| (19) |
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(11) |
EP 2 073 682 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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12.07.2023 Patentblatt 2023/28 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.03.2018 Patentblatt 2018/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.08.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/058970 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/034692 (27.03.2008 Gazette 2008/13) |
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WASSERFÜHRENDES HAUSHALTSGERÄT MIT EINEM REINIGUNGSMITTELDOSIERSYSTEM SOWIE KARTUSCHE
HIERFÜR
WATER-CONDUCTING DOMESTIC APPLIANCE COMPRISING A DETERGENT DOSING SYSTEM AND CARTRIDGE
THEREFOR
APPAREIL MÉNAGER ACHEMINANT DE L'EAU ET COMPRENANT UN SYSTÈME DE DOSAGE DE DÉTERGENT,
ET CARTOUCHE APPROPRIÉE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.09.2006 DE 102006043915
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- CLASSEN, Egbert
86637 Wertingen (DE)
- JERG, Helmut
89537 Giengen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 392 196 WO-A-2005/058126 WO-A1-02/20893 WO-A1-03/014458 DE-C3- 2 554 592 US-A- 5 113 199 US-A1- 2005 126 608 US-A1- 2006 123 852
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EP-A2- 0 461 870 WO-A-2005/100675 WO-A1-02/29150 DE-A1- 10 254 089 GB-A- 2 417 492 US-A1- 2004 122 555 US-A1- 2006 059 958
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[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] Die Mehrzahl der bspw. derzeit im Einsatz befindlichen Haushalts-Geschirrspülmaschinen
besitzt eine Zugabevorrichtung zur Aufnahme eines oder mehrerer Reinigungsmittel,
welche im Verlauf eines Spülzyklus der Spülflotte zum Reinigen des in der Geschirrspülmaschine
einsortierten Spülguts zugegeben werden. Üblicherweise wird das in der Zugabevorrichtung
bevorratete Reinigungsmittel während des Spülzyklus vollständig in den Spülraum abgegeben
und der darin umgewälzten Spülflotte beigemischt. Die Zugabevorrichtung ist von ihrer
Größe her derart bemessen, dass gerade die für einen Spülzyklus benötigte Menge an
Reinigungsmitteln eingefüllt werden kann. Der Benutzer der Geschirrspülmaschine ist
deshalb gezwungen, zum Beginn jedes Spülzyklus die für den Spülzyklus benötigte Menge
an Reinigungsmittel in die Zugabevorrichtung einzufüllen. Diese Handhabung ist für
den Benutzer der Geschirrspülmaschine unbequem. Darüber hinaus besteht bei derartigen
Geschirrspülmaschinen das Problem, dass die Menge an in die Zugabevorrichtung eingefüllten
Reinigungsmitteln von Benutzer zu Benutzer, aber auch von Spülgang zu Spülgang variieren
kann. Eine nicht korrekt dosierte Menge an Reinigungsmittel kann einerseits zu unbefriedigenden
Spülergebnissen führen, wenn die Reinigungsmittel zu gering dosiert wurden, und andererseits
eine Verschwendung an Reinigungsmitteln und damit eine Belastung der Umwelt zur Folge
haben, wenn eine zu große Menge an Reinigungsmitteln dosiert wurde.
[0003] Zugabevorrichtungen, welche die darin gespeicherte Menge an Reinigungsmitteln auf
einmal der Spülflotte zusetzen, lassen weiterhin die Durchführung komplexerer Spülprogramme
nicht zu. So kann es beispielsweise in bestimmten Situationen sinnvoll sein, das Reinigungsmittel
zu verschiedenen Zeitpunkten der Spülflotte zuzudosieren. Zugabevorrichtungen, welche
zur Aufnahme einer einzigen Reinigungsmittel-Dosis ausgebildet sind, können derartige
komplexe Spülzyklen nicht unterstützen.
[0004] Die
WO 2005/058126 A1 zeigt einzelne oder zusammenhängende Vorratsbehälter 4, 5, 6, 7, 8, die jeweils mit
einer integrierten Mikropumpe 9 versehen sein können, was jedoch einen hohen konstruktiven
Aufwand bedeutet und auch im Betrieb die Gefahr einer Funktionsstörung durch Verkleben
oder Abrasion mit sich bringt. Auch ohne Pumpe soll ein schwerkraftbetriebenes Entleeren
möglich sein. Dabei müsste dann jedoch gegen einen bei der Entleerung zunehmend stärker
werdenden Unterdruck angearbeitet werden, was die Entleerung erschwert und insbesondere
auch für eine gleichmäßige Dosierung über viele Spülgänge hinderlich ist.
[0005] Die
US 2005/0126608 A1 zeigt nur die Möglichkeit, über Pumpen die im Detail auch gar nicht näher dargestellten
"wash aids" 92 und 94 zu entleeren. Auch hier ergeben sich daher die zur o. g. Schrift
genannten Probleme.
[0006] Die
US 2006/0059958 A1 zeigt lediglich einen Reinigungsmittelbehälter 40 mit nur einer Kammer und ermöglicht
schon insofern nicht die gewünschte Art der effektiven Dosierung über viele Spülgänge.
Auch ein extra angeordnetes Ventil muß dort separat bedient werden und schafft nur,
einer thermisch bedingten Ausdehnung oder Schrumpfung des Behälters 40 entgegenzuwirken.
[0007] Die
WO 2005/100675 A und
US 2004/122555 zeigen außen an eine Spülmaschine ansetzbare Vorrichtungen, die schon aus räumlichen
Gründen keinen Beitrag zur Lösung des erfindungsgemäßen Problems leisten.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein wasserführendes Haushaltsgerät bereitzustellen,
das auch komplexe Spülzyklen durchführen kann. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung,
hierfür Hilfsmittel bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein wasserführendes Haushaltsgerät mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0009] Ein wasserführendes Hauhaltsgerät, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
weist ein Reinigungsmitteldosiersystem auf, das wenigstens einen Reinigungsmittelspender
zur Aufnahme wenigstens einer Kartusche aufweist, wobei die Kartusche getrennte Kammern
zur Bevorratung von wenigstens zwei Reinigungsmittel aufweist Die Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die in jeder Kammer bevorratete Menge an Reinigungsmittel größer
als die für einen Spülzyklus benötigte Menge ist. Das Reinigungsmitteldosiersystem
zur Aufnahme der Kartusche stellt bei einem Spülzyklus im Wesentlichen genau die Menge
an Reinigungsmittel bereit, die für einen Spülzyklus notwendig ist. Reinigungsmittel
können Zusammensetzungen von Reinigerkomponenten sein oder einzelne Reinigersubstanzen,
wie bspw. ein Enzym. Die Reinigungsmittel können flüssig oder auch gelförmig sein.
Die Reinigungsmittel können in einer Mehrzahl in Kammern der Kartusche angeordnet
sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Reinigungsmitteldosiersystem zur
Aufnahme einer entsprechenden Anzahl von Kartuschen mit nur einer Kammer ausgebildet
ist. Das Bevorraten unterschiedlicher Reinigungsmittel in unterschiedlichen Kammern
weist den Vorteil auf, dass in einem bestimmten Abschnitt eines Spülzyklus lediglich
dasjenige Reinigungsmittel zudosiert werden zu braucht, welches für diesen Spülabschnitt
tatsächlich notwendig ist. Selbstverständlich ist es möglich, dass während eines bestimmten
Abschnitts eines Spülzyklus auch mehrere der Reinigungsmittel gleichzeitig zudosiert
werden können. Sofern zwei voneinander unterschiedliche Reinigungsmittel grundsätzlich
gleichzeitig zur Spülflotte während eines Spülzyklus zugegeben werden, ist es auch
möglich, diese Reinigungsmittel in einer gemeinsamen Kammer der Kartusche anzuordnen.
In der Kartusche ist eine Belüftungskammer vorgesehen, welche in operativer Verbindung
mit den die Reinigungsmittel beinhaltenden Kammern steht. Die Belüftungskammer steht
hierbei über Belüftungskanäle in einem gemeinsamen, die einzelnen Kammern abschließenden.
Deckel mit den die Reinigungsmittel beinhaltenden Kammern in Verbindung. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass mit zunehmender Entleerung der Kammern sich kein Unterdruck
in diesen aufbauen kann, wodurch das Zugeben von Reinigungsmitteln zur Spülflotte
erschwert oder ggf. in nicht korrekter Menge erfolgen würde. Dabei ist die Belüftungskammer
Bestandteil der Kartusche. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass der Reinigungsmittelspender
in einem Innenraum des wasserführenden Haushaltsgeräts angeordnet ist.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform ist das Aufnahmevolumen der Kammern zur Aufnahme von
zumindest zwei Reinigungsmitteln derart bemessen ist, dass zwischen 20 und 40, bevorzugt
30, Spülzyklen durchführbar sind.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Kartusche voneinander getrennte Kammern zur
Bevorratung von mehr als 2 und weniger als 10, vorzugsweise 7 Reinigungsmittel vorgesehen
sind. Dies erlaubt es, auf die Bevorratung von Zusammensetzungen von Reinigerkomponenten
zu verzichten und stattdessen einzelne Reinigersubtanzen, wie Laugen, Bleichmittel,
Komplexbildner sowie Enzyme zu bevorraten und bei Bedarf zu zudosieren. Dabei erlaubt
die gezielte Zudosierung von bspw. Komplexbildnern eine Einstellung der Wasserhärte,
sodass eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine ohne Wasserenthärtungseinrichtung
ausgebildet sein kann. Die Einstellung der Wasserhärte kann sensorgesteuert erfolgen
oder manuell durch eine Bedienperson. Ferner kann so eine Anpassung der zudosierten
Substanzen an die Länge eines ausgewählten Reinigungsprogramms erfolgen.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die jeweiligen Kammern in einem gemeinsamen
Gehäuse der Kartusche, d.h. Kartuschegehäuse, angeordnet, wodurch sich für den Nutzer
eine besonders einfache Handhabung ergibt.
[0013] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass die Kartusche mit wenigstens einem öffenbaren
Verschluss versehen ist, der beim Einsetzen in das Reinigungsmitteldosiersystem, insbesondere
selbsttätig, öffenbar und beim Entnehmen der Kartusche aus dem Reinigungsmitteldosiersystem,
insbesondere selbsttätig, schließbar ist. Der öffenbare Verschluss kann z.B. durch
eine Membran gebildet sein. Der Verschluss dient während der Lagerung und des Transports
dazu, dass das in der Kartusche bevorratete Reinigungsmittel nicht unbeabsichtigt
auslaufen kann. Das Öffnen des Verschlusses erfolgt in dem Moment, in dem die Kartusche
in den Reinigungsmittelspender des Reinigungsmitteldosiersystems eingesetzt wird,
so dass während des weiteren Betriebs der Geschirrspülmaschine eine Zudosierung des
Reinigungsmittels zur Spülflotte möglich ist. Je nach konstruktivem Aufbau der Kartusche
kann die Anzahl der Verschlüsse variieren. Zweckmäßigerweise ist eine der Anzahl der
Kammern der Kartusche entsprechende Anzahl an Verschlüssen vorgesehen. Die Anzahl
der Verschlüsse kann auch der Anzahl der Reinigungsmittel in der Kartusche entsprechen.
Der öffenbare Verschluss kann z.B. in Schwerkraftrichtung unten, d.h. am Boden der
Kartusche, angeordnet sein, wenn die Kartusche sich in Einbaulage in dem Reinigungsmitteldosiersystem
befindet. Hierdurch wird das vollständige Entleeren der Kartusche durch die Fördereinrichtung
erleichtert, wodurch kein Reinigungsmittel in der Kartusche ungenutzt verbleibt.
[0014] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Kartusche zumindest eine Fördereinrichtung
aufweist, mit der die zumindest zwei Reinigungsmittel in den Spülraum der Geschirrspülmaschine
förderbar sind. Diese Vorgehensweise weist den Vorteil auf, dass der Reinigungsmittelspender
des erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems konstruktiv besonders einfach
ausgestaltet werden kann. Die notwendigen Vorrichtungen, um die in der Kartusche vorgehaltenen
Reinigungsmittel in den Spülraum zu dosieren, sind gemäß dieser Ausführungsform ausschließlich
in der Kartusche vorgehalten. Dabei kann vorgesehen sein, dass eine der Anzahl der
Reinigungsmittel oder Kammern entsprechende Anzahl an Fördereinrichtungen vorgesehen
ist.
[0015] In einer Variante erfolgt die Abgabe der zumindest zwei Reinigungsmittel über die
Schwerkraft und in einer weiteren Variante über die Festlegung einer Auslaufzeit,
in der die zumindest zwei Reinigungsmittel über den öffenbaren Verschluss zur weiteren
Verarbeitung aus der Kartusche ausleitbar sind. In dieser Variante ist der öffenbare
Verschluss der Kartusche in Schwerkraftrichtung zwingend unten angeordnet, wenn die
Kartusche sich in Einbaulage in dem Reinigungsmitteldosiersystem befindet.
[0016] Die Geschirrspülmaschine weist eine Steuereinrichtung auf, die mit wenigstens einem
öffenbaren Verschluss in Wirkverbindung steht und die zur Bestimmung der Auslaufzeit
der zumindest zwei Reinigungsmittel nach folgender Formel

ausgebildet ist, wobei
t die Auslaufzeit des Reinigungsmittels,
n die Nummer des Spülgangs,
x die Auslaufzeit des Reinigungsmittels des ersten Spülgangs, und
y eine Konstante
sind. So steuert die Steuereinrichtung der Geschirrspülmaschine die Dosierung des
Reinigungsmittels bzw. der Reinigungsmittel.
[0017] Die Auslaufzeit wird gemäß dieser Variante nach jeder Dosierung bzw. nach jedem Spülzyklus
angepasst. Durch diese Vorgehensweise ist sichergestellt, dass bei einem bestimmten
Spülprogramm unabhängig von der in der Kartusche befindlichen Reinigungsmenge immer
das gleiche Volumen der Spülflotte zudosiert wird. Mit obiger Formel wird der Einfluss
der Schwerkraft und das in der Kartusche befindliche Volumen an Reinigungsmittel und
damit die Geschwindigkeit des Auslaufens bei geöffnetem Verschluss berücksichtigt.
[0018] In einer anderen Variante ist die Dosierung der zumindest zwei Reinigungsmittel durch
eine Pumpe oder einen sonstigen Aktuator vornehmbar.
[0019] Um ein falsches Einlegen der Kartusche in einen Reinigungsmittelspender des Reinigungsmitteldosiersystems
zu unterbinden, verfügt das Gehäuse der Kartusche über eine mechanische Kodierung,
z.B. einen Vorsprung, der mit einer entsprechenden Vertiefung des Reinigungsmitteldosiersystems
korrespondiert. Die Kodierung ist derart ausgestaltet, dass sich die Kartusche lediglich
auf eine einzige Weise - die vorbestimmte Weise - in den Reinigungsmittelspender einsetzen
lässt.
