[0001] Die Erfindung betrifft ein Presswerkzeug zum unlösbaren Verbinden eines Rohrs und
eines Fittings mit zwei je einen Betätigungsabschnitt und einen Pressabschnitt aufweisenden
Schwenkelementen, welche um je eine ihnen zugeordnete Drehachse schwenkbar sind, mit
zwei den Schwenkelementen beigeordneten Trägerelementen, welche die beiden Drehachsen
halten, und mit einem Spannungsmechanismus, wobei die Innenkonturen der einander gegenüberliegenden
Pressabschnitte der beiden Schwenkelemente einen Aufnahmebereich bilden.
[0002] Presswerkzeuge der eingangs genannten Art sind bereits bekannt. Als Spannungsmechanismus
ist beispielsweise eine zwischen den Betätigungsabschnitten der Schwenkelemente angeordnete
Feder vorgesehen, welche die Betätigungsabschnitte spreizt und somit die Pressabschnitte
gleichzeitig gegeneinander drückt, so dass sich der Aufnahmebereich verengt. Als Feder
wird beispielsweise eine auf Druck belastbare Schraubenfeder verwendet. Auf diese
Weise können die Innenkonturen der Pressabschnitte mittels Federkraft in Anlage zur
Außenumfangsflache des zu verpressenden Rohrs oder Fittings bzw. der zu verpressenden
Muffe gebracht werden, bevor durch eine an den Betätigungsabschnitten der Schwenkelemente
angreifende Kraftmaschine die kalte Verpressung vollzogen wird.
[0003] Möchte ein Benutzer ein solches Presswerkzeug einsetzen, muss er einerseits die zu
verpressenden Bauteile in die für die Verpressung vorgesehene Position bringen und
dort halten, andererseits die Betätigungsabschnitte in einer den Spannungsmechanismus
belastenden Weise gegeneinander drücken, um das Presswerkzeug für die Aufnahme der
Bauteile bereit zu machen, und zusätzlich das Presswerkzeug und die damit verbundene
Kraftmaschine in die zur Verpressung vorgesehene Position bringen und dort halten.
Es gibt somit drei Punkte, auf welche der Benutzer zu achten hat. In der Praxis kann
der Benutzer gegebenenfalls die Hilfe einer weiteren Person in Anspruch nehmen, welche
eine der drei zuvor genannten Tätigkeiten übernimmt. Der Benutzer kann sich weiterhin
der ersten der zuvor genannten Tätigkeiten entledigen, indem er technische Hilfsmittel
heranzieht, beispielsweise indem er die zu verpressenden Bauteile fixiert, bevor das
Presswerkzeug angesetzt wird. Allerdings ist dem Benutzer der Einsatz eines zuvor
beschriebenen Presswerkzeugs erschwert, wenn er die Verpressung ohne fremde Hilfe
oder ohne weitere technische Hilfsmittel, insbesondere ohne separate Fixierung der
Bauteile durchführen möchte.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher das technische Problem zu Grunde, ein Presswerkzeug
anzugeben, welches einfacher zu handhaben ist.
[0005] Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung wird das technische Problem dadurch gelöst,
dass der Spannungsmechanismus bistabil ausgebildet ist, und dass der durch die Innenkonturen
gebildete Aufnahmebereich im ersten stabilen Zustand enger als im zweiten stabilen
Zustand ist.
[0006] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die Handhabbarkeit eines Presswerkzeugs der eingangs
genannten Art vereinfacht werden kann, wenn ein bistabiler Spannungsmechanismus vorgesehen
ist. Dies bedeutet, dass der Spannungsmechanismus zwei Zustände einnehmen kann, die
er zumindest ohne Einwirkung eines Impulses nicht wieder verlässt. Im ersten stabilen
Zustand des Spannungsmechanismus ist der Aufnahmebereich enger als im zweiten stabilen
Zustand. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Spannungsmechanismus die größtmögliche
Spreizung der Betätigungsabschnitte vollzogen hat, so dass die Stoßflächen der Pressabschnitte
aneinander anliegen. Es ist natürlich auch möglich, den ersten stabilen Zustand einzunehmen,
wenn die Innenkonturen der Pressabschnitte an einem sich in dem Aufnahmebereich befindlichen
Bauteil anliegen, ohne dass die Stoßflächen der Pressabschnitte in Kontakt kommen.
Im zweiten stabilen Zustand sind die Schwenkelemente zueinander so ausgerichtet, dass
der Aufnahmebereich weiter als im ersten stabilen Zustand und somit insbesondere bereit
zur Aufnahme eines zu verpressenden Bauteils, beispielsweise Rohr, Fitting oder Muffe,
ist.
[0007] Die Handhabung eines Presswerkzeugs der eingangs genannten Art wird einem Benutzer
vereinfacht, indem er zunächst den Spannungsmechanismus in den zweiten stabilen Zustand
bringt, in welchem das Presswerkzeug auf Grund der durch den Spannungsmechanismus
bewirkten Vorspannung verharrt. Mit dem so voreingestellten Presswerkzeug kann sich
der Benutzer allein auf die Positionierung der zu verpressenden Bauteile und auf die
Positionierung des Presswerkzeugs an den zu verpressenden Bauteilen konzentrieren.
Die Hilfe einer weiteren Person oder zusätzliche, meist improvisierte technische Hilfsmittel,
sind nicht mehr erforderlich. Der Benutzer kann also das Bauteil in den Aufnahmebereich
einführen, die korrekte Position der Pressabschnitte bezüglich des Bauteils prüfen
und anschließend einen Impuls bewirken, welcher den Spannungsmechanismus veranlasst,
den zweiten stabilen Zustand zu verlassen und den ersten stabilen Zustand einzunehmen,
in welchem der Aufnahmebereich enger ist, insbesondere in welchem die Innenkonturen
an der Außenumfangsflache des Bauteils anliegen. Vorzugsweise kann der den Übergang
vom zweiten in den ersten stabilen Zustand bewirkende Impuls an den Innenkonturen
der Pressabschnitte, gegebenenfalls durch die zu verpressenden Bauteile selbst bewirkt
werden. Wenn die Innenkonturen der Pressabschnitte die Bauteile zuverlässig umschließen,
kann der Benutzer die Kraftmaschine aktivieren und die Verpressung vollziehen lassen.
[0008] Vorzugsweise ist die in dem ersten stabilen Zustand von dem Spannungsmechanismus
über die Innenkonturen der Pressabschnitte auf die Außenumfangsfläche des Bauteils
übertragene Kraft nicht groß genug, um bereits eine Umformung der Bauteile vorzunehmen.
Mit anderen Worten ist vorzugsweise der dem Spannungsmechanismus von dem Bauteil entgegengesetzte
Widerstand im ersten stabilen Zustand groß genug, um eine Umformung zu verhindern.
Die eigentliche Verpressung wird dann erst durch Betätigung der Kraftmaschine bewirkt.
Auf diese Weise kann ein Benutzer des Presswerkzeugs die Positionen der Bauteile und
des Presswerkzeugs im ersten stabilen Zustand prüfen und, falls notwendig, korrigieren,
indem er den Spannungsmechanismus des Presswerkzeugs wieder in den zweiten stabilen
Zustand bringt, den Aufnahmebereich also weitet, und die Pressabschnitte neu an den
Bauteilen ansetzt. Auf diese Weise wird es einem Benutzer erleichtert, eine korrekte
Verpressung durchzuführen, denn er kann seine Aufmerksamkeit fast ausschließlich der
Positionierung widmen.
[0009] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Presswerkzeugs weist der Spannungsmechanismus
eine zwischen den Schwenkelementen angeordnete Schenkelfeder auf. Je ein Federschenkel
kann dann an den einander zugewandten Außenflächen der Schwenkelemente anliegen und
somit einen optimalen Kraftübertrag von den Schwenkelementen auf die Federschenkel
und umgekehrt gewährleisten. Darüber hinaus sind, meist aus metallischen Werkstoffen
gefertigte Schenkelfedern wenig anfällig gegen Verschleiß und auf dem Markt mit verschiedenen
Eigenschaften, beispielsweise Federkonstanten bzw. geometrischen Formen, verfügbar,
so dass das Presswerkzeug durch gezielte Wahl einer bestimmten Schenkelfeder zur Erfüllung
unterschiedlicher Anforderungen ausgestaltet werden kann.
[0010] Ferner ist es bevorzugt, dass die Schenkelfeder gegenüber den Drehachsen der Schwenkelemente
beweglich gelagert ist. Auf diese Weise kann die Vorspannung des Spannungsmechanismus
sehr flexibel eingestellt werden. Vorzugsweise ist die Schenkelfeder entlang der Senkrechten
zu einer Verbindungslinie zwischen den beiden Drehachsen der Schwenkelemente beweglich.
Weiter ist es bevorzugt, dass eine bestimmte Position entlang der zuvor genannten
Senkrechten einer bestimmten Ausrichtung der Federschenkel zueinander entspricht.
Auf diese Weise kann der Arretiermechanismus, welcher einen zweiten stabilen Zustand
des Spannungsmechanismus ermöglicht, sehr flexibel in das Presswerkzeug eingearbeitet
werden. Darüber hinaus kann das Presswerkzeug auf diese Weise sehr flexibel auf verschiedene,
den Übergang des Spannungsmechanismus vom zweiten in den ersten stabilen Zustand auslösende
Impulse empfindlich ausgestaltet werden.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Presswerkzeugs weist der Spannungsmechanismus
zusätzlich einen die Windungen der Schenkelfeder durchgreifenden, hohlen Bolzen und
zwei zumindest teilweise in dem Bolzen federnd gelagerte Druckstücke auf. Mit dieser
Anordnung lässt sich die Beziehung zwischen der Position der Schenkelfeder entlang
der Senkrechten zur Verbindungslinie zwischen den Drehachsen und der Ausrichtung der
Federschenkel zueinander besonders zuverlässig gewährleisten. Der Bolzen stellt auch
sicher, dass die Schwenkbewegungen der Schwenkelemente symmetrisch ausführbar sind.
