| (19) |
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(11) |
EP 2 073 684 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.2011 Patentblatt 2011/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/058997 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/034698 (27.03.2008 Gazette 2008/13) |
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KARTUSCHE UND WASSERFÜHRENDES HAUSHALTSGERÄT MIT EINEM REINIGUNGSMITTELDOSIERSYSTEM
FÜR EINE KARTUSCHE
CARTRIDGE AND WATER-CONDUCTING DOMESTIC APPLIANCE COMPRISING A DETERGENT DOSING SYSTEM
FOR A CARTRIDGE
CARTOUCHE ET APPAREIL MÉNAGER ACHEMINANT DE L'EAU ET COMPRENANT UN SYSTÈME DE DOSAGE
DE DÉTERGENT POUR CARTOUCHE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.09.2006 DE 102006043976
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.2009 Patentblatt 2009/27 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- CLASSEN, Egbert
86637 Wertingen (DE)
- JERG, Helmut
89537 Giengen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/29150 WO-A-2005/058126 US-A1- 2005 000 551
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WO-A-95/23549 DE-A1-102005 061 801
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kartusche nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ferner betrifft die Erfindung ein wasserführendes Haushaltsgerät mit einem Reinigungsmitteldosiersystem.
[0002] Die Mehrzahl der derzeit bspw. im Einsatz befindlichen Haushalts-Geschirrspülmaschinen
besitzt eine Zugabevorrichtung zur Aufnahme eines oder mehrerer Reinigungsmittel,
welche im Verlauf eines Spülzyklus der Spülflotte zum Reinigen des in der Geschirrspülmaschine
einsortierten Spülguts zugegeben werden. Üblicherweise wird das in der Zugabevorrichtung
bevorratete Reinigungsmittel während des Spülzyklus vollständig in den Spülraum abgegeben
und der darin umgewälzten Spülflotte beigemischt. Die Zugabevorrichtung ist von ihrer
Größe her derart bemessen, dass gerade die für einen Spülzyklus benötigte Menge an
Reinigungsmitteln eingefüllt werden kann. Der Benutzer der Geschirrspülmaschine ist
deshalb gezwungen, zum Beginn jedes Spülzyklus die für den Spülzyklus benötigte Menge
an Reinigungsmittel in die Zugabevorrichtung einzufüllen. Diese Handhabung ist für
den Benutzer der Geschirrspülmaschine unbequem. Darüber hinaus besteht bei derartigen
Geschirrspülmaschinen das Problem, dass die Menge an in die Zugabevorrichtung eingefüllten
Reinigungsmitteln von Benutzer zu Benutzer, aber auch von Spülgang zu Spülgang variieren
kann. Eine nicht korrekt dosierte Menge an Reinigungsmittel kann einerseits zu unbefriedigenden
Spülergebnissen führen, wenn die Reinigungsmittel zu gering dosiert wurden, und andererseits
eine Verschwendung an Reinigungsmitteln und damit eine Belastung der Umwelt zur Folge
haben, wenn eine zu große Menge an Reinigungsmitteln dosiert wurde.
[0003] Zugabevorrichtungen, welche die darin gespeicherte Menge an Reinigungsmitteln auf
einmal der Spülflotte zusetzen, lassen weiterhin die Durchführung komplexerer Spülprogramme
nicht zu. So kann es beispielsweise in bestimmten Situationen sinnvoll sein, das Reinigungsmittel
zu verschiedenen Zeitpunkten der Spülflotte zuzudosieren. Zugabevorrichtungen, welche
zur Aufnahme einer einzigen Reinigungsmittel-Dosis ausgebildet sind, können derartige
komplexe Spülzyklen nicht unterstützen.
[0004] Z.B. weist die Haushalts-Geschirrspülmaschine der
DE 10 2005 061 801 A1 eine Dosiereinrichtung zur Steuerung der Zugabe von Zugabesubstanzen, z. B. Reinigungs-und/oder
Klarspülsubstanzen, auf, in die ein Bevorratungseinsatz für Zugabesubstanzen, z.B.
Reinigungs- und/oder Klarspülsubstanzen, einsetzbar ist. Mit der Dosiereinrichtung
sind Zugabesubstanzen aus dem Bevorratungseinsatz dosiert in den Spülbehälter der
Haushalts-Geschirrspülmaschine abgebbar. Der Dosiereinrichtung ist dabei eine Schnittstelleneinrichtung
für ein Zusammenwirken mit unterschiedlichen Bevorratungseinsätzen für unterschiedliche
Arten von Zugabesubstanzen, z.B. Tabs, pulverförmig oder flüssig, zuordenbar. Die
Schnittstelleneinrichtung ist vorzugsweise an der Dosiereinrichtung angeordnet.
[0005] Der Einsatz eines Behälters oder einer Kartusche in einem Reinigungsmitteldosiersystem
bringt das Problem mit sich, dass bei der Entnahme des Behälters oder der Kartusche
aus dem Reinigungsmitteldosiersystem eventuell noch darin befindliche Reinigungsmittelreste
austreten können. Das Austreten der Reinigungsmittel könnte - je nach darin befindlichen
Substanzen - zu einer Gefährdung der Gesundheit der Personen führen, wenn diese in
Kontakt mit dem Reinigungsmittel geraten.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kartusche und ein wasserführendes
Haushaltsgerät anzugeben, welche den oben genannten Nachteil nicht aufweisen. Ferner
ist es Aufgabe der Erfindung, ein Reinigungsmitteldosiersystem anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Kartusche mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0008] Die erfindungsgemäße Kartusche zum Einsatz in einem Reinigungsmitteldosiersystem
eines wasserführenden Haushaltsgeräts, insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine,
weist wenigstens einen Reinigungsmittelspender mit einem Aufnahmeraum zur Aufnahme
wenigstens einer Kartusche auf, wobei die Kartusche getrennte Kammern zur Aufnahme
wenigstens je eines Reinigungsmittels aufweist. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass die Kammern wenigstens mit zumindest einem öffenbaren und zumindest einmal wieder
verschließbaren Verschluss in Verbindung stehen. Da die Kartusche nur einmal beim
Einsetzten in ein Reinigungsmitteldosiersystem geöffnet und nur einmal beim Herausnehmen
aus ein Reinigungsmittelsystem verschlossen werden muss ist vorzugsweise ist vorgesehen,
dass der Verschluss zum einmaligen Öffnen und zum einmaligen Verschließen ausgebildet
ist.
[0009] Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Verschluss zum selbsttätigen Öffnen und
Verschließen beim Einsetzen bzw. Herausnehmen der Kartusche in ein Reinigungsmitteldosiersystem
ausgebildet ist. Der Verschluss dient während der Lagerung und des Transports dazu,
dass das in der Kartusche bevorratete Reinigungsmittel nicht unbeabsichtigt auslaufen
kann. Das Öffnen des Verschlusses erfolgt in dem Moment, in dem die Kartusche in den
Reinigungsmittelspender des Reinigungsmitteldosiersystems eingesetzt wird, so dass
während des weiteren Betriebs der Geschirrspülmaschine eine Zudosierung des Reinigungsmittels
zur Spülflotte möglich ist. Der öffenbare Verschluss kann z.B. in Schwerkraftrichtung
unten, d.h. am Boden der Kartusche angeordnet sein, wenn die Kartusche sich in Einbaulage
in dem Reinigungsmitteldosiersystem befindet. Hierdurch wird das vollständige Entleeren
der Kartusche in ihrer Einbaulage erleichtert, wodurch kein Reinigungsmittel in der
Kartusche ungenutzt verbleibt. Es kann gewährleistet werden, dass aus der Kartusche
nach der Entnahme aus dem Reinigungsmitteldosiersystem kein Reinigungsmittel austreten
kann. Eine konstruktiv besonders einfach aufgebaute und kostengünstig herzustellende
Kartusche ergibt sich dann, wenn der öffenbare Verschluss durch eine Membran, eine
Folie oder einen Elastomer gebildet ist. Ist die Kartusche z.B. aus einem Kunststoff
gefertigt, so kann die Kartusche zusammen mit dem öffenbaren Verschluss durch ein
2Komponenten-Spritzverfahren in einem Schritt gefertigt werden.
