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(11) |
EP 2 095 202 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2013 Patentblatt 2013/11 |
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Anmeldetag: 16.10.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/008946 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/064739 (05.06.2008 Gazette 2008/23) |
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JOYSTICK FÜR EIN FRACHTLADESYSTEM
JOYSTICK FOR A CARGO LOADING SYSTEM
JOYSTICK POUR UN SYSTÈME DE CHARGEMENT DE FRET
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
02.12.2006 DE 102006056862
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.09.2009 Patentblatt 2009/36 |
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Patentinhaber: Rheinmetall Defence Electronics GmbH |
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28309 Bremen (DE) |
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Erfinder: |
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- SEMS, Gunnar
28209 Bremen (DE)
- PAULSEN, Alf
26121 Oldenburg (DE)
- BELLERSEN, Detlef
27755 Delmenhorst (DE)
- PIETSCH, Peter
27327 Schwarme (DE)
- SCHRÖFEL, Burkhard
26188 Edewecht (DE)
- SCHRANK, Thomas
28876 Oyten (DE)
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Vertreter: Thul, Hermann |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 035 283 US-A- 3 818 154 US-A- 4 849 583
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JP-A- 10 283 885 US-A- 3 827 313
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Joystick in einer Steuereinrichtung eines
Frachtladesystems, insbesondere in einem Flugzeug,
[0002] In Transportmitteln wie beispielsweise Flugzeugen werden oftmals Fraohtladesysteme
verwendet, um Frachtstücke wie Container oder Paletten in den Frachtraum einzubringen
beziehungsweise im Frachtraum zu manövrieren. Als Eingabegerät für die Steuerung des
Frachtladesystems dient dem Beladepersonal beispielsweise ein Joystick. Ein derartiger
Joystick ist beim Be- oder Entladevorgang häufig starken mechanischen Belastungen
ausgesetzt. Darüber hinaus muss der Joystick mehrere einhunderttausend Belastungszyklen
überdauern und In einem großen Temperaturbereich einsetzbar sein.
[0003] Das Dokument
US 3,627,313 offenbart einen Joystick, bei dem eine Kippbewegung in eine lineare Bewegung einer
der Kipprichtung zugeordneten Kulisse umgesetzt wird. Die Kulisse betätigt einen Im
Joystick angeordneten Schalter.
[0004] Das Dokumente
DE 20 35 283 A1 und
US 4,849,583 offenbaren einen Joystick, bei dem eine Kippbewegung in eine Linearbewegung einer
Kulisse senkrecht zur Joystickachse umgesetzt wird. Die ausgelenkte Kulisse betätigt
einen oder mehrere Schalter.
[0005] Das Dokument
US 3,818,154 offenbart einen Joystick, bei dem eine Kippbewegung in eine lineare Bewegung einer
Kulisse umgesetzt wird, indem ein Ende des Joystickschafts über eine Oberfläche der
Kulisse gleitet. Zwischen der Kulisse und der Kippachse ist eine Mechanik angeordnet,
über die Schalter im Joystick betätigt werden.
[0006] Das Dokument
JP 10 283885 A offenbart ebenfalls einen Joystick, bei dem eine Kippbewegung in eine lineare Bewegung
einer Kulisse umgesetzt wird. Bei der Kippbewegung betätigt der Joystick ein zusätzliches
Bauteil, das auf einen Schalter wirkt.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Joystick In einer Steuereinrichtung
eines Frachtladesystems bereitzustellen, der einfach und verschleißarm aufgebaut ist,
in einem weiten Temperaturbereich einsetzbar ist und dem Bediener bei der Betätigung
eine haptische Rückmeldung gibt.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs
1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen
angegeben.
[0009] Ein Joystick nach Patentanspruch 1 weist einen Schaft auf, der kippbar gelagert ist,
wobei ein erster Teil des Schafts von einem Benutzer betätigbar ist, sich ein zweiter
Teil des Schafts In ein Aufnahmeelement einer linear beweglichen Kulisse erstreckt
und mittels des Aufnahmeelementes eine Kippbewegung des Schafts in eine Linearbewegung
der Kulisse umsetzbar ist. Die Bewegungsrichtung der Kulisse entspricht dabei bevorzugt
der Achsrichtung des Joysticks in Mittelstellung. Bei Mittelstellung des Joysticks
befindet sich gleichzeitig die Kulisse in ihrer Nulllage.
[0010] Bei einer Auslenkung des Joysticks bewegt sich der zweite Teil des Schafts durch
das Aufnahmeelement. Gleitet der Schaft über eine Flanke des Aufnahmeelementes, so
wird dadurch eine Kraft erzeugt, die eine Bewegung der Kulisse bewirkt. Die Auslenkung
der Kulisse aus ihrer Nulllage ist unter anderem abhängig von dem Kippwinkel des Joysticks
sowie der Form des Aufnahmeelementes. Bevorzugt ist die Auslenkung der Kulisse aus
der Nulllage bei gleichem Kippwinkel für jede Kipprichtung gleich. Alternativ ist
die Übersetzung für jede Kipprichtung des Joysticks individuell wählbar.
[0011] Bevorzugt handelt es sich bei dem Aufnahmeelement um eine Ausnehmung in der Kulisse
mit veränderlicher Tiefe. Besonders bevorzugt ist die Tiefe der Ausnehmung zum Rand
hin abnehmend. Der Vorteil eines als Ausnehmung ausgebildeten Aufnahmeelementes besteht
in der einfachen und kostengünstigen Herstellung der Kulisse.
[0012] Bevorzugt ist das Aufnahmeelement kreuzförmig ausgebildet. Dadurch werden vier Kipprichtungen
des Joysticks zugelassen, beispielsweise zur Ansteuerung der vier Transportrichtungen
links, rechts, vorne und hinten eines Frachtstücks.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltungsform weist der Joystick mindestens ein Rückstellelement
zur Rückstellung der Kulisse in ihre Nulllage auf. Das Rückstellelement erzeugt eine
Kraft auf die Kulisse, die auf den Schaft übertragen wird. Der Benutzer muss diese
Kraft bei der Betätigung des Joysticks überwinden und spürt damit eine haptische Rückmeldung.
Diese Kraft dient weiterhin dazu, den Joystick nach der Betätigung automatisch in
seine Mittelstellung zurückzuführen. In vorteilhafter Weise ist das Rückstellelement
so ausgeführt, dass auch in ihrer Nulllage noch eine Kraft auf die Kulisse ausgeübt
wird. Das Rückstellelement bewirkt weiterhin eine sehr gute Zentrierung des Joysticks
in seiner Mittelstellung. Bevorzugt handelt es sich bei dem Rückstellelement um eine
Feder.
[0014] Gemäß der Erfindung weist der Joystick mindestens ein Schaltmittel, insbesondere
einen Mikroschalter, im Randbereich des Aufnahmeelementes auf. Mittels des Schaltmittel
wird detektiert, sobald der Joystick einen definierten Kippwinkel überschritten hat
und eine zugeordnete Funktion auszuführen ist. Weiterhin weist der Joystick optional
ein Schaltmittel, insbesondere einen Mikroschalter, zur Detektion einer Push-Funktlonalität
auf. Dabei wird der Joystick entlang seiner Achse heruntergedrückt, um beispielsweise
eine Split-Funktion auszulösen, die zum Beispiel zwei gemeinsam in den Frachtraum
eingebrachte Frachtstücke voneinander trennt. Beim Niederdrücken des Joysticks entspricht
der Betätigungsweg des Joysticks der Auslenkung der Kulisse aus ihrer Nulllage. Ein
optionales zusätzliches elastisches Element zwischen dem Schaltmittel und der Kulisse
beziehungsweise dem Gehäuse verhindert eine Beschädigung des Schaltmittel bei zu starker
Druckkraft auf den Joystick.
[0015] In einer Ausgestaltungsform des Joysticks ist zumindest ein Begrenzungselement für
die Bewegung der Kulisse und/oder des Schafts vorgesehen. Das Begrenzungselement limitiert
beispielsweise die Auslenkung der Kulisse aus der Nulllage beim Herunterdrücken des
Joysticks. Dadurch wird eine Beschädigung des Schaltmittels zur Detektion der Push-Funktionalität
bei zu starker Druckkraft auf den Joystick vermieden. Alternativ oder zusätzlich ist
ein Begrenzungselement vorgesehen, das eine durch ein Rückstellelement erzeugt Bewegung
der Kulisse über ihre Nulllage hinaus verhindert. Die Kraft des Rückstelelements wirkt
somit nicht ausschließlich auf den Schaft des Joysticks, sondern wird teilweise vom
Begrenzungselement aufgenommen. Optional ist das Begrenzungselement elastisch ausgeführt.
[0016] Bevorzugt weist der Joystick ein weiteres Schaltmittel, insbesondere einen Mikroschalter,
zur Detektion der Bewegung der Kulisse auf. Mit Hilfe des Schaltmittels wird detektiert,
ob eine festgelegte Auslenkung der Kulisse aus ihrer Nulllage und damit beispielsweise
ein korrespondierender Kippwinkel des Joysticks überschritten ist. Erst wenn dies
der Fall ist, wird die angewählte Transport- oder Split-Funktion ausgeführt. Dabei
handelt es sich um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, durch die eine von einem
Defekt eines Schaltmittels ausgelöste Betätigung des Frachtladesystems vermieden wird.
[0017] Optional weist der Joystick ein Abdichtelement auf, das die Eintrittsöffnung des
Schafts in das Gehäuse des Joysticks beispielsweise gegen Schmutz oder Flüssigkeiten
abdichtet. Das Abdichtelement besteht in vorteilhafter Weise aus einem Material, das
über einen großen Temperaturbereich elastisch ist.
[0018] Die vorliegende Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. Dabei zeigt:
- Figur 1
- einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Joystick in Mittelstellung,
- Figur 2
- den Joystick aus Figur 1 in gekipptem Zustand,
- Figur 3
- den Joystick aus Figur 1 in gedrücktem Zustand und
- Figur 4
- eine Aufsicht auf die Kulisse des Joysticks aus Figur 1.
[0019] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Joystick 1 als Eingabemittel einer Steuereinrichtung,
insbesondere eines Outside Control Panels (OCP), eines Frachtladesystems. Ein OCP
ist im Bereich der Frachtraumtür angebracht und ermöglicht die Steuerung des Transports
von Frachtstücken in vier Richtungen. Der Schaft 2 des Joysticks 1 ist kippbar im
Gehäuse 7 gelagert. Der erste Teil 3 des Schafts 2 ragt aus dem Gehäuse heraus und
ist von einem Benutzer betätigbar. Der zweite Teil 4 des Schafts 2 erstreckt sich
in eine Ausnehmung 5 in einer linear beweglichen Kulisse 6. Die Kulisse 6 weist zwei
Ausnehmungen auf, über die sie mittels der im Gehäuse 7 angeordneten Stangen 16 und
17 geführt wird. Aufgrund dieser Führung kann die Kulisse 6 einzig eine lineare, translatorische
Bewegung ausführen. Die möglichen Bewegungsrichtungen der Kulisse 6 entsprechen der
Achsrichtung des Schafts 2 in der in Figur 1 dargestellten Mittelstellung des Joysticks
1.
[0020] Die in die Kulisse 6 eingebrachte Ausnehmung 5 ist kreuzförmig ausgebildet, was insbesondere
in der Aufsicht in Figur 4 ersichtlich ist. Dabei nimmt die Tiefe der Ausnehmung 5
zum Rand, also zu den Enden der Kreuzarme, hin ab. In jedem der Arme ist ein Mikroschalter
10, 11, 14, 15 angeordnet, deren Betätigungsorgane in die Ausnehmung hineinreichen.
Ein weiterer Mikroschalter 13 ist an der Seite der Kulisse 6 angeordnet, in die die
Ausnehmung 5 eingebracht ist. Noch ein weiterer Mikroschalter 12 ist unterhalb der
Kulisse 6 auf einer Platine 19 angeordnet.
[0021] Auf die Stäbe 16 und 17 sind zwei Rückstellelemente in Form von zwei Federn 8 und
9 aufgeschoben, die zwischen der Kulisse 6 und der Bodenplatte des Gehäuses 7 angeordnet
sind. Diese Federn 8 und 9 üben eine Kraft auf die Kulisse 6 aus, die diese entlang
der Stangen 16 und 17 in Richtung des Schafts 2 drückt. Bei unbetätigtem Joystick
1 ergibt sich der in Figur. 1 dargestellte Zustand. Durch die Federn 8 und 9 wird
die Kulisse 6 in eine Nulllage gedrückt, in der sie den Schaft 2 zwischen sich und
den Lagerpunkt des Schafts 2 im Gehäuse 7 einklemmt. Das Ende des zweiten Teils 4
des Schafts 2 befindet sich im tiefsten Punkt der Ausnehmung 5, wodurch gleichzeitig
eine Zentrierung des Joysticks 1 erfolgt. Durch das Gehäuse 7 wird der Mikroschalter
13 betätigt, wodurch der nicht dargestellten Steuerung signalisiert wird, dass der
Joystick 1 nicht betätigt ist. Die anderen Mikroschalter 10, 11, 14, 15 und 12 sind
nicht betätigt.
[0022] Figur 2 zeigt den Joystick 1 aus Figur 1, wobei der Schaft 2 nach rechts gekippt
ist. Dabei tragen gleiche Elemente die gleichen Bezugszeichen wie in Figur 1. Während
des Kippens gleitet das Ende des zweiten Teils 4 des Schafts 2 über die linke Flanke
der Ausnehmung 5 und erzeugt dadurch eine Kraft, die die Kulisse 6 gegen die Kraft
der Federn 8 und 9 drückt. Somit wird die Kippbewegung des Schafts 2 in eine Linearbewegung
der Kulisse 6 umgesetzt. Die Übersetzung des Kippwinkels in die Auslenkung der Kulisse
6 aus ihrer Nulllage ist unter anderem abhängig von der Form der Flanken der Ausnehmung
5.
[0023] Ab einem gewissen Kippwinkel des Schafts 2, beispielsweise 15° aus der Mittelstellung,
endet die Betätigung des Mikroschalters 13. Dadurch wird der Elektronik signalisiert,
dass der Joystick 1 betätigt wurde. Ab einer weiteren Auslenkung des Schafts 2, beispielsweise
22,5°, betätigt das Ende des zweiten Teils 4 des Schafts 2 das Betätigungsorgan des
Mikroschalters 10. Dadurch wird der Elektronik signalisiert, dass der Joystick 1 bis
zu einer Schaltschwelle oder darüber hinaus betätigt wurde und die dieser Betätigung
zugeordnete Funktion auszuführen ist. Der Mikroschalter 12 bleibt weiterhin unbetätigt.
Lässt der Benutzer den Joystick 1 los, so führt die von den Federn 8 und 9 auf die
Kulisse 6 ausgeübte Kraft dazu, dass das Ende des zweiten Teils 4 des Schaftes 2 über
die Flanke der Ausnehmung 5 zurück in die in Figur 1 gezeigte Position gleitet.
[0024] Figur 3 zeigt den Joystick 1 aus Figur 1 mit heruntergedrücktem Schaft 2. Dabei tragen
gleiche Elemente wieder die gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 und 2. Durch
das Herunterdrücken des Schafts 2 wird beispielsweise eine sogenannte Split-Funktion
ausgeführt, die zwei gemeinsam in den Frachtraum eingebrachte Frachtstücke voneinander
trennt. Ab einem bestimmten zurückgelegten Weg des Schafts 2 aus dem unbetätigten
Zustand, beispielsweise 3 bis 4,5 mm, endet die Betätigung des Mikroschalters 13.
Beim Herunterdrücken des Schafts 2 drückt ein Stift 18 auf die Platine 19 und biegt
diese durch. Der Stift 18 ist bevorzugt auf der Platine 19 befestigt und ragt mit
seinem freien Ende in die Kulisse 6 hinein. Ab einem weiteren Betätigungsweg, beispielsweise
4,5 bis 6 mm, ist die Platine 19 soweit durchgebogen, dass der Mikroschalter 12 betätigt
ist. Dadurch wird der Elektronik signalisiert, dass der Joystick 1 bis zu einer Schaltschwelle
oder darüber hinaus gedrückt wurde und die zugeordnete Funktion auszuführen ist. Bevorzugt
ist die Platine 19 als Federelement ausgeführt, beispielsweise durch spiralförmige
Einschnitte. Eine große Druckkraft auf den Schaft 2 führt somit zu einer entsprechend
starken Durchbiegung der Platine 19, während eine Beschädigung des Mikroschalters
13 verhindert wird.
[0025] Bevorzugt ist die Auslenkung der Kulisse 6 aus ihrer Nulllage, bei der die Betätigung
des Mikroschalters 12 erfolgt, größer als die maximale Auslenkung, die durch Kippen
des Schafts 2 erzeugbar ist. Dadurch wird erreicht, dass der Mikroschalter 12 bei
ausschließlichem Kippen des Schafts 2 nicht betätigt wird. Dies ermöglicht eine Erkennung
des Drückens des Schafts 2, während gleichzeitig eine Kippung detektiert wird.
[0026] Das vorstehende Ausführungsbeispiel ist rein exemplarisch und insofern nicht beschränkend.
Dies gilt insbesondere für die angegebenen Zahlenwerte oder Materialien, die der Fachmann
in Abhängigkeit des Einsatzzwecks und der Dimensionierung des Joysticks wählt. Auch
die Anzahl und Anordnung der Mikroschalter kann vom dargestellten Beispiel abweichen.
Auch die Form der Ausnehmung in der Kulisse ist rein beispielhaft zu verstehen. Anstatt
einer Ausnehmung kann auch ein beliebiges anderes Aufnahmeelement verwendet werden,
beispielsweise in Form eines weiteren Bauteils, das an der Kulisse befestigt wird.
Auch die Führung der Kulisse im Gehäuse ist beliebig ausgestaltbar. Die Federn zur
Erzeugung der Rückstellkraft auf die Kulisse können nicht nur wie in den Figuren dargestellt
als Druckfedern sondern auch als Zugfedern ausgebildet sein. Auch kommen andere Federformen
wie Blattfedern oder Tellerfedern in Betracht.
1. Joystick (1) für eine Steuereinrichtung eines Frachtladesystems, Insbesondere in einem
Flugzeug, mit einem Schaft (2), der kippbar gelagert ist, wobei ein erster Teil (3)
des Schafts (2) von einem Benutzer betätigbar ist, sich ein zweiter Teil (4) des Schafts
(2) in ein Aufnahmeelement (5) einer linear beweglichen Kulisse (6) des Joysticks
erstreckt und mittels des Aufnahmeelements (5) eine Kippbewegung des Schafts (2) in
eine Linearbewegung der Kulisse (6) in Richtung der Achsrichtung des Joysticks (1)
in Mittelstellung umsetzbar ist, gekennzeichnet durch mindestens ein an der Kulisse (6) angeordnetes Schaltmittel (10, 11, 14, 15) im Randbereich
des Aufnahmeelements (5), insbesondere einen Mikroschalter, dessen Betätigungsglied
in das Aufnahmeelement (5) hineinreicht.
2. Joystick (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Aufnahmeelement (5) um eine Ausnehmung in der Kulisse (6) mit veränderlicher
Tiefe handelt
3. Joystick (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Ausnehmung (5) zum Rand hin abnehmend ist.
4. Joystick (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (5) kreuzförmig ausgebildet ist.
5. Joystick (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch mindestens ein Rückstellelement (8, 9) zur Rückstellung der Kulisse (6) in eine Nulllage.
6. Joystick (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Rückstellelement (8, 9) um eine Feder handelt.
7. Joystick (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch ein Schaltmittel (12), insbesondere einen Mikroschalter, zur Detektion einer Druckbewegung
des Schafts (2).
8. Joystick (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein Schaltmittel (13), insbesondere einen Mikroschalter, zur Detektion der Bewegung
der Kulisse (6).
1. Joystick (1) for a control device of a cargo loading system, in particular in an aircraft,
having a shaft (2) which is amounted such that it can tilt, it being possible for
a first part (3) of the shaft (2) to be operated by a user, a second part (4) of the
shaft (2) extending into a receiving element (5) of a linearly moveable connecting
link (6) of the joystick, and it being possible to convert a tilting movement of the
shaft (2) into a linear movement of the connecting link (6) in the direction of the
axial direction of the joystick (1) in a central position by means of the receiving
element (5), characterized by at least one switching means (10, 11, 14, 15), which is arranged on the connecting
link (6), in the edge region of the receiving element (5), in particular a microswitch,
of which the operating member extends into the receiving element (5).
2. Joystick (1) according to Claim 1, characterized in that the receiving element (5) is a recess in the connecting link (6) having a variable
depth.
3. Joystick (1) according to Claim 2, characterized in that the depth of the recess (5) decreases in the direction of the edge.
4. Joystick (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the receiving element (5) is of cruciform design.
5. Joystick (1) according to one of Claims 1 to 4, characterized by at least one return element (8, 9) for returning the connecting ink (6) to a neutral
position.
6. Joystick (1) according to Claim 5, characterized in that the return element (8, 9) is a spring.
7. Joystick (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized by a switching means (12), in particular a microswitch, for detecting a pressing movement
of the shaft (2).
8. Joystick (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized by a switching means (13), in particular a microswitch, for detecting the movement of
the connecting link (6).
1. Joystick (1) pour un dispositif de commande d'un système de chargement de fret, en
particulier dans un aéronef, comprenant une tige (2) qui est montée de manière à pouvoir
basculer, une première partie (3) de la tige (2) pouvant être actionnée par un utilisateur,
une deuxième partie (4) de la tige (2) s'étendant dans un élément de réception (5)
d'une coulisse (6) mobile linéairement du joystick et, au moyen de l'élément de réception
(5), un mouvement de basculement de la tige (2) pouvant être transformé en un mouvement
linéaire de la coulisse (6) en direction de la direction de l'axe du joystick (1)
en position centrale, caractérisé par au moins un moyen de commutation (10, 11, 14, 15) disposé sur la coulisse (6) dans
la région de bord de l'élément de réception (5), en particulier un commutateur miniature,
dont l'organe d'actionnement pénètre dans l'élément de réception (5).
2. Joystick (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de réception (5) est un évidement dans la coulisse (6) présentant une profondeur
variable.
3. Joystick (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la profondeur de l'évidement (5) est décroissante en direction du bord.
4. Joystick (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de réception (5) est réalisé en forme de croix.
5. Joystick (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par au moins un élément de rappel (8, 9) pour le rappel de la coulisse (6) à une position
neutre.
6. Joystick (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de rappel (8, 9) est un ressort.
7. Joystick (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé par un moyen de commutation (12), en particulier un commutateur miniature, pour la détection
d'un mouvement de pression de la tige (2).
8. Joystick (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé par un moyen de commutation (13), en particulier un commutateur miniature, pour la détection
du mouvement de la coulisse (6).
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