Darüber hinaus bietet der Bolzen zusätzliche Alternativen, den Übergang des Spannungsmechanismus
vom zweiten in den ersten stabilen Zustand bewirkende Impulse auf den Spannungsmechanismus
zu übertragen. Die in dem Bolzen federnd gelagerten Druckstücke ermöglichen es, den
Arretiermechanismus des zweiten stabilen Zustands des Spannungsmechanismus auf die
den Schwenkelementen zugewandten Seitenflächen der Trägerelemente zu übertragen.
[0012] Beispielsweise kann das Trägerelement eine an ein Druckstück angepasste Senkung aufweisen.
Wird eine Stirnfläche des Druckstücks durch eine Bewegung des Bolzens gleitend, und
unter Belastung der federnden Lagerung des Druckstücks in dem Bolzen, entlang der
den Schwenkelementen zugewandten Seitenflächen des Trägerelements geführt, kann das
Druckstück am Ort der Senkung in diese einrasten. Vorzugsweise entspricht die Position
des Bolzens, die korrespondierende Position der Feder und die korrespondierende Ausrichtung
der Federschenkel zueinander, in welcher das Druckstück in die Senkung eingreift,
gerade der zweiten stabilen Position des Spannungsmechanismus. Die von dem Spannungsmechanismus
auf die Schwenkelemente übertragene Kraft reicht dabei nicht aus, um den Eingriff
des Druckstücks in die Senkung aufzulösen. Vielmehr ist dazu ein Impuls nötig.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Presswerkzeugs ist mindestens ein
an den Innenkonturen der Pressabschnitte angeordneter Impulsübertrager vorgesehen.
Auf diese Weise kann der Impuls durch die in den Aufnahmebereich eingeführten, zur
Verpressung vorgesehenen Bauteile bewirkt werden. Beispielsweise können den Schwenkelementen
beigeordnete Bleche vorgesehen sein. Die in den Aufnahmebereich eingeführten Bauteile
können dann gegen die dem Aufnahmebereich zugewandte Kante der Bleche drücken und
so den Impuls auf den Spannungsmechanismus übertragen. Auf diese Weise können insbesondere
einen monostabilen Spannungsmechanismus aufweisende Presswerkzeuge nachgerüstet und
somit mit einem bistabilen Spannungsmechanismus ausgestattet werden. Es ist aber alternativ
auch möglich, ein zwischen den Innenkonturen der Pressabschnitte angeordnetes, insbesondere
integriertes Schiebeelement vorzusehen. Das Schiebeelement weist vorzugsweise eine
an die Innenkonturen der Pressabschnitte der Schwenkelemente angepasste Seitenfläche
auf. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass zwischen den beiden Innenkonturen
während des Verpressungsvorgangs eine Lücke besteht, welche ein unsymmetrisches, gegebenenfalls
nicht hinreichend dichtendes Pressergebnis zur Folge haben könnte.
[0014] Weiterhin kann die Senkung in einer am Trägerelement angeordneten Aussparung angeordnet
sein. Die Aussparung ist insbesondere dazu geeignet, den Impulsübertragern einen Führungsbereich
zu bieten. Dadurch kann die Stabilität des Spannungsmechanismus weiter verbessert
werden.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Presswerkzeugs weist der Spannungsmechanismus
eine Schenkelfeder mit abgewinkelte Enden aufweisenden Schenkeln und mindestens eine
an wenigstens einem der Schwenkelemente angeordnete Haltenocke auf. Auf diese Weise
kann der Arretiermechanismus als bauliche Ausgestaltung an der Schenkelfeder und an
den Schwenkelementen vorgesehen werden. Die Anzahl der den Spannungsmechanismus bildenden
Bauelemente lässt sich so gering halten. Dadurch kann die Zuverlässigkeit des Presswerkzeugs
auch nach vielen Presszyklen gewährleistet werden.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1a-c
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs mit einem Schiebeelement
als Impulsübertrager in einer Explosionsansicht und zwei Querschnittsansichten,
- Fig. 2a-b
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs mit Blechen
als Impulsübertrager in einer Explosionsansicht,
- Fig. 3a-b
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs ohne separaten
Impulsübertrager in einer Explosionsansicht,
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs mit einem der
Federtotpunktlage entsprechenden zweiten stabilen Zustand des Spannungsmechanismus
in einer Querschnittsansicht und
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs mit einer Schenkelfeder,
deren Schenkel abgewinkelte Enden aufweisen, in einer Querschnittsansicht.
