[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein brennkraftbetriebenes Setzgerät, der im Oberbegriff
von Patentanspruch 1 genannten Art.
[0002] Derartige Setzgeräte können z. B. mit gasförmigen oder verdampfbaren flüssigen Brennstoffen
betrieben werden. Bei einem Setzvorgang wird dann ein Setzkolben über expandierende
Verbrennungsgase angetrieben, um ein Befestigungselement in ein Werkstück einzutreiben.
Vor einem Verbrennungsvorgang wird der Brennstoff in den Brennraum eingespritzt und
über einen im Brennraum befindlichen Ventilator bzw. Lüfter mit der sich im Brennraum
befindlichen Luft vermischt. Dabei wird gleichzeitig die für die Verbrennung notwendige
Turbulenz erzeugt. Nach dem Verbrennungsvorgang spült der Ventilator die Verbrennungsprodukte
aus dem Brennraum und saugt Frischluft an. Zur Kühlung des Gerätes wird der Ventilator
nach dem Spülen weiterbetrieben und nach einer definierten Zeitspanne abgeschaltet.
Der Ventilator ist dabei über einen Motor, vorzugsweise einen Elektromotor angetrieben.
Das Zünden des in der Brennkammer befindlichen Luft-Brennstoffgemisches erfolgt über
eine Zündeinrichtung, die z. B. eine Zündkerze beinhaltet.
[0003] Aus der
EP 1 693 158 A1 ist ein gattungsgemässes brennkraftbetriebenes Setzgerät mit einer Brennkammer und
einem in der Brennkammer angeordneten Ventilator bekannt. Der Ventilator ist über
einen Motor antreibbar, der in einer Aufnahme einer als Zylinderkopf ausgebildeten
rückwärtigen Brennkammerwand angeordnet ist. Durch den Zylinderkopf hindurchgeführt
ist ein in die Brennkammer einmündender Brennstoffeinlass einer Brennstoffleitung,
zum Einbringen von Brennstoff in die Brennkammer. Ebenfalls an dem Zylinderkopf angeordnet
ist ein als Zündkerze ausgebildetes Zündmittel einer Zündeinrichtung. Sowohl die Zündkerze
als wie auch der Brennstoffeinlass in die Brennkammer sind dabei in Strömungsrichtung
hinter dem Ventilator angeordnet.
[0004] Von Nachteil bei dieser Lösung ist, dass eine Zündung des Luft-Brennstoffgemischs
erst möglich ist, wenn sich der in die Brennkammer eingespritzte Brennstoff weitgehend
gleichmässig turbulent verteilt hat. Der Anwender darf den Triggerschalter, der die
Zündung auslöst, daher nur zeitverzögert nach dem Einspritzen des Brennstoffs in die
Brennkammer (wobei der Einspritzvorgang üblicherweise durch die Anpressbewegung des
Setzgerätes an ein Werkstück initiiert wird) betätigen, um eine zuverlässige Zündung
zu gewährleisten. Diese notwendige Verzögerungszeit kann vom Anwender als störend
wahrgenommen werden. Wird das Einspritzen des Brennstoffs über eine Anpressbewegung
des Setzgeräts an ein Werkstück ausgelöst, dann würde ein Vorspannen und Betätigen
des Triggerschalters während oder unmittelbar nach einer Anpressbewegung zu Zündstörungen
führen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein brennkraftbetriebenes Setzgerät
der vorgenannten Art bereitzustellen, bei dem bereits nach minimaler Verzögerungszeit
zwischen dem Einspritzen des Brennstoffs in die Brennkammer bzw. dem Anpressen des
Setzgeräts an ein Werkstück und dem Auslösen eines Setzvorgangs über den Triggerschalter,
das Setzen eines Befestigungselements störungsfrei und mit ausreichender Eintreibenergie
möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein brennkraftbetriebenes Setzgerät nach Anspruch 1 gelöst.
