[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur
Gleisfreimeldung unter der Verwendung von Gleisstromkreisen.
[0002] Für die Betriebsführung von Eisenbahnen ist die Information über die Belegung eines
Gleisabschnitts durch ein Fahrzeug unbedingt erforderlich. Sie spielt beim Stellen
und Auflösen von Fahrstrassen eine wichtige Rolle. Für die Erkennung einer Belegung
existieren zahlreiche verschiedene Techniken. Ausgangslage dieser Erfindung ist der
weit verbreitete Gleisstromkreis mit dem klassischen technischen Ansatz des Stromkreises.
Ein derartiger Gleisstromkreis ist in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 24 45 397 A1 ausführlich beschrieben. Das Funktionsprinzip ist relativ einfach und wird kurz vorgestellt.
Eine Schiene des zu überwachenden Gleises wird an zwei Stellen aufgetrennt und isoliert.
Der Sender legt an einem Ende des isolierten Abschnitts eine Spannung an. Der Empfänger
am anderen Abschnittsende wertet diese Spannung aus. Wenn ein Zug in den Abschnitt
einfährt, schliessen seine Achsen die zwei gegeneinander isolierten Schienen des Gleises
kurz und legen das Gleis an die Bahnerde. Das Empfangssignal wird dadurch unterdrückt.
Die Auswertung nach dem Empfänger meldet den Abschnitt als belegt.
[0003] Auf diesem Grundprinzip aufbauend existiert eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen
Produkten. Sie unterscheiden sich wesentlich in Bezug auf das gewählte Sendesignal
und die Auswertung im Empfangsteil. Es gibt jedoch auch so genannte stossfreie Gleisstromkreise.
Diese haben jedoch eine gewisse Überlappung an den Grenzen zwischen zwei benachbarten
Kreisen. Dadurch sind trennscharfe Belegungen, so zum Beispiel im Bereich von Weichen
und Kreuzungen nicht möglich.
[0004] Ein im Stand der Technik bekannte Ausführungsform ist der klassische DC-Gleisstromkreis.
Dieses Prinzip betreibt einen DC-Stromkreis am Gleisabschnitt und darin liegen seriell
die zwei Schienen mit der variablen Grösse des Bettungswiderstandes. Der Achsnebenschluss
bei einer Befahrung reduziert den Widerstand im Kreis. Das Prinzip arbeitet wie in
der Figur 1 dargestellt. Die einfachste Lösung ist die Verwendung eines Relais als
Empfänger seriell im Stromkreis für die Detektion der Belegung des Abschnittes.
[0005] Eine weitere bekannte Ausführungsform sieht die Speisung des GSK (Gleisstromkreises)
mittels eines Drehstromnetzes vor. Dabei kommt es bei einer Befahrung zu einer Verstimmung
einer Einrichtung einer Art von Differenzial-Transformator oder auch eine Art elektrischer
Welle respektive Motor. Beim Hersteller Siemens wird ein solches Produkt als Motorrelais
bezeichnet. Bei einer Befahrung kommt es zu einer Veränderung des Kreises bezüglich
der folgenden Parameter, nämlich Frequenzspektrum, Phase, Leistung. Dabei wirkt die
Masse des Motors-Rotors als ein Trägheitsfilter mit Anzugsverzögerung zum Unterdrücken
von kurzzeitigen Störeinwirkungen.
[0006] Das Prinzip eines GSK betrieben mit einer Spannung über 100V AC (meist 230V) mit
50 Hz oder 60 Hz, im kontinuierlichen Betrieb oder im Pulsbetrieb. Die vergleichsweise
hohe Spannung wird für das Aufbrechen der Isolationsschichten wie z.B. Rost auf den
Schienenrollflächen eingesetzt. Durch die hohen Leistungen werden die erforderlichen
Störabstände geschaffen.
[0007] Zur sicheren Erkennung des Belegtzustandes beschreibt die
DE 24 45 397 ein zweikanaliges Verfahren bei einer alternierenden Einspeisung des Eingangssignal
mit zwei Frequenzen, wobei die beiden Kanäle mit ihren Empfangsfiltern jeweils auf
eine der beiden Frequenzen festgelegt sind und nicht an die gerade aktuelle Sendefrequenz
angepasst werden können.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik bleibt es daher dennoch wünschenswert, die
Zuverlässigkeit von Gleisstromkreisen und ihre Robustheit gegenüber elektromagnetischen
Störeinflüssen weiter verbessern zu können.
[0009] Im Zuge der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch ein System und ein Verfahren
zur Gleisfreimeldung eines Abschnitts einer Gleisstrecke gelöst, bei denen:
- a) eine Länge des Abschnitts über einen an zwei Enden unterbrochenen Schienenstrang
definiert wird;
- b) an einem Ende des Schienenstranges eine Wechselspannung mit zwei alternierenden
Frequenzen als Eingangssignal eingespeist wird, wobei die beiden Frequenzen aus einem
Pool von mindestens drei Frequenzen ausgewählt werden;
- c) an dem anderen Ende des Schienenstranges ein Ausgangssignal abgegriffen wird;
- d) das abgegriffene Ausgangssignal hinsichtlich seiner Anteile in den beiden alternierenden
Frequenzen analysiert wird, wobei das Ausgangssignal zumindest in zwei Kanälen Bandpass-gefiltert
wird und die Durchlassfrequenzen der Bandpässe den beiden Frequenzen des Eingangssignals
im Wesentlichen entsprechen, und wobei das Ausgangssignal dreikanalig analysiert wird
und wobei in einem ersten Kanal der Pegel des Ausgangssignals auf der Frequenz des
gerade gesendeten Eingangssignals analysiert wird, in einem zweiten Kanal der Pegel
des Ausgangssignals auf der Frequenz des gerade nicht gesendeten Eingangssignals analysiert
wird und in einem dritten Kanal das Frequenzspektrum des Ausgangssignals analysiert
wird; und
- e) in Abhängigkeit von der Analyse anhand von Grenzwertvergleichen entschieden wird,
welchen Zustand der Gleisabschnitt aufweist.
[0010] Auf diese Weise wird zur Feststellung einer Gleisbelegung die mit einem definierten
Tastverhältnis eingespeiste definierte Wechselspannung herangezogen, welche vorzugsweise
frequenzmässig keine Übereinstimmung mit den Harmonischen zu den eingesetzten Frequenzen
der Traktionsversorgung aufweist. Die gewählte Tastfrequenz kann in Antwort auf die
erforderlichen Antwortzeiten für die Bereitstellung der sicherungstechnischen Betriebszustände
festgelegt werden.
[0011] Das Verfahren kann weiter in einer Ausgestaltung der Erfindung dahingehend ertüchtigt
werden, dass die sehr leistungsfähige Signalverarbeitung auf der Basis von mathematischer
Berechnung von Prozessen genutzt wird. Die Verarbeitung erfolgt in Echtzeit mit einem
für die Aufgabenstellung geeigneten Signal-Daten-Akquisitionsraster. Die digitalisierten
Werte werden spezifisch den für die jeweilige Aufgabenstellung ausgebildeten Auswertekanälen
zugeleitet.
[0012] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Darstellung das Grundprinzip eines Gleisstromkreises;
- Figur 2
- ein empfangenes sowie gefiltertes Signal mit Intervalleinteilung;
- Figur 3
- Schwellenwert und einen schematischen Pegelverlauf für eine Gleisbelegung;
- Figur 4
- in prinzipieller Darstellung die Entstehung maximaler Störspannungen durch Schienenströme;
- Figur 5
- Sendefrequenzen für den Gleisstromkreis und Harmonische der Traktionsströme für eine
Frequenz von 16 2/3 Hz;
- Figur 6
- eine FFT der bisherigen und der angepassten Sendefrequenzen;
- Figur 7
- eine Filtercharakteristik eines IIR-Empfangsfilter;
- Figur 8
- Filtercharakteristik bei 1600 Hz (links) und 1724 Hz (rechts);
- Figur 9
- eine schematische Darstellung der Auswertung des digitalisierten Empfangssignals;
- Figur 10
- die Funktionsblöcke in einem dritten Empfangskanal;
- Figur 11
- einen Zustandsgraphen eines allgemeinen Freimeldesystems;
- Figur 12
- Rauschen als Störsignal;
- Figur 13
- die Simulation eines freien ungestörten Abschnitts;
- Figur 14
- den Verlauf der Koeffizienten zu den ausgewählten Beobachtungszeitpunkten (Abtastzeitpunkten);
- Figur 15
- den zeitlichen Verlauf der Koeffizienten bei einer regulären Belegung;
- Figur 16
- den Einfluss eines benachbarten Gleisstromkreises bei einem Isolierstossfehler;
- Figur 17
- den Einfluss einer sinusförmigen Störung;
- Figur 18
- den Einfluss einer weiteren sinusförmigen Störung; und
- Figur 19
- den Einfluss einer weiteren sinusförmigen Störung.
[0013] Es wird nachfolgend der Universelle Gleisstromkreis (UGSK) von Siemens Schweiz AG
beschrieben. Das System besteht aus zwei Teilen: dem Teil "Aussenanlage", welche die
physikalische Anbindung an die Infrastruktur, das heisst den Gleisabschnitt herstellt,
und dem Teil "Innenanlage" im Stellwerk mit der zugehörigen Elektronik für die Signalgenerierung
und Auswertung des Frei- resp. BelegtZustandes.
[0014] Der Teil "Aussenanlage" besteht im Wesentlichen aus den Gleistrafos mit Beschaltung
an beiden Abschnittsenden. Sie transformieren die gesendete hohe Spannung auf dem
Kabel zum Stellwerk in eine für Gleisanlagen zulässige Kleinspannung von wenigen Volt.
Sie sind zusätzlich mit einem Hochpassfilter ausgerüstet. Diese schützen die Elektronik
des Senders und Empfängers vor den energiereichen Störeinwirkungen der Traktionsströme
aus den 16,7 Hz resp. 50 Hz Traktionsnetzen der Bahnen.
[0015] Der Teil "Innenanlage" besteht aus einer streng zweikanaligen Ausführung der Spannungsversorgung,
einem Mikrocontroller für die Überwachung der Funktionen sowie eines DSP für die Signalverarbeitung
wie auch den Benutzerschnittstellen. Eine Potentialtrennung der Sende- und Empfangsleitung
ist realisiert. Sicherheitsrelais werden für die Zustandsausgabe eingesetzt. Sender
und Empfänger befinden sich räumlich aus störbeeinflussungstechnischen Gründen unmittelbar
nebeneinander.
[0016] Der UGSK verwendet ein pausenmoduliertes Sinussignal mit einer auswählbaren Grundfrequenz
von 137,5 Hz, 175 Hz oder 225 Hz. Das System muss immer so eingestellt werden, dass
der Sender nie die gleiche Frequenz verwendet wie derjenige des Nachbarabschnitts.
Der Pegel des Senders ist einstellbar und lässt sich so an die äusseren Gegebenheiten
anpassen. Das Verhältnis zwischen Sendephase und Sendepause beträgt 3:2 bei einer
Periodendauer von 200 ms.
[0017] Der Empfänger besitzt am Eingang ein digitales FIR-Filter 99ster Ordnung. Abbildung
2 zeigt die zeitlichen Verläufe von Sendesignal und Empfangssignal nach dem Filter
im ungestörten Zustand. Für die Bestimmung des Belegungszustandes wird der Senderzyklus
in fünf Intervallen mit jeweils T = 40 ms Dauer unterteilt. Die Burst-Intervalle 2
und 3 dienen der Erkennung einer Belegung. Das Gap-Intervall 5 ermöglicht die Erkennung
von Störungen durch Ströme in der Schiene. Die beiden Rampenintervalle 1 und 4 werden
in der Auswertung nicht berücksichtigt, da deren Informationsgehalt nicht nutzbar
ist.
[0018] Die gesamte Einteilung der Intervalle 1 bis 5 ist gegenüber dem Zyklus des Senders
bedingt durch die Durchlaufzeiten im Gleisstromkreis um 11 ms verschoben. Durch die
Verschiebung wird das Gap-Intervall besser über der Signalpause platziert.
[0019] Zur Auswertung des Streckenzustandes wird der Betrag des Empfangssignals über ein
Intervall integriert.

[0020] Die Figur 3 zeigt schematisch die Schwellenwerte, welche zur Bewertung des berechneten
Pegels P dienen. Erreicht der Pegel eines Burst-Intervalls einen Schwellenwert, so
gilt dieses Intervall als frei. Wird eine bestimmte Anzahl der Burst-Intervalle als
frei erkannt, so gilt der Gleisabschnitt als frei. Wenn der Pegel einiger Intervalle
einen niedrigeren Grenzwert unterschreitet, ist der Abschnitt belegt.
[0021] Die Auswertung der Gap-Intervalle dient der Störungserkennung. Wird innerhalb eines
Gap-Intervalls ein unzulässig hoher Pegel festgestellt, gilt das Intervall als gestört.
Die Verwendung eines pausenmodulierten Signals hat unbestreitbare Vorzüge bei der
Erkennung von Störungen, insbesondere bei Störungen im Durchlassbereich des Filters.
Dennoch müssen bei der Selektivität des Filters Abstriche gemacht werden, da die Ein
/ Ausschwingphasen nicht zur Auswertung genutzt werden können.
[0022] Eine Belegtmeldung muss laut Tabelle 1 nach 300 ms abgegeben werden. Diese Forderung
limitiert die Ordnung des Filters und damit auch die Störimmunität. Um diese Problematik
genauer darstellen zu können, werden im folgenden Abschnitt die verschiedenen Störungen
beschrieben. Sie ermöglichen so auch eine Sicht auf die Limiten von neuen Verfahren.
[0023] Ein weiteres Verfahren besteht ebenfalls aus den zwei Hauptfunktionen Sender und
Empfänger. Der Sender sendet ebenfalls ein Signal in den Gleisabschnitt, u = f (t).
Es werden dabei jedoch abwechslungsweise oder auch gleichzeitig zwei oder mehr Frequenzen
vorteilhaft aus Sinusquellen gesendet. Andere Funktionen sind denkbar. Auf der Empfängerseite
wird das durch die Übertragungseigenschaften des Gleisabschnittes und die jeweilige
Befahrung beeinflusste Signal empfangen. Das Empfangssignal wird nun einem A/D Konverter
zugeführt, welcher das Eingangssignal mit einer relativ hohen Samplingrate in digitale
Werte konvertiert. Ein definiertes Fenster mit einer durch die anzuwendende FFT Methode
gegebenen Anzahl von Stützwerten (2
n) gewonnen aus der AC/DC Oversamplingsrate reduzierten diskreten Messwerten mittels
eines Verfahren wie Mittelwertbildung, 1 aus N, Peakwert, Minimalwert (und weitere)
schiebt sich "real time" in Schritten vorwärts. Bei jedem Schritt wird das Resultat
in Form von diskreten Amplitudenwerten aus dem überwachten Frequenzbereich den vorhandenen
Auswerteeinheiten zugeführt. Diese sind alsdann in der Lage, den zeitlichen Verlauf
von Amplitude und /oder Frequenz nach ihnen vorgegebenen Kriterien zu bewerten und
daraus ihren spezifischen Entscheid wie beispielsweise für eine Belegung abzuleiten.
[0024] Die Störungen, die im Bahnbetrieb auftreten können, werden in statische und dynamische
Störungen eingeteilt. Zu den statischen Störungen gehören alle ausserordentlichen
Betriebsfälle, die mit Fehlern an der Infrastrukur (Gleisanlage und Sicherungsanlage)
zusammenhängen und nicht zwingend durch ein Fahrzeug ausgelöst werden. Die Störungen
können plötzlich auftreten, liegen aber für eine lange Zeit an. Sie erfordern meistens
einen Eingriff des Personals. Die dynamischen Störungen dagegen resultieren aus der
Energieauf- und Abnahme der Fahrzeuge mit den begleitenden elektrischen und elektromagnetischen
Einflüssen im regulären Bahnbetrieb.
[0025] Eine exakte Beschreibung der dynamischen Störungen ist schwierig, da sie sehr vielfältig
sind und Dauer, Frequenz wie Amplitude einer grossen Variabilität ausgesetzt sind.
[0026] Das bisherige System unterscheidet drei verschiedene statische Störungen.
a) Die Bettungsstörung
[0027] Für den Betrieb des Gleisstromkreises gilt als kritische Störung die Bettungsstörung.
Sie wird erkannt, wenn der Empfangspegel zwischen dem Schwellenwert für Belegung und
demjenigen für den Freizustand liegt. Das System kann nicht mehr mit Sicherheit feststellen,
ob der Abschnitt frei oder belegt ist. Als Grund kann zum einen der Bettungsleitwert
unzulässig angestiegen sein, so dass der Pegel ohne Fahrzeug im Gleis zu stark gedämpft
wird. Zum anderen kann der Achsnebenschlusswiderstand durch rostbesetzte Radlaufflächen
oder Schienenlaufflächen so gross sein, dass der Achsnebenschluss und damit der Pegel
trotz Belegung nicht ausreichend klein werden.
[0028] Die Störung verschwindet, wenn entweder das Fahrzeug den Abschnitt wieder verlassen
hat oder die Infrastruktur in Stand gesetzt wurde.
b) Übersteuerung
[0029] Eine weitere kritische Störung ist die Übersteuerung. Sie tritt auf, wenn der Senderpegel
zu hoch eingestellt ist. Der Empfänger kann in diesem Fall auch keine gesicherte Aussage
über den Belegungszustand des Gleises machen, da der Pegel bei schlechter Belegung
nicht unter den Schwellenwert absinkt. Dieser Fehler lässt sich ebenfalls nur durch
einen Benutzereingriff am Sender beheben.
c) Isolierstossüberbrückung
[0030] Eine Isolierstossüberbrückung führt dazu, dass zwei benachbarte Gleisabschnitte nicht
mehr voneinander getrennt sind. Der Gleisstromkreis wird im unbenutzten Frequenzband
den Sender des Nachbarabschnitts feststellen und so die Störung erkennen. Diese Störung
erfordert einen Eingriff des Personals in die Infrastruktur. Diese Störungen lassen
sich alleine durch die Auswertung der Burst-Intervalle mittels Schwellenwerten erfassen.
Die Betrachtung des Gap-Intervalls ist nicht nötig.
[0031] Die für einen Gleisstromkreis kritische dynamische Störung ist die Störung durch
Traktionsströme. Der Traktionsstrom fliesst über die Oberleitung, durch das Fahrzeug
und anschliessend zurück zur Einspeisung. Ein Teil des Stromes fliesst über die Schiene
zurück, ein anderer Teil durch das Erdseil an den Oberleitungsmasten und ein kleiner
Teil durch das Erdreich. Bei mehrgleisigen Anlagen kann der Rückstrom ebenso durch
die Nachbargleise zurück fliessen und dort Störungen verursachen, ohne dass das Nachbargleis
befahren wird. Ein Eisenbahnsystem wirkt für den Rückstrom folglich wie ein Mehrleitersystem.
