[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckverfahren zur Erzeugung von Farbdrucken mittels einer
mit Druckfarbe einfärbbaren Druckwalze sowie ein Druckwerk einer Druckmaschine umfassend
eine Walze, die eine mit einer Druckfarbe einfärbbare Druckoberfläche aufweist.
[0002] Dabei werden unter Farbdrucken sowohl Einfarbdrucke als auch Mehrfarbdrucke verstanden.
Unter einer Druckoberfläche wird jegliche strukturierte Oberfläche verstanden, die
geeignet ist, Druckfarbe aufzunehmen zwecks nachfolgender Applikation auf einem Rollenmaterial
oder einem Druckobjekt, wie z.B. einem Bogen oder scheibenförmigen Druckträger, wie
CD, DVD etc.
[0003] Die Erfindung kann insbesondere bei Tiefdruckverfahren besonders vorteilhaft eingesetzt
werden, ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Nachfolgende Ausführungen gelten, sofern
sie nicht prinzipbedingt auf das Tiefdruckverfahren beschränkt sind, auch für andere
Druckverfahren.
[0004] Das Tiefdruckverfahren ist eines der Druckverfahren, mit welchem sich höchste Druckqualitäten
erreichen lassen. In diesem Verfahren wird als Druckvorlage eine Druckwalze eingesetzt,
in deren Mantelfläche die zu druckende Vorlage eingebracht ist. Dabei werden beispielsweise
mittels eines Diamantstichels die einzelnen Druckpunkte mechanisch in eine zuvor auf
die Mantelfläche der Druckwalze aufgebrachte duktile Kupferschicht geschlagen, wobei
sich je nach Schlagfrequenz und Schlagkraft ein mehr oder weniger tiefer Druckpunkt
ergibt.
[0005] Für die Herstellung dieser Druckwalzen werden Druckwalzenrohlinge in einem ersten
Schritt auf ihrer Mantelfläche mit einer duktilen Kupferschicht versehen, beispielsweise
mittels einer galvanischen Abscheidung. Nachfolgend werden die so vorbereiteten Druckwalzenrohlinge
drehbar in eine entsprechende Vorrichtung eingespannt und mit einer bestimmten vorgegebenen
oder vorgebbaren Geschwindigkeit um ihre Längsachse gedreht. Eine außen auf die Mantelfläche
einwirkende Stichelvorrichtung mit einem oder mehreren Diamantsticheln schlägt nun
entsprechend einer Druckvorlage und einer entsprechenden Anpassung an die jeweiligen
Walzengeometrie für jeden zu druckenden Druckpunkt synchron zur Drehung der Druckwalze
eine oder mehrere Vertiefungen in die Kupferschicht, so dass nach einer Umdrehung
der Druckwalze eine erste Drucklinie auf der Mantelfläche der Druckwalze erzeugt ist.
[0006] Dadurch, dass die Stichelvorrichtung gleichzeitig eine getaktete oder kontinuierliche
Bewegung in Richtung der Druckwalzenachse ausführt, ist es so möglich die gesamte
Druckwalzenoberfläche mit einem Druckbild zu versehen.
[0007] Die so hergestellte Oberfläche der Druckwalze kann gegebenenfalls anschließend poliert
werden, um überstehende Grate zu beseitigen und in einem nachfolgenden Schritt anschließend
galvanisch mit einer harten Chromschicht versehen werden, wodurch die mechanischen
Beeinflussungen der im Druckbetrieb auf die Mantelfläche einwirkenden Übertragswalzen
und / oder Farbwalzen und / oder Rakelmesser etc. vermindert werden und hierdurch
die Standzeit der Druckwalze erhöht wird.
[0008] Das Einfärben der so fertiggestellten Druckwalze im Druckwerk einer Druckmaschine
kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Mantelfläche der Druckwalze in die
Druckfarbe in einer Farbwanne eintaucht, wodurch sich unter anderem die Druckpunkte
der auf der Mantelfläche realisierten Druckoberfläche mit Farbe füllen. Da ausschließlich
diese Druckpunkte zum Druckbild beitragen sollen wird die Oberfläche der Druckwalze
beim Herausdrehen aus der Farbwanne mit einem Rakelmesser abgerakelt, wodurch die
überschüssige Druckfarbe entfernt wird. Darüber hinaus ist es meist erforderlich,
die nicht druckenden Bereiche der Mantelfläche der Druckwalze mit Wischeinrichtungen
zusätzlich zu reinigen, um so zu verhindern, dass Farbreste nach einem Abrakeln auf
den nicht druckenden Bereichen der Druckwalze verbleiben und zu einem unerwünschten
Tonen oder zu unerwünschten Farbflecken im Druckbild führen.
[0009] Es ist leicht zu erkennen, dass die Herstellung einer solchen Druckwalze ein langwieriger
und aufwändiger Prozess ist, wodurch die Kosten einer solchen Druckwalze entsprechend
hoch sind. Ein Austausch einer solchen Druckwalze erfordert darüber hinaus viel Zeit,
da hier die Druckwalze in ihrer Gesamtheit ausgetauscht werden muss, was insbesondere
bei Druckwalzen mit Drucklängen von mehr als einem Meter und einem Durchmesser von
häufig 40 cm bis 60 cm nicht unproblematisch ist und eine anschließende Neujustage
der Druckwerke erfordert. Das Tiefdruckverfahren wird daher trotz seiner erzielbaren
höchsten Druckqualität meist nur bei sehr hohen Druckauflagen und / oder bei Sonderdruckanwendungen
eingesetzt.
[0010] Es ist daher besonders wünschenswert diese Art der Drucktechnik auch bei kleinsten
Auflagen kostengünstig einzusetzen, sowohl hinsichtlich der Herstellung der Druckwalzen
als auch zeitminimiert hinsichtlich deren Austausch im Druckwerk.
[0011] Die
DE 90 02 319 U1 offenbart ein Rakelmesser, das mit einer Dämpfungsschicht versehen ist, um bei einem
Überstreichen eines Kanals eines eine Tiefdruckplatte tragenden Zylinders Schwingungen
des Rakelmessers zu verringern, Im Bereich des Kanals krümmen sich der Zylinder bzw.
die Tiefdruckplatte stärker und weisen damit einen Radius auf, der zum Kanal hin stetig
verringert ist.
[0012] Die
US 5 656 083 A offenbart eine Kammerrakel, bei der ein oder mehrere Rakelmesser schwenkbar gelagert
sind und dadurch bei Abnutzung der Rakelmesser in einfacher Weise nachjustiert werden
können.
[0013] Die
US 4 085 672 A1 offenbart ein Druckverfahren und ein Druckwerk, wobei eine Druckoberfläche einer
auf einem Mantel einer Walze aufliegenden Druckplatte von einer Farbauftragsvorrichtung
eingefärbt wird und wobei die Farbauftragsvorrichtung zwei Rakelmesser aufweist, die
relativ zueinander beweglich sind und dadurch die Farbauftragsvorrichtung verschließen
können und wobei die Farbauftragsvorrichtung von der Druckplatte zur Überbrückung
eines Walzenkanals von der Druckplatte abstellbar ist, indem die Farbauftragsvorrichtung
von der Druckplatte weggeschwenkt wird und dabei zwangsläufig verschlossen wird.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und ein Druckwerk zum direkten
Einfärben einer Druckplatte mit einer Ausnehmung mittels einer Farbauftragsvorrichtung
mit Rakelmessern zu schaffen, bei dem ein Abheben und/oder Anstellen der Rakelmesser
von der Druckplatte in besonders sanfter Weise erfolgt.
[0015] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Druckwalze mit einer Druckoberfläche, die eine
austauschbare zumindest teilzylinderförmige die Druckoberfläche umfassende Druckplatte
aufweist, die mittels wenigstens einer Befestigungsvorrichtung an einem Walzenkörper
lösbar befestigbar ist. Gelöst wird die Aufgabe weiterhin durch ein Druckwerk mit
einer solchen Druckwalze für eine Druckmaschine, welches eine Druckwalze umfasst,
die eine mit einer Druckfarbe einfärbbare Druckoberfläche aufweist, und bei der demnach
die Druckoberfläche ausgebildet ist auf einer zumindest teilzylinderförmigen austauschbaren
Druckplatte, die auf der Mantelfläche eines Walzenkörpers der Druckwalze lösbar aufgespanntlaufspannbar
ist und welches weiterhin eine verschließ- und öffenbare Farbkammer aufweist, die
angesteuert ist, um Druckfarbe in Abhängigkeit der Drehwinkelposition der Druckwalze
auf die Druckoberfläche der Druckplatte zu übertragen.
