[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen zahnärztlichen Behandlungsstuhl gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, bei dem eine Sitzbank gegenüber einer Basis des Behandlungsstuhls
zwischen einer Grundposition und einer Höchstposition höhenverstellbar ist.
[0002] Zahnärztliche Behandlungsstühle sind in der Regel in mehreren Freiheitsgraden verstellbar,
um den Patienten ergonomisch und behandlungsgerecht für die vorzunehmende Behandlung
positionieren zu können. Ein klassischer Behandlungsstuhl besteht dabei aus einer
höhenverstellbaren Sitzbank, an deren Ende eine gegenüber der Sitzbank verschwenkbare
Rückenlehne angeordnet ist. An die Rückenlehne wiederum schließt sich üblicherweise
ein Kopfpolster zur Lagerung des Patientenkopfes an. Die Einstellung der Position
der Rückenlehne und des Kopfpolsters ist dabei in der Regel unabhängig von der Höheneinstellung
der Sitzbank möglich. Darüber hinaus sind Behandlungsstühle bekannt, bei denen die
Sitzbank nicht nur höhenverstellbar, sondern darüber hinaus auch noch leicht verschwenkbar
ist, um eine so genannte Trendelenburg-Bewegung zu ermöglichen.
[0003] Die vorliegende Erfindung befasst sich insbesondere mit der Höhenverstellbarkeit
der Sitzbank des Behandlungsstuhls. Hierzu sind verschiedene Antriebs- und Übertragungsmechanismen
bekannt, welche eine Verstellung zwischen einer niedrigen Grundposition und einer
Höchstposition ermöglichen. Der Antrieb und der Hubmechanismus können dabei beispielsweise
unterhalb der Sitzbank angeordnet sein, es sind allerdings auch zahnärztliche Behandlungsplätze
bekannt, bei denen die zentrale Versorgungseinrichtung durch eine quaderförmige Säule
gebildet ist, wobei der Patientenstuhl dann seitlich der Säule angeordnet und mit
einem sich in der Säule befindenden Antrieb gekoppelt ist.
[0004] Die Höhenverstellbarkeit des Behandlungsstuhls soll sich dabei in einem Bereich bewegen,
der eine für den behandelnden Zahnarzt optimale bzw. angenehme Behandlung ermöglicht.
Da Zahnärzte unterschiedliche Größen aufweisen, bedeutet dies, dass auch die Höhenverstellbarkeit
innerhalb bestimmter Grenzen liegen sollte, die von der Größe des Arztes abhängig
sind. Des Weiteren sollte der Bewegungsspielraum davon abhängig sein, ob der Zahnarzt
Behandlungen bevorzugt stehend oder sitzend durchführt. Schließlich hängt die Anordnung
des Behandlungsstuhls gegenüber der säulenartigen Basis auch davon ab, ob es sich
bei dem Zahnarzt um einen Links- oder Rechtshänder handelt.
[0005] Um die Ausgestaltung derartiger Behandlungsstühle jeweils an die Wünsche eines Zahnarztes
individuell anpassen zu können, waren bisher aufwändige Maßnahmen erforderlich. Diese
waren mit einem verhältnismäßig hohen Kostenaufwand verbunden, der im Hinblick darauf,
dass der Patientenstuhl nach einer endgültigen Montage nur noch lediglich in einem
bestimmten, auf den Zahnarzt abgestimmten Bereich höhenverstellbar sein muss, nicht
gerechtfertigt war.
[0006] Aus der
GB 1 203 329 ist ein zahnärztlicher Behandlungsstuhl mit einer säulenartigen Basis und einer seitlich
davon höhenverstellbar angeordneten Sitzbank bekannt. In der Basis ist ein Antrieb
zur Höhenverstellung der Sitzbank angeordnet. Die Sitzbank ist mit dem Antrieb über
einen Übertragungsmechanismus gekoppelt, der einen vertikal verfahrbaren Trägerarm
aufweist. Die Angriffspunkte des Trägerarms an dem Antrieb und an der Sitzbank sind
unterschiedlich hoch.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine neuartige und
insbesondere kostengünstige Möglichkeit anzugeben, die Höhenverstellbarkeit und Anordnung
eines zahnärztlichen Behandlungsstuhls in einfacher Weise auf die Bedürfnisse eines
Zahnarztes abzustimmen.
[0008] Die Aufgabe wird durch einen zahnärztlichen Behandlungsstuhl, welcher die Merkmale
des Anspruchs 1 aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf der Idee, die Kopplung zwischen Sitzbank des
Behandlungsstuhls und Antrieb mit einem vertikal verfahrbaren Trägerarm auszugestalten,
an dessen dem Antrieb abgewandten Ende die Sitzbank befestigt ist, wobei der Trägerarm
derart geneigt ausgebildet ist, dass die Angriffspunkte des Trägerarms an dem Antrieb
und der Sitzbank in vertikaler Richtung verschieden sind. Diese Lösung ermöglicht
es, durch die Verwendung unterschiedlich gestalteter, vorzugsweise Z-artiger Trägerarme
die Höhenverstellbarkeit und Anordnung der Sitzbank in einfacher Weise an die Bedürfnisse
eines Zahnarztes anzupassen. Insbesondere ist im wesentlichen der Einsatz zweier verschiedener
Trägerarme ausreichend, welche wahlweise genutzt werden können, wobei bei einem der
beiden Trägerarme der Angriffspunkt an dem Antrieb oberhalb des Angriffspunkts an
der Sitzbank liegt und bei dem anderen Trägerarm der Angriffspunkt an dem Antrieb
unterhalb des Angriffspunkts an der Sitzbank liegt. Je nachdem, ob der Zahnarzt bevorzugt
Behandlungen im Stehen oder im Sitzen durchführt, kann der Patientenstuhl dann mit
dem entsprechenden Trägerarm an den Antrieb gekoppelt werden. Bei einer Anlenkung
der Trägerarme in entgegengesetzter Richtung könnte wiederum die Sitzbank in einfacher
Weise von einem klassischen Rechtshänderbetrieb auf einen Linkshänderbetrieb umgestellt
werden. Auch hier können beide Trägerarme wahlweise eingesetzt werden, um den Spielraum
der Höhenverstellbarkeit an die bevorzugte Arbeitsweise des Zahnarztes anzupassen.
[0010] Erfindungsgemäß wird also ein zahnärztlicher Behandlungsstuhl bereit gestellt, der
eine säulenartige Basis, eine seitlich von der Basis angeordnete und gegenüber dieser
zwischen einer Grundposition und einer Höchstposition höhenverstellbare Sitzbank,
einen in der Basis angeordneten Antrieb zur Höhenverstellung der Sitzbank sowie einen
die Sitzbank mit dem Antrieb koppelnden Übertragungsmechanismus aufweist, der einen
vertikal verfahrbaren Trägerarm umfasst, an dessen dem Antrieb abgewandten Ende die
Sitzbank befestigt ist, wobei erfindungsgemäß der Trägerarm derart geneigt ausgebildet
ist, dass die Angriffspunkte des Trägerarms an dem Antrieb und der Sitzbank in vertikaler
Richtung unterschiedlich sind.
[0011] Der bzw. die Trägerarme sind vorzugsweise rohrförmig ausgebildet, wobei für den Fall,
dass zwei verschiedene Trägerarme wahlweise bereitgestellt werden, diese auch unterschiedliche
horizontale Längen aufweisen können. Hierdurch kann nochmals die Anordnung der Sitzbank
in besonderer Weise an die bevorzugte Arbeitsweise des Arztes angepasst werden.
[0012] Als Antrieb ist vorzugsweise ein in der Basis angeordneter Spindelantrieb vorgesehen,
der eine vertikal ausgerichtete Antriebsspindel aufweist, welche in geeigneter Weise
mit dem Träger gekoppelt ist. Auch der Einsatz eines pneumatischen oder hydraulischen
Antriebs wäre denkbar.
[0013] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- die Ansicht eines zahnärztlichen Behandlungsplatzes mit einem erfindungsgemäß ausgestalteten
Behandlungsstuhl;
- Figur 2 und 3
- verschiedene Ansichten zur Kopplung des Antriebs zur Höhenverstellbarkeit mit dem
Behandlungsstuhls;
- Figuren 4 a und 4 b
- verschiedenen Ansichten eines ersten Trägerarms;
- Figuren 5 a und 5 b
- verschiedene Ansichten eines zweiten Trägerarms;
- Figur 6
- die Anordnung des ersten Trägerarms an dem Antrieb zur Höhenverstellbarkeit;
- Figur 7
- die Anordnung des zweiten Trägerarms an dem Antrieb und
- Figuren 8 bis 10
- eine Alternative Ausführungsform zur Lagerung und Führung des Trägerarms.
[0014] Der in Figur 1 allgemein mit dem Bezugszeichen 10 versehene erfindungsgemäße Behandlungsstuhl
ist Bestandteil eines zahnärztlichen Arbeitsplatzes 1. Dieser Arbeitsplatz 1 weist
als zentrales Element 2 eine säulenartige Versorgungseinrichtung auf, welche der Halterung,
Ansteuerung und Versorgung der entsprechenden Komponenten des Behandlungsplatzes 1
dient. Hierunter fallen beispielsweise ein erster Servicetisch 4, der über einen Schwenkarm
3 mit der säulenartigen Basis 2 verbunden ist. Dieser Servicetisch 4 wird primär von
dem behandelnden Zahnarzt genutzt und dient der Lagerung beziehungsweise Ansteuerung
zahnärztlicher Behandlungsinstrumente wie zum Beispiel Bohrer, Zahnsteinentferner
und dergleichen. Über mehrere Bedienelemente, die an dem Servicetisch 4 ausgebildet
sind, kann eine Steuerung der entsprechenden Komponenten des Behandlungsplatzes 1
vorgenommen werden. Beispielsweise können diese Eingabeelemente dazu genutzt werden,
den Behandlungsstuhl 10 zu verstellen.
[0015] Des Weiteren ist an der Basis 2 über einen zweiten Schwenkarm 5 ein Helferinnenelement
6 befestigt. Dieses vorzugsweise von einer Hilfskraft genutzte Element 6 dient ebenfalls
der Lagerung und Ansteuerung einzelner Instrumente wie Sauger oder so genannter Spritzhandstücke.
Ferner kann auch die Steuerung des Patiententeils 7, welches eine Speischale sowie
eine Wasserversorgung umfasst, über dieses Helferinnenelement 6 vorgenommen werden.
In dieser Hinsicht entspricht der in Figur 1 dargestellte zahnärztliche Behandlungsplatz
1 klassischen dentalmedizinischen Behandlungsplätzen.
[0016] Die Zentralsäule 2 dient zusätzlich auch der Halterung des Behandlungsstuhls 10,
der zunächst eine Sitzbank 11 aufweist. Am rückseitigen Ende der Sitzbank 11 sind
ferner eine gegenüber dieser verschwenkbare Rückenlehne 12 sowie sich daran anschließend
eine Kopfstütze 13 angeordnet. Beide Komponenten - Rückenlehne 12 und Kopfstütze 13
- können unabhängig voneinander in gewünschter Weise verstellt werden, um diese an
den Patienten, insbesondere dessen Größe, sowie die Arbeitsweise des Zahnarztes anzupassen.
Die Verstellmöglichkeiten für die Rückenlehne 12 und die Kopfstütze 13 sind allerdings
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und sollen dementsprechend nachfolgend
nicht näher erläutert werden.
[0017] Die vorliegende Erfindung betrifft wie bereits erwähnt stattdessen die Höhenverstellbarkeit
des Behandlungsstuhls 10. Eine erste Besonderheit besteht hierbei darin, dass der
hierzu erforderliche Antrieb nicht - wie bislang überwiegend der Fall - unterhalb
der Sitzbank 11 sondern stattdessen in der als Basis dienenden Versorgungseinheit
2 angeordnet ist. Unter der Sitzbank 11 verbleibt somit ein Feiraum, der zur Anbringung
einer Trittplatte 14 genutzt werden kann.
[0018] Der innerhalb der Basis 2 angeordnete und in Figur 1 nicht näher dargestellte Antrieb
dient dementsprechend dazu, ein vertikales Verfahren der Sitzbank 11 zu ermöglichen.
Hierbei sollte die Sitzbank 11 und damit der Patientenstuhl 10 in einem Bereich verstellt
werden können, der eine optimierte Arbeitsweise für den Zahnarzt ermöglicht. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass sowohl eine Behandlung im Stehen als auch im Sitzen denkbar
ist, wobei unterschiedliche Präferenzen auf Seiten des Zahnarzts bestehen können.
Der Bereich, in dem der Patientenstuhl 10 höhenverstellt werden kann, sollte also
an die Bedürfnisse bzw. Wünsche des Zahnarztes angepasst werden. In gleicher Weise
sollte auch eine Anordnung des Behandlungsstuhls 10 auf der gegenüberliegenden Seite
der Basis 2 ermöglicht sein, um eine Nutzung auch durch Linkshänder zu ermöglichen.
Eine Lösung, welche in einfacher Weise eine Anpassung an die Bedürfnisse des Zahnarztes
ermöglicht und kostengünstig realisiert werden kann, soll anhand der nachfolgenden
Figuren nunmehr erläutert werden.
[0019] Die erfindungsgemäße Lösung beruht darauf, einen speziellen Übertragungsmechanismus
zur Kraftübertragung für die Höhenverstellbarkeit des Behandlungsstuhl einzusetzen,
der aufgrund seiner Ausgestaltung ein einfaches Anpassen des Verstellbereichs an die
individuellen Wünsche des Zahnarztes ermöglicht. Die Figuren 2 und 3 zeigen hierzu
die Details der erfindungsgemäßen Ankopplung des Behandlungsstuhls an den innerhalb
der säulenartigen Basis befindlichen Antrieb.
[0020] Der Antrieb 20 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Spindelantrieb 20
ausgeführt und weist hierzu einen Motor 21 auf, der mit einer vertikal ausgerichteten
Antriebsspindel 22 gekoppelt ist. Mit der Antriebsspindel 22 ist ferner ein Führungsteil
24 gekoppelt, welches an einer innerhalb der Basis angeordneten Führungssäule 23 vertikal
verschiebbar gelagert ist. Hierzu wirkt das Führungsteil 24 mit entsprechenden, an
den Seitenwänden der Führungssäule 23 ausgebildeten Führungsschienen 25 zusammen.
Die Laufflächen werden in diesem Fall durch Stahlbänder gebildet. Durch einen entsprechenden
Betrieb des Motors 21 wird dann das Führungsteil 24 in gewünschter Weise vertikal
entlang der Säule 23 verfahren.
[0021] Alternativ zu dem dargestellten Spindelantrieb könnte beispielsweise auch ein pneumatischer
oder hydraulischer Antrieb eingesetzt werden.
[0022] Die Ankopplung des Behandlungsstuhls 10 an den Antrieb erfolgt nun über einen Trägerarm
30, der mit seinem einen Ende mit dem Führungsteil 24 und mit seinem anderen Ende
mit dem Patientenstuhl 10 beziehungsweise der Sitzbank 11 verbunden ist. Die Ausgestaltung
dieses Trägerarms 30 kann näher den Figuren 4a und 4b entnommen werden.
