[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebetür mit einem feststehenden Teil und einem beweglichen
Teil und einer ersten Dichtung. Die Erfindung betrifft ferner eine derartige Schiebetür
mit einem feststehenden Teil, einem beweglichen Teil und zweiten Dichtungen, wobei
jede dieser Dichtungen je eine Dichtleiste umfasst, die senkrecht an dem feststehenden
Teil der Schiebetür angebracht sind. Außerdem betrifft die Erfindung eine Dichtung,
insbesondere eine Bodendichtung für eine Schiebetür mit einem Dichtungsgehäuse, vorzugsweise
absenkbar in dem Dichtungsgehäuse angebrachten Dichtungsleiste. Ferner betrifft die
Erfindung eine Schiebetür mit einer Bodendichtung, die in einer Nut in der unteren
Stirnseite des Türblatts angeordnet ist, und eine Schiebetür mit einer vierten Dichtung
mit einem Dichtungselement und einem Befestigungselement.
[0002] Eine Schiebetür mit einer absenkbaren Bodendichtung ist aus der Gebrauchsmusterschrift
mit der Veröffentlichungsnummer
DE 20 2005 011 984 U1 bekannt. Mit der dort vorgesehenen absenkbaren Bodendichtung kann der Türflügel gegenüber
dem Fußboden abgedichtet werden. Ein Schall- und Luftdurchgang unterhalb des Türblatts
ist somit nicht möglich. Allerdings ist ein Schall- und Luftdurchgang entlang der
Oberkante zwischen der Zarge beziehungsweise dem feststehenden Teil und dem beweglichen
Teil der Schiebetür möglich. Auch kann Rauch über die Freiräume zwischen dem Türflügel
und dem oberen Teil der Zarge von der Vorder- zur Rückseite der Schiebetür und umgekehrt
transportiert werden.
[0003] Dieses wird von vielen Benutzern von Schiebetüren als Nachteil erkannt.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schiebetür vorzuschlagen, bei
welcher ein Schall- und Rauchdurchgang zwischen dem oberen Ende des beweglichen Teils
und dem oberen Ende des feststehenden Teils unterbunden ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schiebetür eine erste
Dichtung zum Abdichten des oberen Endes des beweglichen Teils zum feststehenden Teil
der Tür aufweist und diese erste Dichtung ein Dichtungsgehäuse, eine bewegbar in dem
Dichtungsgehäuse angebrachte Dichtungsleiste, einen Auslöser zum Auslösen einer Bewegung
der Dichtungsleiste und ein Anschlagelement für den Auslöser umfasst. Bei einer ausgelösten
ersten Dichtung ist der Freiraum zwischen dem feststehenden Teil der Schiebetür und
dem beweglichen Teil der Schiebetür geschlossen, so dass eine Abdichtung der Tür am
oberen Ende vorliegt.
[0006] Gemäß der Erfindung kann das Dichtungsgehäuse, die Dichtungsleiste und der Auslöser
dem beweglichen Teil der Schiebetür und das Anschlagelement dem feststehenden Teil
der Schiebetür zugeordnet sein. Ist die Schiebetür derartig ausgestaltet, legt sich
die dem beweglichen Teil der Schiebetür zugeordnete Dichtleiste im geschlossenen Zustand
der Tür, d. h. bei ausgelöster erster Dichtung, an den feststehenden Teil der Schiebetür
an.
[0007] Umgekehrt ist es jedoch auch möglich, dass das Dichtungsgehäuse, die Dichtungsleiste
und der Auslöser dem feststehenden Teil der Schiebetür und dass Anschlagelemente dem
beweglichen Teil der Schiebetür zugeordnet sind und die Dichtungsleiste im geschlossenen
Zustand der Tür gegen eine Vorderseite oder Rückseite des Türblatts abdichtet. Bei
einer derartigen Konzeption ist es möglich, dass das Anschlagelement das Türblatt
der Schiebetür seitlich überragt. Vorzugsweise ist das Anschlagelement dann an einem
Endbereich der Schiebetür, der dem Einschub zugewandt ist, vorzugsweise an der dem
Einschub der Schiebetür zugewandten Stirnseite des Türblattes angeordnet.
[0008] Das Dichtungsgehäuse kann bei einer derartigen Konzeption in einer Blende, einem
Sturz oder an einer Führungsschiene des Türblatts angebracht sein.
[0009] Die Erfindung der eingangs genannten Art hat weiterhin den Nachteil, dass ein Freiraum
zwischen dem beweglichen Teil der Schiebetür und dem feststehenden Teil der Schiebetür
verbleibt, der senkrecht zum Türblatt verläuft und eine Rauch- und Schallübertragung
ermöglicht. Auch dieses wird von den Benutzern als nachteilig empfunden.
[0010] Diesem Nachteil wurde in der Vergangenheit dadurch abgeholfen, dass in der dem Einschub
gegenüberliegenden Innenseite der Zarge eine Dichtungsleiste angebracht wurde, die
gegen eine seitliche, dem Einschub gegenüberliegende Stirnseite des Türblatts abdichtet.
Wahlweise wurden Dichtungsleisten an der dem Einschub gegenüberliegenden Stirnseite
des Türblattes vorgesehen. Diese Dichtungen beziehungsweise Dichtleisten hatten jedoch
den Nachteil, dass sie nicht in jeder Lage zuverlässig eine Abdichtung herbeiführten.
Verliefen die Innenseite der Zarge und die Stirnseite des Türblatts nicht völlig parallel
zueinander, war eine vollständige Abdichtung des Türblatts gegenüber der Zarge nicht
immer gewährleistet.
[0011] Diesem Nachteil wird durch die Erfindung insofern abgeholfen, dass die Dichtleisten
bei geschlossener Tür nicht an der Stirnseite des Türflügels sondern an der vorderseitigen
und/oder rückseitigen Fläche des Türblatts anliegen. Diese zweiten Dichtungen zur
seitlichen Abdichtung der Schiebetür sind in einer Nut des feststehenden Teils, in
welchen das Türblatt bei geschlossener Tür eintaucht, und/oder in einer Öffnung eines
Einschubs der Tür, in welchen das Türblatt bei geöffneter Tür eintaucht, angeordnet.
Die Dichtleisten können zum Teil an den Seitenwänden der Nut angebracht sein. Ebenso
kann ein Teil der Dichtleisten an den seitlichen Begrenzungen der Öffnungen des Einschubs
angebracht sein.
[0012] Die zweiten Dichtungen können ein Dichtungsgehäuse umfassen, die an dem feststehenden
Teil der Schiebetür angebracht sind und in welche die Dichtleisten beweglich angeordnet
sind.
[0013] Ferner ist es möglich, dass das Türblatt in einem Einschub der Schiebetür zugewandten
Endbereich über die übrige Vorder- und/oder Rückseite des Türblatts hinwegragen. Ein
Teil der Dichtleisten kann dann im geschlossenen Zustand der Tür an diesen Endbereichen
des Türblatts anliegen.
[0014] Im Bereich des Endes des Türblatts kann das Türblatt Leisten umfassen, die vorder-
und/oder rückseitig an dem Türblatt angebracht sind.
[0015] Für eine bessere Führung einer Schiebetür der eingangs genannten Art ist in der unteren
Stirnseite eine Nut vorgesehen, welche als Führungselement für einen im Bereich des
Einschubs am Fußboden befestigten Führungswinkel dient. Dieser Führungswinkel greift
mit einem Schenkel in diese Nut ein. In dieser Nut ist ferner vorzugsweise eine absenkbare
Bodendichtung angebracht. Aus der Druckschrift mit der Veröffentlichungsnummer
EP 1 447 514 A2 ist ein Dichtungsgehäuse einer automatisch absenkbaren Bodendichtung offenbart, welches
als Führungselement einen Führungskanal für den Führungswinkel der Schiebetür aufweist.
Dieser Führungskanal ist integraler Bestandteil des Gehäuses. Die in dieser Druckschrift
offenbarte Lösung hat den Nachteil, dass eine automatisch absenkbare Bodendichtung
gemäß dieser Druckschrift aufgrund der Anbringung eines Auslösers an nur einem Ende
der Dichtung nur in einem Sinn in der stirnseitigen Nut am unteren Ende eines Türflügels
angebracht werden kann. Soll der Führungswinkel auf einer anderen Seite des Gehäuses
die Schiebetür führen, muss eine andere Dichtung verwendet werden, bei der der Führungskanal
auf der anderen Seite des Dichtungsgehäuses vorgesehen ist. Vom Hersteller und vom
Händler müssen daher Dichtungen mit einem Führungskanal auf der einen und auf der
anderen Seite vorgesehen und bevorratet werden.
[0016] Auch diese Eigenschaft einer Türdichtung beziehungsweise Schiebetür gemäß dem Stand
der Technik wurde von den Benutzern als Nachteil erkannt.
[0017] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dichtung vorzuschlagen, die
sowohl für die Herstellung eines Führungskanals vor als auch hinter dem Dichtungsgehäuse
geeignet ist.
[0018] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Dichtung ein Verstärkungs- und/oder Positionierungselement
zur Verstärkung des Türblatts im Bereich der Nut und zur Abdeckung der Nut in der
unteren Stirnseite beziehungsweise zur Positionierung der Dichtung umfasst, welches
mit dem Dichtungsgehäuse so verbindbar ist, dass es zumindest mit einem Teil das Dichtungsgehäuse
an seiner Längsseite überragt und wobei zwischen dem Gehäuse und zumindest einem Teil
des Verstärkungs- und Positionierungselements ein Führungskanal für einen am Boden
befestigten Führungswinkel geschaffen wird.
[0019] Das Verstärkungs- und Positionierungselement dient somit als Führungselement für
den Führungswinkel.
[0020] Die positionierende Eigenschaft eines Verstärkungs- und/oder Positionierungselementes
erleichtert das Positionieren der Dichtung und insbesondere des Dichtungsgehäuses
in der Nut in der unteren Stirnseite der Tür, während die verstärkende Eigenschaft
die Seitenwände einer Beschädigung des unteren Endes der Tür durch äußere Krafteinwirkung
entgegenwirkt.
[0021] Vorzugsweise ist das gleiche Verstärkungs- und/oder Positionierungselement und das
gleiche Dichtungsgehäuse geeignet und eingerichtet, so zueinander angeordnet werden
zu können, dass das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement das Dichtungsgehäuse
entweder auf der einen Längsseite oder auf der anderen Längsseite überragt. Vorzugsweise
weist die Dichtung Verbindungselemente zum Verbinden des Verstärkung- und/oder Positionierungselements
und des Dichtungsgehäuses auf. Die Verbindung zwischen dem Verstärkungs- und/oder
Positionierungselement und dem Dichtungsgehäuse ist vorzugsweise lösbar ausgestaltet,
so dass die Anordnung des Verstärkung-und/oder Positionierungselements relativ zu
dem Dichtungsgehäuse nachträglich geändert werden kann. Die Verbindung kann durch
Formschluss und/oder Stoffschluss erfolgen. Der Teil des Positionierungselementes
der das Dichtungsgehäuse an seiner Längsseite überragt, kann im Querschnitt winkelförmig
sein, wobei dann ein Schenkel an der Seitenwand der Nut in der unteren Stirnseite
des Türblatts zur Verstärkung anliegen kann.
[0022] Der Abstand eines freien Endes des Verstärkungs- und/oder Positionierungselementes
zum Dichtungsgehäuse ist vorzugsweise einstellbar, so dass die erfindungsgemäße Dichtung
für Nuten unterschiedlicher Breite geeignet ist.
[0023] Gemäß der Erfindung kann eine Schiebetür sowohl mit einer ersten Dichtung am oberen
Ende der Schiebetür, mit seitlichen zweiten Dichtungen und mit einer absenkbaren Bodendichtung
als vierten Dichtung ausgestaltet sein, wobei die automatische Bodendichtung beziehungsweise
dritte Dichtung ein beziehungsweise das Positionierungselement aufweisen kann. Aufgrund
eines Versatzes der Dichtebenen der ersten und zweiten Dichtungen einerseits und der
dritten Dichtungen andererseits liegt ein Freiraum am unteren Ende der Schiebetür
vor, durch welchen Luft oder Schall von der einen Seite der Tür zur anderen Seite
der Tür transportiert werden kann. Diese Freiräume verhindern eine vollständige Isolierung
des vor der Schiebetür befindlichen Raums gegenüber der dahinter befindlichen Raum.
[0024] Diesem Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch abgeholfen, dass die vierte Dichtung,
welche an einer Schiebetür gattungsgemäß vorgesehen sein kann, ein Dichtungselement
hat, das zur Überbrückung eines Versatzes der Dichtungsebenen der zweiten Dichtung
zu Dichtungsebenen einer dritten Dichtung geeignet und eingerichtet ist.
[0025] Diese vierte Dichtung ist vorzugsweise im Nutgrund der Nut im feststehenden Teil
der Schiebetür vorzugsweise im unteren Bereich der Zarge angebracht und das Dichtungselement
kann bei geschlossener Tür an der Dichtleiste der zweiten Dichtung und der Dichtleiste
der dritten Dichtung anliegen. Gemäß der Erfindung kann ebenso eine vierte Dichtung
an einem dem Einschub zugewandten Endbereich des Türblatts angebracht sein, wobei
das Dichtungselement bei geschlossener Tür einer Dichtleiste der zweiten Dichtung
und der Dichtleiste der dritten Dichtung anliegt.
[0026] Die Dichtungselemente einer oder aller vierten Dichtungen können geeignet und eingerichtet
sein, bei geschlossener Tür an einem Boden anzuliegen.
[0027] Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäße Dichtungen und Schiebetüren mit erfindungsgemäßen
Dichtungen sind anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Schiebetür,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Schiebetür gemäß der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Schiebetür gemäß der Linie III-III in Fig.
2,
- Fig. 3a
- einen Schnitt entsprechend dem Schnitt in Fig. 3 jedoch bei zum Teil geöffneter Schiebetür,
- Fig. 4 bis 12
- verschiedene Ansichten von Dichtungen mit Verstärkungsbeziehungsweise Positionierungselementen,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht einer Dichtung zum Abdichten eines Versatzes in Dichtebenen,
- Fig. 14
- eine Vorderansicht der Dichtung gemäß Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Draufsicht der Dichtung gemäß Fig. 13 und 14,
- Fig. 16
- einen schematischen Schnitt durch eine Schiebetür mit einer erfindungsgemäßen Dichtung
gemäß der Fig. 13 bis 15,
- Fig. 17
- eine Seitenansicht eines Details eines Türblatts einer erfindungsgemäßen Schiebetür
mit einer Dichtung gemäß der Fig. 13 bis 15.
[0028] Die in Fig. 1 bis 3a dargestellte erfindungsgemäße Schiebetür weist einen feststehenden
Teil 1, 6, 7 und einen dazu beweglichen Teil 2 auf. Der feststehende Teil 1, 6, 7
umfasst im Wesentlichen eine Zarge 1, während der bewegliche Teil 2 im Wesentlichen
ein Türblatt 3 umfasst.
[0029] Die Zarge 1 nimmt in einem waagerechten die Tür nach oben abschließenden Element
eine Schiene 4 auf, an welcher der bewegliche Teil 2 der Schiebetür verschiebbar gelagert
ist. Der bewegliche Teil 2 der Tür umfasst dazu Rollen 5, die in der Schiene 4 verschiebbar
sind. An diesen Rollen 5 hängt der gesamte übrige Teil des beweglichen Teils der Tür,
insbesondere das Türblatt 3.
[0030] Unterhalb des waagerechten Teils der Zarge 1 weist das feststehende Teil 1, 6 ,7
zwei Abdeckleisten 6, 7 auf, die auf der Vorderseite des beweglichen Teils 2 beziehungsweise
auf der Rückseite des beweglichen Teils 2 die beiden senkrechten Seitenteile der Zarge
1 verbindend, angeordnet sind. In der vorderseitigen Abdeckleiste 6 ist eine seitlich
geöffnete Nut vorgesehen, in welcher ein Dichtungsgehäuse 8 und eine unter Zwischenschaltung
einer nicht näher dargestellten Mechanik eine Dichtleiste 9 einer ersten Dichtung
8, 9, 10, 11 angeordnet sind. Die Dichtleiste 9 ist dabei verschiebbar zu dem Dichtungsgehäuse
8, so wie es von automatisch absenkbaren Bodendichtungen bekannt ist. In einem ausgelösten
Zustand (Fig. 3) dieser ersten Dichtung ist die Dichtleiste 9 an die Vorderseite des
Türblattes 3 angelegt, so dass kein Luftzug entlang der oberen Kante des Türblatts
3 möglich ist. Im nicht ausgelösten Zustand der ersten Dichtung 8, 9, 10, 11, dieser
liegt in der Regel bei einer geöffneten Tür vor, ist die Dichtleiste 9 durch die nicht
näher dargestellte Mechanik in das Gehäuse 8 der ersten Dichtung 8, 9, 10, 11 zurückgezogen
(Fig. 3a).
[0031] Zum Auslösen der ersten Dichtung 8, 9, 10, 11 weist diese einen Auslöser 11 und ein
Anschlagelement 10 auf, welches beim Schließen der Schiebetür gegen den Auslöser 11
zum Auslösen der ersten Dichtung drückt. Der Auslöser 11 ragt in Richtung eines Einschubs
der Schiebetür aus dem Gehäuse 8 der ersten Dichtung heraus. Das Anschlagelement 10
ist einschubseitig an der Stirnseite des Türblattes 3 befestigt und zwar in der Höhe
des Auslösers 11. Das Anschlagelement 10 überragt seitlich das Türblatt 3, so dass
es beim Schließen der Schiebetür an das Auslöseelement 11 anschlagen kann.
[0032] Neben dieser ersten Dichtung 8, 9, 10, 11 weist die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte
Schiebetür weitere Dichtungen, darunter zweite Dichtungen 20 auf, die im Weiteren
näher erläutert werden soll. Diese zweiten Dichtungen 20 dienen zum Abdichten des
Türblatts zum Einschub beziehungsweise zur gegenüberliegenden Seite des Einschubs.
Die zweiten Dichtungen 20 sind dazu am feststehenden Teil der Tür 1, nämlich an den
senkrechten Elementen der Zarge 1 befestigt. Zwei die zweiten Dichtungen bildende
Dichtleisten 20 sind in einer Nut der Zarge 1 angebracht, welche gegenüber dem Einschub
für das Türblatt 3 liegt und in welche das Türblatt 3 bei geschlossener Tür eintaucht.
Die Dichtleisten 20 sind dabei an den Seitenwänden der senkrechten Nut angebracht.
Taucht das Türblatt 3 in die Nut ein, legen sich die Dichtleisten 20 mit einem Dichtelement
21 an die Flächen der Vorder- beziehungsweise Rückseite des Türblatts 3 an. Die Befestigung
der Dichtleisten 20 erfolgt mit Befestigungselementen 22.
[0033] Weitere zweite Dichtungen 20 beziehungsweise Dichtleisten 20 sind in der Öffnung
des Einschubs der Schiebetür angebracht. Auch diese Dichtleisten 20 legen sich mit
ihren Dichtelementen 21 beim Schließen der Schiebetür an das Türblatt 3 an.
[0034] Das Türblatt 3 weist in einem einschubseitigen Endbereich Leisten 23 auf, die sich
über die gesamte Höhe der Schiebetür erstrecken. Diese Leisten 23 bewirken einen breiteren
Querschnitt des Türblatts 3 in diesem einschubseitigen Endbereich gegenüber dem übrigen
Türblatt 3. Während die Dichtelemente 21 der in der Öffnung des Einschubs angebrachten
Dichtleisten 20 nicht an dem Türblatt 3 in dem Bereich des geringeren Querschnitts
anliegen, ist die Querschnittsvergrößerung durch die Leisten 23 so ausgestaltet, dass
die Dichtelemente 21 beim Schließen der Schiebetür an diesen Leisten 23 im Endbereich
des Türblatts 3 anliegen und so zu einer Abdichtung der Tür im Bereich des Einschubs
führen. Die zweiten Dichtungen 20 sind auf der Vorderseite der Schiebetür so weit
nach oben gezogen, dass sie bei geschlossener Tür in den Bereich der ersten Dichtung
kommen und so einer möglichst lückenlosen Abdichtung der Vorderseite des Türblatts
auf der Einschubseite, am oberen Ende und auf der der Einschubseite gegenüberliegenden
Seite des Türblatts führen.
[0035] Bei einer mit der ersten Dichtung und den zweiten Dichtungen 20 abgedichteten Tür
ist lediglich ein Luftzug im Bodenbereich zwischen dem Türblatt und dem Boden möglich.
Diesem Luftzug kann durch eine weitere Dichtung, nämlich einer dritten Dichtung 30
begegnet werden, die als absenkbare Bodendichtung 30 ausgeführt ist. Diese automatisch
absenkbare Bodendichtung 30 ist in einer Nut in der Stirnseite des Türblattes 3 eingelassen,
wie es von automatischen Bodendichtungen hinlänglich bekannt ist. Die automatische
Bodendichtung weist ein Auslöseelement (nicht dargestellt) auf, welches beim Schließen
der Tür an einer Anschlagplatte im unteren Bereich des Nutgrundes der dem Einschub
gegenüberliegenden Nut in der Zarge 1 angebracht ist. Die automatische Bodendichtung
ist insoweit gemäß dem Stand der Technik ausgebildet. Die verwendete erfindungsgemäße
Dichtung unterscheidet sich von diesem jedoch dadurch, dass seitlich an der Bodendichtung
ein Verstärkungs-und/oder Positionierungselement 31 angebracht ist. Dieses Verstärkungs-
und/oder Positionierungselement 31 erfüllt mehrere Zwecke.
[0036] Die Nut in der Stirnseite des Türblattes 3, in welcher die Bodendichtung 30 eingesetzt
ist, hat eine Breite, die über die Breite eines Dichtungsgehäuses 33 der Türdichtung
hinausgeht. Setzt man eine derartige Bodendichtung in diese breitere Nut in der Stirnseite
des Türblatts 3 ein, verbleibt, sofern die Dichtungen mit ihrem Gehäuse an einer Seitenwand
der Nut anliegt, zwischen der anderen Seitenwand und dem Dichtungsgehäuse ein Freiraum.
Dieser Freiraum 32 dient als Führungselement für einen Führungswinkel 34 (Fig. 12),
der zur Führung des Türblattes während des Verschiebens im Boden im Bereich der Öffnung
des Einschubs angeordnet ist.
[0037] Um das Positionieren der dritten Dichtung 30 in der Nut in der unteren Stirnseite
des Türblattes 3 zu erleichtern, ist das Positionierungselement 31 an das Gehäuse
33 der dritten Dichtung 30 angesetzt. Es überragt das Gehäuse 33 seitlich und der
Abstand von dem freien Ende des Positionierungselementes 31 zum Dichtungsgehäuse 33
ist so bemessen, dass der Breite des Freiraums 32 zwischen dem Dichtungsgehäuse und
der Seitenwand der Nut entspricht. Ist das Positionierungselement 31 an das Dichtungsgehäuse
33 angesetzt, und wird die so ausgestaltete Dichtung in die Nut eingesetzt, wird automatisch
die richtige Position des Dichtungsgehäuses in der Nut in der unteren Stirnseite des
Türflügels erreicht.
[0038] Da das Positionierungselement 31 in seinem das Dichtungsgehäuse überragenden Teil
in den in den Fig. 4 bis 12 dargestellten Varianten zum Teil als Winkelelement ausgeführt
ist, dient das Positionierungselement zugleich als Verstärkung und Stabilisierung
der Nutwand beziehungsweise des Teils des Türflügels, der die Nutwand bildet, an welchem
das Dichtungsgehäuse 33 nicht anliegt. Bei einer sehr dünnen Ausführung dieses Bereichs
des Türflügels 3 kann es nämlich aufgrund von unbeabsichtigten Krafteinwirkungen zu
einem Bruch der Türen in diesem Bereich kommen. Wird dagegen die Krafteinwirkung über
das Verstärkungs- und Stabilisierungsmerkmal des Verstärkungs- und/oder Positionierungselements
aufgefangen, ist eine Beschädigung des Türflügels 3 in diesem unteren Bereich unwahrscheinlich.
Die in den Figuren 4 bis 12 dargestellten Varianten der Elemente 31 sind zum Teil
als Verstärkungselement, als Positionierungselement oder als Verstärkungs- und Positionierungselement
ausgeführt.
[0039] Wie man an den verschiedenen Varianten der in den Fig. 4 bis 12 dargestellten vierten
Dichtungen erkennen kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Verstärkungs- und/oder
Positionierungselement 31 zu der übrigen Dichtung 30, im Wesentlichen mit dem Dichtungsgehäuse
33 anzuordnen.
[0040] Denkbar sind beispielsweise Verbindungen über eine Schwalbenschwanzführung mit einer
Führungsnut beziehungsweise auf beiden Seiten des Dichtungsgehäuses 33 je einer Führungsnut
und einer komplementären Struktur an dem Verstärkungs- und/oder Positionierungselement
31 (Fig. 4) oder eine Steckverbindung über ein Steckelement 34 (Fig. 5), welches sowohl
in einer Ausnehmung des Verstärkungs- und/oder Positionierungselementes als auch in
eine Ausnehmung im Dichtungsgehäuse 33 eingesteckt ist.
[0041] Eine weitere Steckverbindung ist in den Fig. 6a beziehungsweise 6b dargestellt, wobei
das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement einen Teil hat, welches die Unterseite
beziehungsweise Oberseite des Dichtungsgehäuses übergreift und dort über einen Bund
in eine Nut auf der Oberseite des Dichtungsgehäuses 33 eingreift. Die Oberseite des
Dichtungsgehäuses weist dabei eine Vielzahl von parallel zueinander liegenden Nuten
auf, so dass die Nut, in welcher der Bund des Positionierungselementes 31 eingreift,
ausgewählt werden kann. Durch die Auswahl der Nut in der Oberseite des Dichtungsgehäuses
33 kann dabei die Breite des lichten Raums 32, in welchen der Führungswinkel eingreift,
bestimmt werden. Ebenfalls ist es möglich, die vierte Türdichtung an die Breite der
Nut in der unteren Stirnseite des Türflügels anzupassen.
[0042] Bei der in Fig. 7 dargestellten Variante der vierten Dichtung ist das Verstärkungselement
31 als einfaches Winkelelement ausgestaltet. Dieses wird nicht mit dem Dichtungsgehäuse
33 verbunden. Vielmehr wird es in die Nut an der unteren Stirnseite eingeführt und
gleichzeitig mit dem Dichtungsgehäuse 33 über einen Winkel 35, der seitlich in das
Dichtungsgehäuse 33 eingesteckt ist, auf bekannte Art und Weise verbunden.
[0043] Die in den Fig. 8a und 8c dargestellten Varianten kommen der in Fig. 7 dargestellten
Variante der erfindungsgemäßen dritten Dichtung recht nahe. Sie unterscheiden sich
lediglich dadurch, dass das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement und das
Dichtungsgehäuse 33 vor dem Einsetzen der Dichtung in die Nut an der unteren Stirnseite
des Türflügels 3 fest miteinander verbunden werden. Dieses erfolgt entweder durch
Verschrauben (Fig. 8a) oder durch Verkleben (Fig. 8b). Bei der Variante gemäß der
Fig. 8c erfolgt die Befestigung des Dichtungsgehäuses 33 relativ zu dem Positionierungselement
31 zugleich mit der Befestigung der Dichtung im Nutgrund des Türflügels 3 und zwar
durch Schrauben, die sowohl durch die Oberseite des Dichtungsgehäuses 33 als auch
durch das Positionierungselement 31 in den Nutgrund gehen.
[0044] Bei der in Fig. 9a dargestellten Varianten sind das Dichtungsgehäuse 33 und das Verstärkungselement
31 separat voneinander in der Nut befestigt. Die Befestigung des Verstärkungselementes
erfolgt durch Verkleben. Das Verstärkungselement 31 ist in dieser Variante als flache
Leiste ausgeführt.
[0045] Einige Varianten sind, wie die in Fig. 9a dargestellte Variante, mit einem Positionierungs-
und Verstärkungselement 31 versehen, die separat von dem Dichtungsgehäuse 33 der dritten
Dichtung 30 in der Nut befestigt sind. Das Verstärkungs- und Positionierungselement
31 gemäß der in Fig. 9b dargestellten Variante ist an die Seitenwand der Nut angeklebt,
während die in Fig. 9c dargestellte Variante des Verstärkungs- und Positionierungselements
31 mittels einer Schraube in den Nutgrund angeschraubt ist.
[0046] Das Verstärkungs- und Positionierungselement 31 und das Dichtungsgehäuse 33 gemäß
der in Fig. 10 dargestellten Variante einer dritten Dichtung ist über stirnseitig
an dem Türblatt angeschraubte Befestigungswinkel 35 in der Nut befestigt. In dem Dichtungsgehäuse
33 und in dem Verstärkungs- und Positionierungselement 31 sind dazu Kanäle vorgesehen,
in welche ein Schenkel des Befestigungswinkels 35 an den Enden eingreift.
[0047] Bei der in Fig. 11 dargestellten Variante einer erfindungsgemäßen dritten Dichtung
ist im Nutgrund der Nut in der unteren Stirnseite des Türblatts ein Befestigungselement
36 angeschraubt. Dieses Befestigungselement weist drei parallel zueinander verlaufende
Schwalbenschwanzführungen auf, in welche entsprechende Führungselemente des Dichtungsgehäuses
33 beziehungsweise des Verstärkungs- und Positionierungselements eingreifen.
[0048] Das in Fig. 12 dargestellte Beispiel für eine erfindungsgemäße dritte Dichtung entspricht
im Wesentlichen dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel. Ergänzend ist lediglich dargestellt,
wie der Führungswinkel 34 in den Freiraum 32 zur Führung des Türblatts 3 eingreift.
[0049] Bei der Abdichtung der unteren Kante des Türblatts, die im Wesentlichen durch die
dritte Dichtung 30 erfolgt, ergibt sich im Zusammenspiel mit der ersten Dichtung 8,
9, 10, 11 und den zweiten Dichtungen 20 ein Problem. Während die erste Dichtung 8,
9, 10, 11 und die zweiten Dichtungen 20 eine gemeinsame Dichtebene haben, nämlich
die Vorderseite oder Rückseite des Türblatts 3, wird die Dichtebene der dritten Dichtung
30 durch eine Ebene innerhalb des Türblattes gebildet, die durch die Dichtleiste der
dritten Dichtung 30 und parallel zu der ersten Dichtebene verläuft. Zwischen der ersten
Dichtebene der ersten und der zweiten Dichtungen und der zweiten Dichtebene der dritten
Dichtung 30 ergibt sich somit ein Versatz, der zu einem Spalt führt, durch welchen
Schall oder Luft hindurchtreten können.
[0050] Um einen Luftzug durch den Spalt zu minimieren oder zu unterbinden, sind vierte Dichtungen
vorgesehen, die die erste Dichtebene und die zweite Dichtebene miteinander verbinden,
so dass im geschlossenen Zustand der Schiebetür kein Luftzug aufgrund des Versatzes
der Dichtebenen möglich ist. Derartige vierte Dichtungen sind in den Fig. 13 bis 15
dargestellt. Der Einsatz ergibt sich aus Fig. 16 und 17. Die vierten Dichtungen 40
weisen ein Befestigungselement 41 auf, mit welchem die Dichtung an der Zarge 1 oder
dem Türblatt 3 befestigbar ist. Davon im rechten Winkel abstehend ist ein Dichtungselement
42 vorgesehen, welches bei geschlossener Tür einerseits an der unteren Stirnseite
des Türblatts 3, an der abgesenkten Dichtleiste der dritten Dichtung 30 und an zumindest
einer zweiten Dichtung 20 dichtend anliegt. Vorzugsweise liegt das Dichtungselement
insbesondere bei der an der Zarge 1 befestigten vierten Dichtung 40 auch am Fußboden
an. Um ein Gleiten des Türblatts 3 beim Verschieben zu erleichtern ist es möglich,
dass das Dichtelement 42 der an dem Türblatt 3 befestigten vierten Dichtung 40 einen
geringen Abstand vom Fußboden 12 hat.
[0051] Die an der Zarge 1 befestigte vierte Türdichtung ist in der senkrecht in der Zarge
verlaufenden Nut befestigt. Das Dichtungselement liegt dabei auch bei geöffneter Tür
an dem Dichtungselement 21 einer der zweiten Türdichtungen an, die ebenfalls in der
Nut befestigt sind. Die zweite vierte Türdichtung 40 ist einschubseitig an der Stirnseite
des Türblatts 3 angebracht und zwar so, dass sie bei geschlossener Tür an einer der
einschubseitigen zweiten Dichtungen 20 anliegt.
1. Dichtung, insbesondere Bodendichtung für eine Schiebetür, mit einem Dichtungsgehäuse
(33) und einer vorzugsweise absenkbar in dem Dichtungsgehäuse (33) angebrachten Dichtungsleiste,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtung (30) ein Verstärkungs- und/oder Positionierungselement (31) zur Verstärkung
einer Nutwandung einer Nut in der Schiebetür und/oder zur Positionierung der Dichtung
(30) umfasst, welches mit dem Dichtungsgehäuse (33) so verbindbar ist, dass es zumindest
mit einem Teil das Dichtungsgehäuse an einer seiner Längsseiten überragt.
2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gleiche Verstärkungs- und/oder Positionierungselement (31) und das gleiche Dichtungsgehäuse
(33) geeignet und eingerichtet sind, so zueinander angeordnet werden zu können, dass
das Positionierungselement (31) das Dichtungsgehäuse (33) entweder auf der einen Längsseite
oder auf der anderen Längsseite überragt.
3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (30) Verbindungselemente zum Verbinden des Verstärkungs- und/oder Positionierungselements
(31) und des Dichtungsgehäuses (33) umfasst.
4. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement (31) und das Dichtungsgehäuse (33)
lösbar miteinander verbunden sind.
5. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement (31) und das Dichtungsgehäuse (33)
formschlüssig miteinander verbunden sind.
6. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungs- und/oder Positionierungselement (31) und das Dichtungsgehäuse (33)
miteinander stoffschlüssig verbunden sind.
7. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil des Verstärkungs- und/oder Positionierungselements (31), das Dichtungsgehäuse
(33) an der Längsseite überragt, im Querschnitt winkelförmig ist.
8. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand eines freien Endes des Verstärkungs- und/oder Positionierungselementes
(31) zum Dichtungsgehäuse (33) einstellbar ist.