[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine in Form
eines Programmautomaten, insbesondere einer gewerblichen Geschirrspülmaschine, gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Geschirrspülmaschine in Form eines Programmautomaten,
insbesondere eine gewerbliche Geschirrspülmaschine, gemäß einem weiteren unabhängigen
Patentanspruch.
[0003] Geschirrspülmaschinen (dish washers) werden häufig auch als "Utensilienspülmaschinen"
bezeichnet, da sie nicht nur zum Reinigen von Geschirr und Besteck, sondern beispielsweise
auch zum Reinigen von Töpfen, Pfannen, Tabletts und ähnlichen Gegenständen verwendet
werden können und auch verwendet werden. Geschirrspülmaschinen oder Utensilienspülmaschinen
gemäß der Erfindung sind Programmautomaten (box-type warewashers). Hierbei können
es Korbdurchschubmaschinen (hood-type warewashers) oder Frontlader (front loader warewashers)
sein, insbesonder Untertischmaschinen (under counter machines).
[0004] Aus der
EP 0 808 894 B1 ist ein Verfahren zum Reinigen von Spülgut bekannt, welches die Schritte Vorreinigen
durch Besprühen des Spülgutes mit einer Vorreinigerlösung, Hauptreinigen und Nachspülen
enthält. Der Vorreinigerlösung werden wenigstens eine Alkalikomponente und wenigstens
ein Komplexbildner zudosiert. Das Dokument besagt nicht, ob das Verfahren einen Programmautomaten
(box-type warewasher) oder eine Transportgeschirr-spülmaschine (conveyor warewasher)
betrifft.
[0005] Gewerbliche Geschirrspülmaschinen oder Utensilienspülmaschinen (commercial warewashers)
arbeiten normalerweise in zwei Hauptprozessschritten, nämlich zuerst Waschen mit Waschflüssigkeit
und dann Klarspülen mit erwärmtem Frischwasser, welchem Klarspüler (rinse aid) zudosiert
wird. Die Waschflüssigkeit enthält Wasser und zudosierten Reiniger (detergent).
[0006] Um diese zwei Prozessschritte durchführen zu können, ist eine gewerbliche Geschirrspülmaschine
normalerweise mit zwei voneinander unabhängigen Flüssigkeitssystemen ausgestattet,
die vollständig voneinander getrennt sind. Eines dieser beiden Flüssigkeitssysteme
ist ein Waschflüssigkeitskreislauf, der für die Waschung des Spülgutes (washware)
zuständig ist und mit vorbenutzter Flüssigkeit aus einem Waschtank durchgeführt wird.
Das andere Flüssigkeitssystem ist ein Klarspülflüssigkeitssystem, welches einen Wassererwärmer
(Boiler) zur Erwärmung von Frischwasser aufweist.
[0007] Die Hauptaufgabe der Klarspülung mit Klarspülflüssigkeit ist es, die auf dem Spülgut
(washware) befindliche Lauge zu entfernen. Zusätzlich dient die bei der Klarspülung
in den Waschtank abfließende Klarspülflüssigkeit zur Regeneration der Waschflüssigkeit
im Waschtank.
[0008] Bevor neues Frischwasser für die Klarspülung zugeführt wird, wird die gleiche Menge
an Waschflüssigkeit aus dem Waschtank in das bauseitige Abwassernetz abgepumpt.
[0009] Eine besondere Art von gewerblichen Geschirrspülmaschinen in Form von Programmautomaten
sind Haubenmaschinen (hood-type dishwashers). Ihre Behandlungskammer zum Reinigen
von Spülgut ist von einer Haube umgeben. Die Haube kann zum Beladen der Behandlungskammer
nach oben abgehoben und dann zur Behandlung des Spülgutes wieder abgesenkt werden.
