[0001] Die Erfindung betrifft einen Schließhilfsantrieb für ein Kraftfahrzeugschloß mit
den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1
[0002] Vorliegend sind unter dem Begriff Kraftfahrzeugschloß alle Arten von Tür/Hauben-IDeckel-
oder Klappenschlössern zusammengefaßt.
[0003] Das Kraftfaluzeugschloß ist mit den üblichen Schließelementen Schloßfalle und Sperrklinke
ausgestattet, wobei die Sperrklinke die Schloßfalle in einer Hauptschließstellung
und in einer Vorschließstellung hält. Die Sperrklinke befindet sich dann in einer
eingefallene Stellung. Die Schloßfalle ist in haltenden Eingriff mit einem an der
Karosserie befindlichen Schließkeil oder dergleichen bringbar. Vorliegend ist der
Schließkeil oder dergleichen dem Kraftfahrzeugschloß zuzurechnen.
[0004] Im Zuge der Erhöhung des Benutzungskomforts sind heutige Kraftfahrzeugschlösser mit
unterschiedlichen automatischen Funktionen ausgestattet. Hierzu gehört beispielsweise
eine Schließhilfsfunktion, bei der das Kraftfahrzeugschloß motorisch von einem Vorschließzustand
in einen Hauptschließzustand überführt wird. Vorteilhaft ist hier die Tatsache, daß
der Benutzer die Kraftfahrzeugtür zum Schließen nur bis zu einem Vorschließzustand
verstellen muß, und daß dies mit vergleichsweise geringem. Aufwand möglich ist. Türdichtungsgegendrücke
sind hier noch nicht wirksam. Erst die Verstellung vom Vorschließzustand in den Hauptschließzustand
ist mit einem Zusammendrücken der Türdichtung und damit mit einem erheblichen Kraftaufwand
verbunden, was mittels .eines Schließhilfsantriebs erfolgt.
[0005] Es sind bereits verschiedene Varianten für die Realisierung der Schließhilfsfunktion
bekannt. Eine Variante (
DE 39 35 804 C2) sieht vor, daß der mit der Schloßfalle zusammenwirkende Schließkeil für das Zuziehen
der Kraftfahrzeugtür motorisch verlagerbar ist. Bei einer anderen Variante (
DE 102 39 734 A1) ist es so, daß die Schloßfalle mittels der Schließhilfe motorisch von der Vorschließstellung
in die Hauptschließstellung und damit das Kraftfahrzeugschloß insgesamt vom Vorschließzustand
in den Hauptschließzustand verstellbar ist.
[0006] Bei der letztgenannten Realisierung der Schließhilfsfunktion wird der Schließhilfsantrieb
dann aktiviert, wenn die Schloßfalle die Vorschließstellung erreicht. Hierfür ist
eine Steuerungseinheit in Form einer Schließhilfssteuerung vorgesehen.
[0007] Bei den obigen Anordnungen hat es sich als nachteilig herausgestellt, daß der Bauraumbedarf
im Bereich des Kraftfahrzeugschlosses durch die Integration des Schließhilfsantriebs
unerwünscht hoch ist, was zu erheblichen konstruktiven Beschränkungen führt. Ferner
ist die Modularität der Anordnung im Hinblick auf die Realisierung der Zusatzfunktion
"Schließhilfe" gering.
[0008] Bei dem bekannten Schließhilfsantrieb (
DE 10 2006 048 026 A1), von dem die Erfindung ausgeht, ist der Schließhilfsantrieb separat vom Kraftfahrzeugschloß
angeordnet und mit dem Kraftfahrzeugschloß über einen Bowdenzug antriebstechnisch
gekoppelt. Dies löst die Bauraumproblematik im Bereich des Kraftfahrzeugschlosses
in befriedigender Weise und entspricht einer modularen Bauweise.
[0009] Allerdings ist die Bauraumproblematik bei dem bekannten Schließhilfsantrieb lediglich
verlagert worden. Die bekannten, derartig ausgestalteten Schließhilfsantriebe sind
von beträchtlicher Größe, was zu entsprechenden Bauraumproblemen an der jeweiligen
vom Kraftfahrzeugschloß entfernten Stelle führt. Ferner sind die bekannten Schließhilfsantriebe
von beträchtlichem Gewicht.
[0010] Der Erfindung liegt daher das Problem, zugrunde, den bekannten Schließhilfsantrieb
derart auszugestalten und weiterzubilden, daß der Bauraumbedarf sowie das Gewicht
des Schließhilfsantriebs reduziert werden.
[0011] Das obige Problem wird bei einem Schließhilfsantneb mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch 1 gelöst.
[0012] Wesentlich ist zunächst die Erkenntnis, daß durch die Ausstattung des Schließhilfsantriebs
mit einem Vorschubgetriebe zur Erzeugung einer linearen Antriebsbewegung, das als
Spindel-Spindelmutter-Getriebe ausgestaltet ist, bei entsprechender Auslegung zu einem
minimalen Bauraumbedarf führt. Ferner läßt sich eine solche Anordnung mit einer minimalen
Bauteilanzahl realisieren, was zusätzlich zu einem geringen Gewicht führt.
[0013] Gemäß Anspruch 4 besteht eine bevorzugte Ausgestaltung darin, daß die Spindel der
Antriebsseite und die Spindelmutter der Abtriebsseite des Vorschubgetriebes zugeordnet
ist. Dies bedeutet, daß die Spindel vom Antriebsmotor angetrieben wird, während die
Spindelmutter entlang der Spindel verläuft, was vorliegend der linearen Antriebsbewegung
entspricht.
[0014] Eine besonders kompakte Anordnung läßt sich gemäß Anspruch 7 dadurch erreichen, daß
die Spindelmutter der Antriebsseite und die Spindel der Abtriebsseite des Vorschubgetriebes
zugeordnet ist. Dies bedeutet, daß nunmehr die Spindelmutter, und nicht die Spindel,
vom Antriebsmotor angetrieben wird. Bei der besonders bevorzugten Ausgestaltung gemäß
Anspruch 8 ist die Antriebswelle des Antriebsmotors als Hohlwelle ausgestaltet, welche
gleichzeitig die Spindelmutter des Vorschubgetriebes bildet. Bei einer weiter bevorzugten
Ausgestaltung ist es schließlich vorgesehen, daß der Antriebsmotor im Hinblick auf
den Antrieb der Hohlwelle nach Art eines elektrischen Direktantriebs ausgestaltet
ist. In diesem Falle läßt sich durch die verschachtelte Anordnung von Antriebsmotor
und Vorschubgetriebe der Bauraumbedarf auf ein Minimum reduzieren.
[0015] Bei den besonders bevorzugten Ausgestaltungen gemäß den Ansprüchen 11 und. 12 läßt
sich der vorschlagsgernäße Schließhilfsantrieb auf einfache Weise auf den jeweiligen
Anwendungsfall hin auslegen bzw. parametrieren. Unterschiedliche Anwendungsfälle können
nämlich unterschiedliche Kräfte, Geschwindigkeiten und Vorschübe erfordern, was entsprechend
zu unterschiedlichen Antriebsmotoren, Zwischengetrieben oder Vorschubgetrieben führt.
Je nach Konfiguration muß das Antriebsgehäuse und ggf. das Bowdenzugendstück angepaßt
werden. Dies ist besonders einfach möglich bei einer teleskopierbaren Ausgestaltung
gemäß Anspruch 12.
[0016] Die weiter bevorzugten Ausgestaltungen gemäß den Ansprüchen 14 und 15 stellen Maßnahmen
bereit, einem Verkanten der Spindelmutter gegenüber der Spindel vorzubeugen, selbst
wenn die Kopplung der Bowdenzugseele bezogen auf die Achse der Spindel außermittig
mit der Spindelmutter gekoppelt ist.
[0017] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- den strukturellen Aufbau eines vorschlagsgemäßen Schließhilfsantriebs im montierten
Zustand,
- Fig. 2
- den Schließhilfsantrieb gemäß Fig. 1 in einer ersten Ausführungsform, in einer geschnittenen
Seitenansicht,
- Fig. 3
- den Schließhilfsantrieb gemäß Fig. 1 in einer zweiten Ausfuhrungsform in einer geschnittenen
Seitenansicht,
- Fig. 4
- den Schließhilfsantrieb gemäß Fig. 1 in einer dritten Ausfuhrungsform, in einer geschnittenen
Seitenansicht,
- Fig. 5
- den Schließhilfsantrieb gemäß Fig. 4 mit teleskopierbarem Antriebsgehäuse und teleskopierbarem
Bowdenzugendstück und
- Fig. 6
- einen vorschlagsgemäßen Schließhillsantrieb mit zwei Antriebsspindeln.
[0018] Der in Fig. 1 dargestellte, strukturelle Aufbau eines vorschlagsgemäßen Schließhilfsantriebs
gilt für alle in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Ausfübbrungsbeispiele. Dieser Schließhilfsantrieb
ist einem Kraftfahrzeugschloß 1 zugeordnet. Hinsichtlich des weiten Verständnisses
des Begriffs "Kraftfahrzeugschloß" darf auf den allgemeinen Teil der Beschreibung
verwiesen werden.
[0019] Bei allen dargestellten Ausführungsformen weist der Schließhilfsantrieb ein eigenes
Antriebsgehäuse 2 auf und ist im montierten Zustand separat vom Kraftfahrzeugschloß
1 angeordnet. Es läßt sich der Darstellung in Fig. 1 entnehmen, daß der Schließhilfsantrieb
über ein Übertragungsmittel 3 antriebstechnisch mit dem Kraftfahrzeugschloß 1 gekoppelt
ist.
[0020] Im Detail läßt sich den Fig. 2 bis 4 jeweils entnehmen, daß der Schließhilfsantrieb
einen Antriebsmotor 4 aufweist, wobei im montierten Zustand mittels des Antriebsmotors
4 eine lineare Antriebsbewegung erzeugbar und über das Übertragungsmittel 3 auf das
Kraftfahrzeugschloß 1 übertragbar ist. Durch diese lineare Antriebsbewegung läßt sich
das Kraftfahrzeugschloß 1 von dem Vorschließzustand in den Hauptschließzustand überführen.
Diese Zustände wurden im, allgemeinen Teil der Beschreibung erläutert.
[0021] Die Fig. 2 bis 4 zeigen in drei Ausführungsformen ferner, daß der Schließhilfsantrieb
zur Erzeugung der linearen Antriebsbewegung ein dem Antriebmotor 4 nachgeschaltetes
Vorschubgetriebe 5 aufweist und daß das Vorschubgetriebe 5 in allen Ausfuhnmgsformen
als Spindel-Spindelmutter-Getriebe mit einer Spindel 6 und einer Spindelmutter 7 ausgestaltet
ist.
[0022] Das Kraftfahrzeugschloß 1 kann weitgehend beliebigen Verschlußelementen in einem
Kraftfahrzeugschloß zugeordnet sein. Vorzugsweise ist es allerdings so, daß das Kraftfahrzeugschloß
1 einer Kraftfahrzeugtür oder einer Kraftfahrzeugklappe zugeordnet ist. Bei der Kraftfahrzeugtür
kann es sich auch um eine Schiebetür handeln.
[0023] Das Übertragungsmittel 3 ist vorzugsweise als Bowdenzug ausgestaltet, der regelmäßig
eine Bowdenzugseele 8 und eine Bowdenzughülle 9 aufweist. Je nach konstruktiven Randbedingungen
sind auch andere Varianten für das Übertragungsmittel 3 denkbar. Ein Beispiel für
die Realisierung des Übertragungsmittels 3 ist ein einfacher Seilzug. Ein weiteres
Beispiel für die Realisierung des Übertragungsmittels 3 ist eine Zahnstange, deren
Verzahnung im Kraftfahrzeugschloß 1 in Eingriff beispielsweise mit der Schloßfalle
1 bringbar ist. Ein weiteres Beispiel für die Realisierung des Übertragungsmittels
3 ist ein Gestänge, das auch eine kardanische Anlenkung enthalten kann.. Grundsätzlich
ist es schließlich auch denkbar, das Übertragungsmittel 3 mit einer hydraulischen
Verbindung auszustatten.
[0024] Bei der Antriebsbewegung handelt es sich vorliegend um eine lineare Antriebsbewegung.
Entsprechend ist die Verwendung eines Spindel-Spindelmutter-Getriebes für das Vorschubgetriebe
5 besonders vorteilhaft. Je nach Ausgestaltung des Kraftfahrzeugschlosses 1 ist eine
angepaßte Auslegung des Schließhilfsantriebs im Hinblick auf den Umfang der Antriebsbewegung
und auf die Höhe der Antriebskraft notwendig.
[0025] In allen Fällen ist es zunächst so, daß das Kraftfahrzeugschloß 1 die Schließelemente
Schloßfalle 10 und Sperrklinke 11 sowie einen der Schloßfalle 10 zugeordneten Schueßkloben
12 aufweist. Das grundsätzliche Zusammenwirken dieser Komponenten wurde im allgemeinen
Teil der Beschreibung erläutert.
[0026] Bei der in Fig. 1 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsform ist die
Schloßfalle 10 in eine nicht dargestellte Vorschließstellung und in die dargestellte
Hauptschließstellung bringbar. Hierfür weist die Schloßfalle 10 eine Vorrast 13 und
eine Hauptrast 14 auf, die jeweils mit einem Eingriffsabschnitt 15 der Sperrklinke
11 in Eingriff bringbar sind. Bei der in Fig. 1 dargestellten und insoweit bevorzugten
Ausgestaltung ist es ferner so, daß der Schließhilfsantrieb im montierten Zustand
mit der Schloßfalle 10 antriebstechnisch gekoppelt ist, und daß die Schloßfalle 10
durch die vom Schließhilfsantrieb erzeugte Antriebsbewegung von der Vorschließstellung
in die Hauptschließstellung und damit das Kraftfahrzeugschloß 1 insgesamt von dem
Vorschließzustand in den Hauptschließzustand bringbar ist. Dabei bewirkt der Schließhilfsantrieb
vorzugsweise zunächst eine Verstellung der Schloßfalle 10 in eine Überhubstellung,
so daß die Sperrklinke 11 einfallen kann. Anschließend fällt die Schloßfalle 10 zurück
in die Hauptschließstellung und wird dort von der Sperrklinke 11 gehalten. Bei dieser
Anordnung ist die Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs 3 vorzugsweise mit der Schloßfalle
10 gekoppelt.
[0027] Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, daß der Schließhilfsantrieb nicht an der
Schloßfalle 10, sondern am Schließkloben 12 angreift. Bei dieser nicht dargestellten
Ausführungsform ist es vorgesehen, daß der Schließkloben 12 seinerseits in eine Vorschließstellung
und in eine Hauptschließstellung bringbar ist, daß der Schließhilfsantrieb im montierten
Zustand mit dem Schließkloben 12 antriebstechnisch gekoppelt ist und daß der Schließkloben
12 durch die vom Schließhilfsantrieb erzeugte Antriebsbewegung von der Vorschließstellung
in die Hauptschließstellung und damit das Kraftfahrzeugsschloß 1 insgesamt von dem
Vorschließzustand in den Hauptschließzustand bringbar ist.
[0028] Beide Varianten von Kraftfahrzeugschlössern 1 erfordern die Übertragung einer Antriebsbewegung
über das Übertragungsmittel 3, bier über den Bowdenzug 3. Allerdings ist der Bewegungsbereich
sowie die benötigte Kraft je nach Ausführungsform unterschiedlich, was entsprechende
Auswirkungen auf die Auslegung des Schließhilfsantriebs hat.
[0029] Der Begriff "Spindel-Spindelmutter-Getriebe" sowie die Begriffe "Spindel" und "Spindelmutter"
sind im Zusammenhang mit dem Vorschubgetriebe 5 weit zu verstehen.. Grundsätzlich
ist es dabei vorgesehen, daß die Spindel 6 ein Spindelgewinde aufweist und daß die
Spindelmutter 7 ein Spindelmuttergewinde aufweist. Es kann aber auch vorgesehen sein,
daß entweder die Spindel 6 oder die Spindelmutter 7 ein entsprechendes Gewinde aufweisen.
[0030] Insbesondere kann es vorgesehen sein, daß die Spindel 6 einen Mitnehmer aufweist,
der in das Spindelmuttergewinde der Spindelmutter 7 eingreift. Alternativ kann es
auch vorgesehen sein, daß die Spindelmutter 7 einen Mitnehmer aufweist, der in das
Spindelgewinde der Spindel 6 eingreift. Unter "Mitnehmer" ist hier jede Ausformung
zu verstehen, die geeignet ist, in Eingriff mit einem Gewinde zu kommen und im Ergebnis
einen Vorschub von Spindelmutter 7 oder Spindel 6 zu erzielen. Beispielsweise kann
es sich bei dem Mitnehmer um eine einfache Nase oder dergleichen handeln.
[0031] Im Zusammenhang mit den Gewinden von Spindel 6 und Spindelmutter 7 darf ferner darauf
bingewiesen werden, daß sich die Steigung der Gewinde von Spindel 6 und/oder Spindelmutter
7 über deren Längserstreckung verändern kann. Damit läßt sich erreichen, daß sich
die Übersetzung des Spindel-Spindelmutter-Getriebes, also des Vorschubgetriebes 5,
über einen Schließhilfsvorgang verändert. Dies kann je nach konstruktiven Randbedingungen
vorteilhaft sein.
[0032] Fig. 2 zeigt nun eine Anordnung, bei der die Spindel 6 der Antriebsseite und die
Spindelmutter 7 der Abtriebsseite des Vorschubgetriebes 5 zugeordnet ist. Dies bedeutet,
daß die Spindel 6 durch den Antriebsmotor 4 antreibbar ist und daß die Spindelmutter
7 den Abtrieb des Vorschubgetriebes 5 darstellt. Entsprechend ist es vorzugsweise
vorgesehen, daß das Übertragungsmittel 3, hier die Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs
3, im montierten Zustand unmittelbar mit der Spindelmutter 7 gekoppelt ist. Hier und
vorzugsweise ist es weiter so, daß die Spindelmutter 7 des Vorschub getriebes 5 drehfest
aber längsverschieblich angeordnet ist. Die Verdrehsicherung der Spindelmutter 7 wird
im folgenden noch angesprochen.
[0033] Bei dem in Fig. 2 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
dem Antriebsmotor 4 ein Zwischengetriebe 16 nachgeschaltet, das mit seiner Abtriebsseite
auf die Spindel 6 wirkt. Grundsätzlich kann es aber auch vorgesehen sein, daß die
nicht dargestellte Antriebswelle des Antriebsmotors 4 unmittelbar mit der Spindel
6 gekoppelt ist. In besonders bevorzugter Ausgestaltung bildet die Antriebswelle des
Antriebsmotors 4 sogar selbst die Spindel 6.
[0034] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird also die Spindel 6 angetrieben,
während die Spindelmutter 7 drehfest aber längsverschieblich gelagert ist. Hier wird
im Ergebnis eine Drehbewegung der Spindel 6 in eine Längsbewegung der Spindelmutter
7 umgewandelt.
[0035] Für die Verdrehsicherung ist eine Längsführung 17 vorgesehen, in die eine Nase 18
oder dergleichen der Spindelmutter 7 eingreift. Entsprechend bewegt sich bei einer
Verdrehung der Spindel 6 die Spindelmutter 7 in Fig. 2 nach oben bzw. nach unten.
Fig. 2 zeigt die Ausgangslage der Spindelmutter 7. Die Endlage der Spindelmutter 7
nach Abschluß eines Schließhilfsvorgangs ist gestrichelt dargestellt.
[0036] Hier und vorzugsweise ist die Spindelmutter 7 als Hülse ausgestaltet, die an der
in Fig. 2 unteren Stirnseite verschlossen ist. Hier und vorzugsweise ist es weiter
so, daß diese Stirnseite den Koppelpunkt 19 für das Übertragungsmittel 3, hier für
die Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs 3, bereitstellt.
[0037] Um die Montage des Schließhilfsantriebs, insbesondere des Bowdenzugs 3, zu vereinfachen,
ist es vorzugsweise vorgesehen, daß die Spindelmutter 7 zusammen mit dem Übertragungsmittel
3, hier mit der Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs 3, eine vormontierbare Einheit bildet.
Insbesondere ist es vorgesehen, daß die Spindelmutter 7 im montierten Zustand untrennbar
mit dem Übertragungsmittel 3, hier mit der Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs 3 verbunden
ist. Denkbar ist, daß die Spindelmutter 7 im Kunststoff-Spritzverfahren hergestellt
ist und daß die Bowdenzugseele 8 in die Spindelmutter 7 eingelassen ist. Andere Verbindungsvananten
können vorteilhaft anwendbar sein.
[0038] Bei dem in Fig. 2 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist
es so, daß der Antriebsmotor 4, das ggf. vorhandene Zwischengetriebe 16 und das Vorschubgetriebe
5 im Antriebsgehäuse 2 hintereinander angeordnet sind. Dabei ist es weiter vorzugsweise
so, daß diese Komponenten auf die Antriebswelle des Antriebsmotors 4 und/oder auf
die Achse der Spindel 6 ausgerichtet sind.
[0039] Eine andere Anordnung ist bei der bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 3 gewählt
worden. Dabei sind der Antriebsmotor 4 und das Vorschubgetriebe 5 im Antriebsgehäuse
2 bezogen auf die Längserstreckung des Schließhilfsantriebs zumindest zum Teil ineinander
verschachtelt angeordnet. Diese verschachtelte Anordnung kann sich auch auf ein gegebenenfalls
vorhandenes Zwischengetziebe 16 beziehen.
[0040] Hier und vorzugsweise ist die Spindelmutter 7 der Antriebsseite und die Spindel 6
der Abtriebsseite des Vorschubgetriebes 5 zugeordnet. Anders als bei der in Fig. 1
dargestellten Ausführungsform wird hier also die Spindelmutter 7 durch den Antriebsmotor
4 angetrieben, während die Spindel 6 an der Spindelmutter 7 entlangläuft. Hier bildet
die Spindel. 6 den Abrieb des Vorschubgetriebes 5 und ist entsprechend vorzugsweise
unmittelbar mit dem Übertragungsmittel 3, hier der Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs
3, gekoppelt.
[0041] Dabei ist es weiter vorzugsweise vorgesehen, daß die Spindel 6 des Vorschubgetriebes
5 drehfest aber längsverschieblich angeordnet ist. Hier wird im Ergebnis eine Drehbewegung
der Spindel 6 in eine Längsbewegung der Spindelmutter 7 umgewandelt.
[0042] Das oben angesprochene Verschachtelt der einzelnen Komponenten wird bei der in Fig.
3 dargestellten Ausführungsform dadurch erreicht, daß die Antriebswelle des Antriebsmotors
4 als Hohlwelle ausgestaltet ist und daß die Hohlwelle die Spindelmutter 7 des Vorschubgetriebes
5 bildet und hierfür vorzugsweise ein Spindelmuttergewinde aufweist. Innerhalb der
Spindelmutter 7 ist die Spindel- 6 angeordnet, wobei die Verdrehsicherung wieder durch
eine Art Nase 18, die in einer Längsführung 17 läuft, gebildet ist.
[0043] Es zeigt sich in Fig. 3 anschaulich, daß der Bauraumbedarf insbesondere in Längserstreckung
des Schließhilfsmtriebs gesehen besonders gering ist. Dies wird insbesondere dadurch
erreicht, daß der Antriebsmotor 4 im Hinblick auf den Antrieb der Hohlwelle nach Art
eines elektrischen Direktantriebs ausgestaltet ist. Die Hohlwelle, hier die Spindelmutter
7, bildet also gleichzeitig den Rotor des Antriebsmotors.
[0044] Es läßt sich der Darstellung in Fig. 3 feiner entnehmen, daß die Spindel 6 des Vorschubgetriebes
5 vollständig innerhalb der Spindelmutter 7 angeordnet ist. Hier und vorzugsweise
gilt dies unabhängig davon, in welcher Stellung der Schließhilfsantrieb sich gerade
befindet.
[0045] Interessant ist bei der in Fig. 3 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsform
die Tatsache, daß die Erstreckung des Antriebsmotors 4 insgesamt im wesentlichen der
Erstreckung der Antriebswelle bzw. der Spindelmutter 7 entspricht. Dies ist in erster
Linie darauf zurückzuführen, daß der Antriebsmotor 4 nach Art eines elektrischen Direktantriebs
ausgestaltet ist.
[0046] Um auch hier eine möglichst einfache Montage zu gewährleisten, ist es in besonders
bevorzugter Ausgestaltung vorgesehen, daß die Spindel 6 zusammen mit dem Übertragungsmittel
3, hier mit der Bowdenzugseele 8 des Bowdenzugs 3, eine vormontierbare Einheit bildet.
Hier gilt das gleiche wie das weiter oben zu der Spindelmutter 7 Ausgeführte.
[0047] Es wurde weiter oben schon angedeutet, daß zwischen den Antriebsmotor 4 und das Vorschubgetriebe
5 ein Zwischengetriebe 16 geschaltet sein kann. Dies ist in Fig. 1 schematisch dargestellt.
[0048] Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform, bei der das Zwischengetriebe 16 als
Planetenradgetriebe ausgestaltet ist. Das Planetenradgetriebe weist regelmäßig ein
Sonnenrad 20, einen Planetenradträger 21 und ein Hohlrad 22 auf. Vorteilhaft ist hierbei
bereits die Tatsache, daß ein Planentenradgetriebe einen besonders platzsparenden
Aufbau ermöglicht. Der Darstellung in Fig. 4 sind ferner die Planetenräder 21a zu
entnehmen, die am Planetenradträger 21 gelagert sind.
[0049] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist eines der Elemente Sonnenrad 20, Planetenradträger
21 und Hohlrad 22 dem Antriebsmotor 4, insbesondere der Antriebswelle des Antriebsmotors
4, zugeordnet. Ein anderes dieser Elemente ist entsprechend der Antriebsseite des
Vorschubgetriebes 5 zugeordnet. Das dritte dieser Elemente schließlich ist zumindest
für den Schließhilfsbetrieb gebremst oder komplett festgesetzt.
[0050] Hier und vorzugsweise ist das Sonnenrad 20 dem Antriebsmotor 4, insbesondere der
Antriebswelle des Antriebsmotors 4 zugeordnet. Das Hohlrad 22 wird vom Antriebsgehäuse
2 gebildet und ist entsprechend festgesetzt. Der Planetenradträger 21 ist mit einem
Innengewinde ausgestattet und bildet somit die Spindelmutter 7. Das Innengewinde im
Planetenträger 21 befindet sich im einzelnen an der Stegplatte des Planetenradträgers
21. Grundsätzlich kann es auch vorgesehen sein, daß die Spindelmutter 7 unmittelbar
mit dem Planetenradträger 21 gekoppelt ist.
[0051] Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ist wieder das Grundprinzip des Vorschubgetriebes
5 gemäß Fig. 3 realisiert. Die Drehung der Spindelmutter 7 wird in eine Längsbewegung
der Spindel 6 umgewandelt. Hierfür ist es wieder vorgesehen, daß die Spindel 6 mit
einer Nase 18 versehen ist, die zur Verdrehsicherung in einer Längsführung 17 läuft.
[0052] Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen weist das Antriebsgehäuse 2 einen einzigen,
durchgehenden Abschnitt auf. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, daß sich das
Antriebsgehäuse 2 aus mehreren Teilgehäusen zusammensetzt. Beispielsweise kann es
vorteilhaft sein, das Hohlrad 22 des Planetenradgetriebes 5 in einem separaten Antriebsgehäuse
vorzusehen, insbesondere um hierfür ein entsprechend verschleißfestes Material vorsehen
zu können.
[0053] Bei allen dargestellten Ausführungsformen ist es ferner so, daß sich ein Bowdenzugendstück
23 am Antriebsgehäuse 2 abstützt. Grundsätzlich ist auch hier eine Abstützung an einem
separaten Antriebsgehäuse denkbar. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt,
wenn, wie in Fig. 4 dargestellt, eine Längsführung 17 der Verdrehsicherung an diesem
Bowdenzugendstück 23 vorgesehen ist.
[0054] Bei allen dargestellten Ausführungsformen ist es schließlich so, daß der Antriebsmotor
4 als elektrischer Antriebsmotor ausgestaltet ist. Grundsätzlich ist es aber auch
denkbar, daß es sich hierbei um einen pneumatischen oder um einen hydraulischen Antriebsmotor
handelt.
[0055] Besondere Bedeutung kommt der schnellen Montage des Bowdenzugs 3 zu. Dies wurde weiter
oben bereits angedeutet. Neben der vorgeschlagenen Vormontage von. Spindel 6 und Bowdenzugseele
8 bzw. Spindelmutter 7 und Bowdenzugseele 8 ist es denkbar, eine Art Bowdemzugschnellverschluß
zu realisieren. Die Bowdenzugseele 8 würde in eine Öffnung in der Spindel 6 bzw. der
Spindelmutter 7 eingeführt und beim Zurückziehen mit Selbsthemmung festgeklemmt.
[0056] Die elektrische Steuerung eines Schließhillsvorgangs ist bei den dargestellten Ausführungsformen
besonders einfach. Zum Starten eines Schließhilfsvorgangs wird der elektrische Antriebsmotor
4 in einer ersten Richtung bestromt, und zwar so lange, bis die Schloßfalle 10 in
ihre Hauptschließstellung, insbesondere in ihre Überhubstellung, überführt worden
ist. Nach dem Abschalten des Antriebsmotors 4 wird der Antriebsmotor 4 in entgegengesetzter
Richtung bestromt, bis die Spindelmutter 7 bzw. die Spindel 6 die Ausgangsstellung
errecht. Grundsätzlich ist es hier denkbar, daß eine Federvorspannung, beispielsweise
der Antriebswelle der Antriebsmotors 4 vorgesehen ist, die dafür sorgt, daß der Antriebsmotor
4 ohne erneutes Bestromen selbsttätig in die Ausgangsstellung zurückfährt.
[0057] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist der Schließhilfsantrieb, insbesondere
der Antriebsmotor 4 mit ggf. nachgeschaltetem Zwischengetriebe 16 und weiter nachgeschaltetem
Vorschubgetriebe 5, nicht selbsthemmend ausgestaltet. Dies hat insbesondere den Vorteil,
daß die Anordnung von der Überhubstellung in die Hauptschließstellung nach Abschalten
des Antriebsmotors 4 selbsttätig zurückfallen kann, und zwar durch den hohen dann
wirkenden Türdichtungsgegendruck.
[0058] In weiter bevorzugter Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß zumindest die Innenseite
des Antriebsgehäuses 2 im wesentlichen rotationssymmetrisch bezogen auf die Längserstreckung
des Schließhilfsantriebs ausgestaltet ist. Auch hiermit läßt sich eine optimale Ausnutzung
des zur Verfügung stehenden Bauraums erreichen.
[0059] Es läßt sich zusammenfassen, daß mit allen dargestellten Ausführungsformen außerordentlich
geringe Bauraumanforderungen verbunden sind. Durch die geringe Bauteilanzahl läßt
sich ferner ein besonders geringes Gewicht erzielen. Im, Ergebnis ist auch die Herstellung,
insbesondere die Montage, mit besonders wenig Aufwand möglich.
[0060] Es wurde im allgemeinen Teil erläutert, daß je nach Anwendungsfall eine unterschiedliche
Auslegung des vorschlagsgemäßen Schließhilfsantriebs erforderlich ist. Um diese Auslegung
mit minimalem Aufwand bewerkstelligen zu können, ist es bei dem in Fig. 5 dargestellten
und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß das Antriebsgehäuse 2
und die Abstützung der Bowdenzughülle 9, hier des Bowdenzugendstücks 23, derart konfigurierbar
sind, daß unterschiedliche Antriebsmotoren 4, unterschiedliche Zwischengetriebe 16
und unterschiedliche Vorschubgetriebe 5, jeweils mit unterschiedlichen Abmessungen,
einsetzbar sind. In bestimmten Anwendungsfällen kann es auch notwendig sein, auf ein
Zwischengetriebe 16 zu verzichten.
[0061] Die obige Konfigurierbarkeit wird bier und vorzugsweise dadurch realisiert, daß das
Antriebsgehäuse 2 zur Anpassung an den jeweiligen Antriebsmotor 4 und/oder das jeweilige
Zwischengetriebe 16 zweiteilig ausgestaltet ist. Es kann auch vorteilhaft sein, daß
sich das Antriebsgehäuse 2 aus mehr als zwei Teilen zusammensetzt.
[0062] Im Sinne einer leichten Konfigurierbarkeit ist es nun vorzugsweise so, daß die beiden
Teile 2a, 2b des Antriebsgehäuses 2 teleskopierbar ausgestaltet sind. Im einzelnen
bedeutet dies, daß das erste Teil 2a des Antriebsgehäuses 2 über das zweite Teil 2b
des Antriebsgehäuses 2 schiebbar ist. Durch die Überlappung der beiden Teile 2a, 2b
des Antriebsgehäuses 2 ist die Länge des Antriebsgehäuses 2 auf die jeweils gewählten
Komponenten anpaßbar. Zur Befestigung der beiden Teile 2a, 2 b des Antriebsgehäuses
2 aneinander kann eine Verrastung vorgesehen sein.
[0063] Die in Fig. 5 dargestellte Ausgestaltung zeigt auch, daß das Bowdenzugendstück 23
gegenüber dem Antriebsgehäuse 2 zur Anpassung auf das jeweilige Vorschubgetriebe 5
teleskopierbar ist. Dies kann auch nur alternativ zu der Teleskopierbarkeit des Antriebsgehäuses
2 vorgesehen sein. Die Teleskopierbarkeit des Bowdenzugendstücks 23 bedeutet hier,
daß das Bowdenzugendstück 23 in verschiedenen Stellungen auf das Antriebsgehäuse 2
aufschiebbar ist. Je nach Überlappung zwischen dem Bowdenzugendstück 23 und dem Antriebsgehäuse
2 ist eine Anpassung an das jeweilige Vorschubgetriebe 5 möglich. Dies betrifft insbesondere
die Auslegung des Schließhilfsantriebs auf unterschiedliche Betätigungshübe. Auch
hier ist zur Befestigung zwischen dem Bowdenzugendstück 23 und dem Antriebsgehäuse
2 vorzugsweise eine Verrastung vorgesehen.
[0064] In bestimmten Anwendungsfällen kann es vorteilhaft sein, daß die Bowdenzugseele 8
des Bowdenzugs 3 bezogen auf die Achse der Spindel 6 außermittig mit der Spindelmutter
7 gekoppelt ist. Dann ist es weiter vorzugsweise so, daß die Spindel 6 bezogen auf
die Antriebswelle des Antriebsmotors 4 ebenfalls außermittig angeordnet ist.
[0065] Es liegt auf der Hand, daß bei der obigen außermittigen Anordnung die Gefahr des
Verkantens der Spindelmutter 7 gegenüber der Spindel 6 gegeben ist. Für diesen Fall
ist es vorzugsweise vorgesehen, daß zur Abstützung der Spindelmutter 7 eine parallel
zu der Spindel 6 angeordnete Längsführung 17 vorgesehen ist, auf der die Spindelmutter
7 läuft. Bei der Längsführung 17 kann es sich um eine Führungsstange handeln, die
durch eine entsprechende Führungsbohrung in der Spindelmutter 7 hindurchläuft. Denkbar
ist aber auch eine Führungsnut, in die die Spindelmutter 7 mit einer entsprechend
stegartigen Ausformung eingreift
[0066] In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist es allerdings vorgesehen, daß eine zweite
mit der Antriebswelle des Antriebsmotors 4 gekoppelte Spindel 6a vorgesehen ist und
daß die Spindelmutter 7 ein zweites Spindelmuttergewinde aufweist, das dieser zweiten
Spindel 6a zugeordnet ist. Dies ist der Darstellung in Fig. 6 zu entnehmen.
[0067] Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform weist ähnlich wie die in Fig. 5 dargestellte
Ausführungsform einen Antriebsmotor 4, ein nachgeschaltetes Planetenradgetriebe 16
und ein wiederum nachgeschaltetes Spindel-Spindelmutter-Getrieb 5 auf, das hier allerdings
zwei Spindeln 6, 6a aufweist. Die beiden Spindeln 6, 6a sind mit dem Planetenradträger
21 des Planetenradgetriebes 16 gekoppelt, indem der Planetenradträger 21 ein Stirnrad
aufweist, das mit den Stirnrädern der beiden Spindeln 6, 6a kämmt. Bei der in Fig.
6 dargestellten und insoweit bevorzugten Ausfühnungsform drehen die beiden Spindeln
6, 6a in entgegengesetzten Richtungen, so daß die Spindelgewinde entsprechend unterschiedlich
orientiert sein müssen.
[0068] Hier und vorzugsweise sind die beiden Spindeln 6, 6a bezogen auf die Antriebswelle
des Antriebsmotors 4 symmetrisch angeordnet. Bei einer solchen symmetrischen Anordnung
ist die Gefahr des Verkantens der Spindelmutter 7 auf einer der beiden. Spindeln 6,
6a äußerst gering. Dies erhöht insgesamt die Betriebssicherheit des vorschlagsgemäßen
Schließhilfsantriebs.
1. Schließhilfsantrieb für ein Kraftfahrzeugschloß (1), wobei der Schließhilfsantrieb
ein eigenes Antriebsgehäuse (2) aufweist und im montierten Zustand separat vom Kraftfahrzeugschloß
(1) angeordnet ist, wobei der Schließhilfsantrieb über ein Übertragungsmittel (3)
antriebstechnisch mit dem Kraftfahrzeugschloß (1) gekoppelt ist, wobei der Schließhilfsantrieb
einen Antriebsmotors (4) aufweist, wobei im montierten Zustand mittels des Antriebsmotors
(4) eine lineare Antriebsbewegung erzeugbar und über das Übertragungsmittel (3) auf
das Kraftfahtzeugschloß (1) übertragbar ist, wobei das Kraftfahrzeugschloß (1) durch
die Antriebsbewegung von einem Vorschließzustand in einen Hauptschließzustand überführbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schließhilfsantrieb zur Erzeugung der Antriebsbewegung ein dem Antriebsmotor
(4) nachgeschaltetes Vorschubgetriebe (5) aufweist und daß das Vorschubgetriebe (5)
als Spindel-Spindelmutter-Getriebe mit einer Spindel (6) und einer Spindelmutter (7)
ausgestaltet ist.
2. Schließhilfsantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsmittel (3) als Bowdenzug mit Bowdenzugseele (8) und Bowdenzughülle
(9) ausgestaltet ist. '
3. Schließhilfsantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeugschloß (1) die Schließelemente Schloßfalle (10) und Sperrklinke
(11) sowie einen der Schloßfalle (10) zugeordneten Schließkloben (12) aufweist, vorzugsweise,
daß die Schloßfalle (10) in eine Vorschließstellung und in eine Hauptschließstellung
bringbar ist und dort jeweils von der Sperrklinke (11) gehalten wird, daß der Schließhilfsantrieb
im montierten Zustand mit der Schloßfalle (10) antriebstechnisch gekoppelt ist und
daß die Schloßfalle (10) durch die vom Schließhilfsantrieb erzeugte Antriebsbewegung
von der Vorschließstellung in die Hauptschließstellung und damit das Kraftfabneugschloß
(1) von dem Vorschließzustand in den Hauptschließzustand bringbar ist, oder, daß der
Schließkloben (12) in eine Vorschließstellung und in eine Hauptschließstellung bringbar
ist, daß der Schließhilfsantrieb im montierten Zustand mit dem Schließkloben (12)
antriebstechnisch gekoppelt ist und daß der Schließkloben (12) durch die vom Schließhilfsantrieb
erzeugte Antriebsbewegung von der Vorschließstellung in die Hauptschließstellung und
damit das Kraftfahrzeugschloß (1) von dem Vorschließzustand in den Hauptschließzustand
bringbar ist.
4. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (6) der Antriebsseite und die Spindelmutter (7) der Abtriebsseite des
Vorschubgetriebes (5) zugeordnet ist, vorzugsweise, daß das Übertragungsmittel (3),
insbesondere die Bowdenzugseele (8) des Bowdenzugs (3), im montierten Zustand unmittelbar
mit der Spindelmutter (7) gekoppelt ist.
5. Schließhilfsantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle des Antriebsmotors (4) die Spindel (6) bildet.
6. Schließhilfsantrieb nach den Ansprüchen 2 und 4 und ggf. nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelmutter (7) zusammen mit der Bowdenzugseele (8) eine vormontierbare Einheit
bildet, vorzugsweise, daß die Spindelmutter (7) im montierten Zustand untrennbar mit
der Bowdenzugseele (8) verbunden ist.
7. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelmutter (7) der Antriebsseite und die Spindel (6) der Antriebsseite des
Vorschubgetriebes (5) zugeordnet ist, vorzugsweise, daß das Übertragungsmittel (3),
insbesondere die Bowdenzugseele (8) des Bowdenzugs (3), unmittelbar mit der Spindel
(6) gekoppelt ist.
8. Schließhilfsantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebwelle des Antriebsmotors (3) als Hohlwelle ausgestaltet ist und daß die
Hohlwelle die Spindelmutter (7) des Vorschubgetriebes (5) bildet, vorzugsweise, daß
der Antriebsmotor (4) im Hinblick auf den Antrieb der Hohlwelle nach Art eines elektrischen
Direktantriebs ausgestaltet ist, und/oder, daß die Spindel (6) des Vorschubgetriebes
(5) vollständig innerhalb der Spindelmutter (7) angeordnet ist.
9. Schließhilfsantrieb nach den Ansprüchen 2 und 7 und ggf. nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (6) zusammen mit der Bowdenzugseele (8) eine vormontierbare Einheit bildet,
vorzugsweise, daß die Spindel (6) im montierten Zustand untrennbar mit der Bowdenzugseele
(8) verbunden ist.
10. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Antriebsmotor (4) und das Vorschubgetriebe (5) ein Zwischengetriebe
(16) geschaltet ist, vorzugsweise, daß das Zwischengetriebe (16) als Planetenradgetriebe
ausgestaltet ist und daß das Planetenradgetriebe ein Sonnenrad (20), einen Planetenradträger
(21) und ein Hohlrad (22) aufweist, vorzugsweise, daß eines der Elemente Sonnenrad
(20), Planetenradträger (21) und Hohlrad (22) dem Antriebsmotor (4) zugeordnet ist,
daß ein anderes der Elemente Sonnenrad (20), Planetenradträger (21) und Hohlrad (22)
der Antriebsseite des Vorschubgetriebes (5) zugeordnet ist und daß das Dritte der
Elemente Sonnenrad (20), Planetenradträger (21) und Hohlrad (22) zumindest für den
Schließhilfsbetrieb gebremst oder festgesetzt ist, vorzugsweise, daß der Planetenradträger
(21) der Antriebsseite des Vorschubgetriebes (5) zugeordnet ist, vorzugsweise, daß
der Planetenradträger (21) die Spindelmutter (7) bildet oder unmittelbar mit der Spindelmutter
(7) gekoppelt ist.
11. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgehäuse (2) und ggf. die Abstützung der Bowdenzughülle (9), insbesondere
eines Bowdenzugendstücks (23), derart konfigurierbar ist bzw. sind, daß unterschiedliche
Antriebsmotoren (4) und/oder unterschiedliche - oder gar kein - Zwischengetriebe (16)
und/oder unterschiedliche Vorschubgetriebe (5), jeweils mit unterschiedlichen Abmessungen,
einsetzbar sind.
12. Scbließhilfsantrieb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsgehäuse (2) zur Anpassung an den jeweiligen Antriebsmotor (4) und/oder
das jeweilige Zwischengetriebe (16) zumindest zweiteilig ausgestaltet ist, vorzugsweise,
daß die Teile des Antriebsgehäuses zur Anpassung teleskopierbar sind.
13. Schließhilfsantrieb nach Anspruch. 4 und ggf. nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Bowdenzugseele (8) des Bowdenzugs (3) bezogen auf die Achse der Spindel (6) außermittig
mit der Spindelmutter (7) gekoppelt ist, vorzugsweise, daß die Spindel (6) bezogen
auf die Antriebswelle des Antriebsmotors (4) außermittig angeordnet ist.
14. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung der Spindelmutter (7) eine parallel zu der Spindel (6) angeordnete
Längsführung (17) vorgesehen ist, auf der die Spindelmutter (7) läuft.
15. Schließhilfsantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite mit der Antriebswelle des Antriebsmotors (4) gekoppelte Spindel (6a)
vorgesehen ist und daß die Spindelmutter (7) ein zweites Spindelmuttergewinde aufweist,
das der zweiten Spindel (6a) zugeordnet ist, vorzugsweise, daß die beiden Spindeln
(6, 6a) bezogen auf die Antriebswelle des Antriebsmotors (4) symmetrisch angeordnet
sind.