(19)
(11) EP 2 084 675 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
12.12.2012  Patentblatt  2012/50

(21) Anmeldenummer: 07819276.2

(22) Anmeldetag:  24.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07B 17/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/009223
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/049597 (02.05.2008 Gazette  2008/18)

(54)

DARSTELLUNG DES ERGEBNISSES EINES PRÜFUNGSSCHRITTS IN EINEM INTELLIGENTEN DOKUMENT

REPRESENTATION OF THE RESULT OF AN INSPECTION STEP IN AN INTELLIGENT DOCUMENT

REPRÉSENTATION DU RÉSULTAT D'UNE ÉTAPE DE VÉRIFICATION DANS UN DOCUMENT INTELLIGENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 27.10.2006 DE 102006051418

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
05.08.2009  Patentblatt  2009/32

(73) Patentinhaber: Deutsche Post AG
53113 Bonn (DE)

(72) Erfinder:
  • MEYER, Bernd
    53639 Königswinter (DE)
  • LANG, Jürgen
    51429 Bergisch Gladbach (DE)

(74) Vertreter: Jostarndt, Hans-Dieter 
Jostarndt Patentanwalts-AG Brüsseler Ring 51
52074 Aachen
52074 Aachen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-2005/029265
US-A1- 2002 023 057
DE-A1-102004 046 051
US-A1- 2003 074 324
   
  • "Chapter 1.6" In: Shelley Powers: "Learning JavaScript, 1st Edition", 17 October 2006 (2006-10-17), O'Reilly Media, Inc., XP007912004, ISBN: 0-596-52746-2
  • "Oracle Database 10g R1 & R2: New Features For Administrators - Volume A", INTERNET CITATION, 1 November 2005 (2005-11-01), pages 1-6, XP007919436, Retrieved from the Internet: URL:http://proquest.safaribooksonline.com/ book/databases/oracle/0132011 [retrieved on 2011-09-19]
  • "Supporting Non-JavaScript Browsers", INTERNET CITATION, 9 October 2000 (2000-10-09), XP007909757, Retrieved from the Internet: URL:http://proquest.safaribooksonline.com/ 0672320258 [retrieved on 2009-09-10]
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments. Die Erfindung betrifft ferner ein intelligentes Dokument und eine Vorrichtung zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet ist.

Hintergrund und Stand der Technik



[0002] Aus der deutschen Patentanmeldung DE 10 2004 046 051 A1 ist es bekannt, Frankiervermerke, die in einem zentralen Frankierserver erzeugt werden, einer Bedieneinheit über ein Netzwerk unter Verwendung eines intelligenten Dokuments bereitzustellen. Intelligente Dokumente enthalten neben Text- und Grafikelementen eine Prozesslogik, die es erlaubt, den Inhalt des Dokuments zu verändern und vorgegebene Prozesse auszuführen. Insbesondere sieht das bekannte Verfahren vor, den Druck eines in einem derartigen intelligenten Dokument enthaltenden Frankiervermerks in einer zentralen Datenbank zu protokollieren und vor dem Druck zu ermitteln, ob der Frankiervermerk bereits einmal ausgedruckt worden ist. Ist dies der Fall, wird der Druck nicht ermöglicht, so dass ein in missbräuchlicher Absicht durchgeführter Mehrfachdruck des Frankiervermerks verhindert wird. Die Protokollierung des Drucks und die Prüfungsschritte werden mittels der Prozesslogik des intelligenten Dokuments vorgenommen, die insbesondere die Kommunikation zwischen der Bedieneinheit und der zentralen Datenbank steuert. Zur Ausführung der Prozesslogik wird eine Programmausführungsumgebung benötigt, die in einem Darstellungsprogramm enthalten ist, das in der Bedieneinheit des Kunden ausgeführt wird und so ausgelegt ist, dass es gewöhnliche und intelligente Dokumente darstellen und interpretieren kann. Ein Beispiel für ein derartiges Darstellungsprogramm ist der "Adobe Reader" der Firma Adobe, der in neueren Versionen neben herkömmlichen PDF-Dokumenten (PDF: Portable Document Format) auch intelligente PDF-Dokumente verarbeiten kann.

[0003] Bei dem bekannten Verfahren kann ein Frankiervermerk nicht gedruckt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen für den Druck nicht gegeben sind. So kann der Druck beispielsweise nicht ausgeführt werden, wenn in der Bedieneinheit eine Version des Darstellungsprogramms vorliegt, die nicht dazu in der Lage ist, intelligente Dokumente zu interpretieren oder eine entsprechende Funktionalität des Darstellungsprogramms nicht aktiviert ist. In diesen Fällen können statische Inhalte des intelligenten Dokuments in der Regel zwar an der Bedieneinheit dargestellt werden, die Funktionalität des Dokuments zur Durchführung der notwendigen Datenbankabfrage und zum Steuern des Drucks steht jedoch nicht zur Verfügung. Ferner kann die Netzwerkverbindung zwischen der Bedieneinheit und dem Netzwerk deaktiviert sein, so dass nicht ermittelt werden kann, ob der Frankiervermerk nicht bereits gedruckt worden ist. In diesem Fall ist ein Druck des Frankiervermerks ebenfalls nicht möglich.

[0004] Hierbei besteht das Problem, dass der Nutzer keinerlei Information darüber erhält, welche Voraussetzung für den Druck des Frankiervermerks nicht erfüllt ist, da Ergebnisse von Prüfungsschritten, in denen das Vorliegen der Voraussetzungen für die Nutzung der Funktionalität des intelligenten Dokuments geprüft wird, nicht dargestellt werden. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Nutzer die fehlenden Voraussetzungen selbsttätig schaffen kann, erheblich verringert. Dies führt zur Unzufriedenheit des Nutzers und zu unnötigen Servicefällen bei dem Anbieter der Frankiervermerke.

Darstellung der Erfindung



[0005] Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Darstellung des Ergebnisses eines Prüfungsschritts zur Prüfung des Vorliegens einer Voraussetzung für die Nutzung einer Funktionalität eines intelligenten Dokuments vornehmen zu können.

[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein intelligentes Dokument mit den Merkmalen des Anspruchs 11 sowie durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.

[0007] Demgemäß wird ein Verfahren der eingangs genannten Art geschaffen, bei dem das intelligente Dokument ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält. In das intelligente Dokument wird ein Programmmodul eingebracht, das dazu ausgebildet ist, eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen.

[0008] Ferner wird ein intelligentes Dokument geschaffen, das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält. Das intelligente Dokument zeichnet sich dadurch aus, dass ein Programmmodul enthalten ist, das dazu ausgebildet ist, eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen.

[0009] Zudem wird eine Vorrichtung zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments geschaffen, das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält. Die Vorrichtung ist dazu eingerichtet, ein Programmmodul in das intelligente Dokument einzubringen, das dazu ausgebildet ist, eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen.

[0010] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass in dem intelligenten Dokument selbst ein Programmmodul enthalten ist, mit dem eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, erzeugt werden kann. Hierdurch ist das intelligente Dokument selbst zur Angabe des Ergebnisses eines Prüfungsschritts in der Lage, so dass das Ergebnis des Prüfungsschritts unabhängig von der Konfiguration des Darstellungsprogramms angezeigt wird.

[0011] Unter einer darstellbaren Angabe innerhalb eines intelligenten Dokuments wird im Rahmen der Erfindung eine Angabe verstanden, die mittels des Darstellungsprogramms beispielsweise an einem Bildschirm angezeigt werden kann. Intelligente Dokumente können neben den darstellbaren Inhalten weitere Inhalte, wie beispielsweise Programmcode enthalten, die zumindest in einem normalen Darstellungsmodus nicht mittels Darstellungsprogramms angezeigt werden.

[0012] Das Verfahren, das intelligente Dokument und die Vorrichtung zeichnen sich dadurch aus, dass überprüft wird, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht.

[0013] Dies hat den Vorteil, dass der Nutzer gegebenenfalls darüber informiert werden kann, dass die Programmausführungsumgebung nicht vorhanden ist und daher bestimmte Funktionen des intelligenten Dokuments nicht verfügbar sind.

[0014] Falls die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht, kann eine Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, jedoch nicht direkt durch die Ausführung eines Programms vorgenommen werden. Ebenso kann die Angabe eines negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts nicht mittels des Programmmoduls in das intelligente Dokument eingebracht werden.

[0015] Das Verfahren beinhaltet daher, dass in das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, eingebracht wird, und dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die negative Angabe in eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, umzuwandeln.

[0016] Ferner ist vorgesehen, dass das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, enthält, die mittels des Programmmoduls in eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, umwandelbar ist.

[0017] Zudem ist die Vorrichtung dazu ausgebildet, eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, in das intelligente Dokument einzubringen, und das Programmmodul ist dazu eingerichtet, die darstellbare negative Angabe in eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, umzuwandeln.

[0018] Vorteilhaft kann die Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, implizit mittels des Programmmoduls vorgenommen werden, das die Angabe des Ergebnisses des Prüfungsschritts innerhalb des intelligenten Dokuments erzeugt. Dies wird dadurch erreicht, dass aufgrund der Ausführung des Programmmoduls, die nur bei verfügbarer Programmausführungsumgebung erfolgen kann, eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, durch eine Umwandlung einer bereits in dem intelligenten Dokument vorhandenen negativen Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, erzeugt wird. Falls die Programmausführungsumgebung nicht verfügbar ist, kann das Programmmodul nicht ausgeführt werden und die negative Angabe bleibt erhalten.

[0019] Eine Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass das Programmmodul dazu ausgebildet ist, die Darstellung der darstellbaren negativen Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zu blockieren.

[0020] Falls die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wird die Darstellung der negativen Angabe nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zunächst unterdrückt. Dies hat den Vorteil, dass dem Nutzer nicht bereits eine negative Angabe angezeigt wird, bevor das Ergebnis, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, vorliegt.

[0021] Zudem zeichnet sich eine Ausführungsform des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung dadurch aus, dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die Darstellung der darstellbaren Angabe freizuschalten, nachdem der Prüfungsschritt durchgeführt worden ist.

[0022] Vorteilhaft wird das Ergebnis bei dieser Ausführungsform erst nach der Durchführung des Prüfungsschritts angezeigt, d.h. dann, wenn das Ergebnis vorliegt.

[0023] Bei einer Weiterbildung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung ist es vorgesehen, dass das Programm den einmaligen Druck eines Frankiervermerks steuert und dass das intelligente Dokument von einem Frankierserver über ein Netzwerk an einen Frankierclient übermittelt wird.

[0024] Eine Ausführungsform des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass bei einem ersten Druck des Frankiervermerks eine Nachricht von dem Nutzerclient an den Frankierserver übermittelt wird und dass der Druck aufgrund der Nachricht in dem Frankierserver protokolliert wird.

[0025] Ferner ist es bei einer Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung vorgesehen, dass das Programm zur Steuerung des Drucks des Frankiervermerks nur dann ausführbar ist, wenn eine Netzwerkverbindung zwischen dem Frankierclient und dem Frankierserver besteht und wenn anhand einer Abfrage des Frankierservers festgestellt wird, dass der Frankiervermerk noch nicht gedruckt worden ist.