Haubenmaschinen sind fast ausnahmslos mit einem Zulauftisch und einem Auslauftisch
versehen. Der Zulauftisch ist in vielen Fällen als Vorreinigungsstation ausgebildet
zur Vorreinigung des Spülgutes durch Abspülen und/oder durch manuelles Entfernen von
Verschmutzungen von dem Spülgut, bevor das Spülgut in einem Spülgutkorb in die Haubenmaschine
eingeschoben wird. Das Vorreinigen durch Vorspülen erfolgt normalerweise manuell.
Das Vorspülen bei der Vorreinigung wird in der Regel mit bauseitigem, kaltem oder
vorgewärmten Frischwasser durchgeführt. In einigen Fällen wird zur Vorspülung noch
eine zusätzliche Reinigungschemie benutzt. Der Auslauftisch dient zur Trocknung und
zur Entladung der Spülgutkörbe.
[0010] Im Rahmen der Erfindung durchgeführte Untersuchungen ergaben, dass zur Spülgutvorreinigung
je nach Spülgutart und dessen Verschmutzungsgrad ca. 2 Liter bis 3 Liter Frischwasser
verwendet werden.
[0011] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Möglichkeit zu schaffen,
durch weiche der Wirkungsgrad der Geschirrspülmaschine verbessert werden kann.
[0012] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
[0013] Demgemäß betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine
in Form eines Programmautomaten, insbesondere einer gewerblichen Geschirrspülmaschine,
welche eine Behandlungskammer und eine Vorreinigungsstation aufweist, wobei in der
Behandlungskammer durch Waschdüsen versprühte Waschflüssigkeit und durch Klarspüldüsen
versprühte Klarspülflüssigkeit in einen Waschtank fließen, aus welchem die Waschflüssigkeit
mittels einer Waschpumpe zu den Waschdüsen rezirkulierbar ist, und wobei die Vorreinigungsstation
außerhalb der Behandlungskammer angeordnet und zum Vorreinigen von Spülgut mittels
Vorreinigungsflüssigkeit ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass Abwasser aus
dem Waschtank als Vorreinigungsflüssigkeit verwendet wird.
[0014] Durch die Erfindung wird das Abwasser des Waschtankes der Geschirrspülmaschine zur
automatischen oder vorzugsweise zur manuellen Vorreinigung oder Vorabräumung von Spülgut
verwendet, bevor das Spülgut in die Behandlungskammer der Geschirrspülmaschine eingegeben
wird. Dadurch können pro Reinigungszyklus von Spülgut beispielsweise die genannten
2 Liter bis 3 Liter Frischwasser gespart werden. In vielen Fällen, wo beim Stand der
Technik vorgewärmtes Frischwasser und/oder eine zusätzliche Reinigungschemie verwendet
wird, können die Kosten für diese zusätzlichen Betriebmittel gemäß der Erfindung ebenfalls
gespart werden.
[0015] Ferner kann durch die Erfindung die Effizienz der Vorreinigung durch die Verwendung
der warmen Waschflüssigkeit als Vorreinigungsflüssigkeit signifikant verbessert werden.
Die Waschflüssigkeit ist eine Waschlauge, welche eine Temperatur von beispielsweise
zwischen 50° C und 70° C und einen ph-Wert von größer 9 oder meistens größer 10 hat.
Dadurch verbleibt nach der Vorreinigung weniger Schmutz an dem Spülgut und es wird
entsprechend weniger Schmutz in die Behandlungskammer der Geschirrpülmaschine verschleppt.
[0016] Die Vorreinigungsflüssigkeit wird in der Vorreinigungsstation, vorzugsweise durch
Sprühdüsen, auf das Spülgut gespritzt, beispielsweise mittels eines manuell geführten
Sprühkopfes.
[0017] Weitere Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0018] Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist vorgesehen, dass bauseitiges Frischwasser
automatisch der Vorreinigungsstation als Vorreinigungsflüssigkeit zugeführt wird,
falls die verfügbare Menge an Waschtankabwasser nicht zur Vorreinigung ausreicht.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Waschtankabwasser zuerst aus dem Waschtank in einen Vorratsbehälter geleitet wird,
bevor es dann aus diesem Vorratsbehälter mittels einer Pumpe der Vorreinigungsstation
zugeführt wird.
