[0001] Die Erfindung betrifft eine frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine, wie Waschmaschine,
Waschtrockner oder Wäschetrockner, mit einer an der Frontwand angeordneten Beladungsöffnung,
die mittels einer schwenkbaren Tür verschließbar ist, mit einer Verriegelungsvorrichtung
zum Halten der Tür in ihrer Verschlussstellung und mit einem Anzeigeelement für die
Darstellung des Beladungszustandes, welches von einer Steuereinrichtung steuerbar
ist.
[0002] Eine solche Waschmaschine ist aus der
DE 197 05 878 A1 bekannt. Die bekannte Waschmaschine besitzt eine Bedienblende mit Bedienelementen
zur Einstellung des Waschprogramms. Die Bedienblende besitzt ferner ein Anzeigeelement
für die Anzeige des Beladungszustandes der Trommel. Der Beladungsgrad wird hierbei
abhängig vom eingestellten Waschprogramm oder den wäschespezifischen Daten ermittelt.
Da sich das Anzeigeelement in der Bedienblende befindet, ist es schlecht einsehbar,
wenn der Benutzer in gehockter oder gebückter Haltung die zu waschenden Wäschestücke
durch die frontseitige Beladungsöffnung in die Trommel einwirft.
[0003] Aus der
DE 38 38 998 A1 ist eine Waschmaschine bekannt, bei der ein Anzeigeelement für die Beladung auf der
frontseitigen Bedienblende angeordnet ist. Hierbei handelt es sich um eine Art Federwaage,
die beim Absenken des Laugenbehälters eine Platte im Anzeigefenster des Anzeigeelementes
mit absenkt, wobei eine Skalierung zur Erfassung des Gewichts dient. Aus der
DE 89 14 729 U1 ist es ferner bekannt, das Anzeigelement für die Beladung an der Frontwand anzuordnen.
Hierbei wird ein Zeiger an einer Skala entsprechend des Beladungszustandes positioniert,
wobei die Gesamtanordnung des mittels Federn aufgehängten Laugenbehälters als Federwaage
wirkt.
[0004] Aus der
WO 02/14593 A2 ist eine frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine bekannt, die einen großflächigen
Türöffnungshebel direkt an der Tür besitzt. Dieser Türöffnungshebel bzw. der Rahmen
der Tür ist mit einer Vielzahl von leuchtenden Anzeigeelementen ausgestattet, um beispielsweise
Statusinformationen anzuzeigen und eine Zustandserkennung des Gerätes bzw. des Programms
aus einer Entfernung zu ermöglichen. Andere Leuchtmittel zur Funktionsanzeige einer
frontbeschickbaren Wäschebehandlungsmaschine sind aus der
DE 101 44 668 A1 und
EP 1 582 619 A1 bekannt. Hierbei sind die Leichtmittel kreisförmig um die Tür herum angeordnet, so
dass deutlich sichtbare Anzeigen und blinkende Sequenzen bereitgestellt werden können.
[0005] Aus der
DE 10 2006 038 111 B3 bzw. der
DE 41 12 726 A1 ist es bekannt, ein Leuchtmittel in einem Umfangsabschnitt des Randes der Beladungsöffnung
anzuordnen, welches den Rand der Tür von der Frontwand aus beleuchtet. Hiermit wird
dem Benutzer sehr genau und deutlich angezeigt, wann er an die Tür greifen muss, um
sie zu öffnen. Hierbei ist es zweckmäßig, dass das Leuchtmittel von der Steuerungseinrichtung
aktivierbar ist. Auf diese Weise ist das Leuchtmittel abhängig vom Programmablauf
ansteuerbar, wobei das Leuchtmittel ausgeschaltet ist, wenn die Tür nicht geöffnet
werden kann. Das Leuchtmittel wird erst eingeschaltet, wenn beispielsweise ein Programmablauf
beendet ist und der Benutzer aufgefordert wird, die zu behandelnde Wäsche aus der
Wäschebehandlungsmaschine zu entnehmen.
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den Bedienkomfort einer frontbeschickbaren
Wäschebehandlungsmaschine, wie Waschmaschine, Waschtrockner oder Wäschetrockner, zu
verbessern.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden abhängigen Ansprüchen.
[0008] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht darin, dass eine einfache und komfortable
Handhabung für die Beladung bereitgestellt wird. Hierbei wird der Benutzer während
des Beladens immer über den Beladungszustand informiert, wobei er in gebückter oder
gehockter Haltung das Anzeigeelement für den Beladungszustand bequem beobachten kann.
Diese Möglichkeit wird dem Benutzer dadurch bereitgestellt, dass das Anzeigeelement
an der Frontwand im Randbereich der Beladungsöffnung angebracht ist.
[0009] In einer zweckmäßigen Ausführungsform ist das Anzeigeelement im Bereich der Aufnahme
für die Tür angeordnet und wird zumindest teilweise durch die Tür abgedeckt, wenn
sie geschlossen ist. Dadurch sticht dieses Anzeigeelement nicht in den Vordergrund,
wenn die Maschine läuft und die Tür geschlossen ist.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführung ist das Anzeigeelement segmentiert ausgeführt,
wobei jedes Segment einem Teilbereich des Beladungsgrades entspricht. Damit kann der
Beladungszustand stets schnell und sicher erfasst werden, ohne dass der Benutzer genau
hinschauen muss.
[0011] Zur Verbesserung der Darstellung umfasst das Anzeigeelement Leuchtmittel, wobei jedem
Segment zumindest ein Leuchtmittel zugeordnet ist. Dadurch ist eine gute Ablesbarkeit
in dunklen Räumen gewährleistet, wobei auch aus größeren Entfernungen der angezeigte
Beladungszustand abgelesen werden kann.
[0012] In einer zweckmäßigen Ausführung ist das Anzeigeelement als Streifen ausgeführt,
der im oberen Bereich der Türaufnahme angebracht ist, wobei die Segmente nebeneinander
angeordnet sind. Hierdurch wird eine gute Erkennbarkeit des Beladungszustandes erreicht.
[0013] In dieser Ausführung ist es zweckmäßig, dass bei der Verwendung von Leuchtmitteln
die nebeneinander angeordneten Segmente als bogenförmiger Leuchtbalken ausgeführt
sind und dem Verlauf des Öffnungsrandes folgen.
[0014] In einer anderen Ausführung ist das Anzeigeelement im Wesentlichen kreisförmig oder
oval ausgeführt, und im oberen Bereich der Türaufnahme angebracht, wobei die Segmente
übereinander angeordnet sind. Ein solches Anzeigeelement kann klein und unauffällig
im Randbereich der Tür platziert werden, wobei es dann beim Beladen oder zur Zustandsanzeige
aktiviert wird.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung dient das Anzeigeelement als Zustandsanzeige
für das Waschprogramm, wenn die Tür geschlossen ist, wobei die Darstellung des Beladungszustandes
bei geöffneter Tür erfolgt. Hiermit werden mit einem Anzeigeelement mehrere Funktionen
erfüllt, wobei die Zustandsanzeige für das Programm beispielsweise das Programmende
und das Öffnen der Tür anzeigt. Bei der beleuchteten Ausführung wird dem Benutzer
mit der Anzeige die Griffposition am Türrand angeleuchtet, die zum Betätigen der Tür
gedacht ist.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2:
- eine frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine in einer skizzierten Schnittdarstellung;
- Fig. 3, 4:
- eine Ausführungsform in einer Detailansicht und
- Fig. 5:
- eine weitere Ausführungsform in einer Detailansicht.
[0017] Die in Fig. 1 dargestellte frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine 1 umfasst
ein Gehäuse 2 mit einer Frontwand 2a, in der eine Beladungsöffnung 3 angeordnet ist.
Die Beladungsöffnung 3 ist mittels einer an der Frontwand 2a anscharnierten Tür 4,
in der dargestellten Ausführung eine Bullaugentür, verschließbar. Am Rand der Tür
4 ist ein Schließelement 5 angeordnet, welches im geschlossenen Zustand durch die
Verriegelungsvorrichtung 6 an der Frontwand 2a gehalten wird. Im geschlossenen Zustand
liegt die Tür 4 am Öffnungsrand 7 an, der in diesem Beispiel als zurückversetzter
Aufnahmebereich 7a in der Frontwand 2a ausgebildet ist. Im oberen Bereich des Öffnungsrandes
7 ist ein Anzeigeelement 8 angebracht, welches den Beladungszustand und/oder Zustände
des Programmablaufs anzeigen kann.
[0018] In der skizzierten Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 ist zu erkennen, dass in dem Gehäuse
2 der frontbeschickbaren Wäschebehandlungsmaschine 1 ein Laugenbehälter 9 mit einer
darin horizontal drehbar gelagerten Trommel 10 angeordnet ist. Die Trommel 10 wird
mit einem Motor 11 angetrieben. Der Laugenbehälter 9 ist mit Federn 12 im Gehäuse
2 schwingend aufgehängt und mittels Stossdämpfern 13, die zwischen Laugenbehälter
9 und Unterseite des Gehäuses 2 angebracht sind, gedämpft. Ein Sensor 14, der in dieser
Ausführung als Wegsensor ebenfalls zwischen Laugenbehälter 9 und der Unterseite des
Gehäuses 2 angebracht ist, ermittelt die Absenkung des Laugenbehälters 9, wenn die
Trommel 10 mit Wäschestücken 16 beladen wird. Beim Beladen der Trommel 10 wirkt sich
das Gewicht auch auf den Laugenbehälter 9 aus, da die Trommel 10 in der Rückwand 9b
des Laugenbehälters gelagert ist. Der Sensor 14 steht mit einer Steuerung 15 in Wirkverbindung,
die dann ihrerseits die Auswertung des Sensorsignals vornimmt.
[0019] Das Innere der Trommel ist über eine Trommelöffnung 10a, die Laugenbehälteröffnung
9a und die Beladungsöffnung 3 in der Frontwand 2a erreichbar, wobei die genannten
Öffnungen so angeordnet sind, dass ein Durchgriff möglich ist. Zwischen Laugenbehälteröffnung
9a und der Beladungsöffnung 3 ist ein rohrförmiger Faltenbalg 16 angebracht. Die frontseitige
Beladungsöffnung 3 ist durch eine Tür 4 verschließbar. Oberhalb der Beladungsöffnung
3 im Bereich des Öffnungsrandes ist das Anzeigeelement 8 angebracht.
[0020] Das Anzeigeelement 8 wird durch die Steuerung 15 aktiviert, wobei die Anzeige des
Beladungszustandes bei geöffneter Tür 4 erfolgt. Bei geschlossener Tür 4 werden Zustände
des Programmablaufs über das Anzeigeelement 8 ausgegeben, insbesondere das Programmende,
wenn die Tür 4 geöffnet werden kann.
[0021] In Fig. 3 ist der obere Abschnitt der Beladungsöffnung 3 der Frontwand 2a dargestellt.
Das Anzeigeelement 8 ist im oberen Bereich des Öffnungsrandes 7 angeordnet. Um den
Beladungszustand anzuzeigen, ist das Anzeigeelement 8 segmentiert ausgeführt, wobei
durch die Aktivierung der einzelnen Segmente 18a - 18e eine Darstellung in Form eines
Balkens bereitgestellt wird. Hierbei ist es vorteilhaft, dass jedes einzelne Segment
18a - 18e mit einem Leuchtmittel bestückt ist, wobei die Aktivierung des jeweiligen
Leuchtmittels in Abhängigkeit des Beladungszustandes erfolgt. Dadurch kann der Benutzer
den Beladungszustand bequem ablesen, während er in gebückter oder gehockter Haltung
die Wäsche 17 (Fig. 2) durch die Beladungsöffnung 3 in die Trommel 10 (Fig. 2) einfüllt.
Die Anzeige ist in dieser Ausführung so aufgeteilt, dass das erste Segment 18a bei
einer Beladung bis 25% der Maximalbeladung aktiviert wird. Bei einer Beladung bis
50% wird zusätzlich das nächstfolgende Segment 18b aktiviert. Bei einer Beladung bis
75% wird zusätzlich das nächstfolgende Segment 18c aktiviert. Bei einer Beladung bis
100% wird zusätzlich das nächstfolgende Segment 18d aktiviert. Sollte darüber hinaus
noch weiter beladen werden, so wird das Segment 18e aktiviert, womit der Überladungszustand
angezeigt wird. Die Segmente 18a bis 18e sind bogenförmig dem Öffnungsrand 7 folgend
angeordnet, so dass eine einfache Platzierung des Anzeigeelementes 8 im Aufnahmebereich
7a der Tür 4 möglich ist.
[0022] In Fig. 4 ist der obere Abschnitt der Beladungsöffnung 3 bei geschlossener Tür 4
dargestellt. Das Anzeigeelement 8 überragt zumindest teilweise den oberen Rand der
Tür 4, so dass es gut sichtbar bleibt. Bei der Ausführung mit Leuchtmitteln können
somit auf einfache Weise Programmzustände über die Segmente 18a bis 18e angezeigt
werden, wobei die leuchtenden Segmente 18a bis 18e auch in dunklen Räumen gut sichtbar
sind. Bei geschlossener Tür 4 wird hierbei insbesondere der Bereich der Tür 4 angeleuchtet,
in den der Benutzer greifen muss, um die Tür 4 zu öffnen.
[0023] In Fig. 5 ist eine andere Ausführung des Anzeigeelementes dargestellt. Hierbei ist
im oberen Aufnahmebereich 7a der Tür 4 ein ovales Anzeigeelement 80 angeordnet. Die
einzelnen Segmente 80a sind übereinander angeordnet, so dass bei der Aktivierung der
einzelnen Segmente eine Art Füllstandsanzeige nachempfunden wird, die gut erkennbar
und einfach zu deuten ist.
1. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1), wie Waschmaschine, Waschtrockner
oder Wäschetrockner, mit einer an der Frontwand (2a) angeordneten Beladungsöffnung
(3), die mittels einer schwenkbaren Tür (4) verschließbar ist, mit einer Verriegelungsvorrichtung
(5, 6) zum Halten der Tür (4) in ihrer Verschlussstellung und mit einem Anzeigeelement
(8, 80) für die Darstellung des Beladungszustandes, welches von einer Steuerung (15)
steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (8, 80) an der Frontwand im Randbereich (7) der Beladungsöffnung
(3) angebracht ist und dass das Anzeigeelement (8, 80) als Zustandsanzeige für das
Waschprogramm dient, wenn die Tür (4) geschlossen ist, wobei die Darstellung des Beladungszustandes
bei geöffneter Tür (4) erfolgt.
2. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (8, 80) im Bereich der Aufnahme (7a) für die Tür (4) angeordnet
ist und zumindest teilweise durch die Tür (4) abgedeckt ist, wenn sie geschlossen
ist.
3. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (8, 80) segmentiert ausgeführt ist, wobei jedes Segment (18a -
18e, 80a) einem Teilbereich des Beladungszustandes entspricht.
4. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (8) Leuchtmittel umfasst, wobei jedem Segment (18a - 18e, 80a)
zumindest ein Leuchtmittel zugeordnet ist.
5. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (8) als Streifen ausgeführt ist, der im oberen Bereich der Türaufnahme
(7a) angebracht ist, wobei die Segmente (18a - 18e) nebeneinander angeordnet sind.
6. Frontbeschickbare Waschmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die nebeneinander angeordneten Segmente (18a - 18e) als bogenförmiger Leuchtbalken
ausgeführt sind und dem Verlauf des Öffnungsrandes (7) folgen.
7. Frontbeschickbare Wäschebehandlungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigeelement (80) im Wesentlichen kreisförmig oder oval ausgeführt ist, und
im oberen Bereich der Türaufnahme (7a) angebracht ist, wobei die Segmente (80a) übereinander
angeordnet sind.