[0001] Die Erfindung betrifft eine Belageinrichtung einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, wobei ein Belagpapierstreifen in einem
Förderabschnitt linear, insbesondere horizontal, gefördert wird und eingangsseitig
des Förderabschnitts und ausgangsseitig des Förderabschnitts über zwei parallel zueinander
ausgerichtete, drehbare Umlenkrollen gefördert wird. Darüber hinaus betrifft die Erfindung
eine Verwendung einer Belageinrichtung sowie eine Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine.
[0002] Unter der Bezeichnung MAX sind Filteransetzmaschinen der Patentanmelderin bekannt.
Hierbei werden zur Herstellung von Filterzigaretten an der Filteransetzmaschine Zigarettenfilter
mit Tabakstöcken mittels eines umrollten Belagpapierblättchens verbunden, wobei die
Belagpapierblättchen einerseits den Filter umhüllen und andererseits mit einer überstehenden
Kante ein Kopfende des Tabakstocks mit dem Filter verbinden.
[0003] Belageinrichtungen der oben genannten Art sind Bestandteil von Belagpapierzuführungen
in Filteransetzmaschinen für die Herstellung von Filterzigaretten. Hierbei wird ein
Belagpapierstreifen von einer Bobine abgezogen, einseitig beleimt und in einer Schneidvorrichtung
kontinuierlich in Belagpapierblättchen zerschnitten. Die Belagpapierblättchen werden
einzeln an Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen angeheftet und so um diese
herumgerollt, dass sie die Gruppen zu Doppelfilterzigaretten verbinden, die im sich
anschließenden Verarbeitungsprozess zu Einzelzigaretten zerschnitten und weiterverarbeitet
werden.
[0004] Beispielsweise ist in
DE-A-100 28 000 eine Vorrichtung zum Zuführen eines Belagpapierstreifens für Zigaretten offenbart.
[0005] Darüber hinaus ist in
WO-A-00/17083 in Fig. 1 eine Filteransetzmaschine des Typs MAX gezeigt bzw. beschrieben. Bei der
Belagpapierzuführung wird der abgezogene Belagpapierstreifen in einem horizontalen
Förderabschnitt einer Umlenkeinrichtung gefördert. In
WO-A-00/17083 ist in Fig. 2 eine Ansicht des Förderabschnitts von unten dargestellt. Hierbei ist
im horizontalen Förderabschnitt ein verschwenkbarer Tisch vorgesehen, so dass durch
die Verschwenkung des Tisches zusammen mit der ausgangsseitigen Umlenkrolle die Kanten
des Belagpapierstreifens ausgerichtet werden, um anschließend in einem nachfolgenden
Förderabschnitt des Belagpapierstreifens den Belagpapierstreifen mit Leim bzw. Leimbildern
zu versehen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
darin, die Förderung eines Belagpapierstreifens in einer Belageinrichtung zu verbessern.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Belageinrichtung einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie, insbesondere einer Filteransetzmaschine, wobei ein Belagpapierstreifen
in einem Förderabschnitt, beispielsweise einer Umlenkeinrichtung der Belageinrichtung,
linear, insbesondere horizontal, gefördert wird und eingangsseitig des Förderabschnitts
und ausgangsseitig des Förderabschnitts über zwei parallel zueinander ausgerichtete,
drehbare Umlenkrollen gefördert wird, die dadurch weitergebildet wird, dass die eingangsseitige
Umlenkrolle und die ausgangsseitige Umlenkrolle des linearen Förderabschnitts um eine
gemeinsame, senkrecht zu den Rotationsachsen der Umlenkrollen ausgebildete Schwenkachse
gleichzeitig verschwenkbar sind oder verschwenkt werden.
[0008] Dadurch, dass durch die gleichzeitige Verschwenkung von zwei parallel zueinander
ausgerichteten Umlenkrollen am Anfang und am Ende eines linearen, insbesondere horizontal
ausgebildeten, Förderabschnitts, entlang dem der zu beleimdende Belagpapierstreifen
gefördert wird, wird nach Verlassen des Belagpapierstreifens aus dem Förderabschnitt
eine positionsgenaue Querausrichtung erreicht, so dass der Abschnitt des Belagpapierstreifens,
der durch den linearen Förderabschnitt hindurchgefördert ist, anschließend derart
positioniert ist oder wird, dass im Anschluss daran der Belagpapierstreifenabschnitt
mittels einer Leimauftragungseinrichtung, z.B. einer Leimdüse, mit einem entsprechenden
Leimbild versehen wird.
[0009] Insbesondere ist die Schwenkachse, um die die beiden Umlenkrollen an der Eingangsseite
und der Ausgangsseite des Förderabschnitts herum geschwenkt werden, außerhalb des
linearen Förderabschnitts ausgebildet, wobei insbesondere die Schwenkachse senkrecht
zur Ausrichtung des linearen Förderabschnitts ausgebildet ist.
[0010] Durch die Verschwenkung der beiden Umlenkrollen, deren Drehachsen parallel zueinander
ausgerichtet sind, wird der einlaufende Belagpapierstreifenabschnitt durch die gleichzeitige
Schwenkbewegung der beiden Umlenkrollen getwistet, wodurch der den Förderabschnitt
verlassende Belagpapierstreifenabschnitt parallel verschoben wird und eine Querausrichtung
des Belagpapierstreifenabschnitts am Auslauf erreicht wird.
[0011] Eine einfache Ausgestaltung der Belageinrichtung wird dadurch erreicht, dass die
gemeinsame Schwenkachse in der vor der eingangsseitigen Umlenkrolle ausgebildeten,
insbesondere linearen, vorzugsweise senkrechten, Förderebene des Belagpapierstreifens
angeordnet bzw. ausgebildet ist oder liegt. Somit verläuft die Schwenkachse beispielsweise
eines Schwenklagers in der Ebene des geförderten Belagpapierstreifens unmittelbar
vor Eintritt in den linearen, vorzugsweise horizontalen, Förderabschnitt zwischen
der eingangsseitigen Umlenkrolle und der ausgangsseitigen Umlenkrolle des Förderabschnitts.
[0012] Des Weiteren ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Belageinrichtung vorgesehen,
dass die eingangsseitige Umlenkrolle und die ausgangsseitige Umlenkrolle des linearen,
insbesondere horizontalen, Förderabschnitts starr miteinander verbunden sind. Dadurch
wird erreicht, dass die beiden Umlenkrollen, die den Förderabschnitt begrenzen, gleichzeitig
um eine gemeinsame Schwenkachse verschwenkt werden.
[0013] Dazu wird weiter vorgeschlagen, dass die eingangsseitige Umlenkrolle und die ausgangsseitige
Umlenkrolle des linearen Förderabschnitts an einem Drehtisch bzw. Schwenktisch angeordnet
sind, wobei die Rotationsachsen der Umlenkrollen vorteilhafterweise parallel zueinander
sowie senkrecht zur gemeinsamen Schwenkachse ausgerichtet sind.
[0014] Insbesondere sind die eingangsseitige Umlenkrolle und die ausgangsseitige Umlenkrolle
des linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts mit einem gemeinsamen Schwenklager
verbunden, so dass die beiden Umlenkrollen gleichzeitig um dieselbe bzw. gemeinsame
Schwenkachse gleichzeitig verschwenkbar sind oder verschwenkt werden.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schwenklager als Zylinderrollenlager
ausgebildet. Dadurch wird eine einfache gleichzeitige Verschwenkung der eingangsseitigen
und der ausgangsseitigen Umlenkrollen möglich.
[0016] Darüber hinaus ist es in einer Ausführungsform vorteilhaft, wenn das Zylinderrollenlager
in Umfangsrichtung eine Öffnung bzw. eine Einfädelöffnung mit einem vorbestimmten
Öffnungswinkel aufweist. Hierdurch wird ein an der Seite offenes Zylinderrollenlager
ausgebildet, wodurch ein einfaches Einfädeln bzw. Durchführen eines Belagpapierstreifens
von der Seite erreicht wird. Insgesamt wird dadurch die Handhabung der Belageinrichtung
erleichtert bzw. verbessert.
[0017] Insbesondere beträgt der (seitliche) Öffnungswinkel des Zylinderrollenlagers 90°.
Im Rahmen der Erfindung ist es auch denkbar, dass der Öffnungswinkel des Zylinderrollenlagers
auch einen anderen Winkel aufweisen kann, ohne dass die Handhabung der Belageinrichtung
erschwert wird.
