[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage,
insbesondere für eine Farb- oder Lackspritzanlage, und ein Verfahren zu deren Verwendung.
[0002] Für einen Farbwechsel bei einer Spritzanlage muss das System von der verwendeten
Farbe gereinigt und anschließend durch die neue Farbe ersetzt werden. Dazu werden
bei außen liegenden Pumpen die Zuführleitungen zum Zerstäuber und alle darin befindlichen
Teile, wie Farbwechsel, Druckregler oder Dosiereinheiten mit einem Reinigungsfluid
gereinigt. Bei solchen Verfahren wird die in der Leitung befindlichen Farbe verworfen,
womit ein hoher Verbrauch an Farbe und Reinigungsfluid und eine lange Spülzeit verbunden
sind.
[0003] Ein weiteres Verfahren zur Reinigung von Zuführleitungen ist das Zurückmolchen der
Farbe in eine Ringleitung und das anschließende Reinigen der Zuführleitungen mit Reinigungsfluid.
Bei diesem Verfahren kann zwar der Verlust an Farbe bei einem Farbwechsel relativ
gering gehalten werden, aber der technische Aufwand zur Steuerung ist dabei sehr groß,
wodurch solche Systeme sehr störanfällig und kostenintensiv sind.
[0004] Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 3534269 A1 offenbart ein Farbwechselventil mit mindestens zwei an einem Gehäuse vorgesehenen
Zulaufkanälen. Weiterhin beschreibt das Dokument einen zur Farbspritzpistole führenden
Kanalausgang und diesem vorgeordnete Absperrventile, welchen Steuereinheiten zugeordnet
sind. Die Offenlegungsschrift schlägt unter Verzicht auf ein separates Gehäuse für
den Einsatz als addierbarer Einzelbaustein einer Farbwechsel- und Dosieranlage vor,
dass das stabförmig ausgebildete Gehäuse ein Mitteilteil besitzt, welches die Zulaufkanäle
und seitenversetzt dazu den Kanalausgang aufweist. Darüber hinaus soll vor den beiden
Stirnenden unter abnehmbaren Deckeln je eine Ventil-Steuereinheit vorgesehen sein.
Dokument
DE 3 534 269 A1 offenbart eine Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0005] Aus der
DE 10 2004 034 270 A1 ist eine Farbspritzanlage mit Farbwechselsystem bekannt, wobei das Farbwechselsystern
einer Spritz- bzw. Austragsvorrichtung zumindest ein aus einer Vielzahl bereit gehaltener
Farb-, Lack- und/oder Härterfluide beliebig auswählbares Fluid zuzuführen gestattet.
Es ist vorgesehen, dass praktisch alle Leitungen, die zur Sedimentierung neigende
Flide führen, ständig von dem jeweiligen Fluid durch strömt werden.
[0006] US 2003157262 A1 beschreibt ein Verfahren zur Erzeugung und zum Spritzen einer Mehrkomponentenfarbe
in einer Installation, die eine Hauptleitung umfasst, wobei sich auf der einen Seite
der Hauptleitung eine Leitung zur Zuführung einer Grundfarbe befindet und auf den
anderen Seite der Hauptleitung eine Spritzanlage vorgesehen ist. Die Hauptleitung
beinhaltet eine Kontrolleinrichtung, die die Strömungsgeschwindigkeit des Produkts
kontrolliert.
[0007] Aus dem US Patent,
US 3857513 ist ein halbautomatisches Farbewechselsystem für eine Farbspritzinstallation bekannt.
Das System beinhaltet mehrere Zuführleitungen für Flüssigkeiten, darunter mindestens
zwei Farbe-Linien und eine Lösungsmittelleitung. Darüber hinaus weist das System eine
von einem Ventil kontrollierte Farbe-Sprühdüse, eine Vorlaufleitung für die Flüssigkeit,
einen Druckregler, ein Mittel zur Steuerung des Flüssigkeitsdrucks und ein selektives
Mittel zur Steuerung der Flüssigkeitszuleitung.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik und den in diesem Zusammenhang beschriebenen
Nachteilen, bestand die zu lösende Aufgabe somit darin, eine Fluidversorgungsvorrichtung
für eine Spritzanlage zur Verfügung zu stellen, die einen schnellen und effizienten
Farbwechsel ermöglicht und dabei insbesondere bei der dazu notwendigen Reinigung auf
ein Molchsystem verzichtet. Weiterhin soll sich eine solche Fluidversorgungsvorrichtung
durch einen geringen Installations- und Kostenaufwand auszeichnen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Fluidversorgungsvorrichtung
für eine Spritzanlage aus zwei Modulen aufgebaut ist.
[0010] Das erste Modul der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht aus:
- mindestens zwei voneinander unabhängigen Ringleitungen oder Vorlaufleitungen für Farben
oder Lacke, die mit dem ersten Farbwechsler mit darin angeordneten Farbventilen und
Zirkulationsventilen verbunden sind,
- mindestens zwei voneinander unabhängige Leitungen zur Zirkulation der Farben oder
Lacke, die von dem ersten Farbwechsler zu einem zweiten Farbwechsler mit darin angeordneten
Freigabeventilen geführt werden,
- wobei die Farbventile des ersten Farbwechslers über eine gemeinsame Leitung zum einen
mit einem Reinigungsmittelventil und einem Luftventil verbunden sind und zum anderen
über eine gemeinsame Druckreglerleitung über einen darin angeordneten Druckregler
und eine Dosierpumpe mit den Freigabeventilen, einem Ablassventil sowie einer Ablassleitung
des zweiten Farbwechslers verbunden sind.
