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EP 2 068 110 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2013 Patentblatt 2013/02 |
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Anmeldetag: 12.11.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schlosssystem für eine mehrläufige Waffe
Lock system for a multi-barrel weapon
Système de verrouillage pour une arme à plusieurs canons
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
07.12.2007 DE 102007059097
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.2009 Patentblatt 2009/24 |
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Patentinhaber: Blaser Finanzholding GmbH |
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88316 Isny im Allgäu (DE) |
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Erfinder: |
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- Popikow, Sergej
87480, Weitnau (DE)
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Vertreter: Charrier, Rapp & Liebau |
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Patentanwälte
Fuggerstrasse 20 86150 Augsburg 86150 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 118 046 DE-B3-102004 041 054
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DE-A1- 19 749 290
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schlosssystem für eine mehrläufige Waffe, insbesondere
eine Bockwaffe, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Schlosssystem ist aus der
DE 10 2004 041 054 B3 (Startpunkt für die Präambel des unabhängigen Anspruchs 1) bekannt. Dieses enthält
ebenfalls zwei auf einem Baskülenteil verschiebbar angeordnete Schlagstücke, denen
jeweils ein zwischen einer Haltestellung und Freigabestellung drehbarer Rasthebel
und jeweils eine mit diesem zusammenwirkende Abzugsstange zugeordnet sind. Der Auslösemechanismus
zur Verbindung von Abzug und Abzugsstangen besteht hier aus einer Wippe, die an einem
im Baskülenteil verschiebbar geführten Umschaltstück drehbar angelenkt ist. Die Wippe
ist gegenüber dem Umschaltstück auch verschiebbar und wird durch eine Feder nach vorne
gedrückt. An dem Umschaltstück ist eine Pendelmasse angeordnet, die mit der Wippe
so verbunden ist, dass die Wippe sowohl bei der Beschleunigung als auch bei der Verzögerung
der Waffe relativ zum Umschaltstück nach hinten verschoben und dadurch ein Eingriff
mit den Abzugstangen verhindert wird. Da die Abzugsstangen somit während der Beschleunigungs-
und Verzögerungsphase der Waffe nicht von der Wippe untergriffen werden können, wird
eine hohe Sicherheit gegen unbewusste und ungewollte zweite Schussauslösung ("Doppeln")
bei der Abgabe des ersten Schusses erreicht. Allerdings steht die Pendelmasse relativ
weit nach oben vor und benötigt einen entsprechend großen Aufnahmeraum. Außerdem reagiert
das System aufgrund der Anlenkung und Ausgestaltung der Pendelmasse mit einer gewissen
Verzögerung, was bei geringeren Abzugsgewichten zu Problemen führen kann. Bei kleinen
Abzugsgewichten kann nämlich bereits eine durch den Rückstoß verursachte geringe Auslenkung
des Abzugs ausreichen, um einen weiteren Schuss auszulösen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schlosssystem der eingangs genannten Art zu schaffen,
das eine kompakte Bauweise ermöglicht und auch bei geringen Abzugsgewichten eine hohe
Sicherheit gegen ungewolltes Auslösen, speziell eines zweiten Schusses beim Abfeuern
des beabsichtigten ersten Schusses gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Schlosssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Schlosssystem sind an dem zwischen einer vorderen Auslösestellung
und einer hinteren Sicherungsstellung verschiebbaren Grundkörper den jeweiligen Abzugsstangen
zugeordnete Zwischenhebel angeordnet. Der Abzug enthält außerdem ein verschiebbares
Trennstück, das relativ zum Abzug zwischen einer hinteren Betätigungsstellung zur
Verbindung des Abzugs mit den Zwischenhebeln und einer vorderen Trennstellung zur
Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Abzug und den Zwischenhebeln verschiebbar
ist. In der vorderen Auslösestellung des Grundkörpers können die beiden Zwischenhebel
die dazugehörigen Abzugsstangen zum Auslösen eines Schusses betätigen, während in
der hinteren Sicherungsstellung des Grundkörpers die Zwischenhebel von den Abzugsstangen
zur Verhinderung einer Schussabgabe beabstandet sind. Die Sicherungsstellung wird
durch den Grundkörper dann eingenommen, wenn die Waffe bei einer durch den Rückstoss
bedingten Rückwärtsbewegung von der Schulter des Schützens abgebremst wird oder von
dieser wieder nach vorne abprallt. Dann wird der Grundkörper durch die Trägheitskraft
gegenüber dem Baskülenteil weiter nach hinten in die Sicherungsstellung gedrückt,
so dass in dieser Phase keine Verbindung zwischen dem Abzug und den Abzugsstangen
besteht und somit kein weiterer Schuss abgegeben werden kann. Das am Abzug angeordnete
Trennstück bleibt dagegen bei einer durch den Rückstoss nach der Abgabe eines Schusses
bedingten Rückwärtsbewegung aufgrund seiner Trägheitsmasse stehen und wird relativ
zum Abzug in die vordere Trennstellung verschoben. In der vorderen Trennstellung ist
der Abzug von den Zwischenhebeln getrennt, so dass auch in dieser Phase kein zweiter
Schuss ausgelöst werden kann. Durch die verschiebbare Anordnung des Trennstücks kann
dieses auch bereits bei geringen Beschleunigungen schnell reagieren und somit eine
unerwünschte Schussauslösung auch bei einer Rückwärtsbewegung der Waffe verhindern.
