[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fuge, insbesondere eine Bewegungsfuge, der im
Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Eine derartige Fuge ist aus der
EP 1 589 157 bekannt. Die bekannte Fuge enthält eine Dichteinrichtung für die Fuge, die ein Abdeckblech
umfasst, das die Fuge an einer Seite überdeckt und mit einer Bewegungsreserve versehen
ist, um Relativbewegungen der beiden an die Fuge angrenzenden Bauteile zu gestatten.
Die Dichteinrichtung enthält weiterhin wenigstens eine Lage eines bahn- oder mattenförmigen
Brandschutzmaterials, mit dem das Abdeckblech im Fugenhohlraum hinterlegt ist. Das
bahn- oder mattenförmige Brandschutzmaterial ist mit blähfähigem Material beschichtet.
Obwohl sich die bekannte Fuge hinsichtlich ihrer brandschutztechnischen Eigenschaften
sehr gut bewährt hat, ist ihr Einbau im Hinblick auf die erforderliche Montagezeit
noch zu verbessern.
[0003] Aus der
EP 811 098 B1 ist eine Fuge bekannt, deren Dichteinrichtung mattenförmiges, aufblähbares Brandschutzmaterial
der bekannten Art enthält, das ein- oder mehrlagig in die Fuge eingelegt und mit den
gegenüberliegenden Begrenzungsflächen der Bauteile verklebt ist. Das Brandschutzmaterial
deckt die Fuge beidseitig ab und bildet die Außenoberfläche der Fuge. Das Brandschutzmaterial
wird so verlegt, dass es mit seinem Eigengewicht durchhängt, so dass eine gewisse
Bewegungsreserve für eine Bewegung der Bauteile geschaffen wird. Als Klebevermittler
zum Verbessern der Klebehaftung kann das Brandschutzmaterial mit einem wärmebeständigen
Material, wie beispielsweise einer Metallfolie kaschiert werden. Die Metallfolie liegt
naturgemäß an der verklebten Seite, d.h. an wenigstens einer nach außen weisenden
Seite der Fuge. Metall ist jedoch wärmeleitend. Im Falle eines Brandes wird somit
die Wärme direkt an die Klebeverbindung geleitet. Darüber hinaus wird die beim Brand
entstehende Wärme sogar zur Rückseite der Bauteile geleitet, wenn das metallfolienkaschierte
Brandschutzmaterial in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreis die gesamte Fuge
ausfüllt. Um dies zu verhindern, wird die Folie an einer Seite mit einem Schlitz versehen,
der die Wärmeleitung unterbrechen soll. Dieser Schlitz bietet dann jedoch auch einen
direkten Zugang zum Inneren der Fuge.
[0004] Weiterhin ist die bekannte Dichteinrichtung so ausgebildet, dass sie die gesamte
Fuge ausfüllen muss. Dies ist besonders dort nachteilig, wo bereits existierende Fugen
brandschutztechnisch nachgerüstet werden müssen. Die bekannten Dichtvorrichtungen
erfordern es, dass zu diesem Zweck die gesamte ursprüngliche Fugenverfüllung ausgekratzt
und durch die bekannte Dichteinrichtung wieder verfüllt wird. Dies ist äußerst aufwendig.
[0005] Eine weitere Fuge mit einer Dichteinrichtung aus Brandschutzmaterial ist aus der
EP 730 695 B1 bekannt. Die Dichteinrichtung dieser Fuge besteht aus einer leicht zusammendrückbaren
Röhre, die aus einer Zusammensetzung besteht, die hauptsächlich aus einer Mischung
aus einem elastomeren Material und einem blähfähigen Material besteht. Auch hier ist
es erforderlich, dass die gesamte Fuge leer geräumt werden muss, wenn die Fuge brandschutztechnisch
nachgerüstet werden muss.
[0006] Aus dem Brandschutz an Stahlkonstruktionen z.B. ist es bekannt, dass die zu schützende
Struktur direkt beschichtet wird. Hierfür gibt es seit langen die unterschiedlichsten
Produkte. Dabei werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche Reaktionsmechanismen
eingesetzt, entweder eine dämmschichtbildende oder eine ablative Reaktion.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fuge und eine Dichteinrichtung dafür
bereitzustellen, die brandschutztechnisch äußerst wirksam und einfach einbaubar ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Fuge nach Anspruch 1 gelöst.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Abdeckblechs mit Bewegungsreserve, das
mit Brandschutzmaterial beschichtet ist, wird auf konstruktiv einfache Weise einerseits
das Problem der Befestigung des Brandschutzmaterials in der Fuge gelöst, ohne auf
einen Klebstoffauftrag über die gesamte Dicke der Bauteile zurückgreifen zu müssen,
und andererseits eine sehr wirksame Brandschutzsicherung geschaffen, bei der nicht
die Gefahr besteht, dass durch die Materialien der Dichteinrichtung selbst Hitze auf
die gegenüberliegende Seite der Bauteile übertragen wird. Die Dichteinrichtung kann
relativ dünnwandig ausgebildet sein, so dass sie in einer Fuge nur einen geringen
Platzbedarf aufweist, und bietet weiterhin durch das Abdeckblech einen massiven Schutz
gegen Beschädigung im normalen Gebrauch, d.h. nicht im Brandfalle, ohne dass dieser
massive Schutz im Brandfalle zur Zerstörung oder Beschädigung der Dichteinrichtung
führen könnte, da das Abdeckblech eine Bewegungsreserve aufweist. Als Brandschutzmaterial
kommen wahlweise Dämmschichtbildner oder Ablationsbeschichtungen in Frage.
[0010] Bei der Dämmschichtbildung erfolgt bei einer Temperatur um 200 °C die Reaktion dahingehend,
dass das Material das Volumen vergrößert, es bildet sich eine Dämmschicht. Die Dicke
der sich bildenden Dämmschicht ist von Material zu Material unterschiedlich.
[0011] Bei der ablativen Reaktion erfolgt der Temperaturabbau durch eine chemische Reaktion,
die zu einem Verspröden bzw. Verfestigen (keramisieren) des Materials führt und hierfür
die Zuführung von Wärme, eben das Feuer, benötigt.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Das Abdeckblech kann ohne Beeinträchtigung der Funktion über die Fuge hinausreichen
und an den Bauteilen außerhalb der Fuge befestigt werden. Auf diese Weise wird der
Platzbedarf im Inneren der Fuge weiter verringert.
[0014] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Abdeckblech mit wenigstens einem
seiner Randbereiche in einem Aufnahmehohlraum eines Befestigungselementes mit Bewegungsreserve
quer zum Fugenhohlraum verschiebbar eingelegt. Diese konstruktive Ausgestaltung ist
besonders einfach herstellbar und sehr wirksam im Gebrauch.
[0015] Auch die Tatsache, dass mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ein ebener Blechstreifen
als Abdeckblech verwendet werden kann, trägt zur einfachen Herstellung der erfindungsgemäßen
Fuge bei.
[0016] Durch eine vorbestimmte Breite des Abdeckbleches wird sichergestellt, dass sich das
Abdeckblech auch im Extremfall nicht aus der Fuge lösen kann.
[0017] Diese Sicherung des Abdeckbleches in der Fuge wird noch weiter verbessert, wenn die
Bewegung des Abdeckbleches im Aufnahmehohlraum gehemmt wird, was beispielsweise durch
Reibung geschehen kann, da hier die normale Funktion der Dichteinrichtung nicht behindert
wird.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Abdeckblech auch außerhalb der Fuge mit Brandschutzmaterial
beschichtet ist, da sich dadurch der Brandschutz über die Fuge hinaus erstreckt, und
die Abdichtwirkung verbessert.
[0019] Um die Brandschutzwirkung zu verbessern, kann die Brandschutzbeschichtung im Inneren
der Fuge eine höhere Dicke aufweisen als außerhalb der Fuge.
[0020] Bevorzugt wird als Brandschutzbeschichtung handelsübliches Material verwendet.
[0021] Das Brandschutzmaterial kann, wo es erforderlich oder gewünscht ist, mehrschichtig
aufgetragen werden, was insbesondere im Inneren der Fuge notwendig sein kann.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 1A
- das Detail "A" aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung, und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Fuge mit einer Vielzahl weiterer Ausführungsformen der Erfindung.
[0023] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fuge 1, die mit
einer Dichteinrichtung 2 versehen ist. Die Fuge 1 ist als Zwischenraum 3 mit einer
Breite b zwischen einander zugewandten Begrenzungsflächen 4a bzw. 5a zweier Bauteile
4 bzw. 5 ausgebildet. Die Bauteile 4, 5 können aus Schaumbeton, Beton, Mauerwerk oder
dgl. bestehen. Die Fuge 1 ist als Bewegungsfuge ausgebildet, d.h. es ist damit zu
rechnen, dass sich der Abstand b zwischen den beiden Begrenzungsflächen 4a, 5a ändert,
wobei die Dichteinrichtung 2 diese Änderungen ohne Funktionsverlust mitmachen muss.
[0024] Die Dichteinrichtung 2 enthält ein Abdeckblech 6, das bevorzugt aus Metall besteht
und beispielsweise ein verzinktes Blech oder auch ein Edelstahlblech sein kann. Das
Abdeckblech 6 ist bevorzugt ein ebener Blechstreifen, der breiter ist als der Abstand
b zwischen den Begrenzungsflächen 4a, 5a. Das Abdeckblech 6 reicht dadurch über die
quer zu den Begrenzungsflächen 4a bzw. 5a verlaufenden Oberflächen 4b bzw. 5b der
Bauteile 4, 5. Dort ist das Abdeckblech 6 unter Gewährung einer Bewegungsreserve R
befestigt, wobei durch die Bewegungsreserve R eine Relativbewegung zwischen dem Abdeckblech
6 und einem oder beiden Bauteilen 4, 5 gestattet wird, wenn sich der Abstand b, d.h.
die Breite des Fugenhohlraums 3, verändert.
[0025] Das Abdeckblech 6 ist an wenigstens einem, bevorzugt an beiden Bauteilen 4, 5 über
eine die Bewegungsreserve R gestattende Bewegungsverbindung 7 befestigt. Die Bewegungsverbindung
7 enthält im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Winkelleisten 8, 9, die jeweils
einen Schenkel 8a bzw. 9a enthalten, der im Abstand über der Oberfläche 4b bzw. 5b
des anliegenden Bauteils 4, 5 gehalten ist und mit diesen Flächen 4b, 5b einen Aufnahmehohlraum
10 zum Aufnehmen der jeweiligen Randbereiche 6a, 6b des Abdeckbleches 6 bilden. Innerhalb
dieses Aufnahmehohlraumes 10 ist das Abdeckblech 6 jeweils mit Bewegungsreserve R
aufgenommen, so dass es sich, bei einer Relativverschiebung der Bauteile 4, 5 unter
Veränderung des Abstandes b, in einer Richtung quer zum Fugenhohlraum 3 relativ zu
den Bauteilen 4 bzw. 5 bewegen kann und trotzdem seine Abdeckfunktion für den Fugenhohlraum
3 beibehält. Das Abdeckblech 6 weist eine Breite B auf, die größer ist als die Breite
b plus einer einfachen Breite des Aufnahmehohlraums 10, ist jedoch kleiner als die
Breite b plus der doppelten Breite des Aufnahmehohlraums 10.
[0026] Um unbeabsichtigte Bewegungen des Abdeckbleches 6 zu verhindern bzw. zu hemmen, ist
die Bewegungsmöglichkeit des Abdeckbleches 6 im Aufnahmehohlraum 10 bevorzugt gehemmt,
wobei dies zweckmäßigerweise durch Reibung erfolgt, die einfach dosierbar ist, so
dass eine gewollte Verschiebung des Abdeckbleches 6 nicht verhindert wird. Im bevorzugten
Ausführungsbeispiel erfolgt dies durch ein Reibelement 11, das in einfacher Weise
durch eine entsprechende Abwinklung des Schenkels 8a bzw. 9a des Befestigungselementes
8 bzw. 9 verwirklicht werden kann, das den Aufnahmehohlraum 10, zumindest teilweise
über die Länge, bis auf einen Eintrittsspalt in der Höhe der Dicke des Abdeckbleches
6 schließt. Bestehen die Befestigungselemente 8, 9 bzw. die Abdeckschenkel 8a, 9a
aus einem federnd biegbaren Material, wie beispielsweise Blech, oder sind federnd
gelagert, so kann der Aufnahmehohlraum 10 im Bereich der Reibungselemente 11 auch
auf einen Wert verschlossen werden, der unter der Dicke des Abdeckbleches 6 liegt,
so dass das Reibelement 11 alternativ oder gleichzeitig als Klemmelement dient.
[0027] Die Dichteinrichtung 2 enthält weiterhin Brandschutzmaterial. Als Brandschutzmaterial
wird bevorzugt ein blähfähiges Material eingesetzt, das auf das Abdeckblech aufgebracht
wurde. Das Brandschutzmaterial enthält bevorzugt einen Dämmschichtbildner, bevorzugt
ein handelsüblicher Anstrichstoff auf der Basis von Blähgraphit. Der Dämmschichtbildner
sollte so ausgewählt werden, dass er bei ca. 200°C aufschäumt und einen Aufschäum-
oder Blähfaktor zwischen etwa 200 bis etwa 250 aufweist, d.h. seine Schichtdicke um
das 200- bis 250-fache vergrößert. Die Auftragsdicke des Dämmschichtbildners auf dem
Träger sollte bei etwa 1500 g/m
2 (Nassauftrag) der Trägerfläche liegen. Die Auftragsmenge ist von der zu erzielenden
Dicke nach dem Aufschäumen abhängig, die wiederum abhängig ist von den brandschutztechnischen
Vorgaben und den verwendeten Materialien. Eine Aufschäumdicke von etwa 10 cm ist anzustreben.
Dabei können unterschiedliche Schichtdicken des Brandschutzmaterials inner- und außerhalb
des Aufnahmehohlraums verwirklicht werden, z. B. kann die Schichtdicke im Bereich
des Aufnahmehohlraums verringert werden.
[0028] Als Brandschutzmaterial kann auch ein ablativ wirkendes Material in herkömmlicher
Zusammensetzung und Verarbeitung, z. B. als Anstrich, eingesetzt werden.
[0029] Die Dichteinrichtung 2 enthält eine erste Schicht 12 dieser Brandschutzbeschichtungen,
die sich an der Innenseite über die gesamte Breite B des Abdeckblechs 6 erstreckt.
Das Abdeckblech kann jedoch auch eine zweite Schicht 13 dieser Brandschutzbeschichtung
enthalten, die sich an der Außenseite, d.h. dem Fugenhohlraum 3 abgewandten Seite
über das Abdeckblech 6 erstreckt.
[0030] Wie Fig. 2 zeigt, können die Befestigungselemente 8 bzw. 9 durch mechanische Befestiger
14, wie beispielsweise Schrauben, Nieten, Anker, Dübel oder dgl. an den jeweiligen
Bauteilen 4 bzw. 5 derart befestigt werden, dass sich eine zusätzliche Bewegungsreserve
R ergibt. So zeigt Fig. 2 beispielsweise eine erste Aufnahmeöffnung 15a in Form eines
Langlochs, das sich in Richtung D erstreckt. Die Bewegungsreserve R wird demzufolge
durch die Länge des Langlochs 15a abzüglich dem Durchmesser des entsprechenden Befestigers
14 bestimmt. Eine Aufnahmeöffnung 15b in Form eines Langlochs quer zur Bewegungsrichtung
D kann Bewegungen in dieser Richtung aufnehmen. Eine Aufnahmeöffnung 15c in Form einer
kreisrunden Öffnung mit einem wesentlich größeren Durchmesser als die Befestiger 14
bietet eine Bewegungsreserve R in allen denkbaren Richtungen. Schließlich können Aufnahmeöffnungen
15d mit einem Durchmesser vorgesehen sein, der etwa dem Durchmesser der Befestiger
14 entspricht, können jedoch von Wellen oder Riffelungen 16 umgeben sein, die sich
unter Zugbeanspruchung glätten und somit die Bewegungsreserven R bilden. Schließlich
können Aufnahmeöffnungen 15e vorgesehen sein, die in ihrem Durchmesser den Befestiger
14 entsprechen und von einem leicht formbaren Bereich 17 des Befestigungselementes
8, 9, beispielsweise mit verringerter Stärke, umgeben sein, so dass die Bewegungsreserve
R durch die Verformung des Materials des Befestigungselementes 8, 9 selbst bereitgestellt
wird.
[0031] Diese Bewegungsreserve R im Bereich von Befestigern 14 an den jeweiligen Bauteilen
4, 5 gestattet auch die Befestigung des Abdeckbleches 6 direkt an den Bauteilen 4,
5, d. h. ohne Winkelleisten oder dgl., wobei sich die entsprechenden Aufnahmeöffnungen
für die Befestiger 14 durch das Abdeckblech 6 erstrecken und ansonsten wie beschrieben
ausgebildet sind.
[0032] Die erfindungsgemäße Dichteinrichtung kann bei Fugenbreiten b bis zu 200 mm und mehr
eingesetzt werden. Die erforderliche Mindesttiefe der Fuge richtet sich nach den Brandschutzanforderungen,
sollte jedoch mindestens 100 mm betragen.
[0033] In Abwandlung der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele kann beispielsweise
die Winkelleiste und/oder die Bewegungsreserve R nur an einer Seite des Abdeckbleches
6, d.h. nur an einem Bauteil 5 vorgesehen sein. Die andere Seite des Abdeckbleches
könnte somit fest oder mit den in Fig. 2 gezeigten Ausgestaltungen der Befestigung
am Bauteil befestigt werden. Der Fugenhohlraum 3 kann nach Bedarf mit weiterem Dichtmaterial
versehen sein.
1. Fuge, insbesondere Bewegungsfuge, zwischen gegenüberliegenden Begrenzungsflächen (4a,
5a) eines ersten und eines zweiten Bauteils (4, 5), mit einer Dichteinrichtung (2)
zum Abdichten eines Fugenhohlraums (3), wobei die Dichteinrichtung (2) wenigstens
ein Abdeckblech (6) mit einer Bewegungsreserve (R), das an den Bauteilen (4, 5) befestigt
ist und den Fugenhohlraum (3) abdeckt, sowie Brandschutzmaterial enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) mit dem Brandschutzmaterial (12, 13) wenigstens im Fugenhohlraum
(3) beschichtet ist und die Bewegungsreserve (R) im Bereich der Befestigung am Bauteil
(4, 5) vorgesehen ist und eine Relativverschiebung zwischen dem Abdeckblech (6) und
wenigstens einem Bauteil (4, 5) gestattet.
2. Fuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Abdeckblech (6) über den Fugenhohlraum (3) hinauserstreckt und auf sich
quer zu den Begrenzungsflächen (4a, 5a) erstreckenden Flächen der Bauteile (4, 5)
mit Bewegungsreserve (R) befestigt ist.
3. Fuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) mit einem Randbereich (6a, 6b) in einen Aufnahmehohlraum (10)
eines Befestigungselements (8, 9) mit Bewegungsreserve (R) quer zum Fugenhohlraum
(3) verschiebbar eingelegt ist.
4. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) ein ebener Blechstreifen ist.
5. Fuge nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (8, 9) eine Winkelleiste mit einer den Aufnahmehohlraum (10)
begrenzenden, im Abstand oberhalb des Bauteils (4, 5) angeordneten Abdeckung (8a,
9a) enthält.
6. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) beidseitig des Fugenhohlraums (3) jeweils mit Bewegungsreserve
(R) in einem Aufnahmehohlraum (10) untergebracht ist.
7. Fuge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) breiter als die Breite des Fugenhohlraums (3) plus der Breite
eines Aufnahmehohlraums (10) und schmaler als die Breite des Fugenhohlraums (3) plus
der doppelten Breite des Aufnahmehohlraums (10) ist.
8. Fuge nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Abdeckblechs (6) im Aufnahmehohlraum (10), insbesondere durch Reibung,
gehemmt ist.
9. Fuge nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (8, 9) mit einem in Richtung des Abdeckblechs (6) vorstehenden
Reib- und/oder Klemmelement (11) versehen ist.
10. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckblech (6) auch außerhalb des Fugenhohlraums (3) mit Brandschutzmaterial
(12, 13) beschichtet ist.
11. Fuge nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Brandschutzmaterial im Inneren des Fugenhohlraums (3) eine höhere Dicke als außerhalb
des Fugenhohlraums (3) aufweist.
12. Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in den Befestigungselementen (8, 9) Brandschutzmaterial angeordnet ist.
13. Dichteinrichtung für eine Fuge nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch ein ebenes, streifenförmiges Abdeckblech (6) mit einer Beschichtung (12, 13) aus
einem Brandschutzmaterial und wenigstens ein Befestigungsmittel (8, 9) mit einem Aufnahmehohlraum
(10) zum Aufnehmen eines Randbereichs (6a, 6b) des Abdeckblechs (6).