[0010] Vorzugsweise wiest eine erfindungsgemäße Kartusche wenigstens einen Verschluss auf,
welcher bei eingesetzter Kartusche in das Reinigungsmitteldosiersystem korrespondierend
zu einem Öffnungsmittel des Reinigungsmitteldosiersystems angeordnet ist, so dass
der öffenbare Verschluss in eine geöffnete Position gebracht ist, in welcher das Reinigungsmittel,
insbesondere durch das Reinigungsmitteldosiersystem, in einem Spülzyklus zugebbar
ist.
[0011] Die erfindungsgemäße Kartusche ist mit einem öffenbaren Verschluss versehen, der
beim Einsetzen in das Reinigungsmitteldosiersystem selbsttätig öffenbar und beim Entnehmen
der Kartusche aus dem Reinigungsmitteldosiersystem selbsttätig schließbar ist. Der
öffenbare Verschluss ist beim Einsetzen der Kartusche in das Reinigungsmitteldosiersystem
korrespondierend zu einer Kanüle des Reinigungsmitteldosiersystems angeordnet, so
dass der öffenbare Verschluss von dieser durchdrungen wird. Die Kanüle ist dabei ortsfest
in dem Reinigungsmitteldosiersystem vorgesehen. Damit kann über die Kanüle Reinigungsmittel
in das Reinigungsmitteldosiersystem während eines Spülzyklus gelangen und von diesem
zur Spülflotte zudosiert werden. Wird andererseits die Kartusche wieder aus dem Reinigungsmitteldosiersystem
entnommen, so verschließt sich aufgrund der elastischen Eigenschaften des öffenbaren
Verschlusses die durch die Kanüle hervorgerufene Öffnung, dass ein Austritt eventuell
noch darin befindlicher Reste an Reinigungsmittel verhindert ist. Hiermit ist mit
einfachsten Mitteln ein zumindest einmalig wieder verschließbarer Verschluss bereitgestellt.
[0012] Die Anzahl der öffenbaren Verschlüsse der Kartusche entspricht in einer Ausgestaltung
der Anzahl der in der Kartusche bevorrateten Reinigungsmittel oder einer Anzahl an,
die Reinigungsmittel aufnehmenden, Kammern.
[0013] Das wenigstens eine Reinigungsmittel ist in jeweiligen Kammern der Kartusche bevorratet,
wobei weiter eine Belüftungskammer vorgesehen ist, welche in operativer Verbindung
mit den Kammern steht. Das Bevorraten unterschiedlicher Reinigungsmittel in unterschiedlichen
Kammern weist den Vorteil auf, dass in einem bestimmten Abschnitt eines Spülzyklus
lediglich dasjenige Reinigungsmittel zudosiert werden zu braucht, welches für diesen
Spülabschnitt tatsächlich notwendig ist. Selbstverständlich ist es dabei möglich,
dass während eines bestimmten Abschnitts eines Spülzyklus auch mehrere der Reinigungsmittel
gleichzeitig zudosiert werden. Ferner ist es möglich, mehrere Reinigungsmittel in
einer gemeinsamen Kammer der Kartusche anzuordnen. Die Belüftungskammer trägt dafür
Sorge, dass in den jeweiligen, Reinigungsmittel aufnehmenden, Kammern mit zunehmender
Entleerung kein Unterdruck entstehen kann, welcher einem Zudosieren von Reinigungsmittel
in die Spülflotte hinderlich wäre.
[0014] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Belüftungskammer über Belüftungskanäle,
die in einem gemeinsamen, die einzelnen Kammern abschließenden, Deckel vorgesehen
sind, mit den die Reinigungsmittel aufnehmenden Kammern in operativer Verbindung steht.
Ist die Kartusche in dem Reinigungsmitteldosiersystem angeordnet, so ist der Deckel
in Schwerkraftrichtung oben angeordnet. Damit ist gewährleistet, dass mit zunehmender
Entleerung der jeweiligen Kammern der Kartusche Luft in die Kammern nachströmen kann
und das Auslaufen bzw. Zudosieren der jeweiligen Reinigungsmittel einfach und präzise
vornehmbar ist.
[0015] Die Kartusche kann ferner wenigstens eine Fördereinrichtung aufweisen, mit der wenigstens
ein Reinigungsmittel, insbesondere über das Reinigungsmitteldosiersystem, bspw. in
den Spülraum der Geschirrspülmaschine förderbar ist. Die Fördereinrichtung kann z.B.
in der Form einer Pumpe ausgebildet sein. Die Förderung der Reinigungsmittel in den
Spülraum der Geschirrspülmaschine kann jedoch auch unter Ausnutzung der Schwerkraft
erfolgen, wobei die Fördereinrichtung in diesem Fall die Funktion eines Ventils ausbildet,
welches das Auslaufen von Spülmitteln aus den jeweiligen Kammern der Kartusche erlaubt
oder unterbindet. Insbesondere kann dabei eine der Anzahl der Reinigungsmittel entsprechende
Anzahl an Fördereinrichtungen vorgesehen sein.
[0016] Um ein falsches Einlegen der Kartusche in den Reinigungsmittelspender zu unterbinden,
verfügt das Gehäuse der Kartusche über eine mechanische Kodierung, gebildet bspw.
durch Vorsprünge oder Führungen. Die Kodierung ist derart ausgestaltet, dass sich
die Kartusche lediglich auf eine einzige Weise, die vorbestimmte Weise, in den Reinigungsmittelspender
einsetzen lässt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der öffenbare Verschluss
korrespondierend zu dem Öffnungsmittel des Reinigungsmitteldosiersystems anordnenbar
ist.
[0017] Die Kartusche kann jede geeignete Form aufweisen. Vorzugsweise ist jedoch vorgesehen,
dass das Gehäuse der Kartusche eine Längserstreckung entlang einer Hauptachse aufweist.
Hierbei kann es sich z.B. um einen quarderförmigen Grundkörper mit einer Längsachse,
bspw. entlang der Breite, handeln, die wesentlich länger als alle anderen Achsen (entlang
der Tiefe und der Höhe) ist. Es kann sich aber auch um einen kegel-, kegelstumpf-,
zylinder-, pyramiden- oder pyramidenstumpfförmigen Grundkörper mit einer Hauptachse
handeln.
[0018] Dabei ist vorzugsweise, dass die Hauptachse länger als Nebenachsen des Gehäuses mit
einer der oben genannten Grundform der Kartusche ist, z.B. um den Faktor mindestens
1,5. Ferner kann der Grundkörper vorzugsweise eine Erstreckung entlang einer ersten
Nebenachsen aufweisen, z.B. entlang der Höhe, und eine Erstreckung entlang einer zweiten
Nebenachse, z.B. entlang der Tiefe, aufweisen, wobei die Erstreckung entlang der erste
Nebenachse wesentlich länger als die Erstreckung entlang der zweiten Nebenachse ist,
z.B. um den Faktor 5 bis 10, vorzugsweise 5. Eine besonders gute Handhabung der Kartusche
und ein zweckmäßiges Volumen jeweiliger Reinigungsmittel ergeben sich dann, wenn das
Gehäuse der Kartusche eine quarderförmige Grundform mit eine Tiefe von etwa 25 mm,
eine Breite von etwa 200 mm und eine Höhe von etwa 125 mm aufweist. Insbesondere lassen
sich bei derartigen Abmaßen die bevorzugte Gesamtzahl z von Spülzyklen zwischen 20
und 40, bevorzugt 30, Spülzyklen realisieren.
