[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsmitteldosiersystem nach dem Oberbegriff des
Patentanspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein wasserführendes Haushaltsgerät.
[0002] Die Mehrzahl der derzeit im Einsatz befindlichen Haushalts-Geschirrspülmaschinen
besitzt eine Zugabevorrichtung zur Aufnahme eines oder mehrerer Reinigungsmittel,
welche im Verlauf eines Spülzyklus der Spülflotte zum Reinigen des in der Geschirrspülmaschine
einsortierten Spülguts zugegeben werden. Üblicherweise wird das in der Zugabevorrichtung
bevorratete Reinigungsmittel während des Spülzyklus vollständig in den Spülraum abgegeben
und der darin umgewälzten Spülflotte beigemischt. Die Zugabevorrichtung ist von ihrer
Größe her derart bemessen, dass gerade die für einen Spülzyklus benötigte Menge an
Reinigungsmitteln eingefüllt werden kann. Der Benutzer der Geschirrspülmaschine ist
deshalb gezwungen, zum Beginn jedes Spülzyklus die für den Spülzyklus benötigte Menge
an Reinigungsmittel in die Zugabevorrichtung einzufüllen. Diese Handhabung ist für
den Benutzer der Geschirrspülmaschine unbequem. Darüber hinaus besteht bei derartigen
Geschirrspülmaschinen das Problem, dass die Menge an in die Zugabevorrichtung eingefüllten
Reinigungsmitteln von Benutzer zu Benutzer, aber auch von Spülgang zu Spülgang variieren
kann. Eine nicht korrekt dosierte Menge an Reinigungsmittel kann einerseits zu unbefriedigenden
Spülergebnissen führen, wenn die Reinigungsmittel zu gering dosiert wurden, und andererseits
eine Verschwendung an Reinigungsmitteln und damit eine Belastung der Umwelt zur Folge
haben, wenn eine zu große Menge an Reinigungsmitteln dosiert wurde.
[0003] Zugabevorrichtungen, welche die darin gespeicherte Menge an Reinigungsmitteln auf
einmal der Spülflotte zusetzen, lassen weiterhin die Durchführung komplexerer Spülprogramme
nicht zu. So kann es beispielsweise in bestimmten Situationen sinnvoll sein, das Reinigungsmittel
zu verschiedenen Zeitpunkten der Spülflotte zuzudosieren. Zugabevorrichtungen, welche
zur Aufnahme einer einzigen Reinigungsmittel-Dosis ausgebildet sind, können derartige
komplexe Spülzyklen nicht unterstützen.
[0004] Aus der
WO 2005/058126 A1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einer Dosiervorrichtung für die Zugabe von Zuschlagmittel
in den Spülbehälter bekannt, bei der Basischemikalien getrennt in Vorratsbehältern
untergebracht und unabhängig zugebbar sind.
[0005] Bei Reinigungsmitteldosiersystemen, bei denen mehrere Reinigungsmittel in unterschiedlichen
Kammern einer Kartusche oder Vorratsbehältern gespeichert sind, besteht das Problem,
dass bei einer sensorgesteuerten Zugabe der Reinigungsmittel - je nach Verschmutzungsgrad
der Spülflotte - die Reinigungsmittel zu unterschiedlichen Zeitpunkten erschöpft sein
können. Insbesondere bei solchen Kartuschen, in welchen die Kammern in einem gemeinsamen
Gehäuse der Kartusche angeordnet sind, kann dies einen Austausch der Kartusche erfordern,
wenn manche der Reinigungsmittel noch nicht verbraucht sind. Diese Verschwendung von
Reinigungsmitteln führt zu einer Belastung der Umwelt, wenn die Kartusche z.B. über
den Müll entsorgt wird.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein wasserführendes Haushaltsgerät
anzugeben, welches auf konstruktiv einfache Weise die Signalisierung eines vorbestimmten
Füllstands von Reinigungsmitteln in einer Kartusche ermöglicht. Ferner ist es Aufgabe
der Erfindung, ein entsprechendes Reinigungsmitteldosiersystem bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgaben werden durch ein Reinigungsmitteldosiersystem mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 bzw. durch ein wasserführendes Haushaltsgerät mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 3 gelöst.
[0008] Ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine,
weist ein Reinigungsmitteldosiersystem auf, wobei das Reinigungsmitteldosiersystem
einen Reinigungsmittelspender mit einem Aufnahmeraum zur Aufnahme wenigstens einer
Kartusche aufweist, wobei die Kartusche zur Bevorratung wenigstens einen Reinigungsmittels
ausgebildet ist. Dabei ist die bevorratete Menge an Reinigungsmittel größer als die
für einen Spülzyklus benötigte Menge und das Reinigungsmitteldosiersystem weist eine
Vorrichtung zur Detektion eines Füllstands in der wenigstens einen Kartusche auf.
[0009] Das Reinigungsmitteldosiersystem für Geschirrspülmaschinen kann zur Anordnung, insbesondere
angrenzend an einen Spülraum der Geschirrspülmaschine, im Inneren der Geschirrspülmaschine
ausgebildet sein. Das Reinigungsmitteldosiersystem enthält Reinigungsmittel, wobei
die bevorratete Menge an Reinigungsmittel größer als die für einen Spülzyklus benötigte
Menge ist. Das Reinigungsmitteldosiersystem stellt im Wesentlichen genau die Menge
an Reinigungsmittel bereit, die für einen Spülzyklus notwendig ist. Reinigungsmittel
können Zusammensetzungen von Reinigerkomponenten sein oder einzelne Reinigersubstanzen,
wie bspw. ein Enzym. Die Reinigungsmittel können flüssig oder auch gelförmig sein.
