[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Klassieren wasserabsorbierender
Polymerpartikel, wobei die Polymerpartikel mittels mindestens n Sieben in n Korngrößenfraktionen
aufgetrennt werden und n eine ganze Zahl größer 1 ist.
[0003] Wasserabsorbierende Polymere werden als wässrige Lösungen absorbierende Produkte
zur Herstellung von Windeln, Tampons, Damenbinden und anderen Hygieneartikeln, aber
auch als wasserzurückhaltende Mittel im landwirtschaftlichen Gartenbau verwendet.
[0004] Die Eigenschaften der wasserabsorbierenden Polymere können über den Vernetzungsgrad
eingestellt werden. Mit steigendem Vernetzungsgrad steigt die Gelfestigkeit und sinkt
die Zentrifugenretentionskapazität (CRC).
[0005] Zur Verbesserung der Anwendungseigenschaften, wie beispielsweise Flüssigkeitsweiterleitung
im gequollenen Gelbett (SFC) in der Windel und Absorption unter Druck (AUL), werden
wasserabsorbierende Polymerpartikel im allgemeinen nachvernetzt. Dadurch steigt nur
der Vernetzungsgrad der Partikeloberfläche, wodurch die Absorption unter Druck (AUL)
und die Zentrifugenretentionskapazität (CRC) zumindest teilweise entkoppelt werden
können. Diese Nachvernetzung kann in wässriger Gelphase durchgeführt werden. Vorzugsweise
werden aber getrocknete, gemahlene und abgesiebte Polymerpartikel (Grundpolymer) an
der Oberfläche mit einem Nachvernetzer beschichtet, thermisch nachvernetzt und getrocknet.
Dazu geeignete Vernetzer sind Verbindungen, die mindestens zwei Gruppen enthalten,
die mit den Carboxylatgruppen des hydrophilen Polymeren kovalente Bindungen bilden
können.
[0006] Die wasserabsorbierenden Polymere gelangen als pulverförmiges, körniges Produkt bevorzugt
im Hygienesektor zum Einsatz. Hier werden beispielsweise Teilchengrößen zwischen 200
und 850 µm eingesetzt und das partikuläre Polymermaterial wird bereits beim Herstellungsprozess
auf diese Korngrößen klassiert. Hierbei werden kontinuierlich arbeitende Siebmaschinen
mit zwei Sieben eingesetzt, wobei Siebe mit den Maschenweiten von 200 und 850 µm verwendet
werden. Partikel mit einer Korngröße von bis zu 200 µm fallen dabei durch beide Siebe
und werden am Boden der Siebmaschine als Unterkorn gesammelt. Partikel mit einer Korngröße
von größer 850 µm verbleiben als Überkorn auf dem obersten Sieb und werden ausgeschleust.
Die Produktfraktion mit einer Korngröße von größer 200 bis 850 µm wird als Mittelkorn
zwischen den beiden Sieben der Siebmaschine entnommen. Abhängig von der Siebgüte enthält
dabei jede Korngrößenfraktion noch einen Anteil an Partikeln mit der falschen Korngröße
als sogenannten Fehlaustrag. So kann beispielsweise die Überkornfraktion noch einen
Anteil an Partikeln mit einer Korngröße von 850 µm oder weniger enthalten.
[0007] Ausgeschleustes Unter- und Überkorn wird üblicherweise in die Herstellung zurückgeführt.
Das Unterkorn kann beispielsweise der Polymerisation zugesetzt werden. Das Überkorn
wird üblicherweise zerkleinert, was zwangsläufig auch zu einem Zwangsanfall von weiterem
Unterkorn führt.
[0008] Bei den herkömmlichen Klassiervorgängen treten unterschiedliche Probleme auf, wenn
teilchenförmige Polymere klassiert werden. Häufigstes Problem ist die Verstopfung
der Sieboberfläche sowie die Verschlechterung der Klassifizierungseffizienz und der
Klassierfähigkeit. Ein weiteres Problem ist die Verbackungsneigung des Produkts, die
vor, nach und während der Siebung zu unerwünschte Agglomeraten führt. Der Verfahrensschritt
der Siebung kann daher nicht frei von Störungen, oft begleitet von ungewollten Stillständen
bei der Polymerherstellung, durchgeführt werden. Besonders problematisch erweisen
sich derartige Störungen im kontinuierlichen Herstellungsverfahren. Insgesamt resultiert
daraus jedoch eine unzureichende Trennschärfe bei der Siebung. Diese Problematik ist
vor allem bei der Klassierung von nachvemetztem Produkt zu beobachten.
[0009] Eine höhere Siebgüte wird üblicherweise dadurch erzielt, indem man dem Produkt Substanzen
zusetzt, die dazu dienen, die Rieselfähigkeit und/oder die mechanische Stabilität
des Polymerpulvers zu erhöhen. In aller Regel wird ein rieselfähiges Produkt erreicht,
wenn man dem Polymerpulver, meist nach der Trocknung und/oder im Rahmen der Nachvernetzung
Hilfsstoffe, beispielsweise Tenside, zusetzt, die ein gegenseitiges Verkleben der
einzelnen Partikel verhindern. In anderen Fällen versucht man durch verfahrenstechnische
Maßnahmen Einfluss auf die Verbackungstendenzen zu nehmen.
[0010] Um ohne weitere Produktzusätze höhere Trennschärfen zu erreichen, wurden Verbesserungen
durch alternative Siebanlagen vorgeschlagen. So werden höhere Trennschärfen erreicht,
wenn Sieböffnungsflächen spiralförmig angetrieben werden. Dies ist beispielsweise
der Fall bei Taumelsiebmaschinen. Wird jedoch der Durchsatz derartiger Siebvorrichtungen
erhöht, so werden obige Probleme verstärkt, und es wird immer weniger möglich, das
hohe Klassiervermögen aufrechtzuerhalten.
[0011] Auch der Zusatz von Siebhilfen, wie Siebbälle, PVC-Reibringe, Teflon-Reibringe oder
Gummiwürfel, auf die Sieboberfläche, hilft nur unwesentlich die Trennschärfe zu steigern.
Besonders bei amorphem Polymermaterial, wie wasserabsorbierenden Polymerpartikeln,
kann es dadurch zu verstärktem Abrieb kommen.
[0013] EP 855 232 A2 beschreibt ein Klassierverfahren für wasserabsorbierende Polymere. Durch Verwendung
beheizter oder thermisch isolierter Siebe werden insbesondere bei kleinen Korngrößen
Agglomerate unterhalb des Siebes vermieden.
[0014] DE 10 2005 001 789 A1 beschreibt ein Klassierverfahren, das bei vermindertem Druck durchgeführt wird.
[0015] JP 2003/320308 A beschreibt ein Verfahren, bei dem Agglomerate vermieden werden, indem die Siebunterseite
mit warmer Luft angeströmt wird.
[0016] WO 92/18171 A1 beschreibt den Zusatz anorganischer Pulver als Siebhilfsmittel.