[0011] Das zweite Modul umfasst mindestens zwei voneinander unabhängige Leitungen zur Zufuhr
der Farben oder Lacke von einem zweiten Farbwechsler zu einem dritten Farbwechsler
und/oder einem Zweikomponenten-Mischer, wobei der dritte Farbwechsler und/oder der
Zweikomponenten-Mischer Freigabeventile und/oder Rücklaufleitungen für Farben oder
Lacke aufweist sowie vorzugsweise in unmittelbarer Nähe der Sprühvorrichtung angeordnet
ist.
[0012] Eine solche Anlage ermöglicht einen schnellen und effizienten automatischen Farbwechsel,
wobei die erfindungsgemäße Ventilanordnung einen geringen Installations- und Kostenaufwand
für den Betrieb und insbesondere zur notwendigen Reinigung zulässt. Es werden weiterhin
keine aufwendigen Molchsysteme verwendet.
[0013] Die erfindungsgemäße Fluidversorgungsvorrichtung kann im zweiten Modul wahlweise
mit einer beliebigen Anzahl an Farbwechslern und/oder Zweikomponenten-Mischern ausgestattet
sein. Fluide im Sinne der vorliegenden Erfindung sind alle Fluide, die für eine Oberflächenbehandlung
eingesetzt werden können, insbesondere Farb- oder Lacke. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
gestattet es so mehrere Farben oder Lacke, beispielsweise 20 oder 30 Farben oder Lacke,
separat zueinander in der Fluidversorgungsvorrichtung zu transportieren. Unter Reinigungsfluid
werden im Sinne der Erfindung geeignete Lösungsmittel verstanden, die die jeweiligen
Farben und Lacke vollständig entfernen können. Vorteilhaft ist es, wenn ein Zweikomponenten-Mischer
im zweiten Modul vorhanden ist, dieses Modul mit einer Zuleitung für einen Härter
zu versehen, wobei die Dosierung des Härters durch ein Ventil, im nachfolgenden als
Härterventil bezeichnet, erfolgt. Somit ist es möglich, dem Lack und/oder einer Lackmischung
ein Härter beizumischen. Vorteilhaft ist es ferner, wenn der Farbwechsler Zirkulationsventile
aufweist. Vorteilhaft werden für die Zirkulationsventile, Farbventile und Härterventile
Nadelventile verwendet, wobei diese über Steuerleitungen pneumatisch an- und/oder
absteuerbar sind. Die Steuerung erfolgt vorteilhaft rechnerbasiert, beispielsweise
über ein SPS-System. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Fluidversorgungsvorrichtung
ist die Dosierpumpe im ersten Modul über ein separates Spülventil mit einer Reinigungsmittelleitung
verbunden; somit kann diese Dosierpumpe mit einem Reinigungsmittel unabhängig vom
übrigen System gespült werden, wobei besonders vorteilhaft die Dosierpumpe eine spülbare
Zahnraddosierpumpe ist. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführung ist das erste
Modul außerhalb einer Kabine oder an eine Kabinenwand und das zweite Modul an einem
Roboter oder Lackierautomaten montiert.
[0014] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum betrieb der Fluidversorgungsvorrichtung für eine
spritzanlage gemäß Anspruch 1, wird nachfolgend dargestellt:
[0015] Dabei werden in einem ersten Modul über mindestens zwei voneinander unabhängige Vorlaufleitungen
Farben oder Lacke in den ersten Farbwechsler mit darin angeordneten Farbventilen und
Zirkulationsventilen eingeleitet. Über mindestens zwei voneinander unabhängige Leitungen
zur Zirkulation der Farben oder Lacke können diese von dem ersten Farbwechsler zu
einem zweiten Farbwechsler mit darin angeordneten Freigabeventilen geführt werden.
Weiterhin werden die Farben oder Lacke über mindestens zwei voneinander unabhängige
Leitungen vom zweiten Farbwechsler einem in einem zweiten Modul angeordneten dritten
Farbwechsler und/oder einem Zweikomponenten-Mischer zugeführt. Wenn es zweckdienlich
ist, können im zweiten Modul prinzipiell auch zwei oder mehrere Farbwechsler und/oder
Zweikomponenten-Mischer sowie beliebige Kombinationen aus diesen angeordnet sein.
Die Farben können somit in separaten Kreisläufen ständig durch das System zirkulieren
oder bei entsprechender Ventilschaltung wahlweise vom dritten Farbwechsler und/oder
vom Zweikomponenten-Mischer einer Sprühvorrichtung zugeleitet werden. Im Reinigungsmodus
wird Luft und/oder ein flüssiges Reinigungsmittel durch den ersten Farbwechsler, durch
eine gemeinsame Leitung mit einem darin angeordneten Druckregler und einer Dosierpumpe
über den zweiten Farbwechsler durch ein Ablassventil in eine Ablassleitung geleitet.
Weiterhin wird gleichzeitig Luft und/oder ein flüssiges Reinigungsmittel durch den
dritten Farbwechsler und/oder den Zweikomponenten-Mischer und die Sprühvorrichtung
geleitet. Besonders zweckmäßig wird zum Zweck der Reinigung abwechselnd flüssiges
Reinigungsmittel und Luft durch die genannten Komponenten gepulst, wobei die Gestaltung
der Pulsierung an das zu entfernende Fluid anzupassen ist. Eine Reinigung kann gegebenenfalls
auch ausschließlich mit einem flüssigen Reinigungsmittel ohne Luft erfolgen.
[0016] Die erfindungsgemäße Fluidversorgungsvorrichtung hat weiterhin die Vorteile, dass
trotz einer außen liegenden Dosierpumpe, die Farben durch die komplette Vorrichtung
zirkulieren und die Zirkulation zu oder abgeschaltet werden kann. Weiterhin ist es
von Vorteil, dass es zu einem sehr geringen Verlust an Farbe und Reinigungsmittel
kommt, ein schneller Farbwechsel trotz außen liegender Pumpen, eine einfache und schnelle
Zugänglichkeit zu allen Bauteilen gegeben ist und der Aufwand für die Technik und
den Steuerungsbau gegenüber einem Molchsystem sehr gering ist.
[0017] Die erfindungsgemäße Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage kann beispielsweise
zur Beschichtung einer Oberfläche mit einem Lack, vorzugsweise in einer Lackbeschichtungsanlage,
eingesetzt werden.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Medienplan für eine Fluidversorgungsvorrichtung mit zwei Farben mit einem Zweikomponenten-Mischer,
der auf einem Ro- boter oder Lackierautomaten montiert ist,
- Fig. 2 a,
- b einen Farbwechsler mit Zirkulationsventilen,
- Fig. 3 a,
- b einen Zweikomponenten-Mischer mit Zirkulationsventilen und
- Fig. 4
- einen Medienplan für eine Fluidversorgungsvorrichtung mit zwei Farben mit einem Farbwechsler,
der auf einem Roboter oder La- ckierautomaten montiert ist.
[0019] In Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Fluidversorgungsvorrichtung für eine Farbspritzanlage
40 für zwei Farben. Dabei besteht die Vorrichtung aus zwei Modulen 1, 2, wobei das
erste Modul 1 an einer Kabinenwand und das zweite Modul 2 auf einem Roboter oder Lackierautomaten
montiert ist. Die beiden Farben werden in das erste Modul 1 über zwei voneinander
unabhängige Vorlaufleitungen 50, 60 für Farben eingeleitet und im ersten Farbwechsler
100 durch die darin angeordneten Farbventile 103, 104 durchgeschleift und zu ebenfalls
im ersten Farbwechsler 100 befindlichen Zirkulationsventilen 105, 106 geleitet. An
die Ausgänge dieser Zirkulationsventile 105, 106 sind jeweils eine Leitung 51, 61
zur Zirkulation der Farben angebracht. Diese Leitungen enden an den Farbventilen 401,
402 des zweiten Farbwechslers 400. Die Farben können durch diese Farbventile 401,
402 ebenfalls durchgeschleift werden und über die angeschlossenen Leitungen 52, 62
durch die im Zweikomponenten-Mischer 510 des zweiten Moduls 2 angeordneten Freigabeventile
501, 503 geschleift werden. Die Farben können dann über Zirkulationsventile 502, 504
und daran angeschlossene Rücklaufleitungen 53, 63 wieder den entsprechenden zeichnerisch
nicht dargestellten Farbreservoiren zugeführt werden. Somit können die Farben durch
das gesamte System zirkulieren.
[0020] Im Zweikomponenten-Mischer 510 des zweiten Moduls 2 sind, wie ebenfalls der Fig.
1 zu entnehmen ist, die Freigabeventile 501, 503 über eine kurze Leitung 81 mit einem
Mischer 76 verbunden, an den ein Zerstäuber 77 zum Aufbringen von Farben auf Oberflächen
angeschlossen ist. Weiterhin kann der Fig. 1 entnommen werden, dass dem Mischer 76
durch ein im Zweikomponenten-Mischer 510 angeordnetes Freigabeventil 505 ein Härter
zugeführt werden kann. Der Härter wird dabei über eine Leitung 75 und eine zeichnerisch
nicht dargestellte Pumpe herangeführt und dem Mischer 76 über die Leitung 80 zugeführt.
Gemäß der Fig. 1 sind im Zweikomponenten-Mischer 510 außerdem jeweils zwei Spülluftventile
508, 509 und zwei Reinigungsmittelventile 506, 507 eingebaut, die über die Zuleitungen
73, 74 entsprechend mit Luft und Reinigungsmittel versorgt werden können.
[0021] Alle Ventile in diesem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel werden pneumatisch
über Steuerleitungen 78 an- und/oder abgesteuert. Dabei kennzeichnen die dargestellten
Steuerleitungen 78 jeweils schematisch die Gesagtheit der Einzelsteuerleitungen, da
alle Ventile separat gesteuert werden können.
[0022] Wie weiterhin aus der Fig. 1 hervorgeht, sind die Farbventile 103, 104 im ersten
Farbwechsler 100 über eine Leitung 82 mit einem Reinigungsmittelventil 101 und einem
Luftventil 102 verbunden, wobei letztere über die Leitungen 70, 71 entsprechend mit
Pulsluft und Reinigungsmittel versorgt werden. Weiterhin führt eine gemeinsame Leitung
55a von den Farbventilen 103, 104 über einen Druckregler 200 zu einer 6 ccm Dosierpumpe
300. Die Dosierpumpe 300 ist weiterhin über eine Leitung 55b an die Freigabeventile
401, 402 des zweiten Farbwechslers 400 angeschlossen und über ein Ablassventil 403
mit einer Ablassleitung 56 verbunden.
[0023] Gemäß der Fig. 1 ist die Dosierpumpe 300 als eine spülbare Zahnraddosierpumpe ausgeführt.
Diese ist über ein Spülventil 301 und eine separate Leitung 79 mit einem Reinigungsmittel
spülbar.
[0024] In Fig. 2 a, b ist der Farbwechsler 100 für zwei Farben mit den darin angeordneten,
durchgeschleiften Farbventilen 103, 104, den Zirkulationsventilen 105, 106 sowie dem
Reinigungsmittelventil 101 und dem Luftventil 102 dargestellt. Im Inneren des Farbwechslers
100 verläuft die gemeinsame Farbleitung 82. Die Ventile sind dabei als Nadelventile
ausgeführt und sind in den Farbwechsler 100 eingeschraubt, was bei Bedarf einen einfachen
Austausch ermöglicht.
[0025] In Fig. 3a, b ist ein Zweikomponenten-Mischer 510 für zwei Farben und einen Härter
mit den Freigabeventilen 501, 503 für die Farben und einem Freigabeventil für den
Härter 505. Ebenfalls eingeschraubt sind die Zirkulationsventile 502, 504, die Reinigungsmittelventile
506, 507 sowie die Luftventile 508, 509. Im Inneren des Zweikomponenten-Mischers 510
verlaufen die Farbleitung 81 und die Härterleitung 80. Die Ventile sind dabei ebenfalls
als Nadelventile ausgeführt.
[0026] In Fig. 4 ist ein Medienplan für eine Fluidversorgungsvorrichtung mit zwei Farben
und einem Farbwechsler 500, der auf einem Roboter oder Lackierautomaten montiert ist,
schematisch dargestellt. Dabei ist das Modul 1 baugleich zu der unter Fig. 1 beschriebenen
Vorrichtung. Somit enthält das Modul 1 ebenfalls einen Farbwechsler 100, einen Druckregler
200, eine Dosierpumpe 300 und einen zweiten Farbwechsler 400. Die vom zweiten Farbwechsler
400 wegführenden Leitungen 52, 62 werden in diesem Ausführungsbeispiel durch die in
dem Farbwechsler 500 des zweiten Moduls 2 angeordneten Freigabeventile 501, 503 geschleift.
Die Farben können dann über Zirkulationsventile 502, 504 und daran angeschlossene
Rücklaufleitungen 53, 63 wieder den entsprechenden zeichnerisch nicht dargestellten
Farbreservoiren zugeführt werden.
[0027] Im Farbwechsler 500 des zweiten Moduls 2 sind die Freigabeventile 501, 503, wie ebenfalls
der Fig. 4 zu entnehmen ist, über eine kurze Leitung 83 mit einem Zerstäuber 77 verbunden.
[0028] Gemäß der Fig. 4 sind im Farbwechsler 500 außerdem jeweils ein Spülluftventil 508
und ein Reinigungsmittelventil 506 eingebaut, die über die Zuleitungen 73, 74 entsprechend
mit Luft und Reinigungsmittel versorgt werden. Alle Ventile in diesem in der Fig.
4 dargestellten Ausführungsbeispiel werden ebenfalls pneumatisch über Steuerleitungen
78 an- und/oder abgesteuert.
[0029] Im Folgenden wird die Fluidversorgung einer erfindungsgemäßen Spritzanlage 40 mit
einem Zweikomponenten-Mischer 510, der auf einem Roboter oder Lackierautomaten montiert
ist, beschrieben. Dazu erfolgt unter Verwendung der Anlage gemäß Fig. 1 eine Zirkulation
der zwei Farben, indem diese aus zeichnerisch nicht dargestellten Reservoirs über
die Vorlaufleitungen 50, 60 durch die geschlossenen Farbventile 103, 104 durchgeschleift
und durch die offenen Zirkulationsventile 105, 106 in die Leitungen 51, 61 gedrückt
werden. Aus diesen Leitungen werden die Farben dann durch die geschlossenen Farbventile
401, 402 durchgeschleift und über die Leitungen 52, 62 auch durch die geschlossenen
Farbventile 501, 503 geschleift. Durch den Rücklauf der Farben über die offenen Zirkulationsventile
502, 504 und die Leitungen 53, 63 wird die Zirkulation der Farben durch das System
vervollständigt. In einer nächsten Schaltmöglichkeit der Ventile erfolgt ein Vorlegen
einer Farbe. Dazu wird beispielsweise eine Farbe 1 über die Leitung 50, durch das
jetzt geöffnete Farbventil 103, durch die Leitungen 82 und 55a, über die Dosierpumpe
300, durch die Leitung 55b durch das offene Ablassventil 403 in eine Ablassleitung
56 gedrückt, wobei die Zirkulationsventile 106, 502 für die Farbe 1 geschlossen sind.