[0016] Insbesondere unter Zugrundelegung dieser Vorrichtungen wird die Aufgabe gelöst durch
ein Druckverfahren bei dem auf der Mantelfläche des Walzenkörpers einer Druckwalze
eine austauschbare die Druckoberfläche aufweisende zumindest teilzylinderförmige Druckplatte
aufgespannt ist und zur Übertragung von Druckfarbe aus einer Farbkammer auf die Druckplatte
die Farbkammer in Abhängigkeit der Drehwinkelposition der Druckwalze geöffnet und
geschlossen wird.
[0017] Die Aufgabe wird weiterhin dadurch gelöst, dass das Abheben der Rakelmesser durch
eine Rotation der Walze erfolgt und dass sich die Druckoberfläche der Druckplatte
von den während des Abhebens ortsfest verbleibenden Rakelmessern der geschlossenen
Farbauftragsvorrichtung entfernt und dass sich in Rotationsrichtung der Walze/Druckplatte
betrachtet der Radius der Walze/Druckplatte in einem bestimmten Winkelbereich von
einem Maximalradius in einem Druckbereich zunächst in einer Richtung auf einen Befestigungsbereich
zu stetig verringert und anschließend vom Befestigungsbereich weg wieder bis zu dem
Maximalradius stetig vergrößert.
[0018] Insbesondere bei der Anwendung für Tiefdrucke ist es wesentlicher Kerngedanke der
Erfindung, dass anstelle einer im Tiefdruck üblichen Druckwalze nun erfindungsgemäß
eine entsprechende Druckplatte verwendet wird, welche auf einer fest in einer Druckmaschine
installierten Druckwalzenkörper befestigbar ist, so in der Gesamtheit eine Druckwalze
ausbildet und ebenso in einfacher Weise ausgetauscht werden kann. Gelöst wird die
Aufgabe weiterhin dadurch, dass zum Einfärben der erfindungsgemäßen Druckplatte eine
Farbauftragsvorrichtung zum direkten Einfärben der Druckplatte verwendet wird.
[0019] Die Erfindung beschreibt somit zusammenfassend ein Druckverfahren, insbesondere ein
Tiefdruck - Druckverfahren mit einer wechselbaren Druckplatte.
[0020] Erfindungsgemäß weist die Druckplatte bei einer Tiefdruckanwendung die für einen
Tiefdruck erforderlichen Eigenschaften auf, wie beispielsweise eine variable Druckpunktform
und / oder Druckpunkttiefe und / oder eine rasterlose und / oder gerasterte Druckpunktanordnung.
Bevorzugt weist die Druckplatte eine wie im Tiefdruck übliche Oberflächenhärte und
Oberflächengüte auf. Erfindungsgemäß weist die Farbauftragsvorrichtung zur Übertragung
einer Druckfarbe auf die Druckplattenoberfläche einen Farbvorratsbehälter auf, insbesondere
welcher mit einem Farbvorrat verbunden ist.
[0021] Erfindungsgemäß weist die Farbauftragvorrichtung an ihrer der Druckplatte zugewandten
Seite wenigstens eine Arbeitsrakel und eine Schließrakel auf, welche zueinander verschiebbar
sind und wodurch ein durch die der Druckplatte zugewandten Vorderkanten der Rakel
gebildeter Spalt wahlweise verschlossen oder geöffnet werden kann.
[0022] In weiterer bevorzugter Ausführung können die der Druckplatte zugewandten Vorderkanten
der Arbeitsrakel und der Schließrakel der Farbauftragsvorrichtung wahlweise von der
Druckplatte abgehoben werden, um beispielsweise bei einer Drehung der Druckwalze um
ihre Längsachse einen aufgrund der für die Druckplatte erforderlichen Befestigungselemente
ausgebildeten Bereich der Druckwalze problemlos zu überstreichen.
[0023] Es ist vorgesehen, dass die geschlossenen Rakel bzw. die geschlossene Farbauftragsvorrichtung
ortsfest relativ zur Drehachse der Druckwalze bzw. der daran befestigten Druckplatte
verbleiben und ein Abheben der Rakel von der Oberfläche der Druckplatte dadurch erfolgt,
dass sich die Oberfläche der Druckplatte von den ortsfesten Rakel entfernt.
[0024] Dies erfolgt dadurch, dass die Druckwalze bzw. die daran befestigte Druckplatte in
einem bestimmten Winkelbereich, insbesondere zwischen der eingangs genannten zweiten
und ersten Drehwinkelposition im Radius insbesondere stetig verringert ist, insbesondere
verringert ist im Vergleich zu den zu einem Druckbild beitragenden Oberflächenbereichen
der Druckplatte. Dabei kann es vorgesehen sein, dass der genannte bestimmte Winkelbereich
in welchem der Radius verringert ist, symmetrisch um den Befestigungsbereich der Druckwalze
bzw. Druckplatte, insbesondere symmetrisch um eine diesen Befestigungsbereich bildende
bzw. Befestigungsmittel aufnehmende Ausnehmung angeordnet ist. Der Winkelbereich kann
z.B. kleiner plus/minus 35 bis 55 Grad um den Befestigungsbereich/Ausnehmung herum
angeordnet sein. Der Winkelbereich kann auch zu beiden Seiten unsymmetrisch sein.
[0025] Die Verringerung ist dabei derart ausgebildet, dass sie von beiden Seiten in Richtung
auf den Befestigungsbereich der Walze bzw. Druckplatte zu erfolgt. Dies bedeutet dass
in Rotationsrichtung betrachtet sich der Radius der Walze / Druckplatte vom Maximalradius
im Druckbereich zunächst in Richtung zum
[0026] Befestigungsbereich verringert und anschließend vom Befestigungsbereich aus wieder
vergrößert bis dass der Maximalradius wieder erreicht ist. Der Radius der Walze bzw.
Druckplatte ist somit in einem Bereich beidseitig benachbart zum Befestigungsbereich
/ Ausnehmung unmittelbar angrenzend an diese verringert. Die Radiusreduktion kann
dabei in einer Ausführung z.B. 5 bis 20 %, bevorzugt 8 bis 12 % bezogen auf den maximalen
Radius im Druckbereich der Druckplatte / Walze betragen.
[0027] Der beidseitig zum Befestigungsbereich angeordnete im Radius verringerte Bereich
der Walze / Druckplatte kann zu beiden Seiten völlig identisch ausgebildet sein, es
kann jedoch auch vorgesehen sein, die Radiusänderung des in Rotationsrichtung nacheilenden
Bereiches geringer auszugestalten und/oder die Winkelerstreckung größer zu gestalten
im Vergleich zu dem in Rotationsrichtung voreilenden Bereich, insbesondere um so ein
vergleichsweises schnelles Abheben der Rakel im voreilenden und sanfteres Wiederanstellen
im nacheilenden Bereich zu erzielen.
[0028] In einer Ausführung kann es vorgesehen sein, dass die von beiden Seiten auf den Befestigungsbereich
der Walze / Druckplatte zu erfolgende Verringerung des Radius jeweils ausgehend vom
maximalen Radius mit einem fließenden Übergang erfolgt und bei der Walze in die Ausnehmung
bzw. bei der Druckplatte insbesondere sprunghaft in eine Abkantung übergeht, insbesondere
die in diese Ausnehmung eingreift / eingreifen kann. Es kann hierbei ebenfalls vorgesehen
sein, in der Ausnehmung Haltevorrichtungen und / oder Spannvorrichtungen und / oder
Justiervorrichtungen zur Befestigung und/oder zur Justage der Druckplatte so anzuordnen,
dass deren Oberkante stets zumindest unterhalb des maximalen Radius liegt.
[0029] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, die der Druckplatte zugewandten Vorderkanten
der Rakelmesser bei einer bestimmten ersten Drehwinkelposition der Druckwalze auf
die Oberfläche der Druckplatte aufzusetzen und / oder anzupressen und bei einer bestimmten
zweiten Drehwinkelposition der Druckwalze die Vorderkanten der Rakelmesser von der
Oberfläche der Druckplatte abzuheben.
