[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit zur Verpackung und Portionierung eines
Mediums, beispielsweise aus dem Bereich der Medizin, der Kosmetik, der Chemie oder
der Lebensmittelindustrie, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Diese Verpackungseinheit
weist zwei aneinander angeordnete flächige Elemente auf, die beispielsweise durch
Folien, schalen- oder deckelartige Kunststoffteile, wie Tiefziehteile, beziehungsweise
durch eine Kombination der selben gebildet ist. Durch den Begriff "flächig" soll hierbei
lediglich ausgesagt sein, dass sich die Elemente im Wesentlichen über eine Fläche
erstrecken, wobei sie jedoch insbesondere nicht flach ausgebildet sein müssen, sondern
auch gewisse Konturen aufweisen können. Die beiden flächigen Elemente bilden durch
bereichsweise Beabstandung voneinander eine geschlossene Kammer aus. In einem die
Kammer umschließenden Bundbereich sind die flächigen Elemente miteinander verbunden,
wobei der Bundbereich durch einen Außenrand begrenzt ist. Zur kontrollierten Abgabe
eines in der Kammer gespeicherten Mediums ist eine Öffnungseinrichtung vorgesehen.
Diese ist an einer von einem ersten Randabschnitt des Außenrandes abgewandten Seite
der Kammer angeordnet und einem zweiten Randabschnitt zugewandt, der dem ersten am
Außenrand gegenüber liegt.
[0002] Aus
DE 201 02 348 U1 ist eine Verpackungseinheit bekannt, die an einer weiteren Verpackung gehalten ist.
Die Verpackungseinheit weist in einer Ausführungsform zwei Teileinheiten auf, die
über einen Umlenkbereich miteinander verbunden sind. Die Teileinheiten weisen zur
Abgabe eines gespeicherten Mediums jeweils eine vom Umlenkbereich abgewandte Öffnungseinrichtung
auf. Beide Öffnungseinrichtungen werden durch Entfernen eines abtrennbaren Teils geöffnet.
[0003] Eine derartige Verpackungseinheit ermöglicht ein komfortables Öffnen ohne Hilfsmittel
und eine exakte Abgabe des in der Kammer enthaltenen Mediums.
[0004] Insbesondere bei Anwendungen im Bereich der Veterinär- oder Kindermedizin hat sich
jedoch gezeigt, dass nach dem Öffnen der Verpackungseinheit häufig die Verabreichung
des Mediums unterbrochen oder aufgeschoben werden muss, da der Patient wenigstens
vorübergehend nicht zur Aufnahme des Mediums bereit steht. Nachteilig an der bekannten
Verpackungseinheit ist in einem solchen Fall jedoch, dass diese nach dem Öffnen vom
Anwender bis zur Verabreichung gehalten werden muss, da andererseits das Medium aus
der Kammer austritt.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Verpackungseinheit die
genannten Nachteile zu vermeiden und auch nach dem Öffnen eine Aufbewahrugsmöglichkeit
vorzusehen, bei der das Medium nicht ungewollt austritt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Verpackungseinheit mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Dabei weist der Bundbereich, beispielsweise am zweiten Randabschnitt, einen
Stützabschnitt auf, der von einer Ausgangsposition, in der er sich im Wesentlichen
entlang des übrigen Bundbereiches erstreckt, um einen Umlenkbereich herum in eine
Stützposition umlenkbar ist. Bei diesem Umlenken wird der Stützabschnitt von der Öffnungseinrichtung
weg geschwenkt. In der Stützposition bildet der Stützabschnitt dann zusammen mit dem
ersten Randabschnitt zueinander beabstandete Standmittel, über die die Verpackungseinheit
auf einer Stellfläche abstellbar ist. In Folge der zuvorigen Beabstandung des Stützabschnittes
von der Öffnungseinrichtung ist diese dabei von der Stellfläche weg, das heißt nach
oben gerichtet. Die Standmittel können dabei je nach Profilierung des ersten Randabschnittes
und des Stützabschnittes durch wenigstens drei Stützpunkte, durch zwei Stützlinien
oder durch eine Stützlinie und wenigstens einen Stützpunkt gebildet sein.
[0007] In jedem Fall kann somit die Verpackungseinheit zunächst eine beispielsweise für
die Lagerung oder den Transport geeignete, möglichst kompakte Ausgangsposition einnehmen.
Nach dem Öffnen kann dann die Stützposition eingestellt werden, in der die Verpackungseinheit
in einer statisch bestimmten und dadurch stabilen Weise in einer Lage abgestellt werden
kann, in der die Öffnungseinrichtung in Schwerkraftrichtung oberhalb der Kammer angeordnet
ist. In dieser Lage der Verpackungseinheit kann somit trotz geöffneter Öffnungseinrichtung
kein Medium austreten.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Umlenkbereich plastisch
verformbar ausgeführt, wodurch der Stützabschnitt nach dem Umlenken in die Stützposition
in dieser verharrt, was wiederum ein sicheres Abstellen der Verpakkungseinheit ermöglicht.
[0009] Zudem ist es günstig, wenn der Stützabschnitt in eine Stützposition umlenkbar ist,
in der zwischen dem Stützabschnitt und einem durch den ersten Randabschnitt begrenzten
Stellabschnitt des Bundbereiches ein Stützwinkel eingeschlossen wird, der weniger
als 140° beträgt. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass die Kammer mit der Öffnungseinrichtung
beim Abstellen auf einer Stellfläche eine ausreichend nach oben geneigte Lage einnimmt,
in der auch bei geöffneter Öffnungseinrichtung kein Medium aus der Kammer austritt.
[0010] Vorteilhafterweise ist der Stützabschnitt durch eine linienförmige Materialschwächung
vom übrigen Bundbereich getrennt. Diese weist ein zum Außenrand beabstandetes erstes
Ende auf, an dem der Umlenkbereich zum Außenrand hin herstellbar ist. Hierdurch kann
der Stützabschnitt in komfortabler Weise von der Stützposition entfernt werden. Zudem
kann durch die gewählte Position des ersten Endes dabei eine besonders günstige Lage
des Umlenkbereiches vorbestimmt werden.
[0011] Zudem ist es günstig, wenn sich die Materialschwächung U-förmig um die Öffnungseinrichtung
herum erstreckt und sie neben dem ersten Ende ein ebenfalls zum Außenrand beabstandetes
zweites Ende aufweist, an dem nun ein zweiter Teil des Umlenkbereiches zum Außenrand
hin herstellbar ist. Auf diese Weise steht ein relativ breiter Stützabschnitt zur
Verfügung, der ein besonders stabiles Abstellen der Verpackungseinheit ermöglicht.
Zudem kann der Stützabschnitt bei dieser Ausführungsform in der Ausgangsposition als
Schutzeinrichtung der Öffnungseinrichtung dienen, um beispielsweise ein unbeabsichtigtes
Öffnen derselben zu verhindern.
[0012] Vorteilhafterweise weist das erste Ende und das zweite Ende jeweils einen Abstand
zum Außenrand auf, der wenigstens 10% einer Quererstreckung der Verpackungseinheit
auf Höhe der beiden Enden beträgt. Dabei steht die Quererstreckung senkrecht zu einer
Längserstreckung zwischen dem ersten Randabschnitt und einem von diesem abgewandten
zweiten Randabschnitt. Durch den vorgesehenen Mindestabstand der beiden Enden wird
einerseits sichergestellt, dass insbesondere bei mehrfachem Umlenken zwischen Ausgangsposition
und Stützposition kein Riß im Umlenkbereich entsteht. Andererseits kann bei einer
derartigen Mindesterstreckung des Umlenkbereiches die plastische Verformbarkeit desselben
mittels relativ vieler Materialien umgesetzt werden.
[0013] Ferner ist es günstig, wenn wenigstens das erste Ende bezüglich der Längserstreckung
in einem mittleren Drittel, insbesondere genau in der Mitte, der Verpakkungseinheit
angeordnet ist, wodurch ein stabiles Abstützen der Verpackungseinheit möglich ist.
[0014] Vorteilhafterweise ist die Materialschwächung über ihre gesamte Länge durch einen
Schnitt gebildet, so dass der Stützabschnitt besonders leicht von der Ausgangsposition
weg bewegt werden kann.
[0015] Dabei ist es günstig, wenn entlang des Schnittes mehrere Haftpunkte vorgesehen sind,
mittels denen der Stützabschnitt relativ stabil und sicher in der Ausgangsposition
gehalten wird.
[0016] In einer hierzu alternativen Ausführungsform ist die Materialschwächung durch eine
Perforation gebildet, wodurch einerseits eine stabile Lage des Stützabschnittes in
der Ausgangsposition gewährleistet und andererseits ein komfortables Umlenken in die
Stützposition ermöglicht wird.
[0017] Ferner ist es günstig, wenn die Öffnungseinrichtung durch eine Verjüngung der Kammer
gebildet ist, an der eine Sollbruchlinie zur Herstellung einer Öffnung vorgesehen
ist. Hierdurch kann die Verpackungseinheit besonders komfortabel und ohne benötigte
Hilfsmittel geöffnet werden.
[0018] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn sich die Sollbruchlinie zwischen einander
gegenüber liegenden Abschnitten der U-förmigen Materialschwächung erstreckt. Auf diese
Weise ist die Sollbruchlinie in der Ausgangsposition durch den Stützabschnitt gegen
Beschädigungen geschützt.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind am Stützabschnitt zusätzliche
Stabilisierungsmittel vorgesehen, die beispielsweise durch tiefgeformte Bereiche gebildet
sind und dem Stützabschnitt eine höhere Stabilität verleihen.
[0020] Ferner ist es besonders günstig, wenn eine peelfähige Folie vorgesehen ist, die am
Stützabschnitt und am übrigen Bundbereich anhaftet. Hierdurch ist es möglich, die
Verpackungseinheit kindersicher auszuführen.
[0021] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Verpackungseinheit,
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch die Verpackungseinheit in Ebene II aus Fig. 1,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht der Verpackungseinheit nach Fig. 1 mit einem umgelenkten
Schutzabschnitt,
- Figur 4
- eine Ansicht der Verpackungseinheit nach Fig. 1 mit einer alternativen Materialschwächung
- Figur 5
- eine Ansicht der Verpackungseinheit nach Fig. 1 mit einer alternativ als Perforation
ausgebildeten Materialschwächung
- Figur 6
- eine Ansicht einer alternative Ausführungsform der Verpackungseinheit mit Stabilisierungsmitteln,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht einer Rückseite der Verpackungseinheit nach Fig. 1 mit
einer daran vorgesehenen Folie und
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht der Verpackungseinheit aus Fig. 7 mit abgelöster Folie.
[0022] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Verpackungseinheit 2 zur Aufnahme und Portionierung
eines Mediums 4, das beispielsweise durch ein Fluid aus den Bereichen Medizin, wie
insbesondere Veterinär- oder Kindermedizin, Kosmetik, Chemie oder der Lebensmittelindustrie
gebildet ist.
[0023] Die Verpackungseinheit 2 ist hierzu im Wesentlichen aus einem ersten flächigen Element
6 und einem zweiten flächigen Element 8 gebildet. Diese flächigen Elemente 6, 8 können
beispielsweise aus Kunststoff als Folie oder Gußteil beziehungsweise als Tiefziehteil
hergestellt sein.
[0024] In der dargestellten Ausführungsform weist das erste flächige Element 6, wie insbesondere
aus Fig. 2 zu entnehmen ist, eine bauchige Kontur 10 auf, die eine mittels des zweiten
flächigen Elementes 8 verschlossene Kammer 12 bildet, in der das Medium 4 gespeichert
ist.
[0025] Um die Kammer 12 herum bilden die beiden Elemente 6, 8 einen Bundbereich 14, in dem
sie miteinander verbunden sind. Die Verbindung kann dabei beispielsweise durch Kleben,
Verschweißen oder Siegeln hergestellt werden. Nach Außen hin ist der Bundbereich 14,
wie auch die Verpackungseinheit 2 insgesamt, durch einen Außenrand 16 begrenzt. Dieser
weist bezogen auf die dargestellte Lage der Verpackungseinrichtung 2 im Raum einen
unterhalb der Kammer 12 angeordneten ersten Randabschnitt 18 sowie einen vom ersten
Randabschnitt 18 abgewandten und oberhalb der Kammer 12 angeordneten zweiten Randabschnitt
20 auf.
[0026] Zur kontrollierten Abgabe des Mediums 4 ist an der Kammer 12 eine Öffnungseinrichtung
22 vorgesehen, die einen Austrittspfad 24 bildet, der mit der Kammer 12 verbunden
und dem zweiten Randabschnitt 20 zugewandt ist. Über diesen Austrittspfad 24 kann
das Medium 4 aus der Kammer 12 austreten.
[0027] Die Öffnungseinrichtung 22 ist hierzu durch eine Verjüngung der Kammer 12 gebildet,
an der eine Sollbruchlinie 26, beispielsweise in Form einer Rillung, vorgesehen ist.
Alternativ hierzu kann die Öffnungseinrichtung 22 auch durch andere bekannte und geeignete
Öffnungsmittel gebildet sein.
[0028] Die Sollbruchlinie 26 erstreckt sich zwischen zwei einander gegenüberliegenden Abschnitten
28 einer insgesamt mit 30 bezeichneten Materialschwächung. Diese erstreckt sich beabstandet
zum Außenrand 16 U-förmig um die Öffnungseinrichtung 22 herum und ist beispielhaft
durch einen Schnitt gebildet, der sich über ihre gesamte Länge erstreckt. Auf diese
Weise begrenzt die Materialschwächung 30 einen am zweiten Randabschnitt 20 angeordneten
und ebenfalls im Wesentlichen U-förmigen Stützabschnitt 32 des Bundbereiches 14.
[0029] Der Stützabschnitt 32 kann aus der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausgangsposition,
in der er im Wesentlichen in Ebene des übrigen Bundbereiches 14 angeordnet ist, in
eine Stützposition umgelenkt werden, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist. Hierbei bildet
sich an einem ersten Ende 34 und einem zweiten Ende 36 der Materialschwächung 30 jeweils
zum Außenrand 16 hin ein Umlenkbereich 38 aus, der sich plastisch verformt. Dabei
sind die Enden 34, 36 der Materialschwächung 30 derart positioniert, dass sie zum
Außenrand einen Abstand a aufweisen, der wenigstens 10% einer Quererstreckung q der
Verpackungseinheit 2 auf Höhe der Enden 34, 36 beträgt.
[0030] Ferner sind die Enden 34, 36 bezüglich einer zur Quererstreckung q senkrecht stehenden
Längserstreckung I, zwischen dem ersten Randabschnitt 18 und dem zweiten Randabschnitt
20 in einem mittleren Drittel mD, vorzugsweise genau in der Mitte M, angeordnet.
[0031] Beim Umlenken in die Stützposition ist der Stützabschnitt 32 dabei in eine Position
verbringbar, in der er mit einem Stellabschnitt 40 des Bundbereiches 14 am ersten
Randabschnitt 18 einen Stützwinkel w einschließt, der unterhalb von 140 °, vorzugsweise
im Bereich von 60° bis 120°, liegt.
[0032] Der erste Randabschnitt 18 und der zweite Randabschnitt 20, der ein freies Ende des
Stützabschnittes 32 bildet, fungieren in dieser Stützposition nun als zwei zueinander
beabstandete Standmittel in Form von Stützlinien SL. Mittels diesen ist die Verpackungseinheit
auf einer Stellfläche 42 abstellbar, wobei die Öffnungseinrichtung 22 bezüglich einer
Schwerkraftrichtung G nach oben gerichtet ist.
[0033] Alternativ zu den dargestellten geraden Randabschnitten 18, 20 ist es auch möglich
wenigstens einen derselben mit einem Profil zu versehen, mittels dem statt der Stützlinie
SL wenigstens ein Stützpunkt SP ausgebildet wird, wie durch strichpunktierte Linien
dargestellt.
[0034] Wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, können entlang der als Schnitt ausgeführten Materialschwächung
30 mehrere Haftpunkte 44 vorgesehen sein, die beispielsweise durch ein nachträglich
aufgebrachtes Klebemittel gebildet sind.
[0035] Alternativ hierzu kann die Materialschwächung 30 aber auch durch eine Perforation
46 gebildet sein, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0036] Die Figur 6 zeigt eine weiter Ausführungsform der Verpackungseinheit 2 bei der am
Bundbereich 14 zusätzliche Stabilisierungsmittel 48 vorgesehen sind, die den Stützabschnitt
32 aussteifen und dadurch dessen Biegesteifigkeit erhöhen. Die Stabilisierungsmittel
48 sind dabei beispielhaft durch tiefgeformte Bereiche gebildet, die sich U-förmig
um die Öffnungseinrichtung 22 herum erstrecken und diese dadurch gegen unbeabsichtigtes
Öffnen schützen.
[0037] Die Fig. 7 und 8 zeigen eine weiter Ausführungsform der Verpackungseinheit 2, bei
der eine abpeelbare Folie 50 vorgesehen ist, die an einer durch das zweite flächige
Element 8 gebildeten Rückseite 52 vorgesehen ist. Diese Folie 50 erstreckt sich sowohl
über den Stützabschnitt 32 als auch über Teile des übrigen Bundbereiches 14, insbesondere
im Bereich der Öffnungseinrichtung 22, und haftet an beiden an.
[0038] Um zum Öffnen und Abstellen der Verpackungseinheit 2, wie oben beschrieben, den Stützabschnitt
32 um die Umlenkbereiche 38 herum umlenken zu können, muss zunächst die Folie 50 abgezogen
werden, wie in Fig. 8 dargestellt. Hierzu ist an der Folie 50 eine nicht anhaftende
Abziehlasche 54 vorgesehen.
1. Verpackungseinheit (2)
mit zwei aneinander angeordneten flächigen Elementen (4, 6), die durch bereichsweise
Beabstandung eine geschlossene Kammer (12) zwischen sich ausbilden und in einem die
Kammer (12) umschließenden Bundbereich (14) miteinander verbunden sind, der durch
einen Außenrand (16) begrenzt ist,
wobei die Kammer (12) zur kontrollierten Abgabe eines darin gespeicherten Mediums
(4) eine Öffnungseinrichtung (22) aufweist, die an einer von einem ersten Randabschnitt
(18) des Außenrandes (46) abgewandten Seite der Kammer (12) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bundbereich (14) einen Stützabschnitt (32) aufweist, der von einer Ausgangsposition,
um einen Umlenkbereich (38) herum von der Öffnungseinrichtung (22) weg in eine Stützposition
umlenkbar ist, in der der Stützabschnitt (32) zusammen mit dem ersten Randabschnitt
(18) zueinander beabstandete Standmittel bildet, über die die Verpackungseinheit (2)
abstellbar ist.
2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkbereich (38) plastisch verformbar ist.
3. Verpackungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (32) in der Stützposition mit einem durch den ersten Randabschnitt
(18) begrenzten Stellabschnitt (40) des Bundbereiches einen Stützwinkel (w) einschließt,
der weniger als 140° beträgt.
4. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (32) durch eine linienförmige Materialschwächung (30) vom übrigen
Bundbereich (14) getrennt ist, die ein zum Außenrand (16) beabstandetes erstes Ende
(34) aufweist, an dem der Umlenkbereich (38) zum Außenrand (16) hin herstellbar ist.
5. Verpackungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Materialschwächung (30) U-förmig um die Öffnungseinrichtung (22) herum erstreckt
und neben dem ersten Ende (34) ein ebenfalls zum Außenrand (16) beabstandetes zweites
Ende (36) aufweist, an dem der Umlenkbereich (38) zum Außenrand (16) hin herstellbar
ist.
6. Verpackungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (34) und das zweite Ende (36) jeweils einen Abstand (a) zum Außenrand
(16) aufweisen, der wenigstens 10% einer Quererstreckung (q) der Verpackungseinheit
(2) auf Höhe der beiden Enden (34, 36) beträgt, wobei die Quererstreckung (q) senkrecht
zu einer Längserstreckung (I) zwischen dem ersten Randabschnitt (18) und einem von
diesem abgewandten zweiten Randabschnitt (20) steht.
7. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das erste Ende (34) bezüglich der Längserstreckung (I) in einem mittleren
Drittel (mD) der Verpackungseinheit (2) angeordnet ist.
8. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschwächung (30) über ihre gesamte Länge durch einen Schnitt gebildet
ist.
9. Verpackungseinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass entlang des Schnittes mehrere Haftpunkte (44) vorgesehen sind.
10. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschwächung (30) durch eine Perforation (46) gebildet ist.
11. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (22) durch eine Verjüngung der Kammer (12) gebildet ist,
an der eine Sollbruchlinie (26) zur Herstellung einer Öffnung vorgesehen ist.
12. Verpackungseinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sollbruchlinie (26) zwischen einander gegenüber liegenden Abschnitten (28)
der U-förmigen Materialschwächung (30) erstreckt.
13. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Stützabschnitt (32) Stabilisierungsmittel (48) vorgesehen sind.
14. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine peelfähige Folie (50) vorgesehen ist, die am Stützabschnitt (32) und am übrigen
Bundbereich (14) anhaftet.