[0001] In letzter Zeit liegen verstärkt so genannte "Hochseilgärten (Kletterwälder, Abenteuerparks)"
im Trend und damit im Interesse von Kunden von Seilsicherungssystemen. In diesen Hochseilgärten
wird es üblicherweise Laien ermöglicht, sich mit entsprechenden Sicherheitsausrüstungen,
in zum Teil Schwindel erregender Höhe fortzubewegen und dort gestellte Übungen oder
Aufgaben zu meistern. Da in diesen Hochseilgärten üblicherweise ausschließlich Laien
klettern bzw. trainieren, sind spezielle Sicherungssysteme erforderlich, welche einerseits
einfach zu bedienen, bzw. Handzuhaben sind und andererseits eine ausreichende Sicherheit
für die zu sichernden Personen bieten. Die vom normalen Bergsteigen her bekannten
Sicherungseinrichtungen sind dabei üblicherweise aufgrund ihrer funktional anderen
Konzeption (keine Selbstsicherungsfunktion) und ihrer für Hochseilgärten unzureichenden
Zeitstandsfestigkeit nicht auf derartige Hochseilgärten übertragbar, wogegen die im
gewerblichen Bereich eingesetzten Sicherungseinrichtungen üblicherweise zu groß dimensioniert
und dadurch zu schwer sind. Der Bedarf an Sicherungseinrichtungen, welche sich ideal
in derartigen Hochseilgärten einsetzen lassen, kann somit von dem bisher am Markt
befindlichen Angebot nicht befriedigend abgedeckt werden.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sicherungseinrichtung
zur Sicherung einer Person an einem Seil zu schaffen, welche sich ideal in Hochseilgärten
einsetzen lässt und daher einerseits leicht zu bedienen sein muss und andererseits
eine hohe Sicherheit für die zu sichernde Person bietet.
[0003] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruches gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0004] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine Sicherungseinrichtung zur
Sicherung einer Person an einem Seil zu schaffen, welche einen im wesentlichen C-förmigen,
starren Körper aufweist, so dass die Sicherungseinrichtung über einen seitlich an
diesem Körper angeordneten Öffnungsabschnitt problemlos in das Sicherungsseil einzuhängen
ist, wobei gleichzeitig ein selbsthemmender Sicherungsmechanismus vorgesehen ist,
welcher einerseits einhändig zu bedienen ist und andererseits in verriegeltem Zustand,
den seitlich am Körper angeordneten Öffnungsabschnitt verschließt und dadurch die
Sicherungseinrichtung unlösbar am Seil fixiert. In dem C-förmigen Körper ist zumindest
eine Seilrolle drehbar gelagert, die im Betrieb der Sicherungseinrichtung an bzw.
auf dem Seil, insbesondere einem Sicherungsseil, abrollt. Vorzugsweise sind jedoch
zumindest zwei Rollen vorgesehen, durch die ein klemmfreies Verfahren der Sicherungseinrichtung
entlang des Seils bewirkt werden kann. Darüber hinaus ist die zumindest eine Rolle
äußerst leichtgängig konzipiert. Dabei weist der Sicherungsmechanismus eine Sicherungsrolle
auf, die beim Verriegeln auf einer, der Seilrollen gegenüberliegenden Seite gegen
das Seil bewegt wird, so dass bei vollständig verriegeltem Sicherungsmechanismus einerseits
das Seil zwischen der/den Seilrolle(n) und der Sicherungsrolle fixiert und anderseits
der Öffnungsabschnitt durch die Sicherungsrolle verschlossen ist. Ein versehentliches
Abhängen der Sicherungseinrichtung vom Seil ist damit wirkungsvoll ausgeschlossen,
wodurch die Sicherheit der über die Sicherungseinrichtung zur sichernden Person in
besonders hohem Maße gewährleistet werden kann.
[0005] Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung ist dabei - wie oben erwähnt - mit lediglich
einer Hand zu bedienen und gleichzeitig bezüglich ihres Gesamtgewichtes so leicht,
dass sie sich für eine Anwendung in einem Kletter- oder Hochseilgarten, bei welcher
üblicherweise ausschließlich Laien mit der Handhabung der Sicherungseinrichtung befasst
sind, problemlos eignet. Durch die spezielle Form der Sicherungseinrichtung wird beim
Einhängen ins Seil außerdem ein Einklemmen der Finger zwischen der Sicherungseinrichtung
und dem Seil vermieden, welches bei bestehenden Systemen immer wieder vorkommt, insbesondere
wenn Laien sie bedienen. Durch den Sicherungsmechanismus, welcher vorzugsweise mittels
einer Federeinrichtung in seinen verriegelten Zustand vorgespannt ist, kann andererseits
auch ein entsprechend hohes Sicherheitsbedürfnis bzw. Sicherheitsgefühl eines Laien,
der üblicherweise selten mit derartigen Sicherungseinrichtungen zu tun hat, erfüllt
werden. Dies ist insbesondere für die Akzeptanz in, nahezu ausschließlich von Laien
besuchten, Hochseilgärten von entscheidender Bedeutung.
[0006] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung, liegt
ein Schwerpunkt der Sicherungseinrichtung im Bereich des vom C-förmigen Körper abstehenden
Arms, so dass die Sicherungseinrichtung in unbelastetem Zustand mit nach unten weisenden
Arm vertikal am Seil hängt und dadurch immer optimal positioniert ist (Seilrolle(n)
oben, Arm unten). Dadurch kann die Sicherungseinrichtung bei horizontaler und schräg
nach oben oder unten verlaufender Fortbewegung immer optimal am Seil mitlaufen, ohne
sich zu verhaken. Der Benutzer kann sich dadurch auf das Begehen der Stationen konzentrieren
und wird in seiner Bewegungsfreiheit nicht gestört. Hierbei ist besonders vorteilhaft,
dass die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung stets lagestabil, nämlich mit dem
Arm nach unten, am Seil fixiert ist, wobei ein einhändiges Betätigen, also Lösen oder
Befestigen der Sicherungseinrichtung vom/am Seil möglich ist. Ein weiterer Vorteil
des vom C- förmigen Körper abstehenden Armes ist außerdem, dass der Benutzer bei einer
Fahrt auf einer sog. Seilrutsche, die Möglichkeit hat, den abstehenden Arm der Sicherungseinrichtung
mit einer Hand zu greifen, ohne Gefahr zu laufen die Hand an das Seil oder zwischen
Sicherungseinrichtung und Seil zu bringen (Verletzungsgefahr). Dadurch ist es dem
Benutzer möglich, bei einer Fahrt auf einer Seilrutsche seine Körperposition zu stabilisieren,
so dass ein ungewolltes Drehen um die Körperachse des Benutzers verhindert werden
kann.
[0007] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung, ist
an einem, vom C-förmigen Köper abstehenden Arm, ein drückbarer Entriegelungshebel
mit einem Sperrschieber vorgesehen, der zur Freigabe des Entriegelungshebels gegen
das Seil und somit üblicherweise entgegen der Schwerkraft verschoben werden muss und
der so ausgebildet ist, dass er bei am Seil hängender Sicherungseinrichtung aufgrund
der Schwerkraft in einer den Entriegelungshebel sperrenden Stellung fixiert ist. Der
von dem C-förmigen Körper der Sicherungseinrichtung abstehende Arm ist so dimensioniert,
dass der Schwerpunkt der Sicherungseinrichtung in diesem Arm liegt, so dass bei einer
am Seil hängenden Sicherungseinrichtung, der Arm üblicherweise vertikal nach unten
zeigt. Dies ist auch zum Greifen für eine, die Sicherungseinrichtung bedienende Person,
besonders günstig. Im wesentlichen quer zur Drückrichtung des Entriegelungshebels
verstellbar, ist nun oben genannter Sperrschieber, welcher zunächst betätigt werden
muss, um ein Drücken des Entriegelungshebels und damit ein Entriegeln der Sicherungseinrichtung
überhaupt vornehmen zu können. Da der Arm - wie oben erwähnt - üblicherweise vertikal
unter dem Seil hängt, ist nun der erfindungsgemäße Sperrschieber so ausgebildet, dass
er zur Freigabe des Entriegelungshebels zunächst in Richtung des Seils, hier also
nach oben, verschoben werden muss. Erst danach kann der Entriegelungshebel gedrückt
und damit der seitlich am C-förmigen Körper angeordnete Öffnungsabschnitt durch die
Sicherheitsrolle freigegeben werden. Der Sperrschieber muss dabei zum Entriegeln der
Sicherungseinrichtung entgegengesetzt zu einer normalen Fallrichtung der sichernden
Person, nämlich nach oben, verstellt werden, um die Sicherungseinrichtung zu entriegeln
und vom Seil abnehmen zu können. Es ist somit ausgeschlossen, dass eine abstürzende
Person, versehentlich den Sperrschieber betätigt und dadurch den Entriegelungshebel
freigibt.
[0008] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung, ist
an dem C-förmigen Körper zumindest eine Halteöffnung vorgesehen, an welcher beispielsweise
ein Sicherungsseil oder ein Zugseil einhängbar ist. Über die zumindest eine Halteöffnung
kann somit eine weitere, redundante Sicherung der Sicherungseinrichtung erreicht werden,
indem beispielsweise ein ebenfalls mit dem Seil verbundenes Sicherungsseil an der
Sicherungseinrichtung fixiert werden kann. Bei einer derartigen Ausführungsform müsste
demnach zum Abhängen der Sicherungseinrichtung vom Seil sowohl diese entriegelt und
abgenommen, als auch das zusätzliche Sicherungsseil vom Seil gelöst werden. Wichtig
ist eine derartige Halteöffnung, welche beispielsweise als Öse ausgebildet sein kann,
auch für einen Rettungsfall, bei dem eine, beispielsweise bewusstlose, Person am Seil
hängt und von Rettungskräften geborgen werden muss. Hierbei können die Rettungskräfte
entlang des Seils zur verunglückten Person gelangen und in der Halteöffnung der Sicherungseinrichtung
der verunglückten Person, ein Ende eines Zugseiles befestigen, so dass die verunglückte
Person anschließend mit diesem Zugseil an einen leichter zugänglichen Bergungsort
gezogen werden kann. Selbstverständlich ist eine derartige Halteöffnung auch für weitere
Anbauteile nutzbar.
[0009] Zweckmäßig ist an der Sicherungseinrichtung eine Bremseinrichtung vorgesehen, mittels
welcher eine Relativgeschwindigkeit der Sicherungseinrichtung bezüglich des Seils
verzögerbar ist. Eine derartige Bremseinrichtung ermöglicht ein Abfahren mit der erfindungsgemäßen
Sicherungseinrichtung entlang eines nicht waagerecht verlaufenden Seils, wonach je
nach Steigung des Seils die Bremseinrichtung zur Drosselung der Abfahrgeschwindigkeit
genutzt wird. Die Bremseinrichtung kann dabei beispielsweise manuell betätigt werden
oder aber geschwindigkeitsabhängig selbst auslösen, so dass eine vorgegebene Maximalgeschwindigkeit
aufgrund der vorhandenen Bremseinrichtung nicht überschritten wird. Hierdurch ist
ein besonders sicheres Abfahren der zu sichernden Person an dem Seil möglich, ohne
dass zu befürchten ist, dass diese aufgrund der Neigung des Seils eine zu hohe Geschwindigkeit
bekommt.
[0010] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.
[0013] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine Ansicht von schräg oben auf eine erfin- dungsgemäße Sicherungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf die Sicherungseinrichtung mit parallel zum Seil verlaufender Blickrichtung,
- Fig. 3a
- die Sicherungseinrichtung in entriegeltem Zu- stand,
- Fig. 3b
- die Sicherungseinrichtung in verriegeltem Zu- stand,
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene Darstellung der Sicherungseinrichtung,
- Fig. 5
- eine Darstellung wie in Fig. 4, jedoch in einer anderen Schnittebene.
[0014] Entsprechend der Fig. 1, weist eine erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung 1 zur
Sicherung einer nicht gezeigten Person an einem Seil 2, einen im wesentlichen C-förmigen,
starren Körper 3 auf, in welchem zwei Seilrollen 4 und 5 drehbar gelagert sind (vgl.
auch Fig. 4), die im Betrieb der Sicherungseinrichtung 1 auf bzw. an dem Seil 2 abrollen.
Denkbar sind aber auch Ausführungsformen mit lediglich einer einzigen Seilrolle 4
oder mehr als zwei Seilrollen 4,5. In den Figuren 1 bis 5 ist jeweils exemplarisch
die bevorzugte Ausführungsform mit jeweils zwei Seilrollen 4,5 gezeigt und beschrieben.
[0015] Seitlich an dem C-förmigen Körper 3, ist dabei ein Öffnungsabschnitt 6 angeordnet,
über welchen die Sicherungseinrichtung 1 an dem Seil 2 befestigt bzw. eingehängt werden
kann. Generell ist der Körper 3 üblicherweise aus einem festen Material, beispielsweise
aus Metall, ausgebildet. Die zwei, in dem Körper 3, drehbar gelagerten Seilrollen
4,5, sind ebenfalls beispielsweise aus Metall, oder aus einem widerstandsfähigen Kunststoff
ausgebildet und weisen eine konkave und an eine Außenkontur des Seils 2 angepasste
Lauffläche auf.
[0016] An dem Körper 3 ist des weiteren ein abstehender Arm 7 vorgesehen, welcher beispielsweise
einteilig mit dem Körper 3 ausgebildet oder zumindest fest mit diesem verbunden ist.
In diesem Arm 7 ist ein verriegelbarer Sicherungsmechanismus 8 angeordnet, der beim
Verriegeln eine Sicherungsrolle 9 auf einer der Seilrollen 4 und 5 gegenüberliegenden
Seite gegen das Seil 2 bewegt (vgl. Fig. 2). Bei verriegeltem Sicherungsmechanismus
8 ist somit einerseits das Seil 2 zwischen den Seilrollen 4 und 5 und der Seilrolle
9 fixiert und andererseits der Öffnungsabschnitt 6 durch die Sicherungsrolle 9 verschlossen,
so dass ein versehentliches Lösen der Sicherungseinrichtung 1 vom Seil 2 sicher ausgeschlossen
werden kann.
[0017] Der Sicherungsmechanismus 8 ist dabei über zumindest eine Federeinrichtung 10, gemäß
der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Sicherungseinrichtung 1 über zwei Federeinrichtungen
10 und 10', in seinen verriegelten Zustand vorgespannt. Entriegelt werden kann der
Sicherungsmechanismus 8 durch Drücken eines Entriegelungshebels 11 entgegen der von
den Federeinrichtungen 10 und 10' ausgeübten Kräfte. Hierzu weist der Arm 7 eine,
an eine Hand angepasste Griffform auf, wobei der Entriegelungshebel 11 innerhalb des
Arms schwenkbar um eine Achse 12 gelagert ist. Um dabei ein versehentliches Betätigen
des Entriegelungshebels 11 und damit ein unbeabsichtigtes Entriegeln des Sicherungsmechanismus
8 zu verhindern, ist an dem Entriegelungshebel 11 ein Sperrschieber 13 vorgesehen,
welcher zur Freigabe des Entriegelungshebels 11 gegen das Seil 2 und üblicherweise
entgegen der Schwerkraft verschoben werden muss. Dies liegt insbesondere daran, dass
der, vom Körper 3 abstehende Arm 7, den Schwerpunkt der Sicherungseinrichtung 1 so
festlegt, dass dieser, bei in unbelastetem Zustand am Seil 2 hängender Sicherungseinrichtung
1, üblicherweise vertikal nach unten zeigt (vgl. Fig. 2). Zusätzlich ist es dem Benutzer
durch den Arm 7 möglich, bei einer Abfahrt entlang eines geneigten Seils 2 seine Körperposition
zu stabilisieren und so ein ungewolltes Drehen um die Körperachse des Benutzers zu
verhindern. Zur Freigabe des Entriegelungshebels 11, muss somit der Sperrschieber
13 nach oben verschoben werden, so dass er bei am Seil 2 hängender und unbelasteter
Sicherungseinrichtung 1 üblicherweise aufgrund der Schwerkraft in einer, den Entriegelungshebel
11 sperrenden Stellung fixiert ist.
[0018] Der Arm 7 sowie der Entriegelungshebel 11 und der Sperrschieber 13, sind dabei so
ausgebildet, dass sie mit nur einer Hand bedienbar sind, wodurch die Handhabbarkeit
der erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung 1 deutlich vereinfacht wird. Betrachtet
man nun die Fig. 3a und 3b, so springt gemäß der Fig. 3a eine Sperrkontur 14 ins Auge,
über welche der Sperrschieber 13 zum Entriegeln der Sicherungseinrichtung 1, wie dies
in Fig. 3a gezeigt ist, zunächst verschoben werden muss. Dies bietet den großen Vorteil,
dass eine über die Sicherungseinrichtung 1 am Seil 2 gesicherte Person im Falle eines
Absturzes, nicht versehentlich den Sperrschieber 13 verschieben und damit den Sicherungsmechanismus
8 entriegeln kann. Vielmehr bewirkt ein, in einer Notsituation erfolgendes, schnelles
Greifen der zu sichernden Person nach der Sicherungseinrichtung 1 dazu, dass sie den
ohnehin schon aufgrund der Schwerkraft in seiner Sperrstellung befindlichen Sperrschieber
13 zusätzlich in dessen Sperrstellung fixiert. Ein nach oben Schieben des Sperrschiebers
13 bei einer abstürzenden Person kann dagegen nahezu vollständig ausgeschlossen werden.
[0019] Der im Arm 7 bzw. teilweise im Körper 3 angeordnete Sicherungsmechanismus 8 ist dabei
den Fig. 4 und 5 wie folgt aufgebaut:
Die Sicherungsrolle 9 ist drehbar an einem Tragarm 15 angeordnet, der an dem, vom
C-förmigen Körper 3 abstehenden, Arm 7 drehbar gelagert ist und der einenends über
einen Verbindungshebel 16, welcher in der Art einer Pendelstütze ausgebildet ist,
mit dem Entriegelungshebel 11 wirkungsverbunden ist. An seinem, dem Verbindungshebel
16 abgewandten Ende, weist der Tragarm 15 ein Führungselement 17 auf, über welches
er zumindest bei verriegeltem Sicherungsmechanismus 8 in einer körperseitigen Führungsnut
18 geführt ist. Bei vollständig entriegeltem Sicherungsmechanismus 8, gleitet das
Führungselement 17 aus der Führungsnut 18 heraus und gibt somit den Öffnungsabschnitt
6 des Körpers 3 frei, so dass die Sicherungseinrichtung 1 vom Seil 2 gelöst, bzw.
an diesem befestigt werden kann.
[0020] Betrachtet man die Fig. 1 bis 3, so kann man erkennen, dass an den C-förmigen Körper
3 zwei Halteöffnungen 19 und 20 vorgesehen sind, an welchen beispielsweise ein nicht
gezeigtes weiteres Sicherungsseil oder ein ebenfalls nicht gezeigtes Zugseil einhängbar
sind. Gemäß der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Sicherungseinrichtung 1 ist auch denkbar,
dass lediglich eine Halteöffnung 19 vorgesehen ist. Ebenfalls ist denkbar, dass eine
nicht gezeigte Bremseinrichtung an der Sicherungseinrichtung 1 angeordnet ist, mittels
welcher eine Relativgeschwindigkeit der Sicherungseinrichtung 1 bezüglich des Seils
2 verzögerbar ist, wodurch insbesondere Seilabfahrten an schräg gespannten Seilen
2 möglich werden. Eine derartige Bremseinrichtung kann dabei beispielsweise manuell
betätigbar sein oder beispielsweise mittels einer Fliehkraftkupplung selbsttätig bremsen,
sofern eine vordefinierte Abrollgeschwindigkeit erreicht bzw. überschritten wird.
[0021] Da ein Umgang mit derartigen Sicherungseinrichtungen 1, insbesondere im Bereich von
Hochseilgärten, üblicherweise durch Laien erfolgt, sollte die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung
1 ein Einklemmen von Gegenständen und/oder Gliedmaßen zwischen dem Seil 2 einerseits
und den Seilrollen 4 und 5 andererseits zumindest erschweren. Aus diesem Grund, steht
der C-förmige Körper 3 in Längsrichtung des Seils 2 über die Seilrollen 4 und 5 über,
so dass üblicherweise ein Einklemmen von Gegenständen bzw. Gliedmaßen nicht möglich
ist. Eine Verbindung zwischen der zu sichernden Person und der Sicherungseinrichtung
1 kann dabei über ein nicht gezeigtes Sicherungsseil bzw. Sicherungsband erfolgen,
welches über eine Halteöffnung 21 fest mit der Sicherungseinrichtung 1 verbunden ist.
[0022] Mit der erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung 1 ist es somit erstmals möglich,
eine insbesondere für Hochseilgärten geeignete Sicherungseinrichtung 1 zu schaffen,
welche einerseits auch von Laien leicht bedienbar ist und andererseits trotz der leichten
Bedienbarkeit eine ausreichende Sicherung der über die Sicherungseinrichtung 1 zu
sichernden Personen gewährleistet. Im Unterschied zu im gewerblichen Bereich eingesetzten
Sicherungseinrichtungen, bietet die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung dabei den
großen Vorteil, dass sie wesentlich leichter ausgebildet ist und dadurch leichter
zu handhaben ist, während sie im Vergleich zu herkömmlichen, zum Bergsteigen verwendeten,
Sicherungseinrichtungen, deutlich robuster ausgebildet ist und dadurch auch den erhöhten
Belastungsanforderungen in Hochseilgärten über längere Zeit stand hält.
1. Sicherungseinrichtung (1) zur Sicherung einer Person an einem Seil (2),
- mit einem im wesentlichen C-förmigen, starren Körper (3), in welchem zumindest eine,
vorzugsweise jedoch zwei, Seilrolle(n) (4,5) drehbar gelagert sind, die im Betrieb
der Sicherungseinrichtung (1) auf/an dem Seil (2) rollen,
- mit einem seitlich an dem Körper (3) angeordneten Öffnungsabschnitt (6) zum Einhängen
der Sicherungseinrichtung (1) an dem Seil (2),
- mit einem verriegelbaren Sicherungsmechanismus (8), welcher beim Verriegeln eine
Sicherungsrolle (9) auf einer der Seilrolle(n) (4,5) gegenüberliegenden Seite gegen
das Seil (2) bewegt, so dass bei verriegeltem Sicherungsmechanismus (8) einerseits
das Seil (2) zwischen der/den Seilrolle(n) (4,5) und der Sicherungsrolle (9) fixiert
und andererseits der Öffnungsabschnitt (6) durch die Sicherungsrolle (9) verschlossen
ist.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sicherungsmechanismus (8) über zumindest eine Federeinrichtung (10,10') in seinen
verriegelten Zustand vorgespannt ist.
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein von dem C-förmigen Körper (3) abstehender Arm (7) vorgesehen ist, in welchem
der Sicherungsmechanismus (8), die wenigstens eine Federeinrichtung (10,10') sowie
ein entgegen deren Federkraft drückbarer Entriegelungshebel (11) zum Überführen des
Sicherungsmechanismus (8) in dessen entriegelten Zustand angeordnet ist.
4. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Entriegelungshebel (11) ein Sperrschieber (13) vorgesehen ist, welcher zur
Freigabe des Entriegelungshebels (11) gegen das Seil (2) und üblicherweise entgegen
der Schwerkraft verschoben werden muss und der so ausgebildet ist, dass er bei am
Seil (2) hängender Sicherungseinrichtung (1) aufgrund der Schwerkraft in einer den
Entriegelungshebel (11) sperrenden Stellung fixiert ist.
5. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Entriegelungshebel (11) und der Sperrschieber (13) so ausgebildet sind, dass
sie mit nur einer Hand bedienbar sind.
6. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungsrolle (9) drehbar an einem Tragarm (15) angeordnet ist, der an dem,
vom C-förmigen Körper (9) abstehenden, Arm (7) drehbar gelagert ist und der einenends
über einen Verbindungshebel (16) mit dem Entriegelungshebel (11) wirkungsverbunden
ist.
7. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragarm (15) an seinem, dem Verbindungshebel (16) abgewandten, Ende ein Führungselement
(17) aufweist, über welches er zumindest bei verriegeltem Sicherungsmechanismus (8)
in einer körperseitigen Führungsnut (18) geführt ist.
8. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schwerpunkt der Sicherungseinrichtung (1) im Bereich des vom C-förmigen Körper
(3) abstehenden Arms (7) liegt, so dass die Sicherungseinrichtung (1) in unbelastetem
Zustand mit nach unten weisenden Arm (7) vertikal am Seil (2) hängt.
9. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem C-förmigen Körper (3) zumindest eine Halteöffnung (19,20) vorgesehen ist,
an welcher beispielsweise ein Sicherungsseil und/oder ein Zugseil einhängbar sind/ist.
10. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Sicherungseinrichtung (1) eine Bremseinrichtung vorgesehen ist, mittels welcher
eine Relativgeschwindigkeit der Sicherungseinrichtung (1) bezüglich des Seils (2)
verzögerbar ist.
11. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der C-förmige Körper (3) in Längsrichtung des Seils (2) über die Seilrolle(n) (4,5)
derart übersteht, dass ein Einklemmen von Gegenständen und/oder Gliedmaßen zwischen
dem Seil (2) und der/den Seilrolle(n) (4,5) zumindest erschwert ist.