Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Es ist schon eine Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff aus der
DE 102005049982 A1 bekannt, mit einem Förderaggregat, das Kraftstoff druckerhöht über eine Druckleitung
an eine Brennkraftmaschine liefert, wobei in der Druckleitung ein Rückschlagventil
und ein Filter vorgesehen ist und von der Druckleitung stromab des Filters eine Druckentlastungsleitung
mit einem Druckentlastungsventil abzweigt. Nachteilig ist, dass der Öffnungsdruck
des Druckentlastungsventils über dem vom Förderaggregat aufgebauten maximalen Systemdruck
liegen muß, da das Förderaggregat ansonsten im Betrieb den elektronisch geregelten
Systemdruck nicht aufbauen könnte. Hierdurch wird die Druckleitung einschließlich
des Filters im Abstellfall mit dem hohen Öffnungsdruck über einen längeren Zeitraum
druckbelastet, so dass die Druckleitung, insbesondere der Filter, dementsprechend
druckfest auszulegen ist.
[0003] Aus
EP 1 126 157 A2,
EP 0 922 850 A2 und
FR 2 854 356 A1 sind andere Vorrichtungen zum Fördern von Kraftstoff bekannt. Vorteile der Erfindung
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, dass der Öffnungsdruck des Druckentlastungsventils unter
dem vom Förderaggregat aufgebauten Systemdruck liegen kann, indem in der Druckentlastungsleitung
eine Drossel vorgesehen ist. Nach dem Abstellen des Förderaggregates sinkt der Druck
in der Druckleitung unter den Systemdruck auf den Öffnungsdruck des Druckentlastungsventils
ab. Dies hat den Vorteil, dass die Druckbelastung der Druckleitung innerhalb und außerhalb
des Vorratsbehälters reduziert wird, so dass sich durch die geringeren Druckanforderungen
geringere Herstellungskosten ergeben. Die Drossel verringert die über das Druckbegrenzungsventil
abströmende Verlustmenge, so dass die Regelung des Förderaggregates unabhängig von
der Einstellung des Druckentlastungsventils ist.
[0004] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
[0005] Besonders vorteilhaft ist, wenn die Drossel stromauf des Druckentlastungsventils
angeordnet ist, da auf diese Weise die mechanische Belastung des Druckbegrenzungsventils
reduziert wird.
Zeichnung
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert..
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0007] Die Zeichnung zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Fördern von
Kraftstoff.
[0008] Die Vorrichtung dient beispielsweise zum Fördern von Kraftstoff. Es können aber ausdrücklich
auch andere Flüssigkeiten mittels der Vorrichtung gefördert werden.
[0009] Die Vorrichtung weist ein Förderaggregat 1 auf, das Kraftstoff zumindest mittelbar
aus einem Vorratsbehälter 2 ansaugt und druckerhöht über eine Druckleitung 3 zu einer
Brennkraftmaschine 4 fördert. Beispielsweise ist in der Druckleitung 3 eine Hochdruckpumpe
7 vorgesehen, die den Druck in der Druckleitung 3 weiter erhöht und den Kraftstoff
in einen Kraftstoffverteiler 5 leitet. Der Kraftstoffverteiler 5 ist mit Einspritzventilen
6 strömungsverbunden, die den Kraftstoff jeweils in einen nicht dargestellten Brennraum
der Brennkraftmaschine 4 einspritzen.
[0010] Das Förderaggregat 1 ist beispielsweise in dem Vorratsbehälter 2 angeordnet und dort
beispielsweise innerhalb eines Speicherbehälters 9 vorgesehen. Der beispielsweise
topfförmige Speicherbehälter 9 bevorratet ausreichend viel Kraftstoff, damit auch
bei einer Kurvenfahrt und den dadurch bedingten Schwappbewegungen des Kraftstoffs
im Vorratsbehälter 2 eine Kraftstoffversorgung der Brennkraftmaschine 4 durch das
Förderaggregat 1 sichergestellt ist.
[0011] Das Förderaggregat 1 saugt Kraftstoff aus dem Speicherbehälter 9 an, beispielsweise
über einen Vorfilter 10, und fördert diesen über die Druckleitung 3 zu der Brennkraftmaschine
4. Der Vorfilter 10 schützt die Vorrichtung stromab des Vorfilters 10 vor im Kraftstoff
enthaltenen groben Schmutzpartikeln. In der Druckleitung 3 ist beispielsweise ein
Rückschlagventil 11 vorgesehen, damit kein Kraftstoff von stromab des Rückschlagventils
11 nach stromauf des Rückschlagventils 11 zurückfliesst. Außerdem ist in der Druckleitung
3 stromab des Rückschlagventils 11 beispielsweise ein Hauptfilter 12 vorgesehen, der
feine Schmutzpartikel aus dem Kraftstoff herausfiltert. Stromab des Förderaggregates
1 und stromauf des Rückschlagventils 11 zweigt eine Treibleitung 13 von der Druckleitung
3 ab und führt zumindest mittelbar zurück in den Speicherbehälter 9. Der Volumenstrom
der Treibleitung 13 treibt beispielsweise eine sogenannte Saugstrahlpumpe 16 an, die
Kraftstoff aus dem Vorratsbehälter 2 in den Speicherbehälter 9 fördert.
[0012] Die Saugstrahlpumpe 16 ist derart auszulegen, dass der Speicherbehälter 9 unabhängig
vom Füllstand in dem Vorratsbehälter 2 gefüllt bleibt und nicht leer läuft. Die Saugstrahlpumpe
16 weist bekannterweise ein Drosselelement auf, beispielsweise eine Düse 17, über
das der Kraftstoff der Treibleitung 13 in einen mit dem Vorratsbehälter 2 strömungsverbundenen
Saugraum 18 gelangt. Der aus der Düse 17 in den Saugraum 18 austretende Treibstrahl
reißt Kraftstoff aus dem Saugraum 18 mit, so dass auf bekannte Art und Weise der Kraftstoff
des Treibstrahls und der mitgerissene Kraftsoff über einen Mischkanal 19 in den Speicherbehälter
9 gelangen.