[0017] Fig. 1a zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs 2 in einer
Explosionsdarstellung. Zwei in diesem Beispiel symmetrische Schwenkelemente 4a, 4b
sind einander gegenüberliegend angeordnet. Grundsätzlich können die Schwenkelemente
4a, 4b auch eine unterschiedliche bauliche Ausgestaltung aufweisen. Die Schwenkelemente
4a, 4b weisen je einen Betätigungsabschnitt 6a, 6b und je einen Pressabschnitt 8a,
8b auf. Je eine Fläche der Pressabschnitte 8a, 8b weist eine Innenkontur 10a, 10b
auf, so dass zwischen den Innenkonturen 10a, 10b der einander gegenüberliegenden Pressabschnitte
8a, 8b ein Aufnahmebereich 12 gebildet wird. In der Darstellung der Fig. 1a ist der
Aufnahmebereich 12 offen gezeigt. Mit anderen Worten, die Stoßflächen 14a, 14b der
Pressabschnitte 8a, 8b sind voneinander beabstandet.
[0018] An den äußeren Seitenflächen der Schwenkelemente 4a, 4b sind zwei Trägerelemente
16a, 16b angeordnet, welche in diesem Beispiel in T-Form ausgebildet sind. Durch entsprechend
an den Trägerelementen 16a, 16b und an den Schwenkelementen 4a, 4b vorgesehene Bohrungen
18a, 18b sind die Schwenkelemente 4a, 4b an den Trägerelementen 16a, 16b, beispielsweise
mittels eines Bolzens schwenkbar angelenkt. Auf diese Weise ist jedem Schwenkelement
4a, 4b eine Drehachse 20a, 20b zugeordnet. Eine weitere Bohrung 18c an jedem Trägerelement
16a, 16b ist für die Verbindung des Trägerelements 16a, 16b und damit des Presswerkzeugs
2 mit einer Kraftmaschine (nicht dargestellt) vorgesehen. Die den Schwenkelementen
4a, 4b zugewandten Seitenflächen der Trägerelemente 16a, 16b weisen in diesem Beispiel
je eine Aussparung 22a, 22b und eine in der Aussparung 22a, 22b angeordnete Senkung
24a, 24b auf. Die Senkung 24a, 24b kann beispielsweise in der Form einer Hohlkalotte
ausgebildet sein.
[0019] Der Spannungsmechanismus weist in dem in Fig. 1a gezeigten Ausführungsbeispiel eine
Schenkelfeder 26 auf. Zusätzlich ist ein hohler Bolzen 28, welcher in diesem Beispiel
in der Form eines Hohlzylinders ausgebildet ist und die Windungen der Schenkelfeder
26 durchgreift, vorgesehen. An jeder Stirnseite des Bolzens 28 ist je ein Druckstück
30a, 30b federnd gelagert. Eine Stirnseite des Druckstücks 30a, 30b wird gegen die
den Schwenkelementen 4a, 4b zugewandte Seitenfläche des Trägerelements 16a, 16b im
Bereich der Aussparung 22a, 22b gedrückt und kann, beispielsweise über eine Bewegung
des Bolzens 28 gleitend geführt werden. In die Senkung 24a, 24b kann das Druckstück
30a, 30b einrasten, so dass eine weitere Bewegung des Bolzens 28 gehemmt wird. Die
Form der Senkung 24a, 24b ist dabei vorzugsweise an die Form des Druckstücks 30a,
30b angepasst. Eine Veränderung der Ausrichtung der Federschenkel 32a, 32b zueinander
ist mit einer Federbewegung quer zur Federwindungsachse 34, insbesondere entlang der
Senkrechten zur Verbindungslinie 40 (siehe Fig. 1b und 1c) zwischen den beiden Drehachsen
20a, 20b verknüpft. Eine solche Federbewegung führt den Bolzen 28 und die Druckstücke
30a, 30b mit, so dass die Druckstücke 30a, 30b entlang der Fläche der Aussparung 22a,
22b geführt werden. Greift die Stirnseite des Druckstücks 30a, 30b in die Senkung
24a, 24b ein, reicht jedoch die Federkraft nicht aus, das Druckstück 30a, 30b aus
der Senkung 24a, 24b zu bewegen. Der Eingriff der Stirnseite des Druckstücks 30a,
30b in die Senkung 24a, 24b entspricht in diesem Beispiel also dem zweiten stabilen
Zustand des Spannungsmechanismus.
[0020] Um den in Fig. 1a gezeigten Spannungsmechanismus zum Verlassen des zweiten stabilen
Zustands zu veranlassen, ist ein Schiebeelement 36 als Impulsübertrager vorgesehen.