[0019] In einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Kammern der Kartusche
entlang der Hauptachse nebeneinander angeordnet sind. D.h., dass bei einer Kartusche
mit quarderförmiger Grundform und sich in Richtung der Breite erstreckender Hauptachse
die Einteilung in Kammern zu Kammerabmessungen führt, bei der die Abmessung einer
Kammer ein der Anzahl der Kammern entsprechender Anteil der Breite ist, während für
aller Kammer eine gleich Tiefe und Höhe gegeben ist.
[0020] Schließlich ist vorzugsweise vorgesehen, dass wenigstens eine der Kammern wenigstens
eine der folgenden Inhaltstoffe aufweist: Alkaliträger, z.B. Lauge, Komplexier- und
Dispergierstoffe; z.B. Polymere; Enzyme wie Amylase, Protease oder Lipase; Bleichmittel,
z.B. Wasserstoffperoxid; Bleichaktivator, und Tenside, wie z.B. nichtionische Tenside.
Ferner kann zusätzlich eine biozidwirkende Flüssigkeit bevorratet werden. Insbesondere
können Biozide gegen Bakterien (Bakterizide), gegen Pilze (Fungizide), gegen Keime
(Mikrobizide), gegen Viren (Viruzide) und auch gegen Algen (Algizide) bevorratet werden,
deren Zugabe unangenehme Geruchsentwicklungen durch z.B. Biofilmbildung während längerer
Standzeiten zu unterbinden.
[0021] Die Erfindung betrifft auch ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine
Haushalts-Geschirrspülmaschine, ein Reinigungsmitteldosiersystem aufweisend, wobei
das Reinigungsmitteldosiersystem einen Reinigungsmittelspender mit wenigstens einem
Aufnahmeraum zur Aufnahme wenigstens einer erfindungsgemäß ausgebildeten Kartusche
aufweist.
[0022] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung umfasst ferner ein wasserführendes
Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einem Reinigungsmitteldosiersystem
und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmitteldosiersystem einen Reinigungsmittelspender
mit wenigstens einem Aufnahmeraum zur Aufnahme wenigstens einer Kartusche mit wenigstens
einem öffenbaren Verschluss aufweist und Öffnungsmittel derart angeordnet sind, dass
bei wenigstens einer eingesetzten Kartusche der wenigstens eine Verschluss in eine
geöffnete Position gebracht ist. Dabei kann das Reinigungsmitteldosiersystem angrenzend
an einen Spülraum der Geschirrspülmaschine im Inneren der Geschirrspülmaschine ausgebildet
sein. Der Reinigungsmittelspender weist einen Aufnahmeraum für wenigstens eine wenigstens
ein Reinigungsmittel enthaltende Kartusche auf, wobei die bevorratete Menge an Reinigungsmittel
größer als die für einen Spülzyklus benötige Menge ist. Dabei stellt das Reinigungsmitteldosiersystem
genau die Menge an Reinigungsmittel bereit, die für einen Spülzyklus notwendig ist.
[0023] Das erfindungsgemäße Reinigungsmitteldosiersystem umfasst damit als Hauptkomponenten
einen in der Geschirrspülmaschine ortsfest angeordneten Reinigungsmittelspender sowie
wenigstens eine Reinigungsmittel enthaltende Kartusche.
[0024] Das Öffnungsmittel des Reinigungsmitteldosiersystems übernimmt dabei die Aufgabe,
den Zugang zu der Kartusche freizulegen, sobald diese in den Reinigungsmittelspender
des Reinigungsmitteldosiersystems eingelegt wurde. Im Übrigen sind damit die gleichen
Vorteile verbunden, wie sie vorstehend bereits erläutert wurden.
[0025] Das Öffnungsmittel des erfindungsgemäßen Reinigungsmitteldosiersystems ist durch
eine Kanüle gebildet, wobei der öffenbare Verschluss beim Einsetzen wenigstens einer
Kartusche in das Reinigungsmitteldosiersystem korrespondierend zu der Kanüle angeordnet
ist, so dass der Verschluss der wenigstens einen Kartusche von dieser durchdrungen
wird. Es versteht sich von selbst, dass bei einer Mehrzahl an öffenbaren Verschlüssen
eine entsprechende Anzahl an korrespondierend angeordneten Kanülen vorgesehen ist,
welche jeweils ein Durchdringen des betreffenden Verschlusses bewirken. Unabhängig
davon kann auch vorgesehen sein, dass einem öffenbaren Verschluss eine Mehrzahl an
Öffnungsmitteln, insbesondere Kanülen, zugeordnet sind. Damit kann beispielsweise
der Volumendurchfluss in einer bestimmten Zeit ohne besondere Ansteuerung beeinflusst
werden.
[0026] Um eine korrespondierende Lagerung der wenigstens einen Kartusche zu dem Öffnungsmittel
des Reinigungsmittelspenders sicherstellen zu können, ist in dem Reinigungsmitteldosiersystem
eine Haltevorrichtung zur Halterung und Lagefixierung der Kartusche umfasst. Die Haltevorrichtung
ist in einer Ausführungsform durch eine Aufnahme an einem Deckel des Reinigungsmittelspenders
gebildet, der zwischen einer Öffnungsposition und einer Verschlussposition bewegbar,
insbesondere verschwenkbar, ist und den Aufnahmeraum in der Verschlussposition verschließt.
Diese sorgt neben der bestimmungsgemäßen, lagerichtigen Halterung der Kartusche für
ein erleichtertes Einsetzen und Austauschen einer leeren Kartusche. Die Aufnahme kann
beispielsweise durch an dem Deckel L-förmig ausgebildete Haltelaschen gebildet sein,
wobei sich jeweils erste Abschnitte der Haltelaschen in etwa senkrecht von einer Hauptfläche
des Deckels weg erstrecken und an den, von der Hauptfläche abgewandten, Enden der
ersten Abschnitte zu diesen in etwa senkrecht verlaufende zweite Abschnitte angeordnet
sind, während von den ersten Abschnitten abgewandte Enden einander zugewandt sind.
[0027] Das Reinigungsmitteldosiersystem kann ferner eine Positionierungsvorrichtung zur
Positionierung der wenigstens einen Kartusche in dem Reinigungsmittelspender aufweisen,
welche einen vorgegebenen Sitz der Kartusche in dem Reinigungsmitteldosiersystem erzwingt,
wenn die Kartusche in dem Aufnahmeraum angeordnet ist. Durch die Vorrichtung zur Positionierung
der wenigstens einen Kartusche kann sichergestellt werden, dass die bestimmungsgemäße
korrespondierende Anordnung von öffenbaren Verschlüssen und Öffnungsmitteln des Reinigungsmittelspenders
eingehalten wird. Damit ist das Zudosieren des Reinigungsmittels bestimmungsgemäß
gewährleistet.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Reinigungsmitteldosiersystem
über zumindest einen, mit dem Spülraum in operativer Verbindung stehenden, Auslass
verfügt, über den eine festgelegte Menge an Reinigungsmittel der Spülflotte während
eines Spülzyklus zuführbar ist, wobei der zumindest eine Auslass an dem Reinigungsmittelspender
vorgesehen ist. Es ist zweckmäßig, wenn der zumindest eine Auslass an dem Gehäuseabschnitt
des Reinigungsmittelspenders vorgesehen ist, der in Schwerkraftrichtung unterhalb
des Aufnahmeraums angeordnet ist. Dabei kann eine Anzahl an Auslässen vorgesehen sein,
die der Anzahl der in der Kartusche bevorrateten Reinigungsmittel oder der Anzahl
der die Reinigungsmittel aufnehmenden Kammern entspricht.
[0029] Der zumindest eine Auslass des Reinigungsmitteldosiersystems mündet in eine Dosierkammer,
welche mit dem Reinigungsmittel in operativer Verbindung steht. Dies bedeutet, dass
die Dosierkammer über das Öffnungsmittel bzw. die Kanüle, und ggf. einem steuerbaren
Ventil o. Ä. mit dem Reinigungsmittel verbunden ist. Der Dosierkammer kann eine Fördereinrichtung
zugeordnet sein, mit welcher das Reinigungsmittel aus der Kartusche dem Spülraum zuführbar
ist. Die Fördereinrichtung ist zweckmäßigerweise in der Dosierkammer angeordnet. Die
Dosierung kann z.B. durch eine Pumpe vorgenommen werden. Alternativ kann die Abgabe
über die Schwerkraft und die Dosierung über die Festlegung einer Auslaufzeit erfolgen.
Diese Variante erzwingt, dass der öffenbare Verschluss in Schwerkraftrichtung unten
angeordnet ist, wenn sich die Kartusche in Einbaulage in dem Reinigungsmitteldosiersystem
befindet, was im Übrigen eine bevorzugte Anordnung darstellt.
[0030] Das erfindungsgemäße Reinigungsmitteldosiersystem kann ferner zumindest eine weitere
Kammer für ein festes Reinigungsmittel aufweisen. Das Vorsehen einer solchen weiteren
Kammer weist den Vorteil auf, dass der Betrieb der Geschirrspülmaschine auch dann
sichergestellt werden kann, wenn die wenigstens eine Kartusche keine Reinigungsmittel
mehr enthält und der Benutzer keine weitere gefüllte Kartusche zur Hand hat.
[0031] Bevorzugt ist das Reinigungsmitteldosiersystem derart angeordnet, dass es von einer
Bedienperson nur bei geöffneter Tür erreichbar ist. So ist das Reinigungsmitteldosiersystem
gemäß einer Variante in einer Seitenwand des Spülraums zwischen einem Oberkorb und
einem Unterkorb der Geschirrspülmaschine angeordnet. Alternativ kann das Reinigungsmitteldosiersystem
an einer gegenüber dem Spülraum verschwenkbar ausgebildeten Tür der Geschirrspülmaschine
angeordnet sein. Die Ausbildung erfolgt in dieser Variante an der Tür derart, dass
eine Bestückung des Reinigungsmittelspenders mit der Kartusche von der Stirnseite
der Tür her erfolgt. Die Bestückung kann dabei im Bereich einer Blende der Tür oder
einer Innentür der Tür der Geschirrspülmaschine erfolgen.
[0032] Die Erfindung umfasst ferner ein Reinigungsmitteldosiersystem.
[0033] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine mit einem Reinigungs- mitteldosiersystem,
welches in einer Behälterwand angeordnet ist,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Reinigungsmitteldosiersystem zur Anordnung
in der Behälterwand der Geschirrspülmaschine,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch das in Fig. 3 gezeigte Reinigungsmitteldosiersystem, und
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel einer Kartusche zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen
Reinigungsmitteldosiersystem.
[0034] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine 1, die eine verschwenkbar
an einem Gehäuse 2 gelagerte Tür 3 aufweist. Die Tür 3 ist in der Figur in ihrer geöffneten
Stellung dargestellt. In einem durch die Tür 3 verschließbaren Spülraum 4 sind in
bekannter Weise Geschirrkörbe 5, 6 angeordnet. Ein Reinigungsmitteldosiersystem 10,
umfassend einen Reinigungsmittelspender 11 und eine Kartusche 50, welche zumindest
zwei getrennt voneinander bevorratete Reinigungsmittel enthält, ist in einer Behälterwand
7 des Gehäuses 2 angeordnet. Fig. 1 zeigt die dabei bevorzugte Anordnung des Reinigungsmitteldosiersystems
10 zwischen dem Oberkorb 5 und dem Unterkorb 6. Der die Kartusche 50 aufnehmende Reinigungsmittelspender
11 ist dabei in einem der Türöffnung nahe gelegenen Abschnitt der Behälterwand 7 angeordnet,
um das Einführen und Entnehmen der Kartusche 50 in bzw. aus dem Reinigungsmittelspender
11 für den Benutzer zu erleichtern.
[0035] In den Fig. 2 und 3 ist eine Draufsicht und ein Querschnitt durch das Reinigungsmitteldosiersystem
10, wie es in der Geschirrspülmaschine nach Fig. 1 zum Einsatz kommt, dargestellt.
Fig. 2 zeigt den in der Behälterwand angeordneten Reinigungsmittelspender 11. Dieser
umfasst ein Gehäuse 12 und einen gegenüber dem Gehäuse 12 verschwenkbar gelagerten
Deckel 14. Befindet sich der Deckel 14, wie in Fig. 3 dargestellt, in seiner Öffnungsposition,
so kann die Kartusche 50 vom Spülraum 4 her in den Deckel 14 eingelegt werden. Der
Deckel 14 verfügt zur Halterung und Fixierung über zwei symmetrisch angeordnete Haltelaschen
17, welche eine L-förmige Gestalt aufweisen und an die Größe der Kartusche 50 angepasst
sind, so dass die Haltelaschen 17 die Kartusche 50 nach dem Einlegen haltend umgreifen.
An dem Deckel 14 ist ferner eine Auflagefläche 30 angeformt, so dass die Kartusche
50 in einer definierten Position zum Liegen kommt. Durch das Schließen des Deckels
14 wird die Kartusche in einen Aufnahmeraum 15 des Reinigungsmittelspenders 11 eingebracht
und durch gegebenenfalls vorhandene Nasen und/oder Vorsprünge am Gehäuse des Reinigungsmittelspenders
in ihre endgültige Position gedrückt.
[0036] Wie aus der Querschnittsdarstellung der Figur 3 gut zu ersehen ist, weist der Außenumfang
des Gehäuses 12 des Reinigungsmittelspenders 11 einen Umbug auf. Der Umbug dient zur
Aufnahme einer Dichtung 32, welche zwischen dem Umbug und der Behälterwand 7 eingelegt
ist. Auf diese Weise wird das Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit in Richtung
der Rückseite der Behälterwand 7 verhindert.
[0037] Neben der Aufnahme für die Kartusche weist der Reinigungsmittelspender 11 eine Kammer
27 zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels auf. Bei dem festen Reinigungsmittel
kann es sich beispielsweise um einen 3-in-1-Tab handeln, welcher in die Kammer 27
eingelegt wird, wenn in dem Aufnahmeraum 15 keine oder eine leere Kartusche 50 enthalten
ist. Das Vorsehen der Kammer 27 zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels ermöglicht
es, die Geschirrspülmaschine auch dann zu nutzen, wenn die Kartusche 50 leer ist und
keine gefüllte Kartusche verfügbar ist.
[0038] Die Kammer 27 weist, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist, eine Öffnung 31 auf, welche
mit der Umgebung der Geschirrspülmaschine in Verbindung steht. Die Öffnung 31 kann
zu diesem Zweck über in den Figuren nicht gezeigten Kanälen, welche auf der Rückseite
der Behälterwand 7 verlaufen, mit der Umgebung verbunden sein. Das Reinigungsmitteldosiersystem
integriert damit die Funktionalität einer so genannten "Expansionsöffnung", welche
zur Ableitung des im Spülraum entstehenden Überdrucks dient, wenn die Geschirrspülmaschine
z. B. während eines Spülzyklus mit bereits erwärmter Spülflotte durch den Benutzer
geöffnet und wieder geschlossen wird. Der in diesem Moment entstehende Überdruck kann
dann über die Kammer 27 und die Öffnung 31 zur Umgebung hin abgeleitet werden.
