| (19) |
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(11) |
EP 2 068 086 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.04.2014 Patentblatt 2014/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.11.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren zum Fertiggaren einer Speise
Method for finishing cooking of a meal
Procédé destiné à la cuisson d'un plat préparé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
07.12.2007 DE 102007059223
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.2009 Patentblatt 2009/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Rational AG |
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86899 Landsberg a. Lech (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Greiner, Dr. Michael
86899, Landsberg/Lech (DE)
- Kling, Judith
86899, Landsberg/Lech (DE)
- Nielsen, Dr. Reinhard
86899, Landsberg/Lech (DE)
- Breunig, Manfred
86956, Schongau (DE)
- Brinkmann, Thorsten
87665, Mauerstetten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Weber-Bruls, Dorothée et al |
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Jones Day
Nextower
Thurn-und-Taxis-Platz 6 60313 Frankfurt am Main 60313 Frankfurt am Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 716 795 DE-A1- 10 309 485 DE-T2- 68 915 563 GB-A- 2 150 728 US-A- 4 568 810
|
WO-A-2006/045290 DE-A1-102006 008 096 DE-U1-202006 009 284 JP-A- 2005 234 782
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fertiggaren mindestens einer
zumindest zwei unterschiedliche Gargüter umfassenden Speise in einem Garraum eines
Gargeräts mit zumindest einer Heizeinrichtung und/oder einer Befeuchtungseinrichtung
und einer Anzeigeeinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung und einer Speichereinrichtung
[0002] In der Veröffentlichung
EP2031306 der Anmelderin ist ein Verfahren zum Garen eines Garguts mit einem Vorgar-Schritt
und einem Fertiggar-Schritt beschrieben, bei dem im wesentlichen kontinuierlich ein
Gargrad berechnet wird, um einen definierten Prozentwert einer Vorgarung für den Vorgar-Schritt
und/oder eine Restzeit für das Erreichen eines gewünschten Endgarzustandes zum Ende
des Fertiggar-Schrittes berechnen zu können. Dieses Verfahren ermöglicht es, bei einem
sogenannten Finishing oder Regenerieren von Lebensmitteln gezielt einen Kompromiss
zwischen möglichst kurzen Wiedererwärmzeiten und einem möglichst guten Garergebnis
zu erzielen. Wird bspw. eine Zielzeit vorgegeben, zu der ein Bankett mit einer Vielzahl
von Speisen, jeweils umfassend mehrere Gargüter, fertig gegart sein soll, können mit
einem Verfahren gemäß der
EP 07 016 734 die Gargüter jeweils gezielt vorgegart werden, nämlich auf einen bestimmten Prozentwert,
um dann in einem Fertiggar-Schritt mit einer fest vorgegebenen Restzeit gemeinsam
fertig gegart werden zu können. Offen bleibt aber dabei, wie beim Zubereiten solcher
Speisen mit einer Vielzahl von Gargütern ein optimales Garraumklima eingestellt werden
kann.
[0003] Die Bestimmung eines idealen Klimas ist in hohem Masse von der Beschickung eines
Garraums mit Gargut abhängig, wie im Rahmen der
DE 10 2006 008 096 A1 für eine rollierende Beschickung eines Garraums selbst mit Gargütern unterschiedlicher
Gargutart ausgeführt, ohne dass dabei jedoch auf die Problematik eines Finishingprozesses
und somit dem Gargrad zum Starten eines Fertiggarens eingegangen wird.
[0004] Der Gargrad eines Garguts lässt sich auf viele Arten bestimmen, wie bspw. über den
Kochwert oder die Kerntemperatur, siehe insbesondere die
EP 2031306, wobei hierzu ein Kerntemperaturfühler gemäß der
DE 199 45 021 A1 der Anmelderin zum Einsatz kommen kann. Aber auch eine Bestimmung unter Einsatz von
Gassensoren, wie in der
WO 2006/069563 A1 der Anmelderin beschrieben, ist möglich.