Das erfindungsgemäße Schlosssystem ist besonders für geringe Abzugsgewichte geeignet
und bietet eine hohe Sicherheit gegen das ungewollte Abfeuern eines zweiten Schusses
sowohl während der durch den Rückstoss bedingten Rückwärtsbewegung als auch während
der Rückfederung der Waffe von der Schulter des Schützens.
[0007] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schlosssystems besteht darin,
dass es ohne weiteres von einem Einabzugsystem auf ein System mit zwei Abzügen umrüstbar
ist. Es muss lediglich der Abzug gegen einen Doppelabzug ausgetauscht werden. Ansonsten
sind keine wesentlichen Veränderungen erforderlich.
[0008] In einer besonders zweckmäßigen Ausführung ist das Trennstück auf einem nach oben
vorstehenden Führungszapfen des Abzugs verschiebbar geführt und wird durch eine Druckfeder
in die hintere Betätigungsstellung gedrückt. Die Druckfeder ist zweckmäßigerweise
zwischen dem Trennstück und einem vorderen Steg an der Oberseite des Abzugs eingespannt.
[0009] Eine zusätzliche Sicherheit kann in einer weiteren vorteilhaften Ausführung dadurch
erreicht werden, dass in dem Grundkörper den Zwischenhebeln zugeordnete Sperrschieber
angeordnet sind, die in dem Grundkörper verschiebbar zwischen einer hinteren Freigabestellung
und einer vorderen Sperrstellung verschiebbar sind. Die im Grundkörper verschiebbaren
Sperrschieber sind so konzipiert, dass sie bei einer durch einen Rückstoss bedingten
Rückwärtsbewegung des Baskülenteils aufgrund ihrer Trägheit zunächst stehen bleiben
und innerhalb des Grundkörpers in die vordere Sperrstellung gelangen. In dieser Sperrstellung
werden die Zwischenhebel von den Sperrschiebern blockiert, wodurch während der durch
den Rückstoß bedingten Rückwärtsbewegung der Waffe eine weitere Sicherheit gegen ungewolltes
Auslösen eines weiteren Schusses erreicht wird. Durch ihre verschiebbare Anordnung
innerhalb des Grundkörpers können die Sperrschieber auch bei geringeren Beschleunigungen
vergleichsweise schnell reagieren und somit auch eine unerwünschte Betätigung der
Zwischenhebel bei einer Rückwärtsbewegung der Waffe verhindern. Die innerhalb des
Grundkörpers angeordneten Sperrschieber benötigen auch nur einen geringen Bauraum,
so dass eine äußerst kompakte Bauweise des Schlosssystems ermöglicht wird.
[0010] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Schlosssystems einer Bockwaffe in einer ungespannten Stellung
im Schnitt;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Schlosssystems von Figur 1 in einer gespannten und schussbereiten
Stellung im Schnitt;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Schlosssystems von Figur 2 bereit zur Abgabe eines zweiten
Schusses im Schnitt;
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Schlosssystems von Figur 2 während der Rückwärtsbeschleunigung
der Waffe nach dem Auslösen des ersten Schusses im Schnitt;
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Schlosssystems von Figur 2 während der Abbremsung der Waffe
an der Schulter des Schützens nach dem Auslösen des ersten Schusses im Schnitt;
- Figur 6
- einen Grundkörper mit Zwischenhebeln und Sperrschiebern in einer Draufsicht;
- Figur 7
- eine geschnittene Seitenansicht des Grundkörpers von Figur 6;
- Figur 8
- einen Abzug in einer Seitenansicht;
- Figur 9
- den Abzug von Figur 8 in einer Draufsicht;
- Figur 10
- einen Schieber in einer Seitenansicht und
- Figur 11
- den Schieber von Figur 10 in einer Draufsicht.
[0011] Das in den Figuren 1 bis 5 in unterschiedlichen Stellungen gezeigte Schlosssystem
enthält zwei auf einem unteren Baskülenteil (Schlossblech) 1 verschiebbar geführte,
nebeneinander angeordnete Schlagstücke 2 und 3 zur Betätigung zweier hier nicht gezeigter
Schlagbolzen einer mehrläufigen Waffe, insbesondere einer Bockwaffe. In den Schlagstücken
2 und 3 sind jeweils eine Schlagfeder 4 und ein dazugehöriger Spannbolzen 5 untergebracht.
Zum Spannen der beiden Schlagfedern 4 sind die beiden Spannbolzen 5 durch einen hier
nicht gezeigten Spannschieber über einen Spannhebel 6 aus einer in Figur 1 gezeigten
hinteren Entspannstellung in eine in Figur 2 gezeigten vorderen Spannstellung verschiebbar.
