[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollschuh, insbesondere Inline-Rollschuh, mit wenigstens
einer vorderen und wenigstens einer hinteren Rolle, die mit Lagern versehen ist, einem
Rollenträger, einer Schuhbefestigung und einer Dämpfungsvorrichtung, die zwischen
der Schuhbefestigung und den Lagern vorgesehen ist.
[0002] Die
US 5,575,489 zeigt einen Inline-Rollschuh mit einer Dämpfungsvorrichtung. Die Dämpfungsvorrichtung
hat einen dreieckigen, an der Unterseite des Schuhs befestigten Körper mit einer Öffnung.
Von dem dreieckigen Körper gehen zwei balkenartige Fortsätze aus, die sich im wesentlichen
V-förmig nach vorne bzw. hinten erstrecken. An den Fortsätzen sind die Rollen angebracht.
Bei einer vertikalen Belastung werden die Enden der Fortsätze nach oben gedrückt und
der dreieckige Körper verformt.
[0003] Die
US 4,993,725 offenbart einen Schlittschuh mit einer Dämpfungsvorrichtung. Die Dämpfungsvorrichtung
federt eine Landung nach einem Sprung ab, wodurch Sportverletzungen verhindert werden.
Zu diesem Zweck sind ein oder mehrere im wesentlichen C-förmige, elastische Halterungen
vorgesehen, die die Verbindung zwischen den Kufen und dem Schuh herstellen. Jeweils
ein C-förmiger Abschnitt ist dabei am vorderen und am hinteren Ende des Schlittschuhs
angebracht.
[0004] Die
FR 2814683 offenbart einen Rollschuch mit bogenförmigen Dämpfungselementen, der eine minimale
Bauhöhe aufweisen soll.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Inline-Rollschuh bereitzustellen,
der verbesserte Dämpfungseigenschaften aufweist und einfach und kostengünstig herzustellen
ist.
[0006] Dies wird bei einem Rollschuh eingangs genannter Art dadurch erreicht, daß die Dämpfungsvorrichtung
nur ein in Schuhlängsrichtung verlaufendes, bogenförmiges Dämpfungselement oder mehrere
in Schuhlängsrichtung gesehen nebeneinander verlaufende, bogenförmige Dämpfungselemente
aufweist, das oder die in Seitenansicht des Rollschuhs zentral am Rollschuh angeordnet
ist/sind, wobei das bogenförmige Dämpfungselement bei vertikaler Krafteinwirkung elastisch
unter Einnahme einer anderen Bogenform verformt wird. Die Bogenhöhe beträgt beispielsweise
wenigstens 50 mm, vorzugsweise wenigstens 65 mm. Diese Höhe gewährleistet einen großen
Federweg, was den Fahrkomfort wesentlich verbessert. Die Höhe kann auch beispielsweise
20 cm betragen. Erfindungsgemäß wird das wenigstens eine zentrale und sehr große bogenförmige
Dämpfungselement bei einer vertikalen Krafteinwirkung gleichmäßig verformt, d.h. ruckartige
Stöße, die den Fahrkomfort verschlechtern würden, werden gut gedämpft. Somit verbessert
die Dämpfungsvorrichtung das Fahrgefühl. Das Dämpfungselement hat auch eine Federwirkung,
so daß Energie beim Abstoßen wieder an den Fahrer abgegeben wird. Darüber hinaus werden
Sprünge, Unebenheiten usw. von der Dämpfungsvorrichtung über einen großen Dämpfungs-
und Federweg ausgeglichen, was das Verletzungsrisiko verringert und die Belastungsfähigkeit
des Rollschuhs vergrößert. Auch kann mit dem erfindungsgemäßen Rollschuh eine höhere
Geschwindigkeit erreicht werden. Das wenigstens eine Dämpfungselement ist zentral
am Rollschuh angeordnet, um die Kräfte besser aufnehmen und weiterleiten zu können
sowie um große Dämpfungswege zu ermöglichen. "Zentral" bedeutet hier, daß das Dämpfungselement
bei Betrachtung des gesamten Rollschuhs und den Rollen im wesentlichen mittig angeordnet
ist. Das Dämpfungselement ist also keineswegs im Rand- oder Außenbereich des Rollschuhs
vorgesehen, wie es beispielsweise der in der
US 4,993,725 gezeigte, federnde Abschnitt des Schlittschuhs ist.
[0007] Vorzugsweise nimmt das Dämpfungselement beim Verformen eine Bogenform mit einem größeren
Radius ein, d.h. die Enden werden nicht gestaucht, sondern gebogen, was für eine weiche
Dämpfung sorgt. Das Dämpfungselement ist hierzu an wenigstens einem Ende in horizontaler
Richtung verschiebbar und nicht beispielsweise an seinen Enden starr befestigt.
[0008] Bevorzugt hat das Dämpfungselement eine Sehnenlänge, die zumindest annähernd der
Länge des befestigten Schuhs entspricht. Dadurch verteilt sich die auf das Dämpfungselement
einwirkende, von den Schuhenden übertragene, vertikale Kraft gleichmäßig und auf eine
ausreichend große Fläche. Ferner ist das Dämpfungselement optimal groß, um die hohen
Dämpfungswege zu erzielen.
[0009] Das Dämpfungselement hat insbesondere eine Sehnenlänge, die wenigstens 80% des Achsabstandes
zwischen der vordersten und der hintersten Rolle entspricht, um zu gewährleisten,
daß sich die eingeleitete, vertikale Kraft auf eine ausreichend große Fläche verteilt.
[0010] Das Dämpfungselement sollte insbesondere ein kontinuierlich gekrümmt verlaufender
Bogen sein. Über die Ausgangskrümmung, also die Krümmung, die ohne Einwirkung einer
vertikalen Kraft vorliegt, kann die Dämpfung und die Federkennlinie verändert werden.
Eine gleichmäßige Krümmung über die gesamte Länge des Dämpfungselementes gewährleistet
eine gleichmäßige Krafteinleitung und Kraftverteilung.