[0020] Gemäß einer anderen, alternativen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Waschtankabwasser direkt aus dem Waschtank mittels einer Pumpe zu der Vorreinigungsstation
gefördert wird.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Waschtankabwasser gefiltert wird, bevor es in der Vorreinigungsstation wieder
verwendet wird.
[0022] Ferner betrifft die Erfindung eine Geschirrspülmaschine in Form eines Programmautomaten,
insbesondere gewerbliche Geschirrspülmaschine, enthaltend eine Behandlungskammer,
die Waschdüsen und Klarspüldüsen enthält; einen Waschtank, in welchen durch die Waschdüsen
versprühte Waschflüssigkeit und durch die Klarspüldüsen versprühte Klarspülflüssigkeit
fließen und aus welchem Waschflüssigkeit mittels einer Waschpumpe zu den Waschdüsen
zurückrezirkulierbar ist; eine Vorreinigungsstation, welche außerhalb der Behandlungskammer
angeordnet ist und zum Vorreinigen des Spülgutes mittels Vorreinigungsflüssigkeit
ausgebildet ist, bevor das Spülgut in der Behandlungskammer gereinigt wird, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Abwassertransfersystem von dem Waschtank zu der Vorreinigungsstation
vorgesehen ist zur automatischen Entnahme von Waschtankabwasser aus dem Waschtank
und zur Zufuhr des entnommenen Waschtankabwassers als Vorreinigungsflüssigkeit zu
der Vorreinigungsstation.
[0023] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand
von bevorzugten Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- schematisch eine gewerbliche Geschirrspülmaschine in Form eines Programmautomaten
gemäß der Erfindung, und
- Fig. 2
- schematisch eine weitere Ausführungsform einer gewerblichen Geschirrspülmaschine in
Form eines Programmautomaten gemäß der Erfindung.
[0024] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellten Geschirrspülmaschinen 100 und 200 nach der
Erfindung sind gewerbliche Geschirrspülmaschinen (dishwashers), welche auch als Utensilienspülmaschinen
(warewashers) bezeichenbar sind und als Programmautomaten ausgebildet sind. Sie enthalten
eine Programmsteuereinrichtung 2 zur Steuerung von mindestens einem Reinigungsprogramm
und eine durch eine Tür (nicht gezeigt) oder eine Haube (nicht gezeigt) verschließbare
Behandlungskammer 4 zur Aufnahme von zu reinigendem Spülgut (nicht gezeigt), wie beispielsweise
Geschirr, Besteck, Töpfe, Pfannen und Tabletts.
[0025] Unter der Behandlungskammer 4 befindet sich ein Waschtank 8 zur Aufnahme von versprühter
Flüssigkeit aus der Behandlungskammer 4. Eine Waschpumpe 10 ist zum Fördern von Waschflüssigkeit
aus dem Waschtank 8 durch ein Waschflüssigkeitsleitungssystem 12 zu Waschdüsen 14
und 16 vorgesehen. Die Waschdüsen 14 und 16 sind in der Behandlungskammer 4 auf den
Bereich des zu reinigenden Spülgutes gerichtet, um Waschflüssigkeit auf das zu reinigende
Spülgut zu versprühen. Die versprühte Waschflüssigkeit strömt durch Schwerkraft in
den Waschtank 8 zurück. Dadurch bilden der Waschtank 8, die Waschpumpe 10, das Waschflüssigkeitsleitungssystem
12, die Waschdüsen 14 und 16 zusammen mit der Behandlungskammer 4 einen Waschflüssigkeitskreislauf.
[0026] Ein Klarspülsystem 18 enthält eine Klarspülpumpe 20 zum Fördern von Klarspülflüssigkeit
durch ein Klarspülleitungssystem 22 zu Klarspüldüsen 24 und 26, welche in der Behandlungskammer
4 auf den Bereich des zu reinigenden Spülgutes gerichtet sind. Die von den Klarspüldüsen
24 und 26 versprühte Klarspülflüssigkeit strömt durch Schwerkraft von der Behandlungskammer
4 in den Waschtank 8. Das Klarspülleitungssystem 22 verbindet die Druckseite der Klarspülpumpe
20 mit den Klarspüldüsen 24 und 26.