[0005] Die Auswahl eines Wunsch-Gargrades über eine Visualisierung auswählbarer Gargrade
ist bspw. in der nicht-vorveröffentlichten
DE 10 2007 040 651 der Anmelderin beschrieben, während in der
EP 1 716 795 A1 der Anmelderin beschrieben ist, wie eine Gargutart aus einer Vielzahl visualisierter
Gargutarten auswählbar ist.
[0006] Die Eingabe einer Gargutart, einer Gargutmenge und einer Größe eines Gargutes oder
des Garegrades des Gargutes durch Betätigen einer Vielzahl von beschrifteten Tasten
ist beispielsweise aus der
US 4,568,810 bekannt.
[0007] Die
DE 20 2006 009 284 U1 betrifft ein Gargerät, bei dem in unterschiedlichen Behandlungsebenen Gargut mit
unterschiedlichen Soll-Gargutzustandsgrößen am Ende eines Garprozesses gegart werden
kann.
[0008] Die
DE 103 09 485 A1 offenbart ein Verfahren zum Steuern eines Garprozesses, bei dem Gargut auf einem
Zubehör in einen Garraum eingebracht wird und das Garraumklima in Abhängigkeit von
dem Wärmeeintrag in das Zubehör geregelt wird.
[0009] Aus der
JP 2005 234 782 A ist ein Bestellsystem für Lebensmittel und Getränke bekannt.
[0010] In der
DE 689 15 563 T2 ist ein Gargerät beschrieben, bei dem eine Vielzahl von Zutaten-Eingabetasten, gruppiert
nach Hauptzutaten, Hilfszutaten und Beilagen, bereitgestellt sind, um nach Betätigen
entsprechender Tasten den Endzustand der ausgewählten Speise in Form einer Bildinformation
zusammen mit einer notwendigen Kochzeit oder einer entsprechenden Seite eines Kochbuches
anzuzeigen.
[0011] Die Anzeige einer Speisekarte mit naturgetreuen Abbildungen anzubietender Gerichte
auf einem Farbbildschirm an einem Gästetisch beispielsweise in einem Restaurant ist
aus der
DE 33 42 483 A1 bekannt.
[0012] Die
EP-A-0329111 wird als nächstliegender Stand der Technik angesehen.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Fertiggaren einer Speise
zu liefern, das auch in dem Fall, in dem sich die Speise aus zumindest zwei unterschiedlichen
Gargütern zusammensetzt, diese selbst von einer ungeübten Person einfach ausgewählt
und sodann ein Garen der ausgewählten Speise zumindest halbautomatisch durchgeführt
werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0015] Bevorzugte erfindungsgemäße Verfahren sind in den Ansprüchen 2 bis 9 beschrieben.
[0016] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass beim Fertiggaren, d.h. Finishing
oder Regenerieren, einer sich aus zumindest zwei unterschiedlichen Gargütern zusammensetzenden
Speise ein optimales Klima in Form eines Misch-Klimas berechnet werden kann, wenn
die Art der Gargüter und der Gargrad derselben bekannt ist. Soll bspw. eine Speise
zubereitet werden, die ein paniertes Kotelett als Hauptkomponente und Kartoffelwedges
sowie Grillgemüse als Sättigungsbeilagen umfasst, so wird das ideale Misch-Klima ein
heißes, trockenes Klima beim Fertiggaren sein. Werden nun anstelle der Kartoffelwedges
Kartoffelbrei und anstelle des Grillgemüses gedämpftes Mischgemüse als Sättigungsbeilagen
verwendet, so muss das Garraumklima feucht und nicht zu heiß sein. Werden alternativerweise
ein paniertes Kotelett, Kartoffelgratin und Brokkoli gefinisht bzw. regeneriert, so
weicht das Idealklima wiederum von den zuvor erörterten Beispielen ab.
[0017] Ein Misch-Klima kann bspw. bestimmt werden aus einem Bereich einer Überlappung der
für jedes Gargut einer fertigzugarenden Speise zuvor bestimmten Garraumklimabereiche.
So ist es bspw. für Schnitzel bekannt, dass die Temperatur im Garraum zwischen 160
und 220 ° C und die relative Feuchte im Garraum zwischen 40 und 50 % betragen soll,
während es für Pommes üblich ist, dass die Temperatur zwischen 200 und 250 ° C und
die relative Feuchte im Garraum maximal 20 % beträgt. Somit sollte die Temperatur
für eine Speise, die als ein erstes Gargut Schnitzel und ein zweites Gargut Pommes
enthält, zwischen 200 und 220 ° C, also in einem Überlappungsbereich der beiden Temperaturbereiche
der beiden Gargüter liegen, vorzugsweise 210 ° C betragen. Die Feuchtigkeitsbereiche
der beiden Gargüter überlappen sich nicht, so dass nun eine relative Feuchte für besagte
Speise aus Schnitzeln und Pommes zu wählen ist, die einen Kompromiss darstellt und
bspw. 30 % beträgt. Das Misch-Klima wäre somit bestimmt durch eine Temperatur von
210 ° C und eine relative Feuchte von 30 %. Dieses Misch-Klima führt jedoch nicht
zu einer 100 prozentigen Zielerreichung, da ein Kompromiss im Zusammenhang mit der
relativen Feuchte gewählt worden ist, wobei der entsprechende Prozentsatz abschätzbar
und auf einer Anzeigeeinrichtung anzeigbar ist.
[0018] Um einen Kompromiss möglichst gut in dem Falle wählen zu können, in dem keine Überlappung
der für die verschiedenen Gargüter einer Speise hinterlegten Bereiche der Temperatur,
Feucht und/oder Strömungsgeschwindigkeit der Atmosphäre im Garraum vorliegt, können
die Gargüter, insbesondere die einer Hauptkomponente zugeordneten Gargüter, mit einem
Faktor gewichtet werden. So ist bspw. die Feuchtigkeit bei der Zubereitung von Schnitzeln
von größerer Bedeutung als bei der Zubereitung von Pommes, so dass eine Gewichtung
im zuvor beschriebenen Beispiel auch dazu führen kann, dass die relative Feuchte mit
40 % eingestellt wird, also im optimalen Bereich für Schnitzel liegt, jedoch deutlich
über dem Maximalwert für Pommes. In Abhängigkeit dieser Gewichtung kann dann auch
der Prozentsatz zur Erreichung der Zielvorgaben, nämlich des gewünschten Garergebnisses
für Schnitzel und Pommes, berechnet werden.
[0019] Eine Verbesserung des Garraumklimas nach erstmaliger Bestimmung desselben in Abhängigkeit
von den Gargutarten und Gargraden ist dann möglich, wenn auch die Menge an Gargut
sowie die Größe der Gargutteile berücksichtigt wird. Zu diesem Zwecke kann zu Beginn
eines Fertiggarens eine Last-Erkennung durch Auswertung des zeitlichen Verhaltens
der Garraumtemperatur sowie eine Kaliber-Erkennung durch Auswertung der Kerntemperatur
besagter Gargutteile über die Zeit berechnet und bei der Bestimmung des Garraumklimas
berücksichtigt werden.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen im einzelnen
erläutert wird. Dabei zeigt
- Figur 1:
- eine erste Auswahlmenüebene für ein erfindungsgemäßes Verfahren; und
- Figur 2:
- eine zweite Auswahlmenüebene für ein erfindungsgemäßes Verfahren.
[0021] Wird von einer Bedienperson über die Bedieneinrichtung eines nicht gezeigten Gargeräts,
die bspw. einen Touch-Screen umfasst, ein Fertiggaren, also Finishing oder Regenerieren,
angewählt, so wird erfindungsgemäß die Bedienperson aufgefordert, die Gargutart jeder
Komponente einer fertigzugarenden Speise auszuwählen. Zu diesem Zwecke wird auf einer
Anzeigeeinrichtung des Gargeräts, insbesondere dem Touch-Screen, ein Teller 1 mit
drei Bereichen für drei Komponenten dargestellt, siehe Figur 1. Jeder der drei Tellerbereiche
10, 20, 30 kann aktiviert werden, so dass sich eine nächste Auswahlmenüebene öffnet,
wie in Figur 2 angedeutet. Dabei kann der erste Tellerbereich 10 für eine Hauptkomponente
und/oder eine Zubereitungsart stehen, z.B. Großbraten, während die Tellerbereiche
20 und 30 jeweils für Sättigungsbeilagen gedacht sind, z.B. Reis und Grillgemüse.
[0022] Bei dem Beispiel gemäß Figur 2 ist der zweite Tellerbereich 20 aktiviert worden,
über den die Bedienperson einfach eine erste Sättigungsbeilage auswählen kann, und
zwar aus einer Gruppe, umfassend Reis, Nudeln, Kartoffeln gedämpft, Kartoffelbrei,
Kartoffelspalten frittiert und dergleichen, wobei zu diesem Zwecke die entsprechenden
Begriffe in einem Auswahlbereich 40 aufscheinen und in diesem aktiviert werden können.
[0023] Der Touch-Screen stellt sowohl eine Eingabeeinrichtung als auch eine Ausgabeeinrichtung
dar und ermöglicht es der Bedienperson, eine Auswahl einzig durch Berührung eines
bestimmten Bereichs zu tätigen. Sobald also eine Speise von der Bedienperson über
den Touch-Screen ausgewählt worden ist, bspw. Großbraten als Hauptkomponente, ausgewählt
über den Tellerbereich 10, Reis als erste Sättigungsbeilage, ausgewählt über den Tellerbereich
20, und Grillgemüse als zweite Sättigungsbeilage, ausgewählt über den Tellerbereich
30, ist der jeweilige Gargrad der drei Komponenten entweder von der Bedienperson anzugeben,
oder aber er wird von einer ersten Sensiereinrichtung des Gargeräts bestimmt. Die
erste Sensiereinrichtung kann bspw. einen Kerntemperaturfühler umfassen, der in den
Großbraten einzuführen ist und einen Aufbau gemäß der
DE 199 45 021 A1 aufweist, und einen Gassensorarray gemäß der
WO 2006/069563 A1.
[0024] Sobald also die Art der Gargüter der Speise sowie auch der Gargrad derselben bekannt
sind, kann ein für die Speise optimales Garraumklima bestimmt und im Garraum des Gargeräts
eingestellt werden. Dabei kommt eine Regeleinrichtung des Gargeräts zum Einsatz, die
auf in einer Speichereinrichtung hinterlegte Formeln und Tabellenwerte zurückgreifen
kann.
[0025] Das berechnete Garraumklima kann während des Fertiggarens weiter optimiert werden,
indem bspw. die Menge an Speisen im Garraum, also die Last, und das Kaliber der Großbraten
berücksichtigt werden. Die Last kann nach Beladung des Garraums mit den Speisen ermittelt
werden über den Verlauf der Garraumtemperatur über die Zeit, während das Kaliber der
Großbraten sich aus dem Verlauf der Kerntemperatur derselben über die Zeit bestimmen
lässt.
[0026] Für das Erhalten erwünschter Garergebnisse ist es des weiteren erforderlich, dass
die Teller, auf denen die Speisen nach einem Vorgaren, das vorzugsweise getrennt nach
Gargutart stattgefunden hat, angerichtet werden, die gleiche Temperatur wie die Speisen
zum Beginn des Fertiggarens aufweisen, um bspw. eine unerwünschte Pfützenbildung auf
dem Teller zu vermeiden, die dann auftritt, wenn der Teller kälter als die Gargüter
sind und somit auf den Tellern aus Gargut austretende Feuchtigkeit auskondensieren
kann, siehe hierzu insbesondere die
DE 103 09 486 A1 und die
DE 103 09 485 A1 der Anmelderin.
[0027] Die in der voranstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Zeichnungen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
1. Verfahren zum Finishing oder Regenerieren mindestens einer zumindest zwei unterschiedliche
Gargüter umfassenden Speise in einem Garraum eines Gargeräts mit zumindest einer Heizeinrichtung
und/oder einer Befeuchtungseinrichtung und einer Anzeigeeinrichtung und einer Steuer-
oder Regeleinrichtung und einer Speichereinrichtung, wobei folgende Schritte durchgeführt
werden:
i) über die Anzeigeeinrichtung wird zur Auswahl einer Gargutart jedes Garguts der
Speise ein Gargutträger angezeigt, der zumindest zwei Bereiche aufweist, umfassend
einen ersten Bereich für ein erstes Gargut und einen zweiten Bereich für ein zweites
Gargut, wobei
• der Gargutträger ausgewählt wird über die Anzeigeeinrichtung aus einer Gruppe, umfassend
zumindest einen Teller, eine Schale und/oder eine Schüssel,
• der erste Bereich zum Auswählen der Art des ersten Garguts und der zweite Bereich
zum Auswählen der Art des zweiten Garguts aktiviert werden können,
• nach Aktivierung des ersten Bereichs in dem ersten Bereich die auswählbaren ersten
Gargutarten visualisiert und/oder graphisch angezeigt werden, und
• nach Aktivierung des zweiten Bereichs in dem zweiten Bereich die auswählbaren zweiten
Gargutarten visualisiert und/oder graphisch angezeigt werden,
ii) über die Anzeigeeinrichtung werden zur Auswahl einer für den Gargrad eines Garguts
charakteristischen Größe die für die ausgewählte Gargutart besagten Garguts auswählbaren
Gargrade visualisiert und/oder graphisch angezeigt,
und
iii) sobald die Art der Gargüter der Speise sowie auch der Gargrad derselben bekannt
sind, wird ein für die Speise optimales, aus einem Bereich der Überlappung der für
jedes Gargut der Speise aus der Speichereinheit herausladbaren Garraumklimabereiche,
vor oder nach einer Gewichtung besagter Garraumklimabereiche, ausgewähltes Garraumklima
bestimmt und im Garraum des Gargeräts eingestellt, indem die Steuer- oder Regeleinrichtung
unter Zugriff auf in der Speichereinrichtung hinterlegte Formeln und/oder zuvor bestimmte
Tabellenwerte sowie auf über die Anzeigeeinrichtung und/oder eine Eingabeeinrichtung
eingegebene und/oder von einer ersten Sensiereinrichtung erfasste Informationen zu
einerseits der Art jedes Garguts und zu andererseits zumindest einer für den Gargrad
jedes Garguts charakteristischen Größe ein auf die Speise abgestimmtes Garraumklima
einstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Art jedes Garguts ausgewählt wird aus einer ersten Gruppe für eine Hauptkomponente
der Speise und/oder eine Zubereitungsart, wie gekochtes Fleisch, Roastbeef, Schnitzel,
Lammkeule, Krustenbraten, Großbraten, saftiges Steak, Gans, Ente, Grillhähnchen, Fisch
oder dergleichen, oder aus einer zweiten Gruppe für zumindest eine Sättigungsbeilage
der Speise, umfassend Reis, Nudeln, Kartoffeln gedämpft, Kartoffelbrei, Kartoffelspalten
frittiert, Pommes, Grillgemüse, gedämpftes Mischgemüse oder dergleichen, wobei vorzugsweise
über den ersten Bereich die Art des ersten Garguts aus der ersten Gruppe und über
den zweiten Bereich die Art des zweiten Garguts aus der zweiten Gruppe ausgewählt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die für den Gargrad jedes Garguts charakteristische Größe bestimmt wird aus der Kerntemperatur,
dem Kochwert, dem pH-Wert, dem Gewicht, der Bräunung, der Krustierung, dem Geruch,
der Konsistenz und/oder der Fertiggarzeit des jeweiligen Garguts.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Garraumklima sich bestimmt aus der Temperatur, der Feuchte und/oder der Strömungsgeschwindigkeit
der Atmosphäre im Garraum.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
im Falle einer Überlappung ohne Gewichtung angezeigt wird, dass eine Zielvorgabe zu
100 Prozent erreicht wird, und/oder
im Falle einer Überlappung bei Gewichtung angezeigt wird, mit welchem Prozentsatz
eine Zielvorgabe erreicht wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeige des ersten Bereichs des Gargutträgers zur Auswahl der ersten Gargutart
und des zweiten Bereichs des Gargutträgers zur Auswahl der zweiten Gargutart nacheinander
durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Auswahl einer Gargutart und/oder einer für den Gargrad charakteristischen Größe
zumindest eine Messung durch die erste Sensiereinrichtung durchgeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gargüter der Speise auf einem Gargutträger angerichtet fotografiert und/oder gewogen
werden, vorzugsweise vor Einbringung in den Garraum, und/oder zumindest eine Temperatur,
ein Geruch, eine optische Eigenschaft und/oder eine elastische Eigenschaft zumindest
eines der Gargüter über die Zeit, nach Einbringung in den Garraum erfasst wird bzw.
werden.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass
die Last im Garraum, insbesondere bestimmt durch die Gargüter, und/oder das Kaliber
zumindest eines Garguts der Speise und/oder
die Differenz einerseits der Temperatur, insbesondere der mittleren Temperatur, zumindest
eines der Gargüter der Speise und andererseits der Temperatur der Garraumatmosphäre
und/oder des Gargutträgers für die Einstellung des Garraumklimas, insbesondere über
eine zweite Sensiereinrichtung, erfasst, angezeigt und/oder berücksichtigt wird bzw.
werden.
1. Method for finishing or regenerating at least one meal comprising at least two different
items of food to be cooked in a cooking chamber of a cooking apparatus with at least
a heating device and/or a moistening device and a display device and an open-loop
or closed-loop control device and a storage device, wherein the following steps are
performed:
i) for selecting a type of food to be cooked of each item of food to be cooked of
the meal, a carrier for the food to be cooked is displayed via the display device,
said carrier having at least two regions comprising a first region for a first item
of food to be cooked and a second region for a second item of food to be cooked, wherein
• the carrier for the food to be cooked is selected, via the display device, from
a group comprising at least a plate, a dish and/or a bowl;
• the first region can be activated for selecting the type of the first item of food
to be cooked and the second region can be activated for selecting the type of the
second item of food to be cooked;
• the selectable first types of food to be cooked are visualized and/or represented
by graphs in the first region after the activation of the first region; and
• the selectable second types of food to be cooked are visualized and/or represented
by graphs in the second region after the activation of the second region;
ii) for selecting a quantity that is characteristic of the cooking degree of an item
of food to be cooked, the cooking degrees selectable for the selected type of food
to be cooked of said item of food to be cooked are visualized and/or represented by
graphs via the display device; and
iii) as soon as the types of the items of food to be cooked of the meal and the cooking
degree thereof are known, an optimal cooking chamber climate for the meal is determined
and set in the cooking chamber of the cooking apparatus, said optimal cooking chamber
climate being selected from a range of overlapping of the cooking chamber climate
ranges prior to or after a weighting of said cooking chamber climate ranges, said
cooking chamber climate ranges being downloadable from the storage unit for each item
of food to be cooked of the meal, said optimal cooking chamber climate being set in
the cooking chamber of the cooking apparatus by setting, by means of the open-loop
or closed-loop control device, a cooking chamber climate that is suited to the meal,
wherein the open-loop or closed-loop control device sets said suited cooking chamber
climate while accessing formulas stored in the storage device and/or previously determined
table values as well as accessing information about the type of each item of food
to be cooked on the one hand and about at least a quantity that is characteristic
of the cooking degree of each item of food to be cooked on the other hand, said information
being inputted via the display device and/or an input device and/or acquired by a
first sensing device.
2. Method according to claim 1, characterized in that
the type of each item of food to be cooked is selected from a first group for a main
component of the meal and/or a way of preparation, such as boiled meat, roast beef,
escalope, leg of lamb, roast pork with crackling, large roast, juicy steak, goose,
duck, grilled chicken, fish or the like, or from a second group for at least a side
dish of the meal comprising rice, noodles, steamed potatoes, mashed potatoes, deep-fried
potato wedges, French fries, grilled vegetables, steamed mixed vegetables or the like,
wherein, preferably, the type of the first item of food to be cooked is selected from
the first group via the first region and the type of the second item of food to be
cooked is selected from the second group via the second region.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that
the quantity that is characteristic of the cooking degree of each item of food to
be cooked is determined from the core temperature, the cooking value, the pH-value,
the weight, the browning, the crackling formation, the smell, the consistency and/or
the time required for finishing cooking of the respective item of food to be cooked.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the cooking chamber climate is determined from the temperature, the moisture and/or
the flow velocity of the atmosphere in the cooking chamber.
5. Method according to claim 4, characterized in that
in the event of overlapping without weighting, the fact that 100 percent of a set
target are reached is indicated, and/or
in the event of overlapping with weighting, the percentage of reaching a set target
is indicated.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that
displaying the first region of the carrier for the food to be cooked for selecting
the first type of food to be cooked is performed first and displaying the second region
of the carrier for the food to be cooked for selecting the second type of food to
be cooked is performed thereafter.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that at least a measurement by the first sensing device is performed in order to select
a type of food to be cooked and/or a quantity that is characteristic of the cooking
degree.
8. Method according to claim 7, characterized in that
the items of food to be cooked of the meal are photographed and/or weighed when they
are arranged on a carrier for the food to be cooked, said photographing and/or weighing
being preferably performed prior to putting the items of food to be cooked into the
cooking chamber, and/or at least a temperature, a smell, a visual property and/or
an elastic property of at least one of the items of food to be cooked is/are detected
over time after putting the items of food to be cooked into the cooking chamber.
9. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that
the load in the cooking chamber, particularly determined by the items of food to be
cooked, and/or the caliber of at least an item of food to be cooked of the meal and/or
the difference between the temperature, particularly the mean temperature, of at least
one of the items of food to be cooked of the meal on the one hand and the temperature
of the cooking chamber atmosphere and/or of the carrier for the food to be cooked
on the other hand is/are detected, displayed and/or taken into account, particularly
via a second sensing device, for setting the cooking chamber climate.
1. Procédé pour la finition ou le réchauffement d'au moins un plat comprenant au moins
deux aliments à cuire différents dans une chambre de cuisson d'un appareil de cuisson
comportant au moins un dispositif chauffant et/ou un dispositif d'humidification,
ainsi qu'un dispositif d'affichage, un dispositif de commande ou de régulation et
un dispositif à mémoire,
caractérisé en ce qu'il comporte les étapes consistant à :
i) afficher un support d'aliment à cuire sur le dispositif d'affichage, pour la sélection
d'un type d'aliment à cuire de chaque aliment à cuire du plat, qui comporte au moins
deux zones, y compris une première zone pour un premier aliment à cuire et une seconde
zone pour un second aliment à cuire, où
• le support d'aliment à cuire va être sélectionné au moyen du dispositif d'affichage
dans un groupe comprenant au moins une assiette, un bol et/ou un plat creux,
• la première zone pour la sélection du type du premier aliment à cuire et la seconde
zone pour la sélection du type du second aliment à cuire vont pouvoir être activées,
• après l'activation de la première zone, les premiers types d'aliment à cuire sélectionnables
dans la première zone vont être visualisés et/ou affichés graphiquement, et
• après l'activation de la seconde zone, les seconds types d'aliment à cuire sélectionnables
