[0001] Die Erfindung betrifft ein Anzeige- und Bedientableau, insbesondere für Fahrkörbe
von Aufzügen.
[0002] Bedienfelder, auch Tableaus genannt, werden in öffentlichen Gebäuden und Gemeinschaftsbereichen
eingesetzt. Vielfach handelt es sich um Tableaus in und an Fahrkörben von Aufzügen.
Eine Anzahl von Bedingungen muss erfüllt werden. Die Tableaus sollen eine gute und
übersichtliche Anzeige liefern, erhebliche ästhetische Anforderungen erfüllen und
zugleich eine Anzahl von Bedienfunktionen ermöglichen. Darüber hinaus besteht häufig
die Anforderung der Nachrüstbarkeit, d.h. sie sollen zur Einbau- und Oberflächenmontage
geeignet sein. Für Behinderte muss im Fall der Rollstuhlfahrer eine Bedienung in niedrigerer
Höhe und im Fall der Sehbehinderten eine taktile Oberfläche, ggf. mit Brailleschrift
zur Verfügung gestellt werden. Eine Beleuchtung ermöglicht oder erleichert das Erkennen
der einzelnen Tableauelemente und Funktionsanzeigen.
Zu diesem Zweck werden üblicherweise Anzeigen, und Leuchtfelder vorgesehen.
[0003] Es gibt entsprechend den diversen Einsatzbedingungen auch ganz verschiedene Tableaus,
Druckknopftableaus, Glastableaus, Folieneingabefelder etc. Insbesondere in Einbautableaus,
die eine tiefere Bauhöhe aufweisen können, sind inzwischen auch häufig Rechner eingebaut,
um die vielfältigen Aufgaben der verschiedenen Tableauelemente zu steuern und zum
Hauptrechner hin und her zu übermitteln.
[0004] Ein aus der
DE 44 36 050 A1 bekanntes Aufzugstableau besteht aus einzelnen, wahlweise aneinander anzureihenden
Moduln sowie zwei Endstücken. Die Module und die Endstücke werden durch Klammern zusammengehalten,
wobei durch Verriegelungsglieder eine feste Position der Teile sichergestellt wird.
[0005] In der
EP 1 780 159 A1 ist ein Bedienfeld für einen Aufzug offenbart, das einen Schichtaufbau aufweist.
Eine Deckplatte, die transparent sein kann, überdeckt eine Grundplatte mit einem Piezoelement.
In der Deckplatte ist eine Markierung vorgesehen, die ein drucksensitives Aktionsfeld
definiert. Die Anordnung ist derart, dass durch Drücken im Bereich des Aktionsfelds,
insbesondere auf ein Druckelement, eine Kraft auf das Piezoelement ausgeübt werden
kann und das Piezoelement ein elektrisches Signal ausgibt, auf das wiederum durch
ein Rückmeldesignal eine erkennbare Änderung der Tableauanzeige bewirkt wird. Bei
einer Ausführung des Bedienfeldes sind im Bereich des Umfangs des Druckelements Leuchtdioden
angeordnet und in das Druckelement ist eine Beschriftung oder Struktur eingeätzt oder
eingefräst, die durch die Leuchtdioden sichtbar gemacht wird. Außerdem kann diese
Struktur mit einer speziellen Farbe gefüllt sein, die durch das Licht von darunter
angeordneten Leuchtdioden angeregt werden kann und auf diese Weise dann die Struktur
oder Beschriftung zum Leuchten bringt. Wenn die Deckplatte transparent ist, können
transluzente Folien als Zwischenschichten vorgesehen werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anzeige- und Bedientableau für Aufzugfahrkörbe
zu schaffen, das eine geringe Bauhöhe hat, vielseitig einsetzbar und kostengünstig
herstellbar ist.
[0007] Diese Aufgabe ist bei einem Anzeige- und Bedientableau mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Anzeige- und Bedientableaus
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Ein Anzeige- und Bedientableau gemäß der Erfindung, das insbesondere für Fahrkörbe
von Aufzügen vorgesehen ist, umfasst somit eine transparente Deckplatte, eine Anzeige,
eine Zwischenschicht unterhalb der Deckplatte, unterhalb von der Deckplatte angeordnete
Beleuchtungselemente sowie Bedienelemente. Die Deckplatte ist auf der Unterseite mit
einer Zwischenschicht in Form einer transparenten Folie mit Klebefilm bedeckt.
[0009] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Anzeige- und Bedientableaus ermöglicht einen
sehr raumsparenden Aufbau in der Bauhöhe. Bis auf die im übrigen auch als Folienversion
realisierbaren Beleuchtungselemente und weitere notwendige Einheiten werden nur Folien
für die Ausgestaltung der Beleuchtung verwendet. Hierdurch eignet sich das erfindungsgemäße
Tableau nicht nur für den Einbau in die Fahrkorbwandung, sondern auch als Aufsetzteil.
Bei herkömmlichen Tableaus ist dies aufgrund der relativ großen Bauteilhöhe vielfach
nicht möglich, da dies dann optisch nicht ansprechend ist.
[0010] Die Deckplatte ist vorzugsweise aus Acrylglas, kann aber ebenso aus Glas oder einem
anderen transparenten Kunststoff sein. Da die Deckplatte transparent ist und eine
transparente Folie vorgesehen ist, kann die transparente Folie selbst als Dekorträger
dienen, indem sie beispielsweise bedruckt ist. So kann die transparente Folie farbig
sein und/ oder ein Motiv tragen. Die Ausgestaltung ist völlig beliebig. Wenn und wo
keine Beleuchtung eingeschaltet ist, ist dann nur die Dekorfläche bzw. die transparente
Platte zu sehen. Das Tableau kann so für jeden Fahrkorb individuell ausgestaltet werden.
[0011] Wenn ein oder mehrere Beleuchtungslemente eingeschaltet sind, sind sie durch die
darüber liegenden Schichten zu sehen, da diese transparent sind. Vorzugsweise sind
Leuchtdioden als Beleuchtungselemente vorgesehen. Um die Anzeige deutlicher zu machen,
kann an Bereichen des Tableaus, in denen sich Beleuchtungselemente befinden, eine
Streufolie vorgesehen sein, die die Symbolanzeige flächenmäßig etwas verbreitert.
[0012] Eine besonders gut erkennbare Anzeige ergibt sich, wenn und in den Bereichen ohne
Leuchtanzeige eine Blockfolie vorgesehen ist. Die Blockfolie lässt keinerlei Licht
durch und bewirkt, dass die Beleuchtungselemente nur in den Anzeigebereichen eine
Leuchtwirkung haben, während sie im übrigen unsichtbar sind.
[0013] Wenn oder wo eine besonders hohe Leuchtkraft der Anzeige erwünscht ist, ist die transparente
Folie vorzugsweise zumindest teilweise in Bereichen mit Leuchtanzeige ausgeschnitten.
Dies ist zum Beispiel für die Fahrtrichtungsanzeige zweckmäßg, da auf diese Weise
die Richtungspfeile besser zu sehen sind.
[0014] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an den Seitenkanten
ein nichttransparenter Bereich vorgesehen. Ein unerwünschtes seitliches Austreten
von Licht kann so einfach vermieden werden. Für diesen Zweck kann entweder eine schmale
Leiste oder ein nichttransparenter Materialstreifen, beispielsweise eine elastische
Dichtungsmasse am Rand des Tableaus eingebracht sein.
[0015] Eine flexible Tableauausgestaltung ergibt sich, wenn sich die transparente Deckplatte
über einen Teil der Tableaufläche erstreckt. Beispielsweise kann der untere Teil des
Tableaus statt mit Acrylglas mit einer Edelstahlplatte abgedeckt sein, in der Etagentaster
angeordnet sind. Es kann auch ein Metallrahmen in Art eines Passepartous vorgesehen
sein, der den Acrylglasbereich umgibt. Dies führt zu einer robusteren Bauform, die
gegenüber Beschädigungen weniger anfällig ist.
[0016] Ebenso ist auch eine Ausführung des Tableaus möglich, bei der Tastschalter als Etagentaster
vorgesehen sind, die durch Aussparungen der Deckplatte direkt von außen betätigbar
sind. Die Tableauausführung kann im übrigen frei gewählt werden, also Codeschlösser,
Transponder, Logos, Lautsprecher, etc. nach den Erfordernissen enthalten.
[0017] Das erfindungsgemäße Tableau eignet sich zwar besonders gut für Fahrkörbe von Aufzügen.
Indessen kann es auch woanders eingesetzt werden, beispielsweise als Außentableu,
in Automaten etwa für Fahrkarten und sonstigen Bedienungspaneelanordnungen.
[0018] Die Erfindung wird im folgenden weiter anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und
der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Teilschnittansicht eines Anzeige- und Bedienungstableaus gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht eines Anzeige- und Bedienungs-tableaus gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht eines Anzeige- und Bedienungs-tableaus gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 4
- eine Vorderansicht eines Anzeige- und Bedienungs-tableaus gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung und
- Fig. 5
- eine Vorderansicht eines Anzeige- und Bedienungs-tableaus gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0019] Zunächst wird der grundsätzliche Aufbau eines erfindungsgemäßen Anzeige- und Bedienungstableaus
anhand von Fig. 1 erläutert, die ein erste Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
veranschaulicht. Das Tableau 2 umfasst eine Grundplatte 4 aus z.B. Edelstahl und eine
Deckplatte 6 aus transparentem Acrylglas. Unterhalb der Deckplatte 6 ist eine transparente
Folie 8 aufgeklebt. Diese Folie kann mit Dekormuster(n) versehen sein. Auf der Grundplatte
4 ist eine Folie 10 mit Leuchtdioden 12 aufgeklebt, die zur Anzeige von beispielsweise
der Fahrtrichtung oder der Etage dienen. Direkt gegenüber, d.h. oberhalb von den Leuchtdioden
12 befindet sich die transparente Folie 8. Sind die Leuchtdioden 12 eingeschaltet,
strahlen sie die Folie 8 direkt an. Außerhalb des Anzeigebereichs 14 ist eine Blockfolie
16 auf die transparente Folie 8 aufgebracht. Die Blockfolie 16 ist für das Licht der
Leuchtdioden nicht transparent, so dass das Tableau bei einschalteten Leuchtdioden
im Bereich der Blockfolienabdeckung dunkel bleibt.
[0020] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dieses Außentableau 102
hat eine Acrylglasplatte 106, die mit einer einfarbigen transparenten Folie hinterlegt
ist, die in der Darstellung schwarz erscheint. Im Anzeigebereich 114 ist die Positionsanzeige
der nicht zu sehenden Flüssigkristallanzeigeelemente "-2" und "/\" für den Standort
des Fahrkorbs eines Aufzugs zu sehen. Die Acrylglasplatte 106 ist in eine Edelstahlplatte
120 eingesetzt, die sie wie ein Passepartout umgibt. Unterhalb der Deckplatte 106
befinden sich zwei Etagentaster 130, 132, die als Kurzhubtaster ausgeführt sind.
[0021] Bei dem in Fig. 3 gezeigten Außentableau 202 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung erstreckt sich die transparente Deckplatte 206 über die gesamte Fläche.
Die unter der Deckplatte 206 auf diese aufgeklebte Folie zeigt eine Waldansicht. Im
Anzeigebereich 214 ist die Positionsanzeige der nicht zu sehenden Flüssigkristallanzeigeelemente
"-1" und "/\" für den Standort des Fahrkorbs eines Aufzugs zu sehen. Im unteren Bereich
der Deckplatte 206 befinden sich zwei Etagentaster 230, 232, die als Sensortaster
ausgeführt sind. Oberhalb der Etagentaster 230, 232 ist ein Transponder 240 angeordnet,
der bei Auslösung eine Schlüsselfunktion aktivieren oder deaktivieren kann. Oberhalb
des Anzeigebereichs 214 befindet sich ein Brandfallsymbol 250, das im Gefahrenfall
beleuchtet ist und anzeigt, dass mit dem Aufzug nicht gefahren werden darf.
[0022] Fig. 4 zeigt ein Fahrkorbtableau 302 gemäß einem vierten Ausführungsbeipiel der Erfindung.
Dieses umfasst wieder eine in eine Edelstahlplatte 320 eingesetzte transparente Acrylglasplatte
306 mit diversen Anzeige- und Bedienelementen, die nicht mehr im einzelnen erläutert
werden und unter anderem ein Leuchtfeld "Notruf aktiv", "Überlast", "Bitte sprechen"
etc. umfassen. Im Positionsanzeigebereich 314 sind ein Doppelpfeil und "88" angezeigt.
Die unter die Acrylglasplatte 306 geklebte Folie ist bei diesem Ausführungsbeispiel
mit einem Landschaft-Himmel-Dekor ausgestattet. Im unteren Bereich des Tableaus befindet
sich ein Tastenfeld 334 mit Etagen- und Funktionstastern, die als Kurzhubtaster ausgeführt
sind. Die Edelstahlplatte 320 ist in eine Wandpaneelplatte 340 eingebaut.
[0023] Das in Fig. 5 gezeigte Fahrkorbtableau 402 ist in eine Wandpaneelplatte 440 eingebaut
und zeigt eine Meer-Himmelansicht mit Segelbooten. Im Positionsanzeigebereich 414
sind ein Doppelpfeil und "88" angezeigt. Unterhalb davon befinden sich diverse Anzeige-
und Bedienelemente, die nicht mehr im einzelnen erläutert werden und unter anderem
ein Leuchtfeld "Notruf aktiv", "Überlast", "Bitte sprechen" etc. umfassen. Im unteren
Bereich des Tableaus befindet sich ein Tastenfeld 434 mit Etagen- und Funktionstastern,
die als Sensortaster ausgeführt sind.
1. Anzeige- und Bedientableau, insbesondere für Fahrkörbe von Aufzügen, umfassend eine
transparente Deckplatte (6), eine Anzeige (12, 14), eine Zwischenschicht (8) unterhalb
der Deckplatte (6), unterhalb von der Deckplatte (6) angeordnete Beleuchtungselemente
(12) sowie Bedienelemente, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (6) auf der Unterseite mit einer Zwischenschicht in Form einer transparenten
Folie (8) mit Klebefilm bedeckt ist.
2. Anzeige- und Bedientableau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Bereichen ohne Leuchtanzeige eine Blockfolie (16) vorgesehen ist.
3. Anzeige- und Bedientableau nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Bereichen mit Leuchtanzeige eine Streufolie vorgesehen ist.
4. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie bedruckt ist.
5. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie farbig mit und/oder ohne Motiv ist.
6. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Folie zumindest teilweise in Bereichen mit Leuchtanzeige ausgeschnitten
ist.
7. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenkanten ein nichttransparenter Bereich vorgesehen ist.
8. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die transparente Deckplatte (106, 306) über einen Teil der Tableaufläche erstreckt.
9. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Deckplatte (6) aus Acrylglas ist.
10. Anzeige- und Bedientableau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungselemente Leuchtdioden (12) sind.