[0030] In einer bevorzugten Weiterbildung kann es vorgesehen sein, in dem Winkelbereich
zwischen der zweiten Drehwinkelposition und der ersten Drehwinkelposition die Farbauftragsvorrichtung
zu schließen, z.B. dadurch, dass die Vorderkanten des Arbeitsrakels und des Schließrakels
aufeinander gepresst werden und so der durch die Vorderkanten der Rakelmesser gebildete
Spalt zur Druckwalze hin verschlossen wird, insbesondere so dass zwischen diesen beiden
Drehwinkelpositionen der Austritt von Druckfarbe aus dem Spalt verhindert ist.
[0031] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, die Vorderkanten des Arbeitsrakels und des
Schließrakels in dem Winkelbereich zwischen der ersten Drehwinkelposition und der
zweiten Drehwinkelposition zu beabstanden, so dass sich ein Spalt ausbildet, durch
welchen eine Druckfarbe auf die Oberfläche der Druckplatte gelangt.
[0032] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann es vorgesehen sein, unmittelbar vor einem
Abheben der Vorderkanten der Rakelmesser von der Oberfläche der Druckplatte den Farbvorratsbehälter
der Farbauftragsvorrichtung und/oder insbesondere den durch die Vorderkanten der Rakelmesser
gebildeten Bereich mit einem Unterdruck zu beaufschlagen, wodurch eine Druckfarbe
von der Oberfläche der Druckplatte in die Farbauftragsvorrichtung zurückgesaugt wird.
[0033] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, dass ein durch die Vorderkanten der Rakelmesser
gebildeter Bereich mit einer Vielzahl von einzelnen Kanälen versehen ist, welche jeweils
einzeln oder in Gruppen mit einem jeweiligen Farbvorratsbehälter verbunden sind. Erfindungsgemäß
kann es dabei vorgesehen sein, dass die jeweiligen Farbvorratsbehälter gleiche oder
unterschiedliche Druckfarbe aufweisen.
[0034] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, eine Druckplatte aus Metall zu verwenden,
beispielsweise aus Edelstahl, Nickel, etc. oder eine mit einer Kupferschicht versehene
Metallplatte oder eine mehrschichtig aufgebaute Metallplatte beispielsweise aus Edelstahl,
Nickel, Kupfer und Chrom.
[0035] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, eine mit einer kratzfesten Schutzschicht
versehene Druckplatte aus Metall zu verwenden, beispielsweise eine Druckplatte aus
Aluminium, deren Oberfläche, beispielsweise mittels eines Plasmaverfahrens, in eine
kratzfeste und dichte Oxidschicht oder Keramikschicht umgewandelt wurde oder beispielsweise
eine Druckplatte, deren Oberfläche mit einer diamantähnlichen Kohlenstoffschicht überzogen
ist.
[0036] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, die Druckplatte mechanisch zu bebildern
beispielsweise mittels eines Stichels, welcher gesteuert über die Oberfläche der Druckplatte
bewegt wird und Druckpunkte in die Oberfläche der Druckplatte mechanisch einprägt.
Ebenso kann es vorgesehen sein, die Bebilderung der Druckplatte mittels Laserablation,
z.B. thermischer oder chemischer Art oder mittels eines Ätzverfahrens vorzunehmen.
[0037] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, zur Erzeugung unterschiedlicher Druckpunkttiefen
und / oder Druckpunktgrößen einen Laser einzusetzen, welcher einzelne Laserimpulse
unterschiedlicher Intensität erzeugen kann. Insbesondere kann zur Erzeugung unterschiedlicher
Druckpunkttiefen und / oder Druckpunktgrößen die Laserstrahlung auf einen Brennpunkt
in der Bebilderungsebene fokussiert werden oder, insbesondere mittels einer gesteuerten
Vorrichtung einen Brennpunkt wahlweise über oder unter die Bebilderungsebene zu verschieben.
Beispielsweise können hierfür im Infraroten, sichtbaren oder ultravioletten Wellenlängenbereich
arbeitende Laser eingesetzt werden.
[0038] Eine erfindungsgemäße Druckplatte kann beispielsweise in bekannter Weise ähnlich
wie ein konventioneller Tiefdruckwalzen in einer separaten Einheit so bebildert werden,
dass sich beispielsweise Druckpunkte unterschiedlicher Anordnung und / oder Tiefe
erzeugen lassen. Dabei weisen solche Druckplatten im Vergleich zu den bekannten Druckwalzen
den Vorteil auf, dass sie wesentlich preiswerter herzustellen sind, wenngleich die
Herstellung einer Tiefdruckplatte im Vergleich zur Herstellung konventioneller Druckplatten
wie Offsetdruckplatten oder Flexodruckplatten aufwändiger und teurer sein kann.
[0039] Vorteilhaft ist weiterhin, dass bei Verwendung von Tiefdruckplatten ein schneller
Motivwechsel an einer Druckmaschine innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden
kann, da in diesem Fall lediglich leichte und einfach zu handhabende Druckplatten
ausgetauscht werden müssen und nicht wie im bekannten Stand der Technik üblich schwere
und unhandliche Druckwalzen.
[0040] Darüber hinaus sind auch die erforderlichen Einstellarbeiten zur Erzielung passergenauer
Drucke bei einer Verwendung von Druckplatten wesentlich schneller und flexibler durchzuführen,
da erfindungsgemäß solche Platten sich über entsprechende beispielsweise an der Druckwalze
befindliche und dafür vorgesehene Verstellelemente entlang und/oder quer zur Druckrichtung
positionieren lassen, insbesondere wobei bevorzugt auch eine Verkippung mittels entsprechender
Verstellelemente einstellbar ist, so dass sich die erforderlichen Einstellarbeiten
hierdurch schneller und genauer erledigen lassen und dadurch eine wesentlich höhere
Produktivität einer Druckmaschine möglich ist.
[0041] Eines der Hauptaugenmerke des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Einfärben der
an der Druckwalze befestigten Druckplatte, insbesondere Tiefdruckplatte mittels einer
geeigneten Farbauftragvorrichtung. Da zur Erzielung der charakteristischen Tiefdruckmerkmale
im Druckbild das Tiefdruckverfahren in der Regel als Direktdruckverfahren eingesetzt
wird, wird bevorzugt die am Druckzylinder befestigte Tiefdruckplatte gleichzeitig
als Farbschöpfwalze wirken, wodurch es möglich ist, die auf der Druckplatte gebildeten
Druckbereiche mit unterschiedlichen Tiefen und damit unterschiedlichen Farbschöpfvolumina
jeweils vollständig mit Druckfarbe zu füllen.
[0042] Die Verwendung einer bekannten Farbübertragwalze scheidet aus, da diese Farbübertragwalzen
eine über ihre Oberfläche konstante Farbübertragungsmenge aufweisen und bei Verwendung
einer solchen Farbübertagswalze dadurch beispielsweise Druckbereiche einer Tiefdruckplatte,
welche nur eine geringe Tiefe aufweisen, mit Farbe überfüllt werden würden, wohingegen
Druckbereiche mit hoher Tiefe nur unzureichend befüllt werden würden. Ein daraus resultierendes
Druckbild auf einem Bedruckstoff würde daher ein unzureichendes Ergebnis darstellen.
[0043] Es ist daher erfindungsgemäß vorgesehen, die Farbauftragsvorrichtung zum Einfärben
der auf einen Druckzylinder befestigten Tiefdruckplatte so auszugestalten, dass diese
nur in dem für einen Druck vorgesehenen Bereich der Druckplatte auf der Druckplatte
aufliegt und diese einfärbt. Zur Befestigung der Tiefdruckplatte auf einem dafür vorgesehenen
Druckwalzenkörper weist dieser zumindest in einem Bereich seiner Mantelfläche, insbesondere
entlang der Achse, Haltevorrichtungen und / oder Spannvorrichtungen und / oder Justiervorrichtungen
auf, mit welchen die Druckplatte auf die Mantelfläche des Druckwalzenkörpers aufgespannt
werden kann, insbesondere wobei sie dort beispielsweise gegen Referenzpunkte ausgerichtet
werden kann.
[0044] Die genannten Haltevorrichtungen und / oder Justiervorrichtungen können dabei bevorzugt
beispielsweise in einer im wesentlichen parallel zur Druckwalzenachse verlaufenden
Aussparung in der Mantelfläche der Druckwalze liegen. Bei einem Einfärben der Tiefdruckplatte
mit einer konventionellen Farbauftragsvorrichtung würde auch in die genannte Aussparung
Druckfarbe gelangen, was zu einer nicht zulässigen und unerwünschten Verunreinigung
der Druckmaschine führen würde. Es ist daher erfindungsgemäß vorgesehen, die Farbauftragsvorrichtung
so auszugestalten, dass eine der Druckplatte zugewandte Öffnung zum Übertragen der
Druckfarbe auf die Druckplatte wahlweise verschlossen werden kann und / oder der Kontakt
der Druckfarbe zur Druckplatte unterbrochen werden kann. Hierdurch ist es möglich,
bei einer Drehung der Druckwalze um ihre Achse beispielsweise unmittelbar vor dem
Erreichen der Aussparung die Farbauftragsvorrichtung zur Druckplatte hin zu verschließen
und / oder von der Druckplattenoberfläche abzuheben, wodurch ein unkontrolliertes
Auslaufen der Farbe in die Aussparung oder eine Verunreinigung der Druckmaschine wirkungsvoll
verhindert werden kann.
[0045] Es kann in einer Ausführung weiterhin zweckmäßig sein, zumindest die Vorderkanten
der Rakelmesser der Farbauftragsvorrichtung in dem geschlossenen Zustand der Farbauftragsvorrichtung
mittels einer geeigneten Vorrichtung unmittelbar nach dem Schließen der Farbauftragsvorrichtung
und vor dem Erreichen der Aussparung in der Mantelfläche der Druckwalze von der Oberfläche
der Druckplatte abzuheben, um so beispielsweise die genannte Aussparung problemlos
unter der Farbauftragsvorrichtung hindurchdrehen zu können und anschließend wieder
auf der Oberfläche der Druckplatte aufzusetzen und zu öffnen, so dass die Druckplatte
wiederum in gewohnter Weise eingefärbt werden kann.
[0046] Das Öffnen und Schließen der Rakelmesser und/oder das Abheben der Rakelmesser von
der Tiefdruckpatte kann beispielsweise kurvengesteuert über entsprechende an der Druckwalze
befestigte Kurvenscheiben erfolgen oder beispielsweise mittels eigener elektrischer
oder pneumatischer oder ähnlicher Antriebe, wodurch sich in besonders einfacher Weise
die Zeitpunkte des Öffnens und Schließens und / oder des Abhebens und Aufsetzens einstellen
lassen und gegebenenfalls geschwindigkeitsabhängig steuern lassen.
[0047] Es kann weiterhin zweckmäßig sein, die Farbauftragsvorrichtung zumindest bereichsweise
als geschlossene Farbkammer auszuführen, so dass es möglich ist, insbesondere unmittelbar
vor einem Schließen der Farbkammer zur Druckplatte hin diese zumindest zeitweise mit
einem Unterdruck zu beaufschlagen, wodurch die zwischen den Rakelmessern auf der Oberfläche
der Druckplatte aufliegende Druckfarbe in die Farbkammer zurückgezogen wird und wodurch
insbesondere bei einer Bewegung der Rakelmesserkanten aufeinander zu zum Verschließen
der Farbkammer ein unzulässiges Herausquetschen von Druckfarbe aus dem durch die Vorderkanten
der Rakelmesser gebildeten Spalt und eine damit verbundene unerwünschte Verunreinigung
der Druckplatte und / oder der Druckmaschine vermieden wird.
[0048] Es kann weiterhin zweckmäßig sein, die Farbauftragsvorrichtung zumindest bereichsweise
als geschlossene Kammer so auszuführen, dass es möglich ist, insbesondere während
oder unmittelbar nach einem Öffnen der Farbkammer über die Rakelmesser zur Druckplatte
hin zumindest zeitweise mit einem Überdruck zu beaufschlagen, wodurch eine Druckfarbe
schneller auf die Oberfläche der Druckplatte gelangt und damit eine zuverlässige Einfärbung
der Druckplatte auch bei höheren Drehzahlen der Druckwalze ermöglicht wird.
[0049] Es kann weiterhin zweckmäßig sein, zumindest zeitweise während des Einfärbevorganges
der Druckplatte die Farbkammer mit einem Überdruck zu beaufschlagen, wodurch ein kontinuierlicher
Farbtransport auf die Druckplatte gewährleistet ist.
[0050] Die Anstellwinkel der Rakelmesser auf der Oberfläche der Druckplatte können dabei
je nach Erfordernis sowohl positiv als auch negativ ausgeführt sein, so dass ein zuverlässiges
Abrakeln von überschüssiger Druckfarbe von den nicht bildgebenden Bereichen der Druckplatte
gewährleistet ist und damit die gewünschte Druckqualität erreicht werden kann.
[0051] In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung kann es vorgesehen sein, die Farbauftragsvorrichtung
in Richtung der Druckwalzenachse mit wenigsten zwei voneinander getrennten Kammern
auszuführen, welche in einen durch die Vorderkanten der Rakelmesser gebildeten gemeinsamen
Auftragsspalt münden. Hierdurch ist es möglich, in benachbarten Zonen unterschiedliche
Druckfarben auf eine Druckplatte aufzutragen, wodurch sich die Möglichkeit ergibt,
Farbverlaufsdrucke zu realisieren. Hierzu münden die Farbkammern beispielsweise innerhalb
der Farbauftragsvorrichtung unmittelbar vor dem durch die von den Vorderkanten der
Rakelmesse gebildeten Spalt in ein gemeinsames Volumen, in welchem sich die Druckfarben
insbesondere an ihren Grenzbereichen miteinander vermischen können.
[0052] Dadurch, dass die Grenzgebiete eine kontinuierliche Vermischung aufweisen, entsteht
ein beim Farbverlaufsdruck üblicher kontinuierlicher Farbübergang, welcher über die
Druckplatte, bevorzugt eine Tiefdruckplatte bildhaft auf einen Bedruckstoff übertragen
werden kann.
[0053] Es kann zweckmäßig sein, zusätzliche Reinigungsvorrichtungen für die Druckplatte
vorzusehen, wodurch die vermischte Druckfarbe von der Druckplatte entfernt wird und
/ oder zumindest aus dem vorderen Bereich der Farbauftragsvorrichtung die vermischten
Druckfarben entfernt werden, um beispielsweise eine zu starke Vermischung der Druckfarben
zu verhindern, wodurch der gewünschte Farbverlaufs-Effekt beeinträchtigt werden würde.
Eine solche Reinigung kann dabei zyklisch in bestimmten Zeitintervallen oder nach
einer entsprechenden Anzahl von Walzenumdrehungen oder Drucken oder auch je nach Bedarf
erfolgen.
[0054] Es kann weiterhin vorgesehen sein mit Wischeinrichtungen auf die Mantelfläche der
Druckplatte einzuwirken, wodurch die nicht druckenden Bereiche der Druckplatte wirkungsvoll
von verbliebener Druckfarbe gereinigt werden und somit das gewünschte Druckbild auf
den Bedruckstoff übertragen werden kann. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in
den nachfolgenden Figuren dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von Tiefdruckzylindern
gemäß dem Stand der Technik
- Figur 2:
- Eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von Tiefdruckplatten
gemäß der Erfindung
- Figur 3a-d:
- Eine schematische Darstellung der Funktionsweise einer erfindungsgemäßen Farbauftragvorrichtung
- Figur 4a-d:
- Eine schematische perspektivische Darstellung der Funktionsweise einer erfindungsgemäßen
Farbauftragvorrichtung
- Figur 5:
- Eine weitere erfindungsgemäße Ausführung einer Farbauftragvorrichtung
[0055] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung von
konventionellen Tiefdruckwalzen gemäß dem Stand der Technik. Die Druckwalze 4 ist
beispielsweise in einer Aufnahmevorrichtung 62 drehbar gelagert. Die Aufnahmevorrichtung
62 weist hierzu beispielsweise ein Aufnahmebett 62a und Aufnahmeschenkel 62b auf,
wodurch die Druckwalze 4 beispielsweise in einer horizontalen Lage gehalten werden
kann und über einen nicht dargestellten Antrieb in Richtung 100 um ihre Drehachse
4a gedreht werden kann.