[0018] Außerdem wird gemäß einer Weiterbildung vorgeschlagen, dass das Schwenklager vor
der und/oder oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle des linearen, insbesondere
horizontalen, Förderabschnitts angeordnet ist. Wenn im vorliegenden Zusammenhang davon
die Rede ist, dass das Schwenklager vor der eingangsseitigen Umlenkrolle angeordnet
ist, so bedeutet dies, dass in Bezug auf die Förderrichtung des geförderten Belagpapierstreifens
das Schwenklager vor der eingangsseitigen Umlenkrolle vorgesehen ist.
[0019] Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn der Belagpapierstreifen vor oder oberhalb
der eingangsseitigen Umlenkrolle des linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts
und/oder nach der ausgangsseitigen Umlenkrolle des linearen, insbesondere horizontalen,
Förderabschnitts jeweils senkrecht in Bezug auf den linearen Förderabschnitt gefördert
wird oder ist. Hierdurch wird eine U-förmige Führung des Belagpapierstreifens in der
Umlenkeinrichtung der Belageinrichtung vor Eintritt des Belagpapierstreifens in den
linearen Förderabschnitt sowie durch den linearen Förderabschnitt hindurch und nach
dem linearen Förderabschnitt möglich.
[0020] Besonders bevorzugt ist es, wenn vor oder oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle
des linearen Förderabschnitts eine weitere Umlenkrolle angeordnet ist, so dass das
Schwenklager zwischen der weiteren Umlenkrolle und der eingangsseitigen Umlenkrolle
des linearen Förderabschnitts, bezogen auf die Förderrichtung des geförderten Belagpapierstreifens,
angeordnet ist. Bei Ausbildung eines horizontalen Förderabschnitts ist hierbei die
zusätzlich vorgesehene Umlenkrolle oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle vorgesehen,
so dass der Belagpapierstreifenabschnitt senkrecht durch das Schwenklager bzw. durch
das Zylinderrollenlager hindurchgeführt wird.
[0021] Ferner ist es günstig, wenn im Anschluss an den linearen Förderabschnitt im nachfolgenden
Förderabschnitt wenigstens ein Kantensensor, insbesondere Zeilensensor, für den geförderten
Belagpapierstreifen vorgesehen ist, um die Lage des Belagpapierstreifens nach Verlassen
des linearen Filterabschnitts zu erkennen und eine entsprechende Regelung für die
Verstellung bzw. die Verschwenkung der Umlenkrollen des linearen Förderabschnitts
zu realisieren bzw. auszubilden, wodurch sich eine positionsgenaue Belagkantenregelung
ergibt.
[0022] Dazu ist weiter vorgesehen, dass die Umlenkrollen, d.h. die eingangsseitige sowie
die ausgangsseitige Umlenkrolle, des linearen Förderabschnitts in Abhängigkeit der
Messungen des wenigstens einen Kantensensors, insbesondere Zeilensensors, verschwenkt
werden. Bevorzugt ist es, wenn mindestens jeweils ein Kantensensor an den beiden Außenseiten
des Belagpapierstreifens vorgesehen ist.
[0023] Darüber hinaus ist es hierbei von Vorteil, wenn ein Verstellantrieb für den Drehtisch
bzw. Schwenktisch mit den beiden Umlenkrollen des Förderabschnitts vorgesehen ist,
um eine Schwenkbewegung der beiden Umlenkrollen um die gemeinsame Schwenkachse auszuführen.
Der vorgesehene Verstellantrieb ist Teil einer entsprechenden Regeleinrichtung, durch
die eine Verschwenkung des Drehtisches bzw. der Umlenkrollen in Folge der erfassten
Kanten des geförderten Belagpapierstreifenabschnitts nach Austritt des Abschnitts
aus dem linearen Förderabschnitt erreicht wird.
[0024] Insbesondere ist hierbei der Verstellantrieb mit dem Drehtisch bzw. Schwenktisch
sowie den daran angeordneten drehbaren Umlenkrollen des linearen Förderabschnitts
in einem vorbestimmten Abstand zur Schwenkachse des Drehtischs verbunden.
[0025] Überdies wird die Aufgabe gelöst durch eine Verwendung einer Belageinrichtung, wie
sie voranstehend beschrieben ist, in einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
insbesondere einer Filteransetzmaschine.