[0032] Für die Worst-Case-Betrachtung wird angenommen, dass sich ein Fahrzeug ausserhalb
des Abschnitts befindet, die Einspeisung aber an der gegenüberliegenden Seite ist.
[0033] Der gesamte Traktionsstrom soll nur durch die Schiene zurück fliessen, da das Vorhandensein
eines Erdseiles und einer konsequenten Erdung nicht garantiert ist.
[0034] Die Spannung am Empfänger ergibt sich zu:

[0035] Man erkennt, dass die Störung hauptsachlich eine Funktion der Störstromamplitude
i
Tr und der Abschnittslänge l ist. Die Störspannung teilt sich entsprechend der Impedanzen
auf Sender und Empfänger auf. Der Widerstands- und Induktivitätsbelag aus dem Schienen-Ersatzschaltbild
in Abbildung 4 müssen halbiert werden, da diese Werte für beide Schienen zusammen
gelten.
[0036] Der Spannungsabfall entlang der isolierten Schiene wird vernachlässigt, da ihr Längswiderstand
wesentlich kleiner ist als die Abschlüsse. Die einfache Multiplikation mit der Abschnittslänge
ist zulässig, da keine Ableiteffekte in der geerdeten Schiene auftreten. Die moderne
Drehstrom-Asynchron-Antriebstechnik hat in den letzten 20 Jahren die Serienmotoren
und die Choppertechnik sowie Gleichstromantriebe bei Eisenbahnen weitestgehend verdrängt.
Die Fortschritte in der Leistungselektronik ermöglichten immer höhere Fahrzeugleistungen
und sensible Ansteuerung. Umrichterfahrzeuge haben jedoch einen erheblich grösseren
Einfluss auf die Streckeneinrichtungen. Die Kopplung findet entweder über elektromagnetische
Felder oder galvanisch durch die Traktionsströme statt. Gleisstromkreise sind, im
Gegensatz zu Achszählsystemen, gegen elektromagnetische Störungen weniger empfindlich
als gegen die oben beschriebenen direkten Störungen durch Traktionsströme.
[0037] Die wesentliche Veränderung durch den Einsatz der Umrichterfahrzeuge ist, dass die
Frequenzanteile im Traktionsstrom nahezu beliebig geworden sind. Die grössten Störungen
entstehen weiterhin durch die Grundwelle von 16,7 Hz bzw. 50 Hz und die entsprechenden,
gedämpften Oberwellen. Hinzu kommen die Störungen, die aus dem Antrieb auf die Primärseite
des Traktions-Fahrzeug-Trafos einkoppeln. Deren Frequenz hängt direkt mit der momentanen
Grundfrequenz des Motors und damit seiner Drehzahl zusammen. Zusätzlich führt der
Rückleiter der Zugsammelschiene (1000V Speisung) ebenfalls durch die Schiene. Durch
die hohe Vielzahl und Vielfalt der angeschlossenen Verbraucher (auch Umrichter) sind
die Störeinflüsse nur schwer erfassbar. Die Störung kann folglich in einem breiten
Frequenzband und damit auch im Durchlassbereich des Filters im Gleisstromkreis auftreten.
[0038] Die Störung im Durchlassbereich des Filters ist eine echte Gefährdung für die Integrität
der Belegtaussage. Zum einen kann das Sendesignal ausgelöscht und eine falsche Belegung
erzeugt werden. Zum anderen kann der Pegel trotz tatsächlicher Belegung am Empfänger
so gross werden, dass eine falsche Freimeldung entsteht. Der Empfänger kann folglich
unter dieser Störeinwirkung keine gesicherte Aussage über den Belegungszustand machen.
Die Störung lässt sich nur durch die Auswertung einer Zusatzinformation erkennen.
Bei der vorstehend erläuterten Lösung wurde dazu der Pegel des Gap-Intervalls ausgewertet.
Eine Störung wird erkannt, wenn der Pegel einen Schwellenwert übersteigt (Störstromgrenzewerte
einbauen).
[0039] Die oben beschriebenen Sachverhalte lassen das vorstehend beschriebene UGSK-System
an seine Grenzen stossen. Immer wieder einmal kann es unter einer Kumulation von Einwirkungen
durch die Traktionsströme zu Störbeeinflussungen der Auswertung des Empfangssignals
kommen. In der Folge ist der UGSK blockiert.
[0040] Eine falsch erkannte Belegung versetzt das System zwar in den sicheren Zustand, aber
ein dadurch erforderlicher Eingriff des Personals stellt einen sicherheitskritischen
Vorgang dar und erzeugt damit betriebshemmende Verspätungsminuten.
[0041] Ziel der Aufgabe / Erfindung ist es demnach, eine erhöhte Immunität gegen Traktionsbeeinflussungen
zu erreichen. Das verbessert die Verfügbarkeit und senkt die Wahrscheinlichkeit für
sicherheitskritische Eingriffe oder es kann bei gleich bleibendem Verhalten bei Verfügbarkeit
und Sicherheit die zulässige Abschnittslänge erhöht werden.
[0042] Nachfolgend werden die wichtigsten Vorüberlegung und Randbedingungen diskutiert.
Die Eigenschaft des Empfängers ist ein zentraler Punkt für die Verbesserung der Störimmunität.
Das Sendesignal enthält keine Information im Sinne der Nachrichtentechnik. Der Empfänger
muss nicht in der Lage sein, eine Information aus einem Übertragungskanal zu dekodieren
und weiter zu übermitteln. Vielmehr muss im Empfangssignal eine Störung zuverlässig
erkannt und sinnvoll bewertet werden. Die Bewertungskriterien richten sich nach der
geforderten Mindestsicherheit sowie an einer hohen Verfügbarkeit des Systems.
[0043] Für den Einsatz von Gleisstromkreisen definieren die Bahnbetreiber zulässige Pegel
und nutzbare Frequenzen. Diese basieren auf bahneigenen Messungen an Strecken. Für
neue Gleisstromkreise sollen die Nutzfrequenzen nicht mehr unter 200 Hz liegen. Aufgrund
einer sinnvollen Weiterverwendung der alten Aussenanlagen sind Frequenzen über 250
Hz nicht geeignet. Die Figur 5 zeigt einen weiteren Aspekt für die Wahl der Sendefrequenzen.
Diese liegen vorteilhaft zwischen den Harmonischen der Grundfrequenz. Auf diesen Überlegungen
aufbauend wurden die Frequenzen f1 = 208, 1 Hz, f2 = 224,2 Hz und f3 = 241,3Hz festgesetzt.
Alle weiteren Ausführungen in Bezug auf die neuen Methoden werden diese Frequenzen
benutzen. Drei Frequenzen sind nötig, um auch in Weichenfeldern die Gleisstromkreise
voneinander abgrenzen zu können. Dies ermöglicht die Erkennung des Fehlers von Isolierstossüberbrückungen.
[0044] Mit der Frequenz ist auch die Amplitude des Sendesignals weitestgehend festgelegt.
Es muss gross genug sein, um bei einer schlechten Bettung eine zuverlässige Erkennung
zu gewährleisten. Die andere Limite ist nach oben gegeben, um den Empfänger bei guter
Bettung und damit kleinen Verlusten nicht zu übersteuern. Eine Modulation von Amplitude
und Frequenz ist jedoch denkbar. Zusätzlich werden an die Gleisstromkreise bezüglich
Erkennung des Belegungszustandes zeitliche Limiten gestellt. Die Auswertung hat den
Wechsel eines Belegungszustandes ab Eintritt innerhalb der festgelegten Zeitlimite
sicher zu erkennen. Der Betreiber definiert diese Zeit, die vom Auftreten des Ereignisses
bis zur Meldung an das Stellwerk vergehen darf. Die Erkennung muss demnach so erfolgen,
dass die Ausgabeeinheiten wie z.B. die Sicherheitsrelais zuverlässig angesteuert und
wieder ausgelesen werden können. Die angegebenen 50 ms sind dafür erfahrungsgemäss
ausreichend.
Tabelle 1: Zeitliche Anforderungen für einen Gleisstromkreis
| Nr |
Ereignis |
Erkennung |
Meldung |
| 1 |
Belegung |
250 ms |
300 ms |
| 2 |
Freimeldunq |
450 ms |
500 ms |
| 3 |
Isolationsstörung |
< 20s |
20s |
| 4 |
Bettungsstörung |
450 ms |
500 ms |
| 5 |
Übersteuerung |
450 ms |
500 ms |
| 6 |
Störstrom |
450 ms |
500 ms |
[0045] Die Belegung eines Gleisabschnitts durch einen Kurzschluss mit einem metallischen
Konstruktionsteil zwischen den zwei Schienen hat zur Folge, dass die Information über
eine Belegung nur in der Amplitude des empfangenen Signals enthalten ist. Die Beurteilung
des Belegungszustandes ist nur durch den Vergleich der Signalgrösse am Empfänger mit
festen Schwellenwerten zielführend. Es sind keine Verfahren bekannt, welche eine selektiv
/ adaptive Bereitstellung von Schwellenwerten ermöglichen. Von dieser Aussage ausgenommen
sind Anpassungen der Schwellen, welche sich an klimatischen Kenngrössen oder auch
an Kenngrössen der Leitfähigkeit des Gleisbettes ableiten. Dabei besteht auch die
Möglichkeit, den Sendepegel entsprechend anzupassen.
[0046] Definition der erforderlichen Schwellen für die bestimmungsgemässe Funktion
Tabelle 2: Schwellenwerte für Pegel Bewertung
| N |
Name |
Bezeichnung |
| 1 |
P1 |
Schwelle für Freimeldung |
| 2 |
P2 |
Schwelle für Beleqtmeldunq |
| 3 |
Pmax |
Schwelle für Übersteuerung |
| 4 |
Piso |
Schwelle für Stossüberbrückung |
| 5 |
Ptr |
Schwelle für Traktionsstrom |
[0047] Die Schwelle P
max ist die höchste Schwelle. Die Bedingung P1 > P2 definiert den verbotenen Zwischenbereich
zwischen Freimeldung FM und Belegtmeldung BM.
[0048] In den vorangehenden Abschnitten sind die bekannten und angewandten Prinzipien für
den GSK mit ihren allgemeinen Eigenschaften beschrieben worden. Dabei ist an Hand
des vorstehend beschriebenen Beispiels der USGK detailliert mit seinem Einwirkungsumfeld
beschrieben worden.
[0049] In der Folge wird nun das neue Verfahren aufgezeigt, das wesentliche Vorteile gegenüber
den bisher beschriebenen Prinzipien besitzt und eine wesentlich höhere diversitäre
Auswerteleistung als das vorstehend genannte Prinzip erbringen kann. Es ist dabei
ein wesentlich erweitertes Verfahren mit neuen Eigenschaften entstanden.
[0050] Die Unterteilung des Prinzips Gleisstromkreis in die einzelnen Funktionsblöcke ist
nachfolgend dargestellt. Geeignet für eine Darlegung des gesamten neuen Funktionsumfangs
sind die Stationen im Signalweg.
[0051] Die
Gleisstrom-Kreis Elektronik umfasst den
Signalsender, welcher ein, bezüglich dem Netzwerk des Gleises und den Traktionsbeeinflussungen
geeignetes Sendesignal (Frequenz und Amplitude) an einem Ende des Abschnitts über
das Einkoppelnetzwerk einspeist / sendet,
und den
Signalempfänger, welcher dazu geeignet ist, am anderen Ende des Abschnittes über das Auskoppelnetzwerk
aus dem Gleisabschnitt das austretende durch den jeweiligen Zustand (frei oder belegt)
des Gleises sowie durch die Traktionseinwirkung beeinflusste Sendesignal korrekt zu
empfangen,
und die
Signalauswertung, welche durch ein optimiertes Verfahren die Datenaufbereitung durchführt. Diese Ergebnisse
werden dann in der für die jeweilige Aufgabe zweckmässigen Datendichte pro Zeiteinheit
den vorteilhaft je für eine Aufgabe optimalen Verarbeitungseinheiten zugeführt. Diese
kontinuierliche Auswertung des Empfangssignals erlaubt eine sichere Detektion der
Zustände FREI, BELEGT und GESTÖRT und darüber hinaus die Erkennung weiterer Beeinflussungsgrössen;
und die
Ausgabeeinheit für die Ausgabe der FREI-, BELEGT- oder GESTÖRT-Meldung an das Stellwerk, mittels
Sicherheitsrelais zum einfachen Rücklesen des ausgegebenen Zustandes.
Der Sender
[0052] Das Sendesignal und die selektiven Auswerteverfahren sind aufeinander abgestimmt.
Die Methode besteht in der Erzeugung eines quasikontinuierlichen Sendesignals, welches
dennoch eine sichere Erkennung von Störungen ermöglicht, sie ist nachfolgend beschrieben.
Der Sender benutzt im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren zwei Frequenzen, welche
abwechselnd in einem symmetrischen Raster ausgegeben werden. Diese zwei Frequenzen
werden aus meist drei oder mehr durch den Fahrwegbetreiber festgelegten Frequenzen
bestimmt.
[0053] Mittels der Kombinatorik "2 von 2" wird die Abgrenzung zu benachbarten Gleisstromkreisen
erreicht und die Erkennung des Fehlers einer Gleis-Isolationsüberbrückung wird beim
Auftreten einer nicht gesendeten Frequenz mit den dadurch entstehenden physikalischen
Merkmalen erkannt. Die Wahl der Frequenzen hat bei der vorgeschlagenen Lösung auf
das Verfahren an sich keinen Einfluss, eine entsprechende Parametrierung des Senders
und Verarbeitungsalgorithmen sind aber erforderlich.
[0054] Die Erkennung einer gültigen Belegung innerhalb von 250 ms wird durch die gewählte
Lösung mit den zwei Sendefrequenzen optimal unterstützt. Der signaltechnische Aufbau
einer Belegung muss demnach fortlaufend erfasst werden können. Die Verwendung eines
kontinuierlichen Signals bietet zwar eine solche Möglichkeit, hat aber Nachteile bei
der Erkennung von einwirkenden Störungen nahe der Sendefrequenz.
[0055] Um diese Nachteile zu umgehen, wird das Sendesignal wie folgt parametriert. Die Sendedauer
für die beiden Frequenzen (jedes Kanäle) wird auf exemplarisch 170 ms festgelegt.
[0056] Die Sendefrequenzen werden mit Hinblick auf das Signalauswerteverfahren entsprechend
adjustiert, das heisst, sie können geringfügig verschoben sein zu den Vorgaben der
Bahnbetreiber.
[0057] Für die neue Lösung werden die drei vorgegebenen Frequenzen (zwei werden in einem
Abschnitt genutzt) in das diskrete Raster der Fourier-Transformation verschoben. Eine
Anpassung unter Einhaltung aller Anforderungen auf der Seite von Empfang und Auswertung
führt in diesem Fall zu den folgenden Frequenzen. Diese Darstellung ist exemplarisch,
es sind beliebige Festlegungen im Rahmen der FFT Eigenschaften möglich; f1 = 206.25
Hz, f2 = 225 Hz und f3 = 243.75 Hz. Die nachfolgende Figur 6 verdeutlicht die Vorteile
der angepassten Festlegung.
Der Empfänger
[0058] An den Empfänger werden keine speziellen Anforderungen gestellt. Er hat vielmehr
die Aufgabe der Pegel-Adjustierung zum Zwecke des Schutzes der Eingänge vor einer
Übersteuerung. Zudem wird eine Anpassung an die Leitung und des Empfangsübertragers
zum Erreichen einer minimalen Beeinträchtigung erforderlich.
Die Auswertung
[0059] Das aus dem Abschnitt entnommene durch den jeweiligen Belegungszustand und durch
den Traktionsstrom beeinflusste Sendesignal wird einem A/D- Konverter zugeführt.
[0060] Die Konversion arbeitet schnell und mittels Oversampling mit einer Rate von etwa
10:1 entsprechend den Eigenschaften des Eingangssignals. Die verwendete Methode verbindet
die Ansätze von verschiedenen Methoden um ein quasi-kontinuierliches Sendesignal zu
erzeugen, welches dennoch eine sichere Erkennung von Störungen ermöglicht. Der Sender
benutzt dabei im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren zwei Frequenzen, welche wechselnd
benutzt werden. Das aktuell gesendete und empfangene Signal in jeweils einer der beiden
dem System zugehörigen Frequenzen ist in der Lage, den aktuellen Belegungszustand
respektive dessen Zeitverlauf darzustellen. Auf der aktuell nicht gesendeten Frequenz
besteht die Möglichkeit die einfallenden Störungen zu bewerten. Weiter können durch
das Versagen von Gleisisolationen zwischen den Abschnitten nicht zum GSK zugehörige
Frequenzen der Nachbarkreise detektiert werden. Der Unterschied der bis heute verwendeten
Verfahren besteht darin, dass nicht Filter ein- und ausgeschaltet werden, sondern
nur gerade auf ein zur aktuellen Sendefrequenz abgestimmtes Parameterset in einem
zeitlich definierten Intervall im Auswertealgorithmus zugegriffen und verwendet wird.
[0061] Für die Auswertung wird generell das Empfangssignal mittels A/D Konverter diskretisiert
und der aktuelle Signalverlauf in einem Zeitfenster mittels einer FFT analysiert.
Die zeitliche Dauer des Fensters ist auf das für die Belegungserkennung bedeutende
Frequenzspektrum abgestimmt. Bei der Auswertung werden zwei Verfahren angewendet,
das kontinuierliche Verfahren der Auswertung und das Diskontinuierliche. Ist eine
kurze Entscheidungszeit für die sichere Detektion eines Zustandes wie derjenige der
Abschnittbelegung erforderlich, so wird die kontinuierliche Auswertung angewendet.
Für das Freiwerden des Abschnittes wie auch für die Detektion einer Isolierstossüberbrückung
und auch für das Monitoring der Traktions-Störeinwirkung ist die diskontinuierliche
Auswertung vorteilhaft. Die diskontinuierliche Methode erlaubt eine Bewertung des
Frequenzspektrums in einer beliebigen Zahl n von Auflösungsschritten aus dem kontinuierlichen
Verfahren. Eine vorteilhafte Festlegung ist die Analyse des Signalverlaufs eines Zeitfensters
mit definierter zeitlicher Position zur Sendefrequenzumschaltung.
Details zur kontinuierlichen Auswertung
[0062] Ein 256 Punkte grosses FFT Fenster gleitet schrittweise mit jedem Eintreffen eines
digitalen Eingangssignalwertes vorwärts, fügt den aktuell gewandelten Momentanwert
an der Spitze an und eliminiert den ältesten Wert (FILO). Nach jedem Vorwärtsschritt
wird eine FFT durchgeführt. Im Bezug auf das aktuell ausgewertete Fenster treten die
beiden Frequenzkomponenten in variablen Anteilen auf, wobei die Summe der beiden Anteile
konstant ist. Dadurch ist der periodische Wechsel der Sendefrequenz ohne Auswirkungen
auf die Verarbeitung, die Kontinuität bleibt gewahrt.
Details zur diskontinuierlichen Auswertung
[0063] Das FFT-Fenster der kontinuierlichen Auswertung wird auch für die diskontinuierliche
Auswertung als Datenquelle unverändert genutzt. Es werden jedoch nicht in jedem Schritt
Daten entnommen, sondern nach N Schritten respektive zu einem definierten Zeitpunkt
bezogen auf das Sendeintervall für die zwei unterschiedlichen Frequenzen. Diese Auswertung
über die Zeit erlaubt die detaillierte Erkennung aller Ereignisse, welche keine Synchronität
zum Systemtiming besitzen und zeitlich in Relation zum Systemtiming nur kurzzeitigkurz
(transient) anfallen.
Auswerte-Algorithmus 1 Abschnittsbelegung (kontinuierlich)
[0064] Der Amplitudenwert der momentan gesendeten Frequenz wird aus den mittels FFT berechneten
Frequenzanteilen kontinuierlich aus jedem erzeugten FFT-Fenster entnommen und auf
die Belegungsinformation hin bewertet. Der beiden alternierend gesendeten Frequenzen
haben keinen Einfluss auf das Auswerteverfahren. Der zeitliche Verlauf der Amplitude
des Sendesignals wird mittels einer Amplitudenbewertung für die Erkennung der in Tabelle
1 aufgeführten Zustände 1 und 2, (die Belegung und die Freimeldung) unter Einbezug
der in der Tabelle 2 festgelegten Zeitkriterien ermittelt (siehe auch Figur 15).
Auswerte-Algorithmus 2 Traktionsstöreinwirkung (diskontinuierlich)
[0065] Die Analyse der Empfangsamplituden in der aktuell nicht gesendeten Frequenz identisch
Algorithmus 1 erlaubt eine Beurteilung der Störeinwirkungen dieser Frequenz im aktuellen
Zeitpunkt. Da solche Störeinwirkungen durch die Traktion zeitlich meist erheblich
über der Pausenzeit des Abtastrasters liegen, entsteht auch eine Vorgabe für die Bewertung
der Beeinflussung des Sendesignals.
Auswerte-Algorithmus 3 Weitere Einflüsse (diskontinuierlich)
[0066] Zusätzlich zu der Auswertung des Verlaufes der Amplitude über die Zeit der beiden
Sendefrequenzen und der damit möglichen BelegtAussage kann auch das Eindringen von
Arbeitsfrequenzen aus Nachbarkreisen beim Auftreten einer Isolierstossüberbrückung
als Fehler erkannt werden. Die Offenbarung eines solchen Fehlers ist nicht zeitkritisch
und kann weiter gemeldet werden.
[0067] Darstellung des Verfahrens und der Einrichtung für die Erkennung der Belegungszustände
in einem Gleisabschnitt befindet sich in den nachfolgenden Abbildungen. Weitere Auswertungen
mittels Algorithmus 4 bis n sind bei Bedarf möglich.
[0068] Die Verschiebung des Amplitudenganges eines digitalen Filters kann auf zwei Arten
erfolgen. Zum einen kann die Charakteristik bei konstanter Abtastfrequenz durch eine
Änderung der Filterkoeffizienten im Betrieb angepasst werden. Zum anderen kann die
Abtastfrequenz geändert werden, ohne die Koeffizienten zu modifizieren.
[0069] Diese Methode bietet folgende Vorteile:
Das quasi-kontinuierliche Sendesignal ermöglicht die gleichen selektiven Filter wie
sie bei nur einer Sendefrequenz möglich sind. Die Immunität gegen Störungen durch
die Verkleinerung der Bandbreite ist folglich maximal. Die Erkennung von Störungen
ist permanent möglich. Weder für die Belegungserkennung noch für die Störungserkennung
müssen daher Worst-Case-Fälle für den Belegungszeitpunkt angenommen werden. Die Sicherheit
bei der Erkennung einer Störspannung ist vergleichbar oder besser als beim beschriebenen
UGSK System. Simulationen zeigen, dass der Einsatz zweier Filter nicht unproblematisch
ist. Alle Umschaltvorgänge im laufenden Betrieb führen zu Reaktionen im Ausgangssignal
des Filters. Zusätzlich wird der Aufwand im Bereich der A/D-Wandlung erhöht, da schlimmstenfalls
zwei getrennte Wandler für ein Signal verwendet werden müssen.
Funktionsblock A/D-Wandlung
[0070] Für den Fall, dass die Anpassung der Filter nur durch die Änderung der Koeffizienten
erzielt wird, kann das Wandlersystem wie folgt ausgelegt werden. Die Überabtastfrequenz
(Oversampling) beträgt 12,8 kHz und die Nutzabtastfrequenz 1600 Hz.
[0071] In allen anderen Fällen müssen zusätzliche Frequenzen bestimmt werden. Das Verhältnis
von Nutzabtastfrequenz und Überabtastung soll den Faktor 8 betragen. In den Intervallen,
in denen der Sender mit der niedrigeren Frequenz sendet, werden die bisherigen Abtastraten
verwendet. Die Nutzabtastfrequenzen für die Intervalle mit höherer Frequenz sind in
Tabelle 3 berechnet. Die resultierende Verschiebung des digitalen Anti-Alias-Filters
kann in diesem Bereich toleriert werden.
Tabelle 3: Abtastfrequenzen zur Verschiebung der Filter
| Sendefrequenz |
Phase 1 |
Phase 2 |
| 208,1 und 224,2 Hz |
1600 Hz |
1724 Hz |
| 208,1 und 241.3 Hz |
1600 Hz |
1855 Hz |
| 224,2 und 241,3 Hz |
1600 Hz |
1722 Hz |
[0072] In der Implementierung können die nötigen Überabtastfrequenzen aus dem hohen Systemtakt
des DSPs gewonnen werden.
[0073] Die in dieser Methode beschriebene Wandlerarchitektur mit Anti-Alias-System kann
unverändert übernommen werden.
[0074] Das Filter 1 hat die Aufgabe, das Sendesignal möglichst gut zu isolieren, so dass
nur dessen Amplitude bewertet wird. Ein solches Filter ist für ein kontinuierliches
Sendesignal entworfen worden. Dieses Filter kann in dieser Methode übernommen werden,
da die zeitlichen Anforderungen bei Nutzung des quasi-kontinuierlichen Sendesignals
identisch sind. Um diesen Vorteil nutzen zu können, muss das Filter in jedem Intervall
an die Sendefrequenz angepasst werden.
Das Filter
[0075] IIR-Filterentwurf: Das Empfangsfilter kann alternativ als rückgekoppeltes System
entworfen werden. Die Filterordnung ist dabei wesentlich kleiner als bei einem FIR-System.
Ausserdem hat die Filterordnung nur eine geringe Auswirkung auf die Verzögerung des
Filters. Diese wird hauptsächlich durch die geforderte Breite des Übergangsbereichs
bestimmt. Die Sperrdämpfung wird analog mit - 40dB festgelegt. Den gewünschten glatten
Amplitudengang im Durchlassband erreicht man durch die Auslegung als Tschebyscheff-II-Filter.
Das Ergebnis des Entwurfs ist für jede Sendefrequenz in der Abbildung 7 dargestellt.
[0076] Die IIR-Filter weisen eine -6dB-Bandbreite von 12 Hz auf. Dazu sind zwei Ansätze
denkbar.
[0077] Der Amplitudengang des Filters wird durch das Ersetzen der Koeffizienten im Betrieb
auf der Frequenzachse verschoben. Diese Technik ist von adaptiven Filtern bekannt.
Für diese Art von Filter wird ein Algorithmus entworfen, welcher die Koeffizienten
eines Filters online ändert, um ein gewünschtes Verhalten zu realisieren. Solche Systeme
werden beispielsweise zur Systemidentifikation oder Echounterdrückung eingesetzt.
[0078] In dieser Methode soll jedoch das Filter nicht laufend modifiziert werden, sondern
nur zu den bekannten Zeitpunkten, an denen der Sender die Frequenz wechselt. Der Vorteil
dieses Verfahrens ist, dass im Abtastsystem keine Änderungen erfolgen müssen und die
Abtastrate immer konstant bleibt. Der Nachteil dieser Technik wird jedoch nachfolgend
deutlich.
[0079] Ab dem 1000. Sample wurde das Eingangssignal von 208,1 Hz auf 224,2 Hz umgeschaltet
und das Filter mit den entsprechenden Koeffizienten geladen. Das Filter zeigt nach
dem Übergang ein transientes Verhalten, welches die Auswertung der Amplitude unbrauchbar
macht. Zusätzlich muss bedacht werden, dass adaptive Lösungen bei entsprechenden Sicherheitsanforderungen
immer einen aufwendigen Sicherheitsnachweis erforderlich machen.
[0080] Die Anpassung an die Signalfrequenz wird bereits im Funktionsblock A/D-Wandlung durchgeführt.
Dazu muss die Abtastrate entsprechend angehoben oder gesenkt werden. Das Filter, welches
wie jedes digitale System auf die Abtastfrequenz bezogen ist, wird im entsprechend
abgetasteten Eingangssignal keine Frequenzänderung feststellen und folglich ein Ausgangssignal
wie in der Methode für ein kontinuierliches Sendesignal erzeugen. Die ausgelegten
Filter können übernommen werden.
Funktionsblock Filter 2
[0081] Das Filter 2 hat die Aufgabe, Störungen im Bereich der Sendefrequenzen zu isolieren
und bewertbar zu machen. In dieser Methode wird das Filter immer auf die gerade nicht
verwendete Sendefrequenz eingestellt. Da sich die Sendefrequenz periodisch ändert,
werden Störungen auf beiden benutzten Frequenzen erkennbar. Die gewonnene Information
entspricht derjenigen des Gap-Intervalls beim bisherigen System UGSK. Die Problematik
beim Umschalten von Filter 2 ist, dass die Richtung der Verschiebung auf der Frequenzachse
genau umgekehrt zu jener von Filter 1 ist. Dieser Zusammenhang ist in Figur 8 dargestellt.
[0082] Beim Umschalten zur höheren Abtastfrequenz werden beide Filter in Richtung höherer
Frequenzen verschoben. Das Filter 2 soll jedoch auf die kleinere Frequenz abgestimmt
werden. Ein erster Lösungsansatz ist, für beide Frequenzen eine unterschiedliche Abtastrate
zu verwenden. Daraus folgt jedoch, dass zumindest der gesamte digitale Teil der A/D-Wandlung
zweikanalig ausgeführt werden muss. Bei näherer Betrachtung der Anforderungen an die
Störungserkennung können jedoch Vereinfachungen angenommen werden. So ist es beispielsweise
nicht zwingend notwendig, dass der Störpegel laufend überwacht wird. Es ist ausreichend,
wenn am Ende eines Intervalls eine unzulässige Störspannung festgestellt werden kann.
Das Filter 2 kann folglich bei jedem Umschalten zurückgesetzt werden. Anschliessend
lässt man das System einschwingen und bewertet die Amplitude. Dieser Ansatz erfordert
eine neue Festlegung der Länge der Sendephase mit einer Frequenz.
[0083] Für das Filter 1 spielt die Länge der Sendeintervalle bis zum Umschalten keine Rolle,
da die Änderung durch die Abtastung kompensiert wird. Setzt man für das Filter 2 zweckmässigerweise
die gleiche Ordnung wie für Filter 1 an, so ergibt sich eine Einschwingzeit von ca.
170 ms. Für die anschliessende Bewertung können wieder zwei Intervalle mit je 40 ms
angenommen werden. Jede Frequenz kann folglich innerhalb von 250 ms auf eine Störung
untersucht werden. Die Forderung, dass nach ca. 500 ms eine Störungsmeldung abgegeben
werden kann, wird knapp erfüllt.
[0084] Da unabhängig von der gewählten Strategie hinter den Filtern ein quasi-kontinuierliches
Signal vorhanden ist, kann die Bewertung der Amplitude wie folgt durchgeführt werden.
Zum Erkennung des Belegungszustandes eines Abschnitts genügt eine Bewertung der Amplitude
des gefilterten Signals. Die Summation des Betrages des Signals über ein bestimmtes
Intervall lässt sich leicht implementieren. Die Länge des Betrachtungsintervalls muss
dabei mindestens der Periodendauer des Sendesignals entsprechen, sollte aus Sicherheitsgründen
jedoch mehrere Schwingungen umfassen. Die Intervalllänge des bestehenden Systems von
40ms wird übernommen. Eine Anpassung ist jedoch aufgrund von neuen Erkenntnissen oder
Messergebnissen denkbar. Das Ergebnis der Summation ist in Figur 11 gezeigt. Jede
Verschiebung des Fensters ergibt einen neuen Punkt. Man erkennt, dass die Punkte einer
leichten Schwingung unterworfen sind. Je schmaler das Betrachtungsfenster gewählt
wird, desto ausgeprägter ist die Schwingung. Aus diesem Grunde darf das Fenster nicht
zu klein gewählt werden. Ab 32 Samples sind die Ergebnisse zufriedenstellend.
[0085] Weiter wird ein Ansatz verfolgt, der die theoretisch maximale Immunität verspricht
und Störungen dennoch so zuverlässig erkennen kann wie das bisherige System durch
Auswertung eines Gap-Intervalls. Anstelle der Sendepause des bestehenden Systems wird
in dieser Methode auf einer anderen Frequenz weiter gesendet und ein Filter im Empfänger
der Sendefrequenz nachgeführt. Ein weiteres Filter wird auf die nicht genutzte Frequenz
abgestimmt und ermöglicht die Bewertung von Störsignalen. Aus den verschiedenen, oben
vorgestellten und diskutierten Ansätzen verspricht die Verwendung einer variablen
Abtastrate und eines nichtkontinuierlichen Filters 2 den grössten Erfolg. Es umgeht
die Notwendigkeit eines zweiten A/D-Wandlers und vermeidet die Probleme bei der Online-Nachführung
der Koeffizienten von Filter 1. Die Sendedauer einer Frequenz wird auf 250 ms festgelegt.
[0086] Die wichtigsten Betriebsparameter lauten:
Tabelle 4: Prozessparameter
| Parameter |
Wert |
| Überabtastfreauenz |
los = 12,8 kHz |
| Abtastfrequenz |
1s = 1600 Hz |
| Sendefrequenz 1 |
f1 = 208,1 Hz |
| Sendefrequenz 2 |
f2 = 224,2 Hz |
| Sendefrequenz 3 |
f3 = 241,3 Hz |
| Sendephase Kanal A |
ta = 210 ms |
| Sendephase Kanal B |
tb = 210 ms |
[0087] Die Spektralanalyse-Methode benutzt im Gegensatz zu allen anderen, vorgestellten
Methoden zusätzliche Information im Frequenzbereich des empfangenen Signals. Die heute
verfügbaren Signalprozessoren und schnellen Transformationsalgorithmen lassen eine
grundlegende Analyse der Empfangssignale sinnvoll erscheinen. Der Empfänger dieser
Methode besitzt eine einfache, aus drei Funktionsblöcken bestehende Struktur (Figur
10). Auf das empfangene, digitalisierte Signal wird eine diskrete Transformation angewandt.
Die berechneten Koeffizienten beinhalten alle nötigen Informationen, um Belegungszustand
und Störung des Abschnitts bewerten zu können. Als Transformationen kommen beispielsweise
die short-time discrete fourier transformation und die wavelet transformation zum
Einsatz. Die Festlegung der Parameter der STFT hat Auswirkung auf das zu wählende
Sendesignal. Dieser Mechanismus ist nachfolgend noch beschrieben.
[0088] Die beschriebene Wandlerarchitektur mit Anti-Alias-System kann unverändert übernommen
werden.
[0089] Zur Auswertung des empfangenen Signals kommen zwei Transformationen in Betracht,
die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden. Zuerst wird die Belegungserkennung
mit Hilfe der STFT realisiert. Sie verwendet Fenster der festen Lange i
n = 2 Samples und ist gut digital implementierbar. Die Auflösung im Frequenzbereich
muss besser als Δf = 16 Hz sein. Dies entspricht in etwa dem Abstand der Sendefrequenzen.
Für die erforderliche Fensterlange in gilt:

[0090] Die Unschärfe zwischen zeitlicher und spektraler Auflösung erfordert einen Kompromiss,
der durch die Gleichung

beschrieben wird.
[0091] Die Wahl von i
n = 256 unter der Voraussetzung fs = 1600 Hz führt zu einem Beobachtungsfenster von
Δt = 160 ms und einer Frequenzauflösung von Δf = 6,25 Hz. Eine Verdoppelung von i
n führt zu einem unzulässig langen Fenster und eine Halbierung verschlechtert die Frequenzauflösung,
so dass eine saubere Signalerkennung erschwert wird.
[0092] Für die Berechnung der FFT auf einem digitalen System existiert eine Vielzahl von
Algorithmen. Viele Anbieter von DSPs oder FPGAs bieten direkt fertige IP-cores an,
welche speziell auf die Zielhardware zugeschnitten sind. Dadurch sind auf preisgünstigen
Bausteinen bereits Transformationszeiten von wenigen µs möglich. Für diese Anwendungen
sind solche Leistungen jedoch überflüssig und es bleibt zu prüfen, ob nicht durch
eine eigene Implementation Platz auf Kosten der Leistung eingespart werden kann. Die
Verwendung selbst entwickelter Systeme vereinfacht die Argumentation bei der Zulassung
und kann zur Kostenreduktion beitragen.
[0093] Der Ausgang des Funktionsblocks Transformation liefert, unabhängig von der gewählten
Transformation, einen Satz von Koeffizienten, welche das ursprüngliche Signal repräsentieren.
Im Unterschied zu den anderen Methoden wird nicht die Amplitude im Zeitbereich gemittelt
und bewertet, sondern die berechneten Koeffizienten mit Schwellenwerten verglichen.
Im Falle eines mit der STFT transformierten Signals müssen in jedem Intervall nur
drei Koeffizienten untersucht werden. Wenn die FFT mit den oben angegebenen Parametern
berechnet wurde, repräsentieren die Koeffizienten 34, 37 und 40 genau die Anteile
der Sendefrequenzen. Mehr Information ist in der Regel für die Transitions-Entscheidung
nicht notwendig. Wie oben erläutert, muss zur Einhaltung der Zeitbedingung für eine
Belegung die Bewertung der Koeffizienten permanent erfolgen. Die Erkennung einer Isolierstossüberbrückung
benötigt diese fortlaufende Information ebenfalls, da die benachbarten Gleisstromkreise
nicht synchronisiert sind. So wird sichergestellt, dass die Einwirkzeit des Nachbarstromkreises
auf dem unbenutzten Kanal ausreichend lang ist. Für die Detektion aller anderen Betriebsfälle
genügt die Bewertung der Koeffizienten zu bestimmten Zeitpunkten. Die Zeitpunkte sind
so gewählt, dass das FFT-Fenster vollständig innerhalb eines Senderintervalls liegt
und folglich nur ein Koeffizient die Information über das Sendesignal enthält.
[0094] Ein weiterer Vorteil ist, dass der durch Laufzeiteffekte auftretende, zeitliche Übergangsbereich
beim Umschalten zwischen den Kanälen vermieden werden kann. Zur punktuellen Bewertung
wird das Intervall genutzt, welches 10 ms nach dem Umschalten der Sendefrequenz beginnt.
Die Figuren 13, 15 und 16 verdeutlichen den zeitlichen Verlauf der Auswertung im ungestörten
Zustand. Die markierten Koeffizienten stellen die Werte zu den fixen Zeitpunkten dar.
[0095] Für das Auslösen einer der in Figur 11 gezeigten Transitionen dienen die FFT-Koeffizienten.
Sie werden fortlaufend berechnet, in den meisten Fallen jedoch nur punktuell für die
Bewertung berücksichtigt. Die Ausnahmen sind die Transition T1 sowie T3 bei der Isolierstossüberbrückung.
Die jeweils aktive Frequenz wird nachfolgend als Kanal A mit dem zugehörigen Koeffizienten
Ca bezeichnet. Die Frequenz, auf der gerade nicht gesendet wird, ist Kanal B mit dem
Koeffizient Cb. Die Frequenzen von Kanal A und B werden folglich mit jedem Intervall
vertauscht. Die Koeffizienten entsprechen dem Empfangspegel in den übrigen Methoden
und werden ebenfalls mit Schwellenwerten verglichen.
[0096] Die Transition T1 wird genau dann aktiv, wenn der GSK im Zustand S1 ist und die Koeffizienten
der beiden eingestellten Frequenzen gilt:

[0097] Durch die kontinuierliche Auswertung wird die Zeitbedingung jederzeit eingehalten.
Die Belegung sollte nicht unmittelbar nach der Erkennung gemeldet werden, sondern
für die noch verbleibenden knapp 100 ms weiter beobachtet werden, um den Einfluss
von kurzzeitigen Störungen zu verringern. Die Anforderung an die Transition ist nicht
sehr restriktiv, da S2 der sichere Zustand ist. Im Falle einer Störung kann es vor
der Störungsmeldung zu einer kurzen Belegung kommen. Im nächsten fixen Intervall wird
die Störung jedoch zuverlässig erkannt. Dieses Vorgehen ist erlaubt. Die Transition
T2 wird aktiv, wenn der GSK im Zustand S2 ist und in zwei aufeinander folgenden, fixen
Intervallen gilt:

[0098] T2 ist folglich restriktiver als T5. Es wird sichergestellt, dass auf keiner der
beiden verwendeten Frequenzen eine Störung zu einer falschen FM führen kann, ohne
dass sie erkannt wird.
[0099] Die Transition T3 wird aktiv, wenn der GSK im Zustand S1 ist und eine der folgenden
Fälle auftritt:
Eine Übersteuerung wird erkannt, wenn

[0100] in zwei aufeinander folgenden Intervallen ist. Es ist davon auszugehen, dass der
Pegel auf beiden Frequenzen zu hoch ist. Falls der Pegel nur auf einer Frequenz zu
hoch ist, handelt es sich um eine konstruktive Überlagerung mit einer Störspannung.
Der Abschnitt kann frei bleiben, da die Belegungserkennung über die ungestörte Frequenz
weiterhin möglich ist.
[0101] Eine Bettungsstörung wird erkannt, wenn für den Koeffizient von Kanal A in zwei aufeinander
folgenden Intervallen gilt:

[0102] Zur Erkennung der Isolierstossüberbrückung wird der Koeffizient Cx der ungenutzten
Frequenz bewertet. Für die Erkennung steht eine lange Beobachtungszeit zur Verfügung.
Diese sollte ausgenutzt werden, um sicherzustellen, dass die Isolierstossüberbrückung
nicht aufgrund einer kürzeren Störung durch Traktionsstöme erzeugt wird. Die Störung
wird erkannt, wenn der Koeffizient der unbenutzten Frequenz häufig erfüllt ist.

[0103] Da die benachbarten GSK nicht synchronisiert sind, muss sichergestellt werden, dass
auch bei ungünstiger Verschiebung zwischen den Intervallen der beiden GSK der Pegel
ausreichend hoch ist. Dies wird durch die kontinuierliche Auswertung des unbenutzten
Kanals sichergestellt.
[0104] Eine Traktionsstromstörung äussert sich durch:

[0105] Die Transition T4 beschreibt die Befreiung des GSK aus der Störung in eine reguläre
Belegung. Für diesen Übergang stehen mehr als die 250 ms der Transition T1 zur Verfugung.
Um T4 auszulösen, müssen in zwei aufeinander folgenden Intervallen

sein. Diese Bedingung ist notwendig, damit das System nicht permanent mit jedem Intervall
zwischen S2 und S3 wechseln kann. Die zusätzliche Beobachtungszeit kann in Anspruch
genommen werden, da beim Freifahren langsam und nicht mit Streckengeschwindigkeit
gefahren wird.
[0106] T5: Die Transition T5 wird ausgelost, wenn der GSK im Zustand S2 ist und die gleichen
Bedingungen wie bei T3 erfüllt sind.
[0107] Im vorhergehenden Abschnitt wurden neue Methoden erarbeitet, welche im ungestörten
Fall eine Gleisfreimeldung ermöglichen. Neben dieser Grundfunktion sollen sie möglichst
immun gegen dynamische Störungen sein. Um diese Eigenschaft genau bewerten und mit
dem bestehenden System vergleichen zu können, werden in den folgenden Abschnitten
verschiedene Störungen definiert. Die Charakteristik der Störung kann anhand von Erfahrungen
durch Messwerte oder durch theoretische Überlegungen festgelegt werden.
Im Laufe des Lebenszyklus des UGSK von Siemens Schweiz AG wurden zahlreiche Messungen
direkt an der Streckeninfrastruktur sowie im Primärkreis von Triebfahrzeugen durchgeführt.
[0108] Mit solchen punktuellen Messungen können grundlegende Eigenschaften der zu erwartenden
Störungen analysiert werden. Eine repräsentative Übersicht über alle möglichen Störszenarien
durch sämtliche Triebfahrzeuge, Zuge und besondere Betriebsfälle ist mit vertretbarem
Aufwand nicht möglich. Die bisher durchgeführten Messungen betrachteten lediglich
Teile der zu erwartenden Störungen. Aus den zur Verfügung stehenden Messergebnissen
können folgende Eigenschaften der Störungen abgeleitet werden:
Die Traktionsrückströme von Umrichterfahrzeugen enthalten bei kleinen Geschwindigkeiten
einen hohen Oberwellenanteil. Die Amplituden unterschreiten die Grenzwerte jedoch
deutlich. In den Messungen unter 15 kV/16.7 Hz treten über 200 Hz keine nennenswerten
Harmonische mehr auf. Bezüglich des 25 kV/50 Hz Netzes liegen momentan keine Messungen
vor. Die Traktionsrückströme von Umrichterfahrzeugen enthalten bei hohen Geschwindigkeiten
einen vergleichbaren Oberwellenanteil wie bei kleinen Geschwindigkeiten. Die Amplitude
der Grundwelle ist aufgrund der umgesetzten Wirkleistung entsprechend grösser. In
diesem Fall sind die Anteile über 200 Hz ebenfalls vernachlässigbar.
[0109] Die Auswirkungen der Zugsammelschiene sind bisher nur wenig bis gar nicht untersucht.
Daher sei die Annahme erlaubt, dass neben der Grundwelle und deren Harmonischen ein
nennenswertes Rauschen auftritt. Im Gegensatz zu den harmonischen Emissionen der Triebfahrzeuge
unterliegt die Zugsammelschiene keinen Grenzwerten. Fahrzeuge mit Gleichstrommaschinen
ohne Leistungselektronik erzeugen keine störenden Oberwellenanteile. Sie haben keinen
Einfluss auf die Gleisstromkreise über 200 Hz. Die Einflüsse von ausserordentlichen
Betriebsfällen sind ebenfalls noch unzureichend untersucht. Dazu gehören beispielsweise
das Überfahren einer Schutzstrecke mit eingeschaltetem Hauptschalter oder ein Fahrleitungskurzschluss.
In diesen Fallen sind kurze, hohe Stromimpulse in der Schiene denkbar.
[0110] Alle Anlagen in der Bahntechnik werden auf eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten
ausgelegt. Die Fortschritte in der Leistungselektronik der letzten Jahre haben gezeigt,
dass ein Abschätzen der zukünftigen Störeinwirkung auf diese Anlagen nicht trivial
ist. Die installierte Leistung auf einem Triebfahrzeug wird aus mechanischen Gründen
nicht deutlich ansteigen, dafür werden vor allem Güterzuge schwerer und mit mehr Triebfahrzeugen
geführt.
[0111] Die Länge von Personenzügen lässt sich aufgrund der beschränkten Infrastruktur nicht
übermässig vergrössern. Die Leistungsaufnahme über die Zugsammelschiene und der damit
verbundene Störeinfluss werden durch die wachsenden Komfort- und Service-Anspruche
der Kunden mit Sicherheit steigen. Ein weiterer Trend sind flexible, schnelle Triebzüge
mit einem verteilten Antriebskonzept, deren Leistung die eines einzelnen Triebfahrzeugs
deutlich übersteigen kann. In der Schweiz fehlen auch hier mangels Fahrzeugen aussagekräftige
Messungen. Die Störungen im realen Betriebsumfeld werden in Zukunft zwar an Intensität
zunehmen, aber ihre grundlegende Charakteristik nicht bedeutend ändern.
[0112] Als Grundlage für die Performance-Analyse der neuen Methoden dienen die in diesem
Abschnitt beschriebenen Testsignale. Sie sind so gewählt, dass sämtliche, theoretisch
möglichen Störungen abgedeckt sind.
[0113] Die Schienenströme als Verursacher der Störsignale sind in ihren Grenzwerten durch
den Hauptbetreiber und hausintern beschrieben. In der Nähe der Sendefrequenzen dürfen
4 Ampere rms nicht überschritten werden.
Sinussignal
[0114] Als Störung wird ein sinusförmiges Signal mit einer einzigen Frequenz auf das Sendesignal
addiert. Alle Parameter des Signals sind variabel. Die Frequenz sollte im Durchlassbereich
des Filters liegen.
Die Amplitude wird in den Beispielen so gewählt, dass eine Auslöschung des Sendesignals
möglich ist. Die Berechnung der Störspannung aus dem maximal zulässigen Schienenstrom
bei langen Abschnitten zeigt, dass die Störspannung die gleiche Amplitude wie das
Sendesignal annehmen kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Signal im realen Bahnbetrieb auftritt, ist sehr
gering. Dennoch wird es als Testsignal verwendet, da es insbesondere für die Methoden
mit kontinuierlichem Sendesignal eine Herausforderung darstellt.
Rauschen
[0115] Die Einflüsse der Zugsammelschiene werden durch ein mittelwertfreies Rauschen nachgebildet.
Im Durchlassbereich des Empfangsfilters treten damit zufällige, verschieden hohe Störanteile
auf. Die SNR wird dabei bewusst sehr klein gehalten, um die nennenswerten Leistungen
nachzubilden.
Traktionsstrom
[0116] Ein Traktionsstrom mit der Grundfrequenz von 16,7 Hz und die ersten 15 Harmonischen
bilden die Einflüsse eines fahrenden Zuges nach. Die festgelegten Sendefrequenzen
liegen zwar neben den Harmonischen, allerdings kann ein zu breites Empfangsfilter
diese mit einschliessen. Die Störung kann im Durchlassbereich wie ein Sinussignal
einer Frequenz beschrieben werden, da die Filter ausreichend schmal sind.
Impuls
[0117] Mit Hilfe dieses Signals wird untersucht, wie lange eine Störung mindestens einwirken
muss, um eine falsche Freimeldung oder Belegt meldung zu erzeugen.
Die Ergebnisse können dazu verwendet werden, die Strategie bei der Störungsbehandlung
in der Feinplanung zu verbessern. Es ist beispielsweise denkbar, dass eine zu kurze,
gemeldete Belegung nachträglich als Störung behandelt wird.
[0118] Zur Veranschaulichung der Funktionsweise werden mit Hilfe von MAT-LAB Simulationen
erstellt. In Abbildung 13 wird die grundsätzliche Funktionsweise dieser Methode dargestellt.
Die obere Grafik zeigt das abgetastete Empfangssignal während 400 Samples. An den
markierten Zeitpunkten findet die Umschaltung zwischen den Frequenzen f1 und f2 statt.
Die 256 Abtastwerte innerhalb des markierten FFT-Fensters dienen als Eingangsdaten
für die Transformation. Sie sind in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt.
[0119] Die untere Grafik zeigt den zugehörigen zeitlichen Verlauf der drei ausgewählten
Koeffizienten der FFT. Da die Sendeperiode auf einem Kanal länger ist als das FFT-Fenster,
gibt es ausgewählte Zeitpunkte, an denen nur eine Frequenz des Senders im Transformationsergebnis
vorkommt. Diese Zeitpunkte sind markiert.
[0120] Die Abbildung 14 zeigt die Koeffizienten zu den ausgezeichneten Zeitpunkten über
eine längere Zeit. Im ungestörten Zustand erreicht der Koeffizient ca den Normalwert,
während cb verschwindet. Wenn diese Situation mindestens zwei Intervalle lang vorliegt,
gilt der Abschnitt sicher als frei. Neben der Erkennung des freien Zustandes mit Hilfe
der Koeffizienten an den fixen Zeitpunkten erkennt das System eine Belegung mittels
der fortlaufend berechneten Koeffizienten. Eine ausreichend gute Belegung erzeugt
den in Abbildung 15 dargestellten Verlauf der Koeffizienten. Ab dem 960. Sample ist
der Abschnitt belegt. Während der folgenden 160 ms werden die Koeffizienten kleiner
und anschliessend die Belegung erkannt, da sowohl c1 als auch c2 unter P2 gefallen
sind. Diese Situation kann für weitere 100 ms beobachtet werden, bevor die Belegung
gemeldet wird. Diese Betriebsfälle zeigen, dass die Auswertung die Grundfunktion erfüllen
kann. Die Übersteuerung und die Bettungsstörung werden mit der gleichen Information
und anderen Schwellenwerten erkannt. Die Isolierstossüberbrückung als verbleibende
statische Störung bedarf einer getrennten Betrachtung.
[0121] Die benachbarten UGSK müssen so eingestellt werden, dass sie sich immer in einer
Sendefrequenz unterscheiden. Für das Beispiel in Abbildung 16 benutzt der simulierte
GSK die Frequenzen 11 und 12, der Nachbar die Frequenzen 12 und 13. Nach 400 Abtastungen
kommt es zu einer Stossüberbrückung und der Empfänger erhält zusätzlich das Signal
des benachbarten GSK. Dabei hängt das Verhältnis der Amplituden von den Parametern
der Infrastruktur ab. Deren Änderung ist in diesem Beispiel nicht berücksichtigt.
Die Phasenlage und die Umschaltzeitpunkte der Frequenz sind ebenfalls zufällig, da
die Taktquellen der GSK nicht synchronisiert sind.
[0122] Die abwechselnde Verwendung von zwei Frequenzen mit identischen Sendeperioden stellt
jedoch sicher, dass die nicht gemeinsamen Frequenzen der beiden GSK während mindestens
eines halben Auswerteintervalls einwirken und hier der Koeffizient c3 ausreichend
gross wird. Das Beispiel zeigt diesen Grenzfall. Beim Sample 816 werden die Koeffizienten
ausgewertet und dort ist c3 >> 0. Tritt dieses Ereignis in der 20 Sekunden langen
Beobachtungszeit zu häufig auf, kann die Isolierstossüberbrückung gemeldet werden.
[0123] Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass eine vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemässen Methode die Koeffizienten einer schnellen Fourier-Transformation
des empfangenen Signals bewertet. Sie bietet die folgenden Vorteile:
Die effektive Störbandbreite ist mit 12,5 Hz vergleichbar zur neuen Methode und damit
um den Faktor 2 besser als beim bestehenden System. Für die Belegung müssen keine
ungünstigen Zeitpunkte berücksichtigt werden, welche zu Kompromissen in der Immunität
führen. Ein Auslöschen des Sendesignals durch eine schmalbandige Störung ist nicht
möglich. Durch die wechselnde Sendefrequenz werden künstliche Sendepausen erzeugt.
Sie ermöglichen eine vergleichbare Störungserkennung wie der im Stand der Technik
bekannte Gleisstromkreis UGSK 95 der Firma Siemens Schweiz AG.
[0124] Die FFT ist hinlänglich untersucht und digital implementierbar. Der Sicherheitsnachweis
kann geschlossen erbracht werden. Dagegen sprechen nur folgende geringfügige Nachteile
dieser Methode: Die FFT benötigt geringfügig mehr Rechenleistung als die drei FIR-Filter.
Die zeitlichen Grenzwerte für die Störungserkennung lassen sich im worst case-Fall
nur knapp einhalten. Diese Grenzwerte sind jedoch keine absoluten Limite, sondern
verstehen sich eher als Richtwerte.
[0125] Die wichtigsten Betriebsparameter der Methode lauten:
Tabelle 5: Prozessparameter
| Parameter |
Wert |
| Überabtastfrequenz |
los = 12,8 kHz |
| Abtastfrequenz |
1s = 1600 Hz |
| Sendefrequenz 1 |
f1 - 208,1 Hz |
| Sendefrequenz 2 |
f2 = 225,0 Hz |
| Sendefrequenz 3 |
f3 = 243,75Hz |
| Senderintervall |
ta,b = 170 ms |
| FFT-Fensterlänge |
In = 256 |
| FFT-Genauigkeit |
16 Bit |