[0020] Die Kartusche kann jede geeignete Form aufweisen. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen,
dass das Gehäuse der Kartusche eine Längserstreckung entlang einer Hauptachse aufweist.
Hierbei kann es sich z.B. um einen quarderförmigen Grundkörper mit einer Längsachse,
bspw. entlang der Breite, handeln, die wesentlich länger als alle anderen Achsen (entlang
der Tiefe und der Höhe) ist. Es kann sich aber auch um einen kegel-, kegelstumpf-,
zylinder-, pyramiden- oder pyramidenstumpfförmigen Grundkörper mit einer Hauptachse
handeln.
[0021] Dabei ist vorzugsweise, dass die Hauptachse länger als Nebenachsen des Gehäuses mit
einer der oben genannten Grundform der Kartusche ist, z.B. um den Faktor mindestens
1,5. Ferner kann der Grundkörper vorzugsweise eine Erstreckung entlang einer ersten
Nebenachsen aufweisen, z.B. entlang der Höhe, und eine Erstreckung entlang einer zweiten
Nebenachse, z.B. entlang der Tiefe, aufweisen, wobei die Erstreckung entlang der erste
Nebenachse wesentlich länger als die Erstreckung entlang der zweiten Nebenachse ist,
z.B. um den Faktor 3 bis 10, vorzugsweise 5. Eine besonders gute Handhabung der Kartusche
und ein zweckmäßiges Volumen jeweiliger Reinigungsmittel ergeben sich dann, wenn das
Gehäuse der Kartusche eine quarderförmige Grundform mit eine Tiefe von etwa 25 mm,
eine Breite von etwa 200 mm und eine Höhe von etwa 125 mm aufweist. Insbesondere lassen
sich bei derartigen Abmaßen die bevorzugte Gesamtzahl z von Spülzyklen zwischen 20
und 40, bevorzugt 30, Spülzyklen realisieren.
[0022] In einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Kammern der Kartusche
entlang der Hauptachse nebeneinander angeordnet sind. D.h., dass bei einer Kartusche
mit quarderförmiger Grundform und sich in Richtung der Breite erstreckender Hauptachse
die Einteilung in Kammern zu Kammerabmessungen führt, bei der die Abmessung einer
Kammer ein der Anzahl der Kammern entsprechender Anteil der Breite ist, während für
aller Kammer eine gleich Tiefe und Höhe gegeben ist.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist zumindest ein zum Spülraum des wasserführenden
Hauhaltsgeräts gerichteter Abschnitt der Kartusche, wenn diese in dem Reinigungsmitteldosiersystem
angeordnet ist, eine Wärmeisolierung auf, welche einen Wärmestrom vom Spülraum in
Richtung des Reinigungsmitteldosiersystems begrenzt. Vorteilhafterweise wird durch
dieses Vorgehen die Langzeitstabilität der in der Kartusche bevorrateten Reinigungsmittel
sichergestellt. Damit können solche Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, welche temperaturempfindliche
Substanzen aufweisen. Die Wärmeisolierung unterbindet bzw. begrenzt übermäßig starke
Temperaturschwankungen des in der Kartusche bevorrateten Reinigungsmittels. Diese
Vorgehensweise ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die bevorratete Menge an Reinigungsmittel
für eine sehr große Gesamtanzahl an Spülzyklen ausgelegt ist.
[0024] Die Wärmeisolierung in dem zum Spülraum der Geschirrspülmaschine gerichteten Abschnitt
der Kartusche kann durch ein in dem Abschnitt angeordnetes Gasvolumen gebildet sein.
Eine Herstellung des Gehäusekörpers aus einem Kunststoff ist durch das aus dem Stand
der Technik bekannte Gasinnendruckverfahren (GID) möglich, bei dem ein Gashohlraum
in den aus einem spritzfähigen Material, z.B. Kunststoff, hergestellten Abschnitt
eingeschlossen wird. Die Isolation kann auch durch ein in dem Abschnitt angeordnetes
Isolatormaterial aus Feststoff oder Flüssigkeit gebildet sein. Dieses Isolatormaterial
kann zusätzlich zum Material des Gehäuseabschnitts der Kartusche vorhanden sein. Der
Gehäuseabschnitt kann auch durch das Isolatormaterial gebildet sein. Es sind auch
Kombinationen der genannten Materialien denkbar.
[0025] Die Kartusche kann weiterhin ein Mittel zur Füllstandsmessung des in der Kartusche
enthaltenen Reinigungsmittelvolumens aufweisen. Das Mittel zur Füllstandsmessung kann
in einer Variante zur Abgabe eines Signals ausgebildet sein, wenn das in der Kartusche
enthaltene Reinigungsmittel vollständig aufgebraucht ist. Hierdurch wird dem Nutzer
der Geschirrspülmaschine signalisiert, dass ein Austausch der Kartusche für einen
einwandfreien Betrieb der Geschirrspülmaschine bereits zum nächsten Spülzyklus notwendig
ist. In einer anderen Variante ist das Mittel zur Füllstandsmessung zur Abgabe eines
Signals ausgebildet, wenn das in der Kartusche enthaltene Reinigungsmittel zur Durchführung
einer vorgegebenen Anzahl m an Spülzyklen ausreichend ist. Die Anzahl m an Spülzyklen
kann hierbei prinzipiell beliebig gewählt werden, wobei m bevorzugt zwischen 2 und
5 gewählt ist. Hierdurch wird dem Nutzer der Geschirrspülmaschine ein zukünftig notwendiger
Austausch der Kartusche angezeigt. Der Nutzer ist jedoch noch in der Lage, die Geschirrspülmaschine
für eine bestimmte Anzahl an Spülzyklen zu betreiben, so dass noch Zeit für die Beschaffung
einer neuen Kartusche vorhanden ist.
[0026] In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Mittel zur Füllstandsmessung in lediglich
einer der Kammern der Kartusche angeordnet ist zur Feststellung des Füllstandes des
Reinigungsmittels dieser Kammer. Die Aussage über den Füllstand einer einzigen der
Kammern ist ausreichend, um auf den Füllstand der gesamten Kartusche zu schließen,
da das Volumen der Reinigungsmittel in den jeweiligen Kammern derart bemessen ist,
dass jedes der Reinigungsmittel in den Kammern mit dem z-ten Spülzyklus aufgebraucht
ist und in jedem Spülgang ein prozentual gleicher Anteil der zumindest zwei Reinigungsmittel
durch das Dosiersystem dosiert wird. Diese Vorgehensweise erlaubt bei geringem Aufwand
der Überwachungsmittel eine genaue Vorhersage über den Füllstand jeweiliger Reinigungsmittel
in der Kartusche.
[0027] Das Mittel zur Füllstandsmessung kann auf einem optischen, akustischen oder kapazitiven
Messprinzip basieren.
[0028] Ferner gehört zur Erfindung ein Reinigungsmitteldosiersystem.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Geschirrspülmaschine mit einem Reinigungsmitteldosiersystem zur Aufnahme einer
erfindungsgemäßen Kartusche, welches in einer Behälterwand angeordnet ist,
- Fig. 2
- eine weitere Geschirrspülmaschine mit einem Reinigungsmitteldosiersystem zur Aufnahme
einer Kartusche, welches in der Tür der Geschirrspülmaschine angeordnet ist,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Kartusche zur Verwendung in dem Reinigungsmitteldosiersystem,
und
- Fig. 4
- einen Schnitt durch ein Reinigungsmitteldosiersystem, wobei eine in einer Dosierkammer
angeordnete Fördereinrichtung dargestellt ist, mit welcher Reinigungsmittel aus der
erfindungsgemäßen Kartusche dem Spülraum der Geschirrspülmaschine zuführbar ist.