[0026] Hierdurch wird verhindert, dass ein einmal bezahlter Frankiervermerk mehrfach ausgedruckt wird.

[0027] Eine Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Prüfungsschritt überprüft wird, ob ein Zugriff auf das Netzwerk besteht.

[0028] Zudem beinhaltet eine Weiterbildung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung, dass in dem Prüfungsschritt eine Abfrage des Frankierservers vorgenommen wird, bei der überprüft wird, ob Inhalte des intelligenten Dokuments bereits einmal gedruckt worden sind.

[0029] Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung beinhaltet, dass die Programmausführungsumgebung Bestandteil des Darstellungsprogramms ist.

[0030] Darüber hinaus wird ein Computerprogrammprodukt bereitgestellt, das ein Computerprogramm zur Ausführung eines Verfahrens der zuvor beschriebenen Art enthält.

[0031] Die genannten und weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung werden auch anhand der Ausführungsbeispiele deutlich, die im Folgenden unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben werden.

Kurze Beschreibung der Figuren



[0032] Von den Figuren zeigt:
Fig. 1
eine schematische Darstellung eines Nutzerclients, der mit einem Server verbunden ist, von dem intelligente Dokumente an den Nutzerclient übermittelbar sind,
Fig. 2a
eine beispielhafte Veranschaulichung von darstellbaren Inhalten eines intelligenten Dokuments mit Angaben von negativen Ergebnissen mehrerer Prüfungsschritte und
Fig. 2b
eine beispielhafte Veranschaulichung von darstellbaren Inhalten eines intelligenten Dokuments mit Angaben von positiven Ergebnissen mehrerer Prüfungsschritte.

Darstellung von Ausführungsbeispielen



[0033] In Figur 1 ist schematisch ein Nutzerclient 101 dargestellt, der über ein Netzwerk 102 mit einem Server 103 verbunden ist. Bei dem Netzwerk 102 handelt es sich beispielsweise um das Internet oder ein Intranet. Bei dem Nutzerclient 101 handelt es sich um einen PC (Personal Computer), der über eine Anzeigeeinrichtung 104 und wenigstens eine Eingabeeinrichtung 109 verfügt sowie über einen Speicher 105 und einen Prozessor 106. In dem Speicher 105 ist insbesondere ein Darstellungsprogramm gespeichert, das in dem Nutzerclient 101 ausführbar ist und dazu in der Lage ist, herkömmliche Dokumente eines bestimmten Formats, wie beispielsweise PDF-Dokumente zu öffnen und deren Inhalt an der Anzeigeeinrichtung 104 darzustellen. Ferner erlaubt das Darstellungsprogramm die Verarbeitung von intelligenten Dokumenten, d.h., es ist dazu ausgebildet, darstellbare Inhalte von intelligenten Dokumenten an der Anzeigeeinrichtung 104 darzustellen und Programme auszuführen, die in dem intelligenten Dokument enthalten sind. Hierfür stellt das Darstellungsprogramm eine Programmausführungsumgebung bereit, mit der in den Programmen enthaltene Programmbefehle interpretiert und ausgeführt werden können. Darüber hinaus ist der Nutzerclient 101 über eine Schnittstelle mit einer Druckeinrichtung 107 verbunden und verfügt über eine Netzwerkschnittstelle zur Verbindung mit dem Netzwerk 102.

[0034] Intelligente Dokumente werden von dem Server 103 über das Netzwerk 102 an den Nutzerclient 101 übermittelt. Hierzu verfügt der Server 103 über eine beispielsweise als Softwareprogramm ausgebildete Einrichtung zur Erzeugung intelligenter Dokumente. In einer Ausführungsform ist der Server 103 als Frankierserver ausgebildet, der intelligente Dokumente für den Druck von Frankiervermerken bereitstellt. In dieser Ausführungsform umfasst der Server 103 auch eine Datenbank 108 mit jeweils einem Eintrag für jeden erzeugten und an einen Nutzerclient 101 übermittelten Frankiervermerk.

[0035] Die intelligenten Dokumente umfassen Inhalte, die mittels des Darstellungsprogramms an der Anzeigeeinrichtung 104 dargestellt werden können und aus Text- und/oder Grafikelementen bestehen. Ferner sind in die intelligenten Dokumente Programme eingebettet, die mittels der Programmausführungsumgebung des Darstellungsprogramms ausführbar sind. Bei den Programmen handelt es sich um Skripte, die einen Programmcode umfassen, der von der Programmausführungsumgebung interpretiert werden kann. Anhand der Programme können darstellbare Inhalte der intelligenten Dokumente verändert werden. Ferner ermöglichen die Programme die Ausführung weiterer Prozesse, wie beispielsweise die Ansteuerung der Druckeinrichtung 107 für den Druck von Inhalten des intelligenten Dokuments oder Zugriffe auf die Netzwerkschnittstelle. Der Programmcode wird in einem normalen Darstellungsmodus des Darstellungsprogramms nicht an der Anzeigeeinrichtung 104 dargestellt. Grundsätzlich kann jedoch das Darstellungsprogramm jedoch über einen Sonderdarstellungsmodus vorfügen, in dem auch der Programmcode darstellbar ist.

[0036] Ein von dem Server 103 bereitgestelltes intelligentes Dokument enthält im Rahmen der vorliegenden Erfindung ferner eine Statusinformation zur Angabe des Ergebnisses eines oder mehrerer Prüfungsschritte. Darstellbare Angaben der Prüfungsergebnisse werden dabei mittels eines oder mehrerer Programmmodule erzeugt, die ebenfalls in dem intelligenten Dokument enthalten sind. Die Programmmodule können als eigenständige Programme ausgebildet oder Teil eines Programms sein, das zur Ausführung der Hauptfunktionalität des intelligenten Dokuments vorgesehen ist. Innerhalb der Prüfungsschritte wird ermittelt, ob bestimmte Voraussetzungen für die Nutzung der Hauptfunktionalitäten des intelligenten Dokuments vorliegen. Hierdurch erlangt der Nutzer im Falle einer nicht nutzbaren Funktionalität insbesondere Kenntnis einer möglicherweise nicht erfüllten Voraussetzung. Diese Kenntnis kann er verwenden, um die Voraussetzung zu schaffen und anschließend die Funktionalitäten des intelligenten Dokuments zu nutzen.

[0037] Eine Voraussetzung für die Nutzung der Funktionalität eines intelligenten Dokuments ist grundsätzlich die Verfügbarkeit der Programmausführungsumgebung. In der Regel enthalten jedoch nicht alle Darstellungsprogramme zur Darstellung von Dokumenten im Format des intelligenten Dokuments eine geeignete Programmausführungsumgebung. So kann die Programmausführungsumgebung beispielsweise in älteren Versionen des Darstellungsprogramms nicht vorhanden sein. In diesen Versionen können nur die in dem intelligenten Dokument vorhandenen darstellbaren Inhalte angezeigt und/oder gedruckt werden. In einer Ausführungsform wird daher in einem Prüfungsschritt insbesondere geprüft, ob das Darstellungsprogramm des Nutzerclients 101 über eine Programmausführungsumgebung verfügt, die zur Ausführung des in dem intelligenten Dokuments enthaltenen Programms geeignet ist. Um das Ergebnis dieses Prüfungsschritts auch dann korrekt darstellen zu können, wenn die Programmausführungsumgebung nicht vorhanden ist, wird bereits bei der Erstellung des intelligenten Dokuments eine darstellbare Angabe eines negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in das Dokument eingebracht. Ferner wird in das intelligente Dokument ein Programmmodul eingebracht, das die Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in die Angabe einer erfolgreichen Durchführung des Prüfungsschritts umwandelt, wenn es ausgeführt wird. Das intelligente Dokument wird dabei vorzugsweise so konfiguriert, dass das Programmmodul nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments in dem Darstellungsprogramm bei vorhandener Programmausführungsumgebung automatisch gestartet wird. Nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments in dem Darstellungsprogramm wird in einer Ausführungsform zunächst die Angabe des negativen Prüfungsergebnisses angezeigt, unabhängig davon, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht oder nicht. In einer weiteren Ausführungsform wird die Darstellung des negativen Prüfungsergebnissees nach dem Öffnen mittels des Programmmoduls blockiert, wenn dieses ausgeführt werden kann. Ist dies aufgrund des Fehlens der Programmausführungsumgebung nicht der Fall, wird nach dem Öffnen auch in dieser Ausführungsform das negative Prüfungsergebnis angezeigt.

[0038] Steht die Programmausführungsumgebung zur Verfügung, wird das Programmmodul nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments gestartet. Aufgrund der Ausführung des Programms wird dann die Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts, d.h., die Angabe, dass die erforderliche Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht, in eine Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt. Steht die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung, kann das Programmmodul nicht ausgeführt werden und die Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts bleibt unverändert bestehen. Die Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, wird somit implizit durchgeführt und liefert ein positives oder negatives Ergebnis, je nachdem ob das Programmmodul ausgeführt werden kann oder nicht. Nach der Umwandlung der Angabe des negativen Prüfungsergebnisses in die Angabe eines positiven Prüfungsergebnisses wird diese an der Anzeigeeinrichtung 104 dargestellt. Falls die Darstellung der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments blockiert worden ist, wird die Darstellung der Angabe des (positiven) Prüfungsergebnisses dafür mittels des Programmmoduls freigeschaltet.

[0039] Die Umwandlung der Angabe des negativen Ergebnisses Prüfungsschritts in die Darstellung eines positiven Ergenisses des Prüfungsschritts kann durch eine Veränderung der Angabe erfolgen. Beispielsweise können der negativen Angabe eine oder mehrere Zeichen hinzugefügt werden, um eine Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts zu erzeugen. Ferner kann die Statusangabe beispielsweise farbig ausgebildet sein. Die Umwandlung der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in eine Angabe eines positiven Ergebnisses kann hierbei durch eine Farbänderung erfolgen, die mittels des Programms vorgenommen wird. Darüber hinaus kann es auch vorgesehen sein, dass Zeichen oder Symbole der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsergebnisses zumindest teilweise durch Zeichen oder Symbole ersetzt werden, mittels derer ein positives Ergebnis des Prüfungsschritts dargestellt wird.

[0040] Neben diesem Prüfungsschritt, in dem eine Entscheidung über das Vorhandensein der Programmausführungsumgebung getroffen wird, können gleichfalls weitere Prüfungsschritte mittels eines in dem intelligenten Dokument enthaltenen Programms ausgeführt werden, wenn die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht. Die Ergebnisse dieser Prüfungsschritte können dann in der gleichen Weise dargestellt werden, indem mittels eines Programmmoduls eine Umwandlung der Angabe eines negativen Ergebnisses in die Angabe eines positiven Ergebnisses vorgenommen wird. Die Darstellung der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts kann dabei ebenfalls bis zur Durchführung dieser Prüfungsschritte blockiert werden. Da dies Prüfungsschritte nur dann durchgeführt werden können, wenn die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, kann für diese Prüfungsschritte auch darauf verzichtet werden, zunächst eine negative Angabe des Prüfungsergebnisses in das Dokument einzubringen. Die darstellbare Angabe des Ergebnisses der Prüfungsschritte kann mittels der entsprechenden Programmmodule nach Durchführung der Prüfungsschritte erzeugt werden. Je nach Prüfungsergebnis wird dabei eine Angabe eines negativen oder eines positiven Prüfungsergebnisses generiert. Insbesondere kann das intelligente Dokument bei dieser Ausgestaltung zunächst neutrale Angabe des Prüfungsergebnisses enthalten, die dann entsprechend des Ergebnisses des Prüfungsschritts in die Angabe eines positiven oder negativen Prüfungsergebnisses umgewandelt werden.

[0041] In Figur 2a ist beispielhaft eine Darstellung von Inhalten eines intelligenten Dokuments an der Anzeigeeinrichtung 104 eines Nutzerclients 101 gezeigt. Das intelligente Dokument erlaubt den einmaligen Druck eines Frankiervermerks, der kryptografisch gesicherte Daten enthalten kann, welche die Prüfung seiner Authentizität erlauben. Das intelligente Dokument umfasst einen Hauptbereich 201, um den beispielsweise ein Muster des Frankiervermerks bzw. eines den Frankiervermerk enthaltenden Frankierlabels dargestellt werden
kann. Das Muster kann beliebig oft ausgedruckt werden. Hierfür stellt das intelligente Dokument eine Schaltfläche 202 bereit, die an ein in dem intelligenten Dokument enthaltenes Programm zur Steuerung des Musterdrucks angebunden ist. Ferner enthält das intelligente Dokument eine weitere Schaltfläche 203, deren Betätigung den Druck des gültigen Frankiervermerks auslöst. An die Schaltfläche 203 ist ein Programm angebunden, das den Druck des gültigen Frankiervermerks steuert und bei Betätigung der Schaltfläche ausgeführt wird. Die Schaltflächen 202, 203 können von dem Bediener des Nutzerclients 101 mittels der Eingabeeinrichtung 109 betätigt werden. Der Druck des gültigen Frankiervermerks wird protokolliert, wobei die Protokollierung durch ein Programm des intelligenten Dokuments gesteuert bzw. ausgelöst wird. Bei Betätigung der Schaltfläche 203 wird hierzu von dem Programm die Übermittlung einer Nachricht über den Druck an den Server 103 ausgelöst, in dessen Datenbank 108 nach Erhalt der Nachricht ein entsprechender Vermerk über den Druck in dem Datensatz ergänzt wird, der dem Frankiervermerk zugeordnet ist. Vorzugsweise ist dem Frankiervermerk ein eindeutiger Identifizierungscode zugeordnet, der insbesondere zur Identifizierung des Datenbankeintrags dient und auch in der Nachricht enthalten ist. Um den mehrfachen Druck des Frankiervermerks zu verhindern, wird vor Aktivierung der Schaltfläche 203 anhand einer Abfrage der Datenbank des Frankierservers ermittelt, ob der Vermerk über den Druck vorhanden ist. Ferner ist der Frankiervermerk an der Anzeigeeinrichtung 104 nicht darstellbar, um zu verhindern, dass Kopien der Darstellung erzeugt und zur Frankierung von Postsendungen verwendet werden. Dies wird in einer Ausführungsform dadurch erreicht, dass der Frankiervermerk in einem versteckten Bereich des intelligenten Dokuments enthalten ist, der von dem Darstellungsprogramm nicht darstellbar ist. In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der gültige Frankiervermerk erst bei Betätigung der Schaltfläche 203 für den Portodruck von dem Server 103 abgerufen wird.

[0042] Um einen Frankiervermerk drucken zu können, ist es also insbesondere erforderlich, dass
  • das Darstellungsprogramm über eine Programmausführungsumgebung zur Ausführung von in das intelligente Dokument eingebetteten Programmen verfügt,
  • eine Anbindung des Nutzerclients 101 an das Netzwerk 102 besteht, auf welche die Programme zugreifen können und
  • die Datenbank keinen Vermerk über den Druck des Frankiervermerks enthält.


[0043] Daher werden vorzugsweise beim Öffnen des intelligenten Dokuments Prüfungsschritte durchgeführt, in denen geprüft wird, ob die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Die Ergebnisse dieser Prüfungsschritte werden in dem intelligenten Dokument in einer Statusanzeige 205 dargestellt. Die dargestellte Statusanzeige enthält ein Statusfeld 206 für die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, ein Statusfeld 207 für die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob eine Netzwerkanbindung besteht sowie ein Statusfeld 208 für die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob der Frankiervermerk bereits einmal gedruckt worden ist. Das von dem Server 103 bereitgestellte intelligente Dokument enthält dabei zunächst die in Figur 2a schematisch dargestellte Statusanzeige, die zumindest die Angabe eines negativen Ergebnisses des ersten Prüfungsschritts umfasst, bei dem das Vorhandensein der Programmausführungsumgebung überprüft wird. Die Ergebnisse der übrigen Prüfungsschritte, bei denen die Anbindung des Nutzerclients 101 an das Netzwerk 102 und das Vorhandensein des Vermerks über den Druck in der Datenbank des Servers 103 überprüft werden, sind vorzugsweise ebenfalls negativ dargestellt. Grundsätzlich ist es bei diesen Angaben auch möglich, sie in neutraler Form in das Dokument einzubringen und nach Durchführung der Prüfungsschritte nach Erfolg in Angaben eines positiven oder negativen Prüfergebnisses umzuwandeln. Dass zunächst eine Angabe negativer Prüfergebnisse in dem Dokument vorhanden ist, hat jedoch insbesondere den Vorteil, dass die Statusangaben für diese Prüfschritte sich in gleicher Weise verhalten wie die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist. Dieses Prüfergebnis kann nicht in neutraler Form in das Dokument eingebracht und nach erfolgreicher Prüfung umgewandelt werden, da die fehlende Programmausführungsumgebung eine Umwandlung bei einem Misserfolg der Prüfung nicht zulassen würde. Das negative Ergebnis eines Prüfungsschritts wird bei der Ausführungsform der Statusanzeige, die in Figur 2a gezeigt ist, durch ein Kreuz innerhalb der Statusfelder 206, 207, 208 dargestellt.

[0044] Nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments in dem Darstellungsprogramm des Nutzerclients 101 werden die Prüfungsschritte sukzessive durchgeführt. Bei erfolgreicher Durchführung der Prüfungsschritte werden die entsprechenden Angaben des negativen Prüfergebnisses in der Statusanzeige 205 in eine Angabe positiver Prüfergebnisse umgewandelt.
Ferner wird nach erfolgreicher Durchführung eines Prüfungsschritts der nachfolgende Prüfungsschritt gestartet. Insbesondere enthält das intelligente Dokument dabei ein Programmmodul, das die in dem Statusfeld 206 enthaltene Angabe des negativen Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wie zuvor bereits beschrieben, in ein positives Prüfergebnis umwandelt. Mittels des Programmmoduls kann die Angabe des negativen Ergebnisses der Prüfung nach dem Öffnen des intelligentem Dokument zunächst unterdrückt werden. Nach der Umwandlung der Angabe des negativen Ergebnisses in die Angabe eines positiven Ergebnisses wird die Darstellung der Angabe dann freigeschaltet. Nach erfolgreicher Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wird mittels desselben oder eines weiteren Programmmoduls festgestellt, ob ein Zugriff auf das Netzwerk 102 besteht, indem beispielsweise eine Anfrage an den Server 103 gesendet wird. Wird auf diese Anfrage eine Antwort erhalten, besteht die Netzwerkanbindung und die entsprechende Angabe in dem Statusfeld 207 wird in die Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt bzw. die Angabe des positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts erzeugt. Ferner wird mittels eines in dem intelligenten Dokument vorhandenen Programmmoduls über das Netzwerk 102 die Datenbank 108 des Servers 103 abgefragt um festzustellen, ob der Frankiervermerk bereits einmal ausgedruckt worden ist. Ist dies nicht der Fall, wird die entsprechende Angabe in dem Statusfeld 208 in die Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt bzw. die Angabe des positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts erzeugt. Zudem wird die Schaltfläche 203 für die Initiierung des Drucks des gültigen Frankiervermerks eingeblendet bzw. derart aktiviert, dass sie von dem Nutzer betätigt werden kann.

[0045] In Figur 2b sind beispielhaft die Angaben der positiven Ergebnisse der Prüfungsschritte innerhalb der Statusanzeige 205 des bereits in Figur 2a dargestellten intelligenten Dokuments gezeigt. Dabei sind hier beispielhaft die in Figur 2a dargestellten Kreuze in den Statusfeldern 206, 207, 208 durch Haken ersetzt, um die positiven Prüfungsergebnisse anzuzeigen. Ferner ist es bei der gezeigten Ausführungsform des intelligenten Dokuments vorgesehen, dass die erfolgreiche Durchführung aller Prüfungsschritte durch die Buchstaben "OK" angezeigt wird, die gleichfalls mittels eines Programms als darstellbarer Inhalt in das intelligente Dokument eingebracht werden, wenn der letzte Prüfungsschritt erfolgreich durchgeführt worden ist.

[0046] Falls ein Prüfungsschritt nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird eine Angabe des negativen Ergebnisses des entsprechenden Prüfungsschritts angezeigt. Sofern diese Angabe bereits bei seiner Erzeugung in des intelligente eingebracht und ihre Darstellung bis zur Durchführung des entsprechenden Prüfungsschritts unterdrückt worden ist, wird die Darstellung der Angabe des negativen Prüfungsergebnisses freigeschaltet, wenn dieses vorliegt. Die nachfolgenden Prüfungsschritte werden vorzugsweise nicht mehr durchgeführt. Anhand eines dargestellten negativen Ergebnisses eines bestimmten Prüfungsschritts erhält der Nutzer Kenntnis über eine fehlende Voraussetzung für die Frankierung einer Postsendung mittels des intelligenten Dokuments. Er erhält damit die Möglichkeit, Maßnahmen zur Schaffung der entsprechenden Voraussetzung zu ergreifen. Bei einer Angabe eines negativen Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung verfügbar ist, kann er beispielsweise eine Version des Darstellungsprogramms auf dem Nutzerclient 101 installieren, die über die Programmausführungsumgebung verfügt. Bei einer Angabe eines negativen Ergebnisses der Prüfung, ob eine Netzwerkanbindung vorhanden ist, kann der Nutzer beispielsweise die Netzwerkverbindung aktivieren. Falls ein negatives Ergebnis der Prüfung, ob der Frankiervermerk nicht bereits ausgedruckt worden ist, dargestellt wird, weiß der Nutzer, dass er den Frankiervermerk nicht noch einmal drucken kann, und kann für die Frankierung der Postsendung einen neuen Frankiervermerk von dem Server 103 anfordern.

[0047] Die vorherige Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren ist illustrativ und beispielhaft zu verstehen. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.

[0048] Im Zusammenhang mit dem Druck von Frankiervermerken mittels eines intelligenten Dokuments ist die Erfindung insbesondere nicht auf die dargestellten Prüfungsschritte beschränkt. Vielmehr erkennt der Fachmann, dass im Rahmen der Erfindung auch andere Prüfungsschritte durchgeführt werden können, deren Ergebnisse in dem Dokument dargestellt werden. Ferner ist die Erfindung keineswegs auf die Darstellung von Ergebnissen von Prüfungsschritten beschränkt, die beim Druck von Frankiervermerken durchgeführt werden. Der Fachmann erkennt vielmehr, dass die Erfindung auch auf anderen Gebieten als der Frankierung von Postsendung eingesetzt werden kann. So kann insbesondere das Vorhandensein der Programmausführungsumgebung bei jedem intelligenten Dokument geprüft und das Ergebnis der Prüfung dargestellt werden. Bei den intelligenten Dokumenten kann es sich beispielsweise um intelligente Dokumente mit animierten Grafiken oder um Formulare handeln. Insbesondere ist die Erfindung bei Formularen einsetzbar, die im Verkehr mit Behörden verwendet werden und als intelligente Dokumente ausgeführt sind. Anhand der Prüfungsschritte, deren Ergebnisse bei der Erfindung dargestellt werden, kann dabei insbesondere auch geprüft werden, ob bestimmte Pflichtfelder eines Formulars ausgefüllt worden sind.

[0049] Darüber hinaus kann die Erfindung auch bei intelligenten Dokumenten eingesetzt werden, die mittels der "Intelligenz" vor einem unberechtigte Zugriff geschützt werden. In diesem Zusammenhang sind etwa Texte zu nennen, die nur dann angezeigt und/oder gedruckt werden können, wenn der Nutzer hierzu berechtigt ist, wobei die Berechtigung des Nutzers beispielsweise durch eine über das Netzwerk 102 erfolgende Serverabfrage von dem intelligenten Dokument geprüft wird.


Ansprüche

1. Verfahren zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments, das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, eingebracht wird und
dass ein Programmmodul in das intelligente Dokument eingebracht wird, das nur bei vorhandener Programmausführungsumgebung ausführbar ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund der Ausführung des Programmmoduls eine darstellbare positive Angabe (206), ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen, indem die negative Angabe in die darstellbare positive Angabe umgewandelt wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die Darstellung der darstellbaren negativen Angabe nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zu blockieren.
 
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die Darstellung der Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, freizuschalten, nachdem die Umwandlung der negativen Angabe in eine positive Angabe durchgeführt worden ist.
 
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programm einen einmaligen Druck eines Frankiervermerks steuert und dass das intelligente Dokument von einem Frankierserver (103) über ein Netzwerk (102) an einen Frankierclient (101) übermittelt wird.
 
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem ersten Druck des Frankiervermerks eine Nachricht von dem Nutzerclient (101) an den Frankierserver (103) übermittelt wird und dass der Druck aufgrund der Nachricht in dem Frankierserver (103) protokolliert wird.
 
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programm zur Steuerung des Drucks des Frankiervermerks nur dann ausführbar ist, wenn eine Netzwerkverbindung zwischen dem Frankierclient (101) und dem Frankierserver (103) besteht und wenn anhand einer Abfrage des Frankierservers (103) festgestellt worden ist, dass der Frankiervermerk noch nicht gedruckt worden ist.
 
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Prüfungsschritt mittels des Programmmoduls überprüft wird, ob ein Zugriff auf das Netzwerk besteht.
 
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem weiteren Prüfungsschritt eine Abfrage des Frankierservers (103) vorgenommen wird, bei der überprüft wird, ob Inhalte des intelligenten Dokuments bereits einmal gedruckt worden sind.
 
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Programmausführungsumgebung Bestandteil des Darstellungsprogramms ist.
 
10. Computerprogrammprodukt,
dadurch gekennzeichnet,
dass es ein Computerprogramm zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der vorangegangenen Ansprüche enthält.
 
11. Intelligentes Dokument, das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, enthält und
dass ein Programmmodul enthalten ist, das nur bei vorhandener Programmausführungsumgebung ausführbar ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund der Ausführung des Programmmoduls eine darstellbare positive Angabe (206), ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen, indem die darstellbare negative Angabe mittels des Programmmoduls in die darstellbare positive Angabe umgewandelt wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
 
12. Vorrichtung zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments, das eine Funktion bereitstellt, die ausführbar ist, wenn eine Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung dazu ausgebildet ist, eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, in das intelligente Dokument einzubringen, und
dass die Vorrichtung dazu eingerichtet ist, ein Programmmodul in das intelligente Dokument einzubringen, das nur bei vorhandener Programmausführungsumgebung ausführbar ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund der Ausführung des Programmmoduls eine darstellbare positive Angabe (206), ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen, indem die darstellbare negative Angabe in die positive Angabe umgewandelt wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
 


Claims

1. A method for the production of an intelligent document comprising a program that can be executed by means of a program execution environment, said intelligent document containing contents that can be displayed by means of a display program,
characterized in that displayable negative information as to whether the program execution environment is available is inserted into the intelligent document, and
in that a program module is incorporated into the intelligent document, and said program module can only be executed if a program execution environment is present and, on the basis of the execution of the program module, it is configured to create displayable positive information (206) in the intelligent document indicating whether the program execution environment is available by converting the negative information into the displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment is present is retained if the program execution environment is not available.
 
2. The method according to claim 1,
characterized in that
the program module is configured to block the display of the displayable negative information after the intelligent document has been opened.
 
3. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program module is configured to release the display of the information indicating whether the program execution environment is present after the negative information has been converted into positive information.
 
4. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program controls the one-time printing of a postage indicium, and in that the intelligent document is transmitted from a franking server (103) via a network (102) to a franking client (101).
 
5. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that,
when the postage indicium is printed for the first time, a message is transmitted from the user client (101) to the franking server (103) and in that, on the basis of this message, the printing is logged in the franking server (103).
 
6. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program for controlling the printing of the postage indicium can only be executed if a network connection exists between the franking client (101) and the franking server (103), and if, on the basis of a query to the franking server (103), it has been ascertained that that postage indicium had not been printed before.
 
7. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
during a checking step by means of the program module, it is checked whether there is access to the network.
 
8. The method according to claim 7,
characterized in that
during another checking step, a query to the franking server (103) is made in which it is checked whether contents of the intelligent document have already been printed before.
 
9. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program execution environment is a component of the display program.
 
10. A computer program product,
characterized in that
it contains a computer program for executing a method according to one of the preceding claims.
 
11. An intelligent document comprising a program that can be executed by means of a program execution environment, said intelligent document containing contents that can be displayed by means of a display program,
characterized in that
the intelligent document contains displayable negative information indicating whether the program execution environment is available, and
in that a program module is incorporated that can only be executed if a program execution environment is present and it is configured to create displayable positive information (206) in the intelligent document on the basis of the execution of the program module indicating whether the program execution environment is available by converting the negative information into the displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment is present is retained if the program execution environment is not available.
 
12. A device for the production of an intelligent document that provides a function that can be executed when a program execution environment is available, said intelligent document containing contents that can be displayed by means of a display program,
characterized in that
the device is configured to insert displayable negative information indicating whether the program execution environment is available into the intelligent document, and
in that the device is configured to incorporate a program module into the intelligent document, and said program module can only be executed if a program execution environment is present and it is configured to create displayable positive information (206) in the intelligent document on the basis of the execution of the program module indicating whether the program execution environment is available by converting the negative information into the displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment is present is retained if the program execution environment is not available.
 


Revendications

1. Procédé pour générer un document intelligent qui comprend un programme pouvant être exécuté au moyen d'un environnement d'exécution de programme et qui contient des contenus pouvant être représentés au moyen d'un programme de représentation, caractérisé en ce qu'est introduite dans le document intelligent une information négative pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible et en ce qu'est introduit dans le document intelligent un module de programme qui ne peut être exécuté qu'en présence d'un environnement d'exécution de programme et est réalisé pour générer dans le document intelligent, du fait de l'exécution du module de programme, une information positive (206) pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible, en convertissant l'information négative en l'information positive pouvant être représentée, l'information négative qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent étant maintenue lorsque l'environnement d'exécution de programme n'est pas disponible.
 
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module de programme est réalisé pour bloquer, après l'ouverture du document intelligent, la représentation de l'information négative pouvant être représentée.
 
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module de programme est réalisé pour autoriser la représentation de l'information qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent après que la conversion de l'information négative en une information positive a été effectuée.
 
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le programme commande une impression unique d'une marque d'affranchissement et en ce que le document intelligent est transmis d'un serveur d'affranchissement (103) à un client d'affranchissement (101) via un réseau (102).
 
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors d'une première impression de la marque d'affranchissement, un message est transmis du client de l'utilisateur (101) au serveur d'affranchissement (103) et en ce que l'impression est consignée, du fait du message, dans le serveur d'affranchissement (103).
 
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le programme de commande de l'impression de la marque d'affranchissement ne peut être exécuté que s'il existe une liaison de réseau entre le client d'affranchissement (101) et le serveur d'affranchissement (103) et s'il a été constaté, à l'aide d'une interrogation du serveur d'affranchissement (103), que la marque d'affranchissement n'a pas encore été imprimée.
 
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est vérifié, dans une étape de vérification, au moyen du module de programme, s'il existe un accès au réseau.
 
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'est effectuée, dans une autre étape de vérification, une interrogation du serveur d'affranchissement (103) dans laquelle il est vérifié si des contenus du document intelligent ont déjà été imprimés une fois.
 
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'environnement d'exécution de programme fait partie intégrante du programme de représentation.
 
10. Produit de programme informatique, caractérisé en ce qu'il contient un programme informatique pour exécuter un procédé selon l'une des revendications précédentes.
 
11. Document intelligent qui comprend un programme pouvant être exécuté au moyen d'un environnement d'exécution de programme et qui contient des contenus pouvant être représentés au moyen d'un programme de représentation, caractérisé en ce que le document intelligent contient une information négative pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible et en ce qu'est contenu un module de programme qui ne peut être exécuté qu'en présence d'un environnement d'exécution de programme et est réalisé pour générer dans le document intelligent, du fait de l'exécution du module de programme, une information positive (206) pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent, en convertissant, au moyen du module de programme, l'information négative pouvant être représentée en l'information positive pouvant être représentée, l'information négative qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent étant maintenue lorsque l'environnement d'exécution de programme n'est pas disponible.
 
12. Dispositif pour générer un document intelligent qui met à disposition une fonction pouvant être exécutée lorsqu'un environnement d'exécution de programme est disponible et qui contient des contenus pouvant être représentés au moyen d'un programme de représentation, caractérisé en ce que le dispositif est réalisé pour introduire dans le document intelligent une information négative pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible et en ce que le dispositif est aménagé pour introduire dans le document intelligent un module de programme qui ne peut être exécuté qu'en présence d'un environnement d'exécution de programme et est réalisé pour générer dans le document intelligent, du fait de l'exécution du module de programme, une information positive (206) pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent, en convertissant l'information négative pouvant être représentée en l'information positive, l'information négative qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent étant maintenue lorsque l'environnement d'exécution de programme n'est pas disponible.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente