[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0003] Eine derartige Anordnung kann beispielsweise zum gemeinsamen Anschluß von mindestens
zwei Leitern eines Kabelsatzes für elektrische Geräte und Kraftfahrzeuge an ein gemeinsames
Potential, wie beispielsweise "Masse", eingesetzt werden. Ein solcher Anschluß erfolgt
in der Regel über einen elektrischen Leiter, der zusammen mit anderen Leitern in einem
Halter angeordnet ist. Für die Verbindung aller Leiter ist in bekannter Technik in
einem aus Isoliermaterial bestehenden Gehäuse ein metallisches Stanzgitter mit Vorsprüngen
angebracht, auf welche die Steckkontakte aller Leiter aufgesteckt werden können. Unterschiedliche
elektrisch leitende Querschnitte der jeweiligen Leiter und der einen relativ großen
Querschnitt aufweisende, zum gemeinsamen Potential führenden Leiter können dabei zu
Problemen führen, weil das Stanzgitter einschließlich seiner als Gegenkontakte dienenden
Vorsprünge gleichbleibende Abmessungen und damit einen gleichbleibenden elektrisch
leitenden Querschnitt hat.
[0004] Die
DE 44 41 727 A1 beschreibt einen Verbindungsstecker mit einem Steckergehäuse, in dem in zwei übereinander
liegenden Ebenen Aufnahmekammern zum Einstecken von elektrischen Steckern angebracht
sind. Die oben liegenden Aufnahmekammern haben größere Abmessungen als die unten liegenden.
Es können in Abhängigkeit von der Stromstärke entsprechend bemessene Stecker unterschiedlicher
Größe in die Aufnahmekammern eingesteckt werden.
[0005] Die bekannte Anordnung nach der
US 2007/0202753 A1 besteht aus einem Verbinder, in dem in einem ersten Halter eine Anzahl von Steckbuchsen
und in einem zweiten Halter eine entsprechende Anzahl von Steckerstiften vorgesehen
sind. Beide Halter sind in Arbeitsposition in einem Gehäuse aufgenommen. Der zweite
Halter ist als Platine mit Leiterbahnen ausgeführt, mit denen die Steckerstifte elektrisch
leitend verbunden sind. Die Steckerstifte sind nach einem vorgegebenen Muster in unterschiedlicher
Anzahl durch jeweils voneinander getrennte Leiterbahnen elektrisch leitend miteinander
verbunden.
[0006] Aus der eingangs erwähnten
DE 41 32 407 A1 geht ein Sammelanschluß für elektrische Verteileranlagen hervor, der eine Vielzahl
von Anschlußklemmen gleichen Potentials aufweist, die alle mechanisch und elektrisch
mit einer Sammelschiene verbunden sind. Die Anschlußklemmen haben zum Teil einen kleineren
Anschlußquerschnitt und zum Teil einen größeren Anschlußquerschnitt. Sie sind zum
Anschluß entsprechender elektrischer Leiter mit unterschiedlicher Strombelastung geeignet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Anordnung so
zu gestalten, daß ein einfacher Anschluß der Leiter an ein gemeinsames Potential möglich
ist.
[0008] Diese Aufgabe wird entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0009] Durch den Einsatz der mit Steckerstiften bestückten, mit einer Leiterbahn versehenen
Platine, wird die elektrische Verbindung der Leiter mit einem gemeinsamen Potential
wesentlich vereinfacht. Die Steckerstifte können als elektrische Einpreßkontakte an
jeder gewünschten Stelle und mit jeder gegebenen Querschnittsgröße in die flächenmäßig
entsprechend gestaltete Leiterbahn der Platine eingedrückt werden. Die Anordnung ist
dadurch problemlos an die elektrisch leitenden Querschnitte der anzuschließenden Leiter
bzw. an deren Steckkontakte anzupassen. Dieser Vorteil der Platine und ihrer Leiterbahn
wird bei dieser Anordnung besonders wirksam ausgenutzt, weil der für die Verbindung
mit dem gemeinsamen Potential vorgesehene Leiter mit im Vergleich zu den anderen Leitern
wesentlich größerem elektrisch leitendem Querschnitt ebenso wie die anderen Leiter
auf einen entsprechend größer dimensionierten, in der Platine vorhandenen Steckerstift
aufgesteckt werden kann.
[0010] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 die Teile der Anordnung nach der Erfindung vor ihrem Zusammenbau in schematischer
Darstellung.
Fig. 2 schematisch eine in der Anordnung nach der Erfindung verwendbare Platine in
vergrößerter Darstellung.
Fig. 3 und 4 zwei gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsformen der Anordnung.
Fig. 5 schematisch ein Anwendungsbeispiel für die Anordnung in verkleinerter Darstellung.
[0012] Bei der Ausführungsform der Anordnung nach den Fig. 1 bis 3 gehören zu dem aus Isoliermaterial
bestehenden Verbinder ein Halter 1 und ein denselben in Arbeitsposition aufnehmendes
Gehäuse 2. Der Halter 1 dient zur Aufnahme von gegeneinander isolierten Steckkontakten
3, die an den abisolierten Enden von isolierten elektrischen Leitern 4 und 5 angebracht
sind. Die Steckkontakte 3 sind dabei jeweils an den Querschnitt der Leiter 4 und 5
angepaßt. Der Halter 1 weist in bekannter Technik parallel zueinander verlaufende,
der Einfachheit halber nicht mit dargestellte Durchgangslöcher auf, in denen die einzelnen
Steckkontakte 3 festgesetzt werden können. Die Leiter 4 sollen mit einem gemeinsamen
Potential verbunden werden, und zwar mittels des ebenfalls mit einem Steckkontakt
3 ausgerüsteten Leiters 5. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind fünf Leiter 4
eingezeichnet, die alle einen elektrisch leitenden Querschnitt von beispielsweise
0,75 mm
2, aber auch unterschiedliche Querschnitte haben können. Der Leiter 5 hat beispielsweise
einen leitenden Querschnitt von 2,5 mm
2. Es können auch weniger oder mehr als fünf Leiter 4 mit daran angebrachten Steckkontakten
3 in einem Halter 1 untergebracht sein.
[0013] Zur Aufnahme des fertig mit Steckkontakten 3 und angeschlossenen Leitern 4 und 5
bestückten Halters 1 dient in Arbeitsposition - wie schon erwähnt - das Gehäuse 2.
In dem Gehäuse 2 ist eine Platine 6 angeordnet, welche eine Leiterbahn 7 aufweist.
Die Leiterbahn 7 ist bei dieser Anordnung eine Leiterfläche, welche nahezu die ganze
Fläche der Platine 6 einnimmt. Die Leiterfläche kann wahlweise auf einer der beiden
Oberflächen der Platine 6, aber auch als Zwischenschicht in derselben angeordnet sein.
Der Einfachheit halber wird im folgenden weiter das Wort "Leiterbahn" verwendet. In
die Leiterbahn 7 der Platine 6 sind als Einpreßkontakte ausgeführte Steckerstifte
8, 9, 10, 11, 12 und 13 eingedrückt, die als Gegenkontakte zum Aufstecken der Steckkontakte
3 dienen.
[0014] Dabei werden Steckerstifte eingesetzt, deren Querschnitt dem elektrisch leitenden
Querschnitt der anzuschließenden Leiter 4 und 5 bzw. an deren Steckkontakte 3 angepaßt
ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 haben die dem Anschluß der
Leiter 4 dienenden Steckerstifte 9 bis 13 alle einen gleichen Querschnitt, während
der Steckerstift 8 zum Anschluß des Leiters 5 einen größeren Querschnitt hat. Die
Querschnitte der Steckerstifte 9 bis 13 könnten, zur Anpassung an unterschiedliche
Querschnitte der Leiter 4 bzw. an deren Steckkontakte 3, auch unterschiedlich sein.
[0015] Der Verbinder kann in einer gegenüber Fig. 1 anderen Ausführungsform gemäß Fig. 3
auch als einteiliger Träger 17 ausgeführt sein, der zur gleichzeitigen Fixierung der
mit Steckerstiften bestückten Platine 6 und der Steckkontakte 3 mit angeschlossenen
Leitern 4 und 5 dient. Der Funktionsumfang von Halter 1 zur Aufnahme von gegeneinander
isolierten Steckkontakten 3 und deren nötiger Festsitz sowie von Gehäuse 2 mit darin
befindlicher Platine 6 wird dabei uneingeschränkt durch den Träger 17 gewährleistet.
Material und Montageaufwand sind bei dieser Ausführungsform des Verbinders reduziert.
[0016] In einer weiteren Abwandlung der Anordnung kann gemäß Fig. 4 beispielsweise der Steckerstift
8 entgegen zur Abgangsrichtung der Steckerstifte 9 bis 13 verlaufen. Die Ausrichtung
des Leiters 5, der zur Verbindung mit dem gemeinsamen Potential dient, und die der
anzuschließenden Leiter 4 ist damit voneinander getrennt. Der Halter 1 bzw. der Träger
17 brauchen dann auf der entsprechenden Seite nur die Steckkontakte 3 mit den angeschlossenen
Leitern 4 aufzunehmen.
[0017] In ähnlichem Sinne können in der Platine 6 zusätzlich zwei oder mehr Steckerstifte
mit geänderter Orientierung angebracht werden. Es können dadurch ein besserer Leitungsverlauf
in einem Kabelsatz sowie eine bessere Raumausnutzung erreicht werden.
[0018] Wenn die Anordnung nach der Erfindung im Zusammenhang mit Kabelsätzen von elektrischen
Geräten, insbesondere von Kraftfahrzeugen, eingesetzt wird, kann sie beispielsweise
auf zwei Kabelsätze aufgeteilt werden, so wie es in Fig. 5 schematisch dargestellt
ist.
[0019] Die anhand der Fig. 1 und 4 beschriebenen Einzelteile der Anordnung sind hier beispielsweise
Bestandteil von zwei unterschiedlichen Kabelsätzen 18 und 19. Das Gehäuse 2 mit Platine
6 gehört dann beispielsweise zu einem der Versorgung dienenden Kabelsatz 19. Dieser
hat die Aufgabe, dem Kabelsatz 18 das entsprechend erforderliche Potential zur Verfügung
zu stellen. Halter 1 und die darin geführten Steckkontakte 3 mit angeschlossenen Leitern
4 sind Teile des Kabelsatzes 18. In Arbeitsposition erfolgt durch die Steckkontakte
3 der Leiter 4 der Anschluß an die Steckerstifte 9 bis 13 und damit an das vom Kabelsatz
19 zur Verfügung gestellte Potential.
1. Anordnung zum elektrisch leitenden Anschließen von elektrischen Leitern, an deren
Enden jeweils Steckkontakte angebracht sind, bestehend aus einer zum Aufstecken der
Steckkontakte dienenden Einheit von Gegenkontakten, die innerhalb eines Verbinders
elektrisch leitend miteinander verbunden sind, wobei in dem Verbinder eine Platine
(6) mit einer Leiterbahn (7) angeordnet ist, mit welcher die alsSteckerstifte (8-13)
ausgebildeten Gegenkontakte elektrisch leitend verbunden sind, und wobei die Steckerstifte
(8-13) als Einpreßkontakte ausgeführt sind, welche in die Leiterbahn (7) der Platine
(6) eingedrückt sind, dadurch gekennzeichnet, - daß einer der Steckerstifte (8) zum gemeinsamen Anschluß mehrerer Leiter (4) an
mindestens ein gemeinsames Potential einen gegenüber den anderen Steckerstiften (9-13)
größeren elektrisch leitenden Querschnitt hat,
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbinder aus einem zur Aufnahme der an den elektrischen Leitern angebrachten
Steckkontakte (3) dienenden Halter (1) und einem die Platine (6) enthaltenden Gehäuse
(2) besteht, in welches der Halter (1) in Arbeitsposition eingesteckt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbinder einteilig ausgeführt ist und sowohl die Steckkontakte (3) als auch
die Platine (6) trägt.
1. Device for the electrically conducting connection of electrical conductors, wherein
plug elements are fastened to the conductors, which comprises a unit of complementary
contacts for the plug-in of the plug elements, which are electrically conducting connected
to each other within a connector, wherein the connector comprises a circuit board
(6) with one conductor path (7) to which the complementary contacts are electrically
connected which are formed as pins (8-13) and wherein the pins (8-13) have the form
of pressing contacts, which are forced into the conductor path (7) of the circuit
board (6), characterized in that one of the pins (8) has a greater electrical conducting cross-section in comparison
to other pins (9-13) for the purpose of a common connection of a plurality of conductors
(4) to at least one common potential.
2. Device according to claim 1, characterized in that the connector comprises a support (1) for the insertion of pins (3) which are connected
to the electrical conductors and a casing (2) which contains the circuit board (6)
and into which in mounting position the support (1) is plugged in.
3. Device according to claim 1, characterized in that the connector is a one piece element and bears the pins (3) as well as the circuit
board (6).
1. Agencement de liaison électriquement conductrice de conducteurs électriques, aux extrémités
desquels sont montées des fiches de contact constituées d'une unité destinée à enficher
les fiches de contact comprenant des contre-contacts, qui sont connectés les uns aux
autres de manière électriquement conductrice à l'intérieur d'un connecteur, dans lequel
une plaquette (6) munie d'une piste conductrice (7) est disposée dans le connecteur,
au moyen de laquelle des contre-contacts réalisés sous la forme de broches de connexion
(8-13) sont connectés de manière électriquement conductrice, et dans lequel les broches
de connexion (8-13) sont réalisées sous la forme de contacts d'insertion qui sont
introduits de force dans la piste conductrice (7) de la plaquette (6), caractérisé en ce que l'une des broches de connexion (8) présente une section transversale électriquement
conductrice plus élevée par rapport aux autres fiches de connexion (9-13) afin de
raccorder en commun une pluralité de conducteurs (4) à au moins un potentiel commun.
2. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le connecteur est constitué d'un support (1) destiné à recevoir les fiches de contact
(3) montées de manière électriquement conductrice sur les conducteurs électriques
et d'un boîtier (2) renfermant la plaquette (6), dans lequel le support (1) est enfiché
en position de fonctionnement.
3. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le connecteur est réalisé en une seule pièce et en ce qu'il porte les fiches de contact (3) ainsi que la plaquette (6).