[0011] Das Dämpfungselement ist bevorzugt ein blattfederartiger Körper, d.h. ein Körper,
dessen Dicke wesentlich kleiner als dessen Breite ist (vorzugsweise um den Faktor
2). Die Breite und die Dicke des blattfederartigen Körpers und somit die Federeigenschaft
des Dämpfungselements können dabei über die Bogenlänge variiert werden. Die maximale
Breite des blattfederartigen Körpers sollte dabei handbreit sein, da sonst bei einem
parallelen Fahren das Dämpfungselement des linken Rollschuhs und das des rechten Rollschuhs
aneinander stoßen und sich gegebenenfalls stören, behindern und/oder verhaken könnten.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform ist das Dämpfungselement ein einstückiger Körper, wodurch
Herstellung und Zusammenbau des Rollschuhs vereinfacht sind, was zu Kostenersparnissen
führt. Ferner ist die Stabilität sehr gut.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind mehrere seitlich miteinander verbundene
Dämpfungselemente vorgesehen. Ein Steg kann beispielsweise die Dämpfungselemente miteinander
verbinden.
[0014] Vorzugsweise weist das Dämpfungselement Bogenenden auf, die im wesentlichen in einer
gemeinsamen horizontalen Ebene liegen. Diese ist dabei im wesentlichen parallel zu
der Ebene der Schuhbefestigung oder der Schuhsole. Die Kraftverteilung ist dadurch
gleichmäßig.
[0015] Vorzugsweise liegt der Mittelpunkt des Bogens (besser gesagt der Bereich um den Mittelpunkt)
in Seitenansicht auf einem Bereich zwischen Fußballen und Schuhmitte. Wenn der Fußballen
auf dem Mittelpunkt des Bogens liegt, ist ein Kippen nach hinten am wahrscheinlichsten,
da der Körperschwerpunkt dazu versetzt ist. Wenn die Schuhmitte hingegen auf dem Mittelpunkt
des Bogens liegt, ist ein Kippen am unwahrscheinlichsten.
[0016] Insbesondere liegt der Mittelpunkt des Bogens (besser gesagt der Bereich um den Mittelpunkt)
in Seitenansicht im wesentlichen auf Schuhmitte oder unterhalb des Körperschwerpunkts,
was ein Kippen nach vorne oder hinten unwahrscheinlicher macht.
[0017] Im Bereich des Mittelpunkts des Bogens kann eine Befestigungsvorrichtung zur Halterung
des Schuhs vorgesehen sein. Über die Halterung wird die Kraft in das Dämpfungselement
eingeleitet. Durch die mittige Anbringung erfolgt eine gleichmäßige Krafteinleitung.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform ist im Bereich eines Bogenendes eine Befestigungsvorrichtung
zur Halterung des Schuhs vorgesehen. Das zweite Bogenende ist dann mit dem Rollenträger
verbunden.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind Befestigungsstellen vorgesehen, die am
Übergang von der Bogenmitte zu den Bogenenden vorgesehen sind, d.h. die Bogenmitte
weist keine Befestigungsstellen auf. Es können zwei oder mehr Befestigungsstellen
vorgesehen sein.
[0020] Die Verbindungen zwischen dem Dämpfungselement und dem angrenzenden Teil, also dem
Rollenträger oder der Schuhbefestigung, sind bevorzugt in Längsrichtung beweglich
ausgeführt, um ein freies Verformen des Dämpfungselementes zu ermöglichen.
[0021] Vorzugsweise werden die Vertikalkräfte ausschließlich über die Enden des Dämpfungselements
übertragen. Das Dämpfungselement ist also nicht großflächig an der Schuhbefestigung
oder dem Rollenträger befestigt, was den für die Federung und Dämpfung zur Verfügung
stehenden, nicht eingespannten Abschnitt des Bogens verringern würde. Die Kontaktfläche
für die Befestigung zwischen dem Dämpfungselement und der Schuhbefestigung oder zwischen
dem Dämpfungselement und dem Rollenträger ist so kurz wie möglich, da für diesen Bogenabschnitt
die Flexibilität des Dämpfungselements eingeschränkt ist und mit einer Vergrößerung
der Kontaktfläche eine Verringerung des Dämpfungs- und Federpotentials einhergeht.
[0022] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform wird die gesamte Vertikalkraft zwischen der
Schuhbefestigung und den Lagern über das Dämpfungselement übertragen. Es sind also
keine zusätzlichen Verbindungen oder Dämpfer zwischen der Schuhbefestigung und den
Lagern vorgesehen.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weisen die Bogenenden nach unten und bilden das rollenseitige
Ende des Dämpfungselements.
[0024] An den Bogenenden sind insbesondere Lagerbefestigungen für die Rollen angebracht,
was den Aufbau des Rollschuhs einfach macht und sein Gewicht reduziert. Beim Einfedern
vergrößert sich somit der Rollenabstand zwischen der vordersten und hintersten Rolle.
Ferner ist keine Führung für die Enden des Dämpfungselements notwendig.
[0025] Die Lagerbefestigungen können an das Bogenende aufgesteckt werden. So kann zum Beispiel
auch die Größe der aufgesteckten Rollen verändert oder die Rollen ausgetauscht werden.
Je größer die Rollen sind, desto höhere Geschwindigkeiten können erreicht werden.
Ein Rollschuh kann so individuell an das Können eines Benutzers oder die Fahrbahnqualität
angepaßt werden. Auch der später noch angesprochene Austausch des Dämpfungselements
läßt sich so vereinfachen.
[0026] Gemäß einer anderen Ausführungsform weisen die Bogenenden nach oben, und zumindest
ein Bogenende ist verschieblich. So kann sich der Radius des Dämpfungselements bei
einer einwirkenden Vertikalkraft vergrößern.
[0027] Vorzugsweise ist das verschiebliche Bogenende in einer Führung geführt. Die Führung
ist reibungsarm, indem z.B. Polytetraflurethylenhülsen verwendet werden.
[0028] Die Schuhbefestigung ist bevorzugt direkt mit der Führung gekoppelt, so daß keine
zusätzlichen Teile auf der Führung befestigt werden müssen.
[0029] Alternativ sind die Bogenenden in einem verschiebbaren Schwenklager aufgenommen.
Eine solche Konstruktion erlaubt, daß sich die bogenförmigen Dämpfungselemente bei
einer vertikalen Krafteinwirkung zu einer anderen Bogenform elastisch verformen.
[0030] Insbesondere ist das Dämpfungselement zerstörungsfrei lösbar am Rollschuh integriert.
Das Dämpfungselement kann so schnell und einfach ausgetauscht werden.
