[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Sicherheitstextilien in
einer der Farben fluoreszierendes Gelb, fluoreszierendes Orangerot oder fluoreszierendes
Rot.
[0002] Es sind bereits reflektierende Sicherheitswesten bekannt, die die DIN-Normen EN 340
und EN 471 erfüllen. Derartige Sicherheitswesten müssen seit einiger Zeit in Kraftfahrzeugen
mitgeführt werden. Sie werden im Fälle einer Fahrzeugpanne oder im Falle eines Unfalls
von den Fahrzeuginsassen, die das Fahrzeug beispielsweise zum Zwecke eines Reifenwechsels,
etc., verlassen, angezogen, damit die Fahrer nachfolgender Fahrzeuge bereits aus größerer
Entfernung darauf aufmerksam werden, dass sich Personen auf oder in der Nähe der Fahrbahn
aufhalten. Derartige bekannte reflektierende Sicherheitswesten, die in der Farbe fluoreszierendes
Orangerot vorliegen, bestehen aus Polyester. Sie können in der Praxis lediglich als
Warnwesten verwendet werden. Weitere vorteilhafte Eigenschaften wie beispielsweise
eine schwere Entflammbarkeit, insbesondere keine Lochbildung, kein schmelzencles Abtropfen
und eine geringe Nachglimmzeit, weisen derartige aus Polyester bestehende Warnwesten
nicht auf.
[0003] Des Weiteren ist aus der
DE 103 61 063 A1 ein ein flammhemmendes Material aufweisendes Schutzbekleidungsstück bekannt. Das
flammhemmende Material weist ein textiles Flächengebilde mit einer Beschichtung aus
einem Silikonmaterial auf. Das textile Flächengebilde enthält mindestens ein schwer
entflammbares Fasermaterial ohne fluoreszierende Farbe und enthält Zwischenräume,
die in dem textilen Flächengebilde verteilt angeordnet sind und dieses derart durchdringen,
dass Luft durch das textile Flächengebilde gelangen kann. Das textile Flächengebilde
ist im Wesentlichen vollständig mit dem Silikonmaterial beschichtet, wobei jedoch
das Silikonmaterial die Zwischenräume im Flächengebilde nicht vollständig ausfüllt.
Das Silikonmaterial enthält einen Anteil von 40% bis 75% bezogen auf das Flächengewicht
des Materials und enthält Leuchtpigmente mit einem Anteil von maximal 30% bezogen
auf die Menge des Silikonmaterials. Bei dem schwer entflammbaren Fasermaterial kann
es sich um Aramidfasern handeln.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein neues Verfahren zur Herstellung von
Sicherheitstextilien in einer der Farben fluoreszierendes Gelb, fluoreszierendes Orangerot
oder fluoreszierendes Rot anzugeben, mittels dessen Sicherheitstextilien mit verbesserten
Eigenschaften hergestellt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den abhängigen Ansprüchen 2 - 14.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt in einem ersten Schritt ein Vorfärben des
textilen Ausgangsmaterials, bei welchem es sich vorzugsweise um Aramid, eine Aramidmischung,
Modacryl oder eine Modacrylmischung handelt. Dieses Vorfärben erfolgt in der gewünschten
Farbe und zwar derart, dass das vorgefärbte, fluoreszierende Material einen vorgegebenen
ersten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist und die Farbe des vorgefärbten, fluoreszierenden
Materials innerhalb einer der gewünschten Farbe zugeordneten Farbraute mit vorgegebenen
Eckpunkten liegt. Dabei ist der vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor kleiner
als derjenige Mindestleuchtdichtefaktor, der gemäß der Schutznorm EN 471 für diese
Farbe vorgegeben ist. Die der gewünschten Farbe zugeordnete Farbraute hat hingegen
Eckpunkte, die mit den Eckpunkten der Schutznorm EN 471 übereinstimmen. Dies bedeutet,
dass bereits beim Vorfärben darauf geachtet wird, dass das vorgefärbte Material einen
vorgegebene ersten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist und der Farbort des vorgegebenen
Materials vor einer Belichtung die Bedingungen der Schutznorm EN 471 erfüllt.
