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(11) |
EP 2 069 707 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.06.2010 Patentblatt 2010/25 |
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Anmeldetag: 02.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2007/000327 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/040035 (10.04.2008 Gazette 2008/15) |
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Metallformkörper und Verfahren zur Herstellung eines Metallformkörpers
Moulded metal body and method of producing a moulded metal body
Corps métallique moulé et procédé de fabrication d'un corps métallique moulé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
05.10.2006 AT 16702006
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.06.2009 Patentblatt 2009/25 |
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Patentinhaber: Hütte Klein-Reichenbach Gesellschaft m.b.H. |
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3900 Schwarzenau (AT) |
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Erfinder: |
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- DOBESBERGER, Franz
3900 Schwarzenau (AT)
- FLANKL, Herbert, J.
4320 Perg (AT)
- LEITLMEIER, Dietmar
4600 Schleissheim/Wels (AT)
- WELLNITZ, Jörg
85137 Walting (DE)
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Vertreter: Weiss, Christian et al |
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Pinter, Laminger & Weiss OG
Patentanwälte
Prinz-Eugen-Strasse 70 1040 Wien 1040 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 20 202 402 US-A1- 2002 073 473
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DE-U1- 20 313 655 US-A1- 2005 005 762
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft einen mehrschichtigen Metallformkörper mit
einer Metallschaummatrix, in die ein ein- oder mehrteiliges Einlageelement eingebettet
ist, wobei die Metallschaummatrix und das Einlageelement formschlüssig miteinander
verbunden sind, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Metallformkörpers.
[0002] Ein solcher Metallformkörper geht z.B. aus der
DE 20313 655 U1 hervor, die ein schussfestes Element aus Aluminiumschaum mit einer in den Aluminiumschaum
eingebetteten, netzartigen Armierung beschreibt, wobei die Armierung als Maschengeflecht
oder -gewebe aus einem Stahldraht gebildet ist. Ein Maschengeflecht ist dabei ein
Geflecht, bei dem eine Vielzahl von durchgehenden Drähten zu einem Geflecht verbunden
werden. Die Kontaktstellen zwischen den einzelnen Drähten können dabei starr oder
lose sein. Unter Beschuss werden diese durchgehenden Drähte durch das zu stoppende
Projektil oder Geschoss aber hohen Zugspannungen und Dehnungen ausgesetzt, sodass
entweder ein hochfester und hochdehnbarer Stahldraht benötigt wird, oder der Stahldraht
entsprechend dimensioniert sein muss. Obwohl damit eine gute Schussfestigkeit erzielt
werden kann, können dadurch die Kosten eines solchen Metallformkörpers in die Höhe
getrieben werden.
[0003] Die Aufgabe der gegenständlichen Erfindung liegt somit darin, einen Metallformkörper
anzugeben, der die obigen Nachteile nicht aufweist und darüber hinaus eine noch bessere
Festigkeit gegen eindringende oder aufprallende Körper, wie ein Anprall eines Körpers,
z.B. durch eine naheliegende Explosion, oder durch ein Geschoss, besitzt.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst, indem das Einlageelement als schubweiches
Ringgeflecht mit lose ineinander verbundenen Ringen ausgebildet ist. Ein erfindungsgemäßes
Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Metallformkörpers zeichnet sich durch
folgende Schritte aus: Bereitstellen einer Kokille für den Metallformkörper; Anordnen
zumindest eines ein- oder mehrteiligen Einlageelements in Form eines schubweichen
Ringgeflechts mit lose ineinander verbundenen Ringen in der Kokille; Aufschmelzen
eines Metalls; Einleiten von Gas in das aufgeschmolzene Metall, um das aufgeschmolzene
Metall aufzuschäumen, wobei ein fließfähiger Metallschaum hergestellt wird; Verbringen
des fließfähigen Metallschaums in die Kokille; und Abkühlen des Metalls in der Kokille,
wobei das Metall erstarrt, um den Metallformkörper zu bilden.
[0005] Unter Belastung (durch seitlichen Anprall oder unter Beschuss) gleiten die einzelnen
Ringe des schubweichen Ringgeflechts in der Metallschaummatrix aneinander ab. Dadurch
wird die Belastung auf den einzelnen Ring stark reduziert, die Festigkeit des Verbundes
aber gleichzeitig erhöht, da dieser Verbund ein hohes Maß an Energie dissipieren kann.