[0027] Die Waschdüsen 14 und 16 und die Klarspüldüsen 24 und 26 können oberhalb und/oder
unterhalb und gewünschtenfalls auch seitlich von dem Spülgutbereich angeordnet und
jeweils gegen den Spülgutbereich gerichtet sein, in welchem in der Behandlungskammer
4 das Spülgut positioniert werden kann, um gereinigt zu werden.
[0028] Vorzugsweise ist eine Vielzahl von Waschdüsen 14 an mindestens einem oberen Wascharm
15, eine Vielzahl von Waschdüsen 16 an mindestens einem unteren Wascharm 17, eine
Vielzahl von Klarspüldüsen 24 an mindestens einem oberen Klarspülarm 25 und eine Vielzahl
von Klarspüldüsen 26 an mindestens einem unteren Klarspülarm 27 vorgesehen.
[0029] Bevor Klarspülflüssigkeit versprüht wird, wird jeweils eine der zu versprühenden
Menge an Klarspülflüssigkeit entsprechende Menge an Waschflüssigkeit aus dem Waschtank
8 mittels einer Ablaufpumpe 30 abgepumpt, deren Saugseite an einen Sumpf 32 des Waschtankes
8 angeschlossen ist.
[0030] Wenn vor einem ersten Start der Geschirrspülmaschine der Waschtank 8 leer ist, muss
er zuerst über eine Frischwasserleitung (nicht gezeigt) oder mittels des Klarspülsystems
18, welche die Klarspülpumpe 20 enthält, mit Frischwasser gefüllt werden.
[0031] Die Klarspülflüssigkeit kann Frischwasser oder mit Klarspüler (rinse aid) vermischtes
Frischwasser sein.
[0032] Die Waschflüssigkeit enthält Reiniger (detergent), welcher der im Waschtank 8 enthaltenen
Flüssigkeit von einer Reinigerzudosiervorrichtung (nicht gezeigt) zudosiert wird.
[0033] Die Geschirrspülmaschinen 100 und 200 der Fig. 1 und 2 sind jeweils mit einem Frischwasseranschluss
36 versehen, welcher an ein Frischwasserversorgungsnetz anschließbar ist. Der Frischwasseranschluss
36 ist über ein von der Steuereinrichtung 2 steuerbares Frischwasserzufuhrventil 38
und über einen Rücksaugverhinderer 40 (air gap) und, vorzugsweise, über einen Wassererwärmer
42 mit der Saugseite der Klarspülpumpe 20 verbindbar. Dem Frischwasser kann Klarspüler
(rinse aid) beispielsweise im Wassererwärmer 42 zudosiert werden.
[0034] Der Wassererwärmer 42 ist mit mindestens einem Niveausensor 44 versehen zur Regelung
des Flüssigkeitsniveaus im Wassererwärmer 42 durch entsprechendes Öffnen und Schließen
des Frischwasserventils 38 mittels der Steuereinrichtung 2.