[0031] Der Rollschuh kann nur zwei Rollen aufweisen und damit reibungsarm laufen.
[0032] Die Dämpfungsvorrichtung bildet bevorzugt auch den Rollenträger. Ein zusätzlicher
Rollenträger entfällt dadurch, was den Zusammenbau vereinfacht und das Gewicht reduziert.
Zudem wird die Bauhöhe dadurch verringert.
[0033] Gemäß einer Ausführungsform ist ein die Bogenenden verbindendes Federelement vorgesehen.
Das Federelement, das beispielsweise ein elastisches Gummiband ist und vorzugsweise
aus Kohle- oder Glasfasern besteht, wird bei einer vertikalen Krafteinwirkung, die
die Rollen voneinander wegdrückt, gespannt. Das Federelement ist im optimalen Fall
schon anfangs ein wenig vorgespannt. So wird ein "Ruck" beim Einfedern verhindert.
Das Federelement übt eine Rückstellkraft aus, die das Dämpfungselement unterstützt,
um den Bogen in die Ausgangslage zurückzustellen.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schuhbefestigung zur lösbaren Anbringung
von Schuhen am Rollschuh ausgebildet.
[0035] Es lassen sich theoretisch Straßenschuhe, Turnschuhe, Softboots, Hardboots oder auch
Skischuhe am Rollschuh anbringen. Der Schuh kann zum Beispiel mit Schnallen und/oder
Schlaufen fixiert werden. Genausogut könnten Schnellverschlüsse zur Befestigung verwendet
werden, wie sie aus dem Fahrradsport bekannt sind. Alternativ kann der Schuh Teil
des Rollschuhs sein und an der Schuhbefestigung angeschraubt oder angeklebt sein,
wie dies bei Inline-Rollschuhen heute üblich ist.
[0036] Eine weitere Idee sieht vor, den Schuh schwenkbar am Rollschuh zu befestigen. Dies
kann sogar so weit führen, daß im Ballen- oder Spitzenbereich Bodenberührung ermöglicht
wird. Der hintere Teil des Schuhs ist befestigt und mit dem vorderen Teil des Schuhs
kann wie bei einer Laufbewegung der Boden berührt und somit die Geschwindigkeit erhöht
werden.
[0037] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen. Die Erfindung wird anhand verschiedener Ausführungsformen beschrieben.
In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
ersten Ausführungsform mit einem integrierten oder darauf befestigten Schuh,
- Figur 2a eine perspektivische Ansicht des Rollschuhs von Figur 1 ohne Schuh mit einer
Schuhbefestigung,
- Figur 2b eine perspektivische Ansicht des Rollschuhs von Figur 1 ohne Schuh mit einer
alternativen Schuhbefestigung,
- Figur 3 einen vergrößerten Ausschnitt des mit X bezeichneten Bereichs in Figur 2a,
- Figur 4 einen vergrößerten Ausschnitt des mit Y bezeichneten Bereichs in Figur 2a,
- Figur 5 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
- Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
dritten Ausführungsform in einer ersten Stellung,
- Figur 7 eine perspektivische Ansicht eines Rollschuhs gemäß einer dritten Ausführungsform
in einer zweiten Stellung,
- Figur 8a eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
vierten Ausführungsform,
- Figur 8b eine perspektivische Ansicht des Rollschuhs nach Figur 8a ohne Platte,
- Figur 9 eine perspektivische Ansicht der Lagerbefestigung des Rollschuhs nach den
Figuren 8a und 8b,
- Figur 10 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
fünften Ausführungsform,
- Figur 11 eine perspektivische Ansicht einer Lagerbefestigung des Rollschuhs nach Figur
10,
- Figur 12 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
sechsten Ausführungsform,
- Figur 13 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs mit einem Schuh gemäß
einer siebten Ausführungsform,
- Figur 14 eine perspektivische Ansicht des Rollschuhs von Figur 13 ohne Schuh,
- Figur 15 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs gemäß einer
achten Ausführungsform,
- Figur 16 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs ohne Schuh
gemäß einer neunten Ausführungsform,
- Figur 17 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs ohne Schuh
gemäß einer zehnten Ausführungsform, und
- Figur 18 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Rollschuhs ohne Schuh
gemäß einer elften Ausführungsform.
[0038] In den Figuren 1 bis 4 ist ein Rollschuh gemäß einer ersten Ausführungsform gezeigt.
Dieser Rollschuh ist als Inline-Rollschuh ausgeführt mit vier in einer Linie in Schuhlängsrichtung
L verlaufenden Rollen, nämlich einer vordersten Rolle 10a, einer hintersten Rolle
10d und zwei mittleren Rollen 10b und c. Die Rollen 10a bis d haben Lager 12, die
über Lagerachsen 14 an einem vorzugsweise einstückig ausgebildeten Rollenträger 16
befestigt sind. Bereits im nichtbelasteten Zustand liegt die Lagerachse 14 auf einer
Geraden E
1.
[0039] Auf dem Rollenträger 16 sitzt zentral eine Dämpfungsvorrichtung 18, die ein bogenförmiges,
kontinuierlich (vorzugsweise in einem Radius) gekrümmtes Dämpfungselement 20 umfaßt.
Das Dämpfungselement 20 ist ein einstückiges Teil, das aus Stahl, Kunststoff oder
einem faserverstärkten Kunststoff, wie zum Beispiel glasfaser- oder kohlefaserverstärktem
Kunststoff, besteht.
[0040] Wie in Figur 1 gut zu erkennen ist, ist das Dämpfungselement 20 insgesamt blattfederartig
ausgeführt, das heißt, seine Dicke d ist wesentlich, insbesondere um mindestens den
Faktor 2, kleiner als seine Breite b. In der gezeigten Ausführungsform ist die Dicke
d über die gesamte Bogenlänge gleich, wobei es auch möglich wäre, die Dicke d kontinuierlich
über die Bogenlänge zu verändern. Beispielsweise könnte im Bereich der Bogenmitte
22 eine größere Dicke d vorhanden sein als im Bereich der Bogenenden 24, 26.
