[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgerät, mit einer Wäschetrommel zum Aufnehmen
von Textilien und einer Feuerlöscheinrichtung, welche aufweist:
- mindestens einen Brandsensor zum Erfassen eines in dem Wäschetrocknungsgerät, insbesondere
in der Wäschetrommel, herrschenden oder entstehenden Brandes und
- mindestens eine Löschmedium-Zuführungseinrichtung zum Einbringen eines Löschmediums
in das Wäschetrocknungsgerät, insbesondere in die Wäschetrommel, beim Auslösen der
Feuerlöscheinrichtung.
[0003] Allgemein bekannt sind Wäschetrocknungsgeräte zum Trocknen von Wäsche. Ein weiteres
Einsatzgebiet eines Teils solcher Wäschetrocknungsgeräte besteht darin, Wäsche aufzufrischen.
Zum Auffrischen von Wäsche entweder am Ende eines Trocknungsvorgangs oder auch von
bereits trockener Wäsche wird eine Flüssigkeit (meist Wasser), welche ggf. auch Zusätze
wie Parfum enthalten kann, auf die Wäsche gesprüht. Zum Bereitstellen der Flüssigkeit
weisen solche Wäschetrocknungsgeräte entsprechend einen Flüssigkeitsbehälter auf.
Der Flüssigkeitsbehälter kann eigenständig vorgesehen sein, kann aber auch zugleich
als Kondensationswasserbehälter verwendet werden. Bei Wäschetrocknern mit einem festen
Wasserleitungsanschluss kann die Flüssigkeit auch von einem solchen Anschluss zugeführt
werden.
[0004] Weiterhin allgemein bekannt ist das Problem, dass bei Überhitzung in seltenen Ausnahmefällen
ein Brand entstehen kann. Insbesondere bei dem Trocknen von Textilien mit einem sehr
hohen und feinen Flusenanteil ist ein Brand nicht gänzlich auszuschließen. Entsprechend
bestehen hohe Anforderungen an Wäschetrockner, um diese so sicher zu gestalten, dass
ein eventueller Brand nicht aus der Wäschetrommel auf übrige Komponenten des Wäschetrockners
oder gar auf das Umfeld des Wäschetrockners überspringen kann. Entsprechend ist ein
solcher Wäschetrockner aus Materialien zu fertigen, welche brandbeständig sind und
folglich eine wesentliche Kostenposition bei der Herstellung eines solchen Wäschetrockners
darstellen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine alternative Bauweise oder Konstruktion
für ein Wäschetrocknungsgerät vorzuschlagen, welche eine einfache aber trotzdem sichere
Konstruktion zum Vermeiden eines Brands oder gar eines Überspringens eines Brands
ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Wäschetrocknungsgerät nach dem unabhängigen Patentanspruch.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand abhängiger Patentansprüche.
[0007] Das Wäschetrocknungsgerät (separater Wäschetrockner oder Vollwaschtrockner) ist mit
einer Feuerlöscheinrichtung ausgerüstet, welche aufweist: mindestens einen Brandsensor
zum Erfassen eines in dem Wäschetrocknungsgerät, insbesondere in der Wäschetrommel,
herrschenden oder entstehenden Brandes und mindestens eine Löschmedium-Zuführungseinrichtung
zum Einbringen eines Löschmediums in das Wäschetrocknungsgerät, insbesondere in die
Wäschetrommel, beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung, wobei die Löschmedium-Zuführungseinrichtung
eine Wäscheauffrischungseinrichtung umfasst, welche Wäscheauffrischungseinrichtung
zur Entfernung von Geruchsstoffen aus Textilien Nebel, Tropfen oder Dampf aus einer
Flüssigkeit erzeugt und in die Wäschetrommel führt, und die Löschmedium-Zuführungseinrichtung
einen Löschmediumbehälter zum Bereitstellen eines insbesondere gas- oder pulverförmigen
Löschmediums und eine Transporteinrichtung, insbesondere ein Gebläse, zum Transportieren
des Löschmediums in die Wäschetrommel beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung aufweist.
[0008] Grundsätzlich einsetzbar sind verschiedenartige direkt oder indirekt einen Brand
erfassende Brandsensoren. So können z.B. Gase in der Abluft anhand des Kohlendioxidgehalts
oder von Partikeln erfasst werden. Bei einer Temperatur, welche einen Feuerausbruch
anzeigt oder drohen lässt, wird so das Löschmedium, insbesondere eine Flüssigkeit,
in die Wäschetrommel eingebracht, insbesondere gesprüht, so dass ein Brand oder ein
entstehender Brand gelöscht wird.
[0009] Unter einem Wäschetrocknungsgerät wird dabei sowohl ein kombinierter Waschvolltrockner
zum Waschen und Trocknen als auch ein Wäschetrockner als Einzelgerät verstanden.
[0010] Die Löschmedium-Zuführungseinrichtung weist einen Löschmediumbehälter zum Bereitstellen
eines insbesondere gas- oder pulverförmigen Löschmediums und eine Transporteinrichtung,
insbesondere ein Gebläse, zum Transportieren des Löschmediums in die Wäschetrommel
beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung auf. Dadurch sind auch Löschmittel einsetzbar,
welche eine effektivere Löschwirkung als Wasser erzielen lassen.
[0011] Die Löschmedium-Zuführungseinrichtung umfasst eine Wäscheauffrischungseinrichtung.
Vorteilhaft kann somit als Bestandteil der Feuerlöscheinrichtung eine für sich bekannte
Wäscheauffrischungseinrichtung verwendet werden, welche zur Entfernung von Geruchsstoffen
aus Textilien Nebel, Tropfen oder Dampf aus einer Flüssigkeit erzeugt und in die Wäschetrommel
führt. Einsetzbar sind somit auch Wäschetrocknungsgeräte mit einer Funktionalität
zum Auffrischen bzw. Lüften von Kleidungsstücken.
[0012] Die Feuerlöscheinrichtung weist bevorzugt eine Steuereinrichtung auf, welche dazu
ausgestaltet und/oder programmiert ist, bei derartigem Erfassen die Feuerlöscheinrichtung
bzw. eine entsprechende Feuerlöschfunktion auszulösen.
[0013] Der Brandsensor ist besonders vorteilhaft ein Temperatursensor zum Erfassen einer
in dem Wäschetrocknungsgerät, insbesondere in einer Wäschetrommel herrschenden Temperatur
und zum Ausgeben eines dementsprechenden Temperatursignals ist und die Steuereinrichtung
ist bevorzugt dazu ausgestaltet und/oder programmiert, die Feuerlöscheinrichtung bzw.
eine entsprechende Feuerlöschfunktion auszulösen, falls das Temperatursignal einen
vorbestimmten Brandschwellwert überschreitet.
[0014] Der Temperatursensor kann ein Infrarotsensor oder ein NTC-Widerstand sein. Der Brand-
bzw. insbesondere Temperatursensor kann bevorzugt an einer Manschette angeordnet sein.
Erfassbar sind neben entstehenden Gasen auch sich erhöhende Temperaturwerte mittels
z.B. eines direkt messenden Infrarotsensors oder z.B. eines indirekt messenden NTC-Widerstands
(NTC: negative temperature coefficient; Heißleiter). Vorteilhaft können somit auch
ein Temperatursensor und eine Steuereinrichtung als üblicherweise bereits vorhandene
und für sich bekannte Komponenten eines Wäschetrocknungsgeräts zur Ausbildung einer
Feuerlöscheinrichtung eingesetzt werden. Diese müssen nur so ausgelegt werden, dass
bei Ausbruch eines Feuers in dem Wäschetrocknungsgerät, insbesondere in dessen Wäschetrommel,
oder bei einer Temperatur, welche einen Feuerausbruch drohen lässt, die Feuerlöscheinrichtung
ausgelöst wird. Ein direktes Erfassen der Temperatur kann beispielsweise über einen
in die Wäschetrommel gerichteten Brand- oder Temperatursensor erfolgen. Ein indirektes
Erfassen der Temperatur kann beispielsweise über einen Brand- oder Temperatursensor
erfolgen, welcher eine Abluft oder eine Zuluft im Prozesskanal misst.
[0015] Insbesondere kann zum Löschen eines Feuers bzw. Brandes neben einer Flüssigkeit auch
ein Fluid, Gas oder Pulver als Löschmedium eingesetzt werden. Neben einen Brand vollständig
löschenden Löschmedien fallen auch Medien, welche eine überhitzte Temperatur herunterkühlen,
unter solche Löschmedien.
[0016] Insbesondere kann das Löschmedium direkt in die Wäschetrommel und/oder in einen in
die Wäschetrommel führenden Prozessluftkanal eingebracht werden. Eine direkte Einbringung
kann z.B. über eine Öffnung in einer Manschette erfolgen, welche Wäschetrommel und
Tür voneinander trennt.
[0017] Die Löschmedium-Zuführungseinrichtung kann einen Flüssigkeitsbehälter und einen Füllstandsensor
zum Erfassen eines Füllstands der Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter aufweisen,
wobei dann bevorzugt die oder eine weitere Steuereinrichtung dazu ausgestaltet und/oder
programmiert ist, bei Unterschreiten eines Füllstandsgrenzwerts eine weitere Flüssigkeitsentnahme
nur zum Betreiben der Feuerlöscheinrichtung zuzulassen. Dies gewährleistet, dass stets
eine Mindestmenge an Flüssigkeit zum Löschen eines entstehenden Brandes in dem Flüssigkeitsbehälter
bleibt. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Flüssigkeit auch für andere
Zwecke, z.B. eine Wäscheauffrischung, verwendet wird.
[0018] Die Löschmedium-Zuführungseinrichtung kann insbesondere einen chemischen Treibsatz
zum Befördern des Löschmediums in die Wäschetrommel aufweisen. Dies ermöglicht ein
schnelles Löschen insbesondere bei Einsatz eines Gebläses, wobei in Kauf genommen
wird, dass ein solches Löschmittel gegebenenfalls die in der Wäschetrommel befindlichen
Textilien angreift, um ein Löschen eines üblicherweise nicht auftretenden Brandes
auf sichere Art und Weise zu ermöglichen und so schwerere Folgeschäden durch einen
sich ausbreitenden Brand zu verhindern.
[0019] Die Steuereinrichtung kann dazu ausgestaltet und/oder programmiert sein, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung einen Luftstrom in die und/oder aus der Wäschetrommel zu
unterbinden. Insbesondere wenn an die Wäschetrommel ein Luftkanal mit zumindest einem
mittels der Steuereinrichtung ansteuerbaren Ventil angeschlossenen ist, kann ein solches
Ventil ansteuerbar sein zum Verschließen des Luftkanals beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung.
Dadurch kann eine Zufuhr von Prozessluft zur Wäschetrommel oder bevorzugt bei Verriegelung
eines Abluftkanals als dem Luftkanal eine Abfuhr von Abluft unterbunden werden, so
dass kein Rauch aus der Wäschetrommel heraus in die Umgebung tritt. Außerdem erstickt
ein eventuell entstandenes oder entstehendes Feuer im eigenen Rauch.
[0020] Bevorzugt wird ein Wäschetrocknungsgerät mit zumindest einem beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung
deaktivierbaren Prozessluftgebläse. Auf einfache Art und Weise kann die Steuereinrichtung
alle derartigen Prozessluftgebläse deaktivieren, so dass eine Umwälzung von Prozessluft
in die Wäschetrommel unterbleibt. Insbesondere wird so ein Heißlaufen eines Prozessluftgebläses
und somit ein Erzeugen einer weiteren Brandgefahr bei verschlossenem Verschlussmittel
verhindert.
[0021] Die Steuereinrichtung ist bevorzugt dazu ausgestaltet und/oder programmiert, beim
Auslösen der Feuerlöscheinrichtung ein Warnsignal auszugeben und/oder einen Trockner-
oder Auffrischbetrieb zu unterbrechen. Ein Warnsignal ermöglicht bei Einsatz optischer
oder akustischer Signale Personen in der Umgebung auf eine Brandgefahr aufmerksam
zu machen. Bei Einsatz von Kommunikationssignalen können auch entfernte Personen oder
Vorrichtungen gewarnt werden. Das Unterbrechen des Trockner- oder Auffrischbetriebs
verhindert weitergehende Schäden durch z.B. festlaufende Antriebsaggregate oder undicht
werdende Dichtungen.
[0022] Insbesondere ist die Steuereinrichtung dazu ausgestaltet und/oder programmiert, beim
Auslösen der Feuerlöscheinrichtung eine Betriebsart anzusteuern, bei der im mehrfachen
Wechsel in einem ersten Schritt bei Stillstand der Wäschetrommel Löschmedium in die
Wäschetrommel eingebracht wird und in einem zweiten Schritt die Wäschetrommel gedreht
wird. Die Steuereinrichtung kann dann bevorzugt dazu ausgestaltet und/oder programmiert
sein, beim zweiten Schritt eine halbe oder eine ganze Umdrehung der Wäschetrommel
anzusteuern. Dadurch wird dann die zuvor oben liegende Wäsche maximal einmal gedreht,
das Löschmedium verteilt und direkt wieder neues Löschmedium aufgebracht.
[0023] Die Steuereinrichtung kann dazu ausgestaltet und/oder programmiert sein, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung eine Betriebsart anzusteuern, bei der im Vergleich zu einer
Auffrischungsbetriebsart eine erhöhte Menge an Flüssigkeit in die Wäschetrommel eingebracht
wird.
[0024] Bei einem entsprechenden Verfahren zum Betreiben eines Wäschetrocknungsgeräts wird
bei Erfassen eines in einer Wäschetrommel des Wäschetrocknungsgeräts entstehenden
oder entstandenen Brandes eine Feuerlöscheinrichtung ausgelöst. Es wird bevorzugt
eine in der Wäschetrommel herrschende Temperatur erfasst und eine Feuerlöscheinrichtung
ausgelöst, falls die erfasste Temperatur einen Brandschwellwert überschreitet.
[0025] Ein besonderer Vorteil in dem Bereitstellen einer derartigen Feuerlöschfunktion besteht
darin, dass die Konstruktion des Wäschetrocknungsgeräts hinsichtlich kostenintensiver
Materialien günstiger ausgestaltet werden kann. Anstelle des Einsatzes teurer, insbesondere
metallischer Materialien wird eine entsprechende Feuerlöschkonstruktion vorgesehen,
so dass ein Brand nicht daran gehindert wird, sich auszubreiten und Qualm abzugeben,
sondern dass anstelle dessen ein Brand vorzugsweise bereits in seinem Entstehungszeitpunkt
aktiv gelöscht wird. Im Idealfall können dabei bereits vorhandene Komponenten einer
Auffrischfunktion eingesetzt werden, so dass keinerlei zusätzlicher Aufwand erforderlich
ist. Selbst falls eine entsprechende Pumpe oder ein Behälter zum Bereitstellen eines
Löschmediums extra eingebaut werden müssen, ist dies noch günstiger als der Einsatz
teurer Materialien zum Vermeiden des Brandausbreitens. Durch ein Löschen anstelle
des Eingrenzens eines Brandes wird außerdem bewirkt, dass unangenehme und ggf. sogar
gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe in die Umgebung austreten. Sofern lediglich
Flusen im Randbereich der Wäschetrommel innerhalb des Trommelgehäuses in Brand geraten
sollten, wird außerdem ein Überspringen auf Wäsche in der Wäschetrommel vermieden,
so dass im günstigen Fall die Wäsche nicht komplett entsorgt werden muss.
[0026] Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung schematisch näher erläutert.
Es zeigen:
FIG 1 eine vorderseitige Ansicht eines Wäschetrockners mit abgenommener Front sowie
schematisch in einem solchen Wäschetrockner installierte Komponenten;
FIG 2 eine demgegenüber modifizierte Ausführungsform in Teilschnittansicht mit weiteren
beispielhaften Komponenten zum Ermöglichen einer Feuerlöschfunktion.
[0027] FIG 1 zeigt einen Wäschetrockner 1 mit einer Wäschetrommel 2, in welcher sich Wäsche
3 befindet. Den Übergang zwischen der im Wäschetrockner 1 drehbar gelagerten Wäschetrommel
2 und einer nicht dargestellten vorderseitigen Tür des Wäschetrockners 1 bildet ein
Flansch bzw. eine Manschette 4, welche am Gehäuse des Wäschetrockners 1 zwischen der
Tür und der Wäschetrommel 2 befestigt ist. Zur Steuerung verschiedener für sich bekannter
Funktionalitäten weist der Wäschetrockner 1 eine Steuereinrichtung 5 auf. In für sich
bekannter Art und Weise ist die Wäschetrommel 2 in einem Trommelgehäuse 6 gelagert,
welches gegenüber den übrigen Komponenten des Wäschetrockners 1 eine Abdichtung sowohl
hinsichtlich eines Luft-Prozessstroms als auch von Flüssigkeit bildet. Um Prozessluft
in das Trommelgehäuse 6 einzulassen und aus diesem wieder auszulassen, ist zumindest
ein Luftkanal 7 im Wäschetrockner 1 ausgestaltet, wobei der zeichnerisch beispielhaft
dargestellte Luftkanal 7 als Auslass für warme und feuchte Prozessluft aus dem Trommelgehäuse
6 in die Umgebung des Wäschetrockners 1 oder zu einem Kondensator führt.
[0028] Üblicherweise ist ein derartiger Wäschetrockner 1 mit einer in der Zeichnung nicht
dargestellten Heizeinrichtung zum Aufheizen der Prozessluft vor dem Einführen in die
Wäschetrommel 2 ausgestaltet. Zur Steuerung des Heizvorgangs in der Heizeinrichtung
weist ein solcher Wäschetrockner 1 zumindest einen Temperatursensor auf. Der Temperatursensor
kann dabei an einer entsprechend geeigneten Position innerhalb des Prozessluftbereichs
angeordnet sein, um die an diesem Ort herrschende Temperatur zu erfassen. Ein entsprechend
der erfassten Temperatur bereitgestelltes Temperatursignal wird von dem Temperatursensor
zur Steuereinrichtung 5 geführt. Diese bewirkt ein entsprechendes Ansteuern der Heizeinrichtung,
um am Ort der Heizeinrichtung die Prozessluft entsprechend stärker oder weniger stark
aufzuheizen.
[0029] Ein Grundgedanke des Wäschetrockners 1 besteht darin, unter Ausnutzung der Temperaturerfassung
eine Feuerlöschfunktion bereitzustellen. Eine entsprechend in dem Wäschetrockner 1
ausgestaltete Feuerlöscheinrichtung besteht entsprechend aus einer Vielzahl einzelner
Komponenten, insbesondere der Steuereinrichtung 5, einem Brandsensor, wozu bevorzugt
zumindest ein Temperatursensor einsetzbar ist, sowie einer Anordnung zum Bereitstellen
eines Löschmediums, welches im Brandfall in die Wäschetrommel oder gegebenenfalls
auch sonstige Abschnitte innerhalb des Wäschetrockners, in welchem eine Löschfunktion
benötigt wird, eingelassen wird.
[0030] Nachfolgend werden entsprechend verschiedene mögliche Komponenten, die zum Bereitstellen
einer Brandsensorfunktion und/oder einer Löschfunktion geeignet sind, beschrieben.
Dabei sind die einzelnen Komponenten ggf. auch in Kombination miteinander einsetzbar,
um redundante Systeme bereitzustellen oder eine effektivere Löschfunktion zu ermöglichen.
[0031] FIG 1 zeigt beispielhaft drei verschiedene Brandsensoren. Als erster beispielhafter
Brandsensor ist ein Temperatursensor 8 skizziert, welcher an in der Manschette 4 angeordnet
ist. Dadurch wird eine Temperatur direkt in dem Bereich der Wäschetrommel 2 erfasst,
um ein entsprechendes Temperatursignal t an die Steuereinrichtung 5 über eine nur
skizziert dargestellte Leitung ausgeben zu können. Ein weiterer beispielhafter Temperatursensor
9 ist außerhalb der Wäschetrommel 2 aber innerhalb des Trommelgehäuses 6 dargestellt
und beispielhaft am Boden des Trommelgehäuses 6 angeordnet. Bei einem solchen Temperatursensor
9 kann es sich beispielsweise um einen NTC-Widerstand (Heißleiter) handeln, welcher
einen negativen Temperaturkoeffizienten erfasst und ein entsprechendes Temperatursignal
t an die Steuereinrichtung 5 ausgibt.
[0032] Ein noch weiterer beispielhafter Brandsensor ist als ein Rauchsensor 10 beispielhaft
im Luftkanal 7 angeordnet. Mit einem solchen Rauchsensor 10 kann die Prozessluft auf
Rauch oder sonstige Gase analysiert werden, welche einen Brand oder schwelenden Brand
signalisieren, so dass ein entsprechendes Rauchsignal g an die Steuereinrichtung 5
ausgegeben werden kann.
[0033] Die Steuereinrichtung 5 empfängt entsprechend Temperatursignale t oder ein Rauchsignal
g und kann mit Hilfe dieser Signale eine Brandüberwachung durchführen. Sobald die
Temperatursignale t oder ein entsprechendes Rauchsignal g von einem üblichen Pegel
abweichen, insbesondere in Bereiche treten, in welchen ein Brand innerhalb der Wäschetrommel
oder im sonstigen Bereich des Prozessluftaustausches entsteht, kann die Steuereinrichtung
5 entsprechend eine Löschfunktion auslösen. Entsprechend ist die Steuereinrichtung
5 oder eine eigens für eine Löschfunktion bereitgestellte Steuereinrichtung dazu ausgestaltet
und/oder programmiert, bei einem derartigen Erfassen eines insbesondere in der Wäschetrommel
herrschenden oder entstehenden Brandes die Feuerlöschfunktion bzw. Feuerlöscheinrichtung
auszulösen.
[0034] Vorzugsweise sind in einem der Steuereinrichtung 5 zugeordneten und zeichnerisch
nicht dargestellten Speicher Temperatur- oder Brandschwellwerte ts hinterlegt, welche
optional für verschiedene Funktionen bzw. Betriebszustände angepasst sein können.
Bei insbesondere einem Überschreiten des entsprechenden Brandschwellwerts ts durch
das Temperatursignal t wird durch die Steuereinrichtung zumindest ein Löschsignal
Is an entsprechende weitere Komponenten der Feuerlöscheinrichtung ausgegeben.
[0035] Anhand FIG 1 ist beispielhaft eine erste Löschmedium-Zuführungseinrichtung 11 dargestellt.
Diese Löschmedium-Zuführungseinheit 11 besteht aus einem Behälter zur Aufnahme eines
Löschmediums 12 und einem chemischen Treibsatz 13 zum Befördern des Löschmediums 12
in die Wäschetrommel 2 für den Fall, dass die Feuerlöscheinrichtung ausgelöst wird.
Bei dem Löschmedium 12 kann es sich beispielhaft um ein gasförmiges oder pulverförmiges
Löschmedium handeln. Auch ein flüssiges oder fluides Löschmedium kann durch eine solche
Löschmedium-Zuführungseinrichtung 11 bereitgestellt werden.
[0036] Gemäß einer alternativen oder zusätzlich einsetzbaren Löscheinrichtungsfunktion kann
auch eine bereits ggf. für sich bekannte und vorhandene Wäscheauffrischungseinrichtung
zum Löschen eines herrschenden oder entstehenden Brandes eingesetzt werden. In diesem
Fall wird aus insbesondere einem Flüssigkeitsbehälter einer solchen Wäscheauffrischungseinrichtung
über eine entsprechende Sprühdüse 14 Flüssigkeit in die Wäschetrommel 2 gesprüht.
Die Anordnung solcher Sprühdüsen 14 zum Einsprühen von Flüssigkeit oder sonstigem
Löschmedium sind vorzugsweise so angeordnet, dass das Löschmedium auch direkt auf
die Wäsche 3 gelangt. Eine bevorzugte Anordnung der Sprühdüse 14 befindet sich daher
in der Manschette 4, so dass das Löschmedium nicht wie Prozessluft durch Öffnungen
in der eigentlichen Wäschetrommelwandung in den Innenraum der Wäschetrommel 2 gelangen
muss, sondern von der Türseite aus direkt in die Wäschetrommel 2 gelangt.
[0037] Als noch eine weitere beispielhafte Löscheinrichtung ist ein Ventil 15 skizziert,
welches an dem Luftkanal 7 so angeordnet ist, dass ein Auslösen der Feuerlöscheinrichtung
das Ventil 15 mittels des Löschsignals is zum Verschließen des Luftkanals 7 ansteuert.
Durch das Verschließen des Luftkanals 7 mittels des Ventils 15 wird eine weitere Luftströmung
in dem Luftkanal 7 unterbunden. Im Fall eines Auslass-Luftkanals als dem Luftkanal
7 wird somit das Abführen von Rauch aus der Wäschetrommel 2 unterbunden, was im Fall
eines in den Außenraum des Wäschetrockners 1 führenden Auslass-Luftkanals ein Austreten
von Rauch in die Umgebung verhindert. Vorteilhafterweise bewirkt in der Wäschetrommel
2 bzw. im Luftkanal verbleibender Rauch außerdem, dass das entstehende Feuer mangels
Sauerstoffzufuhr erstickt. Eine weitere Löschfunktion besteht somit darin, dass eine
Luftzirkulation in dem Prozessluftkanal unterbunden wird und das entstehende Feuer
oder ein schwelender Brand erstickt. Vorzugsweise wird in diesem Sinne bei einem Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung außerdem eine Deaktivierung von Prozessluftgebläsen 16 durch
die Steuereinrichtung 5 veranlasst.
[0038] FIG 2 zeigt eine weitere beispielhafte Ausgestaltung eines Wäschetrockners 17. Beschrieben
werden verschiedene Komponenten und Funktionen jeweils unter Verweis auch auf die
Ausführungen zu FIG 1, soweit vergleichbare oder gleiche Komponenten und Funktionen
beschrieben oder dargestellt sind.
[0039] Der Wäschetrockner 17 ist wiederum mit einer Steuervorrichtung 18 ausgestattet, welche
als dem Wäschetrockner fest zugeordnete Steuereinrichtung zur Steuerung von dessen
üblichen Funktionalitäten oder als eigenständige Steuereinrichtung einer Feuerlöscheinrichtung
bereitgestellt und ausgebildet ist. Beispielhaft dargestellt ist wiederum eine Löschmedium-Zuführungseinrichtung
19 zum Speichern und im Fall der Auslösung der Feuerlöscheinrichtung zum Ausgeben
eines entsprechenden Löschmediums. Über beispielsweise einen Temperatursensor 20 wird
ein Temperatursignal t an die Steuereinrichtung 18 ausgegeben. Überschreitet das Temperatursignal
t einen Temperaturschwellwert bzw. Brandschwellwert ts, wird entsprechend ein Löschsignal
Is ausgelöst, so dass die Löschmedium-Zuführungseinrichtung 19 aktiviert wird.
[0040] Alternativ zu der skizzierten Löschmedium-Zuführungseinrichtung 19 ist außerdem eine
Wäscheauffrischungseinrichtung 22 skizziert, welche ebenfalls als Komponente einer
Feuerlöscheinrichtung einsetzbar ist. Beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung bzw.
einer entsprechenden Feuerlöschfunktion wird dann durch die Wäscheauffrischungseinrichtung
22 insbesondere eine ansonsten als Auffrischflüssigkeit bereitgestellte Flüssigkeit
in die Wäschetrommel 23 gesprüht.
[0041] Zum Löschen eines entstehenden oder herrschenden Brandes wird vorzugsweise durch
die Steuereinrichtung 18 eine spezielle Rotation der Wäschetrommel 23 aktiviert. Anstelle
einer Vielzahl aufeinanderfolgenden kontinuierlicher Rotationen wird die Wäschetrommel
23 in einem ersten Schritt zum Stillstand gebracht, um in einem zweiten Schritt Löschmedium
einzubringen, so dass das Löschmedium auf die in der Wäschetrommel 23 befindliche
und in dieser liegende Wäsche 24 aufgebracht wird. In einem nachfolgenden zweiten
Schritt wird dann eine Rotation der Wäschetrommel 23 aktiviert, um die Wäsche 24 zu
wenden und eine gleichmäßige Durchmischung der Wäsche 24 mit dem eingebrachten Löschmedium
zu bewirken. Vorzugsweise erfolgt dabei die Rotation der Wäschetrommel 23 nur um eine
halbe Umdrehung bis zu insbesondere einer vollständigen Umdrehung. In diesem Fall
wird die Wäsche 24 im Idealfall einmal gewendet, so dass die zuvor unten liegende
Wäsche nun oben liegt. Nachfolgend wird der Ablauf des ersten und des zweiten Schrittes
solange wiederholt, wie Löschmedium zur Verfügung steht, und/oder ein herrschender
oder entstehender Brand detektiert wird. Dies bewirkt eine gleichmäßige Durchmischung
der Wäsche 24 mit dem Löschmedium.
[0042] Vorzugsweise kann beim Einsatz eines Flüssigkeitsbehälters einer Wäscheauffrischungseinrichtung
22, welche nicht über einen Anschluss an eine Wasserleitung verfügt, ein Füllstandsensor
vorgesehen werden, welcher einen Füllstandsgrenzwert an die Steuereinrichtung signalisiert,
so dass bei Unterschreiten eines solchen Füllstandsgrenzwertes eine weitere Flüssigkeitsentnahme
für die Auffrischfunktion unterbunden wird. Dadurch wird sichergestellt, dass für
eine eventuell erforderliche Feuerlöschfunktion stets noch eine mindestausreichende
Flüssigkeitsmenge in dem Flüssigkeitsbehälter verbleibt.
[0043] Um das Löschmedium an die gewünschte Stelle, insbesondere in die Wäschetrommel 2;
23 und auf die Wäsche 3; 24 zu bringen, falls die Feuerlöscheinrichtung ausgelöst
wird, kann im Fall beispielsweise einer Wäscheauffrischungseinrichtung über deren
Pumpe das Löschmedium bzw. deren Flüssigkeit transportiert werden. In jedem Fall sollte
vorzugsweise vorgesehen werden, dass das Löschmedium schnellstmöglich zum Brandherd
befördert werden kann, so dass entweder eine besonders stark dimensionierte Pumpe
oder eine eigenständige Transporteinrichtung vorgesehen wird, welche für ein schnelles
Transportieren des Löschmediums zum Brandherd dimensioniert und ausgestaltet ist.
[0044] Gemäß verschiedenen und auch untereinander kombinierbaren Ausführungsformen ist somit
ein Wäschetrocknungsgerät mit einer Feuerlöscheinrichtung bzw. Feuerlöschfunktion
ausgestattet. Falls ein Feuer oder eine für einen momentanen Betriebszustand übernatürlich
hohe Temperatur in insbesondere der Wäschetrommel des Wäschetrockners erfasst wird,
wird ein entsprechendes Löschsignal zum Auffrischsystem, einem Feuerlöschsystem und/oder
einer Blockierung eines Luftkanals gesendet, um entsprechend zu reagieren. Dadurch
wird insbesondere ein Feuerlöschmedium in die Wäschetrommel des Wäschetrockners gesprüht,
wodurch die hohe Temperatur herabgesetzt und/oder das Feuer gelöscht wird. Das Erfassen
eines Feuers oder einen Temperaturwert höher als einer normalen Temperatur kann vorzugsweise
über direkten Sensor, beispielsweise einen Infrarotsensor, oder indirekte Sensoren,
beispielsweise einen NTC-Widerstand oder einen Gassensor, erfolgen.
[0045] Einsetzbar ist insbesondere eine für sich bekannte Auffrischeinrichtung, welche als
Komponenten üblicherweise eine Heizung, eine Pumpe, einen Flüssigkeitstank, einen
NTC, Schläuche, eine Düse und eine Steuereinrichtung aufweist. Gemäß einer ersten
Funktion zum Auffrischen wird Flüssigkeit in den Tank bzw. Flüssigkeitsbehälter eingefüllt,
wobei bevorzugt destilliertes Wasser eingefüllt wird. Alternativ können bei Varianten
mit einer direkten Wasseranschlusspumpe auch direkt Auffrischoptionen der Steuereinrichtung
gewählt werden. Nachfolgend wird Kleidung in die Wäschetrommel eingebracht und dann
die Dampffunktion bzw. Auffrischfunktion gewählt. Ein entsprechendes Programm hat
eine Dauer von beispielsweise 20 Minuten und fügt über einen Liter Wasserdampf über
der Wäsche in die Wäschetrommel des Wäschetrockners. Im Fall der Auffrischeinrichtung
mit einem festen Wasseranschluss, oder im Fall eines Kondensationstrockners mit einem
festen Wasseranschluss kann auch eine theoretisch unbegrenzte Wassermenge zugeführt
werden, was für eine Löschfunktion besonders vorteilhaft ist.
[0046] Um eine Auffrisch-/Löschfunktion zu ermöglichen, ist es sinnvoll, dass der Behälter
für das Löschmedium stets an einer festen Wasserquelle angeschlossen ist oder eine
zumindest ausreichende Menge an Löschmedium, insbesondere Wasser, aufweist. Ggf. kann
auch ein separater Flüssigkeitsbehälter als Löschflüssigkeitsbehälter neben einem
Behälter für Auffrischflüssigkeit bereitgestellt werden. Für den Fall, dass über die
Brandsensoren, insbesondere Temperatursensoren an der Oberseite und der Unterseite
der Manschette ein Brand erfasst wird, wird die Löscheinrichtung aktiviert. Im Gegensatz
zu einem Auffrischprogramm wird vorzugsweise ein Löschprogramm aktiviert, welches
eine größere Menge an Löschmedium bzw. Flüssigkeit als im Vergleich zu einer Auffrischfunktion
in die Wäschetrommel sprüht. Im Fall eines begrenzten Löschmediums aus einem Tank
wird vorzugsweise die gesamte Menge der Flüssigkeit bzw. des Löschmediums in die Wäschetrommel
eingebracht, wobei ein solcher Vorgang zeitlich etwas gestreckt werden kann, um eine
gleichmäßige Durchmischung des Löschmediums mit der Wäsche zu ermöglichen. Beispielsweise
kann bei stehender Trommel zwei Minuten lang das Löschmedium in die Wäschetrommel
eingebracht werden, woraufhin die Trommel für z. B. 15 Sekunden in Rotation versetzt
wird, bevor wieder Löschmedium eingebracht wird. Der Vorgang kann im Fall eines Auffrischtanks
für eine Auffrischfunktion vorzugsweise 10 bis 15 Minuten andauern.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Wäschetrockner
- 2
- Wäschetrommel
- 3
- Wäsche
- 4
- Manschette
- 5
- Steuereinrichtung
- 6
- Trommelgehäuse
- 7
- Luftkanal
- 8
- Temperatursensor / Infrarotsensor
- 9
- Temperatursensor / NTC-Widerstand
- 10
- Brandsensor als Rauchsensor
- 11
- Löschmedium-Zuführungseinrichtung
- 12
- Löschmedium
- 13
- chemischer Treibsatz
- 14
- Sprühdüse
- 15
- Ventil
- 16
- Prozessluftgebläse
- 17
- Wäschetrockner
- 18
- Steuereinrichtung
- 19
- Löschmedium-Zuführungseinrichtung
- 20
- Temperatursensor
- 21
- Sprühdüse
- 22
- Wäscheauffrischungseinrichtung
- 23
- Wäschetrommel
- 24
- Wäsche
- g
- Rauchsignal
- t
- Temperatursignal
- Is
- Löschsignal
- ts
- Brandschwellwert
1. Wäschetrocknungsgerät (1;17), mit einer Wäschetrommel (2;23) zum Aufnehmen von Textilien
und einer Feuerlöscheinrichtung (5,8-16;8-22), welche aufweist:
- mindestens einen Brandsensor (8-10;20) zum Erfassen eines in dem Wäschetrocknungsgerät
(1), insbesondere in der Wäschetrommel (2;23), herrschenden oder entstehenden Brandes
und
- mindestens eine Löschmedium-Zuführungseinrichtung (11;19,22) zum Einbringen eines
Löschmediums in das Wäschetrocknungsgerät (1), insbesondere in die Wäschetrommel (2;23),
beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Löschmedium-Zuführungseinrichtung (11;19,22) eine Wäscheauffrischungseinrichtung
(22) umfasst, welche Wäscheauffrischungseinrichtung (22) zur Entfernung von Geruchsstoffen
aus Textilien Nebel, Tropfen oder Dampf aus einer Flüssigkeit erzeugt und in die Wäschetrommel
(2, 23) führt, und
- die Löschmedium-Zuführungseinrichtung (11,22;19) einen Löschmediumbehälter zum Bereitstellen
eines insbesondere gas- oder pulverförmigen Löschmediums und eine Transporteinrichtung,
insbesondere ein Gebläse, zum Transportieren des Löschmediums in die Wäschetrommel
(2) beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung aufweist.
2. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerlöscheinrichtung eine Steuereinrichtung (5;18) aufweist, welche dazu ausgestaltet
und/oder programmiert ist, bei Erfassen eines herrschenden oder entstehenden Brandes
die Feuerlöscheinrichtung auszulösen.
3. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Brandsensor ein Temperatursensor (8,9;20) zum Erfassen einer in der Wäschetrommel
(2;23) herrschenden Temperatur und zum Ausgeben eines dementsprechenden Temperatursignals
(t) ist und
- die Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder programmiert ist, die Feuerlöscheinrichtung
auszulösen, falls das Temperatursignal (t) einen Brandschwellwert (ts) überschreitet.
4. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor ein Infrarotsensor (8) oder ein NTC-Widerstand (9) ist.
5. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brandsensor an einer Manschette (4) angeordnet ist.
6. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschmedium-Zuführungseinrichtung (11;19,22) einen Flüssigkeitsbehälter und einen
Füllstandsensor zum Erfassen eines Füllstands der Flüssigkeit in dem Flüssigkeitsbehälter
aufweist, wobei die oder eine weitere Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder
programmiert ist, bei Unterschreiten eines Füllstandsgrenzwerts eine weitere Flüssigkeitsentnahme
nur zum Betreiben der Feuerlöscheinrichtung zuzulassen.
7. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschmedium-Zuführungseinrichtung (11,19) einen chemischen Treibsatz (13) zum
Befördern des Löschmediums (12) in die Wäschetrommel (2) aufweist.
8. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder programmiert ist, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung einen Luftstrom in die und/oder aus der Wäschetrommel (2)
zu unterbinden.
9. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an die Wäschetrommel (2) ein Luftkanal (7) mit zumindest einem mittels der Steuereinrichtung
ansteuerbaren Ventil (15) angeschlossenen ist und das Ventil beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung
zum Verschließen des Luftkanals (7) ansteuerbar ist.
10. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit zumindest
einem beim Auslösen der Feuerlöscheinrichtung deaktivierbaren Prozessluftgebläse (16).
11. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder programmiert ist, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung ein Warnsignal auszugeben und/oder einen Trockner- oder
Auffrischbetrieb zu unterbrechen.
12. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder programmiert ist, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung eine Betriebsart anzusteuern, bei der im mehrfachen Wechsel
in einem ersten Schritt bei Stillstand der Wäschetrommel Löschmedium in die Wäschetrommel
eingebracht wird und in einem zweiten Schritt die Wäschetrommel gedreht wird.
13. Wäschetrocknungsgerät (1;17) nach einem der Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5;18) dazu ausgestaltet und/oder programmiert ist, beim Auslösen
der Feuerlöscheinrichtung eine Betriebsart anzusteuern, bei der im Vergleich zu einer
Auffrischungsbetriebsart eine erhöhte Menge an Flüssigkeit in die Wäschetrommel eingebracht
wird.
1. Tumble drying device (1; 17), with a laundry drum (2; 23) for receiving textiles and
a fire-extinguishing facility (5, 8-16; 8-22), which features:
- at least one fire sensor (8-10; 20) for detection of a fire in progress or breaking
out in the tumble drying device (1), especially in the laundry drum (2; 23), and
- at least one extinguishing medium supply device (11; 19, 22) for introduction of
an extinguishing medium into the tumble drying device (1), especially into the laundry
drum (2; 23), on actuation of the fire-extinguishing device,
characterised in that
- the extinguishing medium supply device (11;19,22) comprises a laundry freshening
device (22), which laundry freshening device (22), to remove odours from textiles,
creates mist, droplets or steam from liquid and introduces it into the laundry drum
(2, 23), and
- the extinguishing medium supply device (11, 22; 19) features an extinguishing medium
container for provision of an especially gaseous or powdered extinguishing medium
and a transport device, especially a fan, for transporting the extinguishing medium
into the laundry drum (2) on actuation of the fire-extinguishing device.
2. Tumble drying device (1; 17) according to claim 1, characterised in that the fire-extinguishing device features a control device (5; 18) which is embodied
and/or programmed, on detection of a fire in progress or breaking out, to trigger
the fire-extinguishing device.
3. Tumble drying device (1; 17) according to claim 2,
characterised in that
- the fire sensor is a temperature sensor (8, 9; 20) for detecting a temperature obtaining
in the laundry drum (2; 23) and for outputting a corresponding temperature signal
(t) and
- the control device (5; 18) is embodied and/or programmed to trigger the fire-extinguishing
device if the temperature signal (t) exceeds a fire threshold value (ts).
4. Tumble drying device (1; 17) according to claim 3, characterised in that the temperature sensor is an infrared sensor (8) or an NTC thermistor (9).
5. Tumble drying device (1; 17) according to one of the previous claims, characterised in that the fire sensor is arranged on a sleeve (4).
6. Tumble drying device (1;17) according to one of the previous claims, characterised in that the extinguishing medium supply device (11; 19, 22) features a liquid container and
a fill level sensor for detecting a fill level of the liquid in the liquid container,
wherein the or a further control device (5; 18) is embodied and/or programmed, when
the level falls below a fill value threshold, only to allow a further withdrawal of
fluid for operation of the fire-extinguishing device.
7. Tumble drying device (1; 17) according to one of the previous claims, characterised in that the extinguishing medium supply device (11, 19) features a chemical propulsion unit
(13) for propelling the extinguishing medium (12) into the laundry drum (2).
8. Tumble drying device (1; 17) according to one of claims 2 to 7, characterised in that the control device (5; 18) is embodied and/or programmed, on actuation of the fire-extinguishing
device, to suppress an air stream into and/or out of the laundry drum (2).
9. Tumble drying device (1; 17) according to claim 8, characterised in that an air duct (7) with at least one valve (15) able to be controlled by means of the
control device is connected to the laundry drum (2) and the valve is able to be activated
on actuation of the fire-extinguishing device for closing-off the air duct (7).
10. Tumble drying device (1; 17) according to one of the previous claims, with at least
one process air fan (16) able to be deactivated on actuation of the fire-extinguishing
device.
11. Tumble drying device (1;17) according to one of claims 2 to 10, characterised in that the control device (5; 18) is embodied and/or programmed, on actuation of the fire-extinguishing
device, to output a warning signal and/or to interrupt a drying mode or freshening
mode.
12. Tumble drying device (1; 17) according to one of claims 2 to 11, characterised in that the control device (5; 18) is embodied and/or programmed, on actuation of the fire-extinguishing
device, to activate an operating mode in which in multiple oscillations in a first
step when the laundry drum is at a standstill extinguishing medium is introduced into
the laundry drum and in a second step the laundry drum is turned.
13. Tumble drying device (1; 17) according to one of claims 2 to 12, characterised in that the control device (5; 18) is embodied and/or programmed, on actuation of the fire-extinguishing
device, to activate an operating mode in which, by comparison with a freshening operating
mode, a greater volume of liquid is introduced into the laundry drum.
1. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) avec un tambour à linge (2 ; 23) servant à recevoir
des textiles et avec un dispositif d'extinction d'incendie (5, 8-16 ; 8-22) comportant
:
- au moins un capteur d'incendie (8-10 ; 20) destiné à détecter un incendie régnant
ou se déclarant dans l'appareil de séchage de linge (1), notamment dans le tambour
à linge (2 ; 23), et
- au moins un dispositif d'alimentation en fluide extincteur (11 ; 19, 22) destiné
à introduire un fluide extincteur dans l'appareil de séchage de linge (1), notamment
dans le tambour à linge (2 ; 23), lors du déclenchement du dispositif d'extinction
d'incendie,
caractérisé en ce que
- le dispositif d'alimentation en fluide extincteur (11 ; 19, 22) comprend un dispositif
de rafraîchissement de linge (22), lequel dispositif de rafraîchissement de linge
(22), afin d'éliminer des substances odorantes des textiles, produit du brouillard,
des gouttelettes ou de la vapeur à partir d'un liquide et l'envoie dans le tambour
à linge (2, 23), et
- le dispositif d'alimentation en fluide extincteur (11, 22 ; 19) comporte un récipient
de fluide extincteur servant à fournir un fluide extincteur, notamment gazeux ou pulvérulent,
et un dispositif de transport, notamment un ventilateur, servant à transporter le
fluide extincteur dans le tambour à linge (2) lors du déclenchement du dispositif
d'extinction d'incendie.
2. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'extinction d'incendie comporte un dispositif de commande (5 ; 18)
adapté et/ou programmé pour déclencher le dispositif d'extinction d'incendie lorsqu'un
incendie régnant ou se déclarant est détecté.
3. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
- le capteur d'incendie est un capteur de température (8, 9 ; 20) destiné à détecter
une température régnant dans le tambour à linge (2 ; 23) et à émettre un signal de
température (t) correspondant, et
- le dispositif de commande (5 ; 18) est adapté et/ou programmé pour déclencher le
dispositif d'extinction d'incendie si le signal de température (t) dépasse une valeur
seuil d'incendie (ts).
4. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le capteur de température est un capteur infrarouge (8) ou une résistance NTC (9).
5. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le capteur d'incendie est agencé sur un soufflet (4).
6. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en fluide extincteur (11 ; 19, 22) comporte un récipient
de liquide et un capteur de niveau de remplissage servant à détecter un niveau de
remplissage du liquide dans le récipient de liquide, le dispositif de commande (5
; 18) ou un autre dispositif de commande étant adapté et/ou programmé pour autoriser
un autre prélèvement de liquide dans le seul but de faire fonctionner le dispositif
d'extinction d'incendie lorsqu'une valeur limite de niveau de remplissage n'est pas
atteinte.
7. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en fluide extincteur (11, 19) comporte une charge propulsive
chimique (13) pour transporter le fluide extincteur (12) dans le tambour à linge (2).
8. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5 ; 18) est adapté et/ou programmé pour empêcher un courant
d'air d'entrer dans le tambour à linge (2) et/ou d'en sortir lors du déclenchement
du dispositif d'extinction d'incendie.
9. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un conduit d'air (7) est raccordé au tambour à linge (2), lequel conduit est équipé
d'au moins une vanne (15) pouvant être commandée au moyen du dispositif de commande,
et ladite vanne peut être commandée pour obturer le conduit d'air (7) lors du déclenchement
du dispositif d'extinction d'incendie.
10. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications précédentes,
avec au moins un ventilateur (16) d'air de traitement pouvant être désactivé lors
du déclenchement du dispositif d'extinction d'incendie.
11. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5 ; 18) est adapté et/ou programmé pour émettre un signal
d'avertissement et/ou interrompre un fonctionnement de séchage ou de rafraîchissement
lors du déclenchement du dispositif d'extinction d'incendie.
12. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5 ; 18) est adapté et/ou programmé pour commander lors
du déclenchement du dispositif d'extinction d'incendie un mode de fonctionnement dans
lequel plusieurs fois en alternance, dans une première étape à l'arrêt du tambour
à linge, le fluide extincteur est introduit dans le tambour à linge et, dans une seconde
étape, le tambour à linge est mis en rotation.
13. Appareil de séchage de linge (1 ; 17) selon l'une des revendications 2 à 12, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5 ; 18) est adapté et/ou programmé pour commander lors
du déclenchement du dispositif d'extinction d'incendie un mode de fonctionnement dans
lequel, comparé à un mode de fonctionnement de rafraîchissement, une quantité accrue
de liquide est introduite dans le tambour à linge.