[0035] Die Geschirrspülmaschinen 100 und 200 der Fig. 1 und 2 sind mit einer Vorreinigungsstation
48 versehen, welche außerhalb der Bellandlungskammer 4 angeordnet ist und zum Vorreinigen
des Spülgutes mittels Vorreinigungsflüssigkeit ausgebildet ist, bevor das Spülgut
in die Behandlungskammer 4 gegeben wird, um darin gereinigt zu werden. Das Spülgut
kann in der Vorreinigungsstation manuell von Verschmutzungen gereinigt und mit Vorreinigungsflüssigkeit
50 abgespült werden. Hierfür enthält, die Vorreinigungsstation 48 einen Schmutzwassertank
56, einen entweder mechanisch positionierten oder vorzugsweise manuell haltbaren Sprühkopf
52 mit mindestens einer oder vorzugsweise einer Vielzahl von Sprühdüsen 54 zum Sprühen
der Vorreinigungsflüssigkeit 50 auf das zu reinigende Spülgut. Der Sprühkopf 52 befindet
sich über einem Schmutzwassertank 56, welcher die versprühte Vorreinigungsflüssigkeit
50 und von dem Spülgut entfernte Verunreinigungen aufnimmt. Der Schmutzwassertank
56 ist mit einem Schmutzwasserablauf 58 zum Ablassen von Schmutzwasser 60 aus dem
Schmutzwassertank 56 versehen. Der Schmutzwassertank 56 kann mit einem Sieb 61 versehen
sein zum Auffangen von Schmutzpartikeln. Der Schmutzwasserablauf 58 kann auch mit
einem Sieb versehen werden.
[0036] Gemäß der Erfindung ist ein Abwassertransfersystem von dem Waschtank 8 zu dem Sprühkopf
52 der Vorreinigungsstation 48 vorgesehen zur automatischen Entnahme von Waschtankabwasser
aus dem Waschtank 8 und zur Zufuhr des entnommenen Waschtankabwassers als Vorreinigungsflüssigkeit
50 zu der Vorreinigungsstation 48. Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei bevorzugte Ausführungsformen
von Abwassertransfersystemen gemäß der Erfindung, ohne dass die Erfindung darauf beschränkt
ist.
[0037] Die Geschirrspülmaschine 100 von Fig. 1 ist mit einem Abwassertransfersystem 102
versehen, welches eine Transferleitung 62 aufweist, welche den Waschtank 8 von einer
unterhalb eines Waschtank-Niveausensors 64 gelegenen Stelle, vorzugsweise von dem
Sumpf 32, mit dem Sprühkopf 52 verbindet und eine Transferpumpe 66 enthält zur Förderung
von Vorreinigungsflüssigkeit aus dem Waschtank zu dem Sprühkopf 52. Die Transferleitung
62 hat einen die Druckseite 68 der Transferpumpe 66 mit dem Sprühkopf 52 verbindenden
Transferleitungsabschnitt 70, dessen stromabwärtiges Ende über ein Ventil V1 mit dem
Sprühkopf 52 strömungsmäßig verbindbar oder tennbar ist. Das Ventil V1 kann sich am
Ende des Transferleitungsabschnittes 70 oder stromaufwärts davon oder vorzugsweise
am Sprühkopf 52 befinden.
[0038] Die Saugseite 72 der Transferpumpe 66 ist über einen Transferleitungsabschnitt 74
und ein darin angeordnetes weiteres Ventil V2 mit dem Waschtank 8, vorzugsweise mit
dessen Sumpf 32, verbindbar. Das weitere Ventil V2 unterteilt den Transferleitungsabschnitt
74 in einen Leitungsteil 76 und einen Leitungsteil 78. Eine Frischwasserzufuhrleitung
80 ist über ein Frischwasserzufuhrventil V3 mit der Saugseite 72 der Transferpumpe
66 verbindbar. Die Frischwasserzufuhrleitung 80 ist über einen zweiten Rücksaugverhinderer
81 und ein zweites Frischwasserventil 82 einer Frischwasserzweigleitung 83 mit dem
Frischwasseranschluss 36 verbindbar.
[0039] Dadurch ist bei der Geschirrspülmaschine 100 von Fig. 1 der Waschtank 8 mittels des
Abwassertransfersystems 102 mit dem Sprühkopf 52 der Vorreinigungsstation 48 direkt
verbindbar, ohne Zwischenspeicherung der aus dem Waschtank 8 als Vorreinigungsflüssigkeit
entnommenen Waschflüssigkeit.
[0040] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird beim Betätigen
des Ventils V1 durch eine Bedienperson ein Teil des im Waschtank 8 zyklisch anfallenden
Abwassers (Waschwassers) als Vorreinigungsflüssigkeit mittels der Transferpumpe 66
dem Waschtank 8 entnommen und dem Sprühkopf 52 zugeführt. Dabei darf dem Waschtank
8 nicht die gesamte Waschflüssigkeit entnommen werden, da mindestens ein Teil davon
für den nächsten Waschvorgang benötigt wird. Die im Waschtank 8 verbleibende Mindestmenge
an Waschflüssigkeit wird beispielsweise von dem Waschtank-Niveausensor 64 überwacht,
welcher ein Signal erzeugt, wenn das Flüssigkeitsniveau im Waschtank 8 bis auf das
Niveau des Niveausensors 8 abgefallen ist oder darunter abfällt. Die restliche Flüssigkeitsmenge
im Waschtank 8 kann jedoch, wie beim Stand der Technik, über die Ablaufpumpe 30 abgepumpt
werden.
[0041] Bei der manuellen Betätigung des Ventils V1 (oder gemäß einer anderen, nicht gezeigten
Ausführungsform bei einer automatischen Betätigung des Ventils V1) wird die Transferpumpe
66 eingeschaltet und das Ventil V2 geöffnet und Waschflüssigkeit als Vorreinigungsflüssigkeit
aus dem Waschtank 8 zu dem Sprühkopf 52 gefördert.
[0042] Wenn bei der Vorreinigung in der Vorreinigungsstation 48 mehr als die durch den Waschtanksensor
64 definierte maximal zulässige Menge an Waschflüssigkeit als Vorreinigungsflüssigkeit
benötigt wird, dann wird von der Steuereinrichtung 2 in Abhängigkeit von dem Signal
des Waschtank-Niveausensors 64 automatisch das Ventil V2 im Transferleitungsabschnitt
74 auf der Saugseite der Transferpumpe 66 geschlossen und danach, oder frühestens
gleichzeitig, das Ventil V3 der Frischwasserzufuhrleitung 80 geöffnet, wobei frühestens
gleichzeitig auch das Frischwasserventil 82 der Frischwasserzweigleitung 83 geöffnet
wird. Dadurch versorgt dann das Ventil V3 über die Transferpumpe 66 die Vorreinigungsstation
48, insbesondere den Sprühkopf 52, mit Frischwasser aus der Frischwasserzuleitung
80. Das Frischwasserventil 82 und das Ventil V3 können wieder geschlossen und danach
oder frühestens gleichzeitig kann das Ventil V2 wieder geöffnet werden, wenn das Flüssigkeitsniveau
im Waschtank 8 wieder bis über den Waschtank-Niveausensor 64 angestiegen ist.
[0043] Das Abwassertransfersystem 102 von Fig. 1 kann einen Filter 79 zur Filterung des
als Vorreinigungsflüssigkeit verwendeten Waschwassers enthalten.
[0044] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist ein Abwassertransfersystem
202 vorgesehen, welches wiederum die Transferpumpe 66, den Transferleitungsabschnitt
70 und das Ventil V1 enthält, welches in dem Transferleitungsabschnitt 70 oder an
dessen Ende oder vorzugsweise am Sprühkopf 52 angeordnet ist und manuell bedienbar
ist, um die Druckseite 68 der Transferpumpe 66 mit dem Sprühkopf 52 strömungsmäßig
zu verbinden. Die Saugseite 72 der Transferpumpe 66 ist jedoch nicht direkt mit dem
Waschtank 8 verbindbar, sondern mit einem Vorratsbehälter 212, vorzugsweise mit dem
unteren Ende des Vorratsbehälters 212. Die Ablaufpumpe 30, welche mit ihrer Saugseite
an den Sumpf 32 des Waschtanks 8 angeschlossen ist, ist mit ihrer Druckseite nicht
an ein Hausabwassersystem angeschlossen, sondern über eine Verbindungsleitung 214,
vorzugsweise über ein herausnehmbares Sieb 216, mit dem Vorratsbehälter 212 strömungsmäßig
verbunden, für den Transfer von Waschflüssigkeit aus dem Waschtank 8 in den Vorratsbehälter
212 in der vorher mit Bezug auf Fig. 1 beschriebenen Weise in Abhängigkeit von dem
Flüssigkeitsniveau im Waschtank 8, welches von dem Waschtank-Niveausensor 64 überwacht
wird.
