[0001] Die Erfindung betrifft einen Trockner mit einer Trocknungskammer, einem Prozessluftkanal,
in dem sich eine Heizung zur Erwärmung der Prozessluft befindet und die erwärmte Prozessluft
mittels eines Gebläses in die Trocknungskammer geführt werden kann, einem Motor und
einer Steuerung, welcher Trockner eingerichtet ist zum Betrieb unter Aufnehmen einer
elektrischen Leistung, welche einen vorgegebenen Wert P
max niemals überschreitet, sowie ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Trockners.
[0002] Dieser Trockner ist in Form eines Hausgerätes, nämlich eines Trockners zum Trocknen
feuchter Wäsche, wie sie in einem Privathaushalt anfällt, oder einer Spülmaschine
zum Spülen und Trocknen von Geschirr in einem Privathaushalt bekannt.
[0003] Im Allgemeinen wird ein Wäschetrockner als Abluft- oder Umlufttrockner betrieben.
In jedem Fall wird Luft (so genannte Prozessluft) mittels eines Gebläses über eine
Heizung in eine feuchte Wäschestücke enthaltende Trommel als Trocknungskammer geleitet.
Die heiße Luft nimmt Feuchtigkeit aus den zu trocknenden Wäschestücken auf. Bei Ablufttrocknern
wird im Allgemeinen die nach dem Durchgang durch die Trommel mit Feuchtigkeit beladene
Prozessluft durch einen Abluftschlauch aus dem Trockner und dem Gebäude, in dem dieser
aufgestellt ist, geleitet, wobei eine Wärmerückgewinnung nicht stattfindet. Bei einem
Umlufttrockner wird dagegen die Prozessluft im Kreis geführt und zyklisch erwärmt,
durch die zu trocknende Wäsche zwecks Aufnahme von Feuchtigkeit geführt und abgekühlt
zwecks Auskondensierung der aufgenommenen Feuchtigkeit. Umlufttrockner sind daher
in der Regel als Kondensationstrockner ausgestaltet.
[0004] Ein Kondensationstrockner, dessen Funktionsweise auf der Kondensation der mittels
warmer Prozessluft verdampften Feuchtigkeit aus der Wäsche beruht, benötigt keinen
Abluftschlauch und ermöglicht eine Energierückgewinnung aus der erwärmten Prozessluft,
beispielsweise durch Verwendung einer Wärmepumpe. Kondensationstrockner sind sehr
beliebt, weil sie in innen liegenden Bädern oder Waschküchen von größeren Wohnkomplexen
verwendet werden können.
[0005] Aus der
DE 30 00 865 A1 ist ein Ablufttrockner mit einer Wärmerückgewinnung bekannt. Bei diesem Ablufttrockner
mit Wärmerückgewinnung strömt in der Regel Umgebungsluft (von z.B. 20°C und 60% relativer
Luftfeuchte; sogenannte Zuluft) in die Wärmetauscherflächen eines Luft-Luft-Wärmetauschers
und wird dort unter Abkühlung der aus der Trocknungskammer kommenden warmen Prozessluft
erwärmt. Die bereits etwas erwärmte Luft wird erneut der Heizung und anschließend
der Trommel zugeführt. Abhängig von der Kühlleistung bzw. dem Wärmetausch entsteht
Kondensat, das in einem Behälter (Kondensatwanne) gesammelt oder abgepumpt wird.
[0006] Durch Einsatz einer Wärmepumpe lässt sich ein Energieverlust nochmals deutlich reduzieren.
