Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments.
Die Erfindung betrifft ferner ein intelligentes Dokument und eine Vorrichtung zum
Erzeugen eines intelligenten Dokuments, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet
ist.
Hintergrund und Stand der Technik
[0002] Aus der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2004 046 051 A1 ist es bekannt, Frankiervermerke, die in einem zentralen Frankierserver erzeugt werden,
einer Bedieneinheit über ein Netzwerk unter Verwendung eines intelligenten Dokuments
bereitzustellen. Intelligente Dokumente enthalten neben Text- und Grafikelementen
eine Prozesslogik, die es erlaubt, den Inhalt des Dokuments zu verändern und vorgegebene
Prozesse auszuführen. Insbesondere sieht das bekannte Verfahren vor, den Druck eines
in einem derartigen intelligenten Dokument enthaltenden Frankiervermerks in einer
zentralen Datenbank zu protokollieren und vor dem Druck zu ermitteln, ob der Frankiervermerk
bereits einmal ausgedruckt worden ist. Ist dies der Fall, wird der Druck nicht ermöglicht,
so dass ein in missbräuchlicher Absicht durchgeführter Mehrfachdruck des Frankiervermerks
verhindert wird. Die Protokollierung des Drucks und die Prüfungsschritte werden mittels
der Prozesslogik des intelligenten Dokuments vorgenommen, die insbesondere die Kommunikation
zwischen der Bedieneinheit und der zentralen Datenbank steuert. Zur Ausführung der
Prozesslogik wird eine Programmausführungsumgebung benötigt, die in einem Darstellungsprogramm
enthalten ist, das in der Bedieneinheit des Kunden ausgeführt wird und so ausgelegt
ist, dass es gewöhnliche und intelligente Dokumente darstellen und interpretieren
kann. Ein Beispiel für ein derartiges Darstellungsprogramm ist der "Adobe Reader"
der Firma Adobe, der in neueren Versionen neben herkömmlichen PDF-Dokumenten (PDF:
Portable Document Format) auch intelligente PDF-Dokumente verarbeiten kann.
[0003] Bei dem bekannten Verfahren kann ein Frankiervermerk nicht gedruckt werden, wenn
bestimmte Voraussetzungen für den Druck nicht gegeben sind. So kann der Druck beispielsweise
nicht ausgeführt werden, wenn in der Bedieneinheit eine Version des Darstellungsprogramms
vorliegt, die nicht dazu in der Lage ist, intelligente Dokumente zu interpretieren
oder eine entsprechende Funktionalität des Darstellungsprogramms nicht aktiviert ist.
In diesen Fällen können statische Inhalte des intelligenten Dokuments in der Regel
zwar an der Bedieneinheit dargestellt werden, die Funktionalität des Dokuments zur
Durchführung der notwendigen Datenbankabfrage und zum Steuern des Drucks steht jedoch
nicht zur Verfügung. Ferner kann die Netzwerkverbindung zwischen der Bedieneinheit
und dem Netzwerk deaktiviert sein, so dass nicht ermittelt werden kann, ob der Frankiervermerk
nicht bereits gedruckt worden ist. In diesem Fall ist ein Druck des Frankiervermerks
ebenfalls nicht möglich.
[0004] Hierbei besteht das Problem, dass der Nutzer keinerlei Information darüber erhält,
welche Voraussetzung für den Druck des Frankiervermerks nicht erfüllt ist, da Ergebnisse
von Prüfungsschritten, in denen das Vorliegen der Voraussetzungen für die Nutzung
der Funktionalität des intelligenten Dokuments geprüft wird, nicht dargestellt werden.
Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Nutzer die fehlenden Voraussetzungen
selbsttätig schaffen kann, erheblich verringert. Dies führt zur Unzufriedenheit des
Nutzers und zu unnötigen Servicefällen bei dem Anbieter der Frankiervermerke.
Darstellung der Erfindung
[0005] Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Darstellung des Ergebnisses
eines Prüfungsschritts zur Prüfung des Vorliegens einer Voraussetzung für die Nutzung
einer Funktionalität eines intelligenten Dokuments vornehmen zu können.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1, durch ein intelligentes Dokument mit den Merkmalen des Anspruchs 11 sowie durch
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst.
[0007] Demgemäß wird ein Verfahren der eingangs genannten Art geschaffen, bei dem das intelligente
Dokument ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar
ist und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält. In das
intelligente Dokument wird ein Programmmodul eingebracht, das dazu ausgebildet ist,
eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung
steht, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen.
[0008] Ferner wird ein intelligentes Dokument geschaffen, das ein Programm umfasst, das
mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms
darstellbare Inhalte enthält. Das intelligente Dokument zeichnet sich dadurch aus,
dass ein Programmmodul enthalten ist, das dazu ausgebildet ist, eine darstellbare
positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb
des intelligenten Dokuments zu erzeugen.
[0009] Zudem wird eine Vorrichtung zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments geschaffen,
das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar
ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält. Die
Vorrichtung ist dazu eingerichtet, ein Programmmodul in das intelligente Dokument
einzubringen, das dazu ausgebildet ist, eine darstellbare positive Angabe, ob die
Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments
zu erzeugen.
[0010] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass in dem intelligenten Dokument selbst
ein Programmmodul enthalten ist, mit dem eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, erzeugt werden kann. Hierdurch ist das intelligente Dokument
selbst zur Angabe des Ergebnisses eines Prüfungsschritts in der Lage, so dass das
Ergebnis des Prüfungsschritts unabhängig von der Konfiguration des Darstellungsprogramms
angezeigt wird.
[0011] Unter einer darstellbaren Angabe innerhalb eines intelligenten Dokuments wird im
Rahmen der Erfindung eine Angabe verstanden, die mittels des Darstellungsprogramms
beispielsweise an einem Bildschirm angezeigt werden kann. Intelligente Dokumente können
neben den darstellbaren Inhalten weitere Inhalte, wie beispielsweise Programmcode
enthalten, die zumindest in einem normalen Darstellungsmodus nicht mittels Darstellungsprogramms
angezeigt werden.
[0012] Das Verfahren, das intelligente Dokument und die Vorrichtung zeichnen sich dadurch
aus, dass überprüft wird, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht.
[0013] Dies hat den Vorteil, dass der Nutzer gegebenenfalls darüber informiert werden kann,
dass die Programmausführungsumgebung nicht vorhanden ist und daher bestimmte Funktionen
des intelligenten Dokuments nicht verfügbar sind.
[0014] Falls die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht, kann eine Prüfung,
ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, jedoch nicht direkt durch
die Ausführung eines Programms vorgenommen werden. Ebenso kann die Angabe eines negativen
Ergebnisses des Prüfungsschritts nicht mittels des Programmmoduls in das intelligente
Dokument eingebracht werden.
[0015] Das Verfahren beinhaltet daher, dass in das intelligente Dokument eine darstellbare
negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, eingebracht
wird, und dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die negative Angabe in eine
darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht,
umzuwandeln.
[0016] Ferner ist vorgesehen, dass das intelligente Dokument eine darstellbare negative
Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, enthält, die mittels
des Programmmoduls in eine darstellbare positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, umwandelbar ist.
[0017] Zudem ist die Vorrichtung dazu ausgebildet, eine darstellbare negative Angabe, ob
die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, in das intelligente Dokument
einzubringen, und das Programmmodul ist dazu eingerichtet, die darstellbare negative
Angabe in eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht,
umzuwandeln.
[0018] Vorteilhaft kann die Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, implizit
mittels des Programmmoduls vorgenommen werden, das die Angabe des Ergebnisses des
Prüfungsschritts innerhalb des intelligenten Dokuments erzeugt. Dies wird dadurch
erreicht, dass aufgrund der Ausführung des Programmmoduls, die nur bei verfügbarer
Programmausführungsumgebung erfolgen kann, eine positive Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, durch eine Umwandlung einer bereits in dem intelligenten Dokument
vorhandenen negativen Angabe, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht,
erzeugt wird. Falls die Programmausführungsumgebung nicht verfügbar ist, kann das
Programmmodul nicht ausgeführt werden und die negative Angabe bleibt erhalten.
[0019] Eine Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung
ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass das Programmmodul dazu ausgebildet ist,
die Darstellung der darstellbaren negativen Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zu blockieren.
[0020] Falls die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wird die Darstellung der negativen
Angabe nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zunächst unterdrückt. Dies hat
den Vorteil, dass dem Nutzer nicht bereits eine negative Angabe angezeigt wird, bevor
das Ergebnis, ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, vorliegt.
[0021] Zudem zeichnet sich eine Ausführungsform des Verfahrens, des intelligenten Dokuments
und der Vorrichtung dadurch aus, dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die
Darstellung der darstellbaren Angabe freizuschalten, nachdem der Prüfungsschritt durchgeführt
worden ist.
[0022] Vorteilhaft wird das Ergebnis bei dieser Ausführungsform erst nach der Durchführung
des Prüfungsschritts angezeigt, d.h. dann, wenn das Ergebnis vorliegt.
[0023] Bei einer Weiterbildung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung
ist es vorgesehen, dass das Programm den einmaligen Druck eines Frankiervermerks steuert
und dass das intelligente Dokument von einem Frankierserver über ein Netzwerk an einen
Frankierclient übermittelt wird.
[0024] Eine Ausführungsform des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung
zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass bei einem ersten Druck des Frankiervermerks
eine Nachricht von dem Nutzerclient an den Frankierserver übermittelt wird und dass
der Druck aufgrund der Nachricht in dem Frankierserver protokolliert wird.
[0025] Ferner ist es bei einer Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments
und der Vorrichtung vorgesehen, dass das Programm zur Steuerung des Drucks des Frankiervermerks
nur dann ausführbar ist, wenn eine Netzwerkverbindung zwischen dem Frankierclient
und dem Frankierserver besteht und wenn anhand einer Abfrage des Frankierservers festgestellt
wird, dass der Frankiervermerk noch nicht gedruckt worden ist.
[0026] Hierdurch wird verhindert, dass ein einmal bezahlter Frankiervermerk mehrfach ausgedruckt
wird.
[0027] Eine Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Prüfungsschritt überprüft wird,
ob ein Zugriff auf das Netzwerk besteht.
[0028] Zudem beinhaltet eine Weiterbildung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und
der Vorrichtung, dass in dem Prüfungsschritt eine Abfrage des Frankierservers vorgenommen
wird, bei der überprüft wird, ob Inhalte des intelligenten Dokuments bereits einmal
gedruckt worden sind.
[0029] Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens, des intelligenten Dokuments und der Vorrichtung
beinhaltet, dass die Programmausführungsumgebung Bestandteil des Darstellungsprogramms
ist.
[0030] Darüber hinaus wird ein Computerprogrammprodukt bereitgestellt, das ein Computerprogramm
zur Ausführung eines Verfahrens der zuvor beschriebenen Art enthält.
[0031] Die genannten und weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung werden auch anhand der Ausführungsbeispiele deutlich, die im Folgenden
unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0032] Von den Figuren zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Nutzerclients, der mit einem Server verbunden
ist, von dem intelligente Dokumente an den Nutzerclient übermittelbar sind,
- Fig. 2a
- eine beispielhafte Veranschaulichung von darstellbaren Inhalten eines intelligenten
Dokuments mit Angaben von negativen Ergebnissen mehrerer Prüfungsschritte und
- Fig. 2b
- eine beispielhafte Veranschaulichung von darstellbaren Inhalten eines intelligenten
Dokuments mit Angaben von positiven Ergebnissen mehrerer Prüfungsschritte.
Darstellung von Ausführungsbeispielen
[0033] In Figur 1 ist schematisch ein Nutzerclient 101 dargestellt, der über ein Netzwerk
102 mit einem Server 103 verbunden ist. Bei dem Netzwerk 102 handelt es sich beispielsweise
um das Internet oder ein Intranet. Bei dem Nutzerclient 101 handelt es sich um einen
PC (Personal Computer), der über eine Anzeigeeinrichtung 104 und wenigstens eine Eingabeeinrichtung
109 verfügt sowie über einen Speicher 105 und einen Prozessor 106. In dem Speicher
105 ist insbesondere ein Darstellungsprogramm gespeichert, das in dem Nutzerclient
101 ausführbar ist und dazu in der Lage ist, herkömmliche Dokumente eines bestimmten
Formats, wie beispielsweise PDF-Dokumente zu öffnen und deren Inhalt an der Anzeigeeinrichtung
104 darzustellen. Ferner erlaubt das Darstellungsprogramm die Verarbeitung von intelligenten
Dokumenten, d.h., es ist dazu ausgebildet, darstellbare Inhalte von intelligenten
Dokumenten an der Anzeigeeinrichtung 104 darzustellen und Programme auszuführen, die
in dem intelligenten Dokument enthalten sind. Hierfür stellt das Darstellungsprogramm
eine Programmausführungsumgebung bereit, mit der in den Programmen enthaltene Programmbefehle
interpretiert und ausgeführt werden können. Darüber hinaus ist der Nutzerclient 101
über eine Schnittstelle mit einer Druckeinrichtung 107 verbunden und verfügt über
eine Netzwerkschnittstelle zur Verbindung mit dem Netzwerk 102.
[0034] Intelligente Dokumente werden von dem Server 103 über das Netzwerk 102 an den Nutzerclient
101 übermittelt. Hierzu verfügt der Server 103 über eine beispielsweise als Softwareprogramm
ausgebildete Einrichtung zur Erzeugung intelligenter Dokumente. In einer Ausführungsform
ist der Server 103 als Frankierserver ausgebildet, der intelligente Dokumente für
den Druck von Frankiervermerken bereitstellt. In dieser Ausführungsform umfasst der
Server 103 auch eine Datenbank 108 mit jeweils einem Eintrag für jeden erzeugten und
an einen Nutzerclient 101 übermittelten Frankiervermerk.
[0035] Die intelligenten Dokumente umfassen Inhalte, die mittels des Darstellungsprogramms
an der Anzeigeeinrichtung 104 dargestellt werden können und aus Text- und/oder Grafikelementen
bestehen. Ferner sind in die intelligenten Dokumente Programme eingebettet, die mittels
der Programmausführungsumgebung des Darstellungsprogramms ausführbar sind. Bei den
Programmen handelt es sich um Skripte, die einen Programmcode umfassen, der von der
Programmausführungsumgebung interpretiert werden kann. Anhand der Programme können
darstellbare Inhalte der intelligenten Dokumente verändert werden. Ferner ermöglichen
die Programme die Ausführung weiterer Prozesse, wie beispielsweise die Ansteuerung
der Druckeinrichtung 107 für den Druck von Inhalten des intelligenten Dokuments oder
Zugriffe auf die Netzwerkschnittstelle. Der Programmcode wird in einem normalen Darstellungsmodus
des Darstellungsprogramms nicht an der Anzeigeeinrichtung 104 dargestellt. Grundsätzlich
kann jedoch das Darstellungsprogramm jedoch über einen Sonderdarstellungsmodus vorfügen,
in dem auch der Programmcode darstellbar ist.
[0036] Ein von dem Server 103 bereitgestelltes intelligentes Dokument enthält im Rahmen
der vorliegenden Erfindung ferner eine Statusinformation zur Angabe des Ergebnisses
eines oder mehrerer Prüfungsschritte. Darstellbare Angaben der Prüfungsergebnisse
werden dabei mittels eines oder mehrerer Programmmodule erzeugt, die ebenfalls in
dem intelligenten Dokument enthalten sind. Die Programmmodule können als eigenständige
Programme ausgebildet oder Teil eines Programms sein, das zur Ausführung der Hauptfunktionalität
des intelligenten Dokuments vorgesehen ist. Innerhalb der Prüfungsschritte wird ermittelt,
ob bestimmte Voraussetzungen für die Nutzung der Hauptfunktionalitäten des intelligenten
Dokuments vorliegen. Hierdurch erlangt der Nutzer im Falle einer nicht nutzbaren Funktionalität
insbesondere Kenntnis einer möglicherweise nicht erfüllten Voraussetzung. Diese Kenntnis
kann er verwenden, um die Voraussetzung zu schaffen und anschließend die Funktionalitäten
des intelligenten Dokuments zu nutzen.
[0037] Eine Voraussetzung für die Nutzung der Funktionalität eines intelligenten Dokuments
ist grundsätzlich die Verfügbarkeit der Programmausführungsumgebung. In der Regel
enthalten jedoch nicht alle Darstellungsprogramme zur Darstellung von Dokumenten im
Format des intelligenten Dokuments eine geeignete Programmausführungsumgebung. So
kann die Programmausführungsumgebung beispielsweise in älteren Versionen des Darstellungsprogramms
nicht vorhanden sein. In diesen Versionen können nur die in dem intelligenten Dokument
vorhandenen darstellbaren Inhalte angezeigt und/oder gedruckt werden. In einer Ausführungsform
wird daher in einem Prüfungsschritt insbesondere geprüft, ob das Darstellungsprogramm
des Nutzerclients 101 über eine Programmausführungsumgebung verfügt, die zur Ausführung
des in dem intelligenten Dokuments enthaltenen Programms geeignet ist. Um das Ergebnis
dieses Prüfungsschritts auch dann korrekt darstellen zu können, wenn die Programmausführungsumgebung
nicht vorhanden ist, wird bereits bei der Erstellung des intelligenten Dokuments eine
darstellbare Angabe eines negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in das Dokument
eingebracht. Ferner wird in das intelligente Dokument ein Programmmodul eingebracht,
das die Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in die Angabe einer
erfolgreichen Durchführung des Prüfungsschritts umwandelt, wenn es ausgeführt wird.
Das intelligente Dokument wird dabei vorzugsweise so konfiguriert, dass das Programmmodul
nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments in dem Darstellungsprogramm bei vorhandener
Programmausführungsumgebung automatisch gestartet wird. Nach dem Öffnen des intelligenten
Dokuments in dem Darstellungsprogramm wird in einer Ausführungsform zunächst die Angabe
des negativen Prüfungsergebnisses angezeigt, unabhängig davon, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht oder nicht. In einer weiteren Ausführungsform wird die Darstellung
des negativen Prüfungsergebnissees nach dem Öffnen mittels des Programmmoduls blockiert,
wenn dieses ausgeführt werden kann. Ist dies aufgrund des Fehlens der Programmausführungsumgebung
nicht der Fall, wird nach dem Öffnen auch in dieser Ausführungsform das negative Prüfungsergebnis
angezeigt.
[0038] Steht die Programmausführungsumgebung zur Verfügung, wird das Programmmodul nach
dem Öffnen des intelligenten Dokuments gestartet. Aufgrund der Ausführung des Programms
wird dann die Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts, d.h., die Angabe,
dass die erforderliche Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht, in eine
Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt. Steht die Programmausführungsumgebung
nicht zur Verfügung, kann das Programmmodul nicht ausgeführt werden und die Angabe
des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts bleibt unverändert bestehen. Die Prüfung,
ob die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, wird somit implizit durchgeführt
und liefert ein positives oder negatives Ergebnis, je nachdem ob das Programmmodul
ausgeführt werden kann oder nicht. Nach der Umwandlung der Angabe des negativen Prüfungsergebnisses
in die Angabe eines positiven Prüfungsergebnisses wird diese an der Anzeigeeinrichtung
104 dargestellt. Falls die Darstellung der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts
nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments blockiert worden ist, wird die Darstellung
der Angabe des (positiven) Prüfungsergebnisses dafür mittels des Programmmoduls freigeschaltet.
[0039] Die Umwandlung der Angabe des negativen Ergebnisses Prüfungsschritts in die Darstellung
eines positiven Ergenisses des Prüfungsschritts kann durch eine Veränderung der Angabe
erfolgen. Beispielsweise können der negativen Angabe eine oder mehrere Zeichen hinzugefügt
werden, um eine Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts zu erzeugen.
Ferner kann die Statusangabe beispielsweise farbig ausgebildet sein. Die Umwandlung
der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsschritts in eine Angabe eines positiven
Ergebnisses kann hierbei durch eine Farbänderung erfolgen, die mittels des Programms
vorgenommen wird. Darüber hinaus kann es auch vorgesehen sein, dass Zeichen oder Symbole
der Angabe des negativen Ergebnisses des Prüfungsergebnisses zumindest teilweise durch
Zeichen oder Symbole ersetzt werden, mittels derer ein positives Ergebnis des Prüfungsschritts
dargestellt wird.
[0040] Neben diesem Prüfungsschritt, in dem eine Entscheidung über das Vorhandensein der
Programmausführungsumgebung getroffen wird, können gleichfalls weitere Prüfungsschritte
mittels eines in dem intelligenten Dokument enthaltenen Programms ausgeführt werden,
wenn die Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht. Die Ergebnisse dieser Prüfungsschritte
können dann in der gleichen Weise dargestellt werden, indem mittels eines Programmmoduls
eine Umwandlung der Angabe eines negativen Ergebnisses in die Angabe eines positiven
Ergebnisses vorgenommen wird. Die Darstellung der Angabe des negativen Ergebnisses
des Prüfungsschritts kann dabei ebenfalls bis zur Durchführung dieser Prüfungsschritte
blockiert werden. Da dies Prüfungsschritte nur dann durchgeführt werden können, wenn
die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, kann für diese Prüfungsschritte auch
darauf verzichtet werden, zunächst eine negative Angabe des Prüfungsergebnisses in
das Dokument einzubringen. Die darstellbare Angabe des Ergebnisses der Prüfungsschritte
kann mittels der entsprechenden Programmmodule nach Durchführung der Prüfungsschritte
erzeugt werden. Je nach Prüfungsergebnis wird dabei eine Angabe eines negativen oder
eines positiven Prüfungsergebnisses generiert. Insbesondere kann das intelligente
Dokument bei dieser Ausgestaltung zunächst neutrale Angabe des Prüfungsergebnisses
enthalten, die dann entsprechend des Ergebnisses des Prüfungsschritts in die Angabe
eines positiven oder negativen Prüfungsergebnisses umgewandelt werden.
[0041] In Figur 2a ist beispielhaft eine Darstellung von Inhalten eines intelligenten Dokuments
an der Anzeigeeinrichtung 104 eines Nutzerclients 101 gezeigt. Das intelligente Dokument
erlaubt den einmaligen Druck eines Frankiervermerks, der kryptografisch gesicherte
Daten enthalten kann, welche die Prüfung seiner Authentizität erlauben. Das intelligente
Dokument umfasst einen Hauptbereich 201, um den beispielsweise ein Muster des Frankiervermerks
bzw. eines den Frankiervermerk enthaltenden Frankierlabels dargestellt werden
kann. Das Muster kann beliebig oft ausgedruckt werden. Hierfür stellt das intelligente
Dokument eine Schaltfläche 202 bereit, die an ein in dem intelligenten Dokument enthaltenes
Programm zur Steuerung des Musterdrucks angebunden ist. Ferner enthält das intelligente
Dokument eine weitere Schaltfläche 203, deren Betätigung den Druck des gültigen Frankiervermerks
auslöst. An die Schaltfläche 203 ist ein Programm angebunden, das den Druck des gültigen
Frankiervermerks steuert und bei Betätigung der Schaltfläche ausgeführt wird. Die
Schaltflächen 202, 203 können von dem Bediener des Nutzerclients 101 mittels der Eingabeeinrichtung
109 betätigt werden. Der Druck des gültigen Frankiervermerks wird protokolliert, wobei
die Protokollierung durch ein Programm des intelligenten Dokuments gesteuert bzw.
ausgelöst wird. Bei Betätigung der Schaltfläche 203 wird hierzu von dem Programm die
Übermittlung einer Nachricht über den Druck an den Server 103 ausgelöst, in dessen
Datenbank 108 nach Erhalt der Nachricht ein entsprechender Vermerk über den Druck
in dem Datensatz ergänzt wird, der dem Frankiervermerk zugeordnet ist. Vorzugsweise
ist dem Frankiervermerk ein eindeutiger Identifizierungscode zugeordnet, der insbesondere
zur Identifizierung des Datenbankeintrags dient und auch in der Nachricht enthalten
ist. Um den mehrfachen Druck des Frankiervermerks zu verhindern, wird vor Aktivierung
der Schaltfläche 203 anhand einer Abfrage der Datenbank des Frankierservers ermittelt,
ob der Vermerk über den Druck vorhanden ist. Ferner ist der Frankiervermerk an der
Anzeigeeinrichtung 104 nicht darstellbar, um zu verhindern, dass Kopien der Darstellung
erzeugt und zur Frankierung von Postsendungen verwendet werden. Dies wird in einer
Ausführungsform dadurch erreicht, dass der Frankiervermerk in einem versteckten Bereich
des intelligenten Dokuments enthalten ist, der von dem Darstellungsprogramm nicht
darstellbar ist. In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der gültige
Frankiervermerk erst bei Betätigung der Schaltfläche 203 für den Portodruck von dem
Server 103 abgerufen wird.
[0042] Um einen Frankiervermerk drucken zu können, ist es also insbesondere erforderlich,
dass
- das Darstellungsprogramm über eine Programmausführungsumgebung zur Ausführung von
in das intelligente Dokument eingebetteten Programmen verfügt,
- eine Anbindung des Nutzerclients 101 an das Netzwerk 102 besteht, auf welche die Programme
zugreifen können und
- die Datenbank keinen Vermerk über den Druck des Frankiervermerks enthält.
[0043] Daher werden vorzugsweise beim Öffnen des intelligenten Dokuments Prüfungsschritte
durchgeführt, in denen geprüft wird, ob die zuvor genannten Voraussetzungen erfüllt
sind. Die Ergebnisse dieser Prüfungsschritte werden in dem intelligenten Dokument
in einer Statusanzeige 205 dargestellt. Die dargestellte Statusanzeige enthält ein
Statusfeld 206 für die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, ein Statusfeld 207 für die Angabe des Ergebnisses der Prüfung,
ob eine Netzwerkanbindung besteht sowie ein Statusfeld 208 für die Angabe des Ergebnisses
der Prüfung, ob der Frankiervermerk bereits einmal gedruckt worden ist. Das von dem
Server 103 bereitgestellte intelligente Dokument enthält dabei zunächst die in Figur
2a schematisch dargestellte Statusanzeige, die zumindest die Angabe eines negativen
Ergebnisses des ersten Prüfungsschritts umfasst, bei dem das Vorhandensein der Programmausführungsumgebung
überprüft wird. Die Ergebnisse der übrigen Prüfungsschritte, bei denen die Anbindung
des Nutzerclients 101 an das Netzwerk 102 und das Vorhandensein des Vermerks über
den Druck in der Datenbank des Servers 103 überprüft werden, sind vorzugsweise ebenfalls
negativ dargestellt. Grundsätzlich ist es bei diesen Angaben auch möglich, sie in
neutraler Form in das Dokument einzubringen und nach Durchführung der Prüfungsschritte
nach Erfolg in Angaben eines positiven oder negativen Prüfergebnisses umzuwandeln.
Dass zunächst eine Angabe negativer Prüfergebnisse in dem Dokument vorhanden ist,
hat jedoch insbesondere den Vorteil, dass die Statusangaben für diese Prüfschritte
sich in gleicher Weise verhalten wie die Angabe des Ergebnisses der Prüfung, ob die
Programmausführungsumgebung vorhanden ist. Dieses Prüfergebnis kann nicht in neutraler
Form in das Dokument eingebracht und nach erfolgreicher Prüfung umgewandelt werden,
da die fehlende Programmausführungsumgebung eine Umwandlung bei einem Misserfolg der
Prüfung nicht zulassen würde. Das negative Ergebnis eines Prüfungsschritts wird bei
der Ausführungsform der Statusanzeige, die in Figur 2a gezeigt ist, durch ein Kreuz
innerhalb der Statusfelder 206, 207, 208 dargestellt.
[0044] Nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments in dem Darstellungsprogramm des Nutzerclients
101 werden die Prüfungsschritte sukzessive durchgeführt. Bei erfolgreicher Durchführung
der Prüfungsschritte werden die entsprechenden Angaben des negativen Prüfergebnisses
in der Statusanzeige 205 in eine Angabe positiver Prüfergebnisse umgewandelt.
Ferner wird nach erfolgreicher Durchführung eines Prüfungsschritts der nachfolgende
Prüfungsschritt gestartet. Insbesondere enthält das intelligente Dokument dabei ein
Programmmodul, das die in dem Statusfeld 206 enthaltene Angabe des negativen Ergebnisses
der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wie zuvor bereits beschrieben,
in ein positives Prüfergebnis umwandelt. Mittels des Programmmoduls kann die Angabe
des negativen Ergebnisses der Prüfung nach dem Öffnen des intelligentem Dokument zunächst
unterdrückt werden. Nach der Umwandlung der Angabe des negativen Ergebnisses in die
Angabe eines positiven Ergebnisses wird die Darstellung der Angabe dann freigeschaltet.
Nach erfolgreicher Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, wird
mittels desselben oder eines weiteren Programmmoduls festgestellt, ob ein Zugriff
auf das Netzwerk 102 besteht, indem beispielsweise eine Anfrage an den Server 103
gesendet wird. Wird auf diese Anfrage eine Antwort erhalten, besteht die Netzwerkanbindung
und die entsprechende Angabe in dem Statusfeld 207 wird in die Angabe eines positiven
Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt bzw. die Angabe des positiven Ergebnisses
des Prüfungsschritts erzeugt. Ferner wird mittels eines in dem intelligenten Dokument
vorhandenen Programmmoduls über das Netzwerk 102 die Datenbank 108 des Servers 103
abgefragt um festzustellen, ob der Frankiervermerk bereits einmal ausgedruckt worden
ist. Ist dies nicht der Fall, wird die entsprechende Angabe in dem Statusfeld 208
in die Angabe eines positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts umgewandelt bzw. die
Angabe des positiven Ergebnisses des Prüfungsschritts erzeugt. Zudem wird die Schaltfläche
203 für die Initiierung des Drucks des gültigen Frankiervermerks eingeblendet bzw.
derart aktiviert, dass sie von dem Nutzer betätigt werden kann.
[0045] In Figur 2b sind beispielhaft die Angaben der positiven Ergebnisse der Prüfungsschritte
innerhalb der Statusanzeige 205 des bereits in Figur 2a dargestellten intelligenten
Dokuments gezeigt. Dabei sind hier beispielhaft die in Figur 2a dargestellten Kreuze
in den Statusfeldern 206, 207, 208 durch Haken ersetzt, um die positiven Prüfungsergebnisse
anzuzeigen. Ferner ist es bei der gezeigten Ausführungsform des intelligenten Dokuments
vorgesehen, dass die erfolgreiche Durchführung aller Prüfungsschritte durch die Buchstaben
"OK" angezeigt wird, die gleichfalls mittels eines Programms als darstellbarer Inhalt
in das intelligente Dokument eingebracht werden, wenn der letzte Prüfungsschritt erfolgreich
durchgeführt worden ist.
[0046] Falls ein Prüfungsschritt nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, wird eine
Angabe des negativen Ergebnisses des entsprechenden Prüfungsschritts angezeigt. Sofern
diese Angabe bereits bei seiner Erzeugung in des intelligente eingebracht und ihre
Darstellung bis zur Durchführung des entsprechenden Prüfungsschritts unterdrückt worden
ist, wird die Darstellung der Angabe des negativen Prüfungsergebnisses freigeschaltet,
wenn dieses vorliegt. Die nachfolgenden Prüfungsschritte werden vorzugsweise nicht
mehr durchgeführt. Anhand eines dargestellten negativen Ergebnisses eines bestimmten
Prüfungsschritts erhält der Nutzer Kenntnis über eine fehlende Voraussetzung für die
Frankierung einer Postsendung mittels des intelligenten Dokuments. Er erhält damit
die Möglichkeit, Maßnahmen zur Schaffung der entsprechenden Voraussetzung zu ergreifen.
Bei einer Angabe eines negativen Ergebnisses der Prüfung, ob die Programmausführungsumgebung
verfügbar ist, kann er beispielsweise eine Version des Darstellungsprogramms auf dem
Nutzerclient 101 installieren, die über die Programmausführungsumgebung verfügt. Bei
einer Angabe eines negativen Ergebnisses der Prüfung, ob eine Netzwerkanbindung vorhanden
ist, kann der Nutzer beispielsweise die Netzwerkverbindung aktivieren. Falls ein negatives
Ergebnis der Prüfung, ob der Frankiervermerk nicht bereits ausgedruckt worden ist,
dargestellt wird, weiß der Nutzer, dass er den Frankiervermerk nicht noch einmal drucken
kann, und kann für die Frankierung der Postsendung einen neuen Frankiervermerk von
dem Server 103 anfordern.
[0047] Die vorherige Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren
ist illustrativ und beispielhaft zu verstehen. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0048] Im Zusammenhang mit dem Druck von Frankiervermerken mittels eines intelligenten Dokuments
ist die Erfindung insbesondere nicht auf die dargestellten Prüfungsschritte beschränkt.
Vielmehr erkennt der Fachmann, dass im Rahmen der Erfindung auch andere Prüfungsschritte
durchgeführt werden können, deren Ergebnisse in dem Dokument dargestellt werden. Ferner
ist die Erfindung keineswegs auf die Darstellung von Ergebnissen von Prüfungsschritten
beschränkt, die beim Druck von Frankiervermerken durchgeführt werden. Der Fachmann
erkennt vielmehr, dass die Erfindung auch auf anderen Gebieten als der Frankierung
von Postsendung eingesetzt werden kann. So kann insbesondere das Vorhandensein der
Programmausführungsumgebung bei jedem intelligenten Dokument geprüft und das Ergebnis
der Prüfung dargestellt werden. Bei den intelligenten Dokumenten kann es sich beispielsweise
um intelligente Dokumente mit animierten Grafiken oder um Formulare handeln. Insbesondere
ist die Erfindung bei Formularen einsetzbar, die im Verkehr mit Behörden verwendet
werden und als intelligente Dokumente ausgeführt sind. Anhand der Prüfungsschritte,
deren Ergebnisse bei der Erfindung dargestellt werden, kann dabei insbesondere auch
geprüft werden, ob bestimmte Pflichtfelder eines Formulars ausgefüllt worden sind.
[0049] Darüber hinaus kann die Erfindung auch bei intelligenten Dokumenten eingesetzt werden,
die mittels der "Intelligenz" vor einem unberechtigte Zugriff geschützt werden. In
diesem Zusammenhang sind etwa Texte zu nennen, die nur dann angezeigt und/oder gedruckt
werden können, wenn der Nutzer hierzu berechtigt ist, wobei die Berechtigung des Nutzers
beispielsweise durch eine über das Netzwerk 102 erfolgende Serverabfrage von dem intelligenten
Dokument geprüft wird.
1. Verfahren zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments, das ein Programm umfasst, das
mittels einer Programmausführungsumgebung ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms
darstellbare Inhalte enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, eingebracht wird und
dass ein Programmmodul in das intelligente Dokument eingebracht wird, das nur bei
vorhandener Programmausführungsumgebung ausführbar ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund
der Ausführung des Programmmoduls eine darstellbare positive Angabe (206), ob die
Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, innerhalb des intelligenten Dokuments
zu erzeugen, indem die negative Angabe in die darstellbare positive Angabe umgewandelt
wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten
bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die Darstellung der darstellbaren negativen
Angabe nach dem Öffnen des intelligenten Dokuments zu blockieren.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programmmodul dazu ausgebildet wird, die Darstellung der Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
vorhanden ist, freizuschalten, nachdem die Umwandlung der negativen Angabe in eine
positive Angabe durchgeführt worden ist.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programm einen einmaligen Druck eines Frankiervermerks steuert und dass das intelligente
Dokument von einem Frankierserver (103) über ein Netzwerk (102) an einen Frankierclient
(101) übermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem ersten Druck des Frankiervermerks eine Nachricht von dem Nutzerclient (101)
an den Frankierserver (103) übermittelt wird und dass der Druck aufgrund der Nachricht
in dem Frankierserver (103) protokolliert wird.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Programm zur Steuerung des Drucks des Frankiervermerks nur dann ausführbar ist,
wenn eine Netzwerkverbindung zwischen dem Frankierclient (101) und dem Frankierserver
(103) besteht und wenn anhand einer Abfrage des Frankierservers (103) festgestellt
worden ist, dass der Frankiervermerk noch nicht gedruckt worden ist.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Prüfungsschritt mittels des Programmmoduls überprüft wird, ob ein Zugriff
auf das Netzwerk besteht.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem weiteren Prüfungsschritt eine Abfrage des Frankierservers (103) vorgenommen
wird, bei der überprüft wird, ob Inhalte des intelligenten Dokuments bereits einmal
gedruckt worden sind.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Programmausführungsumgebung Bestandteil des Darstellungsprogramms ist.
10. Computerprogrammprodukt,
dadurch gekennzeichnet,
dass es ein Computerprogramm zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der vorangegangenen
Ansprüche enthält.
11. Intelligentes Dokument, das ein Programm umfasst, das mittels einer Programmausführungsumgebung
ausführbar ist, und das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass das intelligente Dokument eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, enthält und
dass ein Programmmodul enthalten ist, das nur bei vorhandener Programmausführungsumgebung
ausführbar ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund der Ausführung des Programmmoduls
eine darstellbare positive Angabe (206), ob die Programmausführungsumgebung vorhanden
ist, innerhalb des intelligenten Dokuments zu erzeugen, indem die darstellbare negative
Angabe mittels des Programmmoduls in die darstellbare positive Angabe umgewandelt
wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten
bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
12. Vorrichtung zum Erzeugen eines intelligenten Dokuments, das eine Funktion bereitstellt,
die ausführbar ist, wenn eine Programmausführungsumgebung zur Verfügung steht, und
das mittels eines Darstellungsprogramms darstellbare Inhalte enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung dazu ausgebildet ist, eine darstellbare negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung
zur Verfügung steht, in das intelligente Dokument einzubringen, und
dass die Vorrichtung dazu eingerichtet ist, ein Programmmodul in das intelligente
Dokument einzubringen, das nur bei vorhandener Programmausführungsumgebung ausführbar
ist und dazu ausgebildet ist, aufgrund der Ausführung des Programmmoduls eine darstellbare
positive Angabe (206), ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, innerhalb
des intelligenten Dokuments zu erzeugen, indem die darstellbare negative Angabe in
die positive Angabe umgewandelt wird,
wobei die negative Angabe, ob die Programmausführungsumgebung vorhanden ist, erhalten
bleibt, wenn die Programmausführungsumgebung nicht zur Verfügung steht.
1. A method for the production of an intelligent document comprising a program that can
be executed by means of a program execution environment, said intelligent document
containing contents that can be displayed by means of a display program,
characterized in that displayable negative information as to whether the program execution environment
is available is inserted into the intelligent document, and
in that a program module is incorporated into the intelligent document, and said program
module can only be executed if a program execution environment is present and, on
the basis of the execution of the program module, it is configured to create displayable
positive information (206) in the intelligent document indicating whether the program
execution environment is available by converting the negative information into the
displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment
is present is retained if the program execution environment is not available.
2. The method according to claim 1,
characterized in that
the program module is configured to block the display of the displayable negative
information after the intelligent document has been opened.
3. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program module is configured to release the display of the information indicating
whether the program execution environment is present after the negative information
has been converted into positive information.
4. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program controls the one-time printing of a postage indicium, and in that the intelligent document is transmitted from a franking server (103) via a network
(102) to a franking client (101).
5. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that,
when the postage indicium is printed for the first time, a message is transmitted
from the user client (101) to the franking server (103) and in that, on the basis of this message, the printing is logged in the franking server (103).
6. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program for controlling the printing of the postage indicium can only be executed
if a network connection exists between the franking client (101) and the franking
server (103), and if, on the basis of a query to the franking server (103), it has
been ascertained that that postage indicium had not been printed before.
7. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
during a checking step by means of the program module, it is checked whether there
is access to the network.
8. The method according to claim 7,
characterized in that
during another checking step, a query to the franking server (103) is made in which
it is checked whether contents of the intelligent document have already been printed
before.
9. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the program execution environment is a component of the display program.
10. A computer program product,
characterized in that
it contains a computer program for executing a method according to one of the preceding
claims.
11. An intelligent document comprising a program that can be executed by means of a program
execution environment, said intelligent document containing contents that can be displayed
by means of a display program,
characterized in that
the intelligent document contains displayable negative information indicating whether
the program execution environment is available, and
in that a program module is incorporated that can only be executed if a program execution
environment is present and it is configured to create displayable positive information
(206) in the intelligent document on the basis of the execution of the program module
indicating whether the program execution environment is available by converting the
negative information into the displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment
is present is retained if the program execution environment is not available.
12. A device for the production of an intelligent document that provides a function that
can be executed when a program execution environment is available, said intelligent
document containing contents that can be displayed by means of a display program,
characterized in that
the device is configured to insert displayable negative information indicating whether
the program execution environment is available into the intelligent document, and
in that the device is configured to incorporate a program module into the intelligent document,
and said program module can only be executed if a program execution environment is
present and it is configured to create displayable positive information (206) in the
intelligent document on the basis of the execution of the program module indicating
whether the program execution environment is available by converting the negative
information into the displayable positive information,
whereby the negative information indicating whether the program execution environment
is present is retained if the program execution environment is not available.
1. Procédé pour générer un document intelligent qui comprend un programme pouvant être
exécuté au moyen d'un environnement d'exécution de programme et qui contient des contenus
pouvant être représentés au moyen d'un programme de représentation, caractérisé en ce qu'est introduite dans le document intelligent une information négative pouvant être
représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible
et en ce qu'est introduit dans le document intelligent un module de programme qui ne peut être
exécuté qu'en présence d'un environnement d'exécution de programme et est réalisé
pour générer dans le document intelligent, du fait de l'exécution du module de programme,
une information positive (206) pouvant être représentée et qui indique si l'environnement
d'exécution de programme est disponible, en convertissant l'information négative en
l'information positive pouvant être représentée, l'information négative qui indique
si l'environnement d'exécution de programme est présent étant maintenue lorsque l'environnement
d'exécution de programme n'est pas disponible.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module de programme est réalisé pour bloquer, après l'ouverture du document intelligent,
la représentation de l'information négative pouvant être représentée.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le module de programme est réalisé pour autoriser la représentation de l'information
qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent après que la conversion
de l'information négative en une information positive a été effectuée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le programme commande une impression unique d'une marque d'affranchissement et en ce que le document intelligent est transmis d'un serveur d'affranchissement (103) à un client
d'affranchissement (101) via un réseau (102).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors d'une première impression de la marque d'affranchissement, un message est transmis
du client de l'utilisateur (101) au serveur d'affranchissement (103) et en ce que l'impression est consignée, du fait du message, dans le serveur d'affranchissement
(103).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le programme de commande de l'impression de la marque d'affranchissement ne peut
être exécuté que s'il existe une liaison de réseau entre le client d'affranchissement
(101) et le serveur d'affranchissement (103) et s'il a été constaté, à l'aide d'une
interrogation du serveur d'affranchissement (103), que la marque d'affranchissement
n'a pas encore été imprimée.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est vérifié, dans une étape de vérification, au moyen du module de programme, s'il
existe un accès au réseau.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'est effectuée, dans une autre étape de vérification, une interrogation du serveur
d'affranchissement (103) dans laquelle il est vérifié si des contenus du document
intelligent ont déjà été imprimés une fois.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'environnement d'exécution de programme fait partie intégrante du programme de représentation.
10. Produit de programme informatique, caractérisé en ce qu'il contient un programme informatique pour exécuter un procédé selon l'une des revendications
précédentes.
11. Document intelligent qui comprend un programme pouvant être exécuté au moyen d'un
environnement d'exécution de programme et qui contient des contenus pouvant être représentés
au moyen d'un programme de représentation, caractérisé en ce que le document intelligent contient une information négative pouvant être représentée
et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est disponible et en ce qu'est contenu un module de programme qui ne peut être exécuté qu'en présence d'un environnement
d'exécution de programme et est réalisé pour générer dans le document intelligent,
du fait de l'exécution du module de programme, une information positive (206) pouvant
être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent,
en convertissant, au moyen du module de programme, l'information négative pouvant
être représentée en l'information positive pouvant être représentée, l'information
négative qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent étant
maintenue lorsque l'environnement d'exécution de programme n'est pas disponible.
12. Dispositif pour générer un document intelligent qui met à disposition une fonction
pouvant être exécutée lorsqu'un environnement d'exécution de programme est disponible
et qui contient des contenus pouvant être représentés au moyen d'un programme de représentation,
caractérisé en ce que le dispositif est réalisé pour introduire dans le document intelligent une information
négative pouvant être représentée et qui indique si l'environnement d'exécution de
programme est disponible et en ce que le dispositif est aménagé pour introduire dans le document intelligent un module
de programme qui ne peut être exécuté qu'en présence d'un environnement d'exécution
de programme et est réalisé pour générer dans le document intelligent, du fait de
l'exécution du module de programme, une information positive (206) pouvant être représentée
et qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent, en convertissant
l'information négative pouvant être représentée en l'information positive, l'information
négative qui indique si l'environnement d'exécution de programme est présent étant
maintenue lorsque l'environnement d'exécution de programme n'est pas disponible.