Mit einem erfindungsgemäßen Metallformteil kann somit ein sehr leichter Bauteil mit
der höchsten Beschussklasse B7 erzielt werden. Ein solcher Metallformteil kann z.B.
als Panzerung bei Fahrzeugen oder an Gebäuden verwendet werden, aber auch als Schild
für Personen.
[0006] Die Wirkung kann weiters erhöht werden, wenn in der Metallschaummatrix mehrere Ringeflechte
neben- oder hintereinander angeordnet sind, wobei die Ringgeflechte auch zueinander
versetzt angeordnet sein können.
[0007] Je nach Anwendung kann die Metallschaummatrix eine im Wesentlichen monomodale Blasengrößenverteilung
aufweisen. Die Blasengrößen der Metallschaummatrix können aber auch von einer Seitenfläche
des Metallformkörpers zur gegenüberliegenden Seitenfläche graduell zunehmen, wodurch
die Festigkeit des Metallformkörpers weiter erhöht werden kann.
[0008] Eine weitere Erhöhung der Festigkeit des Metallformkörpers erzielt man, durch eine
Vorspannung des Ringgeflechts in der Metallschaummatrix.
[0009] Ganz besonders für Anwendung als schussfeste Panzerung ist es vorteilhaft, wenn an
einer Seitenfläche des Metallformkörpers eine weitere Schicht aus einem homogenen
und/oder isotropen Material, wie eine Steinfolie, aufgebracht wird, da diese das aufprallende
Geschoss aufbricht und die Bahn des Geschosses verändert und somit dessen Wirkung
reduziert wird. Für eine solche Anwendung ist es günstig, diese Schicht dem Beschuss
zuzuwenden.
[0010] Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der schematischen, nicht einschränkenden
Figuren 1 bis 7 beschrieben, die vorteilhafte Ausführungsbeispiele zeigen. Dabei zeigt
Fig. 1 eine Darstellung eines mehrschichtigen Metallformkörpers,
Fig. 2 bis 4 Querschnitte eines erfindungsgemäßen Metallformkörpers,
Fig. 5 eine Ansicht eines Ringgeflechts,
Fig. 6 Bespiele möglicher Ringe für ein Ringgeflecht und
Fig. 7 eine Vorrichtung zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Metallformkörpers:
[0011] Fig. 1 zeigt einen starren, flächigen, mehrschichtigen Metallformkörper 1, wobei
die Längen-, Höhen- und Breitenverhältnisse vorteilhaft gemäß der Beziehung 1, h >>
b gewählt werden, womit man einen flächigen Metallformkörper 1 mit einer großflächigen
Seitenfläche 2 erhält. Der Metallformkörper 1 kann dabei als Platte, Scheibe oder
als Schale mit beliebiger Krümmung und mit einem beliebigen Querschnitt ausgeführt
sein. Der Metallformkörper 1 besteht im Wesentlichen aus einer Metallschaummatrix
4, bevorzugt Aluminiumschaum, in den ein oder mehrere, ein- oder mehrteilige Einlegelemente
3 eingebettet sind. Metallschaum 4 und Einlegeelement(e) 3 sind dabei formschlüssig
miteinander verbunden und bilden einen Verbundteil. Aufgrund der Art der Herstellung
des Metallformkörpers 1 (durch ein Gießverfahren) kann es durch die Adhäsion auch
zu einer gewissen materialschlüssigen Verbindung kommen, allerdings nur zu ca. max.
30% bezogen auf die Bruch- und Auszugsfestigkeit.
[0012] Die Einlegeelemente 3 können dabei nahezu beliebig angeordnet sein, wie in den Figuren
2 bis 4 angedeutet. Z.B. kann nur ein einziges Einlegeelement 3 am Rand oder in der
Mitte des Metallformkörpers 1 vorgesehen sein. Es können aber auch mehrere nebeneinander
oder hintereinander angeordnete Einlegeelemente 3 vorgesehen sein. Ebenso ist es denkbar,
Einlegeelemente 3 nicht im Wesentlichen parallel zu einer Seitenfläche 2 anzuordnen,
sondern in einem bestimmten Winkel dazu. Genau so kann vorgesehen sein, ein oder mehrere
Einlageelement(e) 3 vor dem Einbetten in die Metallschaummatrix 4 mit einer bestimmten
Kraft F vorzuspannen.
