| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 072 677 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.10.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Doppelsiebformer für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus wenigstens
einer Faserstoffsuspension
Twin-wire former for a machine for producing a sheet of fibrous material from at least
one suspension of fibrous material
Partie humide à deux toiles pour une machine destinée à la fabrication d'une bande
de matière fibreuse à partir d'au moins une suspension de matière fibreuse
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
17.12.2007 DE 102007055834
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
24.06.2009 Patentblatt 2009/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
|
89522 Heidenheim (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Rühl, Thomas
73249 Wernau (DE)
- Schmalenbach, Moritz
89518 Heidenheim (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 233 105 US-A- 5 536 372
|
WO-A-2007/065833
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Doppelsiebformer für eine Maschine zur Herstellung einer
Faserstoffbahn aus wenigstens einer Faserstoffsuspension, mit zwei umlaufenden endlosen
Sieben, von denen das erste Sieb über einen Umfangsbereich einer Formierwalze läuft
und das zweite Sieb über einen Umfangsbereich einer Brustwalze läuft und danach im
Bereich der Formierwalze auf das erste Sieb unter Bildung eines keilförmigen Stoffeinlaufspalts,
der unmittelbar von einem Stoffauflauf die wenigstens eine Faserstoffsuspension aufnimmt,
aufläuft und die beiden Siebe mit der wenigstens einen zwischen ihnen befindlichen
Faserstoffsuspension anschließend zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone bilden
und dabei anfänglich im Bereich der Formierwalze einen auf der Formierwalze gebildeten
initialen Entwässerungsbereich mit einer initialen Entwässerungslänge durchlaufen,
wobei im Bereich der Doppelsiebzone und gegenseitig der Formierwalze ein Formiersauger
mit einer vorzugsweise gekrümmten Formierfläche angeordnet ist, die aus mehreren zueinander
beabstandeten und starr angeordneten Leisten besteht, über welche die beiden Siebe
mit der wenigstens einen zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspension geführt
sind, und die in Sieblaufrichtung wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren
Unterdruck beaufschlagbare Formierzone ausbildet, wobei in der mindestens einen Formierzone,
gegenüberliegend dem Formiersauger und in einem Abstand zu der Auflaufkante der ersten
starr angeordneten Leiste wenigstens eine zwischen zwei benachbarten Leisten des Formiersaugers
angeordnete Formationsleiste vorgesehen ist, die mittels nachgiebiger Elemente abgestützt
ist und die mit einer wählbaren Kraft gegen das sie berührende erste Sieb angedrückt
ist.
[0002] Ein derartiger Doppelsiebformer mit einer wechselseitigen Anordnung von Formierwalze
und Formiersauger ist beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung
EP 1 233 105 A2 bekannt. Die in bekannter Weise besaugte Formierwalze übt dabei eine Vakuumwirkung
auf die wenigstens eine zwischen den beiden Sieben befindliche Faserstoffsuspension
aus. Ferner weist die wenigstens eine zwischen zwei benachbarten Leisten des Formiersaugers
angeordnete Formationsleiste einen fixen Abstand zu der Auflaufkante der ersten starr
angeordneten Leiste auf, so dass keine Abhängigkeit zu dem Formierwinkel, zu der Sorte
der mindestens einen Faserstoffsuspension oder zu der Siebgeschwindigkeit gegeben
ist. Dabei nimmt der fixe Abstand bei einem derartigen Doppelsiebformer heutzutage
einen Wert von etwa 400 mm an. Und in dem Bereich von der Auflaufkante der ersten
starr angeordneten Leiste des Formiersaugers zu der ersten Formationsleiste sind gewöhnlich
acht oder mehr starr angeordnete Leisten des Formiersaugers angeordnet.
[0003] Die gegenseitig des Formiersaugers angeordneten Formationsleisten sollen den nach
der Bildung der beiden Randschichten in der herzustellenden Faserstoffbahn noch flüssigen
Kern der Faserstoffbahn positiv in seinen Eigenschaften beeinflussen. Dazu werden
Druckimpulse durch die anpressbaren Formationsleisten in die wenigstens eine Faserstoffsuspension
eingebracht. Die entsprechenden Randschichten in der herzustellenden Faserstoffbahn
werden in den vorhergehenden Elementen bis zur ersten anpressbaren Formationsleiste,
der so genannten Gegenleiste, gebildet. Die vorhergehenden Elemente sind zum einen
die Entwässerungsstrecke von dem Anfang des ersten Formierschuhs bis hin zur ersten
gegenüber angeordneten Gegenleiste sowie die vor dem ersten Entwässerungskasten angeordnete
Formierwalze. Letzteres Element weist einen bestimmten Umschlingungswinkel auf, in
dessen Winkelbereich die beiden Siebe die Walze gemeinsam umschlingen. Durch die Größe
des Umschlingungswinkels kann die gemeinsame Umschlingungslänge und somit die Intensität
der Entwässerung an der Formierwalze festgelegt werden. Dies ist notwendig, um die
prozesstechnisch richtige Vorentwässerung an der Formierwalze dem Entwässerungsverhalten
des jeweiligen Rohstoffs anzupassen. Durch diese richtige Anpassung der Vorentwässerung
wird gewährleistet, dass der gewünschte Zustand der Faserstoffbahn, wie oben beschrieben,
mit flüssigem Kern und bereits gebildeten Randschichten in der herzustellenden Faserstoffbahn
im Bereich der anpressbaren Gegenleisten für die jeweiligen Randbedingungen und Sortenanforderungen,
wie beispielsweise Flächengewicht, Siebgeschwindigkeit und dergleichen, erreicht wird.
[0004] Bei der bisherigen Ausführung dieses Formierkonzepts wird die ebenfalls zur Vorentwässerung
gehörende Entwässerungsstrecke an dem ersten Saugelement bis hin zu der ersten anpressbaren
Gegenleiste jedoch im Wesentlichen nicht verändert beziehungsweise nicht angepasst.
Diese beschriebene Umschlingungslänge liegt bei solchen modernen Blattbildungssystemen
mit einem Formierwalzendurchmesser von etwa 1.600 mm im Bereich von 400 mm. Durch
die wechselseitige Beaufschlagung der wenigstens einen eingebrachten Faserstoffsuspension
mit Vakuum durch Formierwalze und dieser ersten Entwässerungsstrecke bis zu der ersten
Gegenleiste kann die Symmetrie der aufzubauenden Randschichten in der herzustellenden
Faserstoffbahn entsprechend gesteuert werden. Von Nachteil ist dabei, dass bei einer
wie oben beschriebenen Anpassung des Umschlingungswinkels an der Formierwalze an die
Entwässerungsbedingungen das Verhältnis der Entwässerungslänge an der variablen Formierwalzenumschlingung
zu dem fixen ersten Abschnitt an dem ersten Saugkasten sich verändert. Dadurch wird
die Möglichkeit einer prozesstechnisch idealen Steuerung der oben beschriebenen notwendigen
Randschichten in der herzustellenden Faserstoffbahn merklich eingeschränkt.