dans la seconde zone vont être rendus visibles et/ou affichés graphiquement,
ii) rendre visibles et/ou afficher graphiquement, sur le dispositif d'affichage, pour
la sélection d'une grandeur caractéristique du degré de cuisson d'un aliment à cuire,
les degrés de cuisson sélectionnables pour l'aliment à cuire dudit type d'aliment
à cuire sélectionné, et
iii) dès que le type des aliments à cuire du plat, ainsi que le degré de cuisson de
ceux-ci, sont connus, déterminer et établir un climat de chambre de cuisson optimal
pour le plat dans la chambre de cuisson de l'appareil de cuisson, sélectionné dans
une zone de chevauchement de la plage de climats de chambre de cuisson pouvant être
extraite de l'unité de mémoire pour chaque aliment à cuire du plat, avant ou après
une pondération de ladite plage de climats de chambre de cuisson, le dispositif de
commande ou de régulation établissant, en accédant à des formules enregistrées dans
le dispositif à mémoire ou à des tableaux de valeurs déterminés préalablement, également
au moyen du dispositif d'affichage et/ou d'une entrée de dispositif de saisie, et/ou
à des informations détectées par un premier dispositif de détection, d'une part le
type de chaque aliment à cuire, et d'autre part au moins une grandeur caractéristique
d'un climat de chambre de cuisson adapté au plat.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le type de chaque aliment à cuire est choisi dans un premier groupe pour un composant
principal du plat et/ou un type de préparation, comprenant par exemple de la viande
cuite, du rosbif, de l'escalope, du gigot d'agneau, du rôti croustillant, des gros
rôtis, un steak juteux, de l'oie, du canard, du poulet grillé, du poisson ou similaire,
ou dans un deuxième groupe pour au moins un accompagnement du plat, y compris le riz,
les pâtes, les pommes de terre vapeur, la purée de pommes de terre, les quartiers
de pomme de terre frits, les frites, les légumes grillés, les légumes cuits à la vapeur
ou similaire, dans lequel, de préférence, le type du premier aliment à cuire provenant
du premier groupe va être choisi sur la première zone, et le type du second aliment
à cuire provenant du second groupe va être choisi sur la seconde zone.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la grandeur caractéristique du degré de cuisson de chaque aliment à cuire va être
déterminée d'après la température à coeur, la valeur de cuisson, la valeur de pH,
le poids, le brunissement, le croustillant, l'odeur, la consistance et/ou le temps
de cuisson à point de chaque aliment à cuire.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le climat de chambre de cuisson est déterminé à partir de la température, de l'humidité
et/ou la vitesse de circulation de l'atmopshère dans la chambre de cuisson.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que dans le cas d'un chevauchement sans pondération, il sera affiché qu'une cible va
être atteinte à 100 %, et/ou dans le cas d'un chevauchement avec pondération, le pourcentage
d'atteinte d'une cible va être affiché.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'affichage de la première zone du support d'aliment à cuire, pour la sélection du
premier type d'aliment à cuire, et de la seconde zone du support d'aliment à cuire,
pour la sélection du second type d'aliment à cuire, vont être réalisés successivement.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour la sélection d'un type d'aliment à cuire et/ou d'une grandeur caractéristique
du degré de cuisson, au moins une mesure va être effectuée par l'intermédiaire du
premier dispositif de détection.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments à cuire du plat vont être photographiés et/ou pesés disposés sur un
support d'aliment à cuire, de préférence avant introduction dans la chambre de cuisson,
et/ou au moins une température, une odeur, une caractéristique optique, et/ou une
caractéristique élastique d'au moins l'un des éléments à cuire au cours du temps va
être détectée après introduction dans la chambre de cuisson.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la charge dans la chambre de cuisson, en particulier déterminée par les aliments
à cuire et/ou le calibre d'au moins un aliment à cuire du plat, et/ou la différence
entre d'une part la température, en particulier la température moyenne, d'au moins
un des éléments à cuire du plat, et d'autre part la température de l'atmosphère de
chambre de cuisson et/ou du support d'aliment à cuire, va ou vont être saisis, affichés
et/ou pris en compte pour l'établissement du climat de chambre de cuisson, en particulier
via un second dispositif de détection.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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