(19)
(11) EP 2 091 675 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.07.2014  Patentblatt  2014/28

(21) Anmeldenummer: 07846245.4

(22) Anmeldetag:  22.09.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21D 43/05(2006.01)
B30B 15/30(2006.01)
B65G 25/02(2006.01)
B21J 13/08(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2007/001716
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/058496 (22.05.2008 Gazette  2008/21)

(54)

TRANSFERVORRICHTUNG FÜR EINE PRESSE

TRANSFER DEVICE FOR A PRESS

DISPOSITIF DE TRANSFERT POUR UNE PRESSE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 08.11.2006 DE 102006052914

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.08.2009  Patentblatt  2009/35

(73) Patentinhaber: Müller Weingarten AG
88250 Weingarten (DE)

(72) Erfinder:
  • AMANN, Tobias
    78628 Rottweil (DE)
  • REICHENBACH, Rainer
    88281 Schlier (DE)
  • SPIESSHOFER, Thomas
    88697 Bermatingen (DE)

(74) Vertreter: Otten, Herbert et al
Otten, Roth, Dobler & Partner Patentanwälte Grosstobeler Strasse 39
88276 Ravensburg/Berg
88276 Ravensburg/Berg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 336 440
DE-A1- 3 721 694
DE-A1- 19 645 792
DE-A1- 3 706 160
DE-A1- 10 012 022
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Presse mit einer Transfervorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.

    Stand der Technik



    [0002] Eine Transportvorrichtung zum Transportieren von Werkstücken in einer Transferpresse besteht in der Regel aus zwei in Transportrichtung der Werkstücke verlaufenden Greiferschienen, die neben der Längs- und Hubbewegung eine zusätzliche Querbewegung durchführen, wobei Greiferelemente an den Greiferschienen vorgesehen sind. Zum Antrieb dieser Greiferschienen verwendet man in jüngster Zeit unterschiedliche elektrische Antriebe, welche die früher üblichen mechanischen, an den Pressenantrieb gekoppelten Antriebe nahezu vollständig abgelöst haben.

    [0003] Nach der DE 195 06 079 A1 ist eine Vorrichtung zum Transfer von Werkstücken durch eine Folge von Bearbeitungsstationen einer Presse, eines Simulators oder dergleichen bekannt, die zwei parallel im Abstand zueinander, sich in Transportrichtung erstreckende Transportschienen aufweist. An den Transportschienen sind Aufnahmeeinrichtungen für die zu transportierenden Werkstücke angeordnet. Die Transportschienen sind insgesamt mittels jeweils paarweise angeordneten Linearmotoren in vertikaler Richtung und horizontal aufeinander zu bewegbar. Die Antriebseinrichtungen für die Bewegungen in den drei Bewegungsachsen sind als paarweise angeordnete Linearmotoren ausgeführt, wobei die sich bezüglich der Mittelachse der Presse gegenüberliegenden Linearmotoren synchron ansteuerbar sind. Nachteilig bei dieser Lösung sind die großen Massen an bewegten Teilen. Insbesondere die Antriebe der einzelnen Bewegungsachsen sind übereinander angeordnet und müssen dadurch während der Transportbewegung mitbewegt werden. Dies wirkt sich negativ auf die Dynamik des Gesamtsystems aus. Weiterhin nachteilig ist, dass die eingesetzten Linearmotoren nur bedingt für den Einsatz in Umformmaschinen geeignet sind, weil durch eine magnetische Anziehungskraft Partikel angezogen werden und so zusammen mit anderen Schmutzteilchen die Laufflächen der Linearantriebe verunreinigen. Dies hat einen erhöhten Wartungsaufwand zur Folge. Durch den Einsatz von Linearführungen müssen außerdem Nachteile wie zum Beispiel Verschließ der Führungen oder Verschmutzung der Anlage durch die Schmierung der Führungen in Kauf genommen werden. Auch die Schmierleitungen müssen konstruktiv vorgesehen werden.