[0017] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Bereitstellung eines verbesserten Klassierverfahrens
zur Herstellung wasserabsorbierender Polymerpartikel.
[0018] Gelöst wurde die Aufgabe durch ein Verfahren zum Klassieren wasserabsorbierender
Polymerpartikel, wobei die Polymerpartikel in n Korngrößenfraktionen aufgetrennt werden
und n eine ganze Zahl größer 1 ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens n Siebe
verwendet werden, die Maschenweiten der n Siebe in Produktstromrichtung abnehmen mindestens
zwei in Produktstromrichtung hintereinander anfallende Siebfraktionen zu einer Korngrößenfraktion
vereinigt werden, wobei sich die Maschenweiten der Siebe, auf denen diese Siebfraktionen
anfallen, um jeweils mindestens 50 µm unterscheiden, die Korngrößenfraktionen in der
Folge (1,2,1), (2,2,1), (1,3,1), (3,2,1), (2,3,1) oder (3,3,1) zusammengefasst werden,
wobei die Anzahl der Zahlen in einer Klammer für die Anzahl der Korngrößenfraktionen
steht, die Korngrößenfraktionen in Produktstromfolge in den Klammern von links nach
rechts angeordnet sind und die Zahlenwerte selber für die Anzahl aufeinanderfolgender
Siebfraktionen stehen, die zu der jeweiligen Korngrößenfraktion zusammengefasst werden,
und der stündliche Durchsatz an wasserabsorbierenden Polymerpartikeln beim Klassieren
mindestens 100 kg pro m
2 Siebfläche beträgt.
[0019] Durch ein Sieb wird ein partikuläres Material in zwei Siebfraktionen aufgetrennt,
die Partikel, die auf dem Sieb verbleiben, und die Partikel, die durch die Maschen
des Siebes hindurchtreten. Durch Verwendung weiterer Siebe kann jede Siebfraktion
in weitere zwei Siebfraktionen aufgetrennt werden. Bei Verwendung von n Sieben werden
also (n+1) Siebfraktionen erhalten, wobei jede Siebfraktion separat als Korngrößenfraktion
weiterverarbeitet werden kann. Wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist
dagegen, dass mindestens zwei dieser Siebfraktionen zu einer Korngrößenfraktion vereinigt
und gemeinsam weiterverarbeitet werden. Gegenüber den bisher üblichen Verfahren zur
Klassierung wasserabsorbierender Polymerpartikel verwendet das erfindungsgemäße Verfahren
also mindestens ein Sieb mehr.
[0020] Durch die Verwendung des mindestens einen zusätzlichen Siebes werden wasserabsorbierende
Polymerpartikel mit verbesserter Absorption unter Druck (AUL) und verbesserter Flüssigkeitsweiterleitung
im gequollenen Gelbett (SFC) erhalten.
[0021] Die Anzahl der Korngrößenfraktionen beträgt vorzugsweise mindestens 3. Die Anzahl
der verwendeten Siebe beträgt vorzugsweise mindestens (n+1).
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden mindestens
zwei in Produktstromrichtung hintereinander anfallende Siebfraktionen zu einer Korngrößenfraktion
vereinigt, wobei sich die Maschenweiten der Siebe, auf denen diese Siebfraktionen
anfallen vorzugsweise um jeweils mindestens 100 µm, bevorzugt um jeweils mindestens
150 µm, besonders bevorzugt um jeweils mindestens 200 µm, ganz besonders bevorzugt
um jeweils mindestens 250 µm, unterscheiden.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden die
in Produktstromrichtung zuerst anfallenden mindestens zwei Siebfraktionen zu einer
Korngrößenfraktion vereinigt, wobei sich die Maschenweiten der Siebe, auf denen diese
Siebfraktionen anfallen vorzugsweise um jeweils mindestens 500 µm, bevorzugt um jeweils
mindestens 1.000 µm, besonders bevorzugt um jeweils mindestens 1.500 µm, ganz besonders
bevorzugt um jeweils mindestens 2.000 µm, unterscheiden.
[0024] Die wasserabsorbierenden Polymerpartikel weisen während des Klassierens vorzugsweise
eine Temperatur von 40 bis 120°C, besonders bevorzugt von 45 bis 100 °C, ganz besonders
bevorzugt von 50 bis 80°C, auf.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird bei vermindertem
Druck klassiert. Der Druck beträgt dabei vorzugsweise 100 mbar weniger als der Umgebungsdruck.
[0026] Besonders vorteilhaft wird das erfindungsgemäße Klassierverfahren kontinuierlich
durchgeführt. Der Durchsatz an wasserabsorbierendem Polymer beträgt dabei mindestens
100 kg/m
2·h, vorzugsweise mindestens 150 kg/m
2·h, bevorzugt mindestens 200 kg/m
2·h, besonders bevorzugt mindestens 250 kg/m
2·h, ganz besonders bevorzugt mindestens 300 kg/m
2·h.
[0027] Die für das erfindungsgemäße Klassierverfahren geeigneten Siebvorrichtungen unterliegen
keiner Beschränkung, bevorzugt sind Plansiebverfahren, ganz besonders bevorzugt sind
Taumelsiebmaschinen. Die Siebvorrichtung wird zur Unterstützung der Klassierung typischerweise
gerüttelt. Dies geschieht vorzugsweise so, dass das zu klassierende Gut spiralförmig
über das Sieb geführt wird. Diese erzwungene Vibration hat typischerweise eine Amplitude
von 0,7 bis 40 mm, vorzugsweise von 1,5 bis 25 mm, und eine Frequenz von 1 bis 100
Hz, vorzugsweise von 5 bis 10 Hz.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mindestens eine
Siebmaschine mit n Sieben verwendet. Dabei ist es vorteilhaft, wenn mehrere Siebmaschinen
parallel betrieben werden.
[0029] Vorzugsweise wird das wasserabsorbierende Harz während des Klassierens mit einem
Gasstrom, besonders bevorzugt Luft, überströmt. Die Gasmenge beträgt typischerweise
von 0,1 bis 10 m
3/h pro m
2 Siebfläche, vorzugsweise von 0,5 bis 5 m
3/h pro m
2 Siebfläche, besonders bevorzugt von 1 bis 3 m
3/h pro m
2 Siebfläche, wobei das Gasvolumen unter Standardbedingungen gemessen wird (25 °C und
1 bar). Besonders bevorzugt wird der Gasstrom vor dem Eintritt in die Siebvorrichtung
angewärmt, typischerweise auf eine Temperatur von 40 bis 120°C, vorzugsweise auf eine
Temperatur von 50 bis 110 °C, bevorzugt auf eine Temperatur von 60 bis 100°C, besonders
bevorzugt auf eine Temperatur von 65 bis 90 °C, ganz besonders bevorzugt auf eine
Temperatur von 70 bis 80 °C. Der Wassergehalt des Gasstroms beträgt typischerweise
weniger 5 g/kg, vorzugsweise weniger als 4,5 g/kg, bevorzugt weniger als 4 g/kg, besonders
bevorzugt weniger als 3,5 g/kg, ganz besonders bevorzugt weniger als 3 g/kg. Ein Gasstrom
mit geringem Wassergehalt kann beispielsweise erzeugt werden, indem aus einem Gasstrom
mit höherem Wassergehalt eine entsprechende Wassermenge durch Abkühlung auskondensiert
wird.
[0030] Die Siebmaschinen werden üblicherweise elektrisch geerdet.
[0031] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden wasserabsorbierenden Polymerpartikel
können durch Polymerisation von Monomerlösungen, enthaltend mindestens ein ethylenisch
ungesättigtes Monomer a), wahlweise mindestens einen Vernetzer b), mindestens einen
Initiator c) und Wasser d), hergestellt werden.
[0032] Die Monomeren a) sind vorzugsweise wasserlöslich, d.h. die Löslichkeit in Wasser
bei 23°C beträgt typischerweise mindestens 1 g/100 g Wasser, vorzugsweise mindestens
5 g/100 g Wasser, besonders bevorzugt mindestens 25 g/100 g Wasser, ganz besonders
bevorzugt mindestens 50 g/100 g Wasser, und haben vorzugsweise mindestens je eine
Säuregruppe.
[0033] Geeignete Monomere a) sind beispielsweise ethylenisch ungesättigte Carbonsäuren,
wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und Itaconsäure. Besonders
bevorzugte Monomere sind Acrylsäure und Methacrylsäure. Ganz besonders bevorzugt ist
Acrylsäure.
[0034] Die bevorzugten Monomere a) haben mindestens eine Säuregruppe, wobei die Säuregruppen
vorzugsweise zumindest teilweise neutralisiert sind.
[0035] Der Anteil an Acrylsäure und/oder deren Salzen an der Gesamtmenge der Monomeren a)
beträgt vorzugsweise mindestens 50 mol-%, besonders bevorzugt mindestens 90 mol-%,
ganz besonders bevorzugt mindestens 95 mol-%.
[0036] Die Monomere a), insbesondere Acrylsäure, enthalten vorzugsweise bis zu 0,025 Gew.-%
eines Hydrochinonhalbethers. Bevorzugte Hydrochinonhalbether sind Hydrochinonmonomethylether
(MEHQ) und/oder Tocopherole.
[0037] Unter Tocopherol werden Verbindungen der folgenden Formel verstanden

wobei R
1 Wasserstoff oder Methyl, R
2 Wasserstoff oder Methyl, R
3 Wasserstoff oder Methyl und R
4 Wasserstoff oder ein Säurerest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeutet.
[0038] Bevorzugte Reste für R
4 sind Acetyl, Ascorbyl, Succinyl, Nicotinyl und andere physiologisch verträgliche
Carbonsäuren. Die Carbonsäuren können Mono-, Di- oder Tricarbonsäuren sein.
[0039] Bevorzugt ist alpha-Tocopherol mit R
1 = R
2 = R
3 = Methyl, insbesondere racemisches alpha-Tocopherol. R
1 ist besonders bevorzugt Wasserstoff oder Acetyl. Insbesondere bevorzugt ist RRR-alpha-Tocopherol.
[0040] Die Monomerlösung enthält bevorzugt höchstens 130 Gew.-ppm, besonders bevorzugt höchstens
70 Gew.-ppm, bevorzugt mindesten 10 Gew.-ppm, besonders bevorzugt mindesten 30 Gew.-ppm,
insbesondere um 50 Gew.-ppm, Hydrochinonhalbether, jeweils bezogen auf Acrylsäure,
wobei Acrylsäuresalze als Acrylsäure mit berücksichtigt werden. Beispielsweise kann
zur Herstellung der Monomerlösung eine Acrylsäure mit einem entsprechenden Gehalt
an Hydrochinonhalbether verwendet werden.
[0041] Vernetzer b) sind Verbindungen mit mindestens zwei polymerisierbaren Gruppen, die
in das Polymernetzwerk radikalisch einpolymerisiert werden können. Geeignete Vernetzer
b) sind beispielsweise Ethylenglykoldimethacrylat, Diethylenglykoldiacrylat, Allylmethacrylat,
Trimethylolpropantriacrylat, Triallylamin, Tetraallyloxyethan, wie in
EP 530 438 A1 beschrieben, Di- und Triacrylate, wie in
EP 547 847 A1,
EP 559 476 A1,
EP 632 068 A1,
WO 93/21237 A1,
WO 2003/104299 A1,
WO 2003/104300 A1,
WO 2003/104301 A1 und
DE 103 31 450 A1 beschrieben, gemischte Acrylate, die neben Acrylatgruppen weitere ethylenisch ungesättigte
Gruppen enthalten, wie in
DE 103 31 456 A1 und
DE 103 55 401 A1 beschrieben, oder Vernetzermischungen, wie beispielsweise in
DE 195 43 368 A1,
DE 196 46 484 A1,
WO 90/15830 A1 und
WO 2002/32962 A2 beschrieben.
[0042] Geeignete Vernetzer b) sind insbesondere N,N'-Methylenbisacrylamid und N,N'-Methylenbismethacrylamid,
Ester ungesättigter Mono- oder Polycarbonsäuren von Polyolen, wie Diacrylat oder Triacrylat,
beispielsweise Butandiol- oder Ethylenglykoldiacrylat bzw. -methacrylat sowie Trimethylolpropantriacrylat
und Allylverbindungen, wie Allyl(meth)acrylat, Triallylcyanurat, Maleinsäurediallylester,
Polyallylester, Tetraallyloxyethan, Triallylamin, Tetraallylethylendiamin, Allylester
der Phosphorsäure sowie Vinylphosphonsäurederivate, wie sie beispielsweise in
EP 343 427 A2 beschrieben sind. Weiterhin geeignete Vernetzer b) sind Pentaerythritoldi-, Pentaerythritoltri-
und Pentaerythritoltetraallylether, Polyethylenglykoldiallylether, Ethylenglykoldiallylether,
Glyzerindi- und Glyzerintriallylether, Polyallylether auf Basis Sorbitol, sowie ethoxylierte
Varianten davon. Im erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbar sind Di(meth)acrylate von
Polyethylenglykolen, wobei das eingesetzte Polyethylenglykol ein Molekulargewicht
zwischen 100 und 1000 aufweist.
[0043] Besonders vorteilhafte Vernetzer b) sind jedoch Di- und Triacrylate des 3- bis 20-fach
ethoxylierten Glyzerins, des 3- bis 20-fach ethoxylierten Trimethylolpropans, des
3- bis 20-fach ethoxylierten Trimethylolethans, insbesondere Di- und Triacrylate des
2- bis 6-fach ethoxylierten Glyzerins oder Trimethylolpropans, des 3-fach propoxylierten
Glyzerins oder Trimethylolpropans, sowie des 3-fach gemischt ethoxylierten oder propoxylierten
Glyzerins oder Trimethylolpropans, des 15-fach ethoxylierten Glyzerins oder Trimethylolpropans,
sowie des mindestens 40-fach ethoxylierten Glyzerins, Trimethylolethans oder Trimethylolpropans.
[0044] Ganz besonders bevorzugte Vernetzer b) sind die mit Acrylsäure oder Methacrylsäure
zu Di- oder Triacrylaten veresterten mehrfach ethoxylierten und/oder propoxylierten
Glyzerine, wie sie beispielsweise in
WO 2003/104301 A1 beschrieben sind. Besonders vorteilhaft sind Di- und/oder Triacrylate des 3- bis
10-fach ethoxylierten Glyzerins. Ganz besonders bevorzugt sind Di- oder Triacrylate
des 1- bis 5-fach ethoxylierten und/oder propoxylierten Glyzerins. Am meisten bevorzugt
sind die Triacrylate des 3-bis 5-fach ethoxylierten und/oder propoxylierten Glyzerins.
[0045] Die Menge an Vernetzer b) beträgt vorzugsweise 0,01 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,05 bis 2 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf
die Monomerlösung.
[0046] Als Initiatoren c) können sämtliche unter den Polymerisationsbedingungen radikalbildende
Verbindungen eingesetzt werden, beispielsweise Peroxide, Hydroperoxide, Wasserstoffperoxid,
Persulfate, Azoverbindungen und die sogenannten Redoxinitiatoren. Bevorzugt ist der
Einsatz von wasserlöslichen Initiatoren. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, Mischungen
verschiedener Initiatoren zu verwenden, beispielsweise Mischungen aus Wasserstoffperoxid
und Natrium- oder Kaliumperoxodisulfat. Mischungen aus Wasserstoffperoxid und Natriumperoxodisulfat
können in jedem beliebigen Verhältnis verwendet werden.
[0047] Besonders bevorzugte Initiatoren c) sind Azoinitiatoren, wie 2,2'-Azobis[2-(2-imidazolin-2-yl)propan]dihydrochlorid
und 2,2'-Azobis[2-(5-methyl-2-imidazolin-2-yl)propan]dihydrochlorid, und Photoinitiatoren,
wie 2-Hydroxy-2-methylpropiophenon und 1-[4-(2-Hydroxyethoxy)-phenyl]-2-hydroxy-2-methyl-1-propan-1-on,
Redoxinitiatoren, wie Natriumpersulfat/ Hydroxymethylsulfinsäure, Ammoniumperoxodisulfat/Hydroxymethylsulfinsäure,
Wasserstoffperoxid/Hydroxymethylsulfinsäure, Natriumpersulfat/Ascorbinsäure, Ammoniumperoxodisulfat/Ascorbinsäure
und Wasserstoffperoxid/Ascorbinsäure, Photoinitiatoren, wie 1-[4-(2-Hydroxyethoxy)-phenyl]-2-hydroxy-2-methyl-1-propan-1-on,
sowie deren Mischungen.
[0048] Die Initiatoren werden in üblichen Mengen eingesetzt, beispielsweise in Mengen von
0,001 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren a).
[0049] Die bevorzugten Polymerisationsinhibitoren benötigen für eine optimale Wirkung gelösten
Sauerstoff. Daher kann die Monomerlösung vor der Polymerisation durch Inertisierung,
d. h. Durchströmen mit einem inerten Gas, vorzugsweise Stickstoff, von gelöstem Sauerstoff
befreit werden. Vorzugsweise wird der Sauerstoffgehalt der Monomerlösung vor der Polymerisation
auf weniger als 1 Gew.-ppm, besonders bevorzugt auf weniger als 0,5 Gew.-ppm, gesenkt.
[0051] Geeignete Reaktoren sind Knetreaktoren oder Bandreaktoren. Im Kneter wird das bei
der Polymerisation einer wässrigen Monomerlösung entstehende Polymergel durch beispielsweise
gegenläufige Rührwellen kontinuierlich zerkleinert, wie in
WO 2001/38402 A1 beschrieben. Die Polymerisation auf dem Band wird beispielsweise in
DE 38 25 366 A1 und
US 6,241,928 beschrieben. Bei der Polymerisation in einem Bandreaktor entsteht ein Polymergel,
das in einem weiteren Verfahrensschritt zerkleinert werden muss, beispielsweise in
einem Fleischwolf, Extruder oder Kneter. Vorteilhaft wird das Hydrogel nach dem Verlassen
des Polymerisationsreaktors noch bei höherer Temperatur, vorzugsweise mindestens 50°C,
besonders bevorzugt mindestes 70 °C, ganz besonders bevorzugt mindestens 80 °C, sowie
vorzugsweise weniger als 100°C, gelagert, beispielsweise in isolierten Behältern.
Durch die Lagerung, üblicherweise 2 bis 12 Stunden, wird der Monomerumsatz weiter
erhöht.
[0052] Bei höheren Monomerumsätzen im Polymerisationsreaktor kann die Lagerung auch deutlich
verkürzt bzw. auf eine Lagerung verzichtet werden.
[0053] Die Säuregruppen der erhaltenen Hydrogele sind üblicherweise teilweise neutralisiert,
vorzugsweise zu 25 bis 95 mol-%, bevorzugt zu 50 bis 80 mol-%, besonders bevorzugt
zu 60 bis 75 mol-%, wobei die üblichen Neutralisationsmittel verwendet werden können,
vorzugsweise Alkalimetallhydroxide, Alkalimetalloxide, Alkalimetallcarbonate oder
Alkalimetallhydrogencarbonate sowie deren Mischungen. Statt Alkalimetallsalzen können
auch Ammoniumsalze verwendet werden. Natrium und Kalium sind als Alkalimetalle besonders
bevorzugt, ganz besonders bevorzugt sind jedoch Natriumhydroxid, Natriumcarbonat oder
Natriumhydrogencarbonat sowie deren Mischungen.
[0054] Die Neutralisation wird vorzugsweise auf der Stufe der Monomeren durchgeführt. Dies
geschieht üblicherweise durch Einmischung des Neutralisationsmittels als wässrige
Lösung, als Schmelze, oder bevorzugt auch als Feststoff. Beispielsweise kann Natriumhydroxid
mit einem Wasseranteil deutlich unter 50 Gew.-% als wachsartige Masse mit einem Schmelzpunkt
oberhalb 23 °C vorliegen. In diesem Fall ist eine Dosierung als Stückgut oder Schmelze
bei erhöhter Temperatur möglich.
[0055] Es ist aber auch möglich die Neutralisation nach der Polymerisation auf der Stufe
des Hydrogels durchzuführen. Weiterhin ist es möglich bis zu 40 mol-%, vorzugsweise
10 bis 30 mol-%, besonders bevorzugt 15 bis 25 mol-%, der Säuregruppen vor der Polymerisation
zu neutralisieren indem ein Teil des Neutralisationsmittels bereits der Monomerlösung
zugesetzt und der gewünschte Endneutralisationsgrad erst nach der Polymerisation auf
der Stufe des Hydrogels eingestellt wird. Wird das Hydrogel zumindest teilweise nach
der Polymerisation neutralisiert, so wird das Hydrogel vorzugsweise mechanisch zerkleinert,
beispielsweise mittels eines Fleischwolfes, wobei das Neutralisationsmittel aufgesprüht,
übergestreut oder aufgegossen und dann sorgfältig untergemischt werden kann. Dazu
kann die erhaltene Gelmasse noch mehrmals zur Homogenisierung gewolft werden.
[0056] Das Hydrogel wird dann vorzugsweise mit einem Bandtrockner getrocknet bis der Restfeuchtegehalt
vorzugsweise unter 15 Gew.-%, insbesondere unter 10 Gew.-% liegt, wobei der Wassergehalt
gemäß der von der EDANA (European Disposables and Nonwovens Association) empfohlenen
Testmethode Nr. 430.2-02 "Moisture content" bestimmt wird. Wahlweise kann zur Trocknung
aber auch ein Wirbelbetttrockner oder ein beheizter Pflugscharmischer verwendet werden.
Um besonders weiße Produkte zu erhalten, ist es vorteilhaft bei der Trocknung dieses
Gels einen schnellen Abtransport des verdampfenden Wassers sicherzustellen. Dazu ist
die Trocknertemperatur zu optimieren, die Luftzu- und -abführung muss kontrolliert
erfolgen, und es ist in jedem Fall auf ausreichende Belüftung zu achten. Die Trocknung
ist naturgemäß um so einfacher und das Produkt um so weißer, wenn der Feststoffgehalt
des Gels möglichst hoch ist. Bevorzugt liegt der Feststoffgehalt des Gels vor der
Trocknung daher zwischen 30 und 80 Gew.-%. Besonders vorteilhaft ist die Belüftung
des Trockners mit Stickstoff oder einem anderen nicht-oxidierenden Inertgas. Wahlweise
kann aber auch einfach nur der Partialdruck des Sauerstoffs während der Trocknung
abgesenkt werden, um oxidative Vergilbungsvorgänge zu verhindern.
[0057] Das getrocknete Hydrogel wird hiernach gemahlen und klassiert, wobei zur Mahlung
üblicherweise ein- oder mehrstufige Walzenstühle, bevorzugt zwei- oder dreistufige
Walzenstühle, Stiftmühlen, Hammermühlen oder Schwingmühlen eingesetzt werden können.
[0058] Die mittlere Partikelgröße der als Produktfraktion abgetrennten Polymerpartikel beträgt
vorzugsweise mindestens 200 µm, besonders bevorzugt von 250 bis 600 µm, ganz besonders
von 300 bis 500 µm. Die mittlere Partikelgröße der Produktfraktion kann mittels der
von der EDANA (European Disposables and Nonwovens Association) empfohlenen Testmethode
Nr. 420.2-02 "Partikel size distribution" ermittelt werden, wobei die Massenanteile
der Siebfraktionen kumuliert aufgetragen werden und die mittlere Partikelgröße graphisch
bestimmt wird. Die mittlere Partikelgröße ist hierbei der Wert der Maschenweite, der
sich für kumulierte 50 Gew.-% ergibt.
[0059] Die Polymerpartikel können zur weiteren Verbesserung der Eigenschaften nachvernetzt
werden. Geeignete Nachvernetzer sind Verbindungen, die Gruppen enthalten, die mit
den mindestens zwei Carboxylatgruppen des Hydrogels kovalente Bindungen bilden können.
Geeignete Verbindungen sind beispielsweise Alkoxysiliylverbindungen, Polyaziridine,
Polyamine, Polyamidoamine, Di- oder Polyepoxide, wie in
EP 83 022 A2,
EP 543 303 A1 und
EP 937 736 A2 beschrieben, di- oder polyfunktionelle Alkohole, wie in
DE 33 14 019 A1,
DE 35 23 617 A1 und
EP 450 922 A2 beschrieben, oder ß-Hydroxyalkylamide, wie in
DE 102 04 938 A1 und
US 6,239,230 beschrieben.
[0060] Des weiteren sind in
DE 40 20 780 C1 zyklische Karbonate, in
DE 198 07 502 A1 2-Oxazolidon und dessen Derivate, wie 2-Hydroxyethyl-2-oxazolidon, in
DE 198 07 992 C1 Bis- und Poly-2-oxazolidinone, in
DE 198 54 573 A1 2-Oxotetrahydro-1,3-oxazin und dessen Derivate, in
DE 198 54 574 A1 N-Acyl-2-Oxazolidone, in
DE 102 04 937 A1 zyklische Harnstoffe, in
DE 103 34 584 A1 bizyklische Amidacetale, in
EP 1 199 327 A2 Oxetane und zyklische Harnstoffe und in
WO 2003/31482 A1 Morpholin-2,3-dion und dessen Derivate als geeignete Nachvernetzer beschrieben.
[0061] Weiterhin können auch Nachvernetzer eingesetzt werden, die zusätzliche polymerisierbare
ethylenisch ungesättigte Gruppen enthalten, wie in
DE 37 13 601 A1 beschrieben
[0062] Die Menge an Nachvernetzer beträgt vorzugsweise 0,01 bis 1 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,05 bis 0,5 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,1 bis 0,2 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Polymer.
[0063] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden zusätzlich
zu den Nachvernetzern polyvalente Kationen auf die Partikeloberfläche aufgebracht.
[0064] Die im erfindungsgemäßen Verfahren einsetzbaren polyvalenten Kationen sind beispielsweise
zweiwertige Kationen, wie die Kationen von Zink, Magnesium, Kalzium und Strontium,
dreiwertige Kationen, wie die Kationen von Aluminium, Eisen, Chrom, Seltenerden und
Mangan, vierwertige Kationen, wie die Kationen von Titan und Zirkonium. Als Gegenion
sind Chlorid, Bromid, Sulfat, Hydrogensulfat, Carbonat, Hydrogencarbonat, Nitrat,
Phosphat, Hydrogenphosphat, Dihydrogenphosphat und Carboxylat, wie Acetat und Lactat,
möglich. Aluminiumsulfat ist bevorzugt. Außer Metallsalzen können auch Polyamine als
polyvalente Kationen eingesetzt werden.
[0065] Die Einsatzmenge an polyvalentem Kation beträgt beispielsweise 0,001 bis 0,5 Gew.-%,
vorzugsweise 0,005 bis 0,2 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,02 bis 0,1 Gew.-%. jeweils
bezogen auf das Polymer.
[0066] Die Nachvernetzung wird üblicherweise so durchgeführt, dass eine Lösung des Nachvernetzers
auf das Hydrogel oder die trockenen Polymerpartikel aufgesprüht wird. Im Anschluss
an das Aufsprühen wird thermisch getrocknet, wobei die Nachvernetzungsreaktion sowohl
vor als auch während der Trocknung stattfinden kann.
[0067] Das Aufsprühen einer Lösung des Vernetzers wird vorzugsweise in Mischern mit bewegten
Mischwerkzeugen, wie Schneckenmischer, Paddelmischer, Scheibenmischer, Pflugscharmischer
und Schaufelmischer, durchgeführt werden. Besonders bevorzugt sind Vertikalmischer,
ganz besonders bevorzugt sind Pflugscharmischer und Schaufelmischer. Geeignete Mischer
sind beispielsweise Lödige-Mischer, Bepex-Mischer, Nauta-Mischer, Processall-Mischer
und Schugi-Mischer.
[0068] Die thermische Trocknung wird vorzugsweise in Kontakttrocknern, besonders bevorzugt
Schaufeltrocknern, ganz besonders bevorzugt Scheibentrocknern, durchgeführt. Geeignete
Trockner sind beispielsweise Bepex-Trockner und Nara-Trockner. Überdies können auch
Wirbelschichttrockner eingesetzt werden.
[0069] Die Trocknung kann im Mischer selbst erfolgen, durch Beheizung des Mantels oder Einblasen
von Warmluft. Ebenso geeignet ist ein nachgeschalteter Trockner, wie beispielsweise
ein Hordentrockner, ein Drehrohrofen oder eine beheizbare Schnecke. Besonders vorteilhaft
wird in einem Wirbelschichttrockner gemischt und getrocknet.
[0070] Bevorzugte Trocknungstemperaturen liegen im Bereich 100 bis 250 °C, bevorzugt 120
bis 220 °C, und besonders bevorzugt 130 bis 210°C. Die bevorzugte Verweilzeit bei
dieser Temperatur im Reaktionsmischer oder Trockner beträgt vorzugsweise mindestens
10 Minuten, besonders bevorzugt mindestens 20 Minuten, ganz besonders bevorzugt mindestens
30 Minuten.
[0071] Anschließend kann das nachvernetzte Polymer erneut klassiert werden.
[0072] Der mittlere Durchmesser der als Produktfraktion abgetrennten Polymerpartikel beträgt
vorzugsweise mindestens 200 µm, besonders bevorzugt von 250 bis 600 µm, ganz besonders
von 300 bis 500 µm. 90% der Polymerpartikel weisen einen Durchmesser von vorzugsweise
100 bis 800 µm, besonders bevorzugt von 150 bis 700 µm, ganz besonders bevorzugt von
200 bis 600 µm, auf.
[0073] Die wasserabsorbierenden Polymerpartikel weisen eine Zentrifugenretentionskapazität
(CRC) von typischerweise mindestens 15 g/g, vorzugsweise mindestens 20 g/g, bevorzugt
mindestens 25 g/g, besonders bevorzugt mindestens 30 g/g, ganz besonders bevorzugt
mindestens 35 g/g, auf. Die Zentrifugenretentionskapazität (CRC) der wasserabsorbierenden
Polymerpartikel beträgt üblicherweise weniger als 60 g/g, wobei die Zentrifugenretentionskapazität
(CRC) gemäß der von der EDANA (European Disposables and Nonwovens Association) empfohlenen
Testmethode Nr. 441.2-02 "Centrifuge retention capacity" bestimmt wird.
[0074] Die wasserabsorbierenden Polymerpartikel werden mittels der nachfolgend beschriebenen
Testmethoden geprüft.
Methoden:
[0075] Die Messungen sollten, wenn nicht anders angegeben, bei einer Umgebungstemperatur
von 23 ± 2 °C und einer relativen Luftfeuchte von 50 ± 10 % durchgeführt werden. Die
wasserabsorbierenden Polymerpartikel werden vor der Messung gut durchmischt.
Permeabilität (SFC Saline Flow Conductivity)
[0076] Die Permeabilität einer gequollenen Gelschicht unter Druckbelastung von 0,3 psi (2070.
Pa) wird, wie in
EP-A-0 640 330 beschrieben, als Gel-Layer-Permeability einer gequollenen Gelschicht aus superabsorbierendem
Polymer bestimmt, wobei die in zuvor genannter Patentanmeldung auf Seite 19 und in
Figur 8 beschriebene Apparatur dahingehend modifiziert wurde, dass die Glasfritte
(40) nicht mehr verwendet wird, der Stempel (39) aus gleichem Kunststoffmaterial besteht
wie der Zylinder (37) und jetzt über die gesamte Auflagefläche gleichmäßig verteilt
21 gleichgroße Bohrungen enthält. Die Vorgehensweise sowie Auswertung der Messung
bleibt unverändert gegenüber
EP-A-0 640 330. Der Durchfluss wird automatisch erfasst.
[0077] Die Permeabilität (SFC) wird wie folgt berechnet:

wobei Fg(t=0) der Durchfluss an NaCl-Lösung in g/s ist, der anhand einer linearen
Regressionsanalyse der Daten Fg(t) der Durchflussbestimmungen durch Extrapolation
gegen t=0 erhalten wird, L0 die Dicke der Gelschicht in cm, d die Dichte der NaCl-Lösung
in g/cm
3, A die Fläche der Gelschicht in cm
2 und WP der hydrostatische Druck über der Gelschicht in dyn/cm
2 darstellt.
Beispiele
Herstellung der wasserabsorbierenden Polymerpartikel
[0078] Durch kontinuierliches Mischen von Wasser, 50 gew.-%iger Natronlauge und Acrylsäure
wurde eine 38,8 gew.-%ige Acrylsäure/Natriumacrylatlösung hergestellt, so dass der
Neutralisationsgrad 71,3 mol-% betrug. Der Feststoffgehalt der Monomerlösung betrug
38,8 Gew.-%. Die Monomerlösung wurde nach dem Mischen der Komponenten durch einen
Wärmetauscher kontinuierlich abgekühlt.
[0079] Als mehrfach ethylenisch ungesättigter Vernetzer wird Polyethylenglykol-400-diacrylat
(Diacrylat eines Polyethylenglykols mit einem mittleren Molgewicht von 400 g/mol)
verwendet. Die Einsatzmenge betrug 2 kg pro t Monomerlösung.
[0080] Zur Initiierung der radikalischen Polymerisation wurden folgende Komponenten eingesetzt:
Wasserstoffperoxid (1,03 kg (0,25 gew.-%ig) pro t Monomerlösung), Natriumperoxodisulfat
(3,10 kg (15 gew.-%ig) pro t Monomerlösung), sowie Ascorbinsäure (1,05 kg (1 gew.-%ig)
pro t Monomerlösung).
[0081] Der Durchsatz der Monomerlösung betrug 20 t/h.
[0082] Die einzelnen Komponenten werden kontinuierlich in einen List Contikneter mit 6.3m
3 Volumen (Fa. List, Arisdorf, Schweiz) in folgenden Mengen eindosiert:
| 20 t/h |
Monomerlösung |
| 40 kg/h |
Polyethylenglycol-400-diacrylat |
| 82,6 kg/h |
Wasserstoffperoxidlösung/Natriumperoxodisulfat-Lösung |
| 21 kg/h |
Ascorbinsäurelösung |
[0083] Zwischen den Zugabepunkten für Vernetzer und Initiatoren wurde die Monomerlösung
mit Stickstoff inertisiert.
