[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten, unter Verwendung
einer Verarbeitungsvorrichtung, die wenigstens ein Werkzeug zum Bearbeiten jeweils
eines Druckproduktes und eine Transportvorrichtung aufweist, mit welcher die Druckprodukte
dem wenigstens einen Werkzeug zugeführt werden, wobei die Druckprodukte auf dem Weg
in die Verarbeitungsvorrichtung mit einem erfassbaren Informationsmerkmal versehen
sind, dessen Daten mit einem Lesegerät erfasst und zum Bearbeiten der Druckprodukte
verwendet werden. Die Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung zum Durchführen dieses
Verfahrens.
[0002] Ein Verfahren der genannten Art ist im Stand der Technik durch die
EP-A-1 816 007 des Anmelders bekannt geworden. Die Druckprodukte sind hier rückenbeleimte und mit
einem Umschlag versehene Buchblöcke. In einer Verarbeitungsvorrichtung werden die
Buchblöcke beleimt und mit einem Umschlag versehen. Es werden mehrere unterschiedliche
Umschläge bereitgehalten, so dass die Buchblöcke jeweils mit einem zugeordneten Umschlag
versehen werden können. Damit in einem ununterbrochenen Strom produziert werden kann
und die Buchblöcke jeweils mit dem entsprechenden Umschlag versehen werden, ist vorgesehen,
dass die Umschläge auf dem Weg in die Verarbeitungsvorrichtung mit einem Identifikationsmerkmal
versehen sind. Informationen dieser Informationsmerkmale werden einer übergeordneten
Steuervorrichtung zugeführt, die mit einer Erkennungsstation und einer Eingabestation
verbunden ist. Das hier offenbarte Verfahren ist insbesondere für Druckprodukte vorgesehen,
die von einer Digitaldruckmaschine sequenziell gedruckt werden. Sind die Buchblöcke
mit dem entsprechenden Umschlag versehen, so werden sie einer Schneidmaschine zugeführt,
indem sie auf das entsprechende Format geschnitten werden. Für dieses Verfahren ist
ein vergleichsweise aufwendiger "Work-Flow" erforderlich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der genannten Art zu schaffen,
dass insbesondere beim Herstellen von Kleinauflagen eine noch höhere Leistung ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe ist bei einem gattungsgemässen Verfahren dadurch gelöst, dass die Daten
zum Bearbeiten der Druckprodukte einer Steuervorrichtung mit übermittelt werden, welche
das wenigstens eine Werkzeug zum Bearbeiten der einzelnen Druckprodukte jeweils aufgrund
der erhaltenen Daten so steuert, so dass jedes Druckprodukt jeweils aufgrund der Daten
seines Informationsmerkmals bearbeitet wird. Beim erfindungsgemässen Verfahren ist
eine dynamische und lokale Bearbeitung ohne "Work-Flow" und übergeordnete Steuerung
möglich. Beispielsweise kann nach dem erfindungsgemässen Verfahren jedes Druckprodukt
mit einem diesem zugeordneten Format beschnitten werden. Es müssen somit nicht sämtliche
Druckprodukte eines Auftrages mit gleichem Format beschnitten werden. Es können sequenziell
unterschiedliche Druckprodukte, beispielsweise Bücher hergestellt werden, die unterschiedliche
Formate aufweisen. Aufgrund der Informationsmerkmale, die jedem Druckprodukt zugeordnet
sind, werden die Werkzeuge entsprechend selbsttätig auf das entsprechende Format eingestellt.
Die Steuerung ist hier nicht eine übergeordnete Steuerung, sondern eine Maschinensteuerung,
welche das entsprechende Werkzeug bzw. die Schneidvorrichtung steuert. Je nach Format
wird hier beispielsweise das Schnittformat in der Verarbeitungsvorrichtung taktweise
variiert. Die entsprechenden Daten werden beispielsweise eins oder zwei oder mehr
als zwei Takte vor der Bearbeitung, beispielsweise vor einem Fussschnitt eingelesen.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können somit Druckprodukte, beispielsweise Bücher
sequenziell in unterschiedlichen Formaten mit höherer Leistung und kostengünstiger
hergestellt werden.
[0005] Die Verarbeitungsvorrichtung ist insbesondere eine Schneidvorrichtung mit wenigstens
einem Messer. Die Verarbeitungsvorrichtung könnte jedoch auch ein anderes Werkzeug
aufweisen, beispielsweise ein Fräswerkzeug, eine Heftvorrichtung oder ein Prägewerkzeug.
Es sind auch mehrere unterschiedliche Bearbeitungsvorgänge denkbar.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
Angaben über ein vorgesehenes Schnittformat enthalten. Diese Angaben werden jeweils
an die Steuervorrichtung übermittelt. Anstelle von solchen Angaben über ein Schnittformat
sind hier aber auch andre Angaben möglich. Die Angaben können beispielsweise unterschiedliche
Heftpositionen betreffen.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich insbesondere zum Herstellen von gebundenen
Druckerzeugnissen und insbesondere zum Herstellen von Büchern. Diese können somit
sequenziell mit unterschiedlichen Formaten kostengünstig hergestellt werden.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
jeweils eine maschinenlesbare Codierung aufweisen. Bei dieser Codierung können beispielsweise
alphanumerische Zeichen der ASCII -Tabelle verwendet werden. Beispielsweise können
damit Daten für ein Format sehr platzsparend codiert werden. Fachleute sprechen auch
von einer Komprimierung der Informationen.
[0009] Die Informationsmerkmale sind gemäss einer Weiterbildung der Erfindung als Strichcode
oder zweidimensionaler Datamatrix ausgebildet. Diese können auf sehr kleinem Platz
beispielsweise auf einem Umschlag oder einem Buchblock aufgedruckt werden. Die Informationsmerkmale
können aber auch mit anderen Mitteln, beispielweise mit einem Transponder versehen
sein, der in an sich bekannter Weise elektronisch lesbare Daten aufweist.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
jeweils in einem Bereich auf das Druckprodukt aufgebracht werden, welcher in der Verarbeitungsvorrichtung
entfernt, beispielsweise abgeschnitten wird. Dadurch kann vermieden werden, dass am
fertigen Druckprodukt noch Informationsmerkmal vorhanden ist, die visuell stören könnten.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gerät zum Lesen der
Informationsmerkmale so angeordnet ist, dass die Informationsmerkmale jeweils bei
einer vorbestimmten Anzahl Takte vor einem Bearbeitungstakt gelesen werden. Dies ermöglicht
ein besonders sicheres taktweises Variieren, beispielweise des Schnittformates. Beispielsweise
können die Informationsmerkmale wenige Takte vor dem Bearbeitungsschritt, beispielsweise
ein oder zwei Takte vorher gelesen werden. Damit kann insbesondere auch sichergestellt
werden, dass keine Druckprodukte entfernt und dadurch die Reihenfolge geändert wird.
Auch ist denkbar, dass die Informationen mehrere Takte vor der Bearbeitung gelesen
werden und durch eine taktweise Produktverfolgung virtuell weitergegeben werden. Das
heisst die Daten werden zwischengespeichert und zusammen mit dem Produkt in der Steuerung
weitergegeben. Die Informationsmerkmale werden vorzugsweise im Bereich der Transportvorrichtung
gelesen, welche die Druckprodukte unmittelbar der Verarbeitungsvorrichtung zuführen.
[0012] Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
zur direkten Steuerung des wenigstens einen Werkzeuges vorgesehen ist und dass das
genannte Gerät mit der Steuervorrichtung der erfassten Daten verbunden ist. Die genannten
Daten, beispielsweise Formatdaten werden bei der erfindungsgemässen Vorrichtung somit
nicht einer übergeordneten Steuerung sondern direkt der Steuervorrichtung zugeführt,
welche das wenigstens eine Werkzeug steuert, bzw. variiert. Insbesondere kann damit
beispielsweise ein Schnittformat taktweise variiert werden.
[0013] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung nähert
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine räumliche Ansicht einer Anordnung mit einem Klebebinder, einem Kühlturm
und einer erfindungsgemässen Vorrichtung und
- Fig. 2
- schematisch eine räumliche Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0015] Die Figur 1 zeigt eine Anordnung 1 mit einer Klebebindemaschine 6, einem Kühlturm
10 und einer Verarbeitungsvorrichtung 2, in welcher Druckprodukte 5 auf ein vorgesehenes
Format geschnitten werden. Die Klebebindemaschine 6 besitzt eine erste Eingabestation
27, an welcher dieser Umschläge 4 bzw. 4' und insbesondere Buchumschläge zugeführt
werden. Diese Umschläge 4 bzw. 4' können ein unterschiedliches Format besitzen. Sie
können mit einem hier nicht gezeigten Identifikationscode versehen sein, der mit einem
ersten Lesegerät 7 gelesen wird. An einer zweiten Eingabestation 28 werden der Klebebindemaschine
6 Buchblöcke 3 bzw. 3' zugeführt, die ebenfalls unterschiedliche Formate aufweisen
können. Mit einem zweiten Lesegerät 8 werden entsprechende Identifikationsmerkmale
gelesen, welche auf den Buchblöcken 3 bzw. 3' aufgebracht, beispielsweise aufgedruckt
sind. Die Identifikationsmerkmale der Umschläge 4 bzw. 4' und der Buchblöcke 3 bzw.
3' werden einer hier nicht gezeigten übergeordneten Steuervorrichtung zugeführt, so
dass jedem Buchblock 3 bzw. 3' der entsprechende Umschlag 4 bzw. 4' zugeordnet wird.
In der Klebebindemaschine 6 werden die Buchblöcke in an sich bekannter Weise bearbeitet,
beispielsweise gefräst und beleimt, sowie mit dem entsprechenden Umschlag 4 bzw. 4'
versehen. Anstelle der Klebebindemaschine 6 kann jedoch auch eine andere Maschine,
vorgesehen sein. Die Klebebindemaschine 6 ist somit für die Erfindung fakultativ.
[0016] Die Klebebindemaschine 6 ist über eine erste Transportvorrichtung 9 mit dem Kühlturm
10 verbunden. Mit dieser Transportvorrichtung 9 werden die von der Klebebindemaschine
6 ausgegebenen Druckprodukte 5 dem Kühlturm 10 zugeführt. Die Druckprodukte 5 bestehen
somit beispielsweise aus einem Buchblock 3 bzw. 3' und einem Umschlag 4 bzw. 4'. Die
Druckprodukte 5 sind jeweils mit einem Informationsmerkmal 13 bzw. 13' versehen, das
beispielsweise Daten über ein vorgesehenes Schnittformat enthält. Im Kühlturm 10 werden
aus den Druckprodukten 5 Stapel 14 mit definierten Abständen zueinander gebildet und
die Druckprodukte 5 bzw. 5' auf eine vorgesehene Temperatur gekühlt, so dass sie weiter
bearbeitet werden können. Der Kühlturm 10 ist für die Erfindung ebenfalls fakultativ.
[0017] Die gekühlten Druckprodukte 5 werden vom Kühlturm 10 mit einer zweiten Transportvorrichtung
11 der Verarbeitungsvorrichtung 2 zugeführt. Der Transport erfolgt gemäss Figur 1
in Richtung des Pfeiles 16. Wie die Figur 2 zeigt, besitzt die Transportvorrichtung
11 einen Tisch 22 mit einem Anschlag 29, vor dem ein drittes Lesegerät 12 angeordnet
ist. Mit diesem Lesegerät 12 werden jeweils die Informationsmerkmale erfasst bzw.
gelesen. Die Lesevorrichtung 12 kann eine optische Lesevorrichtung mit einer Zeilenkamera
oder auch ein elektronisches Erfassungsgerät sein. Die Daten können auch aus einem
hier nicht gezeigten Transponder gelesen werden. Die Druckprodukte 5 werden mit der
Transportvorrichtung 11 der Verarbeitungsvorrichtung 2 beispielsweise getaktet zugeführt.
Nachfolgende Druckprodukte 5 bzw. 5' können Informationsmerkmale 13 bzw. 13' aufweisen,
die unterschiedliche Daten enthalten. Die Daten können beispielsweise Schnittformate
betreffen. Das Informationsmerkmal 13' kann beispielsweise Daten enthalten, die von
den Daten des Informationsmerkmals 13 unterschiedlich sind, beispielsweise unterschiedliche
Schnittformate betreffen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich das dritte
Lesegerät 12 vor bzw. ausserhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2. Grundsätzlich könnte
dieses dritte Lesegerät 12 aber auch innerhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2 angeordnet
sein. Sind die Daten in einem Transponder gespeichert, so können diese auch direkt
ausgelesen werden.
[0018] Das dritte Lesegerät 12 ist zur Datenübertragung mit einer Steuervorrichtung 23 der
Verarbeitungsvorrichtung 2 verbunden. Die Datenübertragung kann über eine Leitung
oder auch berührungslos erfolgen. Die Steuervorrichtung 23 ist die Maschinensteuerung
der Verarbeitungsvorrichtung und dient insbesondere dazu, ein erstes Schneidmesser
17, ein zweites Schneidmesser 18 und ein drittes Schneidmesser 19 für den entsprechenden
Schnitt zu variieren. Das erste Schneidmesser 17 ist für den Fussschnitt, das zweite
Schneidmesser 18 für den Frontschnitt und das dritte Schneidmesser 19 für den Kopfschnitt
vorgesehen. Innerhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2 werden die Druckprodukte 5 bzw.
5' der Schneidmessern 17 - 19 nacheinander zugeführt. In der Figur 1 ist mit dem Pfeil
24 der Transport vom ersten Schneidmesser 17 zum zweiten Schneidmesser 18 und mit
dem Pfeil 25 der Transport vom zweiten Schneidmesser 18 zum dritten Schneidmesser
19 angedeutet. Geeignete Transportvorrichtungen und Schneidmesser 17 - 19 sind dem
Fachmann bekannt. Ebenfalls ist es bekannt, solche Schneidmesser 17 - 19 selbsttätig
zu variieren, beispielsweise bezüglich ihrer Position zu verändern. Alternativ könnten
die entsprechenden Schneidpositionen der Druckprodukte 5 geändert werden. Beispielsweise
können hier nicht gezeigte Anschläge verstellt werden, an denen die Druckprodukte
5 bzw. 5' jeweils für den entsprechenden Schnitt positioniert werden. Die geschnittenen
und in der Regel fertigen Druckprodukte 21 werden nach dem Kopfschnitt auf einem Ausgabetisch
20 ausgegeben und beispielsweise mit einer hier nicht gezeigten Vorrichtung gestapelt
oder foliert.
[0019] Das Informationsmerkmal 13 kann von Auge sichtbar oder auch unsichtbar sein. Beispielsweise
könnte es so ausgebildet sein, dass es unter UV-Licht aber nicht bei Tageslicht sichtbar
ist. Vorzugsweise ist das Informationsmerkmal 13 kodiert, beispielsweise in der Form
eines Strichkodes oder einer Datamatrix. Wird das Informationsmerkmal 13 auf dem Umschlag
4 bzw. 4' oder dem Buchblock 3 bzw. 3' oder auf ein beigelegtes Medium gedruckt, so
sollte dieses eine möglichst kleine Fläche benötigen. Der Code, welcher die Informationen
beispielsweise für das vorgesehene Schnittformat enthält, könnte auch ein Teil eines
umfangreicheren Codes sein. Beispielsweise könnte der Code eine Identifikationsnummer
und als Ergänzung Informationen über das Schnittformat enthalten.
[0020] Ist das Informationsmerkmal 13 in der Form eines Strichkodes oder einer Datenmatrix
aufgedruckt, so kann ein an sich bekannter Verschlüsselungsalgorithmus zum Kodieren,
beispielsweise des Schnittformates, verwendet werden. Dadurch können alphanumerische
Stellen bzw. Platz eingespart werden.
1. Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten (5, 5'), unter Verwendung einer Verarbeitungsvorrichtung
(2), die wenigstens ein Werkzeug (17, 18, 19) zum Bearbeiten jeweils eines Druckproduktes
(5, 5') und eine Transportvorrichtung (11) aufweist, mit welcher die Druckprodukte
(5, 5') dem wenigstens einen Werkzeug (17, 18, 19) zugeführt werden, wobei die Druckprodukte
(5, 5') auf dem Weg in die Verarbeitungsvorrichtung (2) mit einem erfassbaren Informationsmerkmal
(13, 13') versehen sind, dessen Daten mit einem Lesegerät (12) erfasst und zum Bearbeiten
der Druckprodukte (5, 5') verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten zum Bearbeiten der Druckprodukte (5, 5') einer Steuervorrichtung (23) übermittelt
werden, welche das wenigstens eine Werkzeug (17, 18, 19) zum Bearbeiten der einzelnen
Druckprodukte (5, 5') jeweils aufgrund der erhaltenen Daten steuert, so dass jedes
Druckprodukt (5, 5') jeweils aufgrund der Daten seines Informationsmerkmals (13, 13')
bearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsvorrichtung (2) eine Schneidvorrichtung mit wenigstens einem Messer
(17, 18, 19) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') jeweils Angaben über ein Schnittformat aufweisen,
das jeweils der Steuervorrichtung (23) übermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es zum Herstellen von gebundenen Druckerzeugnissen (21) und insbesondere zum Herstellen
von Büchern vorgesehen ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') eine maschinenlesbare Codierung aufweisen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal als Strichcode oder als Datamatrix ausgebildet ist.
7. Verfahren nach einem Der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') auf das Druckprodukt (5, 5') aufgedruckt ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') in einem Bereich auf das Druckprodukt (5, 5') aufgebracht
ist, welcher in der Verarbeitungsvorrichtung (2) entfernt, insbesondere abgeschnitten
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') einen Transponder aufweist, in dem die entsprechenden
Daten gespeichert sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät (12) zum Lesen der Informationsmerkmale (13, 13') so angeordnet ist, dass
die Informationsmerkmale (13, 13') jeweils bei einer vorbestimmten Anzahl Takte vor
dem Bearbeitungstakt gelesen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') wenige Takte, insbesondere weniger als zehn Takte,
vorzugsweise weniger als fünf Takte vor dem Bearbeitungstakt erfasst werden.
12. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit
wenigstens einem Werkzeug (17, 18, 19) zum Bearbeiten jeweils eines Druckproduktes
(5, 5'), mit einer Transportvorrichtung (11) zum Zuführen der Druckprodukte (5, 5')
zu dem wenigstens einen Werkzeug (17, 18, 19), mit Mitteln (12) zum Erfassen eines
jeweils auf den Druckprodukten (5, 5') vorhandenen Informationsmerkmals (13, 13')
auf dem Weg der Druckprodukte (5, 5') zu dem wenigstens einen Werkzeug (17, 18, 19)
und mit einer Steuervorrichtung (23), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (23) zur direkten Steuerung des wenigstens einen Werkzeugs
(17, 18, 19) vorgesehen ist und dass die genannten Mittel (12) mit der Steuervorrichtung
(23) zum Übermitteln der erfassten Daten verbunden oder verbindbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Werkzeug (17, 18, 19) ein Schneidwerkzeug bzw. ein Schneidmesser
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Werkzeug (17, 18, 19) auf unterschiedliche Schnittformate einstellbar
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel (12) ein Lesegerät aufweisen, mit dem insbesondere aufgedruckte
Informationsmerkmale (13, 13'), beispielsweise ein Strichcode oder eine Datamatrix
lesbar bzw. erfassbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug als Dreischneider ausgebildet ist, wobei ein erstes Schneidmesser (17)
für einen Fussschnitt, ein zweites Schneidmesser (18) für einen Frontschnitt und ein
drittes Schneidmesser (19) für einen Kopfschnitt vorgesehen sind.