[0001] Die Erfindung betrifft ein Duftmediumabgabesystem, welches einen parfümierten, polymerhaltigen
Formkörper umfasst der in einem Entnahmebehältnis bereitgestellt ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung des Duftmediumabgabesystems zur Dosierung
von Duftmittel sowie ein Verfahren zur Beduftung wässriger Systeme.
[0003] Der Einsatz von Riechstoffen zur Erzeugung von Wohlgerüchen ist seit langer Zelt
ein wichtiger Bestandtell menschlicher Kultur. Riechstoffe wurden beispielsweise sehr
früh für sakrale oder kultische Zwecke eingesetzt. Ein Beispiel hierfür Ist die Verbrennung
von Weihrauch. In der Regel sollen Riechstoffe dazu dienen, andere, als unangenehm
empfundene Gerüche zu überdecken beziehungsweise angenehme, anziehende Gerüche hervorzubringen.
Der Einsatz von Riechstoffen hat auch oft den Zweck, den Eindruck von Sauberkeit zu
vermitteln.
[0004] Auch die meisten Wasch- und Reinigungsprodukte enthalten Riechstoffe. Diese überdecken
den originären Produktgeruch und sorgen für ein angenehmes Geruchsbild.
[0005] EP 16 14 743 A1 beschreibt eine Methode zur länger anhaltenden Beduftung von Textilien mit wasserläslichen,
Parfüm enthaltenden Filmen aus Polysacchariden oder Cellulose-Polymeren.
[0006] Wie sich gezeigt hat, entfaltet der Verbraucher ein Bedürfnis nach immer neuen Düften,
und entsprechend werden im Handel fortwährend neu beduftete Produkte angeboten.
[0007] Ein gewisser Mangel liegt jedoch darin, dass die im Handel angebotenen Produkte sehr
einheitlich beduftet sind, was die Duftintensität anbetrifft. Die Duftintensität ist
dabei abgestimmt auf die Bedürfnisse eines durchschnittlichen Verbrauchers. Entsprechend
leiden Verbraucher, welche einen sehr ausgeprägten oder aber einen verminderten Wohlgeruchsbedarf
haben, an der einheitlichen Produktbeduftung. Dies betrifft Insbesondere jene Produkte,
wie Wasch- oder Reintgungsmiltel, welche Im Zusammenhang mit wässrigen Systemen angewendet
werden.
[0008] Vor diesem Hintergrund lag die an die Erfindung gestellte Aufgabe darin, dem Verbraucher
die individuelle Parfümierung wässriger Systeme zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird
vom Gegenstand der Erfindung gelöst.
[0009] Der Gegenstand der Erfindung ist ein Duftmediumabgabesystem, umfassend einen parfümierten,
wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren, Formkörper, welcher zumindest 20 Gew.-%
Polymer(e) sowie zumindest 10 Gew.-% Riechstoffe enthält, Gew.-% jeweils bezogen auf
den gesamten Formkörper, wobei der Formkörper in einem Entnahmebehältnis bereitgestellt
ist, und wobei der Formkörper eine geschäumte Folie ist und wobei das im Formkörper
enthaltene Parfüm zumindest zu 5 Gew.-% in verkapselter Form vorliegt.
[0010] Ein Duftmedium ist ein Medium, welches Riechstoffe trägt, im vorliegenden Fall handelt
es sich um einen parfümierten Formkörper. Ein Duftmediumabgsbesystem Ist ein Gegenstand,
der die, vorzugsweise dosierte bzw. portionierte, Abgabe des Duftmediums, also des
parfümierten Formkörpers an den Verbraucher ermöglicht.
[0011] Der Polymeranteil des Formkörpers kann nach einer bevorzugten Ausführungsform auch
deutlich über 20 Gew.-% liegen, z.B. bei einem Wert von zumindest 25 Gew.-%. 30 Gew.-%,
35 Gew.-%, 40 Gew.-%, 45 Gew.-%, 50 Gew.-%, 55 Gew.-%, 60 Gew.-%. 65 Gew.-%. 70 Gew.-%
oder auch zumindest 75 Gew.-% oder sogar zumindest 80 Gew.-%, wobei Gew.-% auf den
gesamten Formkörper bezogen Ist. Mögliche Obergrenzen für den Polymeranteil des Formkörpers
können z.B. bei einem Wert von maximal 95 Gew.-%, 90 Gew.-%, 85 Gew.%, 80 Gew.-%,
75 Gew.-%, 70 Gew.-%, 65 Gew.-%, 60 Gew.-%. 55 Gew.-%, 50 Gew.-%, 45 Gew.-%, 40 Gew.%,
35 Gew.-% oder maximal 30 Gew.-% liegen.
[0012] Der Polymeranteil des Formkörpers kann also z.B. im Bereich von 35 Gew.-% bis 70
Gew.-% liegen oder z.B. Im Bereich von 40 Gew.-% bis 80 Gew.-%, usw.
[0013] Nach einer erheblich bevorzugten Ausführungsform ist der parfümierte Formkörper eine
streifenförmige, blattförmige, scheibenförmige, oder bahnförmige, vorzugsweise flexible,
Folie.
[0014] Eine Folie ist ein dünnes, flächiges Material. In der Regel sind Folien mehr oder
weniger flexibel, wobei ihre Flexibilität sowohl von der Dicke der Folienbahn als
auch von der Art des eingesetzten Rohstoffs abhängig ist. Bei sehr steifen Produkten
spricht man im allgemeinen Sprachgebrauch oft nicht mehr von Folien, sondern eher
von Platten. Erfindungsgemäß sind auch Platten umfasst. Die Dicken der Folien können
vorzugsweise zwischen etwa 1 und 500 µm liegen. Es sind auch noch dünnere Folien möglich,
welche man dann als Membranen bezeichnet. Auch diese sind von der Erfindung umfasst.
Es sind auch noch dickere Folien mit Dicken > 500 µm möglich. Auch diese sind von
der Erfindung umfasst.
[0015] Bevorzugte Foliendicken liegen z.B. bei Werten < 400 µm, < 300 µm, < 200 µm oder
auch kleiner < 100 µm. Es sind auch Dicken von z.B. < 80 µm, < 60 µm oder < 40 µm
möglich.
[0016] Mögliche Mindestdicken können beispielsweise bei Werten wie z.B. 2, 3, 4, 5, 6, 7,
8, 9 oder 10 µm liegen. Es sind auch Mindestdicken von z.B. 15, 20, 25, 30, 35, 40,
45 oder 50 µm möglich, sogar Werte von wenigstens 60, 70, 80, 90, 100, 150 oder 200
µm sind möglich.
[0017] Eine erfindungsgemäße Folie kann demnach z.B. eine Dicke von 3 bis < 200 µm oder
z.B. von 20 bis < 80 µm aufweisen, um nur 2 Beispiele zu nennen.
[0018] Die Länge-Breite-Abmessungen einer bevorzugten streifenförmigen, blattförmigen, scheibenförmigen
oder bahnförmigen Folie, können (unabhängig voneinander) betragen:
(a) in der Länge vorzugsweise 1cm bis 30 cm, vorteilhafterweise 2cm bis 20 cm, in
weiter vorteilhafter Weise 3 cm bis 15 cm, insbesondere 4 cm bis 10 cm,
(b) in der Breite vorzugsweise 1 cm bis 25 cm, vortellhafterweise 2 cm bis 20 cm,
in weiter vorteilhafter Weise 3 cm bis 15 cm, insbesondere 4 cm bis 10 cm.
[0019] Die Mindestlänge der Folie kann auch bei 5, 6, 7 oder 8 cm liegen. Die Mindeslbreite
der Folie kann ebenfalls bei 5, 6, 7 oder 8 cm liegen.
[0020] Eine erfindungsgemäße Folie kann jede Form haben, beispielsweise quadratisch, rechteckig,
dreieckig, oval, kreisförmig. Es sind auch Sonderformen möglich, beispielsweise Herzform,
Zahlenform oder Buchstabenform.
[0021] Die erfindungsgemäßen Folien, können transparent oder undurchsichtig sein. Es kann
sich z.B. um Solo- oder Verbundfolien handeln.
[0022] Während so genannte Verbundfolien, z.B. PA/PE-Folien, mehrere Schichten verschiedener
Materialien aufweisen, z.B. eine PA- und eine PE-Schicht, bestehen Solofolien nur
aus einem einheitlichen Folienmaterial, das natürlich eine Mischung verschiedener
Stoffe, insbesondere eine Polymermischung, umfassen kann. Sowohl Solo- wie Verbundfolien
sind von der Erfindung umfasst.
[0023] Wenn Folien aus zwei Schichten des gleichen Materials bestehen, werden sie als Doppelfolien
bezeichnet. Ein wesentlicher Grund für die Herstellung von Doppelfolien kann die Erzeugung
größerer Foliendicken sein. Eine Variante hierbei ist die Coextrusion von zwei Schichten
eines Thermoplasten als Alternative zu einer einzigen dickeren Schicht. Auch Doppelfolien
sind von der Erfindung umfasst.
[0024] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die erfindungsgemäßen Folien
mehrschichtig ausgebildet.
[0025] Die erfindungsgemäßen Formkörper können ein einzelnes Polymer oder einen Blend verschiedener
Polymere umfassen. In bevorzugten Fällen umfasst der Formkörper ein oder mehrere Materialien
aus der Gruppe (gegebenenfalls acetalisierter) Polyvinylalkohol (PVAL) und/oder PVAL-Copolymere,
Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Polyethylenglykol, Gelatine, Cellulose und deren
Derivate; insbesondere MC, HEC, HPC, HPMC und/oder CMC, und/oder Copolymere sowie
deren Mischungen. Ggf. können den Formkörpern dem Fachmann bekannte Weichmacher zur
Erhöhung der Flexibilität des Materials oder andere Hilfs- oder Zusatzstoffe beigemischt
sein.
[0026] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Polyvinylalkohole als wasserlösliche Polymere
ganz besonders bevorzugt. "Polyvinylalkohole" (Kurzzeichen PVAL, gelegentlich auch
PVOH) ist dabei die Bezeichnung für Polymere der allgemeinen Struktur

die in geringen Anteilen (ca. 2%) auch Struktureinheiten des Typs

enthalten.
[0027] Handelsübliche Polyvinylalkohole, die als weiß-gelbliche Pulver oder Granulate mit
Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 100 bis 2500 (Molmassen von ca. 4000 bis
100.000 g/mol) angeboten werden, haben Hydrolysegrade von 98-99 bzw. 87-89 Mol-%,
enthalten also noch einen Restgehalt an Acetyl-Gruppen. Charakterisiert werden die
Polyvinylalkohole von Seiten der Hersteller durch Angabe des Polymerisationsgrades
des Ausgangspolymeren, des Hydrolysegrades, der Verseifungszahl bzw. der Lösungsviskosität.
[0028] Polyvinylalkohole sind abhängig vom Hydrolysegrad löslich in Wasser und wenigen stark
polaren organischen Lösungsmitteln (Formamid, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid);
von (chlorierten) Kohlenwasserstoffen, Estern, Fetten und Ölen werden sie nicht angegriffen.
Polyvinylalkohole werden als toxikologisch unbedenklich eingestuft und sind biologisch
zumindest teilweise abbaubar. Die Wasserlöslichkeit kann man durch Nachbehandlung
mit Aldehyden (Acetalisierung), durch Komplexierung mit Ni- oder Cu-Salzen oder durch
Behandlung mit Dichromaten, Borsäure od. Borax verringern. Polyvinylalkohol ist weitgehend
undurchdringlich für Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Helium, Wasserstoff, Kohlendioxid,
lässt jedoch Wasserdampf hindurchtreten.
[0029] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Formkörper sind dadurch gekennzeichnet,
dass sie Polyvinylalkohole und/oder PVAL-Copolymere umfassen, deren Hydrolysegrad
70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis 90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-%
und insbesondere 82 bis 88 Mol-% beträgt.
[0030] Vorzugsweise werden Polyvinylalkohole eines bestimmten Molekulargewichtsbereichs
eingesetzt, wobei erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt sind, bei denen der Formkörper
Polyvinylalkohole und/oder PVAL-Copolymere umfasst, deren Molekulargewicht im Bereich
von 3.500 bis 100.000 gmol
-1, vorzugsweise von 10.000 bis 90.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 12.000 bis 80.000 gmol
-1 und insbesondere von 13.000 bis 70.000 gmol
-1 liegt.
[0031] Der Polymerisationsgrad solcher bevorzugten Polyvinylalkohole liegt zwischen ungefähr
200 bis ungefähr 2100, vorzugsweise zwischen ungefähr 220 bis ungefähr 1890, besonders
bevorzugt zwischen ungefähr 240 bis ungefähr 1680 und insbesondere zwischen ungefähr
260 bis ungefähr 1500.
[0032] Erfindungsgemäß bevorzugte Formkörper sind dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper
Polyvinylalkohole und/oder PVAL-Copolymere umfasst, deren durchschnittlicher Polymerisationsgrad
zwischen 80 und 700, vorzugsweise zwischen 150 und 400, besonders bevorzugt zwischen
180 bis 300 liegt und/oder deren Molekulargewichtsverhältnis MG(50%) zu MG(90%) zwischen
0,3 und 1, vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,8 und insbesondere zwischen 0,45 und 0,6
liegt.
[0033] Die vorstehend beschriebenen Polyvinylalkohole sind kommerziell breit verfügbar,
beispielsweise unter dem Warenzeichen Mowiol
® (Clariant). Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders geeignete Polyvinylalkohole
sind beispielsweise Mowiol
® 3-83, Mowiol
® 4-88, Mowiol
® 5-88 sowie Mowiol
® 8-88.
[0034] Weitere als Material für die Formkörper besonders geeignete Polyvinylalkohole sind
der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
| Bezeichnung |
Hydrolysegrad [%] |
Molmasse [kDa] |
Schmelzpunkt [°C] |
| Airvol® 205 |
88 |
15 - 27 |
230 |
| Vinex® 2019 |
88 |
15 - 27 |
170 |
| Vinex® 2144 |
88 |
44 - 65 |
205 |
| Vinex® 1025 |
99 |
15 - 27 |
170 |
| Vinex® 2025 |
88 |
25 - 45 |
192 |
| Gohsefimer® 5407 |
30 - 28 |
23.600 |
100 |
| Gohsefimer® LL02 |
41 - 51 |
17.700 |
100 |
[0035] Weitere als Material für die Formkörper geeignete Polyvinylalkohole sind ELVANOL
® 51-05, 52-22, 50-42, 85-82, 75-15, T-25, T-66, 90-50 (Warenzeichen der Du Pont),
ALCOTEX
® 72.5, 78, B72, F80/40, F88/4, F88/26, F88/40, F88/47 (Warenzeichen der Harlow Chemical
Co.), Gohsenol
® NK-05, A-300, AH-22, C-500, GH-20, GL-03, GM-14L, KA-20, KA-500, KH-20, KP-06, N-300,
NH-26, NM11Q, KZ-06 (Warenzeichen der Nippon Gohsei K.K.). Auch geeignet sind ERKOL-Typen
von Wacker.
[0036] Eine weiter bevorzugte Gruppe wasserlöslicher Polymere, die erfindungsgemäß in den
Formkörpern enthalten sein können, sind die Polyvinylpyrrolidone. Diese werden beispielsweise
unter der Bezeichnung Luviskol
® (BASF) vertrieben. Polyvinylpyrrolidone [Poly(1-vinyl-2-pyrrolidinone)], Kurzzeichen
PVP, sind Polymere der allg. Formel (I)

die durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon nach Verfahren der Lösungs-
oder Suspensionspolymerisation unter Einsatz von Radikalbildnern (Peroxide, Azo-Verbindungen)
als Initiatoren hergestellt werden. Die ionische Polymerisation des Monomeren liefert
nur Produkte mit niedrigen Molmassen. Handelsübliche Polyvinylpyrrolidone haben Molmassen
im Bereich von ca. 2500-750000 g/mol, die über die Angabe der K-Werte charakterisiert
werden und - K-Wertabhängig - Glasübergangstemperaturen von 130-175° besitzen. Sie
werden als weiße, hygroskopische Pulver oder als wässrige Lösungen angeboten. Polyvinylpyrrolidone
sind gut löslich in Wasser und einer Vielzahl von organischen Lösungsmitteln (Alkohole,
Ketone, Eisessig, Chlorkohlenwasserstoffe, Phenole u.a.).
[0037] Geeignet sind auch Copolymere des Vinylpyrrolidons mit anderen Monomeren, insbesondere
Vinylpyrrolidon/Vinylester-Copolymere, wie sie beispielsweise unter dem Warenzeichen
Luviskol
® (BASF) vertrieben werden. Luviskol
® VA 64 und Luviskol
® VA 73, jeweils Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere, sind besonders bevorzugte
nichtionische Polymere.
[0038] Die Vinylester-Polymere sind aus Vinylestern zugängliche Polymere mit der Gruppierung
der Formel (II)

als charakteristischem Grundbaustein der Makromoleküle. Von diesen haben die Vinylacetat-Polymere
(R = CH
3) mit Polyvinylacetaten als mit Abstand wichtigsten Vertretern die größte technische
Bedeutung.
[0039] Die Polymerisation der Vinylester erfolgt radikalisch nach unterschiedlichen Verfahren
(Lösungspolymerisation, Suspensionspolymerisation, Emulsionspolymerisation, Substanzpolymerisation).
Copolymere von Vinylacetat mit Vinylpyrrolidon enthalten Monomereinheiten der Formeln
(I) und (II).
[0040] Weitere geeignete wasserlösliche Polymere sind die Polyethylenglykole (Polyethylenoxide),
die kurz als PEG bezeichnet werden. PEG sind Polymere des Ethylenglycols, die der
allgemeinen Formel (III)
H-(O-CH
2-CH
2)
n-OH (III)
genügen, wobei n Werte zwischen 5 und > 100.000 annehmen kann.
[0041] PEGs werden technisch hergestellt durch anionische Ringöffnungspolymerisation von
Ethylenoxid (Oxiran) meist in Gegenwart geringer Mengen Wasser. Sie haben je nach
Reaktionsführung Molmassen im Bereich von ca. 200-5 000 000 g/mol, entsprechend Polymerisationsgraden
von ca. 5 bis > 100 000.
[0042] Die Produkte mit Molmassen < ca. 25 000 g/mol sind bei Raumtemperatur flüssig wund
werden als eigentliche Polyethylenglycole, Kurzzeichen PEG, bezeichnet. Diese kurzkettigen
PEGs können insbesondere anderen wasserlöslichen Polymeren, z.B. Polyvinvlalkoholen
oder Celluloseethern als Weichmacher zugesetzt werden. Die erfindungsgemäß einsetzbaren,
bei Raumtemperatur festen Polyethylenglycole werden als Polyethylenoxide, Kurzzeichen
PEOX, bezeichnet. Hochmolekulare Polyethylenoxide besitzen eine äußerst niedrige Konzentration
an reaktiven Hydroxy-Endgruppen und zeigen daher nur noch schwache Glykol-Eigenschaften.
[0043] Weiter als Material für den Formkörper geeignet ist erfindungsgemäß auch Gelatine,
wobei diese vorzugsweise mit anderen Polymeren zusammen eingesetzt wird. Gelatine
ist ein Polypeptid (Molmasse: ca. 15.000 bis >250.000 g/mol), das vornehmlich durch
Hydrolyse des in Haut und Knochen von Tieren enthaltenen Kollagens unter sauren oder
alkalischen Bedingungen gewonnen wird. Die Aminosäuren-Zusammensetzung der Gelatine
entspricht weitgehend der des Kollagens, aus dem sie gewonnen wurde und variiert in
Abhängigkeit von dessen Prövenienz. Die Verwendung von Gelatine als wasserlösliches
Hüllmaterial ist insbesondere in der Pharmazie in Form von Hart- oder Weichgelatinekapseln
äußerst weit verbreitet. In Form von Folien findet Gelatine wegen ihres im Vergleich
zu den vorstehend genannten Polymeren hohen Preises im allgemeinen nur geringe Verwendung.
[0044] Weitere erfindungsgemäß geeignete wasserlösliche Polymere werden nachstehend beschrieben:
- Celluloseether, wie Hydroxypropylcellulose, Hydroxyethylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose,
wie sie beispielsweise unter den Warenzeichen Culminal® und Benecel® (AQUALON) vertrieben werden.
Celluloseether lassen sich durch die allgemeine Formel (IV) beschreiben,

in der R für H oder einen Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl- oder Alkylarylrest steht.
In bevorzugten Produkten steht mindestens ein R in Formel (III) für -CH2CH2CH2-OH oder -CH2CH2-OH. Celluloseether werden technisch durch Veretherung von Alkalicellulose (z.B. mit
Ethylenoxid) hergestellt. Celluloseether werden charakterisiert über den durchschnittlichen
Substitutionsgrad DS bzw. den molaren Substitutionsgrad MS, die angeben, wieviele
Hydroxy-Gruppen einer Anhydroglucose-Einheit der Cellulose mit dem Veretherungsreagens
reagiert haben bzw. wie viel mol des Veretherungsreagens im Durchschnitt an eine Anhydroglucose-Einheit
angelagert wurden. Hydroxyethylcellulosen sind ab einem DS von ca. 0,6 bzw. einem
MS von ca. 1 wasserlöslich. Handelsübliche Hydroxyethyl- bzw. Hydroxypropylcellulosen
haben Substitutionsgrade im Bereich von 0,85-1,35 (DS) bzw. 1,5-3 (MS). Hydroxyethyl-
und -propylcellulosen werden als gelblichweiße, geruch- und geschmacklose Pulver in
stark unterschiedlichen Polymerisationsgraden vermarktet. Hydroxyethyl- und -propylcellulosen
sind in kaltem und heißem Wasser sowie in einigen (wasserhaltigen) organischen Lösungsmitteln
löslich, in den meisten (wasserfreien) organischen Lösungsmitteln dagegen unlöslich;
ihre wässrigen Lösungen sind relativ unempfindlich gegenüber Änderungen des pH-Werts
oder Elektrolyt-Zusatz.
[0045] Bevorzugte erfindungsgemäße Formkörper sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Hydroxypropylmethylcellulose
(HPMC) umfassen, die einen Substitutionsgrad (durchschnittliche Anzahl von Methoxygruppen
pro Anhydroglucose-Einheit der Cellulose) von 1,0 bis 2,0, vorzugsweise von 1,4 bis
1,9, und eine molare Substitution (durchschnittliche Anzahl von Hydroxypropoxylgruppen
pro Anhydroglucose-Einheit der Cellulose) von 0,1 bis 0,3, vorzugsweise von 0,15 bis
0,25, aufweist.
[0046] Weitere erfindungsgemäß geeignete Polymere sind wasserlösliche Amphopolymere. Unter
dem Oberbegriff Ampho-Polymere sind amphotere Polymere, d.h. Polymere, die im Molekül
sowohl freie Aminogruppen als auch freie -COOH- oder SO
3H-Gruppen enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind, zwitterionische
Polymere, die im Molekül quartäre Ammoniumgruppen und -COO
-- oder -SO
3--Gruppen enthalten, und solche Polymere zusammengefasst, die -COOH- oder SO
3H-Gruppen und quartäre Ammoniumgruppen enthalten. Ein Beispiel für ein erfindungsgemäß
einsetzbares Amphopolymer ist das unter der Bezeichnung Amphomer
® erhältliche Acrylharz, das ein Copolymer aus tert.-Butylaminoethylmethacrylat, N-(1,1,3,3-Tetramethylbutyl)acrylamid
sowie zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe Acrylsäure, Methacrylsäure und deren
einfachen Estern darstellt. Ebenfalls bevorzugte Amphopolymere setzen sich aus ungesättigten
Carbonsäuren (z.B. Acryl- und Methacrylsäure), kationisch derivatisierten ungesättigten
Carbonsäuren (z.B. Acrylamidopropyl-trimethyl-ammoniumchlorid) und gegebenenfalls
weiteren ionischen oder nichtionogenen Monomeren zusammen. Terpolymere von Acrylsäure,
Methylacrylat und Methacrylamidopropyltrimoniumchlorid, wie sie unter der Bezeichnung
Merquat
®2001 N im Handel erhältlich sind, sind erfindungsgemäß besonders bevorzugte Ampho-Polymere.
Weitere geeignete amphotere Polymere sind beispielsweise die unter den Bezeichnungen
Amphomer
® und Amphomer
® LV-71 (DELFT NATIONAL) erhältlichen Octylacrylamid/Methylmethacrylat/tert.-Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere.
[0047] Erfindungsgemäß geeignete wasserlösliche anionische Polymere sind u. a.:
- Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, wie sie beispielsweise unter den Bezeichnungen
Resyn® (NATIONAL STARCH), Luviset® (BASF) und Gafset® (GAF) im Handel sind.
Diese Polymere weisen neben Monomereinheiten der vorstehend genannten Formel (II)
auch Monomereinheiten der allgemeinen Formel (V) auf:
[-CH(CH3)-CH(COOH)-]n (V)
- VinylpyrrolidonNinylacrylat-Copolymere, erhältlich beispielsweise unter dem Warenzeichen
Luviflex® (BASF). Ein bevorzugtes Polymer ist das unter der Bezeichnung Luviflex® VBM-35 (BASF) erhältliche Vinylpyrrolidon/Acrylat-Terpolymere.
- Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butylacrylamid-Terpolymere, die beispielsweise unter
der Bezeichnung Ultrahold® strong (BASF) vertrieben werden.
- Pfropfpolymere aus Vinylestern, Estern von Acrylsäure oder Methacrylsäure allein oder
im Gemisch, copolymerisiert mit Crotonsäure, Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Polyalkylenoxiden
und/oder Polykalkylenglycolen.
[0048] Solche gepfropften Polymere von Vinylestern, Estern von Acrylsäure oder Methacrylsäure
allein oder im Gemisch mit anderen copolymerisierbaren Verbindungen auf Polyalkylenglycolen
werden durch Polymerisation in der Hitze in homogener Phase dadurch erhalten, dass
man die Polyalkylenglycole in die Monomeren der Vinylester, Ester von Acrylsäure oder
Methacrylsäure, in Gegenwart von Radikalbildner einrührt.
[0049] Als geeignete Vinylester haben sich beispielsweise Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat,
Vinylbenzoat und als Ester von Acrylsäure oder Methacrylsäure diejenigen, die mit
aliphatischen Alkoholen mit niedrigem Molekulargewicht, also insbesondere Ethanol,
Propanol, Isopropanol, 1-Butanol, 2-Butanol, 2-Methy-1-Propanol, 2-Methyl-2-Propanol,
1-Pentanol, 2-Pentanol, 3-Pentanol, 2,2-Dimethyl-1-Propanol, 3-Methyl-1-butanol; 3-Methyl-2-butanol,
2-Methyl-2-butanol, 2-Methyl-1-Butanol, 1-Hexanol, erhältlich sind, bewährt.
[0050] Polypropylenglycole (Kurzzeichen PPG) sind Polymere des Propylenglycols, die der
allgemeinen Formel (VI)

genügen, wobei n Werte zwischen 1 (Propylenglycol) und mehreren tausend annehmen kann.
Technisch bedeutsam sind hier insbesondere Di-, Tri- und Tetrapropylenglycol, d.h.
die Vertreter mit n=2, 3 und 4 in Formel (VI).
[0051] Insbesondere können die auf Polyethylenglycole gepfropften Vinylacetatcopolymeren
und die auf Polyethylenglycole gepfropften Polymeren von Vinylacetat und Crotonsäure
eingesetzt werden.
- gepfropfte und vernetzte Copolymere aus der Copolymerisation von
i) mindesten einem Monomeren vom nicht-ionischen Typ,
ii) mindestens einem Monomeren vom ionischen Typ,
iii) von Polyethylenglycol und
iv) einem Vernetzer
[0052] Das verwendete Polyethylenglycol weist ein Molekulargewicht zwischen 200 und mehreren
Millionen, vorzugsweise zwischen 300 und 30.000, auf.
[0053] Die nicht-ionischen Monomeren können von sehr unterschiedlichem Typ sein und unter
diesen sind folgende bevorzugt: Vinylacetat, Vinylstearat, Vinyllaurat, Vinylpropionat,
Allylstearat, Allyllaurat, Diethylmaleat, Allylacetat, Methylmethacrylat, Cetylvinylether,
Stearylvinylether und 1-Hexen.
[0054] Die nicht-ionischen Monomeren können gleichermaßen von sehr unterschiedlichen Typen
sein, wobei unter diesen besonders bevorzugt Crotonsäure, Allyloxyessigsäure, Vinylessigsäure,
Maleinsäure, Acrylsäure und Methacrylsäure in den Pfropfpolameren enthalten sind.
[0055] Als Vernetzer werden vorzugsweise Ethylenglycoldimethacrylat, Diallylphthalat, ortho-,
meta- und para-Divinylbenzol, Tetraallyloxyethan und Polyallylsaccharosen mit 2 bis
5. Allylgruppen pro Molekül Saccharin eingesetzt.
[0056] Die vorstehend beschriebenen gepfropften und vernetzten Copolymere werden vorzugsweise
gebildet aus:
- i) 5 bis 85 Gew.-% mindesten eine Monomeren vom nicht-ionischen Typ,
- ii) 3 bis 80 Gew.-% mindestens eines Monomeren vom ionischen Typ,
- iii) 2 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% Polyethylenglycol und
- iv) 0,1 bis 8 Gew.-% eines Vernetzers, wobei der Prozentsatz des Vernetzers durch
das Verhältnis der Gesamtgewichte von i), ii) und iii) ausgebildet ist.
- durch Copolymerisation mindestens eines Monomeren jeder der drei folgenden Gruppen
erhaltene Copolymere:
- i) Ester ungesättigter Alkohole und kurzkettiger gesättigter Carbonsäuren und/oder
Ester kurzkettiger gesättigter Alkohole und ungesättigter Carbonsäuren,
- ii) ungesättigte Carbonsäuren,
- iii) Ester langkettiger Carbonsäuren und ungesättigter Alkohole und/oder Ester aus
den Carbonsäuren der Gruppe ii) mit gesättigten oder ungesättigten, geradkettigen
oder verzweigten C8-18-Alkohols
Unter kurzkettigen Carbonsäuren bzw. Alkoholen sind dabei solche mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
zu verstehen, wobei die Kohlenstoffketten dieser Verbindungen gegebenenfalls durch
zweibindige Heterogruppen wie -O-, -NH-, -S_ unterbrochen sein können.
- Terpolymere aus Crotonsäure, Vinylacetat und einem Allyl- oder Methallylester
Diese Terpolymere enthalten Monomereinheiten der allgemeinen Formeln (II) und (IV)
(siehe oben) sowie Monomereinheiten aus einem oder mehreren Allyl- oder Methallyestern
der Formel (VII):

worin R
3 für -H oder -CH
3, R
2 für -CH
3 oder -CH(CH
3)
2 und R
1 für -CH
3 oder einen gesättigten geradkettigen oder verzweigten C
1-6-Alkylrest steht und die Summe der Kohlenstoffatome in den Resten R
1 und R
2 vorzugsweise 7, 6, 5, 4, 3 oder 2 ist.
[0057] Die vorstehend genannten Terpolymeren resultieren vorzugsweise aus der Copolymerisation
von 7 bis 12 Gew.-% Crotonsäure, 65 bis 86 Gew.-%, vorzugsweise 71 bis 83 Gew.-% Vinylacetat
und 8 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 17 Gew.-% Allyl- oder Methallyletsre der
Formel (VII).
- Tetra- und Pentapolymere aus
i) Crotonsäure oder Allyloxyessigsäure
ii) Vinylacetat oder Vinylpropionat
iii) verzweigten Allyl- oder Methallylestern
iv)Vinylethern, Vinylesterrn oder geradkettigen Allyl- oder Methallylestern
- Crotonsäure-Copolymere mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe Ethylen, Vinylben
zol, Vinymethylether, Acrylamid und deren wasserlöslicher Salze
- Terpolymere aus Vinylacetat, Crotonsäure und Vinylestern einer gesättigten aliphatischen
verzweig ten Monocarbonsäure.
[0058] Weitere erfindungsgemäß einsetzbare Polymere sind kationische Polymere. Unter den
kationischen Polymeren sind dabei die permanent kationischen Polymere bevorzugt. Als
"permanent kationisch" werden erfindungsgemäß solche Polymere bezeichnet, die unabhängig
vom pH-Wert eine kationische Gruppe aufweisen. Dies sind in der Regel Polymere, die
ein quartäres Stickstoffatom, beispielsweise in Form einer Ammoniumgruppe, enthalten.
[0059] Bevorzugte kationische Polymere sind beispielsweise
- quaternisierte Callurose-Derivale, wie sie unter den Bezeichnungen Celquat® und Polymer JR® im Handel erhältlich sind, Die Verbindungen Celquat® H 100, Celquat® L 200 und Polymer JR®400 sind bevorzugte quaternierte Cellulose-Derivate.
- Polyslloxane mit quaternären Gruppen, wie beispielsweise die im Handel erhältlichen
Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Corning; ein stabilisiertes Trimethylsilylamodimethicon),
Dow Corning® 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxyl-amino-modifiziertes Silicon, das auch als Amodimethicone
bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker)
sowie Abil®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Th. Goldschmidt: diquaternäre Polydime- thylsiloxane,
Quaternium-80),
- Kationische Guar-Derivate, wie insbesondere die unter den Handelsnamen Cosmedia®)Guar und Jaguar® vertriebenen Produkte.
- Polymere Dimethyldiallylammonlumsalze und deren Copolymere mit Estern und Amiden von
Acrylsäure und Methacrylsäure. Die unter den Bezeichnungen Merquat®100 (Poly(dimethyldiallylammoniumchlorid)) und Merquat®550 (Dimethyldiallylammoniumchlorid-Acrylamid-Copolymer) im Handel erhältlichen Produkte
sind Beispiele für solche kationischen Polymere.
- Copolymere des Vinylpyrrolidons mit quaternierten Derivaten des Dialkylaminoacrylats
und - methacrylats, wie beispielsweise mit Diethylsulfat quaternierte Vinylpyrrolidon-Dimethylaminomethacrylat-Copolymere.
Solche Verbindungen sind unter den Bezeichnungen Gafquat®734 und Gafquat®755 Im Handel erhältlich.
- vinylpyrrolidon-Methoimidazoliniumchlorid-Copolymere, wie sie unter der Bezeichnung
Luviquat® angeboten werden.
- quaternierter Polyvinylalkohol
sowie die unter den Bezeichnungen
- Polyquaternium 2,
- Polyquaternium 17,
- Polyquaternium 18 und
- Polyquaternium 27
bekannten Polymeren mit quartären Stickstoffatomen In der Polymerhauptkette. Die genannten
Polymere sind dabei nach der so genannten INCI-Nomenklatur bezeichnet.
[0060] Erfindungsgemäß bevorzugte kationische Polymere sind quaternisierte Cellulose-Derivate
sowie polymere Dimethyldiallylammoniumsalze und deren Copolymere. Kationische Cellulose-Derivate,
insbesondere das Händelsptodukt Polymer
®JR 400, sind ganz besonders bevorzugte kationische Polymere. Der Einsatz kationischer
Polymere kann dazu beitragen, dass die Duftwirkung der Folie bei der Anwendung weiter
verbessert wird. Insbesondere kann der Geruch eines bedufteten wässrigen Systems weiter
verbessert werden, so dass der Duft länger vorhält und vorzugweise intensiver ist,
bei gleicher eingesetzter Riechstoffmenge. Auch das Aufziehverhalten der Riechstoffe
auf in/mit dem parfümierten wässrigen System behandelte Substrate, wie z.B. Textil,
kann durch den Einsatz kationischer Polymere verbessert werden, so dass der Wohlgeruch
des Substrates länger vorhält und vorzugsweise intensiver ist.
[0061] Der Einsatz kationischer Polymere ist dann besonders wirkungsvoll, wenn vorzugsweise
> 2 Gew.-%, vorleilhafterweise > 4 Gew.-%, insbesondere > 6 Gew.-% kationischer Polymere
in dem Formkörper enthalten sind, Gew.-% bezogen auf den gesamten Formkörper. Obergrenzen
können z.B. bei 30, 20 oder 10 Gew.-% kationischem Polymer, bezogen auf den gesamten
Formkörper, liegen.
[0062] Das Folienmalerial kann neben dem vorzugsweise wasserlöslichen Polymer bzw. dem wasserdispergierbaren
Polymer weitere Inhaltsstoffe enthalten, welche insbesondere die Verarbeitbarkeit
der Ausgangsmaterialien zur Folie verbessern. Hier sind insbesondere Weichmacher und
Trennmittel zu nennen. Darüber hinaus können Farbstoffe sowie optische Aufheller in
die Folie inkorporiert werden, um dort ästhetische Effekte zu erzielen.
[0063] Geeignete Trennmittel, welche vorzugsweise auf die fertigen, getrockneten Folien
aufgebracht werden können, sind z.B. Talkum, Stärke oder (physikalisch, chemisch und/oder
enzymatisch) modifizierte Stärke sein. Geeignete chemische Modifikationen sind z.B.
Vernetzung, Acetylierung, Veresterung, Hydroxyethylierung, Hydroxypropylierung, Phosphorylierung.
Das vorzugsweise hydrophobe Trennmittel haftet insbesondere äußerlich an der Folie.
[0064] Durch die Behandlung der Folien mit einem pulverförmigen Trennmittel kann ein mögliches
Verkleben der Folien, z.B. als Folge von Lagerung oder hoher Luftfeuchtigkeit, wirkungsvoll
verhindert werden.
[0065] Als Weichmacher lassen sich erfindungsgemäß insbesondere hydrophile, hochsiedende
Flüssigkeiten einsetzen, wobei gegebenenfalls auch bei Raumtemperatur feste Stoffe
als Lösung. Dispersion oder Schmelze eingesetzt werden können. Besonders bevorzugte
Weichmacher stammen aus der Gruppe Glykol, Di-, Tri-, Tetra-, Penta-, Hexa-, Hepta-,
Octa-, Nona-, Deca-, Undeca-, Dodecaethylenglycol, Glycerin, Neopentylglycol, Trimethylolpropan,
Pentaerythrit, Mono-, Di-, Triglyceride, Tenside, insbesondere Niotenside, sowie deren
Mischungen. Weichmacher werden vorzugsweise in Mengen von 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise
2 bis 40 Gew.-%, Insbesondere 5 bis 30 Gew.-% eingesetzt. Obergrenzen können z.B.
auch bei 20 oder 10 Gew.-% Weichmacher, bezogen auf den gesamten Formkörper, liegen.
[0066] Als weitere Weichmacher kommen auch Tenside, insbesondere Niotenside, In Betracht.
[0067] Weitere bevorzugt als Weichmacher einzusetzende Substanzen können Glycerincarbonat,
Propylenglycol und Propylencarbonat sein.
[0068] Als zusätzliche Additive, die vorzugsweise in bei Raumtemperatur fester Form vorliegen,
sind insbesondere hochdisperse Kieselsäuren geeignet. Hier bieten sich pyrogene Kieselsäuren
wie das handelsüblich Aerosil
® oder Fällungskieselsäuren an. Besonders bevorzugte erfinddungsgemäße Verfahren sind
dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Additive ein oder mehrere Materialien aus
der Gruppe (vorzugsweise hochdisperse) Kieselsäure, Dispersionspulver, hochmolekulare
Polyglycole, Stearinsäure und/oder Stearinsäuresalze, und/oder aus der Gruppe der
anorganischen Salze wie Natriumsulfat, Calciumchlorid und/oder aus der Gruppe der
Inclusionsbildner wie Urea, Cyclodextrin und/oder aus der Gruppe der Superabsorber
wie (vorzugsweise vernetzte) Polyacrylsäure und/oder deren Salze wie Cabloc 5066/CTF
sowie deren Mischungen, eingesetzt wird/werden.
[0069] Erfindungsgemäß bevorzugte Formkörper können Farbstoffe enthalten. Geeignete Farbstoffe,
besitzen vorzugsweise eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den
übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität
gegenüber den mit den farbstofhaltigen Mitteln zumindest mittelbar in Kontakt tretenden
Substraten wie beispielsweise Textilien, Glas, Keramik oder Kunststoffgeschirr, um
diese nicht anzufärben.
[0070] Bei der Wahl des Färbemittels solite beachtet werden, dass die Färbemittel eine hohe
Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber Licht aufweisen. Gleichzeitig ist
auch bei der Wahl geeigneter Färbemittel zu berücksichtigen, dass Färbemittel unterschiedliche
Stabilitäten gegenüber Oxidation aufweisen. Im Allgemeinen gilt, dass wasserunlösliche
Färbemittel gegen Oxidation stabiler sind als wasserlösliche Färbemittel. Abhängig
von der Löslichkeit und damit auch von der Oxidationsempfindlichkeit variiert die
Konzentration des Färbemittels in den Formkörpern. Bei gut wasserlöslichen Färbemitteln
werden typischerweise Färbemiltel-Konzentrationen im Bereich von einigen 10
-2 bis 10
-3 Gew.-% gewählt, bezogen auf den gesamten Formkörper. Bei den auf Grund ihrer Brillanz
insbesondere bevorzugten, allerdings weniger gut wasserlöslichen Pigmentfarbstoffen
liegt die geeignete Konzentration des Färbemittels dagegen typischerweise bei einigen
10
-3 bis 10
-4 Gew.-%, bezogen auf den gesamten Formkörper
[0071] Es werden vorzugsweise solche Färbemittel bevorzugt, die in einem Waschprozess oxidativ
zerstört werden können sowie Mischungen derselben mit geeigneten blauen Farbstoffen,
sog. Blautönern. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Färbemittel einzusetzen, die
in Wasser oder bei Raumtemperatur in flüssigen organischen Substanzen löslich sind.
Geeignet sind beispielsweise anionische Färbemittel, z.B. anionische Nitrosoferbsloffe.
[0072] Als optische Aufheller, welche vorzugsweise im erfindungsgemäßen Formkörper enthalten
sein können, eignen sich beispielsweise 1,3,5-Triazinyl-Derivate von 4,4'-Diamino-2,2'-stilbendisulfonsäure
(Flavonsäure), 4,4'-Distyrylbiphenylen, Hymecromon (Methylumbelliferon), Cumarin,
Dihydrochinolinon, 1,3-Diarylpyrazolin, Naphthalsäureimid, über CH=CH-Bindungen verknüpfte
Benzoxazol-Systeme, Benzisoxazol- und Benzimidazol-Systeme und durch Heterocyclen
substituierte Pyren-Derivate.
[0073] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die erfindungsgemäßen Folien
kein Verpackungsmaterial für Flüssigkeiten oder Feststoffe wie z.B. Wasch- oder Reinigungsmittel,
sind also kein Folienmaterial von Waschmittelpouches oder ähnliches.
[0074] Die erfindungsgemäßen Folien können über alle bekannten Verfahren hergestellt werden,
wobei aber das Gießverfahren als sehr vorteilhaft anzusehen ist.
[0075] Die Fullenherstellung über thermoplastische Verarbeitung durch Kalandrieren oder
Extrudieren ist sehr bevorzugt. Insbesondere die Coextrusion ist bevorzugt.
[0076] Das Blasfolienverfahren und das Flachfolienverfahren sind erfindungsgemäß sehr bevorzugte
Verfahren zur Folienherstellung.
[0077] Die Herstellung von Blasfolien ist bekannt. Beispielsweise erfolgt zuerst ein Mischen
von Polymermaterial wie z.B. PVOH-Pulver mit Additiven und Stabilisatoren im festen
Zustand. Diese Mischung wird im beheizten Extruder aufgeschmolzen. Die erfindungsgemäß
erforderlichen Riechstoffe können z.B. zur Schmelze zugesetzt werden. Danach folgt
das Aufblasen der Schmelze, das Kühlen und vorzugsweise das Aufwickeln der Folie.
[0078] Blasfolien sind im allgemeinen preiswerter herstellbar als Cast-Folien, jedoch kann
die Foliendickenverteilung etwas stärker schlanken und es kann ggf. zu mehr Lufteinschlüssen
kommen, was aber auch ein erwünschter Effekt sein kann. In der Regel sind Blasfolien
etwas härter und haben weniger Rückstelleigenschaften als Castfolien, wohingegen diese
weich, flexibel, fast schon gummiartig sein können und auch hohe Rückstellneigung
aufweisen können.
[0079] Wenn Folien aus Lösungen von Polymeren hergestellt werden, spricht man vom Gießverfahren.
Die Polymer-Lösungen können erfindungsgemäß durch Einsatz von Lösungsmitteln, was
bevorzugt ist, oder durch chemische Umwandlung unlöslicher Makromoleküle in lösliche
Derivate hergestellt werden. Die erfindungsgemäß erforderlichen Riechstoffe können
z.B. der Polymerklösung zugesetzt werden. Zur Überführung der Polymerlösungen in Folien
gibt es mehrere Methoden. Wenn die Polymerlösung in einem Bad ausgefällt wird, so
spricht man vom Naßgießverfahren. Beispielsweise wird bei der Cellophanherstellung
eine hochviskose Celluloselösung durch ein Breitschlitzdüse in ein starksaures Fällbad
gedrückt.
[0080] Wenn das Lösungsmittel verdampft und dadurch das Polymer als Folie gewonnen wird,
so spricht man vom Trockengießverfahren, zu dessen Durchführung vor allem Band- oder
Trommelgießmaschinen verwendet werden können.
[0081] Beim Bandgießverfahren (auch Cast-Verfahren oder Chillroll-Verfahren genannt), welches
erfindungsgemäß bevorzugt einsetzbar ist, wird die Polymerlösung, welche erfindungsgemäß
Riechstoffe enthält, aus einem Vorratsbehälter vorzugsweise durch eine Düse auf ein
in der Regel endloses, vorzugsweise hoch poliertes, Metallband gegossen. Die Bandgeschwindigkeiten
hängen stark vom eingesetzten Material und von der angestrebten Foliendicke ab. Sie
können vorzugsweise zwischen 2 und 60 Meter pro Minute liegen. Die Folie kann nach
dem Verdampfen des größten Teils der Lösungsmittel abgezogen werden. Zur Aufwicklung
wird sie vorzugsweise durch einen Trockner mit heißer Umluft oder über Heizwalzen
geführt. Resultierende Foliendicken können bei diesem Verfahren beispielsweise 15
bis 300 µm betragen. Es ist möglich und bevorzugt, dass die Polymerlösung, bevor sie
auf das Metallband gegossen wird, zuvor über einen Filter gedrückt wird, um ungelöste
Teilchen zurückzuhalten, die sonst zur so genannten Stippenbildung führen könnten.
Ebenfalls ist es möglich und bevorzugt, die Polymerlösung vor dem Vergießen auf die
Metallplatte in einem Entgasungsbehälter zumindest teilweise von enthaltener Luft
zu befreien. Die optionale Entgasung erfolgt vorteilhafterweise vor der Duftstoffzugabe.
[0082] Zur Herstellung von Folien wie z.B. PVOH-Folien nach dem Castverfahren wird also
z.B. in einem Ansatzbehälter das PVOH-Pulver/Granulat und Weichmacher (z.B. PEG und
oder Glycerin) in Wasser aufgelöst. Anschließend wird die Lösung einem Vorratsbehälter
zugeführt. Die Lösung wird dann auf z.B. ca. 80°C erhitzt und anschließend über eine
Schlitzdüse einem Walzband zugeführt. Im Trocknungsprozeß (Luft-Heizkanal) wird die
Lösung als Folie ausgeprägt. Dabei können z.B. im Ansatzbehälter erfindungsgemäß zu
dem PVOH-Gemenge Parfümöle zugegeben werden.
[0083] Ähnlich dem Bandgießverfahren ist das Trommelgießverfahren. Bei diesem werden an
der Stelle des Metallbandes beheizte Trommeln verwendet, etwa solche mit 2-3 m Durchmesser
und Breiten von etwa 2 m.
[0084] Man erhält beim Cast(Gieß)-Verfahren Folien, die gewöhnlich eine durchgehend gleichmäßige
Foliendickenverteilung und wenig Lufteinschlüsse zeigen, allerdings ist das Verfahren
wegen der energieintensiven Trocknung teuer. Mit dem Cast-Verfahren können dünnere
Folien als beim Blasverfahren hergestellt werden. Es können auch hohe Wassergehalte
eingestellt werden, z.B. 5-8 Gew.-% Wasser bezogen auf die gesamte Folie.
[0085] Das Cast(Gieß)-Verfahren wird vorzugsweise bei solchen Stoffen angewendet, die nicht
oder nur unter Zersetzung schmelzbar sind, wie z.B. Cellulose oder Polyimide. Zur
Herstellung von sehr dünnen Folien ist das Castverfahren ebenfalls bevorzugt einsetzbar.
[0086] Walz- oder Sinterverfahren sind prinzipiell auch zur Folienherstellung möglich, jedoch
nur in Ausnahmefällen sinnvoll, z.B. zur Herstellung von Tetrafluorethylenfolien und
Polyimidfolien.
[0087] Möglich ist beispielsweise auch ein Verfahren zur Herstellung einer Folie, wobei
zuerst durch Lösen oder Dispergieren eines oder mehrerer Polymere in einem flüssigen
Trägermedium eine walzfähige Zubereitung hergestellt wird und diese anschließend mit
Hilfe einer Walzvorrichtung durch Walzen in die Form einer Folie gebracht wird. Dabei
kann gleichzeitig oder anschließend das flüssige Trägermedium verdampft werden.
[0088] Ein flüssiges Trägermedium umfasst vorzugsweise Löse- oder Dispergiermittel wie Wasser,
Alkohole, Ether oder Kohlenwasserstoffe oder Gemische aus zwei oder mehreren der genannten
Stoffe, wobei die Stoffe oder Stoffgemische bei Raumtemperatur (20°C) flüssig sind.
Geeignete Alkohole sind z.B. die ein- oder mehrwertigen Alkohole mit 1 bis 5 C-Atomen
wie z.B. Ethanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Glycerin und Propylenglykole.
[0089] In der walzfähigen Zubereitung kann der Gehalt des flüssigen Trägermediums z.B. im
Bereich von 20 bis 90 Gew.-% oder 30 bis 70 Gew.-% liegen.
[0090] Eine geeignete walzfähige Zubereitung kann z.B. halbfeste oder teigartige Konsistenz
haben oder es kann sich um eine viskose Flüssigkeit handeln, mit welcher ein geeigneter
Träger beschichtet wird und durch Walzen mit einer Walzvorrichtung die gewünschte
Foliendicke erzeugt wird.
[0091] Die fertige Folie wird dann nach dem Trocknen vom Träger entfernt. Z.B. aus der Gruppe
Silikon, Metall, metallisierten Polymeren, Polytetrafluorethylen, Polyether/Polyamid
Blockcopolymeren, Polyurethanen, Polyvinylchlorid, Nylon, Alkylen/Styrol Copolymeren,
Polysthylen, Polyester oder anderen, wiederablösbaren Materialien kann man geeignete
Trägermaterialien auswählen. Geeignete Walzvorrichtungen sind z.B. die bekannten,
mit mindestens zwei gleich- oder gegenläufigen Walzen oder Rollen versehenen so genannten
Forward-Roll- oder Reverse-Roll-Coater, wobei ein Reverse-Roll Verfahren bevorzugt
ist.
[0092] Die (nach allen möglichen Verfahren) resultierenden Folien können nachfolgend weiterverarbeitet
werden, beispielsweise durch Bedampfen, Beschichten, Bedrucken oder Beflocken. Es
ist auch möglich, dass die Parfümierung der Folie erst nach der eigentlichen Folienherstellung
erfolgt, z.B. durch Besprühen, Bestreichen oder Eintauchen der Folie in eine parfümhaltige
Zubereitung. Es ist aber mehr bevorzugt, wenn die Parfümierung der Folie im Verlaufe
der Folienherstellung erfolgt. Möglich ist auch ein gekoppeltes Verfahren, bei dem
also sowohl im Verlaufe der Folienherstellung eine Parfümierung erfolgt als auch die
fertige Folie anschließend noch einmal parfümiert wird, z.B. durch Besprühen.
[0093] Bei den erfindungsgemäßen Folien handelt es sich um geschäumte Folien. Um geschäumte
Folien zu erhalten, werden in die Folien Gasblasen eines geeigneten Gases wie z.B.
Luft eingeschlossen.
[0094] Solche Folien mit eingeschlossenen Gasblasen zeichnen sich durch eine besonders gute
Haptik aus. Ferner können sie eine verbesserte Wasserlösllchkeit zeigen.
[0095] Bevorzugte geschäumte Folien weisen eine Dichte von < 1 kg/m
3 auf.
[0096] Zum Einbringen der Gasblasen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So
kann z.B. ein Bläh- oder Treibmittel verwendet werden. Es kann z.B. ein Aufschäumen
durch mechanisches Rühren der noch flüssigen oder zähflüssigen Trägermasse erzielt
werden. Es kann z.B. eine ein Gas erzeugende chemische Reaktion provoziert werden.
Es kann z.B. ein leichtflüchtiges Lösungsmittel verwendet werden, welches bei erhöhten
Temperaturen verdampft wird. Es kann z.B. eine Einleitung eines Gases oder eines verflüssigten
Gases in die noch zähflüssige Trägermasse erfolgen.
[0097] Es kann aber bevorzugt sein, Blähmittel zu verwenden. Dies sind Substanzen, die sich
beim Erwärmen unter Gasentwicklung zersetzen, so dass z.B. Stickstoff oder Kohlendioxid,
freigegeben werden.
[0098] Carbonate, Hydrogencarbonate, Borhydride, Siliziumoxyhydride usw, sind Beispiele
für geeignete anorganische Blähmittel. Bevorzugt einsetzbar sind aber auch alle organischen
Blähmittel, wie sie bekanntermaßen bei der Herstellung poröser bzw. blasenhaltiger
Kunststoffe eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Folien, wie vorzugsweise geschäumte
Folien, können auch in Konfetti-Form vorliegen. Konfetti-Form bedeutet, dass es sich
um eine Vielzahl von Foflenschnipseln oder Folienfetzen handelt. Der Begriff "Konfetti"
ist im allegemeinen Sprachbebrauch bekannt für kleine, bunte Papierschnipsel. Folien
in Konfetti-Form müssen nicht unbedingt so klein sein, wie das bekannte Papierkonfetti,
welches vor allem bei Fastnachtsumzügen, aber auch bei anderen Feierlichkeiten, wie
Kindergeburtstagen oder Hochzeiten, in die Luft geworfen wird. Die Konfetti-Form kann
regelmäßig oder unregelmäßig sein, es kann sich beispielsweise um kreisrunde Folienschnipsel
handeln, es kann sich beispielsweise um hetzförmige Folienschnipsel handeln. Jede
denkbare Form ist möglich und erhältlich beispielsweise durch Ausstanzen des Folienkonfetti
aus einer größeren Mutterfolie. Der Einsatz von erfindungsgemäßen Folien in Konfetti-Form
kann z.B. bei der Handtextilwäsche vorteilhaft sein, wenn man eine bestimmte Menge
der Folien in Konfetti-Form in das Textilbehandlungsbad streut.
[0099] Das Entnahmebehältnis kann ein beliebiges Behältnis sein, welches insbesondere geeignet
ist, einen folienförmigen Formkörper zumindest teilweise zu umhüllen und/oder zusammenzuhalten.
[0100] Das Behältnis kann aus z.B. einem flexiblen, halbstarren oder formstabilen Material
gebildet sein.
[0101] Ein formstabiles Behältnis hat den Vorteil, insbesondere fragile folienförmige Formkörper
vor mechanischen Einflüssen zu schützen und entsprechende Beschädigungen zu verhindern.
[0102] Um ein Aufquellen oder unbeabsichtigte Aktivierung der folienförmigen Formkörper
zu verhindern, ist das Behältnis bevorzugt wasserdampfdicht ausgeführt.
[0103] Um eine unbeabsichtigte Emission von Substanzen, wie etwas Duftstoffen, aus den folienförmigen
Formkörpern zu verhindern, ist das Behältnis bevorzugt riechstoffdicht ausgebildet.
[0104] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an dem Behältnis
Mittel zum kindersicheren Öffnen vorgesehen, um einen unbeabsichtigten Kontakt von
Kindern mit den folienförmigen Formkörpern zu verhindern.
[0105] Insbesondere sind an dem erfindungsgemäßen Behälter Dosler- und Entnahmehilfen für
die folienförmigen Formkörper vorgesehen.
[0106] Bei einem flexiblen Behälter kann es sich z.B. um einen Verpackungsbeutel, wie beispielsweise
ein Flachbeutel, Siegelrandbeutel, Bodenbeutel, Doppelbeutel, Raumbeutel oder Schlauchbeutel
handeln, z.B. ein Beutel aus einem mehrschichtigen, folienförmigen und flexiblen Verbundmaterial,
wobei der Beutel vorzugsweise eine Aufreißhilfe, wie z.B. einen Aufreißstreifen oder
eine Anreiflaussparung aufweist.
[0107] Es ist denkbar die rollenförmigen Formkörper einzeln oder in Mehrzahl in einem flexiblen
Behälter anzuordnen.
[0108] Die in einem oder mehreren flexiblen Behältern verpackten folienförmigen Formkörper
können zur Verwendung in Band- oder Blattspendern vorgesehen sein. Band- oder Blattspendern
können auch für unverpackte folienförmigen Formkörper verwendet werden.
[0109] Das Entnahmebehältnis kann auch eine Rolle umfassen oder aus dieser bestehen. Der
vorzugsweise streifenförmige, blattförmige, schelbenförmige oder bahnförmige, flexible
Formkörper kann also auf einer Rolle aufgewickelt sein, wobei der Formkörper vorzugsweise
mit Trennstellen zur portionsweisen Entnahme versehen ist. Solche Entnahmebehältnisse
sind beispielsweise aus dem Bereich der Klebebandroller bekannt. Klebebandroller fallen
unter den Oberbegriff der Bandspender. Alle Bandspender können als Entnahmebehältnis
geeignet sein.
[0110] Wenn das Entnahmebehältrtis also eine Rolle umfasst, vorzugsweise ein Bandspender
ist, wobei der Formkörper insbesondere mit Trennstellen zur portionsweisen Entnahme
versehen ist, so liegt eine bevorzugte Ausführungsform vor.
[0111] Zum Erzeugen von Bandstücken sind auch Vorrichtungen, so genannte Band-Abroller,
dienlich, mit denen das Band von einer Rolle abgewickelt und über ein Schneideelement
geführt wird. Wenn das freie Ende des Bandes die gewünschte Länge erreicht hat, wird
es mit dem Schneideelement abgeschnitten. Bei diesen Vorrichtungen wird die Länge
des abzuschneidenden Bandes durch den Benutzer bestimmt, indem er das Band in gewünschter
Länge abwickelt und dann abschneidet. Zum Abschneiden muss er das Bandende so über
das Schneideelement, typischerweise eine sägeartig gezahnte Schneidklinge entweder
aus Metall oder Kunststoff, führen, dass dieses schneidend auf das Band einwirken
kann. Solche oder ähnliche Bandspender sind erfindungsgemäß mit Vorteil einsetzbar.
[0112] Besonders bevorzugt sind nachfüllbare Bandspender zur wiederholbaren Aufnahme einer
Bandrolle.
[0113] Besonders geeignet sind z.B. auch solche Bandspender, wie sie aus dem Bereich der
Korrekturbandspender (Filmübertragungsroller) bekannt sind. Ist das erfindungsgemäße
Entnahmebehältnis ein Filmübertragungsroller, so handelt es sich um eine bevorzugte
Ausführungsform.
[0114] Ebenfalls dienlich sind Behältnisse zur Ausgabe von Blättern oder Streifen, so genannte
Blattspender. Dies sind Vorrichtungen, die einen Stapel von Blättern, Streifen oder
Folien usw. enthalten und eine Dosier- bzw. Entnahmehilfe für die Blätter, Streifen
oder Folien umfassen.
[0115] Bevorzugt ist dieser Stapel so angeordnet ist, dass bei Entnahme des obersten Blattes
das darunter liegende Blatt so ausgerichtet wird, dass es danach ohne Schwierigkeiten
entnehmbar ist. Z.B. wird bei solchen Vorrichtungen mit Entnahmeschlitz bei der Entnahme
des obersten Blattes das folgende Blatt schon soweit nachgeführt, dass es hernach
schon aus dem Entnahmeschlitz ragt und leicht entnommen werden kann.
[0116] Es handelt sich z.B. um einen Block von Folien, die jeweils eine Schicht aus einem
flexiblen Polymermaterial aufweisen, welche an einem zweiten Endbereich mit einer
Beschichtung aus repositionierbarem Selbstklebematerial versehen sein kann, während
sie entlang einem visuell erkennbaren ersten Endbereich in einem Stapel jedenfalls
frei von Kleber sind, wobei die benachbarten Enden der Blätter aufeinander ausgerichtet
sind und das erste und das zweite Ende aufeinanderfolgender Blätter benachbart angeordnet
sind. Der Stapel kann in einer Kammer angeordnet sein, die teilweise in der oberen
Wand mit einem Schlitz begrenzt ist, durch welchen der erste Endbereich des obersten
Blattes ragt. Durch Relativbewegung zwischen der oberen Wand und dem obersten Blatt
wird beim Herausziehen des obersten Blattes durch den Schlitz die Ausrichtung des
Schlitzes mit nachfolgenden Bereichen des Blattes bis zu dessen zweitem Ende erreicht,
während diese aufeinanderfolgenden Bereiche von dem Stapel abgezogen werden. Der Endbereich
des darunterliegenden Blattes wird mit dem Endbereich des obersten Blattes durch den
Schlitz bewegt, um so den ersten Endbereich des darunterliegenden Blattes aus dem
Schlitz ragen zu lassen, wenn das oberste Blatt entfernt ist. Solche oder ähnliche
Blattabgabesysteme sind erfindungsgemäß bevorzugt.
[0117] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Duftmedium-abgabesystem
so konfiguriert, dass es die Entnahme von zumindest 3, 4, 5 oder mehr unterschiedlichen
Parfümformkörpem ermöglicht. Dies kann beispielsweise ein System sein, welches 3,
4 oder 5 Rollen unterschiedlicher Parfümfilme umfasst. Dies kann man dann auch als
3er, 4er oder 5er-Set bezeichnen. Die Parfümformkörper unterscheiden sich dabei durch
ihre Parfümierung, so dass der Verbraucher durch die Dosierung der einzelnen Parfümkörper
selbst die Gesamtparfümnote festlegen kann. Der Kreativität des Verbrauchers sind
dabei keine Grenzen gesetze. Die unterschiedliche Parfümierung kann vorteilhafterweise
durch unterschiedliche Farbgebung angezeigt werden.
[0118] Die Formkörper einer entsprechenden Set-Konfiguration enthalten dabei vorteilhafterweise
unterschiedliche Riechstoffe, die vorzugsweise nach bestimmten Noten unterschieden
werden können.
[0119] Ein weiteres Entnahmebehältnis sind Dosierspender für Formkörper. Solche Dosierspender
bestehen gewöhnlich aus einem Gehäuse mit Vorratskammer, deren Boden z.B. eine Auslaßöffnung
aufweist, welche in eine Führung für einen Schieber mit Druckplatte und mit Rückstellfeder
öffnet, wobei der Schieber einen in seiner Ruhestellung unterhalb der Auslaßöffnung
befindlichen Kanal aufweist, dessen Auswurföffnung in Ruhestellung durch eine Abdeckung
abgedeckt ist.
[0120] Solche Dosierspenden können parfümierte Formkörper enthalten, so dass man in solchem
Falle von einem Duftmediumabgabesystem sprechen kann. Die Dimensionen entsprechender
Dosierspender sind selbstverständlich an die Dimensionen das betreffenden Formkörpers
angepasst. Solche Dosierspender können erfindungsgemäß bevorzugt sein.
[0121] Die vorliegende Erfindung ermöglicht dem Fachmann einen erheblichen Handlungsspielraum
bei der Beduftung wässriger Systemen, wodurch er in die Lage versetzt wird, wässrige
Systeme mit ganz individuellen, verfeinerten Duftnoten hervorzubringen. Zu diesem
Zwecke können die erfindungsgemäßen Folien, nach einer bevorzugten Ausführungsform
auch insbesondere Riechstoffe mit
(a) mandelartigem Geruch, wie vorzugsweise Benzaldehyd, Pentanal, Heptenal, 6-Methylfurfural,
Methylbutanal, Furfural und/oder Acetophenon oder
(b) apfelartigem Geruch, wie vorzugsweise (S)-(+)-Ethyl-2-methylbutanoat, Diethylmalonat,
Ethylbutyrat, Geranylbulyral, Geranylisopentanoat, Isobutylacetat, Linalylisopentanoat,
(E)-β-Damascone, Heptyl-2-methylbutyrat, Methyl-3-methylbulanoat, 2-Hexenal-pentylmethylbutyrat,
Ethylmethylbutyrate und/oder Methyl-2-Methylbutanoat oder
(c) apfelschalenartigem Geruch, wie vorzugsweise Ethylhexanoat, Hexylbutanoat und/oder
Hexylhexanoat oder
(d) aprikosenartigem Geruch wie vorzugsweise γ-Undecalacton oder
(e) bananenartigem Geruch, wie vorzugsweise Isobutylacetat, Isoamylacetat, Hexenylacelat
und/oder Pentylbutanoat oder
(f) bittermandelartigem Geruch wie vorzugsweise 4-Acetyltoluol oder
(g) schwarze Johannisbeere-artigem Geruch wie vorzugsweise Mercaptomethylpentanon
und/oder Methoxymethylbutanethiol oder
(h) zitrusartigem Geruch wie vorzugsweise Linalylpentanoat, Heptanal, Linalylisopenlanoat
dodecanal, Linalylformiat, α-p-Dimethylstyrol, p-Cymenol, Nonanal, β-Cubebene, (Z)-Limonenoxid,
cis-6-Ethenyltetrahydro-2,2,6-trimethylpyren-3-ol, cis-pyranoidlinalcoloxid, Dihydrolinalool,
6(10)-Dihydromyrcenol, Dihydromyrcenol, β-Farnesen, (Z)-β-Farnesen, (Z)-Ocimen, (E)-Limonenoxid,
Dihydroterpinylacetat, (+)-Limonen, (Epoxymethylbutyl)-methylfuran und/oder p-Cymen
oder
(i) kakaoartigem Geruch wie vorzugsweise Dimethylpyrazin, Butylmethylbutyrat und/oder
Methylbutanal oder
(j) kokusnußartigem Geruch, wie vorzugsweise γ-Octalacton, γ-Nonalacton, Methyllaurat,
Tetradecanol, Methylnonanoat, (35,3aS,7aR)-3a,4,5,7a-tetrahydro-3,6-dimethylbenzofuran-2(3H)-on,
5-Butyldihydro-4-methyl-2(3H)-Furanon, Ethylundecanoat und/oder δ-Decalacton oder
(k) sahneartigem Geruch wie vorzugsweise Diethylacetal, 3-Hydroxy-2-butanon, 2,3-Pentadion
und/oder 4-Heptenal oder
(l) blumenartigem Geruch wie vorzugsweise Benzylalcohol, Phenylessigsäure, Tridecanal,
p-Anisylalcohol, Hexanol, (E,E)-Farnesylaceton, Methylgeranat, trans-Crotonaldehyd,
Tetradecylaldehyd, Methylanthranilat, Linalooloxid, Epoxylinalool, Phytol, 10-epi-γ-Eudesmol,
Neroloxid, Ethyldihydrocinnamat, γ-Dodecalacton, Hexadecanol, 4-Mercapto-4-methyl-2-pentanol,
(Z)-Ocimene, Cetylalcohol, Nerolidol, Ethyl-(E)-cinnamat, Elemicin, Pinocarveol, α-Bisabolol,
(2R,4R)-Tetrahydro-4-methyl-2-(2-methyl-1-propenyl)-2H-pyran, (E)-Isoelemicin, Methyl-2-methylpropanoat,
Trimethylphenylbutenon, 2-Methylanisol, β-Farnesol, (E)-Isoeugenol, Nitro-phenylethan,
Ethylvanillat, 6-Methoxyeugenol, Linalool, β-Ionon, Trimethylphenylbutenon, Ethylbenzoat,
Phenylethylbenzoat, Isoeugenol und/oder Acetophenone oder
(m) Frische-Geruch wie vorzugsweise Methylhexanoat, Undecanon, (Z)-limonenoxid, Benzylacetat,
Ethylhydroxyhexanoat, Isopropylhexanoat, Pentadecanal, β-Elemene, α-Zingiberene, (E)-Limonenoxid,
(E)-p-Mentha-2,8-dien-1-ol, Menthon, Piperiton, (E)-3-Hexenol und/oder Carveol oder
(n) Frucht-Geruch wie verzugsweise Ethylphenylacetat, Geranylvalerat, γ-Heptalacton,
Ethylpropionat, Diethylacetal, Geranylbutyrat, Ethylheptylat, Ethyloctanoat, Methylhexanoat,
Dimethylheptenal, Pentanon, Ethyl-3-methylbutanoat, Geranylisovalerat, lobutylacetat,
Ehoxypropanol, Mthyl-2-butenal, Methylnonanedion, Linalylacetat, Mthylgeranat, Lmonenoxid,
Hdrocinnamicalcohol, Dethylsuccinat, Ehylhexanoat, Ehylmethylpyrazin, β-Cbebene, Nryletat,
Ctronellylbutyrat, Heylacetat, Nonylacetat, Butylmethylbutyrat, Pentenal, Isopentyldimethylpyrazin,
p-menth-1-en-9-ol, Hexadecanon, Octylacetat, γ-Dodecalacton, Epoxy-β-ionon, Ethyloctenoat,
Ethylisohexanoat, Isobornylpropionat, Cedrenol, p-menth-1-en-9-yl acetat, Cadinadien,
(Z)-3-Hexenylhexanoat, Ethylcyclohexanoat, 4-Methylthio-2-butanon, 3,5-Octadienon,
Methylcyclohexancarboxylat, 2-pentylthiophen, α-Ocimene, Butandiol, Ethylvalerat,
Pentanol, Isopiperiton, Butyloctanoat, Ethylvanillat, Methylbutanoat, 2-Mmethylbutylacetat,
Propylhexanoat, Butylhexanoat, Isopropylbutanoat, Spathulenol, Butanol, 6-Dodecalacton,
Methylquinoxalin, Sesquiphellandren, 2-Hexenol, Ethylbenzoate, Isopropylbenzoat, Ethyllactat
und/oder Citronellylisobutyrat oder
(o) Geranium-artigen Geruch, wie vorzugsweise Geraniol, (E,Z)-2,4-Nonadienal, Octadienon
und/oder o-Xylen oder
(p) weintraubenartigem Geruch wie vorzugsweise Ethyldecanoat und/oder Hexanon oder
(q) grapefruitartigem Geruch wie vorzugsweise (+)-5,6-Dimethyl-8-isopropenylbicyclo[4.4.0]dec-1-en-3-on
und/oder p-Menthenethiol oder
(r) grasartigem Geruch wie vorzugsweise 2-Ethylpyridin, 2,6-Dimethylnaphthalen, Hexanal
und/oder (Z)-3-Hexenol oder
(s) grüner Note, vorzugsweise 2-Ethylhexanol, 6-Decenal, Dimethylheptenal, Hexanol,
Heptanol, Methyl-2-butenal, Hexyloctanoate, Nonansäure, Undecanon, Methylgeranat,
Isobornylformiate, Butanal, Octanal, Nonanal, Epoxy-2-decenal, cis-Linalool, Pyranoxid,
Nonanol, alpha,γ-dimethylallylalcohol, (Z)-2-penten-1-ol, (Z)-3-hexenylbutanoat, Isobutylthiazol,
(E)-2-nonenal, 2-dodecenal, (Z)-4-decenal, 2-octenal, 2-hepten-1-al, Bicyclogermacrene,
2-Octenal, α-Thujene, (Z)-β-Farnesene, (-)-γ-Elemene, 2,4-Octadienal, Fucoserraten,
Hexenylacetat, Geranylaceton, Valencene, β-Eudesmol, 1-Hexenol, (E)-2-Undecenal, Artemisia
keton, Viridiflorol, 2,6-Nonadienal, Trimethylphenylbutenon, 2,4-Nonadienal, Butylisothiocyanat,
2-Pentanol, Elemol, 2-Hexenal, 3-Hexenal, (+)-(E)-Limonen-oxid, cis-Isocitral, Dimethyloctadienal,
Bornylformiat, Bornylisovalerat, Isobutyraldehyd, 2,4-Hexadienal, Trimethylphenylbutenon,
Nonanon, (E)-2-Hexenal, (+)-cis-Rosenoxide, Menthone, Coumarin, (Epoxymethylbutyl)-methylfuran,
2-Hexenol, (E)-2-hexenol und/oder Carvylacetat oder
(t) Grüner Tee-artigem Geruch, vorzugsweise (-)-Cubenol oder
(u) kräuterartigem Geruch, vorzugsweise Octanon, Hexyloctanoat, Caryophyllenoxide,
Methylbutenol, Safranal, Benzylbenzoat, Bornylbutyrat, Hexylacetat, β-Bisabolol, Piperitol,
β-Selinene, α-Cubebene, p-Menth-1-en-9-ol, 1,5,9,9-Tetramethyl-12-oxabicyclododeca-4,7-dien,
T-muurolol, (-)-Cubenol, Levomenol, Ocimene, α-Thujene, p-Menth-1-en-9-yl acetat,
Dehydrocarveol, Artemisia alcohol, γ-Muurolene, Hydroxypentanon, (Z)-Ocimene, β-Elemene,
δ-Cadinol, (E)-β-Ocimene, (Z)-Dihydrocarvone, α-Cadinol, Calamenen, (Z)-Piperitol.
Lavandulol, β-Bourbonene, (Z)-3-Hexenyl-2-methylbutanoat, 4-(1-Methylethyl-benzenemethanol,
Artemisia keton, Methyl-2-butenol, Heptanol, (E)-Dihydrocarvon, p-2-Menthen-1-ol,
α-Curcumene, Spathulenol, Sesquiphellandren, Citronellylvalerat, Bornylisovalerat,
1,5-Octadien-3-ol, Methylbenzoat, 2,3,4,5-Tetrahydroanisol und/oder Hydroxycalamenen
oder
(v) honigartigem Geruch, vorzugsweise Ethylcinnamate, β-Phenethylacetat, Phenylessigsäure,
Phenylethanal, Methylanthranilat, Zimtsäure, β-Damascenone, Ethyl-(E)-cinnamat, 2-Phenylethylalcohol,
Citronellylvalerate, Phenylethylbenzoate und/oder Eugenol oder
(w) Hyazinthen-artigem Geruch, vorzugsweise Hotrienol oder
(x) jasminartigem Geruch, vorzugsweise Methyljasmonate, Methyldihydroepijasmonat und/oder
Methylepijasmonat oder
(y) lavendelartigem Geruch, vorzugsweise Linalylvalerate und/oder Linalool oder
(z) zitronenartigem Geruch, vorzugsweise Neral, Octanal, δ-3-Carene, Limonen, Geranial,
4-mercapto-4-methyl-2-pentanol, Citral, 2,3-Dehydro-1,8-cineol und/oder α-Terpinen
oder
(aa) lilienartigem Geruch, vorzugsweise Dodecanal oder
(bb) magnolienartigem Geruch, vorzugsweise Geranylaceton oder
(cc) mandarinenartigem Geruch, vorzugsweise Undecanol oder
(dd) melonenartigem Geruch, vorzugsweise Dimethylheptenal oder
(ee) Minze-artigem Geruch, vorzugsweise Menthone, Ethylsalicylat, p-Anisaldehyd, 2,4,5,7a-tetra-hydro-3,6-dimethyl-benzofuran,
Epoxy-p-menthene, Geranial, (Methylbutenyl)-methylfuran, Dihydrocarvylacetat, β-Cyclocitral,
1,8-Cineol, β-Phellandrene, Methylpentanon, (+)-Limonen, Dihydrocarveol (-)-Carvon,
(E)-p-Mentha-2,8-dien-1-ol, Isopulegylacetat, Piperiton, 2,3-Dehydro-1,8-cineol, α-Terpineol,
DL-carvon und/oder α-Phellandrene oder
(ff) nußartigem Geruch, vorzugsweise 5-methyl-(E)-2-hepten-4-on, γ-Heptalacton, 2-Acetylpyrrol,
3-Octen-2-on, Dihydromethylcyclopentapyrazin, Acetylthiazol, 2-Octenal, 2,4-Heptadienal,
3-Octenon, Hydroxypentanon, Octanol, Dimethylpyrazin, Methylquinoxalin und/oder Acetylpyrrolin
oder
(gg) orangenartigem Geruch, vorzugsweise Methyloctanoat, Undecanon, Decylalcohol,
Limonen und/oder 2-Decenal oder
(hh) Orangenschalen-artigem Geruch, vorzugsweise Decanal und/oder β-Carene oder
(ii) pfirsichartigem Geruch, vorzugsweise γ-Nonalacton, (Z)-6-Dodecene-γ-lacton, δ-Decalacton,
R-δ-Decenolacton, Hexylhexanoat, 5-Octanolid, γ-Decalacton und/oder δ-Undecalacton
oder
(jj) Pfefferminze-artigem Geruch, vorzugsweise Methylsalicylat und/oder I-Menthol
oder
(kk) Kiefer-artigem Geruch, vorzugsweise α-p-Dimethylstyrol, β-Pinene, Bornylbenzoat,
δ-Terpinen, Dihydroterpinylacetat und/oder α-Pinen oder
(II) ananasartigem Geruch, vorzugsweise Propylbutyrat, Propylpropanoat und/oder Ethylacetat
oder
(mm)pflaumenartigem Geruch, vorzugsweise Benzylbutanoat, oder
(nn) himbeerartigem Geruch, vorzugsweise β-Ionone oder
(oo) Rose-artigem Geruch, vorzugsweise β-Phenethylacetat, 2-Ethylhexanol, Geranylvalerat,
Geranylacetat, Citronellol, Geraniol, Geranylbutyrat, Geranylisovalerat, Citronellylbutyrat,
Citronellylacetat, Isogeraniol, Tetrahydro-4-methyl-2-(2-methyl-1-propenyl)-2,5-cis-2H-pyran,
Isogeraniol, 2-Phenylethylalcohol, Citronellylvalerat und/oder Citronellylisobutyrat,
oder
(pp) Grüne Minze-artigem Geruch, vorzugsweise Carvylacetate und/oder Carveol, oder
(qq) erdbeerenartigem Geruch, vorzugsweise Hexylmethylbutyrat, Methylcinnamat, Pentenal,
Methylcinnamate oder
(rr) süßlichem Geruch, vorzugsweise Benzylalcohol, Ethylphenylacetat, Tridecanal,
Nerol, Methylhexanoat, Linalylisovalerat, Undecanaldehyd, Caryophyllenoxid, Linalylacetat,
Safranal, Uncineol, Phenylethanal, p-Anisaldehyd, Eudesmol, Ethylmethylpyrazin, Citronellylbutyrat,
4-Methyl-3-penten-2-on, Nonylacetat, 10-Epi-γ-eudesmol, β-Bisabolol, (Z)-6-Dodecen-γ-lacton,
β-Famesene, 2-Dodecenal, γ-Dodecalacton, Epoxy-β-ionon, 2-Undecenal, Styrenglycol,
Methylfuraneol, (-)-cis-Rosenoxid, (E)-β-Ocimene, Dimethylmethoxyfuranon, 1,8-Cineole,
Ethylbenzaldehyd, 2-Pentylthiophen, α-Farnesene, Methionol, 7-Methoxycoumarin, (Z)-3-Hexenyl-2-methylbutanoat,
o-Aminoacetophenon, Viridiflorol, Isopiperitone, β-Sinensal, Ethylvanillat, Methylbutanoat,
p-Methoxystyrol, 6-Methoxyeugenol, 4-Hexanolid, δ-Dodecalacton, Sesquiphellandren,
Diethylmalat, Linalylbutyrat, Guaiacol, Coumarin, Methylbenzoat, Isopropylbenzoat,
Safrole, Durene, γ-Butyrolacton, Ethylisobutyrat und/oder Furfural oder
(ss) Vanille-artigem Geruch, vorzugsweise Vanillin, Methylvanillat, Acetovanillon
und/oder Ethylvanillat oder
(tt) wassermelonenartigem Geruch, vorzugsweise 2,4-Nonadienal oder
(uu) holzartigem Geruch, vorzugsweise α-Muurolene, Cadina-1,4-dien-3-ol, Isocaryophyllene,
Eudesmol, α-Ionon, Bornylbutyrat, (E)-α-Bergamoten, Linalooloxid, Ethylpyrazin, 10-epi-γ-Eudesmol,
Germacrene B, trans-Sabinenhydrat, Dihydrolinalool, Isodihydrocarveol, β-Famesene,
β-Sesquiphellandren, δ-elemente, α-Calacorene, Epoxy-β-ionon, Germacrene D, Bicyclogermacrene,
Alloaromadendrene, α-Thujene, oxo-β-Ionon, (-)-γ-Elemene. γ-Muurolene, Sabinene, α-Guaiene,
α-Copaene, γ-Cadinene, Nerolidol, β-Eudesmol, α-Cadinol, δ-Cadinene, 4,5-Dimethoxy-6-(2-propenyl)-1,3-benzodioxol,
[1ar-(1aalpha,4aalpha,7alpha,7abeta,7balpha)]-decahydro-1,1,7-trimethyl-4-methylene-1H-cycloprop[e]azulen,
α-Gurjunen, Guaiol, α-Farnesene, γ-Selinene, 4-(1-Methylethyl)-benzenemethanol, Perillen,
Elemol, α-Humulene, β-Caryophyllene und/oder β-Guaiene oder
(vv) Mischungen aus vorgenannten
enthalten.
[0122] So kann der Verbraucher z.B. Geschirrspülwasser mit bananenartigem Geruch erzeugen,
Badewasser mit vanilleartigem Geruch oder beispielsweise Fensterspülwasser mit honigartigem
Geruch. Er kann durch Kombination unterschiedlicher Formkörper auch völlig neue Geruchsbilder
erzeugen.
[0123] Bei entsprechenden Anwendungen kann sich auch ein so genannter aromatherapeutischer
Zusatznutzen für den Verbraucher einstellen. Beispielsweise können auch natürliche
Duftstoffe etherischer Öle eingesetzt werden. Typische Beispiele sind Kamille, Rosmarin,
Thymian, Jasmin, Pfefferminze und Sandelholz. Der Verbraucher kann so durch die Auswahl
von Duftstoffen Einfluss auf sein subjektives Wohlgefühl nehmen, und z.B. psychosomatisch
mitverursachten Beschwerden wie beispielsweise Nervosität oder Stress mit dem Einsatz
entsprechend parfümierter Formkörper begleiten. Auch als begleitende Mittel bei Erkältungskrankheiten
oder nervösen Magen-Darm-Störungen können entsprechende Formkörper eingesetzt werden,
um das subjektive Wohlgefühl zu unterstützen. Es handelt sich hier allerdings nicht
um ein therapeutisches Verfahren im eigentlichen Sinne, sondern um ein geruchskosmetisches
Verfahren.
[0124] Die bereits beschriebene Set-Konfiguration eignet sich beispielsweise auch zur Gestaltung
eines Duftkarussels.
[0125] Karussellkonfiguationen sind insbesondere aus dem Bereich der Gewürzkarussells bekannt.
Das sind In der Regel drehbare Gebilde, welche zumindest 4 oder mehr, belspielsweise
bis zu 12 einzelne, entnehmbaren Behälter umfassen, die rundförmig auf einem Ständer
oder einer Haltveorrichtung angeordnet sind. Ein solches Duftkarussell mit z.B. 12
Behältern, welche unterschiedliche Duftformkörper umfassen, kann sogar schon als so
genannte Duftorgel bezeichnet werden, mit welcher der Verbraucher einen Individualduft
komponieren kann.
[0126] Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält der erfindungsgemäße Formköper zumindest
12 Gew.-% Parfüm, vorzugsweise zumindest 15 Gew.-% Parfüm, insbesondere zumindest
20 Gew.-% Parfüm, bezogen auf den gesamten Formkörper. Ebenso kann der Formkörper
auch noch größere Mengen an Parfüm enthalten, z.B. zumindest 25, 30. 35, 40, 45 oder
gar zumindest 60 Gew.-% Parfüm. Sinnvolle Obergrenzen an Parfüm können z.B. bei 80
Gew.-%, 75 Gew.-%, 70 Gew.-%, 65 Gew.-%, 60 Gew.-%, 55 Gew.-%. 50 Gew.-%, 45 Gew.-%,
40 Gew.-%, 35 Gew.-%, 30 Gew.-%. 25 Gew.-%, 20 Gew.-%, 15 Gew.-% oder auch 10 Gew.-%
liegen.
[0127] Wenn das enthaltene Parfüm zu mindestens 5, 10 oder 15 Gew.-% aus Riechstoffen mit
einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert von ≥ 3,0 besteht, so liegt eine bevorzugte
Ausführungsform vor. Es hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäße Formkörper, weiche
solche Mindestmengen an Riechstoffen mit einem Siedepunkt über 250°C und einem logP-Wert
von ≥ 3,0 enthalten, besonders vorteilhafte Dufteigenschaften aufweisen. Beispielsweise
kann bei der Verwendung der Formkörper in wässrigen Systemen ein länger anhaltender
Dufteindruck erzielt werden. Ebenso kann das Aufziehverhalten der Riechstoffe auf
Substrate, welche in/mit dem parfümierten wässrigen System behandelt werden, weiter
verbessert werden, so dass dia Substrate, insbesondere Textilien länger und intensiver
riechen.
[0128] Der Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient eines Duftstoff-Bestandteils ist das Verhältnis
zwischen seiner Gleichgewichlskonzentration in Octanol und in Wasser. Da die Verteilungskoeffizienten
der Duftstoffbestandteile oft hohe Werte haben, z.B. 1000 oder höher, werden sie zweckmäßiger
in der Form ihres Logarithmus zur Basis 10 angegeben, man spricht dann vom so genannten
log-P-Wert. Bevorzugte Riechstoffe dieser Erfindung weisen einen logP von ≥ 3,0 oder
höher auf, z. B. von ≥ 3.1. vorzugsweise ≥ 3.2, insbesondere ≥ 3,3.
[0129] Der logP-Wert zahlreicher Riechstoffe ist dokumentiert; zum Beispiel enthält die
Pomona92-Datenbank, verfügbar von Daylight Chemical information Systems, Inc., (Daylight
CIS), Irvine, Kalifornien, zahlreiche logP-Werte, zusammen mit Zitaten zur Originalliteratur.
Jedoch werden die logP-Werte am zweckmäßigsten durch das "CLOGP"-Programm, das auch
von Daylight CIS verfügbar ist, berechnet. Dieses Programm führt auch die experimentellen
logP-Werte auf, wenn sie in der Pomona92-Datenbank verfügbar sind. Der "errechnete
logP" (ClogP-Wert) wird durch die Fragmentannäherung nach Harsch und Leo bestimmt.
[0130] Im folgenden werden in Tabelle 1 etliche Riechstoffe aufgeführt, welche die Kriterien
Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3 erfüllen. Solche Riechstoffe, welche diese Kriterien
erfüllen, werden im weiteren Verlauf auch als beständige Riechstoffe bezeichnet.
Tabelle 1: Beispiele für beständige Riechstoffe
| Duftstoffbestandteile |
Ungefähr Siedepunkt (°C) |
ClogP |
| Siedepunkt > 250°C und ClogP ≥ 3,0 |
| Allylcylclohexanpropionat |
267 |
3,935 |
| Ambrettolid |
300 |
6,261 |
| Amylbenzoat |
262 |
3,417 |
| Amylcinnamat |
310 |
3,771 |
| Amylzimtaldehyd |
285 |
4,324 |
| Amylzimtaldehyddimethylacetal |
300 |
4,033 |
| iso-Amylsalicylat |
277 |
4,601 |
| Aurantiol |
450 |
4,216 |
| Benzophenon |
306 |
3,120 |
| Benzylsalicylat |
300 |
4,383 |
| para-tert-Butylcyclohexylacetat |
+250 |
4,019 |
| iso-Butylchinolin |
252 |
4,193 |
| beta-Caryophyllen |
256 |
6,333 |
| Cardinen |
275 |
7, 346 |
| Cedrol |
291 |
4,530 |
| Cedrylacetat |
303 |
5,436 |
| Cedrylformiat |
+250 |
5,070 |
| Cinnamylcinnamat |
370 |
5,480 |
| Cyclohexylsalicylat |
304 |
5,265 |
| Cyclamenaldehyd |
270 |
3,680 |
| Dihydroisojasmonat |
+300 |
3,009 |
| Diphenylmethan |
262 |
4,059 |
| Diphenyloxid |
252 |
4,240 |
| Dodecanlacton |
258 |
4,359 |
| iso E super |
+250 |
3,455 |
| Ethylbrassylat |
3321 |
4,554 |
| Ethylmethylphenylglycidat |
260 |
3.165 |
| Ethylundecylenat |
264 |
4,888 |
| Exaltolid |
280 |
5,346 |
| Galaxolid |
+250 |
5,482 |
| Geranylanthranilat |
312 |
4,216 |
| Geranylphenylacetat |
+250 |
5,233 |
| Hexadecanolid |
294 |
6,805 |
| Hexenylsalicylat |
271 |
4,716 |
| Hexylzimtaldehyd |
305 |
5,473 |
| Hexylsalicylat |
290 |
5,260 |
| alpha-Iron |
250 |
3,820 |
| Lilial (p-t-bucinal) |
258 |
3,858 |
| Linalylbenzoat |
263 |
5,233 |
| 2-Methoxynaphthalin |
274 |
3,235 |
| Methyldihydrojasmon |
+300 |
4,843 |
| gamma-n-Methylionen |
252 |
4,309 |
| Moschus-Indanon |
+250 |
5,458 |
| Moschus-Keton |
MP = 137°C |
3,014 |
| Moschus-Tibetin |
MP = 136°C |
3,831 |
| Myristicin |
276 |
3,200 |
| Oxahexadecanolid-10 |
+300 |
4,336 |
| Oxahexadecanolid-1 |
MP = 35°C |
4,336 |
| Patchoulialkohol |
285 |
4,530 |
| Phantolid |
288 |
5,977 |
| Phenylethylbenzoat |
300 |
4,058 |
| Phenylethylphenylacetat |
325 |
3,767 |
| Phenylheptanol |
261 |
3,478 |
| Phenylhexanol |
258 |
3,299 |
| alpha-Santalol |
301 |
3,800 |
| Thibetolid |
280 |
6,246 |
| delta-Undecalacton |
290 |
3,830 |
| gamma-Undecalacton |
297 |
4,140 |
| Vetiverlyacetat |
285 |
4,882 |
| Yara-yara |
274 |
3,235 |
| (a) M.P. ist der Schmelzpunkt; diese Bestandteile haben einen Siedepunkt von höher
als 250°C. |
[0131] Diese Tabelle gibt eine hinreichende Anzahl nichteinschränkender Beispiele für beständige
Riechstoffe, welche im Rahmen dieser Erfindung bevorzugt einsetzbar sind. Die Formkörper
der vorliegenden Erfindung enthalten vorzugsweise mindestens 3 unterschiedliche beständige
Riechstoffe, stärker bevorzugt mindestens 4 unterschiedliche beständige Riechstoffe,
und noch weiter bevorzugt mindestens 5 unterschiedliche beständige Riechstoffe.
[0132] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten die Formkörper vorzugsweise
≥ 20 Gew.-%, ≥ 25 Gew.-%, ≥ 30 Gew.-%, ≥ 35 Gew.-%, ≥ 40 Gew.-%, ≥ 45 Gew.-%, ≥ 50
Gew.-%, ≥ 55 Gew.-%, ≥ 60 Gew.-%, ≥ 65 Gew.-%, ≥ 75 Gew.-%, ≥ 80 Gew.-%, ≥ 85 Gew.-%,
≥ 90 Gew.-% oder sogar ≥ 95 Gew.-% an beständigen Riechstoffen, Gew.-% bezogen auf
die Gesamtmenge der im Formkörper enthaltenen Riechstoffe.
[0133] Im Duftstofffachbereich werden einige Materialien ohne Geruch oder mit sehr schwachem
Geruch als Verdünnungsmittel oder Streckmittel für Parfüms verwendet. Nichteinschränkende
Beispiele dieser Materialien sind Dipropylenglykol, Diethylphthalat, Triethylcitrat,
Isopropylmyristat und Benzylbenzoat. Diese Materialien werden z.B. zum Verdünnen und
Stabilisieren einiger anderer Duftstoffbestandteile verwendet. Diese Materialien werden
bei der Berechnung der Gesamtmenge der im Formkörper enthaltenen Riechstoffe nicht
mitgerechnet.
[0134] Nicht-beständige Riechstoffe sind im Rahmen dieser Erfindung solche Riechstoffe,
welche einen Siedepunkt von niedriger als etwa 250°C oder einen ClogP von weniger
als etwa 3,0 oder sowohl einen Siedepunkt von weniger als etwa 250°C und einen ClogP
von weniger als etwa 3,0 aufweisen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden
nicht-beständige Riechstoffe vorzugsweise in den Formkörpern der vorliegenden Erfindung
minimiert , d.h. die Formkörper enthalten vorzugsweise ≤ 60 Gew.-%, ≤ 55 Gew.-%, ≤
50 Gew.-%, ≤ 45 Gew.-%, ≤ 40 Gew.-%, ≤ 35 Gew.-%, ≤ 30 Gew.-%, ≤25 Gew.-%, ≤ 20 Gew.-%,
≤ 15 Gew.%, ≤ 10 Gew.-%, ≤ 5 Gew.-%, ≥ 3 Ges.-%, ≥ 2 Gew.-% oder sogar ≥ 1 Gew.-%
an nichtbeständigen Riechstoffen, Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge der im Formkörper
enthaltenen Riechstoffe.
[0135] Es kann aber vorteilhaft sein, wenn nicht beständige Riechstoffe zumindest in kleinen
Mengen verwendet werden, nämlich zur Verbesserung des Formkörpergeruchs als solchem.
Vorzugsweise enthallen die Formkörper der vorliegenden Erfindung daher ≥ 1 Gew.-%,
vorzugsweise ≥ 5 Gew.-%, stärker bevorzugt ≥ 10 Gew.-%, noch stärker bevorzugt ≥ 15
Gew.-%, insbesondere sogar ≥ 20. ≥ 25 oder sogar ≥ 30 Gew.-%, an nicht beständigen
Riechstoffen, Gew.-% bezogen auf die Gesamtmenge der Im Formkörper enthaltenen Riechstoffe.
[0136] Das im Formkörper enthaltene Parfüm liegt zumindest zu 5 Gew.% in verkopselter Form
vor. Der Anteil des enthaltenen Parfüms in verkapselter Form kann auch noch größer
sein, z.B. bei Werten von zumindest 10, 15, 20, 25, 30, 35, 40 oder 45 Gew.-% liegen.
Gew.-% bezieht sich dabei auf die Gesamtmenge des im Formkörper enthaltenen Parfüms.
[0137] Vorzugsweise sind die verkapselten Parfümteilchen durch Feuchtigkeit aktivierbar.
Solche Parfümteilchen sind bekannt. Es kann sich beispielsweise um Cyclodextrin/Parfüm-Einschlußkomplexe
oder um Parfüm-Mikrokapseln, z.B. mit einem Polysaccharin-Bindemittel handeln. Das
Verkapseln des Parfüms minimiert eine vorzeitige Verflüchtigung der Riechstoffe noch
weiter. Das verkapseite Parfüm wird erst dann freigeseizt. wenn die Materialien befeuchtet
werden.
[0138] Die Parfümkapseln können beispielsweise einen Durchmesser von 100 nm bis z.B. 1 mm
aufweisen. Es ist auch möglich. Parfümkapseln zu verwenden, die einen Durchmesser
über 1 mm aufweisen
[0139] Bevorzugte Parfüm-Mikrokapseln haben z.B. einen Durchmesser von 0,5 µm bis 300 µm,
vorzugsweise 1 µm bis 200 µm, insbesondere 2 µm bis 100µm. Der Kapseidurchmesser ist
selbstverständlich auf die Foliendicke abzustimmen. Der maximale Kapseldurchmesser
kann z.B. auch bei Werten < 90 µm, < 80 µm, < 70 µm, < 60 µm, < 50 µm oder < 40 µm
liegen.
[0140] Besonders brauchbare Verfahren der Einkapselung schließen Coacervation, Liposomenbildung.
Granulierung. Beschichtung, Emulgierung, Zerstäubung und Sprühkühlen ein.
[0141] Gemäß der vorliegenden Erfindung können die Kapseln in eine vorzugsweise in Wasser
lösliche Folie eingearbeitet werden. Die Kapseln sind mit der Folie vorzugsweise nicht
mischbar. Vorteilhafterweise sind die Kapseln in der Beschaffenheit hydrophob, um
ihre Diffusion in die hydrophile Folie zu verhindern. Beispielsweise können die Kapseln
vorzugsweise in situ in der Folie als Teil des Foliengießverfahrens hergestellt werden.
[0142] Der vorzugsweise hydrophobe Bestandteil für die Kapseln ist insbesondere ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Paraffin, Wachs, Öl, Vaseline, einem hydrophoben Polymer
und Gemischen davon.
[0143] Bei der in-situ-Hersteltung wird die z.B. hydrophobe kontinuierliche Phase geschmolzen
und kann dann mit entweder einem In Öl löslichen Vorteilsmittel (wie z.B. Parfüm)
oder einer diskontinuierlichen Phase oder beldem vermischt wurden. Die erhaltene Lösung
oder Emulsion oder Dispersion wird mit einer Lösung einer in Wasser löslichen Folie
in Wasser (beispielsweise Verhältnis von Folie zu Wasser 1:4) vermischt. Das Gemisch
wird vorzugsweise bei einer relativ niedrigen Temperatur hergestellt, um empfindliche
Vorteilsbestandteile, falls vorliegend (beispielsweise 30-45°C), zu schützen. Das
Ergebnis ist eine Emulsion In der In Wasser löslichen Folie. Die Emulsion wird gegossen
und z.B. in einem Ofen gesintert, unter Bildung einer Folie mit Kapseln.
[0144] Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält der erfindungsgemäße Formkörper Riechstoffvorläufer,
welche vorzugsweise erst bei Gegenwart von H
2O Riechstoffe durch Hydrolyse freisetzen. Die Riechstoffvorläufer können vorteilhafterweise
ausgewählt sein aus β-Aminoketon-Riechsloffvorläufern, Aldehyd- oder Keton-freisetzenden
Riechstoffvorläufem, Alkoholfreisetzenden Riechstoffvorläufern, vorzugsweise Kieselsäureestern
sowie Orthocarbonat- und Orthoester-Riechstoffverläufern.
[0145] Vortailhafterweise sind die Riechstoffvorläufer ausgewählt aus Acetalen, Ketalen,
Orthoestern, Orthocarbonaten und Mischungen hiervon.
[0146] Ein besonders bevorzugter Riechstoffvorläufer gehorcht der Formel

worin R Wasserstoff, lineares C
1-C
8-Alkyl, verzweigles C
3-C
20-Alkyl, cyclisches C
3-C
20-Alkyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkyl, Ilneares C
6-C
20-Alkenyl, verzweigtes C
6-C
20-Alkenyl, cyclisches C
0-C
20Alkenyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
20-Aryl und Mischungen hiervon bedeutet; R
1, R
22 und R
3 stehen unabhängig voneinander für lineares, verzweigtes oder substituiertes C
1-C
20-Alkyl, lineares, verzweigtes oder substituiertes C
2-C
20-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes, cyclisches C
3-C
20-Alkyl, substituiertes oder unsubstiuiertes C
8-C
20-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes C
2C
40-Alkylenoxy, substituiertes oder unsubstituiertes C
3-C
40-Alkylenoxyalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
40-Alkylenaryl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
32-Aryloxy, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
40-Alkylenoxyaryl, C
6-C
40-Oxyalkylenaryl und Mischungen hiervon.
[0147] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist als Riechstoffvorläufer ein Acetal oder
ein Ketal der Formel

enthalten,
worin R lineares C
1-C
20-Alkyl, verzweigtes C
3-C
20-Alkyl, cyclisches C
6-C
20-Alkyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkyl, lineares C
2-C
20-Alkenyl, verzweigtes C
3-C
20-Alkenyl, cyclisches C
6-C
20-Alkenyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
20-Aryl und Mischungen hiervon ist; R
1 ist Wasserstoff oder R;
R
2 und R
3 sind jeweils unabhängig voneinander gewählt aus der Gruppe, bestehend aus lineares
C
1-C
20-Alkyl, verzweigtes C
3-C
20-Alkyl, cyclisches C
3-C
20-Alkyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkyl, lineares C
6-C
20-Alkenyl, verzweigtes C
6-C
20-Alkenyl, cyclisches C
6-C
20-Alkenyl, verzweigtes cyclisches C
6-C
20-Alkenyl, C
6-C
20-Aryl, substituiertes C
7-C
20-Aryl und Mischungen hiervon.
[0148] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Riechstoffvorläufer mit folgender
Formel enthalten:

worin R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander lineares, verzweigtes oder substituiertes C
1-C
20-Alkyl, lineares, verzweigtes oder subsituiertes C
2-C
20-Alkenyl, substituiertes oder unsubstituiertes, cyclisches C
5-C
20-Alkyl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
20-Aryl, substituiertes oder unsubstituiertes C
2-C
40-Alkylenoxy, substituiertes oder unsubstituiertes C
3-C
40-Alkylenoxyalkyl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
40-Alkylenaryl, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
32-Aryloxy, substituiertes oder unsubstituiertes C
6-C
40-Alkylenoxyaryl, C
6-C
40-Oxyalkylenaryl und Mischungen hiervon sind.
[0149] Der Einsatz entsprechender Riechstoffvorläufer führt zu Formkörpern mit einem hervorragendem
Duftverhalten in wässrigen Systemen, insbesondere was Länge und Dauer des resultierenden
Dufteindrucks, auch auf behandelten Substraten, wie insbesondere Textil, anbetrifft.
Vor allem die Kombination von Riechstoffvorläufern mit den oben erwähnten beständigen
Riechstoffen und/oder kationischem Polymer führt zu Folien mit excellentem Duftverhalten.
[0150] Ein erfindungsgemäßer Formkörper kann vorzugsweise Riechstoffe umfassen, die aus
der Gruppe Bergamotteöl, Tangerineöl, Dimethylanthranilat, Dihydromyrcenol (2-Methyl-6-methylene-2-octanol),
Tetrahydrolinalool, Isobomylacetat, Ethyllinalool, Limonen, Orangenöl, Isobornylacetat,
Eucalyptusoel (globulus), Aldehyd C 10, Styrolylacetat, Citronitril ((Z,E)-Methyl-5-phenyl-2-penten-nitril),
Undecavertol (4-Methyl-3-decen-5-ol), Styrolylacetat, Tonalid (Acetyl hexamethyl tetralin)
ausgewählt sind. Diese Riechstoffe können einen besonders guten Frische-Eindruck erwecken,
sowohl was den Formkörper selbst betrifft als auch bei dessen Anwendung in wässrigen
Systemen.
[0151] Ein erfindungegemäßen Formkörper kann vorzugsweise Riechstoffe umfassen, die aus
der Gruppe Aldehyd C 14, Decalacton gamma, Cyclamenaldehyd, Troenan (5-Methyl-5-propyl-2-(1-methylbutyl)-1,3-dioxane),
Canthoxal (2-Methyl-3-(para-methoxy phenyl)-propanal), Citronellol, Geraniol, Moschus,
Phenylethylalkohol, Phenirat ( 2-Phenylethyl 2-Methylpropanoat), Phenylethylisobutyrat,
Jasmelia (2H-pyran-4-ol, 3-butyltetrahydro-5-methyl-acetat), Hexylzimtaldehyd (alpha),
Ylang, Cyclohexylsalicylat, Hexenylsalicylat (cis-3), Sandelice, Guajakholzoel, Iso
E Super ( 7-Acetyl, 1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-1,1,6,7-tetramethyl naphthalen), Norlimbanol,
Ambroxan (3aR-(3aalpha,5abeta,9aalpha,9bbeta))-Dodecahydro-3a,6,6,9a-tetramethyl naphtho(2,1-b)furan),
Zimtalkohol, Cyclopentadecanolide, Nirvanol ( (S)-(+)-5-Ethyl-5-phenylhydantoin),
Javanol ( 1-Methyl-2-((1,2,2-trimethyl bicyclo(3.1.0)hex-3-yl)methyl)cyclopropane
methanol), Habanolide (Oxacyclohexadecen-2-one), Maltol, Benzylaceton, Cumarin, Benzylsalicylat,
Melonal (2,6-Dimethyl-5-Heptenal), Galbanum(öl), Ethylvanillin, Koavone (3-Hepten-2-one,3,4,5,6,6-pentamethyl),
Methylpalmitat, Methyloleat und/oder Methylmyristat ausgewählt sind. Diese Riechstoffe
können einen besonders guten Pflege-Eindruck erwecken, sowohl was den Formkörper selbst
betrifft als auch bei dessen Anwendung in wässrigen Systemen.
[0152] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist der erfindungsgemäße Formkörper im wesentlichen
frei von anderen Bestandteilen als Parfüm und Polymermaterial. Vorzugsweise besteht
ein erfindungsgemäßer Formkörper dementsprechend zu ≥65 Gew.-%, ≥ 70 Gew.-%, ≥75 Gew.-%,
≥ 80 Gew.-%, ≥ 85 Gew.-%, ≥ 90 Gew.-%, ≥95 Gew.-% oder sogar zu ≥ 98 Gew.-% aus den
Bestandteilen Polymer und Parfüm.
[0153] Mögliche andere Bestandteile, welche in den erfindungsgemäßen Formkörpern enthalten
sein können, sind vorteilhafterweise ausgewählt aus der Gruppe der Tenside, Gerüststoffe,
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel,
pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hautpflegemittel, Hydrotope, Avivagemittel,
Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika,
Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, Quell- und Schiebefestmittel sowie
UV-Absorber.
[0154] Ein weiterer Gegenstand ist ein Verfahren zur Beduftung oder Duftverstärkung eines
wässrigen Systems, vorzugsweise einer Wasch-, Reinigungs- oder Spülflotte, wobei man
dem erfindungsgemäßen Duftmediumabgabesystem zumindest eine Portion des parfümierten,
wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren, Formkörpers entnimmt und diese dem wässrigen
System, insbesondere der Waschflotte, zugibt. Bei der Beduftung im Zusammenhang mit
der maschinellen Textilwäsche kann der erfindungsgemäße Formkörper direkt in die Waschtrommel
oder aber in die Waschmitielschublade gelegt werden.
[0155] Ein weiterer Gegenstand ist ein Verfahren zum Aufbringen von Duftstoffen auf Textilgut
in einer Waschmaschine durch Zugabe erfindungsgemäßer Formkörper, die dem afindungsgemäßen
Duftmediumabgabesystem entnommen wurden, wobei die Formkörper Im Wasch- oder Spülgang
eines maschinellen Waschverfahrens zur nassen Wäsche zugegeben werden.
[0156] Ein weiterer Gegenstand ist ein Verfahren zum Aufbringen von Duftstoffen auf Textilgut
In einem automatischen Wäschetrockner durch Zugabe erfindungsgemäßer Formkörper, die
dem erfindungsgemäßen Duftmediumabgabesystem entnommen wurden, wobei die Formkörper
zu der zu trocknenden feuchten Wäsche in den Trockner gegeben werden.
[0157] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung Ist die Verwendung eines aus dem
erfindungsgemäßen Duftmediumabgabesystem entnommenen Formkörpers zur Beduftung oder
Duftverstärkung eines wässrigen Systems, vorteilhafterweise einer Textilwaschflotte,
einer Geschirrspülwaschflotte, Badewassers oder einer Reinigungsflüssigkeit zur Säuberung
von harten Flächen, wie vorzugsweise Fußböden oder Fenstern. Ebenfalls ist die Beduftung
eines WC-Porzellanstandardbeckens (so genanntes Sitzklo) möglich. Dazu gibt man den
Formkörper in das Wasser des Syphons, wo dieser dann angenehme Gerüche entfaltet,
beispielsweise um bereits vorhandene unangenehme Gerüche zu überdecken.