Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Prüfvorrichtung für eine Steckverbindung mit ineinandersteckbaren
Steckverbinderteilen.
[0002] Aus der
DE 42 33 095 A1 ist eine Steckverbindung mit einem Stecker und einer Steckkupplung bekannt. Zur Herstellung
der Steckverbindung sind Stecker und Steckerkupplung miteinander verschraubbar.
[0003] In seltenen Fällen ist es möglich, dass eine Verschraubung nur unvollständig ausgeführt
wird, beispielsweise, wenn an einem der Gewindeteile eine Verschmutzung oder eine
Vorschädigung vorliegt. Eine solchermaßen nur unvollständig hergestellte Steckverbindung
stellt ein Produktionsrisiko wegen Funktionsverlust dar.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, durch die Prüfvorrichtung sicherzustellen, dass nach
dem Ineinanderstecken der Steckverbinder deren Verbindung tatsächlich erfolgt ist.
[0005] Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer Prüfvorrichtung für eine Steckverbindung
mit ineinandersteckbaren Steckverbindern entsprechend den gattungsgemäßen Merkmalen
des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dazu weist
die Prüfvorrichtung einen Sensor auf, dessem Erfassungsbereich das Ineinanderstecken
der Steckverbinder beinhaltet. Daneben umfasst die Prüfvorrichtung einen Komparator,
in dem die durch den Sensor erfassten Daten mit hinterlegten Vergleichsmustern verglichen
werden, die den Steckvorgang der Steckverbinder in deren Endlage beschreiben. Dadurch
ergibt sich der Vorteil, dass die Steckverbindung in fertigungstechnisch günstiger
Weise hergestellt und geprüft werden kann.
[0006] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Prüfvorrichtung möglich.
[0007] Vorteilhaft ist der Sensor an einer Fügevorrichtung einer maschinellen Fertigungseinrichtung
angebracht ist. Dadurch lässt sich die Prüfvorrichtung kontinuierlich betreiben, was
insbesondere bei einer Massenfertigung angezeigt ist.
[0008] Vorteilhaft ist, dass der Sensor an einer Person angebracht ist. Dadurch lässt sich
die Prüfvorrichtung individuell betreiben, was insbesondere in einem Erprobungsbetrieb
sinnvoll ist.
[0009] Vorteilhaft ist, dass der Sensor an einem Handschuh, einem Armband, einem Kopfband
oder an einem anderen außenliegendem Körperteil der Person angebracht ist. Dadurch
lässt sich der Erfasssungsbereich des Sensors optimal ausrichten.
[0010] Vorteilhaft ist, dass es sich bei dem Sensor um einen akustischen Sensor handelt.
Dadurch lässt sich der Sensor auch an schwer zugänglichen Stellen betreiben, wo beispielsweise
eine optische oder taktile Erfassung nicht möglich ist.
Zeichnung
[0011] Eine Ausführungsform der Prüfvorrichtung ist in der Zeichnung schematisiert dargestellt.
Es zeigt die einzige Figur die Prüfvorrichtung mit einer maschinellen Fertigungseinrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0012] Eine in der Figur dargestellte Prüfvorrichtung 11 weist einen Sensor 12 auf. Der
Sensor 12 ist an einer Fügevorrichtung 13 einer maschinellen Fertigungseinrichtung
angebracht. An einem Greifelement 14 ist ein erster Steckverbinder 16 lösbar aufgenommen.
In Beabstandung zum ersten Steckverbinder 16 ist ein zweiter Steckverbinder 17 bezüglich
einer Fügebewegung der Fügevorrichtung 13 ortsfest gelagert. Die Prüfvorrichtung 12
umfaßt des weiteren einen Komparator 18 mit Vergleichsmustern für eine Steckverbindung
19 in einer funktionsgerechten Endlage.
[0013] Die Prüfeinrichtung liegt nachfolgende Funktionsweise zugrunde.
[0014] Die Fügevorrichtung 13 der maschinellen Fertigungseinrichtung führt den ersten Steckverbinder
16 dem zweiten Steckverbinder 17 zum Schließen der Steckverbindung 19 zu. Ist die
Steckverbindung 19 gesteckt und das Greifelement 14 von dem ersten Steckverbinder
16 gelöst, so detektiert der Sensor 12, dessen Erfassungsbereich in der Figur durch
zum Sensor 12 gerichtete Pfeile angedeutet ist, den Zustand der Steckverbindung 19.
Ein von dem Sensor 12 ausgehendes Signal wird dem Komparator 18 zugeführt. In dem
Komparator 18 wird das Signal des Sensors 12 mit hinterlegten Vergleichsmustern, die
den Steckvorgang der beiden Steckverbinder 16, 17 in ihrer Endlage beschreiben, verglichen
und daraus ein gut/schlecht-Signal abgeleitet.
[0015] Der Sensor 12 ist entweder an der Fügevorrichtung 13 und hier vorzugsweise an dem
Greifelement 14 oder an einer Person, vorzugsweise an einem Handschuh, einem Armband,
an einem Kopfband oder an einem anderen außenliegendem Körperteil der Person angebracht.
[0016] Die Signalübertragung von dem Sensor 12 zu dem Komparator 18 kann wahlweise mittels
elektrischer Leitung, Funk- oder Lichtwellenübertragung erfolgen.
[0017] Bei dem Sensor 12 handelt es sich um einen akustischen Sensor 21.
[0018] Die Prüfvorrichtung 11 wird vorzugsweise bei der Produktion von Kraftfahrzeugen eingesetzt.
[0019] Neben der Prüfung von vorzugsweise elektrischen Steckverbindungen 19 kann die Prüfvorrichtung
11 alternativ auch zur Überwachung von hydraulischen oder pneumatischen Steckverbindungen
19 eingesetzt werden.
1. Prüfvorrichtung für eine Steckverbindung (19) mit ineinandersteckbaren Steckverbindern
(16, 17), dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfvorrichtung (11) einen Sensor (12) aufweist, dessen Erfassungsbereich das
Ineinanderstecken der Steckverbinder (16, 17) beinhaltet und die durch den Sensor
(12) erfassten Daten in einem Komparator (18) mit hinterlegten Vergleichmustern verglichen
wird, welche Vergleichsmuster den Steckvorgang der Steckverbinder (16, 17) in deren
Endlage beschreiben zur Generierung einer gut/schlecht-Entscheidung durch den Komparator
(18).
2. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) an einer Fügevorrichtung (13) einer maschinellen Fertigungseinrichtung
angebracht ist.
3. Prüfvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, der Sensor (12) an einer Person angebracht ist.
4. Prüfvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (12) an einem Handschuh, einem Armband, einem Kopfband oder an einem anderen
außenliegendem Körperteil der Person angebracht ist.
5. Prüfvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Sensor (12) um einen akustischen Sensor (21) handelt.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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