[0026] Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
insbesondere Filteransetzmaschine, mit einer entsprechend voranstehend beschriebenen
erfindungsgemäßen Belageinrichtung. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird ausdrücklich
auf die obigen Ausführungen zur Belageinrichtung verwiesen.
[0027] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Seitenansicht auf eine Belageinrichtung einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie im Ausschnitt und
- Fig. 1b
- eine Ansicht des in Fig. 1 a gezeigten Ausschnitts einer Belageinrichtung von unten.
[0028] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0029] In Fig. 1 a ist in einer Seitenansicht ein Ausschnitt einer Belageinrichtung einer
Filteransetzmaschine mit einem horizontalen bzw. linearen Förderabschnitt für einen
Belagpapierstreifen 10 gezeigt. Der horizontale Förderabschnitt FA ist Teil einer
Belageinrichtung, wie sie beispielsweise in
WO-A-00/17083 dargestellt ist.
[0030] Die Offenbarung von
WO-A-00/17083 im Hinblick auf die darin beschriebene Filteransetzmaschine MAX der HAUNI Maschinenbau
AG mit einer Belageinrichtung wird ausdrücklich in die vorliegende Offenbarung aufgenommen.
Für weitere Einzelheiten zu einer Filteransetzmaschine dieses Typs mit einer Belageinrichtung
wird auf dieses Dokument ausdrücklich verwiesen.
[0031] Der endlose Belagpapierstreifen 10 wird von einer Bobine abgezogen und über entsprechende
Umlenkrollen mit einer vorbestimmten Fördergeschwindigkeit kontinulierlich weitergefördert.
Der nicht beleimte Belagpapierstreifen 10 wird vor seiner Förderung im horizontalen
Förderabschnitt FA über eine Umlenkrolle 12 herumgefördert, wobei der Belagpapierstreifenabschnitt
anschließend in einem senkrechten Förderabschnitt nach der Umlenkrolle 12 hindurchgefördert
wird.
[0032] Am unteren Ende des senkrechten Förderabschnitts wird der Belagpapierstreifen 10
um eine drehbare eingangsseitige Umlenkrolle 22 herumgeführt und anschließend über
eine ausgangsseitige Umlenkrolle 24 weitergefördert, wobei der Belagpapierstreifen
10 an der Umlenkrolle 22 und an der Umlenkrolle 24 jeweils um 90° umgelenkt wird.
Anschließend wird der Belagpapierstreifen 10 weiter nach Austritt aus dem horizontalen
Förderabschnitt FA senkrecht zum horizontalen Förderabschnitt FA nach oben weitergefördert,
wobei die Kanten des Belagpapierstreifens 10 mittels Zeilensensoren 32 erfasst werden.
[0033] Danach wird der Belagpapierstreifen 10 über eine in Förderrichtung nachfolgende Umlenkrolle
34 herum weitergeführt und umgelenkt und im Anschluss daran zu einer schematisch eingezeichneten
Leimdüse 36 weitergefördert, so dass mittels der Leimdüse 36 an der Unterseite eine
Beleimung des Belagpapierstreifens 10 erfolgt. Hierdurch werden entsprechende Leimbilder
auf den Belagpapierstreifen 10 aufgebracht.
[0034] Anschließend wird der beleimte Belagpapierstreifen 10 zu einer (hier nicht dargestellten)
Schneideinrichtung mit einer Messertrommel und einer entsprechenden Belagpapiertrommel
gefördert, so dass der Belagpapierstreifen 10 in entsprechende Belagpapierstreifenabschnitte
geschnitten wird, die als Belagpapierblättchen an zusammengestellte Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen
angeheftet werden. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich auf die Dokumente
DE 39 18 137 A1 und
DE 100 28 000 A1, in denen entsprechende Schneideinrichtungen für Belagpapierstreifen offenbart sind,
verwiesen. Diese Dokumente werden ebenfalls in die Offenbarung der vorliegenden Patentanmeldung
mit aufgenommen.
[0035] Der Belagpapierstreifen 10 wird im Bereich zwischen der oberen Umlenkrolle 12 und
der unteren Umlenkrolle 22 senkrecht gefördert, wobei der Belagpapierstreifen 10 in
diesem senkrechten Förderabschnitt durch ein senkrecht ausgerichtetes Zylinderrollenlager
14 hindurchgefördert wird.