[0023] Wie in diesen beiden Figuren gezeigt, ist der Trägerarm 30 Z-artig bzw. geneigt abgewinkelt
ausgebildet. Er weist hierzu zunächst ein erstes Ende 31 in Form eines Befestigungsflansches
auf, der zur Befestigung an dem Führungsteil 24 vorgesehen ist. Ein zweites Ende 32
wiederum dient der Befestigung an der Sitzbank bzw. einem unterhalb der Sitzbank befindlichen
Trägerteil. Beide Enden 31, 32 sind hierbei über einen Verbindungsabschnitt 33 verbunden,
der insbesondere derart ausgeführt ist, dass bei horizontaler Anordnung des Trägerarms
30 insgesamt das zweite, zur Befestigung an dem Patientenstuhl 10 vorgesehene Ende
32 unterhalb des ersten Endes 31 liegt. Mit anderen Worten, der Angriffspunkt des
Trägerarms 30 an dem Antrieb liegt oberhalb des Angriffspunkts an der Sitzbank 11
des Behandlungsstuhl, wie den Darstellungen in den Figuren 2 und 3 entnommen werden
kann.
[0024] Alternativ zu dem in den Figuren 4a und 4b dargestellten Trägerarm 30 könnte nunmehr
allerdings auch ein zweiter Trägerarm zur Befestigung des Behandlungsstuhls 10 an
dem Antrieb 20 genutzt werden, der in den Figuren 5a und 5b dargestellt und mit den
Bezugszeichen 40 versehen ist. Auch dieser alternative Trägerarm 40 weist ein erstes
Ende 41 zur Befestigung an dem Führungsteil 24 und ein zweites Ende 42 zur Befestigung
an dem Patientenstuhl 10 auf, wobei beide Enden 41, 42 wiederum über ein Verbindungsteil
43 abgewinkelt miteinander verbunden sind. Ebenso wie der erste Trägerarm 30 ist auch
der zweite Trägerarm 40 rohrförmig ausgebildet und beispielsweise durch ein Gussteil
gebildet.
[0025] Der Unterschied zwischen beiden Trägerarmen 30, 40 besteht nunmehr darin, dass die
Neigung des Verbindungsabschnitts 43 zwischen dem ersten und zweiten Ende 41, 42 des
zweiten Trägerarms 40 entgegengesetzt zu dem Verbindungsabschnitt 33 des ersten Trägerarms
30 ist. Wie insbesondere der Darstellung in Figur 5b entnommen werden kann, bedeutet
dies, dass der Angriffspunkt an dem Patientenstuhl 10 nunmehr oberhalb des Angriffspunkts
an dem Antrieb liegt. Die sich hieraus ergebenden Konsequenzen können den Figuren
6 und 7 entnommen werden, welche jeweils die Anordnung der beiden Trägerarme 30, 40
an dem Antrieb 20 zeigen, wobei sich das Führungsteil 24 jeweils in der untersten
möglichen Position an der Führungssäule 23 befindet.
[0026] Deutlich ist erkennbar, dass das zweite Ende 32 bzw. 42 des Trägerarms 30 bzw. 40,
welches der Halterung des Behandlungsstuhls 10 dient, bei dem ersten Trägerarm 30
niedriger angeordnet ist als bei dem zweiten Trägerarm 40. Dies bedeutet, dass der
Spielraum zur Verstellung des Behandlungsstuhls 10 im Rahmen der Hubbewegung unterschiedlich
ist. Während mit Hilfe des ersten Trägerarms 30 der Patientenstuhl 10 zwischen einer
besonders niedrigen und einer vorgegebenen Maximalposition verstellbar ist, kann mit
Hilfe des zweiten Trägerarms 40 der Patientenstuhl von einer etwas höheren Ausgangsposition,
die in Figur 7 dargestellt ist, bis zu einer maximalen Höhe verstellt werden. Dementsprechend
wird der erste Trägerarm 30 vorzugsweise in solchen Fällen eingesetzt, bei denen der
Zahnarzt eine Behandlung im Sitzen bevorzugt. Der Trägerarm 40 wiederum dient insbesondere
zur Realisierung einer Verstellmöglichkeit, die für einen bevorzugt stehenden Zahnarzt
von Vorteil ist.
[0027] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Antriebs beziehungsweise Übertragungsmechanismussees
zur Höhenverstellbarkeit des Behandlungsstuhls kann also der Verstellbereich durch
die Wahl des geeigneten Trägerarms in einfacher Weise an die Bedürfnisse eines Zahnarztes
angepasst werden. Hierbei besteht ferner auch die Möglichkeit, die horizontale Länge
des Verbindungsabschnitts 33 beziehungsweise 34 in entsprechender Weise zu wählen,
um die Anordnung des Behandlungsstuhls 10 in horizontaler Richtung einzustellen.
[0028] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht auch darin, dass der Patientenstuhl
in einfacher Weise derart konfiguriert werden kann, dass er für die Nutzung im Linkshänderbetrieb
geeignet ist. Hierzu ist im Wesentlichen lediglich eine vertauschte Anordnung des
Trägerarms beziehungsweise des Führungsteils 24 an der Führungssäule 23 erforderlich.
Dabei ist ersichtlich, dass wiederum durch die Nutzung der beiden in den Figuren 4a
bis 5b dargestellten Trägerarme unterschiedliche Verstellhöhen beziehungsweise Verstellbereiche
für den Patientenstuhl 10 realisiert werden können. Da in diesem Fall ein verdrehtes
Befestigen der Trägerarme erforderlich ist, bedeutet dies, dass nunmehr die Nutzung
des ersten Trägerarms 30 zur Realisierung eine Verstellbereichs für größere Höhen
erforderlich ist, während hingegen der zweite Trägerarm 40 niedrigere Verstellhöhen
ermöglicht und damit insbesondere für ein Nutzung im Sitzen geeignet ist.
[0029] Insgesamt gesehen können also die unterschiedlichen Verstellmöglichkeiten für den
Behandlungsstuhl sowie die Anordnung auf der gewünschten Seite der zentralen Versorgungseinrichtung
des Versorgungsplatzes durch die zur Verfügungstellung lediglich zweier verschiedener
Trägerarme zur realisiert werden. Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dementsprechend
durch ihre Einfachheit und insbesondere auch dadurch aus, dass sie kostengünstig zu
realisieren ist.
[0030] Abschließend ist in den Figuren 8 bis 10 eine alternative Ausführungsform zur Lagerung
und Führung der Trägerarme gezeigt. Bei dieser Ausführungsform, bei der zu dem ersten
Ausführungsbeispiel der vorherigen Figuren identische Elemente mit dem gleichen Bezugszeichen
versehen sind, kommt wiederum ein Spindelantrieb mit einem Motor 21 und einer Antriebsspindel
22 zum Einsatz. Die Führung des Trägerarms 30 entlang der Säule 23 erfolgt nunmehr
allerdings über eine sog. Kugelumlaufführung. Hierzu ist an der dem Trägerarm 30 zugewandten
Seite der Säule 23 eine Führungsschiene 50 vorgesehen, auf der ein Schlitten 51 bewegbar
gelagert ist, wobei der Schlitten 51 ferner auch mit der Antriebsspindel 22 gekoppelt
und mit dem Trägerarm 30 verbunden ist. Eine reibungsfrei Führung des Schlittens 51
in vertikaler Richtung wird dadurch erzielt, dass innerhalb des Schlittens 51 Kugeln
gelagert sind, welche entlang von Laufflächen abrollen können, die an Seitenflächen
der Führungsschiene 50 ausgebildet sind. Hinsichtlich der weiteren Eigenschaften dieses
zweiten Ausführungsbeispiels kann auf die Ausführungen zu dem ersten Ausführungsbeispiel
verwiesen werden. Auch bei dieser Variante können die Verstellmöglichkeiten für den
Behandlungsstuhl in einfacher Weise an die entsprechenden Wünsche des Benutzers individuell
angepasst werden.
1. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl (10) mit
• einer säulenartigen Basis (2),
• einer seitlich von der Basis (2) angeordneten und gegenüber dieser zwischen einer
Grundposition und einer Höchstposition höhenverstellbaren Sitzbank (11),
• einem in der Basis (2) angeordneten Antrieb (20) zur Höhenverstellung der Sitzbank
(11) sowie
• einem die Sitzbank (11) mit dem Antrieb (20) koppelnden Übertragungsmechanismus,
der einen vertikal verfahrbaren Trägerarm (30, 40) aufweist, an dessen dem Antrieb
(20) abgewandten Ende die Sitzbank (11) befestigt ist,
wobei der Trägerarm (30, 40) derart geneigt ausgebildet ist, dass die Angriffspunkte
des Trägerarms (30, 40) an dem Antrieb (20) und der Sitzbank (11) in vertikaler Richtung
unterschiedlich sind,
gekennzeichnet durch
einen den ersten Trägerarm (30) wahlweise ersetzenden zweiten Trägerarm (40), der
ebenfalls geneigt ausgebildet ist, wobei
bei einem der beiden Trägerarme (30, 40) der Angriffspunkt an dem Antrieb (20) oberhalb
des Angriffspunkts an der Sitzbank (11) liegt und
bei dem anderen Trägerarm (30, 40) der Angriffspunkt an dem Antrieb (20) unterhalb
des Angriffspunkts an der Sitzbank (11) liegt.
2. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Trägerarme (30, 40) verschiedene horizontale Längen aufweisen.
3. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bzw. die Trägerarme (30, 40) rohrförmig ausgebildet sind.
4. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bzw. die Trägerarme (30, 40) Z-artig ausgebildet sind.
5. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bzw. die Trägerarme (30, 40) und damit die Sitzbank (11) zu beiden Seiten der
Basis (2) angeordnet werden können.
6. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (20) durch einen Spindelantrieb mit einer vertikal in der Basis (2) ausgerichteten
Antriebsspindel (22) gebildet ist.
7. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb durch einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb gebildet ist.
8. Zahnärztlicher Behandlungsstuhl nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Trägerarm (30, 40) mittels einer Kugelumlaufführung an einem in der Basis befindlichen
vertikalen Führungselement (23) gelagert ist.
9. Zahnärztlicher Behandlungsplatz (1) mit einer zentralen Konsole zur Halterung, Versorgung
und/oder Ansteuerung zahnärztlicher Behandlungs- und/oder Untersuchungsinstrumente
sowie mit einem Behandlungsstuhl (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behandlungsstuhl (10) nach einem der vorherigen Ansprüche ausgestaltet ist, wobei
die Konsole des Behandlungsplatzes (1) gleichzeitig die Basis des Behandlungsstuhls
(10) bildet.
1. A dental-treatment chair (10) having
• a pillar-like base (2),
• a seat bench (11) which is disposed beside the base (2) and is vertically adjustable,
in relation to the latter, between a bottom position and a maximum-height position,
• a drive (20) disposed in the base (2) for adjusting the seat bench (11) vertically,
and
• a transmission mechanism which couples the seat bench (11) to the drive (20) and
which has a vertically displaceable bearer arm (30, 40), to whose end that faces away
from the drive (20) the seat bench (11) is fastened,
wherein the bearer arm (30, 40) is constructed so as to be inclined in such a way
that the points of attachment of the bearer arm (30, 40) to the drive (20) and to
the seat bench (11) are different in the vertical direction,
characterised by
a second bearer arm (40) which selectively replaces the first bearer arm (30) and
which is likewise constructed in an inclined manner, wherein
in the case of one of the two bearer arms (30, 40), the point of attachment to the
drive (20) lies above the point of attachment to the seat bench (11), and
in the case of the other bearer arm (30, 40), the point of attachment to the drive
(20) lies below the point of attachment to the seat bench (11).
2. A dental-treatment chair according to claim 1,
characterised in that
the two bearer arms (30, 40) have different horizontal lengths.
3. A dental-treatment chair according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearer arm or arms (30, 40) is/are of tubular construction.
4. A dental-treatment chair according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearer arm or arms (30, 40) is/are of Z-like construction.
5. A dental-treatment chair according to one of the preceding claims,
characterised in that
it is possible to dispose the bearer arm or arms (30, 40), and thereby the seat bench
(11), on both sides of the base (2).
6. A dental-treatment chair according to one of the preceding claims,
characterised in that
the drive (20) is constituted by a spindle drive with a driving spindle (22) which
is oriented vertically in the base (2).
7. A dental-treatment chair according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
the drive is constituted by a pneumatic or hydraulic drive.
8. A dental-treatment chair according to one of the preceding claims,
characterised in that
the bearer arm (30, 40) is mounted, by means of a recirculating ball guide, on a vertical
guide element (23) located in the base.
9. A dental-treatment station (1) having a central console for holding, supplying and/or
activating dental-treatment and/or inspection instruments and also having a treatment
chair (10),
characterised in that
the treatment chair (10) is designed in accordance with one of the preceding claims,
wherein the console of the treatment station (1) at the same time constitutes the
base of the treatment chair (10).
1. Fauteuil de dentiste (10) comprenant
- une base de type colonne (2),
- une banquette (11) disposée latéralement de la base (2) et réglable en hauteur par
rapport à celle-ci entre une position de base et une position maximale,
- un entraînement (20) disposé dans la base (2) pour le réglage en hauteur de la banquette
(11) ainsi que
- un mécanisme de transmission couplant la banquette (11) à l'entraînement (20), lequel
présente un bras porteur (30, 40) mobile verticalement, sur l'extrémité éloignée de
l'entraînement (20) duquel est fixée la banquette (11),
le bras porteur (30, 40) étant réalisé incliné de telle manière que les points d'application
du bras porteur (30, 40) sur l'entraînement (20) et la banquette (11) sont différents
dans le sens vertical,
caractérisé par
un second bras porteur (40) remplaçant au choix le premier bras porteur (30) et aussi
réalisé incliné, sachant que
pour l'un des deux bras porteurs (30, 40), le point d'attaque sur l'entraînement (20)
se situe au-dessus du point d'attaque sur la banquette (11) et
pour l'autre bras porteur (30, 40), le point d'attaque sur l'entraînement (20) se
situe au-dessous du point d'attaque sur la banquette (11).
2. Fauteuil de dentiste selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux bras porteurs (30, 40) présentent différentes longueurs horizontales.
3. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les bras porteurs (30, 40) sont réalisés de manière tubulaire.
4. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les bras porteurs (30, 40) sont réalisés en forme de Z.
5. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les bras porteurs (30, 40) et ainsi la banquette (11) peuvent être disposés
des deux côtés de la base (2).
6. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraînement (20) est formé par un entraînement à broche avec une broche d'entraînement
(22) orientée verticalement dans la base (2).
7. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'entraînement est formé par un entraînement pneumatique ou hydraulique.
8. Fauteuil de dentiste selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bras porteur (30, 40) est logé à l'aide d'un guidage par douilles à billes sur
un élément de guidage (23) vertical se trouvant dans la base.
9. Poste de traitement dentaire (1) avec une console centrale pour la fixation, l'alimentation
et/ou la commande d'instruments de traitement et/ou d'examen dentaires ainsi qu'avec
un fauteuil (10), caractérisé en ce que le fauteuil (10) est configuré selon l'une quelconque des revendications précédentes,
sachant que la console du poste de traitement (1) forme simultanément la base du fauteuil
(10).