Eine Fläche des Schiebeelements 36 ist an die Innenkonturen 10a, 10b der Pressabschnitte
8a, 8b angepasst. Die Innenkonturen 10a, 10b der Pressabschnitte 8a, 8b weisen entsprechende
Ausnehmungen auf, so dass das Schiebeelement 36 bündig in die Pressabschnitte 8a,
8b integrierbar ist. Auf der den Innenkonturen 10a, 10b der Pressabschnitte 8a, 8b
abgewandten Seite weist das Schiebeelement 36 zwei Laschen 38a, 38b auf. Der Abstand
zwischen den Laschen 38a, 38b ist so bemessen, dass die Schenkelfeder 26 dazwischen
angeordnet werden kann. Dementsprechend durchgreift der Bolzen 28 nicht nur die Windungen
der Schenkelfeder 26 sondern auch die Laschen 38a, 38b des Schiebeelements 36. Auf
diese Weise sind das Schiebeelement 36, die Schenkelfeder 26, der Bolzen 28 und die
Druckstücke 30a, 30b vereint beweglich miteinander verbunden. Die Aussparungen 22a,
22b an den Trägerelementen 16a, 16b sind so bemessen, dass die Laschen 38a, 38b flächig
in ihnen geführt werden können. Dadurch kann insbesondere die Stabilität der Anordnung
des Schiebeelements 36 in der Richtung parallel zur Verbindungslinie 40 zwischen den
Drehachsen 20a, 20b verbessert werden.
[0021] Fig. 1b zeigt nun in einem Querschnitt das in Fig. 1a dargestellte Presswerkzeug
2 in einer Position, welche dem zweiten stabilen Zustand des Spannungsmechanismus
entspricht. Die Betätigungsabschnitte 6a, 6b der Schwenkelemente 4a, 4b liegen in
diesem Beispiel aneinander an. Die Stoßflächen 14a, 14b der Pressabschnitte 8a, 8b
sind beabstandet voneinander, der Aufnahmebereich 12 ist demnach offen, so dass die
zu verpressenden Bauteile (nicht gezeigt) eingeführt werden können.
[0022] Der Bolzen 28 befindet sich in diesem zweiten stabilen Zustand, bezüglich der Verbindungslinie
40 der Drehachsen 20a, 20b, auf der Seite der Pressabschnitte 8a, 8b. Die Führung
des Bolzens 28 wird durch kreissegmentförmige, an den Durchmesser des Bolzens 28 angepasste
Ausnehmungen 42a, 42b in den einander zugewandten Seitenflächen der Schwenkelemente
4a, 4b bewirkt, in welchen die aus den Windungen der Schenkelfeder 26, und gegebenenfalls
aus den Laschen 38a, 38b des Schiebeelements 36 hervorragenden Bereiche des Bolzens
28 gelagert sind. Da der Bolzen 28 über die Laschen 38a, 38b mit dem Schiebeelement
36 verbunden ist, ragt das Schiebeelement 36 in den Aufnahmebereich 12 hinein.
[0023] Auf diese Weise lässt sich ein Impuls, welcher den Spannungsmechanismus zum Übergang
vom zweiten in den ersten stabilen Zustand veranlasst, einfach durch das Einführen
der zu verpressenden Bauteile in den Aufnahmebereich 12 ausüben. Ein Rohr, ein Fitting
oder eine Muffe werden beim Einführen in den Aufnahmebereich 12 gegen die konturierte,
dem Aufnahmebereich 12 zugewandte Fläche des Schiebeelements 36 gedrückt und schieben
es dadurch nach hinten. Über die rückwärtige Seite des Schiebeelements 36 wird diese
Bewegung auf den Bolzen 28 und damit auch auf die Schenkelfeder 26 übertragen. Insbesondere
reicht der durch das Einführen der Bauteile bewirkte Impuls aus, die Stirnseiten der
Druckstücke 30a, 30b aus den Senkungen 24a, 24b zu lösen. Die die Druckstücke 30a,
30b an die Trägerelemente 16a, 16b drückende Kraft reicht dann jedoch nicht mehr aus,
die Kraft der Schenkelfeder 26 weiter zu kompensieren, so dass durch die Wirkung der
Kraft der Schenkelfeder 26 die Stirnseiten der Druckstücke 30a, 30b gleitend entlang
der Aussparung 22a, 22b geführt werden, bis der erste stabile Zustand des Spannungsmechanismus
erreicht ist.
[0024] Der erste stabile Zustand des Spannungsmechanismus kann dann vorliegen, wenn die
Stoßflächen 14a, 14b der Pressabschnitte 8a, 8b aneinander anliegen, beispielsweise
wenn der Aufnahmebereich 12 frei ist, oder wenn die Stirnseiten der Druckstücke 30a,
30b das Ende der Aussparungen 22a, 22b erreicht haben oder wenn die Innenkonturen
10a, 10b an der Außenumfangsfläche eines im Aufnahmebereich 12 befindlichen Bauteils
anliegen. Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Schenkelfeder 26 ihren Entspannungszustand
erreicht, bevor eine der zuvor genannten Positionen erreicht wurde.