[0013] Der Metallschaum 4 weist in einer bevorzugten Ausführung eine im Wesentlichen monomodale
Verteilung auf, d.h. die Blasengrößen sind im Wesentlichen alle gleich groß und homogen
verteilt. Alternativ dazu kann aber auch vorgesehen sein, die Blasengröße der Metallschaummatrix
4 von einer Seitenfläche 2 des Metallformkörpers 1 zur gegenüberliegenden Seitenfläche
graduell zunehmen zu lassen, wie in Fig. 3 angedeutet, was durch eine entsprechende
Steuerung des Schäumprozesses möglich ist.
[0014] Selbstverständlich ist es möglich die obigen Ausgestaltungen und Anordnungen beliebig
zu _ kombinieren und somit auf eine bestimmte Anwendung abzustimmen.
[0015] Weiters kann an einer Seitenfläche 2 eine zusätzliche Schicht 5 aus einem homogenen
und/oder isotropen Material mit einem geeigneten Verfahren, wie z.B. durch Stoffschluss
oder Materialschluss durch eine flächige Verklebung, aufgebracht werden, bevorzugt
eine dünne Steinfolie, z.B. aus Granit oder ähnlichem. Diese Schicht 5 wirkt sich
insbesondere bei einer Anwendung als schussfestes starres Formteil positiv aus, da
dadurch die zulässige Beschussklasse erhöht und die Sprengwirkung gemindert oder sogar
eliminiert werden kann. Diese Schicht 5 ist dazu dem Beschuss zuzuwenden. Durch eine
solche Schicht 5 wird ein aufprallendes Geschoss aufgebrochen und die Bahn des Geschosses
verändert (im Wesentlichen indem es beim Aufprall ins Trudeln gebracht wird) und die
Wirkung somit abgemindert.
[0016] Ein Einlegeelement 3 ist erfindungsgemäß als schubweiches Ringgeflecht ausgeführt,
wie in Fig. 5 angedeutet. Ein solches Ringgeflecht besteht dabei aus einer Vielzahl
von Ringen 6, die ineinander greifen, aber ansonsten lose ineinander angeordnet sind,
also keinerlei feste Kontaktstellen aufweisen. Somit ist ein solches Ringgeflecht
in allen Richtungen vollkommen schubweich und die Ringe 6 gleiten unter Belastung
aneinander ab. Die Herstellung eines solchen Ringgeflechts ist an sich bekannt und
erfolgt z.B. durch Verschweißen der einzelnen Ringe 6 zu einem Geflecht. Das Ringgeflecht
kann dabei z.B. als 1:4, 1:6 oder 2:8 Geflecht, gemäß Ring in Ring Definition, ausgeführt
sein. In Fig. 6 sind Beispiele möglicher Ringformen dargestellt, wobei in einem Geflecht
unterschiedliche Ringformen auch kombiniert werden können.
[0017] Die erfindungsgemäße Wirkung entfaltet ein solches schubweiches Ringgeflecht in der
Metallschaummatrix 4. Unter Belastung (durch Anprall oder unter Beschuss) gleiten
die einzelnen Ringe 6 in der Metallschaummatrix 4 aneinander ab. Dadurch wird die
Belastung auf den einzelnen Ring 6 stark reduziert, die Festigkeit des Verbundes aber
gleichzeitig erhöht, da dieser Verbund ein hohes Maß an Energie dissipieren kann.
Zudem wird die Schockwellenausbreitung in dem Verbund deutlich reduziert und es können
sich breite Rissfronten zur Energieabsorption ausbilden. Mit einem erfindungsgemäßen
Metallformteil kann somit ein sehr leichter Bauteil bis zur höchsten Beschussklasse
B7 erzielt werden. Ein solcher Metallformteil kann z.B. als Panzerung bei Fahrzeugen
oder an Gebäuden verwendet werden, aber auch als Schild für Personen.
[0018] Ein möglicher erfinderischer Metallformkörper 1 könnte dabei aus einer Aluminium-
(oder einem anderen geeigneten Metall) Metallschaummatrix 4 gebildet werden, in der
ein Ringgeflecht aus Stahl, Titan, oder Aluminium-Ringen eingebettet ist. Die Ringe
können dabei z.B. Außendurchmesser von 3 - 20mm aufweisen (je nach Anwendung) und
auch die Blasengröße der Metallschaummatrix 4 wird je nach Anwendung gewählt, z.B.
bis zu 30mm Blasengröße. Die Ringstärken können z.B. zwischen 1 und 2mm gewählt sein.