[0045] An das untere Ende des Vorratsbehälters 212 ist eine zweite Ablaufpumpe 220 angeschlossen
zum Entleeren des Vorratsbehälters 212 in ein Hausabwassersystem, insbesondere in
die Kanalisation.
[0046] Bei der Ausführungsform von Fig. 2 ist die Frischwasserzufuhrleitung 80, welche mit
Bezug auf Fig. 1 beschrieben wurde, über ihr Frischwasserzufuhrventil V3 strömungsmäßig
mit dem Vorratsbehälter 212 verbunden. Das Frischwasserzufuhrventil V3 wird von der
Steuereinrichtung 2 angesteuert in Abhängigkeit davon, ob das Flüssigkeitsniveau im
Vorratsbehälter 212 bis auf das Niveau eines Vorratsbehälter-Niveausensors 222 oder
darunter abgesunken ist oder höher ist.
[0047] Der Vorratsbehälter 212 kann mit einem Sicherheitsüberlauf 224 versehen sein.
[0048] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird das gesamte Abwasser
des Waschtankes 8 mittels der Ablaufpumpe 30 dem Waschtank 8 entnommen und in den
Vorratsbehälter 212 gepumpt. Das Abwasser wird durch den vorzugsweise herausnehmbaren
Filter 216 (strainer) gefiltert, bevor es in den Vorratsbehälter 212 fließt. Aus dem
Vorratsbehälter 212 wird bei der manuellen Betätigung des Ventils V1 (oder gemäß einer
anderen, nicht gezeigten Ausführungsform bei einer automatischen Betätigung des Ventils
V1) die Transferpumpe 66 eingeschaltet und das gespeicherte Abwasser als Vorreinigungsflüssigkeit
aus dem Vorratsbehälter 212 zu dem Sprühkopf 52 gefördert. Der Vorratsbehälter 212
ist mit dem Vorratsbehälter-Niveausensor 222 versehen, welcher bewirkt, dass das Frischwasserzufuhrventil
V3 der Frischwasserzufuhrleitung 80 jeweils nur dann geöffnet und dadurch Frischwasser
in den Vorratsbehälter 212 geleitet wird, wenn das Flüssigkeitsniveau im Vorratsbehälter
212 die, durch den Vorratsbehälter-Niveausensor definierte, untere Flüssigkeitsniveaugrenze
unterschreitet. Das maximale obere Flüssigkeitsniveau im Vorratsbehälter 212 ist durch
dessen Überlauf 224 definiert. Mit einer zweiten Ablaufpumpe 220, deren Saugseite
mit dem Vorratsbehälter 212 verbunden ist, kann der Vorratsbehälter 212 entleert werden.
[0049] Bei der Ausführungsform von Fig. 2 kann anstatt oder zusätzlich zu dem Filter 216
auch an anderer Stelle ein Filter vorgesehen werden zur Filterung der dem Waschtank
8 entnommenen Waschflüssigkeit auf dem Weg zum Vorratsbehälter 212. Anstatt dessen
oder zusätzlich kann auch ein Filter auf dem Weg der Vorreinigungsflüssigkeit von
dem Vorratsbehälter 212 zu dem Sprühkopf 52 vorgesehen werden.