[0025] Die Position der Schwenkelemente 4a, 4b zueinander im ersten stabilen Zustand des
Spannungsmechanismus gemäß der ersten der zuvor genannten Alternativen ist beispielhaft
in Fig. 1c im Querschnitt gezeigt. Die Stoßflächen 14a, 14b der Pressabschnitte 8a,
8b liegen aneinander an, wohingegen die Betätigungsabschnitte 6a, 6b voneinander beabstandet
sind. Der Bolzen 28 befindet sich in diesem ersten stabilen Zustand, bezüglich der
Verbindungslinie 40 der Drehachsen 20a, 20b, auf der Seite der Betätigungsabschnitte
6a, 6b. Die kreissegmentförmigen Ausnehmungen 42a, 42b sind an der dem Aufnahmebereich
12 zugewandten Seite so zusammengeführt, dass sich im Querschnitt ein an einer Seite
offener Kreis ergibt, in welchem der hohlzylinderförmige Bolzen 28 angeordnet ist.
Das Schiebeelement 36 ist in diesem Beispiel gerade so weit entlang der Senkrechten
zur Verbindungslinie 40 zwischen den Drehachsen 20a, 20b verschoben, dass dessen konturierte
Fläche im Wesentlichen fluchtend zu den Innenkonturen 10a, 10b der Pressabschnitte
8a, 8b liegt. Auf diese Weise kann eine optimale allseitige Kraftausübung beim kalten
Verpressen erreicht werden.
[0026] Zuvor ist der erste stabile Zustand so beschrieben worden, dass die Stoßflächen 14a,
14b der Pressabschnitte 8a, 8b aneinander anliegen. Diese Beschreibung beruht darauf,
dass im Aufnahmebereich 12c des Presswerkzeuges 2 kein Fitting angeordnet ist. Ist
das dagegen der Fall, so wird der erste stabile Zustand dann angenommen, wenn der
Aufnahmebereich 12 den darin enthaltenen Fitting umschließt. In diesem Zustand kann
das Presswerkzeug 2 erneut geöffnet werden, ohne dass es zu einem Verpressen des Fittings
gekommen ist. Wird dagegen das Presswerkzeug 2 durch den motorischen Antrieb vollständig
geschlossen, wobei die Stoßflächen 14a, 14b zur Anlage aneinander gebracht werden,
so wird der Fitting verpresst. Der erste stabile Zustand erfordert daher nicht, dass
die Stoßflächen 14a, 14b aneinander anliegen, sondern dass die Pressbacken 4a, 4b
unter Kraftwirkung der Schenkelfeder 26 soweit geschlossen werden, bis ein mechanischer
Widerstand erreicht worden ist. Dieser mechanische Widerstand ist dabei ein anderer,
als er für den zweiten stabilen Zustand anhand von Fig. 1b durch den Eingriff der
Druckstücke 32 in die Senkungen 24 beschrieben worden ist.
[0027] Fig. 2a-b zeigen ein weiteres möglich Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs
2 in einer Explosionsdarstellung. Der Unterschied zu dem in den Fig. 1a-c dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht darin, dass als Impulsübertrager statt eines Schiebeelements
36 zwei den Schwenkelementen 4a, 4b beigeordnete Bleche 44a, 44b vorgesehen sind.
Das Prinzip würde jedoch ähnlich funktionieren, wenn statt zwei Blechen 44a, 44b nur
ein Blech an einer Seite der Schwenkelemente 4a, 4b vorgesehen ist. Die Bleche 44a,
44b weisen an einem Ende eine Bohrung 46a, 46b auf, durch welche der Bolzen 28 greift.
Das andere Ende der Bleche 44a, 44b ragt in dem in Fig. 2a dargestellten zweiten stabilen
Zustand des Spannungsmechanismus in den Aufnahmebereich 12 hinein. Auch hier können
also die zu verpressenden Bauteile, welche in den Aufnahmebereich 12 gebracht werden,
gegen eine Kante der Bleche 44a, 44b drücken, wodurch der Bolzen 28 und damit auch
die Schenkelfeder 26 in Richtung der Betätigungsabschnitte 6a, 6b bewegt werden, wobei
die Stirnseiten der Druckstücke 30a, 30b sich aus der Senkung 24a, 24b lösen und somit
der Federspreizmechanismus an den Betätigungsabschnitten 6a, 6b wieder wirken kann.
Die Beiordnung der in den Fig. 2a-b dargestellten Bleche 44a, 44b ist insbesondere
vorteilhaft, wenn bereits gefertigte Presswerkzeuge 2 mit monostabilem Spannungsmechanismus
nachgerüstet werden sollen. In diesem Beispiel wären lediglich die Trägerplatten 16a,
16b und gegebenenfalls der Bolzen 28 auszutauschen sowie die Bleche 44a, 44b hinzuzufügen.
[0028] Fig. 3a-b zeigen ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Presswerkzeugs 2 in einer Explosionsansicht. Der Unterschied zu den in den Fig. 1a-c
und 2a-b dargestellten Beispielen ist, dass keine separaten Impulsübertrager vorgesehen
sind, welche den Spannungsmechanismus veranlassen können, den zweiten stabilen Zustand
zu verlassen und den ersten stabilen Zustand einzunehmen. Dementsprechend weisen die
Trägerelemente 16a, 16b auch keine Aussparungen auf, welche bei den zuvor erläuterten
Ausführungsbeispielen vornehmlich zur Führung der Laschen bzw. Bleche vorgesehen sind.
Auch hier entspricht der zweite stabile Zustand dem Eingriff der Druckstücke 30a,
30b in die Senkungen 24a, 24b.
[0029] Der den Übergang vom zweiten in den ersten stabilen Zustand bewirkende Impuls kann
bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine weitere, gegebenenfalls ruckartige Spannung
der Schenkelfeder 26 ausgeübt werden, indem die Betätigungsabschnitte 6a, 6b noch
weiter zusammengeführt werden. Durch diese Bewegung werden die Schenkelfeder 26 und
der Bolzen 28 weiter in Richtung der Pressabschnitte 6a, 6b geführt, so dass der Eingriff
der Druckstücke 30a, 30b in die Senkungen 24a, 24b in Richtung der Pressabschnitte
8a, 8b gelöst wird. Durch die dann ausgelöste Spreizbewegung der Schenkelfeder 26
werden die Druckstücke 30a, 30b wieder in Richtung der Betätigungsabschnitte 6a, 6b
entlang der Seitenflächen der Trägerelemente 16a, 16b geführt. Allerdings reicht die
Dynamik der Bewegung der Druckstücke 30a, 30b aus, um zu verhindern, dass die Druckstücke
30a, 30b in der Rückwärtsbewegung wieder in den Senkungen 24a, 24b einrasten. Stattdessen
gleiten die Druckstücke 30a, 30b, von der Schenkelfeder 26 getrieben, über die Senkungen
24a, 24b hinweg, so dass der Spannungsmechanismus den ersten stabilen Zustand einnehmen
kann.
[0030] Fig. 4 zeigt ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs
2 in einer Querschnittsansicht. Der Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
besteht darin, dass der zweite stabile Zustand des Spannungsmechanismus nicht dem
Einrasten von Druckstücken 30a, 30b in an den Trägerelementen 16a, 16b angeordneten
Senkungen 24a, 24b entspricht, sondern dass der zweite stabile Zustand gerade der
Federtotpunktlage entspricht. In diesem Fall zeigt die von den Federschenkeln 32a,
32b auf die Schwenkelemente 4a, 4b ausgeübte Kraft in Richtung der entsprechenden
Drehachsen 20a, 20b. Mit anderen Worten, die zum Federschenkel 32a, 32b am Schenkelende
gezeichnete Senkrechte 48a, 48b verläuft durch den Drehachsenpunkt 20a, 20b. In diesem
Beispiel wird der Widerstand zu einer weiteren Bewegung der Federschenkel 32a, 32b
von den Trägerelementen 16a, 16b gebildet, welche die Drehachsen 20a, 20b halten.
Eine Drehbewegung kann nicht stattfinden.
[0031] Wird nun durch eine weitere Überdehnung der Schenkelfeder 26 die Kraftrichtung in
Richtung der Betätigungsabschnitte 6a, 6b verschoben, wird die Drehbewegung der Schwenkelemente
4a, 4b um die Drehachsen 20a, 20b wieder möglich und der Übergang vom zweiten in den
ersten stabilen Zustand des Spannungsmechanismus wird auf Grund der Dynamik der Entspannungsbewegung
eingeleitet. Vorzugsweise sind die an den Schwenkelementen 4a, 4b vorgesehenen, die
aus den Windungen der Schenkelfeder 26 hervorragenden Bereiche des Bolzens 28 führenden,
kreissegmentförmigen Ausnehmungen 42a, 42b so bemessen, dass eine die Ausrichtung
der Federschenkel 32a, 32b über die Federtotpunktlage hinaus ermöglichende Verschiebung
des Bolzens 28 und damit der Schenkelfeder 26 in Richtung der Pressabschnitte 8a,
8b vermieden wird.
[0032] Fig. 5 zeigt ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs
2 in einer Querschnittsansicht. Der Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
besteht darin, dass die Schenkelfeder 26 Schenkel 32a, 32b mit abgewinkelten Enden
aufweist. Einer der Federschenkel 32a ist in diesem Beispiel in einer an einem der
Schwenkelemente 4b angeordneten Nut 50 angeordnet, so dass dieses Schwenkelement 4b
und die Schenkelfeder 26 fest verbunden sind. Der andere Federschenkel 32b hingegen
kann an der Seitenfläche des anderen Schwenkelements 4a gleitend geführt werden. An
dieser Seitenfläche ist eine Haltenocke 52 angeordnet. Die Haltenocke 52 ist so ausgebildet,
dass das abgewinkelte Ende des Federschenkels 32b sie hintergreifen kann. Diese Stellung
des Federschenkels 32b entspricht dem zweiten stabilen Zustand des Spannungsmechanismus,
welcher - wie dargestellt - insbesondere dann gegeben ist, wenn der Aufnahmebereich
12 geöffnet ist, also wenn die Stoßflächen 14a, 14b der Pressabschnitte 8a, 8b beabstandet
sind. Es ist grundsätzlich möglich, an einem Schwenkelement 4a, 4b mehrere Haltenocken
52 hintereinander anzuordnen. Auf diese Weise könnten mehrere unterschiedliche Öffnungszustände
des Aufnahmebereichs 12 umgesetzt werden. Durch das Hintergreifen ist der Federschenkel
32b daran gehindert, entlang der Seitenfläche des Schwenkelements 4a zu gleiten und
damit die durch den Kraftübertrag von dem Federschenkel 32b auf das Schwenkelement
4a bewirkte Ausgleichs- bzw. Entspannungsbewegung der Schenkelfeder 26 zu ermöglichen.