[0013] Das Förderaggregat 1 wird von einem Steuergerät 20 elektronisch geregelt, das von
einem Drucksensor 21 den Istdruck in der Druckleitung 3 als Signal erhält.
[0014] Stromab des Rückschlagventils 11 und stromab des Hauptfilters 12 zweigt eine Druckentlastungsleitung
22 von der Druckleitung 3 ab, die in den Vorratsbehälter 2 oder den Speicherbehälter
9 führt und ein Druckentlastungsventil 23 aufweist.
[0015] Das Druckentlastungsventil 23 dient dazu, temperaturbedingte Druckanstiege in der
Druckleitung 3 stromab des Rückschlagventils 11 zu verhindern, die beispielsweise
im Abstellfall oder im Schubbetrieb der Brennkraftmaschine 4 auftreten, da die hohe
Temperatur der Brennkraftmaschine 4 die Druckleitung 3 stark erwärmt. Übersteigt der
Druck in der Druckentlastungsleitung 22 also einen vorbestimmten Wert, der im folgenden
als Öffnungsdruck bezeichnet wird, so öffnet das Druckentlastungsventil 23 und lässt
Kraftstoff aus der Druckleitung 3 entweichen, so dass der ungewünschte Druckanstieg
wieder abgebaut wird.
[0016] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Öffnungsdruck des Druckentlastungsventils
23 unter dem vom Förderaggregat 1 aufgebauten maximalen Systemdruck liegt und in der
Druckentlastungsleitung 22 eine Drossel 24 vorgesehen ist. Die Drossel verringert
die über das Druckbegrenzungsventil abströmende Verlustmenge, so dass die Regelung
des Förderaggregates unabhängig von der Einstellung des Druckentlastungsventils ist.
[0017] Im Betrieb des Förderaggregates 1 wird vom Förderaggregat 1 ein Systemdruck in der
Druckleitung 3 aufgebaut, der beispielsweise 6 bis 8 bar beträgt. Der Öffnungsdruck
des Druckentlastungsventils 23 liegt beispielsweise zwischen 2 bis 4 bar. Durch die
erfindungsgemäße Ausführung ist das Druckentlastungsventil 23 im Betrieb des Förderaggregates
1 überwiegend geöffnet, da der Systemdruck in der Druckleitung 3 oberhalb des Öffnungsdruckes
liegt. Dadurch kommt es zu einer Leckage aus der Druckleitung 3 stromab des Rückschlagventils
11, die jedoch die elektronische Regelung des Förderaggregates 1 nicht wesentlich
beeinflusst, da der über die Drossel 24 abströmende Verluststrom sehr gering gehalten
ist. Beispielsweise beträgt Leckagestrom etwa 5 Liter pro Stunde.
[0018] Nach dem Abstellen des Förderaggregates 1 bleibt das Druckentlastungsventil 23 zunächst
geöffnet, bis der Druck in der Druckleitung 3 stromab des Rückschlagventils 11 durch
die Leckage über die Drossel 24 unter den Öffnungsdruck des Druckentlastungsventils
23 gesunken ist.
[0019] Für fehlerhafte Betriebszustände des Systems zweigt von der Druckleitung 3 stromab
des Förderaggregates 1 und stromauf des Rückschlagventils 11 eine Druckbegrenzungsleitung
27 mit einem Druckbegrenzungsventil 28 ab, um Drücke in der Druckleitung 3 zu verhindern,
die die beschriebene Vorrichtung beschädigen würden. Das Druckbegrenzungsventil 28
öffnet beispielsweise bei einem Druck von etwa 9 bar.
1. Vorrichtung zum Fördern von Kraftstoff mit einem Förderaggregat, mit dem Kraftstoff
druckerhöht über eine Druckleitung an eine Brennkraftmaschine lieferbar ist, wobei
in der Druckleitung (3) ein Rückschlagventil (11) und ein Filter (12) vorgesehen ist
und wobei von der Druckleitung (3) stromab des Filters (12) eine Druckentlastungsleitung
(22) mit einem Druckentlastungsventil (23) abzweigt, wobei der Öffnungsdruck des Druckentlastungsventils
(23) unter dem vom Förderaggregat (1) aufbaubaren maximalen Systemdruck liegt und
in der Druckentlastungsleitung (22) eine Drossel (24) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (24) stromauf des Druckentlastungsventils (23) angeordnet ist und die
Druckentlastungsleitung (22) stromab des Druckentlastungsventils (23) unmittelbar
in den Vorratsbehälter (2) oder den Speicherbehälter (9) führt.
1. Device for delivering fuel, having a delivery apparatus by means of which fuel can
be fed at elevated pressure via a pressure line to an internal combustion engine,
wherein a check valve (11) and a filter (12) are provided in the pressure line (3),
and wherein a pressure relief line (22) with a pressure relief valve (23) branches
off from the pressure line (3) downstream of the filter (12), wherein the opening
pressure of the pressure relief valve (23) lies below the maximum system pressure
that can be built up by the delivery apparatus (1), and a throttle (24) is provided
in the pressure relief line (22), characterized in that the throttle (24) is arranged upstream of the pressure relief valve (23), and the
pressure relief line (22) leads, downstream of the pressure relief valve (23), directly
into the reservoir (2) or into the accumulator vessel (9).