[0007] In einem nachfolgenden zweiten Schritt erfolgt ein Überfärben des vorgefärbten fluoreszierenden
Materials mit einem Gemisch aus Leuchtpigmentfarbstoff der gewünschten Farbe und einem
Bindemittel derart, dass das überfärbte fluoreszierende Material einen vorgegebenen
zweiten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist und die Farbe des überfärbten, fluoreszierenden
Materials innerhalb der der gewünschten Farbe zugeordneten Farbraute liegt. Dabei
ist der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor derjenige Mindestleuchtdichtefaktor,
der gemäß der Schutznorm EN 471 für die jeweilige Farbe vorgegeben ist. Dies bedeutet,
dass durch das Überfärben der Mindestleuchtdichtfaktor lediglich vergleichsweise geringfügig
vom ersten Mindestleuchtdichtefaktor zum zweiten Mindestleuchtdichtefaktor erhöht
werden muss, wozu vergleichsweise wenig Leuchtstoffpigmente notwendig sind.
[0008] In einem nachfolgenden dritten Schritt erfolgt ein Trocknen des überfärbten Materials
auf einem Trocknungsaggregat.
[0009] Ein weiterer Vorteil des vorstehend beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass
ein eventuelles Ablösen oder Abreiben des Gemisches aus getrocknetem Leuchtpigmentfarbstoff
und Bindemittel für das menschliche Auge weitgehend unsichtbar bleibt, da das unterhalb
des genannten Gemisches vorliegende Material ebenfalls die gewünschte fluoreszierende
Farbe aufweist, die innerhalb der zugehörigen Farbraute liegt.
[0010] Da - wie oben ausgeführt wurde - aufgrund der erfolgten Vorfärbung nur vergleichsweise
wenig Leuchtstoffpigmente im Rahmen der überfärbung benötigt werden, kann der Anteil
von Bindematerial bezogen auf das Flächengewicht des Materials vergleichsweise klein
gehalten werden. Er liegt vorzugsweise in einem Bereich von 1% bis 20% bezogen auf
das Flächengewicht des Materials. Besonders gute Ergebnisse können erzielt werden,
wenn er im Bereich von 2% bis 15% liegt. Auch die Menge der Leuchtpigmente kann klein
gehalten werden. Sie liegt vorzugsweise im Bereich von 5% bis 20% bezogen auf das
Flächengewicht des Materials.
[0011] In vorteilhafter Weise erfolgt beim Vorfärben ein Vorfärben jeder einzelnen Faser
des textilen Ausgangsmaterials. Dieses Vorfärben erfolgt beispielsweise im Ausziehverfahren.
Dabei erfolgt eine Verbindung des jeweiligen Farbstoffes mit dem Fasermaterial, so
dass die einzelnen Fasern mit dem Farbstoff durchtränkt werden. Des Weiteren haftet
sich beim überfärbe das verwendete Gemisch aus Leuchtpigmentfarbstoff und Bindemittel,
bei dem es sich um ein Bindemittel aus einer silikonfreien Polymerzubereitung handelt,
am Außenumfang jeder einzelnen Faser an. Dieses Anhaften des Gemisches am Außenumfang
jeder einzelnen Faser benötigt zum einen nur wenig Platz und hält die Luftdurchlässigkeit
des überfärbten Materials hoch, da keine Beschichtung eines eine Vielzahl von Fasern
aufweisenden Garnes erfolgt. Dies wiederum hat zur Folge, dass nicht darauf geachtet
werden muss, dass zwischen benachbarten Garnen bzw. Fasern oder Filamenten, etc.,
hinreichend Freiraum verbleibt, um die gewünschte Luftdurchlässigkeit gewährleisten
zu können.
[0012] Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus deren nachfolgender
beispielhafter Erläuterung anhand der Figuren. Es zeigt
- Figur 1
- Skizzen zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Figur 2
- ein Diagramm zur Veranschaulichung der Farbeigenschaften des beim erfindungsgemäßen
Verfahren verarbeiteten Materials und
- Figur 3
- ein Diagramm zur Veranschaulichung der Helligkeitseigenschaften des beim erfindungsgemäßen
Verfahren verarbeiteten Materials.
[0013] Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Sicherheitstextilien hergestellt, die in
einer der Farben fluoreszierendes Gelb, fluoreszierendes Orangerot oder fluoreszierendes
Rot vorliegen. Diese Sicherheitstextilien erfüllen die Vorschriften der Schutznormen
EN 340, EN 471, EN 531 und EN 533. Sicherheitstextilien gemäß vorteilhafter Weiterbildungen
der Erfindung erfüllen auch Schutznormen mit höheren Anforderungen, beispielsweise
die Schutznormen EN 1149-1, EN 1149-2 und EN 1449-3.
[0014] Die Herstellung der Sicherheitstextilien gemäß der vorliegenden Erfindung geschieht
wie folgt:
[0015] Als textiles Ausgangsmaterial wird Aramid, eine Aramidmischung, Modacryl oder eine
Modacrylmischung verwendet. Dieses Ausgangsmaterial liegt als weißes Fasermaterial
vor und hat flammhemmende Eigenschaften. Die einzelnen Fasern bilden Garne, welche
beispielsweise Kett- und Schussfäden eines Gewebes bilden. Des weiteren sind Maschenwaren
oder Vliese möglich.
[0016] Dieses textiles Ausgangsmaterial wird in einem ersten Schritt in der jeweils gewünschten
Farbe, d. h. in fluoreszierendem Gelb, fluoreszierendem Orangerot oder fluoreszierendem
Rot vorgefärbt. Diese Vorfärbung erfolgt beispielsweise im Ausziehverfahren. Dabei
wird das vorzufärbende textile Ausgangsmaterial zusammen mit Wasser, Chemikalien und
dem jeweils gewünschten Farbstoff in einen Färbeapparat oder eine Färbemaschine eingebracht,
in welchem bzw. in welcher durch Temperatur- und Zeiteinwirkung der Farbstoff eine
Verbindung mit dem Fasermaterial eingeht bzw. im oder am Fasermaterial eine physikalische
und/oder chemische Verbindung verursacht, so dass das Fasermaterial die gewünschte
Farbe annimmt. Dabei wird darauf geachtet, dass das vorgefärbte fluoreszierende Material
einen vorgegebenen ersten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist und dass die Farbe des
vorgefärbten fluoreszierenden Materials innerhalb einer Farbraute mit vorgegebenen
Eckpunkten liegt.
[0017] Handelt es sich bei der gewünschten Farbe um fluoreszierendes Gelb, dann beträgt
der vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor 0,5 und die vorgegebenen Eckpunkte
der zugehörigen Farbraute lauten wie folgt:
| x |
y |
| 0,387 |
0,610 |
| 0,356 |
0,494 |
| 0,398 |
0,452 |
| 0,460 |
0,540. |
[0018] Dieser vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor ist kleiner als derjenige Mindestleuchtdichtefaktor,
welchen Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Gelb gemäß der Schutznorm EN
471 aufweisen muss. Die angegebene Farbraute entspricht hingegen derjenigen Farbraute,
welche der Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Gelb gemäß der Schutznorm
EN 471 zugeordnet ist.
[0019] Handelt es sich bei der gewünschten Farbe um fluoreszierendes Orangerot, dann beträgt
der vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor 0,3 und die vorgegebenen Eckpunkte
der zugehörigen Farbraute lauten wie folgt:
| x |
y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,570 |
0,340 |
| 0,655 |
0,345. |
[0020] Dieser vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor ist kleiner als derjenige Mindestleuchtdichtefaktor,
welchen Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Orangerot gemäß der Schutznorm
EN 471 aufweisen muss. Die angegebene Farbraute entspricht hingegen derjenigen Farbraute,
welche der Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Orangerot gemäß der Schutznorm
EN 471 zugeordnet ist.
[0021] Handelt es sich bei der gewünschten Farbe um fluoreszierendes Rot, dann beträgt der
vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor 0,2 und die vorgegebenen Eckpunkte der
zugehörigen Farbraute lauten wie folgt:
| x |
y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,595 |
0,315 |
| 0,690 |
0,310. |
[0022] Dieser vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefäktor ist kleiner als derjenige Mindestleuchtdichtefaktor,
welchen Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Rot gemäß der Schutznorm EN 471
aufweisen muss. Die angegebene Farbraute entspricht hingegen derjenigen Farbraute,
welche der Schutzkleidung in der Farbe fluoreszierendes Rot gemäß der Schutznorm EN
471 zugeordnet ist.
[0023] Anschließend wird das vorgefärbte fluoreszierende Material mit einem Gemisch aus
dem jeweils gewünschten Leuchtpigmentfarbstoff und einem Bindemittel überfärbt. Als
Bindemittel wird eine silikonfreie Polymerzubereitung verwendet, die als solche nahezu
transparent ist. Beispiele für derartige Bindemittel sind Polyacrylate und Polyvinylacetate.
Die Menge des benötigten Bindemittels bezogen auf das Flächengewicht des vorgefärbten
fluoreszierenden Materials liegt im Bereich von 1% bis 20%, vorzugsweise 2% bis 15%.
Die Menge des benötigten Leuchtpigmentfarbstoffes bezogen auf das Flächengewicht des
Materials ist aufgrund der erfolgten Vorfärbung ebenfalls vergleichsweise gering.
Sie liegt vorzugsweise im Bereich von 5% bis 20%. Die Applikation des genannten Gemisches
auf das vorgefärbte fluoreszierende Material wird vorzugsweise durch ein Foulardieren
vorgenommen. Bei dieser Überfärbung erfolgt eine Anlagerung bzw. Anhaftung des Gemisches
aus Leuchtpigmentfarbstoff und Bindemittel an dem Außenumfang jeder einzelnen Faser
des vorgefärbten Materials. Durch diese Überfärbung weist das überfärbte fluoreszierende
Material einen vorgegebenen zweiten Mindestleuchtdichtefaktor auf. Die Farbe des überfärbten,
fluoreszierenden Materials liegt innerhalb derselben bereits oben spezifizierten jeweiligen
Farbraute mit den vorgegebenen Eckpunkten. Der vorgegebene zweite Mihdestleuchtdichtefaktor
entspricht demjenigen Mindestleuchtdichtefaktor, der der jeweiligen fluoreszierenden
Farbe gemäß der Schutznorm EN 471 zugeordnet ist.
[0024] Handelt es sich bei der gewünschten Farbe um fluoreszierendes Gelb, dann beträgt
der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor 0,7. Handelt es sich bei der gewünschten
Farbe um fluoreszierendes Orangerot, dann beträgt der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor
0,4. Handelt es sich bei der gewünschten Farbe um fluoreszierendes Rot, dann beträgt
der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor 0,25.
[0025] Nach der vorstehend beschriebenen Überfärbung erfolgt in einem weiteren Schritt ein
Trocknen des überfärbten Materials auf einem Trocknungsaggregat, beispielsweise auf
einem Spannrahmen.
[0026] Ein Vorteil des vorstehend beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass das erhaltene
endprodukt atmungsaktiver bleibt, da selbst zwischen den einzelnen überfärbten Fasern
Luftdurchlässigkeit gegeben ist. Es muss nicht darauf geachtet werden, dass zwischen
benachbarten Garnen, etc., vergleichsweise große luftdurchlässige Zwischenräume verbleiben.
Die mögliche Packungsdichte des überfärbten textilen Materials kann hoch sein.
[0027] Die Figur 1 zeigt Skizzen zur Erläuterung des vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen
Verfahrens. Dabei ist in der Figur 1a eine Querschnittsdarstellung des textilen Ausgangsmaterials
gezeigt, welches in Form von einzelnen Fasern vorliegt, die zu einem Garn 1 vereinigt
sind. Die Fasern sind nicht eingefärbt bzw. weiß.
[0028] Die Figur 1b zeigt das vorgefärbte textile Material. Durch die Schraffur der einzelnen
Fasern ist angedeutet, dass die einzelnen Fasern im Rahmen der Vorfärbung vom jeweiligen
Farbstoff physikalisch und/oder chemische gebunden werden bzw. dass die einzelnen
Fasern den Farbstoff vollständig aufgenommen haben. Das vorgefärbte textile Material
liegt bereits in der gewünschten Farbe vor und hat einen vorgegebenen ersten Mindestleuchtdichtefaktor.
[0029] Die Figur 1c zeigt schließlich das überfärbte Material. Es ist ersichtlich, dass
sich bei der Überfärbung das Gemisch aus Leuchtpigmentfarbstoff und Bindemittel an
den Außenumfang jeder einzelnen Faser anlagert und an dieser anhaftet. Dieses Anhaften
wird dadurch begünstigt, dass die einzelnen Fasern in der Praxis keine glatte Oberfläche
aufweisen.
[0030] Da beim Vorfärben der Farbstoff vollständig vom Fasermaterial aufgenommen wird und
beim Überfärben nur eine Anlagerung eines dünnen Gemischfilmes erfolgt, ist der Raumbedarf
der Färbung insgesamt gering.
[0031] Die Figur 2 zeigt ein Diagramm zur Veranschaulichung der Farbeigenschaften des beim
erfindungsgemäßen Verfahren verarbeiteten Materials. In der Figur 2 ist die der Farbe
fluoreszierendes Gelb zugeordnete Farbraute dargestellt, deren Eckpunkte folgende
Farbkoordingten haben:
| x |
y |
| 0,387 |
0, 610 |
| 0,356 |
0,494 |
| 0,398 |
0,452 |
| 0,460 |
0,540. |
[0032] Weiterhin sind in der Figur 2 weitere Punkte P1, P2, P3 und P4 angegeben. Der Punkt
P1 entspricht dem vorgefärbten, noch nicht belichteten Material, der Punkt P2 dem
vorgefärbten und belichteten Material, der Punkt P3 dem vorgefärbten und überfärbtem,
noch nicht belichteten Material und der Punkt P4 dem vorgefärbten und überfärbten
und belichteten Material.
[0033] Es ist ersichtlich, dass die Punkte P1, P3 und P4 innerhalb der Farbraute liegen,
der Punkt P2 hingegen nicht. Dies bedeutet, dass das vorgefärbte Material zwar bereits
innerhalb der der Farbe fluoreszierendes Gelb entsprechenden Farbraute im Sinne der
Schutznorm EN 471 liegt, nach einer Belichtung aber außerhalb dieser Raute liegt.
Da die Schutznorm EN 471 verlangt, dass das Material auch nach einer Belichtung innerhalb
der jeweiligen Farbraute liegen muss, erfüllt das vorgefärbte Material die Schutzform
EN 471 nicht.
[0034] Es ist weiterhin ersichtlich, dass das überfärbte Material sowohl vor der Belichtung
(Punkt P3) als auch nach der Belichtung (Punkt P4) innerhalb der Farbraute liegt.
Das überfärbte Material erfüllt folglich die Schutznorm EN 471.
[0035] Die Figur 3 zeigt ein Diagramm zur Veranschaulichung der Helligkeitseigenschaften
des beim erfindungsgemäßen Verfahren verarbeiteten Materials. In diesem Diagramm sind
auf der Abszisse die Farbe und längs der Ordinate die Leuchtdichtefaktoren angegeben.
Aus der Figur 3 geht hervor, dass für die Farbe fluoreszierendes Gelb der nach dem
Vorfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin1,g des Materials 0,5 beträgt und
der nach dem Überfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin2,g bei 0,7 liegt.
Weiterhin ist ersichtlich, dass für die Farbe fluoreszierendes Orangerot der nach
dem Vorfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin1, or des Materials 0,3 beträgt
und der nach dem Überfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin2,or bei 0,4
liegt. Ferner zeigt die Figur 3, dass für die Farbe fluoreszierendes Rot der nach
dem Vorfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin1,r des Materials 0,2 beträgt
und der nach dem Überfärben geforderte Mindestleuchtdichtefaktor βmin2,r bei 0,25
liegt.
[0036] Mittels des vorstehend beschriebenen Verfahrens können nach alledem Sicherheitstextilien
hergestellt werden, die die Schutznormen EN 471, EN 533 und EN 531 erfüllen.
[0037] Nachfolgend werden vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben.
[0038] Eine alternative Ausführungsform der Erfindung besteht darin, das Überfärben des
vorgefärbten Materials nicht mittels eines kontinuierlichen Auftragverfahrens wie
Foulardieren durchzuführen, sondern mittels eines diskontinuierlichen Auftragverfahrens.
[0039] Eine erste vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, der zur Überfärbung verwendeten
Mischung ein optisches Aufhellungsmittel beizufügen. Dadurch kann der Leuchtdichtefaktor
des Materials bei Bedarf weiter erhöht werden.
[0040] Eine zweite vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, der zur Überfärbung verwendeten
Mischung ein Flammschutzmittel zuzusetzen. Dies erhöht die Sicherheit einer Einhaltung
der Schutznormen EN 531 und EN 533.
[0041] Eine dritte vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, das überfärbte Material nach
dem Trocknen und Auskondensieren nachzureinigen.
[0042] Gemäß einer vierten vorteilhaften Weiterbildung kann das getrocknete textile Material
einem Applikationsbad zugeführt und dort einer Applikation mit wasserabweisenden und/oder
schmutzabweisenden Effekten unterworfen werden, beispielsweise einer Hydrophobausrüstung,
vorzugsweise einer Fluorkarbonausrüstung. Zusätzlich kann diesem Applikationsbad zur
weiteren Erhöhung der Sicherheit einer Einhaltung der Schutznormen EN 53.1 und EN
533 ein Flammschutzmittel zugesetzt werden.
[0043] Gemäß einer fünften vorteilhaften Weiterbildung kann das überfärbte textile Material
krumpfarm ausgerüstet werden.
[0044] Eine sechste vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, in das Ausgangsmaterial zusätzlich
elektrisch leitende Fasern, Garne oder Zwirne einzuarbeiten. Dies hat den Vorteil,
dass die schließlich fertiggestellte Sicherheitstextilie verbesserte elektrostatische
Eigenschaften aufweist und auch die Schutznormen. EN 1149-1, EN 1149-2 und EN 1149-3
erfüllt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass Metall- oder Karbonfasern
in das Ausgangsmaterial eingearbeitet werden.
[0045] Eine siebte vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, beispielsweise eine größere
Menge Aramidfasern pro Fläche als Ausgangsmaterial zu verwenden. Diese Weiterbildung
hat den Vorteil, dass die gefertigte Sicherheitstextilie auch die Schutznorm Pr ENV
50354 erfüllt. Diese betrifft ein Störlichtprüfverfahren für Materialien und Kleinstücke
für Anwender, die einer Störlichtbogencefährdung ausgesetzt sind.
1. Verfahren zur Herstellung von Sicherheitstextilien in einer der Farben fluoreszierendes
Gelb, fluoreszierendes Orangerot oder fluoreszierendes Rot mit folgenden Verfahrensschritten:
- Vorfärben eines textilen Ausgangsmaterials aus Aramid, einer Aramidmischung, Modacryl
oder einer Modacrylmischung in der gewünschten Farbe derart, dass das vorgefärbte
fluoreszierende Material einen vorgegebenen ersten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist
und die Farbe des vorgefärbten, fluoreszierenden Materials innerhalb einer Farbraute
mit vorgegebenen Eckpunkten liegt,
- Überfärben des vorgefärbten, fluoreszierenden Materials mit einem Gemisch aus Leuchtpigmentfarbstoff
der gewünschten Farbe und einem Bindemittel derart, dass das überfärbte fluoreszierende
Material einen vorgegebenen zweiten Mindestleuchtdichtefaktor aufweist und die Farbe
des überfärbten, fluoreszierenden Materials innerhalb der Farbraute mit vorgegebenen
Eckpunkten liegt und
- Trocknen des überfärbten Materials auf einem Trocknungsaggregat.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die gewünschte Farbe fluoreszierendes Gelb ist, der vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor
gleich 0,5 ist, der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktorgleich 0,7 ist und
die vorgegebenen Eckpunkte der Farbraute wie folgt lauten:
| x |
y |
| 0,387 |
0,610 |
| 0,356 |
0,494 |
| 0,398 |
0,452 |
| 0,460 |
0,540, |
- oder dass die gewünschte Farbe fluoreszierendes Orangerot ist, der vorgegebene erste
Mindestleuchtdichtefaktor gleich 0,3 ist, der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor
0,4 ist und die vorgegebenen Eckpunkte der Farbraute wie folgt lauten:
| x |
y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,570 |
0,340 |
| 0,655 |
0,345, |
- oder dass die gewünschte Farbe fluoreszierendes Rot ist, der vorgegebene erste Mindestleuchtdichtefaktor
gleich 0,2 ist, der vorgegebene zweite Mindestleuchtdichtefaktor gleich 0,25 ist und
die vorgegebenen Eckpunkte der Farbraute wie folgt lauten:
| x |
y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,595 |
0,315 |
| 0,690 |
0,310. |
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorfärben die einzelnen Fasern des textilen Ausgangsmaterials eine physikalische
und/oder chemische Verbindung mit dem Farbstoff eingehen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel eine silikonfreie Polymerzubereitung ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Überfärben das Gemisch aus Leuchtpigmentstoff und Bindemittel sich am Außenumfang
jeder einzelnen Faser des vorgefärbten textilen Materials anhaftet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Überfärben des vorgefärbten textilen Materials ein Aufhellungsmittel zugesetzt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Überfärben des vorgefärbten textilen Materials ein Flammschutzmittel zugesetzt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überfärben des vorgefärbten textilen Materials mittels eines diskontinuierlichen
Auftragverfahrens oder mittels eines kontinuierlichen Auftragverfahrens erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Überfärben des vorgefärbten textilen Materials durch ein Foulardieren erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das getrocknete textile Material nachgereinigt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das getrocknete textile Material einem Applikationsbad zugeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das textile Material im Applikationsbad mit einer wasserabweisenden Oberfläche versehen
wird und/oder
- dass das textile Material im Applikationsbad mit einer schmutzabweisenden Oberfläche
versehen wird und/oder
- dass dem textilen Material im Applikationsbad ein Flammschutzmittel zugesetzt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Material krumpfarm ausgerüstet wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in das Ausgangsmaterial zusätzlich elektrisch leitende Fasern, Garne oder Zwirne
eingearbeitet werden oder dass in das Ausgangsmaterial Karbonfasern eingearbeitet
werden.
1. Method of producing safety textiles in one of the colours fluorescent yellow, fluorescent
orange-red and fluorescent red, by the following method steps:
- pre-colouring a textile starting material of aramide, an aramide mixture, modacryl
or a modacryl mixture in the desired colour in such a manner that the pre-coloured
fluorescent material has a predetermined minimum luminance factor and the colour of
the pre-coloured fluorescent material lies within a colour lozenge with predetermined
corner points,
- over-colouring the pre-coloured fluorescent material by a mixture of luminescent
pigment dye of the desired colour and a binder in such a manner that the over-coloured
fluorescent material has a predetermined second minimum luminance factor and the colour
of the over-coloured fluorescent material lies within the colour lozenge with predetermined
corner points and
- drying the over-coloured material on a drying unit.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
- the desired colour is fluorescent yellow, the predetermined first minimum luminance
factor is equal to 0.5, the predetermined second minimum luminance factor is equal
to 0.7 and the predetermined corner points of the colour lozenge read as follows:
| x |
y |
| 0.387 |
0.610 |
| 0.356 |
0.494 |
| 0.398 |
0.452 |
| 0.460 |
0.540, |
- or that the desired colour is fluorescent orange-red, the predetermined first minimum
luminance factor is equal to 0.3, the predetermined second minimum luminance factor
is equal to 0.4 and the predetermined corner points of the colour lozenge read as
follows:
| x |
y |
| 0.610 |
0.390 |
| 0.535 |
0.375 |
| 0.570 |
0.340 |
| 0.655 |
0.345, |
- or that the desired colour is fluorescent red, the predetermined first minimum luminance
factor is equal to 0.2, the predetermined second minimum luminance factor is equal
to 0.25 and the predetermined corner points of the colour lozenge read as follows:
| x |
y |
| 0.610 |
0.390 |
| 0.535 |
0.375 |
| 0.595 |
0.315 |
| 0.690 |
0.310. |
3. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that in the pre-colouring the individual fibres of the textile starting material enter
into a physical and/or chemical bond with the dye.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the binder is a silicon-free polymer preparation.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that in the over-colouring the mixture of luminescent pigment and binder adheres to the
outer circumference of each individual fibre of the pre-coloured textile material.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that a brightener is added in the over-colouring of the pre-coloured textile material.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that a flame retardant is added in the over-colouring of the pre-coloured textile material.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the over-colouring of the pre-coloured textile material is carried out by means of
a discontinuous coating method or by means of a continuous coating method.
9. Method according to claim 8, characterised in that the over-colouring of the pre-coloured textile material is carried out by pad-dyeing.
10. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the dried textile material is post-cleaned.
11. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the dried textile material is fed to an application bath.
12. Method according to claim 11,
characterised in that
- the textile material is provided in the application bath with a water-repelling
surface and/or
- the textile material is provided in the application bath with a dirt-repelling surface
and/or
- a flame retardant is added to the textile material in the application bath.
13. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the textile material is finished to be low-shrinkage.
14. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that additional electrically conductive fibres, yarns or threads are worked into the starting
material or that carbon fibres are worked into the starting material.
1. Procédé de fabrication de textiles de sécurité dans l'une des couleurs : jaune fluorescent,
rouge orange fluorescent ou rouge fluorescent, comportant les étapes de procédé suivantes
consistant à :
- teindre au préalable un matériau textile de départ composé d'aramide, d'un mélange
d'aramides, de fibres modacryliques ou d'un mélange de fibres modacryliques dans la
couleur souhaitée de telle sorte que le matériau fluorescent teinté au préalable présente
un premier facteur de luminance lumineuse minimale prédéfini et que la couleur du
matériau fluorescent teinté au préalable figure dans un losange de couleurs en des
points prédéfinis,
- surteindre le matériau fluorescent teint au préalable avec un mélange de matières
colorantes à pigment luminescent de la couleur souhaitée et d'un liant, de telle sorte
que le matériau fluorescent surteint présente un second facteur de luminance lumineuse
minimale prédéfini et que la couleur du matériau fluorescent surteint figure dans
le losange de couleurs comportant des points prédéfinis et
- sécher le matériau surteint sur un agrégat de séchage.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
- la couleur souhaitée est le jaune fluorescent, le premier facteur de luminance lumineuse
minimale prédéfini est égal à 0,5, le second facteur de luminance lumineuse minimale
prédéfini est égal à 0,7 et les points prédéfinis du losange de couleurs présentent
les coordonnées suivantes :
| X |
Y |
| 0,387 |
0,610 |
| 0,356 |
0,494 |
| 0,398 |
0,452 |
| 0,460 |
0,540 |
- ou en ce que la couleur souhaitée est le rouge orange fluorescent, le premier facteur de luminance
lumineuse minimale prédéfini est égal à 0,3, le second facteur de luminance lumineuse
minimale prédéfini est égal à 0,4 et les points prédéfinis du losange de couleurs
présentent les coordonnées suivantes :
| X |
Y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,570 |
0,340 |
| 0,655 |
0,345 |
- ou en ce que la couleur souhaitée est le rouge fluorescent, le premier facteur de luminance lumineuse
minimale prédéfini est égal à 0,2, le second facteur de luminance lumineuse minimale
prédéfini est égal à 0,25 et les points prédéfinis du losange de couleurs présentent
les coordonnées suivantes :
| X |
Y |
| 0,610 |
0,390 |
| 0,535 |
0,375 |
| 0,595 |
0,315 |
| 0,690 |
0,310 |
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'étape consistant à teindre au préalable le matériau de départ, les fibres
du matériau textile de départ se lient à la matière colorante sur les plans chimique
et physique.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le liant est une préparation polymère sans silicone.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'étape de surteinture, le mélange se composant de pigments luminescents
et d'un liant adhère au niveau du contour extérieur de chacune des fibres du matériau
textile teint au préalable.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'étape de surteinture du matériau textile teint au préalable, un agent éclaircissant
est ajouté.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'étape de surteinture du matériau textile teint au préalable, un agent ignifuge
est ajouté.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'étape de surteinture du matériau textile teint au préalable est réalisée au moyen
d'un procédé d'application discontinu ou au moyen d'un procédé d'application continu.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'étape de surteinture du matériau textile teint au préalable est réalisée par foulardage.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau textile sec est nettoyé ultérieurement.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau textile sec est passé dans un bain d'application.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
- le matériau textile est pourvu lors du bain d'application d'une surface hydrofuge,
et/ou
- le matériau textile est pourvu lors du bain d'application d'une surface antisalissante,
et/ou
- le matériau textile est pourvu lors du bain d'application d'un agent ignifuge.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le matériau textile est irrétrécissable.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des fibres électroconductrices, des fils ou des fils retors sont incorporés dans
le matériau de départ ou en ce que des fibres de carbone sont incorporées dans le matériau de départ.