[0039] Durch die Integration der Expansionsöffnung in das Reinigungsmitteldosiersystem und
die Möglichkeit, mit dem Reinigungsmitteldosiersystem sämtliche Reinigungsmittel und
Betriebsmittel für den Betrieb der Geschirrspülmaschine zur Verfügung stellen zu können,
ergibt sich ein im Vergleich zu herkömmlichen Geschirrspülmaschinen wesentlich einfacherer
konstruktiver Aufbau. Insbesondere muss lediglich noch eine Öffnung für das Reinigungsmitteldosiersystem
10 in dem Spülraum der Geschirrspülmaschine vorgesehen werden. Weitere Öffnungen,
wie diese bislang zur Bereitstellung der Expansionsöffnung und/oder der Zugabevorrichtung,
notwendig sind, können damit entfallen. Hierdurch lässt sich der Herstellungsvorgang
der Geschirrspülmaschine mit weniger Schritten bewerkstelligen. Weiterhin entfällt
die Notwendigkeit, jede der Öffnungen für eines der genannten Funktionsteile mit einer
aufwändigen Dichtung versehen zu müssen. Insgesamt lässt sich damit eine preiswertere
Geschirrspülmaschine herstellen.
[0040] Eine beispielhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kartusche 50 ist in Fig. 4
dargestellt. Die Kartusche 50 weist lediglich beispielhaft fünf Kammern 51a, 51b,
51c, 51d und 51e auf, zur Aufnahme jeweils eines Reinigungsmittels oder eines Reinigungsmittelgemisches.
Die Größe der einzelnen Kammern 51a bis 51e ist dabei bevorzugt entsprechend dem während
einer vorgegebenen Anzahl an Spülzyklen notwendigen Volumen dimensioniert. Bevorzugt
ist das Volumen der verschiedenen Reinigungsmittel in den Kammern 51a bis 51e derart
bemessen, dass nach einer bestimmten Anzahl an Spülzyklen, bevorzugt zwischen 20 und
40, weiter bevorzugt ca. 30, sämtliche der Kammern 51a bis 51e vollständig entleert
sind. Jede der Kammern 51a bis 51e ist mit einem Verschluss 25a bis 25e, z.B. in Form
einer Membran, einer Folie oder eines Elastomers, versehen. Die z.B. aus einem Gummi
bestehende Membran schließt die einzelnen Kammern 51a bis 51e dichtend ab, so dass
während der Lagerung und des Transports der Kartusche 50 kein Reinigungsmittel aus
diesen entweichen kann. Beim Einsetzen der Kartusche 50 in den Reinigungsmittelspender
11 werden die Membranen von korrespondierend in dem Reinigungsmittelspender 11 angeordneten
Kanülen 21 (vgl. Fig. 3) durchstochen, so dass nach Maßgabe einer entsprechenden Dosiervorrichtung
Reinigungsmittel in den Spülraum zugegeben werden kann. Aufgrund der elastischen Eigenschaften
einer Membran, einer Folie oder eines Elastomers ist weiterhin sichergestellt, dass
die mit dem durch Stechen hervorgerufene Öffnung beim Entnehmen der Kartusche aus
dem Reinigungsmittelspender 10 sich selbsttätig wieder schließt. Damit ist sichergestellt,
dass bei einer gewöhnlichen Handhabung der Kartusche eventuell noch in dieser befindliche
Reinigungsmittelreste nicht auslaufen können.
[0041] Die Kartusche ist bevorzugt aus einem Kunststoff gefertigt und weist eine Breite
B von ca. 200 mm, eine Höhe H von ca. 125 mm und eine Tiefe von ca. 25 mm auf. Bei
diesen Abmaßen lässt sich das Volumen der verschiedenen Kammern derart bemessen, dass
die gewünschten 20 bis 40 Spülzyklen mittels einer Kartusche durchführbar sind.
[0042] Neben den Kammern 51a bis 51e verfügt die Kartusche 50 über eine weitere Kammer 52,
welche mit einem oder mehreren Belüftungskanälen 53 in Verbindung steht. Der oder
die Belüftungskanäle 53 ihrerseits weisen eine Verbindung zu den verschiedenen Kammern
51a bis 51e auf. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass mit zunehmender Entleerung
der Kammern 51a bis 51e sich kein Unterdruck in diesen aufbauen kann, wodurch das
Zugeben von Reinigungsmitteln erschwert oder verfälscht würde. Die Belüftungskanäle
53 befinden sich bevorzugt in einem Deckel 54, welcher nach dem Befüllen der einzelnen
Kammern 51a bis 51e mit den jeweiligen Reinigungsmitteln auf das Gehäuse der Kartusche
aufgebracht ist. Der Deckel 54 kann ein Überdruckventil 55 aufweisen, welches gegebenenfalls
bei bestimmten Reinigungsmittelkomponenten notwendig ist.
[0043] Da die in der Kartusche 50 enthaltenen Reinigungsmittel erst nach und nach im Rahmen
einer Mehrzahl von Spülzyklen dem Spülraum, genauer der in dem Spülraum umgewälzten
Spülflotte, zudosiert werden, sind diese mit jedem Spülzyklus beträchtlichen absoluten
Temperaturen und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Um zu verhindern, dass die Eigenschaften
der Reinigungsmittel sich aufgrund dessen mit der Zeit verändern, ist zumindest eine
zum Spülraum hin gerichtete Gehäusewand 13 der Kartusche 50 und/oder der zum Spülraum
hin gerichtete Deckel 14 des Reinigungsmitteldosiersystems 10 aus einem isolierenden
Material gefertigt oder aber mit einer Isolation 33 umgeben. Hierdurch wird ein Wärmestrom
vom Spülraum in Richtung des Reinigungsmitteldosiersystems bzw. der in der Kartusche
bevorrateten Reinigungsmittel begrenzt, so dass die Langzeitstabilität der verwendeten
Reinigungsmittel gewährleistet ist. Die Isolation 33 kann durch ein in dem Deckel
oder dem betreffenden Gehäuseabschnitt der Kartusche angeordnetes Gasvolumen gebildet
sein. Dieses die Isolation erzeugende Gasvolumen kann im Rahmen der Fertigung des
Deckels bzw. der Kartusche eingebracht werden. Das hierbei verwendete Verfahren ist
als Gasinnendruckverfahren (GID) bekannt.
[0044] Im Gehäuse 12 des Reinigungsmittelspenders 11 sind weiterhin Auslässe 19a bis 19e
vorgesehen. Die Auslässe 19a bis 19e münden jeweils in eine Dosierkammer 20a bis 20e.
Die Dosierkammern stehen jeweils über die Kanülen mit einer zugeordneten Kammer der
Kartusche in Verbindung.
[0045] In jeder der Dosierkammern ist eine nicht näher dargestellte Fördereinrichtung angeordnet,
welche das Fördern einer vorbestimmten Menge an Reinigungsmitteln in Spülraum bewirkt.
[0046] Das Fördern des Reinigungsmittels kann dabei entweder ausschließlich unter Ausnutzung
der Schwerkraft erfolgen. Die Fördereinrichtung kann jedoch auch nach dem Prinzip
einer Pumpe aufgebaut sein, so dass durch einen entsprechenden Unterdruck Reinigungsmittel
aus der Reinigungskammer in die Dosierkammer und durch einen entsprechenden Überdruck
aus der Dosierkammer 20a in den Spülraum gefördert werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Tür
- 4
- Spülraum
- 5
- Geschirrkorb
- 6
- Geschirrkorb
- 7
- Behälterwand
- 8
- Stirnseite der Tür
- 10
- Reinigungsmitteldosiersystem
- 11
- Reinigungsmittelspender
- 12
- Gehäuse
- 13
- Gehäusewand
- 14
- Deckel
- 15
- Aufnahmeraum
- 16
- Haltevorrichtung
- 17
- Haltelasche
- 19a-19e
- Auslass
- 20a-20e
- Dosierkammer
- 21a-21e
- Kanüle
- 25a-25e
- Membran
- 27
- Kammer für festes Reinigungsmittel
- 30
- Anschlag/Auflagefläche
- 31
- Öffnung
- 32
- Dichtung
- 33
- Isolation
- 50
- Kartusche
- 51a-51e
- Kammer für Reinigungsmittel
- 52
- Kammer für Entlüftung
- 53
- Belüftungskanal
- 54
- Deckel
- 55
- Überdruckventil
- H
- Höhe
- B
- Breite
1. Kartusche zum Einsatz in einem Reinigungsmitteldosiersystem (10) eines wasserführenden
Haushaltsgeräts, insbesondere einer Haushalts-Geschirrspülmaschine, das wenigstens
einen Reinigungsmittelspender (11) mit einem Aufnahmeraum (15) zur Aufnahme wenigstens
einer Kartusche (50) aufweist, wobei die Kartusche (50) getrennte Kammern (51a, ,51
e) zur Aufnahme wenigstens je eines Reinigungsmittels aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kammern (51a, ,51e) wenigstens mit zumindest einem öffenbaren und zumindest einmal
wieder verschließbaren Verschluss (25a, ..., 25e) in Verbindung stehen.
2. Kartusche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verschluss (25a, ..., 25e) zum einmaligen Öffnen und zum einmaligen Verschließen
ausgebildet ist.
3. Kartusche nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verschluss (25a, ..., 25e) zum selbsttätigen Öffnen beim Einsetzen in und zum
selbsttätigen Verschließen beim Entfernen der Kartusche (50) aus ein Reinigungsmittelspender
(11) ausgebildet ist.
4. Kartusche nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verschluss (25a, ..., 25e) bei eingesetzter Kartusche (50) in den Reinigungsmittelspender
(11) korrespondierend zu einem Öffnungsmittel (21a, ..., 21 e) des Reinigungsmittelspender
(11) angeordnet ist, so dass der öffenbare Verschluss (25a, ..., 25e) in eine geöffnete
Position gebracht ist, in welcher das Reinigungsmittel, insbesondere durch das Reinigungsmitteldosiersystem
(10), einem Spülzyklus zugebbar ist.
5. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der öffenbare Verschluss (25a, ..., 25e) durch eine Membran, eine Folie oder einen
Elastomer gebildet ist.
6. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der öffenbare Verschluss (25a, ..., 25e) beim Einsetzen der Kartsuche (50) in einen
Reinigungsmittelspender (11) korrespondierend zu einer Kanüle (21a, ..., 21e) des
Reinigungsmittelspenders (11) angeordnet ist, so dass der öffenbare Verschluss (25a,
..., 25e) von dieser durchdrungen wird.
7. Kartusche nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reinigungsmitteldosiersystem (10) wenigstens eine Dosierkammer (20a, ..., 20e)
aufweist., die derart angeordnet ist, das mittels einer Kanüle (21a, ..., 21e) eine
Verbindung zu der wenigstens einen Dosierkammer (20a, , 20e) herstellbar ist.
8. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzahl der öffenbaren Verschlüsse (25a, ..., 25e) der Anzahl der Dosierkammern
(20a, ..., 20e) entspricht.
9. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Reinigungsmittel in je einer Kammer (51a, ..., 51e) der Kartusche (50)
bevorratet ist.
10. Kartusche nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Belüftungskammer (52) über Belüftungskanäle (53) mit den Kammern (51a, ..., 51e)
in operativer Verbindung steht.
11. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
wenigstens eine Fördereinrichtung, mit der wenigstens ein Reinigungsmittel in den
Spülraum (4) der Geschirrspülmaschine (1) förderbar ist.
12. Kartusche nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine der Anzahl der Kammern (51a,..., 51e) entsprechende Anzahl an Fördereinrichtungen
vorgesehen ist.
13. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
das Kartuschengehäuse über eine mechanische Kodierung verfügt, die mit einer aufnahmeseitigen
Gegenkodierung zusammenzuwirken vermag, um die Einbaulage in einem wasserführenden
Haushaltsgerät zu definieren.
14. Kartusche nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kartuschengehäuse eine Längserstreckung entlang einer Hauptachse aufweist.
15. Kartusche nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hauptachse länger als Nebenachsen des Gehäuses (2) der Kartusche (50) sind.
16. Kartusche nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kammern (51a,..., 51e) der Kartusche (50) entlang der Hauptachse nebeneinander
angeordnet sind.
17. Kartusche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens eine der Kammern (51a, ,51e) wenigstens eine der folgenden Inhaltstoffe
aufweist: Enzyme, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Dispergier- und Komplexiermittel,
Tenside, Alkaliträger und/oder Biozide.
18. Wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere HaushaltsGeschirrspülmaschine, ein Reinigungsmitteldosiersystem
(10) aufweisend, wobei das Reinigungsmitteldosiersystem (10) einen Reinigungsmittelspender
(11) mit wenigstens einem Aufnahmeraum (15) zur Aufnahme wenigstens einer Kartusche
(50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
19. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kartusche (50) wenigstens einen öffenbaren Verschluss (25a, ..., 25e) aufweist,
wobei das Reinigungsmitteldosiersystem (10) Öffnungsmittel (21a, ..., 21e) aufweist,
die derart angeordnet sind, dass bei wenigstens einer eingesetzten Kartusche der wenigstens
eine Verschluss (25a, ..., 25e) in eine geöffnete Position gebracht ist.
20. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Öffnungsmittel (21a, ..., 21e) durch zumindest eine Kanüle gebildet ist, die beim
Einsetzen oder im eingesetzten Zustand einer Kartusche in den Aufnahmeraum (15) den
Verschluss durchdringt.
21. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
gekennzeichnet durch
am Reinigungsmittelspender (11) eine Haltevorrichtung (16, 17) zur Halterung und Lagefixierung
der Kartusche vorgesehen ist.
22. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Haltevorrichtung (16, 17) durch eine Aufnahme an einem Deckel des Reinigungsmittelspenders
(11) gebildet ist, der zwischen einer Öffnungsposition und einer Verschlussposition
bewegbar, insbesondere verschwenkbar, ist und den Aufnahmeraum in der Verschlussposition
verschließt.
23. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 22,
gekennzeichnet durch
eine Positionierungseinrichtung zur Positionierung einer einsetzbaren Kartusche (50)
in dem Reinigungsmittelspender (11).
24. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reinigungsmitteldosiersystem (12) über zumindest einen mit einem Spülraum (4)
in operativer Verbindung stehenden Auslass (19a, ..., 19e) verfügt, über den eine
festgelegte Menge an Reinigungsmittel der Spülflotte während eines Spülzyklus zuführbar
ist, wobei der zumindest eine Auslass (19a, ..., 19e) an dem Reinigungsmittelspender
(11) vorgesehen ist.
25. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Auslass (19a, ..., 19e) an einem Gehäuseabschnitt des Reinigungsmittelspenders
(11) vorgesehen ist, der in Schwerkraftrichtung unterhalb des Aufnahmeraums (15) angeordnet
ist.
26. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zumindest eine Auslass (19a, ..., 19e) des Reinigungsmitteldosiersystems (10)
in eine Dosierkammer (20a, ..., 20e) mündet, welche mit dem Reinigungsmittel in operativer
Verbindung steht.
27. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dosierkammer (20a, ..., 20e) eine Fördereinrichtung zugeordnet ist, mit welcher
das Reinigungsmittel aus einer Kartusche ((50) dem Spülraum zuführbar ist.
28. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass
Reinigungsmitteldosiersystem (10) eine Kammer (52) für ein festes Reinigungsmittel
aufweist.
29. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reinigungsmitteldosiersystem (10) in einer Seitenwand des Spülraums (4) zwischen
einem Oberkorb (5) und einem Unterkorb (6) angeordnet ist.
30. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 18 bis 29,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reinigungsmitteldosiersystem (10) an einer gegenüber dem Spülraum (4) verschwenkbar
ausgebildeten Tür (3) der Geschirrspülmaschine (1) angeordnet ist.
31. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Reinigungsmitteldosiersystem (10) derart an der Tür (3) ausgebildet ist, dass
eine Bestückung des Reinigungsmittelspenders (11) mit der Kartusche von einer Kantenfläche,
insbesondere der Stirnseite (8) der Tür (3) her erfolgt.
32. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bestückung des Reinigungsmittelspenders (11) im Bereich der Innentür oder im Bereich
einer Blende der Tür erfolgt.
33. Reinigungsmitteldosiersystem nach einem der Ansprüche 18 bis 32.
1. Cartridge for insertion into a cleaning agent dosing system (10) of a water-conducting
domestic appliance, particularly a domestic dishwasher, which comprises at least one
cleaning agent dispenser (11) with a receiving chamber (15) for reception of at least
one cartridge (50), wherein the cartridge (50) has separate chambers (51a, ... 51
e) each for receiving at least one cleaning agent, characterised in that the chambers (51a, ... 51e) are disposed in connection with at least one openable
closure (25a, ... 25e) reclosable at least once.
2. Cartridge according to claim 1, characterised in that the closure (25a, ... 25e) is constructed for opening once and for closing once.
3. Cartridge according to claim 1 or 2, characterised in that the closure (25a, ... 25e) is constructed for automatic opening on insertion of the
cartridge (50) into and for automatic closing on removal of the cartridge (50) from
a cleaning agent dispenser (11).
4. Cartridge according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the closure (25a, ... 25e) is so arranged in correspondence with an opening means
(21a, ... 21e) of a cleaning agent dispenser (11) when the cartridge (50) is inserted
into the cleaning agent dispenser (11) that the openable closure (25a, ... 25e) is
brought into an opened position in which the cleaning agent can be added to a rinsing
cycle particularly via the cleaning agent dosing system (10).
5. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that the openable closure (25a, ... 25e) is formed by a membrane, a film or an elastomer.
6. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that the openable closure (25a, ... 25e) is so arranged in correspondence with a hollow
needle (21a, ... 21e) of a cleaning agent dispenser (11) when the cartridge (50) is
inserted into the cleaning agent dispenser (11) that the openable closure (25a, ...
25e) is penetrated by this.
7. Cartridge according to claim 6, characterised in that the cleaning agent dosing system (10) has at least one dosing chamber (20a, ... 20e)
which is so arranged that a connection with the at least one dosing chamber (20a,
... 20e) is producible by means of a hollow needle (21a, ... 21e).
8. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that the number of openable closures (25a, ... 25e) corresponds with the number of dosing
chamber (20a, ... 20e).
9. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one cleaning agent is stored in each chamber (51a, ... 51e) of the cartridge
(50).
10. Cartridge according to claim 9, characterised in that a ventilating chamber (52) is disposed in operative connection with the chambers
(51a, ... 51e) by way of ventilating channels (53).
11. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised by at least one conveying device by which at least one cleaning agent can be conveyed
into the rinsing chamber (4) of the dishwasher (1).
12. Cartridge according to claim 11, characterised in that a number of conveying devices corresponding with the number of chambers (51a, ...
51e) is provided.
13. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that the cartridge housing has a mechanical coding which is capable of co-operation with
a counter-coding, which is at the receiving side, in order to define the installation
position in a water-conducting domestic appliance.
14. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that the cartridge housing has a length direction along a main axis.
15. Cartridge according to claim 14, characterised in that the main axis is longer than subordinate axes of the housing (2) of the cartridge
(50).
16. Cartridge according to claim 14 or 15, characterised in that the chambers (51a, ... 51e) of the cartridge (50) are arranged adjacent to one another
along the main axis.
17. Cartridge according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the chambers (51a, ... 51e) has at least one of the following constituents:
enzymes, bleaching agents, bleach activators, dispersing and complexing agents, surfactants,
alkali carriers and/or biocides.
18. Water-conducting domestic appliance, particularly domestic dishwasher, comprising
a cleaning agent dosing system (10), wherein the cleaning agent dosing system (10)
comprises a cleaning agent dispenser (11) with at least one receiving chamber (15)
for reception of at least one cartridge (50) according to at least one of the preceding
claims.
19. Water-conducting domestic appliance according to claim 18, characterised in that the cartridge (50) has at least one openable closure (25a, ... 25e), wherein the
cleaning agent dosing system (10) has opening means (21a, ... 21e) which are so arranged
that when at least one cartridge is inserted the at least one closure (25a, ... 25e)
is brought into an opened position.
20. Water-conducting domestic appliance according to claim 19, characterised in that the opening means (21a, ... 21e) is formed by at least one hollow needle which during
insertion of a cartridge into or when a cartridge is inserted in the receiving chamber
(15) penetrates the closure.
21. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 20, characterised by a holding device (16, 17) provided at the cleaning agent dispenser (11) for holding
and positional fixing of the cartridge.
22. Water-conducting domestic appliance according to claim 21, characterised in that the holding device (16, 17) is formed by a receptacle at a cover of the cleaning
agent dispenser (11), which cover is movable, particularly pivotable, between an open
position and a closed position and in the closed position closes the receiving chamber.
23. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 22, characterised by a positioning device for positioning an insertable cartridge (50) in the cleaning
agent dispenser (11).
24. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 23, characterised in that the cleaning agent dosing system (12) has at least one outlet (19a, ... 19e), which
is disposed in operative connection with a rinsing chamber (4) and by way of which
a defined quantity of cleaning agent can be fed to the rinsing solution during a rinsing
cycle, wherein the at least one outlet (19a, ... 19e) is provided at the cleaning
agent dispenser (11).
25. Water-conducting domestic appliance according to claim 24, characterised in that the at least one outlet (19a, ... 19e) is provided at a housing section of the cleaning
agent dispenser (11), which section is arranged below the receiving chamber (15) with
respect to the direction of gravitational force.
26. Water-conducting domestic appliance according to claim 24 or 25, characterised in that the at least one outlet (19a, ... 19e) of the cleaning agent dosing system (10) opens
into a dosing chamber (20a, ... 20e) disposed in operative connection with the cleaning
agent.
27. Water-conducting domestic appliance according to claim 26, characterised in that a conveying device by which the cleaning agent can be fed from a cartridge (50) to
the rinsing chamber is associated with the dosing chamber (20a, ... 20e).
28. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 27, characterised in that the cleaning agent dosing system (10) has a chamber (52) for a solid cleaning agent.
29. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 28, characterised in that the cleaning agent dosing system (10) is arranged in a side wall of the rinsing chamber
(4) between an upper basket (5) and a lower basket (6).
30. Water-conducting domestic appliance according to any one of claims 18 to 29, characterised in that the cleaning agent dosing system (10) is arranged at a door (3), which is constructed
to be pivotable relative to the rinsing chamber (4), of the dishwasher (1).
31. Water-conducting domestic appliance according to claim 30, characterised in that the cleaning agent dosing system (10) is constructed at the door (3) in such a manner
that loading of the cleaning agent dispenser (11) with the cartridge is carried out
from an edge surface, particularly the end face (8) of the door (3).
32. Water-conducting domestic appliance according to claim 31, characterised in that the loading of the cleaning agent dispenser (11) is carried in the region of the
inner door or in the region of a panel of the door.
33. Cleaning agent dosing system according to any one of claims 18 to 32.
1. Cartouche destinée à être utilisée dans un système de dosage de produit de nettoyage
(10) d'un appareil électroménager à circulation d'eau, notamment d'un lave-vaisselle
à usage domestique, qui présente au moins un distributeur de produit de nettoyage
(11) comprenant un espace de logement (15) pour le logement d'au moins une cartouche
(50), la cartouche (50) présentant des chambres séparées (51a, ..., 51e) pour le logement
d'au moins respectivement un produit de nettoyage,
caractérisée en ce que
les chambres (51a, ..., 51e) sont reliées à au moins un dispositif de fermeture ouvrable
et au moins refermable une fois (25a, ..., 25e).