Bei einem mit einer Wärmepumpe des bekannten Kompressor-Typs ausgestatteten Kondensationstrockner
erfolgt die Kühlung der warmen, mit Feuchtigkeit beladenen Prozessluft im Wesentlichen
im Verdampfer der Wärmepumpe, wo die übertragene Wärme zur Verdampfung eines im Wärmepumpenkreis
eingesetzten Kältemittels verwendet wird. Das aufgrund der Erwärmung verdampfte Kältemittel
der Wärmepumpe wird über einen Kompressor dem Kondensator der Wärmepumpe (im Folgenden
auch als "Verflüssiger" bezeichnet) zugeführt, wo aufgrund der Kondensation des gasförmigen
Kältemittels Wärme freigesetzt wird, die zum Aufheizen der Prozessluft vor Eintritt
in die Trommel verwendet wird. Ein solcher Ablufttrockner geht hervor aus einem der
Datenbank "Patent Abstracts of Japan" entnehmbaren Kurzauszug zu der Patentpublikation
JP 2004 089415 A.
[0007] Als gängige Wärmepumpe wird die Wärmepumpe des Kompressor-Typs verwendet, die in
der Regel optimal in einem bestimmten, konstruktiv vorgegebenen Temperaturbereich
arbeitet. Problematisch bei der Anwendung dieser Kompressor-Wärmepumpe im Kondensationstrockner
sind die meist hohen Temperaturen im Verflüssiger, die prozessbedingt dazu führen,
dass der Kompressor abgeschaltet werden muss und / oder sich der Wirkungsgrad der
Wärmepumpe verschlechtert. Dieses Problem ist größer, wenn der Kompressor durch eine
Zusatzheizung im Prozessluftkreis unterstützt wird, um eine schnellere Aufheizung
der Prozessluft und damit kürzere Trocknungszeiten zu erreichen. Die Steuerung eines
Wärmepumpenkreises (beispielsweise über eine Reduzierung der Kältemitteltemperatur)
ist daher aufwendig.
[0008] Der in einem Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe üblicherweise eingesetzte Luft-Luft-Wärmetauscher
- im Kreuzbetrieb oder im Gegenstrombetrieb betrieben - und die elektrische Heizung
sind im Allgemeinen komplett durch eine Wärmepumpe ersetzt. Dadurch können Einsparungen
an Energie von 20 % bis 50 % erreicht werden. Bei einem Trockner dieser Art ist ein
sehr energiesparendes Trocknen möglich. Eine rasche Trocknung kann hiermit aber im
Allgemeinen nicht realisiert werden. Insbesondere wäre hierzu ein sehr leistungsstarker
und damit teurer Kompressor erforderlich.
[0009] Es gibt zudem Trockner, bei denen eine Wärmepumpe mit einem kleinen Kompressor bzw.
einem kleinen Kältekreislauf eingesetzt wird. Hierbei wird eine fehlende Heiz- bzw.
Kondensationswärme durch eine elektrische Widerstandsheizung und/oder einen Luft-Luft-Wärmetauscher
ergänzt. Ein solcher Trockner kann entweder nur mit der Wärmepumpe, mit der Wärmepumpe
und der elektrischen Widerstandsheizung oder mit der Widerstandsheizung und/oder dem
Luft-Luft-Wärmetauscher betrieben werden. Es ist zudem bekannt, in einem Trockner
eine zweistufige Heizung einzusetzen, die es ermöglicht, dass der Trockner mit fest
einstellbaren Heizleistungen betrieben wird.
[0010] Ein Ablufttrockner mit einer Wärmepumpe eignet sich im Prinzip besonders gut für
ein extrem schnelles Trocknen, da bei diesem Heizleistung und Kondensationsleistung
unabhängig voneinander sind. Es kann mehr Heizleistung zugeführt werden, ohne dass
gleichzeitig die Kondensationsleistung erhöht werden muss.
[0011] In der
DE 40 23 000 C2 ist ein Wäschetrockner mit einer Wärmepumpe beschrieben, bei dem im Prozessluftkanal
zwischen dem Verflüssiger und dem Verdampfer eine Zuluftöffnung angeordnet ist, die
mit einer steuerbaren Verschlusseinrichtung verschließbar ist.
[0012] In der
DE 197 38 735 C2 ist ein Kondensationstrockner mit einem geschlossenen Trocknungsluftkreis beschrieben,
der mit einer Wärmepumpe ausgerüstet ist. Die Wärmepumpe ist als nach dem Absorberprinzip
arbeitende Einrichtung ausgebildet, deren Absorber einen dritten Wärmetauscher bildet,
dessen Primärkreis von einem Kältemittel durchströmt ist und über dessen Sekundärkreis
die vom zweiten Wärmetauscher abströmende Trocknungsluft wieder dem Sekundärkreis
des ersten Wärmetauschers zugeführt ist.
[0013] Außerdem ist in der
DE 43 06 217 B4 ein programmgesteuerter Wäschetrockner beschrieben, bei dem die Prozessluft mittels
eines Gebläses in einem geschlossenen Prozessluftkanal geführt wird, in dem sich auf
bestimmte Weise angeordnete Verschlusseinrichtungen befinden. In Abhängigkeit vom
Betriebszustand (Aufheizphase, Wäschetrocknungsphase, Erreichen der maximal zulässigen
Temperatur) werden die Verschlusseinrichtungen geeignet betätigt.
[0014] Aus der
DE 10 2004 055 940 A1 und der parallelen
US 2006/0107547 A1 gehen ein Verfahren und eine Vorrichtung zum sicheren Betrieb eines programmgesteuerten
Wäschetrockners hervor. Dargestellt sind insbesondere ein Verfahren zur Erkennung
von Störungen der Trommelbewegung und zum Schalten des Heizstromes für die Trockenluft
in Abhängigkeit von der Drehbewegung der Trommel, sowie ein entsprechender Wäschetrockner.
Dabei wird die Drehbewegung der Trommel durch mechanische Kopplung auf eine den Heizstrom
zum Erwärmen der Trockenluft schaltende Vorrichtung übertragen, wobei insbesondere
ein Zwischenbaustein vorgesehen sein kann, durch welches aus der Drehbewegung ein
elektrisches Signal abgeleitet wird, welches Signal den Schaltvorgang bewirkt.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist vor diesem Hintergrund die Bereitstellung eines Trockners
mit maximierter Trocknungsgeschwindigkeit, bei dem eine Heizung und andere Verbraucher
elektrischer Energie im Trockner optimal ausgenutzt werden können.
[0016] Die Lösung dieser Aufgabe wird nach dieser Erfindung erreicht durch einen Trockner
sowie das Verfahren mit den Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs.
Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Trockners sind in abhängigen Patentansprüchen
aufgeführt. Bevorzugten Ausführungsformen des Trockners entsprechen bevorzugte Ausführungsvarianten
des Verfahrens und umgekehrt, auch wenn darauf nicht in jedem Einzelfall hingewiesen
wird.
[0017] Gegenstand der Erfindung ist somit ein Trockner mit einer Trocknungskammer, einem
Prozessluftkanal, in dem sich eine Heizung zur Erwärmung der Prozessluft befindet
und die erwärmte Prozessluft mittels eines Gebläses in die Trocknungskammer geführt
werden kann, einem Motor und einer Steuerung, welcher Trockner eingerichtet ist zum
Betrieb unter Aufnehmen einer elektrischen Leistung, welche einen vorgegebenen Wert
P
max niemals überschreitet, wobei der Trockner Mittel aufweist, die derart eingerichtet
sind, dass der Trockner beim Betrieb zumindest phasenweise die elektrische Leistung
entsprechend dem vorgegebenen Wert P
max aufnimmt.
[0018] Der vorgegebene Wert P
max der gesamten Leistungsaufnahme P
G wird im Allgemeinen von der Auslegung des Stromnetzes abhängen, in dem der erfindungsgemäße
Trockner betrieben wird, und durch einen entsprechenden formellen oder informellen
Standard definiert sein. In verschiedenen Staaten unterscheiden sich häufig die zur
Versorgung eines Wäschetrockners vorgesehenen und abgesicherten Teile der Stromnetze,
im Allgemeinen Wechselstromnetze, hinsichtlich elektrischer Spannung, Maximalwert
für den elektrischen Strom sowie Frequenz. Dies hat zur Folge, dass eine maximale
Netzleistung P
N, die sich näherungsweise aus dem Produkt von maximalem elektrischen Strom und Netzspannung
ergibt, örtlich verschieden sein kann. In Deutschland wird in einem Gebäude zur Absicherung
des Netzanschlusses für einen trockner üblicherweise eine Sicherung vorgesehen, die
auslöst, wenn der durchfließende Strom einen Effektivwert von 16 Ampere überschreitet.
Deshalb kann in Deutschland davon ausgegangen werden, dass die maximale Netzleistung
P
N für einen Trockner bei etwa 3600 Watt liegt.
[0019] Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, dass der vorgegebene Wert P
max möglichst nahe an die maximale Netzleistung P
N heranreicht. Besonders bevorzugt gilt P
max = P
N.
[0020] Bevorzugt ist es auch, dass die Mittel die Steuerung umfassen. Dabei wird davon ausgegangen,
dass die maximale Leistungsaufnahme des Trockners bestimmt wird durch entsprechende
Auslegung seiner Komponenten, insbesondere derjenigen wie die Heizung, die relativ
viel Leistung aufnehmen, und seiner Steuerung, welche die Funktion der Komponenten
koordiniert und steuert.
[0021] Vorzugsweise ist der vorgegebene Wert P
max durch eine Einstellung einer aufgenommenen Leistung P
H der Heizung erzielbar.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Heizung des erfindungsgemäßen Trockners
mindestens zwei geeignet gewählte schaltbare Heizstufen auf. Vorzugsweise ist die
Heizung eine zweistufige Heizung mit einer ersten schaltbaren Heizstufe in einem ersten
Stromkreis und einer zweiten schaltbaren Heizstufe in einem hierzu parallelen zweiten
Stromkreis.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Heizung eine zweistufige Heizung
mit einer ersten Heizstufe in einem ersten Stromkreis und einer zweiten Heizstufe
in einem hierzu parallelen zweiten Stromkreis, wobei im ersten Stromkreis oder im
zweiten Stromkreis ein Thermoschalter angeordnet ist, der geeignet über ein Signal
eines Thermosensors (Temperatursensors) geschaltet werden kann. Der Thermosensor kann
sich beispielsweise in der Trommel, dem Prozessluftkanal oder dem Wärmepumpenkreis
befinden.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trockners schaltet der
Thermoschalter beim Erreichen oder Überschreiten eines vorgegebenen Maximalwerts T
max für eine Temperatur und öffnet einen Stromkreis, in dem sich eine Heizstufe befindet.
[0025] Bei dieser Ausführungsform schaltet vorzugsweise der Thermoschalter beim Erreichen
oder Unterschreiten eines vorgegebenen Minimalwerts T
min für eine Temperatur und schließt den geöffneten Stromkreis.
[0026] Vorzugsweise weist die erste Heizstufe eine kleinere Leistung auf als die zweite
Heizstufe, wobei beispielsweise die erste Heizstufe eine Leistung im Bereich von 200
bis 600 Watt, vorzugsweise von 300 bis 500 Watt, aufweist und die zweite Heizstufe
eine Leistung im Bereich von 1000 bis 1800 Watt, vorzugsweise im Bereich von 1200
bis 1600 Watt aufweist.
[0027] In einer alternativen Ausführungsform weist die Heizung Mittel für eine kontinuierliche
Einstellung der Leistung P
H der Heizung auf.
[0028] Die Erfindung lässt sich besonders vorteilhaft in einem Trockner mit einer Wärmepumpe
realisieren. Eine Wärmepumpe weist grundsätzlich eine Wärmesenke auf, an welcher sie
ihrer Umgebung Wärme entzieht, und eine Wärmequelle, an welcher sie ihrer Umgebung
Wärme zuführt. Diese zugeführte Wärme ist die Summe aus der an der Wärmesenke aufgenommenen,
sogenannten gepumpten Wärme, und der Verlustwärme, die während des Betriebs der Wärmepumpe
notwendigerweise anfällt. Da nur die Verlustwärme durch Aufnahme elektrischer Leistung
durch die Wärmepumpe gedeckt werden muss, erschließt sich die gepumpte Wärme der Wärmepumpe
als ein Zusatz zu derjenigen Wärme, welche der Trockner als elektrische Energie aus
dem Versorgungsnetz, an welches er angeschlossen ist, aufgenommen hat. In Summe ist
es deshalb mit einem Trockner mit Wärmepumpe möglich, eine über den vorgegebenen Wert
P
max hinausgehende Heizleistung zu erzielen und dabei die elektrische Leistungsaufnahme
auf P
max begrenzt zu halten. Somit hat ein Trockner mit Wärmepumpe ein Potenzial zur Erschließung
einer besonders hohen Heizleistung entsprechend einer besonders kurzen Trocknungszeit,
welches einem Trockner ohne Wärmepumpe prinzipbedingt fehlt. Mit besonderem Vorzug
weist der erfindungsgemäße Trockner einen Wärmepumpenkreis mit einem Verdampfer, einem
Verflüssiger und einem Kompressor auf.
[0029] Zur Erzielung einer maximalen Trocknungsgeschwindigkeit ist es bei Verwendung einer
Wärmepumpe erfindungsgemäß ebenfalls möglich, die Leistung P
WP eines Wärmepumpenkreises derart anzupassen, dass der vorgegebene Wert P
max erreicht wird. Es hat sich jedoch ergeben, dass dieser Anpassung durch die Einflussgrößen
des Wärmepumpenkreises (z.B. Kältemittel, Leistungsvermögen des Kompressors) Grenzen
auferlegt sind und die Einstellung der elektrischen Heizung (Widerstandsheizung) vorteilhaft
ist.
[0030] Im Prinzip lassen sich die Zusammenhänge in der folgenden Gleichung (I) zusammenfassen,

in der P
H die aufgenommene Leistung der Heizung, P
max der vorgegebene Wert der Leistung, P
K die Leistungsaufnahme des Kompressors, P
S die Leistungsaufnahme der Steuerung, P
M die Leistungsaufnahme des Motors und P
aV die Leistungsaufnahme weiterer Verbraucher ist.
[0031] Ein weiterer Verbraucher elektrischer Energie ist beispielsweise eine Kondensatpumpe,
die in einem Kondensationstrockner zur Absaugung anfallenden Kondensates notwendig
sein kann.
[0032] Der erfindungsgemäße Trockner kann ein Umlufttrockner oder ein Ablufttrockner sein.
Erfindungsgemäß ist es jedoch bevorzugt, wenn der Trockner ein Ablufttrockner ist.
Bei einem Ablufttrockner ergeben sich im Prinzip keine Probleme aufgrund der durch
eine Heizung in die Prozessluft eingetragenen Wärmeenergie. Bei einem Umlufttrockner
muss dagegen ein größerer Aufwand in Hinblick auf Wärmeabfuhr und/oder Wärmeaustausch
betrieben werden. Dies könnte insbesondere bei Verwendung einer Wärmepumpe problematisch
sein, da das Kältemittel einer Wärmepumpe optimal in einem bestimmten Temperaturbereich
arbeitet, der sich aus der chemischen Natur des Kältemittels ergibt. Das im Wärmepumpenkreis
verwendete Kältemittel ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend die Kältemittel
R134a, R152a, R290, R407C und R410A. Alle genannten Kältemittel außer R290 sind fluorierte
Kohlenwasserstoffe bzw. Gemische fluorierter Kohlenwasserstoffe; bei R290 handelt
es sich um den Kohlenwasserstoff Propan, welcher zwar relativ leicht entflammbar ist,
wegen seiner technischen Eigenschaften im vorliegenden Zusammenhang aber sehr gut
als Kältemittel geeignet wäre und dazu recht gut umweltverträglich ist.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Temperatur des Kältemittels der Wärmepumpe,
insbesondere im Verflüssiger, über die Steuerung von Wärmepumpe und einem zusätzlichen
Luft-Luft-Wärmetauscher im Prozessluftkanal im zulässigen Bereich gehalten werden.
[0034] Die Wärmepumpe im erfindungsgemäßen Kondensationstrockner weist neben Verdampfer,
Verflüssiger und Kompressor in Fließrichtung des Kältemittels zwischen dem Verflüssiger
und dem Verdampfer ein Entspannungsventil oder Drosselventil auf. Statt eines solchen
Ventils kann auch eine fest eingestellte Drossel oder Kapillare verwendet werden.
[0035] Im erfindungsgemäßen Trockner befindet sich vorzugsweise im Prozessluftkanal ein
Luft-Luft-Wärmetauscher. Der Luft-Luft-Wärmetauscher kann lediglich zu einer zusätzlichen
Kühlung der mit Feuchtigkeit beladenen Luft und der Kondensation der in ihr enthaltenen
Feuchtigkeit verwendet werden. Vorzugsweise wird im Luft-Luft-Wärmetauscher aber die
Wärme der Prozessluft aus der Trocknungskammer für eine zusätzliche Aufheizung der
Prozessluft herangezogen. Hierbei kann sich erfindungsgemäß der Luft-Luft-Wärmetauscher
im Prozessluftkanal ausgehend von einem Prozesslufteingang im Aufstellraum des Trockners
beispielsweise vor dem Verdampfer einer Wärmepumpe, zwischen einem Verdampfer und
dem Gebläse oder zwischen dem Gebläse und der Heizung befinden.
[0036] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Betrieb eines Trockners mit einer
Trocknungskammer, einem Prozessluftkanal, in dem sich eine Heizung zur Erwärmung der
Prozessluft befindet und die erwärmte Prozessluft mittels eines Gebläses in die Trocknungskammer
geführt werden kann, einem Motor und einer Steuerung, welcher Trockner eingerichtet
ist zum Betrieb unter Aufnehmen einer elektrischen Leistung, welche einen vorgegebenen
Wert P
max niemals überschreitet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner derart betrieben wird, dass er zumindest phasenweise die elektrische
Leistung entsprechend dem vorgegebenen Wert P
max aufnimmt.
[0037] Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine maximale Heizleistung für die Trocknung
verwendet werden kann. Bei Verwendung einer Wärmepumpe beträgt diese die Summe aus
der Heizleistung von Heizung und Verflüssiger der Wärmepumpe. So kann auch bei einer
durch das Stromnetz vorgegebenen Begrenzung der Anschlussleistung ein extrem schnelles
Trocknen erzielt werden.
[0038] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Hausgerät in Form eines
Ablufttrockners mit Wärmepumpe des oben beschriebenen Kompressor-Typs und zusätzlicher
elektrischer Heizung. Die Heizung dient in erster Linie der schnellen Aufheizung der
Komponenten des Trockners und der zu trocknenden Wäsche zu Beginn des Betriebs zum
Trocknen der Wäsche. Schon in der Phase des Aufheizens ist es vorteilhaft, dass die
elektrische Leistungsaufnahmen der Heizung und der Wärmepumpe sowie der weiteren aktiven
Komponenten des Trockners derart aufeinander abgestimmt sind und von der Steuerung
des Trockners gesteuert werden, dass der Trockner insgesamt eine elektrische Leistung
aufnimmt, welche dem vorgegebenen maximalen Wert P
max entspricht. Derart wird ein Aufheizen in besonders kurzer Zeit ermöglicht.
[0039] In einer an das Aufheizen anschließenden quasistationären Phase des Betriebs soll
die Wärmepumpe allein in Betrieb sein können, um ein möglichst energiesparendes Trocknen
zu gewährleisten. Jedenfalls dann aber, wenn ein besonders schnelles Trocknen erwünscht
ist, kann die Heizung auch in der quasistationären Phase betrieben werden, wobei die
Leistungsaufnahme derart bemessen ist und gesteuert wird, dass der Trockner wiederum
insgesamt eine elektrische Leistung aufnimmt, welche dem vorgegebenen maximalen Wert
P
max entspricht. Damit wird dem Trocknungsprozess eine maximal mögliche Heizleistung zugeführt
und so, gegebenenfalls unter Inkaufnahme eines gewissen Nachteils im Energieverbrauch,
ein möglichst kurzer Trocknungsprozess erzielt. Es sei darauf hingewiesen, dass die
Maximierung der Heizleistung im Trocknungsprozess nicht notwendigerweise eine Erhöhung
der Temperaturen im Trocknungsprozess mit sich bringen muss. Durch geeignete Auslegung
und, soweit nötig, Steuerung des Gebläses kann der Durchsatz von Luft durch den Trockner
erhöht und damit der erhöhte Eintrag von Wärme in die Luft kompensiert werden. Eine
Einbuße hinsichtlich der Qualität des Trocknungsprozesses ist mit seiner Beschleunigung
deshalb nicht verbunden.
[0040] Zusätzlich zu gegebenen Möglichkeiten für die Realisierung eines energiesparenden
Trocknens bietet die Erfindung einen Weg zur Schaffung eines besonders schnellen Trocknens,
wobei mit besonderen Vorteilen die Merkmale des energiesparenden Trocknens mit den
Merkmalen des besonders schnellen Trocknens kombiniert werden.
1. Trockner mit einer Trocknungskammer, einem Prozessluftkanal, in dem sich eine Heizung
zur Erwärmung der Prozessluft befindet und die erwärmte Prozessluft mittels eines
Gebläses in die Trocknungskammer geführt werden kann, einem Motor und einer Steuerung,
welcher Trockner eingerichtet ist zum Betrieb unter Aufnehmen einer elektrischen Leistung,
welche einen vorgegebenen Wert Pmax niemals überschreitet, gekennzeichnet durch Mittel, die derart eingerichtet sind, dass der Trockner beim Betrieb zumindest phasenweise
die elektrische Leistung entsprechend dem vorgegebenen Wert Pmax aufnimmt.
2. Trockner nach Anspruch 1, bei dem die Mittel die Steuerung umfassen.
3. Trockner nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem der vorgegebene Wert Pmax durch eine Einstellung einer aufgenommenen Leistung PH der Heizung erzielbar ist.
4. Trockner nach Anspruch 3, bei dem die Heizung mindestens zwei schaltbare Heizstufen
aufweist.
5. Trockner nach Anspruch 4, bei dem die Heizung eine zweistufige Heizung mit einer ersten
schaltbaren Heizstufe in einem ersten Stromkreis und einer zweiten schaltbaren Heizstufe
in einem hierzu parallelen zweiten Stromkreis ist.
6. Trockner nach Anspruch 3, bei dem die Heizung Mittel für eine kontinuierliche Einstellung
der Leistung PH der Heizung aufweist.
7. Trockner nach einem der vorigen Ansprüche, welcher einen Wärmepumpenkreis mit einem
Verdampfer, einem Verflüssiger und einem Kompressor aufweist.
8. Trockner nach einem der vorigen Ansprüche, welcher ein Umlufttrockner ist.
9. Trockner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, welcher ein Ablufttrockner ist.
10. Trockner nach einem der vorigen Ansprüche, bei dem sich im Prozessluftkanal ein Luft-Luft-Wärmetauscher
befindet.
11. Verfahren zum Betrieb eines Trockners mit einer Trocknungskammer, einem Prozessluftkanal,
in dem sich eine Heizung zur Erwärmung der Prozessluft befindet und die erwärmte Prozessluft
mittels eines Gebläses in die Trocknungskammer geführt werden kann, einem Motor und
einer Steuerung, welcher Trockner eingerichtet ist zum Betrieb unter Aufnehmen einer
elektrischen Leistung, welche einen vorgegebenen Wert Pmax niemals überschreitet, dadurch gekennzeichnet, dass der Trockner derart betrieben wird, dass er zumindest phasenweise die elektrische
Leistung entsprechend dem vorgegebenen Wert Pmax aufnimmt.