Demnach sind sowohl der Brennstoffeinlass als auch das Zündmittel an dem ersten Ende
der Brennkammer angeordnet, welches dem zweiten Ende mit dem Ventilator gegenüberliegt.
Hierdurch liegt nun sowohl der Brennstoffeinlass als auch das Zündmittel in Strömungsrichtung
der vom Ventilator erzeugten Strömung, wodurch überraschenderweise bereits kurz nach
dem Einspritzen des Brennstoffs erfolgreich gezündet werden kann, ohne dass es zu
einem Ausblasen der Zündflamme kommt. Wie Tests gezeigt haben, bilden sich an der
Phasengrenze der im Zweiphasengemisch aus Luft und Brennstoff befindlichen Brennstofftröpfchen
lokal zündfähige Mischungsverhältnisse aus. Diese Konzentration an nicht vollständig
verdampften Brennstofftröpfchen im Bereich des Zündmittels wird vorteilhaft ausgenutzt,
um nach sehr kurzen Verzögerungszeiten und trotz nicht optimaler Vermischung von Luft
und Brennstoff sicher zünden zu können und dieses ohne feststellbare Leistungsminderung.
[0007] Vorteilhaft liegen der Brennstoffeinlass und das Zündmittel bezogen auf die Brennkammerachse
auf Radialen, die in einem Winkel zueinander liegen, der zwischen 5° und 180°, vorzugsweise
zwischen 30° und 120°, beträgt. Hierdurch kann auch bei Vorliegen eines gewissen axialen
Abstandes vom Brennstoffeinlass zum Zündmittel eine zumindest partielle Benetzung
des Zündmittels mit Brennstofftröpfchen erzielt werden, die ein gut zündfähiges Luft-Brennstoffgemisch
in unmittelbarer Umgebung des Zündmittels und damit eine gute Zündbarkeit des Luft-Brennstoffgemischs
insgesamt bewirkt, auch wenn die Verdampfung des Brennstoffs und die Vermischung mit
der Luft in der Brennkammer insgesamt noch nicht optimal ist.
[0008] Von Vorteil ist ferner, dass der Ventilator in einer Drehrichtung betreibbar ist
und dass das Zündmittel in Drehrichtung hinter dem Brennstoffeinlass liegt, wodurch
die Zündbarkeit des Luft-Brennstoffgemischs noch weiter verbessert werden kann.
[0009] In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes brennkraftbetriebenes Setzgerät in teilweisem Längsschnitt,
- Fig. 2
- ein Schnitt durch das Setzgerät gemäss der Linie II - II aus Fig. 1.
[0011] In den Figuren 1 und 2 ist ein erfindungsgemässes, handgeführtes brennkraftbetriebenes
Setzgerät 10 dargestellt. Das Setzgerät 10 verfügt über ein allgemein mit 11 bezeichnetes
ein- oder mehrteiliges Gehäuse, in dem ein mittels eines Luft-Brennstoffgemischs betreibbarer
Antrieb 12 angeordnet ist. Über den Antrieb 12 kann ein Befestigungselement, wie ein
Nagel, Bolzen, etc. in ein Werkstück eingetrieben werden. Die Befestigungselemente
können z. B. in einem Magazin am Setzgerät 10 bevorratet sein.
[0012] Zum Antrieb gehören u. a. eine Brennkammer 15 und ein Führungszylinder 13, in dem
ein Setzkolben 14 axial versetzbar angeordnet ist. Die Brennkammer 15, die eine Brennkammerachse
A definiert, wird in dem in Fig. 1 dargestellten Ausgangszustand umfänglich von einer
Brennkammerhülse 28, und axial an einem ersten Ende 31 vom Setzkolben 14 und einer
ringförmigen Brennkammerwand 29 sowie an einem zweiten Ende 32 von einer Brennkammerrückwand
30, die als Zylinderkopf ausgebildet ist, begrenzt.
[0013] Ein in der Brennkammer 15 im Bereich ihres zweiten axialen Endes 32 angeordneter
und über einen Motor 17 antreibbarer Ventilator 16 dient sowohl der Erzeugung eines
turbulenten Strömungsregimes eines in der geschlossenen Brennkammer 15 befindlichen
Luft-Brennstoffgemisches als auch dem Ausspülen der geöffneten Brennkammer 15 mit
Frischluft nach erfolgtem Setzvorgang. Der Motor 17 ist dabei an der Brennkammerrückwand
30 gelagert, die als Verschluss für die axial verschiebbare Brennkammerhülse 28 fungiert.
[0014] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist an einem Handgriff 18 des Setzgeräts 10 ein Triggerschalter
19 angeordnet, über den eine Zündeinrichtung 25 mit einem in der Brennkammer 15 angeordneten
Zündmittel 26, wie z. B. einer Zündkerze, auslösbar ist, wenn das Setzgerät 10 an
ein Werkstück angepresst worden ist. Das Zündmittel 26 ist dabei am ersten Ende 31
der Brennkammer 15 angeordnet und liegt damit in Strömungsrichtung S einer durch den
Ventilator 16 erzeugbaren Strömung.
[0015] An dem Setzgerät 10 ist ferner ein Anpressschalter 24 angeordnet, der ein Schaltsignal
generiert, wenn das Setzgerät 10 mit seiner Mündung 27 an ein Werkstück angepresst
wird (in den Figuren nicht dargestellt).
[0016] Das Setzgerät 10 kann mit einem Brenngas oder mit einem verdampfbaren Flüssigbrennstoff
betrieben werden, das in einem Brennstoffreservoir 20, wie z. B. einer Brennstoffdose,
bereitgestellt wird. Das Brennstoffreservoir 20 ist dabei über eine Brennstoffleitung
22 mit einem Brennstoffeinlass 23 in der Brennkammer 15 verbunden. Der Brennstoffeinlass
23 ist am ersten Ende 31 der Brennkammer 15 angeordnet und liegt damit, wie auch das
Zündmittel 26, in Strömungsrichtung S der durch den Ventilator 16 erzeugbaren Strömung.
[0017] In die Brennstoffleitung 22 ist eine Dosiereinrichtung 21, wie z. B. ein Dosierventil,
zwischengeschaltet, die z. B. dann aktiviert wird, wenn der Anpressschalter 24 ein
Anpresssignal übermittelt.
[0018] Wie aus Fig. 2 ersichtlich weist der Ventilator 16 eine Drehrichtung 40 auf. Der
Brennstoffeinlass 23 und das Zündmittel 26 liegen bezogen auf die Brennkammerachse
A auf Radialen R1, R2, die in einem Winkel [alpha] zueinander liegen. Der Winkel [alpha]
liegt dabei zwischen 5° und 180°, vorzugsweise zwischen 30° und 120°. Der Winkel ist
dabei abgestimmt auf die Drehzahl des Ventilators und der Einspritzrichtung des Brennstoffeinlasses
23. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Winkel [alpha] bei 80°. Wie
durch den Pfeil 41 verdeutlicht, liegt das Zündmittel 26 in Drehrichtung 40 hinter
dem Brennstoffeinlass 23.
[0019] Zur Versorgung der elektrischen Verbraucher, wie z. B. der Zündeinrichtung und des
Motors 17 mit elektrischer Energie ist weiterhin eine in den Figuren nicht dargestellte
elektrische Energiequelle, wie z. B. ein Akkumulator, vorhanden.
1. Brennkraftbetriebenes Setzgerät (10) zum Eintreiben von Befestigungselementen,
mit einem in einem Führungszylinder (13) versetzbar geführten Setzkolben (14),
mit einer eine Brennkammerachse (A) definierenden Brennkammer (15), die ein dem Führungszylinder
(13) benachbartes erstes Ende (31) und ein vom Führungszylinder (13) beabstandetes
zweites Ende (32) aufweist,
mit einem in die Brennkammer (15) einmündenden Brennstoffeinlass (23) zum Einbringen
von Brennstoff in die Brennkammer (15),
mit einem Zündmittel (26) zum Zünden von Brennstoff in der Brennkammer (15),
und mit einem über einen Motor (17) betreibbaren Ventilator (16), der an einer Rückwand
(30) am zweiten Ende (32) der Brennkammer (15) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl der Brennstoffeinlass (23) als auch das Zündmittel (26) an dem ersten Ende
(31) der Brennkammer (15) angeordnet sind.
2. Setzgerät, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoffeinlass (23) und das Zündmittel (26) bezogen auf die Brennkammerachse
(A) auf Radialen (R1, R2) liegen, die in einem Winkel ([alpha]) zueinander liegen,
der zwischen 5° und 180° beträgt.
3. Setzgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator 16 in einer Drehrichtung 40 betreibbar ist und dass das Zündmittel
26 in Drehrichtung 40 hinter dem Brennstoffeinlass 23 liegt.
1. Combustion type fastener driving device (10) for driving in fastening elements,
with a rammer head (14) guided in a guide cylinder (13) in a moveable way,
with a combustion chamber (15) defining a combustion chamber axis (A), which has a
first end (31) next to the guide cylinder (13) and a second end (32) at a distance
from the guide cylinder (13),
with a fuel inlet (23) leading into the combustion chamber (15) for bringing fuel
into the combustion chamber (15),
with a means of ignition (26) for igniting fuel in the combustion chamber (15),
and with a ventilator (16), which may be operated by a motor (17), which is mounted
on a rear wall (30) at the second end (32) of the combustion chamber (15),
characterised in that
both the fuel inlet (23) and also the means of ignition (26) are arranged at the first
end (31) of the combustion chamber (15).
2. Driving device according to claim 1, characterised in that the fuel inlet (23) and the means of ignition (26) are on radials (R1, R2) in relation
to the combustion chamber axis (A), which are at an angle ([alpha]) to each other,
which is between 5° and 180°.
3. Driving device according to claim 1 or 2, characterised in that the ventilator 16 may be operated in a direction of rotation 40 and that the means
of ignition 26 are behind the fuel inlet 23 in the direction of rotation 40.
1. Outil de scellement entraîné par combustion (10) destiné à enfoncer des éléments de
fixation, comportant :
un piston d'enfoncement (14) guidé de manière mobile dans un cylindre de guidage (13),
une chambre de combustion (15) définissant un axe de chambre de combustion (A), laquelle
chambre de combustion comporte une première extrémité (31) adjacente au cylindre de
guidage (13) et une seconde extrémité (32) espacée du cylindre de guidage (13),
une entrée de combustible (23) débouchant dans la chambre de combustion (15) pour
introduire du combustible dans la chambre de combustion (15),
un élément d'allumage (26) pour allumer le combustible dans la chambre de combustion
(15),
et un ventilateur (16) pouvant être entraîné par un moteur (17), lequel ventilateur
est supporté sur une paroi arrière (30) sur la seconde extrémité (32) de la chambre
de combustion (15),
caractérisé en ce que l'entrée de combustible (23) et l'élément d'allumage (26) sont tous les deux agencés
sur la première extrémité (31) de la chambre de combustion (15).
2. Outil de scellement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entrée de combustible (23) et l'élément d'allumage (26) se situent sur des rayons
(R1, R2) par rapport à l'axe de chambre de combustion (A) qui sont à un angle ([alpha])
l'un par rapport à l'autre, lequel angle est compris entre 5° et 180°.
3. Outil de scellement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le ventilateur (16) peut être entraîné dans un sens de rotation (40), et en ce que l'élément d'allumage (26) se situe derrière l'entrée de combustible (23) dans le
sens de rotation (40).