[0001] Die Erfindung betrifft einen Projektionsscheinwerfer für Fahrzeuge mit einem Reflektor,
mit einer dem Reflektor zugeordneten Lichtquelle, mit einer dem Reflektor in Lichtabstrahlrichtung
vorgelagerten Linse, mit einer zwischen der Lichtquelle und der Linse angeordneten
Blendeneinrichtung, die einen Blendenkörper mit einer Anzahl von um eine quer zur
Lichtabstrahlrichtung verlaufende Drehachse verdrehbare, unterschiedlich konturierte
Blendenkanten und ein Trägerelement mit Haltemitteln zur Halterung des Blendenkörpers
aufweist, und mit einer Stelleinrichtung enthaltend einen Antrieb zum Verstellen der
Blendeneinrichtung in eine vorgegebene Stellung, in der eine der Anzahl von Blendenkanten
zur Bildung einer vorgegebenen Lichtverteilung optisch wirksam ist.
[0002] Aus der
DE 197 39 089 A1 ist ein Projektionsscheinwerfer für Fahrzeuge bekannt, der über eine Lichtquelle,
einen Reflektor, eine Linse und über eine zwischen der Linse und dem Reflektor angeordnete
Blendeneinrichtung verfügt. Die Blendeneinrichtung weist einen Blendenkörper auf,
der um eine quer zu einer Lichtabstrahlrichtung des Scheinwerfers verlaufende Drehachse
verdrehbar gelagert ist. Der Blendenkörper weist eine Mehrzahl von unterschiedlich
konturierten Blendkanten zur Bildung von unterschiedlichen Lichtverteilungen auf.
Durch Konturierung der Blendenkanten kann neben der Fernlicht- und Abblendlichtfunktion
auch eine Stadtlicht-, Landstraßenlichtund Autobahnlichtfunktion bereitgestellt werden.
Eine Stelleinrichtung zum Verdrehen des Blendenkörpers weist einen Antrieb enthaltend
einen Schrittmotor und ein Getriebe auf. Die Stelleinrichtung ist im Wesentlichen
außerhalb einer Kontur des Reflektors in Verlängerung einer Drehachse des Blendenkörpers
angeordnet. Der bekannte Projektionsscheinwerfer weist daher ein in seitlicher Richtung
vergrößerten Bauraum auf.
[0003] Aus der
DE 10 2005 011 650 A1 ist ein Projektionsscheinwerfer für Fahrzeuge der gattungsgemäßen Art mit einem Reflektor,
einer Lichtquelle, einer Linse und einer Blendeneinrichtung bekannt, wobei die Blendeneinrichtung
einen Blendenkörper aufweist, der quer zur Lichtabstrahlrichtung um eine Drehachse
verdrehbar angeordnet ist. Der Blendenkörper weist eine Mehrzahl von unterschiedlich
konturierten Blendenkanten auf zur Erzeugung einer Anzahl von unterschiedlichen Lichtverteilungen.
Der Projektionsscheinwerfer weist eine Stelleinrichtung mit einem seitlich versetzt
zu der Kontur des Reflektors und der Linse angeordneten Motor als Antrieb auf, der
über eine Motorhalterung an einem die Linse aufnehmenden Linsenhalter befestigt ist.
Der Motor ist als ein Schrittmotor ausgebildet, der über ein Schneckenradgetriebe
mit dem Blendenkörper gekoppelt ist. Dadurch, dass die Stelleinrichtung seitlich neben
dem Reflektor bzw. der Linse angeordnet ist, weist der Projektionsscheinwerfer einen
relativ voluminösen Aufbau auf.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Projektionsscheinwerfer für
Fahrzeuge derart weiterzubilden, dass auf einfache Weise bauraumsparend die Bereitstelung
einer Anzahl von an die Verkehrssituation angepasste Lichtverteilungen ermöglicht
wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement zusätzlich Haltemittel
zur Halterung zumindest des Antriebs der Stelleinrichtung aufweist.
[0006] Nach der Erfindung weist ein den Blendenkörper tragendes Trägerelement zusätzlich
Haltemittel auf, so dass zumindest ein Antrieb der Stelleinrichtung befestigbar ist.
Vorteilhaft kann der Antrieb somit in einem Bereich zwischen dem Reflektor und der
Linse - somit innerhalb des optischen Systems des Scheinwerfers - positioniert sein,
so dass der erfindungsgemäße Projektionsscheinwerfer bauraumsparend ausgebildet ist.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist neben dem Trägerelement
ein im Abstand zu demselben zugeordnetes Abdeckelement vorgesehen, so dass zumindest
Lagerstellen der Stelleinrichtung bzw. des Blendenkörpers zwischen dem Trägerelement
und dem Abdeckelement vorzugsweise form- und/oder kraftschlüssig gehaltert sind. Die
Lagerstellen des Blendekörpers und des Antriebs (Motor-Getriebe) sowie der Antrieb
selbst sind somit entsprechend eines "sandwichartigen" Aufbaus zwischen dem Trägerelement
einerseits und dem Abdeckelement andererseits angeordnet.
[0008] Lediglich der Blendenkörper erstreckt sich im Wesentlichen in vertikaler Rich tung
oberhalb der mittels Sandwichbauweise gebildeten Baueinheit, wobei das Trägerelement
und das gegenüberliegende Abdeckelement Außenflächen der Baueinheit bilden.
[0009] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Trägerelement und
das Abdeckelement jeweils Haltemittel auf, derart, dass durch gegenseitige Anlage
des Trägerelementes und des Abdeckelementes der Blendenkörper und der Antrieb fixiert
sind. Vorteilhaft wird hierdurch eine Baueinheit "Blendengruppe" geschaffen, die vormontierbar
ausgebildet ist. Diese Baueinheit kann dann zur Bildung des Projektionsscheinwerfers
mit dem Reflektor einerseits und dem Linsenhalter andererseits verbunden werden.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Haltemittel des Trägerelementes bzw.
Abdeckelementes derart ausgebildet, dass der Blendenkörper und der Antrieb entlang
einer Montagerichtung an dem Trägerelement ansetzbar und dann durch kraftschlüssiges
und/oder formschlüssiges Verbinden des Abdeckelementes mit dem Trägerelement fixierbar
sind. Vorteilhaft kann hierdurch eine aufbauende Montage der Baueinheit "Blendengruppe"
erfolgen, was den Montageaufwand reduziert.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Haltemittel des Trägerelementes als
Aufnahmeschlitz ausgebildet, so dass in denselben eine Leiterplatte des Antriebs einsteckbar
ist. Die Leiterplatte weist Anschlüsse auf zur Verbindung eines Steckers, der auf
einer dem Reflektor zugewandten Seite des Trägerelementes ansetzbar ist. Vorteilhaft
kann hierdurch eine Antriebssteuereinrichtung in den Projektionsscheinwerfer integriert
werden.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Antrieb in vertikaler Richtung nach
unten versetzt zu dem Blendenkörper angeordnet, wobei sich der Antrieb zwischen dem
Trägerelement und dem Abdeckelement erstreckt. Dadurch, dass der Antrieb in dem Projektionsscheinwerfer
integriert angeordnet ist, kann der Projektionsscheinwerfer bauraumsparend ausgeführt
sein. Insbesondere kann er einen symmetrischen Aufbau, so dass eine Unterscheidung
zwischen rechter Projektionsscheinwerfer-Bauart und linker Projektionsscheinwerfer-Bauart
wegfällt.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist dem Projektionsscheinwerfer eine Steuereinrichtung
und eine Sensoreinrichtung zugeordnet, so dass in Abhängigkeit von der aktuellen Verkehrssituation
eine Ansteuerung des Antriebs bzw. der hierfür vorgesehenen Blendenkante gewährleistet
ist. In Abhängigkeit von der Detektion eines im Fahrzeugvorfeld befindlichen Verkehrsteilnehmers
kann somit eine Blendenkante in Aktivstellung verbracht werden, dahingehend, dass
eine Lichtverteilung erzeugt wird, bei der ein Teilbereich des Fahrzeugfeldes, in
dem sich der entgegenkommende und/oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer befindet,
ausgespart wird. Die hierfür vorgesehenen Blendenkanten werden dynamisch und kontinuierlich
nacheinander aktiviert, wobei der Antrieb derart ausgelegt ist, dass mehr als 10 %
der Einschaltdauer des Projektionsscheinwerfers vorzugsweise 20 % der Einschaltdauer
des Projektionsscheinwerfers, der Motor mit Strom beaufschlagbar ist.