[0012] Wie besonders aus Figur 3 hervorgeht, sind den beiden Schlagstücken 2 und 3 jeweils
ein zwischen einer Haltestellung und einer Freigabestellung drehbarer Rasthebel 7
bzw. 8 und jeweils eine mit diesem zusammenwirkende Abzugsstange 9 bzw. 10 zugeordnet.
Die beiden nebeneinander angeordneten Rasthebel 7 und 8 sind um einen ersten Querstift
11 drehbar an dem Baskülenteil 1 angelenkt und weisen obere Rastnasen 12 bzw. 13 zur
Halterung der Schlagstücke 2 bzw. 3 in der hinteren Haltestellung auf. Durch nicht
gezeigte Federn werden die Rasthebel 7 und 8 so beaufschlagt, dass deren Rastnasen
12 bzw. 13 nach oben gedrückt werden. Die beiden Abzugsstangen 9 und 10 sind in Art
eines zweiarmigen Hebels um einen zweiten Querstift 14 schwenkbar an dem Baskülenteil
1 angeordnet und weisen an der Unterseite ihres durch jeweils eine Druckfeder 15 nach
unten beaufschlagten hinteren Hebelarms eine Nut 16 zur Aufnahme eines am unteren
Ende des zugehörigen Rasthebel 7 bzw. 8 angeordneten Stifts 17 auf. Die Druckfedern
15 sind zwischen dem Baskülenteil 1 und den vorderen Hebelarmen der Abzugsstangen
9 und 10 eingespannt. Die Nuten 16 und die Stifte 17 sind derart aufeinander abgestimmt,
dass die Stifte 17 beim Anheben der hinteren Hebelarme der Abzugsstangen 9 und 10
außer Eingriff mit den Nuten 16 der Abzugsstangen 9 bzw. 10 gelangen, so dass die
Rasthebel 7 bzw. 8 freigegeben werden und sich die Schlagstücke 2 bzw. 3 unter der
Wirkung der Schlagfedern 4 nach vorne bewegen können.
[0013] Die Betätigung der Abzugsstangen 9 und 10 zur Freigabe der Rasthebel 7 bzw. 8 erfolgt
über zwei in Figur 6 in einer Draufsicht dargestellte Zwischenhebel 18 und 19, die
parallel nebeneinander an einem Grundkörper 20 um eine gemeinsame Querachse 21 schwenkbar
gelagert sind. Der Grundkörper 20 ist an dem unteren Baskülenteil 1 in dessen Längsrichtung
verschiebbar geführt. Die beiden Zwischenhebel 18 und 19 sind durch einen Trennsteg
22 voneinander getrennt im vorderen Bereich des Grundkörpers 20 angeordnet. Im hinteren
Bereich des Grundkörpers 20 sind zwei nebeneinander angeordnete Sperrschieber 23 und
24 ebenfalls in Längsrichtung des Baskülenteils 1 und damit in Längsrichtung der Bockwaffe
verschiebbar geführt. Zwischen den beiden Sperrschiebern 23 und 24 ist im Grundkörper
20 ein Durchgang 25 für den Spannhebel 6 vorgesehen. Sowohl in den Zwischenhebeln
18 und 19 als auch in den Sperrschiebern 23 und 24 sind in der Höhe verstellbare Stellelemente
26 bzw. 27 in Form von Gewindestiften angeordnet.
[0014] Die in den Figuren 6 und 7 gezeigten Zwischenhebel 18 und 19 sind als zweiarmige
Schwenkhebel ausgeführt, die am vorderen Ende ihres in Schussrichtung gesehen vor
einer Bohrung 28 für die Querachse 21 liegenden vorderen Hebelarms eine nach vorne
vorstehenden Nase 29 bzw. 30 zum Eingriff mit den dazugehörigen Abzugsstangen 9 bzw.
10 enthalten. An der Unterseite ihres vorderen Hebelarms weisen die Zwischenhebel
18 und 19 nach unten vorstehende Vorsprünge 31 bzw. 32 auf. In den vorderen Hebelarmen
der Zwischenhebel 18 und 19 sind die vorderen Stellelement 26 zwischen den Nasen 29
bzw. 30 und den Bohrungen 28 für die Querachse 21 angeordnet und liegen mit seinem
unteren Ende auf einem Absatz 33 des Grundkörpers 20 auf. Durch Verdrehung der vorderen
Stellelemente 26 kann so die Höhe der Nasen 29 und 30 gegenüber dem Grundkörper 20
eingestellt werden.
[0015] Die Zwischenhebel 18 und 19 enthalten ferner an ihrem hinter der Bohrung 28 liegenden
hinteren Hebelarm einen nach hinten vorstehenden Ansatz 34 bzw. 35, welcher von dem
in dem Sperrschieber 23 bzw. 24 angeordneten hinteren Stellelement 27 untergriffen
werden kann. Zwischen dem hinteren Hebelarm der Zwischenhebel 18 und 19 und dem Grundkörper
20 ist jeweils eine vertikale Druckfeder 36 eingespannt. Durch die vertikale Druckfeder
36 wird der vordere Hebelarm des Zwischenhebels 18 bzw. 19 und damit die Nase 29 bzw.