[0056] Parallel zur Drehachse 4a der Druckwalze 4 ist eine Sticheleinrichtung 60 so angebracht,
dass der Stichel 61 auf die Mantelfläche 4b der Druckwalze 4 einwirken kann. Der Stichel
61 ist hierbei beispielsweise aus Diamant oder einem anderen harten Material und kann
über eine elektrische oder pneumatische oder andere Art der Ansteuerung in schneller
Folge Bewegungen in Richtung der Manteloberfläche 4b ausführen, wodurch je nach Stärke
des Ansteuersignals zur Erzeugung der unterschiedliche Druckpunkte in den Druckbildbereich
5 der Manteloberfläche 4b der Druckwalze 4 mehr oder weniger große Vertiefungen geschlagen
werden.
[0057] Das Druckbild 5a auf der Druckwalze 4 kann hierbei beispielsweise dadurch aufgebaut
werden, dass die Sticheleinrichtung 60 parallel zur Mantelfläche 4b des Druckzylinders
4 und in einem im wesentlichen konstanten Abstand dazu entlang der Richtung 110 verfahren
wird. Die Bewegung der Sticheleinrichtung 60 entlang der Richtung 110 kann dabei kontinuierlich
und synchron zur Drehbewegung 100 der Druckwalze 4 erfolgen, wodurch beispielsweise
auf der Mantelfläche 4b im Druckbildbereich 5 der Druckwalze ein aus einer spiraligen
Drucklinie aufgebautes Druckbild 5a erzeugt werden kann.
[0058] Die Bewegung der Sticheleinrichtung 60 kann alternativ auch getaktet erfolgen indem
die Sticheleinrichtung 60 nach jeder Umdrehung der Druckwalze 4 um einen bestimmten
Schritt entlang der Richtung 110 verschoben wird. Hierdurch ist es möglich die durch
die spiralige Anordnung der Drucklinie erzeugte Winkelung des Druckbildes 5a, wie
sie bei einer kontinuierlichen Bewegung der Sticheleinheit auftritt, zu vermeiden.
Die Bewegungen des Stichels selbst erfolgt ebenfalls synchronisiert zu der Drehbewegung
der Druckwalze und synchronisiert zu der Bewegung der Sticheleinrichtung 60 entlang
der Richtung 110.
[0059] Sämtliche hier beschriebenen Verfahrensschritte oder technischen Merkmale können
auch bei der Erfindung eingesetzt werden.
[0060] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung zur Herstellung einer erfindungsgemäßen
Tiefdruckplatte 10. Die Vorrichtung kann hierbei im Wesentlichen ähnlich zu der in
Figur 1 beschriebenen Anordnung aufgebaut sein, wobei der Druckwalzenkörper 1 hier
zur Aufnahme einer Druckplatte 10 dient und beispielsweise dauerhaft in der Aufnahmevorrichtung
62 verbleiben kann. Durch die Befestigung der hier zumindest teilweise zylindrisch
ausgebildeten Druckplatte 10 an dem Walzenkörper 1 ergibt sich eine Druckwalze.
[0061] Die Tiefdruckplatte 10 ist hier im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet, wobei
die Enden der Tiefdruckplatte einander in einem Abstand gegenüberliegen, insbesondere
wobei diese abgekantet sein können. Diese Enden bilden eine Vorderkante und eine Hinterkante
der Tiefdruckplatte 10. Es bildet sich so eine hohle Zylinderform mit einem Schlitz
in der Mantelfläche parallel zur Drehachsenrichtung 1a zwischen diesen beiden Kanten.
Durch diese Form weist eine erfindungsgemäße Tiefdruckplatte 10 auch eine Elastizität
auf, aufgrund der sie im Durchmesser reversibel aufgedehnt werden kann, z.B. so weit,
dass die Tiefdruckplatte auf die Walze 1 über die Achsenhalterungen 62 hinweg aufgesetzt
/ geschoben werden kann oder indem die Druckplatte auf die Walzenoberfläche 1 b aufgewickelt
werden kann.
[0062] Zur Befestigung einer Tiefdruckplatte 10 auf der Mantelfläche 1 b des Walzenkörpers
1 weist der Walzenkörper 1 auf seiner Manteloberfläche parallel zu seiner Achse 1
a beispielsweise eine Ausnehmung 1 c auf, in welcher nicht dargestellte Haltevorrichtungen
und / oder Spannvorrichtungen angebracht sein können, mit welchen die Tiefdruckplatte
10 mit ihrer Vorderkante und ihrer Hinterkante festgehalten und über die Mantelfläche
1b der Walze 1 gespannt werden kann. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass diese Halte-
oder Spannvorrichtungen ausgebildet sind die Vorder- und Hinterkante der Tiefdruckplatte
zu greifen und / oder zu klemmen, insbesondere um diese aufeinander zu zu ziehen.
[0063] Die Bebilderung der Druckplatte 10 kann dann in im Wesentlichen gleicher Art und
Weise wie bereits geschildert mit einer kontinuierlichen oder einer getakteten Bewegung
einer Sticheleinrichtung 60 erfolgen, wobei zumindest der Befestigungsbereich 1c ausgenommen
ist. Es kann hierbei zweckmäßig sein, der Ausnehmung 1 c benachbarte Bereiche 10c
auf der Tiefdruckplatte 10 nicht zu bebildern, beispielsweise wenn aufgrund der Befestigungsart
der Druckplatte 10 auf der Druckwalze die Druckwalze in diesem Bereich eine unterschiedliche
Krümmung aufweist.
[0064] Die Figuren 3a bis 3d zeigen schematisch die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen
Farbauftragsvorrichtung während des Betriebes. Die Farbauftragsvorrichtung 2 kann
dabei im Wesentlichen aufgebaut sein wie eine konventionelle Farbkammer, indem sie
beispielsweise zwei Rakelbalken 2a, 2b mit jeweils daran befestigbaren Rakelmessern
3a, 3b aufweist, sowie nicht dargestellte Seitenschilde, wodurch ein Volumen, z.B.
mit einem im Wesentlichen dreieckigen Querschnitt zur Aufnahme von Druckfarbe gebildet
wird. Im Unterschied zu einer bekannten Farbkammer 2 ist erfindungsgemäß wenigstens
einer der Rakelbalken 2a, 2b mit dem daran befestigten Rakelmesser 3a, 3b beweglich
gelagert, wodurch es möglich ist, im Betrieb den sich zwischen den Vorderkanten der
Rakelmesser 3a, 3b gebildeten Spalt 30 zur Auftragung von Druckfarbe auf die Mantelfläche
1 b eines Farbübertragszylinders oder auf eine Druckplatte 10 zu verschließen.
[0065] Figur 3a zeigt die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Farbauftragsvorrichtung zu
einem ersten Zeitpunkt, bei welchem die Vorderkanten der Rakelmesser 3a, 3b aufeinander
gedrückt sind und hierdurch die Öffnung 30 verschlossen ist. Bei einer Drehung des
Walzenkörpers 1 in Richtung 100 um seine Achse 1 a liegen die Vorderkanten der Rakelmesser
in der gezeigten ersten Drehwinkelposition des Walzenkörpers 1 beispielsweise auf
einem in Drehrichtung 100 betrachteten vorderen Bereich der Tiefdruckplatte 10. Zu
diesem Zeitpunkt kann durch eine Bewegung beispielsweise des beweglich gelagerten
Rakelbalkens 2b mit dem daran befestigten Rakelmesser 3b in Richtung 102a der Spalt
30 geöffnet werden, so dass Druckfarbe aus der Farbauftragsvorrichtung auf die Oberfläche
der Tiefdruckplatte gelangt, wie es in Figur 3b schematisch dargestellt ist.
[0066] Bei einer weiteren Drehung des Walzenkörpers 1 um seine Drehachse 1a entlang der
Drehrichtung 100 wird die Druckplatte 10 mit Druckfarbe eingefärbt, wobei beispielsweise
das Rakelmesser 3b als Arbeitsrakel und das Rakelmesser 3a als Schließrakel wirkt.
[0067] Bei einer zweiten Drehwinkelposition des Walzenkörpers 1 wie beispielhaft in Figur
3c gezeigt, bevorzugt im in Drehrichtung 10 betrachteten Endbereich der Tiefdruckplatte
10 kann mittels einer Bewegung 102b des beweglichen Rakelbalkens 2b die Öffnung 30
wieder verschlossen werden, so dass keine Druckfarbe aus der Farbauftragsvorrichtung
in Richtung der Walzenoberfläche 1 b austreten kann. Hierdurch ist gewährleistet,
dass bei einer weiteren Drehung der Druckwalze um ihre Achse 1a in Richtung 100 keine
Druckfarbe in die Ausnehmung 1c und damit in die Befestigungseinrichtungen für die
Druckplatte 10 gelangt, wie es schematisch in Figur 3d gezeigt ist.