[0005] Es ist also Aufgabe der Erfindung, einen Doppelsiebformer der eingangs genannten
Art derart zu verbessern, dass eine optimale Steuerung der beiden Randschichten, insbesondere
im Hinblick auf die Fein- und Füllstoffverteilung in z-Richtung, in der herzustellenden
Faserstoffbahn ermöglicht wird und somit die Nachteile der bekannten Blattbildungssysteme
weitestgehend, vorzugsweise sogar vollständig vermieden werden. Im Rahmen der optimalen
Steuerung sollen insbesondere weitere Parameter, wie beispielsweise die Eigenschaften
des verwendeten Rohstoffs, die Siebgeschwindigkeit und das Flächengewicht der herzustellenden
Faserstoffbahn, im Rahmen der geometrischen Möglichkeiten berücksichtigt werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Doppelsiebformer der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Verhältnis zwischen der auf der Formierwalze ausgebildeten
initialen Entwässerungslänge des initialen Entwässerungsbereichs und dem Abstand der
ersten Formationsleiste von der Auflaufkante der ersten starr angeordneten Leiste
des Formiersaugers einen Wert im Bereich von 1,2 bis 2,4, vorzugsweise von 1,4 bis
2,2, insbesondere von 1,7 bis 2,0, annimmt.
[0007] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0008] Der erfindungsgemäße Doppelsiebformer erlaubt mit den angegebenen Verhältnissen eine
optimale Steuerung der beiden Randschichten, insbesondere im Hinblick auf die Fein-
und Füllstoffverteilung in z-Richtung, in der herzustellenden Faserstoffbahn und somit
eine weitestgehende, vorzugsweise sogar vollständige Vermeidung der Nachteile der
bekannten Blattbildungssysteme. In den dargelegten Bereichen können auch weitere Parameter,
wie beispielsweise die Eigenschaften des verwendeten Rohstoffs, die Siebgeschwindigkeit
und das Flächengewicht der herzustellenden Faserstoffbahn, im Rahmen der geometrischen
Möglichkeiten berücksichtigt werden.
[0009] Überdies ermöglicht der erfindungsgemäße Doppelsiebformer die Erreichung einer besseren
Formations- und Zweiseitigkeitssteuerung bei holzfreien Faserstoffbahnen beziehungsweise
bei kleineren initialen Entwässerungslängen in dem initialen Entwässerungsbereich.
Selbstverständlich können mit dem erfindungsgemäßen Doppelsiebformer auch jegliche
andere Sorten gefahren werden.
[0010] Der initiale Entwässerungsbereich mit einer initialen Entwässerungslänge ist im Rahmen
der vorliegenden Beschreibung per Definition der Bereich auf der Formierwalze, in
welchem die beiden Siebe mit der wenigstens einen zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspension
gemeinsam über die Formierwalze geführt sind. In diesem Bereich ist üblicherweise
die dem Fachmann bekannte und einen Formierwinkel aufweisende Formierzone ausgebildet.
In der Praxis unterscheidet man zwischen dem theoretischen initialen Entwässerungsbereich
und dem betrieblichen, das heißt dem tatsächlichen initialen Entwässerungsbereich,
wobei die Winkeldifferenz zwischen ihnen, je nach Höhe der eingebrachten Faserstoffsuspensionsschicht,
einen Wert zwischen 3 und 5° annimmt. Der theoretische initiale Entwässerungsbereich
beschreibt die Situation ohne eingebrachte Faserstoffsuspensionsschicht, wohingegen
der betriebliche, das heißt der tatsächliche initiale Entwässerungsbereich die Situation
mit eingebrachter Faserstoffsuspensionsschicht beschreibt.
[0011] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass im Bereich des auf
der Formierwalze gebildeten initialen Entwässerungsbereichs eine Formierzone mit einem
Formierwinkel ≤ 30,0°, vorzugsweise ≤ 27,0°, insbesondere ≤ 24,0°, und einer vorzugsweise
steuer-/regelbaren Besaugung ausgebildet ist. Diese derart ausgebildete Formierzone
unterstützt neben der vorhandenen Siebspannungsentwässerung zusätzlich die Entwässerung
der mindestens einen eingebrachten Faserstoffsuspension. Überdies begünstigt sie eine
beidseitige Entwässerung der mindestens einen eingebrachten Faserstoffsuspension in
dem initialen Entwässerungsbereich.
[0012] Damit eine ausreichende initiale Entwässerungslänge realisiert werden kann, weist
die Formierwalze bevorzugt einen Formierwalzendurchmesser im Bereich von 1.400 bis
2.000 mm, vorzugsweise von 1.475 bis 1.950 mm, insbesondere von 1.525 bis 1.800 mm,
auf. Ein derartiger Formierwalzendurchmesser erlaubt zudem eine sanfte Entwässerung
der mindestens einen eingebrachten Faserstoffsuspension.
[0013] Weiterhin ist der Abstand der ersten Formationsleiste von der Auflaufkante der ersten
starr angeordneten Leiste des Formiersaugers bevorzugt ≤ 400 mm, vorzugsweise ≤ 350
mm, insbesondere ≤ 300 mm. Dieses Abstandsmaß begünstigt eine gleichmäßige und beidseitige
Entwässerung der wenigstens einen Faserstoffsuspension durch Reduzierung von lediglich
einseitigen Entwässerungslängen. Das angegebene und Abstandsmaß erlaubt überdies die
Realisierung einer kompakten Baugröße bei keinerlei technologischen Nachteilen.
[0014] Ferner ist der Abstand der wenigstens einen Formationsleiste von der Auflaufkante
der ersten starr angeordneten Leiste des Formiersaugers bevorzugt einstellbar, so
dass das vorgenannte und erfindungsgemäße Verhältnis im Bereich von 1,2 bis 2,4, vorzugsweise
von 1,4 bis 2,2, insbesondere von 1,7 bis 2,0, realisiert werden kann. Die Einstellung
des Abstands erfolgt vorzugsweise während eines Stillstands des Doppelsiebformers.
[0015] Zum Zwecke der weiteren Erreichung einer gleichmäßigen und beidseitigen Entwässerung
der wenigstens einen Faserstoffsuspension im Bereich des Formiersaugers ist bevorzugt
vorgesehen, dass wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei Formationsleisten gegenüberliegend
dem Formiersauger angeordnet sind, wobei zumindest eine Formationsleiste gegenüberliegend
der ersten Formierzone des Formiersaugers und zumindest eine weitere Formationsleiste
vorzugsweise gegenüberliegend der zweiten Formierzone des Formiersaugers angeordnet
ist. Hierbei weisen die wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei Formationsleisten
bevorzugt einen gegenseitigen Abstand im Bereich von 50 bis 300 mm, vorzugsweise von
80 bis 250 mm, insbesondere von 100 bis 200 mm, auf.
[0016] Damit die lediglich einseitigen Entwässerungslängen im Bereich des Doppelsiebformers
reduziert werden, sind in dem Bereich von der Auflaufkante der ersten starr angeordneten
Leiste des Formiersaugers zu der ersten Formationsleiste bevorzugt ≤ 8 starr angeordnete
Leisten des Formiersaugers, vorzugsweise ≤ 6 starr angeordnete Leisten des Formiersaugers,
insbesondere ≤ 5 starr angeordnete Leisten des Formiersaugers, angeordnet. Die Leisten
des Formiersaugers weisen dabei bevorzugt eine jeweilige Leistenbreite im Bereich
von 5 bis 90 mm, vorzugsweise von 8 bis 60 mm, insbesondere von 10 bis 40 mm, auf.
Auch weist die erste Leiste des Formiersaugers in bevorzugter Ausführung eine größere
Leistenbreite als die ihr in Sieblaufrichtung nachfolgenden Leisten auf, wodurch eine
verbesserte anfängliche Stützung der Doppelsiebzone im Bereich des Formiersaugers
gewährleistet wird.
[0017] Weiterhin umfasst die wenigstens eine Formationsleiste zur nachgiebigen Stützung
des ersten Siebs im Bereich einer Doppelsiebzone eine bewegliche Kopfleiste, die sich
quer zur Sieblaufrichtung erstreckt und über die zumindest bereichsweise das Sieb
während des Betriebs der Maschine gleitet, eine bewegliche Tragleiste, die starr mit
der beweglichen Kopfleiste verbunden ist und die sich ebenfalls quer zur Sieblaufrichtung
erstreckt und in einer feststehenden Struktur geführt ist, eine feststehende Führungsleiste,
die starr in der feststehenden Struktur angeordnet ist und die sich wiederum quer
zur Sieblaufrichtung erstreckt, eine nachgiebige Anpresseinrichtung, die zwischen
der beweglichen Tragleiste und der feststehenden Führungsleiste angeordnet ist, um
die bewegliche Tragleiste zusammen mit der beweglichen Kopfleiste zwischen einer Ruheposition
und einer Betriebsposition, in welcher die bewegliche Kopfleiste mit einer wählbaren
Kraft an das Sieb andrückbar ist, zu verschieben, und eine nachgiebige Rückholeinrichtung
zur Bringung der beweglichen Tragleiste zusammen mit der beweglichen Kopfleiste aus
der Betriebsposition in die Ruheposition und zur Haltung der beiden Leisten in der
Ruheposition, wobei die nachgiebige Rückholeinrichtung über die Länge der beweglichen
Tragleiste hinweg verteilt mehrere bewegliche Rückholbügel aufweist, die am einen
Ende mit der beweglichen Tragleiste zumindest zeitweise in Eingriff bringbar sind
und die am anderen Ende von wenigstens einem jeweils zwischen der feststehenden Führungsleiste
und dem beweglichen Rückholbügel angeordneten Rückholelement zumindest zeitweise beaufschlagbar
sind. Diese Formationsleiste zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass ihre Positionen,
insbesondere die Betriebs- und die Ruheposition, mit deutlich weniger Kraftaufwand
hergestellt und betriebssicher gehalten werden können. Insbesondere ist der Rückholmechanismus
der Leiste weitestgehend ohne jeglichen Einfluss auf ihre Haltungskräfte in ihrer
Betriebsposition.
[0018] Die bereits erwähnte Siebspannungsentwässerung wird positiv unterstützt, wenn zumindest
ein Sieb, vorzugsweise das erste Sieb, eine Siebspannung im Bereich von 5 bis 20 N/m,
vorzugsweise von 8 bis 14 N/m, aufweist.
[0019] Der erfindungsgemäße Doppelsiebformer eignet sich in besonderer Weise auch für eine
Verwendung in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus wenigstens einer
Faserstoffsuspension.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0021] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Teilansicht des anfänglichen Bereichs eines Doppelsiebformers gemäß
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform; und
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht einer Formationsleiste des Dop- pelsiebformers in
ihrer Betriebsposition.
[0022] Die Figur 1 zeigt eine schematische Teilansicht des anfänglichen Bereichs eines Doppelsiebformers
1 für eine Maschine zur Herstellung einer zumindest einschichtigen Faserstoffbahn
2 aus einer Faserstoffsuspension 3. Die Faserstoffbahn kann selbstverständlich auch
eine mehrschichtige Faserstoffbahn sein, sofern zumindest zwei Faserstoffsuspensionen
mit vorzugsweise unterschiedlicher Qualität zu ihrer Herstellung verwendet werden.
[0023] Der Doppelsiebformer 1 umfasst zwei umlaufende endlose Siebe, namentlich ein erstes
Sieb 4, welches über einen Umfangsbereich 7 einer Formierwalze 6 läuft, und ein zweites
Sieb 5, welches über einen Umfangsbereich 9 einer Brustwalze 8 läuft. Je nach Ausbildung
des Doppelsiebformers 1 werden die beiden Siebe 4, 5 auch als Ober- und Untersieb
oder als Außen- und Innensieb bezeichnet. Zumindest ein Sieb 4, 5, vorzugsweise das
erste Sieb 4, weist eine Siebspannung P im Bereich von 5 bis 20 N/m, vorzugsweise
von 8 bis 14 N/m, auf.
[0024] Das zweite Sieb 5 läuft nach seinem Ablauf von der Brustwalze 8 im Bereich der Formierwalze
6 auf das erste Sieb 4 unter Bildung eines keilförmigen Stoffeinlaufspalts 10, der
unmittelbar von einem Stoffauflauf 11 die Faserstoffsuspension 3 aufnimmt, auf. Anschließend
bilden die beiden Siebe 4, 5 mit der zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspension
3 zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone 12. Die Doppelsiebzone 12 kann einen
vertikalen oder annähernd vertikalen, einen schrägen oder gar einen horizontalen oder
annähernd horizontalen Verlauf nehmen. In vorliegender Ausführung nimmt sie einen
annähernd vertikalen Verlauf. Die beiden Siebe 4, 5 bilden also in der Doppelsiebzone
12 ein so genanntes Siebsandwich aus, in welches die Faserstoffsuspension 3 eingebracht
ist.
[0025] Die beiden Siebe 4, 5 durchlaufen anfänglich im Bereich der Formierwalze 6 einen
auf der Formierwalze 6 gebildeten initialen Entwässerungsbereich 13 mit einer initialen
Entwässerungslänge L.13, wobei im Bereich der Doppelsiebzone 12 und gegenseitig der
Formierwalze 6 ein Formiersauger 14 mit einer vorzugsweise gekrümmten Formierfläche
15 angeordnet ist. Die Formierfläche 15 selbst besteht aus mehreren zueinander beabstandeten
und starr angeordneten Leisten 16, über welche die beiden Siebe 4, 5 mit der zwischen
ihnen befindlichen Faserstoffsuspension 3 geführt sind. Überdies bildet sie in Sieblaufrichtung
S (Pfeil) wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdruck p.17
beaufschlagbare Formierzone 17 aus. Die Ausbildung des Unterdrucks p.17 ist lediglich
durch einen Pfeil schematisch angedeutet.
[0026] In der mindestens einen Formierzone 17, gegenüberliegend dem Formiersauger 14 und
in einem Abstand A zu der Auflaufkante 18 der ersten starr angeordneten Leiste 16.1
ist eine zwischen zwei benachbarten Leisten 16 des Formiersaugers 14 angeordnete Formationsleiste
19 vorgesehen, die mittels nachgiebiger Elemente 20 abgestützt ist und die mit einer
wählbaren Kraft K (Pfeil) gegen das sie berührende erste Sieb 4 angedrückt ist.