    [0004] Die gattungsbildende DE 100 12 022 A1 tritt diesen Nachteilen bereits entgegen. Es wird ein Transferantrieb offenbart, der weitgehenst auf wartungsintensive Führungen für die einzelnen Bewegungselemente verzichtet. Vorgeschlagen wird ein Antrieb, der aus beweglichen Gelenkstangen in hängender Anordnung besteht. Durch die Verwendung eines dreidimensionalen Antriebs wird eine Art "Mehr-Punkt-Aufhängung" geschaffen, das heißt, die Greiferschienen sind in allen drei Bewegungsachsen definiert an Gelenken aufgehängt, so dass auf übliche Führungen verzichtet werden kann. Dabei ist es vorteilhaft, dass sämtliche Gelenkstangen und Schubstangen oberhalb der Transportebene der Werkstücke angeordnet sind, so dass der Werkzeugraum sehr gut zugänglich ist und keine störenden Bodengeräte vorhanden sind. Insbesondere beim Einsatz von Förderbändern oder Ablagestationen wirkt sich dies vorteilhaft aus.

    [0005] Nachteilig an dieser Anordnung ist, dass die konstruktive Anordnung der Antriebe und der Gelenkstangen sehr viel Platz beansprucht. Insbesondere die Bewegungsübertragung für die Öffnen- und Schließbewegung der Greiferschienen wird über einen sehr ausladenden Mechanismus aus Drehgelenken und Gelenkstangen übertragen. Dies hat zur Folge, dass der oben beschriebene Transferantrieb komplett außerhalb der Ständer in Durchlaufrichtung angebracht werden muss. Dadurch müssen die Greiferschienen so lang sein, dass sie beidseitig aus den Ständerbereichen herausragen. Dies bedeutet wiederum eine große Masse, welche bei der Transportbewegung mitbewegt werden muss und somit eine Verschlechterung der Dynamik im Vergleich zum Einsatz von kürzeren Greiferschienen. Durch die Aufhängung der Greiferschienen außerhalb der Pressenständer ist der Auflagenabstand relativ groß, was eine große Durchbiegung der Greiferschienen zur Folge hat. Um die Durchbiegung zu verringern müssen die Greiferschienen mit größeren Wandstärken ausgestaltet werden. Dies wirkt sich auf die Dynamik wiederum negativ aus.

    [0006] Ein weiterer Nachteil, der aus dem großen Platzbedarf des beschriebenen Transferantriebes resultiert ist, dass für einige Anwendungen, bei denen kundenseitig nur ein begrenzter Platz zur Verfügung steht, dieser Transfer nicht einsetzbar ist.

    Aufgabe und Vorteil der Erfindung



    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ausgehend vom oben beschriebenen Stand der Technik einen Transferantrieb zu entwickeln, bei dem die Greiferschienen über Gelenkstangen gehalten und mittels Servomotoren angetrieben werden und bei dem die Antriebsmittel und die Bewegungsübertragungsmittel größtenteils im Ständerbereich angeordnet sind. Mit einem Minimum an bewegten Teilen soll der erfindungsgemäße Transferantrieb außerdem kompakt und somit kostengünstig gestaltet werden. Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Presse mit einer Transfervorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruch 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Transfervorrichtung verwirklicht.

    [0008] Der Erfindung liegt der Kerngedanke zugrunde die Bewegungsübertragungsmittel, welche zwischen den Antrieben und den Greiferschienen wirken so anzuordnen, dass diese größtenteils zwischen den Ständern Platz finden. Dabei sollen keine Linearführungen zum Einsatz kommen, sondern ausschließlich Gelenke welche sich aufgrund geringer Reibverluste durch einen höheren Wirkungsgrad auszeichnen. Außerdem lassen sich Gelenke besser schmieren und abdichten.

    [0009] Trotz der kompakten Bauweise der erfindungsgemäßen Presse mit der Transfervorrichtung sind neben den Transportfunktionen auch alle weiteren Funktionen wie sie aus dem Stand der Technik für eine Greifertransfervorrichtung bekannt sind, wie zum Beispiel Greiferschienenweitenverstellung oder Werkzeugwechselfunktionen, durchführbar.