Das Ringgeflecht kann auch oberflächenbehandelt und gehärtet sein. Die Vorspannung
eines Ringgeflechts in der Metallschaummatrix 4 kann z.B. 1 kN betragen. Eine solche
Anordnung ist geeignet als schussfester Metallformteil für 1 kg TNT bei 5m Entfernung
oder 15kg Plastiksprengstoff bei 15m Entfernung.
[0019] Nachfolgend wird anhand der Fig. 7 beispielhaft die Herstellung eines erfindungsgemäßen
Metallformteils 1 beschrieben.
[0020] In einer zweiteiligen Kokille 10 wird ein oder mehrere, ein- oder mehrteilige Einlegeelement(e)
3 in Form eines schubweichen Ringgeflechts mit lose ineinander verbundenen Ringen
6 in der gewünschten Position innerhalb eines Hohlraums 12, der die Außenform des
Metallformteils vorgibt, angeordnet. Das Einlegeelement 3 kann dabei auch mit einer
bestimmten Kraft vorgespannt werden. In einem Ofen 14 wird Metall, z.B. Aluminium,
erhitzt und in einen flüssigen Zustand versetzt. Der Hohlraum 12 der Kokille 10 ist
über eine Einfüllöffnung 11 und einem Füllstück 13 (oder einer ähnlichen Einrichtung)
mit dem Ofen 14 verbunden. Das Füllstück 13 taucht dabei in das flüssige Metallbad
16 im Ofen 14 ein. Im Ofen 14, unterhalb des Füllstücks 13, ist weiters eine Schäumeinrichtung
18, wie z.B. eine Düsenanordnung oder ein lmpeller, vorgesehen. Geeignete Schäumvorrichtungen
und Schäumverfahren sind z.B. in den Patenten
EP 1 288 320 B1 und
EP 1 419 835 B1 der Anmelderin beschrieben. Der Schäumeinrichtung 18 wird über eine Zuleitung 20
Gas, vorzugsweise Luft, zugeführt, das über die Schäumeinrichtung 18 in das flüssige
Metallbad 16 austritt und im Metallbad Blasen 22 bildet. Diese Blasen 22 steigen im
Metallbad 16 und im Füllstück 13 auf (angedeutet durch den Pfeil in Fig. 7) und gelangen
so in den Hohlraum 12 der Kokille 10. Der Schäumvorgang wird dabei solange durchgeführt,
bis der gesamte Hohlraum 12 mit Blasen 22 bzw. mit Metallschaum 4 gefüllt ist. Der
Metallschaum kann dabei in den Hohlraum 12 der Kokille 10 gedrückt werden, z.B. indem
ein Druck auf das Metallbad 16 ausgeübt wird. Dadurch wird der (die) Einlegeteil(e)
3, zumindest teilweise, bevorzugt aber vollständig, mit flüssigem Metallschaum umgeben
und in die Metallschaummatrix 4 eingebettet. Selbstverständlich können auch unter
Umständen notwendige Entlüftungsöffnungen zwischen Kokille 10 oder dem Ofen 14 und
der Außenwelt vorgesehen sein, um während des Befüllens einen Druckausgleich zu bewirken.
Nach dem Schäumvorgang kann der Hohlraum 12 verschlossen und die Kokille 10 zum Abkühlen
entfernt werden.
[0021] Nach dem Befüllen wird die Kokille 10 bzw. der darin befindliche Metallformkörper
1 abgekühlt, bis der flüssige Metallschaum verfestigt ist und die Metallschaummatrix
4 bildet. Danach kann die Kokille 10 geöffnet und der fertige Metallformkörper 1 entnommen
werden.
[0022] Grundsätzlich ist es aber möglich, den Hohlraum 12 der Kokille 12 vor dem Schäumen
teilweise oder vollständig mit flüssigem Metall zu füllen, z.B. in dem auf das flüssige
Metallbad 16 ein Druck ausgeübt wird, womit der Flüssigkeitsspiegel im Füllstück 13
und folglich auch im Hohlraum 12 steigt. Wird nun das flüssige Metall wie oben beschrieben
aufgeschäumt, steigen die Blasen 22 wieder nach oben und verdrängen dabei das flüssige
Metall im Hohlraum 12, bis dieser zur Ausbildung der Metallschaummatrix 4 vollständig
mit Metallschaum gefüllt ist. Dazu kann auch ein gewisser Druckausgleich vorgesehen
sein, um eine gleichmäßige Schaumbildung sicherzustellen, z.B. in dem die Kokille
während des Schäumvorgangs langsam angehoben wird oder in dem der Druck auf das Metallbad
16 langsam abgesenkt wird.