[0027] Es ist nun weiterhin vorgesehen, dass das Verhältnis zwischen der auf der Formierwalze
6 ausgebildeten initialen Entwässerungslänge L.13 des initialen Entwässerungsbereichs
13 und dem Abstand A der ersten Formationsleiste 19 von der Auflaufkante 18 der ersten
starr angeordneten Leiste 16.1 des Formiersaugers 14 einen Wert im Bereich von 1,2
bis 2,4, vorzugsweise von 1,4 bis 2,2, insbesondere von 1,7 bis 2,0, annimmt.
[0028] Ferner ist im Bereich des auf der Formierwalze 6 gebildeten initialen Entwässerungsbereichs
13 eine Formierzone 21 mit einem Formierwinkel α ≤ 30,0°, vorzugsweise ≤ 27,0°, insbesondere
≤ 24,0°, und einer vorzugsweise steuer-/regelbaren Besaugung p.21 ausgebildet. Die
Ausbildung der Besaugung p.21 ist lediglich durch einen Pfeil schematisch angedeutet.
Auch weist die Formierwalze 6 einen Formierwalzendurchmesser D.6 im Bereich von 1.400
bis 2.000 mm, vorzugsweise von 1.475 bis 1.950 mm, insbesondere von 1.525 bis 1.800
mm, auf. Die initiale Entwässerungslänge L.13 entspricht zumindest der Umfangslänge
der Formierzone 21.
[0029] Der Abstand A der ersten Formationsleiste 19 von der Auflaufkante 18 der ersten starr
angeordneten Leiste 16.1 des Formiersaugers 14 ist ≤ 400 mm, vorzugsweise ≤ 350 mm,
insbesondere ≤ 300 mm. Die Einstellung des Abstands A kann hierbei manuell oder gegebenenfalls
auch automatisiert erfolgen, beispielsweise mittels mindestens einer dem Fachmann
bekannten, nicht explizit dargestellten Stelleinrichtung. Die Einstellbarkeit selbst
ist mittels eines Doppelpfeils angedeutet. In vorliegender Ausführung sind insgesamt
drei Formationsleisten 19, 19.2, 19.3 gegenüberliegend dem Formiersauger 14 angeordnet,
wobei die in Sieblaufrichtung S (Pfeil) erste Formationsleiste 19 gegenüberliegend
der ersten Formierzone 17 des Formiersaugers 14 und die beiden weiteren Formationsleisten
19.2, 19.3 gegenüberliegend der zweiten Formierzone 17.2 des Formiersaugers 14 angeordnet
sind. Selbstverständlich können noch weitere Formationsleisten und noch weitere Formierzonen
vorhanden sein, die in verschiedenen Anordnungen ausgeführt sein können. Ferner können
die Formierzonen 17, 17.2 eine unterschiedliche Anzahl an Leisten 16 aufweisen. Zudem
ist auch die zweite Formierzone 17.2 des Formiersaugers 14 mit einem vorzugsweise
steuer-/regelbaren Unterdruck p.17.2 beaufschlagbar. Die Ausbildung des Unterdrucks
p.17.2 ist lediglich durch einen Pfeil schematisch angedeutet. Die beiden Unterdrücke
p.17, p.17.2 können unterschiedliche, an die jeweiligen Herstellungsparameter angepasste
Werte annehmen.
[0030] Weiterhin weisen die drei Formationsleisten 19, 19.2, 19.3 einen gegenseitigen Abstand
B im Bereich von 50 bis 300 mm, vorzugsweise von 80 bis 250 mm, insbesondere von 100
bis 200 mm, auf, wobei die einzelnen Abstände B unterschiedliche, an die jeweiligen
Herstellungsparameter angepasste Werte annehmen können.
[0031] In dem Bereich C von der Auflaufkante 18 der ersten starr angeordneten Leiste 16.1
des Formiersaugers 14 zu der ersten Formationsleiste 19 sind in vorliegender Ausführung
5 Leisten 16 angeordnet. Prinzipiell sind in diesem Bereich C ≤ 8 starr angeordnete
Leisten 16 des Formiersaugers 14, vorzugsweise ≤ 6 starr angeordnete Leisten 16 des
Formiersaugers 14, insbesondere ≤ 5 starr angeordnete Leisten 16 des Formiersaugers
14, angeordnet. Die einzelnen Leisten 16 des Formiersaugers 14 in beiden Formierzonen
17, 17.2 weisen hierbei eine jeweilige Leistenbreite B.16 im Bereich von 5 bis 90
mm, vorzugsweise von 8 bis 60 mm, insbesondere von 10 bis 40 mm, auf. Der Übersicht
halber ist lediglich die Leistenbreite B.16 der in Sieblaufrichtung S (Pfeil) vierten
Leiste angedeutet. Zudem weist die erste Leiste 16.1 des Formiersaugers 14 eine größere
Leistenbreite B.16 als die ihr in Sieblaufrichtung S (Pfeil) nachfolgenden Leisten
16 auf.
[0032] In der Doppelsiebzone 12 des Doppelsiebformers 1 sind dem Formiersauger 14 in Sieblaufrichtung
S (Pfeil) folgend noch weitere, dem Fachmann bekannte Entwässerungselemente angeordnet,
wie beispielsweise ein dargestellter Flachsauger 22, in Fachkreisen auch HiVac-Sauger
genannt, oder eine angedeutete Siebsaugwalze 23. Anstelle der angedeuteten Siebsaugwalze
23 kann auch eine zweite Formierwalze vorgesehen sein. Überdies können im Bereich
der Doppelsiebzone 12 auch noch weitere Hilfseinrichtungen, wie beispielsweise eine
Spritzeinrichtung 24 oder eine Leiteinrichtung 25 für anfallendes Siebwasser angeordnet
sein.
[0033] Der in der Figur 1 dargestellte Doppelsiebformer 1 eignet sich in besonderer Weise
auch für eine Verwendung in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus
wenigstens einer Faserstoffsuspension.
[0034] Die Figur 2 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Formationsleiste 19 zur nachgiebigen
Stützung eines gestrichelt dargestellten Siebs 4 im Bereich einer Doppelsiebzone 12
eines Doppelsiebformers 1 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn, in ihrer Betriebsposition. In der Betriebsposition
wird die Leiste 19 in einem Bereich von 0,5 bis 5 mm, vorzugsweise von 1 bis 3 mm,
in das Sieb 4 hineingedrückt. Die Leiste 19 kann in Abhängigkeit vom Verlauf des Siebs
4 unter einem Winkel γ von +/- 90° zur Vertikalen V ausgerichtet sein.
[0035] Die Leiste 19 besteht aus einer beweglichen Kopfleiste 26, die sich quer zur Sieblaufrichtung
S (Pfeil) erstreckt und über die zumindest bereichsweise das Sieb 4 während des Betriebs
der Maschine gleitet. Die Kopfleiste 26 besteht im Hinblick auf eine Verschleißminimierung
am Sieb 4 aus einem Keramikwerkstoff.
[0036] Weiterhin besteht die Leiste 19 aus einer beweglichen Tragleiste 27, die starr mit
der beweglichen Kopfleiste 26 verbunden ist und die sich ebenfalls quer zur Sieblaufrichtung
S (Pfeil) erstreckt und zudem in einer feststehenden Struktur 28 geführt ist. Ferner
umfasst die Leiste 19 eine feststehende Führungsleiste 29, die starr in der feststehenden
Struktur 28 angeordnet ist und die sich wiederum quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil)
erstreckt. Die starre Anordnung der Führungsleiste 29 in der feststehenden Struktur
28 kann beispielsweise mittels beidseitig angeordneter Nutverbindungen 30.1, 30.2
erfolgen, so dass die Führungsleiste 29 quer zur Sieblaufrichtung S (Pfeil) aus der
Maschine herausnehmbar ist.
[0037] Zwischen der beweglichen Tragleiste 27 und der feststehenden Führungsleiste 29 ist
eine nachgiebige Anpresseinrichtung 31 angeordnet. Diese dient dazu, die bewegliche
Tragleiste 27 zusammen mit der beweglichen Kopfleiste 26 zwischen einer nicht dargestellten
Ruheposition und der dargestellten Betriebsposition, in welcher die bewegliche Kopfleiste
26 mit einer wählbaren Kraft F (Pfeil) an das Sieb 4 angedrückt ist, zu verschieben.
Die Anpresseinrichtung 31 ist beispielsweise als ein Anpressschlauch 32 ausgebildet,
der während der Betriebsphase von einer nicht dargestellten, dem Fachmann jedoch bekannten
Druckquelle, beispielsweise in Ausgestaltung einer vorzugsweise steuer-/regelbaren
Druckpumpe, mit einem Betriebsdruck p (Pfeil) beaufschlagt ist. Der Anpressschlauch
32 erstreckt sich vorzugsweise entlang der feststehenden Führungsleiste 29 und ist
zumindest bereichsweise hinsichtlich seines Umfangs U.32, insbesondere zumindest oberseitig,
in einer an der feststehenden Führungsleiste 29 unterseitig angebrachten Vertiefung
33, insbesondere einer Nut 33.1, geführt. Die feststehende Führungsleiste 29 dient
somit auch als Trägersystem für die Anpresseinrichtung 31, insbesondere für den Anpressschlauch
32.
[0038] Ferner umfasst die Leiste 19 eine nachgiebige Rückholeinrichtung 34 zur Bringung
der beweglichen Tragleiste 27 zusammen mit der beweglichen Kopfleiste 26 aus der dargestellten
Betriebsposition in die nicht dargestellte Ruheposition und zur Haltung der beiden
Leisten 26, 27 in der Ruheposition.
[0039] Die nachgiebige Rückholeinrichtung 34 weist über die Länge der beweglichen Tragleiste
27 hinweg verteilt mehrere bewegliche Rückholbügel 35 auf, die am einen Ende 35.1
mit der beweglichen Tragleiste 27 zumindest zeitweise in Eingriff bringbar sind und
die am anderen Ende 35.2 von wenigstens einem jeweils zwischen der feststehenden Führungsleiste
29 und dem beweglichen Rückholbügel 35 angeordneten Rückholelement 36 zumindest zeitweise
beaufschlagbar sind. Die zeitweise "In-Eingriff-Bringung" und die zeitweise "Beaufschlagung"
erfolgt während der Bringung der beiden Leisten 26, 27 aus der dargestellten Betriebsposition
in die nicht dargestellte Ruheposition und während der Ruheposition.
[0040] Im Hinblick auf weitere konstruktive und funktionale Merkmale der in schematischer
Seitenansicht dargestellten Formationsleiste 19 zur nachgiebigen Stützung eines gestrichelt
dargestellten Siebs 4 im Bereich einer Doppelsiebzone 12 eines Doppelsiebformers 1
wird auf die
PCT-Anmeldung WO 2007/065833 A1 verwiesen.
[0041] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein Doppelsiebformer der
eingangs genannten Art geschaffen wird, der eine optimale Steuerung der beiden Randschichten,
insbesondere im Hinblick auf die Fein- und Füllstoffverteilung in z-Richtung, in der
herzustellenden Faserstoffbahn ermöglicht und somit die Nachteile der bekannten Blattbildungssysteme
weitestgehend, vorzugsweise sogar vollständig vermeidet. Im Rahmen der optimalen Steuerung
können insbesondere weitere Parameter, wie beispielsweise die Eigenschaften des verwendeten
Rohstoffs, die Siebgeschwindigkeit und das Flächengewicht der herzustellenden Faserstoffbahn,
im Rahmen der geometrischen Möglichkeiten berücksichtigt werden.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Doppelsiebformer
- 2
- Faserstoffbahn
- 3
- Faserstoffsuspension
- 4
- Erstes Sieb
- 5
- Zweites Sieb
- 6
- Formierwalze
- 7
- Umfangsbereich
- 8
- Brustwalze
- 9
- Umfangsbereich
- 10
- Stoffeinlaufspalt
- 11
- Stoffauflauf
- 12
- Doppelsiebzone
- 13
- Initialer Entwässerungsbereich
- 14
- Formiersauger
- 15
- Formierfläche
- 16
- Leiste
- 16.1
- Erste Leiste
- 17
- Formierzone
- 17.2
- Formierzone
- 18
- Auflaufkante
- 19
- Formationsleiste
- 19.2
- Formationsleiste
- 19.3
- Formationsleiste
- 20
- Nachgiebiges Element
- 21
- Formierzone
- 22
- Flachsauger
- 23
- Siebsaugwalze
- 24
- Spritzeinrichtung
- 25
- Leiteinrichtung
- 26
- Kopfleiste
- 27
- Tragleiste
- 28
- Struktur
- 29
- Führungsleiste
- 30.1
- Nutverbindung
- 30.2
- Nutverbindung
- 31
- Anpresseinrichtung
- 32
- Anpressschlauch
- 33
- Vertiefung
- 33.1
- Nut
- 34
- Rückholeinrichtung
- 35
- Rückholbügel
- 35.1
- Ende
- 35.2
- Ende
- 36
- Rückholelement
- A
- Abstand
- B
- Abstand
- B.16
- Leistenbreite
- C
- Bereich
- D.6
- Formierwalzendurchmesser
- F
- Kraft. (Pfeil)
- K
- Kraft (Pfeil)
- L.13
- Initiale Entwässerungslänge
- P
- Siebspannung
- p
- Betriebsdruck (Pfeil)
- p.17
- Unterdruck
- p.17.2
- Unterdruck
- p.21
- Besaugung
- S
- Sieblaufrichtung (Pfeil)
- U.32
- Umfang
- V
- Vertikale
- α
- Formierwinkel
- γ
- Winkel
1. Doppelsiebformer (1) für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (2) aus
wenigstens einer Faserstoffsuspension (3), mit zwei umlaufenden endlosen Sieben (4,
5), von denen das erste Sieb (4) über einen Umfangsbereich (7) einer Formierwalze
(6) läuft und das zweite Sieb (5) über einen Umfangsbereich (9) einer Brustwalze (8)
läuft und danach im Bereich der Formierwalze (6) auf das erste Sieb (4) unter Bildung
eines keilförmigen Stoffeinlaufspalts (10), der unmittelbar von einem Stoffauflauf
(11) die wenigstens eine Faserstoffsuspension (3) aufnimmt, aufläuft und die beiden
Siebe (4, 5) mit der wenigstens einen zwischen ihnen befindlichen Faserstoffsuspension
(3) anschließend zumindest streckenweise eine Doppelsiebzone (12) bilden und dabei
anfänglich im Bereich der Formierwalze (6) einen auf der Formierwalze (6) gebildeten
initialen Entwässerungsbereich (13) mit einer initialen Entwässerungslänge (L.13)
durchlaufen, wobei im Bereich der Doppelsiebzone (12) und gegenseitig der Formierwalze
(6) ein Formiersauger (14) mit einer vorzugsweise gekrümmten Formierfläche (15) angeordnet
ist, die aus mehreren zueinander beabstandeten und starr angeordneten Leisten (16,
16.1) besteht, über welche die beiden Siebe (4, 5) mit der wenigstens einen zwischen
ihnen befindlichen Faserstoffsuspension (3) geführt sind, und die in Sieblaufrichtung
(S) wenigstens eine mit einem vorzugsweise steuer-/regelbaren Unterdruck (p.17) beaufschlagbare
Formierzone (17, 17.2) ausbildet, wobei in der mindestens einen Formierzone (17),
gegenüberliegend dem Formiersauger (14) und in einem Abstand (A) zu der Auflaufkante
(18) der ersten starr angeordneten Leiste (16.1) wenigstens eine zwischen zwei benachbarten
Leisten (16) des Formiersaugers (14) angeordnete Formationsleiste (19) vorgesehen
ist, die mittels nachgiebiger Elemente abgestützt ist und die mit einer wählbaren
Kraft (K) gegen das sie berührende erste Sieb (4) angedrückt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis zwischen der auf der Formierwalze (6) ausgebildeten initialen Entwässerungslänge
(L.13) des initialen Entwässerungsbereichs (13) und dem Abstand (A) der ersten Formationsleiste
(19) von der Auflaufkante (18) der ersten starr angeordneten Leiste (16.1) des Formiersaugers
(14) einen Wert im Bereich von 1,2 bis 2,4, vorzugsweise von 1,4 bis 2,2, insbesondere
von 1,7 bis 2,0, annimmt.
2. Doppelsiebformer (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich des auf der Formierwalze (6) gebildeten initialen Entwässerungsbereichs
(13) eine Formierzone (21) mit einem Formierwinkel (α) ≤ 30,0°, vorzugsweise ≤ 27,0°,
insbesondere ≤ 24,0°, und einer vorzugsweise steuer-/regelbaren Besaugung (p.21) ausgebildet
ist.
3. Doppelsiebformer (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Formierwalze (6) einen Formierwalzendurchmesser (D.6) im Bereich von 1.400 bis
2.000 mm, vorzugsweise von 1.475 bis 1.950 mm, insbesondere von 1.525 bis 1.800 mm,
aufweist.
4. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (A) der ersten Formationsleiste (19) von der Auflaufkante (18) der ersten
starr angeordneten Leiste (16.1) des Formiersaugers (14) ≤ 400 mm, vorzugsweise ≤
350 mm, insbesondere ≤ 300 mm, ist.
5. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (A) der wenigstens einen Formationsleiste (19) von der Auflaufkante (18)
der ersten starr angeordneten Leiste (16.1) des Formiersaugers (14) einstellbar ist.
6. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei Formationsleisten (19, 19.2, 19.3)
gegenüberliegend dem Formiersauger (14) angeordnet sind, wobei zumindest eine Formationsleiste
(19) gegenüberliegend einer ersten Formierzone (17) des Formiersaugers (14) und zumindest
eine weitere Formationsleiste (19.2, 19.3) vorzugsweise gegenüberliegend einer zweiten
Formierzone (17.2) des Formiersaugers (14) angeordnet ist.
7. Doppelsiebformer (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei Formationsleisten (19, 19.2, 19.3)
einen gegenseitigen Abstand (B) im Bereich von 50 bis 300 mm, vorzugsweise von 80
bis 250 mm, insbesondere von 100 bis 200 mm, aufweisen.
8. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Bereich (C) von der Auflaufkante (18) der ersten starr angeordneten Leiste
(16.1) des Formiersaugers (14) zu der ersten Formationsleiste (19) ≤ 8 starr angeordnete
Leisten (16) des Formiersaugers (14), vorzugsweise ≤ 6 starr angeordnete Leisten (16)
des Formiersaugers (14), insbesondere ≤ 5 starr angeordnete Leisten (16) des Formiersaugers
(14), angeordnet sind.
9. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leisten (16, 16.1) des Formiersaugers (14) eine jeweilige Leistenbreite (B.16)
im Bereich von 5 bis 90 mm, vorzugsweise von 8 bis 60 mm, insbesondere von 10 bis
40 mm, aufweisen.
10. Doppelsiebformer (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Leiste (16.1) des Formiersaugers (14) eine größere Leistenbreite (B.16)
als die ihr in Sieblaufrichtung (S) nachfolgenden Leisten (16) aufweist.
11. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Formationsleiste (19) zur nachgiebigen Stützung des ersten Siebs
(4) im Bereich der Doppelsiebzone (12) eine bewegliche Kopfleiste (26), die sich quer
zur Sieblaufrichtung (S) erstreckt und über die zumindest bereichsweise das Sieb (4)
während des Betriebs der Maschine gleitet, eine bewegliche Tragleiste (27), die starr
mit der beweglichen Kopfleiste (26) verbunden ist und die sich ebenfalls quer zur
Sieblaufrichtung (S) erstreckt und in einer feststehenden Struktur (28) geführt ist,
eine feststehende Führungsleiste (29), die starr in der feststehenden Struktur (28)
angeordnet ist und die sich wiederum quer zur Sieblaufrichtung (S) erstreckt, eine
nachgiebige Anpresseinrichtung (31), die zwischen der beweglichen Tragleiste (27)
und der feststehenden Führungsleiste (29) angeordnet ist, um die bewegliche Tragleiste
(27) zusammen mit der beweglichen Kopfleiste (26) zwischen einer Ruheposition und
einer Betriebsposition, in welche die bewegliche Kopfleiste (26) mit einer wählbaren
Kraft (F) an das Sieb (4) andrückbar ist, zu verschieben, und eine nachgiebige Rückholeinrichtung
(34) zur Bringung der beweglichen Tragleiste (27) zusammen mit der beweglichen Kopfleiste
(26) aus der Betriebsposition in die Ruheposition und zur Haltung der beiden Leisten
(26, 27) in der Ruheposition umfasst, wobei die nachgiebige Rückholeinrichtung (34)
über die Länge der beweglichen Tragleiste (27) hinweg verteilt mehrere bewegliche
Rückholbügel (35) aufweist, die am einen Ende (35.1) mit der beweglichen Tragleiste
(27) zumindest zeitweise in Eingriff bringbar sind und die am anderen Ende (35.2)
von wenigstens einem jeweils zwischen der feststehenden Führungsleiste (29) und dem
beweglichen Rückholbügel (35) angeordneten Rückholelement (36) zumindest zeitweise
beaufschlagbar sind.
12. Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Sieb (4, 5), vorzugsweise das erste Sieb (4), eine Siebspannung (P)
im Bereich von 5 bis 20 N/m, vorzugsweise von 8 bis 14 N/m, aufweist.
13. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (2) aus wenigstens einer Faserstoffsuspension
(3),
dadurch gekennzeichnet,
dass sie einen Doppelsiebformer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
1. Twin-wire former (1) for a machine for producing a fibrous web (2) from at least one
fibrous material suspension (3), having two circulating endless wires (4, 5), of which
the first wire (4) runs over a circumferential region (7) of a forming roll (6) and
the second wire (5) runs over a circumferential region (9) of a breast roll (8) and,
after that, in the region of the forming roll (6), runs onto the first wire (4), forming
a wedge-shaped stock inlet gap (10), which picks up the at least one fibrous material
suspension (3) directly from a headbox (11), and the two wires (4, 5) with the at
least one fibrous material suspension (3) located between them then form a twin-wire
zone (12), at least in some places, and in the process, initially in the region of
the forming roll (6), run through an initial dewatering region (13) formed on the
forming roll (6) and having an initial dewatering length (L.13), there being arranged
in the region of the twin-wire zone (12) and on the opposite side to the forming roll
(6) a forming suction box (14) having a preferably curved forming surface (15), which
comprises a plurality of mutually spaced and rigidly arranged blades (16, 16.1), over
which the two wires (4, 5) with the at least one fibrous material suspension (3) located
between them are guided, and which in the wire running direction (S) forms at least
one forming zone (17, 17.2) to which a vacuum (p.17) that can preferably be controlled/regulated
can be applied, there being provided in the at least one forming zone (17), opposite
the forming suction box (14) and at a distance (A) from the run-on edge (18) of the
first rigidly arranged blade (16.1), at least one formation blade (19) arranged between
two adjacent blades (16) of the forming suction box (14), which formation blade is
supported by means of flexible elements and pressed with a selectable force (K) against
the first wire (4) touching it,
characterized in that
the ratio between the initial dewatering length (L.13), formed on the forming roll
(6), of the initial dewatering region (13) and the distance (A) of the first formation
blade (19) from the run-on edge (18) of the first rigidly arranged blade (16.1) of
the forming suction box (14) assumes a value in the range from 1.2 to 2.4, preferably
from 1.4 to 2.2, in particular from 1.7 to 2.0.
2. Twin-wire former (1) according to Claim 1,
characterized in that
in the region of the initial dewatering region (13) formed on the forming roll (6)
there is formed a forming zone (21) having a forming angle (α) ≤ 30.0°, preferably
≤ 27.0°, in particular ≤ 24.0°, and a suction (p.21) that can preferably be controlled/regulated.
3. Twin-wire former (1) according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the forming roll (6) has a forming roll diameter (D.6) in the range from 1400 to 2000
mm, preferably from 1475 to 1950 mm, in particular from 1525 to 1800 mm.
4. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the distance (A) of the first formation blade (19) from the run-on edge (18) of the
first rigidly arranged blade (16.1) of the forming suction box (14) is ≤ 400 mm, preferably
≤ 350 mm, in particular ≤ 300 mm.
5. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the distance (A) of the at least one formation blade (19) from the run-on edge (18)
of the first rigidly arranged blade (16.1) of the forming suction box (14) is adjustable.
6. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
at least two, preferably at least three, formation blades (19, 19.2, 19.3) are arranged
opposite the forming suction box (14), at least one formation blade (19) being arranged
opposite a first forming zone (17) of the forming suction box (14), and at least one
further formation blade (19.2, 19.3) preferably being arranged opposite a second forming
zone (17.2) of the forming suction box (14).
7. Twin-wire former (1) according to Claim 6,
characterized in that
the at least two, preferably at least three, formation blades (19, 19.2, 19.3) have
a mutual spacing (B) in the range from 50 to 300 mm, preferably from 80 to 250 mm,
in particular from 100 to 200 mm.
8. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
in the region (C) from the run-on edge (18) of the first rigidly arranged blade (16.1)
of the forming suction box (14) to the first formation blade (19) there are arranged
≤ 8 rigidly arranged blades (16) of the forming suction box (14), preferably ≤ 6 rigidly
arranged blades (16) of the forming suction box (14), in particular ≤ 5 rigidly arranged
blades (16) of the forming suction box (14).
9. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the blades (16, 16.1) of the forming suction box (14) have a respective blade width
(B.16) in the range from 5 to 90 mm, preferably from 8 to 60 mm, in particular from
10 to 40 mm.
10. Twin-wire former (1) according to Claim 9,
characterized in that
the first blade (16.1) of the forming suction box (14) has a greater blade width (B.16)
than the blades (16) following it in the wire running direction (S).
11. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the at least one formation blade (19) for the flexible support of the first wire (4)
in the region of the twin-wire zone (12) comprises a movable top blade (26), which
extends transversely with respect to the wire running direction (S) and over which,
at least in some regions, the wire (4) slides during the operation of the machine,
a movable supporting blade (27), which is rigidly connected to the movable top blade
(26) and which likewise extends transversely with respect to the wire running direction
(S) and is guided in a stationary structure (28), a stationary guide bar (29), which
is rigidly arranged in the stationary structure (28) and which in turn extends transversely
with respect to the wire running direction (S), a flexible pressing device (31), which
is arranged between the movable supporting blade (27) and the stationary guide bar
(29) in order to displace the movable supporting blade (27) together with the movable
top blade (26) between a rest position and an operating position, in which the movable
top blade (26) can be pressed onto the wire (4) with a selectable force (F), and a
flexible return device (34) for moving the movable supporting blade (27) together
with the movable top blade (26) out of the operating position into the rest position
and for keeping the two blades (26, 27) in the rest position, the flexible return
device (34) having a plurality of movable return bows (35) which are distributed over
the length of the movable supporting blade (27), can be brought at least temporarily
into engagement with the movable supporting blade (27) at one end (35.1) and which,
at the other end (35.2), can be at least temporarily acted upon by at least one return
element (36) arranged in each case between the stationary guide bar (29) and the movable
return bow (35).
12. Twin-wire former (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
at least one wire (4, 5), preferably the first wire (4), has a wire tension (P) in
the range from 5 to 20 N/m, preferably from 8 to 14 N/m.
13. Machine for producing a fibrous web (2) from at least one fibrous material suspension
(3),
characterized in that
it comprises a twin-wire former (1) according to one of the preceding claims.
1. Formeur à double toile (1) pour une machine de fabrication d'une nappe fibreuse (2)
constituée d'au moins une suspension fibreuse (3), comprenant deux toiles sans fin
périphériques (4, 5), dont la première toile (4) passe sur une première région périphérique
(7) d'un rouleau de formage (6) et la deuxième toile (5) passe sur une région périphérique
(9) d'un rouleau de tête (8) puis dans la région du rouleau de formage (6) sur la
première toile (4) en formant une fente d'entrée de matière (10) en forme de coin,
qui se termine à proximité immédiate d'une caisse de tête (11) qui reçoit au moins
une suspension fibreuse (3), et les deux toiles (4, 5) avec l'au moins une suspension
fibreuse (3) se trouvant entre elles formant ensuite au moins en partie une zone à
double toile (12) et traversant en l'occurrence initialement dans la région du rouleau
de formage (6) une région d'égouttage initiale (13) formée sur le rouleau de formage
(6) avec une longueur d'égouttage initiale (L.13), un dispositif d'aspiration de formage
(14) avec une surface de formage de préférence courbe (15) étant disposé dans la région
de la zone à double toile (12) et en face du rouleau de formage (6), la surface de
formage (15) se composant de plusieurs nervures espacées les unes par rapport aux
autres et disposées rigidement (16, 16.1), sur lesquelles sont guidées les deux toiles
(4, 5) avec l'au moins une suspension fibreuse (3) se trouvant entre elles, et constituant
au moins une zone de formage (17, 17.2) pouvant être sollicitée dans la direction
d'avance de toile (S) avec une dépression (p.17) de préférence commandable/ réglable,
au moins une nervure de formage (19) disposée entre deux nervures (16) adjacentes
du dispositif d'aspiration de formage (14) étant prévue dans l'au moins une zone de
formage (17), en face du dispositif d'aspiration de formage (14) et à une distance
(A) de l'arête de tête (18) de la première nervure (16.1) disposée rigidement, laquelle
nervure de formage (19) étant supportée au moyen d'éléments flexibles et étant pressée
avec une force sélectionnable (K) contre la première toile (4) en contact avec elle,
caractérisé en ce que
le rapport entre la longueur d'égouttage (L.13) initiale réalisée sur le rouleau de
formage (6) de la région d'égouttage initiale (13) et la distance (A) de la première
nervure de formage (19) à l'arête de tête (18) de la première nervure disposée rigidement
(16.1) du dispositif d'aspiration de formage (14) a une valeur de l'ordre de 1,2 à
2,4, de préférence de 1,4 à 2,2, notamment de 1,7 à 2,0.
2. Formeur à double toile (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
dans la région de la région d'égouttage initiale (13) formée sur le rouleau de formage
(6) est réalisée une zone de formage (21) avec un angle de formage (α) ≤ 30,0°, de
préférence ≤ 27,0°, notamment ≤ 24,0° et avec u n e aspiration (p.21) de préférence
commandable/réglable.
3. Formeur à double toile (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le rouleau de formage (6) présente un diamètre de rouleau de formage (D.6) de l'ordre
de 1.400 à 2.000 mm, de préférence de 1.475 à 1.950 mm, notamment de 1.525 à 1.800
mm.
4. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la distance (A) de la première nervure de formage (19) à l'arête de tête (18) de la
première nervure (16.1) disposée rigidement du dispositif d'aspiration de formage
(14) est ≤ 400 mm, de préférence ≤ 350 mm, notamment ≤ 300 mm.
5. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la distance (A) de l'au moins une nervure de formage (19) à l'arête de tête (18) de
la première nervure disposée rigidement (16.1) du dispositif d'aspiration de formage
(14) peut être ajustée.
6. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins deux, de préférence au moins trois nervures de formage (19, 19.2, 19.3) sont
disposées en face du dispositif d'aspiration de formage (14), au moins une nervure
de formage (19) étant disposée en face d'une première zone de formage (17) du dispositif
d'aspiration de formage (14) et au moins une autre nervure de formage (19.2, 19.3)
étant disposée de préférence en face d'une deuxième zone de formage (17.2) du dispositif
d'aspiration de formage (14).
7. Formeur à double toile (1) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les au moins deux, et de préférence au moins trois nervures de formage (19, 19.2,
19.3) présentent une distance mutuelle (B) de l'ordre de 50 à 300 mm, de préférence
de 80 à 250 mm, notamment de 100 à 200 mm.
8. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans la région (C) de l'arête de tête (18) de la première nervure (16.1) disposée
rigidement du dispositif d'aspiration de formage (14) vers la première nervure de
formage (19), est disposé un nombre de ≤ 8 nervures disposées rigidement (16) du dispositif
d'aspiration de formage (14), de préférence de ≤ 6 nervures disposées rigidement (16)
du dispositif d'aspiration de formage (14), notamment de ≤ 5 nervures disposées rigidement
(16) du dispositif d'aspiration de formage (14).
9. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les nervures (16, 16.1) du dispositif d'aspiration de formage (14) présentent une
largeur de nervure respective (B.16) de l'ordre de 5 à 90 mm, de préférence de 8 à
60 mm, notamment de 10 à 40 mm.
10. Formeur à double toile (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la première nervure (16.1) du dispositif d'aspiration de formage (14) présente une
plus grande largeur de nervure (B.16) que les nervures (16) la suivant dans la direction
d'avance de la toile (S).
11. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins une nervure de formage (19) pour le support flexible de la première toile
(4) dans la région de la zone à double toile (12) comprend une nervure de tête mobile
(26), qui s'étend transversalement à la direction d'avance de la toile (S) et sur
laquelle glisse au moins en partie la toile (4) pendant le fonctionnement de la machine,
une nervure de support mobile (27), qui est connectée rigidement à la nervure de tête
mobile (26) et qui s'étend également transversalement à la direction d'avance de la
toile (S) et qui est guidée dans une structure fixe (28), une nervure de guidage fixe
(29) qui est disposée rigidement dans la structure fixe (28) et qui s'étend à son
tour transversalement à la direction d'avance de la toile (S), un dispositif de pressage
flexible (31) qui est disposé entre la nervure de support mobile (27) et la nervure
de guidage fixe (29), afin de déplacer la nervure de support mobile (27) conjointement
avec la nervure de tête mobile (26) entre une position de repos et une position de
fonctionnement, dans laquelle la nervure de tête mobile (26) peut être pressée avec
une force sélectionnable (F) contre la toile (4), et un dispositif de retenue flexible
(34) pour ramener la nervure de support mobile (27) conjointement avec la nervure
de tête flexible (26) de la position de fonctionnement dans la position de repos et
pour retenir les deux nervures (26, 27) dans la position de repos, le dispositif de
retenue flexible (34) présentant plusieurs étriers de retenue (35) mobiles répartis
sur toute la longueur de la nervure de support mobile (27), qui peuvent être amenés
au moins en partie en prise à une extrémité (35.1) avec la nervure de support mobile
(27), et qui peuvent être sollicités au moins temporairement à l'autre extrémité (35.2)
d'au moins un élément de retenue (36) disposé entre la nervure de guidage fixe (29)
et l'étrier de retenue mobile (35).
12. Formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins une toile (4, 5), de préférence la première toile (4), présente une tension
de toile (P) de l'ordre de 5 à 20 N/m, de préférence de 8 à 14 N/m.
13. Machine de fabrication d'une nappe fibreuse (2) à partir d'au moins une suspension
fibreuse (3),
caractérisée en ce
qu'elle comprend un formeur à double toile (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente