[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Sortieren einer Menge
von flachen Gegenständen, insbesondere von Postsendungen.
[0003] In beiden Druckschriften wird beschrieben, wie Postsendungen gemäß einer vorgegebenen
Verteilreihenfolge in einer Sortieranlage sortiert werden und hierbei jede Postsendung
mehrmals die Sortieranlage durchläuft. Nach jedem außer dem letzten Durchlauf werden
die Postsendungen wieder der Sortieranlage zugeführt.
[0004] In
EP 1425113 B1 und
US 2004/0182759 A1 wird weiterhin beschrieben, wie ein Sortierplan generiert wird, der festlegt, welche
Gegenstände in welche Ausgabeeinrichtungen ausgeschleust werden.
[0005] In
US 2005/0218046 A1 werden eine Vorrichtung und ein Verfahren beschrieben, um per "sequencing" Postsendungen
in eine "delivery point order" (auch "carrier walk sequence" genannt) zuzubringen.
Die verwendete Sortieranlage hat zwei "inputs" ("feeders") 101(1) und 101(2) und 15
"outputs 102(1) bis 102(15), die z. B. Behälter aufnehmen. Ein erster Sortierlauf
("first path") und ein nachfolgender zweiter Sortierlauf ("second path") werden durchgeführt,
um per "sequencing" die gewünschte Abfolge herzustellen. Für jeden Sortierlauf wird
jeweils ein eigener Sortierplan erzeugt und verwendet, vgl. Schritte 201 und 202 von
Fig. 2 und Schritte 601 und 602 von Fig. 6. Jeder Sortierplan ordnet mehreren "outputs"
jeweils einige Zielpunkte ("delivery points") zu. Der erste Sortierplan unterscheidet
mehrere Gruppen von Zustellpunkten ("delivery point groups") und die Postsendungen
für diese Gruppen werden in unterschiedliche "outputs" ausgegeben. Nach dem ersten
Sortierlauf wird jeweils ein "badge" aus jedem "output 102(i)" zurück zu einem "input
101(1), 101(2)" zurücktransportiert, vgl. Fig. 2 und Fig. 6.In
US 2006/0108266 A1 wird ebenfalls ein Verfahren beschrieben, um Postsendungen in mehreren Sortierläufen
zu sortieren. Die Postsendungen stammen aus verschiedenen Quellen, z. B. von verschiedenen
Großeinlieferern. Jede Postsendung lässt sich beim Durchlauf durch die Sortieranlage
eindeutig identifizieren. Abgespeichert wird, in welchen Behälter eine identifizierte
Postsendung nach dem ersten Sortierlauf ausgeschleust wird.
[0006] In
EP 0999902 B1 und
US 6566620 B1 werden ein Vorsortierplan und mehrere Endsortierpläne verwendet. Jede Postsendung
wird zunächst gemäß dem Vorsortierplan sortiert, erneut der Sortieranlage zugeführt
und anschließend gemäß einem der Endsortierpläne sortiert und in eine Ausgabeeinrichtung
ausgegeben.
[0007] Um Platz einzusparen, wird in
EP 0654309 A1 vorgeschlagen, dass eine Sortieranlage für Postsendungen jeweils mehrere Postsendungen
zu einem Stapel zusammenfasst. Die Postsendungen eines Stapels überlappen sich wenigstens
teilweise, und der Stapel wird als Ganzes transportiert. Jeder solcher Stapel wird
von einer Stapelbildungseinrichtung ("accumulation device") erzeugt. Vor der Stapelbildung
liest ein Lesegerät Sortierinformationen auf der Postsendung. Abhängig von den jeweiligen
Sortierinformationen wird eine Postsendung zu einer der Stapelbildungseinrichtungen
umgeleitet.
[0008] Vorrichtungen und Verfahren, um in mehreren Sortierläufen Postsendungen zu sortieren,
sind auch aus folgenden Druckschriften bekannt:
- DE 10 2004 033 564 B3 und US 20070090027 A1,
- DE 10 2004 056 696 B4 und US 2008/0087582 A1,
- WO 2006/100598 A1,
- US 2004/0261366 A1
- DE 10 2005 055 763 B3 und WO 2007/057078 A1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
15 bereitzustellen, bei denen für den zweiten Sortierlauf bei gleicher Anzahl möglicher
Zielpunkte weniger Ausgabeeinrichtungen benötigt werden als bei bekannten Verfahren
und dennoch ermöglicht wird, dass alle Gegenstände gemäß einer vorgegebenen Reihenfolge
unter den Zielpunkten in die im zweiten Sortierlauf verwendete mindestens eine Ausgabeeinrichtung
ausgeschleust sind.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Lösungsgemäß wird eine Menge von flachen Gegenständen sortiert. Jeder Gegenstand
dieser Menge mit jeweils einer Kennzeichnung eines Zielpunkts, zu dem der Gegenstand
zu transportieren ist, versehen.
[0010] Jeder dieser Gegenstände durchläuft mindestens zweimal eine Sortieranlage mit mehreren
Ausgabeeinrichtungen.
[0011] Diese Sortieranlage führt dann, wenn ein Gegenstand im ersten Sortierlauf die Sortieranlage
durchläuft, folgende Schritte durch:
- Sie ermittelt die Zielpunkt-Kennzeichnung des Gegenstands.
- Sie schleust den Gegenstand in jeweils eine der Ausgabeeinrichtungen aus.
- Hierbei verteilt die Sortieranlage die Gegenstände auf mehrere Ausgabeeinrichtungen.
Dies macht die Sortieranlage dergestalt, dass sie jeden Gegenstand in diejenige Ausgabeeinrichtung
ausschleust, die dem jeweiligen Zielpunkt des Gegenstands zugeordnet ist.
- Jeder Gegenstand wird nach dem ersten Durchlauf der jeweiligen Ausgabeeinrichtung
entnommen und erneut der Sortieranlage zugeführt.
- Beim erneuten Zuführen wird eine Vermischung von Gegenständen aus verschiedenen Ausgabeeinrichtungen
vermieden und die Gegenstände gemäß einer vorgegebenen ZuführReihenfolge unter den
beim ersten Sortierlauf verwendeten Ausgabeeinrichtungen zugeführt werden.
[0012] Diese Sortieranlage führt dann, wenn ein Gegenstand im zweiten Sortierlauf die Sortieranlage
durchläuft, folgende Schritte durch:
- Sie ermittelt die Zielpunkt-Kennzeichnung des Gegenstands.
- Sie fasst alle Gegenstände, die mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen
sind, zu jeweils mindestens einem Stapel zusammen.
- Dieses Zusammenfassen geschieht dergestalt, dass jeder Stapel mehrere Gegenstände
umfasst und die Gegenstände jedes Stapels sich wenigstens teilweise überlappen. Jeder
Stapel besteht ausschließlich aus Gegenständen, die mit Kennzeichnungen desselben
Zielpunkts versehen sind. Kein Stapel umfasst also zwei Gegenstände mit Kennzeichnungen
verschiedener Zielpunkte.
- Falls an einen Zielpunkt nur ein Gegenstand oder gar kein Gegenstand zu transportieren
ist, so bildet die Sortieranlage keinen Stapel für diesen Zielpunkt, sondern transportiert
den Gegenstand einzeln weiter.
- Die Sortieranlage transportiert jeden dergestalt gebildeten Stapel zu einer der Ausgabeeinrichtungen
und schleust den Stapel in diese Ausgabeeinrichtung aus.
[0013] Jeder flache Gegenstand erstreckt sich in einer Gegenstandsebene. Weil die Gegenstände
im zweiten Sortierlauf zu Stapeln zusammengefasst werden, wird für den zweiten Sortierlauf
weniger Platz benötigt. Denn ein Stapel nimmt beim Transport weniger Platz beim Transport
in eine Transportrichtung parallel zu den Gegenstandsebenen der Gegenstände im Stapel
ein, als wenn die Gegenstände hintereinander und beabstandet transportiert werden
würden.
[0014] Die Gegenstände durchlaufen in der Regel im zweiten Sortierlauf nacheinander die
Sortieranlage. Würde ein Stapel Gegenstände für verschiedene Zielpunkte enthalten,
so müssten nachfolgende Gegenstände für einen dieser Zielpunkte zwischen bereits gestapelte
Gegenstände geschoben werden, damit nach dem Ausschleusen des zweiten Sortierlaufs
eine vorgegebene Reihenfolge unter den Zielpunkten eingehalten wird. Oder aber Gegenstände
für denselben Zielpunkt müssten zwischengespeichert werden, damit in dem einen Stapel
die Reihenfolge unter Zielpunkten eingehalten wird, was Platz sowie zusätzlichen apparativen
Aufwand erfordert.
[0015] Im zweiten Sortierlauf werden also dadurch Ausgabeeinrichtungen eingespart, dass
Gegenstände in der Sortieranlage in Stapeln zusammengefasst werden, anstelle erst
nach dem Ausschleusen Stapel zu bilden. Die Sortieranlage vermag Gegenstände nacheinander
einem ersten und einem weiteren Stapel zuzuführen und diese beiden Stapel anschließend
in dieselbe Ausgabeeinrichtung auszuschleusen. Ohne die Erfindung wären zwei Ausgabeeinrichtungen
vonnöten.
[0016] Bei den bekannten Verfahren kann die Sortieranlage dann, wenn sie die Gegenstände
im ersten Sortierlauf in N1 Ausgabeeinrichtungen und im zweiten Sortierlauf in N2
Ausgabeeinrichtungen ausschleust, maximal auf N1 * N2 verschiedene Zielpunkte sortieren.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht hingegen eine Sortierung auf mehr als N1
* N2 verschiedene Zielpunkte.
[0017] Dieser Vorteil wird erreicht, weil die Gegenstände mit demselben Zielpunkt vor dem
Ausschleusen zu mindestens einem Stapel zusammengefasst werden und dieser Stapel ausschließlich
aus Gegenständen mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts besteht. Die Stapel nehmen
weniger Platz weg als nicht gestapelte Gegenstände. Anstelle die Gegenstände erst
nach dem zweiten Sortierlauf in einer vorgegebenen Reihenfolge unter in den Ausgabeeinrichtungen
zu sammeln, lassen sich dank der Erfindung Gegenstände für denselben Zielpunkt vor
dem Ausschleusen zu Stapeln zusammenfassen und danach verschiedene Stapel in dieselbe
Ausgabeeinrichtung ausschleusen, wobei die vorgegebene Reihenfolge unter den Zielpunkten
die Reihenfolge festlegt, in der die Stapel in dieselbe Ausgabeeinrichtung ausgeschleust
werden.
[0018] In einer Ausgestaltung schleust die Sortieranlage im zweiten Durchlauf alle Gegenstände
nacheinander in dieselbe Ausgabeeinrichtung aus. Diese Ausgabeeinrichtung kann zugleich
diejenige sein, die in der Zuführ-Reihenfolge die erste ist, die nach dem ersten Sortierlauf
entleert wird und daher als erste wieder frei ist. Diese Ausgestaltung spart Ausgabeeinrichtungen
ein, weil im zweiten Sortierlauf nur eine einzige Ausgabeeinrichtung verwendet wird.
[0019] In einer Ausgestaltung wird mindestens eine Ausgabeeinrichtung in beiden Sortierläufen
verwendet. Die Sortieranlage schleust im zweiten Durchlauf mindestens einen Stapel
in eine derjenigen Ausgabeeinrichtungen (AE-1) aus, in die sie im ersten Durchlauf
mindestens einen Gegenstand ausgeschleust hat.
[0020] In einer Fortbildung dieser Ausgestaltung wird diejenige Ausgabeeinrichtung in beiden
Sortierläufen verwendet, die nach dem ersten Sortierlauf als erste entleert wird und
daher als erste wieder zum Ausschleusen zur Verfügung steht. Die Sortieranlage schleust
alle Gegenstände, die sie im ersten Sortierlauf in die erste Ausgabeeinrichtung der
Zuführ-Reihenfolge ausgeschleust hat, auch im zweiten Sortierlauf in diese Ausgabeeinrichtung
aus.
[0021] Wie bereits dargelegt, werden im zweiten Sortierlauf mehrere Gegenstände, die mit
Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen sind, zu mindestens einem Stapel zusammengefasst.
Die Zusammenfassung von Gegenständen mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts wird
vorzugsweise dann abgebrochen, wenn mindestens eines der folgenden beiden Ereignisse
eingetreten ist:
[0022] - Für diesen Zielpunkt ist jeder Gegenstand mit einer Kennzeichnung dieser Zielpunkts
in einem der bislang gebildeten Stapel enthalten. Mit anderen Worten: Jeder Gegenstand,
der nunmehr noch im zweiten Sortierlauf die Sortieranlage durchläuft, ist an einen
anderen Zielpunkt zu transportieren und daher entweder allein oder in einem anderen
Stapel auszuschleusen.
- Ein Parameter eines bislang gebildeten Stapels erreicht eine vorgegebene Schranke.
Diese Schranke wird vorzugsweise abhängig von Randbedingungen vorgegeben, die die
Sortieranlage stellt, z. B. von der Transporteinrichtung, die jeden Stapel zu jeweils
einer Ausgabeeinrichtung schleust. Der Stapel darf insbesondere nicht dicker sein
als eine vorgegebene Dicken-Schranke.
In einer Ausgestaltung wird die Dicke jedes Gegenstands gemessen. In einer anderen
Ausgestaltung wird eine durchschnittliche Dicke jedes Gegenstands verwendet, und aus
der Dicken-Schranke wird eine Anzahl-Schranke abgeleitet. Die Zusammenfassung von
Gegenständen zu einem Stapel wird spätestens dann beendet, wenn die Anzahl der Gegenstände
im Stapel die Anzahl-Schranke erreicht hat.
[0023] Möglich ist also, dass die Gegenstände mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts auf
mehrere Stapel verteilt werden, z. B. weil ein einziger Stapel sich nicht ausschleusen
lässt. Vorzugsweise werden diese mehreren Stapel unmittelbar hintereinander in dieselbe
Ausgabeeinrichtung ausgeschleust, also so, dass sich zwischen zwei solchen Stapeln
kein Stapel mit Gegenständen anderer Kennzeichnungen befindet. Denn verschiedene Gegenstände
mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts können zusammen zu diesem gemeinsamen Zielpunkt
transportiert werden.
[0024] Vorzugsweise umfasst die Sortieranlage mehrere Stapelbildungseinrichtungen. Jedem
Zielpunkt ist mindestens eine Stapelbildungseinrichtung zugeordnet. Im zweiten Sortierlauf
transportiert die Sortieranlage jeden Gegenstand zu einer Stapelbildungseinrichtung,
die dem Zielpunkt dieses Gegenstands zugeordnet ist. Die Stapelbildungseinrichtung
fasst alle zugeführten Gegenstände, die mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen
sind und der Stapelbildungseinrichtung zugeführt wurden, zu mindestens einem Stapel
zusammen. Möglich ist, dass Gegenstände für denselben Zielpunkt auf mehrere Stapel
aufgeteilt werden. Die Stapelbildungseinrichtung beendet diese Zusammenfassung von
Gegenständen zu mindestens einem Stapel, sobald feststeht, dass im zweiten Sortierlauf
kein weiterer Gegenstand mit einer Kennzeichnung dieses Zielpunkts mehr folgen wird.
[0025] Bevorzugt wird im ersten Sortierlauf für jeden Zielpunkt gezählt, wie viele Gegenstände
mit Kennzeichnungen dieses Zielpunkts versehen sind. Diese Informationen werden abgespeichert
und im zweiten Sortierlauf verwendet, um die Stapelbildung so wie gerade beschrieben
zu beenden.
[0026] Vorzugsweise ordnet ein Sortierplan jedem Zielpunkt für den ersten Sortierlauf eine
Ausgabeeinrichtung zu. In einer Ausgestaltung werden die Stapelbildungseinrichtungen
dergestalt den Zielpunkten zugeordnet, dass diejenigen Zielpunkte, denen im ersten
Sortierlauf dieselbe Ausgabeeinrichtung zugeordnet ist, im zweiten Sortierlauf auf
verschiedene Stapelbildungseinrichtungen aufgeteilt werden.
[0027] Wie bereits dargelegt, werden nach dem ersten Sortierlauf die Gegenstände gemäß einer
Zuführ-Reihenfolge unter den Ausgabeeinrichtungen wieder der Sortieranlage zugeführt.
Zunächst werden also die Gegenstände aus einer ersten Ausgabeeinrichtung wieder der
Sortieranlage zugeführt. Jeder dieser Gegenstand wird zu derjenigen Stapelbildungseinrichtung
transportiert, die dem Zielpunkt dieses Gegenstands zugeordnet ist. Die Stapelbildungseinrichtungen
fassen die Gegenstände aus der ersten Ausgabeeinrichtung zu Stapeln zusammen, soweit
mehrere Gegenstände an denselben Zielpunkt zu transportieren sind. Diese Stapel werden
ausgeschleust. Danach stehen die Stapelbildungseinrichtungen zur Verfügung, um die
Gegenstände aus der zweiten Ausgabeeinrichtung zu Stapeln zusammenzufassen, und so
fort.
[0028] Die flachen Gegenstände sind z. B. Postsendungen oder Gepäckstücke von Reisenden
oder Frachtstücke oder auch flache Gegenstände, die innerhalb einer Produktionsanlage
zu verschiedenen Fertigungsstraßen zu transportieren sind, oder auch flache Lebensmittel.
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels gezeigt. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- schematisch Bestandteile der Sortieranlage beim ersten Sortierlauf;
- Fig. 2
- schematisch Bestandteile der Sortieranlage beim zweiten Sortierlauf;
- Fig. 3
- einen Sortierplan für die Sortieranlage von Fig. 1 und Fig. 2;
- Fig. 4
- schematisch eine Stapelbildungseinrichtung.
[0030] Im Ausführungsbeispiel sind die flachen Gegenstände flache Postsendungen, z. B. Briefe,
Postkarten oder Zeitschriften. Jede Postsendung ist mit einer Kennzeichnung einer
Zustelladresse oder eines sonstigen Zustellpunkts versehen, an die diese Postsendung
zu transportieren ist. Diese Kennzeichnung ist in einer Ausführungsform auf der Postsendung
selber angebracht. In einer anderen Ausführungsform ist die Kennzeichnung in einer
Datenbank hinterlegt und wird der Postsendung zugeordnet. Diese Zustellpunkte fungieren
als die Zielpunkte der Gegenstände.
[0031] Jede zu transportierende Postsendung durchläuft mindestens zweimal - also in zwei
Sortierläufen - dieselbe Sortieranlage. Fig. 1 zeigt schematisch Bestandteile der
Sortieranlage beim ersten Sortierlauf. Fig. 2 zeigt schematisch Bestandteile der Sortieranlage
beim zweiten Sortierlauf.
[0032] Diese Sortieranlage besitzt mehrere Ausgabeeinrichtungen AE-1, ..., AE-4, AE zum
Ausschleusen von Postsendungen. Eine Ausgabeeinrichtung kann z. B. eine Auflagefläche
für einen Behälter umfassen, und die Postsendungen werden dadurch in die Ausgabeeinrichtung
ausgeschleust, dass die Sortieranlage sie in einen Behälter auf der Auflagefläche
verbringt. Oder die Ausgabeeinrichtung hat die Form eines Ausgabefachs, in das die
Sortieranlage Postsendungen ausschleust. Möglich ist auch, dass die Ausgabeeinrichtung
eine Ausgabestelle und einen Behälter umfasst, der Behälter temporär mit der Ausgabestelle
verbunden wird und die Sortiereinrichtung diesen Behälter befüllt. Der befüllte Behälter
wird entfernt und durch einen leeren Behälter ersetzt.
[0033] In Fig. 1 werden beispielhaft vier Ausgabeeinrichtungen AE-1, AE-2, AE-3 und AE-4
gezeigt. Diese werden nach dem ersten Sortierlauf mit Hilfe der Behälter Beh-1, Beh-2,
Beh-3 und Beh-4 entleert.
[0034] In Ausnahmefällen durchläuft eine Postsendung nur einmal die Sortieranlage. Ein solcher
Ausnahmefall liegt vor, wenn die Postsendung an einen Empfänger zahlreicher Postsendungen
adressiert ist und für diesen Empfänger eine eigene Ausgabeeinrichtung reserviert
ist. Ein Ausnahmefall liegt auch dann vor, wenn beim ersten Durchlauf einer Postsendung
festgestellt wird, dass diese Postsendung nicht maschinenfähig ist, d. h. die Sortieranlage
diese Postsendung nicht maschinell verarbeiten kann.
[0035] Alle anderen Postsendungen durchlaufen zweimal die Sortieranlage, weil sie durch
das Sortieren in eine vorgegebene Verteilreihenfolge ("delivery point sequence") unter
den Zustelladressen gebracht werden und weil es viel mehr mögliche Zustelladressen
als Ausgabeeinrichtungen gibt. Daher ist es nicht möglich, für jede Zustelladresse
jeweils eine eigene Ausgabeeinrichtung vorzusehen. Die Sortieranlage kann im Ausführungsbeispiel
eine Postsendung nur so ausschleusen, dass die Postsendung hinter eine bereits ausgeschleuste
gelangt, aber nicht zwischen zwei zuvor ausgewählte Postsendungen.
[0036] Die Sortieranlage umfasst folgende Komponenten:
- mindestens eine Zuführeinrichtung ZE ("Stoffeingabe", "feeder") mit einer Ausrichtvorrichtung
Ausr und einem Vereinzeler Ve,
- ein Lesegerät mit einer Kamera K,
- die bereits erwähnten Ausgabeeinrichtungen,
- eine Transporteinrichtung mit einer Förderstrecke FS und einem speziellen Transportpfad
Tp, der zu einer gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE führt, und
- eine Auswerteeinheit AW mit einem Datenspeicher DB.
[0037] Auf einem Förderband der Zuführeinrichtung ZE wird wiederholt jeweils ein Stapel
mit Postsendungen gestellt. Dieser Stapel stammt z. B. von einer anderen Sortieranlage
oder einem Postamt oder aus einem Briefkasten. Das Förderband transportiert den Stapel
in eine Zuführrichtung ZR zunächst zur Ausrichtvorrichtung Ausr und anschließend zum
Vereinzeler Ve. Dieser Vereinzeler Ve zieht jede Postsendung des Stapels einzeln ab,
und zwar in eine Richtung senkrecht zur Zuführrichtung ZR.
[0038] Die Transporteinrichtung transportiert jede Postsendung nacheinander zu verschiedenen
Verarbeitungseinrichtungen der Sortieranlage. Vorzugsweise umfasst die Transporteinrichtung
ein System von angetriebenen Förderbändern. Jeweils zwei Förderbänder klemmen eine
aufrecht stehende Postsendung - oder auch einen Stapel von ausrecht stehenden Postsendungen,
die sich teilweise überlappen - temporär zwischen sich ein und transportieren die
Postsendung bzw. den Stapel, wobei sich die beiden Förderbänder mit gleicher Geschwindigkeit
drehen. Die Transporteinrichtung kann zusätzlich Unterflur-Förderbänder aufweisen,
auf denen die Postsendungen stehen.
[0039] Die Kamera K des Lesegeräts erzeugt ein rechnerverfügbares Abbild jeder Postsendung.
Dieses Abbild enthält ein Abbild der Zustelladress-Kennzeichnung. Die Auswerteeinheit
AW des Lesegeräts versucht zunächst, automatisch die Zustelladresse zu lesen, indem
es per "Optical Character Recognition" das Abbild der Zustelladress-Kennzeichnung
findet und auswertet. Gelingt dies nicht, wird das Abbild der Postsendung an eine
Videocodierstation VCS übermittelt, und ein Bearbeiter gibt die Zustelladresse - oder
wenigstens einen Teil, z. B. die Postleitzahl - ein.
[0040] Die Sortieranlage schleust jede Postsendung abhängig von der erkannten Zustelladresse
in eine der Ausgabeeinrichtungen AE-1, AE-2, AE-3, AE-4, AE aus. Dies umfasst den
Schritt, dass die Transporteinrichtung die Postsendung bis zur jeweiligen Ausgabeeinrichtung
transportiert. Die Postsendung wird im Beispiel von Fig. 1 im ersten Sortierlauf zunächst
auf der Förderstrecke FS transportiert. Abhängig von der Zustelladresse schleust eine
der vier Ausschleusungs-Weichen AS-1, AS-2, AS-3 und AS-4 die Postsendung auf einen
der vier Ausschleusungs-Transportpfade AT-1, AT-2, AT-3, AT-4 aus. Über den jeweiligen
Ausschleusungs-Transportpfad gelangt die Postsendung zu einer der Ausgabeeinrichtungen
AE-1, AE-2, AE3 oder AE-4.
[0041] Wie bereits erwähnt, durchläuft jede Postsendung mindestens zweimal die Sortieranlage.
Im Ausführungsbeispiel wird der ersten Sortierlauf ("first pass") vollständig abgeschlossen,
bevor der zweite Sortierlauf beginnt.
[0042] Die Sortieranlage wertet einen rechnerverfügbaren Sortierplan aus. Dieser Sortierplan
legt mindestens folgendes fest:
- für jede mögliche Zustelladresse die Ausgabeeinrichtung, in der die Postsendungen
an diese Zustelladresse im ersten Sortierlauf auszuschleusen sind,
- eine Zuführ-Reihenfolge unter den Ausgabeeinrichtungen, die festlegt, in welcher Reihenfolge
die Ausgabeeinrichtungen zu entleeren und die Postsendungen aus dieser Ausgabeeinrichtung
wieder der Sortieranlage zuzuführen sind,
- für jede Ausgabeeinrichtung und für die Zustelladressen, die dieser Ausgabeeinrichtung
zugeordnet sind, jeweils eine Ausschleusungs-Reihenfolge, die im zweiten Sortierlauf
berücksichtigt wird, und
- eine Zuordnung von Zustelladressen zu Stapelbildungseinrichtungen, die weiter unten
erläutert wird.
[0043] Fig. 3 zeigt einen Sortierplan für die Sortieranlage von Fig. 1 und Fig. 2. In diesem
Beispiel werden 16 mögliche Zustelladressen ZA-1, ..., ZA-16 unterschieden. Die Zeilen
ordnen jeder dieser 16 Zustelladressen jeweils eine Ausgabeeinrichtung für den ersten
Sortierlauf zu. Beispielsweise werden den Zustelladressen ZA-5, ZA-6, ZA-7 und ZA-8
jeweils die Ausgabeeinrichtung AE-2 zugeordnet. Außerdem legt dieser Sortierplan als
Zuführ-Reihenfolge die Reihenfolge AE-1, dann AE-2, dann AE-3 und dann AE-4 unter
den Ausgabeeinrichtungen fest.
[0044] Für den zweiten Sortierlauf legt der Sortierplan von Fig. 3 folgende Ausschleusungs-Reihenfolge
fest:
[0045] Die Postsendungen, die im ersten Sortierlauf in AE-1 ausgeschleust wurden, werden
in der Ausschleusungs-Reihenfolge ZA-1, ZA-2, ZA-3, ZA-4 ausgeschleust.
[0046] Nach den beiden Sortierläufen sind die Postsendungen dergestalt nach ihren Zustelladressen
sortiert, dass die Zuführ-Reihenfolge unter den Ausgabeeinrichtungen und unter den
Zustelladressen einer Ausgabeeinrichtung die Ausschleusungs-Reihenfolge des Sortierplans
eingehalten wird.
[0047] Der Sortierplan von Fig. 3 bewirkt, dass die Postsendungen nach dem zweiten Sortierlauf
in der globalen Verteilreihenfolge ZA-1, ZA-2, ..., ZA-16 ausgeschleust sind.
[0048] In einer Ausführungsform werden alle Postsendungen im zweiten Sortierlauf in dieselbe
gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE ausgeschleust. Diese Ausgestaltung erleichtert
den Abtransport der ausgeschleusten Postsendungen. Denn die eine gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung
AE braucht erst dann entleert zu werden, wenn ein vorgegebener Füllstand erreicht
ist. Bis dahin kann die Sortieranlage den zweiten Sortierlauf automatisch durchführen,
ohne dass eine volle Ausgabeeinrichtung den Ablauf unterbricht. Möglich ist aber auch,
die gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE vorher zu entleeren, z. B. wenn alle Postsendungen
der Menge an ein vorgegebenes Zustellgebiet, das aus mehreren Zustelladressen besteht,
in die gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE ausgeschleust worden sind und der Transport
zu diesem Zustellgebiet unverzüglich beginnen soll.
[0049] Im ersten Sortierlauf durchlaufen die Postsendungen in einer nicht vorhersehbaren
Reihenfolge unter den Zustelladressen die Sortieranlage. Die Postsendungen stammen
z. B. von anderen Sortieranlagen oder aus Briefkästen oder von Annahmestellen, z.
B. Postämtern. In beiden Sortierläufen werden alle Postsendungen einer Menge verarbeitet,
z. B. alle Postsendungen, die in einem vorgegebenen Zeitraum und einem vorgegebenen
Gebiet eingeliefert werden.
[0050] Während des ersten Sortierlaufs erzeugt die Sortieranlage im Ausführungsbeispiel
jeweils einen Datensatz für jede Postsendung, die im ersten Sortierlauf die Sortieranlage
durchlaufen hat. Nach Abschluss des ersten Sortierlaufs "weiß" die Sortieranlage für
jede Zustelladresse daher, wie viele Postsendungen jeweils an diese Zustelladresse
zu transportieren sind.
[0051] Die Sortieranlage zählt in einer Ausführungsform durch Auswertung der abgespeicherten
Informationen für jede Zustelladresse, wie viele Postsendungen an diese Zustelladresse
die Sortieranlage im ersten Sortierlauf durchlaufen.
[0052] In einer Abwandlung wird zusätzlich oder stattdessen die Dicke jeder Postsendung
gemessen. Für jede Zustelladresse addiert die Sortieranlage die Dicken der Postsendungen
an diese Zustelladresse. Nach Abschluss des ersten Sortierlaufs "weiß" die Sortieranlage,
wie dick die Postsendungen an diese Zustelladresse insgesamt sind.
[0053] Die Anzahlen bzw. die Gesamtdicken der Stapel verwendet die Sortieranlage im zweiten
Sortierlauf, um die Erzeugung von zu dicken Stapeln und damit das Auftreten von Staus
in der Fördereinrichtung zu vermeiden. Möglich ist auch, direkt die Dicke jedes Stapels
zu messen.
[0054] Um die Ausgabeeinrichtungen zu entleeren und die Postsendungen wieder der Zuführeinrichtung
zuzuführen, wird in einer Ausführungsform eine Umladebrücke verwendet. Eine solche
Umladebrücke ist z. B. aus
EP 0634957 B1, aus
DE 4236507 C1 und aus
EP 1608470 B1 bekannt. Möglich ist auch, manuell jede Ausgabeeinrichtung zu entleeren und die Postsendungen
z. B. in Behältern zur Zuführeinrichtung zu transportieren.
[0055] Genau wie beim ersten Durchlauf durchlaufen auch beim zweiten Durchlauf die Postsendungen
die Zuführeinrichtung. Die Postsendungen werden vereinzelt. Anschließend ermittelt
die Sortieranlage die jeweilige Zustelladresse jeder Postsendung.
[0056] Sehr unzweckmäßig wäre es, wenn das Lesegerät beim zweiten Sortierlauf erneut die
Zustelladresse lesen müsste. Das klassische Vorgehen, dies zu vermeiden, ist dass,
dass die Sortieranlage beim ersten Sortierlauf eine Codierung der Zustelladresse auf
die Postsendung druckt, z. B. in Form eines Strichmusters ("bar code"). Beim zweiten
Sortierlauf liest die Sortieranlage dieses Strichmuster. Auch jede weitere Sortieranlage,
durch die die Postsendung erneut läuft, liest dieses Strichmuster.
[0057] Häufig wird aber nicht gewünscht, dass eine Postsendung mit einem Strichmuster versehen
wird. Eine Übereinkunft des Weltpostvereins (UPU) sieht vor, dass grenzüberschreitende
Postsendungen nicht mit einem Strichmuster versehen werden, denn unterschiedliche
Postdienstleister verwenden in der Regel verschiedene Systeme der Codierung.
[0058] Daher wird im Ausführungsbeispiel ein Verfahren angewendet, das unter der Bezeichnung
"Fingerprint" oder auch "Virtual ID" bekannt geworden ist und z. B. in
DE 4000603 C2 und
EP 1222037 B1 beschrieben wird und das es ermöglicht, dass die Sortieranlage diejenige Zustelladresse,
die beim ersten Durchlauf gelesen wurde, ohne Verwendung eines Strichmusters ermittelt,
ohne sie erneut zu lesen und ohne dass ein Strichmuster aufgedruckt wird.
[0059] Im Ausführungsbeispiel werden verschiedene Merkmale einer Postsendung vorgegeben,
die sich von außen messen lassen, während die Postsendung die Sortieranlage durchläuft.
Beispiele für derartige Merkmale sind
- Abmessungen der Postsendung,
- die Verteilung von Grauwerten und/oder Farbtönen auf einer Oberfläche der Postsendung,
- die Lage und Abmessung des Freimachungsvermerks,
- die Lage und Größe des Adressblocks und/oder der Angaben zum Absender sowie
- Parameter der Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl.
[0060] Im Ausführungsbeispiel weist die Sortieranlage einen Datenspeicher DB auf. Sobald
eine Postsendung zum ersten Mal die Sortieranlage durchläuft, generiert die Auswerteeinheit
AW einen Datensatz für diese Postsendung und speichert ihn in der zentralen Datenbank
ab. Dieser Datensatz umfasst
- eine eindeutige Kennung der Postsendung,
- die Zieladresse, die die erste Sortieranlage gelesen hat, sowie
- optional weitere Parameter der Postsendung, z. B. ihr Gewicht oder ihre Frankierung.
[0061] Die Kennung unterscheidet die Postsendung von allen anderen Postsendungen, die innerhalb
eines bestimmten Zeitraums die Sortieranlage durchlaufen. Der Zeitraum ist z. B. drei
Stunden lang.
[0062] Die Sortieranlage misst beim ersten Durchlauf für jede Postsendung, die die Sortieranlage
durchläuft, und für jedes vorgegebene Merkmal den Wert, den dieses Merkmal für diese
Postsendung annimmt. Dadurch erzeugt die Sortieranlage beim ersten Durchlauf einen
Merkmalsvektor für die Postsendung. Bei N Merkmalen besteht dieser Merkmalsvektor
aus N Merkmals-Werten. Der Datensatz für die Postsendung umfasst neben der Zustelladresse
auch den Merkmalsvektor.
[0063] Immer dann, wenn die Postsendung erneut eine Sortieranlage durchläuft, misst diese
Sortieranlage erneut für jedes Merkmal den jeweiligen Wert, den das Merkmal für diese
Postsendung annimmt. Dadurch erzeugt die Sortieranlage ebenfalls einen Merkmalsvektor
für die Postsendung, der aus N Merkmalswerten besteht. Dieser zweite Merkmalsvektor
wird mit den Merkmalsvektoren von Datensätzen verglichen, die im Datenspeicher DB
abgespeichert sind. Dadurch wird derjenige Datensatz gefunden, der beim ersten Durchlauf
der Postsendung durch die Sortieranlage erzeugt wurde und von derselben Postsendung
stammt. Die Sortieranlage verwendet die Zustelladresse dieses Datensatzes als diejenige
Zustelladresse, an den diese Postsendung zu transportieren ist.
[0064] Jede Postsendung wird während des zweiten Durchlaufs durch die Sortieranlage anschließend
zu einem speziellen Transportpfad Tp transportiert. Die Schritte, das Leseergebnis
zu ermitteln und die Postsendung zu transportieren, können sich zeitlich überlappen.
In einer Ausführungsform aktiviert die Sortieranlage diesen Transportpfad Tp eigens
für den zweiten Sortierlauf, während er für den ersten Sortierlauf nicht verwendet
wird. Der Transportpfad Tp führt im Ausführungsbeispiel zu der einen gekennzeichneten
Ausgabeeinrichtung AE, die im zweiten Sortierlauf benutzt wird.
[0065] Möglich ist, dass die gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE, zu der der Transportpfad
Tp führt, diejenige Ausgabeeinrichtung AE-1 ist, die gemäß der Zuführ-Reihenfolge
nach dem ersten Sortierlauf als erste entleert wird. Die erste Ausgabeeinrichtung
AE-1 = AE wird also in beiden Sortierläufen verwendet. Das Entleeren der ersten Ausgabeeinrichtung
AE-1 ist abgeschlossen, bevor die Stapel mit den Postsendungen aus dieser Ausgabeeinrichtung
AE-1 im zweiten Sortierlauf erneut ausgeschleust werden. Daher kann diese Ausgabeeinrichtung
AE-1 = AE sowohl im ersten als auch im zweiten Sortierlauf verwendet werden.
[0066] Im Transportpfad sind mehrere Stapelbildungseinrichtungen SB-1, SB-2, SB-3, SB-4
vorgesehen. Jeder Stapelbildungseinrichtung sind durch den Sortierplan mehrere Zustelladressen
zugeordnet. Den Zustelladressen, denen für den ersten Sortierlauf dieselben Ausgabeeinrichtung
zugeordnet ist, sind in einer ersten Ausführungsform paarweise verschiedene Stapelbildungseinrichtungen
zugeordnet, also nicht zwei dieser Zustelladressen dieselbe Stapelbildungseinrichtung.
Die Ausschleusungs-Reihenfolge, die der Sortierplan für die Zustelladressen derselben
Ausgabeeinrichtung und für den zweiten Sortierlauf vorgibt, ist gleich der Reihenfolge
unter den Stapelbildungseinrichtungen für diese Zustelladressen. Die Ausschleusungs-Reihenfolge
legt also die Abfolge unter den Stapelbildungseinrichtungen fest.
[0067] Im zweiten Sortierlauf durchlaufen zunächst diejenigen Postsendungen die Sortieranlage,
die nach dem ersten Sortierlauf aus derjenigen Ausgabeeinrichtung AE-1 entnommen wurde,
die in der Zuführ-Reihenfolge als erste auftritt. Wie gerade dargelegt, ermittelt
die Sortieranlage die Zustelladresse jeder dieser Postsendungen aus AE-1. In Abhängigkeit
von der Zustelladresse ermittelt die Sortieranlage die Stapelbildungseinrichtung für
diese Postsendung. In der ersten Ausführungsform umfasst die Sortieranlage so viele
Stapelbildungseinrichtungen, dass zwei Postsendungen aus AE-1, die an unterschiedliche
Zieladressen zu transportieren sind, zu zwei verschiedenen Stapelbildungseinrichtungen
gelangen, weil jeder Stapelbildungseinrichtung nur eine solche Zieladresse zugeordnet
ist, die im ersten Sortierlauf AE-1 zugeordnet ist. Dieser Fall wird durch Fig. 3
veranschaulicht. Die Sortieranlage schleust die Postsendung an dieser Stapelbildungseinrichtung
in den Transportpfad Tp aus.
[0068] In einer zweiten Ausführungsform gibt es nicht genügend Stapelbildungseinrichtungen.
In dieser zweiten Ausführungsform sind daher mindestens einer Stapelbildungseinrichtung
SB-z mindestens zwei verschiedene Zieladressen ZA-x, ZA-y, die beide im ersten Sortierlauf
AE-1 zugeordnet sind, zugeordnet. Die Stapelbildungseinrichtung SB-z bildet zunächst
einen oder mehrere Stapel für alle Postsendungen mit der Zieladresse ZAx. Die Sortieranlage
"weiß", wann alle Postsendungen mit der Zieladresse ZA-x diese Stapelbildungseinrichtung
SB-z durchlaufen haben. Sobald dies der Fall ist, schleust die Sortieranlage die Stapel
mit Postsendungen an die Zieladresse ZA-x aus. Die Stapelbildungseinrichtung SB-z
steht danach für die Postsendungen an die Zieladresse ZA-y zur Verfügung. Falls eine
Postsendung an die Zieladresse ZA-y bereits die Förderstrecke FS erreicht hat, bevor
alle Postsendungen an die Zustelladresse ZA-x im zweiten Sortierlauf die Stapelbildungseinrichtung
SB-z durchlaufen haben, so wird die Postsendung an die Zieladresse ZA-y zwischengespeichert,
beispielsweise indem sie eine Schleife der Förderstrecke FS durchläuft, bis die Stapelbildungseinrichtung
SB-z wieder frei geworden ist.
[0069] In beiden Fällen fasst jede Stapelbildungseinrichtung zunächst alle Postsendungen
an eine Zieladresse zu einem oder mehreren Stapeln zusammen, bevor diese Stapelbildungseinrichtung
Postsendungen an andere Zieladressen zu einem Stapel zusammenfasst. Die Stapel mit
Postsendungen an dieselbe Zieladresse werden unmittelbar hintereinander in den Transportpfad
ausgeschleust, also ohne dass ein Stapel mit Postsendungen an andere Zieladressen
zwischen zwei Stapel mit derselben Zieladresse geschoben wird.
[0070] Wie oben dargelegt, "weiß" die Sortieranlage nach dem ersten Sortierlauf für jede
Zieladresse, wie viele Postsendungen an diese Zieladresse zu sortieren sind. Hierfür
greift die Sortieranlage auf die abgespeicherten Informationen zu. Die Sortieranlage
zählt im zweiten Sortierlauf für jeden Sortierlauf, wie viele Postsendungen diejenige
Stapelbildungseinrichtung erreicht und durchlaufen haben, die dieser Zieladresse jeweils
zugeordnet sind. Falls alle Postsendungen an eine Zieladresse die jeweilige Stapelbildungseinrichtung
erreicht haben, schließt die Stapelbildungseinrichtung die Zusammenfassung der Postsendungen
für diese Zieladresse ab und schleust den Stapel oder die Stapel in den Transportpfad
Tp aus. Durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass jeder Stapel ausschließlich
aus Postsendungen besteht, die an dieselbe Zieladresse zu transportieren sind.
[0071] Nachdem alle Postsendungen aus der ersten Ausgabeeinrichtung AE-1 die Sortieranlage
durchlaufen haben, durchlaufen zunächst diejenigen Postsendungen die Sortieranlage,
die nach dem ersten Sortierlauf aus derjenigen Ausgabeeinrichtung AE-2 entnommen wurde,
die in der Zuführ-Reihenfolge als zweite auftritt, und so fort.
[0072] Wie oben dargelegt, "weiß" die Sortieranlage nach dem ersten Sortierlauf für jede
Zieladresse, wie viele Postsendungen für diese Zieladresse vorhanden sind und im zweiten
Sortierlauf die Sortieranlage durchlaufen werden. Daher "weiß" die Sortieranlage im
zweiten Sortierlauf für jede Zieladresse, wann alle Postsendungen für diese Zieladresse
wieder der Sortieranlage zugeführt sind. Sobald
[0073] Fig. 4 zeigt schematisch die Stapelbildungseinrichtung SB-1 mit einer Stapelbildungseinrichtung.
In diesem Beispiel werden folgende Fördervorrichtungen gezeigt:
- eine erste Fördervorrichtung FV-1 mit den beiden angetriebenen Endlos-Förderbändern
F7 und F8,
- eine zweite Fördervorrichtung FV-2 mit den beiden angetriebenen Endlos-Förderbändern
F5 und F6,
- eine dritte Fördervorrichtung FV-3 mit den beiden angetriebenen Endlos-Förderbändern
F1 und F4 und
- eine vierte Fördervorrichtung FV-4 mit den beiden angetriebenen Endlos-Förderbändern
F2 und F3.
[0074] Die erste Fördervorrichtung FV-1 gehört zum einmündenden Ausschleusungs-Transportpfad
AT-1 von Fig. 2. Die zweite Fördervorrichtung FV-2 ist ein Bestandteil der ersten
Stapelbildungseinrichtung SB-1. Die dritte Fördervorrichtung FV-3 und die vierte Fördervorrichtung
FV-4 liegen im Transportpfad Tp.
[0075] In dem Transportpfad Tp befindet sich bereits eine Abfolge von Postsendungen, vorzugsweise
in Form von weiteren Kleinstapeln, zwischen denen jeweils eine Lücke auftritt. Diese
Kleinstapel stammen von anderen Stapelbildungseinrichtungen, die Postsendungen dieser
anderen Kleinstapel wurden über andere Ausschleusungs-Transportpfade eingeschleust.
[0076] Der Kleinstapel von der Stapelbildungseinrichtung SB-1 ist in eine Lücke zwischen
anderen Stapelbildungseinrichtungen in den Transportpfad Tp einzuschleusen. Im Transportpfad
Tp werden auch einzelne Postsendungen transportiert, z. B. weil diese zu dick sind,
um zu einem Kleinstapel zusammengefasst zu werden.
[0077] Im Beispiel der Fig. 4 befinden sich im Transportpfad Tp ein Kleinstapel St-1 und
eine einzelne Postsendung Ps-3. Nachdem alle Kleinstapel mit Postsendungen an die
jeweiligen Zustelladressen gebildet worden sind, transportiert die Sortieranlage nacheinander
im Transportrichtung T
- die einzelne Postsendung Ps-3,
- den Kleinstapel mit Ps-1 und Ps-2 und
- den Kleinstapel St-1.
[0078] Die beiden Postsendungen Ps-1 und Ps-2 sind zuvor zu einem Kleinstapel zusammenzufassen
und zwischen dem Kleinstapel St-1 und der weiteren Postsendung Ps-3 zu schleusen.
Nach dem Einschleusen sollen die Postsendungen so transportiert werden, dass sowohl
zwischen der Postsendung Ps-3 und dem Kleinstapel mit den Postsendungen Ps-1 und Ps-2
als auch zwischen dem Kleinstapel und dem weiteren Kleinstapel St-1 jeweils ein Abstand
auftritt.
[0079] Mit Hilfe einer Lichtschranke im einmündenden Ausschleusungs-Transportpfad AT-1 wird
zusätzlich die Länge des einzuschleusenden ersten Kleinstapels ermittelt. Falls diese
Länge des Kleinstapels eine vorgegebene Längenschranke erreicht hat, wird vorzugsweise
ein weiterer Stapel gebildet.
[0080] Im Folgenden wird die Arbeit der Stapelbildungseinrichtung SB-1 detaillierter unter
Bezug auf Fig. 4 beschrieben.
[0081] Die Stapelbildungseinrichtung SB-1, die in Fig. 4 gezeigt wird, umfasst die Förderbänder
F5 und F6 und die Rollen, um die diese beiden Förderbänder F5 und F6 geführt sind.
Der einmündende Ausschleusungs-Transportpfad AT-1 wird u. a. von den Förderbändern
F7 und F8 gebildet. Dieser Transportpfad mündet in einen weiteren Transportpfad, nämlich
den Transportpfad Tp zur gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE, der die Förderbänder
F1, F2, F3 und F4 umfasst und in dem sich bereits ein Kleinstapel St-1 befindet.
[0082] In einer Ausführungsform werden die Postsendungen umgelenkt, während sie die Stapelbildungseinrichtung
SB-1 durchlaufen. Die Transportrichtung, in die sie transportiert werden, wird also
um einen Winkel α geändert, der vorzugsweise zwischen 30 Grad und 60 Grad liegt, z.
B. ist er gleich 45 Grad.
[0083] Eine vorauslaufende Postsendung Ps-1 wird von einer ersten Fördervorrichtung FV-1
(Endlos-Förderband und Gegen-Förderelement) in die alte Transportrichtung T_alt transportiert,
und zwar so weit, bis die Postsendung Ps-1 von einer zweiten Fördervorrichtung FV-2
gefasst wird. Diese erste Fördervorrichtung FV-1 umfasst im Beispiel von Fig. 4 die
Förderbänder F7 und F8. Eine zweite Fördervorrichtung FV-2 umfasst die Förderbänder
F5 und F6. Die zweite Fördervorrichtung FV-2 lenkt die Postsendung Ps-1 um den Winkel
α in die neue Förderrichtung um und transportiert die Postsendung Ps-1 noch so weit,
dass sie nicht mehr von der ersten Fördervorrichtung FV-1 (mit F7 und F8) gefasst
wird. Anschließend stoppt oder verlangsamt die zweite Fördervorrichtung FV-2 den weiteren
Transport der vorauslaufenden Postsendung Ps-1. Hierfür ist es erforderlich, dass
die Postsendung Ps-1 nicht mehr von der ersten Fördervorrichtung FV-1 gefasst wird,
denn sie würde ansonsten von den beiden Fördervorrichtungen FV-1 und FV-2 gestaucht
werden.
[0084] Die erste Fördervorrichtung FV-1 transportiert eine nachfolgende Postsendung Ps-2
so weit, bis sie schräg auf die gestoppte vorauslaufende Postsendung Ps-1 trifft.
Die vorauslaufende Postsendung Ps-1 liegt während des Stoppens - gesehen in der alten
Transportrichtung T_alt - vor einem Endlos-Förderband F6 der zweiten Fördervorrichtung
FV-2. Dadurch kann die auftreffende nachfolgende Postsendung Ps-2 nicht die gestoppte
vorauslaufende Postsendung Ps-1 beim Auftreffen verbiegen, sondern wird umgelenkt,
weil die erste Fördervorrichtung FV-1 die nachfolgende Postsendung Ps-2 weiterhin
in die alte Transportrichtung T_alt transportiert, bis die zweite Fördervorrichtung
FV-2 die nachfolgende Postsendung Ps-2 gefasst hat.
[0085] Die zweite Fördervorrichtung FV-2 fasst die vorauslaufende und die nachfolgende Postsendung.
Diese überlappen sich nunmehr wenigstens teilweise. Dadurch ist ein Kleinstapel bestehend
aus der vorauslaufenden Postsendung Ps-1 und der nachfolgenden Postsendung Ps-2 gebildet.
Die Stapelbildungseinrichtung SB-1 transportiert diesen Kleinstapel später in die
neue Transportrichtung T weg, wobei die zweite Fördervorrichtung FV-2 den Kleinstapel
mit Ps-1 und Ps-2 weitertransportiert.
[0086] Die Postsendungen sind in aller Regel rechteckig und haben daher jede eine - gesehen
in die Transportrichtungen T_alt und T - vordere Kante. Mittels einer Lichtschranke
Li im einmündenden Transportpfad AT-1 wird gemessen, zu welchem Zeitpunkt die Vorderkante
der vorauslaufenden Postsendung Ps-1 und zu welchem Zeitpunkt die der nachfolgenden
Postsendung Ps-2 die Lichtschranke Li passiert. Die Transportgeschwindigkeiten der
beiden Fördervorrichtungen FV-1, FV-2 werden gesteuert und sind daher ebenfalls bekannt.
Die zweite Fördervorrichtung FV-2 transportiert die vorauslaufende Postsendung Ps-1
so weit in die neue Transportrichtung, dass sich ihre Vorderkante in einer definierten
Position befindet, wenn die Hinterkante nicht mehr von der ersten Fördervorrichtung
FV-1 gefasst wird. Die Stelle, an der die Vorderkante der nachfolgenden Postsendung
auf die gestoppte vorauslaufende Postsendung Ps-1 trifft, hat daher einen bekannten
und einstellbaren Mindestabstand von der Vorderkante der vorauslaufenden Postsendung
Ps-1. Dieser Abstand ist vorzugsweise so gering wie möglich, damit die Gesamtlänge
des Kleinstapels so klein wie möglich ist.
[0087] Vorzugsweise misst die Lichtschranke Li im einmündenden Transportpfad AT-1 auch die
Zeitpunkte, an denen die Hinterkanten der beiden Postsendungen Ps-1 und Ps-2 die Lichtschranke
Li passieren. Aus dieser Information und der Transportgeschwindigkeit der ersten Fördervorrichtung
Fv-1 und dem oben erwähnten Abstand zwischen der Vorderkante der vorauslaufenden Postsendung
Ps-1 der Auftreffstelle wird die Gesamtlänge des nunmehr gebildeten Kleinstapels mit
Ps-1 und Ps-2 berechnet.
[0088] Die Sortieranlage führt die gerade beschriebene Bildung von Stapeln zunächst für
alle Postsendungen durch, die nach dem ersten Sortierlauf der ersten Ausgabeeinrichtung
AT-1 entnommen wurden. Die Sortieranlage ermittelt, wann diese Stapelbildung für die
Postsendungen der ersten Ausgabeeinrichtung AE-1 abgeschlossen ist. Alle diese Postsendungen
sind nunmehr auf die Stapel an den Stapelbildungseinrichtungen SB-1, ..., SB-4 verteilt.
Möglich ist natürlich, dass ein Stapel nur aus einer einzigen Postsendung besteht,
weil nämlich an diese Zustelladresse nur eine einzige Postsendung der Menge zu transportieren
ist. Möglich ist auch, dass sich an einer Stapelbildungseinrichtung überhaupt keine
Postsendung befindet, weil an die zugeordnete Zustelladresse keine Postsendung zu
transportieren ist.
[0089] Nachdem die Sortieranlage die Stapelbildung für die Postsendungen aus der ersten
Ausgabeeinrichtung AE-1 abgeschlossen hat, transportiert die Sortieranlage die Stapel
entlang des Transportpfads Tp. Auch dieser Transportpfad Tp wird vorzugsweise durch
ein System von angetriebenen Förderbändern gebildet. Jeder Stapel wird zeitweise zwischen
je zwei Förderbändern eingeklemmt, die sich mit gleicher Geschwindigkeit drehen, und
dadurch transportiert. Im Beispiel von Fig. 4 sind die Fördereinrichtungen FV-3 und
FV-4 des Transportpfads Tp zu sehen.
[0090] Vorzugsweise ist der Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Rollen, um die die
beiden Förderbänder geführt sind, veränderbar, z. B. indem sich die eine Rolle senkrecht
zur Transportrichtung verschieben lässt. Dadurch wird der Abstand an Stapeldicken
angepasst, die von Kleinstapel zu Kleinstapel variieren.
[0091] Die Reihenfolge, in der die Sortieranlage die Stapel entlang des Transportpfads Tp
transportiert, ist gleich der vom Sortierplan vorgegebenen Ausschleusungs-Reihenfolge
für die Zustelladressen dieser Stapel. In dieser Reihenfolge gelangen die Stapel zur
gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE und werden in dieser Reihenfolge in diese Ausgabeeinrichtung
AE ausgeschleust. Nach dem Ausschleusen befinden sich die Stapel in der Ausschleusungs-Reihenfolge
in der Ausgabeeinrichtung AE.
[0092] Vorzugsweise fügt die Sortieranlage zwischen zwei Stapeln mit Postsendungen an unterschiedliche
Zustelladressen jeweils ein Trennelement ein, z. B. eine Trennkarte. Dieses Trennelement
unterscheidet sich optisch und/oder durch seine Abmessungen von den Postsendungen
und markiert in der gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE die Grenze zwischen den
beiden Stapeln.
[0093] In Fig. 2 wird ein Speicher Tk für Trennkarten gezeigt. Die Trennkarten werden direkt
in den Speicher Tk eingebracht oder aber über die Zuführeinrichtung ZE und über die
Förderstrecke FS, eine spezielle Ausschleusungs-Weiche und einem speziellen Ausschleusungs-Transportpfad,
der zum Speicher Tk führt.
[0094] In einer Abwandlung werden für den zweiten Sortierlauf zwei gekennzeichnete Ausgabeeinrichtungen
verwendet. Zu diesen beiden Ausgabeeinrichtungen führen zwei Transportpfade. Die Stapelbildungseinrichtungen
sind auf diese beiden Transportpfade aufgeteilt, und zwar so, dass die Reihenfolge
eingehalten wird. Die Stapelbildungseinrichtungen für die erste Hälfte der Ausschleusungs-Reihenfolge
befinden sich im ersten Transportpfad, die für die zweite Hälfte im zweiten Transportpfad.
Die Stapel werden wiederum gemäß der Ausschleusungs-Reihenfolge in die beiden Ausgabeeinrichtungen
ausgeschleust.
[0095] In einer Ausgestaltung dieser Abwandlung wird die erste Ausgabeeinrichtung AE-1 von
Fig. 1 im zweiten Sortierlauf als die erste gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung wiederverwendet.
Die andere gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung ist eine zusätzliche Ausgabeeinrichtung
AE, die nur im zweiten, aber nicht im ersten Sortierlauf verwendet wird. Zur ersten
gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE-1 führt ein erster Transportpfad Tp-1, zur
zweiten gekennzeichneten Ausgabeeinrichtung AE ein zweiter Transportpfad Tp-2. Die
Stapelbildungseinrichtungen sind auf die beiden Transportpfade aufgeteilt. Nach dem
ersten Sortierlauf werden zuerst die Postsendungen aus der ersten Ausgabeeinrichtung
AE-1 wieder der Zuführeinrichtung ZE zugeführt. Die erste Ausgabeeinrichtung AE-1
ist danach wieder leer, ebenso die Ausgabeeinrichtung AE. Im zweiten Sortierlauf fasst
die Sortieranlage diese Postsendungen zu Kleinstapeln zusammen und schleust diese
über die beiden Transportpfade Tp-1 und Tp-2 in die beiden Ausgabeeinrichtungen AE-1
und AE aus.
[0096] Nachdem alle Postsendungen aus der ersten Ausgabeeinrichtung der Zuführ-Reihenfolge
entnommen und wieder der Zuführeinrichtung ZE zugeführt wurden, wird dasselbe mit
den Postsendungen der zweiten Ausgabeeinrichtung AE-2 durchgeführt. Die Sortieranlage
beginnt damit, die Stapel für die Postsendungen aus der zweiten Ausgabeeinrichtung
AE-2 zu bilden. Sie beginnt frühestens zu dem Zeitpunkt damit, an dem sie die Stapel
mit den Postsendungen, die aus der ersten Ausgabeeinrichtung stammen, in die mindestens
eine gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung ausgeschleust hat, also für diese Postsendungen
der zweite Sortierlauf abgeschlossen ist und sich diese Postsendungen nicht mehr in
dem mindestens einen Transportpfad befinden.
[0097] Nicht erforderlich ist es, die gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE zu entleeren,
bevor diese einen vorgegebenen Füllstand erreicht hat. Erst nach Erreichen dieses
Füllstands ist die gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung AE zu entleeren. Insbesondere
ist es aber möglich, Postsendungen in der Ausgabeeinrichtung AE zu sammeln, die nach
dem ersten Sortierlauf in unterschiedliche Ausgabeeinrichtungen ausgeschleust worden
sind.
[0098] In der gerade beschriebenen Ausführungsform ist jeder Zieladresse jeweils eine Stapelbildungseinrichtung
zugeordnet. Möglich ist aber, dass sich nicht alle Postsendungen an eine Zieladresse
zu einem einzigen Stapel zusammenfassen lassen, beispielsweise weil ihre Abmessungen
zu unterschiedlich sind. Daher sind in einer alternativen Ausführungsform jeder Zieladresse
mehrere Stapelbildungseinrichtungen zugeordnet, beispielsweise eine Stapelbildungseinrichtung
für Postsendungen mit Standardabmessungen ("letters") und eine für große Postsendungen
("flats").
[0099] Eine Messeinrichtung misst während des ersten Sortierlaufs die jeweilige Abmessung
jeder Postsendung. Diese Abmessungen werden im Datensatz über die Postsendung abgespeichert.
Im zweiten Sortierlauf werden die Zieladresse sowie die Abmessung der Postsendung
durch Lesezugriff auf den Datensatz ermittelt, und die Postsendung wird abhängig von
ihrer Abmessung zu der einen oder der anderen zugeordneten Stapelbildungseinrichtung
transportiert. Dadurch erzeugen die Stapelbildungseinrichtung im zweiten Sortierlauf
Stapel mit Standardbriefen und Stapel mit Großbriefen.
Bezugszeichenliste
| Bezugszeichen |
Bedeutung |
| AE-1, AE-2, ... |
Ausgabeeinrichtungen für den ersten Sortier-lauf |
| AE |
gekennzeichnete Ausgabeeinrichtung für den zweiten Sortierlauf |
| AS-1, ..., AS-4 |
Ausschleusungs-Weichen in der Förderstrecke FS |
| AT-1, ..., AT-4 |
Ausschleusungs-Transportpfade |
| Ausr |
Ausricht-Einrichtung der Zuführeinrichtung ZE |
| AW |
Auswerteeinheit des Lesegeräts |
| Beh |
Behälter, mit der die gekennzeichnete Ausgabe-einrichtung AE entleert wird |
| Beh-1, Beh-2 |
Behälter, mit denen die Ausgabeeinrichtungen AE-1, AE-2, ... entleert werden |
| DB |
Datenspeicher der Auswerteeinheit |
| FS |
Förderstrecke vom Vereinzeler Ve zu den Ausschleusungs-Weichen AS-1, ..., AS-4 |
| K |
Kamera des Lesegeräts |
| SB-1, ..., St-4 |
Stapelbildungseinrichtungen |
| Tk |
Speicher für Trennkarten |
| Tp |
Transportpfad zur gekennzeichneten Ausgabeein-richtung AE, wird nur im zweiten Sortierlauf
verwendet |
| VCS |
Videocodierstation |
| Ve |
Vereinzeler der Zuführeinrichtung ZE |
| ZE |
Zuführeinrichtung |
| ZR |
Zuführrichtung, in der Postsendungen dem Ve-reinzeler zugeführt werden |
| T_alt |
Alte Transportrichtung (entlang des Ausschleu-sungs-Transportpfads AT-1) |
1. Verfahren zum Sortieren einer Menge von flachen Gegen ständen, wobei
jeder Gegenstand der Menge mit jeweils einer Kennzeichnung eines Zielpunkts (ZA-1,
ZA-2, ...), zu dem der Gegenstand zu transportieren ist, versehen ist,
jeder Gegenstand mindestens zweimal eine Sortieranlage mit mehreren Ausgabeeinrichtungen
(AE-1, ..., AE-4, AE) zum Ausschleusen von Gegenständen durchläuft und
die Sortieranlage in jedem Durchlauf eines Gegenstands die Zielpunkt-Kennzeichnung
des Gegenstands ermittelt und den Gegenstand abhängig von der ermittelten Zielpunkt-Kennzeichnung
in jeweils eine der Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ..., AE-4, AE) ausschleust,
wobei die Sortieranlage beim ersten Sortierlauf die Gegenstände auf mehrere Ausgabeeinrichtungen
(AE-1, ..., AE-4) so verteilt, dass sie jeden Gegenstand in diejenige Ausgabeeinrichtung
(AE-1, ..., AE-4) ausschleust, die dem jeweiligen Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) des
Gegenstands zugeordnet ist,
jeder Gegenstand nach dem ersten Durchlauf der jeweiligen Ausgabeeinrichtung (AE-1,
..., AE-4) entnommen und erneut der Sortieranlage zugeführt wird,
wobei die Gegenstände der Sortieranlage dergestalt zugeführt werden,
dass beim Zuführen eine Vermischung von Gegenständen aus verschiedenen Ausgabeeinrichtungen
(AE-1, ..., AE-4) vermieden wird und die Gegenstände gemäß einer vorgegebenen Zuführ-Reihenfolge
unter den beim ersten Sortierlauf verwendeten Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ..., AE-4)
zugeführt werden,
die Sortieranlage während des zweiten Sortierlaufs
- alle Gegenstände, die mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...)
versehen sind, zu jeweils mindestens einem Stapel dergestalt zusammenfasst, dass
jeder Stapel mehrere Gegenstände umfasst,
alle Gegenstände eines Stapels mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen sind
und
die Gegenstände jedes Stapels sich wenigstens teilweise überlappen, und
- jeden dergestalt gebildeten Stapel zu einer der Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ...,
AE-4, AE) transportiert und in diese Ausgabeeinrichtung (AE) ausschleust.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage für einen Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) dann, wenn ein Gegenstand
der einzige durchlaufende Gegenstand ist, der mit einer Kennzeichnung dieses Zielpunkts
(ZA-1, ZA-2, ...) versehen ist,
im zweiten Sortierlauf diesen Gegenstand beabstandet von den übrigen Gegenständen
zu einer Ausgabeeinrichtung (AE) transportiert und in diese Ausgabeeinrichtung (AE)
ausschleust.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf einen Sortierplan anwendet,
der Sortierplan
- für jeden möglichen Zielpunkt eines Gegenstands jeweils mindestens eine Ausgabeeinrichtung
- und für jede Ausgabeeinrichtung, welche die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf
verwendet, jeweils eine Zielpunkte-Reihenfolge unter den Zielpunkten, der diese Ausgabeeinrichtung
zugeordnet ist,
festlegt,
die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf die Stapel gemäß dem Sortierplan dergestalt
ausschleust, dass
- sich nach dem Ausschleusen jeder Stapel in der durch den Sortierplan festgelegten
Ausgabeeinrichtung befindet und
- in jeder Ausgabeeinrichtung die Stapel in der durch den Sortierplan vorgegebene
Zielpunkte-Reihenfolge angeordnet sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf entweder feststellt, dass höchstens ein zu
sortierender Gegenstand mit einer Kennzeichnung dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...)
versehen ist,
oder
- das Eintreten des Ereignisses feststellt, dass jeder Gegenstand mit einer Kennzeichnung
dieser Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...) in einem der bislang gebildeten Stapel enthalten
ist, und
- nach Eintreten dieses Ereignisses das Zusammenfassen von Gegenständen mit Kennzeichnungen
dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...) zu mindestens einem Stapel beendet und den Transport
jedes dieser bislang gebildeten Stapel zu der jeweiligen Ausgabeeinrichtung auslöst.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage für jeden Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) die Information abspeichert,
wie viele Gegenstände mit einer Kennzeichnung dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...)
im ersten Sortierlauf die Sortieranlage durchlaufen haben, und diese abgespeicherten
Informationen im zweiten Sortierlauf verwendet, um die Feststellungen durchzuführen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zuerst die Sortieranlage im zweiten Durchlauf alle Gegenstände, die sie im ersten
Durchlauf in dieselbe Ausgabeeinrichtung (AE-1) ausgeschleust hat, ausschleust und
- anschließend die Gegenstände aus der in der Zuführ-Reihenfolge nachfolgenden Ausgabeeinrichtung
(AE-2) der Sortieranlage zugeführt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage im zweiten Durchlauf
- mindestens einen ersten Stapel erzeugt, der aus Gegenständen mit Kennzeichnungen
eines ersten Zielpunkts besteht,
- mindestens einen weiteren Stapel erzeugt, der aus Gegenständen mit Kennzeichnungen
eines weiteren Zielpunkts besteht, und
- die beiden Stapel nacheinander in dieselbe Ausgabeeinrichtung (AE) ausschleust.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage im zweiten Durchlauf
alle Stapel in diese eine Ausgabeeinrichtung (AE) ausschleust.
9. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Stapel von einer ersten Stapelbildungseinrichtung (SB-1) erzeugt wird, die
dem ersten Zielpunkt zugeordnet ist,
der mindestens eine weitere Stapel von einer weiteren Stapelbildungseinrichtung (SB-2,
..., SB-4) erzeugt wird, die dem weiteren Zielpunkt zugeordnet ist,
die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf alle Gegenstände, die mit einer Kennzeichnung
des ersten oder des mindestens einen weiteren Zielpunkts versehen sind, mittels einer
Förderstrecke (FS) transportiert,
jeden Gegenstand, der mit einer Kennzeichnung des ersten Zielpunkts versehen wird,
von der Förderstrecke (FS) in die erste Stapelbildungseinrichtung (SB-1) umleitet
und
jeder Gegenstand, der mit einer Kennzeichnung des weiteren Zielpunkts versehen ist,
von der Förderstrecke (FS) in die weitere Stapelbildungseinrichtung (SB-2, ..., SB-4)
umleitet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage im zweiten Sortierlauf
- das Zusammenfassen von Gegenständen mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts (ZA-1,
ZA-2, ...) zu einem Stapel beendet, wenn ein Parameter des Stapels eine vorgegebene
Schranke erreicht, und
- weitere Gegenstände mit einer Kennzeichnung dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...)
zu einem zweiten Stapel zusammenfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage
- für jeden Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) zählt, wie viele Gegenstände mit einer Kennzeichnung
dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...) versehen sind, und
- als Parameter des Stapels die Anzahl der Gegenstände des Stapels und als Schranke
eine Maximalanzahl verwendet.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
dann, wenn während des zweiten Sortierlaufs die Sortieranlage diejenigen Gegenstände,
die mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen sind, auf mehrere Stapel aufteilt,
die Sortieranlage alle diese Stapel hintereinander in dieselbe Ausgabeeinrichtung
ausschleust.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Parameter des Stapels dessen Dicke verwendet wird und
die Sortieranlage die Dicke jedes Gegenstands misst, bevor dieser Gegenstand Bestandteil
eines Stapels wird, und
für jeden Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) die Dicken der Gegenstände mit einer Kennzeichnung
dieses Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...) addiert
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage
- für jeden Gegenstand misst, welchen Wert ein vorgegebener physikalischer Parameter
für diesen Gegenstand annimmt, und
- im zweiten Sortierlauf die Gegenstände dergestalt zu Stapeln zusammenfasst,
- dass die gemessenen Parameterwerte der Gegenstände eines Stapels in jeweils einem
vorgegebenen Wertebereich liegen.
15. Sortieranlage zum Sortieren einer Menge von flachen Ge genständen, wobei
jeder Gegenstand der Menge mit jeweils einer Kennzeichnung eines Zielpunkts (ZA-1,
ZA-2, ...), zu dem der Gegenstand zu transportieren ist, versehen ist und
die Sortieranlage
- mehrere Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ..., AE-4, AE) zum Ausschleusen von Gegenständen
aufweist und
- dazu ausgestaltet ist, dass jeder Gegenstand mindestens zweimal die Sortieranlage
durchläuft,
wobei die Sortieranlage dazu ausgestaltet ist, in jedem Durchlauf eines Gegenstands
- die Zielpunkt-Kennzeichnung des Gegenstands zu ermitteln und
- den Gegenstand abhängig von der ermittelten Zielpunkt-Kennzeichnung in jeweils eine
der Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ..., AE-4, AE) auszuschleusen,
- wobei die Sortieranlage beim ersten Sortierlauf die Gegenstände auf mehrere Ausgabeeinrichtungen
(AE-1, ..., AE-4) so verteilt, dass jeder Gegenstand in diejenige Ausgabeeinrichtung
(AE-1, ..., AE-4) ausschleust, die dem jeweiligen Zielpunkt (ZA-1, ZA-2, ...) des
Gegenstands zugeordnet ist,
wobei die Sortieranlage weiterhin dazu ausgestaltet ist, dass
- jeder Gegenstand nach dem ersten Durchlauf der jeweiligen Ausgabeeinrichtung (AE-1,
..., AE-4) entnommen und erneut der Sortieranlage zugeführt wird,
- wobei die Gegenstände der Sortieranlage dergestalt zugeführt werden, dass beim Zuführen
eine Vermischung von Gegenständen aus verschiedenen Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ...,
AE-4) vermieden wird und die Gegenstände gemäß einer vorgegebenen Zuführ-Reihenfolge
unter den beim ersten Sortierlauf verwendeten Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ..., AE-4)
zugeführt werden,
wobei
die Sortieranlage weiterhin dazu ausgestaltet ist, beim zweiten Sortierlauf
- alle Gegenstände, die mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts (ZA-1, ZA-2, ...)
versehen sind, zu jeweils mindestens einem Stapel dergestalt zusammenzufassen, dass
jeder Stapel mehrere Gegenstände umfasst,
alle Gegenstände eines Stapels mit Kennzeichnungen desselben Zielpunkts versehen sind
und
die Gegenstände jedes Stapels sich wenigstens teilweise überlappen, und
- jeden dergestalt gebildeten Stapel zu einer der Ausgabeeinrichtungen (AE-1, ...,
AE-4, AE) zu transportieren und in diese Ausgabeeinrichtung (AE) auszuschleusen.
16. Sortieranlage nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage zusätzlich
- eine erste Stapelbildungseinrichtung (SB-1) und
- mindestens eine weitere Stapelbildungseinrichtung (SB-2, ..., SB-4)
umfasst,
die erste Stapelbildungseinrichtung (SB-1) dazu ausgestaltet ist, im zweiten Sortierlauf
die Gegenstände, der mit einer Kennzeichnung eines ersten Zielpunkts versehen sind,
zu mindestens einem ersten Stapel zusammenzufassen,
die weitere Stapelbildungseinrichtung (SB-2, ..., SB-4) dazu ausgestaltet ist, im
zweiten Sortierlauf die Gegenstände, der mit einer Kennzeichnung eines weiteren Zielpunkts
versehen sind, zu mindestens einem weiteren Stapel zusammenzufassen,
die Sortieranlage dazu ausgestaltet ist, den mindestens einen ersten Stapel und den
mindestens einen weiteren Stapel in dieselbe Ausgabeeinrichtung (AE) auszuschleusen.
17. Sortieranlage nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sortieranlage zusätzlich
- eine Förderstrecke (FS),
- eine erste Ausschleusungs-Einrichtung (AS-1, AT-1),
- mindestens eine weitere Ausschleusungs-Einrichtung (AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4,
AT-4),
- einen Transportpfad (Tp)
umfasst,
die Sortieranlage dazu ausgestaltet ist, im zweiten Sortierlauf alle Gegenstände,
die mit einer Kennzeichnung des ersten oder des mindestens einen weiteren Zielpunkts
versehen sind, mittels der Förderstrecke (FS) zu transportieren,
die erste Ausschleusungs-Einrichtung (AS-1, AT-1) dazu ausgestaltet ist, im zweiten
Sortierlauf jeden Gegenstand, der mit einer Kennzeichnung des ersten Zielpunkts versehen
wird, von der Förderstrecke (FS) in die erste Stapelbildungseinrichtung (SB-1) umzuleiten,
die weitere Ausschleusungs-Einrichtung (AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4, AT-4) dazu ausgestaltet
ist, im zweiten Sortierlauf jeden Gegenstand, der mit einer Kennzeichnung des weiteren
Zielpunkts versehen wird, von der Förderstrecke (FS) in die weitere Stapelbildungseinrichtung
(SB-2, ..., SB-4) umzuleiten,
die Sortieranlage dazu ausgestaltet ist, mittels des Transportpfads (Tp) die beiden
Stapel nacheinander in dieselbe Ausgabeeinrichtung (AE) auszuschleusen.
1. Method for sorting a quantity of flat objects, wherein
each object of the quantity is provided with a respective identifier of a destination
(ZA-1, ZA-2, ...), to which the object is to be transported,
each object passes at least twice through a sorting system with a number of output
devices (AE-1, ..., AE-4, AE) for discharging objects and
the sorting system, in each pass of an object, determines the destination identifier
of the object and discharges the object, depending on the destination identifier determined,
into one of the respective output devices (AE-1, ..., AE-4, AE),
with the sorting system distributing the objects in the first sort pass to a number
of output devices (AE-1, ..., AE-4) so that it discharges each object into that output
device (AE-1, ..., AE-4) which is assigned to the respective destination (ZA-1, ZA-2,
...) of the object,
after the first pass each object is taken out of the respective output device (AE-1,
..., AE-4) and fed to the sorting system again,
wherein the objects are fed to the sorting system such that,
when they are fed, a mixture of objects from different output devices (AE-1, ...,
AE-4) is avoided and the objects will be fed in accordance with a predetermined feed
sequence among the output devices (AE-1, ..., AE-4) used in the first sort pass,
wherein,
during the second sort pass the sorting system
- groups all objects which are provided with identifiers of the same destination (ZA-1,
ZA-2, ...) into at least one stack in each case, such that
each stack comprises a number of objects,
all objects of a stack are provided with identifiers of the same destination, and
the objects of each stack at least partly overlap each other, and
- transports each stack formed in this way to one of the output devices (AE-1, ...,
AE-4, AE) and discharges it into this output device (AE).
2. Method according to claim 1,
characterised in that,
the sorting system, for a destination (ZA-1, ZA-2, ...), when an object is the only
object passing through the system which is provided with an identifier of this destination
(ZA-1, ZA-2, ...),
transports this object in the second sort pass spaced from the other objects to an
output device (AE) and discharges it into this output device (AE).
3. Method according to claim 1 or claim 2,
characterised in that,
the sorting system employs a sorting plan in the second sort pass,
the sorting plan
- for each possible destination of an object, defines at least one output device in
each case
- and for each output device which the sorting system uses in the second sort pass,
a destination sequence among the destinations in each case which is assigned this
output device,
the sorting system, in the second sort pass, discharges the stack in accordance with
the sorting plan such that,
- after discharging, each stack is located in the output device defined by the sorting
plan and
- in each output device the stacks are arranged in the destination sequence predetermined
by the sorting plan.
4. Method according to one of claims 1 to 3
characterised in that,
in the second sort pass,
the sorting system either determines that at most one object to be sorted is provided
with an identifier of this destination (ZA-1, ZA-2, ...),
or
- establishes the occurrence of the event that each object with an identifier of this
destination (ZA-1, ZA-2, ...) is contained in one of the previously formed stacks,
and
- after occurrence of this event, ends the grouping of objects with identifiers of
this destination (ZA-1, ZA-2, ...) into at least one stack and initiates the transport
of each of these previously formed stacks to the respective output device.
5. Method according to claim 4,
characterised in that,
for each destination (ZA-1, ZA-2, ...) the sorting system stores the information about
how many objects with an identifier of this destination (ZA-1, ZA-2, ...) have passed
through the sorting system in the first sort pass, and
this stored information is used in the second sort pass to execute the specifications.
6. Method according to one of claims 1 to 5,
characterised in that,
- the sorting system, in the second pass, first discharges all objects which it has
discharged in the first pass into the same output device (AE-1) and
- subsequently the objects from the next output device (AE-2) in the feed sequence
are fed to the sorting system.
7. Method according to one of claims 1 to 6,
characterised in that,
the sorting system, in the second pass
- creates at least a first stack which consists of objects with identifiers of a first
destination,
- creates at least one further stack which consists of objects with identifiers of
a further destination, and
- discharges the two stacks in turn into the same output device (AE).
8. Method according to claim 7,
characterised in that,
the sorting system, in the second pass
discharges all stacks into this one output device (AE).
9. Method according to claim 7,
characterised in that,
the first stack is created by a first accumulation device (SB-1) which is assigned
to the first destination,
the at least one further stack is created by a further accumulation device (SB-2,
..., SB-4) which is assigned to the further destination,
the sorting system, in the second sort pass,
transports all objects which are provided with an identifier of the first or of the
at least one further destination by means of a conveyor (FS),
diverts each object which is provided with an identifier of the first destination
from the conveyor (FS) into the first accumulation device (SB-1), and
diverts each object which is provided with an identifier of the further destination
from the conveyor (FS) into the further accumulation device (SB-2, ..., SB-4).
10. Method according to one of claims 1 to 9,
characterised in that,
the sorting system in the second sort pass
- aborts the grouping of objects with identifiers of the same destination (ZA-1, ZA-2,
...) into a stack if a parameter of the stack has reached a predetermined limit, and
- groups further objects with an identifier of this destination (ZA-1, ZA-2, ...)
into a second stack.
11. Method according to claim 10,
characterised in that,
the sorting system
- counts for each destination (ZA-1, ZA-2, ...) how many objects are provided with
an identifier of this destination (ZA-1, ZA-2, ...), and
- uses the number of objects of the stack as a parameter of the stack and a maximum
number as a limit.
12. Method according to claim 10 or claim 11,
characterised in that,
when, during the second sort pass, the sorting system divides up into a number of
stacks those objects which are provided with identifiers of the same destination,
the sorting system discharges all these stacks in turn into the same output device.
13. Method according to claim 12,
characterised in that,
its thickness is used as a parameter of the stack and
the sorting system measures the thickness of each object before this object becomes
an element of a stack, and
for each destination (ZA-1, ZA-2, ...) adds the thickness of the objects with an identifier
of this destination (ZA-1, ZA-2, ...).
14. Method according to one of claims 1 to 9,
characterised in that,
the sorting system
- measures for each object which value a predetermined physical parameter for this
object assumes, and
- in the second sort pass, groups the objects into stacks such that
- the measured parameter values of the objects of a stack lie in a predetermined range
of values in each case.
15. Sorting system for sorting a quantity of flat objects, with
each object of the quantity being provided with a respective identifier of a destination
(ZA-1, ZA-2, ...) to which the object is to be transported and
the sorting system
- featuring a number of output devices (AE-1, ..., AE-4, AE) for discharging objects
and
- being designed so that each object passes through the sorting system at least twice,
with the sorting system being designed, in each pass of an object
- to determine the destination identifier of the object and
- to discharge the object depending on the destination identifier determined into
one of the respective output devices (AE-1, ..., AE-4, AE),
- with the sorting system during the first sort pass distributing the objects to a
number of output devices (AE-1, ..., AE-4) so that each object is discharged into
that output device (AE-1, ..., AE-4) which is assigned to the respective destination
(ZA-1, ZA-2, ...) of the object, with the sorting system being further designed so
that
- after the first pass each object is taken out of the respective output device (AE-1,
..., AE-4) and fed to the sorting system again,
- with the objects being fed to the sorting system such that, when they are fed, a
mixture of objects from different output devices (AE-1, ..., AE-4) is avoided and
the objects will be fed in accordance with a predetermined feed sequence among the
output devices (AE-1, ..., AE-4) used in the first sort pass,
wherein,
the sorting system is further designed so that in the second sort pass
- all objects which are provided with identifiers of the same destination (ZA-1, ZA-2,
...) are grouped into at least one stack in each case such that,
each stack includes a number of objects,
all objects of a stack are provided with identifiers of the same destination, and
the objects of each stack at least partly overlap, and
- to transport each stack formed in this manner to one of the output devices (AE-1,
..., AE-4, AE) and discharge it into this output device (AE).
16. Sorting system according to claim 15,
characterised in that,
the sorting system additionally comprises
- a first accumulation device (SB-1) and
- at least one further accumulation device (SB-2, ..., SB-4),
the first accumulation device (SB-1) is embodied, in the second sort pass, to group
together the objects, which are provided with an identifier of a first destination,
into at least one first stack,
the further accumulation device (SB-2, ..., SB-4) is embodied, in the second sort
pass, to group together the objects which are provided with an identifier of a further
destination, into at least one further stack,
the sorting system is designed to discharge at least a first stack and the at least
one further stack into the same output device (AE).
17. Sorting system according to claim 16,
characterised in that,
the sorting system additionally comprises
- a conveyor (FS),
- a first discharge device (AS-1, AT-1),
- at least one further discharge device (AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4, AT-4),
- a transport path (Tp),
the sorting system is designed, in the second sort pass, to transport all objects
which are provided with an identifier of the first or of the at least one further
destination by means of the conveyor (FS),
the first discharge device (AS-1, AT-1) is embodied, in the second sort pass, to divert
each object which is provided with an identifier of the first destination from the
conveyor (FS) into the first accumulation device (SB-1), the further discharge device
(AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4, AT-4) is embodied, in the second sort pass, to divert
each object which is provided with an identifier of the further destination from the
conveyor (FS) into the further accumulation device (SB-2, ..., SB-4) ,
the sorting system is embodied, by means of the transport path (Tp), to discharge
the two stacks one after the other into the same output device (AE).
1. Procédé de tri d'une multitude d'objets plats, dans lequel on munit chaque objet de
la multitude de respectivement une caractérisation d'un point ( ZA-1, ZA-2, ... )
de destination où l'objet doit être transporté,
chaque objet passe au moins deux fois dans une installation de tri ayant plusieurs
dispositifs ( AE-1, ..., AE-4, AE ) de sortie pour l'éjection d'objets et
l'installation de tri détermine, à chaque passage d'un objet, la caractérisation de
point de destination de l'objet et éjecte l'objet dans respectivement l'un des dispositifs
( AE-1, ..., AE-4, AE ) de sortie en fonction de la caractérisation de point de destination
déterminée,
dans lequel l'installation de tri répartit, lors du premier passage de tri, les objets
sur plusieurs dispositifs ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie de manière à éjecter chaque
objet dans le dispositif ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie qui est affecté au point (
ZA-1,ZA-2, ... ) de destination respectif de l'objet, après le premier passage, on
prélève chaque objet du dispositif ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie respectif et on l'envoie
à nouveau à l'installation de tri,
on envoie les objets à l'installation de tri,
de manière à empêcher, lors de l'envoi, un mélange d'objets provenant de dispositifs
( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie différents et de manière à envoyer les objets suivant
une succession d'envoi prescrite parmi les dispositifs ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie
utilisés lors du premier passage de tri,
dans lequel
pendant le deuxième passage de tri, l'installation de tri
- assemble tous les objets qui sont munis de caractéristiques du même point ( Za-1,
Za-2, ... ) de destination en respectivement au moins une pile de manière à ce que
chaque pile comprenne plusieurs objets,
tous les objets d'une pile soient munis de caractérisations du même point de destination
et
les objets de chaque pile se chevauchent, au moins en partie, et
- on transporte chaque pile ainsi formée à l'un des dispositifs ( AE-1, ..., AE-4,
AE ) de sortie et on l'éjecte dans ce dispositif ( AE ) de sortie.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'installation de tri, pour un point ( ZA-1,ZA-2, ... ) de destination, lorsqu'un
objet est le seul objet passant qui est muni d'une caractérisation de ce point ( ZA-1,Za-2,
... ) de destination, transporte dans le deuxième passage de tri cet objet à distance
des autres objets à un dispositif ( AE ) de sortie et l'éjecte dans ce dispositif
( AE ) de sortie.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'installation de tri utilise dans le deuxième passage de tri un plan de tri,
le plan de tri fixe
- pour chaque point de destination possible d'un objet, respectivement au moins un
dispositif de sortie,
- et pour chaque dispositif de sortie que l'installation de tri utilise dans le deuxième
passage de tri, respectivement une succession de points de destination, parmi les
points de destination, à laquelle ce dispositif de sortie est affecté, l'installation
de tri dans le deuxième passage de tri éjecte les piles suivant le plan de tri, de
manière à ce que
- après l'éjection, chaque pile se trouve dans le dispositif de sortie fixé par le
plan de tri et
- dans chaque dispositif de sortie, les piles sont disposées dan la succession de
points de destination prescrite par le plan de tri.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'installation de tri dans le deuxième passage de tri ou bien constate qu'au plus
un objet à trier est muni d'une caractérisation de ce point de destination ( Za-1,Za-2,
... ),
ou bien
- constate l'apparition de l'évènement, suivant lequel, chaque objet ayant une caractérisation
de ce point de destination ( Za-1,Za-2, ... ) est contenu dans l'une des piles formées
jusqu'ici et
- après l'apparition de cet évènement, met fin à la rassemblement d'objets ayant des
caractérisations de ce point de destination ( Za-1,Za-2, ... ) en au moins une pile
et déclenche le transport de chacune de ces piles formées jusqu'ici au dispositif
de sortie respectif.
5. Procédé suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'installation de tri mémorise, pour chaque point de destination ( Za-1,Za-2, ...
), l'information sur le nombre d'objets ayant une caractérisation de ce point de destination
( Za-1,Za-2, ... ), qui sont passés dans le premier passage de tri dans l'installation
de tri et
utilise ces informations mémorisées dans le deuxième passage de tri pour effectuer
les constatations.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
- d'abord, l'installation de tri éjecte, dans le deuxième passage, tous les objets
qu'elle a éjectés dans le premier passage dans le même dispositif ( AE-1 ) d'éjection
et
- ensuite, envoie les objets du dispositif ( AE-2 ) de sortie suivant dans la succession
d'envoi de l'installation de tri.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
l'installation de tri dans le deuxième passage
- produit au moins une première pile, qui est constituée d'objets ayant des caractérisations
d'un premier point de destination,
- produit au moins une autre pile, qui est constituée d'objets ayant des caractérisations
d'un autre point de destination et
- éjecte les deux piles l'une après l'autre dans le même dispositif ( AE ) de sortie.
8. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'installation de tri dans le deuxième passage
éjecte toutes les piles dans ce un dispositif ( AE ) de sortie.
9. Procédé suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que
la première pile est produite par un premier dispositif ( SB-1 ) de formation de piles
qui est affecté au premier point de destination,
la au moins une autre pile est produite par un autre dispositif ( SB-2, ..., SB-4
) de formation de piles qui est affecté à l'autre point de destination,
l'installation de tri dans le deuxième passage de tri transporte, au moyen d'une voie
( FS ) de transport, tous les objets qui sont munis d'une caractérisation du premier
point de destination ou du au moins un autre point de destination, dévie chaque objet,
qui est muni d'une caractérisation du premier point de destination de la voie ( FS
) de transport dans le premier dispositif ( SB-1 ) de formation de pile, dévie chaque
objet, qui est muni d'une caractérisation de l'autre point de destination, de la voie
( FS ) de transport dans l'autre dispositif ( SB-2, ..., SB-4 ) de formation de pile.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'installation de tri dans le deuxième passage de tri
- met fin au rassemblement d'objets ayant des caractérisations du même point de destination
( Za-1, Za-2, ... ) en une pile si un paramètre de la pile atteint un seuil prescrit,
rassemble d'autres objets ayant une caractérisation de ce point de destination ( Za-1,Za-2,
... ) en une deuxième pile.
11. Procédé suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'installation de tri
- compte, pour chaque point de destination ( Za-1,Za-2, ... ), combien d'objets sont
munis d'une caractérisation de ce point de destination ( Za-1,Za-2, ... ) et
- utilise, comme paramètre de la pile, le nombre des objets de la pile et comme seuil
un nombre maximum.
12. Procédé suivant la revendication 10 ou la revendication 11,
caractérisé en ce que
lorsque, pendant le deuxième passage de tri, l'installation de tri répartit sur plusieurs
pile les objets qui sont munis de caractérisations du même point de destination,
l'installation de tri éjecte toutes ces piles l'une après l'autre dans le même dispositif
de sortie.
13. Procédé suivant la revendication 12,
caractérisé en ce que
on utilise comme paramètre de la pile son épaisseur et l'installation de tri mesure
l'épaisseur de chaque objet avant que cet objet devienne une partie d'une pile et
pour chaque point de destination ( Za-1,Za-2, ... ) on ajoute les épaisseurs des objets
ayant une caractérisation de ce point de destination ( Za-1,Za-2, ... ).
14. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'installation de tri
- mesure, pour chaque objet, la valeur, que prend un paramètre physique prescrit pour
cet objet et
- rassemble, dans le deuxième passage de tri, les objets en des piles,
- de manière à ce que les valeurs de paramètre mesurées des objets d'une pile se trouvent
dans respectivement une plage de valeur prescrite.
15. Installation de tri pour trier une multitude d'objets plats, dans laquelle
chaque objet de la multitude est muni de respectivement une caractérisation d'un point
( Za-1,Za-2, ... ) de destination où l'objet doit être transporté et
l'installation de tri
- a plusieurs dispositif ( AE-1, ..., AE-4, AE ) de sortie pour l'éjection d'objets
et
- est conformée de manière à ce que chaque objet passe au moins deux fois dans l'installation
de tri,
- dans laquelle l'installation de tri est conformée de manière à, à chaque passage
d'un objet,
- déterminer la caractérisation de point de destination de l'objet et
- éjecter l'objet en fonction de la caractérisation de point de destination déterminée
dans respectivement l'un des dispositif ( AE-1, ..., AE-4, AE ) de sortie,
- dans laquelle l'installation de tri, lors du premier passage de tri, répartit les
objets sur plusieurs ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie de manière à éjecter chaque objet
dans le dispositif ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie qui est affecté au point de destination
( ZA-1, ZA-2, ... ) respectif de l'objet, l'installation de tri étant conformée en
outre de manière à ce que
- chaque objet soit prélevé après le premier passage du dispositif ( AE-1, ..., AE-4
) de sortie respectif et soit envoyé à nouveau à l'installation de tri,
- dans laquelle les objets sont envoyés à l'installation de tri de manière à empêcher,
lors de l'envoi, un mélange d'objets provenant de dispositifs ( AE-1, ..., AE-4 )
de sortie différents et de manière à envoyer les objets suivant une succession d'envoi
prescrite parmi les dispositifs ( AE-1, ..., AE-4 ) de sortie utilisés lors du premier
passage de tri,
dans laquelle
l'installation de tri est conformée en outre de manière, lors du deuxième passage
de tri,
- à rassembler tous les objets qui sont munis de caractérisations du même point de
destination (ZA-1, ZA-2, ... ) en respectivement au moins une pile,
de manière à ce que chaque pile comprenne plusieurs objets,
de manière à ce que tous les objets d'une pile soient munis de caractérisations du
même point de destination et
de manière à ce que les objets de chaque pile se chevauchent au moins en partie et
- de manière à ce que chaque pile ainsi formée soit transportée à l'un des dispositifs
( AE-1, ..., AE-4, AE ) de sortie et soit éjectée dans ce dispositif ( AE ) de sortie.
16. Installation de tri suivant la revendication 15,
caractérisé en ce que
l'installation de tri comprend en outre
- un premier dispositif ( Sb-1 ) de formation de pile et
- au moins un autre dispositif ( SB-2, ..., SB-4 ) de formation de pile,
le premier dispositif ( SB-1 ) de formation de pile est conformé de manière à rassembler
en au moins une première pile, dans le deuxième passage de tri, les objets qui sont
munis d'une caractérisation d'un premier point de destination, l'autre dispositif
( SB-2, ..., SB-4 ) de formation de pile est conformé de manière à rassembler en au
moins une autre pile, dans le deuxième passage de tri, les objets qui sont munis d'une
caractérisation d'un autre point de destination, l'installation de tri est conformée
de manière à éjecter la au moins une première pile et la au moins une autre pile dans
le même dispositif ( AE ) de sortie.
17. Installation de tri suivant la revendication 16,
caractérisé en ce que
l'installation de tri comprend, en outre,
- une voie ( FS ) de transport,
- un premier dispositif ( AS-1, AT-1 ) d'éjection,
- au moins un autre dispositif ( AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4, AT-4 ) d'éjection,
- un chemin ( Tp ) de transport
l'installation de tri est conformée de manière à transporter, au moyen de la voie
( FS ) de transport, tous les objets qui sont munis d'une caractérisation du premier
ou du au moins un autre point de destination,
le premier dispositif ( AS-1, AT-1 ) d'éjection est conformé de manière à dévier,
par la voie ( F ) de transport, dans le premier dispositif ( SB-1 ) de formation de
pile, dans le deuxième passage de tri, chaque objet qui est muni d'une caractérisation
du premier point de destination,
l'autre dispositif ( AS-2, AT-2, AS-3, AT-3, AS-4, AT-4 ) d'éjection est conformé
de manière à dévier, par la voie ( FS ) de transport, dans l'autre dispositif ( SB-2,
..., SB-4 ) de formation de pile, dans le deuxième passage de tri, chaque objet qui
est muni d'une caractérisation de l'autre point de destination,
l'installation de tri est conformée de manière à éjecter, au moyen du chemin ( Tp
) de transport, les deux piles l'une après l'autre dans le même dispositif ( AE )
de sortie.