[0014] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
Es zeigen:
[0016]
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines Projektionsscheinwerfer nach einer ersten Ausführungsform
von schräg vorne gesehen,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des Projektionsscheinwerfers gemäß Figur 1 von einer gegenüberliegenden
vorderen Schrägseite aus gesehen,
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung des Projektionsscheinwerfers gemäß Figur 1 und 2,
- Fig. 4
- eine Darstellung von Funktionsgruppen des Projektionsscheinwerfers nach der ersten
Ausführungsform,
- Fig.5
- eine Vorderansicht eines Projektionsscheinwerfers nach einer zweiten Ausführungsform
unter Weglassung einer Linse und
- Fig. 6
- eine Vorderansicht des Projektionsscheinwerfers nach der zweiten Ausführungsform gemäß
Figur 5 unter Weglassung eines Linsenhalters.
[0017] Ein Projektionsscheinwerfer 1 für Fahrzeuge weist einen schalenförmigen Reflektor
2 auf, an dessen ersten Brennort eine Lichtquelle 3 angeordnet ist. In der Nähe eines
zweiten Brennortes des Reflektors 2 ist eine Linse 4 angeordnet. Wie besser aus Figur
4 ersichtlich ist, besteht der Projektionsscheinwerfer 1 im Wesentlichen aus drei
Funktionsgruppen. Eine erste Funktionsgruppe F1 besteht aus dem Reflektor 2 mit der
Lichtquelle 3 (Xenon-Brenner) sowie einem Lampenhalter 5.
[0018] Ein in Lichtabstrahlrichtung 6 vorderer Bereich des Projektionsscheinwerfers 1 wird
durch eine Linsenhalter-Gruppe (Funktionsgruppe F3) gebildet, die im Wesentlichen
aus der Linse 4 und einem Linsenhalter 7 besteht.
[0019] Zwischen der Reflektor-Baugruppe F1 und der Linsenhalter-Baugruppe F3 ist eine Blendengruppe
(Funktionsgruppe F2) als Baueinheit montiert, die im Wesentlichen eine Blendeneinrichtung
9 und eine Stelleinrichtung 10 umfasst.
[0020] Die Blendeneinrichtung 9 weist einen walzenförmigen Blendenkörper 11 auf, der über
Lagerelemente 12, 18, 31 drehbar um eine quer zur Lichtabstrahlrichtung 6 und horizontal
verlaufende Drehachse D drehbar gelagert ist. Der Blendenkörper 11 weist eine Mehrzahl
von unterschiedlich konturierten Blendenkanten 13 auf, die zu einer vorgegebenen Lichtverteilung
bzw. Lichtfigur korrespondieren. Beispielsweise kann eine erste Blendenkante 13 zur
Abbildung einer Hell/Dunkel-Grenze für eine Abblendlichtverteilung dienen. Weitere
Blendenkanten 13 dienen zur Erzeugung einer Fernlichtverteilung, einer Autobahnlichtverteilung,
einer Stadtlichtverteilung oder dergleichen.
[0021] Der Blendenkörper 11 ist über die Lagerelemente 12 an einem plattenförmigen und vertikal
verlaufenden Trägerelement 14 gehalten, das eine Grundfläche 23 aufweist, derart,
dass eine untere Querschnittsfläche des Reflektors 2 abgedeckt ist. Das Trägerelement
14 dient somit als Strahlenblende.
[0022] Die Stelleinrichtung 10 weist im Wesentlichen einen Antrieb auf, der durch einen
Elektromotor, insbesondere einen Schrittmotor 15 und ein Stirnradgetriebe 16 sein
kann. Das Stirnradgetriebe 16 ist vorzugsweise geradverzahnt ausgebildet und ermöglicht
eine Kopplung der Abtriebswelle des Schrittmotors 15 mit der Drehachse D des Blendenkörpers
11.
[0023] Die Stelleinrichtung 10 umfasst ferner eine Leiterplatte 17, in der eine Ansteuerelektronik
für den Schrittmotor 15 integriert angeordnet ist. Wie aus Figur 3 zu ersehen ist,
erstreckt sich die Leiterplatte 17 in vertikaler Richtung und parallel zu der Lichtabstrahlrichtung
6.
[0024] Der Schrittmotor 15 sowie ein antriebsseitiges Zahnrad 18 des Getriebes 16 sind zwischen
dem Trägerelement 14 und einem im Wesentlichen parallel zu dem Trägerelement 14 verlaufenden
Abdeckelement 19 angeordnet.
[0025] Zur Halterung des Schrittmotors 15 sowie des Blendenkörpers 11 und der Leiterplatte
17 weisen das Trägerelement 14 und das Abdeckelement 19 jeweils Haltemittel 20 bzw.
21 auf, derart, dass durch direkte Anlage von Randbereichen des Trägerelementes 14
einerseits und des Abdeckelementes 19 andererseits die Bauteile in der Montageposition
gehalten sind.
[0026] Da der Blendenkörper 11 im Wesentlichen in vertikaler Richtung oberhalb des Trägerelementes
14 und des Abdeckelementes 19 angeordnet ist, erfolgt die Anlage des Trägerelementes
14 und des Abdeckelementes 19 zur Halterung des Blendenkörpers 11 in einem Lagerbereich
des Blendenkörpers 11. Der Schrittmotor 15 kann mit seinem Gehäuseflächen jeweils
von den Haltemitteln 20, 21 des Trägerelementes 14 bzw. des Abdeckelementes 19 erfasst
werden.
[0027] Wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich ist, sind die Haltemittel 20 des Trägerelementes
14 als von der Grundfläche 23 des Trägerelementes 14 abragende Aufnahmen 24 mit jeweils
einer kehlförmigen Ausnehmung ausgebildet, die dazu geeignet sind, einen Teilumfang
der Lagerstelle des Blendenkörpers 11 bzw. des Gehäuses des Motors 15 aufzunehmen.
Die Haltemittel 21 des Abdeckelementes 19 sind korrespondierend zu dem Haltemittel
20 des Trägerelemente 14 ausgebildet, so dass durch Zusammensetzen des Trägerelementes
14 und des Abdeckelementes 19 unter Einschluss des Schrittmotors 15 sowie der Lagerelementes
12, 18, 31 des Blendenkörpers 11 in eine Fixierlage bringbar sind. Zur Halterung der
Leiterplatte 17 weist das Trägerelement 14 als Haltemittel 20 einen Aufnahmeschlitz
auf, durch den die Leiterplatte 17 zumindest teilweise durchsteckbar ist zur elektrischen
Verbindung mit einem von einer der Lichtquelle 3 zugewandten Seite des Trägerelementes
14 angesetzten Stecker 27. Die Leiterplatte 17 ist über eine Kabelverbindung 28 mit
dem Schrittmotor 15 verbunden. Die Kabelverbindung 28 erstreckt sich im Wesentlichen
in dem Zwischenraum zwischen dem Trägerelement 14 und dem Abdeckelement 19.
[0028] Zur Fixierung des Blendenkörpers 11 und des Antriebs 10 sind als Haltemittel Bohrungen
29 sowie nicht dargestellte Schrauben vorgesehen, so dass das Trägerelement 14 mit
dem Abdeckelement 19 kraftschlüssig durch Verschraubung verbindbar sind.
[0029] Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform können das Trägerelement
14 und das Abdeckelement 19 auch formschlüssig miteinander verbunden sein.
[0030] Die Blendengruppe F2 kann aufbauend in Montagerichtung M vormontiert werden. Die
Montagerichtung M erstreckt sich entgegengesetzt zu der Lichtabstrahlrichtung 6. Wie
besser aus Figur 3 ersichtlich ist, wird zuerst ein Magnet 30 auf ein mit einer Welle
des Blendenkörpers 11 verbundenes lastseitiges Zahnrad 31 des Getriebes 16 montiert.
Nachfolgend wird ein Lagerelement (Lagerbuchse) 12 und das Zahnrad 31 mit dem Magnet
30 auf die Welle des Blendenkörpers 11 gepresst. Dann wird der so gebildete Blendenkörper
11 zusammen mit dem antriebsseitigen Zahnrad 18, dem Schrittmotor 15 auf das vorzugsweise
waagerecht angeordnete Trägerelement 14 gelegt. Nachfolgend wird die Leiterplatte
17 in den Aufnahmeschlitz gesteckt. Im Anschluss wird das Abdeckelement 19 unter Anlage
bzw. Erfassen seiner Haltemittel 21 an dem Schrittmotor 15 bzw. Lagerelementen 12
des Blendenkörpers 11 auf das Trägerelement 14 gelegt, wobei Lagerstellen des Blendenkörpers
11 sowie ein Gehäuse des Schrittmotors 15 direkt an gegenüberliegenden Haltemitteln
20, 21 des Trägerelementes 14 bzw. des Abdeckelementes 19 anliegen. Nachfolgend kann
dann der Schrittmotor 15 mit der Kabelverbindung 28 kontaktiert werden. Anschließend
kann das Abdeckelement 19 mit dem Trägerelement 14 durch Verschraubung fixiert werden.
[0031] Nachdem die Blendengruppe F2 hergestellt worden ist, kann diese unter fluchtender
Anordnung von randseitigen Lageraugen 32 desselben als Befestigungsmittel derselben
mit Lageraugen 33 und 34 des Reflektors 2 bzw. des Linsenhalters 7 vorzugsweise durch
Vernieten kraftschlüssig verbunden werden.
[0032] Es ist ersichtlich, dass der Antrieb 10 in einem Bereich zwischen dem Trägerelement
14 und dem Abdeckelement 19 angeordnet ist. Der Antrieb 10 reicht somit nicht über
die Grundfläche 23 des Trägerelementes 14 bzw. einer Grundfläche 35 des Abdeckelementes
19 hinaus.
[0033] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, verlaufen die Drehachse D des Blendenkörpers 11
sowie die Abtriebswelle des Schrittmotors 15 und die Rotationsachsen der Zahnräder
18, 31 des Getriebes 16 parallel zueinander und quer zur optischen Achse des Scheinwerfers
1 bzw. der Lichtabstrahlrichtung 6. Der Projektionsscheinwerfer 1 weist einen symmetrischen
Aufbau zu einer vertikalen Längsmittelebene desselben auf, so dass er sowohl in einem
rechten Eckbereich als auch einem linken Eckbereich der Karosserie angeordnet sein
kann.
[0034] Zur Initialisierung des Antriebs 10, beispielsweise zu Beginn des Betriebes (bei
Einschaltung der Zündung), ist ein berührungslos messender Hall-Schalter vorgesehen,
der auf der Leiterplatte 17 angeordnet ist. Vorteilhaft kann hierdurch der Verschleiß
des Stirnradgetriebes 16 reduziert werden. Darüber hinaus kann der Hall-Schalter dazu
eingesetzt werden, die gesetzlich geforderte Erkennung eines ungewollten Blendungszustandes,
beispielsweise einer Fernlichtfunktion, zu ermöglichen. Vorteilhaft kann hierdurch
der mechanische Verschleiß, der ansonsten zwischen einem Schalterkopf und einer Schalterkulisse
eines mechanischen Schalters anfiele, vermieden werden.
[0035] Dem Projektionsscheinwerfer 1 ist vorzugsweise eine nicht dargestellte Sensoreinrichtung
zur Erfassung eines im Fahrzeugvorfeld befindlichen Verkehrsteilnehmers und eine elektronische
Steuereinrichtung zugeordnet. Die elektronische Steuereinrichtung erzeugt in Abhängigkeit
von einem mittels der Sensoreinrichtung bereitgestellten Sensorsignals und/oder eines
Schaltsignals einer Schalteinrichtung ein Steuersignal, mit dem der Antrieb 10 beaufschlagt
wird. In Abhängigkeit von dem Schaltsignal wird der Blendenkörper 11 in eine Drehstellung
versetzt, so dass eine solche Blendenkante des Blendenkörpers 11 optisch wirksam wird,
dass eine Lichtverteilung erzeugt wird unter Aussparung eines Teilbereiches des Fahrzeugvorfeldes
bzw. der Lichtverteilung in dem sich der entgegenkommende und/oder vorausfahrenden
Verkehrsteilnehmer befindet. Eine unerwünschte Blendung des Verkehrsteilnehmers kann
somit vermieden werden. Der Antrieb 10 ist derart ausgelegt, dass er für einen relativ
langen Zeitraum bezogen auf die Einschaltdauer des Projektionsscheinwerfers 1 aktivierbar
bzw. beaufschlagbar ist. Beispielsweise kann der Antrieb 10 derart ausgelegt sein,
dass eine dynamische Verstellung des Blendenkörpers 11 mit einen über mindestens 10
% Einschaltdauer des Projektionsscheinwerfers 1 vorzugsweise bis maximal 20 % erfolgen
kann. Hierbei ist der bei eingeschalteter Zündung stets fließende Haltestrom zu vernachlässigen.
Es ist anzumerken, dass diese Auslegung des Antriebs 10 unabhängig von der Ausgestaltung
der Blendengruppe F2 anwendbar ist. Die oben dargestellte Halterung des Blendenkörpers
11 bzw. des Antriebs 10 an dem Trägerelement 14 bzw. dem Abdeckelement 19 ist somit
nicht erforderlich. Wesentlich ist, dass der Blendenkörper 11 eine Anzahl von Blendenkanten
13 aufweist, die durch sequentielles Aktivieren kontinuierlich eine optimale Ausleuchtung
des Fahrzeugvorfeldes unter Aussparung des vorausfahrenden und/oder entgegenkommenden
Verkehrsteilnehmers ermöglicht.
[0036] Nach einer weiteren Ausführungsform eines Projektionsscheinwerfers 1' gemäß den Figuren
5 und 6 ist im Unterschied zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel auf einer der
Linse 4 zugewandten Seite des Abdeckelementes 19 eine Zusatzblende 36 angebracht.
Diese Zusatzblende 36 verhindert zum einen, dass durch die Linse 4 fokussierte Sonnenstrahlen
auf Funktionselemente der Blendengruppe F2 konvergieren und diese somit thermisch
schädigen können. Zum anderen kann durch eine optisch ansprechende Ausgestaltung der
Oberfläche der Zusatzblende 36 das Erscheinungsbild des Projektionsscheinwerfer 1'
für den vor dem Fahrzeug stehenden Betrachter verbessert werden. Der Betrachter sieht
dann eine homogene Oberfläche, wobei der Blick auf die konturierte Oberfläche des
Abdeckelementes 19 verwährt ist. Die Oberfläche der Zusatzblende 36 ist vorzugsweise
eben oder leicht bogenförmig ausgebildet.
Gleiche Bauteile der Ausführungsbeispiele weisen dieselben Bezugsziffern auf. Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Projektionsscheinwerfer
- 2
- Reflektor
- 3
- Lichtquelle
- 4
- Linse
- 5
- Lampenhalter
- 6
- Lichtabstrahlrichtung
- 7
- Linsenhalter
- 9
- Blendeneinrichtung
- 10
- Stelleinrichtung/Antrieb
- 11
- Blendenkörper
- 12
- Lagerelement
- 13
- Blendenkante
- 14
- Trägerelement
- 15
- Schrittmotor
- 16
- Stirnradgetriebe
- 17
- Leiterplatte
- 18
- Zahnrad
- 19
- Abdeckelement
- 20
- Haltemittel
- 21
- Haltemittel
- 22
- Befestigungsbereich
- 23
- Grundfläche
- 24
- Aufnahme
- 27
- Stecker
- 28
- Kabelverbindung
- 29
- Bohrung
- 30
- Magnet
- 31
- Zahnrad
- 32
- Lageraugen
- 33
- Lageraugen
- 34
- Lageraugen
- 35
- Grundfläche
- 36
- Zusatzblende
- D
- Drehachse
- F1
- Funktionsgruppe (Reflektor-Baugruppe)
- F2
- Funktionsgruppe (Blendengruppe)
- F3
- Funktionsgruppe (Linsenhalter-Baugruppe)
- M
- Montagerichtung
1. Projektionsscheinwerfer für Fahrzeuge mit einem Reflektor, mit einer dem Reflektor
zugeordneten Lichtquelle, mit einer dem Reflektor in Lichtabstrahlrichtung vorgelagerten
Linse, mit einer zwischen der Lichtquelle und der Linse angeordneten Blendeneinrichtung,
die einen Blendenkörper mit einer Anzahl von um eine quer zur Lichtabstrahlrichtung
verlaufende Drehachse verdrehbare, unterschiedlich konturierte Blendenkanten und die
ein Trägerelement mit Haltemitteln zur Halterung des Blendenkörpers aufweist, und
mit einer Stelleinrichtung enthaltend einen Antrieb zum Verstellen der Blendeneinrichtung
in eine vorgegebene Stellung, in der eine der Anzahl von Blendenkanten zur Bildung
einer vorgegebenen Lichtverteilung optisch wirksam ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (14) zusätzlich Haltemittel (20) zur Halterung zumindest des Antriebs
(10) der Stelleinrichtung aufweist.
2. Projektionsscheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Trägerelement (14) ein Abdeckelement (19) mit Haltemitteln zugeordnet ist, derart,
dass in der Montageposition Lagerstellen (12) des Blendenkörpers (11) und zumindest
der Antrieb (10) zwischen dem Trägerelement (14) und dem Abdeckelement (19) gehalten
sind.
3. Projektionsscheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (14) und das Abdeckelement (19) in der Montageposition fest miteinander
verbunden sind und dass das Trägerelement (14) und/oder das Abdeckelement (19) solche
Haltemittel (20, 21) aufweist, dass der Blendenkörper (11) und der Antrieb (10) mittels
gegenseitiger Anlage des Trägerelementes (14) und des Abdeckelementes (19) in der
Montageposition gehalten sind.
4. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (20, 21) als von einer Grundfläche (23, 35) des Trägerelementes (14)
und/oder des Abdeckelementes (19) abragende Aufnahmen (24) ausgebildet sind, die jeweils
über eine Ausnehmung verfügen zur Aufnahme zumindest eines Teilumfangs der Lagerstelle
(12) des Blendenkörpers (11) und/oder des Antriebs (10).
5. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltemittel (20, 21) des Trägerelementes (14) derart ausgebildet sind, dass der
Blendenkörper (11) und der Antrieb (10) in eine entgegengesetzt zu der Lichtabstrahlrichtung
(6) verlaufenden Montagerichtung (M) an dem Trägerelement (14) ansetzbar und durch
kraftschlüssiges und/oder formschlüssiges Verbinden des Abdeckelementes (19) mit dem
Trägerelement (14) fixierbar sind.
6. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (14) als ein Haltemittel einen Aufnahmeschlitz aufweist, der derart
dimensioniert ist, dass eine elektrisch mit einem Motor (15) des Antriebs (10) verbundene
Leiterplatte (17) in den Aufnahmeschlitz steckbar ist zur elektrischen Verbindung
mit einem von einer der Lichtquelle (3) zugewandten Seite des Trägerelementes (14)
angesetzten Steckers (27).
7. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (10) in vertikaler Richtung nach unten versetzt zu dem Blendenkörper
(11) zwischen dem Trägerelement (14) und dem Abdeckelement (19) angeordnet ist.
8. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Grundfläche (23, 35) des Trägerelementes (14) derart ausgebildet ist,
dass sie bei Projektion des Reflektors (2) in einer quer zur Lichtabstrahlrichtung
(6) verlaufenden Ebene nicht über die Kontur des Reflektors (2) und/oder eines die
Linse (4) haltenden Linsenhalters (7) hinausragen.
9. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (14) und/oder das Abdeckelement (1) randseitge Befestigungsmittel
(32) aufweisen zur Befestigung derselben mit dem Reflektor (2) und/oder dem Linsenhalter
(7).
10. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensoreinrichtung zur Erfassung eines im Fahrzeugvorfeld befindlichen Verkehrsteilnehmers
und dass eine Steuereinrichtung vorgesehen sind, wobei die Steuereinrichtung in Abhängigkeit
von einem mittels der Sensoreinrichtung bereitgestellten Sensorsignals und/oder einem
durch eine Schalteinrichtung bereitgestellten Schaltsignals den Antrieb (10) ansteuert
zum Verbringen des Blendenkörpers (11) in eine Drehstellung, in der das Fahrzeugvorfeld
ausgeleuchtet wird unter Aussparung eines den entgegenkommenden und/oder vorausfahrenden
Verkehrsteilnehmer enthaltenden Teilbereiches der Lichtverteilung und dass der Antrieb
(10) derart ausgelegt ist, dass der Blendenkörper (11) stets in Abhängigkeit von der
aktuellen Verkehrssituation verdrehbar ist.
11. Projektionsscheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (10) einen Schrittmotor (15) und ein Stirnradgetriebe (16) aufweist.
12. Projektionsscheinwerfer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnradgetriebe (16) geradverzahnt ausgebildet ist.