[0001] Die Erfindung betrifft ein Spritzpistolensystem zur Abgabe von Spritzgut gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Spritzpistolensysteme, insbesondere für mit Wasser verdünnbares und lösungsmittelhaltiges
Spritzgut, wie beispielsweise Farben, Lacke, Lasuren, Grundierungen, Beizen, Holzschutzmittel
oder dergleichen, sind derzeit in verschiedensten Ausgestaltungen erhältlich. Als
Spritzverfahren kommt meist das Niederdruck-Spritzverfahren zur Anwendung, bei dem
es sich um ein Verfahren handelt, bei dem Spritzgut bei einem geringen Druck von etwa
0,2 bis etwa 0,5 bar und mit einem hohen Luftvolumen ab etwa 200 Liter pro Minute
verspritzt wird. Dieses HVLP-Spritzverfahren erreicht wegen des geringen Überspritzens,
d. h. wegen seiner geringen Sprühnebelverluste, Beschichtungsgrade bis etwa 65 % und
ist somit herkömmlichen Verfahren, die Beschichtungsgrade zwischen etwa 20 und etwa
35 % erzielen, überlegen. Kennzeichnend für das Verfahren ist der das Spritzgut umgebende
Luftkegel, der ein Überspritzen und eine Farbnebelbildung verringert. Damit ergeben
sich Vorteile wie Lackeinsparung und geringe Lösungsmittelemissionen, die sich besonders
umweltschonend auswirken.
[0003] Zur Inbetriebnahme eines solchen Spritzpistolensystems muss sowohl der Schaltmechanismus
zum Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit als auch der Ventilbetätigungsmechanismus
zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit betätigt werden. Der Schaltmechanismus
umfasst hierzu normalerweise ein als Kipp-, Druck- oder Schiebeschalter ausgebildetes
Bedienelement, mit dessen Hilfe der Motor der Drucklufterzeugungseinheit, die normalerweise
in Form eines Kompressors oder eines Radiallüfters vorgesehen ist, ein- und ausgeschaltet
werden kann. Der Ventilbetätigungsmechanismus weist hingegen meist einen Bedienschalter
in Form eines abzugartigen Schalterdrückers auf, der in der Nähe des Handgriffs der
Spritzpistole vorgesehen ist, so dass er vom Bediener während des Haltens des Handgriffes
betätigt werden kann. Der Schaltmechanismus und der Ventilbetätigungsmechanismus sind
also als unabhängig voneinander arbeitende Einheiten mit separat angeordneten Bedienelementen
vorgesehen. Zur Inbetriebnahme des Spritzpistolensystems müssen beide Bedienelemente
entweder gleichzeitig betätigt werden, was normalerweise eine umständliche beidhändige
Handhabung durch den Benutzer erfordert, oder sie werden nacheinander bedient, was
ebenfalls recht unhandlich ist. Zudem sind die Ein- und Ausschaltreihenfolgen des
Schaltmechanismus und des Ventilbetätigungsmechanismus durch den Benutzer beliebig
wählbar, was unter Umständen die Gefahr von Funktionsstörungen mit sich bringt.
[0004] Spritzpistolensysteme der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art sind beispielsweise
aus der
DE 20 2007 004 699 U1, der
US-B1-7 303 149 und der
EP-A-1 602 411 bekannt. Bei diesen Spritzpistolensystemen erfolgt die Betätigung des Schaltmechanismus
zum Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit sowie auch des Ventilbetätigungsmechanismus
zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit über einen gemeinsamen Bedienschalter,
zur Erleichterung der Bedienung und zur Vermeidung von Bedienungsfehlern. Ferner werden
diese Spritzpistolensysteme jeweils derart betrieben, dass der Schaltmechanismus zum
Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit beim Einschalten des Spritzpistolensystems
stets vor dem Ventilbetätigungsmechanismus zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit
betätigt wird, wodurch sichergestellt werden soll, dass Spritzgut nur dann versprüht
wird, wenn ein ausreichender Luftstrom zur Verfügung steht und dass beim Ein- und
Abschalten keine Tropfen gebildet werden.
[0005] Bei einem weiteren, aus der
US 2 631 891 A bekannten Spritzpistolensystem ähnlichen Grundaufbaus, das insbesondere zum Versprühen
von Insektiziden vorgesehen ist, ist anstelle einer elektrisch angetriebenen Drucklufterzeugungseinheit
ein Druckluftspeicher in Form einer Gaspatrone vorgesehen und es wird der Ventilbetätigungsmechanismus
zum Öffnen der Ventileinheit beim Einschalten des Spritzpistolensystems vor dem Schaltmechanismus
zum Einschalten der Druckluftversorgung betätigt. Dies, um die Einwirkung der Druckluft
auf das Spritzgut auf den Zeitraum des Spritzens begrenzen und in der dazwischen liegenden
Zeit die Absorption von Druckluft durch das Sprühgut zu verhindern.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spritzpistolensystem der eingangs genannten
Art insbesondere hinsichtlich der Handhabungsbedingungen und des erreichbaren Arbeitsergebnisses
weiter zu verbessern.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Erreicht wird dies mit den Merkmalen des Anspruches 1. Die Unteransprüche betreffen
zweckmäßige Ausgestaltungen.
[0008] Dies zunächst dadurch, dass der Schaltmechanismus und der Ventilbetätigungsmechanismus
konstruktiv derart aufeinander abgestimmt sind, dass die zeitliche Abfolge ihrer Betätigung
relativ zueinander festgelegt ist. Konstruktion und Anordnung der beiden Mechanismen
bestimmen somit die Abfolge ihrer Betätigung, so dass der Benutzer hierauf keinen
Einfluss nehmen kann und Funktionsstörungen, die auf eine unbestimmte Ein- oder Ausschaltreihenfolge
des Schaltmechanismus und des Ventilbetätigungsmechanismus zurückzuführen sind, eliminiert
werden.
[0009] Dadurch, dass über einen einzigen Bedienschalter, der sowohl mit dem Schaltmechanismus
als auch mit dem Ventilbetätigungsmechanismus zusammenwirkt, beide Mechanismen betätigt
werden, wird eine einfache und bequeme Handhabung gewährleistet. Die Festlegung der
zeitlichen Abfolge der Betätigung der Mechanismen durch den einzigen Bedienschalter
kann beispielsweise über eine oder mehrere Hebelsysteme erfolgen, die zeitgleich oder
nacheinander betätigt werden und ein Ein- bzw. Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit
sowie ein Öffnen bzw. Schließen der Ventileinheit bewirken.
[0010] Mittels einer Einstelleinrichtung zum manuellen Verstellen des Offnungsmaßes der
Ventileinheit lässt sich ferner die Spritzgutmenge, die pro Zeiteinheit durch die
Ventileinheit strömt, in einem Bereich zwischen einer minimalen Spritzgutmenge und
einer maximalen Spritzgutmenge variieren, so dass die Spritzgutmenge vom Benutzer
flexibel an verschiedenste Anwendungen bedarfsgerecht angepasst werden kann.
[0011] Der Bedienschalter und die Mechanismen sind erfindungsgemäß in ihrer konstruktiven
Auslegung derart aufeinander abgestimmt, dass der Ventilbetätigungsmechanismus beim
Einschalten des Spritzpistolensystems zeitlich stets vor dem Schaltmechanismus betätigt
wird. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass mit Einschalten der Drucklufterzeugungseinheit
sofort Spritzgut von der Spritzdüse der Spritzpistole abgegeben wird.
[0012] Dadurch, dass die Einstelleinrichtung erfindungsgemäß zumindest eine Markierung aufweist,
die eine vardefinierte Grundstellung definiert, welche einer abzugebenden vorgegebenen
Spritzgutmenge pro Zeiteinheit entspricht, und die Einstelleinrichtung derart ausgebildet
ist, dass die Spritzgutmenge ausgehend von der Grundstellung wahlweise erhöht wird
oder verringert werden kann sowie beim Durchlaufen der Grundstellung ein Signal abgibt,
ist für den Benutzer eine Orientierungshilfe bezüglich der aktuellen Einstellung der
Einstelleinrichtung gegeben.
[0013] Das beim Durchgang durch die Grundstellung abgegebene Signal kann zweckmäßigerweise
durch miteinander in und außer Eingriff kommende Rastelemente der Einstelleinrichtung
erzeugt werden und die Einstelleinrichtung umfasst vorteilhaft weitere Markierungen,
die derart beschaffen sind, dass sie dem Benutzer der Spritzpistole anzeigen, in welche
Richtung die Einstelleinrichtung zur Erhöhung oder zur Verringerung der Spritzgutmenge
pro Zeiteinheit zu betätigen ist. Derartige weitere Markierungen können beispielsweise
in Form eines Plus- und eines Minuszeichens vorgesehen werden.
[0014] Die Einstelleinrichtung ist vorteilhaft an dem Handgriff der Spritzpistole angeordnet,
so dass sie für den Benutzer mühelos erreichbar ist, während er den Bedienschalter
betätigt. Entsprechend kann der Benutzer die pro Zeiteinheit abzugebende Spritzgutmenge
während der Handhabung der Spritzpistole ohne Probleme entsprechend den aktuellen
Anforderungen regeln.
[0015] Noch besser ist die Einstelleinrichtung direkt am Bedienschalter positioniert, so
dass der Bedienschalter und die Einstelleinrichtung eine gemeinsame Einheit bilden.
Dabei ist die Einstelleinrichtung bevorzugt seitlich an einer oder besser noch an
beiden Seiten am Bedienschalter vorgesehen, wodurch eine optimale Handhabbarkeit der
Einstelleinrichtung erzielt wird.
[0016] Die Einstelleinrichtung umfasst gemäß einer Variante der vorliegenden Erfindung einen
verschiebbaren Regler, der bevorzugt derart positioniert ist, dass er etwa in Abgaberichtung
des Spritzguts vor und zurück verstellbar ist. Auf diese Weise wird eine besonders
ergonomische Handhabung des verschiebbaren Reglers erzielt.
[0017] Gemäß einer weiteren Variante der vorliegenden Erfindung umfasst die Einstelleinrichtung
einen drehbaren Regler, der in ergonomischer Hinsicht bevorzugt in einer Richtung
quer zur Abgaberichtung des Spritzguts verstellbar ist.
[0018] Die Einstelleinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass die Spritzgutmenge, die
pro Zeiteinheit von der Spritzdüse abgegeben werden soll, in zumindest zwei Stufen
oder stufenlos einstellbar ist. Die stufenweise Einstellung erleichtert die Bedienung
der Einstelleinrichtung für einen nicht fachkundigen Benutzer bzw. einen Benutzer,
der die Spritzpistole nur selten verwendet. Eine stufenlose Einstellung ist hinsichtlich
der Flexibilität der Spritzgutabgabe von Vorteil.
[0019] Die Einstelleinrichtung weist bevorzugt einen Anschlag auf, der einen Bewegungsweg
eines bewegbar angeordneten Hebels des Ventilbetätigungsmechanismus begrenzt, wobei
der Anschlag verstellbar ausgebildet ist, um den Verstellweg des Hebels zu variieren.
Mit anderen Worten kann der Anschlag durch Betätigen des verschiebbar oder drehbar
ausgebildeten Reglers derart bewegt werden, dass der Bewegungsweg des Hebels verkürzt
oder verlängert wird, wodurch die Spritzgutmenge, die von der Spritzdüse pro Zeiteinheit
abgegeben wird, entsprechend verringert oder erhäht wird. Auf diese weise kann eine
konstruktiv sehr einfach gestaltete Einstelleinrichtung realisiert werden.
Ausführungsbeispiele
[0020] Nachfolgend werden beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen genauer beschrieben. Darin ist:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Spritzpistole gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einem montierten Zustand;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der in Fig. 1 dargestellten Spritzpis- tole im demontierten Zustand;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 1 mit dem Bezugszei- chen III gekennzeichneten
kreisförmigen Abschnittes, die einen Bedienschalter mit integrierter Einstelleinrichtung
gemäß einer ersten Variante der vorliegenden Erfindung zeigt;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ansicht ähnlich Fig. 3, die einen Be- dienschalter mit integrierter
Einstelleinrichtung gemäß einer zweiten Variante der vorliegenden Erfindung zeigt;
- Fig. 5
- eine Teilseitenansicht des in Fig. 3 dargestellten Be- dienschalters im demontierten
Zustand;
- Fig. 6
- eine Teilansicht der in Fig. 1 dargestellten Spritzpisto- le, die einen Bereich des
Handgriffes bei entfernter Ge- häusehälfte zeigt, um das Innenleben des Handgriffes
dar- zustellen, wobei der Bedienschalter in seiner nicht betä- tigten Stellung angeordnet
und ein Anschlag der Einstell- einrichtung in seiner vollständig ausgefahrenen Stellung
positioniert ist;
- Fig. 7
- eine Teilansicht ähnlich Fig. 6, wobei der Bedienschalter in seiner betätigten Stellung
angeordnet und der Anschlag der Einstelleinrichtung in seiner vollständig eingezoge-
nen Stellung positioniert ist;
- Fig. 8
- eine Teilansicht ähnlich Fig. 6, wobei der Bedienschalter in seiner nicht betätigten
Stellung angeordnet und der Anschlag der Einstelleinrichtung in seiner vollständig
eingezogenen Stellung positioniert ist; und
- Fig. 9
- eine Teilansicht ähnlich Fig. 8, wobei der Bedienschalter in seiner betätigten Stellung
angeordnet und der Anschlag der Einstelleinrichtung in seiner vollständig eingezoge-
nen Stellung positioniert ist.
Gleiche Bezugsziffern beziehen sich nachfolgend auf gleiche oder gleichartige Bauteile.
[0021] Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht, die ein Spritzpistolensystem 10 gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, das nach dem Niederdruckspritzverfahren
(HVLP) arbeitet. Das Spritzpistolensystem 10 umfasst eine Spritzpistole 11, die in
zwei Haupteinheiten unterteilt, nämlich in eine Elektroeinheit 12 und in eine Sprüheinheit
14, die mit Hilfe einer Verbindungseinrichtung 16 lösbar miteinander verbunden werden
können, wie es nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 2 noch näher erläutert wird.
Die Elektroeinheit 12 umfasst ein Gehäuse 18, das einen Aufnahmeraum für die elektrischen
Komponenten (nicht gezeigt) der Spritzpistole 11 definiert, insbesondere einer nicht
dargestellten Drucklufterzeugungseinheit, die in Form eines Kompressors oder eines
Radiallüfters vorgesehen ist. Einteilig mit dem Gehäuse 18 ist ein sich abwärts erstreckender
Handgriff 20 ausgebildet, der von einem Benutzer zur Handhabung der Spritzpistole
11 gegriffen werden kann. Ein Bedienschalter 22 ist integral mit dem Handgriff 20
an einem oberen Abschnitt desselben derart ausgebildet, dass ein Bediener diesen problemlos
bedienen kann, wenn er den Handgriff 20 umfasst. Seitlich an dem Bedienschalter 22
und integral mit diesem ist eine Einstelleinrichtung 24 vorgesehen, die zur manuellen
Einstellung der Spritzgutmenge dient, die von der Spritzpistole 11 pro Zeiteinheit
abgegeben werden soll. Diese Einstelleinrichtung 24 wird nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Fig. 3 bis 9 noch näher erläutert. Am hinteren unteren Ende des Handgriffes
20 ist ein Kabel 26 angeschlossen, das dazu dient, die in dem Gehäuse 18 aufgenommenen
elektrischen Komponenten der Spritzpistole mit elektrischer Energie zu versorgen.
[0022] Die Sprüheinheit 14 umfasst an ihrem vorderen Ende eine Spritzdüse 30, über welche
die Spritzgutabgabe erfolgt. Die Spritzdüse 30 ist derart beschaffen, dass der Benutzer
verschiedene Strahlformen und Strahlrichtungen einstellen kann, in denen das Spritzgut
abgegeben wird, wie beispielsweise ein punktförmiger Strahl, ein sich horizontal erstreckender
elliptischer Strahl oder ein sich vertikal erstreckender elliptischer Strahl. Entsprechend
kann die Strahlform des Spritzguts an eine spezifische Anwendung angepasst werden.
Am unteren Ende der Sprüheinheit 14 ist ein Spritzmittelbehälter 32 lösbar befestigt.
Diese lösbare Befestigung kann beispielsweise mit Hilfe einer Schraubverbindung, einer
Steckverbindung, einer Rastverbindung oder dergleichen erfolgen. Zwischen dem Spritzmittelbehälter
32 und der Spritzdüse 30 ist eine nicht dargestellte Ventileinheit vorgesehen, über
die das in dem Spritzgutbehälter 32 vorhandene Spritzgut der Spritzdüse 30 zugeführt
wird.
[0023] Fig. 2 zeigt die in Fig. 1 dargestellte Spritzpistole 11 im demontierten Zustand,
also in einem Zustand, in dem die Sprüheinheit 14 von der Elektroeinheit 12 getrennt
ist. Die Verbindungseinrichtung 16 zum lösbaren Verbinden der Einheiten 12 und 14
umfasst einen an der Sprüheinheit 14 angeordneten Verbindungsbereich 34 und einen
weiteren Verbindungsbereich (nicht gezeigt), der in dem Gehäuse 18 der Elektroeinheit
12 angeordnet ist und mit dem Verbindungsbereich 34 in Eingriff gebracht werden kann.
Die Verbindungsbereiche der Verbindungseinrichtung 16 sind derart beschaffen, dass
sie unter Vollziehung einer gradlinigen Relativbewegung ineinander gesteckt und anschließend
mit Hilfe eines nicht dargestellten Rastelementes, das ebenfalls Teil der Verbindungseinrichtung
16 ist, aneinander befestigt werden können. Wie es anhand von Fig. 2 dargestellt ist,
ist der Bedienschalter 22 an der Sprüheinheit 14 gehalten, wobei er jedoch in den
Handgriff 20 der Elektroeinheit 12 integriert wird, sobald die Elektroeinheit 12 mit
der Sprüheinheit 14 verbunden wird, wie es in Fig. 1 gezeigt ist.
[0024] Zur Inbetriebnahme der Spritzpistole 11 muss der Motor der Drucklufterzeugungseinheit
eingeschaltet werden, so dass die erforderliche Druckluft generiert wird. Zudem muss
die Ventileinheit geöffnet werden, so dass das in dem Spritzgutaufnahmebehälter 32
vorhandene Spritzgut durch die Ventileinheit zur Spritzdüse 30 gelangen kann. Diesbezüglich
ist der Druckschalter 22 derart ausgebildet, dass er sowohl einen Schaltmechanismus
zum Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit als auch einen Ventilbetätigungsmechanismus
zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit betätigt, was nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Fig. 5 bis 9 noch näher erläutert wird. Im Gegensatz zum Stand der Technik
braucht ein Benutzer also lediglich den Druckschalter 22 zu betätigen, um Spritzgut
aus der Spritzpistole 11 zu fördern, wodurch die Handhabung der Spritzpistole 11 wesentlich
erleichtert wird. Fig. 3 ist eine vergrößerte Ansicht des in Fig. 1 mit der Bezugsziffer
III gekennzeichneten kreisförmigen Abschnitts und zeigt den Bedienschalter 22 mit
der in diesen integrierten Einstelleinrichtung 24 gemäß einer ersten Variante der
vorliegenden Erfindung. Die Einstelleinrichtung 24 umfasst einen drehbaren Regler
36 mit einem Rädchen, das in einer in dem Druckschalter 22 ausgebildeten durchgehenden
Aussparung 38 aufgenommen ist und teilweise aus dieser seitlich von beiden Seiten
des Bedienschalters 22 vorsteht, so dass es von einem den Handgriff haltenden Benutzer
betätigt werden kann. Dieser drehbare Regler 36 befindet sich in der Ansicht gemäß
Fig. 3 in einer vordefinierten Grundstellung, die einer vorbestimmten Spritzgutmenge
entspricht, die pro Zeiteinheit von der Spritzdüse 30 abgegeben werden soll. Diese
Grundstellung ist durch zwei Markierungen definiert, und zwar durch eine erste strichförmige
Markierung 40, die neben dem drehbaren Regler 36 etwa auf halber Höhe desselben angeordnet
ist, und eine zweite strichförmige Markierung 42, die am Außenumfang des drehbaren
Reglers 36 vorgesehen ist. Der drehbare Regler 36 befindet sich dann in der vordefinierten
Grundstellung, wenn die erste Markierung 40 mit der zweiten Markierung 42 fluchtet,
wie es in Fig. 3 gezeigt ist. Ausgehend von dieser Grundstellung kann die Spritzgutmenge,
die pro Zeiteinheit von der Spritzpistole 11 abgegeben werden soll, wahlweise erhöht
werden, indem der drehbare Regler 36 in Abwärtsrichtung gedreht wird, oder verringert
werden, indem der drehbare Regler 36 in Aufwärtsrichtung gedreht wird. Eine solche
vordefinierte Grundstellung des drehbaren Reglers 36, die vorliegend durch die Markierungen
40 und 42 gekennzeichnet ist, ist dahingehend von Vorteil, dass ein Benutzer die aktuelle
Einstellung des drehbaren Reglers 36 anhand dieser vordefinierten Grundstellung einschätzen
kann. Um dem Benutzer anzuzeigen, in welcher Richtung der drehbare Regler 36 gedreht
werden muss, um die von der Spritzpistole pro Zeiteinheit abzugebende Spritzgutmenge
zu erhöhen oder zu verringern, sind an dem Bedienschalter 22 oberhalb und unterhalb
des drehbaren Reglers 36 zwei weitere Markierungen 44 und 46 in Form eines Pluszeichens
und eines Minuszeichens vorgesehen, wobei das Pluszeichen eine Erhöhung und das Minuszeichen
eine Verringerung der Spritzgutmenge pro Zeiteinheit symbolisiert.
[0025] Der in Fig. 3 dargestellte drehbare Regler 36 kann als mehrstufiger oder als stufenloser
Regler ausgebildet sein. Ferner ist der drehbare Regler 36 bevorzugt derart ausgebildet,
dass bei Erreichen der Grundstellung, welche durch die Markierungen 40 und 42 definiert
wird, ein Signal ausgegeben wird, wie beispielsweise ein akustisches Signal. Bei diesem
akustischen Signal kann es sich um ein Klick-Signal handeln, das durch beim Durchgang
durch die Grundstellung miteinander in und aus dem Eingriff kommende Rastelemente
(nicht gezeigt) der Einstelleinrichtung 24 erzeugt wird. Ein solches Signal erleichtert
die Handhabung der Einstelleinrichtung 24.
[0026] Fig. 4 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 3, die eine alternative Ausgestaltung einer
Einstelleinrichtung 24 gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt. Gemäß Fig. 4 umfasst
die Einstelleinrichtung 24 einen verschiebbaren Regler 48, der, ausgehend von einer
durch die Markierungen 40 und 42 definierten Grundstellung, im Wesentlichen horizontal
(in Abgaberichtung des Spritzguts) vor- und zurückbewegt werden kann, um die von der
Spritzpistole 10 abzugebende Spritzgutmenge pro Zeiteinheit zu erhöhen oder zu verringern.
Markierungen 44 und 46 in Form eines Pluszeichens und eines Minuszeichens geben die
hierfür erforderlichen Bewegungsrichtungen an.
[0027] Auch die in Fig. 4 dargestellte Einstelleinrichtung 24 kann derart beschaffen sein,
dass beim Durchlaufen der Grundstellung ein Signal ausgegeben wird, wie es zuvor beschrieben
wurde. Zudem kann die Einstelleinrichtung 24 wahlweise mit einem stufenlos verschiebbaren
Regler 48 oder mit einem in Stufen verschiebbaren Regler 48 versehen sein.
[0028] Fig. 5 ist eine Teilansicht des in Fig. 3 dargestellten Bedienschalters 22 im demontierten
Zustand. Wie es anhand dieser Ansicht zu erkennen ist, umfasst die Einstelleinrichtung
24 einen verstellbaren Anschlag 50, der, wie es noch genauer unter Bezugnahme auf
die Fig. 6 bis 9 beschrieben wird, im eingebauten Zustand des Bedienschalters 22 einen
Bewegungsweg eines Hebels des Ventilbetätigungsmechanismus zum Betätigen der Ventileinheit
begrenzt. Der Anschlag 50 umfasst eine drehfest angeordnete Gewindespindel 52, die
über ein Muttergewinde (nicht gezeigt), das in Verbindung mit dem drehbaren Regler
36 steht, in Richtung des Pfeils A aus- und eingefahren werden kann. Am freien Ende
der Gewindespindel 52 ist ein pilzförmiger Ansatz 54 ausgebildet, der die Anschlagfläche
56 des Anschlags 50 bildet.
[0029] Die Fig. 6 und 7 sind Teilansichten der in Fig. 1 dargestellten Spritzpistole 11,
die einen Bereich des Handgriffes 20 bei entfernter Gehäusehälfte zeigen, um das Innenleben
des Handgriffes 20 darzustellen. Dabei zeigt Fig. 6 einen Zustand, in dem der an dem
Handgriff 20 der Spritzpistole 11 montierte Bedienschalter 22 in seiner nicht betätigten
Stellung angeordnet ist und der Anschlag 50 der Einstelleinrichtung 24 in seiner vollständig
ausgefahrenen Stellung positioniert wurde, indem der drehbare Regler so weit wie möglich
in Richtung der oberen Markierung 46 (Minuszeichen) gedreht wurde, wohingegen Fig.
7 einen Zustand zeigt, in dem der Bedienschalter 22 in seine betätigte Stellung überführt
wurde.
[0030] Wie es aus den Fig. 6 und 7 in Zusammenschau mit Fig. 2 hervorgeht, umfasst der Bedienschalter
22 einen Hebel 58, der einteilig mit diesem ausgebildet und über einen Schwenkzapfen
60 schwenkbar an dem Gehäuse 18 der Elektroeinheit 12 befestigt ist. Der Hebel 58
bildet einen Teil des Ventilbetätigungsmechanismus zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit,
die in der Sprüheinheit 14 zwischen dem Spritzgutaufnahmebehälter 32 und der Spritzdüse
30 aufgenommen ist. Wird der Bedienschalter 22 ausgehend von dem in Fig. 6 dargestellten
Zustand von einem Benutzer gedrückt, so führt dieser eine Schwenkbewegung um den Schwenkzapfen
60 durch, bis die Anschlagfläche 56 des an dem Bedienschalter 22 angeordneten Anschlags
50 der Einstelleinrichtung 24 gegen eine Gegenfläche stößt, die durch eine im Innern
des Handgriffs 20 ausgebildete Rippe 62 ausgebildet wird. Diese Schwenkbewegung führt
zunächst dazu, dass der Hebel 58 die Ventileinheit öffnet (was nicht näher dargestellt
ist), so dass diese den Weg für das in dem Spritzgutaufnahmebehälter 32 vorhandene
Spritzgut in Richtung Spritzdüse 30 freigibt. Ferner kommt eine Kontaktfläche 63 des
Bedienschalters 22 während ihrer Schwenkbewegung um den Drehzapfen 60 mit einer schwenkbar
um einen Dorn 64 angeordneten und mit einem Federelement 66 in Richtung der Kontaktfläche
63 vorgespannten Kurvenscheibe 68 in Eingriff, so dass diese entgegen der Vorspannkraft
des Federelementes 66 eine Drehbewegung um den Dorn 64 ausführt. Zur Stabilisierung
dieser Drehbewegung ist eine Führung in Form eines einteilig mit dem Gehäuse des Handgriffs
20 ausgebildeten weiteren Dorns 70 vorgesehen, der in eine bogenförmige Durchgangsnut
72 eingreift, die in der Kurvenscheibe 68 eingebracht ist. In unmittelbarer Nähe der
Kurvenscheibe 68 ist ein Ein-/Ausschalter 74 zum Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit
positioniert, dessen Betätigungsknopf 76 durch eine Betätigungsfläche 78 der Kurvenscheibe
68 betätigt wird, kurz bevor der Bedienschalter 22 seine Endposition erreicht hat,
wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
[0031] Auf die zuvor beschriebene Art und Weise wird durch das Betätigen des Bedienschalters
22 also zunächst die Ventileinheit geöffnet und anschließend die Drucklufterzeugungseinheit
eingeschaltet. Nach dem Einschalten der Drucklufterzeugungseinheit wird ein Teil des
von dieser erzeugten Druckluftstroms direkt in den an der Spritzpistole 11 befestigten
Spritzgutaufnahmebehälter 32 geleitet, woraufhin das in diesem vorhandene Spritzgut
durch die Ventileinheit zur Spritzdüse 30 gefördert wird. Der verbleibende Teil des
Druckluftstroms gelangt über an der Spritzdüse 30 verteilte Öffnungen in Freie, und
zwar in Form eines Luftkegels, der das Spritzgut umhüllt, wodurch eine Farbnebelbildung
erheblich verringert wird.
[0032] Zum Beenden des Spritzvorgangs wird der Bedienschalter 22 losgelassen, woraufhin
dieser durch die Kurvenscheibe 66, auf welche die Vorspannkraft des Federelementes
66 wirkt, automatisch zurück in die in Fig. 6 dargestellte Stellung bewegt wird. Dabei
wird zunächst die Drucklufterzeugungseinheit abgestellt, da die Betätigungsfläche
68 der Kurvenscheibe 68 aus dem Eingriff mit dem Betätigungsknopf 76 des Ein-/Ausschalters
74 kommt, so dass sich dieser automatisch zurück in seine in Fig. 6 dargestellte Grundstellung
bewegt. Anschließend wird die Ventileinheit mit Hilfe des sich in seine in Fig. 6
dargestellte Ausgangsstellung zurück bewegenden Hebels 58 geschlossen.
[0033] Die Fig. 8 und 9 entsprechen im Wesentlichen den Fig. 6 und 7, wobei jedoch der Anschlag
50 der Einstelleinrichtung 24 in seine am weitesten eingefahrene Stellung bewegt wurde,
indem der drehbare Regler 36 so weit wie möglich in Richtung der unteren Markierung
44 (Pluszeichen) gedreht wurde. Entsprechend wurde der Bewegungsweg b des Bedienschalters
22, der zwischen der Anschlagfläche 56 des Anschlags 50 und der Rippe 62 definiert
ist, wie es in den Fig. 8 und 9 eingezeichnet ist, gegenüber dem in den Fig. 6 und
7 dargestellten Bewegungsweg a verlängert, so dass der Hebel 58 des Bedienschalters
22 eine entsprechend größere Schwenkbewegung um den Drehzapfen 60 ausführt, wenn der
Bedienschalter 22 von einem Benutzer betätigt wird. Dies führt dazu, dass die Ventileinheit
stärker geöffnet und somit mehr Spritzgutmenge pro Zeiteinheit von der Spritzdüse
30 abgegeben wird.
[0034] Durch Drehen des drehbaren Reglers 36 in die eine oder die andere Richtung, die eine
Änderung des Bewegungsweges des Bedienschalters 22 zur Folge hat, kann der Benutzer
also das durch die Schwenkbewegung des Hebels 58 hervorgerufene Öffnungsmaß der Ventileinheit
und entsprechend die Spritzgutmenge variieren, die von der Spritzpistole 11 pro Zeiteinheit
abgegeben wird, so dass diese an eine aktuelle Anwendung bedarfsgerecht angepasst
werden kann.
[0035] Das zuvor beschriebene Spritzpistolensystem gemäß der vorliegenden Erfindung zeichnet
sich insbesondere durch seine einfache Handhabbarkeit aus. Diese ist unter anderem
darauf zurückzuführen, dass der Schaltmechanismus zum Ein- und Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit
und der Ventilbetätigungsmechanismus zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit durch
einen einzelnen Bedienschalter betätigt werden. Ferner lässt sich die Spritzgutmenge
mit Hilfe der am Bedienschalter angeordneten Einstelleinrichtung bequem regeln. Aufgrund
der Tatsache, dass der Schaltmechanismus und der Ventilbetätigungsmechanismus konstruktiv
derart aufeinander abgestimmt sind, dass die zeitliche Abfolge ihrer Betätigung relativ
zueinander festgelegt ist, können zudem Funktionsstörungen, die auf eine unbestimmte
Ein- und Ausschaltreihenfolge des Schaltmechanismus und des Ventilbetätigungsmechanismus
zurückzuführen sind, eliminiert werden. Schließlich zeichnet sich das erfindungsgemäße
Spritzpistolensystem durch seinen einfachen konstruktiven Aufbau aus, der einfach
und preiswert mit nur wenigen Bauteilen realisierbar ist.
[0036] Es sollte klar sein, dass die zuvor beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Spritzpistole nur als Beispiel dienen und in keinerlei Hinsicht einschränkend sind.
Vielmehr sind Modifikationen und Änderungen möglich, ohne den Schutzbereich der vorliegenden
Erfindung zu verlassen, der durch die beiliegenden Ansprüche definiert ist. Insbesondere
kann das unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 9 beschriebene Prinzip der einen Drehregler
aufweisenden Einstelleinrichtung auch auf die in Fig. 4 dargestellte Einstelleinrichtung
übertragen werden, die einen Schieberegler umfasst.
1. Spritzpistolensystem (10) zur Abgabe von Spritzgut, umfassend einen Spritzgutaufnahmebehälter
(32), eine Spritzpistole (11) mit einer Spritzdüse (30), eine elektrische Drucklufterzeugungseinheit,
eine Ventileinheit, über die das in dem Spritzgutaufnahmebehälter (32) vorhandene
Spritzgut der Spritzdüse (30) zugeführt wird, einen Schaltmechanismus zum Ein- und
Ausschalten der Drucklufterzeugungseinheit und einen Ventilbetätigungsmechanismus
zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit, wobei der Schaltmechanismus und der Ventitbetätigungsmechanismus
konstruktiv derart aufeinander abgestimmt sind, dass die zeitliche Abfolge ihrer Betätigung
relativ zueinander festgelegt ist, ein Bedienschalter (22) zum gemeinsamen Betätigen
des Schaltmechanismus und des Ventilbetätigungsmechanismus und eine Einstelleinrichtung
(24) zum manuellen Verstellen des Öffnungsmaßes der Ventileinheit, um die Spritzgutmenge,
die pro Zeiteinheit durch die Ventileinheit strömt, in einem Bereich zwischen einer
minimalen Spritzgutmenge und einer maximalen Spritzgutmenge zu variieren,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslegung des Bedienschalters (22) und der Mechanismen derart aufeinander abgestimmt
ist, dass der Ventilbetätigungsmechanismus beim Einschalten des Spritzpistolensystems
(10) zeitlich stets vor dem Schaltmechanismus betätigt wird und dass die Einstelleinrichtung
(24) zumindest eine Markierung (40, 42) aufweist, die eine vordefinierte Grundstellung
definiert, die einer abzugebenden vorbestimmten Spritzgutmenge entspricht, die pro
Zeiteinheit durch die Ventileinheit strömt, wobei die Einstellvorrichtung (24) derart
ausgebildet ist, dass die Spritzgutmenge ausgehend von der Grundstellung wahlweise
erhöht oder verringert werden kann und beim Durchlaufen der Grundstellung ein Signal
ausgegeben wird.
2. Spritzpistolensystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das beim Durchgang durch die Grundstellung ausgegebene Signal durch miteinander in
und außer Eingriff kommende Rastelemente der Einstelleinrichtung (24) erzeugt wird
und die Einstellvorrichtung (24) weitere Markierungen (44. 46) aufweist, die derart
beschaffen sind, dass sie dem Benutzer der Spritzpistole (11) anzeigen, in welcher
Richtung die Einstellvorrichtung (24) zur Erhöhung oder zur Verringerung der Spritzgutmenge,
die pro Zeiteinheit durch die Ventileinheit strömt, zu betätigen ist.
3. Spritzpistolensystem (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (24) an einem Handgriff (20) der Spritzpistole (11) angeordnet
ist.
4. Spritzpistolensystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) am Bedienschalter (22) positioniert ist.
5. Spritzpistolensystem (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) seitlich an einer oder an beiden Seiten des Bedienschalters
(22) positioniert ist.
6. Spritzpistolensystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) einen verschiebbaren Regler (48) aufweist.
7. Spritzpistolensystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) einen drehbaren Regler (36) aufweist.
8. Spritzpistolensystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) derart ausgebildet ist, dass die Verstellung des Öffnungsmaßes
der Ventileinheit in zumindest zwei Stufen oder stufenlos erfolgt.
9. Spritzpistolensystem (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (24) einen Anschlag (50) aufweist, der einen Bewegungsweg
(a, b) eines bewegbar angeordneten Hebels (58)
des Ventilbetätigungsmechanismus begrenzt, wobei der Anschlag (50) verstellbar ausgebildet
ist, um den Verstellweg (a, b) des Hebels (58) zu variieren.
1. Spray gun system (10) for the discharge of spray product, comprising a spray product
reception container (32), a spray gun (11) with a spray nozzle (30), an electrical
compressed-air generation unit, a valve unit, via which the spray product present
in the spray product reception container (32) is supplied to the spray nozzle (30),
a switch mechanism for switching the compressed-air generation unit on and off, and
a valve actuation mechanism for opening and closing the valve unit, the switch mechanism
and the valve actuation mechanism being coordinated structurally with one another
in such a way that the time sequence of their actuation in relation to one another
is fixed, an operating switch (22) for the joint actuation of the switch mechanism
and of the valve actuation mechanism, and a setting device (24) for the manual adjustment
of the amount of opening of the valve unit, in order to vary the spray product quantity,
which flows through the valve unit per unit time, in a range between a minimum spray
product quantity and a maximum spray product quantity, characterized in that the design of the operating switch (22) and that of the mechanisms are coordinated
with one another in such a way that the valve actuation mechanism is always actuated
before the switch mechanism in time when the spray gun system (10) is switched on,
and in that the setting device (24) has at least one marking (40, 42) which defines a predefined
basic position which corresponds to a predetermined spray product quantity to be discharged,
which flows through the valve unit per unit time, the setting device (24) being designed
in such a way that the spray product quantity can be selectively increased or reduced
from the basic position, and, when it passes through the basic position, a single
is emitted.
2. Spray gun system according to Claim 1, characterized in that the signal emitted during passage through the basic position is generated by latching
elements of the setting device (24) which come into and out of engagement with one
another, and the setting device (24) has further markings (44, 46) which are such
that they indicate to the user of the spray gun (11) the direction in which the setting
device (24) must be actuated in order to increase or to reduce the spray product quantity
which flows through the valve unit per unit time.
3. Spray gun system (10) according to Claim 1, characterized in that the setting device (24) is arranged on a handle (20) of the spray gun (11).
4. Spray gun system (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the setting device (24) is positioned on the operating switch (22).
5. Spray gun system (10) according to Claim 4, characterized in that the setting device (24) is positioned laterally on one side or on both sides of the
operating switch (22).
6. Spray gun system (10) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the setting device (24) has a displaceable controller (48).
7. Spray gun system (10) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the setting device (24) has a rotatable controller (36).
8. Spray gun system (10) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the setting device (24) is designed in such a way that the adjustment of the amount
of opening of the valve unit takes place in at least two steps or steplessly.
9. Spray gun system (10) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the setting device (24) has a stop (50) which limits a movement travel (a, b) of
a movably arranged lever (58) of the valve actuation mechanism, the stop (50) being
designed adjustably in order to vary the adjustment travel (a, b) of the lever (58).
1. Système de pistolet pulvérisateur (10) destiné à déposer un produit à pulvériser,
comprenant un réservoir d'accueil de produit à pulvériser (32), un pistolet pulvérisateur
(11) avec un gicleur (30), une unité électrique de production d'air comprimé, une
unité de soupape, par laquelle le produit à pulvériser présent dans le réservoir d'accueil
de produit à pulvériser (32) est acheminé vers le gicleur (30), un mécanisme de commutation
pour la mise en marche et l'arrêt de l'unité de production d'air comprimé, et un mécanisme
d'actionnement de soupape pour l'ouverture et la fermeture de l'unité de soupape,
dans lequel le mécanisme de commutation et le mécanisme d'actionnement de soupape
sont adaptés de telle façon l'un à l'autre quant à leur construction, que le déroulement
de leur actionnement dans le temps est mutuellement déterminé, un interrupteur de
commande (22) pour l'actionnement commun du mécanisme de commutation et du mécanisme
d'actionnement de soupape, ainsi qu'un dispositif de réglage (24) pour l'ajustement
manuel du degré d'ouverture de l'unité de soupape, permettant de modifier la quantité
de produit à pulvériser s'écoulant par l'unité de soupape par unité de temps, sur
une fourchette comprise entre une quantité minimale de produit à pulvériser et une
quantité maximale de produit à pulvériser, caractérisé en ce que
les conceptions de l'interrupteur de commande (22) et des mécanismes sont mutuellement
adaptées, de sorte que, lors de la mise en marche du système de pistolet pulvérisateur
(10), le mécanisme d'actionnement de soupape est toujours actionné avant le mécanisme
de commutation, et en ce que le dispositif de réglage (24) comporte au moins un repère (40, 42) définissant une
position de base prédéfinie, correspondant à une quantité prédéterminée de produit
à pulvériser s'écoulant par l'unité de soupape par unité de temps, le dispositif de
réglage (24) étant conçu de manière à ce que la quantité de produit à pulvériser puisse
être augmentée ou réduite au choix, à partir de la position de base, et à ce qu'un
signal soit émis lors du passage par la position de base.
2. Système de pistolet pulvérisateur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le signal émis lors du passage par la position de base est produit par des éléments
de crantage du dispositif de réglage (24), qui s'engagent et se désengagent mutuellement,
et le dispositif de réglage (24) comporte d'autres repères (44, 46) conçus de manière
à montrer à l'utilisateur du pistolet pulvérisateur (11) dans quelle direction le
dispositif de réglage (24) doit être actionné pour augmenter ou réduire la quantité
de produit à pulvériser s'écoulant par l'unité de soupape par unité de temps.
3. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) est monté sur un manche (20) du pistolet pulvérisateur
(11).
4. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) est positionné sur l'interrupteur de commande (22).
5. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) est positionné latéralement d'un côté ou des deux côtés
de l'interrupteur de commande (22).
6. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) comporte un régulateur coulissant (48).
7. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) comporte un régulateur rotatif (36).
8. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) est conçu de telle manière que le réglage du degré
d'ouverture de l'unité de soupape s'effectue sur au moins deux niveaux ou alors de
façon continue.
9. Système de pistolet pulvérisateur (10) selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que le dispositif de réglage (24) comporte une butée (50) délimitant une trajectoire
(a, b) d'un levier (58) du mécanisme d'actionnement de soupape, agencé de façon mobile,
la butée (50) étant conçue de façon réglable, pour modifier la course de réglage (a,
b) du levier (58).