[0041] Im Bereich der Bogenmitte 22 ist das Dämpfungselement 20 über eine Befestigungsvorrichtung
28 am Rollenträger 16 arretiert. Diese Befestigung kann zerstörungsfrei lösbar ausgeführt
sein. Alternativ wäre es beispielsweise auch denkbar, ein Dämpfungselement 20 beim
Spritzgießen des Rollenträgers 16 in diesen einzubetten.
[0042] Die beiden Bogenenden 24, 26, die nach oben weisen, enden in einer horizontalen Ebene
E
2, das heißt, die Bogenenden 24, 26 sind ausgehend von dem Bereich der Bogenmitte 22
gleich lang.
[0043] Auf die Bogenenden 24, 26 sind Kappen 30 gesteckt, so daß bereits eine Art Formschlußverbindung
vorliegt. Zusätzlich sind jedoch noch weitere Befestigungsmittel 32 vorgesehen, mit
denen die Kappen 30 verliersicher an den Bogenenden 24, 26 angebracht werden. Alternativ
oder zusätzlich können die Kappen 30 natürlich auch mit den Bogenenden 24, 26 verklebt
werden. Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß die Bogenenden 24, 26 einstückig
mit dem Dämpfungselement 20 ausgeführt sind. Dies ist insbesondere bei einer kunststoff-
oder faserverstärkten Ausführung des Dämpfungselements 20 realisierbar. Über die Kappen
30 ist das Dämpfungselement 20 an zwei stangenartigen Linearführungen 34 angebracht.
[0044] Jede Kappe 30 weist eine im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung L verlaufende
zylindrische Aufnahme 36 auf, in der ein zylindrischer Lagerkörper 38 sitzt. Der Lagerkörper
38 hat Bohrungen, durch die die Linearführungen 34 hindurchragen.
[0045] Die zylindrischen Enden der Kappe 30 besitzen in Umfangsrichtung verlaufende Langlöcher
40, über die die Linearführungen 34 in die Lagerkörper 38 ragen, wobei die Linearführungen
34 auch durch den Lagerkörper 38 und die Kappen 30 hindurchragen können, wie anhand
der vorderen Kappe 30 zu erkennen ist. Die Linearführungen 34 sind im Bereich der
hinteren Kappe 30 fest mit den Lagerkörpern 38 verbunden. Im Bereich der vorderen
Kappe 30 sind Lagerkörper 38 und Linearführungen 34 in Längsrichtung L der Linearführungen
34 verschieblich zueinander.
[0046] Um ein möglichst gleitfreies Längsverschieben des Lagerkörpers 38 auf den Längsführungen
34 zu ermöglichen, sind die Lagerkörper 38 vorzugsweise aus einem Material, das eine
niedrige Gleitreibung besitzt, zum Beispiel aus Kunststoff wie Polytetrafluorethylen
oder aus Metall. Alternativ können in dem Lagerkörper 38 auch Führungsbuchsen 42 aus
demselben, gerade erwähnten Material sitzen, so daß der Lagerkörper 38 aus einem kostengünstigeren
Material gefertigt werden kann.
[0047] Auch die Linearführungen 34 sind aus hochfestem Material wie Stahl oder Kohlefasern
bzw. faserverstärktem Kunststoff.
[0048] Wie in Figur 1 dargestellt ist, verläuft das Dämpfungselement 20 in Längsrichtung
L der Rollschuhe und hat insgesamt eine Länge, die wenigstens 80% des Achsabstandes
a zwischen der vordersten und der hintersten Rolle 10a, 10d beträgt. In der dargestellten
Ausführungsform (siehe Figur 2) ist die Sehnenlänge 1, also der Abstand zwischen den
Bogenenden 24, 26 sowie der Mittelpunkte der Lagerkörper 38 größer als der Achsabstand
a und auch größer als die Länge des auf dem Rollschuh befestigten Schuhs 44.
[0049] An den Linearführungen 34 sind, wie in den Figuren 2a und 2b besser zu erkennen ist,
Schuhbefestigungen 46 angebracht. Die Schuhbefestigungen 46 nach Figur 2a umfassen
brückenartige Platten 48 zwischen den stangenförmigen Linearführungen 34, in denen
Öffnungen 50 vorgesehen sind, über die der Schuh 44 direkt (zum Beispiel bei einem
Hart- oder einem Softboot) angebracht sein kann. Alternativ könnten auf den Platten
48 auch Halterungen 51 in Form eines Klickverschlusses zur lösbaren Befestigung eines
Schuhs 44 wie beispielsweise eines Skischuhs oder eines Sport- oder Trekkingschuhs
angebracht werden (Figur 2b). Der zu befestigende Schuh 44 muß dazu ein entsprechendes
Gegenstück aufweisen. Solche Klickverschlüsse sind beispielsweise aus dem Radsport
bekannt. Damit könnte derselbe Rollschuh für unterschiedliche Größen und unterschiedliche
Schuhe benutzt und bei Bedarf schnell ab- oder angeschnallt werden.
[0050] Der Körperschwerpunkt (in etwa der Bereich in der Mitte des Schuhs) sollte über dem
Bereich der Bogenmitte 22 und damit der Befestigungsvorrichtung 28 liegen, wenn man
in Seitenansicht auf den Rollschuh sieht, um ein Kippen unwahrscheinlicher zu machen.
[0051] Insgesamt ist das Dämpfungselement 20 zentral am Rollschuh angeordnet, d.h. das Dämpfungselement
20 ist im wesentlichen bezüglich des ganzen Rollschuhs und den Rollen gesehen mittig
angeordnet, also in keinem Rand- oder Außenbereich des Rollschuhs. In vertikaler Richtung
müssen über die Dämpfungsvorrichtung 18 auch sämtliche Kräfte zwischen dem Schuh 44
und der Schuhbefestigung 46 einerseits und der Fahrbahn andererseits übertragen werden.
[0052] Bei Fahrbahnunebenheiten, bei Sprüngen, in Kurven oder beim Abstoßen federt die Dämpfungsvorrichtung
ein, wobei das Ausmaß dieses Einfedems insbesondere von der Federrate des Dämpfungselements
20 abhängt.
[0053] Die Bogenenden 24, 26 werden nach unten gedrückt, der Bogen selbst wird elastisch
verformt und nimmt dabei eine andere Bogenform mit größerem Radius ein. Der vordere
Lagerkörper 38 wandert dabei entlang der Linearführungen 34 weiter nach vorne, wobei
gleichzeitig aufgrund der neuen Krümmung die Lagerkörper 38 im Kappenende geschwenkt
werden. Die Langlöcher 40 erlauben diese Schwenkbewegung (siehe Figuren 3 und 4).
[0054] Ganz allgemein kann man somit sagen, daß die Bogenenden 24, 26 in einem Schwenklager
untergebracht sind, wobei vorzugsweise zumindest ein Schwenklager, optional natürlich
auch beide, verschiebbar an den Linearführungen 34 angebracht sind.
[0055] Denkbar wäre es auch, beide Schwenklager grundsätzlich verstellbar auszuführen, wobei
ein Schwenklager dann vom Benutzer in einer gewünschten Verschiebeposition arretierbar
wäre, um so den Schuh 44 in Längsrichtung relativ zu den Rollen 10a bis d und damit
insgesamt zum Rollschuh auszurichten, ähnlich wie dies bei modernen Skibindungen möglich
ist.
[0056] Die Bogenhöhe h (größter Abstand zwischen der Sehne I und dem Bogen) beträgt im unbelasteten
Zustand wenigstens 50 mm, vorzugsweise wenigstens 65 mm, um einen hohen Feder- und
Dämpfungsweg zu ermöglichen. Auch könnte die Bogenhöhe h 20 cm betragen.
[0057] Nach dem Einfedern ist das Dämpfungselement 20 bestrebt, wieder in seine Ausgangsstellung
zurückzugelangen, wobei über Reibung in den Lagern 12 natürlich Energie verlorengeht
oder, genauer gesagt, in Wärme umgewandelt wird.
[0058] Die Ausführungsform nach Figur 5 unterscheidet sich von der in den Figuren 1 bis
4 gezeigten nur darin, daß auch das hintere Schwenklager verschieblich entlang der
Linearführung 34 befestigt ist und daß zwischen der Linearführung 34 oder einer Platte
48 und der Innenseite des Dämpfungselements 20 ein zusätzlicher Stoßdämpfer 52, der
aber auch nur als Anschlag ausgeführt sein kann, sitzt. Der Stoßdämpfer 52 läßt sich
zum Beispiel als einfacher Hydraulikstoßdämpfer ausführen oder kann auch nur ein elastisches
Federelement oder ein Gummipuffer sein.
[0059] In Figur 5 sind ferner nochmals geometrische Zusammenhänge gezeigt, die auch für
die in den Figuren 1 bis 4 gezeigte und nachfolgende Ausführungsform gelten. Auch
hier entspricht die Sehnenlänge I des Dämpfungselements 20 mindestens der Länge des
zu befestigenden Schuhs 44, wobei die Sehnenlänge I hier zwischen den Mittelpunkten
der Lagerkörper 38 gemessen ist, da alternativ natürlich die Kappen 30 als Verlängerung
des Bogens angesehen werden können. Dies hängt jedoch davon ab, ob über die Kappe
30 auch noch eine Dämpfungs- oder Federwirkung zustande kommt, was nicht zwingend
der Fall sein muß. Die Höhe des Bogens h wird dementsprechend zwischen einer Geraden
durch den Mittelpunkt der Lagerkörper 38 und dem maximalen Abstand zum Dämpfungselement
20 bestimmt. Auch hier beträgt die Höhe h wenigstens 50, vorzugsweise wenigstens 65
mm und kann auch z.B. 20 cm betragen.
[0060] Für die folgenden Ausführungsformen werden die bereits eingeführten Bezugszeichen
für funktionsgleiche oder funktionsähnliche Teile verwendet.
[0061] Bei der Ausführungsform nach Figur 6 ist das zentral angeordnete Dämpfungselement
20 mit den Bogenenden 24, 26 nach unten gerichtet. An den Bogenenden 24, 26 sind Lagerbefestigungen
54 angebracht, die ebenfalls als aufgesetzte Kappen ausgeführt sein könnten. Auch
hier sind zusätzliche Befestigungsmittel 56 wie Schrauben oder Niete etc. angebracht.
Es gilt bezüglich der Befestigung oder einer einstückigen Ausführung dasselbe wie
für die zuvor erwähnten Kappen 30.
[0062] Der große Unterschied bei dieser Ausführungsform zur vorhergehenden besteht jedoch
darin, daß nur zwei Rollen 10a, d vorgesehen sind. Die Lagerbefestigungen 54 erstrecken
sich gabelartig um die Rollen 10a, d und nehmen die Lagerachsen 14 auf.
[0063] In der gezeigten Ausführungsform ist kein separater Rollenträger 16 vorgesehen. Als
Rollenträger 16 fungiert hier die Dämpfungsvorrichtung 18 in Form des Dämpfungselements
20, welche eine Doppelfunktion erfüllt.
[0064] Zwischen den Lagerbefestigungen 54 ist ein die Bogenenden 24, 26 verbindendes Federelement
58 angeordnet, daß natürlich auch als Stoßdämpfer ausgeführt sein kann. Das Federelement
58 wirkt der elastischen Deformation des Dämpfungselements 20 bei vertikalen Kräften
entgegen und unterstützt die Rückstellkraft.
[0065] Im Bereich der Bogenmitte 22, das heißt im vorliegenden Fall des höchsten Punkts
des Bogens, ist die Schuhbefestigung 46 angebracht. Die Schuhbefestigung 46 besteht
bei dieser Ausführungsform aus einer Platte 48, an der zum Beispiel Schlaufen 60 in
Längsrichtung verstellbar angebracht sind. Über die Schlaufen 60 kann man einen Straßenschuh
am Rollschuh lösbar anbringen und zwar so, daß der Schuh 44 im Bereich zwischen Schuhmitte
und Fußballen über der Bogenmitte 22 liegt. Dies trifft auch für die übrigen Ausführungsformen
zu (ausgenommen Ausführungsformen gemäß der Figuren 16 und 17).
