[0001] Die Erfindung betrifft eine Stricknadel mit einem Nadelschaft und einem daran angeformten
Nadelhaken sowie einer Zunge oder einem Schieber zum Verschließen des Nadelhakens.
[0002] Bei Stricknadeln für Strickmaschinen sind zwei entgegengesetzte Anforderungen an
die Größe des Nadelhakens möglichst gut zu erfüllen: damit der in den Nadelhaken einzulegende
Faden sicher vom Nadelhaken erfasst werden kann, sollte der Nadelhaken einerseits
relativ groß sein. Um bei geschlossenem Nadelhaken ein leichtes Abschlagen der gebildeten
Masche zu ermöglichen, sollte er aber andererseits relativ klein sein, da hier ein
großer Nadelhaken zu einem starken Aufweiten der Masche führen würde.
[0003] Die Stricknadeln nach dem Stand der Technik stellen bezüglich dieser beiden Anforderungen
einen Kompromiss dar, der weder für die Fadeneinlage noch für das Abschlagen der Maschen
optimal ist.
[0004] So zeigt beispielsweise die
DE 15 85 099 eine Nadel, die auf ihrer Unterseite zum Nadelkopf hin abgeschrägt ist, wodurch sich
der Querschnitt der Nadel verringert und damit ein schonendes Abschlagen der Masche
möglich ist. Allerdings führt diese Verringerung des Querschnitts auch zu einer Verringerung
der Öffnungsweite des Hakens, sodass eine sichere Fadeneinlage nicht mehr gewährleistet
werden kann.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind außerdem Zungennadeln bekannt, bei denen ein relativ
flacher Anstieg auf den geschlossenen Nadelhaken dadurch erreicht wird, dass eine
relativ lange Zunge verwendet wird. Diese Ausgestaltung hat jedoch den gravierenden
Nachteil, dass sich der Nadelaustriebsweg, der notwendig ist, um die abzuschlagende
Masche hinter die geöffnete Zunge gleiten zu lassen, verlängert und somit zur Steuerung
der Nadelbewegung ein breiteres Nadelschloss benötigt wird.
[0006] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich der Gesamtdurchmesser der Nadeln im
Bereich des Hakens durch diese Maßnahme nicht verringern lässt.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Stricknadel für Strickmaschinen
zu schaffen, mit der sowohl eine sichere Fadeneinlage als auch ein schonendes Abschlagen
von Maschen gewährleistet werden kann.
[0008] Die Aufgabe wird mit einer Stricknadel mit einem Nadelschaft und einem daran angeformten
Nadelhaken sowie einer Zunge oder einem Schieber zum Verschließen des Nadelhakens
gelöst, die
dadurch gekennzeichnet ist, dass der freie Endbereich des Nadelhakens in seinem Abstand zum an den Nadelschaft angrenzenden
Endbereich des Nadelhakens veränderbar ist.
[0009] Die erfindungsgemäße Stricknadel zeichnet sich also dadurch aus, dass die Öffnungsweite
des Hakens verstellbar ist. Dabei ist es von Vorteil, wenn der freie Endbereich des
Nadelhakens bei geöffneter Zunge oder geöffnetem Schieber den größten Abstand zum
gegenüberliegenden Endbereich und bei geschlossener Zunge oder geschlossenem Schieber
den kleinsten Abstand zum gegenüberliegenden Endbereich aufweist. Sind der Schieber
oder die Zunge geöffnet, so ist die Stricknadel zur Fadeneinlage bereit. Für eine
gute und sichere Fadeneinlage ist eine große Öffnungsweite des Nadelhakens erwünscht.
Bei geschlossenem Schieber oder geschlossener Zunge dient die Nadel dem Abschlagen
einer Masche. Hierfür ist ein möglichst geringer Durchmesser des Nadelhakens von Vorteil,
was durch eine Verringerung der Öffnungsweite erreicht werden kann.
[0010] Bevorzugt kann durch Schließen der Zunge oder des Schiebers der Abstand der beiden
Endbereiche automatisch verringerbar sein, sodass keine weiteren, auf den freien Endbereich
des Nadelhakens einwirkenden Steuerelemente vorgesehen werden müssen. Dabei kann nach
Schließen der Zunge oder des Schiebers der freie Endbereich des Nadelhakens mittels
der Spannkraft der auf der Zunge oder dem Schieber befindlichen, abzuschlagenden Masche
gegen den an den Nadelschaft angrenzenden Endbereich bewegbar sein. Bei einer Zungennadel
bewirkt die Masche schon das Schließen der Zunge und wird nun auch dazu genutzt, die
Öffnungsweite des Hakens zu vermindern und dadurch ihr eigenes Abschlagen zu erleichtern.
[0011] Zur Verminderung der Öffnungsweite des Hakens kann jedoch auch ein Steuerelement
eingesetzt werden, das die Zunge druckbeaufschlagt.
[0012] Für die konkrete Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Stricknadel mit einem änderbaren
Abstand zwischen dem freien und dem an den Nadelschaft angeformten Endbereich des
Nadelhakens gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
[0013] Bei einer ersten Ausgestaltung kann der freie Endbereich elastisch federnd ausgebildet
sein. Im entspannten Zustand weist er den größten Abstand zum gegenüberliegenden Endbereich
auf. Durch Schließen der Zunge oder des Schiebers kann er dagegen auf den an den Nadelschaft
angrenzenden Endbereich zubewegt werden, wodurch sich die Öffnungsweite des Hakens
und damit auch der Durchmesser der Nadel im Bereich des Nadelhakens verringert.
[0014] Es kann jedoch auch zwischen dem freien Endbereich des Nadelhakens und dem Hakenkopf
eine Gelenkstelle angeordnet sein. Bei dieser Ausgestaltung kann der freie Endbereich
eigensteif ausgebildet sein.
[0015] Eine weitere Möglichkeit, den freien Endbereich des Nadelhakens beweglich auszugestalten,
besteht darin, zwischen dem freien Endbereich des Nadelhakens und dem Hakenkopf eine
Querschnittsverminderung vorzusehen. Diese ermöglicht ein Abknicken des freien Endbereichs
gegenüber dem Hakenkopf und damit ebenfalls eine Veränderung des Abstands des freien
Endbereichs zum an den Nadelschaft angeformten Endbereich. Die Querschnittsverminderung
kann beispielsweise durch eine Ausnehmung oder Auskehlung an der Hakeninnenseite gebildet
sein.
[0016] Es ist jedoch auch möglich, die Querschnittsverminderung durch einen umlaufenden
Einstich am Nadelhaken zu bilden.
[0017] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn eine Begrenzung für die Bewegung des freien Endbereichs
des Nadelhakens vorgesehen ist. Diese begrenzt die Bewegung des freien Endbereichs
des Nadelhakens in Richtung auf den an den Nadelschaft angrenzenden Endbereich.
[0018] Diese Begrenzung der Bewegung des freien Endbereichs kann auf unterschiedliche Weise
erfolgen. Bei einer ersten bevorzugten Ausgestaltung wird die Begrenzung durch Anschlagflächen
an der Gelenkstelle oder der Stelle der Querschnittsverminderung zwischen dem freien
Endbereich und dem Nadelkopf gebildet.
[0019] Die Begrenzung der Bewegung des freien Endbereichs des Nadelhakens kann jedoch auch
durch eine Begrenzung der Schließbewegung der Zunge oder des Schiebers erfolgen. Dies
ist vor allem dann zweckmäßig, wenn die Bewegung des freien Endbereichs des Nadelhakens
allein durch die Zunge oder den Schieber bzw. der auf diesem befindlichen Masche erfolgt.
[0020] Dazu kann beispielsweise bei Ausgestaltung der Stricknadel als Zungennadel eine Anschlagfläche
oder ein Anschlagbolzen für die Zunge in ihrer Schließposition im Bereich des Zungenlagers
im Nadelschaft angeordnet sein.
[0021] Die Zunge kann jedoch auch eine Querschnittsverbreiterung aufweisen, die im geschlossenen
Zustand der Zunge ein weiteres Eintauchen der Zunge in den Aufnahmeschlitz des Nadelschafts
für die Zunge verhindert.
[0022] Bei einer weiteren Ausgestaltung kann der Zungenlöffel eine Anschlagfläche für das
freie Ende des Nadelhakens aufweisen. Hier stemmen sich somit die Zunge und das freie
Ende des Nadelhakens gegeneinander und verhindern somit sowohl eine weitere Bewegung
der Zunge als auch des freien Endes des Nadelhakens.
[0023] Ist die Stricknadel als Schiebernadel ausgebildet, so kann der Schieber zumindest
bereichsweise beim Schließen eine Schwenkbewegung ausführen, wodurch der freie Endbereich
des Nadelhakens näher an den an den Nadelschaft angrenzenden Endbereich bewegt wird.
Für die Schwenkbewegung des Schiebers bzw. des Schieberbereichs kann auch hier die
Spannkraft der abzuschlagenden Masche genutzt werden.
[0024] Außerdem ist es auch bei Schiebernadeln aus den gleichen Gründen wie bei Zungennadeln
von Vorteil, wenn eine Begrenzung für die Schwenkbewegung des Schiebers oder des Schieberbereichs
vorgesehen ist. Diese Begrenzung kann vorteilhafterweise durch eine entsprechende
Ausgestaltung der Schiebernut erfolgen.
[0025] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Stricknadeln
anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
Im Einzelnen zeigen:
[0026]
- Fig. 1a - 1d
- eine Seitenansicht des vorderen Abschnitts einer ersten Zungennadel in unterschiedlichen
Positionen der Zunge beim Abschlagen einer Masche;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1b entsprechende Darstellung einer zweiten Zungennadel;
- Fig. 3
- eine der Fig. 1b entsprechende Darstellung einer dritten Zungennadel;
- Fig. 4
- eine der Fig. 1b entsprechende Darstellung einer vierten Zungennadel;
- Fig. 5
- eine der Fig. 1b entsprechende Darstellung einer fünften Zungennadel;
- Fig. 6
- eine der Fig. 1b entsprechende Darstellung einer sechsten Zungennadel;
- Fig. 7
- die Zungennadel aus Fig. 1b mit einer ersten Begrenzung der Schließbewegung der Zunge;
- Fig. 8
- die Zungennadel aus Fig. 1b mit einer zweiten Begrenzung der Schließbewegung der Zunge;
- Fig. 9
- die Zungennadel aus Fig. 1b mit einer dritten Begrenzung der Schließbewegung der Zunge;
- Fig. 10
- die Zungennadel aus Fig. 1b mit einer vierten Begrenzung der Schließbewegung der Zunge;
- Fig. 11
- die Zungennadel aus Fig. 1b mit einer Begrenzung der Schließbewegung der Zunge und
des freien Endbereichs des Nadelhakens;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des vorderen Abschnitts einer ersten Schiebernadel;
- Fig. 13
- eine Seitenansicht des vorderen Abschnitts einer zweiten Schiebernadel.
[0027] In Fig. 1 ist eine erste Zungennadel 1 mit einem Nadelhaken 2, der einen Hakenraum
20 einschließt, dargestellt. Der Nadelhaken 2 weist einen freien Endbereich 22 und
einen an einen Nadelschaft 6 über eine Nadelbrust 4 angeformten Endbereich 3 auf.
Zwischen den beiden Endbereichen 22, 3 befindet sich der Hakenkopf 21. Am Nadelschaft
6 ist außerdem an einem Drehlager 50 eine Zunge 5 schwenkbar gelagert, wobei die Zunge
5 in einem nicht dargestellten Zungenschlitz im Nadelschaft 6 angeordnet ist. Die
Zunge 5 kann durch eine Masche 100 aus der in Fig. 1a gezeigten geöffneten Stellung
in die in den Fig. 1c, 1d gezeigte Schließstellung verschwenkt werden. Ist außerdem
eine hier nicht dargestellte Zungenfeder vorgesehen, so kann die Zunge 5 auch Zwischenstellungen,
beispielsweise eine halb geöffnete oder eine halb geschlossene Position, einnehmen.
[0028] Der freie Endbereich 22 des Nadelhakens 2 ist elastisch federnd ausgebildet, während
der gegenüberliegende Endbereich 3 starr ist. Der Abstand H des freien Endbereichs
22 zum Endbereich 3 ist durch die elastisch federnden Eigenschaften des Endbereichs
22 veränderbar. In der in Fig. 1a gezeigten geöffneten Position der Zunge 5 weist
der Abstand seinen größten Wert H auf, d. h. der Hakenraum 20 ist hier am größten.
Eine Fadeneinlage in den Hakenraum 20 ist auch bei dicken Fäden oder bei mehreren
Fäden problemlos möglich.
[0029] Aus der in Fig. 1a dargestellten Position wird die Zunge 5 durch die hinter der geöffneten
Zunge 5 befindliche Masche 100 beim Zurückziehen der Nadel 1 in Richtung R des Doppelpfeils
P zunächst in die in Fig. 1b gezeigte Position verschwenkt.
[0030] Der Löffel 53 der Zunge 5 liegt jetzt an der Spitze 23 des freien Endbereichs 22
des Nadelhakens 2 an. Der Abstand H des freien Endbereichs 22 zum Endbereich 3 bleibt
zunächst unverändert.
[0031] Wird die Nadel 1 anschließend weiter in Richtung R des Doppelpfeils P zurückgezogen,
so gleitet die Masche 100 auf die Zunge 5 auf. Durch die Spannkraft der Masche 100
und die federnden Eigenschaften des Endbereichs 22 wird dieser gegen den gegenüberliegenden
Endbereich 3 des Hakens 2 gedrückt, wodurch sich der Abstand H' zwischen dem freien
Endbereich 22 und dem Endbereich 3 einstellt. Da der Abstand H' kleiner ist als der
Abstand H erfährt die Masche 100 beim weiteren Gleiten in Richtung Zungenspitze aus
der in Fig. 1c gezeigten Position in die in Fig. 1d gezeigten Position nur eine geringe
Aufweitung, sodass das Abschlagen der Masche 100 sicher und Garn schonend durchgeführt
werden kann.
[0032] Im in Fig. 1 dargestellten Beispiel werden die federnden Eigenschaften des freien
Endbereichs 22 durch eine Querschnittsverringerung erreicht. Diese Eigenschaften könnten
aber auch durch die Wahl eines entsprechenden Materials mit Biegefedereigenschaften
erreicht werden. Die Bereiche 21 und 3 des Nadelhakens 2 müssen dagegen eine hohe
Festigkeit und Steifigkeit aufweisen.
[0033] Je weiter sich die Masche 100 dem Hakenkopf 21 nähert, desto mehr beginnt die Sektion
22 wieder in ihre Ausgangsposition gemäß Fig. 1a zurückzufedern, wodurch das Abschlagen
der Masche 100 zusätzlich begünstigt wird.
[0034] Fig. 2 zeigt nun eine weitere Ausgestaltung der Nadel 1 aus Fig. 1, wobei der einzige
Unterschied zur Nadel aus Fig. 1 darin besteht, dass an der Spitze des freien Endbereichs
22 des Nadelhakens 2 eine Querschnittsvergrößerung 220 angeordnet ist, die eine größere
Auflagefläche für den Zungenlöffel 53 bei geschlossener Zunge 5 bietet.
[0035] Die in Fig. 3 gezeigte Nadel 1 weist einen eigensteifen freien Endbereich 22 des
Nadelhakens 2 auf. Die Beweglichkeit des Endbereichs 22 wird hier durch eine Querschnittsverminderung
in Form einer Auskehlung 230 im Übergangsbereich zwischen dem freien Endbereich 22
und dem Hakenkopf 21 erreicht. Die durch die Auskehlung 230 erreichte Querschnittsverminderung
führt ebenso zu einer federnden Beweglichkeit des freien Endbereichs 22 wie bei der
Nadel 1 aus Fig. 1.
[0036] Fig. 4 zeigt nun eine Nadel, bei der ebenso wie in Fig. 3 eine Querschnittsverminderung
zwischen dem freien Endbereich 22 und dem Hakenkopf 21 vorgesehen, hier jedoch als
schmale Ausnehmung 240 ausgebildet ist. Der freie Endbereich 22 weist ebenso wie die
Nadel aus Fig. 3 einen Querschnitt auf, der gleich demjenigen einer Nadel entsprechender
Feinheit ohne beweglichen Endbereich ist.
[0037] Auch Fig. 5 zeigt eine Nadel mit einer Querschnittsverminderung zwischen dem Hakenkopf
21 und dem freien Endbereich 22, die hier durch einen umlaufenden Einstich 250 erreicht
wird.
[0038] Eine weitere Möglichkeit, einen beweglichen freien Endbereich 22' an einer Stricknadel
1 zu erhalten, zeigt Fig. 6. Hier ist ein Gelenk 24 zwischen dem Hakenkopf 21 und
dem freien Endbereich 22' des Hakens 2 angeordnet. Durch die Kraft einer hier nicht
dargestellten Feder wird das freie Ende 22' in der gezeigten Position gehalten, wenn
keine Masche über die Zunge 5 abgeschlagen wird. Durch Druckbeaufschlagung der geschlossenen
Zunge 5 durch eine Masche wird der freie Endbereich 22' des Hakens 2 entgegen der
Kraft dieser Feder verschwenkt.
[0039] Die Fig. 7 - 11 zeigen verschiedene Möglichkeiten, die Bewegung des freien Endbereichs
22 der in Fig. 1 dargestellten Nadel 1 in Richtung auf den gegenüberliegenden Endbereich
3 hin zu begrenzen.
[0040] In Fig. 7 wird die Schließbewegung der Zunge 5 mechanisch begrenzt, damit der Abstand
des freien Endbereichs 22 zum gegenüberliegenden Endbereich den Wert H' nicht unterschreitet,
wenn die auf der geschlossenen Nadelzunge 5 befindliche Masche den Zungenlöffel 53
gegen den Endbereich 22 des Hakens 2 drückt. Die Position der geschlossenen Zunge
5 und des Endbereichs 22 des Hakens 2 ist in entlastetem Zustand mit durchgezogenen
Linien und in belastetem Zustand mit strichpunktierten Linien eingezeichnet. Die Begrenzung
der Schließbewegung der Zunge 5 wird durch eine Schräge 60 im Zungenschlitz 61, auf
den die Zunge 5 mit einem Bereich ihrer Unterseite 51 aufliegt, realisiert.
[0041] Im in Fig. 8 gezeigten Beispiel wird die Begrenzung der Schließbewegung der Zunge
5 durch einen Bolzen 7 erreicht, der quer zur Längsrichtung des Zungenschlitzes 61
im Nadelschaft 6 gelagert ist und auf den die Zunge 5 im geschlossenen Zustand mit
einem Bereich ihrer Unterseite 51 aufliegt.
[0042] Bei der in Fig. 9 gezeigten Nadel weist die Zunge 5 einen hinter dem Drehlager 50
liegenden Fortsatz 54 auf, der bei geschlossener Zunge 5 gegen einen Bolzen 8 zur
Anlage kommt. Der Bolzen 8 erstreckt sich ebenfalls wieder quer durch den Zungenschlitz
61 und ist im Nadelschaft 6 gelagert.
[0043] Bei der Nadel 1 aus Fig. 10 weist die Zunge 5 eine Querschnittsverbreiterung 55 auf,
die ein- oder beidseitig der Zunge 5 in Abstand zu ihrem Drehlager 50 angeordnet ist.
Bei geschlossener Zunge 5 liegt diese Querschnittsverbreitung auf den Wangen 65 des
Zungenschlitzes 61 auf und verhindert somit ein weiteres Eintauchen der Zunge 5 in
den Zungenschlitz 61.
[0044] Bei der in Fig. 11 gezeigten Nadel 1 wird die Begrenzung der Bewegung der Zunge 5
dadurch erreicht, dass der freie Endbereich 22 des Hakens 2 an seiner Spitze eine
Fläche 26 aufweist, die mit einer Fläche 56 eines Hohlraums 57 auf der Unterseite
des Zungenlöffels 53 in Kontakt kommt, wenn die sich auf der Zunge 5 befindliche Masche
den Endbereich 22 des Nadelhakens 2 und die Zunge 5 in ihre vollständige Schließpositlon
gebracht hat. Durch die Anlage der beiden Flächen 26 und 56 aneinander ist keine weitere
Bewegung des freien Endbereichs 22 des Hakens 2 oder der Zunge 5 mehr möglich.
[0045] Bei den Nadeln gemäß den Fig. 3 bis 5 kann eine Begrenzung des Abstands des freien
Endbereichs 22 des Hakens 2 zum fest angeordneten Endbereich 3 auf einen Mindestwert
H' dadurch erreicht werden, dass die die Ausnehmung bzw. Auskehlung oder den Einstich
begrenzenden seitlichen Flächen aneinander zur Anlage kommen. Bei der Nadel 1 gemäß
Fig. 6 kann in das Gelenk 24 eine Sperre eingebaut werden, die den Schwenkweg des
freien Endbereichs 22 ebenfalls begrenzt.
[0046] Die Fig. 12 und 13 zeigen zwei Schiebernadeln 1' gemäß der Erfindung. Zum Schließen
des Hakens 2 dieser Nadeln und zur Bewegung des freien Endbereichs 22 des Hakens 2
auf den gegenüberliegenden Endbereich 3 zu wird ein Schieber 9 verwendet. Der Haken
2 mit seinen Sektionen 21, 22 und 3 entspricht dem Haken der Nadel 1 aus Fig. 1. Der
Schieber 9 wird mittels hier nicht dargestellter Schlossteile in die Richtungen V
und R des Doppelpfeils P bewegt. Die Position des geschlossenen Schiebers 9 und des
freien Endbereichs 22 des Hakens 2 ist in entlastetem Zustand mit durchgezogenen Linien
und in belastetem Zustand mit strichpunktierten Linien dargestellt.
[0047] Bei der Nadel gemäß Fig. 12 ist der Schieber 9 in einer Führungsnut 62 geführt. Im
entlasteten Zustand liegt der Schieber 9 mit seiner Oberseite 92 an der Oberseite
64 der Führungsnut 62 an. Im belasteten Zustand liegt der Schieber 9 mit seiner Unterseite
91 an der Unterseite 63 der Führungsnut 62 an. Durch die Spannkraft der abzuschlagenden
Masche, die sich auf dem Schieber befindet, wird der Schieber 9 gegen den freien Endbereich
22 des Hakens 2 gedrückt und verringert so dessen Abstand vom Wert H auf den Wert
H'. Der Druck des Schiebers 9 gegen den freien Endbereich 22 des Hakens 2 kann auch
durch ein nicht dargestelltes Steuerelement erfolgen, das den Schieber 9 beaufschlagt.
[0048] Während der Schieber 9 der Nadel 1' aus Fig. 12 als Ganzes schwenkbar gelagert ist,
weist der Schieber 9 der Nadel 1' aus Fig. 13 eine Spitze 94 auf, die verschwenkbar
ist. Die Nut 62, in der der Schieber 9 geführt ist, weist annähernd dieselbe Höhe
auf wie der Schieber 9. Die Beweglichkeit der Spitze 94 des Schiebers 9 wird durch
eine Ausnehmung 93 erreicht. Im Bereich der Ausnehmung 93 kann die Spitze 94 gegenüber
dem übrigen Abschnitt des Schiebers 9 abknicken und die strichpunktiert eingezeichnete
Position einnehmen. Diese Bewegung kann wieder durch die Spannkraft der abzuschlagenden
Masche, die sich auf dem Schieber 9 befindet, ausgelöst werden. Durch das Abknicken
der Spitze 94 des Schiebers 9 verringert sich der Abstand des freien Endbereichs 22
des Hakens vom Wert H auf den Wert H'. Auch bei dieser Gestaltung des Schiebers 9
kann die Bewegung der Spitze 94 durch ein Steuerelement ausgelöst und/oder unterstützt
werden.
[0049] Weiter ist es selbstverständlich möglich, auch bei den Schlebernadeln aus den Fig.
12 und 13 Begrenzungen für die Bewegung des freien Endbereichs 22 der Nadeln 1' vorzusehen,
wobei hier die Begrenzung vorteilhafterweise in der Schiebernut angeordnet sein kann.
1. Stricknadel mit einem Nadelschaft (6) und einem daran angeformten Nadelhaken (2) sowie
einer Zunge (5) oder einem Schieber (9) zum Verschließen des Nadelhakens (2), dadurch gekennzeichnet, dass der freie Endbereich (22) des Nadelhakens (2) in seinem Abstand zum an den Nadelschaft
(6) angrenzenden Endbereich (3) des Nadelhakens (2) veränderbar ist.
2. Stricknadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Schließen der Zunge (5) oder des Schiebers der Abstand (H, H') der beiden Endbereiche
(22, 3) zueinander verringerbar ist.
3. Stricknadel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Endbereich (22) des Nadelhakens (2) mittels der Spannkraft der auf der
Zunge (5) oder dem Schieber (9) befindlichen, abzuschlagenden Masche (100) gegen den
an den Nadelschaft (6) angrenzenden Endbereich (3) bewegbar ist.
4. Stricknadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Endbereich (22) elastisch federnd ausgebildet ist.
5. Stricknadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem freien Endbereich (22) des Nadelhakens (2) und dem Hakenkopf (21) eine
Gelenkstelle (24) angeordnet ist.
6. Stricknadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem freien Endbereich (22) des Nadelhakens (2) und dem Hakenkopf (21) eine
Querschnittsverminderung vorgesehen ist.
7. Stricknadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsverminderung durch eine Ausnehmung (230) oder Auskehlung (240) an
der Hakeninnenseite gebildet ist.
8. Stricknadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsverminderung durch einen umlaufenden Einstich (250) am Nadelhaken
gebildet ist.
9. Stricknadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Begrenzung für die Bewegung des freien Endbereichs (22) des Nadelhakens (2)
vorgesehen ist.
10. Stricknadel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung durch Anschlagflächen an der Gelenkstelle (24) oder der Stelle der
Querschnittsverminderung zwischen dem freien Endbereich (22) und dem Hakenkopf (21)
gebildet ist.
11. Stricknadel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung durch eine Begrenzung der Schließbewegung der Zunge (5) oder des Schiebers
(9) erfolgt.
12. Stricknadel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anschlagfläche (60) oder ein Anschlagbolzen (7, 8) für die Zunge (5) im Bereich
des Zungenlagers (50) im Nadelschaft (6) angeordnet ist.
13. Stricknadel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (5) eine Querschnittsverbreiterung (55) aufweist, die im geschlossenen
Zustand der Zunge (5) ein weiteres Eintauchen der Zunge (5) in den Aufnahmeschlitz
(61) des Nadelschafts (6) für die Zunge (5) verhindert.
14. Stricknadel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Zungenlöffel (53) eine Anschlagfläche (56) für das freie Ende (22) des Nadelhakens
(2) aufweist.
15. Stricknadel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nadel (1') eine Schiebernadel ist und der Schieber (9) zumindest bereichsweise
beim Schließen eine Schwenkbewegung ausführt, wodurch der freie Endbereich (22') des
Nadelhakens (2) näher an den an den Nadelschaft (6) angrenzenden Endbereich (3) bewegt
wird.
16. Stricknadel nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Begrenzung für die Schwenkbewegung des Schiebers (9) oder des Schieberbereichs
vorgesehen ist.
17. Stricknadel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Zunge (5) oder geschlossenem Schieber (9) der gegenseitige Abstand
der beiden Endbereiche (22, 22', 3) durch Druckbeaufschlagung der Zunge (5) oder des
Schiebers (9) mittels eines Steuerelements verringerbar ist.