    [0010] Die Transfervorrichtung der erfindungsgemäßen Presse ist auf zwei Traversen gelagert, welche an den jeweiligen Ständerpaaren befestigt sind. Auf diesen Traversen sind die Antriebe quer zur Durchlaufrichtung verstellbar gelagert, um eine Weitenverstellung der Greiferschiene zu ermöglichen. Die Vorschubbewegung, die Hebehubbewegung und die Öffnen-/Schließbewegung werden dadurch erzeugt, dass an den Greiferschienenenden Gelenkstangen bzw. Gelenkstangenpaare sphärisch gelagert sind. Die entgegengesetzten Enden der Gelenkstangen sind wiederum sphärisch an Hebeln gelagert, welche mit den jeweiligen Antrieben drehbar verbunden sind.

    [0011] Ein wesentliches Merkmal der Transfervorrichtung der erfindungsgemäßen Presse ist die Anordnung des Öffnen-/Schließbewegungsstranges. Durch die oben genannte Aufgabenstellung, die Bewegungsübertragungsmittel im Ständerbereich so zu platzieren, ist es nicht mehr möglich wie im Stand der Technik bekannt, die Greiferschiene von außen anzulenken und mit geeigneten Hebelmechanismen eine Bewegung einzuleiten.

    [0012] Bei der Transfervorrichtung der erfindungsgemäßen Presse werden daher die Antriebsstränge für die Öffnen-/Schließbewegungen mittig zwischen den Greiferschienen, symmetrisch zur Maschinenmittellinie angeordnet. Für jedes Greiferschienenende ist vorzugsweise ein Antriebsstrang vorgesehen. Auch die Antriebseinheit für die Öffnen-/Schließbewegung ist wie auch die Antriebseinheiten für den Vorschub und den Hebehub auf einer Traverse, quer zur Durchlaufrichtung verstellbar bzw. verfahrbar angebracht. Durch die platzsparende Anordnung im Ständerbereich ist die erfindungsgemäße Transfervorrichtung prinzipiell auch für einen Einsatz in Mehrstößelpressen geeignet.

    [0013] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit der Figurenbeschreibung.

    [0014] Es zeigen:
    Figur 1
    Presse mit Transfervorrichtung in einer Seitenansicht
    Figur 2
    Transfervorrichtung in einer Draufsicht
    Figur 3
    Schnittdarstellung der Transfervorrichtung in Durchlaufrichtung
    Figur 4
    Mehrstößelpresse mit Transfervorrichtung in einer Seitenansicht
    Figur 5
    Schnittdarstellung in Durchlaufrichtung


    [0015] Ausführungsbeispiel für den Einsatz in einer Einstößelpresse

    [0016] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Presse 1 in einer Seitenansicht in vereinfachter Darstellung. Zu sehen sind die Ständer 2, 3 an denen ein Stößel 4 vertikal verfahrbar geführt wird. Der Antrieb des Stößels 4 ist in dieser Figur nicht dargestellt. Ebenfalls nicht dargestellt ist das Werkzeug, bestehend aus Ober- und Unterwerkzeug. Während das Oberwerkzeug mit dem Stößel 4 verbunden ist, ist das Unterwerkzeug auf einem Schiebetisch 5 befestigt, welcher seinerseits während der Produktion mit einem Tisch 6 verspannt ist.

    [0017] Die Transfervorrichtung 7 ist auf der einen Seite über eine Traverse 8 an dem Ständerpaar 2 und auf der anderen Seite über eine Traverse 9 an dem Ständerpaar 3 befestigt.

