[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitssystem für einen motorgetriebenen Schwenkflügel
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Sicherheitssystem für einen Schwenkflügel ist aus der
DE 196 30 877 A1 bereits als bekannt zu entnehmen. Dieser Schwenkflügel ist über zwei auf seiner rechten
Schmalseite angeordnete Scharniere am Türrahmen gelagert und wird über einen rahmenseitig
angeordneten elektromechanischen oder elektrohydraulischen Antrieb bewegt, wobei ein
motorisch schwingbewegter Kurbelarm über eine Drehschiebeanlenkung mit einer auf der
Frontseite des Schwenkflügels befestigten Gleitschiene zusammenwirkt. Diese aus einem
Strangpressprofil bestehende Gleitschiene ist nahe der oberen Schmalseite fest am
Schwenkflügel angebracht und erstreckt sich nahezu über dessen gesamte Breite. Der
Querschnitt der Gleitschiene ist unterhalb des eigentlichen Gleitschienenprofils durch
ein nach unten offenes Hohlprofil vergrößert, das durch eine für Strahlung durchlässige
Abdeckung geschlossen ist. An den Enden ist das Hohlprofil durch Kappen geschlossen.
In dem von Hohlprofil und Abdeckung umschlossenen Raum sind zwei handelsübliche Sensoren
opto-elektronischer oder radio-elektronischer Art angebracht, die seitlich versetzt
von der Mitte des Schwenkflügels angeordnet sind. Im aktivierten Zustand strahlen
die beiden Sensoren jeweils ein Überwachungssignal nach unten ab, durch das jeweils
unterhalb des Gleitschienenprofils ein Erfassungsfeld erzeugt wird, das sich nach
unten fächerförmig vergrößert. Die Erfassungsfelder überdecken im unteren Flügelbereich
gemeinsam die Front des Schwenkflügels so weitgehend, dass von den Sensoren beim motorischen
Aufschwenken des Schwenkflügels in dessen Gefahrenbereich gelangende Hindernisse detektiert
werden und ein sofortiges Ab- oder Umschalten des Antriebsmotors auslösen können.
[0003] Als nachteilig kann bei diesem bekannten Sicherheitssystem der Umstand angesehen
werden, dass für die Baueinheit aus Gleitschiene und Sensorgehäuse ein erheblicher
Anbauraum auf der Front des Schwenkflügels erforderlich ist, was aus konstruktiven
sowie ästhetischen Gründen unerwünscht sein kann. Außerdem kann der relativ große
Frontbereich des Schwenkflügels, in dem das Kombinationsbauteils aus Gleitschiene
und Sensorgehäuse erhaben angeordnet ist, nicht ohne Weiteres in das zu überwachende
Erfassungsfeld einbezogen werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein gattungsgemäßes Sicherheitssystem für einen
motorgetriebenen Schwenkflügel zu entwickeln, das bei geringem Platzbedarf der Sensoranordnung
eine nahezu vollständige Überwachung des Bewegungsbereichs des Schwenkflügels ermöglicht.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.
[0007] Da das wenigstens eine Sensorgehäuse im Bereich der am Rahmen angeschlagenen Schmalseite
am Schwenkflügel angebracht ist und ähnlich einem Bestandteil eines Scharniergelenks
gestaltet und angeordnet ist, wird es unabhängig von seiner Scharnierfunktion als
Scharnierfunktionsteil wahrgenommen. Prinzipiell ist es daher denkbar, das Sensorgehäuse
als Scharnierattrappe zu verwenden, z.B. wenn die Türscharniere nicht gegenüber dem
abzusichernden Bewegungsbereich des Schwenkflügels überstehen. Alternativ ist es auch
denkbar, am Schwenkflügel zwei echte Scharniere mit tragender Funktion und axial zu
diesen eine oder mehrere als Sensorgehäuse ausgebildete Scharnierattrappen anzuordnen.
Die Sensorgehäuse sind jedenfalls auch ähnlich geformt und gestaltet wie Scharnierelemente
und nehmen somit nur wenig Bauraum ein. Da sie zudem aufgrund ihrer Nähe zur Schwenkachse
beim Öffnen bzw. Schließen des Schwenkflügels nicht raumgreifend bewegt werden, ist
die Kollisionsgefahr der Sensorgehäuse selbst mit einem Hindernis gering.
[0008] Vorzugsweise sind über die Höhe des Schwenkflügels verteilt mehrere Sensorgehäuse
angeordnet, da der Bewegungsbereich des Schwenkflügels in diesem Fall durch mehrere
fächerförmige Erfassungsfelder handelsüblicher Sensoren insbesondere auf der den größten
Schwenkweg zurücklegenden Schlossseite vollflächig überwacht werden kann.