[0023] Der Schäumprozess kann aber auch so gesteuert werden, dass der Metallformkörper 1
Bereiche mit Metallschaum und Bereiche aus kompaktem Metall nebeneinander liegen.
Dazu können auch geeigneten Trennelemente in der Kokille 10 angeordnet werden.
[0024] Ebenso ist es natürlich möglich, den Schäumvorgang und den Gießvorgang zu trennen.
Dazu kann in einer separaten Vorrichtung, wie ein Ofen 14, Metallschaum erzeugt werden,
z.B. nach herkömmlichen bekannten Verfahren, und dieser Metallschaum mit einer geeigneten
Vorrichtung, wie z.B. einem Schöpfer oder eine Kelle, zu einer separaten Kokille 10
befördert werden. Dort kann der flüssige Metallschaum in den Hohlraum 12 der Kokille
10 gefüllt werden. Das kann z.B. erfolgen, in dem der flüssige Metallschaum in dem
Hohlraum 12 der Kokille gedrückt wird, z.B. mittels eines Stempels.
1. Mehrschichtiger Metallformkörper mit einer Metallschaummatrix (4), in die ein ein-
oder mehrteiliges Einlageelement (3) eingebettet ist, wobei die Metallschaummatrix
(4) und das Einlageelement (3) formschlüssig miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlageelement (3) als schubweiches Ringgeflecht mit lose ineinander verbundenen
Ringen (6) ausgebildet ist.
2. Mehrschichtiger Metallformkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Metallschaummatrix (4) mehrere Einlageelemente (3) neben- oder hintereinander
angeordnet sind.
3. Mehrschichtiger Metallformkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschaummatrix (4) eine im Wesentlichen monomodale Blasengrößenverteilung
aufweist.
4. Mehrschichtiger Metallformkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasengrößen der Metallschaummatrix (4) von einer Seitenfläche (2) des Metallformkörpers
(1) zur gegenüberliegenden Seitenfläche graduell zunehmen.
5. Mehrschichtiger Metallformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlageelement (3) in der Metallschaummatrix (4) vorgespannt ist.
6. Mehrschichtiger Metallformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenfläche (2) des Metallformkörpers (1) eine weitere Schicht (5) aus
einem homogenen und/oder isotropen Material aufgebracht ist.
7. Mehrschichtiger Metallformkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schicht (5) als Steinfolie ausgeführt ist.
8. Verwendung des Metallformkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 7 als schussfestes
starres Formteil.
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Schicht (5) aus einem homogenen und/oder isotropen Material auf der dem
Beschuss zugewandten Seitenfläche des Metallformkörpers (1) angeordnet ist.
10. Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Metallformkörpers (1) mit folgenden
Schritten:
Bereitstellen einer Kokille (10) für den Metallformkörper (1);
Anordnen zumindest eines ein- oder mehrteiligen Einlageelements (3) in Form eines
schubweichen Ringgeflechts mit lose ineinander verbundenen Ringen in der Kokille (10);
Aufschmelzen eines Metalls;
Einleiten von Gas in das aufgeschmolzene Metall (16), um das aufgeschmolzene Metall
(16) aufzuschäumen, wobei ein fließfähiger Metallschaum hergestellt wird;
Verbringen des fließfähigen Metallschaums in die Kokille (10); und
Abkühlen des Metalls in der Kokille (10), wobei das Metall erstarrt, um den Metallformkörper
(1)zu bilden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem der fließfähige Metallschaum in die Kokille (10)
gedrückt oder in diese gefüllt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille (10) mit einer Füllöffnung (11) oberhalb der Metallschmelze (16) angeordnet
wird, dass ein Hohlraum (12) der Kokille (10) in flüssigmetalldichtender Weise mit
einem Füllstück (13) verbunden wird, wobei das Füllstück (13) in die Metallschmelze
(16) einragt und dass der fließfähige Metallschaum durch das Füllstück (13) in den Hohlraum (12) der Kokille
(10) geleitet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokille (4) mit einer Füllöffnung (11) oberhalb der Metallschmelze (16) angeordnet
wird, dass ein Hohlraum (12) der Kokille (19) in flüssigmetalldichtender Weise mit einem Füllstück
(13) verbunden wird, wobei das Füllstück (13) in die Metallschmelze (16) einragt,
dass der Flüssigmetallspiegel der Metallschmelze (16) durch das Füllstück (13) und die
Füllöffnung (11) nach oben in den Hohlraum (12) der Kokille (10) geleitet wird und dass die Metallschmelze.(16) im Hohlraum (12) durch den fließfähigen Metallschaum verdrängt
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Einlegelement (3) vor dem Verbringen des fließfähigen Metallschaums
vorgespannt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schäumvorgang so gesteuert wird, dass die Blasengröße des Metallschaums während
des Schäumens graduell zu- oder abnimmt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenfläche (2) des erstarrten Metallformkörpers (1) eine weitere Schicht
(5) aus einem homogenen und/oder isotropen Material aufgebracht wird.
1. A multi-layer molded metal part having a metal foam matrix (4) in which a single-
or multi-part insert element (3) is embedded, with the metal foam matrix (4) and the
insert element (3) being connected to one another in a positive fit, characterized in that the insert element (3) is designed as a non-shear resistant mesh of rings having
loosely interlinked rings (6).
2. The multi-layer molded metal part according to Claim 1, characterized in that a plurality of insert elements (3) disposed one next to the other or one behind the
other are embedded in the metal foam matrix (4).
3. The multi-layer molded metal part according to Claim 1 or 2, characterized in that the metal foam matrix (4) has an essentially monomodal bubble size distribution.
4. The multi-layer molded metal part according to Claim 1 or 2, characterized in that the bubble sizes of the metal foam matrix (4) gradually increase from one lateral
surface (2) of the molded metal part (1) to the opposite lateral surface.
5. The multi-layer molded metal part according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the insert element (3) is pre-tensed in the metal foam matrix (4).
6. The multi-layer molded metal part according to one of Claims 1 to 5, characterized in that an additional layer (5) made of a homogeneous and/or isotropic material is applied
to one lateral surface (2) of the molded metal part (1).
7. The multi-layer molded metal part according to Claim 6, characterized in that the additional layer (5) is embodied as a gravel sheet.
8. A use of the molded metal part according to one of Claims 1 to 7 as a rigid, bulletproof
molded part.
9. The use according to Claim 8, characterized in that the additional layer (5) made of a homogeneous and/or isotropic material is disposed
on the lateral surface of the molded metal part (1) facing the shot.
10. A method for the production of a multi-layer molded metal part (1) having the following
steps:
Providing a mold (10) for the molded metal part (1);
Arranging at least one single-or multi-part insert element (3) in the form of a non-shear
resistant mesh of rings having loosely interlinked rings in the mold (10);
Melting a metal;
Introducing gas into the melted metal (16) in order to produce a foam of the melted
metal (16), with a pourable metal foam being produced;
Placing the pourable metal foam into the mold (10); and
Cooling the metal in the mold (10), whereupon the metal solidifies in order to form
the molded metal piece (1).
11. The method according to Claim 10, in which the pourable metal foam is pressed into
or filled into the mold (10).
12. The method according to Claim 10 or 11, characterized in that the mold (10) is disposed above the metal melt (16) with a fill opening (11), in that a hollow space (12) of the mold (10) is connected to a fill piece (13) in a liquid
metal-impermeable fashion, with the fill piece (13) extending into the metal melt
(16), and in that the pourable metal foam is conducted through the fill piece (13) into the hollow
space (12) of the mold (10).
13. The method according to Claim 10 or 11, characterized in that the mold (10) is disposed above the metal melt (16) with a fill opening (11), in that a hollow space (12) of the mold (10) is connected to a fill piece (13) in a liquid
metalimpermeable fashion, with the fill piece (13) extending into the metal melt (16),
in that the liquid metal level of the metal melt (16) is conducted upward through the fill
piece (13) and the fill opening (11) into the hollow space (12) of the mold (10),
and in that the metal melt (16) is displaced in the hollow space (12) by the pourable metal foam.
14. The method according to one of Claims 10 to 13, characterized in that at least one insert element (3) is pre-tensed before the introduction of the pourable
metal foam.
15. The method according to one of Claims 10 to 14, characterized in that the foaming process is controlled in such a way that the bubble size of the metal
foam gradually increases or decreases during the foaming process.