Die hintergreifende Lage des Federschenkels 32b kann hier ähnlich wie in den in den
Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen mittels einer Überspannung der Schenkelfeder
26 gelöst werden. Es ist aber grundsätzlich auch möglich, andere Merkmale der vorhergehenden
Ausführungsbeispiele, insbesondere die Impulsübertrager, mit dem in Fig. 5 gezeigten
Ausführungsbeispiel zu kombinieren.
[0033] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf bestimmte Ausgestaltungen der Schwenkelemente
4a, 4b beschränkt. So kann beispielsweise die Form der Innenkontur 10a, 10b der Pressabschnitte
8a, 8b so gewählt werden, wie es für die Anwendung zweckmäßig ist. Es ist auch möglich,
die Pressabschnitte 8a, 8b zur Aufnahme von variablen Pressaufsätzen auszubilden,
welche unterschiedlich geformte Innenkonturen 10a, 10b aufweisen können.
[0034] Darüber hinaus betreffen die in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung Presswerkzeuge 2, welche für eine Betätigung mittels einer
Kraftmaschine vorgesehen sind. Es ist jedoch auch möglich, die Merkmale der vorliegenden
Erfindung auf manuell betätigbare Presswerkzeuge 2 zu übertragen, ohne den Rahmen
der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
1. Presswerkzeug (2) zum unlösbaren Verbinden eines Rohrs und eines Fittings
- mit zwei je einen Betätigungsabschnitt (6a, 6b) und einen Pressabschnitt (8a, 8b)
aufweisenden Schwenkelementen (4a, 4b), welche um je eine ihnen zugeordnete Drehachse
(20a, 20b) schwenkbar sind,
- mit zwei den Schwenkelementen (4a, 4b) beigeordneten Trägerelementen (16a, 16b),
welche die beiden Drehachsen (20a, 20b) halten, und
- mit einem Spannungsmechanismus,
- wobei die Innenkonturen (10a, 10b) der einander gegenüberliegenden Pressabschnitte
(8a, 8b) der beiden Schwenkelemente (4a, 4b) einen Aufnahmebereich (12) bilden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Spannungsmechanismus bistabil ausgebildet ist, und
- dass der durch die Innenkonturen (10a, 10b) gebildete Aufnahmebereich (12) im ersten stabilen
Zustand enger als im zweiten stabilen Zustand ist.
2. Presswerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spannungsmechanismus eine zwischen den Schwenkelementen (4a, 4b) angeordnete
Schenkelfeder (26) aufweist.
3. Presswerkzeug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schenkelfeder (26) gegenüber den Drehachsen (20a, 20b) der Schwenkelemente (4a,
4b) beweglich gelagert ist.
4. Presswerkzeug nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spannungsmechanismus zusätzlich einen die Windungen der Schenkelfeder (26) durchgreifenden,
hohlen Bolzen (28) und zwei zumindest teilweise in dem Bolzen (28) federnd gelagerte
Druckstücke (30a, 30b) aufweist.
5. Presswerkzeug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (16a, 16b) eine an ein Druckstück (30a, 30b) angepasste Senkung
(24a, 24b) aufweist.
6. Presswerkzeug nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein an den Innenkonturen (10a, 10b) der Pressabschnitte (8a, 8b) angeordneter
Impulsübertrager vorgesehen ist.
7. Presswerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Impulsübertrager den Schwenkelementen (4a, 4b) beigeordnete Bleche (44a, 44b)
vorgesehen sind.
8. Presswerkzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Impulsübertrager ein zwischen den Innenkonturen (10a, 10b) der Pressabschnitte
(8a, 8b) angeordnetes Schiebeelement (36) vorgesehen ist.
9. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Senkung (24a, 24b) in einer am Trägerelement (16a, 16b) angeordneten Aussparung
(22a, 22b) angeordnet ist.
10. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Spannungsmechanismus eine Schenkelfeder (26) mit abgewinkelte Enden aufweisenden
Schenkeln (32a, 32b) und mindestens eine an wenigstens einem der Schwenkelemente (4a,
4b) angeordnete Haltenocke (52) aufweist.