[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Klapptisch mit einem Zentralteil mit einer
zentralen Tischplatte mit mindestens drei Seiten, mindestens drei seitlichen Tischplatten,
von denen jeweils eine scharnierartig mit einer Seite der zentralen Tischplatte verbunden
und aus einer Klappstellung etwa senkrecht zur zentralen Tischplatte in eine Gebrauchsstellung
in einer Ebene mit der zentralen Tischplatte verschwenkbar ist, und mindestens einem
Tischbein für jede seitliche Tischplatte, das an der Tischplatte angelenkt und aus
einer Klappstellung parallel zur Tischplatte in eine Gebrauchsstellung etwa senkrecht
zur Tischplatte verschwenkbar ist.
[0002] Derartige Klapptische zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich im zusammengeklappten
Zustand gut transportieren lassen und wenig Raum einnehmen. Für den Gebrauchsfall
werden die seitlichen Tischplatten aufgeklappt. Zum Transportieren des Klapptisches
werden die seitlichen Tischplatten heruntergeklappt und bilden zusammen mit dem Zentralteil
eine relativ kompakte Einheit, die sich gut transportieren lässt. Solche Tische werden
daher vorzugsweise für Stehimbisse, in Festzelten, auf Straßenfesten etc. verwendet.
[0003] Ein Tisch der eingangs beschriebenen Art ist aus der
DE 198 32 932 C2 bekannt. Der bekannte Tisch besitzt ein quadratisches bzw. rechteckiges Zentralteil,
von dem aus sich vier seitliche Tischplatten erstrecken. Die Tischbeine der seitlichen
Tischplatten sind kürzer ausgebildet als die Länge der seitlichen Tischplatten. Das
Zentralteil weist hierbei kein Tischbein auf, so dass der Tisch im zusammengeklappten
Zustand auf den Außenkanten der heruntergeklappten seitlichen Tischplatten ruht. In
der Gebrauchsstellung, d. h. in der Stellung, in der die seitlichen Tischplatten mit
der zentralen Tischplatte in einer Ebene liegen, wird der Tisch lediglich durch die
vier Tischbeine der vier seitlichen Tischplatten abgestützt, d. h. die zentrale Tischplatte
wird ausschließlich von den seitlichen Tischplatten gehalten, mit denen sie über Scharniere
verbunden ist. Hierdurch können Probleme in Bezug auf die Standfestigkeit des Tisches
entstehen, wenn der Tisch in seinem mittleren Teil stark belastet wird, da sich die
Tischbeine der seitlichen Tischplatten in deren äußeren Endbereichen befinden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tisch der angegebenen
Art zu schaffen, der sich sowohl im Gebrauchszustand als auch im zusammengeklappten
Zustand durch eine besonders gute Standfestigkeit auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Klapptisch der angegebenen Art dadurch
gelöst, dass das Zentralteil mindestens ein Tischbein aufweist, dass die Tischbeine
für die seitlichen Tischplatten über je ein Verbindungselement mit den seitlichen
Tischplatten verbunden sind, das im freien Endbereich des Tischbeines und in dem dem
Zentralteil zugewandten Endbereich der seitlichen Tischplatte angelenkt ist und etwa
mittig ein Gelenk zum Zusammenklappen aufweist, und dass das Tischbein am Zentralteil,
die Tischbeine an den seitlichen Tischplatten und die seitlichen Tischplatten etwa
gleichlang ausgebildet sind.
[0006] Durch die vorliegende Erfindung wird ein funktionsfähiger Klapptisch zur Verfügung
gestellt, der die vorstehend genannte Aufgabe löst. Dadurch, dass das Zentralteil
mindestens ein Tischbein aufweist, erfolgt sowohl im zusammengeklappten Zustand als
auch im Gebrauchszustand des Tisches eine mittige Abstützung der zentralen Tischplatte,
so dass diese nicht lediglich über ihre Verbindung mit den seitlichen Tischplatten
getragen wird, wie dies beim Stand der Technik der Fall ist, sondern eine eigene Abstützung
besitzt. Hierdurch kann der Tisch im mittleren Bereich stark belastet werden, ohne
sich durchzubiegen bzw. sogar zusammenzubrechen.
[0007] Die Standfestigkeit des erfindungsgemäß ausgebildeten Klapptisches wird weiter verbessert
durch das spezielle Verbindungselement, das jeder seitlichen Tischplatte zugeordnet
ist. Dieses Verbindungselement bildet in der Gebrauchsstellung des Tisches eine schräge
Abstützung, wobei im aufgeklappten Zustand die Tischplatte, das zugehörige Tischbein
und das Verbindungselement ein verwindungsfreies stabiles Dreieck bilden. Im aufgeklappten
Zustand bildet das Verbindungselement eine Gerade, die ein Einwärtsbewegen des Tischbeines
der seitlichen Tischplatte verhindert. Dieses Verbindungselement klappt beim Aufklappen
des Tisches durch sein Eigengewicht automatisch auf und wird im Endzustand arretiert.
Beim Zusammenklappen wird das Verbindungselement im Gelenkbereich aus der geradlinigen
Position geringfügig herausgedrückt, wonach beim Einklappen des Tischbeines die zugehörige
Hälfte des Verbindungselementes in eine Lage parallel zum Tischbein gelangt, während
sich die der Tischplatte zugeordnete Hälfte des Verbindungselementes in eine Lage
parallel zur Tischplatte bewegt. Im Endzustand, in dem das Tischbein gegen die Tischplatte
geklappt ist und parallel zu dieser liegt, liegen daher auch beide Hälften des Verbindungselementes
an der Tischplatte und am Tischbein parallel zu diesem an.
[0008] Das Verbindungselement stabilisiert daher den Tisch im aufgeklappten Zustand der
seitlichen Tischplatte. Dieser Effekt ist besonders groß, weil sich das Verbindungselement
über den gesamten Bereich der Tischplatte erstreckt, d. h. von einem Ende bis zum
anderen Ende derselben (das zugehörige Tischbein ist im Bereich des freien Endes der
seitlichen Tischplatte angeordnet). Trotz der erreichten guten Stabilisierung lässt
sich das Verbindungselement beim Zusammenklappen des Tisches gut handhaben und ebenfalls
in einfacher Weise mit zusammenklappen.
[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal des erfindungsgemäß ausgebildeten Klapptisches sind
das Tischbein am Zentralteil, die Tischbeine an den seitlichen Tischplatten und die
seitlichen Tischplatten etwa gleich lang ausgebildet. Das bedeutet, dass der Tisch
im zusammengeklappten Zustand, d. h. in dem Zustand, in dem die seitlichen Tischplatten
heruntergeklappt sind, sowohl auf dem Tischbein des Zentralteiles als auch auf den
Endkanten der seitlichen Tischplatten steht, so dass auch im zusammengeklappten Zustand
des Tisches eine gute Standfestigkeit erreicht wird. Das Tischbein am Zentralteil
kann nicht kürzer ausgebildet sein als die Länge der seitlichen Tischplatten, da diese
sonst im heruntergeklappten Zustand das zentrale Tischbein überragen, so dass dieses
nicht mehr auf dem Boden aufsteht. Die Tischbeine an den seitlichen Tischplatten müssen
etwa gleichlang ausgebildet sein wie das Tischbein am Zentralteil, da die Tischplatten
sonst keine waagerechte Stellung einnehmen können.
[0010] Wie erwähnt, ist das mindestens eine Tischbein der seitlichen Tischplatte vorzugsweise
im Bereich von deren freien Ende angeordnet, so dass die Tischplatte überhaupt nicht
oder nur geringfügig über das Tischbein in der aufgeklappten Stellung hinausragt.
Da die Länge des Tischbeines im Wesentlichen der seitlichen Tischplatte entsprechen
muss, können auf diese Weise relativ lange Tischplatten verwendet werden, die in Anpassung
an übliche Tischhöhen (Normhöhen) beispielsweise eine Länge von 110 cm besitzen können.
Auch die Tischbeine der seitlichen Tischplatten und das Tischbein des Zentralteiles
sind daher etwa 110 cm lang ausgebildet.
[0011] Vorzugsweise besitzt jede seitliche Tischplatte zwei Tischbeine. Diese sind in den
Eckbereichen der Tischplatte angelenkt. Jedes Tischbein kann dabei mit einem Verbindungselement
versehen sein. Zweckmäßigerweise sind die beiden Tischbeine einer seitlichen Tischplatte
im unteren Bereich miteinander verbunden, so dass sie eine Einheit bilden. Bei einem
Zusammenklappen muss daher nur ein Element einwärts geklappt werden.
[0012] Speziell für diese Ausführungsform geeignet ist eine Ausbildung der Erfindung, bei
der das Verbindungselement von zwei sich diagonal kreuzenden Stangen gebildet ist,
die im Kreuzungsbereich ein gemeinsames mittiges Gelenk aufweisen. Dabei geht jeweils
eine Stange von einem Tischbein aus. Beim Zusammenklappen gelangt die den Tischbeinen
zugeordnete Hälfte des gemeinsamen Verbindungselementes in eine Lage parallel zu den
Tischbeinen, während die andere Hälfte des Verbindungselementes gegen die Tischplatte
bewegt wird. Die Funktionsweise entspricht daher der Ausführungsform mit dem geradlinigen
Verbindungselement.
[0013] Vorstehend wurde erwähnt, dass das Zentralteil mindestens ein Tischbein aufweist.
Vorzugsweise besitzt das Zentralteil mehrere Tischbeine, die jeweils einer Ecke des
Zentralteiles zugeordnet sind. Hierdurch wird die Stabilität weiter verbessert. Auch
die Tischbeine des Zentralteiles können insbesondere im unteren Teil miteinander verbunden
sein und eine Einheit bilden. Dies stabilisiert den Tisch weiter.
[0014] Die seitlichen Tischplatten besitzen vorzugsweise auf ihrer Unterseite einen Hohlraum
zur Aufnahme des umgeklappten Tischbeines bzw. der umgeklappten Tischbeine und der
eingeklappten Verbindungselemente. Dieser Hohlraum kann beispielsweise dadurch zustande
kommen, dass die Tischplatte an ihren Seiten sich nach unten erstreckende Flansche
aufweist.
[0015] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die zentrale Tischplatte
dreieckig ausgebildet und mit drei seitlichen Tischplatten verbunden. Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass zwischen den seitlichen Tischplatten ausreichend Raum zur Verfügung
steht, um den Tisch beispielsweise als Stehtisch zu nutzen. Natürlich schließt diese
Ausführungsform nicht aus, dass der erfindungsgemäß ausgebildete Klapptisch auch mehrseitige
Tischplatten aufweisen kann, beispielsweise vier, fünf oder sechs, wobei die zentrale
Tischplatte entsprechend ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform besteht somit
der Klapptisch aus einem Zentralteil mit gleichzeitigem Dreieck als Tischfläche, das
vorzugsweise dreibeinig ausgebildet ist, um eine entsprechende Verwindungssteifigkeit
zu erhalten, und drei gleichen seitlichen Tischplatten, in deren Hohlraum auf der
Unterseite die Beine in ganzer Länge eingeklappt werden können. Auf diese Weise wird
im zusammengeklappten Zustand der geringst mögliche Raum beansprucht. Die Tischplattenbreite
ergibt sich aus der Seitenlänge des gleichseitigen Dreiecks der zentralen Tischplatte.
Die Verbindung der Tischplatten erfolgt vorzugsweise über paarige Scharniere, die
sich auf größtmöglichem Abstand voneinander befinden, um die Summe aus den Gelenkspielen
zu reduzieren. Um alle Bewegungen in den Tischplatten und in den Tischbeinen zu umgehen,
ist das Verbindungselement zwischen Tischbein und seitlicher Tischplatte so groß wie
möglich gewählt. Durch die Kreuzung dieses Verbindungselementes wird dieses besonders
steif gemacht. Durch die Teilung des Verbindungselementes wird dieses beim Zusammenklappen
von Tischbein und Tischplatte mit zusammengeklappt und befindet sich zum Schluss parallel
zur Tischplatte und zum Tischbein unter der Tischplatte. Beim Aufklappen klappt auch
das Verbindungselement durch sein Eigengewicht auf und wird im zustand der größten
Öffnung arretiert, wobei beide Hälften eine Gerade bilden. Alle drei seitlichen Tischplatten
sind vorzugsweise mit spielfreien Gelenken an der zentralen Tischplatte befestigt,
so dass sich somit eine nahezu starre Gesamtkonstruktion ergibt.
[0016] Vorzugsweise besitzen sämtliche Tischbeine oder nur ein Teil hiervon höheneinstellbare
Fußteile, um auf nicht ebenem Boden den sicheren Kontakt zum Boden zu ermöglichen.
[0017] In Weiterbildung des erfindungsgemäß ausgebildeten Klapptisches sind die mehreren
Tischbeine des Zentralteiles über ein oder mehrere Verbindungsrahmen miteinander verbunden.
Vorzugsweise sind hierbei zwei Verbindungsrahmen übereinander mit einem entsprechenden
Abstand voneinander angeordnet. Die Verbindungselemente oder der Verbindungsrahmen
weist hierbei zweckmäßigerweise oben eine Abdeckung auf, so dass hierauf Gegenstände
angeordnet bzw. gelagert werden können.
[0018] Bei noch einer anderen Ausführungsform sind die seitlichen Flächen zwischen übereinander
angeordneten Verbindungselementen oder Verbindungsrahmen mit Abdeckungen versehen,
die insbesondere aus transparentem Material bestehen. Dabei kann der Innenraum zwischen
den seitlichen Abdeckungen und der oberen und unteren Abdeckung auch beleuchtet sein.
Es ergibt sich somit ein Aufbewahrungsraum für Gegenstände.
[0019] Vorzugsweise sind untere Verbindungselemente oder ein unterer Verbindungsrahmen vorgesehen,
in bzw. an dem sich Rollen (Lenkrollen) befinden. Über diese Rollen kann der Klapptisch
im zusammengeklappten Zustand befördert werden.
[0020] In Weiterbildung der Erfindung können die zentrale Tischplatte und die oberen Abdeckungen
der Verbindungselemente bzw. Verbindungsrahmen, falls solche vorhanden sind, Öffnungen
zur Aufnahme von Stielen von Sonnen/Regenschirmen oder Werbeträgern u. dgl. besitzen.
[0021] Bei noch einer anderen Ausführungsform ist zwischen der Unterseite der seitlichen
Tischplatten und den unteren Verbindungselementen oder dem unteren Verbindungsrahmen
des Zentralteiles ein flexibles Verbindungselement angeordnet. Ein solches flexibles
Verbindungselement ist vorzugsweise an der zum Zentralteil benachbarten Hälfte der
entsprechenden seitlichen Tischplatte fixiert, d. h. näher zum Zentralteil als zum
Tischbein der seitlichen Tischplatte. Das flexible Verbindungselement hat die Aufgabe,
beim Auseinanderklappen des Tisches das mindestens eine Tischbein des Zentralteiles
geringfügig anzuheben, beispielsweise um ca. 3 mm, damit nach dem Aufklappen des Klapptisches
das mindestens eine Tischbein des Zentralteiles nicht mehr den Boden berührt, so dass
hierdurch eine wacklige Aufstellung des Tisches bzw. eine umfangreiche Längenjustierung
sämtlicher Tischbeine vermieden wird. Beim Aufstellen des Tisches wird dieser mittig
durch das mindestens eine Tischbein des Zentralteiles stabilisiert. Erst kurz vor
dem endgültigen Aufklappen der Seitenteile tritt der gewünschte Anhebeeffekt ein.
[0022] Das flexible Verbindungselement ist insbesondere so ausgebildet, dass es zwei Seilabschnitte
aufweist, die am unteren Verbindungselement oder Verbindungsrahmen einen gemeinsamen
Befestigungspunkt und an der Unterseite der seitlichen Tischplatte zwei im Abstand
voneinander angeordnete Befestigungspunkte besitzen. Hierdurch wird das gewünschte
geringfügige Anheben des Zentralteiles sichergestellt.
[0023] Vorzugsweise sind die Tischbeine mit höhenverstellbaren Füßen versehen, um Unebenheiten
des Bodens ausgleichen zu können. Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform,
bei der das Zentralteil geringfügig angehoben wird, sind daher in der Regel nur die
Tischbeine der Seitenteile in der Höhe zu justieren.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit
der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine räumliche Darstellung eines Klapptisches im Gebrauchszustand;
- Figur 2
- eine räumliche Darstellung des Klapptisches der Figur 1 im zusammengeklappten Transportzustand;
- Figur 3
- eine räumliche Darstellung einer weiteren Ausfüh- rungsform eines Klapptisches im
Gebrauchszustand; und
- Figur 4
- eine räumliche Darstellung des Klapptisches der Figur 3 im zusammengeklappten Transportzustand.
[0025] Der in Figur 1 dargestellte Klapptisch findet beispielsweise als Stehtisch für Stehimbisse
etc. Verwendung. Er ist im aufgeklappten Zustand, d. h. Gebrauchszustand dargestellt.
Der Klapptisch weist ein Zentralteil 1 auf, das eine dreieckförmige Tischplatte 2
und drei Tischbeine 3 besitzt, welche in den Eckbereichen der Tischplatte an dieser
befestigt sind. Die Befestigung kann hierbei in irgendeiner bekannten Weise, beispielsweise
durch Verschraubung, erfolgen. Die drei Tischbeine 3 sind über Verbindungselemente
4 im unteren Bereich miteinander verbunden, so dass sich eine starre Einheit ergibt.
Die Tischplatte 2 und die aus den drei Tischbeinen bestehende Einheit bildet daher
ein stabiles und verwindungssteifes Gesamtelement.
[0026] Mit den drei Seiten der dreieckförmigen zentralen Tischplatte 2 sind über Scharniere
(nicht dargestellt) drei seitliche Tischplatten 5 klappbar bzw. verschwenkbar verbunden.
Die hier im aufgeklappten Zustand dargestellten Tischplatten 5 liegen in diesem Zustand
in einer Ebene mit der zentralen Tischplatte 2, so dass eine ebene Gesamttischfläche
gebildet wird. Jede seitliche Tischplatte 2 weist zwei Tischbeine 6 im Bereich ihres
freien Endes auf, die an der Unterseite der Tischplatte 5 angelenkt sind. Die beiden
Tischbeine 6 sind über ein Verbindungselement 7 im unteren Bereich miteinander verbunden,
so dass sich jeweils eine Einheit ergibt.
[0027] Die aus den beiden Tischbeinen 6 bestehende Einheit lässt sich aus der in Figur 1
dargestellten Gebrauchsstellung, in der die Tischbeine 6 eine vertikale Stellung einnehmen,
in eine Lage parallel zur Tischplatte 5 umklappen, um die in Figur 2 dargestellte
Transportstellung des Klapptisches zu erreichen. In dieser Stellung sind die umgeklappten
Beine parallel zur Tischplatte 5 angeordnet, und die Tischplatte 5 ist nach unten
geklappt.
[0028] Zur Stabilisierung der seitlichen Tischplatten und der zugehörigen Tischbeine 6 ist
ein Verbindungselement 8 vorgesehen, das in der Gebrauchsstellung der Figur 1 eine
Schrägstellung einnimmt. Das Verbindungselement 8 weist zwei sich überkreuzende Abschnitte
auf, die im Kreuzungspunkt 9 über ein Gelenk miteinander verbunden sind. Die Enden
der Verbindungsstangen sind im unteren Bereich eines jeden Tischbeines 6 und in dem
der zentralen Tischplatte 2 zugewandten Endbereich der dazugehörigen Tischplatte 5
gelenkig angebracht. Durch das Gelenk 9 wird das Verbindungselement 8 beim Einklappen
der Tischbeine 6 zusammengeklappt, wobei sich die zu den Tischbeinen 6 gehörende Hälfte
an die Tischbeine 6 anlegt, während sich die andere Hälfte an die Unterseite der Tischplatte
5 anlegt. Somit lassen sich die seitlichen Tischplatten 5 unproblematisch zusammen
mit den zugehörigen Tischbeinen 6 und dem Verbindungselement 8 umklappen.
[0029] Beim Auseinanderklappen der seitlichen Tischplatten 5 werden die Tischbeine 6 in
die in Figur 1 dargestellte vertikale Stellung verschwenkt, wobei die Hälften des
Verbindungselementes 8 aufgeklappt werden und in die in Figur 1 gezeigte arretierte
geradlinige Endstellung gelangen.
[0030] Die Länge der seitlichen Tischplatten 5 entspricht etwa der Länge der zugehörigen
Tischbeine 6 und der Länge der Tischbeine 3 des Zentralteiles 1. Im zusammengeklappten
Zustand des Tisches ruht dieser daher auf den drei Tischbeinen 3 des Zentralteiles
1 und den Kanten der seitlichen Tischplatten 5.
[0031] Zusätzlich zur Verbindung der Tischbeine 6 über das Verbindungselement 7 im unteren
Bereich ist ein Verbindungselement 10 im oberen Bereich vorhanden. Ein solches Verbindungselement
im oberen Bereich ist auch zur Verbindung der drei Tischbeine des Zentralteiles vorgesehen
(in Figur 1 nicht zu erkennen).
[0032] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäß ausgebildeten Klapptisches gegenüber dem
Stand der Technik ist darin zu sehen, dass der Tisch nicht nur im vollständig aufgeklappten
Zustand aller Tischplatten und im vollständig zusammengeklappten Zustand aller Tischplatten,
sondern auch in einem Zustand, in dem nicht alle Tischplatten aufgeklappt sind, eine
sehr gute Standfestigkeit besitzt. Mit anderen Worten, selbst wenn bei der hier beschriebenen
Ausführungsform mit drei seitlichen Tischplatten nur eine Tischplatte aufgeklappt
ist, während die anderen beiden Tischplatten heruntergeklappt sind, hat der Tisch
eine gute Standfestigkeit, da das Zentralteil eigene Tischbeine aufweist.
[0033] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Klapptisches im Gebrauchszustand,
d. h. ausgeklappten Zustand. Gleiche Teile wie bei der Ausführungsform der Figur 1
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Nachfolgend wird nur noch auf die Unterschiede
gegenüber der Ausführungsform der Figur 1 eingegangen.
[0034] Auch bei dieser Ausführungsform weist der Klapptisch ein Zentralteil 1 auf, das eine
dreieckförmige Tischplatte 2 und drei Tischbeine 3 besitzt, welche in den Eckbereichen
der Tischplatte an dieser befestigt sind. Die drei Tischbeine 3 sind bei dieser Ausführungsform
über zwei Verbindungsrahmen 11 miteinander verbunden, von denen ein Rahmen 11 am unteren
Ende der Tischbeine 3 angeordnet ist, während sich ein weiterer Verbindungsrahmen
11 im oberen Bereich befindet. Die Verbindungsrahmen 11 weisen jeweils eine obere
Abdeckung 12 auf, die zur Aufbewahrung von Gegenständen etc. verwendet werden kann.
Bei dieser Ausführungsform können die Seitenflächen 13 zwischen den beiden Verbindungsrahmen
11 über geeignete Abdeckungen verkleidet sein, so dass sich ein geschlossener Aufbewahrungsraum
zwischen den Verbindungsrahmen ergibt. Diese Abdeckungen sind in Figur 3 nicht gezeigt.
[0035] Im unteren Verbindungsrahmen 11 befinden sich Rollen (Lenkrollen), die zum Transport
des Klapptisches im zusammengeklappten Zustand dienen.
[0036] Ferner ist bei dieser Ausführungsform jedes Tischbein 6 der seitlichen Tischplatten
5 mit höhenverstellbaren Füßen 14 versehen.
[0037] Des Weiteren ist zwischen der Unterseite der seitlichen Tischplatten 5 und dem unteren
Verbindungsrahmen 11 des Zentralteiles 1 ein flexibles Verbindungselement 15 angeordnet,
das sich aus zwei Drahtseilabschnitten 16 zusammensetzt, welche einen gemeinsamen
Befestigungspunkt 17 am unteren Verbindungsrahmen 11 und zwei getrennte Befestigungspunkte
18 an der Unterseite der jeweiligen seitlichen Tischplatte 5 besitzen. Die Befestigungspunkte
18 an der Unterseite der jeweiligen seitlichen Tischplatte 5 befinden sich an der
der zentralen Tischplatte 2 benachbarten Hälfte der seitlichen Tischplatte 5. Die
Länge des flexiblen Verbindungselementes 15 ist so bemessen, dass beim Aufklappen
der seitlichen Tischplatten 5 das Zentralteil 1 geringfügig angehoben wird (um ca.
3 mm), so dass nach dem Aufklappen die Tischbeine 3 des Zentralteiles nicht mehr unmittelbar
den Boden berühren. Hierdurch wird eine einfachere und bessere Justierung des Tisches
erreicht, da die Tischbeine 3 des Zentralteiles nicht in der Höhe eingestellt werden
müssen.
[0038] Abschließend ist noch darauf hinzuweisen, dass ganz allgemein sämtliche Tischbeine
oder nur ein Teil hiervon mit höhenverstellbaren Füßen versehen sein können.
1. Klapptisch mit einem Zentralteil mit einer zentralen Tischplatte mit mindestens drei
Seiten, mindestens drei seitlichen Tischplatten, von denen jeweils eine scharnierartig
mit einer Seite der zentralen Tischplatte verbunden und aus einer Klappstellung etwa
senkrecht zur zentralen Tischplatte in eine Gebrauchsstellung in einer Ebene der zentralen
Tischplatte verschwenkbar ist, und mindestens einem Tischbein für jede seitliche Tischplatte,
das an der Tischplatte angelenkt und aus einer Klappstellung parallel zur Tischplatte
in eine Gebrauchsstellung etwa senkrecht zur Tischplatte verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentralteil (1) mindestens ein Tischbein (3) aufweist, dass die Tischbeine (6)
für die seitlichen Tischplatten (5) über je ein Verbindungselement (8) mit den seitlichen
Tischplatten (5) verbunden sind, das im freien Endbereich des Tischbeins (6) und in
dem dem Zentralteil (1) zugewandten Endbereich der seitlichen Tischplatte (5) angelenkt
ist und etwa mittig ein Gelenk (9) zum Zusammenklappen aufweist, und dass das Tischbein
(3) am Zentralteil (1), die Tischbeine (6) an den seitlichen Tischplatten (5) und
die seitlichen Tischplatten (5) etwa gleich lang ausgebildet sind.
2. Klapptisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede seitliche Tischplatte (5) zwei Tischbeine (6) aufweist.
3. Klapptisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Tischbeine (6) einer seitlichen Tischplatte (5) im unteren Bereich miteinander
verbunden sind.
4. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (8) von zwei sich diagonal kreuzenden Stangen gebildet ist,
die im Kreuzungspunkt ein gemeinsames mittiges Gelenk (9) aufweisen.
5. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentralteil (1) mehrere Tischbeine (3) aufweist, die jeweils einer Ecke der zentralen
Tischplatte (2) zugeordnet sind.
6. Klapptisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischbeine (3) des Zentralteiles (1) im unteren Bereich miteinander verbunden
sind.
7. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Tischplatten (5) auf ihrer Unterseite einen Hohlraum zur Aufnahme
der umgeklappten Tischbeine (6) und eingeklappten Verbindungselemente (9) aufweisen.
8. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Tischplatte (2) dreiteilig ausgebildet ist und mit drei seitlichen Tischplatten
(5) verbunden ist.
9. Klapptisch nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Tischbeine (3) des Zentralteiles (1) über ein oder mehrere Verbindungsrahmen
(11) miteinander verbunden sind.
10. Klapptisch nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (4) oder der Verbindungsrahmen (11) oben eine Abdeckung (12)
aufweisen.
11. Klapptisch nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Flächen (13) zwischen übereinander angeordneten Verbindungselementen
(4) oder Verbindungsrahmen (11) mit Abdeckungen, insbesondere aus transparentem Material,
versehen sind.
12. Klapptisch nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass untere Verbindungselemente (4) oder ein unterer Verbindungsrahmen (11) vorgesehen
sind, in bzw. an dem sich Rollen befinden.
13. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Tischplatte (2) und die oberen Abdeckungen (12) der Verbindungselemente
(4) oder Verbindungsrahmen (11), falls solche vorhanden sind, Öffnungen zur Aufnahme
von Stielen von Sonnen/Regenschirmen oder Werbeträgern u. dgl. besitzen.
14. Klapptisch nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Unterseite der seitlichen Tischplatten (5) und den unteren Verbindungselementen
(4) oder dem unteren Verbindungsrahmen (11) des Zentralteiles (1) ein flexibles Verbindungselement
(15) angeordnet ist.
15. Klapptisch nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Verbindungselement (15) zwei Seilabschnitte (16) aufweist, die am unteren
Verbindungselement (4) oder Verbindungsrahmen (11) einen gemeinsamen Befestigungspunkt
(17) und an der Unterseite der seitlichen Tischplatte (5) zwei im Abstand voneinander
angeordnete Befestigungspunkte (18) besitzen.