] Außerdem ist aus der
DD 37 345 A die Einleitung von Druckluft in ein Nadelbett bekannt, wobei die Druckluft die Ansammlung
von Schmutz im Schlossbereich der betroffenen Strickmaschine verhindern soll.
[0007] Druckluft ist ein Prozessmedium, dessen Einsatz mit erheblichen Betriebskosten verbunden
ist. Es muss deshalb ein Ziel sein, die zum Betrieb einer Strickmaschine erforderlichen
Druckluftmengen zu senken.
[0008] Weiter stellen Schmutzansammlungen in Nadelbetten von Strickmaschinen ein Problem
dar, das Verschleiß fördert und Wartungsintervalle verkürzt. Es ist deshalb anzustreben,
Schmutzansammlungen in den Nadelträgern von Strickmaschinen zu vermeiden.
[0009] Mit der zunehmenden Arbeitsgeschwindigkeit von Strickmaschinen gewinnt auch die Zuverlässigkeit
der Schmierung der Strickwerkzeuge Bedeutung. Partiell trocken laufende Strickwerkzeuge
führen zu erhöhtem Energiebedarf und zu Verschleiß an Strickwerkzeug und Strickmaschine.
[0010] Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Strickmaschine mit verbesserter
Luftzufuhr zu schaffen.
[0011] Diese Aufgabe wird mit dem Nadelbett gelöst, das die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist:
Das erfindungsgemäße Nadelbett kann als Strickzylinder, als Rippscheibe, als Flachbett
oder als ähnlicher Nadelträger einer maschenbildenden Maschine ausgebildet sein. Es
weist einen Grundkörper auf, dessen eine Fläche mit einer Vielzahl von Nuten sowie
einem Fluidkanal versehen ist, der sich quer zu der Längsrichtung der Nuten und vorzugsweise
an einem Ende der Nuten erstreckt. In die Nuten sind Stege eingesetzt, die zwischeneinander
Führungsnuten für die Strickwerkzeuge bilden. Jeder Steg weist jeweils eine Anzahl
von Ausnehmungen auf, die eine Fluidverbindung zwischen dem Fluidkanal und den Führungsnuten
schaffen.
[0012] Der Steg weist an seiner in der Nut sitzenden Seite, d.h. an seiner Unterseite, ähnlich
einem Kamm mehrere Ausnehmungen auf, deren Tiefe geringfügig größer ist als die Tiefe
der in dem Grundkörper ausgebildeten Nuten. (Die "Tiefe wird dabei senkrecht zu der
Nut, d.h. bei einem Strickzylinder in Radialrichtung gemessen.) Die meisten dieser
zahnartigen Vorsprünge berühren den Nutengrund des Nadelträgers nicht. Dadurch wird
ein längs innerhalb der Nut verlaufender Strömungskanal geschaffen, mit dem sich Fluid,
wie beispielsweise trockene Druckluft, ölhaltige Druckluft oder dergleichen Fluid
in der gewünschten Verteilung entlang der Länge des Stegs in den Nadelkanal abgeben
lässt. Die meisten zahnartigen Vorsprünge schweben somit über dem Nutboden des Nadelträgers.
Die Dicke des Stegs und seiner Zähne stimmt vorzugsweise an jeder Stelle des Stegs
mit der Nutbreite überein. Die Oberseite des Steges ist vorzugsweise geschlossen,
d.h. ohne Ausnehmungen ausgebildet. Vorzugsweise ist der Steg oben mit einer schmalen
geraden ununterbrochenen streifenförmigen Fläche abgeschlossen.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform kann mehrere Fluidkanäle mit verschiedenen Funktionen
aufweisen. Z.B. befindet sich ein erster Fluidkanal, wie bereits beschrieben, in unmittelbarer
Nähe zu den Aufnahmenuten für die Kanalstege. Dieser Fluidkanal ist in Form einer
umlaufenden Nut gebildet und kann als Verteilernut fungieren. Ein zweiter Fluidkanal
kann sich innerhalb des Grundkörpers befinden und über einen Verbindungskanal, vorzugsweise
mehrere Verbindungskanäle, mit dem ersten Fluidkanal in Verbindung stehen.
[0014] Zur Auflage und Justage der Stege innerhalb der Nut dient vorzugsweise jeweils das
vordere und hintere Ende jedes Stegs.
[0015] Zusätzlich kann einer der zahnartigen Vorsprünge zwischen seinem vorderen und seinem
hinteren Ende des Stegs den Boden der Nut berühren, um eine Strömungsunterbrechung
d.h. Sperre zwischen den Ausnehmungen zu erbringen. Dieser zahnartige Vorsprung unterteilt
damit die Aussparungen in zwei Gruppen, nämlich eine erste Gruppe, die mit einem fluidzuführenden
Kanal in Verbindung steht und eine zweite Gruppe, die beispielsweise mit einem fluidabführenden
Kanal in Verbindung steht. Dadurch kann in jedem Nadelkanal eine wohlkontrollierte
Fluidströmung erreicht werden, mit der dem Strickwerkzeug in gewünschter Verteilung
das erforderliche Fluid, beispielsweise öltragende Druckluft, zugeführt und an einer
gewünschten Stelle gegebenenfalls schmutzbeladenes Fluid wieder abgeführt wird. Auf
diese Weise können in den Nadelkanal eingedrungene Schmutzteile, Flusen, Abrieb, überschüssiges
Schmiermittel und dergleichen kontrolliert abgeführt werden.
[0016] Die Erfindung gestattet somit einerseits die kontrollierte und ausreichende Schmierung
von Strickwerkzeugen und andererseits wird sowohl die Verschmutzung der Strickwerkzeuge
und der Nadelkanäle wie auch das Austragen von Schmiermittel in die Umgebung oder
die übermäßige Kontaminierung der Maschenware mit Schmiermittel vermieden.
[0017] Durch die kontrollierte Zuführung des Fluids zu dem Strickwerkzeug über eine Reihe
von Aussparungen in den Stegen wird die benötigte Fluidmenge auf ein Minimum reduziert.
Dies gelingt deshalb, weil durch die kontrollierte Verteilung des Fluids über die
Länge des Strickwerkzeugs einerseits ein unkontrolliertes Entweichen und ein Zuviel
von Fluid an bestimmten Stellen ebenso vermieden wird wie ein Mangel an Fluid an anderer
Stelle.
[0018] Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Zeichnung, der Beschreibung oder von Unteransprüchen.
[0019] Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger
Gegebenheiten. Die Zeichnung offenbart weitere Details und ist somit ergänzend heranzuziehen.
In der Beschreibung und Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Figur 1 einen Strickzylinder mit Strickwerkzeugen in aufs Äußerste schematisierter
Prinzipdarstellung,
Figur 2 eine Rippscheibe in perspektivischer ausschnittsweiser Prinzipdarstellung,
Figur 3 die Rippscheibe nach Figur 2 in vergrößerter ausschnittsweiser Prinzipdarstellung,
Figur 4 die Rippscheibe nach Figur 2 und 3 im Vertikalschnitt,
Figur 5 und 6 abgewandelte Ausführungsformen der Rippscheibe nach Figur 4 und
Figur 7 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rippscheibe in ausschnittsweiser
Prinzipdarstellung.
[0020] Figur 1 veranschaulicht ein Nadelbett 1 in Form eines Strickzylinders 2. Der Strickzylinder
2 weist an seinem Außenumfang eine im Wesentlichen zylindrische Fläche 3 auf, von
der Stege 4 im Wesentlichen radial weg ragen. Die Stege 4 sind dabei längs zu dem
Strickzylinder 2 orientiert. Vorzugsweise sind sie als flache Blechteile mit ebenen,
zueinander parallelen Seitenflächen ausgebildet. Die Stege 4 können aber auch abweichende
Formen, z.B. eine schlanke Keilform haben. Die Seitenflächen schließen dann miteinander
einen spitzen Winkel ein.
[0021] Zwischen den Stegen 4 sind Nadelkanäle 5 ausgebildet, in denen gemäß Figur 1 Strickwerkzeuge
6 z.B. in Form von Nadeln 7 angeordnet sind. Jeder Nadelkanal 5 wird somit von zwei
Seitenflächen zweier Stege 4 begrenzt. Die Fläche 3 bildet den Boden der Nadelkanäle
5.
[0022] Ähnlich sind die Verhältnisse bei der Verwirklichung des erfindungsgemäßen Nadelbetts
in Form einer Rippscheibe 8, wie es Figur 2 zeigt. Während der Strickzylinder nach
Figur 1 einen etwa hohlzylindrischen Grundkörper 9 aufweist, bildet der Grundkörper
10 der Rippscheibe 8 einen flachen Ring. Seine im Wesentlichen ebene Oberseite ist
eine ringförmige Fläche 11, auf der die Stege 4 angeordnet sind, zwischen denen die
Nadeln 7 oder sonstige Strickwerkzeuge 6 wie Platinen sitzen.
[0023] Weitere Einzelheiten veranschaulicht Figur 3. Danach sind in der Fläche 3 bzw. 11
Nuten 12, 13, 14 und weitere ausgebildet, die zur Aufnahme der Stege 4 dienen. Die
Stege 4 sind in den Nuten 12, 13, 14 gesichert und bilden somit die Seitenwände der
Nadelkanäle 5, deren Boden von der Fläche 3 bzw. 11 gebildet wird.
[0024] Wie Figur 4 wiederum am Beispiel der Rippscheibe 8 veranschaulicht ist, ist der Grundkörper
10 aus zumindest zwei ringförmigen Teilen 10a, 10b bestehend aufgebaut. Die beiden
Teile 10a, 10b sind aneinandergefügt und wie angedeutet z.B. durch Schrauben oder
sonstige Verbindungsmittel aneinander gesichert. Sie begrenzen zwischeneinander zwei
ringförmige Fluidkanäle 15, 16, die voneinander durch eine Trennwand 17 getrennt sind.
Die Fluidkanäle 15, 16 können mit Anschlüssen 18, 19 versehen sein, um Fluide wie
beispielsweise Druckluft oder dergleichen zu- und abzuführen.
[0025] Von dem Fluidkanal 15 erstreckt sich ein Verbindungskanal 20 zu einer Verteilernut
21, die z.B. als Ringnut ausgebildet und zu dem ringförmigen Grundkörper 10 konzentrisch
angeordnet ist. Die Ringnut 21 schneidet alle Nuten 12, 13, 14. Vorzugsweise weist
der Teil 10a eine ganze Reihe solcher Verbindungskanäle 20 auf, die die Verteilernut
21 an mehreren vorzugsweise vielen verschiedenen Stellen mit dem Fluidkanal 15 verbinden.
Vorzugsweise liegt die Verteilernut 21 verdeckt, d.h. sie erreicht die den Boden der
Führungsnuten der Strickwerkzeuge bildende Fläche 11 nicht. Dies kann beispielsweise
erreicht werden, indem die Verteilernut 21, wie in Figur 4 dargestellt, von einer
Fläche 22 ausgehend in das Teil 10a eingearbeitet wird, wobei die Fläche 22 in zusammengebautem
Zustand von dem Teil 10b abgedeckt wird. Die Verteilernut 21 liegt dabei aber auf
einer Höhe, bei der sie alle Nuten z.B. 12, 13, 14 anschneidet, d.h. sie überragt
deren Nutboden 23.
[0026] Der vorzugsweise der Fluidabfuhr dienende Fluidkanal 16 steht über mindestens einen
vorzugsweise mehrere Verbindungskanäle 24 mit einer Verteilernut 25, welche als Sammelnut
fungiert, in Verbindung, die vorzugsweise konzentrisch zu der Verteilernut 21 angeordnet
ist. Während die Verteilernut 21 an einem Ende der Nut 12 angeordnet ist, ist die
Verteilernut 25 an deren anderen Ende angeordnet. Die Verteilernut 25 ist in die Fläche
11 eingearbeitet und steht somit zu den Nadelkanälen 5 hin offen.
[0027] Die Stege 4 sind vorzugsweise untereinander gleich ausgebildet. Sie sind vorzugsweise
als dünne ebene Flachteile ausgebildet, die hochkant stehend in die Nuten 12, 13,
14 eingesetzt sind. Ihre Enden 26, 27 liegen an dem Boden 23 der Nut 12 bzw. an anderweitigen
Pass- oder Ausrichtflächen des Grundkörpers 10 an und positionieren somit den Steg
4.
[0028] Der Steg 4 ist mit einer Reihe von Ausnehmungen 28 bis 37 versehen, zwischen denen
Vorsprünge in Form von Zähnen 38 bis 46 ausgebildet sind. Die Ausnehmungen 28 bis
37 nehmen von der unteren, in der Nut 12 sitzenden Kante des Stegs 4 Material weg
und sind jeweils so groß, dass sie die Fläche 11 überragen, wenn der Steg 4 in der
Nut 12 sitzt. Die zwischen den Ausnehmungen 28 bis 37 sitzenden Zähne 38 bis 46 sind
so lang, dass sie in die Nut 12 eintauchen. Vorzugsweise ist zumindest ein Zahn 38
so lang, dass er den Nutboden 23 berührt oder zumindest nahezu berührt. Er bildet
somit eine Sperre, der den Fluidfluss entlang der Nut 12 im Wesentlichen unterbindet.
Vorzugsweise sind die verbleibenden Zähne 39 bis 46 kürzer, so dass sie den Nutboden
23 nicht erreichen. Der lange Zahn 38 unterteilt die Ausnehmungen 28 bis 37 somit
in zwei Gruppen, eine erste Gruppe (29 bis 37), die mit der fluidzuführenden Verteilernut
21 in Verbindung steht und eine zweite Gruppe (28), die mit der fluidabführenden Verteilernut
25 in Verbindung steht.
[0029] Das insoweit beschriebene Nadelbett 1 arbeitet wie folgt: In Betrieb werden die in
den Nadelkanälen 5 zwischen den Stegen 4 sitzenden Strickwerkzeuge 6 längs hin und
her (in Figur 4 von links nach rechts und von rechts nach links) bewegt. Über den
Fluidkanal 15 wird ein gewünschtes Fluid, beispielsweise öltragende Druckluft, Kühlluft,
Reinigungsluft kontinuierlich oder periodisch zugeführt. Das Fluid strömt dabei entlang
der in Figur 4 durch eine Linie 47 angedeuteten Bahn in die Nut 12 und entlang derselben
bis zu dem Zahn 38. Auf dem Weg speist es die einzelnen Ausnehmungen 29 bis 37, um
über die zu dem Nadelkanal 5 hin frei liegenden Fenster in denselben einzuströmen.
Somit wird der Nadelkanal 5 auf einer großen Länge des Stegs 4 gleichmäßig mit Fluid,
beispielsweise Schmierfluid versorgt. Dieses strömt somit geordnet zu dem Strickwerkzeug.
Über die bezogen auf die Längsrichtung des Stegs 4 längere Ausnehmung 28 und die Sammelnut
25 kann das Fluid über den Fluidkanal 16 wieder abgesaugt werden. Es kann dabei aus
dem Nadelkanal heraus gespülte Partikel, Flusen, Abrieb und dergleichen mit sich führen.
[0030] Das Luft/Öl-Gemisch gelangt, wie erläutert, geordnet in die Nadelkanäle und zu den
Maschenbildungswerkzeugen. Durch die Absaugwirkung des Sammelkanals 25 und des Fluidkanals
16 wird das Öl/Luft-Gemisch zusammen mit Faserstaub, Abrieb und so weiter wieder abgeführt.
Es entsteht eine definierte Zirkulation.
[0031] Die Abstimmung von Luftzufuhr und -abfuhr kann so gewählt werden, dass immer ein
leichter Überdruck im Bereich der maschenbildenden Teile vorliegt, so dass Staub und
Schmutz fern gehalten werden.
[0032] Die Erfindung kann zahlreiche Abwandlungen erfahren. Beispielsweise kann der Zahn
38, wie Figur 5 veranschaulicht, verkürzt und durch eine gesonderte Dichtung 48 abgedichtet
werden, die zwischen den Zahn 38 und den Nutboden 23 eingesetzt wird.
[0033] Außerdem ist es möglich, wie Figur 6 zeigt, die einzelnen Ausnehmungen 28 bis 37
voneinander abweichend zu gestalten und die Vorsprünge in Form von Zähnen 38 bis 46
mit unterschiedlichen Längen auszubilden. Auf diese Weise kann z.B. eine gleichmäßige
Verteilung der Luft bzw. des Öl/Luft-Gemischs erhalten werden. Auch kann ein bestimmtes
gewünschtes Verteilungsprofil eingestellt werden. Z.B. kann die Durchflussmenge der
Nuten 12, 13, 14 ausgehend von der Verteilernut 21 mit zunehmendem Abstand reduziert
werden. Dies kann dadurch sichergestellt werden, dass entweder das Volumen der Nuten
12, 13, 14 in dem Grundkörper 10 mit zunehmender Entfernung von der Speisestelle,
z.B. durch eine geringer werdende Nuttiefe, abnimmt oder dass das Volumen der Stegabschnitte,
die in die Nuten 12, 13, 14 reichen, mit zunehmendem Abstand von der Speisestelle
d.h. der Verteilernut 21 zunehmen. Die Gestaltung der Ausnehmungen und Zähne können
entlang des Stegs 4 sowohl hinsichtlich ihrer Form, insbesondere der Länge als auch
der Breite so variieren, dass über die gesamte Länge des Stegs 4 jeweils lokal gleich
viel Luft auf die jeweilige Stelle des maschenbildenden Elements geleitet wird.
[0034] Zusätzlich kann die Verteilung der Luft bzw. des Öl/Luft-Gemischs dadurch optimiert
werden, dass das Volumen der Fluidkanäle 15, 16 an die Stömungsgegebenheiten angepasst
wird d.h. dass sich das Volumen der Fluidkanäle, insbesondere des Fluidkanals 15,
durch den die Luft bzw. das Öl/Luft-Gemischs zugeführt wird, ausgehend von dem Anschluss
18, reduziert. Es ist auch möglich, dass sich das Volumen des Fluidkanals 15 ausgehend
vom Anschluss 18 vergrößert, wenn dadurch die Stömungsgegebenheiten optimiert werden
können. Selbiges gilt analog für den Fluidkanal 16.
[0035] Es ist wie erwähnt möglich, alle Stege des Nadelbetts 1 wie vorstehend beschrieben
auszubilden. Es ist des Weiteren möglich, abwechselnd jeweils einen herkömmlichen
Steg ohne Zähne und Ausnehmungen und einen Steg mit Zähnen und Ausnehmungen vorzusehen,
um die einzelnen Nadelkanäle jeweils lediglich einseitig mit Luft/Öl-Gemisch zu speisen.
[0036] Ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel ist in Figur 7 dargestellt. Das darin gezeigte
Nadelbett 1 weist eine besonders platzsparende Ausführungsform auf, die sich insbesondere
für Kleinrundstrickmaschinen und Flachstrickmaschinen eignet. Das Nadelbett 1 kann
dabei lediglich einen Fluidkanal 15 in Form der bekannten Verteilernut 21 umfassen.
Dieser Fluidkanal 15 wird direkt über einem Anschluss 18 bzw. Verbindungskanal 20
mit dem Luft/Öl-Gemisch gespeist. Der Fluidkanal 16 bzw. der Verbindungskanal 24 ist
bei diesem Ausführungsbeispiel nicht enthalten, kann jedoch gegebenenfalls vorhanden
sein, um die Absaugung der Fluide zu ermöglichen bzw. zu unterstützen.
[0037] Das erfindungsgemäße Nadelbett 1 weist zur Ausbildung von Nadelkanälen 5 Stege 4
auf, die kammartig ausgebildet sind. Zwischen den einzelnen Zähnen dieses Kamms sind
Ausnehmungen 28 bis 37 ausgebildet, die dazu eingerichtet sind, dem Nadelkanal 5 Fluid
zu- und abzuführen. Die Nut 12, die den Steg 4 aufnimmt, bildet einen Verteilerraum,
der das den Strickwerkzeugen zuzuleitende Fluid über einen Abschnitt des Stegs 4 verteilt,
der vorzugsweise größer ist als dessen halbe Länge.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Nadelbett
- 2
- Strickzylinder
- 3
- Fläche
- 4
- Stege
- 5
- Nadelkanäle
- 6
- Strickwerkzeuge
- 7
- Nadel
- 8
- Rippscheibe
- 9, 10
- Grundkörper
- 10a, 10b
- Teile
- 11
- Fläche
- 12, 13, 14
- Nuten
- 15, 16
- Fluidkanäle
- 17
- Trennwand
- 18, 19
- Anschlüsse
- 20
- Verbindungskanal
- 21
- Verteilernut
- 22
- Fläche
- 23
- Nutboden
- 24
- Verbindungskanal
- 25
- Verteilernut/Sammelnut
- 26, 27
- Enden
- 28 - 37
- Ausnehmungen
- 38 - 46
- Zähne
- 47
- Linie
- 48
- Dichtung
1. Nadelbett (1) für eine Strickmaschine mit einem Grundkörper (9, 10), der wenigstens
einen Fluidkanal (21, 15, 16) aufweist und der an einer Fläche (3, 11) mit Nuten (12,
13, 14) versehen ist, die mit dem Fluidkanal (21, 15, 16) in Verbindung stehen, mit
Stegen (4), die in die Nuten (12, 13, 14) eingesetzt sind, um zwischen einander Führungsnuten
(5) für Strickwerkzeuge (6) zu bilden, und die jeweils eine Anzahl von Ausnehmungen
(28-37) aufweisen, die eine Fluidverbindung zwischen dem Fluidkanal (21, 15, 16) und
den Führungsnuten (5) bilden.
2. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) Verbindungskanäle (20, 24) aufweist, welche die Nuten (12,
13, 14) mit dem Fluidkanal (21, 15, 16) verbinden.
3. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) mehrere Fluidkanäle (15, 16) aufweist.
4. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) aus zumindest zwei Teilen (10a, 10b) besteht, die zwischen
einander die Fluidkanäle (15, 16) begrenzen.
5. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) wenigstens zwei Fluidkanäle (15, 16) aufweist, die voneinander
getrennt sind.
6. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidkanal (21, 15, 16) Anschlüsse (20, 24, 18, 19) aufweist um Fluide zu- und/oder
abzuführen, wobei sich das Volumen des Fluidkanals (21, 15, 16) ausgehend von dem
Anschluss (20, 24, 18, 19) verändert.
7. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Volumen des Fluidkanals (15, 16), ausgehend von dem Anschluss (20, 24, 18,
19), verringert.
8. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (28-37) der in die Nuten (12, 13, 14) eingesetzten Stege (4) die
Fläche (3, 11) überragen.
9. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Ausnehmungen (28-37) Vorsprünge (38-46) ausgebildet sind, die in die
Nuten (12, 13, 14) eintauchen, deren Boden (23) jedoch nicht berühren.
10. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (38-46) unterschiedliche Formen, insbesondere unterschiedliche Längen
und/oder Breiten aufweisen.
11. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (28-36) der Stege (4) jeweils in einer Reihe angeordnet sind, die
sich über einen Abschnitt der Länge des jeweiligen Stegs (4) erstreckt.
12. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zumindest zwei der Ausnehmungen (28, 29) eines Stegs (4) eine Fluidsperre
angeordnet ist.
13. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Stege (4) zwei Enden (26, 27) aufweist, die fluiddicht in den Nuten (12,
13, 14) gehalten sind.
14. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Verbindungskanäle (20, 24) mit einem Verteiler- oder Sammelkanal
(21, 25) in Verbindung steht, der quer zu den Nuten (12, 13, 14) orientiert ist und
diese schneidet.
15. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Fluidkanäle (15, 16) an eine Absaugevorrichtung angeschlossen ist
und dass der andere der beiden Fluidkanäle (15, 16) an eine Vorrichtung angeschlossen
ist, die den Fluidkanal mit Fluid versorgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Nadelbett (1) für eine Strickmaschine
mit einem Grundkörper (9, 10), der wenigstens einen Fluidkanal (21, 15, 16) aufweist
und der an einer Fläche (3, 11) mit Nuten (12, 13, 14) versehen ist, die mit dem Fluidkanal
(21, 15, 16) in Verbindung stehen,
mit Stegen (4), die in die Nuten (12, 13, 14) eingesetzt sind, um zwischen einander
Führungsnuten (5) für Strickwerkzeuge (6) zu bilden, und die jeweils eine Anzahl von
Ausnehmungen (28-37) aufweisen, die eine Fluidverbindung zwischen dem Fluidkanal (21,
15, 16) und den Führungsnuten (5) bilden,
wobei zwischen den Ausnehmungen (28-37) Vorsprünge (38-46) ausgebildet sind, die in
die Nuten (12, 13, 14) eintauchen, deren Boden (23) jedoch nicht berühren.
2. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) Verbindungskanäle (20, 24) aufweist, welche die Nuten (12,
13, 14) mit dem Fluidkanal (21, 15, 16) verbinden.
3. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) mehrere Fluidkanäle (15, 16) aufweist.
4. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) aus zumindest zwei Teilen (10a, 10b) besteht, die zwischen
einander die Fluidkanäle (15, 16) begrenzen.
5. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (9, 10) wenigstens zwei Fluidkanäle (15, 16) aufweist, die voneinander
getrennt sind.
6. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidkanal (21, 15, 16) Anschlüsse (20, 24, 18, 19) aufweist um Fluide zu-und/oder
abzuführen, wobei sich das Volumen des Fluidkanals (21, 15, 16) ausgehend von dem
Anschluss (20, 24, 18, 19) verändert.
7. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Volumen des Fluidkanals (15, 16), ausgehend von dem Anschluss (20, 24, 18,
19), verringert.
8. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (28-37) der in die Nuten (12, 13, 14) eingesetzten Stege (4) die
Fläche (3, 11) überragen.
9. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (38-46) unterschiedliche Formen, insbesondere unterschiedliche Längen
und/oder Breiten aufweisen.
10. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (28-36) der Stege (4) jeweils in einer Reihe angeordnet sind, die
sich über einen Abschnitt der Länge des jeweiligen Stegs (4) erstreckt.
11. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zumindest zwei der Ausnehmungen (28, 29) eines Stegs (4) eine Fluidsperre
angeordnet ist.
12. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Stege (4) zwei Enden (26, 27) aufweist, die fluiddicht in den Nuten (12,
13, 14) gehalten sind.
13. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Verbindungskanäle (20, 24) mit einem Verteiler- oder Sammelkanal
(21, 25) in Verbindung steht, der quer zu den Nuten (12, 13, 14) orientiert ist und
diese schneidet.
14. Nadelbett für eine Strickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Fluidkanäle (15, 16) an eine Absaugevorrichtung angeschlossen ist
und dass der andere der beiden Fluidkanäle (15, 16) an eine Vorrichtung angeschlossen
ist, die den Fluidkanal mit Fluid versorgt.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente