[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung zum Schutz von Personen
vor Absturz, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Anschlagelement für eine derartige Sicherungseinrichtung.
[0002] Eine derartige Sicherungseinrichtung ist aus der
DE 10 2005 009 946 B3 grundsätzlich bekannt und umfasst zwei Anschlagelemente in Form von Karabinern, die
jeweils an einem ortsfesten Sicherungselement in Form eines Tragseils lösbar anbringbar
sind und die jeweils über ein Verbindungselement mit der zu sichernden Person verbindbar
sind. Dabei weist jedes Anschlagelement eine Riegeleinrichtung in Form eines Öffnungsmechanismus
auf, die zwischen einem Entriegelungszustand, in dem das jeweilige Anschlagelement
am jeweiligen Sicherungselement anbringbar oder davon lösbar ist, und einen Verriegelungszustand
verstellbar ist, in dem das jeweilige am jeweiligen Sicherungselement angebrachte
Anschlagelement nicht vom jeweiligen Sicherungselement zerstörungsfrei lösbar ist.
Ferner umfasst die bekannte Sicherungseinrichtung eine Kopplungseinrichtung in Form
einer elektronischen Schaltung, die mit den Riegeleinrichtungen der beiden Anschlagelemente
gekoppelt ist, und zwar derart, dass sie im Entriegelungszustand der Riegeleinrichtung
des einen Anschlagelements die Riegeleinrichtung des anderen Anschlagelements in deren
Verriegelungszustand mit Hilfe einer elektromagnetischen Stelleinrichtung blockiert.
[0003] Durch diese Bauweise der Sicherungseinrichtung kann die Absturzgefahr für die damit
gesicherte Personen signifikant reduziert werden. Beim Wechsel von einem Sicherungselement
zu einem anderen Sicherungselement ist es erforderlich, die beiden Anschlagelemente
nacheinander umzuhängen. Die Kopplungseinrichtung bei der bekannten Sicherungseinrichtung
verhindert dabei, dass beide Anschlagelemente versehentlich gleichzeitig vom jeweiligen
Sicherungselement entfernt werden, wodurch die Person vorübergehend ungesichert wäre.
[0005] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Sicherungseinrichtung
der eingangs genannten Art bzw. für die damit verwendeten Anschlagelemente eine verbesserte
Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine preiswerte Realisierbarkeit
bei vergleichsweise hoher Funktionssicherheit auszeichnet.
[0006] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Kopplungseinrichtung rein
mechanisch zu realisieren und zumindest für eine der Riegeleinrichtungen mit einem
Sperrhebel auszustatten, der mit der jeweiligen Riegeleinrichtung so zusammenwirkt,
dass er in einer Sperrstellung die jeweilige Riegeleinrichtung in deren Verriegelungszustand
blockiert. Ein derartiger, um eine Sperrhebel-Schwenkachse verschwenkbarer Sperrhebel
ist vergleichsweise preiswert und robust realisierbar, wodurch eine relativ hohe Funktionssicherheit
erreicht werden kann.
[0008] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann zumindest bei einem der Anschlagelemente
die zugehörige Riegeleinrichtung einen Riegel aufweisen, der zwischen einer dem Verriegelungszustand
der Riegeleinrichtung zugeordneten Verriegelungsstellung und einer dem Entriegelungszustand
der Riegeleinrichtung zugeordneten Entriegelungsstellung verschwenkbar ist. Zusätzlich
oder alternativ kann zumindest bei einem der Anschlagelemente die jeweilige Riegeleinrichtung
einen Sicherungshebel aufweisen, der zwischen einer den Riegel in dessen Verriegelungsstellung
blockierenden Sicherungsstellung und einer ein Verschwenken des Riegels zwischen dessen
Verriegelungsstellung und dessen Entriegelungsstellung ermöglichenden Entsicherungsstellung
verschwenkbar ist. Die Gefahr eines versehentlichen Entriegelns des Riegels ist dadurch
reduziert, da hierzu zunächst der Sicherungshebel betätigt werden muss. Ein versehentliches
gleichzeitiges Betätigen sowohl des Sicherungshebels als auch des Riegels kann nahezu
ausgeschlossen werden. Eine derartige doppelte Sicherung erhöht die Sicherungswirkung
der Sicherungseinrichtung.
[0009] Der erfindungsgemäße Sperrhebel kann nun in seiner Sperrstellung entweder mit dem
in dessen Verriegelungsstellung verstellten Riegel oder mit dem in dessen Sicherungsstellung
verstellten Sicherungshebel zusammenwirken. Ebenso kann der jeweilige Sperrhebel in
seiner Sperrstellung sowohl den Riegel in dessen Verriegelungsstellung als auch den
Sicherungshebel in dessen Sicherungsstellung blockieren. Bevorzugt wird dabei die
Ausführungsform, bei welcher der Sperrhebel in seiner Sperrstellung den zugehörigen
Sicherungshebel in dessen Sicherungsstellung blockiert. Hierbei wird berücksichtigt,
dass am Sicherungshebel nur vergleichsweise kleine Kräfte erforderlich sind, um diesen
in dessen Schließstellung zu blockieren. Bei in der Schließstellung blockiertem Sicherungshebel
ist zwangsläufig auch der Riegel in dessen Verriegelungsstellung blockiert.
[0010] Gemäß seiner Weiterbildung kann die Kopplungseinrichtung ein Kraftübertragungselement
aufweisen, über das die den beiden Riegeleinrichtungen zugeordneten Sperrhebel miteinander
gekoppelt sind und zwar derart, dass eine Schwenkbetätigung des einen Sperrhebels
den anderen Sperrhebel in dessen Sperrstellung verschwenkt. Hierzu geeignete Kraftübertragungselemente
sind insbesondere Bowdenzüge, bei denen jeweils das Zugkabel bzw. die Seele mit den
beiden Sperrhebeln verbunden ist, während sich die zugehörige Druckhülle im Bereich
der jeweiligen Riegeleinrichtung abstützt. Grundsätzlich sind jedoch auch andere Kraftübertragungselemente
denkbar, die mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch arbeiten.
[0011] Bei einer Weiterbildung kann nun vorgesehen sein, dass innerhalb der jeweiligen Riegeleinrichtung
der Riegel und/oder der Sicherungshebel mit dem Sperrhebel zu dessen Betätigung zusammenwirkt.
Ein Verschwenken des Sicherungshebels bzw. des Riegels führt somit zu einer Schwenkbetätigung
des jeweiligen Sperrhebels. Dabei kann die Betätigung des Sperrhebels durch den Sicherungshebel
vorteilhaft sein, da so der jeweils andere Sperrhebel bereits in seine Sperrstellung
verschwenkt wird, wenn der dem betätigten Sicherungshebel zugeordnete Riegel noch
nicht betätigt worden ist. Mit anderen Worten, die Riegeleinrichtung des anderen Anschlagelements
ist bereits blockiert, wenn lediglich der Sicherungshebel des einen Anschlagelements
betätigt wird.
[0012] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0013] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0014] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0015] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Sicherungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine Frontansicht eines Anschlagelements,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Anschlagelements,
- Fig. 4
- eine Draufsicht des Anschlagelements,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht des Anschlagelements,
- Fig. 6
- eine Schnittansicht entsprechend Schnittlinie A-A in Fig. 2,
- Fig. 7
- eine Schnittansicht entsprechend Schnittlinien B-B in Fig. 3,
- Fig. 8
- eine Schnittansicht entsprechend Schnittlinien C-C gemäß Fig. 3,
- Fig. 9
- eine Schnittansicht entsprechend Schnittlinien D-D in Fig. 3,
- Fig. 10 bis 12
- jeweils eine Schnittansicht wie in Fig. 6, bei unterschiedlichen Betätigungszuständen,
- Fig. 13 und 14
- jeweils eine vergrößerte Schnittansicht entsprechend Fig. 6, im Bereich eines Sperrhebels,
bei unterschiedlichen Betätigungszuständen.
[0016] Entsprechend Fig. 1 umfasst eine erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung 1, die zum
Schutz einer nicht gezeigten Person vor einem Absturz dient, zwei Anschlagelemente
2. Jedes Anschlagelement 2 ist so ausgestaltet, dass es an einem ortsfesten Sicherungselement
3 lösbar anbringbar ist. In Fig. 1 ist nur das rechts dargestellte Anschlagelement
2 an dem hier als Seil ausgestalteten Sicherungselement 3 angeschlagen bzw. angebracht,
während das links dargestellte Anschlagelement 2 vom Sicherungselement 3 entfernt
ist. Des weiteren ist jedes Anschlagelement 2 jeweils mit einem Verbindungselement
4 verbunden, wobei das jeweilige Verbindungselement 4 mit der jeweils zu sichernden
Person verbindbar ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist das Verbindungselement
4 ein Seil. Bei den Ausführungsformen der Fig. 2 bis 14 ist das Verbindungselement
4 durch einen Gurt gebildet. Im Beispiel gemäß Fig. 1 bilden die beiden Verbindungselemente
4 eine gemeinsame Schlaufe 5, mit der sie gemeinsam an der zu sichernden Person anbringbar
sind. Die beiden Verbindungselemente 4 bilden hier somit ein gemeinsames Verbindungsbauteil
6. Ebenso können auch zwei vollständig getrennte Verbindungselemente 4 verwendet werden.
Grundsätzlich können die Verbindungselemente 4 bzw. das Verbindungsbauteil 6 über
die Schlaufe 5 mit Hilfe eines Karabiners oder dergleichen direkt an einem Sicherheitsgurt
der abzusichernden Person befestigt werden. Im vorliegenden Fall ist außerdem ein
Falldämpfer 7 vorgesehen, der zum Umfang der Sicherungseinrichtung 1 gehören kann.
Die Verbindungselemente 4 bzw. das Verbindungsbauteil 6 sind bzw. ist am Falldämpfer
7 befestigt, der seinerseits mittels einer Schlaufe 8 an der jeweiligen Personen bzw.
mittels Karabiner an deren Sicherheitsgurt befestigt werden kann.
[0017] Es ist klar, dass die Verbindungselemente 4 beispielsweise auch als Kette oder dergleichen
ausgestaltet sein können. Jedes Anschlagelement 2 weist eine Riegeleinrichtung 9 auf.
Die jeweilige Riegeleinrichtung 9 ist zwischen einem Entriegelungszustand und einem
Verriegelungszustand verstellbar. Im Entriegelungszustand ist das jeweilige Anschlagelement
2 am jeweiligen Sicherungselement 3 anbringbar bzw. davon lösbar. Im Unterschied dazu
ist das jeweilige Anschlagelement 2 im Verriegelungszustand nicht mehr zerstörungsfrei
vom jeweiligen Sicherungselement 3, an dem es angebracht ist, lösbar.
[0018] Die hier vorgestellte Sicherungseinrichtung 1 umfasst außerdem eine Kopplungseinrichtung
10. Diese ist mit den Riegeleinrichtungen 9 der beiden Anschlagelemente 2 gekoppelt.
Diese Kopplung erfolgt dabei so, dass die Kopplungseinrichtung 10 im Entriegelungszustand
der Riegeleinrichtung 9 des einen Anschlagelements 2 die Riegeleinrichtung 9 des anderen
Anschlagelements 2 in deren Verriegelungszustand blockiert. Das bedeutet, dass beim
Entriegeln der einen Riegeleinrichtung 9 über die Kopplungseinrichtung 10 zwangsläufig
die andere Riegeleinrichtung 9 in deren Verriegelungszustand blockiert wird und dann
nicht mehr entriegelt werden kann. Die Kopplungseinrichtung 10 arbeitet rein mechanisch,
insbesondere hydraulisch oder pneumatisch.
[0019] Die in Fig. 1 gezeigten Anschlagelemente 2 sind als Laufrollen ausgestaltet, die
jeweils zwei hintereinander angeordnete Rollen 11 aufweisen, mit denen das jeweilige
Anschlagelement 2 auf dem als Seil ausgebildeten Sicherungselement 3 abrollen kann.
Bei den Ausführungsformen der Fig. 2 bis 14 ist das jeweilige Anschlagelement 2 ebenfalls
als Laufrolle ausgestaltet, die jedoch nur noch mit einer einzigen Rolle 11 ausgestattet
ist. Ebenso sind Ausführungsformen denkbar, bei denen das jeweilige Anschlagelement
2 als Karabinerhaken ausgestaltet ist.
[0020] Die nachfolgende Beschreibung der Fig. 2 bis 14 bezieht sich auf den in Fig. 1 mit
unterbrochener Linie umschlossenen Teilbereich der Sicherungseinrichtung 1. Insbesondere
wird der Aufbau eines einzelnen Anschlagelements 2 näher erläutert. Es ist klar, dass
grundsätzlich beide Anschlagelemente 2 der Sicherungseinrichtung baugleich ausgestaltet
sein können, jedoch nicht müssen.
[0021] Entsprechend den Fig. 2 bis 5 besitzt das jeweilige Anschlagelement 2 ein Gehäuse
12, das im wesentlichen aus Blechformteilen hergestellt ist. Erkennbar sind zwei Seitenwangen
13, zwischen denen eine Abdeckung 14 angeordnet ist. In einem oberen Bereich des Gehäuses
12 ist die Rolle 11 drehbar gelagert, insbesondere mittels eines Kugellagers. In diesem
oberen Bereich befindet sich auch eine Aufnahme 15 zur Aufnahme des jeweiligen Sicherungselements
3. Um das jeweilige Sicherungselement 3 bis in die Aufnahme 15 einbringen zu können
bzw. um das Sicherungselement 3 wieder aus der Aufnahme 15 herausbringen zu können,
ist die Aufnahme 15 mit einer Einführöffnung 16 ausgestattet. Insgesamt ist das Gehäuse
12 durch die Aufnahme 15 und die Einführöffnung 16 wie ein Haken ausgestaltet. Ebenso
ist eine Ausführungsform ohne Rolle 11 denkbar. Die Aufnahme 15 bildet dann eine Auflage,
so dass das jeweilige Anschlagelement 2 insgesamt wieder einen Haken, insbesondere
einen Karabinerhaken, bildet.
[0022] In einem unteren Bereich des Gehäuses 12 ist das Verbindungselement 4 befestigt.
Im gezeigten Beispiel besteht das Verbindungselement 4 aus zwei separaten Gurten 17,
die unabhängig voneinander jeweils an einer der Seitenwangen 13 befestigt sind. Unterhalb
des Gehäuses 12 sind die beiden Gurte 17 miteinander vernäht, wodurch sie einen Schlauch
18 bilden. Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform umfasst die Kopplungseinrichtung
10 ein Kraftübertragungselement 19, das von der Riegeleinrichtung 9 des einen Anschlagelements
2 zur Riegeleinrichtung 9 des anderen Anschlagelements 2 führt. Dieses Kraftübertragungselement
19 ist hier innerhalb des Schlauchs 18 verlegt, wodurch es im normalen Gebrauch der
Sicherungseinrichtung 1 hinreichend vor Beschädigungen geschützt ist. Das Kraftübertragungselement
19 ist vorzugsweise ein Bowdenzug, der in üblicher Weise aus einer druckstabilen Hülse
20 und einem darin geführten zugstabilen Kabel 21 besteht, das auch als Seele 21 bezeichnet
werden kann.
[0023] Entsprechend den Fig. 6 bis 9 sowie insbesondere gemäß den Fig. 10 bis 14 umfasst
die Kopplungseinrichtung 10 für die Riegeleinrichtung 9 des jeweiligen Anschlagelements
2 einen Sperrhebel 22. Dieser Sperrhebel 22 ist um eine Sperrhebel-Schwenkachse 23,
die in den Fig. 10 bis 14 senkrecht auf der Zeichnungsebene steht, verschwenkbar am
Gehäuse 12 gelagert. Dabei ist der Sperrhebel 22 in eine Sperrstellung verschwenkbar,
in welcher er die jeweilige Riegeleinrichtung 9 in deren Verriegelungszustand blockiert.
Bei der mit dem Bowdenzug als Kraftübertragungselement 19 arbeitenden Ausführungsform
ist das Kabel 21 am jeweiligen Sperrhebel 22 festgelegt. Die Hülse 20 ist am Gehäuse
12 abgestützt.
[0024] Die Riegeleinrichtung 9 weist hier einen Riegel 24 auf, der um eine Riegel-Schwenkachse
25 verschwenkbar ist, die in den Fig. 10 bis 14 senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft.
Der Riegel 24 ist dabei zwischen einer dem Verriegelungszustand der Riegeleinrichtung
9 zugeordneten Verriegelungsstellung und einer dem Entriegelungszustand der Riegeleinrichtung
9 zugeordneten Entriegelungsstellung verschwenkbar. In den Fig. 6, 10 und 11 befindet
sich der Riegel 24 in seiner Verriegelungsstellung, während er sich in Fig. 12 in
seiner Entriegelungsstellung befindet.
[0025] Des weiteren umfasst die Riegeleinrichtung 9 hier einen Sicherungshebel 26, der um
eine Sicherungshebel-Schwenkachse 27 verschwenkbar ist, die in den Darstellungen der
Fig. 10 bis 14 senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft. Der Sicherungshebel 26 ist
zwischen einer Sicherungsstellung, in welcher er den Riegel 24 in dessen Verriegelungsstellung
blockiert, und einer Entsicherungsstellung oder Freigabestellung verschwenkbar, in
welcher er ein Verschwenken des Riegels 24 zwischen dessen Verriegelungsstellung und
dessen Entriegelungsstellung ermöglicht. Zur Realisierung dieses Zusammenwirkens zwischen
Sicherungshebel 26 und Riegel 24 ist hier exemplarisch am Riegel 24 ein Steuerbolzen
39 ausgebildet, der mit einer am Sicherungshebel 26 ausgebildeten Steuerkulisse 40
zusammenwirkt.
[0026] Bei den hier gezeigten Ausführungsformen wirkt nun der Sperrhebel 22 mit dem Sicherungshebel
26 zusammen. Das bedeutet, dass der Sperrhebel 22 in seiner Sperrstellung den Sicherungshebel
26 in dessen Sicherungsstellung blockiert. Da in der Sicherungsstellung des Sicherungshebels
26 durch den Sicherungshebel 26 der Riegel 24 in dessen Verriegelungsstellung blockiert
ist, befindet sich die zugehörige Riegeleinrichtung 9 in deren Verriegelungszustand
und kann nicht vom Sicherungselement 3 entfernt werden.
[0027] Alternativ ist es grundsätzlich ebenso möglich, den Sperrhebel 22 so anzuordnen bzw.
auszugestalten, dass er mit dem Riegel 24 direkt zusammenwirkt, so dass der Sperrhebel
22 in seiner Sperrstellung den Riegel 24 in dessen Verriegelungsstellung blockiert.
Ebenso ist grundsätzlich denkbar, den Sperrhebel 22 so auszugestalten bzw. anzuordnen,
dass er gleichzeitig sowohl mit dem Riegel 24 als auch mit dem Sicherungshebel 26
zusammenwirkt.
[0028] Das Kraftübertragungselement 19 koppelt die beiden Sperrhebel 22 der beiden Riegeleinrichtungen
9 so miteinander, dass eine Schwenkbetätigung des einen Sperrhebels 22 den anderen
Sperrhebel 22 in dessen Sperrstellung verschwenkt. Bei der hier gezeigten Ausführungsform
ist der Sicherungshebel 26 zur Betätigung des Sperrhebels 22 vorgesehen. Dementsprechend
wirkt hier der Sicherungshebel 26 auf geeignete Weise mit dem zugehörigen Sperrhebel
22 zusammen. Ein Verschwenken des Sicherungshebels 26 in dessen Entsicherungsstellung
führt somit zu einer Schwenkbetätigung des Sperrhebels 22, die den über das Kraftübertragungselement
19 gekoppelten anderen Sperrhebel 22 in dessen Sperrstellung verschwenkt. Es ist klar,
dass grundsätzlich auch eine antriebsmäßige Kopplung zwischen dem Riegel 24 und dem
Sperrhebel 22 vorgesehen sein kann. Bevorzugt wird jedoch die hier vorgeschlagene
Variante, bei welcher bereits die Betätigung des Sicherungshebels 26 den Sperrhebel
22 betätigt.
[0029] Die Fig. 13 und 14 veranschaulichen die unterschiedlichen Schwenkvorgänge des Sperrhebels
22. Dabei ist ein Verbindungsglied 28, über das das Kabel 21 des jeweiligen Bowdenzugs
19 am Sperrhebel 22 festgelegt ist, in derjenigen Relativlage wiedergegeben, in der
sich dieses Verbindungsglied 28 befindet, wenn der Sperrhebel 22 eine Ruhelage einnimmt.
Der jeweilige Sperrhebel 22 nimmt seine Ruhelage dann ein, wenn beide Riegeleinrichtung
9 jeweils ihren Verriegelungszustand aufweisen.
[0030] In Fig. 13 ist der Sicherungshebel 26 in seine Entsicherungsstellung verschwenkt.
Der Sicherungshebel 26 weist einen Steuerbolzen 29 auf, der mit einer am Sperrhebel
22 ausgebildeten Steuerkulisse 30 zusammenwirkt. Die Steuerkulisse 30 und der Steuerbolzen
29 sind so aufeinander abgestimmt, dass durch das Verschwenken des Sicherungshebels
26 in dessen Entsicherungsstellung der Sperrhebel 22 so verschwenkt wird, dass er
eine Zugkraft in das Kraftübertragungselement 19 einleitet. In Fig. 13 erfolgt die
Schwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn in einer Drehrichtung 31, die durch einen
Pfeil angedeutet ist. Diese Drehbewegung des Sperrhebels 22 kann durch eine Druckfeder
32 unterstützt sein. Die mit Hilfe des so schwenkbetätigten Sperrhebels 22 in das
Kraftübertragungselement 19 eingeleitete Zugkraft ist hier durch einen nach oben orientierten
Pfeil angedeutet und mit 33 bezeichnet.
[0031] Fig. 14 zeigt quasi das andere Ende des Kraftübertragungselements 19, das die Zugkraft
33 auf den Sperrhebel 22 der anderen Riegeleinrichtung 9 überträgt. Dementsprechend
ist diese Zugkraft 33 in Fig. 14 nach unten orientiert. In der Folge verschwenkt der
Sperrhebel 22 in entgegengesetzter Drehrichtung, die hier durch einen Pfeil symbolisiert
ist und mit 34 bezeichnet ist. Diese andere Drehrichtung 34 ist hier im Uhrzeigersinn
orientiert. Sofern der Sicherungshebel 26 seine Sicherungsstellung einnimmt, wirken
auch hier die Steuerbolzen 29 und die Steuerkontur 30 zusammen. Die Steuerkontur 30
wird hierbei in den Verstellweg des Steuerbolzens 29 bewegt, wodurch dieser an der
Steuerkontur 30 wie an einem Anschlag anliegt. In der Folge ist die Schwenkbarkeit
des Sicherungshebels 26 blockiert, so dass dieser nicht mehr aus seiner Sicherungsstellung
heraus verschwenkt werden kann. Dementsprechend verschwenkt der Sperrhebel 22 zum
Blockieren der jeweiligen Riegeleinrichtung 9 in der einen Drehrichtung 34 aus seiner
Ruhelage heraus in seine Sperrstellung, während er bei seiner Schwenkbetätigung in
der entgegengesetzten Drehrichtung 31 aus seiner Ruhelage heraus verschwenkt wird.
[0032] Gemäß den Fig. 6 sowie 10 bis 12 umfasst die jeweilige Riegeleinrichtung 9 außerdem
einen Auslösehebel 35, der um eine Auslösehebel-Schwenkachse 36 schwenkverstellbar
am Gehäuse 12 gelagert ist, die in den Fig. 6 und 10 bis 12 senkrecht auf der Zeichnungsebene
steht. Besagter Auslösehebel 35 ist zwischen einer Aktivstellung und einer Passivstellung
verschwenkbar. In der Aktivstellung, die in Fig. 12 wiedergegeben ist, blockiert der
Auslösehebel 35 den Riegel 24 in dessen Entriegelungsstellung. Hierzu wirkt ein am
Riegel 24 ausgebildeter Steuerbolzen 37 mit einer am Auslösehebel 35 ausgebildeten
Steuerkulisse 38 zusammen. Im gezeigten Beispiel weist der Riegel 24 den weiter oben
erwähnten weiteren Steuerbolzen 39 auf, der mit der am Sicherungshebel 26 ausgebildeten
weiteren Steuerkulisse 40 zusammenwirkt. Dieses Zusammenspiel zwischen Steuerbolzen
39 und Steuerkulisse 40 ist hier außerdem so ausgelegt, dass der Riegel 24 in seiner
Entriegelungsstellung den Sicherungshebel 26 in dessen Entsicherungsstellung blockiert.
Somit blockiert letztlich der in seine Aktivstellung verschwenkte Auslösehebel 35
direkt den Riegel 24 in dessen Entriegelungsstellung und indirekt über den entriegelten
Riegel 24 den Sicherungshebel 26 in dessen Entsicherungsstellung. Dieser Zustand ist
in Fig. 12 wiedergegeben.
[0033] In der in den Fig. 6, 10 und 11 wiedergegebenen Passivstellung des Auslösehebels
35 ermöglicht der Auslösehebel 35 ein Verschwenken des Riegels 24 in dessen Verriegelungsstellung
sowie indirekt ein Verschwenken des Sicherungshebels 26 in dessen Sicherungsstellung.
[0034] Der Auslösehebel 35 ist in seiner Aktivstellung 35 so positioniert, dass er durch
das Anbringen des jeweiligen Anschlagelements 2 am jeweiligen Sicherungselement 3
zwangsläufig in seine Passivstellung überführt wird. Hierzu ragt der Auslösehebel
35 gemäß Fig. 12 in seiner Aktivstellung soweit in die Einführöffnung 16 hinein, dass
das Sicherungselement 3 beim Einführen den Auslösehebel 35 zwangsläufig betätigt und
somit aus dessen Aktivstellung herausschwenkt, um zur Aufnahme 15 gelangen zu können.
Das Sicherungselement 3 muss also den Auslösehebel 35 verdrängen, um durch die Einführöffnung
16 zur Aufnahme 15 gelangen zu können. Diese Bauweise hat zur Folge, dass mit dem
Anhängen des Anschlagelements 2 am Sicherungselement 3 zwangsläufig der Riegel 24
in seine Verriegelungsstellung überführt wird, während gleichzeitig auch der Sicherungshebel
26 in seine Sicherungsstellung überführt wird. Dadurch kann sofort nach dem Anlegen
des Anschlagelements 2 am Sicherungselement 3 eine effektive Personensicherung gewährleistet
werden.
[0035] Der Auslösehebel 35 ist mit Hilfe eines Druckfederantriebs 41 in seine jeweilige
Endstellung, also entweder in die Aktivstellung oder in die Passivstellung, vorgespannt.
Besagter Druckfederantrieb 41 weist sowohl für die Aktivstellung als auch für die
Passivstellung eine Übertotpunktstellung auf. Der Druckfederantrieb 41 ist einerseits
bei einer mit 42 bezeichneten Lagerstelle am Sicherungshebel 26 abgestützt. Andererseits
ist der Druckfederantrieb 41 an einer mit 43 bezeichneten Lagerstelle am Auslösehebel
35 abgestützt. Alternativ könnte der Druckfederantrieb 41 seine Lagerstelle 42 auch
am Gehäuse 12 statt am Sicherungshebel 26 aufweisen.
[0036] In der in den Fig. 10 und 11 gezeigten Passivstellung des Auslösehebels 35 befindet
sich die auslösehebelseitige Lagerstelle 43 rechts von einer durch die sicherungshebelseitige
Lagerstelle 42 und durch die Auslösehebel-Schwenkachse 36 gehenden gedachten Geraden.
Im Unterschied dazu befindet sich die auslösehebelseitige Lagerstelle 43 in der in
Fig. 12 gezeigten Aktivstellung des Auslösehebels 35 links von der genannten Geraden,
die durch die sicherungshebelseitige Lagerstelle 42 und durch die Auslösehebel-Schwenkachse
36 geht. Um von der einen Stellung zur anderen zu gelangen, muss also der Abstand
zwischen den beiden Lagerstellen 42, 43 des Druckfederantriebs 41 bis zur Totpunktstellung
verkürzt werden, in welcher die beiden Lagerstellen 42, 43 und die Auslösehebel-Schwenkachse
36 auf einer gemeinsamen Geraden liegen. Dementsprechend sind die beiden Endstellungen
des Auslösehebels 35, also die Aktivstellung und die Passivstellung stabile Übertotpunktstellungen.
Um von der einen Stellung in die andere Stellung zu gelangen, muss besagte labile
Totpunktstellung überwunden werden. Bis dahin muss der Auslösehebel 35 gegen die Rückstellkraft
des Druckfederantriebs 41 verschwenkt werden. Beim Überwinden der Totpunktstellung
treibt der Druckfederantrieb 41 den Auslösehebel 35 dann selbsttätig in die jeweils
andere Stellung an.
[0037] Bei den hier gezeigten Ausführungsformen ist der Riegel 24 als direkt manuell betätigbarer
Riegel 24 ausgestaltet, der beispielsweise mittels Zeigefinder und Mittelfinger betätigbar
ist. Gleichzeitig ist hier der Sicherungshebel 26 hier als direkt manuell betätigbarer
Sicherungshebel 26 ausgestaltet, der beispielsweise mit einem Daumen betätigbar ist.
Sicherungshebel 26 und Riegel 24 sind hier an einander gegenüberliegenden Seiten des
jeweiligen Anschlagelements 2 angeordnet, wodurch eine Einhandbedienung möglich ist.
[0038] Mit Bezug auf die Fig. 10 bis 12 soll im Folgenden noch kurz ein Entriegelungsvorgang
bzw. ein Verriegelungsvorgang erläutert werden. In Fig. 10 liegt der Verriegelungszustand
der Riegeleinrichtung 9 vor. Der Riegel 24 weist seine Verriegelungsstellung auf.
Erkennbar verschließt dabei der Riegel 24 in seiner Verriegelungsstellung die Einführöffnung
16, so dass es nicht möglich ist, das Anschlagelement 2 zerstörungsfrei vom Sicherungselement
3 zu entfernen. Der Sicherungshebel 26 nimmt seine Sicherungsstellung ein. Der Auslösehebel
35 befindet sich in seiner Passivstellung. Der Sperrhebel 22 befindet sich in seiner
Ruhelage. Das Sicherungselement 3 befindet sich in der Aufnahme 15. Insbesondere liegt
die Rolle 11 auf dem Sicherungselement 3 auf.
[0039] Zum Entsichern betätigt der Anwender gemäß Fig. 11 zunächst den Sicherungshebel 26,
um diesen in die Entsicherungsstellung zu verschwenken. Zwangsläufig wird dabei der
Sperrhebel 22 betätigt, wodurch dieser in die Sperrstellung verschwenkt. Anschließend
betätigt der Anwender gemäß Fig. 12 den Riegel 24 und verschwenkt diesen in die Entriegelungsstellung.
Bei diesem Schwenkvorgang wird der Auslösehebel 35 zwangsläufig mit verstellt, da
der Riegel 24 hier zum Antreiben des Auslösehebels 35 vorgesehen ist. Der Auslösehebel
35 schwenkt hierbei so durch die Aufnahme 15 hindurch, dass er das darin angeordnete
Sicherungselement 3 aus der Aufnahme 15 heraustreibt. Hierdurch unterstützt der Auslösehebel
35 das Entfernen des Anschlagelements 2 vom Sicherungselement 3.
[0040] Beim Anbringen des Anschlagelements 2 am Sicherungselement 3 verdrängt nun das Sicherungselement
3 den Auslösehebel 35, wodurch dieser nach Überwindung der Totpunktstellung selbsttätig
in seine Passivstellung schnappt. Dabei wird zum einen der Riegel 24 in dessen Verriegelungsstellung
zwangsläufig angetrieben. Zum anderen wird dadurch auch der Sicherungshebel 26 wieder
freigegeben, wodurch dieser in die Sicherungsstellung verschwenken kann. Der Sicherungshebel
26 kann dabei federbelastet sein. Hier ist der Sicherungshebel 26 durch den Druckfederantrieb
41 angetrieben. *****
1. Sicherungseinrichtung zum Schutz von Personen vor Absturz,
- mit zwei Anschlagelementen (2), die jeweils an einem ortsfesten Sicherungselement
(3) lösbar anbringbar sind und die jeweils über ein Verbindungselement (4) mit der
zu sichernden Person verbindbar sind,
- wobei jedes Anschlagelement (2) eine Riegeleinrichtung (9) aufweist, die zwischen
einem Entriegelungszustand, in dem das jeweilige Anschlagelement (2) am jeweiligen
Sicherungselement (3) anbringbar oder davon lösbar ist, und einem Verriegelungszustand
verstellbar ist, in dem das jeweilige am jeweiligen Sicherungselement (3) angebrachte
Anschlagelement (2) nicht vom jeweiligen Sicherungselement (3) zerstörungsfrei lösbar
ist,
- wobei eine Kopplungseinrichtung (10) vorgesehen ist, die mit den Riegeleinrichtungen
(9) der beiden Anschlagelemente (2) gekoppelt ist, derart, dass sie im Entriegelungszustand
der Riegeleinrichtung (9) des einen Anschlagelements (2) die Riegeleinrichtung (9)
des anderen Anschlagelements (2) in deren Verriegelungszustand blockiert, dadurch gekennzeichnet,
- dass die Kopplungseinrichtung (10) rein mechanisch arbeitet und für jede Riegeleinrichtung
(9) jeweils einen um eine Sperrhebel-Schwenkachse (23) verschwenkbaren Sperrhebel
(22) aufweist, der in eine Sperrstellung zum Blockieren der jeweiligen Riegeleinrichtung
(9) in deren Verriegelungszustand verschwenkbar ist.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Ausgangssituation die Riegeleinrichtungen (9) beider Anschlagelemente (2)
jeweils in ihren Verriegelungszustand verstellt sind.
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Ausganssituation die Sperrhebel (22) beider Riegeleinrichtungen (9) nicht
in ihre Sperrstellung verschwenkt sind, so dass sie die Riegeleinrichtungen (9) nicht
blockieren.
4. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Riegeleinrichtung (9) einen zwischen einer dem Verriegelungszustand
der Riegeleinrichtung (9) zugeordneten Verriegelungsstellung und einer dem Entriegelungszustand
der Riegeleinrichtung (9) zugeordneten Entriegelungsstellung verschwenkbaren Riegel
(24) aufweist.
5. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Riegeleinrichtung (9) einen zwischen einer den Riegel (24) in dessen
Verriegelungsstellung blockierenden Sicherungsstellung und einer ein Verschwenken
des Riegels (24) zwischen dessen Verriegelungsstellung und dessen Entriegelungsstellung
ermöglichenden Entsicherungsstellung verschwenkbaren Sicherungshebel (26) aufweist.
6. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Sperrhebel (22) in seiner Sperrstellung den Riegel (24) in dessen Verriegelungsstellung
und/oder den Sicherungshebel (26) in dessen Sicherungsstellung blockiert.
7. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungseinrichtung (10) ein Kraftübertragungselement (19) aufweist, über das
die den beiden Riegeleinrichtungen (9) zugeordneten Sperrhebel (22) miteinander gekoppelt
sind, derart, dass eine Schwenkbetätigung des einen Sperrhebels (22) den anderen Sperrhebel
(22) in dessen Sperrstellung verschwenkt.
8. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
- dass innerhalb der jeweiligen Riegeleinrichtung (9) der Riegel (24) und/oder der Sicherungshebel
(26) mit dem Sperrhebel (22) zu dessen Betätigung zusammenwirkt, und/oder
- dass der jeweilige Sperrhebel (22) zum Blockieren der jeweiligen Riegeleinrichtung (9)
in einer Drehrichtung (34) aus einer Ruhelage heraus in seine Sperrstellung verschwenkt,
während er bei seiner Betätigung in einer entgegengesetzten anderen Drehrichtung (31)
aus der Ruhelage heraus verschwenkt.
9. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kraftübertragungselement (19) als Zugkraftübertragungselement, insbesondere als
Bowdenzug, ausgestaltet ist.
10. Sicherungseinrichtung zumindest nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Riegeleinrichtung (9) einen zwischen einer Aktivstellung und einer
Passivstellung verschwenkbaren Auslösehebel (35) aufweist, der in seiner Aktivstellung
den Riegel (24) in dessen Entriegelungsstellung und/oder den Sicherungshebel (26)
in dessen Entsicherungsstellung blockiert und der durch das Anbringen des jeweiligen
Anschlagelements (2) am jeweiligen Sicherungselement (3) zwangsläufig in seine Passivstellung
überführbar ist, in welcher er ein Verschwenken des Riegels (24) in dessen Verriegelungsstellung
und/oder ein Verschwenken des Sicherungshebels (26) in dessen Sicherungsstellung ermöglicht.
11. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das jeweilige Anschlagelement (2) eine Aufnahme (15) mit einer Einführöffnung (16)
aufweist,
- dass beim Anbringen des Anschlagelements (2) am Sicherungselement (3) das Sicherungselement
(3) durch die Einführöffnung (16) eingeführt wird und zur Aufnahme (15) gelangt,
- dass der Auslösehebel (35) in seiner Aktivstellung so in die Einführöffnung (16) hineinragt,
dass das Sicherungselement (3) beim Einführen den Auslösehebel (35) zwangsläufig betätigt
und aus dessen Aktivstellung verschwenkt, um zur Aufnahme (15) gelangen zu können.
12. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslösehebel (35) mit einem Druckfederantrieb (41), der sowohl in der Aktivstellung
also auch in der Passivstellung eine Übertotpunktstellung aufweist, in seine jeweilige
Stellung vorgespannt ist, so dass er insbesondere bei Überwindung der Totpunktstellung
gegen die Rückstellkraft des Druckfederantriebs (41) selbsttätig in seine jeweils
andere Stellung verschwenkt.
13. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auslösehebel (35) beim Verschwenken von seiner Passivstellung in seine Aktivstellung
so durch die Aufnahme (15) hindurchschwenkt, dass er dabei ein gegebenenfalls in der
Aufnahme (15) angeordnete Sicherungselement (3) aus der Aufnahme (15) heraustreibt.
14. Sicherungseinrichtung zumindest nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Riegel (24) in seiner Verriegelungsstellung eine Einführöffnung (16)
verschließt, durch die das Sicherungselement (3) herausbewegt werden muss, wenn das
jeweilige Anschlagelement (2) vom Sicherungselement (3) entfernt werden soll.
15. Sicherungseinrichtung zumindest nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Riegel (24) als direkt manuell betätigbarer Riegel (24) ausgestaltet ist, und/oder
- dass der Sicherungshebel (26) als direkt manuell betätigbarer Sicherungshebel (26) ausgestaltet
ist, und/oder
- dass der Sicherungshebel (26) und der Riegel (24) an gegenüberliegenden Seiten des Anschlagelements
(2) angeordnet sind.
16. Sicherungseinrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Anschlagelement (2) nur eine einzige Rolle (11) aufweist.
1. A securing device for protecting individuals against falling,
- comprising two stop elements (2), which in each case can be attached releasably
to a positionally fixed securing element (3) and which in each case can be connected
via a connecting element (4) to the individual, who is to be secured,
- wherein each stop element (2) encompasses a locking device (9), which can be adjusted
between an unlocking state, in which the respective stop element (2) can be attached
to the respective securing element (3) or can be released therefrom, and a locking
state, in which the respective stop element (2), which is attached to the respective
securing element (3), cannot be released from the respective securing element (3)
in a non-destructive manner,
- wherein provision is made for a coupling device (10), which is coupled to the locking
devices (9) of the two stop elements (2) in such a manner that, in the unlocking state
of the locking device (9) of the one stop element (2), it blocks the locking device
(9) of the other stop element (2) in its locking state,
characterized in
that the coupling device (10) is working purely mechanically and encompasses a blocking
lever (22) respectively pivotable around a blocking lever pivot axis (23) for each
locking device (9), said blocking lever (22) being capable of being pivoted into a
blocking position for blocking the respective locking device (9) in its locking state.
2. The securing device according to claim 1,
characterized in
that in a starting situation the locking device (9) of both stop elements (2) is put in
its locking state.
3. The securing device according to claim 2,
characterized in
that in the starting situation the blocking lever (22) of both locking devices (9) are
not pivoted in in their locking state so that they do not block the locking devices
(9).
4. The securing device according to one of the claims 1 to 3,
characterized in
that the respective locking device (9) encompasses a lock (24), which can be pivoted between
a locking position, which is assigned to the locking state of the locking device (9),
and an unlocking position, which is assigned to the unlocking state of the locking
device (9).
5. The securing device according to claim 2,
characterized in
that the respective locking device (9) encompasses a securing lever (26), which can be
pivoted between a securing position, which blocks the lock (24) in its locking position,
and an unlocking position, which makes it possible to pivot the lock (24) between
its locking position and its unlocking position.
6. The securing device according to claim 4 or 5, characterized in that the respective blocking lever (22), in its blocking position, blocks the lock (24)
in its locking position and/or blocks the securing lever (26) in its securing position.
7. The securing device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the coupling device (10) encompasses a power transmission element (19), via which
the blocking levers (22), which are assigned to the two locking devices (9), are coupled
to one another, in such a manner that a pivoting actuation of the one blocking lever
(22) pivots the other blocking lever (22) in its blocking position.
8. The securing device according to claim 7,
characterized in
- that the lock (24) and/or the securing lever (26) interacts with the blocking lever (22)
for the actuation thereof within the respective locking device (9), and/or
- that, the respective blocking lever (22), for blocking the respective locking device (9)
in a direction of rotation (34), pivots out of a rest position into its blocking position,
while it is pivoted out of the rest position in response to its actuation in an opposite
other direction of rotation (31).
9. The securing device according to one of claims 5 to 7, characterized in that the power transmission element (19) is embodied as a tensile force transmission element,
in particular as a Bowden cable.
10. The securing device according to at least claim 4 or 5, characterized in that the respective locking device (9) encompasses a release lever (35), which can be
pivoted between an active position and a passive position and which, in its active
position, blocks the lock (24) in its unlocking position and/or the securing lever
(26) in its release position and which, by attaching the respective stop element (2)
to the respective securing element (3), can inevitably be transferred into its passive
position, in which is provides for a pivoting of the lock (24) in its locking position
and/or a pivoting of the securing lever (26) in its securing position.
11. The securing device according to claim 10,
characterized in
- that the respective stop element (2) encompasses an accommodation (15) comprising an insertion
opening (16),
- that the securing element (3) is inserted through the insertion opening (16) and reaches
the accommodation (15) when the stop element (2) is attached to the securing element
(3),
- that the release lever (35), in its active position, projects into the insertion opening
(16) to the extent that the securing element (3) is inevitably actuated in response
to the insertion of the release lever (35) and pivots out of its active position,
so as to be able to reach the accommodation (15).
12. The securing device according to claim 10 or 11,
characterized in
that the release lever (35) is pretensioned into its respective position by means of a
pressure spring actuation (41) which encompasses an over dead center position in the
active position as well in the passive position, so that it automatically pivots against
the reset force of the pressure spring actuation (41) into its respective other position,
in particular in response to overcoming the dead center position.
13. The securing device according to one of claims 10 to 12,
characterized in
that the release lever (35), in response to pivoting from its passive position into its
active position, pivots through the accommodation (15) in such a manner that it thereby
drives a securing element (3), which, if applicable, is arranged in the accommodation
(15), out of the accommodation (15).
14. The securing device according to at least claim 4,
characterized in
that the respective lock (24), in its locking position, locks an insertion opening (16),
through which the securing element (3) must be moved out when the respective stop
element (2) is to be removed from the securing element (3).
15. The securing device according to at least claim 4 or 5,
characterized in
- that the lock (24) is embodied as a directly manually actuatable lock (24) and/or
- that the securing lever (26) is embodied as a directly manually actuatable securing lever
(26) and/or
- that the securing lever (26) and the lock (24) are arranged at opposite sides of the stop
element (2).
16. The securing device according to one of claims 1 to 14, characterized in that the respective stop element (2) encompasses only a single roller (11).
1. Système de protection anti-chute pour des personnes,
- comprenant deux éléments de butée (2), qui peuvent être installés de manière amovible
respectivement au niveau d'un élément de protection (3) stationnaire et qui peuvent
être reliés à la personne à protéger respectivement par l'intermédiaire d'un élément
de liaison (4),
- dans lequel chaque élément de butée (2) présente un système à verrou (9), qui peut
être déplacé entre un état de déverrouillage, dans lequel l'élément de butée (2) respectif
peut être installé au niveau de l'élément de protection (3) respectif ou en être détaché,
et un état de verrouillage, dans lequel l'élément de butée (2) respectif installé
au niveau de l'élément de protection (3) respectif ne peut être détaché sans dégradation
de l'élément de protection (3) respectif,
- dans lequel un système de couplage (10) est prévu, lequel est couplé aux systèmes
à verrou (9) des deux éléments de butée (2) de telle manière qu'il bloque, dans l'état
de déverrouillage du système à verrou (9) de l'un des éléments de butée (2), le système
à verrou (9) de l'autre élément de butée (2) dans son état de verrouillage,
caractérisé en ce
- que le système de couplage (10) fonctionne de manière purement mécanique et présente,
pour chaque système à verrou (9), respectivement un levier de fermeture (22) pouvant
pivoter autour d'un axe de pivotement de levier de fermeture (23), lequel peut pivoter
dans une position de fermeture afin de bloquer le système à verrou (9) respectif dans
son état de verrouillage.
2. Système de protection selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que dans une situation de départ, les systèmes à verrou (9) des deux éléments de butée
(2) sont déplacés respectivement dans leur état de verrouillage.
3. Système de protection selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que dans la situation de départ, les leviers de fermeture (22) des deux systèmes à verrou
(9) ne sont pas pivotés dans leur position de fermeture de sorte qu'ils ne bloquent
pas les systèmes à verrou (9).
4. Système de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que le système à verrou (9) respectif présente un verrou (24) pouvant pivoter entre une
position de verrouillage associée à l'état de verrouillage du système à verrou (9)
et une position de déverrouillage associée à l'état de déverrouillage du système à
verrou (9).
5. Système de protection selon la revendication 4,
caractérisé en ce
que le système à verrou (9) respectif présente un levier de protection (26) pouvant pivoter
entre une position de protection bloquant le verrou (24) dans sa position de verrouillage
et une position de désarmement de protection permettant un pivotement du verrou (24)
entre sa position de verrouillage et sa position de déverrouillage.
6. Système de protection selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce
que le levier de fermeture (22) respectif dans sa position de fermeture bloque le verrou
(24) dans sa position de verrouillage et/ou le levier de protection (26) dans sa position
de protection.
7. Système de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que le système de couplage (10) présente un élément de transmission de force (19), par
l'intermédiaire duquel les leviers de fermeture (22) associés aux deux systèmes à
verrou (9) sont couplés entre eux de telle manière qu'un actionnement par pivotement
de l'un des leviers de fermeture (22) fait pivoter l'autre levier de fermeture (22)
dans sa position de fermeture.
8. Système de protection selon la revendication 7,
caractérisé en ce
- que le verrou (24) et/ou le levier de protection (26) coopèrent, à l'intérieur du système
à verrou (9) respectif, avec le levier de fermeture (22) aux fins de son actionnement,
et/ou
- que le levier de fermeture (22) respectif pivote afin de bloquer le système à verrou
(9) respectif dans une direction de rotation (34) hors d'une position de repos dans
sa position de fermeture, tandis qu'il pivote, lors de son actionnement dans une autre
direction de rotation (31) opposée, hors de la position de repos.
9. Système de protection selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce
que l'élément de transmission de force (19) est configuré sous la forme d'un élément
de transmission de force de traction, en particulier sous la forme d'un câble Bowden.
10. Système de protection au moins selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce
que le système à verrou (9) respectif présente un levier de déclenchement (35) pouvant
pivoter entre une position active et une position passive, lequel bloque, dans sa
position active, le verrou (24) dans sa position de déverrouillage et/ou le levier
de protection (26) dans sa position de désarmement de protection et qui peut être
transféré obligatoirement dans sa position passive en installant l'élément de butée
(2) respectif au niveau de l'élément de protection (3) respectif, position passive
dans laquelle il permet un pivotement du verrou (24) dans sa position de verrouillage
et/ou un pivotement du levier de protection (26) dans sa position de protection.
11. Système de protection selon la revendication 10,
caractérisé en ce
- que l'élément de butée (2) respectif présente un logement (15) avec une ouverture d'introduction
(16),
- que lors de l'installation de l'élément de butée (2) au niveau de l'élément de protection
(3), l'élément de protection (3) est introduit à travers l'ouverture d'introduction
(16) et parvient jusqu'au logement (15).
- que le levier de déclenchement (35) dans sa position active dépasse dans l'ouverture
d'introduction (16) de telle sorte que l'élément de protection (3) actionne obligatoirement
lors de l'introduction le levier de déclenchement (35) et le fait pivoter hors de
sa position active afin de pouvoir parvenir jusqu'au logement (15).
12. Système de protection selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce
que le levier de déclenchement (35) est précontraint dans sa position respective par
un entraînement à ressort de pression (41), qui présente, aussi bien dans la position
active que dans la position passive, une position de point mort, de sorte qu'il pivote
de manière autonome dans son autre position respective en particulier en surmontant
la position de point mort à l'encontre de la force de rappel de l'entraînement à ressort
de pression (41).
13. Système de protection selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce
que le levier de déclenchement (35) pivote, lors du pivotement de sa position passive
dans sa position active, à travers le logement (15) de telle sorte qu'il entraîne,
ce faisant, un élément de protection (3), disposé éventuellement dans le logement
(15), hors du logement (15).
14. Système de protection au moins selon la revendication 4,
caractérisé en ce
que le verrou (24) respectif ferme, dans sa position de verrouillage, une ouverture d'introduction
(16), par laquelle l'élément de protection (3) doit être sorti quand l'élément de
butée (2) respectif doit être retiré de l'élément de protection (3).
15. Système de protection au moins selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce
- que le verrou (24) est configuré sous la forme d'un verrou (24) pouvant être actionné
directement manuellement, et/ou
- que le levier de protection (26) est configuré sous la forme d'un levier de protection
(26) pouvant être actionné directement manuellement, et/ou
- que le levier de protection (26) et le verrou (24) sont disposés au niveau de côtés se
faisant face de l'élément de butée (2).
16. Système de protection selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce
que l'élément de butée (2) respectif présente seulement un unique galet (11).