[0068] Es kann hierbei weiterhin vorgesehen sein, die Farbauftragsvorrichtung 2 als geschlossene
Farbkammer auszuführen, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, diese beispielsweise
während des Öffnungsvorgangs der Farbauftragsvorrichtung 2, wie er schematisch in
Figur 3a gezeigt ist, zumindest zeitweise mit einem Überdruck zu beaufschlagen, wodurch
die Druckfarbe schneller aus dem Inneren der Farbauftragsvorrichtung auf die Oberfläche
der Tiefdruckplatte 10 gelangt. Darüber hinaus ist es hierdurch auch möglich, die
Farbauftragsvorrichtung 2 während des Schließvorgangs, wie er schematisch in Figur
3c gezeigt ist, mit einem Unterdruck zu beaufschlagen, wodurch die Druckfarbe wirkungsvoll
in das Innere der Farbauftragsvorrichtung befördert wird und ein Herausquetschen von
Druckfarbe auf die Oberfläche der Tiefdruckplatte 10 aus dem sich schließenden Spalt
30 verhindert wird.
[0069] Es ist selbstverständlich, dass die in den Figuren 3a bis 3d gezeigten Anstellwinkel
der Rakelmesser 3a, 3b nur beispielhaften Charakter haben und die Rakelmesser sowohl
positive als auch negative Anstellwinkel aufweisen können. Die Figuren 4a bis 4d zeigen
zur Verdeutlichung das beschriebene erfindungsgemäße Verfahren in schematischer perspektivischer
Darstellung. Es ist leicht zu sehen, dass beim Erreichen des in Drehrichtung 100 gesehenen
Anfangs der Druckplatte 10 auf der Mantelfläche 1b der Druckwalze, somit also in der
ersten Drehwinkelposition, die Vorderkanten der Rakelmesser 3a, 3b noch aufeinander
liegen und die Farbauftragsvorrichtung 2 zur Druckplatte 10 hin noch verschlossen
ist. Gleichzeitig liegen die Vorderkanten der Rakelmesser wie in Figur 4a gezeigt
bereits auf der Oberfläche der Druckplatte 10 auf, so dass die Farbauftragsvorrichtung
beispielsweise mittels einer Bewegung 102a des Schließrakels 3b zur Druckwalze geöffnet
werden kann, wodurch Druckfarbe aus dem Inneren der Farbauftragsvorrichtung 2 auf
die Druckplatte 10 gelangt.
[0070] In diesem geöffneten Zustand der Farbauftragsvorrichtung 2 kann hierdurch die Druckplatte
10 wie in Figur 4b gezeigt in gewohnter Weise eingefärbt werden. Bei einer weiteren
Drehung der Druckwalze 1 wie in Figur 4c dargestellt erreichen die Rakelmesser und
insbesondere zunächst das Schließrakel 3a den Endbereich der Druckplatte 10 unmittelbar
vor der Ausnehmung 1 c des Druckwalzenkörpers 1, wodurch die Farbauftragsvorrichtung
2 beispielsweise mittels einer Bewegung 102b, beispielsweise des Arbeitsrakels 3b
zur Farbauftragsvorrichtung hin verschlossen wird, so dass keine Druckfarbe unkontrolliert
aus der Farbauftragsvorrichtung 2 austreten kann und beispielsweise in die Ausnehmung
1 c gelangt.
[0071] In dieser Stellung, ab der zweiten Drehwinkelposition, kann dann die Druckwalze 1
problemlos unter der Farbauftragsvorrichtung 2 hindurchgedreht werden, wie in Figur
4d gezeigt. Dabei kann es auch vorgesehen sein, dass dann, wenn der Befestigungsbereich
1 c des Walzenkörpers 1 unter der geschlossenen Farbauftragsvorrichtung vorbeiläuft
auch die Rakelmesser von der Oberfläche der Tiefdruckplatte abgehoben sind und erst
wieder zum Einfärben der Druckbereich der Tiefdruckplatte auf diese abgesenkt werden,
insbesondere vor oder ab der ersten Drehwinkelposition.
[0072] Die Steuerung der Bewegungen beispielsweise des Arbeitsrakels 3b kann beispielsweise
mittels einer übergeordneten Steuerung und entsprechender Sensoren erfolgen oder auch
durch eine entsprechende mechanische Kopplung der Bewegungsvorrichtung zum Öffnen
und Verschließen der Farbauftragsvorrichtung mit der Bewegung der Druckwalze beispielsweise
über entsprechende Kurvenscheiben.
[0073] Figur 5a zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführung einer Farbauftragsvorrichtung
zum Einfärben einer Tiefdruckplatte. Die Farbauftragsvorrichtung 2 weist hierbei einen
Rakelbalken 2a mit einem daran befestigten Rakelmesser 3a sowie einem Rakelbalken
2b mit einem daran befestigten Rakelmesser 3b auf.
[0074] Weiterhin weist die Farbauftragsvorrichtung 2 an den kurzen Seiten jeweilige Seitenschilde
20 auf wodurch ein Volumen zur Aufnahme von Druckfarbe gebildet wird. Die Farbauftragsvorrichtung
2 weist weiterhin zur Walze 1 hin eine Öffnung 30 auf, die zwischen den Rakelmesserkanten
gebildet ist und durch welche Druckfarbe auf die Mantelfläche 1 b beziehungsweise
auf die Oberfläche einer auf die Mantelfläche 1 b der Walze 1 gespannte Druckplatte
10 gelangt.
[0075] Der Rakelbalken 2b mit dem Rakelmesser 3b ist erfindungsgemäß beispielsweise beweglich
so an einer Vorrichtung 6 befestigt, dass die Vorderkante des Rakelmessers 3b in einer
ersten Stellung an der Vorderkante des Rakelmessers 3a anliegt, wodurch die zur Druckplatte
10 gebildete Öffnung 30 verschlossen wird und keine Druckfarbe unkontrolliert aus
der Farbauftragsvorrichtung 2 in Richtung der Druckplatte 10 austreten kann. In dieser
ersten Stellung wird bei der hier gezeigt Ausführung eine in dem Walzenkörper 1 befindliche
Ausnehmung 1c zur Befestigung der Druckplatte 10 unter der Farbauftragsvorrichtung
2 hindurchgedreht, ohne dass Druckfarbe in die Ausnehmung 1c gelangt und damit zu
einer unzulässigen Verschmutzung führt.
[0076] Es ist vorgesehen, dass die Vorderkanten der Rakelmesser 3a, 4b nicht nur im Bereich
der Ausnehmung 1 c des Walzenkörpers 1 keinen mechanischen Kontakt mit der Walzenoberfläche
1 b oder der Oberfläche der Druckplatten aufweisen, sondern ebenfalls in benachbarten
Bereichen 1d, 1e. Hierzu können beispielsweise die jeweilige Walzenradien in den zur
Ausnehmung 1 c benachbarten Bereichen 1 d, 1 e, kontinuierlich soweit verringert sein,
dass die Vorderkanten der Rakelmesser von der Oberfläche der Druckplatte 10 stetig
und sanft abgehoben werden beziehungsweise wieder stetig und sanft auf die Oberfläche
der Druckplatte 10 angestellt werden, wodurch Beschädigungen der Rakelmesserkanten
oder der Druckplatte 10 durch abrupte mechanische Belastungen insbesondere beim Wiederanstellen
der Rakelmesserkanten auf die Druckplatte 10 vermieden werden.
[0077] Die Bewegung wenigstens eines der Rakelbalken mit daran befindlichem Rakelmesser
kann beispielsweise mittels einer parallelheberartigen Vorrichtung 6 erfolgen, wodurch
beispielsweise die Vorderkante des in der Figur 5a als Schließrakel wirkenden Rakelmessers
3b auf einem Kreissegment bewegt wird, dessen Radius und Position dem Radius und der
Position der an dem Walzenkörper 1 befestigten Druckplatte 10 angepasst sein kann.
Hierdurch wird bewirkt, dass der Anstellwinkel des Rakelmessers 3b auf die Oberfläche
der Druckplatte 10 und die dabei ausgeübten Anstellkräfte während der Schließbewegung
beziehungsweise während der Öffnungsbewegung im wesentlichen gleich bleiben, wodurch
eine Beschädigung des Rakelmessers 3b und der Oberfläche der Druckplatte 10 vermieden
wird.
[0078] Figur 5b zeigt weiterhin den Rakelbalken 2b mit dem Rakelmesser 3b in einer zweiten
Stellung, in welcher die Farbauftragsvorrichtung 2 zur Oberfläche der Druckplatte
10 über die Öffnung 30 Farbauftragsvorrichtung geöffnet ist, wodurch Druckfarbe auf
die Druckplatte 10 gelangen kann. Über das Arbeitsrakelmesser 3a wird hierbei in bekannter
Weise überschüssige Druckfarbe von der Oberfläche der Druckplatte 10 abgerakelt und
wieder ins Innere der Farbauftragsvorrichtung 2 befördert, so dass lediglich die für
einen Druck vorgesehenen Vertiefungen in der Druckplatte 10 mit Druckfarbe gefüllt
werden.
[0079] Die Farbauftragsvorrichtung wird hier bevorzugt so gesteuert, dass ab einer ersten
Drehwinkelposition bis zur zweiten Drehwinkelposition die Rakelmesser die Farbauftragsvorrichtung
öffnen und von der zweiten bis zur ersten Drehwinkelposition die Farbauftragsvorrichtung
schließen.
1. Druckverfahren zur Erzeugung von Farbdrucken, bei dem auf der Mantelfläche (1 b) des
Walzenkörpers (1) einer Druckwalze eine austauschbare die Druckoberfläche aufweisende
zumindest teilzylinderförmige Druckplatte (10) aufgespannt ist und die Druckoberfläche
mittels einer Farbauftragsvorrichtung (2) eingefärbt wird wobei zur Übertragung von
Druckfarbe auf die Druckoberfläche der Druckplatte (10) die Farbauftragsvorrichtung
(2) in Rotationsrichtung der Druckwalze (1,10) zwischen einer ersten und einer zweiten
Drehwinkelposition zur Übertragung von Druckfarbe geöffnet und zwischen der zweiten
und ersten Drehwinkelposition geschlossen wird, wobei in Rotationsrichtung zwischen
der zweiten und ersten Drehwinkelposition ein Befestigungsmechanismus, der im Walzenkörper
(1) zur Befestigung der Druckplatte (10) ausgebildet ist, unter der Farbauftragsvorrichtung
(2) vorbeirotiert, wobei ein Öffnen und Schließen der Farbauftragsvorrichtung (2)
erfolgt durch eine relative Bewegung von zwei an/in der Farbauftragsvorrichtung (2)
angeordneten Rakelmessern (3a, 3b), von denen wenigstens eines bewegbar ist und zwischen
denen ein Spalt (30) zur Übertragung von Druckfarbe ausbildbar ist, wobei die Rakelmesser
(3a, 3b) bei geschlossener Farbauftragsvorrichtung (2) von der Oberfläche der Druckplatte
(10) abgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abheben der Rakelmesser (3a, 3b) durch eine Rotation der Druckwalze (1,10) erfolgt
und dass sich die Druckoberfläche der Druckplatte (10) von den während des Abhebens
ortsfest verbleibenden Rakelmessern (3a, 3b) der geschlossenen Farbauftragsvorrichtung
(2) entfernt und dass sich in Rotationsrichtung der Walze/Druckplatte (1,10) betrachtet
der Radius der Walze/Druckplatte (1,10) in einem bestimmten Winkelbereich, der in
Rotationsrichtung zwischen der zweiten und der ersten Drehwinkelposition angeordnet
ist, von einem Maximalradius in einem Druckbereich zunächst in einer Richtung auf
einen Befestigungsbereich zu stetig verringert und anschließend vom Befestigungsbereich
weg wieder bis zu dem Maximalradius stetig vergrößert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (10) als Tiefdruckplatte ausgeführt ist und eine Tiefdruckoberfläche
aufweist, mit der Tiefdrucke erzeugt werden.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragsvorrichtung (2) zumindest zeitweise mit einem Überdruck oder Unterdruck
beaufschlagt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschlagung drehwinkelabhängig erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterdruckbeaufschlagung erfolgt beim und/oder nach dem Schließen der Farbauftragsvorrichtung
(2).
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überdruckbeaufschlagung erfolgt, beim und/oder während des Öffnens und/oder
wenn die Farbauftragsvorrichtung (2) geöffnet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen und Schließen der Farbauftragsvorrichtung (2) mittels eines eigenen Antriebs
und/oder zu steuerbaren Zeitpunkten erfolgt.
8. Druckwerk einer Druckmaschine umfassend eine Druckwalze, die eine mit einer Druckfarbe
einfärbbare Druckoberfläche aufweist, wobei die Druckoberfläche auf einer zumindest
teilzylinderförmigen austauschbaren Druckplatte (10) ausgebildet ist, die auf der
Mantelfläche (1 b) eines Walzenkörpers (1) der Druckwalze (1,10) lösbar aufgespannt/aufspannbar
ist, wofür der Walzenkörper (1) in einem Bereich seiner Mantelfläche (1 b) einen Befestigungsmechanismus
in einer Ausnehmung (1c) aufweist zur Befestigung und/oder zum Spannen der Druckplatte
(10) auf der Mantelfläche (1b) des Walzenkörpers (1) und wobei eine zur Druckoberfläche
hin verschließ- und öffenbare Farbauftragsvorrichtung (2) vorgesehen ist, die angesteuert
ist, um Druckfarbe in Abhängigkeit der Drehwinkelposition der Druckwalze (1,10) auf
die Druckoberfläche der Druckplatte (10) zu übertragen, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (1) in einem Bereich benachbart der Ausnehmung (1c) einen Radius
aufweist, der von einer Drehwinkelposition aus in Rotationsrichtung auf die Ausnehmung
(1c) zu von einem Maximalradius stetig verringert ist und in dieser Richtung von der
Ausnehmung (1c) weg bis zum Maximalradius stetig vergrößert ist.
9. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (10) eine Tiefdruckoberfläche aufweist.
10. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragsvorrichtung (2) wenigstens einen beweglichen Rakelbalken (2a, 2b)
mit einem Rakelmesser (3a, 3b) aufweist.
11. Druckwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderkanten der Rakelmesser (3a, 3b) an den Rakelbalken (2a, 2b) aufeinander
zu bewegbar sind und hierdurch die Farbauftragsvorrichtung (2) zur Walze (1,10) hin
verschließbar ist.
12. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragsvorrichtung (2) mit einem Überdruck oder Unterdruck beaufschlagt
ist.
13. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragsvorrichtung (2) mittels eines eigenen Antriebs verschließ- und öffenbar
ausgebildet ist.
14. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragsvorrichtung (2) zu steuerbaren Zeitpunkten verschließ- und öffenbar
ausgebildet ist.
15. Druckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorderkante eines Rakelmessers (3b) auf einem Kreissegment bewegbar angeordnet
ist, dessen Radius und Position der an der Walze (1) befestigten Druckplatte (10)
angepasst ist.
1. Printing method for producing colour prints, in which a replaceable, at least partially
cylindrical printing plate (10) having the printing surface is clamped on the outer
surface (1 b) of the roll body (1) of a printing roll, and the printing surface is
inked by means of an ink application device (2) in order to transfer printing ink
to the printing surface of the printing plate (10), the ink application device (2)
being opened between a first and a second rotational angle position in the direction
of rotation of the printing roll (1, 10) in order to transfer printing ink and being
closed between the second and first rotational angle position, a fixing mechanism,
which is formed in the roll body (1) between the second and first rotation angle positions,
for fixing the printing plate (10) rotating past under the ink application device
(2), the ink application device (2) being opened and closed by means of a relative
movement of two doctor blades (3a, 3b) arranged on/in the ink application device (2),
of which at least one can be moved and between which a gap (30) for transferring printing
ink can be formed, the doctor blades (3a, 3b) being lifted off the surface of the
printing plate (10) when the ink application device (2) is closed,
characterized in that the doctor blades (3a, 3b) are lifted off as a result of rotation of the printing
roll (1, 10), and in that the printing surface of the printing plate (10) is moved away from the doctor blades
(3a, 3b) of the closed ink application device (2), which remains in a fixed position
during the lifting, and in that, as viewed in the direction of rotation of the roll/printing plate (1, 10), the radius
of the roll/printing plate (1, 10) in a specific angular range, which is arranged
between the second and first rotational angle position in the direction of rotation,
firstly decreases continuously from a maximum radius in a printing region in a direction
of a fixing region and then increases continuously away from the fixing region again
as far as the maximum radius.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the printing plate (10) is designed as a gravure printing plate and has a gravure
printing surface with which gravure prints are produced.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the ink application device (2) is acted on, at least temporarily, with a positive
pressure or negative pressure.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the action is carried out as a function of rotational angle.
5. Method according to Claim 3, characterized in that an application of negative pressure is carried out at and/or after the closure of
the ink application device (2).
6. Method according to Claim 3, characterized in that an application of positive pressure is carried out at and/or during the opening and/or
when the ink application device (2) is opened.
7. Method according to Claim 1, characterized in that the ink application device (2) is opened and closed by means of an individual drive
and/or at controllable times.
8. Printing unit of a printing press, comprising a printing roll which has a printing
surface that can be inked with a printing ink, the printing surface being formed on
at least partly cylindrical replaceable printing plate (10), which is/can be detachably
clamped on the outer surface (1 b) of a roll body (1) of the printing roll (1, 10),
for which purpose the roll body (1) has, in a region of its outer surface (1 b), a
fixing mechanism in a recess (1 c) for fixing and/or for clamping the printing plate
(10) on the outer surface (1 b) of the roll body (1), and an ink application device
(2) that can be closed and opened towards the printing surface being provided and
being activated in order to transfer printing ink to the printing surface of the printing
plate (10) as a function of the rotational angle position of the printing roll (1,
10),
characterized in that the roll body (1) in a region adjacent to the recess (1 c) has a radius which, from
a rotational angle position, is reduced continuously in the direction of rotation
towards the recess (1c) from a maximum radius, and is increased continuously in this
direction away from the recess (1 c) as far as the maximum radius.
9. Printing unit according to Claim 8, characterized in that the printing plate (10) has a gravure printing surface.
10. Printing unit according to Claim 8, characterized in that the ink application device (2) has at least one movable doctor beam (2a, 2b) having
a doctor blade (3a, 3b).
11. Printing unit according to Claim 10, characterized in that the leading edges of the doctor blades (3a, 3b) on the doctor beam (2a, 2b) can be
moved towards each other and, in this way, the ink application device (2) can be closed
towards the roll (1, 10).
12. Printing unit according to Claim 8, characterized in that the ink application device (2) can be acted on with positive pressure or negative
pressure.
13. Printing unit according to Claim 8, characterized in that the ink application device (2) is designed such that it can be closed and opened
by means of an individual drive.
14. Printing unit according to Claim 8, characterized in that the ink application device (2) is designed such that it can be closed and opened
at controllable times.
15. Printing unit according to Claim 8, characterized in that a leading edge of a doctor blade (3b) is arranged such that it can be moved on a
circular segment, the radius and position of which is matched to the printing plate
(10) fixed to the roll (1).
1. Procédé d'impression pour produire des impressions en couleur, pour lequel une plaque
d'impression (10) au moins en forme de cylindre partiel, présentant une surface d'impression
interchangeable, est tendue sur la surface d'enveloppe (1 b) du corps de rouleau (1)
d'un rouleau d'impression et la surface d'impression est encrée au moyen d'un dispositif
encreur (2), et où, pour transmettre de l'encre d'impression sur la surface d'impression
de la plaque d'impression (10), le dispositif encreur (2) est ouvert entre une première
et une deuxième position angulaire en rotation, dans le sens de rotation du rouleau
d'impression (1, 10), pour transmettre de l'encre d'impression, et fermé entre la
deuxième et la première position angulaire en rotation, un mécanisme 1de fixation,
réalisé dans le corps de rouleau (1) pour la fixation de la plaque d'impression (10),
étant passé avec rotation sous le dispositif encreur (2), entre la deuxième et la
première position angulaire en rotation dans le sens de rotation, une ouverture et
fermeture du dispositif encreur (2) s'effectuant au moyen d'un déplacement relatif
de deux lames de racle (3a, 3b) disposées sur/dans le dispositif encreur (2), dont
au moins l'une est déplaçable et entre lesquelles un intervalle (30) est susceptible
d'être réalisé pour la transmission de l'encre d'impression, les lames de racle (3a,
3b) étant dégagées de la surface de la plaque d'impression (10) lorsque le dispositif
encreur (2) est fermé, caractérisé en ce qu'un dégagement des lames de racle (3a, 3b) s'effectue par une rotation du rouleau d'impression
(1, 10), et en ce que la surface d'impression de la plaque d'impression (1, 10) est éloignée des lames
de racle (3a, 3b), restant localement fixe pendant le soulèvement, du dispositif encreur
(2) fermé, et en ce que, en observant dans le sens de rotation du rouleau/plaque d'impression (1, 10), dans
une plage angulaire déterminée, disposée entre la deuxième et la première position
angulaire en rotation dans le sens de rotation, le rayon du rouleau/plaque d'impression
(1, 10) diminue constamment, en partant d'un rayon maximal dans une zone d'impression,
d'abord dans un sens allant vers une zone de fixation et, ensuite, en s'écartant de
la zone de fixation, augmente constamment en allant de nouveau jusqu'au rayon maximal.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque d'impression (10) est réalisée sous forme de plaque d'impression en creux
et présente une surface d'impression en creux, à l'aide de laquelle des impressions
en creux sont produites.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif encreur (2) est sollicité au moins partiellement avec une pression
positive ou une pression négative.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la sollicitation s'effectue en fonction de l'angle de rotation.
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une sollicitation par une pression négative est effectuée lors de, ou après, la fermeture
du dispositif encreur (2).
6. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une sollicitation par une pression positive est effectuée lors de, ou pendant, l'ouverture
et/ou lorsque le dispositif encreur (2) est ouvert.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture et la fermeture du dispositif encreur (2) s'effectuent au moyen d'un
dispositif d'entraînement spécifique et/ou à des moments pouvant être commandés.
8. Groupe d'impression d'une machine à imprimer comprenant un rouleau d'impression, présentant
une surface d'impression susceptible d'être encrée avec une encre d'impression, la
surface d'impression étant réalisée sur une plaque d'impression (10) interchangeable,
au moins en forme de cylindre partiel, tendue/susceptible d'être tendue de manière
désolidarisable sur la surface d'enveloppe (1 b) d'un corps de rouleau (1) du rouleau
d'impression (1, 10), ce pourquoi le corps de rouleau (1), dans une zone de sa surface
d'enveloppe (1 b) présente un mécanisme de fixation dans un évidement (1 c), pour
assurer la fixation et/ou pour tendre la plaque d'impression (10) sur la surface d'enveloppe
(1 b) du corps de rouleau (1), et un dispositif encreur (2), susceptible d'être ouvert
et fermé par rapport à la surface d'impression, étant prévu, commandé pour transmettre
de l'encre d'impression sur la surface d'impression de la plaque d'impression (10),
en fonction de la position angulaire en rotation du rouleau d'impression (1, 10),
caractérisé en ce que, dans une zone voisine de l'évidement (1 c), le corps de rouleau (1) présente un
rayon diminuant constamment, en partant d'un rayon maximal, à partir d'une position
angulaire en rotation en évoluant vers l'évidement (1 c) dans le sens de rotation,
et, dans ce sens, en s'écartant de l'évidement (1 c), augmente constamment jusqu'au
rayon maximal.
9. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que la plaque d'impression (10) présente une surface d'impression en creux.
10. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif encreur (2) présente au moins une poutre à racle (2a, 2b) avec une
lame de racle (3a, 3b).
11. Groupe d'impression selon la revendication 10, caractérisé en ce que les arêtes avant des lames de racle (3a, 3b) sont déplaçables l'une sur l'autre sur
les poutres à racle (2a, 2b) et, de ce fait, le dispositif encreur (2) est susceptible
d'être fermé par rapport au rouleau (1, 10).
12. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif encreur (2) est sollicité avec une pression positive ou une pression
négative.
13. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif encreur (2) est réalisé de manière à pouvoir être fermé et ouvert au
moyen d'un dispositif d'entraînement spécifique.
14. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif encreur (2) est réalisé de manière à pouvoir être fermé et ouvert à
des moments pouvant être commandés.
15. Groupe d'impression selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une arête avant d'une lame de racle (3b) est disposée de manière déplaçable sur un
segment de cercle, dont le rayon et la position sont adaptés à la plaque d'impression
(10) fixée sur le rouleau (1).