    [0018] Figur 2 veranschaulicht die Anbausituation in einer Draufsicht. Die Greiferschienen 10, 11 sind um einen Werkzeugwechsel zu ermöglichen geteilt. Die Greiferschienenendstücke 10a, 10b und 11a, 11b verbleiben bei einem Werkzeugwechsel in der Presse 1, während die Greiferschienenteile 10 und 11 gemeinsam mit dem Werkzeug und dem Schiebetisch 5 aus der Presse 1 herausgefahren werden. Die Greiferschienenendstücke 10a, b, 11a, b sind jeweils an drei Gelenkstangen bzw. Gelenkstangenpaaren aufgehängt und über diese mit den jeweiligen Antrieben verbunden. Die Vorschubbewegung der Greiferschienen 10 und 11 werden über die Antriebe 12a, b erzeugt, welche über Schwenkhebel 13 und eine Gelenkstange 14 auf das Greiferschienenendstück 11b einwirken. Sowohl das Greiferschienenendstück 11b mit der Gelenkstange 14, als auch die Gelenkstange 14 mit dem Schwenkhebel 13 sind über eine sphärische Lagerung 15 miteinander verbunden. Die Antriebsstränge für die Vorschubbewegung sind an den Ständerpaaren 3a, 3b spiegelbildlich zur Maschinenmitte 16 angeordnet. Die Antriebsstränge für die Hubbewegung und für die Öffnen-/Schließbewegung greifen hingegen an allen vier Greiferschienenendstücken 10a, b und 11a, b an. Ein Antriebsstrang für die Hubbewegung beispielsweise der Greiferschiene 10 besteht aus einem Antrieb 17, einem Schwenkhebel 18 und einem Gelenkstangenpaar 19. Für den Hubantrieb wird keine einzelne Gelenkstange sondern ein Gelenkstangenpaar 19 vorgesehen, damit ein Kippen der Greiferschiene 10 um ihre Längsachse verhindert wird. Das Gelenkstangenpaar 19 ist ähnlich einen Parallelogramm angeordnet, so dass die Ausrichtung der Greiferschiene 10 immer gleich bleibt. In Figur 3 ist diese Anordnung gut zu erkennen.

    [0019] Der Antriebsstrang für die Öffnen-/Schließbewegung besteht aus einem Antrieb 20, einem Schwenkhebel 21 und einer Gelenkstange 22. Wie bei allen Antriebssträngen sind auch in diesem Fall die einzelnen Bauteile sphärisch gelagert miteinander verbunden. Kennzeichnend für den Öffnen-/Schließantrieb 20 ist seine Position zwischen den Hubantrieben 17, symmetrisch zur Maschinenmitte 16. Die Vorteile dieser Anordnung wurden bereits beschrieben, problematisch bei dieser Anordnung ist allerdings die Anlenkung der Greiferschienen 10, 11 über die Gelenkstangen 22 aufgrund der Platzverhältnisse durch die Anlenkung des Hubantriebes 17 über die Gelenkstangenpaare 19. Die Transfervorrichtung löst diese Problematik dadurch, dass die Gelenkstange 22 an ihrem der Greiferschiene zugewandten Ende als eine Art Gabel ausgebildet ist, welche zumindest eine Gelenkstange des Gelenkstangenpaares 19 umschließt und so an einem sphärischen Gelenk 15 an der Greiferschiene 10, 11 angreifen kann. Obwohl in dieser Beschreibung die Antriebsstränge für die drei Bewegungen Vorschub, Hebehub und Öffnen-/Schließen beschrieben werden, ist aus der konstruktiven Gestaltung ersichtlich, dass diese Bewegungen jede für sich nur aus Bewegungsüberlagerungen aller Antriebe realisierbar sind. Diese Bewegungsüberlagerungen werden durch eine geeignete Steuerung errechnet und an die Servoantriebe übertragen.

    [0020] Alle Antriebe sind über Schlitten 23 verfahrbar entlang einer Traverse 9 gelagert. Mittels eines Antriebes 24a können diese beispielsweise über ein Spindel 24/Spindelmutter 25 - System verfahren werden. Auch andere aus dem Stand der Technik bekannten Bewegungsübertragungsmittel sind denkbar.

    [0021] Ausführungsbeispiel für den Einsatz in einer Mehrstößelpresse

    [0022] In Figur 4 ist der Einsatz der Transfervorrichtung 27 in einer Mehrstößeltransferpresse dargestellt. Wie man sieht ist in jedem Ständerbereich eine Transfereinheit 27 angebracht, bestehend aus Hubantrieb 17 und Öffnen-/Schließantrieb 20 sowie den zugehörigen Bewegungsübertragungsmittel. Der Vorschub für die durchgehenden Greiferschienen erfolgt über einen Antrieb 29. Da die Greiferschienen 28 in Mehrstößelpressen in der Regel sehr lang sind und somit eine große Masse besitzen ist es möglich, wie in Figur 4 dargestellt, zwei oder mehrere Antriebe einzusetzen, welche auf denselben Vorschubhebel wirken. Weiterhin dargestellt ist eine Variante der erfindungsgemäßen Transfervorrichtung 27, bei der die Drehachsen der Schwenkhebel für die Hubbewegung und für die Öffnen-/Schließbewegung um 90° gedreht werden. Dies hat den Vorteil, dass der Platzbedarf der Transfervorrichtung 27 zwischen den Ständern noch geringer wird.

    [0023] In Figur 5 ist diese Variante in einer Ansicht in Durchlaufrichtung dargestellt. Die Gelenkstangenpaare 19 für den Hubantrieb 17 werden von einem Schwenkhebel 30 bewegt, welcher um eine Achse in Durchlaufrichtung schwenkt. In gleicher Richtung schwenkt der Hebel 31 um die Gelenkstangen 22 für die Öffnen-/Schließbewegung anzutreiben.

    [0024] Die Erfindung sieht weiterhin vor, dass für die Öffnen-/Schließbewegung statt einem Schwenkhebel 31 oder 21 ein Linearantrieb Verwendung findet. Das Gelenk 32 könnte dabei beispielsweise auf einem Schlitten gelagert werden, welcher in vertikaler Richtung antreibbar ist. Die Erfindung sieht außerdem vor, dass die Öffnen-/Schließbewegung durch eine dynamische Längenänderung der Gelenkstange erfolgt. Diese Längenveränderungen können beispielsweise durch einen Spindelmechanismus erzeugt werden, aber auch andere im Stand der Technik bekannte Antriebsmechanismen, wie zum Beispiel Hydraulikzylinder sind denkbar.

    [0025] Die Erfindung sieht weiterhin vor, die oben beschriebene dynamische Längenänderung der Gelenkstange in Kombination mit einem Antrieb über Schwenkhebel oder einem Linearantrieb einzusetzen um so über eine Bewegungsüberlagerung die Dynamik nochmals zu verbessern.

    [0026] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst auch alle fachmännischen Weiterbildungen im Rahmen der Ansprüche.

    Bezugszeichenliste



    [0027] 
    1
    Presse
    2, 2a, b, 3, 3a, b
    Ständer, Ständerpaar
    4
    Stößel
    5
    Schiebetisch
    6
    Tisch
    7
    Transfervorrichtung
    8, 9
    Traversen
    10, 11
    Greiferschienen
    10a, b
    Greiferschienenendstücke
    11a, b
    Greiferschienenendstücke
    12a, b
    Vorschubantriebe
    13
    Schwenkhebel Vorschub
    14
    Gelenkstange Vorschub
    15
    sphärische Lagerung, Kardangelenk
    16
    Maschinenmitte
    17
    Hubantrieb
    18
    Schwenkhebel Hubantrieb
    19
    Gelenkstangenpaar
    20
    Öffnen-/Schließantrieb
    21
    Schwenkhebel Schließen
    22
    Gelenkstange Schließen
    23
    Schlitten Weitenverstellung
    24
    Spindel Weitenverstellung
    24a
    Antrieb Weitenverstellung
    25
    Spindelmutter
    26
    Mehrstößelpresse
    27
    Transfereinheit
    28
    Greiferschienen
    29
    Vorschubantriebe
    30, 30a
    Schwenkhebel Heben
    31
    Schwenkhebel Schließen
    32
    Gelenke



    Ansprüche

    1. Presse mit einer Transfervorrichtung mit einem vorzugsweise mehrachsigen Transport von Werkstücken durch Bearbeitungsstationen mit zwei parallel zueinander angeordneten Trag- oder Greiferschienen, wobei durch Bewegungsüberlagerung von mehreren Antrieben eine Vorschubbewegung, eine Hub-/Senkbewegung und eine Öffnen-/Schließbewegung durchgeführt wird und wobei die Trag- oder Greiferschienen mittels einer Gelenkstangenanordnung für die Durchführung der Bewegungen ohne weitere Führungselemente aufgehängt und geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsübertragungsmittel (13, 14, 18, 19, 21, 22) im Wesentlichen im Bereich zwischen den Ständern (3a) und (3b) bzw. (2a) und (2b) der Presse angeordnet sind, und dass Gelenkstangen (22) zur Einleitung einer Öffnen-/Schließbewegung aus Richtung der Maschinenmitte (16) an den Greiferschienen (10, 11) angreifen.
     
    2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsübertragungsmittel mittels sphärische Lagerungen sowohl mit den Greiferschienen 10, 11), als auch mit den Antriebshebeln (13, 18, 21), als auch untereinander verbunden sind.
     
    3. Presse nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubbewegungen die Hub-/Senkbewegungen und die Öffnen-/Schließbewegungen der Greiferschienen (10, 11) durch Bewegungsüberlagerungen aller eingesetzten Antriebe realisiert werden.
     
    4. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Gelenkstange (22) an dem der Greiferschiene 10) zugewandten Ende eine gabelähnliche Ausnehmung aufweist, welche zumindest eine andere Gelenkstange (19) umhüllt.
     
    5. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (20) für die Öffnen-/Schließbewegung und die zugehörigen Antriebshebel (21) zwischen den Ständern (3a, b, 2a, b) symmetrisch zur Maschinenmitte (16) und nahe der Maschinenmitte (16) angeordnet sind.
     
    6. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (12, 17, 20) mit einem gemeinsamen Schlitten (23) fest verbunden sind, welcher auf einer Traverse (9) querverfahrbar gelagert ist wobei insbesondere jeweils zwei Schlitten (23) mittels eines gemeinsamen Antriebes (24a) symmetrisch zur Maschinenmitte verfahrbar und/oder verstellbar sind.
     
    7. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung des Schwenkhebels (18) für den Hubantrieb und/oder des Schwenkhebels (21) für die Schließbewegung in einer horizontalen Achse, quer zur Durchlaufrichtung erfolgt und dass vorzugweise die Drehung des Schwenkhebels (30) für die Hubbewegung und/oder des Schwenkhebels (31) für die Schließbewegung in einer horizontalen Achse in Durchlaufrichtung erfolgt.
     
    8. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinleitung auf die Gelenkstangen (19) und/oder (22) mittels vertikal wirkenden linearen Antrieben erfolgt.
     
    9. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnen-/Schließbewegung der Greiferschienen (10, 11) mittels einer dynamischen Längenänderung der Gelenkstange (22) erzeugt wird.
     
    10. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubbewegung der Greiferschienen (10, 11) mittels einer dynamischen Längenänderung der Gelenkstangen (19) erzeugt wird.
     
    11. Presse nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnen-/Schließbewegung der Greiferschienen (10, 11) mittels einer dynamischen Längenänderung der Gelenkstange (22) in Vebindung mit einer Bewegungseinleitung durch einen Schwenkhebel (21) oder einen linearen Antrieb erzeugt wird.
     
    12. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe aller Gelenkstangen über Linearmotoren erfolgen.
     
    13. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Angriffspunkte (15) der Gelenkstangen (19) und (22) an den Greiferschienen axial in oder gegen die Durchlaufrichtung versetzt angeordnet sind.
     
    14. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkstange (22) als Doppelstange vor und hinter mindestens einer der Gelenkstangen (19) angeordnet ist.
     
    15. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen alle Schwenkhebel beliebig räumlich angeordnet werden können.
     


    Claims

    1. A press with a transfer device having a preferably multi-axial transport of work pieces through processing stations with two mounting- or gripper rails arranged parallel to each other, wherein through movement overlap of several drives a feed movement, a lifting-/lowering movement and an opening-/closing movement is carried out and wherein the mounting- or gripper rails are hung and guided by means of a joining rod arrangement for the implementation of the movements without additional guide elements, characterized In that the movement overlapping means (13, 14, 18, 19, 21, 22) are essentially arranged in the area between the columns (3a) and (3b) or (2a) and 2b) of the press, and that joining rods (22) for initiating an opening-/closing movement make contact from the direction of the center of the machine (16) to the gripper rails (10, 11).
     
    2. A press according to claim 1, characterized in that the movement overlapping means is connected by means of spherical bearings both to the gripper rails (10, 11), as well as to the driving levers (13, 18, 21), as well as connected to each other.
     
    3. A press according to claims 1 and/or 2, characterized in that the feed movements, the lifting-/lowering movements and the opening-/closing movements of the gripper rails (10, 11) are realized through movement overlaps of all of the drives used.
     
    4. A press according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that at least one joining rod (22) has a fork-like recess at the end facing the gripper rail (10), which envelops at least another joining rod (19).
     
    5. A press according to one or more of claims 1 to 4, characterized in that the drives (20) for the opening-/closing movement and the associated driving levers (21) are arranged between the columns (3a, b, 2a, b) symmetrically to the center of the machine (16) and close to the center of the machine (16).
     
    6. A press according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that the drives (12, 17, 20) are firmly connected to a common carriage (23), which is mounted diagonally movable on a traverse (9), wherein in particular two carriages (23) are movable and/or adjustable by means of a common drive (24a) symmetrically to the center of the machine.
     
    7. A press according to one or more of claims 1 to 6, characterized in that the turning of the swiveling lever (18) for the lifting drive and/or of the swiveling lever (21) for the closing movement occurs in a horizontal axis, transverse to the throughput direction and that preferably the turning of the swiveling lever (30) for the lifting movement and/or of the swiveling lever (31) for the closing movement occurs in a horizontal axis in the throughput direction.
     
    8. A press according to one or more of claims 1 to 7, characterized in that the introduction of movement occurs on the joining rods (19) and/or (22) by means of linear drives acting vertically.
     
    9. A press according to one or more of claims 1 to 8, characterized in that the opening-/closing movement of the gripper rails (10, 11) is generated by means of a dynamic change in length of the joining rod (22).
     
    10. A press according to one or more of claims 1 to 9, characterized in that the lifting movement of the gripper rails (10, 11) is generated by means of a dynamic change in length of the joining rod (19).
     
    11. A press according to claims 9 and 10, characterized in that the opening-/closing movement of the gripper rails (10, 11) is generated by means of a dynamic change of length of the joining rod (22) in connection with an introduction of movement through a swiveling lever (21) or a linear drive.
     
    12. A press according to one or more of claims 1 to 11, characterized in that the drives of all of the joining rods occur via linear motors.
     
    13. A press according to one or more of claims 1 to 12, characterized in that the contact points (15) of the joining rods (19) and (22) on the gripper rails are offset axially in or against the throughput direction.
     
    14. A press according to one or more of claims 1 to 13, characterized in that the joining rods (22) is arranged as a double rod in front of and behind at least one of the joining rods (19).
     
    15. A press according to one or more of claims 1 to 14, characterized in that the rotation axes of all of the swiveling levers can be arranged arbitrarily spatially.
     


    Revendications

    1. Presse comportant un dispositif de transfert avec un transport, de préférence multiaxial, des pièces à travers les postes de travail munis de deux rails de support ou de préhension parallèles entre eux, un mouvement d'avancement, un mouvement de levage ou de descente et un mouvement d'ouverture ou de fermeture étant générés par la superposition des mouvements de plusieurs systèmes d'actionnement, et les rails de support ou de préhension étant suspendus et guidés au moyen d'un ensemble de tiges articulées pour la mise en oeuvre des mouvements sans autre élément de guidage, caractérisée en ce que les moyens de transmission des mouvements (13, 14, 18, 19, 21, 22) sont disposés sensiblement dans la zone entre les piliers (3a) et (3b) respectivement (2a) et (2b) de la presse, et en ce que des tiges articulées (22) s'appliquent sur les rails de préhension (10, 11) pour introduire un mouvement d'ouverture ou de fermeture à partir du milieu de la machine (16).
     
    2. Presse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens de transmission des mouvements sont reliés par l'intermédiaire de paliers sphériques aux rails de préhension (10, 11), aux leviers de commande (13, 18, 21) et également entre eux.
     
    3. Presse selon les revendications 1 et/ou 2, caractérisée en ce que les mouvements d'avancement, les mouvements de levage ou de descente et les mouvements d'ouverture ou de fermeture des rails de préhension (10, 11) sont réalisés par les superpositions des mouvements de tous les systèmes d'actionnement utilisés.
     
    4. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'au moins une tige articulée (22) comporte, au niveau de l'extrémité orientée vers le rail de préhension (10), un évidement en forme de fourche qui enveloppe au moins une autre tige articulée (19).
     
    5. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les systèmes d'actionnement (20) pour le mouvement d'ouverture ou de fermeture et les leviers de commande (21) associés sont disposés entre les piliers (3a, b, 2a, b) symétriquement par rapport au milieu de la machine (16) et à proximité du milieu de la machine (16).
     
    6. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les systèmes d'actionnement (12, 17, 20) sont reliés de manière fixe à un chariot (23) commun qui est monté sur une traverse (9) de manière mobile transversalement, en particulier, respectivement deux chariots (23) pouvant être déplacés et/ou réglés symétriquement par rapport au milieu de la machine au moyen d'un système d'actionnement (24a) commun.
     
    7. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la rotation du levier pivotant (18) pour le mouvement de levage et/ou du levier pivotant (21) pour le mouvement de fermeture s'effectue dans un axe horizontal transversalement au sens de passage, et en ce que, de préférence, la rotation du levier pivotant (30) pour le mouvement de levage et/ou du levier pivotant (31) pour le mouvement de fermeture s'effectue dans un axe horizontal dans le sens de passage.
     
    8. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le mouvement est appliqué sur les tiges articulées (19) et/ou (22) au moyen d'un système d'actionnement linéaire à action verticale.
     
    9. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le mouvement d'ouverture ou de fermeture des rails de préhension (10, 11) est généré au moyen d'une variation dynamique de la longueur de la tige articulée (22).
     
    10. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le mouvement de levage des rails de préhension (10, 11) est généré au moyen d'une variation dynamique de la longueur des tiges articulées (19).
     
    11. Presse selon les revendications 9 et 10, caractérisée en ce que le mouvement d'ouverture ou de fermeture des rails de préhension (10, 11) est généré au moyen d'une variation dynamique de la longueur de la tige articulée (22) en association avec une introduction du mouvement par un levier pivotant (21) ou un système d'actionnement linéaire.
     
    12. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que les actionnements de toutes les tiges articulées sont générés par des moteurs linéaires.
     
    13. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que les points d'attaque (15) des tiges articulées (19) et (22) sont situés sur les rails de préhension en étant décalés axialement dans le sens de passage ou dans le sens opposé au sens de passage.
     
    14. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la tige articulée (22) sous forme de double tige est disposée en amont et en aval d'au moins une des tiges articulées (19).
     
    15. Presse selon une ou plusieurs des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que les axes de rotation de tous les leviers pivotants peuvent être disposés de manière quelconque dans l'espace.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente