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(11) |
EP 2 093 151 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.04.2014 Patentblatt 2014/17 |
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Anmeldetag: 17.02.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Stapel-, Säge- und Transportbehälter
Stacking, sawing and transport containers
Récipient d'empilage, de sciage et de transport
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
20.02.2008 DE 102008010072
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.08.2009 Patentblatt 2009/35 |
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Patentinhaber: Dalla Torre, Oliver |
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87493 Lauben (DE) |
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Erfinder: |
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- Dalla Torre, Oliver
87493 Lauben (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ernicke, Hans-Dieter et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. H.-D. Ernicke
Dipl.-Ing. Klaus Ernicke
Schwibbogenplatz 2b 86153 Augsburg 86153 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-95/16622 DE-A1- 3 046 655 DE-U1-202007 010 637
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CH-A5- 660 568 DE-U1- 8 024 996 US-A1- 2003 030 239
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter und ein Verfahren zum Handhaben, insbesondere
zum Lagern, Transportieren und Trennen von Langgütern mit den Merkmalen im Oberbegriff
des Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruchs.
[0002] Aus der Praxis ist es bekannt und üblich, Langgüter wie Rundhölzer oder Holzscheite
auf dafür vorgesehenen Paletten zu lagern und zu transportieren. Die Langgüter werden
in einer bestimmten Grundlänge auf die Paletten gestapelt. An den Paletten werden
aufrechte Stangen angebracht, die das Langgut quer zu seiner Achse führen. Während
des Transports wird gegebenenfalls eine Plane um den Stapel gebunden, um ein Herausfallen
oder Abrutschen zu vermeiden. Die für den Transportschutz angebrachte Plane wird zum
Lagern des Holzes abgenommen, um eine ausreichende Durchlüftung und ein Abtrocknen
des Holzes zu ermöglichen.
[0003] Insbesondere Brennholz wird als frisches, nasses Stammholz üblicherweise auf eine
Grundlänge abgelängt, gegebenenfalls gespalten und auf der Palette gestapelt, gelagert
und transportiert. Grund hierfür ist nicht nur die platzsparende Anordnung, sondern
auch, dass die gebräuchliche Maßeinheit beim Handel mit Brennholz ein Ster ist. Ein
Ster bezeichnet das Packvolumen von einem Kubik- oder Raummeter.
[0004] Wünscht ein Kunde eine kürzere Länge des Brennholzes, so wird der Holzstapel abgeladen
und einzeln in kleinere Stücke zersägt. Diese kürzeren Stücke werden dann als loses
Schüttgut zum Kunden transportiert und dort als Haufen abgeladen. Aufgrund der ungeordneten
Aufschüttung des Holzes ist es für den Kunden nun nicht mehr möglich, direkt zu überprüfen,
ob die vollständige Holzmenge angeliefert wurde. Das Brennholz wird vor der Auslieferung
gewogen und in Ster umgerechnet. Ausschlaggebend für die Exaktheit der Umrechnung
ist hierbei der Restfeuchtegehalt und damit das Gewicht des Holzes. Die tatsächlich
gelieferte Menge Holz kann im nassen Zustand merklich schwerer wirken.
[0005] Im Allgemeinen ist es dem Kunden überlassen, die einzelnen Holzstücke erneut aufzustapeln
und gegebenenfalls wieder auf Paletten und / oder an einem trockenen Ort zu lagern.
Das Abladen des Holzes zum Zersägen in kleinere Stücke und das erneute Aufstapeln
erfordern viel Kraft und Zeit und stellen mühevolle Arbeiten dar.
[0006] Aus der
DE 30 46 655 A1 ist eine Haltevorrichtung zum Halten längerer Holzteile für die Querunterteilung
mit einer Motorsäge bekannt. Die Haltevorrichtung besteht aus mehreren nebeneinander
angeordneten Sägeböcken, die das Schnittgut in Querrichtung führen. Das Schnittgut
ist mit deutlichem Abstand über einer Bodenfläche angeordnet.
[0007] Die
DE 20 2007 010 637 U1 lehrt eine Rahmen-Vorrichtung mit einem Lager für Holzscheite, das über eine horizontale
Achse kippbar gelagert ist. In dem Lager können Holzscheite zertrennt werden. Anschließend
kann das Schnittgut durch ein Kippen des Lagers entleert werden.
[0008] Aus der
CH 660 568 ist ein Sägebock für Brennholz vorbekannt und aus der
WO 95/16622 ein Transportcontainer aus Stahl, mit dem Holzbalken vom Ort der Fällung zu einem
Werk transportiert werden können.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung einen verbesserten Behälter und ein verbessertes Verfahren
zum Handhaben von Langgütern aufzuzeigen. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung eine
Bearbeitungsstation zur vorteilhaften Handhabung von Langgut aufzuzeigen.
[0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Verfahrens- und Vorrichtungshauptanspruch.
[0011] Der erfindungsgemäße Behälter hat den Vorteil, dass Langgüter und insbesondere Hölzer
in ihm aufgestapelt und in Längs- und Querrichtung gegen Verrutschen oder Herausfallen
gesichert werden. Die Hölzer können von gleicher oder verschiedener Holzart sein und
vor dem Aufstapeln auf eine Grundlänge abgelängt und / oder gespalten werden. Durch
Öffnungen in der Wandung des Behälters können die Langgüter als ganzer Stapel in kürzere
Stücke zertrennt werden. Ein Freigang in der Auflagefläche des Bodenteils ermöglicht
ein Durchtrennen des gesamten Stapels in einem Arbeitsgang, ohne dass das Bodenteil,
der Aufbau oder das Trennwerkzeug beschädigt werden. Das Holz kann nass aufgestapelt
werden und im luftdurchlässigen Behälter trocknen.
[0012] Da das Holz im Behälter zertrennt werden kann, entfallen die Prozesse des Abladens
und erneuten Aufstapelns der Langgüter. Hierdurch wird der Bearbeitungsvorgang erheblich
verkürzt und erleichtert. Im Fall von Brennholz kann ein kompletter Holzstapel direkt
im Behälter zersägt und sehr schnell zum Kunden geliefert werden. Somit wird eine
geschlossene Kette der Brennholzerzeugung vom Stammholz bis zum ofenfertigen Brennholz
beim Kunden gewährleistet, ohne dass das Brennholz lose transportiert, abgekippt oder
neu gestapelt werden muss. Der Behälter wird als komplette Einheit bis zum Kunden
transportiert. Die Holzmenge im Behälter ist zu jedem Zeitpunkt genau definiert, also
sichtbar und berechenbar. Der Kunde kann auch selbst das Zertrennen des Holzes durchführen.
[0013] Der Behälter kann in unterschiedlichen Größen gefertigt und mit allen handelsüblichen
Transportmitteln bewegt werden, insbesondere mit Hubwagen, Staplern oder Sackkarren.
[0014] Das Langgut kann je nach Bedarf von seiner Grundlänge ausgehend in kürzere Stücke
verschiedener Formate zertrennt werden. Beispielsweise kann sog. "Meterholz" ein-
oder mehrmals zertrennt werden, wobei ofenfertige Formate von beispielsweise 25cm,
33cm, 50cm oder 100cm handelsüblich sind. Es ist jedoch jede beliebige Länge und Kombination
von Formaten möglich. Das Zertrennen kann auf Kundenanfrage oder bereits direkt nach
der Einlagerung erfolgen. Im Behälter können auch Laggüter mit großem Durchmesser
zertrennt werden.
[0015] Durch die Querführung des Holzes wird dieses auch während des Trennprozesses von
der Umwandung abgestützt. Die zertrennten Stücke sowie die ganzen Hölzer sind im Behälter
sicher transportierbar und vor Verrutschen und Herausfallen geschützt. Der Platzbedarf
bei der Herstellung wird wesentlich verringert und das Langgut kann auch im zertrennten
Zustand auf minimaler Fläche gelagert werden. Das beim Trennen anfallende Sägemehl
kann aufgefangen, getrocknet und wiederum zu Presslingen verarbeitet oder in sonstiger
Weise verwertet werden.
[0016] Die Langgüter können im Behälter gelagert, durchlüftet oder gegebenenfalls befeuchtet
werden. Die Behälter sind stapelbar und somit platzsparend auf geringer Fläche lagerbar.
[0017] Die Wandung wird bevorzugt durch Seitenteile und Rungen gebildet. Diese Seitenteile
und Rungen sind einzeln am Bodenteil anbringbar und können auch einzeln wieder abgenommen
werden. Hierdurch lässt sich die Wandung an beliebiger Stelle öffnen, um das Einbringen
und Herausnehmen des Langgutes zu vereinfachen.
[0018] Die Rungen können als Eckrungen und Seitenrungen ausgeführt sein, welche zum Transport
und zur Lagerung durch Querverbindungen versteift werden. Während des Zertrennens
der Langgüter können diese Querversteifungen abgenommen werden. An den Rungen können
Versteifungselemente oder Schutzkanten angebracht sein. Diese können auch als Führungselemente
für ein Trennwerkzeug dienen.
[0019] Im oberen Bereich sind die Rungen bevorzugt durch Spriegel, Oberverstrebungen oder
Auflageriegel verbunden. Die Spriegel nehmen während des Trennprozesses zusammen mit
den Rungen die Trennkräfte auf und versteifen den Behälter. Sie bieten weiterhin eine
belastbare Oberfläche für das Stapeln der Behälter.
[0020] Die Seitenwände, Rungen, Spriegel und das Bodenteil werden bevorzugt formschlüssig
miteinander verbunden. Es eignen sich hierbei besonders Steckverbindungen, die bei
Bedarf zusätzlich beispielsweise mit Kabelbindern, Drähten, Verschraubungen oder Nägeln
gesichert werden können.
[0021] Hierdurch werden eine einfache, schnelle und kostengünstige Montage sowie Demontage
des Behälters ermöglicht. Die demontierten Teile sind wiederverwendbar und können
mit geringem Stauraum gelagert und transportiert werden.
[0022] Bodenteil, Seitenteile, Rungen und Oberverstrebungen werden bevorzugt aus unbehandeltem
Holz gefertigt, wodurch der Behälter günstig herzustellen ist und vom Kunden nach
Entfernen der Verbindungselemente ohne Umweltbedenken mit verfeuert werden kann. Der
Behälter kann aber auch ganz oder teilweise aus Kunststoff, Metall oder einer beliebigen
Materialkombination gefertigt sein.
[0023] Der Behälter wird bevorzugt in Land- und Forstwirtschaft und im Brennholzhandel verwendet.
Er eignet sich für Herstellung, Transport und Vertrieb.
[0024] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt.
Im einzelnen zeigen:
- Figur 1:
- Einen leeren Behälter in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2:
- einen leeren Behälter in Seitenansicht,
- Figur 3:
- einen leeren Behälter in Frontansicht,
- Figur 4:
- eine Draufsicht auf Bodenteil und Wandung des Behälters,
- Figur 5:
- einen Behälter mit eingestapeltem Langgut und ein Trennwerkzeug während des Trennprozesses
in Frontansicht,
- Figur 6:
- einen Behälter mit eingestapeltem Langgut und ein Trennwerkzeug während des Trennprozesses
in Seitenansicht und
- Figur 7:
- einen Behälter auf einer Hebebühne beim Einbringen des Langgutes in einer Bearbeitungsstation.
[0025] Die Erfindung betrifft einen Behälter (1) und ein Verfahren zum Handhaben von Langgut
(17), insbesondere zum Lagern, Transportieren und Trennen von Langgut (17) in einem
Behälter (1). Die Erfindung betrifft weiterhin eine Bearbeitungsstation (14) für die
Handhabung von Langgut (17).
[0026] Der Behälter (1) kann für beliebige Arten und Materialien von Langgütern (17) vorgesehen
sein. In der gezeigten Ausführungsform handelt es sich um einen Behälter (1) für Rundhölzer
oder Holzscheite. Der Behälter (1) besteht aus einem Bodenteil (2), einer seitlichen,
gegebenenfalls umlaufenden Wandung (3) und gegebenenfalls einem Deckel. Die seitliche
Wandung ist in Form von Seitenteilen (5) und Rungen (6,6') ausgeführt und bietet ein
oder mehrere Öffnungen (4) für den Durchtritt eines Trennwerkzeugs (16), wie beispielsweise
einer Kettensäge. Die Öffnungen (4) sind bevorzugt quer zum Bodenteil (2) ausgerichtet
und entstehen bespielsweise dadurch, dass schmale Rungen (6,6') gegenseitig auf Abstand
gesetzt werden.
[0027] Das Bodenteil (2) ist in der gezeigten Ausführung eine Palette, bestehend aus Klötzen
mit darauf aufgebrachten Längs- und Querlatten oder -brettern. Auf die Querlatten
sind Auflageleisten (8) als Abstandsbildner aufgebracht. Auf diese Auflageleisten
werden die Langgüter (17) aufgestapelt, wobei zwischen den Auflageleisten (8) und
bevorzugt im Bereich der Öffnungen (4) der Wandung (3) Hohlräume freibleiben. Diese
Hohlräume dienen im Trennprozess als Freigang (9) für das Trennwerkzeug, sodass das
Bodenteil (2) beim Trennprozess nicht beschädigt wird und der ganze Stapel in einem
Arbeitsgang durchtrennt werden kann. Die Auflageleisten (8) verlaufen bevorzugt quer
zur Achse des Langgutes (17) und parallel zur Trennebene. Die Freigänge (9) können
auch durch Ausnehmungen im Bodenteil (2) gebildet werden. Es ist weiterhin möglich,
dass das Bodenteil (2) mit einer dicken Auflagefläche ausgeformt ist und das Trennwerkzeug
in den oberen Teil der Auflagefläche eindringt.
[0028] Die Seitenteile (5) können mit dem Bodenteil (2) formschlüssig und lösbar verbunden
sein. In den Zeichnungen sind Steckverbindungen (10) in Form von U-Profilen dargestellt.
Die Rungen (6,6') sind als Eckrungen (6) und Mittelrungen (6') ausgeführt, zwischen
denen beispielsweise drei oder vier Öffnungen (4) frei bleiben. Beidseits am Bodenteil
(2) gegenüberliegende Rungen (6,6') können im oberen Bereich durch Spriegel (7), Auflageriegel
oder Oberverstrebungen mit ggf. gleicher Breite wie die Rungen (6,6') paarweise verbunden
sein. Die Spriegel (7) bilden ebenfalls Öffnungen (4) für den Durchtritt eines Trennwerkzeugs
(16), die an die vertikalen Öffnungen (4) anschließen.
[0029] Die Auflageriegel (7) sind lösbar und formschlüssig, z.B. durch Steckverbindungen
(10), insbesondere U-Profile, mit den Rungen (6,6') verbunden. Die Auflageriegel (7)
dienen der Versteifung des Behälters (1), sowie einer Abstützung der auf die Rungen
(6,6') wirkenden Kräfte, insbesondere während des Trennprozesses. Sie führen weiterhin
die Langgüter (16) im zertrennten wie unzertrennten Zustand quer zu deren Achse und
sichern diese vor Verrutschen oder Herausfallen.
[0030] Die Auflageriegel (7) bilden bevorzugt eine belastbare Oberfläche des Behälters (1).
Die Behälter (1) sind in zwei oder mehr Lagen übereinander stapelbar.
[0031] An den Rungen (6,6') können Versteifungselemente (12) angebracht werden, die die
Steifigkeit und Stabilität der Wandung und des gesamten Behälters erhöhen. Je nach
Ausführungsform können diese Elemente auch als Führungselemente (12) für ein Trennwerkzeug
oder als Schutzkanten ausgebildet sein. In der Zeichnung sind U-Profile auf den Rändern
der Mittelrungen (6') dargestellt. Die Versteifungen (12) können jedoch auch auf der
Innen-oder Außenfläche, sowie an den Eckrungen (6) angebracht werden.
[0032] Die Eckrungen (6) und Mittelrungen (6') sowie gegebenenfalls die Seitenteile (5)
sind durch Querverstrebungen (13) untereinander verbunden. Diese Querverstrebungen
(13) sind lösbar mit den Eckrungen (6), den Mittelrungen (6') und gegebenenfalls mit
den Seitenteilen (5) verbunden und können für den Trennprozess abgenommen werden,
um die Öffnungen (4) freizugeben. In den Zeichnungen sind jeweils zwei Querverstrebungen
(13) im oberen und unteren Bereich der Rungen (6,6') dargestellt, die beispielsweise
mit den Rungen (6,6') formschlüssig, z.B. durch Schrauben, Riegelverbinder etc., verbunden
sind.
[0033] Die Seitenteile (5) sind bevorzugt stirnseitig zum Langgut am Bodenteil (2) befestigt,
bieten eine Führung und ggf. Abstützung der Langgüter (17) quer zu deren Achse und
sind einzeln demontierbar. Die Seitenteile (5) sind bevorzugt im oberen und / oder
mittleren Bereich über Eckverbindungen (11) mit den Eckrungen (6) formschlüssig und
lösbar verbunden. In den Zeichnungen sind die Seitenteile (5) als Rahmenkonstruktion
mit einem Gitterelement dargestellt.
[0034] Zum Einbringen und Aufstapeln kann der Behälter (1) in einer Bearbeitungsstation
(14) und auf einer Hebeanlage (15) angeordnet sein. Die Bearbeitungsstation (14) bereitet
das Langgut (17) gegebenenfalls durch Ablängung auf eine Grundlänge oder Spaltung
auf. Die Bearbeitungsstation (14) beinhaltet mindestens einen Behälter (1), sowie
gegebenenfalls ein Trennwerkzeug (16), ein Spaltwerkzeug (18) und ein Ablängwerkzeug
(19), was in Figur 7 schematisch durch ein Sägeblatt und einen Keil illustriert ist.
Für die Einbringung oder Entnahme der Langgüter (17) in den Behälter (1) kann die
Wandung (3) ganz oder teilweise entfernt sein. Insbesondere kann eine Seitenwand (5)
entfernt sein. Das ggf. axiale Einbringen und Aufstapeln der Langgüter (17) im Behälter
(1) kann durch eine Fördereinrichtung (20) vereinfacht oder mittels einer Handhabungseinrichtung
automatisiert sein. Das Trennwerkzeug (16) ist vorzugsweise als fahrbare Kettensäge
mit einem langen, schwenkbaren Kettenschwert ausgebildet, das von oben durch die horizontalen
und vertikalen Öffnungen (4) und durch den Stapel geführt werden kann. Das Trennwerkzeug
kann auch anders, z.B. als Bandsäge ausgeführt sein.
[0035] Die in den Behältern gelagerten Langgüter (17) können zu einem beliebigen Zeitpunkt
und in variablen Abschnittslängen im Bereich der Öffnungen (4) zertrennt werden. Hierzu
werden die Querverstrebungen (13) entfernt und ein Trennwerkzeug (16) ganz oder teilweise
durch den Stapel hindurch geführt. Nach dem Trennprozess werden die Querverstrebungen
(13) wieder angebracht.
[0036] Die Wandung (3) ist bevorzugt so ausgeführt, dass die Langgüter (17) im Behälter
durchlüftet, befeuchtet oder auf ähnliche Weise behandelt werden können.
[0037] In einer weiteren Ausführungsform kann die Wandung zu allen Seiten aus Rungen (6,6')
mit dazwischen befindlichen Öffnungen (4) bestehen. Die Oberverstrebungen (7) können
als Platte oder Deckel ausgeformt sein. Die Zahl der Rungen (6,6') und der Öffnungen
(4) ist variabel. Der Behälter kann ferner als Kiste mit Schlitzen oder als Bodenteil
(2) mit kistenartiger Wandung (3) und / oder gegebenenfalls klappenartigem Deckel
ausgeführt sein.
[0038] Die Bearbeitungsstation kann eine Hubeinrichtung (15), eine Handhabungseinrichtung
für das Aufstapeln der Langgüter sowie eine Befeuchtungs-, Trocknungsanlage aufweisen.
Die Behandlungsstation kann ferner Anlagen zur thermischen oder aerosolischen Behandlung
sowie ein Transportsystem für die Behälter (1) aufweisen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 1
- Behälter
- 2
- Bodenteil
- 3
- Umwandung
- 4
- Öffnung
- 5
- Seitenteil
- 6
- Runge, Eckrunge
- 6'
- Runge, Mittelrunge
- 7
- Spriegel / Oberverstrebung / Auflageriegel
- 8
- Auflageleiste / Abstandsbildner
- 9
- Freigang / Hohlraum
- 10
- Steckverbinder
- 11
- Eckverbindung
- 12
- Führungs- oder Versteifungselement / Schutzkante
- 13
- Querverstrebung
- 14
- Bearbeitungsstation
- 15
- Hubanlage
- 16
- Trennwerkzeug
- 17
- Langgut
- 18
- Spaltwerkzeug
- 19
- Ablängwerkzeug
- 20
- Fördereinrichtung
1. Stapel-, Säge- und Transportbehälter (1) zur Aufnahme von stapelbarem Langgut (17),
wobei der Behälter ein Bodenteil (2) und eine Umwandung (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenteil (2) in Form einer Palette ausgebildet ist und eine Auflagefläche mit
Freigang (9) für ein Trennwerkzeug (9) aufweist, wobei die Umwandung (3) ein oder
mehrere Öffnungen (4) für den Durchtritt eines Trennwerkzeugs (16) aufweist und das
Langgut (17) in Längs- und Querrichtung führt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (3) aus Seitenteilen (5) und Rungen (6,6') besteht, die mit dem Bodenteil
(2) lösbar verbunden sind.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rungen (6, 6') auf Abstand gesetzt sind und ein oder mehrere Öffnungen (4) bilden.
4. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegende Rungen (6,6') im oberen Bereich durch Spriegel (7) verbunden sind.
5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rungen (6,6') ein oder mehrere Führungs- oder Versteifungselemente (12) aufweisen.
6. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (5) und Rungen (6,6') durch abnehmbare Querverstrebungen (13) untereinander
versteift sind.
7. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) aus Holz hergestellt ist.
8. Verfahren zum Handhaben, insbesondere zum Lagern, Transportieren und Zertrennen von
stapelbarem Langgut (17) in einem Behälter (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Langgut (17) in den Behälter (1) gestapelt wird, und dass das Langgut (17) als
Stapel im Behälter (1) zertrennt wird, wobei der Behälter nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Langgut (17) vor dem Einbringen in einer Bearbeitungsanlage (14) aufbereitet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Langgut (17) in Teile gewünschten Formats zertrennt und anschließend im Behälter
(1) transportiert oder gelagert werden kann.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8, 9 oder 10 dadurch gekennzeichnet, dass das Langgut (17) oder dessen Abschnitte einzeln aus dem Behälter (1) entnommen werden.
12. Bearbeitungsstation (14) für Langgut (17), dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation (14) mindestens einen Behälter (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 7 und ein Trennwerkzeug (16) aufweist.
13. Bearbeitungsstation (14) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation (14) ein Spaltwerkzeug (18) und/oder ein Ablängwerkzeug (19)
für das Langgut (17) aufweist.
14. Bearbeitungsstation (14) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsstation (14) eine Handhabungseinrichtung zum Einstapeln des Langgutes
(17) und/oder eine Hebeanlage (15) aufweist.
1. Stacking, sawing and transport container (1) for receiving stackable long articles
(17), wherein the container has a base part (2) and an enclosing wall (3), characterized in that the base part (2) is designed in the form of a pallet and has a bearing surface with
clearance (9) for a severing tool (16), wherein the enclosing wall (3) has one or
more openings (4) for the passage of a severing tool (16) and guides the long articles
(17) in longitudinal and transverse directions.
2. Container according to Claim 1, characterized in that the wall (3) comprises side parts (5) and uprights (6, 6') which are releasably connected
to the base part (2).
3. Container according to Claim 1 or 2, characterized in that the uprights (6, 6') are placed at a distance from one another and form one or more
openings (4).
4. Container according to one of the preceding claims, characterized in that opposite uprights (6, 6') are connected in the upper region by means of hoops (7).
5. Container according to one of the preceding claims, characterized in that the uprights (6, 6') have one or more guide or reinforcing elements (12).
6. Container according to one of the preceding claims, characterized in that the side parts (5) and uprights (6, 6') are reinforced with respect to one another
by means of removable cross-struts (13).
7. Container according to one of the preceding claims, characterized in that the container (1) is produced from wood.
8. Method for handling, in particular for storing, transporting and severing stackable
long articles (17) in a container (1), characterized in that the long articles (17) are stacked into the container (1), and in that the long articles (17) are severed as a stack in the container (1), wherein the container
is designed according to at least one of Claims 1 to 7.
9. Method according to Claim 8, characterized in that the long articles (17) are prepared in a processing unit (14) prior to being introduced.
10. Method according to Claim 8 or 9, characterized in that the long articles (17) can be severed into parts with a desired format and then be
transported or stored in the container (1).
11. Method according to one of Claims 8, 9 and 10, characterized in that the long articles (17) or portions thereof are removed individually from the container
(1).
12. Processing station (14) for long articles (17), characterized in that the processing station (14) has at least one container (1) according to one of Claims
1 to 7 and a severing tool (16).
13. Processing station (14) according to Claim 13, characterized in that the processing station (14) has a cleaving tool (18) and/or a cutting-to-length tool
(19) for the long articles (17).
14. Processing station (14) according to Claim 13 or 14, characterized in that the processing station (14) has a handling device for stacking the long articles
(17) and/or a lifting unit (15).
1. Récipient d'empilage, de sciage et de transport (1) pour recevoir un produit de forme
allongée empilable (17), le récipient présentant une partie de fond (2) et une paroi
périphérique (3), caractérisé en ce que la partie de fond (2) est réalisée sous forme de palette et présente une surface
d'appui avec un passage (9) pour un outil de découpe (16), la paroi périphérique (3)
présentant une ou plusieurs ouvertures (4) pour le passage d'un outil de découpe (16)
et guidant le produit de forme allongée (17) dans la direction longitudinale et transversale.
2. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paroi (3) se compose de parties latérales (5) et de ranches (6, 6') qui sont connectées
de manière détachable à la partie de fond (2).
3. Récipient selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les ranches (6, 6') sont placées à distance l'une de l'autre et forment une ou plusieurs
ouvertures (4).
4. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des ranches opposées (6, 6') sont connectées dans la région supérieure par des traverses
(7).
5. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ranches (6, 6') présentent un ou plusieurs éléments de guidage ou de renforcement
(12).
6. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parties latérales (5) et les ranches (6, 6') sont renforcées mutuellement par
des entretoises transversales amovibles (13).
7. Récipient selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le récipient (7) est fabriqué en bois.
8. Procédé de manipulation, en particulier pour le stockage, le transport et le découpage
d'un produit de forme allongée empilable (17) dans un récipient (1), caractérisé en ce que le produit de forme allongée (17) est empilé dans le récipient (1) et en ce que le produit de forme allongée (17) est découpé sous forme de pile dans le récipient
(1), le récipient étant réalisé selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 7.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le produit sous forme allongée (17) est préparé dans une installation de traitement
(14) avant son introduction.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le produit de forme allongée (17) est découpé en pièces au format souhaité et peut
ensuite être transporté ou stocké dans le récipient (1).
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8, 9 ou 10, caractérisé en ce que le produit de forme allongée (17) ou des portions de celui-ci sont prélevés individuellement
hors du récipient (1).
12. Poste de traitement (14) pour un produit de forme allongée (17), caractérisé en ce que le poste de traitement (14) présente au moins un récipient (1) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7 et un outil de découpe (16).
13. Poste de traitement (14) selon la revendication 13, caractérisé en ce que le poste de traitement (14) présente un outil de fendage (18) et/ou un outil de découpage
à la longueur (19) pour le produit de forme allongée (17).
14. Poste de traitement (14) selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le poste de traitement (14) présente un dispositif de manipulation pour empiler le
produit de forme allongée (17) et/ou une installation de levage (15).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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