[0066] Die Schuhbefestigung 46 ist in dieser Ausführungsform über ein Schwenklager 62 schwenkbar
am Dämpfungselement 20 angebracht. Ein über übliche Befestigungsmittel im Bereich
der Bogenmitte 22 am Dämpfungselement 20 angebrachter Lagerbock 64 nimmt das Schwenklager
62 auf. Über das Schwenklager 62 läßt sich die Platte 48 abwärts kippen, das heißt
mit der Schuhspitze nach unten kippen oder anders ausgedrückt mit der Ferse nach oben
kippen. Da die Ferse angehoben und wieder abgesenkt werden kann, kann auch das obere
Sprunggelenk bewegt werden. Dies entspricht der natürlichen Lauf- und/oder Sprintbewegung
des Menschen. Ein Bediener kann so optimal seine Muskelkraft auf den Rollschuh übertragen,
wodurch sich die Fahrgeschwindigkeit steigern läßt.
[0067] Alternativ ist jedoch natürlich auch eine starre Befestigung möglich, wie auch die
Austauschbarkeit der einzelnen Elemente wie Schuh 44, Dämpfungsvorrichtung 18, Rollenträger
16 sowie Anzahl der Rollen 10a bis d oder zusätzliche Federelemente 58 über alle Ausführungsformen
hinweg beliebig miteinander kombinierbar sein können, um noch weitere Ausführungsvarianten
zu gestalten.
[0068] In Figur 7 sieht man die nach vorne gekippte Lage der Platte 48. Nach dem Abheben
erkennt man auch einen plattenartigen Anschlag 66, der eine Verlängerung des Lagerbocks
64 darstellt.
[0069] Wie bei dieser Ausführungsform, so ist auch bei den übrigen Ausführungsformen immer
gewünscht, daß die beiden Bogenabschnitte des Dämpfungselements 20, die von dem mittigen,
entweder am Rollenträger 16 oder direkt oder indirekt am Schuh befestigten Abschnitt
nach außen zu den Enden 24, 26 verlaufen, möglichst lang sind. Damit soll die Feder-
und Dämpfungswirkung erhöht werden. Der mittige Abschnitt stellt eine Art Einspannstelle
des Dämpfungselements 20 dar, der für die Dämpfung nichts beiträgt und deshalb möglichst
kurz sein sollte.
[0070] Bei der Ausführungsform nach Figur 8a ist das Federelement 58 im Vergleich zur vorhergehenden
Ausführungsform weggelassen worden. Anstelle der schwenkbaren Platte 48 könnte diese
auch starr am Dämpfungselement 18 befestigt sein, wie mit unterbrochenen Linien gezeigt.
[0071] In Figur 8b ist das Dämpfungselement 20 ohne Platte 48 gezeigt. Im Bereich der Bogenmitte
22 ist ein Klickverschluß 51 vorgesehen, wie er bereits bezüglich der ersten Ausführungsform
beschrieben ist. Der Klickverschluß 51 kann entweder die Platte 48 aufnehmen oder
der Schuh 44 kann direkt daran befestigt werden. Dazu muß der Schuh 44 ein entsprechendes
Gegenstück aufweisen. Das Dämpfungselement 20 ist insbesondere in Bogenmitte 22 verstärkt,
wenn der Schuh direkt auf diesem angebracht wird.
[0072] In Figur 9 erkennt man die Lagerbefestigung 54, die etwas abgewandelt zur vorhergehenden
Ausführungsform breiter als das Dämpfungselement 20 ausgeführt ist, so daß die Lagerbefestigung
54 die Bogenenden 24, 26 allseits umgibt. Insbesondere sind die Lagerbefestigungen
54 aufgesteckt.
[0073] Es ist bevorzugt, daß das Dämpfungselement 20 oder die gesamte Dämpfungsvorrichtung
18 zerstörungsfrei vom Rest des Rollschuhs lösbar ist, um im Falle eines Defekts ausgetauscht
werden zu können oder um andere Dämpfungsvorrichtungen 18 mit anderen Dämpfungs- oder
Federeigenschaften einzusetzen.
[0074] Die Ausführungsform nach den Figuren 10 und 11 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform
nach Figur 8, wobei aber anstelle eines Dämpfungselements 20 zwei in Schuhlängsrichtung
L gesehen nebeneinander und sogar parallel verlaufende, bogenförmige Dämpfungselemente
20 vorgesehen sind. Diese Dämpfungselemente 20 sind über die gemeinsame Lagerbefestigung
54, optionale Zwischenstege 68 und die Schuhbefestigung 46 miteinander gekoppelt.
[0075] Bei dieser Ausführungsform ist eine weitere Variante der Schuhbefestigung 46 angedeutet,
indem hier die Schuhbefestigung 46 zwei Klemmkörper 70 aufweist. Zwischen den Klemmkörpern
70 sind die Dämpfungselemente 20 geklemmt.
[0076] Natürlich ist auch diese Ausführungsform beliebig mit den vorhergehenden Ausführungsformen
kombinierbar, sei es bezüglich der Schuhbefestigung 46, der Anbringung eines Soft-
oder Hardboots, der Anbringung zusätzlicher Federelemente 58 und ähnlicher bereits
zuvor erwähnter Merkmale.
[0077] Generell ist zu betonen, daß der dargestellte Rollschuh zwar bislang als Inline-Rollschuh
ausgeführt ist, jedoch nicht darauf beschränkt ist. Es können vielmehr wie bei einem
klassischen Rollschuh zwei parallele Reihen von Rollen vorgesehen sein, dies gilt
für sämtliche zuvor und anschließend beschriebene Ausführungsformen.
[0078] Nur rein beispielhaft ist hierzu Figur 12 zu nennen, die bei der Ausführungsform
nach den Figuren 10 und 11 ein vorderes und ein hinteres Rollenpaar mit Rollen 10a
und d zeigt.
[0079] Natürlich lassen sich bei der mit den Bogenenden 24, 26 nach unten weisenden Ausführungsform
mehr als zwei hintereinander angeordnete Rollen oder Rollenpaare verwirklichen, wie
dies beispielsweise in den Figuren 13 und 14 skizziert ist. Eine Lagerbefestigung
54 dient bei dieser Ausführungsform der Befestigung von zwei hintereinander angeordneten
Rollen 10a, b oder 10c, d.
[0080] In der Ausführungsform nach Figur 15 ist der Schuh 44 so schwenkbar am Rollschuh
angebracht, daß im Ballenbereich eine Bodenberührung und damit ein Abstoßen wie bei
einem Schlittschuh möglich ist. Das Schwenklager trägt das Bezugszeichen 72. Auch
hier kann der Schuh 44 feste Einheit des Rollschuhs sein oder lösbar an einer Platte
48 angebracht werden. Unterhalb der Schuhspitze oder des Schuhballens ist am Schuh
44 bzw. an der Platte 48 ein Abstoßteil 74 in Form eines Kunststoffelements angebracht.