1. Verfahren zum Betrieb einer Geschirrspülmaschine (100; 200) in Form eines Programmautomaten,
insbesondere einer gewerblichen Geschirrspülmaschine, welche eine Behandlungskammer
(4) und eine Vorreinigungsstation (48) aufweist, wobei in der Behandlungskammer (4)
durch Waschdüsen versprühte Waschflüssigkeit (14, 16) und durch Klarspüldüsen (24,
26) versprühte Klarspülflüssigkeit in einen Waschtank (8) fließen, aus welchem die
Waschflüssigkeit mittels einer Waschpumpe (10) zu den Waschdüsen (14, 16) rezirkulierbar
ist, und wobei die Vorreinigungsstation (48) außerhalb der Behandlungskammer (4) angeordnet
und zum Vorreinigen von Spülgut mittels Vorreinigungsflüssigkeit ausgebildet ist;
dadurch gekennzeichnet,
dass Abwasser aus dem Waschtank (8) als Vorreinigungsflüssigkeit verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bauseitiges Frischwasser automatisch der Vorreinigungsstation (48) als Vorreinigungsflüssigkeit
zugeführt wird, falls die verfügbare Menge an Waschtankabwasser nicht zur Vorreinigung
des Spülgutes ausreicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Waschtankabwasser zuerst aus dem Waschtank (8) in einen Vorratsbehälter (212)
geleitet wird, bevor es dann aus diesem Vorratsbehälter (212) mittels einer Pumpe
(66) der Vorreinigungsstation (48) zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Waschtankabwasser direkt aus dem Waschtank (8) mittels einer Pumpe (66) zu der
Vorreinigungsstation (48) gefördert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Waschtankabwasser gefiltert wird, bevor es in der Vorreinigungsstation (48) wieder
verwendet wird.
6. Geschirrspülmaschine in Form eines Programmautomaten (100; 200), insbesondere gewerbliche
Geschirrspülmaschine, enthaltend eine Behandlungskammer (4), die Waschdüsen (14, 16)
und Klarspüldüsen (24, 26) enthält;
einen Waschtank (8), in welchen durch die Waschdüsen (14, 16) versprühte Waschflüssigkeit
und durch die Klarspüldüsen (24, 26) versprühte Klarspülflüssigkeit fließen und aus
welchem Waschflüssigkeit mittels einer Waschpumpe (10) zu den Waschdüsen (14, 16)
zurückrezirkulierbar ist; eine Vorreinigungsstation (48), welche außerhalb der Behandlungskammer
(4) angeordnet ist und zum Vorreinigen des Spülgutes mittels Vorreinigungsflüssigkeit
ausgebildet ist, bevor das Spülgut in der Behandlungskammer (4) gereinigt wird;
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Abwassertransfersystem (102; 202) von dem Waschtank (8) zu der Vorreinigungsstation
(48) vorgesehen ist zur automatischen Entnahme von Waschtankabwasser aus dem Waschtank
(8) und zur Zufuhr des entnommenen Waschtankabwassers als Vorreinigungsflüssigkeit
zu der Vorreinigungsstation (48).
7. Geschirsspülmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Frischwasserzufuhrsystem (V3, 80) vorgesehen ist zum automatischen Zuführen von
bauseitigem Frischwasser als Vorreinigungsflüssigkeit zu der Vorreinigungsstation
(48), wenn von der Vorreinigungsstation (48) ein Bedarfsignal nach Vorreinigungsflüssigkeit
vorliegt, jedoch die verfügbare Menge an Waschtankabwasser einen vorbestimmten unteren
Wert erreicht oder unterschritten hat.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abwassertransfersystem (202) einen Vorratsbehälter (212) aufweist, welcher zur
Aufname von Waschtankabwasser aus dem Waschtank (8) angeordnet ist und aus welchem
Flüssigkeit als Vorreinigungsflüssigkeit mittels einer Pumpe (66) der Vorreinigungsstation
(48) zuführbar ist.
9. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abwassertransfersystem (102) eine Pumpe (66) in einer Transferleitung (62) von
dem Waschtank (8) zu der Vorreinigungsstation (48) aufweist, mittels welcher Waschtankabwasser
als Vorreinigungsflüssigkeit direkt, ohne Zwischenspeicherung, aus dem Waschtank (8)
zu der Vorreinigungsstation (48) förderbar ist.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 6 is 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abwassertransfersystem (102; 202) einen Filter (216) zum Filtern des Waschtankabwassers
auf dem Weg vom Waschtank (8) zur Vorreinigungsstation (48) aufweist.