[0009] Ein besonders unauffälliges Erscheinungsbild ergibt sich, wenn jedes Sensorgehäuse
der Sensoranordnung einem Scharniergelenk des Schwenkflügels zugeordnet und mit dem
flügelseitigen Teil des zugehörigen Scharniergelenks bewegt ist. Hierbei kann das
Sensorgehäuse wie ein weiteres Scharnierglied axial an ein Ende des Scharniergelenks
anschließen oder das Sensorgehäuse kann baulich mit dem flügelseitigen Scharnierbestandteil
vereinigt sein.
[0010] In Verbindung mit zylindrischen Scharniergelenken weist das Sensorgehäuse vorzugsweise
einen hohlzylindrischen Abschnitt mit gleichem Durchmesser wie das Scharniergelenk
auf, dessen Umfangswand in der Abstrahlrichtung des Sensorsignals mit einer Fensteröffnung
versehen ist. Das scharnierähnliche Erscheinungsbild des Sensorgehäuses wird dabei
nur wenig beeinträchtigt, wenn die Fensteröffnung durch eine für das Sensorsignal
durchlässige Abdeckung zu einem runden Sensorfenster geschlossen ist.
[0011] Um mit geringem Zusatzaufwand die Überwachung des Bewegungsbereichs beiderseits des
Schwenkflügels zu ermöglichen, können an die angeschlagene Schmalseite des Schwenkflügels
angrenzend auf gleicher Höhe zwei Sensoranordnungen vorgesehen sein, die jeweils auf
einer der zu überwachenden Seiten der Tür ein Erfassungsfeld erzeugen. Bei Schwenkflügel
größerer Dicke sind hierzu beide Sensoranordnungen zweckmäßig in getrennten Sensorgehäusen
angeordnet, die jedoch über einen gemeinsamen Leitungsanschluss versorgt werden können,
wenn sie über eine parallelflache Leiterbrücke geringer Dicke miteinander verbunden
sind.
[0012] Aufgrund der ohnehin erfolgenden Relativdrehung zwischen den Scharniergelenkteilen
beim Öffnen und Schließen des Schwenkflügels kann zwischen diesen eine Schleifringanordnung
zur Energie- und/oder Signalübertragung vorgesehen werden. Hierdurch lässt sich ohne
nennenswerten Mehraufwand ein z.B. als Potentiometer ausgebildeter Drehwinkelgeber
vorsehen, der zur laufenden Erfassung der Winkelgeschwindigkeit und der Momentandrehstellung
des Schwenkflügels genutzt werden kann. In Abhängigkeit von diesen Werten kann z.B.
mittels eines Steuergeräts eine selbsttätige dynamische Einstellung des Sensors bzw.
der Sensoren einer Sensoranordnung vorgenommen werden, um die Größe bzw. Tiefe des
Erfassungsfeldes an die jeweils vorliegenden Bedingungen anzupassen. Unter Ausnutzung
der Winkelinformation kann zudem eine Verbesserung der Türsteuerung ohne zusätzlichen
Drehwinkelgeber erreicht werden. So kann die Türsteuerung selbstlernend ausgebildet
sein und den Antrieb z.B. drehwinkelabhängig stets kurz vor der Kollision des Schwenkflügels
mit einer gegenüberliegenden Wand inaktiv schalten. Weiterhin kann auch eine Ausblendung
von Objekten, beispielsweise der Wand, erfolgen, so dass die Tür bis zum maximal möglichen
Öffnungswinkel des Schwenkflügels öffnet. Der maximale Türöffnungswinkel ist dann
bei der Inbetriebnahme in der Türsteuerung, beispielsweise nach einer Lernfahrt, gespeichert.
[0013] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann in das Sensorgehäuse eine
weitere Sensoranordnung integriert sein, die zur Überwachung einer Nebenschließkante
der Schwenktür geeignet ist. So kann zur Absicherung der Nebenschließkante in Axialrichtung
des Sensorgehäuses ein Überwachungssignal z.B. einer Lichtschranke ausgesandt werden.
Zur Überwachung der scharnierseitigen Türkante wird dabei das Überwachungssignal aus
einem oder mehreren in die Scharniere integrierten Sensorgehäusen etwa senkrecht nach
unten und oben abgestrahlt. Abgesehen vom Anordnungsbereich der Scharniere kann hierdurch
die gesamte Türschmalseite überwacht werden.
[0014] Durch das Sicherheitssystem können auch alle erforderlichen Daten des Schwenkflügels
bereitgestellt werden, die für die Gebäudeleittechnik oder auch eine Alarmanlage benötigt
werden. Hierbei ist der vorliegende Schließzustand des Schwenkflügels von besonderem
Interesse, z.B. können Zustände wie "Tür geschlossen", "Tür geöffnet" und Tür vollständig
geöffnet von diesen Einrichtungen berücksichtigt werden.
[0015] Im Nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele in der Zeichnung anhand der Figuren
näher erläutert.
[0016] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines teilweise geöffneten Schwenkflügels in perspektivischer
Schrägansicht;
- Fig. 2
- ein Scharnier des Schwenkflügels von Fig. 1 in Einzelansicht;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den oberen Teil des Scharniers von Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Frontalansicht des Schwenkflügels mit von einer Sensoranordnung erzeugten Erfassungsfeldern;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den Schwenkflügel mit den Erfassungsfelder von oben gesehen;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den Anschlagbereich des Schwenkflügels mit Sensorüberwachung seiner
beiden Frontseiten und;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines teilweise geöffneten Schwenkflügels in perspektivischer
Schrägansicht mit zusätzlicher Sensoranordnung.
[0017] Ein in Fig. 1 gezeigter Schwenkflügel 10 ist auf seiner in der Zeichnung linken Schmalseite
über zwei Scharniergelenke 11 um eine senkrechte Drehachse 12 an einem eine zugehörige,
rechteckförmige Türöffnung begrenzenden Türrahmen 13 schwenkbar gelagert. Die beiden
Scharniergelenke 11 sind dabei in üblicher Weise zueinander höhenversetzt am Türrahmen
13 angeordnet und werden von jeweils zwei hohlzylindrisch gerollten Endbereichen eines
Türbandes gebildet. Das obere Türband der beiden Scharniergelenke 11 ist dabei am
Schwenkflügel 10 befestigt und bildet somit dessen oberen hülsenförmigen Scharnierteil
11.1, während das untere Türband am Türrahmen 13 befestigt ist und dessen unteren,
hülsenförmigen Scharnierteil 11.2 mit gleichem Durchmesser bildet. Zur exakten Drehlagerung
des Schwenkflügels 10 entsprechend der Drehachse 12 steht vom unteren Ende des Scharnierteils
11.1 jeweils ein runder Achsbolzen ab, der mit etwas Spiel in die axial darunter liegende
Bohrung des Scharnierteils 11.2 eingreift. Für den Schwenkflügel 10 ist ferner ein
elektromechanischer Türantrieb mit automatischer Steuerung bekannter und daher nicht
gezeigter Bauart vorgesehen, durch den der Schwenkflügel 10 richtungsumkehrbar zwischen
seiner geschlossenen und vollständig geöffneten Stellung bewegt werden kann. Um dabei
Kollisionen des Schwenkflügels 10 mit einem Hindernis zu vermeiden ist ein Sicherheitssystem
vorgesehen, mit dem zumindest der Gefahrenbereich auf einer Seite, vorzugsweise auf
beiden Seiten des Schwenkflügels 10 überwacht werden kann.
[0018] Zur Überwachung des Bewegungsbereichs des Schwenkflügels 10 ist in den oberen Scharnierteil
11.1 beider Scharniere 11 jeweils ein Sensor 14 integriert, der z.B. ein Infrarotsensor
sein kann. Wie in Verbindung mit Fig. 2 und Fig. 3 zu erkennen ist, wird das den Sensor
14 aufnehmende Sensorgehäuses 15 dabei vom oberen Abschnitt des rohrförmigen Scharnierteils
11.1 gebildet. Aus dem Umfang des Sensorgehäuses 15 ist ein rechteckförmige Fensteröffnung
ausgespart, die sich etwa über ein Drittel des Gehäuseumfangs erstreckt. In diese
Fensteröffnung ist eine rechteckige, konzentrisch zum Sensorgehäuse 15 gewölbte Abdeckung
16 aus für IR-Licht durchlässigem Kunststoffmaterial eingesetzt, wobei sie flächenbündig
in die Umfangskontur des Sensorgehäuses 15 eingepasst ist. Das Sensorgehäuse 15 bietet
somit nahezu das Erscheinungsbild eines umlaufend runden Scharnierkörpers. Zum Sensor
14 gehört eine zur Umfeldüberwachung von automatischen Türen bekannte Elektronik,
die einen Sender und einen Empfänger umfasst.
[0019] Die beiden Sensoren 14 zur Überwachung des Bewegungsbereichs des Schwenkflügels senden
im aktivierten Zustand durch ihre Abdeckung 16 hindurch ein IR-Signal aus, wodurch
jeweils ein fächerförmiges Erfassungsfeld 17 erzeugt wird. In Fig. 4 ist sichtbar,
dass die beiden Erfassungsfelder 17 jeweils etwa von der linken Schmalseite des Schwenkflügels
10 ausgehen, da sie vom Sensorgehäuse 15 des oberen Scharnierteils 11.1 horizontal
in Breitenrichtung des Schwenkflügels 10 abgestrahlt werden. Aufgrund der fächerförmigen
Aufspreizung der Erfassungsfelder 17 wird die raumgreifend bewegte, rechte Türkante
des Schwenkflügels 10 über ihre gesamte Höhe lückenlos von den übereinanderliegenden
Erfassungsfeldern 17 überdeckt.
[0020] Die fächerförmige Aufspreizung der von den Sensoren 14 abgestrahlten Erfassungsfelder
17 mit zunehmendem Abstand von ihrem Sensor 14 ergibt sich nicht nur horizontal sondern
auch vertikal des Schwenkflügels 10, wie in Fig. 5 zu sehen ist. Die Spreizung in
Tiefenrichtung kann eingestellt und ggf. in Abhängigkeit von der Winkelgeschwindigkeit
des Schwenkflügels 10 automatisch eingestellt werden. Je größer diese fächerförmige
Spreizung ist, desto mehr Zeit verbleibt, um den Türantrieb bei Kollisionsgefahr des
Schwenkflügels 10 mit einem Hindernis abzuschalten und diesen ausreichend schnell
zum Stillstand zu bringen. Ferner ist zu erkennen, dass das Sensorgehäuse 15 zumindest
mit dem Querschnittsbereich, in dem die Fensteröffnung mit Abdeckung 16 angeordnet
ist gegenüber der Schmalseite des Schwenkflügels 10 überstehen muss, damit die Abstrahlung
des Erfassungsfeldes 17 möglich ist.
[0021] Wie in Fig. 6 zu erkennen ist, kann auch die Bandgegenseite des Schwenkflügels 10
mittels einer Sensoranordnung überwacht werden, wobei die Sensoranordnungen in Abhängigkeit
der Bewegungsrichtung des Schwenkflügels 10 abwechselnd mit Umschalten des Antriebsmotors
aktiviert werden können. Die Bandgegenseite des Schwenkflügels 10 springt gegenüber
der anderen etwas zurück, da die angeschlagene Schmalseite stufig abgesetzt ist. Unmittelbar
an die zurückspringende Schmalseite angrenzend ist auf der Bandgegenseite des Schwenkflügels
10 ein weiteres Sensorgehäuse 15' angebracht, das einen gleichartigen IR-Sensor 14
enthält und einen etwa viertelkreisförmigen Gehäusequerschnitt aufweist. Von diesem
Sensor wird durch die Abdeckung 16 des Sensorgehäuses 15' ein Erfassungsfeld 17' in
Richtung der gegenüberliegenden Seite des Schwenkflügels 10 abgestrahlt. Die Sensorfelder
17 und 17' auf den gegenüberliegenden Seiten des Schwenkflügels 10 können dabei oben
und unten jeweils auf gleicher Höhe liegen.
[0022] Die beiden auf gleicher Höhe liegenden Sensorgehäuse 15 und 15' sind über eine parallelflache
Leiterbrücke 18 miteinander verbunden, in der alle Versorgungs- und Schaltleitungen
des Sensorgehäuses 15' verlegt sind. Die als biegbares Band ausgebildete Leiterbrücke
18 ist unter Anpassung an die Abstufung der Türschmalseite abgewinkelt und schmiegt
sich dabei zwischen ihren in die Sensorgehäuse 15 und 15' hineingeführten Enden flächig
an die abgewinkelte Stufe der Türschmalseite an. Aufgrund die Verbindung der Sensorgehäuse
15 und 15' über die Leiterbrücke 18 benötigt das Sensorgehäuse 15' keinen eigenen
Leitungsanschluss für Strom- und Schaltleitungen mit entsprechend aufwändiger Leitungsverlegung.
[0023] Die Energie- und Signalübertragung der Sensorgehäuse 15 kann über eine Kabelverbindung
zum Türrahmen 13 oder über nicht gezeigten Schleifringkontakte erfolgen. In diesem
Zusammenhang ist es auch denkbar, die Schleifkontakte zwischen oberem 11.1 und unterem
Scharnierteil 11.2 anzuordnen. Mit diesen oder auch anderen von den Scharnierteilen
11.1 und 11.2 mitgedrehten Schleifkontakten kann auch der als Potentiometer ausgebildete
Drehwinkelgeber arbeiten.
[0024] Wie in Fig. 7 angedeutet ist, kann das Sicherheitssystem zusätzlich mit geringem
Mehraufwand noch eine Überwachung der Nebenschließkante des Türflügels 10 ermöglichen.
Hierzu können in das obere und untere Scharnier 11 jeweils zwei weitere, nicht gezeigte
Sensoren integriert sein, welche ein z. B. fächerförmiges Erfassungsfeld 17" nach
oben bzw. nach unten abstrahlen. Diese Erfassungsfelder 17" werden aber vorzugsweise
stärker gebündelt, damit die Überwachung der Hauptschließkanten mittels der Erfassungsfelder
17 bzw. 17' nicht gestört wird.
Liste der Referenzzeichen
[0025]
- 10
- Schwenkflügel
- 11
- Scharniergelenk
- 11.1
- Scharnierteil (oben)
- 11.2
- Scharnierteil (unten)
- 12
- Drehachse
- 13
- Türrahmen
- 14
- Sensor
- 15
- Sensorgehäuse
- 15'
- Sensorgehäuse
- 16
- Abdeckung
- 16'
- Abdeckung
- 17
- Erfassungsfeld
- 17'
- Erfassungsfeld
- 17"
- Erfassungsfeld
- 18
- Leiterbrücke
1. Sicherheitssystem für einen motorgetriebenen Schwenkflügel, das eine Sensoranordnung
mit wenigstens einem Sensor umfasst, der in einem dem Schwenkflügels zugeordneten
Sensorgehäuse angeordnet ist und im aktivierten Zustand mittels eines Überwachungssignals
ein Erfassungsfeld im Bewegungsbereich des am zugehörigen Rahmen gelagerten Schwenkflügels
erzeugt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorgehäuse (15, 15') im Bereich der am Rahmen (Türrahmen 13) angeschlagenen
Schmalseite am Schwenkflügel (10) angebracht und ähnlich einem mit dem Schwenkflügel
(10) bewegten Bestandteil eines Scharniergelenks (11) ausgebildet und angeordnet.
2. Sicherheitssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass Sicherheitssystem nach Anspruch 1, dass über die Höhe des Schwenkflügels (10) verteilt
mehrere zueinander fluchtende Sensorgehäuse (15, 15') angeordnet sind.
3. Sicherheitssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Sensorgehäuse (15, 15') der Sensoranordnung einem Scharniergelenk (11) des
Schwenkflügels (10) zugeordnet und mit dem flügelseitigen Teil des zugehörigen Scharniergelenks
(11) bewegt ist.
4. Sicherheitssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der flügelseitig Teil des Scharniergelenks (11) und das Sensorgehäuse (15) baulich
vereinigt sind.
5. Sicherheitssystem nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (15, 15') einen hohlzylindrischen gekrümmten Bereich aufweist,
dessen Umfangswand in der Abstrahlrichtung des Sensorsignals von einer Fensteröffnung
durchsetzt ist.
6. Sicherheitssystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fensteröffnung durch eine für das Sensorsignal durchlässige Abdeckung (16, 16')
zu einem Sensorfenster geschlossen ist, wobei die Abdeckung (16, 16') in die gekrümmte
Umfangskontur des Sensorgehäuses (15, 15') eingepasst ist.
7. Sicherheitssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an die angeschlagene Schmalseite des Schwenkflügels (10) angrenzend auf gleicher
Höhe zwei Sensoranordnungen vorgesehen sind, die jeweils im Bewegungsbereich des Schwenkflügels
(10) ein Erfassungsfeld (17, 17') erzeugen.
8. Sicherheitssystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Sensoranordnungen in getrennten Sensorgehäusen (15, 15') angeordnet sind,
wobei die Sensorgehäuse (15, 15') über eine parallelflache Leiterbrücke (18) miteinander
verbunden sind.
9. Sicherheitssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass im Scharnierbereich des Schwenkflügel (10) ein Drehwinkelgeber zu Erfassung der Momentandrehstellung
desselben angeordnet ist.
10. Sicherheitssystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Schwenkflügels (10) aufgrund des erfassten Drehwinkels gesteuert
und/oder geregelt ist.
11. Sicherheitssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass an den Scharniergelenken (11) jeweils eine weitere Sensoranordnung zur Überwachung
einer Nebenschließkante der Schwenktür (10) vorgesehen ist..