[0036] Die eingangseitige Umlenkrolle 22 des horizontalen Förderabschnitts FA und die ausgangsseitige
Umlenkrolle 24 des horizontalen Förderabschnitts 24 sind drehbar an einem Schwenktisch
26 angeordnet, wobei die Drehachsen 23, 25 der Umlenkrollen 22, 24 parallel zueinander
ausgerichtet sind (vgl. Fig. 1b). Wie aus Fig. 1 a ersichtlich ist, wird der Belagpapierstreifen
10 U-förmig zwischen den Umlenkrollen 12, 22, 24 und 34 gefördert.
[0037] Das Zylinderrollenlager 14 weist eine Schwenkachse 16 auf, die senkrecht zum horizontalen
Förderabschnitt FA angeordnet ist. Die Schwenkachse 16 des als Schwenklager ausgebildeten
Zylinderrollenlagers 14 verläuft in der senkrechten bzw. in der senkrecht zum horizontalen
Förderabschnitt FA ausgebildeten Förderebene des Belagpapierstreifens 10 zwischen
der oberen Umlenkrolle 12 und der unteren Umlenkrolle 22. Dabei bildet die Schwenkachse
16 des Zylinderrollenlagers 14 in der Förderebene des Belagpapierstreifens 10 vor
Eintritt in den horizontalen Förderabschnitt FA insbesondere eine Tangente an die
obere Umlenkrolle 12 sowie an die untere bzw. eingangsseitige Umlenkrolle 22 des Förderabschnitts
FA.
[0038] Das Zylinderrollenlager 14 ist weiterhin fest mit dem Schwenktisch 26 sowie den daran
angeordneten Umlenkrollen 22, 24 verbunden, so dass die eingangsseitige Umlenkrolle
22 und die ausgangsseitige Umlenkrolle 24 des linearen bzw. horizontalen Förderabschnitts
FA gleichzeitig um die senkrecht ausgebildete gemeinsame Schwenkachse 16 des Zylinderrollenlagers
14 gleichzeitig verschwenkt werden können bzw. sind. Um eine Verschwenkbewegung auszuführen,
ist ferner der Schwenktisch 26 mit einem Verstellantrieb 28 über einen Exzenter 27
verbunden.
[0039] Wird mittels der Zeilensensoren 32 festgestellt, dass die Kantenbereiche des geförderten
Belagpapierstreifens 10 nach Verlassen des horizontalen Förderabschnitts FA nicht
mehr eine gewünschte bzw. vorbestimmte Position einnehmen, um anschließend eine entsprechende
exakte Beleimung auf den Belagpapierstreifen 10 aufzubringen, wird anhand der Messsignale
der Zeilensensoren 32 in einer (hier nicht dargestellten) Regeleinheit ein entsprechender
Steuerbefehl an den Verstellmotor 28 übermittelt, so dass durch Bewegung des Exzenters
27 der Schwenktisch 26 zusammen mit den daran angeordneten Umlenkrollen 22, 24 um
die gemeinsame Schwenkachse 16 verschwenkt werden, wodurch ein einlaufender Abschnitt
des Belagpapierstreifens 10 durch die Schwenkbewegung des Schwenktisches 26 leicht
getwistet wird, wodurch der aus dem Förderabschnitt FA auslaufende Belagpapierstreifenabschnitt
parallel verschoben wird. Dadurch wird der Belagpapierabschnitt an den Kantensensoren
32 in seiner Position ausgerichtet bzw. korrigiert.
[0040] Aus Fig. 1bist weiterhin ersichtlich, dass das Zylinderrollenlager 14 nicht geschlossen
ist, d.h. in Umfangsrichtung des Zylinderrollenlagers 14 seitlich geöffnet ist, so
dass aufgrund der ausgebildeten Öffnung der Belagpapierstreifen 10 leicht von der
Seite eingefädelt wird. Insbesondere weist die Öffnung des Zylinderrollenlagers 14
einen Winkel von 90° auf, wie es in Fig. 1bdargestellt ist. Das Zylinderrollenlager
14 verfügt vorteilhafterweise über einen Innendurchmesser von mehr als 100 mm, vorzugsweise
mehr als 110 mm, so dass Belagpapierstreifen mit einer Breite von 100 mm leicht hindurchgeführt
werden können.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Belagpapierstreifen
- 12
- Umlenkrolle
- 14
- Zylinderrollenlager
- 16
- Schwenkachse
- 22
- Umlenkrolle
- 23
- Drehachse
- 24
- Umlenkrolle
- 25
- Drehachse
- 26
- Schwenktisch
- 27
- Exzenter
- 28
- Verstellantrieb
- 32
- Zeilensensor
- 34
- Umlenkrolle
- 36
- Leimdüse
- FA
- Förderabschnitt
1. Belageinrichtung einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere einer
Filteransetzmaschine, wobei ein Belagpapierstreifen (10) in einem Förderabschnitt
(FA) linear, insbesondere horizontal, gefördert wird und eingangsseitig des Förderabschnitts
(FA) und ausgangsseitig des Förderabschnitts (FA) über zwei parallel zueinander ausgerichtete,
drehbare Umlenkrollen (22, 24) gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die eingangsseitige Umlenkrolle (22) und die ausgangsseitige Umlenkrolle (24) des
linearen Förderabschnitts (FA) um eine gemeinsame, senkrecht zu den Rotationsachsen
(23, 25) der Umlenkrollen (22, 24) ausgebildete Schwenkachse (16) gleichzeitig verschwenkbar
sind oder verschwenkt werden.
2. Belageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Schwenkachse (16) in der vor der eingangsseitigen Umlenkrolle (22)
ausgebildeten, insbesondere linearen, vorzugsweise senkrechten, Förderebene des Belagpapierstreifens
(10) angeordnet ist.
3. Belageinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eingangsseitige Umlenkrolle (22) und die ausgangsseitige Umlenkrolle (24) des
linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts (FA) starr miteinander verbunden
sind.
4. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eingangsseitige Umlenkrolle (22) und die ausgangsseitige Umlenkrolle (24) an
einem Drehtisch (26) angeordnet sind.
5. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eingangsseitige Umlenkrolle (22) und die ausgangsseitige Umlenkrolle (24) des
linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts (FA) mit einem gemeinsamen Schwenklager
(14) verbunden sind.
6. Belageinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (14) als Zylinderrollenlager (14) ausgebildet ist.
7. Belageinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderrollenlager (14) in Umfangsrichtung eine Öffnung mit einem vorbestimmten
Öffnungswinkel aufweist, wobei insbesondere der Öffnungswinkel des Zylinderrollenlagers
(14) 90° beträgt.
8. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (14) vor der und/oder oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle
(22) des linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts (FA) angeordnet ist.
9. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Belagpapierstreifen (10) vor oder oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle (22)
des linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts (FA) und/oder nach der ausgangsseitigen
Umlenkrolle (24) des linearen, insbesondere horizontalen, Förderabschnitts (FA) jeweils
senkrecht in Bezug auf den linearen Förderabschnitt (FA) gefördert wird oder ist.
10. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder oberhalb der eingangsseitigen Umlenkrolle (22) des linearen Förderabschnitts
(FA) eine weitere Umlenkrolle (12) angeordnet ist, so dass das Schwenklager (14) zwischen
der weiteren Umlenkrolle (12) und der eingangsseitigen Umlenkrolle (22) des linearen
Förderabschnitts (FA) angeordnet ist.
11. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an den linearen Förderabschnitt (FA) im nachfolgenden Förderabschnitt
wenigstens ein Kantensensor (32), insbesondere Zeilensensor (32), für den geförderten
Belagpapierstreifen (10) vorgesehen ist, wobei insbesondere die Umlenkrollen (22,
24) des linearen Förderabschnitts (FA) in Abhängigkeit der Messungen des wenigstens
einen Kantensensor (32), insbesondere Zeilensensor (32), verschwenkt werden.
12. Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verstellantrieb (28) für den Drehtisch (26) vorgesehen ist.
13. Belageinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellantrieb (28) mit dem Drehtisch (26) in einem vorbestimmten Abstand zur
Schwenkachse (16) des Drehtischs (26) verbunden ist.
14. Verwendung einer Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in einer Maschine
der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine.
15. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, mit
einer Belageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.