Der Schuh 44 bzw. die Platte 48 ist nur nach vorne kippbar. Nach hinten wirkt ein
Anschlag, ähnlich wie er im Zusammenhang mit Figur 7 bereits erläutert ist. In dieser
Ausführungsform erstreckt sich der Schuh 44 samt den Platten 48 zwischen zwei parallelen
Dämpfungselementen 20.
[0081] In der Ausführungsform gemäß Figur 16 ist das bogenförmige Dämpfungselement 20 am
in Fahrtrichtung gesehen hinteren Ende an einem Gelenk 76 begrenzt beweglich gelagert.
Das Gelenk 76 ist beispielsweise wie das bezüglich der ersten Ausführungsform ausführlich
beschriebene Schwenklager ausgebildet, worauf hiermit verwiesen wird. An dem Gelenk
76 ist eine längliche Platte 78 angeschlossen, über die das Dämpfungselement 20 an
dem Rollenträger 16 befestigt werden kann. Die Schuhbefestigung 46 (nicht gezeigt)
ist so mit dem Dämpfungselement 20 verbunden, daß der Schuh 44 im Bereich zwischen
der Schuhmitte und dem Fußballen über der Bogenmitte 22 liegt. Die Schuhbefestigung
46 kann zwei Klemmkörper 70 aufweisen, wie sie in Figur 10 gezeigt sind, wobei die
Klemmkörper 70 an dem gekrümmten Dämpfungselement 20 befestigt sind oder die Schuhbefestigung
sind z.B. Schrauben, die durch den oberen Abschnitt des Dämpfungselements 20 gehen
oder ein dort vorgesehener Schnellverschluß.
[0082] Natürlich könnte das Gelenk 76 auch direkt mit dem Rollenträger 16 verbunden sein
(n. gez.) oder gegebenenfalls Teil des Rollenträgers 16 sein. Auch könnte das Dämpfungselement
20 mit einer Drehfeder oder einem Torsionsstab verbunden sein (n. gez.), die zur Federwirkung
beitragen können.
[0083] In Figur 17 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt. Diese unterscheidet sich von
der in Figur 16 gezeigten Ausführungsform nur darin, daß ein zusätzlicher Stoßdämpfer
80 vorgesehen ist. Der (beispielsweise pneumatische) Stoßdämpfer 80 läßt eine Längsverschiebung
des Dämpfungselementes 20 zu und ermöglicht so ein Verformen des Dämpfungselementes
20.
[0084] Eine weitere Ausführungsform des Rollschuhs ist in Figur 18 gezeigt. Das Dämpfungselement
20 fungiert hier, ähnlich wie z.B. in Figur 8a gezeigt, als Rollenträger 16. Der Schuh
44 ist über Befestigungsstellen 82 am Dämpfungselement 20 befestigt. Insbesondere
sind zwei Befestigungsstellen 82 vorgesehen, die sich am Übergang von Bogenmitte 22
zu den Bogenenden 24, 26 befinden. Der Schuh 44 ist in Längsrichtung L beweglich,
um ein Verformen des Dämpfungselementes 20 zu ermöglichen. Dazu sind ein oder mehrere
Langlöcher 84 am Dämpfungselement 20 vorgesehen, in die ein Fortsatz 86, der Teil
der Schuhbefestigung 46 ist, eingreifen kann. In der gezeigten Ausführungsform ist
(in Längsrichtung L gesehen) vorne ein Langloch 84 vorgesehen und (in Längsrichtung
L gesehen) hinten ein Gelenk 76, das beispielsweise als Schwenklager ausgebildet ist.
[0085] Obwohl Figur 18 zwei Befestigungsstellen 82 zeigt, könnten natürlich auch mehr Befestigungsstellen
vorgesehen sein.
[0086] Nochmals betont werden muß, daß die Lage und Größen der Dämpfungselemente 20, was
beispielsweise die Sehnenlänge I, die Ausrichtung der Bogenenden 24, 26 und der Bogenmitte
22 oder die Bogenhöhe h betrifft, vorzugsweise bei allen Ausführungsformen so dimensioniert
ist, wie es anhand der ersten Ausführungsformen ausführlicher beschrieben wurde.
[0087] Es lassen sich auch mit dem dargestellten Rollschuh andere Kurventechniken ausführen,
indem durch Körpergewichtsänderung bereits ein Einlenken der Rollen möglich ist. Dies
gilt insbesondere für die Ausführungsformen nach den Figuren 12 und 13.
1. Rollschuh, insbesondere Inline-Rollschuh, mit wenigstens einer vorderen und wenigstens
einer hinteren Rolle (10a, 10d), die mit Lagern (12) versehen sind, einem Rollenträger
(16), einer Schuhbefestigung (46) und einer Dämpfungsvorrichtung (18), die zwischen
der Schuhbefestigung (46) und den Lagern (12) vorgesehen ist, wobei die Dämpfungsvorrichtung
(18) nur ein in Schuhlängsrichtung (L) verlaufendes, bogenförmiges Dämpfungselement
(20) oder mehrere in Schuhlängsrichtung (L) gesehen nebeneinander verlaufende, bogenförmige
Dämpfungselemente (20) aufweist, das oder die in Seitenansicht des Rollschuhs zentral
am Rollschuh angeordnet ist/sind, wobei das bogenförmige Dämpfungselement (20) bei
vertikaler Krafteinwirkung elastisch unter Einnahme einer anderen Bogenform verformt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenhöhe (h) im unbelasteten Zustand wenigstens 50 mm, vorzugsweise wenigstens
65 mm beträgt.
2. Rollschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (20) beim Verformen eine Bogenform mit einem grösseren Radius
einnimmt.
3. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (20) ein blattfederartiger Körper ist.
4. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt des Bogens in Seitenansicht auf einem Bereich zwischen Fussballen
und Schuhmitte liegt.
5. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsstellen (82) vorgesehen sind, die am Übergang von der Bogenmitte (22)
zu den Bogenenden (24, 26) vorgesehen sind.
6. Rollschuh nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen zwischen dem Dämpfungselement (20) und dem angrenzenden Teil in
Längsrichtung (L) beweglich ausgeführt sind.
7. Rollschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Bogenende verschieblich ist und das verschiebliche Bogenende (24, 26)
in einer Führung (34) geführt ist.
8. Rollschuh nach Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schubefestigung (46) mit der Führung (34) gekoppelt ist.
9. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bogenende (24, 26) in einem verschiebbaren Schwenklager aufgenommen
ist.
10. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (20) zerstörungsfrei lösbar in den Rollschuh integriert ist.
11. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollschuh nur zwei Rollen (10) aufweist.
12. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Bogenenden (24, 26) verbindendes Federelement (58) vorgesehen ist.
13. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuhbefestigung (46) zur lösbaren Anbringung verschiedener Schuhe (44) am Rollschuh
ausgebildet ist.
14. Rollschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schuh (44) schwenkbar am Rollschuh befestigt ist.
15. Rollschuh nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuh (44) so schwenkbar am Rollschuh befestigt ist, dass er im Ballenbereich
eine Bodenberührung ermöglicht.
1. A roller skate, in particular an inline roller skate, comprising at least one front
roller and at least one rear roller (10a, 10d) which are provided with bearings (12),
a roller carrier (16), a shoe fastening portion (46), and a damping device (18) provided
between the shoe fastening portion (46) and the bearings (12), the damping device
(18) including only one arcuate damping element (20) extending in the longitudinal
direction (L) of the shoe or a plurality of arcuate damping elements (20) extending
side by side as viewed in the longitudinal direction (L) of the shoe, the damping
element(s) being arranged centrally on the roller skate in a side view of the roller
skate, the arcuate damping element (20) being elastically deformed upon application
of a vertical force while assuming a different arc shape, characterized in that in the unloaded condition, the arc height (h) amounts to at least 50 mm, preferably
at least 65 mm.
2. The roller skate according to claim 1, characterized in that during deformation, the damping element (20) assumes an arc shape having a larger
radius.
3. The roller skate according to either of the preceding claims, characterized in that the damping element (20) is a leaf spring-type body.
4. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that in a side view, the center of the arc is located in a region between the ball of
the foot and the middle of the shoe.
5. The roller skate according to any of claims 1 to 4, characterized in that fastening sites (82) are provided which are provided at the transition from the middle
(22) of the arc to the ends (24, 26) of the arc.
6. The roller skate according to claim 5, characterized in that the connections between the damping element (20) and the adjacent part are made to
be movable in the longitudinal direction (L).
7. The roller skate according to any of claims 1 to 6, characterized in that at least one end of the arc is shiftable and the shiftable end (24, 26) of the arc
is guided in a guide (34).
8. The roller skate according to claim 7, characterized in that the shoe fastening portion (46) is coupled to the guide (34).
9. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that at least one end (24, 26) of the arc is received in a displaceable swivel bearing.
10. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that the damping element (20) is integrated in the roller skate so as to be nondestructively
releasable.
11. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that the roller skate has only two rollers (10).
12. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that a spring member (58) connecting the ends (24, 26) of the arc is provided.
13. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that the shoe fastening portion (46) is configured for releasable attachment of a variety
of shoes (44) to the roller skate.
14. The roller skate according to any of the preceding claims, characterized in that a shoe (44) is swivel-mounted to the roller skate.
15. The roller skate according to claim 14, characterized in that the shoe (44) is swivel-mounted to the roller skate so as to allow a contact with
the ground in the region of the ball of the foot.
1. Patin à roulettes, en particulier patin à roulettes en ligne, comportant au moins
une roulette antérieure et au moins une roulette postérieure (10a, 10d) qui sont pourvues
de paliers (12), un support de roulettes (16), une fixation de chaussure (46) et un
dispositif d'amortissement (18) qui est prévu entre la fixation de chaussure (46)
et les paliers (12), le dispositif d'amortissement (18) ne présentant qu'un élément
d'amortissement (20) en forme d'arc s'étendant en direction longitudinale (L) de la
chaussure ou plusieurs éléments d'amortissement (20) en forme d'arc s'étendant les
uns à côté des autres, vus en direction longitudinale (L) de la chaussure, qui est/sont
agencé(s) au centre sur le patin, en vue latérale du patin à roulettes, l'élément
d'amortissement (20) en forme d'arc étant déformé élastiquement en prenant une autre
forme d'arc, en cas d'application de force verticale, caractérisé en ce que la hauteur d'arc (h), à l'état non chargé, est d'au moins 50 mm, de préférence d'au
moins 65 mm.
2. Patin à roulettes, caractérisé en ce que lors de la déformation, l'élément d'amortissement (20) prend une forme d'arc avec
un plus grand rayon.
3. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'amortissement (20) est un corps en forme de ressort à lames.
4. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le centre de l'arc, en vue latérale, est située sur une zone entre la plante antérieure
du pied et le milieu de la chaussure.
5. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est prévu des points de fixation qui sont prévus au passage du milieu de l'arc
(22) vers les extrémités de l'arc (24, 26).
6. Patin à roulettes selon la revendication 5, caractérisé en ce que les liaisons entre l'élément d'amortissement (20) et la partie adjacente en direction
longitudinale (L) sont réalisées mobiles.
7. Patin à roulettes selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une extrémité d'arc est déplaçable et l'extrémité d'arc (24, 26) déplaçable
est guidée dans un guidage (34).
8. Patin à roulettes selon la revendication 7, caractérisé en ce que la fixation de chaussure (46) est couplée avec le guidage (34).
9. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une extrémité d'arc (24, 26) est reçue dans un palier pivotant déplaçable.
10. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'amortissement (20) est intégré dans le patin à roulettes en étant amovible
sans destruction.
11. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le patin à roulettes ne présente que deux roulettes (10).
12. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un élément à ressort (58) reliant les extrémités d'arc (24, 26).
13. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fixation de chaussure (46) est réalisée pour monter différentes chaussures (44)
de manière amovible sur le patin à roulettes.
14. Patin à roulettes selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une chaussure (44) est fixée sur le patin à roulettes de manière à pivoter.
15. Patin à roulettes selon la revendication 14, caractérisé en ce que la chaussure (44) est fixée de manière pivotante sur le patin à roulette de telle
sorte qu'elle peut toucher le sol dans la zone de la plante antérieure du pied.