[0084] Am Ende des Reaktors wurden zusätzlich 1.000 kg/h abgetrenntes Unterkorn mit einer
Partikelgröße kleiner 150 µm zudosiert.
[0085] Die Reaktionslösung hatte am Zulauf eine Temperatur von 23,5 °C. Der Reaktor wurde
mit einer Drehzahl der Wellen von 38rpm betrieben. Die Verweilzeit der Reaktionsmischung
im Reaktor betrug 15 Minuten.
[0086] Nach Polymerisation und Gelzerkleinerung wurde das wässrige Polymergel auf einen
Bandtrockner aufgegeben. Die Verweilzeit auf dem Trocknerband betrug ca. 37 Minuten.
[0087] Das getrocknete Hydrogel wurde gemahlen und gesiebt. Die Fraktion mit der Partikelgröße
150 bis 850 µm wurde nachvernetzt. Das abgetrennte Unterkorn (Unterkorn A) wurde zurückgeführt.
[0088] Die Nachvernetzerlösung wurde in einem Schugi-Mischer (Fa, Hosokawa-Micron B.V.,
Doetichem, NL) auf die Polymerpartikel aufgesprüht. Die Nachvernetzerlösung war eine
2,7 gew.-%ige Lösung von Ethylenglykoldiglycidylether in Propylenglykol/Wasser Gewichtsverhältnis
1:3).
[0089] Es wurden die folgenden Mengen dosiert:
| 7,5 t/h |
wasserabsorbierende Polymerpartikel (Grundpolymer) |
| 308,25 kg/h |
Nachvernetzerlösung |
[0090] Anschließend wurde 60 Minuten bei 150°C in einem NARA-Paddle-Dryer (Fa. GMF Gouda,
Waddinxveen, NL) getrocknet und nachvernetzt.
[0091] Die nachvernetzten Polymerpartikel wurden in einem NARA-Paddle-Dryer (Fa. GMF Gouda,
Waddinxveen, NL) auf 60°C abgekühlt (Mischung I).
[0092] Die abgekühlten Polymerpartikel wurden auf eine Partikelgröße von 150 bis 850 µm
abgesiebt. Das abgetrennte Unterkorn (Unterkorn B) wurde zurückgeführt.
Beispiele 1 bis 12
[0093] Es wurde eine homogene Mischung aus Mischung I und Unterkorn A im Gewichtsverhältnis
4:1 hergestellt (Mischung II).
[0094] Es wurde eine homogene Mischung aus Mischung I und Unterkorn B im Gewichtsverhältnis
4:1 hergestellt (Mischung III).
[0095] Jeweils 200 g jeder Mischung wurden 30 bzw. 60 Sekunden mittels einer Vibrationsiebmaschine
(AS 200 control; Retsch GmbH, Haan, DE) mit einem Siebturm mit 2 bzw. 3 Sieben aufgetrennt.
[0096] Variante A: Es wurden Siebe mit den Maschenweiten 850 µm und 150 µm (2 Siebe) eingesetzt.
Die Siebfraktion auf dem Sieb mit der Maschenweite 150 µm wurde als Produktfraktion
analysiert.
[0097] Variante B: Es wurden Siebe mit den Maschenweiten 850 µm, 500 µm und 150 µm (3 Siebe)
eingesetzt. Die Fraktionen auf den Sieben mit 500 µm und 150 µm wurden vereinigt,
homogenisiert und als Produktfraktion analysiert.
[0098] Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst:
Tab. 1: Siebversuche 1
| Beispiel |
Einsatz |
Dauer des Siebens |
Anzahl der Siebe |
SFC [10-7 · cm3s/g] |
| 1 |
Mischung I |
30 s |
3 |
42 |
| 2*) |
Mischung I |
30 s |
2 |
37 |
| 3 |
Mischung I |
60 s |
3 |
44 |
| 4*) |
Mischung I |
60 s |
2 |
34 |
| 5 |
Mischung II |
30 s |
3 |
26 |
| 6*) |
Mischung II |
30 s |
2 |
19 |
| 7 |
Mischung II |
60 s |
3 |
22 |
| 8*) |
Mischung II |
60 s |
2 |
21 |
| 9 |
Mischung III |
30 s |
3 |
33 |
| 10*) |
Mischung III |
30 s |
2 |
25 |
| 11 |
Mischung III |
60 s |
3 |
34 |
| 12*) |
Mischung III |
60 s |
2 |
33 |
| *) Vergleichsbeispiele |
Beispiele 13 bis 16
[0099] Es wurde eine homogene Mischung aus Mischung I und Unterkorn (Gemisch aus Unterkorn
A und Unterkorn B) im Gewichtsverhältnis 2:1 hergestellt (Mischung IV).
[0100] Jeweils 200 g jeder Mischung wurde 60 Sekunden mittels einer Vibrationssiebmaschine
(AS 200 control; Retsch GmbH, Haan, DE) mit einem Siebturm mit 2 bzw. 3 Sieben aufgetrennt.
[0101] Variante A: Es wurden Siebe mit den Maschenweiten 850 µm und 150 µm (2 Siebe) eingesetzt.
Die Siebfraktion auf dem Sieb mit der Maschenweite 150 µm wurde als Produktfraktion
analysiert.
[0102] Variante B: Es wurden Siebe mit den Maschenweiten 850 µm, x µm und 150 µm (3 Siebe)
eingesetzt, wobei das mittlere Sieb eine Maschenweite von 500 µm, 600 µm oder 710
µm aufwies. Die Fraktionen auf den Sieben mit x µm und 150 µm wurden vereinigt, homogenisiert
und als Produktfraktion analysiert.
[0103] Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengefasst:
Tab. 2: Siebversuche 2
| Beispiel |
Einsatz |
Anzahl der Siebe |
Maschenweite des mittleren Siebes |
SFC [10-7·cm3s/g] |
| 13 |
Mischung IV |
3 |
500 µm |
30 |
| 14 |
Mischung IV |
3 |
600 µm |
29 |
| 15 |
Mischung IV |
3 |
710 µm |
25 |
| 16*) |
Mischung IV |
2 |
entfällt |
25 |
| *) Vergleichsbeispiel |
1. Verfahren zum Klassieren wasserabsorbierender Polymerpartikel, wobei die Polymerpartikel
in n Korngrößenfraktionen aufgetrennt werden und n eine ganze Zahl größer 1 ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens n Siebe verwendet werden, die Maschenweiten der n Siebe in Produktstromrichtung
abnehmen, mindestens zwei in Produktstromrichtung hintereinander anfallende Siebfraktionen
zu einer Korngrößenfraktion vereinigt werden, wobei sich die Maschenweiten der Siebe,
auf denen diese Siebfraktionen anfallen, um jeweils mindestens 50 µm unterscheiden,
die Korngrößenfraktionen in der Folge (1,2,1), (2,2,1), (1,3,1), (3,2,1), (2,3,1)
oder (3,3,1) zusammengefasst werden, wobei die Anzahl der Zahlen in einer Klammer
für die Anzahl der Korngrößenfraktionen steht, die Korngrößenfraktionen in Produktstromfolge
in den Klammern von links nach rechts angeordnet sind und die Zahlenwerte selber für
die Anzahl aufeinanderfolgender Siebfraktionen stehen, die zu der jeweiligen Korngrößenfraktion
zusammengefasst werden, und der stündliche Durchsatz an wasserabsorbierenden Polymerpartikeln
beim Klassieren mindestens 100 kg pro m2 Siebfläche beträgt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass n größer 2 ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens (n+1) Siebe verwendet werden.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in Produktstromrichtung zuerst anfallenden mindestens zwei Siebfraktionen zu
einer Korngrößenfraktion vereinigt werden.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in Produktstromrichtung zuerst anfallenden mindestens zwei Siebfraktionen zu
einer Korngrößenfraktion vereinigt werden, wobei sich die Maschenweiten der Siebe,
auf denen diese Siebfraktionen anfallen, um jeweils mindestens 500 µm unterscheiden.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Siebmaschine mit n Sieben verwendet wird.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierenden Polymerpartikel während des Klassierens eine Temperatur
von mindestens 40 °C aufweisen.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei vermindertem Druck klassiert wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierenden Polymerpartikel während des Klassierens von einem Gasstrom
überströmt werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom eine Temperatur von 40 bis 120 °C aufweist.
11. Verfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasstrom einen Wasserdampfgehalt von weniger als 5 g/kg aufweist.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierenden Polymerpartikel durch Polymerisation einer wässrigen Monomerlösung
erhalten wurden.
13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierenden Polymerpartikel zu mindestens 50 mol-% zumindest teilweise
neutralisierter polymerisierter Acrylsäure enthalten.
14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabsorbierenden Polymerpartikel eine Zentrifugenretentionskapazität von
mindestens 15 g/g aufweisen.
1. A process for classifying water-absorbing polymer beads by separating the polymer
beads into n particle size fractions, where n is an integer greater than 1, wherein
at least n screens with decreasing mesh sizes of the n screens in product flow direction
are used, at least two screen fractions obtained in succession in product flow direction
are combined to give one particle size fraction, and the mesh sizes of the screens
on which these screen fractions occur differ in each case by at least 50 µm, the particle
size fractions are unified in the sequence (1,2,1), (2,2,1), (1,3,1), (3,2,1), (2,3,1)
or (3,3,1), where the number of figures in one set of brackets represents the number
of particle size fractions, the particle size fractions are arranged from left to
right in the brackets in product flow sequence, and the numerical values themselves
represent the number of successive screen fractions which are combined to give the
particular particle size fraction, and the throughput per hour of water-absorbing
polymer beads in the course of classification is at least 100 kg per m2 of screen area.
2. The process according to claim 1, wherein n is greater than 2.
3. The process according to claim 1 or 2, wherein at least (n+1) screens are used.
4. The process according to any of claims 1 to 3, wherein the at least two screen fractions
which occur first in product flow direction are combined to give one particle size
fraction.
5. The process according to any of claims 1 to 4, wherein the at least two screen fractions
which occur first in product flow direction are combined to give one particle size
fraction, and the mesh sizes of the screens on which these screen fractions are obtained
differ in each case by at least 500 µm.
6. The process according to any of claims 1 to 5, wherein at least one screening machine
with n screens is used.
7. The process according to any of claims 1 to 6, wherein the water-absorbing polymer
beads, during the classification, have a temperature of at least 40°C.
8. The process according to any of claims 1 to 7, wherein classification is effected
under reduced pressure.
9. The process according to any of claims 1 to 8, wherein a gas stream flows over the
the water-absorbing polymer beads during the classification.
10. The process according to claim 9, wherein the gas stream has a temperature of from
40 to 120°C.
11. The process according to claim 9 or 10, wherein the gas stream has a steam content
of less than 5 g/kg.
12. The process according to any of claims 1 to 11, wherein the water-absorbing polymer
beads have been obtained by polymerization of an aqueous monomer solution.
13. The process according to any of claims 1 to 12, wherein the water-absorbing polymer
beads comprise at least 50 mol% of at least partly neutralized polymerized acrylic
acid
14. The process according to any of claims 1 to 13, wherein the water-absorbing polymer
beads have a centrifuge retention capacity of at least 15 g/g.
1. Procédé de classification de particules polymères absorbant l'eau, les particules
polymères étant séparées en n fractions de tailles de particule et n étant un nombre
entier supérieur à 1, caractérisé en ce qu'au moins n tamis sont utilisés, les largeurs de maille des n tamis diminuent dans
la direction d'écoulement du produit, au moins deux fractions tamisées se formant
l'une après l'autre dans la direction d'écoulement du produit sont réunies pour donner
une fraction de tailles de particule, les largeurs de maille des tamis à partir desquels
ces fractions tamisées se forment étant différentes à chaque fois d'au moins 50 µm,
les fractions de tailles de particule étant réunies dans l'ordre (1,2,1), (2,2,1),
(1,3,1), (3,2,1), (2,3,1) ou (3,3,1), le nombre des chiffres dans une parenthèse représentant
le nombre des fractions de tailles de particule, les fractions de tailles de particule
étant disposées dans les parenthèses de gauche à droite dans l'ordre d'écoulement
du produit et les valeurs numériques représentant elles-mêmes le nombre de fractions
tamisées consécutives qui sont réunies pour donner la fraction de tailles de particules
respective, et le rendement horaire de particules polymères absorbant l'eau lors de
la classification étant d'au moins 100 kg par m2 de surface de tamis.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que n est supérieur à 2.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins (n + 1) tamis sont utilisés.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins les deux fractions tamisées se formant en premier dans la direction d'écoulement
du produit sont réunies en une fraction de tailles de particule.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins les deux fractions tamisées se formant en premier dans la direction d'écoulement
du produit sont réunies en une fraction de tailles de particule, les largeurs de maille
des tamis à partir desquels ces fractions tamisées se forment différant à chaque fois
d'au moins 500 µm.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moins une machine de tamisage comprenant n tamis est utilisée.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les particules polymères absorbant l'eau présentent pendant la classification une
température d'au moins 40 °C.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la classification est réalisée à pression réduite.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un courant gazeux s'écoule sur les particules polymères absorbant l'eau pendant la
classification.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le courant gazeux présente une température de 40 à 120 °C.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le courant gazeux présente une teneur en vapeur d'eau inférieure à 5 g/kg.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les particules polymères absorbant l'eau ont été obtenues par polymérisation d'une
solution aqueuse de monomères.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les particules polymères absorbant l'eau contiennent au moins 50 % en moles d'acide
acrylique polymérisé au moins partiellement neutralisé.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les particules polymères absorbant l'eau présentent une capacité de rétention centrifuge
d'au moins 15 g/g.