Somit ist die Zirkulation der Farbe 1 über den zweiten Farbwechsler 400 zum Zweikomponentenmischer
510 unterbrochen. Während des Vorlegens der Farbe ist das Bypassventil 302 an der
Dosierpumpe 300 geöffnet, so dass die Farbe schnell bis in die Ablassleitung 56 geführt
werden kann und in ihrem Fluss nicht durch den Durchlass der Dosierpumpe 300 limitiert
wird. Wenn die Strecke zwischen dem Farbventil 103 bis zur Ablassleitung 56 komplett
mit Farbe 1 bestückt ist, wird das Ablassventil 403 geschlossen. Anschließend können
das Farbventil 401 und das Farbventil 501 gleichzeitig geöffnet werden und das Bypassventil
302 geschlossen werden. Jetzt wird die Farbe 1 über die Dosierpumpe 300 in den Mischer
76 dosiert, so dass die Farbe aus dem Zerstäuber 77 austritt. Das Laden der Farbe
erfolgt dabei sehr schnell, da lediglich die Strecke zwischen der Dosierpumpe 300
und der Pistole des Zerstäubers 77 angedrückt werden muss. Beim Wechseln der Farbe
werden die Farbventile 103, 501 geschlossen und die Zirkulationsventile 106, 502 geöffnet,
so dass sich die Farbe 1 wieder im Zirkulationsmodus befindet. Zum Reinigen wird lediglich
abwechselnd Luft und ein Lösungsmittel vom ersten Farbwechsler 100 über den Druckregler
200 und durch die Dosierpumpe 300 aus dem Ablassventil 403 gespült. Da diese Strecke
sehr kurz ist, kann das Reinigen in kürzester Zeit und mit geringem Lösungsmittelverbrauch
durchgeführt werden. Gleichzeitig wird die Strecke vom Zweikomponenten-Mischer 510
bis zum Zerstäuber 77 gereinigt. Da auch diese Strecke sehr kurz gestaltet ist, kann
das Reinigen auch hier in kürzester Zeit und mit geringem Lösungsmittelverbrauch durchgeführt
werden.
[0030] Eine Fluidversorgungsvorrichtung gemäß der in Fig. 4 dargestellten Spritzanlage 40
mit einem Farbwechsler 500, der auf einem Roboter oder Lackierautomaten montiert ist,
wird in analoger Weise zu der in Fig. 1 dargestellten Anlage betrieben.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- erstes Modul
- 2
- zweites Modul
- 40
- Farbspritzanlage
- 50
- Leitung Farbe oder Lack 1, Vorlauf
- 51
- Leitung Farbe oder Lack 1, Zirkulation
- 52
- Leitung Farbe oder Lack 1, zum dritten Farbwechsler oder Zweikompo- nenten-Mischer
- 53
- Leitung Farbe oder Lack 1, Rücklauf
- 55a
- Druckreglerleitung, vor der Dosierpumpe
- 55b
- Druckreglerleitung, nach der Dosierpumpe
- 56
- Ablassleitung
- 60
- Leitung Farbe oder Lack 2, Vorlauf
- 61
- Leitung Farbe oder Lack 2, Zirkulation
- 62
- Leitung Farbe oder Lack 2, zum dritten Farbwechster oder Zweikompo- nenten-Mischer
- 63
- Leitung Farbe oder Lack 2, Rücklauf
- 70
- Zuleitung, Pulsluft
- 71
- Zuleitung, Reinigungsmittel
- 73
- Zuleitung an Roboter oder Lackierautomat, Luft
- 74
- Zuleitung an Roboter oder Lackierautomat, Reinigungsmittel
- 75
- Zuleitung, Härter
- 76
- Mischerelement
- 77
- Sprühvorrichtung oder Zerstäuber
- 78
- Steuerleitungen
- 79
- Reinigungsmittelleitung, Dosierpumpe
- 80
- Härterleitung, im Zweikomponenten-Mischer
- 81
- Farbleitung, im Zweikomponenten-Mischer
- 82
- Farbleitung, im ersten Farbwechsler
- 83
- Farbleitung, im dritten Farbwechsler
- 100
- erster Farbwechsler
- 101
- Reinigungsmittelventil
- 102
- Luftventil
- 103
- Farbventil, Farbe oder Lack 1
- 104
- Farbventil, Farbe oder Lack 2
- 105
- Zirkulationsventil , Farbe oder Lack 2
- 106
- Zirkulationsventil , Farbe oder Lack 1
- 200
- Druckregler
- 300
- Dosierpumpe oder Zahnraddosierpumpe, spülbar
- 301
- Spülventil für Dosierpumpe
- 302
- Bypassventil für Dosierpumpe
- 400
- zweiter Farbwechsler
- 401
- Freigabeventil, Farbe oder Lack 1
- 402
- Freigabeventil, Farbe oder Lack 2
- 403
- Ablassventil
- 500
- dritter Farbwechsler
- 501
- Freigabeventil, Farbe oder Lack 1
- 502
- Zirkulationsventil , Farbe oder Lack 1
- 503
- Freigabeventil, Farbe oder Lack 2
- 504
- Zirkulationsventil , Farbe oder Lack 2
- 505
- Freigabeventil, Härter
- 506
- Reinigungsmittelventil
- 507
- Reinigungsmittelventil
- 508
- Spülluftventil
- 509
- Spülluftventil
- 510
- Zweikomponenten-Mischer
1. Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage, umfassend
ein erstes Modul (1) mit
- mindestens zwei voneinander unabhängigen Vorlaufleitungen (50, 60) für Farben oder
Lacke, die mit einem ersten Farbwechsler (100) mit darin angeordneten Farbventilen
(103, 104) und Zirkulationsventilen (105, 106) verbunden sind,
- mindestens zwei voneinander unabhängigen Leitungen (51, 61) zur Zirkulation der
Farben oder Lacke,
- wobei die Farbventile (103, 104) des ersten Farbwechslers (100) über eine gemeinsame
Leitung (82) zum einen mit einem Reinigungsmittelventil (101) und einem Luftventil
(102) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die zwei Leitungen (51, 61) den ersten Farbwechsler (100) mit einem zweiten Farbwechsler
(400) mit darin angeordneten Freigabeventilen (401, 402) verbinden,
- die Farbventile (103, 104) des ersten Farbwechslers (100) zum anderen über eine
gemeinsame Druckreglerleitung (55a, 55b) über einen darin angeordneten Druckregler
(200) und eine Dosierpumpe (300) mit den Freigabeventilen (401, 402), einem Ablassventil
(403) sowie einer Ablassleitung (56) des zweiten Farbwechslers (400) verbunden sind
und
- die Vorrichtung zusätzlich ein zweites Modul (2) aufweist, bestehend aus mindestens
zwei voneinander unabhängigen Leitungen (52, 62) zur Zufuhr der Farben oder Lacke
vom zweiten Farbwechsler (400) zu einem dritten Farbwechsler (500) und/oder einem
Zweikomponenten-Mischer (510), wobei der dritte Farbwechsler (500) und/oder der Zweikomponenten-Mischer
(510) Freigabeventile (501, 503) und Rücklaufleitungen (53, 63) aufweist sowie unmittelbar
in der Nähe von einer Sprühvorrichtung (77) angeordnet ist.
2. Fluidversorgungsvorrichtung nach Anspruch 1 für eine Farb- oder Lackspritzanlage (40).
3. Fluidversorgungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zweikomponenten-Mischer (510) ein Härterventil (505) eingebaut oder eingeschraubt
ist, das mit einer Zuführleitung (75) für einen Härter verbunden ist.
4. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationsventile in die Farbwechsler eingebaut oder eingeschraubt sind.
5. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationsventile und/oder Farbventile Nadelventile sind.
6. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (300) eine spülbare Zahnraddosierpumpe ist.
7. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationsventile und die Farbventile über Steuerleitungen (78) ansteuerbar
sind.
8. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zirkulationsventile und die Farbventile über Steuerleitung (78) pneumatisch ansteuerbar
sind.
9. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Modul (1) außerhalb einer Kabine oder an einer Kabinenwand montiert ist.
10. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Modul (2) an einem Roboter oder Lackierautomaten montiert ist.
11. Fluidversorgungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (300) über ein separates Spülventil (301) mit einer Reinigungsmittelleitung
(79) verbunden ist.
12. Verfahren zum Betrieb der Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage gemäß
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass Farben oder Lacke
- in dem ersten Modul (1) über mindestens zwei voneinander unabhängige Vorlaufleitungen
(50, 60) für Farben oder Lacke in den ersten Farbwechsler (100) mit darin angeordneten
Farbventilen (103, 104) und Zirkulationsventilen (105, 106) eingeleitet werden,
- über mindestens zwei voneinander unabhängige Leitungen (51, 61) zur Zirkulation
der Farben oder Lacke von dem ersten Farbwechsler zu dem zweiten Farbwechsler (400)
mit darin angeordneten Freigabeventilen (401, 402) zugeführt werden oder über die
gemeinsame Leitung (55a, 55b) vom ersten Farbwechsler (100) über den zweiten Farbwechsler
(400) über das Ablassventil (403) der Ablassteitung zugeführt werden,
- sowie über mindestens zwei voneinander unabhängige Leitungen (52, 62) zur Zufuhr
der Farben oder Lacke vom zweiten Farbwechsler (400) zu dem in dem zweiten Modul (2)
angeordneten dritten Farbwechsler (500) und/oder dem Zweikomponenten-Mischer (510)
zugeführt von diesem in einen Zerstäuber oder in die separaten Rücklaufleitungen (53,
63) geleitet werden,
- wobei im Reinigungsmodus Luft und/oder ein flüssiges Reinigungsmittel durch den
ersten Farbwechsler (100), durch die gemeinsame Leitung (55a, 55b) mit dem darin angeordneten
Druckregler (200) und der Dosierpumpe (300) über den zweiten Farbwechsler (400) durch
das Ablassventil (403) der Ablassleitung geleitet wird sowie Luft und/oder ein flüssiges
Reinigungsmittel durch den dritten Farbwechsler (500) und/oder den Zweikomponenten-Mischer
(510) und die Sprühvorrichtung (77) geleitet wird.
13. Verwendung der Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage nach Anspruch 1 zur
Beschichtung einer Oberfläche mit einem Lack.
14. Verwendung der Fluidversorgungsvorrichtung für eine Spritzanlage nach Anspruch 1 in
einer Lackbeschichtungsanlage.
1. A fluid supply device for a spraying system, comprising
a first module (1) with
- at least two feed lines (50, 60) for colours or lacquers, said lines being independent
of one another and connected to a first colour changer (100) with colour valves (103,
104) and circulation valves (105, 106) disposed therein,
- at least two lines (51, 61) for the circulation of the colours or lacquers, said
lines being independent of one another,
- wherein the colour valves (103, 104) of the first colour changer (100) are connected
via a common line (82) on the one hand to a cleaning agent valve (101) and an air
valve (102),
characterised in that
- the two lines (51, 61) connect the first colour changer (100) to a second colour
changer (400) with release valves (401, 402) disposed therein,
- the colour valves (103, 104) of the first colour changer (100) are connected on
the other hand via a common pressure regulator line (55a, 55b) by a pressure regulator
(200) disposed therein and a metering pump (300) to the release valves (401, 402),
a discharge valve (403) as well as a discharge line (56) of the second colour changer
(400) and
- the device further comprises a second module (2), comprising at least two lines
(52, 62) for feeding the colours or lacquers from the second colour changer (400)
to a third colour changer (500) and/or a two-component mixer (510), said lines being
independent of one another, wherein the third colour changer (500) and/or the two-component
mixer (510) comprises release valves (501, 503) and return lines (53, 63) and is disposed
in the immediate vicinity of a spraying system (77).
2. The fluid supply device according to claim 1 for a colour or lacquer spraying system
(40).
3. The fluid supply device according to claim 1, characterised in that a hardening agent valve (505) is fitted or screwed into the two-component mixer (510),
said hardening agent valve being connected to a supply line (75) for a hardening agent.
4. The fluid supply device according to claims 1 and 2, characterised in that the circulation valves are fitted or screwed into the colour changers.
5. The fluid supply device according to claims 1 to 3, characterised in that the circulation valves and/or colour valves are needle valves.
6. The fluid supply device according to claims 1 to 4, characterised in that the metering pump (300) is a rinseable gear metering pump.
7. The fluid supply device according to claims 1 to 5, characterised in that the circulation valves and the colour valves can be controlled via control lines
(78).
8. The fluid supply device according to claims 1 to 7, characterised in that the circulation valves and the colour valves can be controlled pneumatically via
control lines (78).
9. The fluid supply device according to claims 1 to 6, characterised in that the first module (1) is fitted outside a booth or to a booth wall.
10. The fluid supply device according to claims 1 to 7, characterised in that the second module (2) is fitted to a robot or automatic lacquering machine.
11. The fluid supply device according to claims 1 to 8, characterised in that the metering pump (300) is connected by a separate rinsing valve (301) to a cleaning
agent line (79).
12. A method for operating the fluid supply device for a spraying system according to
claim 1,
characterised in that colours or lacquers
- are introduced in the first module (1) via at least two feed lines (50, 60) for
colours or lacquers, said lines being independent of one another, into the first colour
changer (100) with colour valves (103, 104) and circulation valves (105, 106) disposed
therein,
- are fed via at least two lines (51, 61) for the circulation of the colours or lacquers,
said lines being independent of one another, from the first colour changer to the
second colour changer (400) with release valves (401, 402) disposed therein or are
fed via the common line (55a, 55b) from the first colour changer (100) via the second
colour changer (400) via the discharge valve (403) of the discharge line,
- and, fed via a least two lines (52, 62) for feeding the colours or lacquers, the
lines being independent of one another, from the second colour changer (400) to the
third colour changer (500) disposed in the second module (2) and/or to the two-component
mixer (510), are conveyed from the latter into an atomiser or into the separate return
lines (53, 63),
- wherein, in the cleaning mode, air and/or a fluid cleaning agent is conveyed through
the first colour changer (100), through the common line (55a, 55b) with the pressure
regulator (200) disposed therein and the metering pump (300) via the second colour
changer (400) through the discharge valve (403) of the discharge line and air and/or
a fluid cleaning agent is conveyed through the third colour changer (500) and/or the
two-component mixer (510) and the spraying device (77).
13. Use of the fluid supply device for a spraying system according to claim 1 for the
coating of a surface with a lacquer.
14. Use of the fluid supply device for a spraying system according to claim 1 in a lacquer
coating system.
1. Dispositif d'alimentation en fluide pour une installation de pulvérisation, comprenant
un premier module (1), avec
- au moins deux canalisations montantes (50, 60) indépendantes l'une de l'autre, pour
des peintures ou des laques, qui sont reliées avec un premier changeur de teinte (100)
avec des soupapes à peinture (103, 104) disposées dans ce dernier et avec des soupapes
de circulation (105, 106),
- au moins deux canalisations (51, 61) indépendantes l'une de l'autre, pour la circulation
des peintures ou des laques,
- les soupapes à peinture (103, 104) du premier changeur de teinte (100) étant reliées
par l'intermédiaire d'une canalisation commune (82), d'une part avec une soupape à
produit de nettoyage (101) et d'autre part avec une soupape à air (102),
caractérisé en ce que
- les deux canalisations (51, 61) relient le premier changeur de teinte (100) avec
un deuxième changeur de teinte (400) avec des soupapes de libération (401, 402) disposées
dans ce dernier,
- les soupapes à peinture (103, 104) du premier changeur de teinte (100) sont reliées
d'autre part par l'intermédiaire d'une canalisation commune de régulation de pression
(55a, 55b), par l'intermédiaire d'un régulateur de pression (200) disposé dans ces
dernières et par une pompe de dosage (300) avec les soupapes de libération (401, 402),
avec une soupape de vidange (403), ainsi qu'avec une canalisation de vidange (56)
du deuxième changeur de teinte (400) et
- en ce que le dispositif comporte en outre un deuxième module (2), consistant dans au moins
deux canalisations (52, 62) indépendantes l'une de l'autre, pour l'alimentation des
peintures ou des laques à partir du deuxième changeur de teinte (400) vers un troisième
changeur de teinte (500) et/ou vers une mélangeur de bi-composants (510), le troisième
changeur de teinte (500) et/ou le mélangeur de bi-composants (510) comportant des
soupapes de libération (501, 503) et des canalisations de retour (53, 63) et étant
disposé directement à proximité d'un dispositif de pulvérisation (77).
2. Dispositif d'alimentation en fluide selon la revendication 1 pour une installation
de pulvérisation de peinture ou de laque (40).
3. Dispositif d'alimentation en fluide selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le mélangeur bi-composants (510) est intégrée ou vissée une soupape de durcisseur
(505), qui est reliée à une conduite d'admission (75) d'un durcisseur.
4. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les soupapes de circulation sont intégrées ou vissées dans le changeur de teinte.
5. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les soupapes de circulation et/ou les soupapes de peinture sont des soupapes à pointeau.
6. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pompe de dosage (300) est une pompe à engrenages rinçable.
7. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les soupapes de circulation et les soupapes de peinture sont susceptibles d'être
actionnées par l'intermédiaire de conduites de commande (78).
8. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les soupapes de circulation et les soupapes de peinture sont susceptibles d'être
actionnées de façon pneumatique par l'intermédiaire d'une conduite de commande (78).
9. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le premier module (1) est monté à l'extérieur d'une cabine ou sur une paroi de cabine.
10. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le deuxième module (2) est monté sur un robot ou sur un automate de peinture.
11. Dispositif d'alimentation en fluide selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la pompe de dosage (300) est reliée par l'intermédiaire d'une soupape de rinçage
séparée (301) avec une canalisation de produit nettoyant (79).
12. Procédé pour le fonctionnement du dispositif d'alimentation en fluide pour une installation
de pulvérisation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les peintures et les laques
- sont introduites dans le premier module (1) par l'intermédiaire d'au moins deux
canalisations montantes (50, 60) pour des peintures et des laques dans le premier
changeur de teinte (100) avec des soupapes de peinture (103, 104) et des soupapes
de circulation (105, 106) disposées dans ce dernier,
- sont amenées par l'intermédiaire d'au moins deux canalisations indépendantes (51,
61) pour la circulation des peintures ou des encres du premier changeur de teinte
vers le deuxième changeur de teinte (400) avec des soupapes de libération (401, 402)
disposées dans ce dernier ou sont amenées par l'intermédiaire de la canalisation commune
(55a, 55b) du premier changeur de teinte (100), par l'intermédiaire du deuxième changeur
de teinte (400) par l'intermédiaire de la soupape de vidange (403) de la canalisation
de vidange,
- et sont amenées par l'intermédiaire d'au moins deux canalisations (52, 62) indépendantes
l'une de l'autre pour l'amenée des peintures ou des laques du deuxième changeur de
teinte (400) vers le troisième changeur de teinte (500) disposé dans le deuxième module
(2) et/ou par l'intermédiaire du mélangeur bi-composants (510) et sont dirigées à
partir de ce dernier dans un nébulisateur ou dans les canalisations de retours séparées
(53, 63),
- en mode nettoyage, de l'air et/ou un produit de nettoyage liquide étant dirigé à
travers le premier changeur de teinte (100), à travers la canalisation commune (55a,
55b) avec le régulateur de pression (200) disposé dans cette dernière et la pompe
de dosage (300), par l'intermédiaire du deuxième changeur de teinte (400) à travers
la soupape de vidange (403) de la canalisation de vidange et de l'air et/ou un produit
nettoyant liquide étant dirigé à travers le troisième changeur de teinte (500) et
ou le mélangeur bi-composants (510) et le dispositif de pulvérisation (77).
13. Utilisation du dispositif d'alimentation en fluide pour une installation de pulvérisation
selon la revendication 1 pour le revêtement d'une surface avec une laque.
14. Utilisation du dispositif d'alimentation en fluide pour une installation de pulvérisation
selon la revendication 1 pour une installation de revêtement par couches de laque.