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EP 2 090 441 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.2011 Patentblatt 2011/13 |
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Anmeldetag: 18.02.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Druckprodukten
Device and method for manufacturing printed products
Dispositif et procédé de fabrication de produits d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.08.2009 Patentblatt 2009/34 |
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Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Silberbauer, Günther
4813 Uerkheim (CH)
- Bracher, Markus
4852 Rothrist (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 439 257 EP-A- 1 816 007
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EP-A- 0 895 872 DE-A1-102005 009 301
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten, unter Verwendung
einer Verarbeitungsvorrichtung, die wenigstens ein Werkzeug zum Bearbeiten jeweils
eines Druckproduktes und eine Transportvorrichtung aufweist, mit welcher die Druckprodukte
dem wenigstens einen Werkzeug zugeführt werden, wobei die Druckprodukte auf dem Weg
in die Verarbeitungsvorrichtung mit einem erfassbaren Informationsmerkmal versehen
sind, dessen Daten mit einem Lesegerät erfasst und zum Bearbeiten der Druckprodukte
verwendet werden. Die Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung zum Durchführen dieses
Verfahrens.
[0002] Die
DE102005009301 beschreibt ein Verfahren zum prozessübergreifenden Transport von bedruckstoff- und
druckerzeugnisgebundenen Daten bei der Herstellung und dem Vertrieb von Druckerzeugnissen.
Mit diesem Verfahren werden verschiedenartige Daten für und aus verschiedenen Prozessen
im Herstellungsverfahren eines Druckerzeugnisses permanent an den Bedruckstoff gekoppelt
die dann zur Steuerung von Logistikprozessen genutzt werden sollen.
[0003] Ein Verfahren der genannten Art ist im.Stand der Technik durch die
EP-A-1 816 007. des Anmelders bekannt geworden. Die Druckprodukte sind hier rückenbeleimte und mit
einem Umschlag versehene Buchblöcke. In einer Verarbeitungsvorrichtung werden die
Buchblöcke beleimt und mit einem Umschlag versehen. Es werden mehrere unterschiedliche
Umschläge bereitgehalten, so dass die Buchblöcke jeweils mit einem zugeordneten Umschlag
versehen werden können. Damit in einem ununterbrochenen Strom produziert werden kann
und die Buchblöcke jeweils mit dem entsprechenden Umschlag versehen werden, ist vorgesehen,
dass die Umschläge auf dem Weg in die Verarbeitungsvorrichtung mit einem Identifikationsmerkmal
versehen sind. Informationen dieser Informationsmerkmale werden einer übergeordneten
Steuervorrichtung zugeführt, die mit einer Erkennungsstation und einer Eingabestation
verbunden ist. Das hier offenbarte Verfahren ist insbesondere für Druckprodukte vorgesehen,
die von einer Digitaldruckmaschine sequenziell gedruckt werden. Sind die Buchblöcke
mit dem entsprechenden Umschlag versehen, so werden sie einer Schneidmaschine zugeführt,
indem sie auf das entsprechende Format geschnitten werden. Für dieses Verfahren ist
ein vergleichsweise aufwendiger "Work-Flow" erforderlich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der genannten Art zu schaffen,
dass insbesondere beim Herstellen von Kleinauflagen eine noch höhere Leistung ermöglicht.
[0005] Die Aufgabe ist bei einem gattungsgemässen Verfahren dadurch gelöst, dass die Daten
zum Bearbeiten der Druckprodukte einer Steuervorrichtung mit übermittelt werden, welche
das wenigstens eine Schneidmesser zum Bearbeiten der einzelnen Druckprodukte jeweils
aufgrund der erhaltenen Daten so steuert, so dass jedes Druckprodukt jeweils aufgrund
der Daten seines Informationsmerkmals bearbeitet wird. Beim erfindungsgemässen Verfahren
ist eine dynamische und lokale Bearbeitung ohne "Work-Flow" und übergeordnete Steuerung
möglich. Beispielsweise kann nach dem erfindungsgemässen Verfahren jedes Druckprodukt
mit einem diesem zugeordneten Format beschnitten werden. Es müssen somit nicht sämtliche
Druckprodukte eines Auftrages mit gleichem Format beschnitten werden. Es können sequenziell
unterschiedliche Druckprodukte, beispielsweise Bücher hergestellt werden, die unterschiedliche
Formate aufweisen. Aufgrund der Informationsmerkmale, die jedem Druckprodukt zugeordnet
sind, werden die Schneidmesser entsprechend selbsttätig auf das entsprechende Format
eingestellt. Die Steuerung ist hier nicht eine übergeordnete Steuerung, sondern eine
Maschinensteuerung, welche die entsprechende Schneidvorrichtung steuert. Je nach Format
wird hier beispielsweise das Schnittformat in der Schneidvorrichtung taktweise variiert.
Die entsprechenden Daten werden beispielsweise eins oder zwei oder mehr als zwei Takte
vor der Bearbeitung, beispielsweise vor einem Fussschnitt eingelesen. Mit dem erfindungsgemässen
Verfahren können somit Druckprodukte, beispielsweise Bücher sequenziell in unterschiedlichen
Formaten mit höherer Leistung und kostengünstiger hergestellt werden.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
Angaben über ein vorgesehenes Schnittformat enthalten. Diese Angaben werden jeweils
an die Steuervorrichtung übermittelt. Anstelle von solchen Angaben über ein Schnittformat
sind hier aber auch andre Angaben möglich. Die Angaben können beispielsweise unterschiedliche
Heftpositionen betreffen.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich insbesondere zum Herstellen von gebundenen
Druckerzeugnissen und insbesondere zum Herstellen von Büchern. Diese können somit
sequenziell mit unterschiedlichen Formaten kostengünstig hergestellt werden.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
jeweils eine maschinenlesbare Codierung aufweisen. Bei dieser Codierung können beispielsweise
alphanumerische Zeichen der ASCII -Tabelle verwendet werden. Beispielsweise können
damit Daten für ein Format sehr platzsparend codiert werden. Fachleute sprechen auch
von einer Komprimierung der Informationen.
[0009] Die Informationsmerkmale sind gemäss einer Weiterbildung der Erfindung als Strichcode
oder zweidimensionaler Datamatrix ausgebildet. Diese können auf sehr kleinem Platz
beispielsweise auf einem Umschlag oder einem Buchblock aufgedruckt werden. Die Informationsmerkmale
können aber auch mit anderen Mitteln, beispielweise mit einem Transponder versehen
sein, der in an sich bekannter Weise elektronisch lesbare Daten aufweist.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Informationsmerkmale
jeweils in einem Bereich auf das Druckprodukt aufgebracht werden, welcher in der Verarbeitungsvorrichtung
entfernt, beispielsweise abgeschnitten wird. Dadurch kann vermieden werden, dass am
fertigen Druckprodukt noch Informationsmerkmal vorhanden ist, die visuell stören könnten.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gerät zum Lesen der
Informationsmerkmale so angeordnet ist, dass die Informationsmerkmale jeweils bei
einer vorbestimmten Anzahl Takte vor einem Bearbeitungstakt gelesen werden. Dies ermöglicht
ein besonders sicheres taktweises Variieren, beispielweise des Schnittformates. Beispielsweise
können die Informationsmerkmale wenige Takte vor dem Bearbeitungsschritt, beispielsweise
ein oder zwei Takte vorher gelesen werden. Damit kann insbesondere auch sichergestellt
werden, dass keine Druckprodukte entfernt und dadurch die Reihenfolge geändert wird.
Auch ist denkbar, dass die Informationen mehrere Takte vor der Bearbeitung gelesen
werden und durch eine taktweise Produktverfolgung virtuell weitergegeben werden. Das
heisst die Daten werden zwischengespeichert und zusammen mit dem Produkt in der Steuerung
weitergegeben. Die Informationsmerkmale werden vorzugsweise im Bereich der Transportvorrichtung
gelesen, welche die Druckprodukte unmittelbar der Verarbeitungsvorrichtung zuführen.
[0012] Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
zur direkten Steuerung des wenigstens einen Schneidmessers vorgesehen ist und dass
das genannte Gerät mit der Steuervorrichtung der erfassten Daten verbunden ist. Die
genannten Daten, beispielsweise Formatdaten werden bei.der erfindungsgemässen Vorrichtung
somit nicht einer übergeordneten Steuerung sondern direkt der Steuervorrichtung zugeführt,
welche das wenigstens eine Werkzeug steuert, bzw. variiert. Insbesondere kann damit
beispielsweise ein Schnittformat taktweise variiert werden.
[0013] Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung nähert
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine räumliche Ansicht einer Anordnung mit einem Klebebinder, einem Kühlturm
und einer er- findungsgemässen Vorrichtung und
- Fig. 2
- schematisch eine räumliche Ansicht der erfindungs- gemässen Vorrichtung.
[0015] Die Figur 1 zeigt eine Anordnung 1 mit einer Klebebindemaschine 6, einem Kühlturm
10 und einer Verarbeitungsvorrichtung 2, in welcher Druckprodukte 5 auf ein vorgesehenes
Format geschnitten werden. Die Klebebindemaschine 6 besitzt eine erste Eingabestation
27, an welcher dieser Umschläge 4 bzw. 4' und insbesondere Buchumschläge zugeführt
werden. Diese Umschläge 4 bzw. 4' können ein unterschiedliches Format besitzen. Sie
können mit einem hier nicht gezeigten Identifikationscode versehen sein, der mit einem
ersten Lesegerät 7 gelesen wird. An einer zweiten Eingabestation 28 werden der Klebebindemaschine
6 Buchblöcke 3 bzw. 3' zugeführt, die ebenfalls unterschiedliChe Formate aufweisen
können. Mit einem zweiten Lesegerät 8 werden entsprechende Identifikationsmerkmale
gelesen, welche auf den Buchblöcken 3 bzw. 3' aufgebracht, beispielsweise aufgedruckt
sind. Die Identifikationsmerkmale der Umschläge 4 bzw. 4' und der Buchblöcke 3 bzw.
3' werden einer hier nicht gezeigten übergeordneten Steuervorrichtung zugeführt, so
dass jedem Buchblock 3 bzw. 3' der entsprechende Umschlag 4 bzw. 4' zugeordnet wird.
In der Klebebindemaschine 6 werden die Buchblöcke in an sich bekannter Weise bearbeitet,
beispielsweise gefräst und beleimt, sowie mit dem entsprechenden Umschlag 4 bzw. 4'
versehen. Anstelle der Klebebindemaschine 6 kann jedoch auch eine andere Maschine,
vorgesehen sein. Die Klebebindemaschihe 6 ist somit für die Erfindung fakultativ.
[0016] Die Klebebindemaschine 6 ist über eine erste Transportvorrichtung 9 mit dem Kühlturm
10 verbunden. Mit dieser Transportvorrichtung 9 werden die von der Klebebindemaschine
6 ausgegebenen Druckprodukte 5 dem Kühlturm 10 zugeführt. Die Druckprodukte 5 bestehen
somit beispielsweise aus einem Buchblock 3 bzw. 3' und einem Umschlag 4 bzw. 4'. Die
Druckprodukte 5 sind jeweils mit einem Informationsmerkmal 13 bzw. 13' versehen, das
beispielsweise Daten über ein vorgesehenes Schnittformat enthält. Im Kühlturm 10 werden
aus den Druckprodukten 5 Stapel 14 mit definierten Abständen zueinander gebildet und
die Druckprodukte 5 bzw. 5' auf eine vorgesehene Temperatur gekühlt, so dass sie weiter
bearbeitet werden können. Der Kühlturm 10 ist für die Erfindung ebenfalls fakultativ.
[0017] Die gekühlten Druckprodukte 5 werden vom Kühlturm 10 mit einer zweiten Transportvorrichtung
11 der Verarbeitungsvorrichtung 2 zugeführt. Der Transport erfolgt gemäss Figur 1
in Richtung des Pfeiles 16. Wie die Figur 2 zeigt, besitzt die Transportvorrichtung
11 einen Tisch 22 mit einem Anschlag 29, vor dem ein drittes Lesegerät 12 angeordnet
ist. Mit diesem Lesegerät 12 werden jeweils die Informationsmerkmale erfasst bzw.
gelesen. Die Lesevorrichtung 12 kann eine optische Lesevorrichtung mit einer Zeilenkamera
oder auch ein elektronisches Erfassungsgerät sein. Die Daten können auch aus einem
hier nicht gezeigten Transponder gelesen werden. Die Druckprodukte 5 werden mit der
Transportvorrichtung 11 der Verarbeitungsvorrichtung 2 beispielsweise getaktet zugeführt.
Nachfolgende Druckprodukte 5 bzw. 5' können Informationsmerkmale 13 bzw. 13' aufweisen,
die unterschiedliche Daten enthalten. Die Daten können beispielsweise Schnittformate
betreffen. Das Informationsmerkmal 13' kann beispielsweise Daten enthalten, die von
den Daten des Informationsmerkmals 13 unterschiedlich sind, beispielsweise unterschiedliche
Schnittformate betreffen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel befindet sich das dritte
Lesegerät 12 vor bzw. ausserhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2. Grundsätzlich könnte
dieses dritte Lesegerät 12 aber auch innerhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2 angeordnet
sein. Sind die Daten in einem Transponder gespeichert, so können diese auch direkt
ausgelesen werden.
[0018] Das dritte Lesegerät 12 ist zur Datenübertragung mit einer Steuervorrichtung 23 der
Verarbeitungsvorrichtung 2 verbunden. Die Datenübertragung kann über eine Leitung
oder auch berührungslos erfolgen. Die Steuervorrichtung 23 ist die Maschinensteuerung
der Verarbeitungsvorrichtung und dient insbesondere dazu, ein erstes Schneidmesser
17, ein zweites Schneidmesser 18 und ein drittes Schneidmesser 19 für den entsprechenden
Schnitt zu variieren. Das erste Schneidmesser 17 ist für den Fussschnitt, das zweite
Schneidmesser 18 für den Frontschnitt und das dritte Schneidmesser 19 für den Kopfschnitt
vorgesehen. Innerhalb der Verarbeitungsvorrichtung 2 werden die Druckprodukte 5 bzw.
5' der Schneidmessern 17 - 19 nacheinander zugeführt. In der Figur 1 ist mit dem Pfeil
24 der Transport vom ersten Schneidmesser 17 zum zweiten Schneidmesser 18 und mit
dem Pfeil 25 der Transport vom zweiten Schneidmesser 18 zum dritten Schneidmesser
19 angedeutet. Geeignete Transportvorrichtungen und Schneidmesser 17 - 19 sind dem
Fachmann bekannt. Ebenfalls ist es bekannt, solche Schneidmesser 17 - 19 selbsttätig
zu variieren, beispielsweise bezüglich ihrer Position zu verändern. Alternativ könnten
die entsprechenden Schneidpositionen der Druckprodukte 5 geändert werden. Beispielsweise
können hier nicht gezeigte Anschläge verstellt werden, an denen die Druckprodukte
5 bzw. 5' jeweils für den entsprechenden Schnitt positioniert werden. Die geschnittenen
und in der Regel fertigen Druckprodukte 21 werden nach dem Kopfschnitt auf einem Ausgabetisch
20 ausgegeben und beispielsweise mit einer hier nicht gezeigten Vorrichtung gestapelt
oder foliert.
[0019] Das Informationsmerkmal 13 kann von Auge sichtbar oder auch unsichtbar sein. Beispielsweise
könnte es so ausgebildet sein, dass es unter UV-Licht aber nicht bei Tageslicht sichtbar
ist. Vorzugsweise ist das Informationsmerkmal 13 kodiert, beispielsweise in der Form
eines Strichkodes oder einer Datamatrix. Wird das Informationsmerkmal 13 auf dem Umschlag
4 bzw. 4' oder dem Buchblock 3 bzw. 3' oder auf ein beigelegtes Medium gedruckt, so
sollte dieses eine möglichst kleine Fläche benötigen. Der Code, welcher die Informationen
beispielsweise für das vorgesehene Schnittformat enthält, könnte auch ein Teil eines
umfangreicheren Codes sein. Beispielsweise könnte der Code eine Identifikationsnummer
und als Ergänzung Informationen über das Schnittformat enthalten.
[0020] Ist das Informationsmerkmal 13 in der Form eines Strichkodes oder einer Datenmatrix
aufgedruckt, so kann ein an sich bekannter Verschlüsselungsalgorithmus zum Kodieren,
beispielsweise des Schnittformates, verwendet werden. Dadurch können alphanumerische
Stellen bzw. Platz eingespart werden.
1. Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten (5, 5'), unter Verwendung einer Schneidvorrichtung,
die wenigstens ein Schneidmesser (17, 18, 19) zum Bearbeiten jeweils eines Druckproduktes
(5, 5') und eine Transportvorrichtung (11) aufweist, mit welcher die Druckprodukte
(5, 5') dem wenigstens einen Schneidmesser (17, 18, 19) zugeführt werden, wobei die
Druckprodukte (5, 5') auf dem Weg in die Schneidvorrichtung mit einem erfassbaren
Informationsmerkmal (13, 13') versehen sind, dessen Daten mit einem Lesegerät (12)
erfasst und zum Bearbeiten der Druckprodukte (5, 5') verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten des Informationsmerkmals (13, 13')einer Steuervorrichtung (23) übermittelt
werden, welche das wenigstens eine Schneidmesser (17, 18, 19) aufgrund der erhaltenen
Daten steuert, so dass jedes Druckprodukt (5, 5') aufgrund der Daten seines Informationsmerkmals
(13, 13') bearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') jeweils Angaben über ein Schnittformat aufweisen,
das jeweils der Steuervorrichtung (23) übermittelt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es zum Herstellen von gebundenen Druckerzeugnissen (21) und insbesondere zum Herstellen
von Büchern vorgesehen ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') eine maschinenlesbare Codierung aufweisen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal als Strichcode oder als Datamatrix ausgebildet ist.
6. Verfahren nach einem Der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') auf das Druckprodukt (5, 5') aufgedruckt ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') in einem Bereich auf das Druckprodukt (5, 5') aufgebracht
ist, welcher in der Schneidvorrichtung entfernt, insbesondere abgeschnitten wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Informationsmerkmal (13, 13') einen Transponder aufweist, in dem die entsprechenden
Daten gespeichert sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät (12) zum Lesen der Informationsmerkmale (13, 13') so angeordnet ist, dass
die Informationsmerkmale (13, 13') jeweils bei einer vorbestimmten Anzahl Takte vor
dem Bearbeitungstakt gelesen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsmerkmale (13, 13') wenige Takte, insbesondere weniger als zehn Takte,
vorzugsweise weniger als fünf Takte vor dem Bearbeitungstakt erfasst werden.
11. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit
wenigstens einem Schneidmesser (17, 18, 19) zum Bearbeiten jeweils eines Druckproduktes
(5, 5'), mit einer Transportvorrichtung (11) zum Zuführen der Druckprodukte (5, 5')
zu dem wenigstens einen Schneidmesser (17, 18, 19), mit Mitteln (12) zum Erfassen
eines jeweils auf den Druckprodukten (5, 5') vorhandenen Informationsmerkmals (13,
13') auf dem Weg der Druckprodukte (5, 5') zu dem wenigstens einen Schneidmesser (17,
18, 19) und mit einer Steuervorrichtung (23), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung (23) zur direkten Steuerung des wenigstens einen Schneidmessers
(17, 18, 19) vorgesehen ist und dass die genannten Mittel (12) zum Erfassen des Informationsmerkmals
mit der Steuervorrichtung (23) verbunden sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Schneidmesser (17, 18, 19) auf unterschiedliche Schnittformate
einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel (12) ein Lesegerät aufweisen, mit dem insbesondere aufgedruckte
Informationsmerkmale (13, 13'), beispielsweise ein Strichcode oder eine Datamatrix
lesbar bzw. erfassbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (17, 18, 19) als Dreischneider ausgebildete ist , wobei ein erstes
Schneidmesser (17) für einen Fussschnitt, ein zweites Schneidmesser (18) für einen
Frontschnitt und ein drittes Schneidmesser (19) für einen Kopfschnitt vorgesehen sind.
1. Method for manufacturing printed products (5, 5') using a cutting device, which has
at least one cutting knife (17, 18, 19) for processing a printed product (5, 5') and
a conveying device (11), with which the printed products (5, 5') are fed to at least
one cutting knife (17, 18, 19), in which the printed products (5, 5') are provided
with a detectable information characteristic (13, 13') on the path to the cutting
device, the data of which are detected with a reading device (12) and used for processing
the printed products (5, 5'), characterised in that the data of the information characteristic (13, 13') are sent to a control device
(23), which controls at least one cutting knife (17, 18, 19) based on the data received,
so that each printed product (5, 5') is processed based on the data of its information
characteristic (13, 13').
2. Method according to claim 1, characterised in that the information characteristics (13, 13') have details of a cutting format, which
is sent to the control device (23).
3. Method according to one of claims 1 or 2, characterised in that it is provided for manufacturing bound printed products (21), particularly for manufacturing
books.
4. Method according to claims 1 to 3, characterised in that the information characteristics (13, 13') have a machine readable code.
5. Method according claim 4, characterised in that the information characteristic is made as a bar code or a data matrix.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the information characteristic (13, 13') is printed on the printed product (5, 5').
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that the information characteristic (13, 13') is applied to the printed product (5, 5')
in an area, which is removed in the cutting device, being cut off in particular.
8. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the information characteristic (13, 13') has a transponder, in which the relevant
data are stored.
9. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the device (12) for reading the information characteristic (13, 13') is arranged
so that the information characteristics (13, 13') are read at a predetermined number
of cycles before the processing cycle.
10. Method according to claim 9, characterised in that the information characteristics (13, 13') are detected a few cycles, less than ten
cycles in particular, preferably less than five cycles before the processing cycle.
11. Device for carrying out the method according to one of claims 1 to 10, with at least
one cutting knife (17, 18, 19) for processing a printed product (5, 5'), with a conveying
device (11) for feeding printed products (5, 5') to at least one cutting knife (17,
18, 19), with means (12) for detecting an information characteristic (13, 13') on
the printed products (5, 5') on the path of the printed products (5, 5') to at least
one cutting knife (17, 18, 19) and with a control device (23), characterised in that the control device (23) is provided for direct control of at least one cutting knife
(17, 18, 19) and that the means (12) indicated for detecting the information characteristic
are connected to the control device (23).
12. Device according to claim 11, characterised in that at least one cutting knife (17, 18, 19) may be adjusted to various cutting formats.
13. Device according to one of claims 11 or 12, characterised in that the means (12) indicated have a reading device, with which printed information characteristics
(13, 13') in particular, a bar code or a data matrix for example, may be read or detected.
14. Device according to one of claims 11 to 13, characterised in that the cutting knife (17, 18, 19) is made as a triple cutter, in which a first cutting
knife (17) is provided for a cut at the bottom, a second cutting knife (18) is provided
for a cut at the front and a third cutting knife (19) is provided for a cut at the
top.
1. Procédé de fabrication de produits d'impression (5, 5') par utilisation d'un dispositif
de sectionnement comprenant au moins une lame sectionneuse (17, 18, 19) affectée au
traitement d'un produit d'impression (5, 5') respectif, et un système de transport
(11) par lequel lesdits produits d'impression (5, 5') sont délivrés à ladite lame
sectionneuse (17, 18, 19) prévue au minimum, lesdits produits d'impression (5, 5')
étant pourvus, sur le trajet vers ledit dispositif de sectionnement, d'un attribut
informatif (13, 13') apte à la détection et dont les données sont détectées par un
appareil de lecture (12), et utilisées pour traiter lesdits produits d'impression
(5, 5'), caractérisé par le fait que les données de l'attribut informatif (13, 13') sont transmises à un système de commande
(23) qui pilote la lame sectionneuse (17, 18, 19) prévue au minimum, sur la base des
données reçues, de façon telle que chaque produit d'impression (5, 5') soit traité
sur la base des données de son attribut informatif (13, 13').
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les attributs informatifs (13, 13') comportent, à chaque fois, des indications relatives
à un format de sectionnement qui est respectivement transmis au système de commande
(23).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'il est prévu pour la fabrication de produits imprimés (21) reliés, et notamment pour
la production de livres.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que les attributs informatifs (13, 13') présentent un codage lisible à la machine.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé par le fait que l'attribut informatif est conçu comme un code à barres, ou comme une matrice de données.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'attribut informatif (13, 13') est imprimé sur le produit d'impression (5, 5').
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que l'attribut informatif (13, 13') est implanté, sur le produit d'impression (5, 5'),
dans une région qui est éliminée par le dispositif de sectionnement, et notamment
sectionnée.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'attribut informatif (13, 13') présente un transpondeur dans lequel les données
correspondantes sont mémorisées.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que l'appareil (12), dévolu à la lecture des attributs informatifs (13, 13'), est placé
de telle sorte que lesdits attributs informatifs (13, 13') soient lus, à chaque fois,
suivant un nombre de cycles prédéterminé précédant le cycle de traitement.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé par le fait que les attributs informatifs (13, 13') sont détectés suivant un faible nombre de cycles,
notamment inférieur à dix cycles, de préférence inférieur à cinq cycles précédant
le cycle de traitement.
11. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 10,
comprenant au moins une lame sectionneuse (17, 18, 19) destinée au traitement d'un
produit d'impression (5, 5') respectif; un système de transport (11) dévolu à la délivrance
desdits produits d'impression (5, 5') à ladite lame sectionneuse (17, 18, 19) prévue
au minimum ; des moyens (12) conçus pour détecter, sur le trajet desdits produits
d'impression (5, 5') vers ladite lame sectionneuse (17, 18, 19) prévue au minimum,
un attribut informatif (13, 13') respectivement présent sur lesdits produits d'impression
(5, 5') ; et un système de commande (23), caractérisé par le fait que le système de commande (23) est assigné au pilotage direct de la lame sectionneuse
(17, 18, 19) prévue au minimum ; et par le fait que les moyens (12) précités, affectés à la détection de l'attribut informatif, sont
raccordés audit système de commande (23).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé par le fait que la lame sectionneuse (17, 18, 19), prévue au minimum, peut être réglée sur différents
formats de sectionnement.
13. Dispositif selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé par le fait que les moyens (12) précités comportent un appareil de lecture autorisant, respectivement,
la lecture ou la détection d'attributs informatifs (13, 13') notamment imprimés, par
exemple d'un code à barres ou d'une matrice de données.
14. Dispositif selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé par le fait que la lame sectionneuse (17, 18, 19) est réalisée sous la forme d'un massicot à trois
lames, sachant qu'une première lame sectionneuse (17) est prévue pour une coupe de
queue et qu'une deuxième lame sectionneuse (18) est prévue pour une coupe de gouttière,
une troisième lame sectionneuse (19) étant prévue pour une coupe de tête.


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