2. Cartouche selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le dispositif de fermeture (25a, ..., 25e) est réalisé pour l'ouverture unique et
pour la fermeture unique.
3. Cartouche selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le dispositif de fermeture (25a, ..., 25e) est réalisé pour l'ouverture automatique
lors de l'insertion dans un distributeur de produit de nettoyage (11) et pour la fermeture
automatique lors du retrait de la cartouche (50) hors d'un distributeur de produit
de nettoyage (11).
4. Cartouche selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisée en ce que
le dispositif de fermeture (25a, ..., 25e), lorsque la cartouche (50) est insérée
dans le distributeur de produit de nettoyage (11), est disposé de manière correspondant
à un moyen d'ouverture (21a, ..., 21e) du distributeur de produit de nettoyage (11),
de sorte que le dispositif de fermeture ouvrable (25a, ..., 25e) est mis dans une
position ouverte, dans laquelle le produit de nettoyage peut être ajouté à un cycle
de lavage, notamment au moyen du système de dosage de produit de nettoyage (10).
5. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de fermeture ouvrable (25a, ..., 25e) est formé par une membrane, une
pellicule ou un élastomère.
6. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de fermeture ouvrable (25a, ..., 25e), lors de l'insertion de la cartouche
(50) dans un distributeur de produit de nettoyage (11), est disposé de manière correspondant
à une canule (21a, ..., 21e) du distributeur de produit de nettoyage (11), de sorte
que le dispositif de fermeture ouvrable (25a, ..., 25e) est traversé par celle-ci.
7. Cartouche selon la revendication 6,
caractérisée en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) présente au moins une chambre de
dosage (20a, ..., 20e) qui est disposée de manière à ce qu'une liaison vers l'au moins
une chambre de dosage (20a, ..., 20e) puisse être établie au moyen d'une canule (21a,
..., 21e).
8. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le nombre des dispositifs de fermeture ouvrables (25a, ..., 25e) correspond au nombre
de chambres de dosage (20a, ..., 20e).
9. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
au moins un produit de nettoyage est stocké dans respectivement une chambre (51a,
..., 51e) de la cartouche (50).
10. Cartouche selon la revendication 9,
caractérisée en ce qu'
une chambre d'aération (52) est en liaison opérative avec les chambres (51a, ...,
51e) par l'intermédiaire de canaux d'aération (53).
11. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par
au moins un dispositif de transport au moyen duquel au moins un produit de nettoyage
peut être transporté dans l'espace de lavage (4) du lave-vaisselle (1).
12. Cartouche selon la revendication 11,
caractérisée en ce qu'
un nombre de dispositifs de transport, correspondant au nombre de chambres (51a, ...,
51 e), est prévu.
13. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le boîtier de la cartouche dispose d'un code mécanique qui peut agir avec un contrecodage
côté logement afin de définir la position d'installation dans un appareil électroménager
à circulation d'eau.
14. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le boîtier de la cartouche présente une étendue longitudinale le long d'un axe principal.
15. Cartouche selon la revendication 14,
caractérisée en ce que
l'axe principal est plus long que des axes secondaires du boîtier (2) de la cartouche
(50).
16. Cartouche selon la revendication 14 ou 15,
caractérisée en ce que
les chambres (51a, ..., 51e) de la cartouche (50) sont disposées les unes à côté des
autres le long de l'axe principal.
17. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
au moins une des chambres (51a, ..., 51e) présente au moins l'une des substances suivantes
: enzymes, agents de blanchiment, activateurs de blanchiment, agents de dispersion
et agents complexants, tensioactifs, porteurs alcalins et/ou biocides.
18. Appareil électroménager à circulation d'eau, notamment lave-vaisselle à usage domestique,
présentant un système de dosage de produit de nettoyage (10), le système de dosage
de produit de nettoyage (10) présentant un distributeur de produit de nettoyage (11)
comprenant au moins un espace de logement (15) pour le logement d'au moins une cartouche
(50) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes.
19. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 18,
caractérisé en ce que
la cartouche (50) présente au moins un dispositif de fermeture ouvrable (25a, ...,
25e), le système de dosage de produit de nettoyage (10) présentant des moyens d'ouverture
(21a, ..., 21e) qui sont disposés de manière à ce que, lorsqu'au moins une cartouche
est insérée, l'au moins un dispositif de fermeture (25a, ..., 25e) soit mis dans une
position ouverte.
20. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 19,
caractérisé en ce que
le moyen d'ouverture (21a, ..., 21e) est formé par au moins une canule qui, lors de
l'insertion ou à l'état inséré d'une cartouche dans l'espace de logement (15), traverse
le dispositif de fermeture.
21. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 20,
caractérisé en ce qu'
un dispositif de maintien (16, 17) est ménagé sur le distributeur de produit de nettoyage
(11) pour le maintien et la fixation en position de la cartouche.
22. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 21,
caractérisé en ce que
le dispositif de maintien (16, 17) est formé par un logement sur un couvercle du distributeur
de produit de nettoyage (11), lequel est déplaçable, notamment pivotant, entre une
position d'ouverture et une position de fermeture et verrouille l'espace de logement
dans la position de fermeture.
23. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 22,
caractérisé par
un dispositif de positionnement pour le positionnement d'une cartouche (50) insérable
dans le distributeur de produit de nettoyage (11).
24. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 23,
caractérisé en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) dispose au moins d'une sortie (19a,
..., 19e) en liaison opérative avec un espace de lavage (4), par l'intermédiaire de
laquelle une quantité déterminée de produit de nettoyage de la flotte de lavage peut
être amenée pendant un cycle de lavage, l'au moins une sortie (19a, ..., 19e) étant
ménagée sur le distributeur de produit de nettoyage (11).
25. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 24,
caractérisé en ce que
l'au moins une sortie (19a, ..., 19e) est ménagée sur une section de boîtier du distributeur
de produit de nettoyage (11) qui, en direction de la gravité, est disposée en dessous
de l'espace de logement (15).
26. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 24 ou 25, caractérisé en ce que
l'au moins une sortie (19a, ..., 19e) du système de dosage de produit de nettoyage
(10) aboutit dans une chambre de dosage (20a, ..., 20e), laquelle est en liaison opérative
avec le produit de nettoyage.
27. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 26,
caractérisé en ce qu'
un dispositif de transport est attribué à la chambre de dosage (20a, ..., 20e), au
moyen duquel le produit de nettoyage peut être amené à l'espace de lavage à partir
d'une cartouche (50).
28. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 27,
caractérisé en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) présente une chambre (52) pour un
produit de nettoyage solide.
29. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 28,
caractérisé en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) est disposé dans une paroi latérale
de l'espace de lavage (4) entre un panier supérieur (5) et un panier inférieur (6).
30. Appareil électroménager à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
18 à 29,
caractérisé en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) est disposé sur une porte (3) du
lave-vaisselle (1), formée de manière pivotante en face de l'espace de lavage (4).
31. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 30,
caractérisé en ce que
le système de dosage de produit de nettoyage (10) est formé sur la porte (3) de manière
à ce qu'un équipement du distributeur de produit de nettoyage (11) avec la cartouche
soit réalisé depuis une surface de bord, notamment depuis le côté frontal (8) de la
porte (3).
32. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 31,
caractérisé en ce que
l'équipement du distributeur de produit de nettoyage (11) est réalisé dans la partie
de la porte intérieure ou dans la partie d'un panneau de la porte.
33. Système de dosage de produit de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
18 à 32.
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