16. The method according to one of Claims 10 to 15, characterized in that an additional layer (5) made of a homogeneous and/or isotropic material is applied
to one lateral surface (2) of the hardened molded metal part (1).
1. Corps moulé de métal multicouche, comprenant une matrice de mousse métallique (4)
dans laquelle est incorporé un élément rapporté (3) à une ou plusieurs parties, la
matrice de mousse métallique (4) et l'élément rapporté (3) étant reliés ensemble par
complémentarité de forme, caractérisé en ce que l'élément rapporté (3) est réalisé comme un treillis d'anneaux élastique en cisaillement
avec des anneaux (6) lâchement entrelacés.
2. Corps moulé de métal multicouche selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs éléments rapportés (3) sont disposés côte à côte ou les uns derrière les
autres dans la matrice de mousse métallique (4).
3. Corps moulé de métal multicouche selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la matrice de mousse métallique (4) présente une répartition des dimensions de bulle
substantiellement monomodale.
4. Corps moulé de métal multicouche selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les dimensions de bulle de la matrice de mousse métallique (4) augmentent progressivement
en partant d'une surface latérale (2) du corps moulé de métal (1) jusqu'à la surface
latérale opposée.
5. Corps moulé de métal multicouche selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que l'élément rapporté (3) est précontraint dans la matrice de mousse métallique (4).
6. Corps moulé de métal multicouche selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que sur une surface latérale (2) du corps moulé de métal (1), une couche supplémentaire
(5) d'un matériau homogène et/ou isotrope est appliquée.
7. Corps moulé de métal multicouche selon la revendication 6, caractérisé en ce que la couche supplémentaire (5) est réalisée comme une feuille de pierre.
8. Utilisation du corps moulé de métal selon l'une quelconque des revendications 1 à
7 comme une pièce moulée rigide, à l'épreuve des balles.
9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que la couche supplémentaire (5) en matériau homogène et/ou isotrope est disposée sur
la surface latérale exposée au tir du corps moulé de métal (1).
10. Procédé de fabrication d'un corps moulé de métal multicouche (1), comprenant les étapes
suivantes consistant à :
prévoir une coquille (10) pour le corps moulé de métal (1) ;
disposer au moins un élément rapporté (3) à une ou plusieurs parties sous la forme
d'un treillis d'anneaux élastique en cisaillement avec des anneaux lâchement entrelacés
dans la coquille (10) ;
faire fondre un métal ;
introduire un gaz dans le métal fondu (16) pour faire mousser le métal fondu (16),
une mousse métallique coulante étant ainsi fabriquée ;
transférer la mousse métallique coulante dans la coquille (10) ; et
laisser refroidir le métal dans la coquille (10), le métal se solidifiant pour former
le corps moulé de métal (1).
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel la mousse métallique coulante est pressée
dans la coquille (10) ou y est versée.
12. Procédé selon les revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que la coquille (10) est disposée avec un orifice de remplissage (11) au-dessus du bain
de fusion (16), en ce qu'une cavité (12) de la coquille (10) est reliée de façon étanche au métal liquide à
une pièce de remplissage (13), la pièce de remplissage (13) faisant saillie dans le
bain de fusion (16), et en ce que la mousse métallique coulante est guidée à travers la pièce de remplissage (13) dans
la cavité (12) de la coquille (10).
13. Procédé selon les revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que la coquille (10) est disposée avec un orifice de remplissage (11) au-dessus du bain
de fusion (16), en ce qu'une cavité (12) de la coquille (10) est reliée de façon étanche au métal liquide à
une pièce de remplissage (13), la pièce de remplissage (13) faisant saillie dans le
bain de fusion (16), et en ce que le niveau de métal liquide du bain de fusion (16) est guidé à travers la pièce de
remplissage (13) et l'orifice de remplissage (11) vers le haut dans la cavité (12)
de la coquille (10), et en ce que le bain de fusion (16) est refoulé dans la cavité (12) par la mousse métallique coulante.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce qu'au moins un élément rapporté (3) est précontraint avant le transfert de la mousse
métallique coulante.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que l'opération de moussage est commandée de telle sorte que la dimension de bulle de
la mousse métallique augmente ou diminue progressivement pendant le moussage.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 15, caractérisé en ce que sur une surface latérale (2) du corps moulé de métal (1) solidifié, une couche supplémentaire
(5) d'un matériau homogène et/ou isotrope est appliquée.
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