Das Reinigungsmitteldosiersystem kann zur Abgabe eines Signals bei einer Detektion
eines Füllstands, bspw. eines vorbestimmten Füllstands ausgebildet sein. Gemäß einer
ersten erfindungsgemäßen Variante weist das Reinigungsmitteldosiersystem eine Mehrzahl
an voneinander getrennten Kammern zur jeweiligen Aufnahme von Reinigungsmitteln auf.
Die Vorrichtung zur Detektion des vorbestimmten Füllstands ist dazu ausgebildet, den
Füllstand zumindest einer, jedoch nicht sämtlicher, der Kammern zu ermitteln.
[0010] Gemäß einer weiteren Variante umfasst das Reinigungsmitteldosiersystem für Geschirrspülmaschinen
ferner ein zweites Detektionsmittel zum Erfassen der seit dem Einlegen der vollen
Kartusche durchgeführten Dosiervorgänge; und ein Auswertemittel, welches aus den Informationen
zumindest des zweiten Detektionsmittels den Füllstand des Reinigungsmittels in dem
Reinigungsmitteldosiersystem ermittelt.
[0011] Zur Signalisierung eines vorbestimmten Füllstands - sämtlicher in der Kartusche enthaltenen
Reinigungsmittel - bedient sich das erfindungsgemäße Reinigungsmitteldosiersystem
gemäß der ersten erfindungsgemäßen und der weiteren Variante eines indirekten Vorgehens.
Gemäß der ersten erfindungsgemäßen Variante werden nicht sämtliche der Kammern des
Reinigungsmitteldosiersystems hinsichtlich deren Füllstands überwacht, sondern es
erfolgt lediglich die Überwachung in einigen der Kammern. Anhand dieser ermittelten
Informationen kann auf den globalen Füllstand an Reinigungsmittel in dem Reinigungsmitteldosiersystem
geschlossen werden.
[0012] Bei dem Reinigungsmitteldosiersystem gemäß der weiteren Variante erfolgt keine unmittelbare
Messung des Füllstandes des in dem Reinigungsmitteldosiersystem befindlichen Reinigungsmittels,
sondern es werden die seit dem Einlegen einer vollen Kartusche durchgeführten Dosiervorgänge
überwacht und anhand der bei den Dosiervorgängen ermittelten und gespeicherten Informationen
auf den Füllstand rückgeschlossen.
[0013] Erfindungsgemäß kann die Vorrichtung zur Detektion des vorbestimmten Füllstands auch
zur Detektion des Füllstands genau einer Kammer ausgebildet sein. Diese Vorgehensweise
gewährleistet eine wirtschaftliche und kostengünstige Konstruktion.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Reinigungsmitteldosiersystem einen
Reinigungsmittelspender mit einem Aufnahmeraum zur Aufnahme wenigstens einer, die
Reinigungsmittel enthaltende, Kartusche auf, und die Vorrichtung zur Detektion des
vorbestimmten Füllstands ist in dem Reinigungsmittelspender und/oder der Kartusche
ausgebildet.
[0015] Gemäß der Erfindung arbeitet die Vorrichtung zur Detektion des vorbestimmten Füllstands
nach einem optischen Prinzip. Die Vorrichtung zur Detektion eines Füllstands weist
hierzu einen Lichtsender, einen Lichtempfänger sowie einen Lichtleiter auf, wobei
von dem Lichtsender abgegebene Lichtstrahlung in den Lichtleiter einkoppelbar ist
und aus dem Lichtleiter austretende Lichtstrahlung durch den Lichtempfänger aufnehmbar
ist, wobei durch eine Auswertung der ein- und der ausgekoppelten Lichtstrahlung überprüfbar
ist, ob der vorbestimmte Füllstand erreicht ist. Die Auswertung erfolgt anhand eines
Vergleichs der ein- und ausgekoppelten Lichtstrahlung.
[0016] Erfindungsgemäß weist der Lichtleiter eine erste Koppelfläche und eine zweite Koppelfläche
auf, wobei die Lichtstrahlung von dem Lichtsender durch die erste Koppelfläche einkoppelbar
und die aus dem Lichtleiter austretende Lichtstrahlung durch die erste oder die zweite
Koppelfläche auskoppelbar ist. Wird die aus dem Lichtleiter austretende Lichtstrahlung
durch die erste Koppelfläche ausgekoppelt, so können der Lichtsender und der Lichtempfänger
als Baueinheit ausgebildet werden. Der Lichtleiter kann beispielsweise als Stab ausgebildet
sein, wobei die Reflexionseigenschaften des Lichtleiters ausgenutzt werden. Wird die
aus dem Lichtleiter austretende Lichtstrahlung durch die zweite Koppelfläche ausgekoppelt,
so sind der Lichtsender und der Lichtempfänger getrennt voneinander ausgebildet. Der
Lichtleiter kann z.B. als Wendel ausgebildet werden, durch die die Lichtstrahlung
gelenkt wird. In beiden Fällen werden die unterschiedlichen Brechungseigenschaften
ausgenutzt, wenn der Lichtleiter von Reinigungsmitteln umgeben ist im Vergleich zu
einer Situation, wo der Lichtleiter nicht oder nur zum Teil von Reinigungsmitteln
umgeben ist.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind der Lichtsender und der Lichtempfänger
in dem Reinigungsmittelspender angeordnet. Der Lichtleiter ist in der Kartusche angeordnet,
in welcher sich das Reinigungsmittel befindet. Bei in dem Reinigungsmittelspender
eingesetzter Kartusche sind Lichtsender bzw. Lichtempfänger und Lichtleiter derart
zueinander angeordnet, dass die oben beschriebene Lichtein- und Lichtauskopplung erfolgen
kann. Bevorzugt ist hierbei ein Mechanismus vorgesehen, der sicherstellt, dass die
Kartusche nur in einer Weise in den Reinigungsmittelspender eingesetzt werden kann,
so dass die Funktion der Detektionsvorrichtung gewährleistet werden kann. Dies kann
beispielsweise durch eine mechanische Kodierung an der Kartusche, z.B. einen Vorsprung
und eine entsprechende Ausnehmung an dem Reinigungsmittelspender, und umgekehrt, sichergestellt
werden.