[0030] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine 1, die eine verschwenkbar
an einem Gehäuse 2 gelagerte Tür 3 aufweist. Die Tür 3 ist in der Figur in ihrer geöffneten
Stellung dargestellt. In einem durch die Tür 3 verschließbaren Spülraum 4 sind in
bekannter Weise Geschirrkörbe 5, 6 angeordnet. Ein Reinigungsmitteldosiersystem 10,
umfassend einen Reinigungsmittelspender 11 und eine Kartusche 50, welche zumindest
zwei getrennt voneinander bevorratete Reinigungsmittel enthält, ist in einer Behälterwand
7 des Gehäuses 2 angeordnet. Fig. 1 zeigt die dabei bevorzugte Anordnung des Reinigungsmitteldosiersystems
10 zwischen dem Oberkorb 5 und dem Unterkorb 6. Der die Kartusche 50 aufnehmende Reinigungsmittelspender
11 ist dabei in einem der Türöffnung nahe gelegenen Abschnitt der Behälterwand 7 angeordnet,
um das Einführen und Entnehmen der Kartusche 50 in bzw. aus dem Reinigungsmittelspender
11 für den Benutzer zu erleichtern.
[0031] Der Reinigungsmittelspender 11 umfasst ein Gehäuse 12 und einen gegenüber dem Gehäuse
12 verschwenkbar gelagerten Deckel. Befindet sich der Deckel in seiner Öffnungsposition
(vgl. Darstellung in Fig. 1), so kann die Kartusche 50 vom Spülraum 4 her in den Deckel
eingelegt werden. Der Deckel verfügt zur Halterung und Fixierung z.B. über zwei symmetrisch
angeordnete Haltelaschen, welche eine L-förmige Gestalt aufweisen und an die Größe
der Kartusche 50 angepasst sind, so dass die Haltelaschen die Kartusche 50 nach dem
Einlegen haltend umgreifen. An dem Deckel ist ferner eine Auflagefläche angeformt,
so dass die Kartusche 50 in einer definierten Position zum Liegen kommt (nicht dargestellt).
Durch das Schließen des Deckels wird die Kartusche in einen Aufnahmeraum des Reinigungsmittelspenders
11 eingebracht und durch gegebenenfalls vorhandene Nasen und/oder Vorsprünge am Gehäuse
des Reinigungsmittelspenders in ihre endgültige Position gedrückt.
[0032] Eine beispielhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kartusche 50 ist in Fig. 3
dargestellt. Die Kartusche 50 weist lediglich beispielhaft fünf Kammern 51a, 51b,
51c, 51d und 51e auf, zur Aufnahme jeweils eines Reinigungsmittels oder eines Reinigungsmittelgemisches.
Die Größe der einzelnen Kammern 51a bis 51e ist dabei entsprechend dem während einer
vorgegebenen Anzahl an Spülzyklen notwendigen Volumen dimensioniert. Das Volumen der
verschiedenen Reinigungsmittel ist in den Kammern 51a bis 51e derart bemessen, dass
nach einer bestimmten Anzahl an Spülzyklen, bevorzugt zwischen 20 und 40, weiter bevorzugt
ca. 30, sämtliche der Kammern 51a bis 51e vollständig entleert sind.
[0033] Die Gesamtzahl der Spülzyklen beim Aufbrauch der Kartusche hängt von der Art der
jeweils durchgeführten Spülzyklen ab. Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht
zu werden, wird für jedes in der Geschirrspülmaschine auswählbare Programm eine bestimmte
Dosiermenge vorgegeben oder aber sensorisch ermittelt. Bei schwach verschmutztem Spülgut
wird eine geringere Dosiermenge gewählt, während bei stark verschmutztem Spülgut eine
höhere Dosiermenge an Reinigungsmitteln vorgesehen ist. Um sicherzustellen, dass jedes
der Reinigungsmittel mit dem gleichen Spülzyklus aufgebraucht ist, ist der prozentuale
Anteil jeder Reinigungsmittelkomponente, der während eines Spülzyklus der Spülflotte
zugegeben wird, gleich. Dies ermöglicht einen sparsamen Umgang mit den zur Verfügung
stehenden Ressourcen, da ein Austausch der Kartusche lediglich dann erfolgt, wenn
diese vollständig entleert ist. Darüber hinaus macht dieses Vorgehen auch die Sensierung
des Füllstandes einfacher, da es ausreichend ist, den Füllstand in lediglich einer
der Kammern der Kartusche zu sensieren, um eine Aussage über den Füllzustand der gesamten
Kartusche zu erhalten.
[0034] Jede der Kammern 51a bis 51e ist mit einem öffenbaren Verschluss 25a bis 25e, z.B.
in Form einer Membran versehen. Die z.B. aus einem Gummi bestehenden Membranen schließen
die einzelnen Kammern 51a bis 51e dichtend ab, so dass während der Lagerung und des
Transports der Kartusche 50 kein Reinigungsmittel aus diesen entweichen kann. Beim
Einsetzen der Kartusche 50 in den Reinigungsmittelspender 11 werden die Membranen
von korrespondierend in dem Reinigungsmittelspender 11 angeordneten Kanülen 21 (vgl.
Fig. 4) durchstochen, so dass nach Maßgabe einer entsprechenden Dosiervorrichtung
Reinigungsmittel in den Spülraum zugegeben werden kann.
[0035] Die Kartusche ist bevorzugt aus einem Kunststoff gefertigt und weist eine Breite
B von ca. 200 mm, eine Höhe H von ca. 125 mm und eine Tiefe von ca. 25 mm auf. Bei
diesen Abmaßen lässt sich das Volumen der verschiedenen Kammern derart bemessen, dass
die gewünschten 20 bis 40 Spülzyklen mittels einer Kartusche durchführbar sind.
[0036] Neben den Kammern 51a bis 51e verfügt die Kartusche 50 über eine weitere Kammer 52,
welche mit einem oder mehreren Belüftungskanälen 53 in Verbindung steht. Der oder
die Belüftungskanäle 53 ihrerseits weisen eine Verbindung zu den verschiedenen Kammern
51a bis 51e auf. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass mit zunehmender Entleerung
der Kammern 51a bis 51e sich kein Unterdruck in diesen aufbauen kann, wodurch das
Zugeben von Reinigungsmitteln erschwert oder verfälscht würde. Die Belüftungskanäle
53 befinden sich bevorzugt in einem Deckel 54, welcher nach dem Befüllen der einzelnen
Kammern 51a bis 51e mit den jeweiligen Reinigungsmitteln auf das Gehäuse der Kartusche
aufgebracht ist. Der Deckel 54 kann ein Überdruckventil 55 aufweisen, welches gegebenenfalls
bei bestimmten Reinigungsmittelkomponenten notwendig ist.
[0037] Da die in der Kartusche 50 enthaltenen Reinigungsmittel erst nach und nach im Rahmen
einer Mehrzahl von Spülzyklen dem Spülraum, genauer der in dem Spülraum umgewälzten
Spülflotte, zudosiert werden, sind diese mit jedem Spülzyklus beträchtlichen absoluten
Temperaturen und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Um zu verhindern, dass die Eigenschaften
der Reinigungsmittel sich aufgrund dessen mit der Zeit verändern, ist zumindest eine
zum Spülraum hin gerichtete Gehäusewand der Kartusche 50 und/oder der zum Spülraum
hin gerichtete Deckel des Reinigungsmitteldosiersystems 10 aus einem isolierenden
Material gefertigt oder aber mit einer Isolation umgeben. Hierdurch wird ein Wärmestrom
vom Spülraum in Richtung des Reinigungsmitteldosiersystems bzw. der in der Kartusche
bevorrateten Reinigungsmittel begrenzt, so dass die Langzeitstabilität der verwendeten
Reinigungsmittel gewährleistet ist. Die Isolation kann durch ein in dem Deckel oder
dem betreffenden Gehäuseabschnitt der Kartusche angeordnetes Gasvolumen gebildet sein.
Dieses die Isolation erzeugende Gasvolumen kann im Rahmen der Fertigung des Deckels
bzw. der Kartusche eingebracht werden. Das hierbei verwendete Verfahren ist als Gasinnendruckverfahren
(GID) bekannt.
[0038] Neben der Aufnahme für die Kartusche kann der Reinigungsmittelspender 11 eine weitere
Kammer zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels aufweisen. Bei dem festen Reinigungsmittel
kann es sich beispielsweise um einen 3-in-1-Tab handeln, welcher in die weitere Kammer
eingelegt wird, wenn in dem Aufnahmeraum keine oder eine leere Kartusche 50 enthalten
ist. Das Vorsehen der weiteren Kammer zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels
ermöglicht es, die Geschirrspülmaschine auch dann zu nutzen, wenn die Kartusche 50
leer ist und keine gefüllte Kartusche verfügbar ist.
[0039] Die weitere Kammer kann eine Öffnung aufweisen, welche mit der Umgebung der Geschirrspülmaschine
in Verbindung steht. Die Öffnung kann zu diesem Zweck über Kanäle, welche auf der
Rückseite der Behälterwand verlaufen, mit der Umgebung verbunden sein. Das Reinigungsmitteldosiersystem
integriert damit die Funktionalität einer so genannten "Expansionsöffnung", welche
zur Ableitung des im Spülraum entstehenden Überdrucks dient, wenn die Geschirrspülmaschine
z. B. während eines Spülzyklus mit bereits erwärmter Spülflotte durch den Benutzer
geöffnet und wieder geschlossen wird. Der in diesem Moment entstehende Überdruck kann
dann über die weitere Kammer und die Öffnung zur Umgebung hin abgeleitet werden.
[0040] Das Reinigungsmitteldosiersystem kann zur Detektion einer leeren oder nahezu leeren
Kartusche über Mittel zur Abfrage des Füllstandes der Reinigungsmittel in der Kartusche
verfügen. Erreicht das Reinigungsmittel in einer oder mehreren der Kammern der Kartusche
einen vorgegebenen Füllstand, z.B. wenn eine vorgegebene Anzahl an Spülzyklen noch
möglich ist, so kann dies dem Nutzer über ein optisches Signal dargestellt werden.
Die Anzeigevorrichtung kann sich in bekannter Weise z.B. an der Außenseite der Tür,
z.B. der Blende, befinden.
[0041] Die Abfrage des Füllstandes kann auf optische, kapazitive oder akustische Weise erfolgen.
[0042] Bei einer optischen Abfrage kann in die Kartusche ein Lichtleiter eingebracht sein,
in den über eine z.B. in dem Reinigungsmittelspender vorhandene Lichtquelle Licht
in den Lichtleiter eingekoppelt wird. Ein mit dem Lichtleiter gekoppelter Lichtempfänger,
der z.B. ebenfalls in dem Reinigungsmittelspender angeordnet ist, nimmt das aus dem
Lichtleiter ausgekoppelte Licht auf. Eine mit der Lichtquelle und dem Lichtempfänger
gekoppelte Auswerteeinrichtung kann anhand der ein- und ausgekoppelten Lichtmenge
den Füllstand oder das Erreichen eines vorbestimmten Füllstands in der Kartusche ermitteln.
[0043] Bei einer kapazitiven Abfrage kann das in der Kartusche vorhandene Reinigungsmittel
als Elektrode herangezogen werden. Eine weitere, aus einem elektrisch leitenden Material
gefertigte Elektrode kann an dem Reinigungsmittelspender oder der Außenwand der Kartusche
angeordnet sein. Das Gehäusematerial der Kartusche und ggf. weiteres Gehäusematerial
des Reinigungsmittelspenders und/oder ein dazwischen gebildeter Luftspalt bilden ein
Dielektrikum zwischen den beiden Elektroden. Durch Auswerten der zwischen diesen beiden
Elektroden anliegenden Spannung kann ein Rückschluss auf den Füllstand der Reinigungsmittel
in der Kartusche gezogen werden.
[0044] Die Bestimmung des Füllstandes ist ebenfalls unter Verwendung eines akustischen Prinzips
möglich. Bei diesem bringt ein, z.B. an dem Reinigungsmittelspender vorgesehener Generator,
das Reinigungsmittel in der Kartusche in Schwingungen. Die dabei entstehenden Geräusche
können, z.B. durch ein Mikrofon aufgenommen und ausgewertet werden. Anhand des Geräuschspektrums
kann der Rückschluss auf den Füllstand der Reinigungsmittel in der Kartusche gezogen
werden.
[0045] Alternativ kann ein Zählwerk zum Zählen der bereits durchlaufenen Spülzyklen einer
vollen Kartusche eingesetzt werden. Zur Erkennung einer neuen Kartusche können diese
mit einem durch die Geschirrspülmaschine oder den Reinigungsmittelspender auslesbaren
Transponder versehen sein. Alternativ kann ein anderer Code, z.B. ein Bar-Code, an
der Kartusche angebracht sein. Das Einlesen des Codes kann z.B. beim Einsetzen der
Kartusche in den Reinigungsmittelspender erfolgen.
[0046] Es ist ausreichend, wenn das Mittel zur Füllstandsmessung in lediglich einer der
Kammern der Kartusche vorgesehen ist. Unabhängig von dieser Möglichkeit kann natürlich
jede der Kammern mit einem separaten Mittel zur Füllstandsmessung ausgestattet sein.
[0047] Im Gehäuse 12 des Reinigungsmittelspenders 11 sind Auslässe 19a bis 19e vorgesehen
(vgl. Fig. 4). Die Auslässe 19a bis 19e münden jeweils in eine Dosierkammer 20a bis
20e, wobei in der Querschnittsdarstellung der Fig. 4 nur die Dosierkammer 20a zu erkennen
ist. Die Dosierkammer 20a steht über die Kanäle 21a mit der Kammer 51a der Kartusche
in Verbindung.
[0048] In jeder der Dosierkammern 20a bis 20e ist eine Fördereinrichtung angeordnet, welche
im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einer in der Dosierkammer 20a beweglich gelagerten
Dichtung 26a und einem Antriebsmechanismus für die Dichtung 26a besteht. Die Dichtung
26a ist derart geformt, dass diese zwischen einer den zugehörigen Auslass (in der
Figur 19a) verschließenden und den Auslass freigebenden Stellung bewegbar ist. Zu
diesem Zweck ist die Dichtung 26a mit einem Ventilstößel 22a verbunden. Eine Bewegung
des Ventilstößels 22a wird durch einen Ventilbetätigungshebel 23a bewirkt, an dem
ein keilförmiger Vorsprung 36a angeformt ist. Durch eine Drehbewegung des Ventilbetätigungshebels
23a greift der Vorsprung an der Platte des Ventilstößels 22a an und bewirkt einen
Hub. Bei Betätigung des Ventilbetätigungshebels 23a wird die Dichtung 26a von dem
Auslass 19a weg entfernt. Wird der Ventilbetätigungshebel 23a in seine Ausgangsstellung
zurück bewegt (durch eine Drehbewegung in entgegen gesetzter Richtung), so wird durch
eine zwischen einer Gehäuseabdeckung 37 und einem an dem Ventilstößel 22a vorgesehenen
Widerlager 35a eingespannten Feder 24a eine Rückstellkraft aufgebaut, welche die Dichtung
26a innig an den Auslass 19a anlegt.
[0049] Befindet sich die Dichtung 26a in ihrer Öffnungsstellung, so kann das in der Kammer
51a befindliche Reinigungsmittel aufgrund der Schwerkraft oder einer aktiven Fördereinrichtung,
wie z. B. einer Pumpe, durch die Kanüle 21a in die Dosierkammer 20 und über den Auslass
19a in den Spülraum gelangen.
[0050] Um sicherzustellen, dass unabhängig von dem Füllstand der jeweiligen Reinigungsmittel
in der Kartusche das gleiche Volumen zur Spülflotte zudosiert wird, wird die Auslaufzeit,
in der die Reinigungsmittel durch Öffnen des öffenbaren Verschlusses zur weiteren
Verarbeitung aus der Kartusche ausleitbar sind, abhängig von der Nummer des gerade
durchgeführten Spülzyklus seit dem Einlegen einer neuen, vollen Kartusche variiert.
Die Auslaufzeit der Reinigungsmittel bestimmt sich nach der Formel

wobei
t die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel,
n die Nummer des Spülzyklus,
x die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel des ersten Spülgangs, und
y eine Konstante
darstellen.
[0051] Mit zunehmender Nummer des Spülganges wird somit die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel
verlängert, so dass dem mit abnehmendem Reinigungsmittelvolumen in der Kartusche verringerten
Druck Rechnung getragen wird.
[0052] Das Fördern des Reinigungsmittels kann dabei ausschließlich unter Ausnutzung der
Schwerkraft erfolgen. Die Fördereinrichtung, insbesondere die Ausgestaltung der Dichtung
kann jedoch auch nach dem Prinzip einer Pumpe aufgebaut sein, so dass Reinigungsmittel
aus der Reinigungskammer 21a in die Dosierkammer 20a und aus der Dosierkammer 20a
in den Spülraum gefördert werden.
[0053] Fig. 2 zeigt eine weitere Geschirrspülmaschine 1 mit einem Reinigungsmitteldosiersystem
10. Im Gegensatz zu dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel ist das Reinigungsmitteldosiersystem
10, genauer der Reinigungsmittelspender 11 in der Tür 3 der Geschirrspülmaschine angeordnet.
Das Bestücken des Reinigungsmittelspenders 11 mit der Kartusche 50, die im Übrigen
identisch wie in Verbindung mit Fig. 3 beschrieben ausgebildet sein kann, erfolgt
von der Stirnseite 8 der Tür her. Die Öffnung zum Bestücken des Reinigungsmittelspenders
11 kann dabei im Bereich einer Blende der Geschirrspülmaschine oder der Innentür der
Tür angeordnet sein. Der Vorteil der Anordnung gemäß Fig. 2 besteht in einem bequemeren
Einsetzen und Entnehmen der Kartusche für den Benutzer.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Tür
- 4
- Spülraum
- 5
- Geschirrkorb
- 6
- Geschirrkorb
- 7
- Behälterwand
- 8
- Stirnseite der Tür
- 10
- Reinigungsmitteldosiersystem
- 11
- Reinigungsmittelspender
- 12
- Gehäuse
- 13
- Gehäusewand (= Deckel)
- 16
- Haltevorrichtung
- 18
- Schwenkmechanismus
- 19a-19e
- Auslass
- 20a-20e
- Dosierkammer
- 21a-21e
- Kanüle
- 22a-22e
- Ventilstößel
- 23a-23e
- Ventilbetätigungshebel (Drehscheibe)
- 24a-24e
- Feder
- 25a-25e
- Membran
- 26a-26e
- Dichtung
- 34
- Blende
- 35a-35e
- Widerlager
- 36a-36e
- Vorsprung
- 37
- Abdeckung
- 50
- Kartusche
- 51a-51e
- Kammer für Reinigungsmittel
- 52
- Kammer für Entlüftung
- 53
- Belüftungskanal
- 54
- Deckel
- 55
- Überdruckventil
- H
- Höhe
- B
- Breite
1. Wasserführendes Haushaltsgerät insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine, ein
Reinigungsmitteldosiersystem (10) aufweisend, das wenigstens einen Reinigungsmittelspender
(11) zur Aufnahme wenigstens einer Kartusche (50) aufweist, wobei die Kartusche (50)
getrennte Kammern (51a,... 51e) zur Bevorratung von wenigstens zwei Reinigungsmittel
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Kammer (51a,... 51e) ein Aufnahmevolumen für die Bevorratung von Reinigungsmittel
aufweist, das größer als die für einen Spülzyklus benötigten Mengen ist, wobei neben
den Kammern (51a,... 51e) zur Aufnahme der Reinigungsmittel eine Belüftungskammer
(52) vorgesehen ist, welche in Verbindung mit den die Reinigungsmittel beinhaltenden
Kammern (51a, ..., 51e) steht, wobei
die Belüftungskammer (52) Bestandteil der Kartusche (50) ist
2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungskammer (52) über Belüftungskanäle (53) in einem die einzelnen Kammern
abschließenden Deckel (54) mit den die Reinigungsmittel beinhaltenden Kammern (51a,
..., 51e) in Verbindung steht.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Reinigungsmittelspender (11) in einem Innenraum des wasserführenden Haushaltsgeräts
angeordnet ist.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass.
die Kartusche (50) voneinander getrennte Kammern (51a, , 51e) zur Bevorratung von
mehr als 2 und weniger als 10, vorzugsweise 7, Reinigungsmitteln aufweist.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die jeweiligen Kammern (51a, ..., 51e) in einem gemeinsamen Kartuschengehäuse angeordnet
sind.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kartusche (50) mit wenigstens einem öffenbaren Verschluss (25a, ..., 25e) zur
Reinigungsmittelabgabe versehen ist, der beim Einsetzen in das Reinigungsmitteldosiersystem
(10), insbesondere selbsttätig, öffenbar und beim Entnehmen der Kartusche (50) aus
dem Reinigungsmitteldosiersystem (10), insbesondere selbsttätig, schließbar ist.
7. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartusche (50) für jede ihrer Kammern (51a, ..., 51e) einen öffenbaren Verschluss
(25a, ..., 25e) aufweist.
8. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der öffenbare Verschluss (25a,..., 25e) einer in Einbaulage in dem Reinigungsmitteldosiersystem
(10) befindlichen Kartusche (50) in Schwerkraftrichtung unten angeordnet ist.
9. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der öffenbare Verschluss (25a, ..., 25e) durch eine Membran gebildet ist.
10. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die wenigstens eine Kartusche (50) zumindest eine Fördereinrichtung aufweist, mit
der die zumindest zwei Reinigungsmittel in den Spülraum (4) der Geschirrspülmaschine
(1) förderbar sind.
11. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Abgabe der zumindest zwei Reinigungsmittel schwerkraftbedingt erfolgt.
12. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Dosierung der zumindest zwei Reinigungsmittel über Festlegung einer Auslaufzeit
erfolgt.
13. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wasserführende Haushaltsgerät eine Steuereinrichtung aufweist, die mit wenigstens
einem der öffenbaren Verschlüsse (25a, ..., 25 e) in Wirkverbindung steht und zur
Bestimmung der Auslaufzeit der zumindest zwei Reinigungsmittel nach der
Formelt n = x + n - 1 · y

ausgebildet ist, wobei
t die Auslaufzeit des Reinigungsmittels,
n die Nummer des Spülgangs,
x die Auslaufzeit des Reinigungsmittels des ersten Spülgangs,
y eine Konstante
sind und die Steuereinheit zur Abgabe von Ansteuersignalen der öffenbaren Verschlüsse
(25a, ..., 25e) ausgebildet ist.
14. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine Pumpe zur Dosierung von wenigstens einem Reinigungsmittel vorgesehen
ist.
15. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kartuschengehäuse über eine mechanische Kodierung verfügt, die mit einer aufnahmeseitigen
Gegenkodierung zusammenzuwirken vermag, um die Einbaulage in der Geschirrspülmaschine
zu definieren.
16. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kartuschegehäuse eine Längserstreckung entlang einer Hauptachse aufweist.
17. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hauptachse länger als Nebenachsen des Gehäuses (2) der Kartusche (50) sind.
18. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kammern (51a,..., 51e) der Kartusche (50) entlang der Hauptachse nebeneinander
angeordnet sind.
19. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass
die Erstreckung entlang der Hauptachse mindestens um den Faktor 1,5 größer ist als
eine Erstreckung entlang einer Nebenachse.
20. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Erstreckung entlang einer ersten Nebenachse mindestens um den Faktor 3 größer
ist als die Ersteckung entlang einer zweiten Nebenachse ist.
21. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein zum Spülraum (4) der Geschirrspülmaschine (1) gerichteter Abschnitt
des Kartuschengehäuses, wenn diese in dem Reinigungsmitteldosiersystem (10) angeordnet
ist, eine Wärmeisolierung aufweist, welche einen Wärmestrom vom Spülraum (4) in Richtung
des Reinigungsmitteldosiersystems (10) zumindest begrenzt.
22. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmeisolierung durch ein in dem Abschnitt angeordnetes Gasvolumen gebildet ist.
23. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass
die Wärmeisolierung durch ein Isolatormaterial aus Feststoff oder Flüssigkeit gebildet
ist.
24. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 22 und 23, gekennzeichnet durch eine Wärmeisolierung aus einer Kombination verschiedener Materialien, die in Wärmeausbreitungsrichtung
hintereinander angeordnet sind.
25. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Mittel zur Füllstandsmessung von wenigstens einem in den Kammern (51a,...,
51e) enthaltenen Reinigungsmittelvolumens vorgesehen ist.
26. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel zur Füllstandsmessung zur Abgabe eines Signals ausgebildet ist, wenn das
in der Kartsuche (50) enthaltene Reinigungsmittel eine vorbestimmte Restmenge unterschreitet.
27. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel zur Füllstandsmessung zur Abgabe eines Signals ausgebildet ist, wenn das
in der Kartsuche (50) enthaltene Reinigungsmittel zur Durchführung einer vorgegebenen
Anzahl m an Spülzyklen ausreichend ist.
28. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl m an Spülzyklen zwischen 2 und 5 beträgt.
29. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel zur Füllstandsmessung auf einem optischen, akustischen oder kapazitiven
Messprinzip basiert.
1. Water-conducting domestic appliance, in particular a domestic dishwasher, having a
detergent dosing system (10) which has at least one detergent dispenser (11) for receiving
at least one cartridge (50), wherein the cartridge (50) has separate chambers (51a,
..., 51e) for storing at least two detergents,
characterised in that
each chamber (51a, ..., 51e) has a storage capacity for storing detergent which is
greater than the quantities required for one washing cycle, wherein in addition to
the chambers (51a, ..., 51e) for receiving the detergents a ventilation chamber (52)
is provided which is connected with the chambers (51a, ..., 51e) containing the detergents,
wherein
the ventilation chamber (52) is part of the cartridge (50).
2. Water-conducting domestic appliance according to claim 1, characterised in that the ventilation chamber (52) is connected with the chambers (51a, ..., 51e) containing
the detergents by way of ventilation channels (53) in a cover (54) covering the individual
chambers.
3. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 1 to 2, characterised in that
the detergent dispenser (11) is arranged in an internal space in the water-conducting
domestic appliance.
4. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 1 to 3, characterised in that
the cartridge (50) has chambers (51a, ..., 51e) separated from one another for storing
more than 2 and less than 10, preferably 7, detergents.
5. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the respective chambers (51a, ..., 51e) are arranged in a common cartridge housing.
6. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the cartridge (50) is provided with at least one openable closure (25a, ..., 25e)
for detergent delivery, which can be opened, in particular automatically, on insertion
into the detergent dosing system (10) and can be closed, in particular automatically,
on removal of the cartridge (50) from the detergent dosing system (10).
7. Water-conducting domestic appliance according to claim 6, characterised in that the cartridge (50) has an openable closure (25a, ..., 25e) for each of its chambers
(51a, ..., 51e).
8. Water-conducting domestic appliance according to claim 6 or 7, characterised in that the openable closure (25a,..., 25e) of a cartridge (50) situated in the installation
position in the detergent dosing system (10) is arranged below in the direction of
gravity.
9. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 4 to 8, characterised in that
the openable closure (25a, ..., 25e) is formed by a membrane.
10. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the at least one cartridge (50) has at least one delivery device, by means of which
the at least two detergents can be delivered into the washing compartment (4) of the
dishwasher (1).
11. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the delivery of the at least two detergents takes place by way of the force of gravity.
12. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the dosing of the at least two detergents takes place by means of defining an outflow
time.
13. Water-conducting domestic appliance according to claim 12,
characterised in that the water-conducting domestic appliance has a control unit which is operatively connected
to at least one of the openable closures (25a, ..., 25e) and is designed in accordance
with the following formula in order to determine the outflow time of the at least
two detergents: t n = x + n - 1 • y

where
t is the outflow time of the detergent,
n is the number of the washing operation,
x is the outflow time of the detergent of the first washing operation,
y is a constant
and the control unit is designed to deliver control signals for the openable closures
(25a, ..., 25e).
14. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
at least one pump is provided for dosing at least one detergent.
15. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the cartridge housing has a mechanical coding which can interact with a matching coding
on the receiving side in order to define the installation position in the dishwasher.
16. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
the cartridge housing has a longitudinal extension along a main axis.
17. Water-conducting domestic appliance according to claim 16, characterised in that the main axis is longer than secondary axes of the housing (2) of the cartridge (50).
18. Water-conducting domestic appliance according to claim 16 or 17, characterised in that
the chambers (51a, ..., 51e) of the cartridge (50) are arranged beside one another
along the main axis.
19. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 16 to 18, characterised in that
the extension along the main axis is greater by the factor of at least 1.5 than an
extension along a secondary axis.
20. Water-conducting domestic appliance according to claim 19, characterised in that an extension along a first secondary axis is greater by the factor of at least 3
than the extension along a second secondary axis.
21. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
at least one section of the cartridge housing facing the washing compartment (4) of
the dishwasher (1), when the cartridge is arranged in the detergent dosing system
(10), has thermal insulation which at least limits a heat flow from the washing compartment
(4) in the direction of the detergent dosing system (10).
22. Water-conducting domestic appliance according to claim 21, characterised in that the thermal insulation is formed by a gas volume arranged in the section.
23. Water-conducting domestic appliance according to claim 21, characterised in that the thermal insulation is formed by an insulating material comprising a solid or
a liquid.
24. Water-conducting domestic appliance according to claim 22 and 23, characterised by a thermal insulation comprising a combination of different materials which are arranged
behind one another in the direction of heat propagation.
25. Water-conducting domestic appliance according to one of the preceding claims, characterised in that
at least one means is provided for level measurement of at least one detergent volume
contained in the chambers (51a, ..., 51e).
26. Water-conducting domestic appliance according to claim 25, characterised in that the means for level measurement is designed to emit a signal when the detergent contained
in the cartridge (50) drops below a predefined remaining quantity.
27. Water-conducting domestic appliance according to claim 26, characterised in that the means for level measurement is designed to emit a signal when the detergent contained
in the cartridge (50) is sufficient for performing a predefined number m of washing
cycles.
28. Water-conducting domestic appliance according to claim 27, characterised in that the number m of washing cycles is between 2 and 5.
29. Water-conducting domestic appliance according to one of claims 25 to 28, characterised in that
the means for level measurement is based on an optical, acoustic or capacitive principle
of measurement.
1. Appareil ménager à circulation d'eau, notamment lave-vaisselle à usage domestique,
présentant un système de dosage de détergent (10) qui présente au moins un distributeur
de détergent (11) destiné au logement d'au moins une cartouche (50), la cartouche
(50) présentant des chambres (51a, ..., 51e) séparées pour le stockage d'au moins
deux détergents,
caractérisé en ce que
chaque chambre (51a, ..., 51e) présente un volume de réception pour le stockage de
détergents qui est plus grand que les quantités nécessaires pour un cycle de lavage,
une chambre de ventilation (52), outre les chambres (51a, ..., 51e) destinées au logement
des détergents, étant ménagée, laquelle est en liaison avec les chambres (51a, ...,
51e) contenant les détergents, dans lequel la chambre de ventilation (52) fait partie
de la cartouche (50).
2. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la chambre de ventilation (52) est en liaison avec les chambres (51a, ..., 51e) contenant
les détergents par l'intermédiaire de canaux de ventilation (53) situés dans un couvercle
(54) fermant les chambres individuelles.
3. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 à
2,
caractérisé en ce que
le distributeur de détergents (11) est disposé dans un espace intérieur de l'appareil
ménager à circulation d'eau.
4. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications 1 à
3,
caractérisé en ce que
la cartouche (50) présente des chambres (51a, ..., 51e) séparées les unes des autres,
destinées au stockage de plus de 2 et de moins de 10 détergents, de préférence de
7 détergents.
5. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les chambres (51a, ..., 51e) respectives sont disposées dans un carter de cartouche
commun.
6. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la cartouche (50) est munie d'au moins une fermeture (25a, ..., 25e) pouvant être
ouverte pour la distribution de détergent, laquelle fermeture, lors de l'insertion
dans le système de dosage de détergent (10), peut être ouverte, notamment automatiquement,
et lors du retrait de la cartouche (50) hors du système de dosage de détergent (10),
peut être fermée, notamment automatiquement.
7. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la cartouche (50) présente une fermeture (25a, ..., 25e) pouvant être ouverte pour
chacune de ses chambres (51a, ..., 51e).
8. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que
la fermeture (25a, ..., 25e), pouvant être ouverte, d'une cartouche (50) se trouvant
dans le système de dosage de détergent (10) en position de montage est disposée en
bas en direction de la pesanteur.
9. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications 4 à
8,
caractérisé en ce que
la fermeture (25a, ..., 25e), pouvant être ouverte est formée par une membrane.
10. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins une cartouche (50) présente au moins un dispositif de transport à l'aide
duquel les au moins deux détergents peuvent être transportés dans l'espace de lavage
(4) du lave-vaisselle (1).
11. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la distribution des aux moins deux détergents est réalisée par gravité.
12. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dosage des au moins deux détergents est réalisé par établissement d'un temps d'écoulement.
13. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'appareil ménager à circulation d'eau présente un dispositif de commande qui est
en liaison active avec au moins une des fermetures (25a, ..., 25e) pouvant être ouvertes
et est réalisé pour déterminer le temps d'écoulement des au moins deux détergents
selon la formule n= x + n - 1 · y

t étant le temps d'écoulement du détergent
n étant le numéro du cycle de lavage
x étant le temps d'écoulement du détergent du premier cycle de lavage
y étant une constante
et l'unité de commande étant réalisée pour la sortie de signaux de commande des fermetures
(25a, ..., 25e) pouvant être ouvertes.
14. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une pompe est ménagée pour le dosage d'au moins un détergent.
15. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le boîtier de cartouche dispose d'un codage mécanique qui peut coopérer avec un contre-codage
côté réception afin de définir la position de montage dans le lave-vaisselle.
16. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le boîtier de cartouche présente une étendue longitudinale le long d'un axe principal.
17. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 16,
caractérisé en ce que
l'axe principal est plus long que les axes secondaires du boîtier (2) de la cartouche
(50).
18. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 16 ou 17,
caractérisé en ce que
les chambres (51a, ..., 51e) de la cartouche (50) sont disposées les unes à côté des
autres le long de l'axe principal.
19. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications 16
à 18,
caractérisé en ce que
l'étendue le long de l'axe principal est plus grande d'au moins le facteur 1,5 que
l'étendue le long d'un axe secondaire.
20. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 19,
caractérisé en ce qu'
une étendue le long d'un premier axe secondaire est plus grande du facteur 3 que l'étendue
le long d'un deuxième axe secondaire.
21. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins une section du boîtier de cartouche, orientée vers l'espace de lavage (4)
du lave-vaisselle (1), lorsque celle-ci est disposée dans le système de dosage de
détergent (10), présente une isolation thermique qui au moins délimite un courant
de chaleur de l'espace de lavage (4) en direction du système de dosage de détergent
(10).
22. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 21,
caractérisé en ce que
l'isolation thermique est formée par un volume de gaz disposé dans la section.
23. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 21,
caractérisé en ce que
l'isolation thermique est formée par un matériau isolateur constitué de matière solide
ou de liquide.
24. Appareil ménager à circulation d'eau selon les revendications 22 et 23,
caractérisé par
une isolation thermique constituée d'une combinaison de différents matériaux qui sont
disposés les uns derrière les autres en direction de la dispersion de chaleur.
25. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins un moyen de mesure de niveau de remplissage d'au moins un volume de détergent
contenu dans les chambres (51a, ..., 51e) est ménagé.
26. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 25,
caractérisé en ce que
le moyen de mesure de niveau de remplissage est réalisé pour la sortie d'un signal,
lorsque le détergent contenu dans la cartouche (50) dépasse vers le bas une quantité
résiduelle prédéterminée.
27. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 26,
caractérisé en ce que
le moyen de mesure de niveau de remplissage est réalisé pour la sortie d'un signal,
lorsque le détergent contenu dans la cartouche (50) est suffisant pour la réalisation
d'un nombre prédéfini m de cycles de lavage.
28. Appareil ménager à circulation d'eau selon la revendication 27,
caractérisé en ce que
le nombre m de cycles de lavage est compris entre 2 et 5.
29. Appareil ménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications 25
à 28,
caractérisé en ce que
le moyen de mesure de niveau de remplissage est basé sur un principe de mesure optique,
acoustique ou capacitif.
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