30 mit den Vorsprüngen 31 bzw. 32 nach unten gedrückt. Zwischen den Zwischenhebeln
18 bzw. 19 und den Sperrschiebern 23 bzw. 24 sind außerdem horizontale Druckfedern
37 und 38 eingespannt. Durch diese Druckfedern 37 und 38 werden die Sperrschieber
23 und 24 nach hinten in Richtung einer Rückwand 39 des Grundkörpers 20 gedrückt.
Aus den Figuren 6 und 7 geht auch hervor, dass der Zwischenhebel 19 etwas länger als
der Zwischenhebel 18 ist und die Nase 30 mit dem Vorsprung 32 des Zwischenhebels 19
gegenüber der Nase 29 und dem Vorsprung 31 des Zwischenhebels 18 nach vorne versetzt
sind.
[0016] Wie sich besonders aus Figur 6 ergibt, weisen die beiden Sperrschieber 23 und 24
einen in der Draufsicht schlankeren und der Seitenansicht erhöhten vorderen Bereich
40 und einen in der Draufsicht verbreiterten, in der Seitenansicht jedoch schmaleren
hinteren Bereich 41 auf. In dem vorderen Bereich 40 der Sperrschieber 23 und 24 ist
ein in Figur 7 erkennbares Langloch 42 vorgesehen. An den Innenseiten der beiden hinteren
Bereiche 41 befinden sich nach innen vorstehende Ansätze 43 zur Anlage des Spannhebels
6. An der Vorderseite der verbreiterten hinteren Bereiche 41 sind in Figur 7 erkennbare
Sacklöcher 44 für die Druckfedern 37 bzw. 38 vorgesehen. Über die Langlöcher 42 und
die Querachse 21 sind die beiden Sperrschieber 23 und 24 in dem Grundkörper 20 in
deren Längsrichtung zwischen einer hinteren Freigabestellung und einer vorderen Sperrstellung
verschiebbar geführt. Der Grundkörper 20 enthält an der Unterseite einen in Figur
7 besonders gut erkennbaren Führungsblock 45 mit einer vorderen Quernut 46 und einem
nach hinten offenen Sackloch 47.
[0017] In den Seitenansichten von Figur 1 bis 5 ist erkennbar, dass der Grundkörper 20 an
dem Baskülenteil 1 über den innerhalb einer Vertiefung 48 des Baskülenteils 1 angeordneten
Führungsblock 45 und einen in die Quernut 46 eingreifenden Querstift 49 in Längsrichtung
des Baskülenteils 1 zwischen einer vorderen Auslösestellung und einer hinteren Sicherungsstellung
verschiebbar geführt ist. Durch eine Druckfeder 50, die mit ihrem hinteren Ende auf
einem an der Baskülenteil 1 angeordneten horizontalen Führungszapfen 51 sitzt und
mit dem vorderen Ende in das Sackloch 47 des Führungsblocks 45 eingreift, wird der
Grundkörper 20 in Schussrichtung gesehen nach vorne in die Auslösestellung gedrückt.
[0018] Bei der gezeigten Ausführung ist an der Unterseite des Baskülenteils 1 ein als Einabzug
ausgeführter Abzug 52 um eine Drehachse 53 drehbar montiert. Mit Hilfe einer Druckfeder
54, die zwischen dem Baskülenteil 1 und einem in einer Bohrung 55 im Abzug 52 hinter
der Drehachse 53 höhenverstellbar angeordneten Gewindestift 56 eingespannt ist, wird
der Abzug 52 nach vorne gedrückt.
[0019] Der in den Figuren 8 und 9 in einer Seitenansicht und Draufsicht gesondert dargestellte
Abzug 52 enthält an seiner Oberseite einen nach oben ragenden vorderen Steg 57 und
einen nach oben vorstehenden zentralen Führungszapfen 58, in dem eine Querbohrung
59 für die Drehachse 53 angeordnet ist. Hinter der Querbohrung 59 ist in dem Führungszapfen
58 die an ihrem unteren Ende mit einem Gewinde versehene senkrechte Bohrung 55 für
die Druckfeder 54 und den Gewindestift 56 vorgesehen.
[0020] Auf dem in der Draufsicht ovalen Führungszapfen 58 ist ein in den Figuren 10 und
11 in einer Seitenansicht und Draufsicht dargestelltes Trennstück 60 in Längsrichtung
der Waffe zwischen einer vorderen Trennstellung und einer hinteren Betätigungsstellung
verschiebbar geführt.
[0021] Hierzu enthält das Trennstück 60 ein von oben nach unten durchgängiges Langloch 61,
das eine größere Länge als der Führungszapfen 58 aber nur geringfügig größere Breite
zur verschiebbaren Führung auf dem Führungszapfen 58 aufweist. Das Trennstück 60 enthält
außerdem ein zum Langloch 61 senkrechtes, quer durch das Trennstück 60 verlaufendes
weiteres Langloch 62, durch das die Drehachse 53 verläuft. An der vorderen Stirnseite
des Trennstücks 60 befindet sich ein Sackloch 63 für das eine Ende einer in den Figuren
1 bis 5 gezeigten Druckfeder 64. Mit ihrem anderen Ende stützt sich die Druckfeder
64 an dem vorderen Steg 57 des Abzugs 52 ab. Durch die Druckfeder 64 wird das Trennstück
60 somit in Schussrichtung gesehen nach hinten gedrückt. In dem Trennstück 60 sind
hinter dem Langloch 61 darüber hinaus zwei nebeneinander angeordnete Gewindebohrungen
65 für in den Figuren 1 bis 5 dargestellte, in der Höhe verstellbare Gewindestifte
66 zum Eingriff mit den nach unten vorstehenden Vorsprüngen 31 und 32 der jeweiligen
Zwischenhebel 18 bzw. 19 montiert. Um den Zugang zu den Gewindestiften 66 für deren
Verstellung zu ermöglichen, sind in dem Abzug 52 entsprechende senkrechte Durchgangsbohrungen
67 vorgesehen.
[0022] Im Folgenden wird die Funktionsweise des vorstehend beschriebenen Schlosssystems
anhand der Figuren 1 bis 5 erläutert.
[0023] In der ungespannten Ausgangsstellung nehmen die vorstehend beschriebenen Teile des
erfindungsgemäßen Schlosssystems die in Figur 1 gezeigte Stellung ein. Die beiden
Schlagstücke 2 und 3 liegen mit einer vorderen Kante an den Rastnasen 12 bzw. 13 der
beiden in der oberen Haltestellung befindlichen Rasthebel 7 und 8 an. Der Spannhebel
6 befindet sich in der nach hinten verschwenkten Stellung, so dass sich auch die Spannbolzen
5 in der hinteren Stellung befinden und die beiden Schlagfedern 4 nur leicht gespannt
sind. Über den an den inneren Ansätzen 43 anliegenden Spannhebel 6 werden die beiden
Sperrschieber 23 und 24 nach hinten an die Rückwand 39 des Grundkörpers 20 und dieser
dadurch entgegen der Kraft der Druckfeder 50 nach hinten in die zurückgeschobene Sicherungsstellung
gedrückt. In dieser Stellung sind die Nasen 29 und 30 der beiden Zwischenhebel 18
und 19 von den Abzugsstangen 9 und 10 beabstandet. Auch die nach unten vorstehenden
Vorsprünge 31 und 32 der Zwischenhebel 18 und 19 sind von den in dem Trennstück 60
angeordneten Gewindestiften 66 beabstandet, so dass in dieser Stellung keine Verbindung
zwischen dem Abzug 52 und den dazugehörigen Abzugsstangen 9 und 10 besteht.
[0024] In Figur 2 ist das Schlosssystem in der gespannten Stellung kurz vor der Abgabe des
ersten Schusses gezeigt. Über den Spannhebel 6 sind die Spannbolzen 5 nach vorne geschoben
und die beiden Schlagfedern 4 gespannt. Wenn sich der Spannhebel 6 in der vorderen
Stellung befindet, wird der Grundkörper 20 über die Sperrschieber 23 und 24 auch nicht
mehr in der zurückgezogenen Sicherungsstellung gehalten, sondern durch die Druckfeder
50 nach vorne in Richtung des Querstifts 49 gedrückt, bis der in Figur 2 hintere Zwischenhebel
19 mit seiner weiter vorstehenden Nase 30 die zugehörige Abzugsstange 10 untergreift
und mit seinem nach unten ragenden Vorsprung 32 zur Auflage auf dem zugehörigen Gewindestift
66 in der in Figur 11 oberen Bohrung 65 des Trennstücks 60 gelangt. Die Nase 29 des
Zwischenhebels 18 ist dagegen von der zugehörigen Abzugsstange 9 beabstandet und auch
der Vorsprung 31 der Abzugstange 9 liegt nicht auf dem zugehörigen Gewindestift 66
des Trennstücks 60 auf. Durch die Kraft der Druckfedern 37 werden die Sperrschieber
23 und 24 auch weiterhin gegen die Rückwand 39 des Grundkörpers 20 gedrückt. In dieser
hinteren Freigabestellung der Sperrschieber 23 und 24 werden die hinteren Ansätze
34 und 35 der Zwischenhebel 18 bzw. 19 nicht von den als Stellschrauben ausgeführten
Stellelementen 27 untergriffen, so dass die beiden Zwischenhebel 18 und 19 frei drehbar
sind. Wird in dieser gespannten Stellung der Abzug 52 betätigt, hebt der Zwischenhebel
19 das hintere Ende der Abzugstange 10 an, wodurch der Rasthebel 8 zur Drehung freigegeben
wird. Dadurch kann sich das Schlagstück 3 zur Abgabe eines ersten Schusses nach vorne
bewegen, wie dies in Figur 4 gezeigt ist.
[0025] Durch die Rückstosskraft bei der Abgabe des ersten Schusses werden die Waffe und
damit auch das Baskülenteil 1 zunächst nach hinten in Richtung der Schulter des Schützen
beschleunigt. Über den bei der Rückwärtsbewegung des Baskülenteils 1 an dem inneren
Ende der Quernut 46 zur Anlage gelangenden Querstift 49 wird dabei der Grundkörper
20 von dem Baskülenteil 1 nach hinten mitgenommen. Die beiden Sperrschieber 23 und
24 bleiben jedoch aufgrund ihrer Trägheitsmasse zunächst stehen, so dass die hintere
Ansätze 34 und 35 der Zwischenhebel 18 und 19 gemäß Figur 4 über die Stellelemente
27 gelangen. In dieser Stellung wird durch die an der Unterseite der Ansätze 34 und
35 anliegenden Stellelemente 27 eine Drehung der Zwischenhebel 18 und 19 und damit
ein Auslösen eines weiteren Schusses verhindert. Bei der durch den Rückstoss bedingten
Rückwärtsbewegung des Baskülenteils 1 bleibt außerdem auch das auf dem Abzug 52 verschiebbare
Trennstück 60 aufgrund seiner Trägheitsmasse stehen und wird entgegen der Kraft der
Druckfeder 64 gegen den Steg 57 in die vordere Trennstellung gedrückt. Dabei werden
auch die Gewindestifte 66 gegenüber den Vorsprüngen 31 und 32 nach vorne verschoben,
so dass der zum noch nicht betätigten Zwischenhebel 18 gehörende Gewindestift 66 von
dem Vorsprung 31 des Zwischenhebels 18 beabstandet ist. Dadurch wird eine zusätzliche
Sicherung erreicht.
[0026] Wenn die durch den Rückstoss bedingte Rückwärtsbewegung der Waffe von der Schulter
des Schützens abgebremst wird oder die Waffe von der Schulter wieder nach vorne abprallt,
bewegt sich der Grundkörper 20 aufgrund seiner Trägheitsmasse gegenüber dem Baskülenteil
1 entgegen der Kraft der Druckfeder 50 weiter nach hinten und nimmt die in Figur 5
gezeigte hintere Stellung ein. In dieser Stellung des Grundkörpers 20 sind die Nasen
29 und 30 der beiden Zwischenhebel 18 und 19 wieder von den Abzugsstangen 9 und 10
beabstandet, so dass in dieser Phase selbst beim Verschwenken der Zwischenhebel 18
und 19 kein weiterer Schuss ausgelöst werden kann. Auch in dieser Phase sind die unteren
Vorsprünge 31 und 32 der Zwischenhebel 18 und 19 von den dazugehörigen Gewindestiften
66 im Trennstück beabstandet, so dass auch keine Verbindung zwischen dem Abzug und
den Zwischenhebeln 18 und 19 besteht.
[0027] Erst wenn die Waffe zur Ruhe kommt und sowohl der Grundkörper 20 von der Druckfeder
50 in die vordere Auslösestellung als auch die Sperrschieber 23 und 24 von den Druckfedern
37 und 38 in die hintere Freigabestellung gedrückt werden, kann die Nase 29 des noch
nicht betätigten Zwischenhebels 18 das hintere Ende der zugehörigen Abzugsstange 9
untergreifen, wie dies in Figur 3 gezeigt ist. Durch Betätigung des Abzuges 52 kann
dann der zweite Schuss ausgelöst werden. Dadurch wird eine hohe Sicherheit gegen das
so genannte Doppeln, d.h. das ungewollte Abfeuern des zweiten Schusses sowohl während
der durch den Rückstoss bedingten Rückwärtsbewegung als auch während der Rückfederung
der Waffe von der Schulter des Schützens erreicht.
1. Schlosssystem für eine mehrläufige Waffe, insbesondere eine Bockwaffe, mit mindestens
zwei an einem Baskülenteil (1) verschiebbar angeordneten Schlagstücken (2, 3), jeweils
einem jedem Schlagstück (2, 3) zugeordneten Rasthebel (7, 8) zur Halterung oder Freigabe
der Schlagstücke (2, 3) und einer Abzugseinrichtung, die den Rasthebeln (7, 8) zugeordnete
Abzugsstangen (9, 10), einen Abzug (52) und einen gegenüber dem Baskülenteil (1) aufgrund
seiner Trägheitsmasse verschiebbaren Grundkörper (20) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zwischen einer vorderen Auslösestellung und einer hinteren Sicherungsstellung
verschiebbaren Grundkörper (20) den Abzugsstangen (9, 10) zugeordnete Zwischenhebel
(18, 19) angeordnet sind und dass der Abzug (52) ein zusätzlich verschiebbares Trennstück
(60) enthält, das relativ zum Abzug (52) zwischen einer hinteren Betätigungsstellung
zur Verbindung des Abzugs (52) mit den Zwischenhebeln (18, 19) und einer vorderen
Trennstellung zur Trennung des Abzugs (52) von den Zwischenhebeln (18, 19) durch seine
Trägheitsmasse verschiebbar ist.
2. Schlosssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennstück (60) auf einem nach oben vorstehenden Führungszapfen (58) des Abzugs
(52) verschiebbar geführt ist.
3. Schlosssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennstück (60) durch eine Druckfeder (64) in die hintere Betätigungsstellung
gedrückt wird.
4. Schlosssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, die Druckfeder (64) zwischen dem Trennstück (60) und einem vorderen Steg (57) an
der Oberseite des Abzugs (52) eingespannt ist.
5. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Trennstück (60) verstellbare Betätigungselemente (66) zum Eingriff mit nach
unten vorstehenden Vorsprüngen (31, 32) der Zwischenhebel (18, 19) angeordnet sind.
6. Schlosssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (31, 32) der Zwischenhebel (18, 19) zueinander versetzt sind.
7. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenhebel (18, 19) gegeneinander versetzte vordere Nasen (29, 30) zum Eingriff
mit den Abzugsstangen (9, 10) aufweisen.
8. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Führungszapfen (58) eine Querbohrung (59) für eine Drehachse (53) des Abzugs
(52) angeordnet ist.
9. Schlosssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Trennstück (60) ein Langloch (61) für die Drehachse (53) des Abzugs (52) vorgesehen
ist.
10. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Grundkörper (20) den Zwischenhebeln (18, 19) zugeordnete Sperrschieber (23,
24) angeordnet sind, die in dem Grundkörper (20) verschiebbar geführt und relativ
zum Grundkörper (20) zwischen einer hinteren Freigabestellung und einer vorderen Sperrstellung
verschiebbar sind.
11. Schlosssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschieber (23, 24) ein Stellelement (27) aufweisen, das in der vorderen Sperrstellung
einen hinteren Ansatz (34, 35) der Auslösehebel (18, 19) zur Verhinderung einer Drehung
der Zwischenhebel (18, 19) untergreift.
12. Schlosssystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschieber (23, 24) durch Druckfedern (37, 38) in die hintere Freigabestellung
beaufschlagt sind.
13. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschieber (23, 24) durch Langlöcher (42) und einen Querstift (21) verschiebbar
in dem Grundkörper (20) geführt sind.
14. Schlosssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (20) durch eine Druckfeder (50) in die vordere Auslösestellung gedrückt
wird.
15. Schlosssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (20) durch einen Spannhebel (6) über die Sperrschieber (23, 24) in
die hintere Sicherungsstellung verschiebbar ist.
1. Lock system for a multi-barrel weapon, in particular an over and under weapon, with
at least two hammers (2, 3) arranged displaceably on a baskule part (1), in each case
a detent lever (7, 8) associated with each hammer (2, 3) for holding or releasing
the hammers (2, 3), and a trigger mechanism which comprises trigger rods (9, 10) associated
with the detent levers (7, 8), a trigger (52) and a base part (20) displaceable in
relation to the baskule part (1) due to its inertial mass, characterised in that intermediate levers (18, 19) associated with the trigger rods (9, 10) are arranged
on the base part (20) displaceable between a front releasing position and a rear safety
position, and in that the trigger (52) comprises an additionally displaceable separating piece (60) which
is displaceable relative to the trigger (52) between a rear actuating position for
connecting the trigger (52) with the intermediate levers (18, 19) and a front separating
position for separating the trigger (52) from the intermediate levers (18, 19) through
its inertial mass.
2. Lock system according to claim 1, characterised in that the separating piece (60) is guided displaceably on an upwardly projecting guide
protrusion (58) on the trigger (52).
3. Lock system according to claim 1 or 2, characterised in that the separating piece (60) is pressed into the rear actuating position by a compression
spring (64).
4. Lock system according to claim 3, characterised in that the compression spring (64) is clamped between the separating piece (60) and a front
projection (57) on the upper side of the trigger (52).
5. Lock system according to one of claims 1 to 4, characterised in that adjustable actuating elements (66) are arranged in the separating piece (60) for
engagement with downwardly protruding projections (31, 32) of the intermediate levers
(18, 19).
6. Lock system according to claim 5, characterised in that the projections (31, 32) of the intermediate levers (18, 19) are offset in relation
to one another.
7. Lock system according to one of claims 1 to 6, characterised in that the intermediate levers (18, 19) exhibit front noses (29, 30) offset in relation
to one another for engagement with the trigger rods (9, 10).
8. Lock system according to one of claims 2 to 7, characterised in that a transverse bore (59) is arranged in the guide protrusion (58) for a pivot (53)
of the trigger (52).
9. Lock system according to claim 8, characterised in that a slot (61) is provided in the separating piece (60) for the pivot (53) of the trigger
(52).
10. Lock system according to one of claims 1 to 9, characterised in that arranged in the base part (20) there are blocking slides (23, 24) which are associated
with the intermediate levers (18, 19) and are guided displaceably in the base part
(20) and displaceable relative to the base part (20) between a rear releasing position
and a front b locking position.
11. Lock system according to claim 10, characterised in that the blocking slides (23, 24) exhibit a positioning element (27) which in the front
blocking position grips under a rear projection (34, 35) on the release levers (18,
19) to prevent rotation of the intermediate levers (18, 19).
12. Lock system according to claim 10 or 11, characterised in that the blocking slides (23, 24) are forced into the rear releasing position by compression
springs (37, 38).
13. Lock system according to one of claims 10 to 12, characterised in that the blocking slides (23, 24) are guided displaceably in the base part (20) by slots
(42) and a transverse pin (21).
14. Lock system according to one of claims 1 to 13, characterised in that the base part (20) is pressed into the front releasing position by a compression
spring (50).
15. Lock system according to claim 14, characterised in that the base part (20) is displaceable into the rear safety position by a cocking lever
(6) through the blocking slides (23, 24).
1. Système de verrouillage pour une arme à plusieurs canons, en particulier pour une
arme à canons superposés, comportant au moins deux supports-percuteurs (2, 3) disposés
de manière à pouvoir coulisser au niveau d'une pièce à bascule (1), comportant respectivement
un levier d'arrêt (7, 8) associé à chaque support-percuteur (2, 3) servant à maintenir
ou à libérer des supports-percuteurs (2, 3) et un dispositif de détente, qui est doté
de tiges de détente (9, 10) associées aux leviers à crans (7, 8), d'une détente (52)
et d'un corps de base (20) pouvant être coulissé par rapport à la partie de bascule
(1) du fait de sa masse d'inertie, caractérisé en ce que des leviers intermédiaires (18, 19) associés aux tiges de détente (9, 10) sont disposés
au niveau du corps de base (20) pouvant être coulissé entre une positon de déclenchement
avant et une position de sécurité arrière, et en ce que la détente (52) est dotée d'une pièce de séparation (60) pouvant en outre être coulissée,
laquelle peut être coulissée par rapport à la détente (52) entre une position d'actionnement
arrière servant à relier la détente (52) aux leviers intermédiaires (18, 19) et une
position de séparation avant servant à séparer la détente (52) des leviers intermédiaires
(18, 19) par sa masse d'inertie.
2. Système de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de séparation (60) est guidée de manière à pouvoir être coulissée sur un
tourillon de guidage (58) de la détente (52), faisant saillie vers le haut.
3. Système de verrouillage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce de séparation (60) est pressée par un ressort de compression (64) dans une
position d'actionnement arrière.
4. Système de verrouillage selon la revendication 3, caractérisé en ce que le ressort de compression (64) est tendu entre la pièce de séparation (60) et une
entretoise (57) avant, au niveau du côté supérieur de la détente (52).
5. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des éléments d'actionnement (66) pouvant être déplacés destinés à venir en prise
avec des parties faisant saillies (31, 32) vers le bas des leviers intermédiaires
(18, 19) sont disposés dans la pièce de séparation (60).
6. Système de verrouillage selon la revendication 5, caractérisé en ce que les parties faisant saillie (31, 32) des leviers intermédiaires (18, 19) sont décalées
les unes par rapport aux autres.
7. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les leviers intermédiaires (18, 19) présentent des ergots (29, 30) avant décalés
les uns par rapport aux autres destinés à venir en prise avec les tiges de détente
(9, 10).
8. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce qu'un alésage transversal (59) pour un axe de rotation (53) de la détente (52) est pratiqué
dans le tourillon de guidage (58).
9. Système de verrouillage selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un trou oblong (61) pour l'axe de rotation (53) de la détente (52) est prévu dans
la pièce de séparation (60).
10. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des poussoirs de blocage (23, 24) associés aux leviers intermédiaires (18, 19) sont
disposés dans le corps de base (20), lesquels poussoirs de blocage sont guidés de
manière à pouvoir être coulissés dans le corps de base (20) et peuvent être coulissés
par rapport au corps de base (20) entre une position de libération arrière et une
position de blocage avant.
11. Système de verrouillage selon la revendication 10, caractérisé en ce que les poussoirs de blocage (23, 24) présentent un élément de réglage (27), qui vient
en prise par le bas, dans la position de blocage avant, avec un appendice (34, 35)
arrière des leviers de déclenchement (18, 19) afin d'empêcher toute rotation des leviers
intermédiaires (18, 19).
12. Système de verrouillage selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les poussoirs de blocage (23, 24) sont soumis à l'action de ressorts de compression
(37, 38) dans la position de libération arrière.
13. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que les poussoirs de blocage (23, 24) sont guidés dans le corps de base (20) de manière
à pouvoir être coulissés, à travers des trous oblongs (42) et une tige transversale
(21).
14. Système de verrouillage selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le corps de base (20) est pressé par un ressort de compression (50) dans la position
de déclenchement avant.
15. Système de verrouillage selon la revendication 14, caractérisé en ce que le corps de base (20) peut être coulissé dans la position de sécurité arrière par
un levier de serrage (6) par l'intermédiaire des poussoirs de blocage (23, 24).
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