[0018] Gemäß einer anderen, nicht beanspruchten Variante arbeitet die Vorrichtung zur Detektion
eines Füllstands nach einem kapazitiven Prinzip. Die Vorrichtung zur Detektion des
vorbestimmen Füllstands weist eine erste und eine zweite Elektrode mit einem zwischen
der ersten und der zweiten Elektrode angeordneten Dielektrikum auf, wobei die erste
Elektrode durch das Reinigungsmittel und die zweite Elektrode elektrisch isolierend
von der ersten Elektrode in dem Reinigungsmitteldosiersystem angeordnet ist und der
vorbestimmte Füllstand durch Auswertung der zwischen der ersten und der zweiten Elektrode
anliegenden Spannung erfolgt. Die zweite Elektrode ist aus einem elektrisch leitenden
Material gebildet und kann an der Außenwand der Kartusche oder einer Gehäusewand des
Reinigungsmittelspenders angeordnet sein. Das Dielektrikum zwischen der ersten und
der zweiten Elektrode wird durch die Wandung der Kartusche und/oder die Wandung des
Reinigungsmittelspenders und/oder ggf. einen Luftspalt gebildet. Dies ist im Wesentlichen
von der Anordnung der zweiten Elektrode abhängig. Mit sinkendem Füllstand des Reinigungsmittels
in der Kartusche ändert sich die Kapazität des durch die erste und die zweite Elektrode
gebildeten Kondensators, welche ohne weiteres anhand der zwischen der ersten und der
zweiten Elektrode anliegenden Spannung auswertbar ist. Anhand dieser Daten ist ein
Rückschluss auf den Füllstand des Reinigungsmittels in der Kartusche möglich.
[0019] In den beiden beschriebenen Varianten ist es möglich, durch die Länge der Erstreckung
des Lichtleiters in der Kartusche in Schwerkraftrichtung bzw. durch die Länge der
Erstreckung der zweiten Elektrode in Schwerkraftrichtung den Füllstand einzustellen,
bei welchem das Signal abzugeben ist. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise eingestellt
werden, ob ein Signal bei vollständig entleerter Kartusche oder aber bereits zu einem
Zeitpunkt abgegeben werden soll, wenn eine Anzahl m, bevorzugt zwischen 2 und 5, Dosiervorgängen
noch in dem Reinigungsmitteldosiersystem enthalten ist.
[0020] Gemäß einer weiteren nicht beanspruchten Variante arbeitet die Vorrichtung zur Detektion
des vorbestimmten Füllstands nach einem akustischen Prinzip. Dazu weist die Vorrichtung
zur Detektion eines Füllstands ein Anregungsmittel, mit welchem das Reinigungsmittel
in Schwingungen versetzbar ist, und ein Auswertemittel auf, mit welchem das dabei
entstehende Geräuschbild auswertbar ist. Als Anregungsmittel kann hierbei bevorzugt
ein nach dem Piezo-Ultraschallprinzip arbeitender Generator eingesetzt werden.
[0021] In dem gemäß der zweiten Variante ausgestalteten Reinigungsmitteldosiersystem erfasst
das zweite Detektionsmittel gemäß einer Ausführungsform die Anzahl der Dosiervorgänge
und/oder das jeweils aus dem Reinigungsmitteldosiersystem ausgeleitete Volumen. Anhand
dieser Parameter ist eine präzise Bestimmung des Füllstandes möglich. Durch einen
permanenten Vergleich eines vorbestimmen Füllstandes mit dem errechneten Füllstand
ist die Entscheidung treffbar, ob das Signal abzugeben ist, mit welchem dem Benutzer
signalisiert wird, dass ein Austausch der Kartusche notwendig ist oder in Kürze bevorsteht.
[0022] Zur automatischen Erkennung einer neuen bzw. vollen Kartusche ist das Reinigungsmitteldosiersystem
gemäß der zweiten Variante in einer Ausgestaltung mit einem Transponder versehen,
wobei die in dem Transponder gespeicherten Informationen durch das erste Detektionsmittel
zur weiteren Auswertung auslesbar sind. Alternativ kann die Kartusche mit einem Code,
insbesondere einem Bar-Code, zur Erkennung der neuen bzw. vollen Kartusche versehen
sein, wobei die in dem Transponder gespeicherten Informationen durch das erste Detektionsmittel
zur weiteren Auswertung auslesbar sind. Im ersten Fall weist das erste Detektionsmittel
eine Empfangsvorrichtung auf, welche die in dem Transponder gespeicherten Informationen
bei Annäherung an die Empfangseinrichtung auslesen kann. Das System kann hierbei auf
passive Weise arbeiten, d.h. der an der Kartusche angebrachte Transponder benötigt
keine autarke Energieversorgung. Die zum Auslesen notwendige Energie wird dem Transponder
durch die Empfangseinrichtung zugeführt, sobald sich dieser in dessen Arbeitsfeld
befindet.
[0023] Das erste Detektionsmittel kann zu diesem Zweck über einen Bar-Code-Leser verfügen,
welcher in dem Reinigungsmitteldosiersystem angeordnet ist, so dass ein automatisches
Auslesen der in dem Bar-Code enthaltenen Informationen erfolgt, sobald die Kartusche
in das Reinigungsmitteldosiersystem eingelegt wird. Der Bar-Code-Leser kann jedoch
auch an einer anderen Baugruppe einer Geschirrspülmaschine angeordnet sein, so dass
beispielsweise der Nutzer vor dem Einlegen der Kartusche in das Reinigungsmitteldosiersystem
die Kartusche an dem Bar-Code-Leser vorbeiführen muss.
[0024] Ein konstruktiv besonders einfacher Aufbau der Vorrichtung zur Detektion eines vorbestimmten
Füllstandes des Reinigungsmittels ergibt sich dann, wenn das Volumen der in der Mehrzahl
an Kammern bevorrateten Reinigungsmittel derart bemessen ist, dass insgesamt z Spülzyklen
durchführbar sind und jedes der Reinigungsmittel mit dem z-ten Spülzyklus aufgebraucht
ist. Durch dieses Vorgehen ist sichergestellt, dass die Kartusche bei einem Austausch
keinerlei Reinigungsmittel mehr enthält. Dieser Zustand wird insbesondere dadurch
erreicht, dass gemäß einer Weiterbildung der Erfindung in jedem Spülgang ein prozentual
gleicher Anteil der zumindest zwei Reinigungsmittel durch das Dosiersystem dosiert
wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Gesamtzahl z der Spülzyklen beim Aufbrauch
mehrerer Kartuschen variabel sein kann und von den jeweils durchgeführten Spülzyklen
abhängig ist. In dieser Variante ist sichergestellt, dass unabhängig von der Anzahl
der, Reinigungsmittel bevorratenden, Kammern eine einzige Vorrichtung zur Detektion
des Füllstandes (einer der Kammern) ausreichend ist, um zuverlässig einer Aussage
über eine leere Kartusche oder über eine noch mögliche Anzahl an Dosiervorgängen zu
geben.
[0025] Ferner gehört zur Erfindung ein Reinigungsmitteldosiersystem der oben beschriebenen
Art.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Geschirrspülmaschine mit einem Reinigungsmitteldosiersystem zur Aufnahme einer
Kartusche, welches in einer Behälterwand angeordnet ist,
- Fig. 2
- eine weitere Geschirrspülmaschine mit einem Reinigungsmitteldosiersystem zur Aufnahme
einer Kartusche, welches in der Tür der Geschirrspülmaschine angeordnet ist,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine Kartusche, in welcher Reinigungsmittel bevorratet ist,
- Fig. 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Detektion eines vorbestimmten
Füllstands von Reinigungsmittel in der Kartsuche,
- Fig. 5
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Detektion eines vorbestimmten
Füllstands von Reinigungsmittel in der Kartsuche, und
- Fig. 6
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Detektion eines vorbestimmten
Füllstands von Reinigungsmittel in der Kartsuche.
[0027] Fig. 1 zeigt eine Geschirrspülmaschine 1, die eine verschwenkbar an einem Gehäuse
2 gelagerte Tür 3 aufweist. Die Tür 3 ist in der Figur in ihrer geöffneten Stellung
dargestellt. In einem durch die Tür 3 verschließbaren Spülraum 4 sind in bekannter
Weise Geschirrkörbe 5, 6 angeordnet. Ein Reinigungsmitteldosiersystem 10, umfassend
einen Reinigungsmittelspender 11 und eine erfindungsgemäße Kartusche 50, welche zumindest
zwei getrennt voneinander bevorratete Reinigungsmittel enthält, ist in einer Behälterwand
7 des Gehäuses 2 angeordnet. Fig. 1 zeigt die dabei bevorzugte Anordnung des Reinigungsmitteldosiersystems
10 zwischen dem Oberkorb 5 und dem Unterkorb 6. Der die Kartusche 50 aufnehmende Reinigungsmittelspender
11 ist dabei in einem der Türöffnung nahe gelegenen Abschnitt der Behälterwand 7 angeordnet,
um das Einführen und Entnehmen der Kartusche 50 in bzw. aus dem Reinigungsmittelspender
11 für den Benutzer zu erleichtern.
[0028] Der Reinigungsmittelspender 11 umfasst ein Gehäuse 12 und einen gegenüber dem Gehäuse
12 verschwenkbar gelagerten Deckel. Befindet sich der Deckel in seiner Öffnungsposition
(vgl. Darstellung in Fig. 1), so kann die Kartusche 50 vom Spülraum 4 her in den Deckel
eingelegt werden. Der Deckel verfügt zur Halterung und Fixierung z.B. über zwei symmetrisch
angeordnete Haltelaschen, welche eine L-förmige Gestalt aufweisen und an die Größe
der Kartusche 50 angepasst sind, so dass die Haltelaschen die Kartusche 50 nach dem
Einlegen haltend umgreifen (nicht dargestellt). An dem Deckel ist ferner eine Auflagefläche
angeformt, so dass die Kartusche 50 in einer definierten Position zum Liegen kommt.
Durch das Schließen des Deckels wird die Kartusche in einen Aufnahmeraum des Reinigungsmittelspenders
11 eingebracht und durch gegebenenfalls vorhandene Nasen und/oder Vorsprünge am Gehäuse
des Reinigungsmittelspenders in ihre endgültige Position gedrückt.
[0029] Fig. 2 zeigt eine weitere Geschirrspülmaschine 1 mit einem Reinigungsmitteldosiersystem
10. Im Gegensatz zu dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel ist das Reinigungsmitteldosiersystem
10, genauer der Reinigungsmittelspender 11 in der Tür 3 der Geschirrspülmaschine angeordnet.
Das Bestücken des Reinigungsmittelspenders 11 mit der Kartusche 50 erfolgt von der
Stirnseite 8 der Tür her. Die Öffnung zum Bestücken des Reinigungsmittelspenders 11
kann dabei im Bereich einer Blende der Geschirrspülmaschine oder der Innentür der
Tür angeordnet sein. Der Vorteil der Anordnung gemäß Fig. 2 besteht in einem bequemeren
Einsetzen und Entnehmen der Kartusche für den Benutzer.
[0030] Eine beispielhafte Ausgestaltung der Kartusche 50 ist in Fig. 3 dargestellt. Die
Kartusche 50 weist lediglich beispielhaft fünf Kammern 51a, 51b, 51c, 51d und 51e
auf, zur Aufnahme jeweils eines Reinigungsmittels oder eines Reinigungsmittelgemisches.
Die Größe der einzelnen Kammern 51a bis 51e ist dabei entsprechend dem während einer
vorgegebenen Anzahl an Dosiervorgängen notwendigen Volumen dimensioniert. Das Volumen
der verschiedenen Reinigungsmittel ist in den Kammern 51a bis 51e derart bemessen,
dass nach einer bestimmten Anzahl an Dosiervorgängen, bevorzugt zwischen 20 und 40,
weiter bevorzugt ca. 30, sämtliche der Kammern 51a bis 51e gleichzeitig und im wesentlichen
vollständig entleert sind.
[0031] Die Gesamtzahl der Dosiervorgänge beim Aufbrauch der Kartusche hängt von der Art
der jeweils durchgeführten Spülzyklen ab. Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht
zu werden, wird für jedes in der Geschirrspülmaschine auswählbare Programm eine bestimmte
Dosiermenge vorgegeben oder aber sensorisch ermittelt. Bei schwach verschmutztem Spülgut
wird eine geringere Dosiermenge gewählt, während bei stark verschmutztem Spülgut eine
höhere Dosiermenge an Reinigungsmitteln vorgesehen ist. Um sicherzustellen, dass jedes
der Reinigungsmittel mit dem gleichen Spülzyklus aufgebraucht ist, ist der prozentuale
Anteil jeder Reinigungsmittelkomponente, der während eines Dosiervorgangs der Spülflotte
zugegeben wird, gleich. Dies ermöglicht einen sparsamen Umgang mit den zur Verfügung
stehenden Ressourcen, da ein Austausch der Kartusche lediglich dann erfolgt, wenn
diese vollständig entleert ist.
[0032] Um sicherzustellen, dass unabhängig von dem Füllstand der jeweiligen Reinigungsmittel
in der Kartusche das gleiche Volumen zur Spülflotte zudosiert wird, wird die Auslaufzeit,
in der die Reinigungsmittel durch Öffnen des öffenbaren Verschlusses zur weiteren
Verarbeitung aus der Kartusche ausleitbar sind, abhängig von der Nummer des gerade
durchgeführten Dosiervorgangs seit dem Einlegen einer neuen, vollen Kartusche variiert.
Die Auslaufzeit der Reinigungsmittel bestimmt sich nach der Formel

wobei
- t
- die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel,
- n
- die Nummer des Dosiervorgangs,
- x
- die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel des ersten Dosiervorgangs, und
- y
- eine Konstante
darstellen.
[0033] Mit zunehmender Nummer des Spülganges wird somit die Auslaufzeit des bzw. der Reinigungsmittel
verlängert, so dass dem mit abnehmendem Reinigungsmittelvolumen in der Kartusche verringerten
Druck Rechnung getragen wird.
[0034] Das Fördern des Reinigungsmittels kann dabei ausschließlich unter Ausnutzung der
Schwerkraft erfolgen. Die Fördereinrichtung, insbesondere die Ausgestaltung der Dichtung
kann jedoch auch nach dem Prinzip einer Pumpe aufgebaut sein, so dass Reinigungsmittel
aus der Reinigungskammer in die Dosierkammer und aus der Dosierkammer in den Spülraum
gefördert werden.
[0035] Jede der Kammern 51a bis 51e ist mit einem öffenbaren Verschluss 25a bis 25e, z.B.
in Form einer Membran versehen. Die z.B. aus einem Gummi bestehenden Membranen schließen
die einzelnen Kammern 51a bis 51e dichtend ab, so dass während der Lagerung und des
Transports der Kartusche 50 kein Reinigungsmittel aus diesen entweichen kann. Beim
Einsetzen der Kartusche 50 in den Reinigungsmittelspender 11 werden die Membranen
von korrespondierend in dem Reinigungsmittelspender 11 angeordneten Kanülen 21 durchstochen,
so dass nach Maßgabe einer entsprechenden Dosiervorrichtung Reinigungsmittel in den
Spülraum zugegeben werden kann.
[0036] Die Kartusche ist bevorzugt aus einem Kunststoff gefertigt und weist eine Breite
B von ca. 200 mm, eine Höhe H von ca. 125 mm und eine Tiefe von ca. 25 mm auf. Bei
diesen Abmaßen lässt sich das Volumen der verschiedenen Kammern derart bemessen, dass
die gewünschten 20 bis 40 Spülzyklen mittels einer Kartusche durchführbar sind.
[0037] Neben den Kammern 51a bis 51e verfügt die Kartusche 50 über eine weitere Kammer 52,
welche mit einem oder mehreren Belüftungskanälen 53 in Verbindung steht. Der oder
die Belüftungskanäle 53 ihrerseits weisen eine Verbindung zu den verschiedenen Kammern
51a bis 51e auf. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass mit zunehmender Entleerung
der Kammern 51a bis 51e sich kein Unterdruck in diesen aufbauen kann, wodurch das
Zugeben von Reinigungsmitteln erschwert oder verfälscht würde. Die Belüftungskanäle
53 befinden sich bevorzugt in einem Deckel 54, welcher nach dem Befüllen der einzelnen
Kammern 51a bis 51e mit den jeweiligen Reinigungsmitteln auf das Gehäuse der Kartusche
aufgebracht ist. Der Deckel 54 kann ein Überdruckventil 55 aufweisen, welches gegebenenfalls
bei bestimmten Reinigungsmittelkomponenten notwendig ist.
[0038] Das Reinigungsmitteldosiersystem verfügt zur Detektion einer leeren oder nahezu leeren
Kartusche über Mittel zur Abfrage des Füllstandes der Reinigungsmittel in der Kartusche.
Erreicht das Reinigungsmittel in einer oder mehreren der Kammern der Kartusche einen
vorgegebenen Füllstand, z.B. wenn eine vorgegebene Anzahl an Spülzyklen noch möglich
ist, so kann dies dem Nutzer über ein optisches Signal dargestellt werden. Die Anzeigevorrichtung
kann sich in bekannter Weise z.B. an der Außenseite der Tür, z.B. der Blende, befinden.
[0039] In den Figuren 4 bis 6 sind verschiedene Ausführungsbeispiele dargestellt, auf welche
Weise eine Ermittlung eines vorbestimmten Füllstands der Kartusche möglich ist. Aufgrund
des Vorbeschriebenen Verfahrens der Dosierung der in unterschiedlichen Kammern bevorrateten
Reinigungsmittel ist es möglich, den Füllstand in lediglich einer der Kammern der
Kartusche zu sensieren, um eine Aussage über den Füllstand der gesamten Kartusche
zu erhalten. Prinzipiell möglich ist es, die nachfolgend beschriebenen Vorrichtungen
zur Detektierung eines bestimmten Füllstandes in einer beliebigen Anzahl der Kammern
der Kartusche vorzusehen, sofern nicht die Vorrichtung zur Bestimmung des Füllstandes
eine globale Aussage über den Füllstand des Reinigungsmittels trifft.
[0040] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 erfolgt eine Detektion des Füllstandes unter
Verwendung eines optischen Prinzips. Es ist in einer Querschnittsdarstellung ein Ausschnitt
des Reinigungsmitteldosiersystems 10 dargestellt. Die Kartusche 50 befindet sich in
einem durch den Reinigungsmittelspender 11 gebildeten Aufnahmeraum des Reinigungsmitteldosiersystems.
Die Gehäuseform der Kartusche 50 ist dabei an die Gestalt des Gehäuses 12 des Reinigungsmittelspenders
11 angepasst. Die am Boden einer Gehäusestufe des Gehäuses 12 angeordnete Kanüle 21a
der Kammer 51a durchstößt den öffenbaren Verschluss 25a der Kartusche 50 und ragt
in die Kammer 51a hinein. Entgegen der zeichnerischen Darstellung ist das in die Kammer
51a ragende Ende der Kanüle 21a möglichst nahe am Boden der Kartusche 50 angeordnet,
um zu vermeiden, dass ein Rest an Reinigungsmittel in der Kartusche verbleibt.
[0041] Die Detektion eines vorbestimmten Füllstands an Reinigungsmittel erfolgt unter Verwendung
einer Sende-/Empfangseinheit 60, die am Boden des Gehäuses 12 des Reinigungsmittelspenders
11 angeordnet ist. Ein Lichtleitelement 61, wie z.B. eine Linse, schließt bündig mit
dem Boden des Gehäuses 12 ab. Korrespondierend zu dem Lichtleitelement 61 ist ein,
z.B. aus Kunststoff oder Glas bestehender Lichtleiter 62, im Gehäuseboden der Kartusche
50 befestigt. Ist die Kartusche 50, wie in Fig. 4 dargestellt, in dem Reinigungsmittelspender
11 eingelegt, so grenzt eine erste Koppelfläche 63 des Lichtleiters 62 (welche bündig
mit dem Boden des Gehäuses der Kartusche 50 abschließt) an das Lichtleitelement 61
an. Auf diese Weise kann von der Sende-/Empfangseinheit 60 ausgestrahltes Licht in
den Lichtleiter 62 eingekoppelt werden. Im Ausführungsbeispiel wird an einer zweiten
Koppelfläche 64 des Lichtleiters 62 die eingekoppelte Lichtstrahlung reflektiert und
über die Koppelfläche 63 zurück dem Lichtempfänger zugeführt. Durch eine Auswertung,
insbesondere einen Vergleich, der ein- und ausgekoppelten Lichtstrahlung kann festgestellt
werden, ob die zweite Koppelfläche 64 innerhalb des Reinigungsmittels gelegen ist
oder außerhalb davon. In diesen beiden Fällen ergeben sich unterschiedliche Brechungseigenschaften
an der zweiten Koppelfläche 64, welche durch eine Auswerteeinheit ohne weiteres detektierbar
sind.
[0042] Bei entsprechender Ausgestaltung des Lichtleiters 62, z.B. einen Bogen in der Form
eines umgekehrten U oder Wendel, kann die von dem Lichtsender abgegebene Lichtstrahlung
an einer ersten Koppelfläche eingekoppelt und an einer zweiten Koppelfläche des Lichtleiters
ausgekoppelt werden. Die zweite Koppelfläche ist in dieser Variante ebenfalls im Boden
der Kartusche 50 ausgebildet.
[0043] Durch die Länge bzw. Höhe, mit der der Lichtleiter 62 in Schwerkraftrichtung nach
oben in die Kartusche 50 ragt, kann festgelegt werden, bei welchem Füllstand bzw.
Volumen des Reinigungsmittels ein Signal abgegeben werden soll.
[0044] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 erfolgt die Detektion eines vorbestimmten
Füllstands durch ein kapazitives Prinzip. Eine erste Elektrode 70 wird durch das in
der Kammer 51a bevorratete Reinigungsmittel gebildet. Eine zweite Elektrode 71, welche
durch ein elektrisch leitendes Material gebildet ist, ist z.B. an der Außenwand des
Gehäuses der Kartusche 50 oder der der Kartusche zugewandten Wand des Reinigungsmittelspenders
11 angeordnet. Die zwischen der ersten und der zweiten Elektrode 70, 71 liegende Gehäusewandung
72 der Kartusche 50 bildet ein Dielektrikum des Kondensators. Eine elektrische Kontaktierung
der durch das Reinigungsmittel gebildeten ersten Elektrode kann beispielsweise durch
einen leitenden Leiter an der Kanüle 21a erfolgen. Die Detektion des Füllstandes erfolgt
durch Auswertung der zwischen der ersten und der zweiten Elektrode 70, 71 anliegenden
Spannung, welche je nach Füllstand in der Kammer 51a variiert. Die Variation resultiert
aus dem Grad der Überlappung des Reinigungsmittels mit der zweiten Elektrode 71 des
Kondensators. Durch einen Vergleich der gemessenen Spannung mit einer vorgegebenen
Spannung kann das Unterschreiten eines vorbestimmten Füllstandes detektiert werden.
Die zweite Elektrode 71 kann sich über die gesamte Breite der Kammer 51a oder über
die gesamte Breite der Kartusche sowie in beliebiger Höhe der Kartusche erstrecken.
Insbesondere durch die Höhe in Schwerkraftrichtung nach oben kann festgelegt werden,
zu welchem Zeitpunkt eine Spannungsänderung das erste Mal detektierbar sein soll.
Damit kann durch die Höhe der zweiten Elektrode das Abgeben eines Signals bei einem
vorbestimmten Füllstand eingestellt werden.
[0045] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 erfolgt eine Detektion des Füllstandes in der
Kammer 51a auf Basis eines akustischen Prinzips. Zu diesem Zweck ist das Reinigungsmitteldosiersystem
10 mit einem Anregungsmittel 80, z.B. einem Piezo-Ultraschallgenerator versehen, welcher
derart am Reinigungsmittelspender 11 angeordnet ist, dass er das in der Kartusche
50 befindliche Reinigungsmittel in Schwingungen versetzen kann. Das dabei entstehende
Geräusch kann durch ein Auswertemittel, welches z.B. außerhalb des Aufnahmeraums der
Kartusche 50 angeordnet ist, detektiert und ausgewertet werden. Anhand des Geräuschspektrums
kann auf einfache Weise auf den Füllstand des Reinigungsmittels in der Kartusche geschlossen
werden. Durch einen Vergleich des gemessenen mit einem hinterlegten Spektrum kann
die Abgabe eines Signals bei einem vorbestimmten Füllstand veranlasst werden.
[0046] Eine weitere, in den Figuren nicht dargestellte, Vorrichtung zur Überwachung des
Füllstandes an Reinigungsmittel in der Kartusche bedient sich einer indirekten Ermittlung,
indem die Geschirrspülmaschine ein Detektionsmittel zum Erkennen einer vollen Kartusche,
z.B. eine Sende-/Empfangsvorrichtung eines Transpondersystems oder einen Bar-Code,
sowie ein Detektionsmittel zum Erfassen der seit dem Einlegen der vollen Kartusche
durchgeführten Dosiervorgänge umfasst. Letzteres erfasst dabei bevorzugt die Anzahl
der Dosiervorgänge und das jeweils aus dem Reinigungsmitteldosiersystem ausgeleitete
Volumen an Reinigungsmittel. Aus diesen Informationen lässt sich auf einfache Weise
der absolute Füllstand des Reinigungsmittels in dem Reinigungsmitteldosiersystems
ermitteln.
[0047] Da die in der Kartusche 50 enthaltenen Reinigungsmittel erst nach und nach im Rahmen
einer Mehrzahl von Spülzyklen dem Spülraum, genauer der in dem Spülraum umgewälzten
Spülflotte, zudosiert werden, sind diese mit jedem Spülzyklus beträchtlichen absoluten
Temperaturen und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Um zu verhindern, dass die Eigenschaften
der Reinigungsmittel sich aufgrund dessen mit der Zeit verändern, ist zumindest eine
zum Spülraum hin gerichtete Gehäusewand der Kartusche 50 und/oder der zum Spülraum
hin gerichtete Deckel des Reinigungsmitteldosiersystems 10 aus einem isolierenden
Material gefertigt oder aber mit einer Isolation umgeben. Hierdurch wird ein Wärmestrom
vom Spülraum in Richtung des Reinigungsmitteldosiersystems bzw. der in der Kartusche
bevorrateten Reinigungsmittel begrenzt, so dass die Langzeitstabilität der verwendeten
Reinigungsmittel gewährleistet ist. Die Isolation kann durch ein in dem Deckel oder
dem betreffenden Gehäuseabschnitt der Kartusche angeordnetes Gasvolumen gebildet sein.
Dieses die Isolation erzeugende Gasvolumen kann im Rahmen der Fertigung des Deckels
bzw. der Kartusche eingebracht werden. Das hierbei verwendete Verfahren ist als Gasinnendruckverfahren
(GID) bekannt.
[0048] Neben der Aufnahme für die Kartusche kann der Reinigungsmittelspender 11 eine weitere
Kammer zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels aufweisen. Bei dem festen Reinigungsmittel
kann es sich beispielsweise um einen 3-in-1-Tab handeln, welcher in die weitere Kammer
eingelegt wird, wenn im Aufnahmeraum keine oder eine leere Kartusche 50 enthalten
ist. Das Vorsehen der weiteren Kammer zur Aufnahme eines festen Reinigungsmittels
ermöglicht es, die Geschirrspülmaschine auch dann zu nutzen, wenn die Kartusche 50
leer ist und keine gefüllte Kartusche verfügbar ist.
[0049] Die weitere Kammer kann eine Öffnung aufweisen, welche mit der Umgebung der Geschirrspülmaschine
in Verbindung steht. Die Öffnung kann zu diesem Zweck über Kanäle, welche auf der
Rückseite der Behälterwand verlaufen, mit der Umgebung verbunden sein. Das Reinigungsmitteldosiersystem
integriert damit die Funktionalität einer so genannten "Expansionsöffnung", welche
zur Ableitung des im Spülraum entstehenden Überdrucks dient, wenn die Geschirrspülmaschine
z. B. während eines Spülzyklus mit bereits erwärmter Spülflotte durch den Benutzer
geöffnet und wieder geschlossen wird. Der in diesem Moment entstehende Überdruck kann
dann über die weitere Kammer und die Öffnung zur Umgebung hin abgeleitet werden.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Geschirrspülmaschine
- 2
- Gehäuse
- 3
- Tür
- 4
- Spülraum
- 5
- Geschirrkorb
- 6
- Geschirrkorb
- 7
- Behälterwand
- 8
- Stirnseite der Tür
- 10
- Reinigungsmitteldosiersystem
- 11
- Reinigungsmittelspender
- 12
- Gehäuse
- 13
- Gehäusewand (= Deckel)
- 14
- Deckel
- 15
- Aufnahmeraum
- 21a
- Kanüle
- 25a-25e
- Membran
- 30
- Anschlag/Auflagefläche
- 31
- Öffnung (zur Umgebung hin)
- 32
- Dichtung
- 33
- Isolation
- 50
- Kartusche
- 51a-51e
- Kammer für Reinigungsmitte!
- 52
- Kammer für Entlüftung
- 53
- Belüftungskanal
- 54
- Deckel
- 55
- Überdruckventil
- H
- Höhe
- B
- Breite
- 60
- Sende-/Empfangseinheit
- 61
- Lichtleitelement
- 62
- Lichtleiter
- 63
- Koppelfläche
- 64
- Koppelfläche
- 70
- Elektrode
- 71
- Elektrode
- 72
- Gehäusewand
- 80
- Anregungsmittel
1. Reinigungsmitteldosiersystem (10) für ein wasserführendes Haushaltsgerät mit einem
Reinigungsmittelspender (11) und wenigstens einer Kartusche (59), wobei der Reinigungsmittelspender
(11) einen Aufnahmeraum (15) zur Aufnahme der wenigstens einen Kartusche (50) aufweist,
wobei die Kartusche (50) eine Mehrzahl an voneinander getrennten Kammern (51a, ...,
51e) zur jeweiligen Aufnahme von Reinigungsmitteln aufweist und zur Bevorratung wenigstens
eines Reinigungsmittels ausgebildet ist, die bevorratbare Menge an Reinigungsmittel
größer als die für einen Spülzyklus benötigte Menge ist und das Reinigungsmitteldosiersystem
(10) eine Vorrichtung zur optischen Detektion eines Füllstands in der wenigstens einen
Kartusche (50) aufweist, wobei die Vorrichtung zur optischen Detektion des Füllstands
einen Lichtsender, einen Lichtempfänger und einen Lichtleiter (62) aufweist, wobei
die Vorrichtung zur optischen Detektion des Füllstands dazu ausgebildet ist, den Füllstand
nicht in sämtlichen, sondern nur in genau einer Kammer (51a, ..., 51e) oder in einigen
der Kammern (51a, ..., 51e) zu überwachen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur optischen Detektion des Füllstands dazu ausgebildet ist, aus
diesen ermittelten Informationen auf den globalen Füllstand an Reinigungsmittel in
dem Reinigungsmitteldosiersystem (10) zu schließen, wobei der Lichtleiter (62), eine
erste Koppelfläche (63) und eine zweite Koppelfläche (64) aufweist und die Lichtstrahlung
von dem Lichtsender durch die erste Koppelfläche (63) in den Lichtleiter (62) einkoppelbar
und die aus dem Lichtleiter (62) austretende Lichtstrahlung durch die erste Koppelfläche
(63) oder die zweite Koppelfläche (64) auskoppelbar und durch den Lichtempfänger aufnehmbar
ist.
2. Reinigungsmitteldosiersystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Lichtsender und der Lichtempfänger in dem Reinigungsmittelspender (11) angeordnet
sind und der Lichtleiter (62) in der Kartusche (50) angeordnet ist.
3. Reinigungsmitteldosiersystem (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
durch eine variable Erstreckung des Lichtleiters (62) in der Kartusche (50) in Schwerkraftrichtung
der Füllstand einstellbar ist.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einem
Reinigungsmitteldosiersystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3.